Archiv für Juni 2016

EU-Bürokratie läßt Hochlandrinder sinnlos töten   Leave a comment

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Es ist unerhört wie die EU  die Massentötung gesunder, schottischer Highland-Rinder – darunter auch tragender Muttertiere – anordnen kann. Das ist ohne Hausverstand, grausam und krank. Was sitzen denn da welche Sadisten oder Idioten in Brüssel? Es kann doch nicht sein, dass wegen so einem bürokratischen Unsinn Tiere getötet werden.

Hier ein Beitrag aus dem Blog von indexexpurgatorius.wordpress.com

 

In den letzten Tagen fand in Großbardau im sächsischen Landkreis Grimma eine Massentötung von schottischen Highland-Rindern statt, weil diese nicht nach EU-Vorschrift registriert werden konnten.

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Seit vergangenem Montag ist die Behörde des Landkreises Leipzig dabei, mit Hilfe einer Spezialfirma und der Polizei Tiere der Herde von größtenteils schottischen Highland-Rindern zu töten. Grund: die Behörde wollte die Ohrmarken der Rinder prüfen und Blut abnehmen.

Da die Tiere »mangelndes Herdenmanagement« -so der Behördenvorwurf- nicht zusammentreibbar waren, wurden mittlerweile gut zwei Dutzend unregistrierte, aber gesunde Tiere umgebracht, darunter tragende Muttertiere, so das Medienportal Grimma.

Der Besitzer, der in letzter Minute versuchte, seine Tiere zu retten, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Behörde. Er habe fristgerecht dem Landkreis die Herde zur sogenannten Pensionspflege übertragen. Der Tierarzt, der den Aufbau und die Betreuung der Tiere von Beginn an begleitet hatte, bestätigte eine »extensive und tierartgerechte« Haltung und bescheinigte dem Halter, da es sich um Freilandrinder handele, eine korrekte Tierhaltung.

Die Behörde hätte jedoch die Rinder als Stalltiere eingestuft und entsprechende Auflagen erteilt, so der Besitzer. Da es sich hier aber um wild lebende Tiere handelt, könne man diese nicht einfach in einen Stall pferchen.

Die sächsische Behörde erklärt gegenüber der Bild-Zeitung, dass der Besitzer zum einen nicht in der Lage war, die Tiere zusammenzutreiben um die Ohrmarken prüfen oder Blut abnehmen zu lassen. Zudem sei offenbar geworden, dass viele Rinder gar keine oder falsche Marken tragen würden, wodurch die Herkunft nicht einwandfrei nachvollziehbar sei. Das bedeutet, die Tiere müssen vernichtet werden, denn laut EU-Norm darf kein unregistriertes Tier existieren.

Daraufhin begann die vom Landkreis beauftragte Firma die Tiere durch Stromstöße ins Herz zu töten. Dies sei unblutig und kostengünstig, so Experten. Aber wohl qualvoller. Anwohner berichteten gegenüber der Bild-Zeitung, dass jene Tiere, die die Stromstöße vorerst überlebt hätten, mit »wehmütigen Rufen« und nach stundenlangem Todeskampf qualvoll verendet seien.

Zudem vermutet der Besitzer »Vorteilnahme im Amt« um der Spezialfirma aus Norddeutschland Aufträge zu verschaffen und erhebt auch schwere Vorwürfe gegen die Amtsleiterin des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes und des 1. Beigeordneten des Landkreises in Bezug auf den von Amtswegen untersagten Schusswaffeneinsatz zur Betäubung der Rinder.

Der Besitzer hat angekündigt, sich gegen die Maßnahmen wehren zu wollen und auch um Schadensersatz zu kämpfen.

Bei der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden habe er gegen den Landrat und die Amtsleiterin bereits Anzeige erstattet.

Einmal mehr wird durch die Brüsseler Bürokraten einem Bürger die Lebensgrundlage genommen und der Tierschutz mit Füßen getreten, was aufzeigt, dass hier jeglicher Bezug zur Lebensrealität verloren gegangen ist.

EU-Bürokratie läßt Hochlandrinder sinnlos töten

 

Hier noch ein Bericht aus einem Newsletter von www.animal-spirit.at

EU-Bürokratie läßt Hochlandrinder sinnlos töten

 

EU-Bürokratie läßt Hochlandrinder sinnlos töten
Sinnlose EU-Bürokratie als Tötungsmaschinerie

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Unerhört findet Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler die Massentötung gesunder, schottischer Highland-Rinder – darunter auch tragender Muttertiere – im deutschen Landkreis Leipzig, weil diese nicht nach EU-Vorschrift registriert werden konnten. 44 von insgesamt 149 Tieren sind bereits getötet worden, weil sie keine bzw. mutmaßlich falsche Ohrmarken getragen haben und daher von der Behörde nicht identifiziert werden konnten.

„Das ist ein Musterbeispiel für die Sinnlosigkeit dieser ausufernden Bürokratie, die den Tierschutz offensichtlich mit Füßen tritt. Anstatt die Herde artgerecht und wie auch vom Tierarzt bescheinigt zur sogenannten Pensionspflege zu übergeben, wurden die Tiere mit Stromstößen ins Herz stundenlang zu Tode gequält und ihr Fleisch sinnlos vernichtet – ein fatales Versagen der Behörde!“, so Steinbichler.

Die ganze Aussendung HIER

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Gruß Hubert

 

EU will keine Abstimmung über CETA   Leave a comment

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Es ist kaum zu fassen, dass die EU in der Person von Juncker keine Abstimmung über CETA in den nationalen Parlamenten will bzw. für notwendig hält. Und da wundert man sich dann in der EU, dass die Mehrheit der Bevölkerung in verschiedenen Ländern diese EU nicht akzeptiert. Jetzt hat sich die EU gerade eine Absage, um nicht zu sagen Ohrfeige, von den Briten geholt, aber sie lernt nichts daraus. Wie abgehoben und arrogant ist diese EU-Elite überhaupt? Es ist leicht möglich – und auch wünschenswert, dass die EU damit auch mit TTIP auf die Nase fällt.

Hier ein Artikel aus dem Flensburger Tagblatt.

Blaupause für TTIP

Keine Abstimmung über Ceta: Fragwürdig und dumm

EU-Kommission will die nationalen Parlamente nicht über Ceta abstimmen lassen – das ist ein falsches Signal aus Brüssel, findet Wirtschaftsredakteur Till H. Lorenz.

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Für die Europäische Kommission ist die Sachlage klar: Brüssel entscheidet, wie und mit wem die europäischen Länder künftig Handel treiben. Die Handelspolitik ist eben Sache der EU.

Daher soll auch das Abkommen mit Kanada allein vom EU-Parlament abgenickt werden. Mehr Demokratie ist bei dem Freihandel nach Machart der EU offenkundig nicht gewünscht. Doch das ist nicht nur rechtlich eine sehr eigenwillige Auffassung, sondern obendrein politisch dumm.

Schließlich ist die Diskussion um Brüssel als technokratischem, übermächtigem Moloch nach dem Brexit-Referendum in vollem Gange. Ausgerechnet in dieser aufgeladenen Atmosphäre Macht- und Kompetenzansprüche der EU zementieren zu wollen, ist dreist. Kritiker der Union liefert das Vorgehen damit neue Nahrung – ganz ohne Not.

Da hilft es auch nicht, wenn sich die Kommission auf streitbare Rechtsgutachten beruft oder Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutsche Legislative – den Bundestag – wenigstens noch pro forma nach ihrer Meinung fragen will. Im Gegenteil. Eine Straßenumfrage im Berliner Regierungsviertel hätte den gleichen Wert wie eine solche Abstimmung. Auch sie würde nichts daran ändern, dass die Kommission hier Fakten für die Zukunft schaffen will.

Ceta gilt vielen als Blaupause des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP, das die EU derzeit mit den USA verhandelt. Wenn die Kommission aber schon bei Ceta nicht viel Wert auf die Einbindung der nationalen Parlamente legt, ist zu befürchten, dass es bei TTIP ähnlich läuft. Zumal Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker den Umgang mit Ceta bereits als Lackmustest der künftigen europäischen Handelspolitik bezeichnet hat.

Dabei hat die EU schon in der Vergangenheit Handelsabkommen ausgehandelt – beispielsweise mit Südkorea. Im Nachgang wurde das Abkommen von den nationalen Parlamenten ratifiziert. Warum dasselbe Vorgehen nicht auch bei Ceta oder TTIP möglich sein soll, bleibt ein Geheimnis der EU-Kommission, die offenbar mehr sein möchte als nur Chef-Unterhändler.

Sicherlich: Die Gefahr, dass eines der nationalen Parlamente die Abkommen nicht ratifiziert, ist groß. Doch dieses Risiko muss eine Demokratie eben aushalten – gerade in Europa.

EU will keine Abstimmung über CETA

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 30. Juni 2016 von hubwen in Politik, Uncategorized, Wirtschaft

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Manfred Deix: Berühmter Karikaturist ist tot   Leave a comment

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Manfred zeichnete bitterböse Karikaturen über den „Durchschnittsösterreicher“ und schonte dabei niemand, egal ob es „hohe Tiere“ oder Repräsentanten der katholischen Kirche waren. Bekannt wurde Deix mit seinen bissigen Cartoons und seinem erbarmungslosen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen.

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Auszug aus karikaturmuseum.at

Der österreichische Karikaturist Manfred Deix  ist am 25. Juni 2016 im Alter von 67 Jahren gestorben. Wie seine Frau Marietta Deix mitteilte, erlag er einer langen, schweren Krankheit. Manfred Deix feierte erst am 22. Februar 2016 seinen 67. Geburtstag.

Der Publizist Henryk M. Broder meinte über den Karikaturisten Manfred Deix: „Er ist der Stift, mit dem Karl Kraus gezeichnet hätte.“

Die Arbeiten von Manfred Deix sind längst Kunstwerke, Klassiker der österreichischen Karikatur und stilbildend für viele Kollegen. Die Bedeutung seiner schonungslosen Cartoons gehen weit über die Landesgrenzen hinaus und waren unermüdlich in seiner Kritik an gesellschaftlichen Zwängen. Das Enfant terrible der heimischen Zeichnerszene  analysierte mit spitzer Feder die Untiefen der österreichischen Seele, seine dargestellten Charaktere haben als „Deixfiguren“ an sprichwörtlicher Bedeutung gewonnen und wurden sogar im Duden begrifflich aufgenommen.

http://www.karikaturmuseum.at/de/ausstellungen/nachruf-manfred-deix

1965 immatrikulierte er sich in Wien an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, die er u. a. gemeinsam mit Gottfried Helnwein, Josef Bramer und Bernhard Paul besuchte. Die Ausbildung endete wegen „Schulschwänzen“ (Deix) nach zweieinhalb Jahren vorzeitig durch seinen Rauswurf. Daraufhin schrieb er sich 1968 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ein. Das Kunst-Studium brach er 1975 nach 14 Semestern und ohne Abschluss ab.

Deix‘ Vater hatte einen Arm im Zweiten Weltkrieg „in Russland zurückgelassen.“ Im Rückblick sagte Deix 2002, dass Kriegsinvalide für ihn etwas „Alltägliches waren“ und er „mit 2, 3 Jahren andere Väter mit zwei Armen für missgebildet“ hielt. „Ich war dann härter im Umgang mit Kriegsveteranen, die von dieser Sache (Anm. dem Krieg) nach wie vor schwärmen … die verspotte ich gnadenlos … die Kameradschaftsbündler, … die ich gesehen hab“.

Auszug aus Wikipedia

1965 immatrikulierte er sich in Wien an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, die er u. a. gemeinsam mit Gottfried Helnwein, Josef Bramer und Bernhard Paul besuchte. Die Ausbildung endete wegen „Schulschwänzen“ (Deix) nach zweieinhalb Jahren vorzeitig durch seinen Rauswurf. Daraufhin schrieb er sich 1968 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ein. Das Kunst-Studium brach er 1975 nach 14 Semestern und ohne Abschluss ab.

Deix‘ Vater hatte einen Arm im Zweiten Weltkrieg „in Russland zurückgelassen.“ Im Rückblick sagte Deix 2002, dass Kriegsinvalide für ihn etwas „Alltägliches waren“ und er „mit 2, 3 Jahren andere Väter mit zwei Armen für missgebildet“ hielt. „Ich war dann härter im Umgang mit Kriegsveteranen, die von dieser Sache (Anm. dem Krieg) nach wie vor schwärmen … die verspotte ich gnadenlos … die Kameradschaftsbündler, … die ich gesehen hab“.
Quelle Wikipedia

Aus der KRONE

Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER, Manfred Deix / Video: APA
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Trauer um Manfred Deix: „Spitze Feder wird fehlen“

Der große österreichische Zeichner und Karikaturist Manfred Deix ist am Samstag 67- jährig gestorben. Das bestätigte der Direktor des Karikaturmuseums Krems, Gottfried Gusenbauer, am Montagmorgen. Deix erlag einer langen, schweren Krankheit, beruft sich das Karikaturmuseum auf Marietta Deix, die Witwe des Künstlers. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder beunruhigende Nachrichten über seinen Gesundheitszustand gegeben, 2014 musste eine Buchpräsentation nach einem Zusammenbruch kurzfristig verschoben werden.

Deix‘ gezeichnete und gemalte Zeitkommentare machten ihn beim breiten Publikum populär. „In erster Linie war er politischer Karikaturist, aber er zählte mit Sicherheit zu den ganz großen Künstlern Österreichs“, so Gusenbauer. „Es gab und gibt viele Tabus und unangenehme Wahrheiten, die man nicht ansprechen durfte oder konnte. Hier hat uns Deix mit seinen Bildern die Augen geöffnet.“

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Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

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Landeshauptmann Erwin Pröll würdigte den Niederösterreicher Deix als „anerkannten und etablierten Künstler“: „Sein scharfer Blick und seine spitze Feder werden uns sehr fehlen.“

Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath- Pokorny erklärte in einer Mitteilung, Deix habe „die Wiener Seele liebevoll und gleichzeitig unbarmherzig nachzeichnet“: „Mit spitzer Federentlarvte er Borniertheit, Kleingeist und dumpfe Gesinnung.“

Deix porträtierte nicht nur prominente Österreicher, sondern auch sich selbst.
Foto: Manfred Deix

Gottfried Helnwein, Künstler und jahrzehntelanger Weggefährte Deix‘, schrieb in einem Statement zum Tod seines Freundes:

„Wenn Michelangelo sagte, die größte Kunst sei ’nichts als ein Schatten der göttlichen Perfektion‘, dann hat Deix mit seiner Kunst den unerbittlichen Gegenbeweis angetreten: Er zeigte uns, dass das Werk des Schöpfers nur so strotzt von Fehlern, Peinlichkeiten und Schnitzern. Gott sei Dank, muss man sagen, denn bei einem perfektionistischen Gott hätten wir wenig zu lachen, und es war Deix, der uns zu der bedeutenden philosophischen Erkenntnis verholfen hat, dass die Schöpfung lächerlich und Gott der größte Humorist ist.“

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Foto: APA/ROLAND SCHLAGER, Klemens Groh

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Wie kaum ein anderer verlieh Deix der österreichischen Seele erschreckend genau Ausdruck. Im Karikaturmuseum Krems, an dessen Gründung er beteiligt war, ist Deix mit einer Dauerpräsentation vertreten. Seinen sprichwörtlichen „Deix- Figuren“ kann man nahezu auf Schritt und Tritt im wirklichen Leben begegnen.

 

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Manfred Deix: Berühmter Karikaturist ist tot

 

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Deix und Ehefrau Marietta, Partnerin über Jahrzehnte hinweg

 

Siehe auch:
http://orf.at/stories/2249856/2249862/

http://freizeit.at/0815/der-meister-und-marietta/114.155.408

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Gruß Hubert

 

Rechte Rechtschreibung und Hasspost   Leave a comment

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Es ist schon eine Weile her aber doch noch „lustig“ mit welcher Rechtschreibung ein Rechter die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali als eine der dümmsten Ziegen und als arabisches Stückchen Scheiße beschimpft.
Es ist schon zum staunen welche Rechtschreibfehler manche Rechte machen. Deutsche Sprachpflege sieht jedenfalls ganz anders aus. Da könnte dieser Hassposter noch sehr viel von der in Deutschland geborenen „Ausländerin“ Hayali lernen. Aber das würde wohl viel Zeit in Anspruch nehmen. Und es sind nicht so wenige. Leider bleiben viele Rechtsextreme nicht nur beim schreiben, dann könnte man ja darüber einfach nur lachen, sondern greifen auch zur Gewalt.
Hier einige Beispiele in seiner Hasspost an Frau Hayali vom ZDF:
Aus der Frauke Petry von der AfD macht er eine Petra, die Hayali ist logisch eine Eselvickerin. Statt Auslassungen schreibt er Einlassungen, nach Punkt fährt er mit einem Kleinbuchstaben weiter. Die Kollegin Slomka mit ihrem Gesichtsausdrücken… usw. Aber lesen sie selbst dieses Geschreibsel von diesem gesetzestreuen und hochqualifizierten rechten (wahrscheinlich auch noch hochbesorgten) Bürger.

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So lässig reagiert Dunja Hayali auf einen Hassbrief

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Wahrscheinlich gibt es nur wenige Menschen, die dieser Tage mehr Hasspost erhalten als Dunja Hayali. Obwohl die ZDF-Moderatorin, die sich intensiv mit der Flüchtlingskrise sowie dem Aufstieg von Pegida und AfD auseinandersetzt, versucht, allen Seiten Gehör zu verschaffen, wird die 41-Jährige regelmäßig von aufgebrachten Wutbürgern angefeindet.

Nun hat die in Deutschland geborene Tochter irakischer Christen, die erst im Februar mit einer Goldenen Kamera für ihre politische Berichterstattung ausgezeichnet wurde, einen Hassbrief erhalten, der es in sich hat. Als „Höhlenscheisserin“ und „Eselvickerin“ beschimpft sie ein anonymer Absender darin, der sich selbst „Lawrence von Arabien“ nennt.

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Doch trotz der Tiraden und Übergriffigkeiten des Briefeschreibers bleibt Hayali locker. Auf ihrer Facebook-Seite hat sie das Schreiben direkt veröffentlicht und zudem den Rotstift angesetzt. Denn das Zornesschreiben des Absenders strotzt nur so vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern.

Dem Posting hat Hayali außerdem noch eine Botschaft angehängt: „Lieber Lawrence von Arabien“, schreibt Hayali, „ich hätte Ihnen gern privat geantwortet, aber ohne Absender war mir das nicht möglich. Deshalb antworte ich Ihnen nun öffentlich. Dass Sie ‚gesetzestreu‘ und ‚hochqualifiziert‘ sind, würde ich jetzt mal ganz vorsichtig anzweifeln. Mit allem anderen haben Sie natürlich recht. Grüße aus dem Großstadtdschungel, Nofretete.“

Bild: ddp

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Rechte Rechtschreibung und Hasspost

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Auszug aus DER WESTEN

Übelste Beschimpfungen im Hassbrief

In dem Schreiben beschimpft der Verfasser die Journalistin beispielsweise als „eine der dümmsten Ziegen, die beim ZDF arbeiten“ oder als „arabisches Stückchen Scheisse“. Anderes ist nicht zitierbar. Weiter heißt es in dem Brief: „Ich hoffe es gibt eines Tages eine Volksbefragung und wir können das ganze faule Ausländerpack wie dich los werden. Du wirst dann eine Klofrau auf dem Hauptbahnhof in Bagdad.“

In ihrer Dankesrede für die „Goldene Kamera“ hatte Dunja Hayali auch dies gesagt:

„In einem Land, in dem die Meinungsfreiheit so ein hohes Gut ist, darf und muss jeder seine Sorgen und seine Ängste äußern können, ohne gleich in die rechte Naziecke gestellt zu werden. Aber wenn Sie sich rassistisch äußern, dann sind Sie verdammt noch mal ein Rassist.“ Und solch einen Rassisten hat Hayali nun per Facebook bloßgestellt.

Wie Dunja Hayali einen Hassbrief-Schreiber bloßstellte | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:

http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/wie-dunja-hayali-einen-hassbrief-schreiber-blossstellte-id11840225.html#plx1517867192

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Juni 2016 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Wagenknecht für Referenden über EU-Verträge in Deutschland   Leave a comment

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Auch wenn manchen Die Linke nicht gefällt, kann ich Sahra Wagenknecht da nur voll zustimmen. Sie gehört zu den wenigen Politikern hinter denen ich vorwiegend stehe.

 

Wagenknecht für Referenden über EU-Verträge in Deutschland

Wagenknecht dringt auf Veränderung: «Es ist die EU, so wie sie heute ist, die Ablehnung provoziert und so die europäische Idee verspielt.»

Foto: Wolfgang Kumm

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Nach dem Referendum in Großbritannien über den Brexit hat sich die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, für Referenden über EU-Verträge auch in Deutschland ausgesprochen. Das Grundgesetz sieht allerdings keine bundesweiten Volksentscheide vor.

«Ich halte es für richtig, der Bevölkerung die Chance zu geben, über wichtige Fragen wie (das geplante Freihandelsabkommen EU-USA) TTIP oder europäische Verträge abzustimmen», sagte Wagenknecht der «Welt». «Wir wollen Europa so verändern, dass es nicht weiter zerfällt. Über die neuen Verträge sollte dann in jedem Land abgestimmt werden.» Die Menschen sollten selbst entscheiden, in welchem Europa sie leben wollen.

Um gegen die Brüsseler Technokratie zu sein, müsse man nicht Nationalist oder Gegner europäischer Zusammenarbeit sein. «Es ist die EU, so wie sie heute ist, die Ablehnung provoziert und so die europäische Idee verspielt», sagte Wagenknecht. Europa müsse nun ein massives Anti-Krisen-Programm auflegen.

«Solange die Menschen erleben, dass durch Brüsseler Einmischung ihre Renten sinken und ihre Jobs prekärer werden, muss man sich nicht wundern, dass die Ablehnung wächst.»

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Wagenknecht für Referenden über EU-Verträge in Deutschland

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Gruß Hubert

 

Brexit- Quittung für Brüsseler Machtherrlichkeit   Leave a comment

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Es ist unzweifelhaft, dass die EU ein undemokratischer Staatenverbund ist. Aber die wirtschaftlichen Verwerfungen durch den Brexit machen mir schon Sorge. In England gibt es momentan mal ein politisches Durcheinander. Auf jedem Fall sollte England bald die Aussttiegserklärung aus der EU abgeben, damit die Unsicherheiten nicht zu lange andauern.

Hier ein Artikel aus der „WELT“.

Brexit-Votum ist die Quittung für Brüsseler Machtherrlichkeit

Mit ihrer Brexit-Entscheidung haben die Briten Billionen an den Börsen vernichtet und die EU ins Chaos gestürzt. Haben sie uns am Ende einen Gefallen getan? Oder sich selbst aller Privilegien beraubt?

Bekanntlich regnet es in England sehr viel. Deshalb tragen alle Banker, wenn sie zu ihrer Bank gehen, um windige Geschäfte zu machen, einen Regenschirm. Um den gigantischen Pfützen auszuweichen, fahren die Autos in der Regel links. Die Regenfälle in den vergangenen Jahren waren so stark, dass das gesamte Königreich inzwischen von Wasser umgeben ist.

In dieser diesigen politischen Großwetterlage entschieden 51,9 Prozent der Briten, sich von der EU loszusagen. Das waren in Zahlen 17.410.742 Bürger, die für den Brexit stimmten. Gegenüber den Gegnern des Ausstiegs war das eine Mehrheit von genau 634.751 Wählern, die nun die Verantwortung für den Absturz des britischen Pfunds und den Niedergang der Börse hat.

An den Kapitalmärkten wurden weltweit innerhalb weniger Stunden Werte von fünf Billionen Dollar vernichtet, was der doppelten Wirtschaftskraft Großbritanniens entspricht und pro Kopf der Brexit-Mehrheitsbeschaffer gut 7,8 Millionen wären. Diese – zugegebenermaßen leicht britisch angehauchte – Kalkulation bringt die Empörung der von allen guten britischen Geistern verlassenen Europäer auf eine wirtschaftliche Basis.

Ziemlich teuer also, die Entscheidung von Premierminister Cameron, seinen Landsleuten die Abwahl der EU zu ermöglichen. Da ändert es nichts, dass er zwar die Tür zum Austritt geöffnet, den Wählern aber gleichzeitig dringend davon abgeraten hat, hindurchzugehen. Auch das könnte man als den typisch englischen Humor betrachten – oder eben als Demokratie, die auch nicht immer lustig sein muss.

Nun werden die Briten wahlweise für dämlich, eigensinnig, engstirnig, rückwärtsgewandt, uneuropäisch und unsozial gehalten, vom Obereuropäer Juncker zu Deserteuren erklärt und für den kommenden Niedergang der Weltkonjunktur verantwortlich gemacht.

Aber vielleicht weht auf einer Insel auch ein etwas anderer Wind als auf dem Kontinent, ein Wind, der vernebelte Realitäten aufklaren lässt und politisches Wunschdenken verweht. Diesseits des Ärmelkanals wirkt das dann skurril wie die britische Teatime, Agatha Christie, Plumpudding und der alternde Thronfolger Prinz Charles.

Abschied von der EU? Das halten die Kontinentaleuropäer, die Deutschen vorneweg, für unverschämt unvernünftig. Sie glauben, ihr Klub „Union Europa“ sei so alternativlos, dass sie kaum fassen können, dass jemand ihnen den Rücken zukehrt.

Dabei ist die von den Briten gedrückte Escape-Taste vor allem wohl eine Quittung für die immer undurchsichtiger werdende Brüsseler Politik, die Machtherrlichkeit einer Bürokratie, deren Entscheidungsprozesse sich der Öffentlichkeit mehr und mehr entziehen. Im Brüsseler Labyrinth finden sich nur noch Experten zurecht, und wenn die selbst gemachten Regeln nicht mehr passen, werden sie kurzerhand ausgesetzt oder stillschweigend übergangen.

Das gilt für die Schuldenbegrenzung von EU-Staaten genauso wie für das Aushebeln der Dublin-Regeln durch die deutsche Bundeskanzlerin und deren Verwunderung darüber, dass die durch offene deutsche Grenzen eingeströmten Flüchtlinge und Migranten nicht postwendend von anderen europäischen Staaten aufgenommen wurden. Da staunt der Deutsche, und der Brite wundert sich.

Rechtspopulisten zündeln am Brüsseler Schwelbrand

Jetzt wird der kollektive Untergang der unsinkbaren „Titanic Europa“ beschworen, so wie schon vorher im Fall des zum Mega-GAU hochstilisierten Grexits – der wohlgemerkt nur den Ausstieg aus der Euro-Zone und nicht den Abschied aus der EU bedeutet hätte. Die Milliarden für Griechenland retteten vor allem französische und deutsche Banken – die leichtfertig vergebenen Kredite waren ja schon vorher verfrühstückt worden.

Über die als europäische Annäherungsfinanzierung an die Türkei verschenkten und versenkten Milliarden redet niemand. Der Kauf von gewaltigen Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank würde normalerweise als Insolvenzverschleppung verfolgt, die Abschaffung der Zinsen zwecks Enteignung der Sparer stammt auch nicht gerade aus dem Lehrbuch der Volkswirtschaft. Keine Frage, es ist einiges faul im Staatenbund Europas. Da sind Absetzbewegungen kaum überraschend.

Die Bevormundung aus Brüssel, der Triumph der Idee über die Wirklichkeit, die gigantische Steuer-Umverteilungsbehörde inmitten eines „failed state“ namens Belgien, die Europa-Lautsprecher, die bei jedem berechtigten oder unberechtigten Zweifel an ihrer Politik die Schützengräben von Verdun drohend ins Feld führen – all das nährt eine Stimmungslage, die auch in anderen europäischen Mitgliedsstaaten die Exit-Gefahr näher rücken lässt. Dass auf diesem Brüsseler Schwelbrand die Rechtspopulisten ihr Süppchen rühren, ist da genauso unerfreulich wie logisch.

Haben die Briten uns vielleicht einen Gefallen getan?

Keine Frage, der Brexit ist mehr als die Gelbe Karte für die selbstgerechten Europa-Spieler, ob sie nun in Brüssel sitzen oder in Paris oder Berlin. Ob sie nun aufwachen, wird darüber entscheiden, ob aus dem Ausscheiden des Vereinigten Königreiches aus dem europäischen Bund nun ein allgemeiner Exitus wird, ein Zerbröseln der großartigen Idee durch ihre lausige Umsetzung.

Hier weiterlesen:

Brexit- Quittung für Brüsseler Machtherrlichkeit

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Gruß Hubert

 

Was heißt „stukturell antisemitisch“?   Leave a comment

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Antisemitismus ist ja weit verbreitet, wie überhaupt immer große Vorbehalte bei der Bevölkerung gegen alles Andersartige vorherrschen. Eine maßgebende Grundlage des Antisemitismus ist aber im Christentum angelegt. Die Juden waren Christusmörder, obwohl ja damals die Römer in Israel herrschten, und sie Jesus zum Tode auf dem Kreuz verurteilten.

„Wann dieser rassistische Antisemitismus entstand, ob er qualitativ neu war oder nur den Jahrhunderte alten Judenhass mit neuen Scheinbegründungen fortsetzte, ist in der Forschung umstritten. Unumstritten ist die Verbreitung, Dauer und Wandlungsfähigkeit des Phänomens: In ganz Europa und außereuropäischen Staaten gab und gibt es antisemitische Tendenzen.

Zunächst im zaristischen Russland, seit 1879 und verstärkt seit 1918 auch in Deutschland und Österreich suchten Antisemiten eine „Lösung der Judenfrage“. Dazu gründeten sie neue politische Parteien, deren Programme bereits die Vertreibung, teilweise sogar Ausrottung der europäischen Juden forderten. Die Vernichtungsfantasien wurden in der antisemitischen Literatur als „Unschädlichmachung“, „Entjudung“, „Entfernung“, „Ausmerzung“, „Beseitigung“ umschrieben. Andere brachten antisemitische Forderungen in bestehende staatstragende Parteien ein. Sie verfolgten neben der Ausgrenzung der Juden verschiedene antiaufklärerische, antidemokratische, antikapitalistische und antisozialistische Ziele, führten aber auch religiös begründete antijüdische Motive fort.

An diese Tradition konnte später der Nationalsozialismus anknüpfen. In dessen Weltanschauung war der rassistische Antisemitismus zentral. Er lieferte seit 1933 die Begründung aller judenfeindlichen Maßnahmen, die zuletzt im Holocaust gipfelten.“

[…]
„Der Antisemitismus ist eine mit Nationalismus, Sozialdarwinismus und Rassismus begründete Judenfeindlichkeit, die seit etwa 1800 in Europa auftritt. Für den Nationalsozialismus war der Rassenantisemitismus zentral und führte im vom Deutschen Reich besetzten Europa bis 1945 zum Holocaust.

Zu seinen Voraussetzungen gehören der Antijudaismus in der Christentumsgeschichte, zu seinen Wirkungen der Antisemitismus nach 1945. Dieser ist zwar keine gesamtstaatliche Ideologie mehr, aber seine Stereotype und Vorurteilsstrukturen bestehen in vielen Ländern und vielfältiger Form fort. Die internationale Antisemitismusforschung widmet sich seit 1945 der Erklärung des Phänomens.“
Quelle: Wikipedia  https://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus_(bis_1945)
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Hier aber nun zum „strukturellen Antisemitismus“, so wie ihn http://martinm.twoday.net erklärt.

„Aus mehr oder weniger aktuellem Anlass schreibe ich ein wenig zum im bestimmten Kreisen viel verwendeten – und oft falsch verwendeten Begriff „struktureller Antisemitismus“. Tatsächlich habe ich mich aus schon dabei ertappt, den Begriff falsch verwendet zu haben.

Also: „struktureller Antisemitismus“ ist etwas anderes als „latenter“, „verdeckter“, „heimlicher“ oder „getarnter“ Antisemitismus. „Strukturell antisemitisch“ heißt: einer bestimmten Anschauung oder Handlungsweise liegt eine gedankliche Struktur zugrunde, die dem Antisemitismus entspricht.

Verwirrt? Macht nichts, steigen wir mit einem einfacheren Beispiel ein. Dem „strukturellen Rassismus.

Rassismus geht davon aus, dass die „eigene Rasse“ in irgendeiner Weise „hochwertiger“ sei als andere „Rassen“.
Strukturell rassistisch ist es, zwar auf den Begriff der rassischen Überlegenheit zu verzichten, aber troztdem die aus dem Rassismus bekannte Denkstruktur zu verwenden. Deutsche sind für einen „strukturellen Rassisten“ nicht deshalb „Kanakern“ überlegen, weil die „Kanaker“ keine Weißen (Europäer, „Arier“) sind, sondern weil die „Kanaker“ nun mal aus einer „primitiven (mittelalterlichen, religiös fanatisierten, nomadischen, streng patriarchalischen, zerrütteten usw. ) Kultur“ stammen und deshalb keine vollwertigen Mitmenschen sein können. (Für „Kanaker“ kann eine beliebige Einwanderergruppe oder Minderheit eingesetzt werden.)
Diese Form des „struktuellen Rassismus“ kann man auch „Kulturalismus“ nennen, wenn man Wert auf passend beschriftete Schubladen legt.
Anderes Beispiel: die Pseudowissenschaft „Metagenetik“ (in der von McNallen begründeten Form) entspricht in ihrer Struktur der älteren „Blut und Boden“-Lehre, verwendet aber ein modernes und auf den ersten Blick wissenschaftlich-neutrales Vokabular. Weil ein „Metagenetiker“ aber in exakt den selben Bahnen argumentiert wie ein „Blut und Boden“-Theoretiker, und weil die Lehre von „Blut und Boden“ eindeutig rassistisch ist, kann man mit Fug und Recht die „Metagenetik“ als strukturell rassistisch bezeichnen. Zugleich ist sie ein Beispiel für „verdeckten Rassismus“.

Der Antisemitismus teilt Merkmale des Rassismus, ist aber ein Sonderfall: Kein Antisemit würde auf die Idee kommen, etwa Juden nach dem üblichen rassistischen Muster als faul oder dumm zu bezeichnen. Tatsächlich trauten Antisemiten wie Wilhelm Marr, Jörg Lanz „von Liebenfels“ und sogar Adolf Hitler „den Juden“ einige geradezu „übermenschliche“ Fähigkeiten zu. Stattdessen gelten Juden dem Antisemiten als zwar schlau, intelligent, geduldig, sogar gebildet usw. – aber dabei immer auch als feige und hinterhältig, als gierig und verlogen.
Allesamt Attribute, die für den Antisemiten klar machen, dass Juden typischerweise eher im Hintergrund die Fäden ziehen und davor zurückschrecken, sich selber die Finger schmutzig machen.
Eine für Demagogen sehr praktische Methode. Denn dies ermöglicht es beliebige Fehlschläge darauf zu schieben, dass die Juden die Sache heimlich sabotiert hätten. So geschehen z. B. nach dem für Deutschland verlorenem ersten Weltkrieg. „Die Roten“ hätten an „der Heimatfront“ Verrat an den heldenhaft kämpfenden deutschen Soldaten geübt, ihnen „den Dolch in den Rücken gestoßen“. Und weil die „Roten“ nun mal verhetzte, aber im Grunde gutwillige „deutsche Arbeiter“ waren, müssen die wahren Drahtzieher der schändlichen Niederlage „die Juden“ gewesen sein – man weiß ja, denen kann man alles zutrauen …
Bei der Weltwirtschaftskrise wiederholte sich das üble Spiel, und für die Nazis waren die Juden an allem, aber wirklich allem Schuld, was einem aufrechten Nazi nicht in den Kram passte.

Nun ist diese Methode durchaus auch ohne Juden möglich. Das Großunternehmen XY-AG geht also nicht deswegen in den Konkurs – und einige tausend Arbeitsplätze flöten – weil die Konkurrenz am Markt einfach besser wäre, oder die Unternehmensleitung schwere Fehler gemacht hätte, oder die Rahmenbedingungen nicht günstig waren – oder, was auch vorkommt, ein Konkurrent schlicht weniger Skrupel z. B. bei Betriebverlagerungen in Billiglohnländer gehabt hätte usw. – oder, meistens, viele dieser Faktoren zusammen – sondern deswegen, weil eine kleine Handvoll gieriger Manager oder skrupelloser Investment-„Heuschrecken“ (gern Ausländer, gern in New York, London, Hongkong oder Singapur sitzend) sich bereichern wollten.
Die Vorstellung, dass ein „kerngesundes Unternehmen“ durch die „Machenschaften“ fieser „Drahtzieher“ mutwillig „gegen die Wand gefahren“ wird, damit sich ein paar „kriminelle Manager“ oder „geldgeile Heuschrecken“ bereichern können, entspricht in ihrer „Erzählstruktur“ einer klassischen antisemitischen Verschwörungstheorie. Das macht das Ganze „strukturell antisemitisch“ – auch wenn niemand „die Abzocker“ oder „die Heuschrecken“ für Juden hält oder absichtlich mit „den Juden“ gleichsetzt.

Wenn man z. B. der NPD „strukturellen Antisemitismus“ nachsagt, ist das falsch – weil die NPDler typischerweise „echte“ Antisemiten sind, die ihre Gesinnung aber mehr oder weniger geschickt tarnen. (Aber die NDP hat, um die Verwirrung komplett zu machen, sehr wohl „antisemitische Strukturen“ – z. B. internes antisemitisches Schulungsmaterial, ihre Propaganda enthält antisemitische Deutungsmuster für Krisen, ihre Funktionäre haben haufenweise antisemitische Vorurteile und Klischees und verbreiten diese usw. usw. .)

Daher ist es auch kein Grund zur Empörung, wenn demographische Studien z. B. ergeben, rund 40 % aller Deutschen hätten ein „strukturell antisemitisches Weltbild“. Viele der Befragten haben keine oder nur wenige antijüdische Vorurteile – aber sie denken z. B. in den Bahnen ursprünglich antisemitischer Verschwörungstheorien.

Antizionisten können sowohl strukturelle wie uneingestandene Antisemiten sein – im ersten Falle wird die Rolle, die traditionell „den Juden“ zugeschrieben wird, einfach auf eine Untergruppe der Juden, eben die Zionisten, beschränkt. Im zweiten Falle ist der „Antizionist“ einfach ein Antisemit, der sich nicht gerne Antisemit nennen lässt.

Und wer das mit der Struktur kapiert hat, der begreift auch, wieso ich manche Antifas für „strukturell faschistoid“ halte.

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Was heißt „stukturell antisemitisch“?

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 26. Juni 2016 von hubwen in Politik, Uncategorized

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