Archiv für das Schlagwort ‘Speziesismus

Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen   2 comments

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An der Kasse am Supermarkt werden Todesurteile ausgesprochen.

Von Peta.de

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Jährlich werden in Deutschland weit über 50 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und über 3,2 Millionen Rinder getötet. Über 95 Prozent der Tiere leben in der konventionellen Tierhaltung. 100 Prozent der Tiere – auch die aus Bio-Betrieben – werden im Schlachthof getötet oder sie sterben noch in den Produktionshallen und Ställen oder beim Transport.
Zählt man Puten, Enten, Gänse und Kaninchen dazu, sind das Jahr für Jahr allein in Deutschland knapp 800 Millionen Landlebewesen, die für die „Produktion“ von Fleisch völlig unnötig leiden und getötet werden.

Tierleid für Fleisch, Eier, Milch, Fischfleisch und Honig

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden Tiere ihr Leben lang eingesperrt, ausgebeutet und meist lange, bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreicht haben, im Schlachthof getötet. Die meisten von ihnen können niemals ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen, ihre Kinder versorgen, sich ausreichend bewegen oder artgerecht ernähren.

Deutschlandweit leiden hunderte Millionen Hühner in der Eierindustrie: Eingesperrt in kahle Käfige oder dicht an dicht in Bodenhaltung gedrängt, stehen die Tiere in ihren eigenen Exkrementen. Viele Hühner haben gerade mal so viel Platz wie die Größe eines DIN-A4-Blattes und sind durch die Größe der Gruppen so gestresst, dass sie sich häufig gegenseitig totpicken.

In der Milchindustrie werden Kühe, Schafe, Ziegen, Büffel und Pferde zu Milchlieferanten degradiert. Kühe werden jedes Jahr aufs Neue künstlich geschwängert und kurz nach der Geburt von ihrem Kalb getrennt. Nicht das Wohl der Tiere, sondern die maximale Produktionsmenge steht im Mittelpunkt.

Jedes Jahr werden hunderte Milliarden Fische gefangen und getötet – das sind mehr als alle anderen Tiere zusammen. [4] Viele werden bereits in den Netzen zerquetscht oder ersticken qualvoll an Land. Fische und andere Meerestiere wie Hummer und Garnelen werden oft lebendig in Stücke gerissen oder geschnitten.

Auch für andere tierische Erzeugnisse wie Honig leiden Tiere. So werden Bienen auf unnatürliche Weise in der Massenzucht gehalten. Die Flügel der Bienenkönigin werden oft gestutzt, sodass sie nicht wegfliegen kann. Bei der „Honigernte“ werden oft unzählige Bienen zerquetscht, ihre Flügel beschädigt und ihre Beine abgetrennt.

Tierprodukte zu essen, ist speziesistisch

Tiere in der Ernährungsindustrie werden ausgebeutet und getötet, weil der Mensch sie als „Nutztiere“ erachtet. Diese Denkweise entspringt dem sogenannten Speziesismus, der irrtümlich davon ausgeht, der Mensch sei anderen Tieren überlegen. In unserer Gesellschaft erlernen Kinder von Kindesbeinen an eine speziesistische Gesinnung, die für das Leid von Milliarden von Tieren für die „Produktion“ von Fleisch, Eiern, Milch, Fischfleisch und Honig verantwortlich ist.

Dabei wollen Schweine, Rinder, Hühner, Fische und andere Tiere einfach nur ein friedliches und selbstbestimmtes Leben führen. Wie Hunde, Kaninchen und Menschen fühlen auch sie Schmerz, Angst, Hunger, Durst, Freude und Einsamkeit. Der Mensch ist den Tieren nicht überlegen und hat kein Recht, Tiere ohne Rücksicht auf deren Bedürfnisse einzusperren, zu missbrauchen, zu quälen und zu töten.

Erst, wenn Menschen aufhören, einem Lebewesen mehr Wert zuzusprechen als einem anderen, kann der Speziesismus beendet werden.

 

Banner Speziesismus stoppen

So helfen Sie den ausgebeuteten Tieren in der Ernährungsindustrie

Wir sind weder aus gesundheitlichen Gründen noch aus kulinarischer Sicht auf tierische Produkte angewiesen. Unseren Nährstoffbedarf können wir problemlos mit einer pflanzlichen Ernährung decken. Zahlreiche vegane Alternativen zu Milch– und Käseprodukten sowie zu Fleisch erleichtern den Umstieg auf eine tierfreundliche vegane Lebensweise.

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Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen

Fischkonsum: Aquakultur und Fischfang fordern Milliarden Opfer   Leave a comment

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Bei Fischen verhalten sich die Mehrheit der Menschen so als ob es keine Tiere wären. Aber auch Fische haben Gefühle, haben ein Schmerzempfinden und wollen leben.

Von Peta.de

Bild von Peta.de

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Der weltweite Fischkonsum steigt kontinuierlich an und lag im Jahr 2019 bei etwa 20 Kilo pro Person. [1] Um diese unfassbar hohe Nachfrage zu erfüllen, werden jährlich Hunderte Milliarden Fische gefangen und sterben einen qualvollen Tod. Doch das allein reicht nicht aus, um die immense Gier der Menschen nach Fischfleisch zu decken. Daher werden jedes Jahr Milliarden weitere Fische auf Fischfarmen in der sogenannten Aquakultur gezüchtet und getötet.

Fischkonsum: Hunderte Millionen Fische sterben qualvoll

Die kommerzielle weltweite Fischerei mit ihren riesigen Netzen ist verantwortlich für den Tod von 790 bis 2.300 Milliarden Fischen pro Jahr. Hinzu kommen zwischen 51 und 167 Milliarden weitere Fische aus der Aquakulturproduktion. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fischen liegt in Deutschland mit 13,2 Kilogramm unter dem weltweiten Durchschnitt.

Überfischung und Umweltzerstörung durch Fischfang und Aquakultur

Die Anfänge der sogenannten Aquakultur liegen in den 1970er-Jahren. Die kontrollierte Aufzucht von Fischen sollte dazu dienen, die Überfischung und Dezimierung natürlicher Fischbestände zu verhindern. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich diese systematische Fischzucht als einer der am schnellsten wachsenden Sektoren in der Lebensmittelindustrie etabliert. Aquakulturen sind heute für etwa 50 Prozent des weltweiten Fischkonsums verantwortlich.

Doch die Aquakulturindustrie hat sich für Milliarden von Fischen und die Umwelt als wahre Katastrophe erwiesen. Fische wie beispielsweise Lachse „schwimmen“ in Zuchtfarmen auf engstem Raum, zusammengepfercht im trüben Wasser ihrer eigenen Exkremente. Krankheiten werden durch die Gabe von Antibiotika und Chemiecocktails bekämpft. Fische, die im offenen Wasser gezüchtet werden, werden aufgrund der extrem beengten Haltung von kleinen Krebsen befallen. Diese sogenannten Fischläuse beißen ganze Fleischstücke aus Kopf und Körper der Fische. Wenn befallene Tiere ausbrechen, können diese Läuse auch frei lebende Fische befallen und die Populationen von ohnehin bedrohten Wildbeständen erheblich dezimieren. In Chile beispielsweise sind 2018 circa 700.000 Lachse aus einer Zuchtfarm ausgebrochen.

Die Überfischung bzw. Dezimierung der Fischbestände, die mit der Aquakultur ursprünglich verhindert werden sollte, wird durch Zuchtfarmen also nicht verhindert, sondern sogar noch verstärkt. Abfälle, Chemikalien und Antibiotika gelangen von den Fischfarmen in Flüsse und Meere. Vor allem in den Küstenregionen tropischer und subtropischer Länder boomt die Fischzucht und nimmt entsprechend viel Fläche ein. Durch den Bau der Zuchtanlagen gehen wertvolle Lebensräume verloren. [7]

(Zucht-)Fische sind gesundheitlich bedenklich

Viele Fische in der Aquakultur werden mit bedenklichen Futtermitteln ernährt. Oft erhalten sie Trockenpellets, die teilweise hohe Konzentrationen an Schadstoffen wie Dioxine und PCBs sowie Medikamente und Chemikalien aufweisen. Zudem werden in der Aquakultur auch Fischmehl und Fischöl eingesetzt, die aus oftmals stark schadstoffbelasteten wild gefangenen Fischen hergestellt werden. Diese gesundheitsschädlichen Stoffe landen über das Fleisch der Fische aus Zuchtfarmen letztlich auf dem Teller der Konsumenten.

Um dem durch die beengte Haltung bedingten erhöhten Krankheitsrisiko auf Fischfarmen entgegenzuwirken, verabreichen Betreiber von Aquafarmen den Fischen teils gefährliche Pestizide, die auf den Menschen eine neurotoxische Wirkung haben.

Wale, Delfine, Seehunde, Schildkröten: Opfer des kommerziellen Fischfangs

Beim kommerziellen Fischfang landen unzählige Meerestiere als sogenannter Beifang in den Netzen. Schätzungen zufolge ertrinken auf diese Weise jährlich Hunderttausende Wale, Delfine, Seehunde, Meeresschildkröten und Vögel.

Fische sind fühlende Lebewesen

Wie wir Menschen sind auch Fische Wirbeltiere, die ihre Schmerzen äußern – wenn auch in einer für den Menschen nur schwer verständlichen Art. Außerhalb des Wassers schnappen Fische unübersehbar nach Sauerstoff, winden sich und zappeln verzweifelt – all das sind Anzeichen dafür, dass sie Schmerz empfinden und unter starkem Stress stehen. Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass das Schmerzempfinden von Fischen dem Schmerzempfinden anderer Wirbeltiere sehr ähnlich ist. Jeder einzelne Fisch, der aus den Tiefen des Meeres in die Atmosphäre gezogen wird, leidet unvorstellbare Qualen: Aufgrund der Druckabnahme reißt oftmals die Schwimmblase, der Magen quillt aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während das Tier langsam und qualvoll über Minuten oder Stunden erstickt. Viele Fische leben noch und sind bei Bewusstsein, wenn sie aufgeschnitten und ausgenommen oder lebend auf Eis gelegt werden. Die Einordung von Tieren in willkürliche Kategorien wie „Nutztiere“, „Haustiere“ oder „Nahrungsmittel“ ist menschengemacht und nennt sich Speziesismus. Heutzutage ist es unumstritten und wissenschaftlich nachgewiesen, dass Fische Stress und Schmerz empfinden können – genau wie alle anderen Tiere. Trotzdem leiden und sterben jedes Jahr Milliarden von ihnen durch die kommerzielle Fischerei und in der Aquakultur. Das muss enden: Wie alle anderen Tiere haben auch Fische ein Leben in Freiheit und ohne Leid verdient.

Was Sie tun können

  • Wenn Sie dazu beitragen möchten, das milliardenfache Leid des Fischfangs und der Aquakultur zu beenden und den katastrophalen Folgen der Überfischung der Meere entgegenzuwirken, sollten Sie Fische von Ihrem Speiseplan streichen.

  • Die im Fisch enthaltenen gesunden Inhaltsstoffe, wie Jod und Proteine, finden sich auch in Speisesalz und Algen sowie in Hülsenfrüchten, Algen und Getreide. Omega-3-Fettsäuren sind zudem in Pflanzenölen, Nüssen, Algen und Leinsamen enthalten. Eine rein pflanzliche Ernährung rettet nicht nur unzähligen Tieren das Leben, sondern kann zur Verbesserung Ihrer Gesundheit beitragen.

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Fischkonsum: Aquakultur und Fischfang fordern Milliarden Opfer

Kälber in der Milchindustrie: Tierbabys als Abfallprodukte?   Leave a comment

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Unglaublich was der Mensch Tieren für seinen Egoismus zumutet.

Von Peta.de

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Bild von Peta.de

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In der Milchindustrie sind Kühe einen großen Teil ihres Lebens schwanger – denn nur, wenn sie etwa jährlich ein Kind gebären, produzieren sie Milch in wirtschaftlichem Maß, die eigentlich für ihre Kinder gedacht ist. Doch was passiert mit Kälbern, wenn die eigentlich für sie produzierte Milch abgepumpt, verarbeitet, abgefüllt und im Supermarkt verkauft wird? Die Werbeindustrie gaukelt oft vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen – mit der Realität hat das nicht viel zu tun: Mutter und Kind werden meist bereits kurz nach der Geburt voneinander getrennt und sehen sich nie wieder, ihr Leben verbringen sie in den meisten Fällen ganzjährig im Stall.

Was passiert mit dem Kalb nach der Geburt?

Wenn eine Kuh in einem Milchbetrieb ein Kalb auf die Welt bringt, dürfen Mutter und Kind meist keine Zeit miteinander verbringen. Die Mutter wird dann zeitnah wieder zurück in den Stall gebracht, während das Kalb getrennt von der Mutter in dem sogenannten Aufzuchtbereich untergebracht wird. Mutter und Kind rufen teilweise tagelang verzweifelt nacheinander. Wenn Kühe brüllend auf Weiden oder im Stall umherlaufen, suchen sie oftmals ihr Kalb.

Manchmal verdrängen die Mütter dann den Verlust ihres Babys, doch nach einer Weile beginnen sie teilweise erneut mit der Suche nach ihrem Kind. Dabei brauchen Kälber ihre Familie und andere Rinder so dringend: Wenn Kälber in einer Herde aufwachsen, beobachten sie den Kontakt ihrer Mütter zu Artgenossen. Dadurch erlernen sie soziales Verhalten und werden stressresistenter – denn Kühe sind intelligente und soziale Tiere, die in komplexen sozialen Gefügen leben.

Statt liebevoll von ihren Müttern umsorgt zu werden, stehen Kälber in der Milchindustrie nach der Trennung jedoch meist einzeln in sogenannten Kälberiglus und erhalten nach der Erstmilch meist billige Ersatznahrung. Denn jeder Tropfen Milch bedeutet für den Milchbetrieb Profit – für Kuhmutter und Kalb bedeutet es eine schmerzliche Trennung. Oftmals leiden die einsamen Tierkinder an starkem Durchfall oder anderen Infekten. Auch Hitze und Kälte sind sie in den kargen Boxen nicht selten schutzlos ausgeliefert. Die Sterblichkeitsrate von jungen Kälbern liegt deshalb bei bis zu 15 Prozent, in manchen Betrieben aber weitaus höher. Zudem dürfen ihnen in den ersten sechs Lebenswochen ihre Hornansätze ohne Betäubung mit einem heißen Stab ausgebrannt werden und in den ersten Lebenstagen bekommen sie Ohrmarken in die Ohren geschossen – ihr Dasein als bloße Nummer ist damit endgültig besiegelt. Manche männlichen Kälber werden ohne Betäubung kastriert – auch dies ist in den ersten Lebenswochen erlaubt. In der Milchindustrie erleiden junge Tierkinder somit bereits mehrere traumatische Erlebnisse.

Beschäftige in Milchbetrieben erhoffen sich, dass die Kühe möglichst weiblichen Nachwuchs bekommen – denn nur dieser kann Milch produzieren; doch die Hälfte der neugeborenen Kälber ist männlich, sofern das Sperma nicht gesext ist, und daher für die Industrie wertlos.

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Dem Kalb wird in einem Kälberiglu meist billige Ersatznahrung zugeführt.

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Was passiert mit weiblichen Kälbern?

Bringt eine Kuh ein Mädchen zur Welt, steht dem Kalb meist das gleiche traurige Leben wie seiner Mutter bevor: Damit auch weibliche Kälber zeitnah Milch produzieren, werden sie meist so früh wie möglich das erste Mal künstlich besamt – oftmals mit knapp über einem Jahr. Dazu werden sie meist am Hals fixiert und ihnen wird eine Hand in den Anus geführt, um zu spüren, ob das Besamungsrohr richtig platziert ist, welches in die Scheide geschoben wird. Ohne Fixierung würden sich viele Tiere wehren, weshalb dieses Vorgehen für uns von PETA Deutschland einer Vergewaltigung nahekommt.

Um fast durchgehend unnatürlich hohe Mengen Milch zu produzieren, müssen Kühe etwa jedes Jahr ein Kalb bekommen. Während der rund neunmonatigen Schwangerschaft wird die Kuh gemolken, nur in den etwa zwei Monaten vor der nächsten Geburt wird sie „trockengestellt“. Das bedeutet, dass der Milchfluss abrupt gestoppt wird – nicht selten mithilfe von Antibiotika. Dies soll das Euter vor der nächsten Milchphase entlasten und so zu weiter hohen Milchmengen führen – denn oftmals leiden Kühe unter anderem an schmerzhaften Euterentzündungen. Wenige Wochen nach der Geburt ihres Babys wird die Kuh erneut künstlich besamt – der Kreislauf beginnt von vorn. Im Durchschnitt werden Kühe mit weniger als fünf Jahren aussortiert und im Schlachthaus getötet, weil sie nicht mehr wirtschaftlich Milch produzieren, nicht mehr schwanger werden oder zu hohe Behandlungskosten verursachen.

Was passiert mit männlichen Kälbern?

Etwa die Hälfte der neugeborenen Kälber ist männlich und erfüllt somit für die Milchindustrie keinen „Nutzen“. In den vergangenen Jahren lag der Fokus bei der Zucht von Kühen auf einer möglichst großen „Milchleistung“ – statt ursprünglich acht bis zehn Litern am Tag für ihr Kalb produzieren sie heute durchschnittlich 8.000 Liter Milch im Jahr. [5] Aufgrund dieser Züchtung setzen die Tiere kaum noch Fleisch an: Die männlichen Kälber, die keine Milch geben, sind also eigentlich auch für die Mast  unwirtschaftlich. Die Bullenkälber werden daher meist im Alter von wenigen Wochen vom Hof transportiert und entweder für Kalbfleisch einige Monate gemästet oder sie werden zu Sammelstellen verfrachtet und von dort aus in spezialisierte Mastanlagen nach Spanien oder in die Niederlande gekarrt. Viele Jungtiere sterben oder kommen völlig kraftlos am Zielort an. So werden die jungen Rinder nach der Mast beispielsweise aus Spanien oftmals in Drittländer außerhalb der EU verkauft. Das bedeutet zum Teil wochenlange Transporte und einen meist brutalen Umgang und betäubungslosen Tod im Schlachthaus.

Der hohe Milchkonsum der Deutschen befeuert dieses Problem: Die steigende Nachfrage nach Kuhmilch bedeutet, dass immer mehr Kälber geboren werden, die keiner haben möchte. Unter dem wirtschaftlichen Druck werden männliche Kälber teilweise – auch vorsätzlich – illegal vernachlässigt oder sogar kurz nach der Geburt getötet.

Was passiert mit weiblichen Kälbern?

Bringt eine Kuh ein Mädchen zur Welt, steht dem Kalb meist das gleiche traurige Leben wie seiner Mutter bevor: Damit auch weibliche Kälber zeitnah Milch produzieren, werden sie meist so früh wie möglich das erste Mal künstlich besamt – oftmals mit knapp über einem Jahr. Dazu werden sie meist am Hals fixiert und ihnen wird eine Hand in den Anus geführt, um zu spüren, ob das Besamungsrohr richtig platziert ist, welches in die Scheide geschoben wird. Ohne Fixierung würden sich viele Tiere wehren, weshalb dieses Vorgehen für uns von PETA Deutschland einer Vergewaltigung nahekommt.

Um fast durchgehend unnatürlich hohe Mengen Milch zu produzieren, müssen Kühe etwa jedes Jahr ein Kalb bekommen. Während der rund neunmonatigen Schwangerschaft wird die Kuh gemolken, nur in den etwa zwei Monaten vor der nächsten Geburt wird sie „trockengestellt“. Das bedeutet, dass der Milchfluss abrupt gestoppt wird – nicht selten mithilfe von Antibiotika. Dies soll das Euter vor der nächsten Milchphase entlasten und so zu weiter hohen Milchmengen führen – denn oftmals leiden Kühe unter anderem an schmerzhaften Euterentzündungen. Wenige Wochen nach der Geburt ihres Babys wird die Kuh erneut künstlich besamt – der Kreislauf beginnt von vorn. Im Durchschnitt werden Kühe mit weniger als fünf Jahren aussortiert und im Schlachthaus getötet, weil sie nicht mehr wirtschaftlich Milch produzieren, nicht mehr schwanger werden oder zu hohe Behandlungskosten verursachen.

Was passiert mit männlichen Kälbern?

Etwa die Hälfte der neugeborenen Kälber ist männlich und erfüllt somit für die Milchindustrie keinen „Nutzen“. In den vergangenen Jahren lag der Fokus bei der Zucht von Kühen auf einer möglichst großen „Milchleistung“ – statt ursprünglich acht bis zehn Litern am Tag für ihr Kalb produzieren sie heute durchschnittlich 8.000 Liter Milch im Jahr. [5] Aufgrund dieser Züchtung setzen die Tiere kaum noch Fleisch an: Die männlichen Kälber, die keine Milch geben, sind also eigentlich auch für die Mast  unwirtschaftlich. Die Bullenkälber werden daher meist im Alter von wenigen Wochen vom Hof transportiert und entweder für Kalbfleisch einige Monate gemästet oder sie werden zu Sammelstellen verfrachtet und von dort aus in spezialisierte Mastanlagen nach Spanien oder in die Niederlande gekarrt. Viele Jungtiere sterben oder kommen völlig kraftlos am Zielort an. So werden die jungen Rinder nach der Mast beispielsweise aus Spanien oftmals in Drittländer außerhalb der EU verkauft. Das bedeutet zum Teil wochenlange Transporte und einen meist brutalen Umgang und betäubungslosen Tod im Schlachthaus.

Der hohe Milchkonsum der Deutschen befeuert dieses Problem: Die steigende Nachfrage nach Kuhmilch bedeutet, dass immer mehr Kälber geboren werden, die keiner haben möchte. Unter dem wirtschaftlichen Druck werden männliche Kälber teilweise – auch vorsätzlich – illegal vernachlässigt oder sogar kurz nach der Geburt getötet.

So jung werden Tiere für ihr Fleisch getötet

Werden „trächtige“ Kühe getötet?

Seit September 2017 ist es verboten, schwangere Kühe und Schweine ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft zu transportieren – dadurch soll die Tötung dieser Tiere im Schlachthof vermieden werden. Ungeborene Tierkinder in früheren Schwangerschaftsstadien schützt diese Gesetzesänderung damit jedoch nicht vor einem qualvollen Erstickungstod. Zudem sind Ausnahmeregelungen – beispielsweise nach tierärztlicher Anordnung – möglich, sodass auch weiterhin schwangere Kühe und Schweine getötet werden dürfen. Darüber hinaus bleiben Schafe, Ziegen und Pferde von der Gesetzesänderung unberührt, weil es aufgrund anderer Haltungsbedingungen schlechtere Kontrollmöglichkeiten gebe, ob sich ein Tier im letzten Drittel der Schwangerschaft befindet. Höhere Kosten und zusätzlicher Aufwand dürfen jedoch keine Gründe dafür sein, den Tierschutz zu vernachlässigen und hinzunehmen, dass beispielsweise Schaf- und Ziegenlämmer einen minutenlangen Todeskampf im Mutterleib erleiden müssen.

Der minutenlange Todeskampf von ungeborenen Tierbabys wird weiterhin – wenn auch eingeschränkt – geduldet und durch das System gestützt. Schwangere Kühe werden transportiert, ins Schlachthaus getrieben, per Bolzenschuss betäubt und dann an einem Bein kopfüber in die Luft gezogen. Dann werden sie getötet, indem ihnen die Kehle aufgeschnitten wird. Mindestens ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft spüren ungeborene Tierbabys Schmerzen. [6] Sobald die Kehle der Mutter durchschnitten wird, ist die Sauerstoffzufuhr unterbrochen und der minutenlange Todeskampf des ungeborenen Tierkindes beginnt. Qualvoll und langsam stirbt es im toten Körper seiner Mutter, bevor es aus ihrem Körper herausgeschnitten und wie Abfall im Müllcontainer entsorgt wird. Seine Mutter, die zuvor jahrelang Milch geben musste, wird dann zu billigem Fleisch verarbeitet.

Ist Biohaltung für Kälber besser?

Auch in der Biohaltung werden Kuh und Kalb voneinander getrennt. Auch Tiere, die in Biobetrieben gehalten werden, werden im Schlachthof getötet – spätestens dort werden alle Tiere gleichbehandelt. Außerdem werden viele Kälber aus der Biomilchindustrie in die konventionelle Mast verkauft, da sie selbst in Biobetrieben nicht selten als „wertlos“ erachtet werden.

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Spätestens im Schlachthof werden die Tiere – egal ob bio oder nicht – gleich behandelt.

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Was ist ein Kalb wert?

Kälber sind ein unerwünschtes „Nebenprodukt“ in diesem auf maximalen Profit ausgelegten System: Sie müssen geboren werden, damit Kühe überhaupt Muttermilch produzieren können. Wenn sie nicht selbst zu „Milchmaschinen“ degradiert werden, werden sie zu Kalbfleisch verarbeitet. Die Preise für Kälber sind dramatisch gesunken; heute ist das Leben von Kälbern in der Milchindustrie durchschnittlich nur rund zehn Euro wert.

Ein Kalb von seiner Mutter zu trennen und zu verkaufen, ist niemals zu rechtfertigen – weder für zehn Euro noch für 1.000 Euro. Denn jedes Baby gehört zu seiner Mutter und die Annahme, es sei in Ordnung, Lebewesen auszubeuten, um ihnen die Muttermilch zu klauen und anschließend alle Beteiligten zu töten, nennt sich Speziesismus. Ein Leben kann nicht mit Geld aufgewogen werden.

Kälber wurden deshalb zur „Wegwerfware“, weil wir Milch von qualgezüchteten Kühen trinken. Wir müssen unser Konsumverhalten hinterfragen. Schließlich würde es die ausbeuterische Praxis und das mit ihr verbundene unvorstellbare Tierleid nicht geben, wenn wir sie nicht unterstützen würden. Der Fehler liegt also im System: Nur wenn wir unser Verhalten ändern, können wir das Leid von Millionen Kälbern verhindern.

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Kälber in der Milchindustrie: Tierbabys als Abfallprodukte?

 

Wie Fleischesser ihren Konsum rechtfertigen – und was Veganer daraus lernen können   Leave a comment

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Von Peta.de

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Wir alle haben Werte und Überzeugungen, die uns wichtig sind und mit denen wir uns identifizieren. Wir wollen in Übereinstimmung mit unseren Werten leben und beurteilen unser Verhalten und das anderer anhand dieser Maßstäbe. Doch wieso stimmen unsere Prinzipien teilweise nicht mit unserem Handeln überein? Hier eine Erläuterung dieses Phänomens – und was wir daraus lernen können.

Wenn Werte und Verhalten nicht in Einklang stehen

Obgleich sich die allermeisten Menschen selbst als tierlieb bezeichnen und Tierleid ablehnen, werden Fleisch und andere tierische Produkte nach wie vor reichlich konsumiert – auch wenn dies erhebliche Tierqual verursacht. Der Konsum von Tierprodukten steht somit in direktem Widerspruch zu den inneren Überzeugungen der Menschen. Wie können wir Tiere lieben und Gewalt gegen sie ablehnen, aber sie gleichzeitig essen? Der Schutz unserer Psyche, um uns nicht emotional mit dem Thema Tierkonsum befassen zu müssen, und die damit einhergehenden Abwehrreaktionen zur Rechtfertigung unseres Verhaltens werden als „kognitive Dissonanz“ bezeichnet. Dieser spezifische moralische Konflikt zwischen Mitgefühl und Lust nach Fleisch nennt man das „Fleisch-Paradox“. [1]

Karnismus und Speziesismus

Die Psychologin Melanie Joy hat den Begriff „Karnismus“ geprägt. Dieser beschreibt die unsichtbare, dem Menschen oftmals unbewusste Ideologie, wonach die Nutzung und der Verzehr bestimmter Tiere als ethisch vertretbar betrachtet werden. Laut Joy ist dies die dominante Weltanschauung der gegenwärtigen Gesellschaft. Sie prägt unsere Überzeugungen, Normen und Handlungen und läuft somit unserer angeborenen Empathie gegenüber Tieren zuwider. Der Konsum tierischer Produkte ist keine kulturelle Gegebenheit, sondern eine Entscheidung – die jedoch nicht als solche wahrgenommen wird, sondern mit der Unsichtbarkeit des Karnismus erklärt werden kann. Dies führt dazu, dass Menschen oftmals nicht darüber nachdenken, warum sie Tiere überhaupt essen oder manche Lebewesen als „essbar“ einstufen und andere nicht.

Der Psychologe Richard Ryer prägte den Begriff Speziesismus, welcher die Zuschreibung von Werten und Rechten eines Individuums lediglich auf Grundlage seiner Spezieszugehörigkeit definiert. Speziesismus beschreibt also die Diskriminierung von Lebewesen aufgrund ihrer Artzugehörigkeit – wohingegen Karnismus ein gesellschaftliches System bezeichnet, das solche Diskriminierungen und damit einhergehende Handlungen nicht nur ermöglicht, sondern sogar normalisiert.

Mehr über Speziesismus

Karnismus und Speziesismus fördern die systematische Ausbeutung von und Gewalt an Tieren. Sie haben die gleichen Grundstrukturen wie andere Unterdrückungssysteme, z. B. Rassismus und Sexismus, und verwenden eine Reihe psychologischer Abwehrmechanismen, die dazu führen, dass wir (unbewusst) gegen unsere Werte handeln. [2] [3]

So rechtfertigen Fleischesser ihren Konsum

Statt im Einklang mit den eigenen Werten zu leben und ihr Verhalten zu ändern, leugnen viele Menschen das Problem und wenden als Reaktion auf diesen inneren Konflikt verschiedene Vermeidungsstrategien an, darunter die folgenden:

1) Dissoziation zwischen Tier und Endprodukt

Zwar wissen die Konsumenten, dass das Schnitzel auf ihrem Teller ein Stück Tierleiche ist, können sich jedoch emotional von dem damit verbundenen Tierleid distanzieren. Um den Konsum von Tieren zu rechtfertigen, werden diese nicht als Lebewesen betrachtet, sondern versachlicht (als Objekte behandelt) und entindividualisiert (keine einzelnen Lebewesen mit einer Persönlichkeit und Gefühlen, sondern eine anonyme Masse).

2) Tieren Eigenschaften absprechen

Eine weitere mögliche Form der Reaktion auf die kognitive Dissonanz ist ein Absprechen der Eigenschaften der Lebewesen. Fleischesser verneinen die Ähnlichkeit zwischen Tieren und Menschen, so beispielsweise die Tatsache, dass Tiere Schmerzen empfinden. Forscher fanden heraus, dass Probanden, die vor einer Fragereihe zur Empfindungsfähigkeit von Tieren Fleisch gegessen hatten, den Lebewesen einen geringeren moralischen Wert und weniger Empfindungen zuschrieben als diejenigen Versuchsteilnehmer, die im Vorfeld des Fragebogens Nüsse gegessen hatten. Im Rahmen einer anderen Studie wurde untersucht, wie Probanden die geistigen Fähigkeiten von Tieren einschätzen und für wie essbar sie diese Tiere halten. Die Studie zeigte auf, dass die geistigen Eigenschaften der Tiere umso mehr abgewertet wurden, je höher die Konsumenten deren Essbarkeit einschätzten.

3) Man sieht sich als Opfer der Umstände, das sein Verhalten nicht ändern kann

Eine weitere Strategie der kognitiven Dissonanz besteht darin, das eigene Verhalten als quasi unvermeidbar zu verstehen. Man denkt beispielsweise, dass man keine andere Wahl hat, als zu rauchen, weil alle Freunde auch rauchen; oder dass man Fleisch essen muss, weil die vegane Ernährung ungesund oder sehr kompliziert sei. Dazu gehört auch, die Vielzahl an Informationen über die gesundheitlichen Vorteile der pflanzlichen Ernährung zu verdrängen und die Fülle an einfachen veganen Rezepten zu ignorieren, um diese Strategie aufrechterhalten zu können.

4) Relativierung der Problematik

Wer die kognitive Dissonanz mit Relativierung bekämpft, der legt sich Argumente zurecht, die aufzeigen sollen, dass die eigenen Werte und das eigene Verhalten angeblich doch in Einklang stehen. So beruft sich ein Raucher vielleicht darauf, dass ein Verwandter trotz langjährigen Rauchens sehr alt geworden oder gesund geblieben ist. Damit versucht er, den Widerspruch zwischen dem Wert der Gesundheit und dem Verhalten des Rauchens aufzulösen. Beim Thema Tierprodukte relativieren viele Menschen ihren Konsum, indem sie sich einreden, dass ihnen das Tierwohl am Herzen liegt und sie deswegen beispielsweise nur Bio-Fleisch aus artgerechter Haltung oder generell nur wenig Fleisch essen. Dabei wird jedoch ausgeblendet, dass sogenannte Tierwohllabels oftmals reine Verbrauchertäuschung sind, die nur dazu dienen, das Gewissen der Verbraucher zu beruhigen. Und dass auch in der Bio-Haltung Tiere zu Profitzwecken genutzt und für unseren Konsum getötet werden.

Angesichts der Unstimmigkeit zwischen ihren Überzeugung und dem eigenen Verhalten umfassen die gängigen Reaktionen fleischessender Menschen daher oftmals eine Abschwächung ihres Mitgefühls mit Tieren sowie das Vorbringen von Scheinargumenten, die einen tierfreundlichen Lebensstil als unpraktikabel oder gar unmöglich erscheinen lassen.

Hier gesamten Beitrag lesen:

Wie Fleischesser ihren Konsum rechtfertigen – und was Veganer daraus lernen können

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 28. Januar 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Super Bowl 2020: Kniefall gegen Speziesismus   Leave a comment

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Von Peta.de

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Zum diesjährigen Super Bowl erschafft PETA USA in einem neuen Videospot ein „Land of the Free“ für alle Lebewesen. Inspiriert wurde der Spot durch die von Colin Kaepernick im Jahr 2016 losgetretene Kniefall-Bewegung gegen Rassismus. Anknüpfend an diese starke, friedvolle Bewegung möchte PETA daran erinnern, dass jedes Individuum – unabhängig von allen echten oder vermeintlichen Unterschieden – das Recht auf ein Leben frei von Ungerechtigkeit und Unterdrückung hat. Jedes fühlende Lebewesen hat unseren Respekt verdient.

Die Idee dahinter

Der Spot entstand in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern sowie Werbefachleuten. Er soll nicht nur ein Zeichen gegen Speziesismus setzen, sondern auch an all die sozialen Bewegungen erinnern, die uns gezeigt haben, dass wir jegliche Formen von Ungerechtigkeit – z. B. Sexismus, Ableismus, Rassismus, Altersdiskriminierung oder Homophobie – ablehnen und dagegen vorgehen sollten. Auch Speziesismus basiert auf einer Überlegenheitsideologie. Er ermöglicht es Menschen, anderen fühlenden Lebewesen jeglichen Respekt abzuerkennen und ihre Interessen als irrelevant darzustellen.

Wer würde schon gerne als reines Objekt gesehen werden? Auf der Welt, um eingesperrt oder angekettet zu sein? Um als Forschungsobjekt missbraucht und in Chemikalientests vergiftet zu werden? Um nur für eine Mahlzeit oder eine Handtasche gewaltsam ermordet zu werden? Oder um zur Belustigung anderer zu dienen?

Wir sind alle Tiere

Menschen mögen anders aussehen als Vögel, Fische oder andere Tiere. Doch wir alle denken und fühlen. Und was Schmerz, Hunger, Durst, Liebe, Freude, Einsamkeit oder den reinen Lebenswillen angeht, sind wir alle gleich.

Tief in unserem Herzen wissen wir, dass alle Lebewesen frei sein und leben möchten. Niemand wird gerne ausgebeutet, bedroht oder getötet, nur weil er missverstanden oder als „anders“ betrachtet wird.

Je mehr wir über Tiere erfahren, desto stärker verändert sich auch unser Blick auf sie. Denn wir erfahren, wie intelligent sie sind, dass sie ein Selbstbewusstsein besitzen, miteinander kommunizieren, in sozialen Verbänden leben und einzigartige Fähigkeiten besitzen.

Von der Kuh bis zum Krokodil: Genau wie Menschenmütter lieben und beschützen Tiermütter ihre Kinder. Delfine und Elstern erkennen sich selbst im Spiegel. Schweine sind soziale, verspielte Tiere, die gerne schmusen. Kühe weinen um verstorbene Familienmitglieder. Puten sind so um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt, dass man sie getrost „Helikoptereltern“ nennen könnte. Männliche Mäuse singen ihren Angebeteten etwas vor. Und viele Vögel dekorieren ihre Nester kunstvoll, um ihr Gegenüber zu beeindrucken. Der Punkt ist: Der Mensch ist ein Tier unter vielen. Und all die anderen Tiere sind in den entscheidenden Fragen genau wie wir.
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Was Sie tun können

Man sagt, die Zeiten ändern sich. Aber tatsächlich ändert sich nur etwas, wenn sich genügend Menschen gegen Ungerechtigkeit und Gewalt stark machen. Wir müssen unsere eigenen Vorurteile entlarven und Mitgefühl für die Lebewesen um uns herum entwickeln.

Wenn Sie an Gerechtigkeit und Gleichheit glauben, dann setzen Sie ein Zeichen gegen Speziesismus. Lehnen Sie Praktiken und Einrichtungen ab, die Tiere zur Ware machen. Und probieren Sie die vegane Ernährung mit unserem kostenlosen Veganstart-Programm.

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Super Bowl 2020: Kniefall gegen Speziesismus

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 31. Januar 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Fluch der Geburt: Thesen einer Überlebensethik   Leave a comment

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Buch von Gunter Bleibohm (Autor)

Nicht jeder Narzisst wird diesen Thesen zustimmen können. Zu vieles würde seinem Egozentrismus, seiner Selbstverliebtheit und seiner vermeintlichen Wichtigkeit widersprechen.

Prolog.
Ich glaube, dass die Lektüre dieses Buch selbst für „befreite Geister“ ein Höchstmaß an Objektivität und sehr viel Mut erfordert, denn das Fazit über das Dasein der Gattung Mensch ist alles andere als positiv und steht im krassen Gegensatz zu unseren angeborenen Denk- und Verhaltensmustern und der eingeengten Sichtweise der ignoranten „Masse Mensch“. Es rüttelt an den Grundfesten des kulturellen Erbes der „Krone der Schöpfung“, es führt ihren schizophrenen Herrschaftsanspruch ad absurdum und demontiert den „Status“ unserer Spezies im Weltganzen. Es demaskiert sowohl unsere gängigen Moralvorstellungen als auch die menschliche „Vernunft“; beide verursachen lebensbedrohliche Entwicklungen und verdrängen gleichzeitig; ich spreche von dem alltäglichen Wahnsinn der Menschheit, dem nicht nur die eigene Gattung, sondern jegliche belebte Natur zum Opfer fällt.

Im diesem Buch geht es nicht nur um die Fragen, wie sie 1897 auch der französische Maler Paul Gauguin formulierte, “Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?”, sondern auch um die brisanteste Frage unserer Zeit: Welche Zahl von Menschen verträgt unsere Erde und wie ist der ungebremsten Vermehrung der Menschheit Paroli zu bieten?
Bei der Beantwortung dieser Fragen spielt die „Faktizität des Daseins“, nach welche der Mensch als kulturelles Wesen durch die Kulturgeschichte in Denk-, Fühl-, und Wahrnehmungsformen bestimmt ist, eine wichtige Rolle. Die Antworten auf die großen „Sinnfragen“ sind frei von jeglicher religiösspiritueller Spekulation und dementsprechend ernüchternd: Die rationale Erkenntnis, dass die Menschheit als Produkt eines kosmischen Zufalls sowie der Evolution weder mittelfristig noch langfristig eine Überlebenschance hat, wiegt schwer. Die emotional aufrüttelnde Einsicht aber, dass dem Dasein ein immanenter Sinn gänzlich fehlt, dürfte für die meisten Menschen geradezu unerträglich sein, vielleicht sogar noch unerträglicher, dass eine Weiterexistenz nach dem Tode oder eine Wiedergeburt eine Angelegenheit des Glaubens, aber nichts des Wissens, ist.

Im Weiteren geht es um das anthropozentrische und mit speziesistischen Vorurteilen überfrachtete Denken der „Masse Mensch“. In Europa liegen die Wurzeln des Übels vor allem in den biblischen Überlieferungen, den Protagonisten jener Unkulturen, die sich rücksichtsloser und willkürlicher Wertsetzungen bedient haben, um die schwächeren Lebewesen zu Recht- und Wertlosen zu machen, um sie auszubeuten, zu quälen und milliardenfach zu ermorden.
Durch das Erkennen der Sinnlosigkeit der Existenz und der grenzenlosen Leidverursachung durch uns Menschen kommt ein instabil gewordenes Selbstbild ins Wanken und hinterlässt bei rationaler Abwägung aller Fakten dermaßen große Risse, die zumindest jedem halbwegs Sensiblen das Selbstwertgefühl auf einen Grad reduzieren könnten, von dem ein würdevoller Bühnenabgang durch eigene Hand eine naheliegende Konsequenz wäre.

Trotz der tiefen Resignation, welche die unleugbaren Fakten vermitteln und trotz der durchaus logischen Schlussfolgerung einer „suizitären Endlösung“ bietet der philosophische Ansatz des Antinatalismus einen vernünftigen Lösungsweg an.
Dieser Lösungsweg dürfte die einzige Chance der Gattung Mensch sein, ihren Abgang von der Erdenbühne als mitwirkende Akteure bis zum großen Finale zu erleben. Eine drastische Reduzierung von Tierleid und Naturzerstörung wären zusätzliche positive Folgeerscheinungen. Ich bin der Meinung, dass es keine Entschuldigung dafür gibt, das wenige, das wir tun können, nicht zu tun, oder es nicht versuchen zu tun. Die Zeit ist reif für diese Revolution. für die Menschen, die Tiere und die Umwelt.

Stefan Bernhard Eck

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Fluch der Geburt: Thesen einer Überlebensethik

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Nothing Else Matters – Metallica – William Joseph feels the Rain

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 14. Juli 2019 von hubert wenzl in Philosophie, Uncategorized

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Intersektionalität: oft zu Lasten der Tiere   Leave a comment

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Zum Begriff Intersektionalität *), der ja nicht so gebräuchlich ist, ich schätze nur bei Philosophen, zum Schluß eine Erklärung.

Es gibt viele Diskriminierungsformen, wovon sicher der Speziesismus  eine der brutalsten ist. Interessant auch die Metapher weiter unten von der Sage von Prokrustes bezüglich Anpassung. Dort wo Kim Socha sagt, dass Naturwissenschaft und Rationalität patriarchale Herrschaftsinstrumente seien, stimme ich ihr wie auch Dr. Martin Balluch nicht zu.

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Hier ein Beitrag von Dr. Martin Balluch.

Es gibt viele Diskriminierungsformen in der Gesellschaft, manche sprechen von 15 und mehr. Da geht es um Diskriminierung nach der Hautfarbe, der ethnischen Herkunft oder des Geschlechts, aber auch nach der gesellschaftlichen Klasse, der sexuellen Orientierung oder des Alters. Für uns ist natürlich die Diskriminierung nach der biologischen Art zentral, der Speziesismus, auch wenn er von der Diskriminierungsforschung oft vergessen wird. Tatsächlich ist die Diskriminierung nach der Art mit Sicherheit die größte und brutalste.
(mehr …)

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Kommentar zu Kim Socha „Animal Liberation and Atheism“

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Auszug.

Kim Socha ist Universitätsprofessorin für Englisch an der Indiana University of Pennsylvania in den USA und Tierbefreiungsaktivistin. Sie hat mir netter Weise ihr neues Buch zu Tierbefreiung und Atheismus geschickt, um es zu kommentieren. Laut einer Studie von 2010, die im Buch zitiert wird, sind weltweit 32% aller Menschen ChristInnen, 23% Moslems, 15% HinduistInnen, 7% BuddhistInnen, 6% AnhängerInnen von Naturreligionen, 0,2% JüdInnen und 1% zugehörig zu anderen Religionsgemeinschaften.

D.h. immerhin, dass 16% der Menschen agnostisch oder atheistisch eingestellt wären. Doch Socha geht es darum, zu zeigen, dass ausnahmslos alle Religionen anthropozentrisch und speziesistisch sind, es lasse sich ganz grundsätzlich nicht religiös für Tierbefreiung argumentieren. Die Autorin benutzt dafür als Metapher die Sage von Prokrustes. Dieser Riese der griechischen Mythologie ließ Wanderer zwar bei sich übernachten, passte sie aber in der Größe seinem Bett an, indem er ihnen die Beine abhackte oder sie streckte, anstatt für sie eine passende Schlafstätte zu finden. Das, so Socha, zeichne auch alle religiösen Argumente für Tiere aus: die Bibel z.B. würde gestreckt oder beschnitten, um tierfreundlich interpretierbar zu werden, man deute das Neue Testament so um, dass Jesus vegan wird, usw. Wer gegen alle Formen der Unterdrückung von Tieren ist, müsse jede Religion fallen lassen, aber auch umgekehrt, wer AtheistIn ist, müsse für Tierbefreiung sein. Letzteres folge aus der evolutionären Verwandtschaft von Tier und Mensch.

http://www.martinballuch.com/kommentar-zu-kim-socha-animal-liberation-and-atheism/

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Intersektionalität: oft zu Lasten der Tiere

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Grundsätzlich halte ich es für sehr wichtig, dass Staat und Kirche getrennt werden. Politische Entscheidungen, wie z.B. für Tierschutzgesetze, müssen auf säkular-naturwissenschaftlichen Argumenten basieren. Doch andererseits ist die persönliche Einstellung vieler Menschen natürlich religiös gefärbt. Pragmatisch betrachtet ist es ein Schuss ins eigene Knie, zu fordern, die Menschen müssten ihre Religion aufgeben, um antispeziesistisch und vegan zu werden. Ich halte es für sehr positiv, wenn religiöse Traditionen adaptiert werden und sich entwickeln, wenn z.B. das Christentum Aufklärung und Menschenrechte in sein für lange Zeit völlig menschenrechtswidriges Gedankengebäude aufnimmt. Es fiele mir schon aus pragmatisch-politischen Gründen nicht ein, gegen die vielen, von Socha zitierten religiösen Tierrechtsbücher zu wettern.

Argumentativ ist für mich aber der entscheidende Unterschied, ob das, was ich die Metaphysik der Naturwissenschaften genannt habe, anerkannt wird oder nicht. Dazu gehört die Annahme einer objektiv realen Welt, die völlig menschenunabhängig ist, die sich mit der naturwissenschaftlichen Methodik erschließen lässt, und die in fundamentaler Weise logisch-mathematisch strukturiert ist. In meinen Büchern habe ich unter dieser Annahme für eine Tierethik argumentiert. In dem Augenblick aber, in dem ich diese Annahme verlasse, führe ich subjektive, willkürliche Elemente in die Diskussion ein. Ich kann dann nicht mehr Allgemeingültigkeit beanspruchen. Und genau das zeichnet religiöse Argumente für Tierrechte aus.

Socha sieht sich als areligiöse Atheistin, aber sie vertritt die Thesen des Ökofeminismus. Dafür, so schreibt sie in ihrem Buch, verwirft sie auch die Annahme einer objektiv realen, menschenunabhängigen Außenwelt und die Gültigkeit rationaler Argumente. Naturwissenschaft und Rationalität seien patriarchale Herrschaftsinstrumente. Stattdessen nimmt sie z.B. an, dass es vor der neolithischen Revolution ein freundliches Matriarchat gegeben habe, das dann durch das Patriarchat gestürzt worden wäre, sowie andere ökofeministische Folklore. Aber passt nicht hier ebenfalls die Metapher von Prokrustes? Schneidet der Ökofeminismus nicht auch den naturwissenschaftlichen Fakten die Beine ab, um sie der eigenen Ideologie anzupassen? Beginnt nicht genau dort das Fakten Zurechtzimmern, wo wir Naturwissenschaft und Rationalität verwerfen?

Religiosität im argumentativen Sinn ist nicht auf eingetragene Religionen und Vorstellungen von Gott beschränkt. Sie beginnt dort, wo die Metaphysik der Naturwissenschaften verlassen wird, wo Logik und Mathematik als Erfindungen der Menschen ohne objektiven Wahrheitsgehalt gesehen werden. Ab da, nämlich, wird die Ideologie zur Grundlage, an die sich die Fakten anzupassen haben, anstatt umgekehrt.

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http://www.martinballuch.com/kommentar-zu-kim-socha-animal-liberation-and-atheism/

 

*) Intersektionalität

Intersektionalität (von engl. intersection „Schnittpunkt, Schnittmenge“) beschreibt die Überschneidung von verschiedenen Diskriminierungsformen in einer Person. Intersektionelle Diskriminierung liege vor, „wenn – beeinflusst durch den Kontext und die Situation – eine Person aufgrund verschiedener zusammenwirkender Persönlichkeitsmerkmale Opfer von Diskriminierung wird.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Intersektionalit%C3%A4t

 

Intersektionalität: oft zu Lasten der Tiere

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Siehe auch:

http://www.martinballuch.com/intersektionalitaet-oft-zu-lasten-der-tiere/#more-5294

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 4. Mai 2017 von hubert wenzl in Tierrechte, Uncategorized

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Redebeitrag zum internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche – 2016   Leave a comment

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Dieser Beitrag zeigt wie unsinnig Tierversuche sind, weil die Ergebnisse aus verschiedensten Gründen nicht auf Menschen übertragbar ist. Unethisch sind Tierversuche sowieso.

Redebeitrag beim Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 23.4.2016 in München

Copyright (c) Angelika Wohlfarth
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Das Elend der Tiere beginnt dort, wo der Mensch einen Unterschied zwischen ihrer Leidensfähigkeit und der seinen macht. Der Speziesismus bestimmt sein Handeln und genauso bedingt sein den Tieren auferlegter Rassismus oft genug ihr Schicksal. Denn innerhalb der Tierwelt klassifiziert der Mensch und unterteilt in höher und niedriger, mehr wert oder weniger, nutzbringend oder nicht. Straßenhund oder Rassehund, Haustier oder Nutztier.

Den Rauhaardackel kann man neben dem bayerischen Löwen als das tierische Maskottchen der Landeshauptstadt bezeichnen. Schon oft habe ich mich gefragt, was wäre, wenn in der Tierversuchshochburg München statt unzähliger anonymer Mäuse, Ratten, Kaninchen oder Schweinen, auf einmal nur noch Rauhaardackel in sterilen Laboren und engen Käfigen sitzen würden? Wie würden die Menschen reagieren, wenn sie erfahren würden, dass mitten in München hinter so manch dicker Mauer Zigtausend Rauhaardackel in entsetzlichen Versuchen gequält oder zu Tode gefoltert werden? Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen auf die Straße gehen würden, nicht nur hundert oder zweihundert – nein – halb München wäre auf den Beinen, um gegen diese Grausamkeiten zu demonstrieren. Aber es geht ja nur um Mäuse, Ratten oder Kaninchen – keine Tiere, die mit dem bayerischen Rauhaardackelstatus mithalten könnten.

Gesunde Tiere werden krank gemacht, um Pharmazeutika zu erforschen, die den Menschen gesund machen sollen.

Grundlagenforschung wird mit furchtbaren Experimenten an hilflosen Wesen betrieben, die der Mensch in seinen todbringenden Dienst zwingt. Es ist komplett absurd. Tierversuchsforschung ist absurd, grausam und ethisch nicht vertretbar.

Was kann uns wirklich gesund werden lassen, wirklich heil machen? Kein menschlicher Organismus gleicht dem anderen. Schon allein deshalb, weil Lebensumstände, Gewohnheiten, genetische Veranlagungen, Umwelteinflüsse, Erfahrungen, die Psyche etc. jeden Organismus prägen. Jede Entstehung von Krankheiten beim Menschen hat vielschichtige Ursachen, kein Mensch ist wie der andere, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Wie kann das Verhalten von Tieren also auf den Menschen übertragbar sein und ihre Reaktionen aussagekräftig genug, um einen wirklichen Heilungsprozess beim Menschen durch ein bestimmtes Mittel vorherzusagen?

Die Gräueltaten des Dr. Mengele und anderer Ärzte während des Nationalsozialismus sind hinlänglich bekannt und so furchtbar, dass man am liebsten nichts davon lesen oder wissen wollte. Ein Horrorfilm, der in der Wirklichkeit stattgefunden hat, ein Kapitel des düstersten Kapitel deutscher Geschichtsschreibung. Nein, ich möchte dieses Grauen, das Ausmaß dieses Grauens, dieser Tragödie, nicht vergleichen und habe die größte Anteilnahme und Trauer für die Opfer.
Aber ich stelle die Frage nach der Leidensfähigkeit. Was ist mit der Leidensfähigkeit anderer Wesen, denen man grauenvolle Experimente im Namen einer vermeintlichen Wissenschaft antut? Ist sie beim Tier anders als beim Menschen? Ist die Todesangst eine andere? Das Empfinden von Schmerz, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Hunger oder Durst?

Die tierexperimentelle Forschung liest sich wie ein Sammelsurium aus einem Gruselroman. Mäuse müssen beispielsweise für die Erforschung von Depressionen bis zur Erschöpfung schwimmen oder werden mit Elektroschocks so lange malträtiert, bis jeglicher Wille gebrochen ist. Ein Ulmer Wissenschaftler hat zwanzig Jahre lang Skorpione in den Weltraum geschickt, festgetuckert auf einer Platte, um den Einfluss der Schwerkraft auf die Tiere zu untersuchen. Jungen Ratten wurde Alkohol in die Bauchhöhle injiziert, um zu beweisen, dass Alkohol für Jugendliche schädlich ist. Sind derartige Foltermethoden in irgendeiner Weise zu rechtfertigen?

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Copyright (c) Angelika Wohlfarth

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Wenn man sich mit der unendlich langen Liste der Tierversuche beschäftig, bleibt nur das blanke Entsetzen über Ärzte und Wissenschaftler zurück, die Qual, Folter und Tod billigen und im Namen derer gutheißen, die krank sind. Oder eben um des eigenen Ruhmes willen. Es ist eine bittere und traurige Wahrheit, dass Tierversuche in wissenschaftlichen Kreisen immer noch anerkannt sind und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften unter Bezugnahme dieser, einen wichtigen Meilenstein auf der Karriereleiter eines Wissenschaftlers bedeuten.
Die tierversuchsfreie Forschung ist – wenn auch langsam – auf dem Vormarsch. Sie wird jedoch von Pharmakonzernen und der Politik noch viel zu wenig unterstützt und vorangetrieben.

Wenn Tiere mit uns kommunizieren könnten, wenn wir sie wirklich verstehen könnten, was würden wir ihnen antworten auf die Frage, warum sie so viel unsägliches Leid durch den Menschen erdulden müssen? Hat der Mensch das Recht, sich über andere Wesen auf diesem Planeten zu stellen?

Rechtfertigen die Unterschiede zwischen Mensch und Tier, das Anderssein, sowie die Tatsache, dass Tiere nicht reden können oder das gleiche Bewusstsein haben, die Leiden, die er ihnen zufügt? Rechtfertigt es Ausbeutung, Tod, Missbrauch, Qualen und Folter? Soll das die Rechtfertigung für Tierversuche sein?

Es ist eine kalte, vom anthropozentrischen Denken geprägte Rechtfertigung. Sie ist ohne Herz und Gefühl, sie stellt den Menschen als Alleinherrscher und das Maß aller Dinge in den Mittelpunkt und vergisst jene, die schon lange vor ihm da waren und ohne die er nicht leben könnte, weil sie das Gleichgewicht der Erde halten.

Aber der Mensch tut alles, um dieses Gleichgewicht zu zerstören, er vergiftet die Luft und die Böden, er rottet die Tiere aus, er produziert Nahrungsmittel, die seiner Gesundheit schaden, er verschmutzt die Flüsse und Meere und fischt sie leer, er produziert und tötet Tiere wie eine Massenware am Fließband und lebt nicht seiner Natur gemäß und im Einklang mit der Erde und den Tieren. Und dann wird er krank, bekommt alle möglichen sogenannten Zivilisationskrankheiten und ohne sich zu fragen warum, möchte er eine Wunderpille, für welche die Tiere in Versuchen leiden und sterben müssen.

Respekt ist ein Wort, das heutzutage an vielen Ecken und Enden fehlt. Respekt zwischen den Menschen, Respekt gegenüber der Erde und Respekt für die Tiere. Respekt hat mit Achtung zu tun. Die Achtung gegenüber diesem vielfältigen, wundersamen und wunderbaren Leben, das uns umgibt, haben viele Menschen verlernt. Und sie fehlt vor allem bei dem Wissenschaftler, der Ratten quält und ebenso bei dem Vorstandsmitglied eines Pharmakonzerns.

All die Qualen der Tiere werden erst ein Ende finden, wenn der Mensch seinen anthropozentrischen Herrschaftsanspruch aufgibt und Tiere als Mitlebewesen auf diesem Planeten respektiert. Wenn er sein Herz öffnet, für ihre Bedürfnisse, wenn er erkennt, dass jedes Wesen auf dieser Erde, das gleiche Recht auf ein Leben hat, welches seiner Natur entspricht.

Copyright 2016 (c) Daniela Böhm
www.danielaböhm.com

Von Daniela Böhm

Redebeitrag zum internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche – 2016

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Gruß Hubert

 

Menschenversuche in Basel – Symbolhafte Aktion   Leave a comment

 

Der Speziesist Mensch denkt nicht daran was Tieren bei Tierversuchen angetan wird. Er hält sich selbst für das Nonplusultra auf der Erde und glaubt für seine Interessen sei alles erlaubt. In seiner Selbstbezogenheit, Selbtsverliebtheit und Gedankenlosigkeit glaubt er könne Tiere für zweifelhafte Experimente benutzen. Wer gibt ihm das Recht dazu? Niemand – er nimmt sich es sich aus einer Position der Stärke. Es ist das Recht des Stärkeren, das ethisch auf einer sehr tiefen Stufe steht. Im Grunde ist das ein faschistoides Verhalten.
Wen interessieren schon die Tierversuche? Es ist eine winzige Minderheit, die sich dafür interessiert was im Verborgenen hinter dicken Mauern in Tierversuchslabors passiert.
Jährlich sterben eine Million Menschen an Nebenwirkungen von Medikamenten, die zuerst an Tieren getestet wurden. Den Menschen wird so eine falsche Sicherheit vorgegaukelt, die sie manchmal mit ihrem Leben bezahlen. Mitleid kommt bei mir da aber kein großes auf. Man hätte die Möglichkeit sich zu informieren und in der Öffentlichkeit Druck dagegen zu erzeugen. Wenn man das nicht tut, muss man eben die Konsequenzen tragen. Leid tun mir nur die Tiere, die ohne Schuld und ohne Möglichkeit sich wehren zu können auf den Folterstühlen einer angeblichen „Wissenschaft“ unsägliche Qualen erleiden müssen. Was würden Menschen sagen, wenn man mit ihm solche Versuche machen würde?

Jetzt aber zum Bericht von Tierschutznews.ch

 

Hände und Füsse sind mit Gurten fixiert, der Mund mit einer Klemme aufgerissen, der Schädel wurde aufgesägt.

Der «Versuchsmensch» auf der Untersuchungsliege windet sich vor Schmerzen und Angst. Doch die beiden experimentierenden Vivisektoren kümmern sich nicht darum, sind taub gegenüber den Schmerzensschreien. Sie haben anderes zu tun, wollen Ergebnisse erzielen – angeblich im Dienste der Wissenschaft.

Mit der heutigen Aktion in Basel zeigt die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner), was tagtäglich im Verborgenen in Schweizer Tierversuchslabors passiert, und thematisiert gleichzeitig die Gefahren von Tierversuchen für Menschen.

«Es gibt keine Sicherheit für Menschen, wenn auf Tierversuche gesetzt wird!» sagt Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und moniert: «Das Spiel mit den Ängsten und Hoffnungen der Patienten ist ein grausames, aber leider sehr lukratives Spiel.»

Jährlich sterben weltweit hochgerechnet eine Million Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Diese Medikamente wurden im Vorfeld in Tierversuchen als für Menschen unbedenklich eingestuft und deshalb auf dem Markt zugelassen.

Ein Umstand, der auch die Schweizer Regierung dazu veranlassen sollte, etwas für die Sicherheit von Patienten zu unternehmen. Das Nationale Gesundheitsinstitut der USA (NIH) hat die Zeichen erkannt und treibt mit umgerechnet 70 Millionen Franken die Entwicklung tierversuchsfreier und sicherer Forschungsmethoden massiv voran. In der Schweiz stellt der Bund diesem Forschungszweig jährlich gerade mal 400 000 Franken zur Verfügung.

Tierversuche führen zu Menschenversuchen

Schon vor rund 30 Jahren versprachen die grossen Schweizer Pharmafirmen, Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Karies bald komplett heilen zu können. Dieses Versprechen wollten sie dank Tierversuchen innerhalb der nächsten drei bis zwölf Jahre erfüllen. Erreicht wurde von den gesetzten Zielen jedoch leider fast keines.

Tiere sind anatomisch und biologisch völlig anders als Menschen. Man kann aus der Reaktion einer Tierart auf ein Arzneimittel keine Rückschlüsse ziehen auf die Wirkung dieser Substanz auf Menschen.

Deshalb müssen Ergebnisse aus Tierversuchen an menschlichen Probanden ausgetestet werden. Diese werden dabei hohen Risiken und unabsehbaren gesundheitlichen Folgen ausgesetzt.

Die AG STG stellt auf ihrer Webseite verschiedene tierfreie Forschungsmodelle vor. Zum Beispiel dreidimensionale Biochips mit Gewebekulturen. Auf diesen lassen sich Funktion, Struktur und das Zusammenwirken verschiedener menschlicher Organe lebensecht nachbilden. Mit solchen Modellen können potentielle Arzneimittel schneller und zuverlässiger getestet werden.

«Tierversuche dienen häufig einzig und alleine dem Prestigegedanken und sollen Forschern zu Ansehen und vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen verhelfen»,

kritisiert Cristina Roduner, Medienverantwortliche der AG STG. «Solange Tierversuche in der Forschung eingesetzt werden, müssen immer auch viele unkalkulierbare und somit gefährliche Versuche an Menschen durchgeführt werden.»

Umdenken dringend notwendig

Um die Sicherheit von Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen. Die AG STG fordert ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung.

Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren, sondern in die Zukunft zu investieren.
Geschrieben von AGSTG

Menschenversuche in Basel – Symbolhafte Aktion zum Thema Tierversuche

Gruß Hubert