Archiv für das Schlagwort ‘Hamed Abdel-Samad

Islamkritiker Hamed Abdel-Samad: Treffen vor Moschee läuft aus dem Ruder   Leave a comment

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Hier sieht man wieder mal, dass man mit fanatischen Muslime nicht diskutieren kann. Sie gehen auf rationale Argumente nicht ein wie sie Hamed Abdel Samad bringt. Außer Anfeindungen und Beleidigungen kommt nichts dabei heraus. Auch seine Begleiterin / Moderatorin scheint ihn nicht zu verstehen. Hamed Abdel Samad will als Publizist nichts anderes als seine Meinung frei zur Geltung bringen. Die Muslima, die am Anfang mit Hamed diskutiert, zeigt, dass sie in Wirklichkeit vom Islam und dem Koran keine Ahnung hat, sie weiß zum Beispiel nicht was in Sure 33 steht. Hamed hat es im Kopf. Wie soll man mit so jemand diskutieren? Die Muslima stellt Mohamed als großen Frauenbefreier dar, was man als Umkehrung der Wirklichkeit bezeichnen muss.

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Gruß Hubert

Der kriegerische Islam – Tötet die Ungläubigen   Leave a comment

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Wenn man wissen will wie kriegerisch der Islam ist, braucht man sich nur diese Videos anzuschauen. Ungläubige sollen getötet werden und sie werden als Affen, Schweine und schlimmer als Tiere bezeichnet. Der IS hat auf seiner schwarzen Fahne Mohamed stehen. Die den Islam verharmlosende Khola Maryam Hübsch wird vom Islamkritiker Hamed Abdel Samad entlarvt.

1. Ungläubige sollen bei folgenden vier Gelegenheiten umgebracht werden:

A. Im Zusammenhang mit dem „Heiligen Krieg“

Siehe darunter noch unter B, C und D.

http://derprophet.info/inhalt/das-bild-unglaeubigen-htm/

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Hamed Abdel Samad sagt die Wahrheit

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Andreas Thiel sagt die Wahrheit über den Islam – Islam verbieten – Muslime abschieben

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Hamed Abdel-Samad | Islam und Islamkritik (NZZ Standpunkte 2017)

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Hamed Abdel-Samad

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamed_Abdel-Samad

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Khola Maryam Hübsch

https://de.wikipedia.org/wiki/Khola_Maryam_H%C3%BCbsch

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Gruß Hubert

Hamed Abdel-Samad prangert die Toleranz im Umgang mit dem Islam an   5 comments

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„Der deutsch-ägyptische Publizist Hamed Abdel-Samad prangert die Toleranz im Umgang mit dem Islam an. Europäische Politiker seien naiv, würden Extremisten Schlupflöcher bieten. Statt Parolen fordert er harte Maßnahmen.“
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https://www.welt.de/politik/deutschland/article159027515/Wir-haben-eine-Gewaltseuche-im-Herzen-des-Islam.html
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Auszug aus dem Buch Mohamed „Eine Abrechnung“:
Hamed Abdel-Samad zeichnet in seiner biographischen Skizze nach, welche bis heute verhängnisvollen Folgen aus diesen Traditionen erwachsen – und weshalb radikale Islamisten mit demselben Recht den »Propheten« zitieren wie laizistische und integrierte Muslime.
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https://www.amazon.de/Mohamed-Eine-Abrechnung-Hamed-Abdel-Samad/dp/3426276402

Mehr kann man hier lesen:

https://www.amazon.de/Mohamed-Eine-Abrechnung-Hamed-Abdel-Samad/dp/3426276402#reader_B00X4U7AWY

 

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Auszug aus dem Handelsblatt.

Islam-Bekenntnis der Kanzlerin

„Frau Merkel, Sie irren sich!“

Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland: Diese Äußerung des früheren Bundespräsidenten Wulff hat sich Kanzlerin Merkel zu eigen gemacht. Und liegt damit völlig daneben, meint ein bekannter deutsch-ägyptischer Autor.

Berlin. Als er den Islam als „religiösen Faschismus“ bezeichnete, wurde der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad von Glaubensführern mit der sogenannten Fatwa belegt, und sie riefen zu seiner Ermordung auf. Doch der Autor („Der Untergang der islamischen Welt“ und „Krieg oder Frieden: Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens“) ließ sich davon nicht beeindrucken und äußerte sich weiterhin kritisch.

Dass er auch die Sicht von Kanzlerin Angela Merkel auf den Islam in den Blick nehmen würde, war zu erwarten. Ungewöhnlich ist, mit welcher Schärfe das frühere Mitglied der deutschen Islam-Konferenz der CDU-Bundesvorsitzenden in  die Parade fährt.

„Hilflos und fantasielos“ nennt es Abdel-Samad, dass sich Merkel eine Äußerung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff aus dem Jahr 2010 zu eigen gemacht hatte: „Der Islam gehört zu Deutschland.“

Abdel-Samad, der unter anderem am Erfurter Lehrstuhl für Islamwissenschaft und am Institut für Jüdische Geschichte in München arbeitet, wendet sich über seine Facebook-Pinnwand direkt an die „sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin“. Er gesteht ihr zu, dass sie als Kanzlerin aller Menschen, die in Deutschland leben, „selbstverständlich auch die Kanzlerin der Muslime“ sei.

Allerdings, so Abdel-Samad, sei sie (Merkel) nicht dazu ermächtigt zu behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland. „Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers, eine Religion zu rehabilitieren oder zu bewerten“, stellt der Wissenschaftler klar. Politiker seien für die Menschen da und nicht für die Ideologien dieser Menschen.

Bevor sie, Merkel, diese Behauptung in die Welt setze, sei sie verpflichtet, den Bürgern in Deutschland zu erklären, was der Islam sei, weist Abdel-Samad die Kanzlerin zurecht. Und dann listet er die aus seiner Sicht relevanten Fragen zu dem Thema auf: „Gehört die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland? Was ist mit Dschihad? Was ist mit Polygamie? Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten? Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher und Alkoholtrinker? Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind? Was ist mit Sklaverei, die im Islam nicht verboten ist? Was ist mit dem Recht der Kinder Angstfrei erzogen zu werden und nicht mit der Drohung mit Höllenqual aufzuwachsen?“
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http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/islam-bekenntnis-der-kanzlerin-frau-merkel-sie-irren-sich/11229266.html

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Gruß Hubert

 

Offener Brief von Hamed Abdel-Samad an Merkel – Der Islam gehört nicht zu Deutschland   Leave a comment

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Ich schätze den aus Ägypten stammenden Hamed Abdel-Samad sehr. Er musste aus Ägypten wegen einer gegen ihn ausgesprochenen Fatwa flüchten und lebt in Deutschland unter Polizeischutz. Was soll das für eine Religion sein, vor der man sich in Sicherheit bringen muss, nur weil man seine Meinung vertritt?

In einem offenen Brief kritisierten Hamed Abdel-Samad und Mark Tschapajew Bundeskanzlerin Merkel wegen ihrer Behauptung, der Islam gehöre zu Deutschland.

Hier der Offene Brief.

 

Offener Brief eines deutschen Moslems: Der Islam gehört nicht zu Deutschland, Frau Merkel

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, Sie sind die Bundeskanzlerin aller Menschen, die in Deutschland leben, und somit selbstverständlich auch die Kanzlerin der Muslime. Das ermächtigt Sie aber nicht dazu zu behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland.

Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers, eine Religion zu rehabilitieren oder zu bewerten. Politiker sind für die Menschen da nicht für die Ideologien dieser Menschen.

Bevor Sie diese Behauptung in die Welt setzen, sind Sie verpflichtet, den Bürgern dieses Landes zu erklären, was überhaupt „der Islam” ist!

Gehört die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland? Was ist mit Dschihad? Was ist mit Polygamie? Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten? Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher und Alkoholtrinker und anderes Denkende? Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind? Was ist mit Sklaverei, die im Islam nicht verboten ist? Was ist mit dem Recht der Kinder Angstfrei erzogen zu werden und nicht mit der Drohung mit Höllenqual aufzuwachsen?

Gehört das alles auch zu Deutschland oder Europa?

 

Entweder wissen Sie nicht, dass all das auch zum Islam gehört, dann sind Sie nicht qualifiziert, dieses Urteil zu fällen.

Oder Sie wissen bescheid und täuschen absichtlich die Bürger dieses Landes um weiterhin der Lobby zu dienen, zB um an Saudi-Arabien Panzer verkaufen zu können (was das Volk nicht will) und den türkischen Handelspartner nicht zu verärgern!

Auch ich Abdel-Samad, bin ein Bürger dieses Landes und sage Ihnen, als meine Kanzlerin:

Sie irren sich. Sie täuschen uns. Und Sie tun den Muslimen hier kein Gefallen in dem Sie etwas behaupten, was der Wahrheit nicht entspricht und was die Mehrheit der Deutschen anders sieht; übrigens auch viele deutsche Muslime und Ex-Muslime, die vor dem Islam in ihren ehemaligen Heimatländern fliehen mussten, in diese offene freie Gesellschaft, die Politiker wie Sie mit falscher „Political Correctness” und Globalisierungs-Geschwafel gerade zu zerstören drohen.

Ja, Sie, die Politker zerstören den Frieden in diesem Land und hetzen so die Menschen gegeneinander auf. Die Verschlimmerung der Situation nutzen Sie dann auch noch weiter aus, um nach und nach europaweit die Grundrechte einzuschränken und drehen so die Spirale der erzwungenen Toleranz (was einem Volk nie gut tut, Platon lesen!) weiter an.

Wer hier lebt, muss Respekt zeigen, und dann braucht man nur ein ganz wenig Toleranz dabei! Damit allein schon entwickelt sich eine Gesellschaft homogen und gleichmäßig und aus sich heraus weiter. Die Menschen haben dann auch keine Angst, und nehmen neue Dinge gerne an. Döner essen, Autokorsos, etc ist ein (zugegeben doofes) Beispiel für so etwas.

Aber Kirchenkreuze abhängen und Feste umbenennen auf Anordnung von oben und durch Beschwerden von Minderheiten bestimmt nicht!

Wer hier lebt, muss deutsche Werte annehmen!

Und wer hier lebt, und den gehörigen Respekt zeigt, der bekommt seine vom Staat und der Gesellschaft verbriefte und geschützte Freiheit, die Ideologie zu leben, die er leben möchte, an das zu glauben, an das er glauben möchte, und seine Religion ist dann auch geschützte Privatsache – aber wie er diese jedoch in der Gesellschaft offen ausleben will, bestimmt nicht.

Verstehen Sie das endlich und handeln Sie dementsprechend, wir wählen Sie sonst ab, denn auch unser Maß ist voll.

Mit (noch) freundlichen Grüßen,

Die Verfasser

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Offener Brief von Hamed Abdel-Samad an Merkel – Der Islam gehört nicht zu Deutschland

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Gruß Hubert

 

Hamed Abdel-Samad: „Der Islam ist keine Religion des Friedens“   Leave a comment

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Von Verteidigern des Islam wird immer wieder beteuert, dass der Islam friedlich und nicht gewalttätig ist. Im Koran gibt es aber unzählige Stellen wo es von Gewalt nur so wimmelt. Mohamed war erst erfolgreich mit seiner Lehre als er von friedlich auf gewaltbereit „umschaltete“ und zum Feldherrn wurde. Grundsätzlich muss sich jede Religion auch der Religionskritik stellen. Das muss der Islam erst noch lernen, sofern er das überhaupt akzeptieren will – ich glaube eher nicht – und wenn, dann dauert das noch sehr lange. Es kann nicht sein, dass eine Religion Immunität für sich in Anspruch nehmen kann.

 

„Der Islam ist keine Religion des Friedens“

Die Muslime müssen ihn erst dazu machen, sagt Islamkritiker Abdel-Samad. Wir sollten ihnen durch eine offene Debatte helfen, statt den Fundamentalismus zu verharmlosen.

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Der deutsch-ägyptische Schriftsteller und Politologe Hamed Abdel-Samad
Der deutsch-ägyptische Schriftsteller und Politologe Hamed Abdel-Samad © Inga Kjer/dpa

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ZEIT ONLINE: Herr Abdel-Samad, in den letzten Wochen gab es neue Mordaufrufe gegen Sie. Von wem?

Hamed Abdel-Samad: Das darf ich nicht sagen, weil das BKA ermittelt. Aber diesmal ist die Gefahr viel näher und viel konkreter als beim letzten Mal. Nach der Veröffentlichung meines neuen Buches über Mohammed bekam ich eine erhöhte Gefährdungsstufe. Das bedeutet, dass ich zum Beispiel nicht mehr durch die Sicherheitskontrollen am Flughafen gehe, sondern direkt in einer gepanzerten Limousine bis zum Flugzeug gefahren werde. Auch im Flugzeug sitzen Beamte neben mir. Auf der Buchmesse bin ich nur mit einer schusssicheren Weste aufgetreten.

ZEIT ONLINE: Sie warnen seit Langem vor islamistischen Terroranschlägen in Europa. Haben die Anschläge in Paris im November Sie nicht doch etwas überrascht?

Abdel-Samad: Nein. Seitdem sich europäische Staaten stärker militärisch gegen den IS engagieren, war es nur eine Frage der Zeit, bis der IS zurückschlägt.

Der islamische Fundamentalismus wächst und gedeiht seit Jahren auch in Europa, so als hätten wir nichts gelernt aus dem 11. September: Europa ließ den politischen Islam Strukturen aufbauen und dachte, damit fördern wir Toleranz. Ich bin sehr traurig über diesen vorhersehbaren Terror.

Aber ich verstehe auch nicht, wie europäische Dschihadisten nach Syrien gehen und zurückkommen können, und der Rechtsstaat greift nicht ein.

ZEIT ONLINE: Haben wir dafür keine hinreichenden Gesetze?

Abdel-Samad: Doch. Ich bin der Meinung, die haben wir. Nach Syrien zu reisen, um beim IS anzuheuern, das ist Teilnahme an einem fremden Wehrdienst und die Teilnahme an einer Terrororganisation. Allein diese beiden Tatsachen reichen aus, um jemanden sofort zu verhaften – egal, ob er getötet hat oder nicht.

Leider haben wir weder in Deutschland noch in Frankreich die Sicherheitskapazitäten, um alle Gefährder rund um die Uhr zu bewachen. Es müssen mehrere Personen in Schichten arbeiten, um einen einzigen Islamisten ständig zu überwachen. Natürlich wäre es eine leichtere Sache, sie in Polizeigewahrsam zu nehmen und wegen Volksverhetzung, wegen Hasspredigten zu verklagen. Aber Europa lässt – und das ist seine Schwäche – auch Menschen von den Vorzügen des Rechtsstaates profitieren, die diesen vernichten wollen.

ZEIT ONLINE: Toleranz ist eigentlich eine Stärke, denn sie setzt ein kritisches Verhältnis zu sich selbst voraus. Wann wird sie zur Schwäche?

Abdel-Samad:  Seit dem 11. September sagen wir, wir müssen unsere Werte verteidigen. Aber wie? 2001 war der internationale Terrorismus relativ überschaubar, ein paar Tausend Kämpfer, die sich auf dem Hindukusch verschanzt hatten. Heute haben wir es zu tun mit richtigen Terrorarmeen, die die Welt in Angst versetzen. Der Westen hat falsche Kriege geführt, und zugleich hat er das Problem unterschätzt.

Gerade friedfertige Muslime, die die wachsende Gefahr des militanten Islamismus vor der Haustür, ja im eigenen Haus erlebt haben, redeten diese Gefahr schön. Immer war der Westen an allem schuld.

ZEIT ONLINE: Er trägt ja auch große Schuld, denn er hat durch unsinnige Militäroperationen Terror geschürt. Was ist denn Ihrer Meinung nach nun genau nicht die Schuld des Westens?

Abdel-Samad: Dass auch liberale Muslime sich oft nur in der Opferrolle sehen. Sie haben zwar recht, dass der Westen unglaublich viele Fehler in der arabischen Welt gemacht hat, und dass der Irakkrieg als Brandbeschleuniger des Terrorismus wirkte – aber er war nicht das ursprüngliche Feuer. Das Feuer des Islamismus war immer da, weil es seit Anbeginn des Islams eine Ideologie der Gewalt gibt. Bis heute soll die Gewalt den muslimischen Minderwertigkeitskomplex durch Allmachtsfantasien kompensieren.

ZEIT ONLINE: Welche Allmachtsfantasien?

Abdel-Samad: Der Islam unterteilt bis heute die Welt in Gläubige und Ungläubige. Er legitimiert Gewalt gegen Ungläubige nicht nur, sondern fordert und fördert sie. Unsere Religion zählt immer noch viel zu viele Gläubige, die von der absoluten Wahrheit der heiligen Texte überzeugt sind. Das ist unaufgeklärt. Und trotzdem behauptet die Bundeskanzlerin, diese Religion sei ein Teil des aufgeklärten Deutschlands.

ZEIT ONLINE: Vielleicht meint sie einfach all die Muslime hierzulande, die keinen Fundamentalismus und erst recht keinen Terror wollen.

Abdel-Samad: Das mag sein, aber eine scharfe Fundamentalismuskritik findet kaum statt. Politik und Medien haben Angst, Muslime vor den Kopf zu stoßen oder sie zum Ziel rechten Hasses zu machen, also reden sie das Problem klein. Nach dem Motto: Das hat mit dem Islam nichts zu tun, das sind nur soziale oder geopolitische Probleme. – Falsch!

ZEIT ONLINE: Natürlich gibt es benachteiligte junge Muslime in den Banlieues um Paris, Marseille und Toulouse.

Abdel-Samad: Aber die gleichen Banlieues haben auch marginalisierte christliche Afrikaner, und trotzdem enthaupten sie niemanden. In London gibt es nicht nur benachteiligte Muslime, sondern auch benachteiligte Hindus, in den gleichen Vierteln. Jagen die Busse oder Konzerthallen in die Luft? Es stimmt ja: Die USA haben überall in der Welt Unheil gestiftet; in Vietnam, in Nicaragua, in Chile, in Korea. Aber trotzdem gibt es dort keinen Vergeltungsterror gegen US-Ziele. Warum? Weil die Kränkung bei Muslimen auch eine kulturelle Komponente hat.

Hamed Abdel-Samad: „Der Islam ist keine Religion des Friedens“

Hamed Abdel-Samad: Deutschland muss die Wahrheit über den Islam erfahren   1 comment

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Islamophobie ist keine Krankheit, denn Phobie ist eine Krankheit und diese Leute haben berechtigte Ängste vor dem Islam, sagt Hamed Abdel-Samad – und damit hat er zu hundert Prozent recht. Über die Hälfte der deutschen Gesellschaft hat die Nase gestrichen voll vor dieser Verniedlichung des Islam bei jeder Gelegenheit, Verharmlosung und unter dem Teppich kehren. Der Islamismus ist genau so alt wie die islamische Geschichte selbst. Die Moderatoren wollen ihn abwürgen, aber er wehrt sich und sagte er verlasse die Diskussion, wenn er nicht zu Ende reden dürfe. Er hält dieser deutschen konvertierten Muslimin auch die Sure Nummer 47 unter die Nase, wo steht: „Wenn ihr auf die Ungläubigen trefft, dann enthauptet sie“.
Hamed Abdel-Samad ist der Sohn eines ägyptischen Imams und der Name heißt übersetzt „der dankbare Sklave Gottes“.

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Hamed Abdel-Samad: Deutschland muss die Wahrheit über den Islam erfahren

 

Videotext.
Was Deutsche sich nicht trauen zu sagen, sagt Hamed Abdel-Samad in einer öffentlichen Talkshow. Nachdem Abdel-Samad am 4. Juni 2013 bei einem Vortrag in Kairo der Muslimbruderschaft „islamischen Faschismus“ vorgeworfen und gesagt hatte, „dass dieser Faschismus in der Entstehungsgeschichte des Islams zu begründen“ sei, wurden am nächsten Tag im Internet Mordaufrufe gegen ihn veröffentlicht. Am 7. Juni rief Assem Abdel-Maged, ein Führer der Gamaa Islamija und Verbündeter von Staatspräsident Mohammed Mursi, im ägyptischen Fernsehen zum Mord an Abdel-Samad auf, weil dessen Äußerungen eine Beleidigung des Propheten gewesen seien. Übliche Aufenthaltsorte von Abdel-Samad in Kairo wurden im Internet veröffentlicht. Abdel-Samad forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle öffentlich auf, den Mordaufruf schärfstens zu kritisieren und den ägyptischen Präsidenten Mursi aufzufordern, diesen ebenfalls zu verurteilen. Mahmoud Shaaban, Professor an der al-Azhar-Universität in Kairo, wiederholte den Mordaufruf, und Abdel-Samad forderte in der Zeitung al-Ahram seinen Schutz durch die ägyptische Justiz. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung wandte sich über die Süddeutsche Zeitung an die ägyptische Regierung, und das Auswärtige Amt erklärte dem Geschäftsträger der ägyptischen Botschaft, die ägyptische Regierung solle Veröffentlichungen von Mordaufrufen unterbinden. Unterdessen verkündete Assem Abdel-Maged, bei den für den 30. Juni angekündigten Demonstrationen gegen Präsident Mursi seien seine Mitstreiter nicht für Gewalt verantwortlich. Abdel-Samad war derweil in Ägypten untergetaucht und berichtete sowohl von falscher Gleichsetzung der Opposition mit seiner Meinung als auch von der Unterstützung durch Andersdenkende. Weder der Präsident noch die Justiz von Ägypten reagierten auf seine Bedrohung. Schließlich forderte Außenminister Westerwelle über Facebook, die ägyptische Regierung solle gegen die Urheber des Mordaufrufs vorgehen, das Auswärtige Amt sei in direktem Kontakt mit Abdel-Samad und habe ihm konkrete Hilfe angeboten. Als die angekündigten Demonstrationen gegen Präsident Mursi stattfanden, war Abdel-Samad wieder in Deutschland und begann eine Vortragsreise. Am 7. Juli 2013 wurde wegen Straßenschlachten nach der Absetzung Präsident Mursis ein Haftbefehl auf Assem Abdel-Maged ausgestellt, der zum Mord an Abdel-Samad aufgerufen hatte.

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Der Prophet Mohammed – eine Abrechnung von Hamed Abdel-Samad


http://youtu.be/8BinUZPa9n4
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Islamkritiker Hamed Abdel Samad Die meisten, die herkommen, denken nicht an Integration_xvid.avi
(Video von Sabine)

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http://www.4shared.com/web/embed/file/LXWXwOCTce

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Gruß Hubert

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Faschismus und Islamismus – ein ungleiches Paar?   Leave a comment

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Als Benito Mussolini in Italien seine faschistische Bewegung gründete, träumte er davon, an die glorreichen Tage des Römischen Reiches anzuknüpfen. Diese nostalgische Sehnsucht teilte auch Hassan Al-Banna, als er die Muslimbruderschaft wenige Jahre nach Mussolinis Aufstieg gründete. Er wollte an das Mittelalter anschließen als der Islam noch eine bedeutende Rolle spielte.
Die Muslimbrüder sind radikal und lehnen die Demokratie ab. Aus ihnen entstanden auch die Taliban.

Aus dem Buch von Hamed Abdel-Samad:   Der islamische Faschismus
Auszug.

Faschismus und Islamismus – ein ungleiches Paar?

Der Faschismus ist eine Art »politische Religion«. Seine
Anhänger glauben, im Besitz der absoluten Wahrheit zu
sein. Ganz oben in der Hierarchie steht der charismatische
unfehlbare Führer, der mit einem heiligen Auftrag
ausgestattet ist, um die Nation zu einen und die Feinde
zu besiegen. Die faschistische Ideologie vergiftet ihre
Anhänger mit Ressentiments und Hass, teilt die Welt in
Freund und Feind ein und droht Gegnern mit Vergeltung.
Sie richtet sich gegen die Moderne, die Aufklärung,
den Marxismus und die Juden und glorifiziert Militarismus
und Opferbereitschaft bis in den Tod.

All diese Eigenschaften treffen auch auf den modernen
Islamismus zu, der zeitgleich mit dem Faschismus in
den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden
ist. Sowohl der Faschismus als auch der Islamismus
sind aus einem Gefühl der Niederlage und Erniedrigung
hevorgegangen. Beide Strömungen eint das Ziel, ein Imperium
zu errichten  – die Weltherrschaft als quasi verbrieftes Recht –,
dem die totale Vernichtung seiner Feinde vorausgeht.
Die eine Bewegung glaubt an die Überlegenheit der arischen Rasse,
die andere ist überzeugt von der moralischen Überlegenheit der Muslime
gegenüber dem ungläubigen Rest der Menschheit.

Als Benito Mussolini in Italien seine faschistische Bewegung
gründete, träumte er davon, an die glorreichen Tage des
Römischen Reiches anzuknüpfen. Diese nostalgische Sehnsucht
teilte auch Hassan Al-Banna, als er die Muslimbruderschaft
wenige Jahre nach Mussolinis Aufstieg gründete.
Er beschwor ebenfalls die große Vergangenheit.

Der tunesisch-französische Schriftsteller Abdel-Wahhab Meddeb
sieht ein zentrales Problem der islamischen Welt darin, dass
die Muslime sich nicht damit abfinden können, nicht mehr –
wie noch im Mittelalter – die führende Macht in der Welt zu sein.
Die Diskrepanz zwischen einer stolzen Vergangenheit und der bitteren
Realität der Gegenwart sieht er als eine der Hauptquellen
für Ressentiments gegen den Westen. Eine Dauerkränkung der
islamischen Welt sozusagen, entstanden aus dem subjektiven Gefühl,
von der Welt und der Geschichte ungerecht behandelt worden zu sein.
Diese Kränkung, gepaart mit einer Überhöhung der Vergangenheit,
ist ein wichtiger Motor des islamischen Faschismus.

Eckpfeiler des Ur-Faschismus

Der italienische Literat, Semiotiker und Philosoph
Umberto Eco listet in seinem Werk »Vier moralische Schriften«
vierzehn Merkmale des Ur-Faschismus auf. Eines
dieser Merkmale ist der »Kult der Überlieferung«: Es
kann keinen Fortschritt des Wissens geben, da die Wahrheit
bereits offenbart wurde. Nicht um eigenständiges
Denken und Lernen geht es also, schon gar nicht um eine
kritische Analyse, sondern um das strikte Befolgen der
offenbarten Botschaft.
Dieser »Kult der Überlieferung« ist ein zentraler Aspekt
des islamischen Denkens: Es gilt die Unantastbarkeit des
Koran, in dem alles Wissen enthalten ist. Der politische
Islam fühlt sich mit einem Auftrag Gottes versehen, der,
losgelöst von Zeit, Raum und Realität, erfüllt werden
muss. Salafisten und Dschihadisten verteufeln eine zeit-
gemäße Interpretation der Texte, denn die Gebote Gottes
dürfe der Mensch nicht umdeuten. Für sie spielt es keine
Rolle, dass ein Muslim, der die heiligen Texte seiner Religion
wortwörtlich nimmt, es oft schwer hat, sich in der
modernen Welt zurechtzufinden, die ambivalent ist und
sich ständig ändert. Die Moderne ist für sie per se Ausdruck
dessen, wie weit der Mensch kommen kann, wenn er sich vom
wahren Glauben entfernt hat.

Für Eco ist die Ablehnung von Moderne und Aufklärung
ein weiteres Merkmal des Ur-Faschismus, das verbunden
ist mit einem Hang zum Irrationalismus. Ablehnung von
Kritik, Angst vor dem Fremden, Sexismus und Machismus
sind weitere Kernpunkte. Der Faschismus lebe, so Eco,
von der Obsession, »die anderen« hätten sich gegen
einen verschworen. Zu diesem Verfolgungswahn gesellt
sich ein permanentes Gefühl der Demütigung, des Zu-
kurz-gekommen-Seins und ein daraus erwachsender Rachedurst.
Hier wird der Kampf zum Selbstzweck. Denn es ist kein Kampf
ums Überleben, sondern ein Leben für den Kampf.
Eine Vorstellung, die sich eins zu eins im
islamischen Dschihad-Prinzip findet. Der Dschihad wird
im Islam nicht nur als Mittel der Selbstverteidigung, so
sondern als Dienst an Gott verstanden, der bis ans Ende aller
Tage geleistet werden muss. Und am Ende dieser Tage
wird die Weltherrschaft stehen, alle Feinde, alle
Ungläubigen
werden bekehrt oder ausgelöscht sein.

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Faschismus und Islamismus – ein ungleiches Paar?

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Das wunderbare Paradies im Islam

Das PARADIES im Islam WAS ES DORT ALLES GIBT!

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Sure 47, Vers 15: Das Bild des Paradieses, das dem Gottesfürchtigen verheißen ward: In ihm sind Bäche von Wasser, das nicht verdirbt, und Bäche von Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Bäche von Wein, köstlich dem Trinkenden. Und Bäche von geklärtem Honig; und sie haben in ihnen allerlei Früchte und Verzeihung von ihrem Herrn. Sind sie gleich dem, der ewig im Feuer weilen muß, und denen siedendes Wasser zu trinken gegeben wird, das ihnen die Eingeweide zerreißt?

Wer sind denn diese Glücklichen, welche nicht in der Hölle schmoren und „siedendes Wasser trinken“ müssen, sondern im islamischen Paradies Eingang finden und ihren Durst stets mit köstlichen Getränken stillen können? Es handelt sich um eine Art idealtypischen Menschen von erstaunlicher Größe. Die aus den Gräbern auferstandenen und beim Jüngsten Gericht auserwählten Irdischen erfahren beim Eintritt in Allahs Garten mannigfache physische Veränderungen:

Muslim B40 N6795: Diese hadith-Stelle geht auch auf Abu Huraira zurück, gehört aber einer anderen Tradition an. Darin wird berichtet daß der Gesandte Allahs folgendes gesagt habe: „Die Gesichter der ersten Gruppe der Auserwählten welche ins Paradies gelangen, werden leuchten wie die Sterne am Himmel. Sie werden weder Wasser lösen, noch Exkremente ausscheiden. Sie werden nie erkältet sein und auch nicht mehr spucken. Ihre Kämme sind aus Gold und ihr Schweiß riecht nach Moschus. Der Brennsprit für ihre Lampen wird Aloesaft sein und ihre Ehefrauen großäugige Jungfrauen. Ihre Gestalt gleicht derjenigen ihres Urvaters Adam und ihre Größe ist 60 Ellen.“

http://derprophet.info/inhalt/sieben-himmel-htm/
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Gruß Hubert

Das Recht Religionen kritisieren zu dürfen   Leave a comment

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Bei Frank Plasberg ging es in der Sendung „hart aber fair“ vom 28.09.2015 um den Islam in Deutschland. Jede Religion muss sich auch der Kritik stellen, sonst wäre es ein autoritäres Diktat, in dem die Menschen das Hirn ausschalten müssten.

Der gebürtige Ägypter Hamed Abdel-Samad, der früher selbst ein Anhänger der Muslimbrüder war, stritt beherzt für jene uneingeschränkte Möglichkeit und Fähigkeit zur Kritik, ohne die eine ehrliche Diskussion nicht denkbar ist. Für seine Überzeugung zahlt Abdel-Samad einen hohen Preis. Eine Fatwa wurde gegen ihn ausgesprochen, was einem kollektiven Mordaufruf gleichkommt.

Islamverbandsvertreter redet sich um Kopf und Kragen

Bei Frank Plasberg ging es um den Islam in Deutschland. CDU-Mann Jens Spahn klagte über Sprachprobleme und kritisierte die Islamverbände. Deren Vertreter verzettelte sich in der Handschlag-Affäre.

Vieles deutet darauf hin, dass sich die Flüchtlinge und Migranten, die gegenwärtig Deutschland erreichen, auf Dauer hier niederlassen werden. Sie kommen, um zu bleiben. Da es sich mehrheitlich um Muslime handelt, stellt sich mit ihrer Ankunft auch die Frage nach der Rolle des Islams hierzulande neu.

Es wäre sicher falsch, die vielfältige Identität der Asylbewerber auf ihre Glaubenszugehörigkeit zu reduzieren, und doch spielt sie eine gewichtige Rolle. Nicht umsonst fordert die Polizei, in den Heimen nach genau diesem Kriterium zu trennen. Die Spannungen zwischen den verschiedenen Religionen und Konfessionen treten in der Enge der Flüchtlingsunterkünfte offen zutage.

Separate Unterbringung „das völlig falsche Signal“

An der Frage einer separaten Unterbringung entzündete sich in der „Hart aber fair“-Sendung zum Thema „Merkel bejubeln, an Mohammed glauben: Wie viel Islam gehört zu Deutschland?“ eine kontroverse Diskussion. CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn sprach sich in seinem Bemühen um eine „klare Kante“ dagegen aus. Man müsse, auch hinsichtlich des friedlichen Zusammenlebens, „vom ersten Tag an deutlich machen, was gilt. Das ist ja das Versäumnis der Vergangenheit“, so der Unionsabgeordnete. In den Flüchtlingsheimen nach Religionen zu sortieren, sei also „das völlig falsche Signal“.

Dietmar Ossenberg, der langjährige ZDF-Studioleiter in Kairo und Kenner des arabischen Raums, widersprach. Es gehe im Augenblick darum, der Entfaltung der Konflikte in Deutschland entgegenzuwirken. „Und das heißt eben auch, in dieser hoch aufgeladenen Situation von mir aus Christen, Jesiden oder Sunniten zu trennen“.

Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad sah angesichts des aktuellen Problems sogar die Gelegenheit und die Pflicht, den muslimischen Flüchtlingen beizubringen, „dass sie selber etwas dafür tun müssen, damit diese Verhältnisse, die ihre Länder kaputtgemacht haben, nicht nach Deutschland importiert werden“.

Das waren gute Gedanken. Den Flüchtlingen, die in den Asylheimen Unterdrückung erfahren, helfen übergeordnete Argumente aber wenig weiter. Sie sehen sich nicht selten eben jener Form von Verfolgung ausgesetzt, die sie zur Flucht bewegt hat. Falls nötig, sollte man sie auch vor einer Instrumentalisierung in der Integrationsdebatte schützen.

Eines der Hauptprobleme ist die Sprache

Spätestens außerhalb der Unterkünfte treffen allerdings alle Neuankömmlinge nicht nur auf eine christlich-jüdisch und atheistisch geprägte Gesellschaft, sondern auch auf jene Muslime, die bereits ein Teil Deutschlands sind. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten Spuren hinterlassen und Strukturen zur Praktizierung ihres Glaubens geschaffen. Zum Teil geschah das ohne allzu enge Anbindung an den Rest der Republik.

Eines der Hauptprobleme war und ist die Sprache. So klagte CDU-Mann Spahn darüber, dass er sich mit keinem Imam aus seinem Wahlkreis in der eigenen Muttersprache unterhalten könne, „weil die alle aus der Türkei geschickt sind, aus der Türkei bezahlt werden und kein Wort deutsch reden“.

Der Bundestagsageordnete des Wahlkreises Steinfurt I – Borken I forderte von den Islamverbänden in Deutschland eine bessere Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit sowie ein stärkeres Bekenntnis zu den „Prinzipien, die dieses Land tragen“. Seine Kritik richtete sich an Zekeriya Altug, der in der Runde die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, besser bekannt als Ditib, vertrat.

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CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn fordert: „Wir brauchen einen Konsens, dass bei uns einige Regeln unabdingbar für alle gelten“

© picture alliance / dpa CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn fordert: „Wir brauchen einen Konsens, dass bei uns einige Regeln unabdingbar für alle gelten“

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Alles eine Frage der Umgangsformen?

Altug hatte angesichts der zahlreichen gegen die Islamverbände vorgebrachten Vorwürfe einen schweren Stand. Er bewahrte trotz allem einen recht ruhigen und sachlichen Ton. Als er aber versuchte, die „Handschlag-Affäre“ um CDU-Frau Julia Klöckner als eine Frage der „Umgangsformen“ abzutun und zur möglichen Geste des Respekts umzudeuten, redete er sich um Kopf und Kragen. Während des Besuchs eines Flüchtlingsheims hatte ein Imam der Politikerin ausrichten lassen, dass er ihr als Frau im Falle einer Begegnung die Hand nicht reichen werde. Richtigerweise hatte Klöckner daraufhin gleich ganz auf ein Treffen verzichtet.

Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne) berichtete allerdings von einer ähnlichen Erfahrung mit einer jüdisch-orthodoxen Gruppe. Sie warnte davor, den Islam in eine negative Schublade zu stecken und gleichzeitig alle anderen Religionen zu guten Religionen zu erklären.

Damit stellte sie die Brücke zu Altug wieder her, der mehr „Rücksicht auf die Grundwerte der Muslime“ forderte. Darunter fällt dem Ditib-Vertreter zufolge auch, „dass man die Sachen, die man für heilig hält, wie den Koran oder den Propheten, respektiert und nicht provoziert mit diesen Symbolen“.

Islamkritiker Glücksfall für die Diskussion

Das wiederum war an die Adresse von Hamed Abdel-Samad gerichtet, dessen aktuelle Veröffentlichung „Mohamed. Eine Abrechnung“ von Altug als „Schmähschrift“ tituliert wurde. Tatsächlich beleidigt es die Gefühle vieler auch gemäßigter Muslime, dass der Autor den Religionsstifter des Islam als kranken Massenmörder und Gewaltherrscher darstellt. Aber man braucht sich Abdel-Samads Urteil gar nicht anzuschließen, um zu verstehen, dass er für die Islam-Debatte in Deutschland ein Glücksfall ist. Das stellte sein beherzter Plasberg-Auftritt einmal mehr unter Beweis.

Der gebürtige Ägypter, der früher selbst ein Anhänger der Muslimbrüder war, stritt beherzt für jene uneingeschränkte Möglichkeit und Fähigkeit zur Kritik, ohne die eine ehrliche Diskussion nicht denkbar ist. Für seine Überzeugung zahlt Abdel-Samad einen hohen Preis. Seit eine Fatwa gegen ihn verhängt wurde, die einem kollektiven Mordaufruf gleichkommt, lebt der Politologe unter Polizeischutz. Solche Erscheinungsformen des Islams wecken in der deutschen Bevölkerung jene Ängste, die man, da waren sich alle Talkteilnehmer einig, nicht einfach wegdiskutieren kann.

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Das Recht Religionen kritisieren zu dürfen

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Gruß Hubert

Hamed Abdel-Samad analysiert Mohammed   Leave a comment

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Hamed Abdel-Samad zeigt auf wohin man kommt, wenn man einen Propheten nicht kritisieren und hinterfragen darf. Das führt zu Intoleranz und Unduldsamkeit. Unter dem Motto: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns und muss verfolgt, im Fall getötet werden. Es gibt nur drei Möglichkeiten: zum Islam übertreten, Kopfgeld bezahlen, oder als Ungläubiger getötet werden. Der Islam strebt die Weltherrschaft an.

Der Autor Hamed Abdel-Samad zeichnet nach, welche verhängnisvollen Folgen ein als sakrosankt geltender Prophet bis heute hat. Fanatiker und Moderate können sich auf ihn berufen. Zu Recht.

Der deutschägyptische Autor Hamed Abdel-Samad will Unruhe stiften, sagt er. Er fordert die Muslime auf, sich kritisch mit ihrer Religion auseinanderzusetzen, ihre als sakrosankt empfundenen Strukturen und Fundamente zu hinterfragen, sie auf die heutigen Lebensverhältnisse umzudeuten und zu adaptieren. Das hat ihm viel Ärger und viele Feinde eingebracht. Sein Buch „Der islamische Faschismus“ (Droemer 2014) hatte eine Fatwa, ein religiöses Rechtsgutachten, zur Folge, die seine Ermordung forderte. Abdel-Samad musste untertauchen. Aber er schwieg nicht. Der 43-Jährige lebt unter Polizeischutz. Sein neues Buch geht noch einen Schritt weiter. Diesmal ist das Objekt seiner Kritik der Prophet höchstselbst. „Mohammed – Eine Abrechnung“ (Droemer, 224 Seiten, 19,99 Euro) erscheint am kommenden Donnerstag. Ein Gespräch über Hybris, Paranoia, religiösen Wahn und den gigantischen Einfluss eines Menschen, der seit 1400 Jahren tot ist.

Die Welt: Sie sagen, Sie würden den islamischen Propheten Mohammed gern endgültig begraben. Was meinen Sie damit?

Hamed Abdel-Samad: Mohammed starb zwar vor 1400 Jahren, aber wirklich begraben wurde er nie. Er gehört nach wie vor zu den mächtigsten Menschen im 21. Jahrhundert. Er herrscht noch immer und ist Vorbild für 1,4 Milliarden Muslime, friedliche wie gewaltbereite. Alle beziehen ihre Legitimation aus seinen Texten und überlieferten Taten. Seine Regeln werden sogar von Nichtmuslimen befolgt: Er darf nicht kritisiert oder gezeichnet werden. Und wir machen mit. Ich sehe das nicht ein. Mohammed und das, was er getan hat, wurde nie kritisch untersucht. Niemand traut sich, ihn als Menschen in seiner Zeit zu betrachten mit all seinen Schwächen, Krankheiten, Zweifeln und Selbstzweifeln. Es wird Zeit, mit ihm abzurechnen und ihn in seiner Zeit zu begraben. Er hat diese Verehrung nicht verdient, und er hat auch diese Macht im 21. Jahrhundert nicht verdient.

Die Welt: Sie gehen hart mit dem Propheten ins Gericht, nennen ihn einen „krankhaften Tyrannen“, einen „Narzissten“, „Paranoiker“ und sogar „Massenmörder“. Das wird vielen auch moderaten Muslimen nicht gefallen …

Abdel-Samad: Ich gehe von einer multiplen Krankheit aus, die aus seiner persönlichen Geschichte resultiert und die die Muslime absorbiert haben. Narzissmus und Paranoia haben ihren Ursprung sehr oft in Minderwertigkeitsgefühlen, Zurückweisungen, Ablehnung. Mohammed ist als Kind oft zurückgewiesen worden. Den Vater kannte er nicht, die Mutter gab ihn weg und starb, als er sechs Jahre alt war. Er hatte keine Leitbilder, kannte keine Liebe, keine Zärtlichkeit, keine Anerkennung. So bildete sich eine Persönlichkeit, die unter Kontrollzwang, Verlustängsten und Paranoia litt. Das erklärt auch, dass Mohammed so viele Frauen geheiratet und sie wie Puppen gesammelt hat. Sein Geltungsbedürfnis war auch ursächlich dafür, eine göttliche Offenbarung zu empfangen. Er hat bestimmt nicht gelogen oder abgeschrieben. Er hatte wirklich eine Eingebung, die er aber nur hat empfangen können, weil er in einer so labilen Verfassung war. Er hat aus der Not eine Tugend gemacht.

Die Welt: Aber danach war sein Erfolg, das Offenbarte unter die Leute zu bringen, zunächst bescheiden.

Abdel-Samad: Genau, er war am Anfang nicht erfolgreich, obwohl die ersten Koranpassagen sanft und friedvoll gewesen sind. Zusammenleben, Toleranz, Rücksichtnahme – niemand war davon beeindruckt. Dann änderte er seine Strategie – und auch die Sprache ändert sich. Mohammed schließt Kriegsbündnisse, im Schatten des Schwertes kam der Erfolg. Erst als Kriegsbeute in Aussicht stand, wurde der Islam auch zu einem ökonomischen Projekt, das immer mehr Anhänger fand. Viele Kriegsfürsten, die Mohammed früher bekämpft hatten, hielten nun zu ihm, weil sie auf das siegreiche Pferd setzen wollten.

Die Welt: Das ist Ihr persönliches Bild des Propheten. Sie nutzen und interpretieren aber die gleichen Quellen, die Sie eigentlich kritisieren. Wie passt das zusammen?

Abdel-Samad: Alles ist in den Quellen enthalten, einiges wurde vertuscht, anderes mystifiziert, wieder anderes hinzugefügt. Ich versuche nur, die Spreu vom Weizen zu trennen. Es gibt Geschichten, die man nicht erfinden kann oder deren Erfindung keinen Sinn macht. Daraus leite ich ab, was Mohammed beschäftigt, besorgt, geängstigt haben mag. Es entsteht also ein sehr menschliches Bild des Propheten.

Die Welt: Viele werden Sie der Blasphemie zeihen …

Abdel-Samad: Das ist in Ordnung. Die Fundamentalisten und Konservativen rufen das. Aber ich nenne es Vernunft. Historisch-kritische Lesart. Andere trauen sich nicht, sie rechtfertigen lieber und reden schön. Sie sagen: „Ja, Mohammed hat vielleicht 900 Juden an einem Tag getötet. Damals war das ganz normal.“ Wirklich? Welcher Stamm hat damals 900 Menschen an einem Tag getötet? Keiner, denn es war gängige Praxis, Gefangene gegen Lösegeld freizulassen. Hat Mohammed etwa seine Töchter verheiratet, als sie sechs Jahre alt waren? Kaum. Ich glaube vieles nicht. Ich versuche, aus vielen Puzzleteilen ein Gesamtbild zu erstellen.

Die Welt: Im Moment ist es aber doch so, dass jeder sich seinen eigenen Reim auf den Propheten macht, sich herauszieht, was für ihn nützlich ist. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe nichts mit dem wahren Islam zu tun, hört man immer wieder. Aber stimmt das denn?

Abdel-Samad: Diese Behauptung ist nicht nur irreführend, sondern gefährlich. Das würde ja bedeuten, dass wir den Islam so lassen können, wie er ist. Der IS macht nichts, was Mohammed in seiner Zeit nicht auch getan hat. Er zieht aus den historischen Texten für jede seiner Taten eine religiöse Legitimation. Ob Enthauptungen, Versklavung, Vergewaltigung, Ehe mit Minderjährigen, die Vertreibung von Juden und Christen – für alles lassen sich entweder im Koran oder in den Hadithen (Überlieferungen der Taten und Aussagen Mohammeds) Belege finden.

Die Welt: Aber wie steht es mit Massenmord an Glaubensbrüdern? Wo findet sich das in den tradierten Texten?

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© Martin U. K. Lengemann Hamed Abdel-Samad ist Politologe, Historiker, Autor – und einer der schärfsten Islamkritiker in Deutschland
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Abdel-Samad: Nirgends, aber der IS betrachtet seine muslimischen Opfer nicht als Glaubensbrüder, sondern als Apostaten, die vom wahren Glauben abgefallen sind.

Die Welt: Dann lässt sich alles in den Propheten hineininterpretieren und alles rechtfertigen.

Abdel-Samad: Ich könnte sagen, dass die Terroristen vom IS Mohammed missverstanden haben und fehlinterpretieren, wenn aus den authentischen Quellen und Texten herauszulesen wäre, dass Mohammed ein Mönch gewesen ist, der unter einer Palme seine Botschaft verkündet hat, dann friedlich gestorben ist, und die Menschen nach seinem Tode eine Religion begründet haben, die dann missbraucht wurde. So war es aber nicht. Mohammed war Kriegsherr, er hat das Gleiche getan, was die IS-Terroristen heute tun.

Es ist die Geisteshaltung Mohammeds, der den Menschen misstraute, die sich bis heute erhalten hat. Die Geisteshaltung eines größenwahnsinnigen Narzissten, der einen inneren Kreis von Gefolgsleuten definiert und alle, die außerhalb dieses Kreises stehen, als Feinde betrachtet, die ausgelöscht gehören. Der IS ist das legitime Kind von Mohammed, in Wort und Tat. Niemand versteht Mohammed so gut wie der IS. Genau wie die Religionspolizei in Saudi-Arabien, die Fanatiker in Indonesien, Boko Haram in Nigeria, al-Schabab in Somalia und die Hamas im Gazastreifen. Sie stammen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, berufen sich aber alle auf die gleichen multiplen Krankheiten des Propheten und damit auch seiner Religion.

Die Welt: Sie wollen die Menschen aus der Reserve locken, das ist Ihnen ja mit Ihren bisherigen Büchern auch schon gelungen. Diesmal aber gehen Sie den Propheten direkt an. Haben Sie nicht die Befürchtung, alle zu verprellen, also auch jene aufgeklärten Muslime, die vielleicht empfänglich für Ihren Denkansatz wären?

Abdel-Samad: Ich mache ganz andere Erfahrungen. Die wesentlichen Thesen des Buches habe ich in mehreren Internetvorlesungen auf Video aufgenommen und bei YouTube eingestellt. Allein in den vergangenen drei Monaten haben 1,1 Millionen Menschen in der arabischen Welt das angesehen. Beschimpfungen und Bedrohungen bin ich gewohnt. Aber ich war überrascht, wie viel Zuspruch ich bekam. Es gibt einen Diskurs, und das ist ein Zeichen dafür, dass die Muslime in der arabischen Welt bereit sind für eine offene Auseinandersetzung über ihre Religion und ihren Propheten. In der Diaspora, die sich den Luxus gönnt, ein romantisiertes Bild vom Islam aufrechtzuerhalten, ist der Diskussionsbedarf nicht groß. Im Westen ist man immer noch der Meinung, eine schützende Hand über die Muslime halten zu müssen.

Die Welt: Sie wollen also eine Erweckung, eine Reformation, die mit einem Tabubruch einhergeht?

Abdel-Samad: Es gibt das Phänomen der Aufklärung durch Verstörung. Ich möchte, dass die Islam- und Mohammed-Kritik zu einer Normalität wird. Niemals würde man einem Christen solche Fragen stellen, der ein Buch „Jesus – eine Abrechnung“ vorlegt. Niemand käme auf die Idee, den Autor zu fragen, ob er nicht fürchte, zwei Milliarden Christen vor den Kopf zu stoßen. Die Tatsache, dass mir diese Fragen gestellt werden, ist die beste Legitimation für das Buch. Ich will erreichen, dass kein Autor oder Zeichner um sein Leben fürchten muss, nur weil er eine Figur kritisiert, die vor 1400 Jahren gestorben ist.

Die Welt: Sind die Christen gegenüber den Muslimen im Vorteil?

Abdel-Samad: Ja, weil Jesus dazu einlädt, Gutes zu tun, und man mit Fug und Recht behaupten kann, dass die Kreuzritter die Lehre Jesu missbraucht haben, weil Jesus niemals einen Feldzug geführt und niemals irgendjemanden enthauptet hat. Drei Kernaussagen des Christentums sind: 1. „Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.“ 2. „Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ 3. „Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Daraus kann man ohne Probleme eine humanistische Lehre entwickeln. Die religiösen Regeln wurden von Menschen geschrieben, sie haben nicht diese Immunität wie im Islam.

Die Welt: Kann der Reformprozess damit beginnen, dass die Muslime über sich selbst lachen können müssen?

Abdel-Samad: Ja, aber das geht nur, indem man die Menschen herausfordert. Im Moment bestimmen die Fundamentalisten die Regeln. Sie sagen, man darf über Mohammed so nicht schreiben. Und wir nehmen das an. Ich bin ein freier Mensch, und ich habe dafür teuer bezahlt. Ich nehme die Freiheit ernst. Und ich bin darin kompromisslos. Viele hassen mich dafür. Aber es gibt auch viele, denen ich eine Stimme gebe. Ich suche nicht nach Verbündeten, ich war immer allein. Und ich rege mich auch nicht auf über die Fundamentalisten, die mich töten wollen. Ich rege mich über die vermeintlich liberalen Muslime und Deutschen auf, die mir sagen, du gehst zu weit. Ich lebe unter Polizeischutz und fürchte um mein Leben – aber ich gehe zu weit? Haben wir uns so weit umdrehen lassen von der Logik der Fundamentalisten?

Die Welt: Oder ist es Angst vor der Gewalt der Islamisten, vorauseilender Gehorsam angesichts auch einer neuen Masseneinwanderung nach Deutschland?

Abdel-Samad: Vielleicht, aber es ist falsch. Deutschland läuft Gefahr, den Fehler zu wiederholen, den es mit den Gastarbeitern und deren Kindern gemacht hat. Damals scheute man sich, aus kultureller Sensibilität einzugreifen, wollte die Einwanderer nicht bevormunden. Aber heute muss man doch die Frage stellen: Wovor fliehen die Menschen? Sie fliehen doch genau vor dieser islamischen Geisteshaltung, vor dem Hass auf Andersdenkende und „Ungläubige“, vor einer Ideologie, die sich über Jahrhunderte verfestigt hat. Und dann kommen sie hierher, und wir sind nicht in der Lage, ihnen zu sagen, dass sie das, wovor sie geflohen sind, hier nicht wiederbeleben können? Es hat doch einen Grund, dass die Menschen nach Deutschland, ins Land der „Ungläubigen“ flohen und nicht nach Mekka ins Herz des Islam. Der Grund ist, dass Deutschland eine freie und offene Gesellschaft hat, in der die Menschen frei forschen und denken können. Deswegen lebt Deutschland heute in Sicherheit und Wohlstand.

Die Welt: Was macht die Politik falsch?

Abdel-Samad: Sie hofft auf Schützenhilfe der Islamverbände, die mit staatlichen Geldern islamische Kindergärten, Schulen und Moscheen bauen und die Flüchtlingskinder indoktrinieren wollen. Irgendwann werden die heranwachsenden Muslime dann das Gefühl haben, dass sie ihren Glauben in dieser Gesellschaft nicht ausleben können, im Land der Sünde, wo die Menschen Alkohol trinken. Dann sind sie verloren an die Ideologen des IS.

Die Welt: Sie fordern von den Immigranten eine bedingungslose Annahme unseres Lebensentwurfes?

Abdel-Samad: Ja. Die Flüchtlinge brauchen Unterstützung, aber auch von Anfang an klare Regeln. Die deutsche Gesellschaft ist eine „Mitmachgesellschaft“. Lieber Flüchtling, lieber Immigrant: Mach mit, oder du wird es schwer haben. Schau, dass deine Kinder Deutsch lernen. Und wenn du nicht schwimmen lernen willst, lass wenigstens deine Tochter zum Schwimm- und Sportunterricht gehen, weil dieses Land sich verpflichtet hat, deinem Kind zu seiner persönlichen Entfaltung zu verhelfen. Wenn du der Meinung bist, dass du das alles nicht willst, dann geht dein nächster Zug zurück nach Ungarn. So einfach ist das. Wenn sie das nicht jetzt begreifen, dann vielleicht nie. Die Botschaft muss sein: Dieses Land ist gut, weil es frei ist, seine Bürger sich entfalten können und Glauben Privatsache ist. Das macht dieses Land lebens- und liebenswert. Und davon profitierst du jetzt! Also hör auf zu meckern und pass dich an!

Die Welt: Wie sieht Ihre Lösung für den Islam aus?

Abdel-Samad: Es bedarf der Ehrlichkeit. Das setzt voraus, Mohammed seines Heiligenscheins zu berauben. Die göttliche Botschaft – das ist seine Immunität, das ist der Trick. Ich glaube nicht, dass der Islam sich reformieren kann. Die Muslime können aber ihr Denken, ihre Geisteshaltung reformieren und ihr Verhältnis zur Religion modernisieren, indem sie sich zu der Überzeugung durchringen, dass der Glaube Privatsache ist. Es ist erforderlich, mit der Entmystifizierung Mohammeds und der von ihm gestifteten Religion zu beginnen. Von Teilen des authentischen Islams muss man sich verabschieden, von den Zwängen, von den Gewaltlegitimationen. Die Araber immer als Opfer des Westens zu bezeichnen ist kontraproduktiv. Damit wird die Opferhaltung zementiert. Das ist fast rassistisch. Jemand muss das Eis brechen. Ich will so ein Eisbrecher sein.

Hamed Abdel-Samad analysiert Mohammed

Gruß Hubert

Veröffentlicht 29. September 2015 von hubert wenzl in Religionskritik

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Hamed Abdel-Samad: Der Weckrufer   Leave a comment

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Abdel-Samad sieht das Problem in einer Religion, die vorgebe, im Besitzen der allein seligmachenden Wahrheit zu sein und dazu ermuntere, Andersdenkende zu bekämpfen. Der Dschihad sei im Islamismus tief verankert, auch wenn er sich aus taktischen Gründen oft genug bis zur Unkenntlichkeit tarne.

Für ihn sind alle Relgionen mit Totalitätsanspruch – wozu er auch das Christentum und das Judentum zählt – eine Gefahr, wenn sie nicht Privatsache bleiben.  Wo Staat und Religion nicht strikt getrennt sind, kann keine echte Demokratie entstehen, keine Gesellschaft, die auch die Rechte von Minderheiten schützt und Andersdenkende nicht ausgrenzt. So lange es an staatlichen Schulen christlichen Religionsunterricht gibt statt Unterricht in Religionskunde, werden auch die Muslime und mit ihnen die Islamisten nicht müde, die gleichen Rechte einzufordern.

Aus der ZEIT

Irgendwann standen sie auch vor dem Haus seiner Eltern in der kleinen Siedlung vor Kairo und wünschten dem mittleren Sohn des Dorf-Imams den Tod. „Mit deinem Blut rächen wir den Propheten“, skandierten aus der Hauptstadt angereiste Demonstranten zusammen mit ehemaligen Nachbarn, die Hamed Abdel-Samad als Kind oft geneckt hatten, weil er so gern allein durch die Wüste stromerte, die gleich hinter dem Dorf beginnt.

Im letzten Sommer war das. Der seit Langem in Deutschland lebende Politologe hatte während eines Vortrags in Kairo die These gewagt, dass im Islam nicht erst seit dem Erstarken von Muslimbruderschaft und Al-Kaida, sondern von Anbeginn faschistische Tendenzen zu finden seien. Ägyptische Religionswächter hatten daraufhin zur Fatwa aufgerufen, sein Foto kursierte mit der Aufschrift „Wanted dead“ im Internet und Abdel-Samads Vater, der Imam, wurde bedrängt, sich im Staatsfernsehen vom häretischen Sohn zu distanzieren. Der Vater lehnte ab, was Abdel-Samad ihm hoch anrechnet. Die Mutter bat ihn inständig, sich nie mehr öffentlich über den Islam zu äußern, auch im Namen seiner Geschwister, Neffen und Nichten. Doch diesen Wunsch konnte er ihr nicht erfüllen. „Ich hätte mir die Logik des Dschihad zu eigen gemacht.“ Denn wer gefährdete das Leben seiner Familie – er oder die Fanatiker?

Also schrieb er das Buch fertig. Unter dem Titel Der islamische Faschismus erscheint es jetzt in Deutschland. Gut 200 Seiten, in denen er einen Bogen schlägt von den Schriften des Propheten über die Entstehung der Muslimbruderschaft in den zwanziger Jahren bis zur Radikalisierung der muslimischen Jugend in der deutschen Diaspora. Manche Leser werden empört sein, dass er Hunderte Regalmeter Faschismusforschung ignoriert und sich in seiner Analyse des „Islamofaschismus“ allein auf die umstrittenen Thesen Ernst Noltes aus den achtziger Jahren beruft. Wenn schon! Am Vorabend der Buchpremiere sitzt er in einem Touristencafé in Berlin-Mitte, ein 42-Jähriger mit jungem Gesicht und gebeugter Haltung.

Sein Buch sei keine wohltemperierte Wissenschaft. Er habe keine neue Faschismustheorie aufstellen wollen: „Das hier ist ein Weckruf.“

Seit er vor 23 Jahren nach Deutschland kam, um sein Studium fortzusetzen, frage er sich, was schieflaufe in der muslimischen Welt. Warum gebe es dort bis heute keine einzige funktionierende Demokratie, sondern stattdessen: alte Diktaturen, bis an die Zähne bewaffnet, neue Diktaturen, die gerade auf den Trümmern von Arabellion und Kemalismus errichtet würden, Blutrache, Bürgerkrieg, Stammesfehden und von „Scharia-Enklaven“ durchzogene failed states. Ist dafür allein der Kolonialismus verantwortlich? Abdel-Samad gibt zu, dass die westeuropäischen Imperien nach ihrem Abzug kaputte, ausgebeutete Gesellschaften hinterlassen hätten, anfällig für Heilsversprechen.“ Aber welchen Anteil haben diese Gesellschaften selbst an der Misere?“ Sie seien durchdrungen von einer Religion, die bis heute die Menschen zur Unmündigkeit erziehe, keine abweichenden Haltungen dulde und offen zur Vernichtung Andersgläubiger aufrufe. „Für mich ist das Faschismus“, sagt er, wohl wissend, dass vor zehn Jahren die Falken im Weißen Haus ihren „War on Terror“ als antifaschistischen Feldzug legitimierten. Doch Abdel-Samad kennt den radikalen Islam nicht erst seit dem 11. September.

Als Student der Kairoer Universität war er drei Jahre Mitglied der Muslimbruderschaft. Im Nachhinein erklärt er das so: Ein orientierungsloses Dorfkind in der Stadt, genervt vom Konservatismus des eigenen Elternhauses und frustriert vom korrupten Mubarak-Regime, fand bei den Muslimbrüdern eine soziale und geistige Alternative; eine Gemeinschaft, die ihm Halt gab; eine Religion, die größer, reiner und revolutionärer wirkte als das, was sein Vater predigte. Das Versprechen: „Wenn du es ernst meinst, kannst du nicht nur dein Land, sondern die ganze Welt vor den Ungläubigen retten.“

Abdel-Samad erinnert sich an Momente „spiritueller Katharsis“ während der illegalen Gebetswochenenden in der Wüste. Und an das gute Gefühl, das sich einstellt, wenn man glaubt, seinen Weg gefunden zu haben. Es dauerte eine Weile, bis er merkte, dass er sich einer Gruppe angeschlossen hatte, die bedingungslosen Gehorsam verlangte. In seinem Buch Mein Abschied vom Himmel beschrieb er eine Wüstenwanderung mit den Brüdern. Sie hatten jeder eine Orange dabei und liefen, bis ihnen schwindelig wurde. Da befahl der Anführer, Platz zu nehmen und endlich die Orangen zu schälen. Doch sie durften das Fleisch nicht essen, nur die Schale. „In dem Moment verstand ich: Ich soll gebrochen werden. Der nächste Schritt ist die Gehirnwäsche.“

Jahre später, da hatte er sein Politologiestudium in Berlin abgeschlossen und in München über das Judenbild in ägyptischen Schulbüchern promoviert, quälte er sich mit der Frage: Ist der Islam reformierbar? Als wäre er selbst nicht das beste Beispiel dafür, dass es auch liberal geht. Dass man nicht als Muslimbruder sterben muss. Und hat der Arabische Frühling nicht gezeigt, dass es eine junge Internetgeneration gibt, die sich über alte Doktrinen hinwegsetzen kann? Vor drei Jahren hätte Abdel-Samad das vehement bejaht. Damals war er so etwas wie das deutsche Sprachrohr des Arabischen Frühlings. Seine Kommentare zum Tahrir-Platz verbreiteten Optimismus. Heute sagt er: „Die Ägypter haben in drei Jahren zwei Diktatoren gestürzt, aber gleich wieder nach dem Führer gerufen.“ Vor ein paar Tagen hat das Militärregime, das im vergangenen Oktober den Präsidenten Mursi stürzte, 529 Muslimbrüder zum Tode verurteilt. „Justizmassaker“ nennt Abdel-Samad das.

Ist dafür der Islam verantwortlich? „Solange die Mehrheit der Bürger einen Gott verehrt, dem man keine Fragen stellen darf – ja“, sagt er. Und dann, nach einem sehr langem Schweigen: „Ich will die Religion nicht abschaffen.“ Er wisse, dass sie Menschen Geborgenheit gibt, er schätze ihre sozialen Seiten, die Spendenpraxis, das Zinsverbot. Man merkt, dass dieser Autor gern unrecht hätte mit seinen Büchern. Dass er den Dialog führen will, den er für aussichtslos erklärt.

Trotz der Angriffe auf seine Person spricht er regelmäßig in Schulen mit hohem Migrantenanteil. Ende der Woche trifft er in Neukölln Schüler, die einer salafistischen Gruppe nahestehen. Er wird ihnen sagen, dass er weiß, wie es einem geht als muslimischer Migrant in Deutschland. Man werde ständig mit demütigenden Fragen traktiert: Wie oft betest du? Isst du Schweinefleisch? Trinkst du Alkohol? Was ist mit den vielen Jungfrauen? Darfst du überhaupt Sex haben? Viele Jugendliche sähen in der Radikalisierung die einzige Antwort auf die Schizophrenie ihrer Existenz und landeten knietief im „islamischen Faschismus“. Glaubt er, dass das harte Wort bei den Jugendlichen verfängt?

„Ich glaube jedenfalls nicht, dass es etwas bringt, wenn man sich schwammig ausdrückt.“ Es ärgert ihn, dass auf den Plakaten zur Buchpremiere der Titel des Buches verschwiegen wird. Der Moderator Jakob Augstein gab der Veranstaltung den Titel: „Welchen Islam wollen wir“. Das, sagt Abdel-Samad, sei leider die falsche Frage. Letztlich handele sein Buch davon, dass „wir“ beim radikalen Islam gerade wenig zu wollen haben.

Von

Hamed Abdel-Samad

wurde schon im Jahr 2009 für seine Kritik am radikalen Islam mit einer Fatwa belegt. Der Sohn eines ägyptischen Imams lebt seit 1995 in Deutschland. Während seines Studiums in Kairo war er Mitglied der Muslimbruderschaft . Im vergangenen Sommer warf der Politologe, 42, den Muslimbrüdern vor, faschistisch zu sein. Danach gab es in Ägypten mehrere öffentliche Mordaufrufe gegen ihn. Dennoch erscheint jetzt sein Buch Islamischer Faschismus (Droemer).

Hamed Abdel-Samad: Der Weckrufer

Gruß Hubert