Archiv für Oktober 2021

Der große Dachschaden   Leave a comment

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Wie die Verschwörungstheorie vom „Great Reset“ die Welt erobert

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Zu dieser These, wie sie von Verschwörungstehoretikern vertreten werden kann ich nur sagen: absoluter Quatsch:

„So sollen sich eine globale Finanzelite und hochrangige Politiker dazu verschworen haben, eine neue totalitäre marxistische Weltordnung einzuführen. Die Pandemie sei dabei Mittel zum Zweck und von Menschenhand erschaffen, um diese neue Ordnung durchzusetzen. Auch das Impfen der Bevölkerung ist nach dieser Erzählung Teil des Plans, um die Bevölkerung mittels Mikrochips gefügig zu machen.“

Die Coronakrise hat zu einer bedenklichen Zunahme neuer Verschwörungstheorien geführt. Viele Menschen flüchten sich vor der Realität in eine Scheinwelt, in der klar nach Gut und Böse unterteilt werden kann und Schuldzuweisungen einfach sind. Die derzeit angesagteste Aluhuttheorie ist die vom Great Reset.

Von Karlheinz Deschner stammt das Zitat „Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.“ Damit meinte der Kirchenkritiker zwar in erster Linie das Christentum, aber wenn es um absurdes Denken und verrücktes Verhalten geht, haben Esoteriker und Verschwörungstheoretiker dem Papst & Co. längst den Rang abgelaufen. Im Zentrum der derzeit angesagtesten Verschwörungstheorie steht diesmal nicht Bill Gates oder George Soros, sondern ein anderer einflussreicher Mensch: der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Klaus Schwab. Dieser ist Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums. Diese Stiftung richtet einmal jährlich ein gleichnamiges Treffes im schweizerischen Davos aus, an dem führende Politiker, Wissenschafter, Wirtschaftsvertreter und andere meist prominente gesellschaftliche Akteure teilnehmen. Diskutiert werden dort dann globale Fragen zu den Themen Wirtschaft, Gesundheit, Umwelt und Soziales. Kritisch gesehen wird das Treffen vor allem von linker Seite und von Globalisierungskritikern, denen die dort mitunter vertretene neoliberale Agenda berechtigterweise ein Dorn im Auge ist. Daneben war das Weltwirtschaftsforum aber auch schon immer Anlass für verschwörungstheoretische Spekulationen.

Mit berechtigter Kritik hat die Verschwörungstheorie des Great Resets jedoch überhaupt nichts zu tun. Zudem unterscheidet sich die Erzählung deutlich von linken Positionen. Anlass für die Entstehung des neuen Verschwörungsglaubens war eine Vortragsreihe des Weltwirtschaftsforums, die im Frühjahr 2020 mitten in der Coronakrise begann. In den Vorträgen ging es im Kern darum zu überlegen, wie man nach der Pandemie soziale und finanzielle Ungleichheiten überwinden könnte. Die Reichen wurden zudem zu mehr sozialer Verantwortung aufgefordert. Der Kapitalismus sollte also sozialer und vor allem ökologischer werden. Die erarbeiteten Vorschläge wurden von Schwab dann gemeinsam mit dem englischen Prinzen Charles veröffentlicht und es erschien ein Buch von Schwab mit dem zugegeben reißerischen Titel The Great Reset. In einer Pressemitteilung im Juni 2020 brachte Klaus Schwab die Botschaft nochmal auf den Punkt: „Wir haben nur einen Planeten, und wir wissen, dass der Klimawandel die nächste globale Katastrophe mit noch dramatischeren Folgen für die Menschheit sein könnte. Wir müssen die Wirtschaft in dem kurzen noch verbleibenden Zeitfenster dekarbonisieren und unser Denken und Verhalten wieder in Einklang mit der Natur bringen“.

Bei den Verschwörungstheoretikern wurde aus den gut gemeinten Vorschlägen für eine gerechtere Welt jedoch etwas völlig anderes. Demnach geht es nicht um eine soziale Transformation des Kapitalismus, sondern um dessen Abschaffung. So sollen sich eine globale Finanzelite und hochrangige Politiker dazu verschworen haben, eine neue totalitäre marxistische Weltordnung einzuführen. Die Pandemie sei dabei Mittel zum Zweck und von Menschenhand erschaffen, um diese neue Ordnung durchzusetzen. Auch das Impfen der Bevölkerung ist nach dieser Erzählung Teil des Plans, um die Bevölkerung mittels Mikrochips gefügig zu machen.

Wie immer bei solchen Verschwörungstheorien gibt es zahlreiche Ableger und Varianten. So wird mitunter auch über die Einrichtung von Konzentrationslagern spekuliert oder der Transhumanismus soll Teil der Verschwörung sein. Womit auch die säkulare und religionskritische Giordano-Bruno-Stiftung zu den verdächtigen Organisationen gehört, beruft diese sich doch auf den transhumanistischen Vordenker Julian Huxley. Wie fast immer bei solchen Verschwörungsmythen finden sich zudem stark antisemitischen Untertöne.

Da Schwab selbst kein Jude ist, gilt er dann als Marionette der jüdischen Finanzelite, und es wird behauptet, er und das Weltwirtschaftsforum würde von George Soros oder den Rothschilds gesteuert. Folglich ist es kein Wunder, dass das Märchen von der Einführung des Marxismus durch Inszenieren einer Pandemie besonders in rechten Kreisen beliebt ist. Darunter sind offensichtlich viele Anhänger der AfD, wie man anhand vieler Diskussionsbeiträge solcher Personen zum Thema Corona in den sozialen Medien erkennen kann. Zudem kam jüngst eine Studie der Universität Leipzig zu dem Ergebnis, dass Verschwörungsmythen im Umfeld der AfD prinzipiell deutlich stärker verbreitet sind als bei Anhängern anderer Parteien.

Generell ist leider festzustellen, dass der Glaube an Verschwörungen in Deutschland erschreckend hoch ist. Rund ein Drittel der Bevölkerung neigt zu solchen Positionen, wie eine aktuelle Studie der Konrad Adenauer Stiftung gezeigt hat. Hier hat nicht zuletzt auch das Bildungssystem versagt und die fehlende Medienkompetenz vieler Menschen ist ein großes Problem. Kurzfristig zu reparieren ist das Abdriften großer Teile der Bevölkerung nicht. Wer einmal im Verschwörungssumpf gefangen ist, der kann kaum noch durch Argumente überzeugt werden. Vielleicht bräuchte das Bildungssystem einen „Great Reset“?

Von Frank Welker

Der große Dachschaden

Trotz Tierleid: Galeria Kaufhof verkauft immer noch Angorawolle   Leave a comment

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Unglaublich wie brutal man mit den Kaninchen umgeht!

Von Peta.de

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Bild von Peta.de

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Die Warenhauskette Galeria Kaufhof verkauft weiterhin Socken und Unterwäsche mit Angorawolle – obwohl bereits über 300 internationale Unternehmen und Designer die Wolle aufgrund der damit verbundenen Tierquälerei ausgelistet haben. Trotz des enormen Tierleids für Angoraprodukte und langer Verhandlungen mit uns von PETA Deutschland hat Galeria Kaufhof noch immer keinen kompletten Verkaufsstopp für Angorabekleidung verhängt. Es wird Zeit, dass die Wolle, für die unzählige Kaninchen auf grausame Weise misshandelt werden, aus den Geschäften verschwindet.

Angorawolle: Kaninchen schreien vor Schmerzen

Für die Herstellung von Angorawolle werden Kaninchen standardmäßig in winzige Käfige gesperrt, damit ihr feines Haar nicht verfilzt. Alle drei Monate werden die Tiere aus ihren Käfigen gezerrt und brutal geschoren oder auf einer Streckbank fixiert und lebendig gerupft. Wenn das Haar mit Kämmen oder bloßen Händen aus der Haut der Tiere gerissen wird, schreien die Kaninchen vor Schmerz und verfallen danach oftmals in eine Schockstarre. Einige sterben auch durch den Schock oder erfrieren ohne ihr schützendes Fell. Bei der Schur tragen viele Kaninchen blutige Verletzungen davon, die in der Regel nicht versorgt werden. Kaninchen, die in ihrem kurzen qualvollen Leben von zwei bis fünf Jahren nicht durch Krankheiten, Infektionen oder Vernachlässigung gestorben sind, werden gewaltsam getötet. Ihr Fleisch wird anschließend verkauft.

Tierquälerei für „artgerechte“ Angorawolle

Viele vermeintliche Tierwohl-Labels wie „CaregoraTM“ führen Verbraucher in die Irre und erwecken den Eindruck, dass Kaninchen für die Herstellung zertifizierter Wolle nicht leiden. Doch auch in Betrieben, die als „artgerecht“ eingestuft wurden, werden immer wieder schockierendes Tierleid, systematische Vernachlässigung und tödliche Tierquälerei aufgedeckt. Auch hier werden Kaninchen ihr Leben lang in verdreckten, winzigen Käfigen gehalten, ohne Kontakt zu Artgenossen – für die sozialen und bewegungsfreudigen Tiere eine Tortur. Für die Schur oder den Lebendrupf werden die Kaninchen an den empfindlichen Ohren aus ihren Käfigen gezerrt und während des gewaltsamen Scherens von Arbeiter:innen mit den Füßen fixiert.

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Bild von Peta.de

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Jahrelange PETA-Kampagne gegen Galeria Kaufhof

Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie für unsere Kleidung ausbeuten. Um Galeria Kaufhof dazu zu bewegen, dem Beispiel von Modeunternehmen wie H&M, ASOS, Hugo Boss, Marc O´Polo und Esprit zu folgen, haben wir von PETA Deutschland eine jahrelange Kampagne gegen die Warenhauskette geführt. Wir haben die Verantwortlichen über das Tierleid informiert, Demonstrationen vor den Filialen veranstaltet und eine Petition mit über 33.000 Unterschriften überreicht. Auch Prominente wie Schlagerstar Stefanie Hertel forderte das Warenhaus auf, den Verkauf von Produkten aus Angorawolle endlich einzustellen.

Doch trotz langer Verhandlungen lehnt Galeria Kaufhof einen Verkaufsstopp weiterhin ab. Mit Verweisen auf das Label „CaregoraTM“ seiner Lieferanten versuchte das Unternehmen, sich von der Tierquälerei freizusprechen – veröffentlichte allerdings weder Bilder noch Kontrollberichte von seinen Zulieferfarmen.

„Auf Angorafarmen leiden viele Kaninchen an schlimmen Hautirritationen. Zudem werden Infektionen, Wunden, Unterernährung und Atemprobleme oftmals nicht behandelt. Wir fordern Galeria Kaufhof auf, alle Angoraprodukte unbefristet aus dem Sortiment zu nehmen, anstatt sich weiterhin zu rechtfertigen.“

Johanna Fuoß, PETA Deutschland

Was Sie tun können

Bitte helfen Sie den Kaninchen: Kaufen und tragen Sie niemals Kleidung oder Accessoires aus Angorawolle. Greifen Sie stattdessen zu tierfreundlichen Materialien wie Viskose, Lyocell (z. B. Tencel, Modal), SeaCell, Polyester, Sisal, Bambus, Baumwollflanell, Acryl oder Sojaseide.

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Trotz Tierleid: Galeria Kaufhof verkauft immer noch Angorawolle

Paula … Tauben sind kein Ungeziefer!   Leave a comment

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Tauben werden gerne als Friedenssymbol hervor geholt, oder sie werden für Hochzeiten missbraucht. Vom „Brieftauben-Sport“ gar nicht zu reden, wo sie oft auf die Reise ohne Wiederkehr geschickt werden.

Rebloggt von Bettina Marie Schneider

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Das ist Paula. Eine Stadttaube. Paula lebte in einem Parkhaus.

Sie hatte zwischen Autos ein Zuhause gefunden und suchte auf dem kargen Betonboden nach ein paar Bissen Nahrung. Manche der Autobesitzer liessen auf dem Weg zum Fahrzeug ein paar Krümel fallen. Dann war Paula glücklich.

Als sie wieder einmal über den Boden trippelte betrat jemand mit seinem Hund das Parkhaus. Er hasste Tauben und war der Meinung, sie sind wertloses Ungeziefer. Daher liess er seinen Hund von der Leine.

„Fass!

„Paula hatte keine Chance. Sie wurde übel zugerichtet. Tiefe Bisswunden am Rücken und eine zerfetzte Kloake. So nennt man den Anus bei Vögeln. Paula konnte nur noch unter Schmerzen Kot absetzen. Fliegen konnte sie auch nicht mehr. So fand man sie.

Es gibt Menschen, die Tauben vorsätzlich quälen und töten und es gibt Menschen, die sich dieser armen Geschöpfe annehmen .Paula kam zu Nicole in Obhut. Nicole zog alle Register. Die schwer verletzte Taube wurde jeden Tag gebadet, da sie sich nicht mehr selbst säubern konnte. Sie erhielt Physiotherapie, Vitaminspritzen, Antibiotika und Liebe… viel Liebe.

Es mag manchen überraschen aber Tauben regieren wie jedes Haustier auf Liebe und Zuwendung.

Nach einiger Zeit wuchsen die Federn nach, die ihr komplett ausgefallen waren. Die Wunden heilten zu. Paula konnte wieder trippeln und schließlich sogar auch wieder ein wenig fliegen. Nicole erzählte mir, dass Paula nicht mehr zurück ins Parkhaus gesetzt wurde, obwohl dort ihr Zuhause war. Zu gefährlich. Einen zweiten Hundeangriff oder Fusstritte, wie manche Kinder das unter den gleichgültigen Blicken ihrer Eltern gerne tun, hätte sie nicht mehr überlebt.

Paula lebt daher jetzt in einer Art „betreutes Wohnen“ für Tauben und es geht ihr gut. Es gibt Menschen, die Tauben vorsätzlich quälen und töten und niemand stört sich daran. Nicht sie werden bestraft sondern die Menschen, die diese armen Geschöpfe füttern. Das ist ein Armutszeugnis für unsere Gesetzgebung und für unsere Gesellschaft.

(Dankeschön liebe Nicole für diesen Einblick in deine Arbeit)

(c) Bildrechte Nicole Baumgart

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Paula … Tauben sind kein Ungeziefer!

Veröffentlicht 29. Oktober 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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„Glauben heißt nicht Wissen”   Leave a comment

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Von wolfgang-magazin.com – Auszug.

„Glauben heißt nicht Wissen” diese Redensart beschreibt ganz einfach, warum religiöse Ideen immer weniger Platz in unserem Alltag einnehmen. Waren vor kaum hundert Jahren Wetterphänomene noch Anlass dafür den Priester aufzusuchen, so wendet man sich heute den ZIB Meterologen oder einer Wetter-App zu. Die Wissenschaft in ihrem endlosen Drang mehr und mehr zu erklären, hat Religion auf wenige Felder zurückgedrängt, die entweder noch nicht erklärt werden können oder für viele Menschen schwer erfassbar sind. Der Urknall etwa. Ein Gott, der das Universum mit einem Fingerschnipsen erschaffen hat, ist schließlich viel weniger Denkarbeit, als sich ein seit Anbeginn der Zeit ins Nichts expandierendes Universum vorzustellen.

Basti und die Schöpfung

Auch die letzten Nischen, die die Religion nach wie vor besetzt, rutschen den Kirchen langsam durch die Finger. Die Katholische Kirche etwa als Moralinstanz Nummer 1 wahrzunehmen, nachdem sich jahrzehntelang Priester an Kindern vergriffen haben und die Kirche das in der Vergangenheit bloß „intern” gelöst sehen wollte, fällt doch eher schwer.

Vor allem die großen christlichen Kirchen in Österreich versuchen sich deshalb aus jenen Lebensbereichen rauszuhalten, wo der gesellschaftliche Konsens gegen ihre Linie steht. Etwa kritisieren Kirchenfunktionäre die Fristenregelung nur noch selten offen und auch was Evolution betrifft, scheint man öffentliches Zweifeln aufgegeben zu haben.

Das bedeutet aber nicht, dass es nicht durchaus einflussreiche Figuren gibt, die wissenschaftliche Fakten in Frage stellen. Etwa der Prediger Ben Fitzgerald, der Sebastian Kurz vor versammelter Stadthalle segenete. Er ist wie viele Freikirchler, auch in Österreich, Evangelikaler. Das bedeutet, dass er der Meinung ist, die Bibel sei zu 100% das Wort Gottes und somit Fakt, also auch die sieben Tage, in denen „Gott die Welt schuf”. Ganz getrennt werden Politik und Religion in Österreich wohl doch nicht. Schließlich heißt es im Regierungsprogramm ja auch „Wir können die Schöpfung bewahren […]”

Intellektuell Wehrlose als unfreiwillige Mitglieder

Kinder zu indoktrinieren, scheint die letzte Möglichkeit für Kirchen sich große Zahlen an Mitgliedern zu verschaffen. Die wenigsten Österreicher treten in eine Kirche ein. Viele treten einfach nur nicht aus. Eine Religion sollte eine bewusste Entscheidung sein. Wird man aber mit einer Konfession geboren, so beginnt ein Leben im Glaubenssystem der Eltern. Man sollte, wie man auch mit 16 das erste mal auf Bezirks-, Landes-, Bundes- und Europaebene wählen darf, doch bitte auch frei wählen dürfen, welcher Religion man angehören möchte.  Nur weil mein Vater sein Leben lang etwa ÖVP wählt, bin ich ja auch nicht von Geburt an ein „ÖVP Kind”, auch wenn August Wöginger das vielleicht gerne so hätte. Bei Religionen nehmen wir das aber einfach so hin. Das ist aus humanistischer Perspektive völlig unverständlich.

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„Glauben heißt nicht Wissen”

Die Anbindehaltung von Kühen ist Tierquälerei!   Leave a comment

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Von Peta.de

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In Deutschland werden mehr als eine Million Kühe und Bullen über die langen Wintermonate oder sogar das ganze Jahr über angebunden im Stall gehalten – auch in Biobetrieben. Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen ist die sogenannte Anbindehaltung noch sehr stark verbreitet. Bei dieser tierquälerischen Haltungsform werden vor allem in kleinen und mittleren Betrieben Rinder mittels Anbindevorrichtungen am Hals fixiert, sodass sie sich nicht einmal umdrehen können.

Dies kann nicht nur psychische Schäden hervorrufen, sondern auch körperliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Darunter fallen schmerzhafte Liegeschwielen, entzündete Gelenke, Lahmheit sowie Einschnürungen und Quetschungen am Hals durch die Anbindevorrichtungen. Verstärkt werden diese Erkrankungen zum Beispiel bei unbeweglichen Halsrahmen als Anbindevorrichtung, bei verschlissenen oder fehlenden Liegematten und bei zu kurzen bzw. zu schmalen Liegeflächen. Oftmals liegen die Tiere dauerhaft in ihren eigenen Exkrementen.

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Diese jungen Rinder sind an kurzen Ketten angebunden und müssen auf hartem und kotverdrecktem Boden liegen. – Bild: Peta.de

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Im Rahmen des 10. Niedersächsischen Tierschutzsymposiums wurden im Tagungsband unter „Kontrollen von Rinderanbindehaltungen im Landkreis Cloppenburg – Erfahrungen und tierschutzrechtliche Maßnahmen“ Zahlen und Fakten zur Anbindehaltung veröffentlicht. Die Erkenntnisse stammen aus einem Projekt, das infolge dramatischer Zustände bei Tierschutzkontrollen von Anbindehaltungen im Jahr 2014 ins Leben gerufen wurde.

Anbindehaltung darf kein UNESCO-Weltkulturerbe werden!

Anbindehaltung geht meist mit gravierenden Tierschutzverstößen einher

Die Erkenntnis, dass die Anbindehaltung meist mit gravierenden Tierschutzverstößen einhergeht, hat bislang jedoch nicht dazu geführt, dass ein sofortiges Verbot der Anbindehaltung von Seiten der Politik durchgesetzt wird. Deshalb hat PETA Anzeige gegen die im Tagungsband erwähnten – und behördlich bekannten – Betriebe gestellt, die bei den Tierschutzkontrollen durch massive Verstöße aufgefallen sind.

In den angezeigten Betrieben herrschen bezüglich der Haltung der Tiere permanente, länger andauernde und erhebliche tierschutzwidrige Zustände. Diese verstoßen gegen das Tierschutzgesetz, da die Tiere unter dieser Haltungsform erheblich leiden.

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Vor allem in kleinen Betrieben, also „beim Bauern von nebenan“, stehen Rinder nicht selten in der Anbindehaltung. – Bild: Peta.de

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Erneute Anzeigen gegen Betriebe mit Anbindehaltung

Seit Oktober 2020 hat PETA zahlreiche weitere Anzeigen – vor allem gegen Betriebe in Bayern, das fälschlicherweise oftmals als idyllische Heimat der Kühe betitelt wird – an die zuständigen Staatsanwaltschaften gestellt. Denn das Verwaltungsgericht Stade hat schon 2012 geurteilt: „Die Anbindehaltung steht der verhaltensgerechten Unterbringung von Milchkühen entgegen.“

Zudem hat die Bundestierärztekammer bereits 2015 eindeutig festgestellt:

„Anbindehaltung ist nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand nicht mehr zeitgemäß. Die Bundestierärztekammer hält einen kompletten Ausstieg aus der Anbindehaltung für erforderlich.“

Bundestierärztekammer

Auch wenn die Haltung in den am weitesten verbreiteten Laufställen ähnliches Tierleid verantwortet, so fordert PETA zumindest die sofortige Beendigung der Anbindehaltung von allen Rindern.

Was Sie tun können

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an die UNESCO und weitere Entscheidungsträger, um zu verhindern, dass die zeitweise Anbindehaltung in einem Antrag des Landkreises Garmisch-Partenkirchen zum UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wird. (Anmerkung: das Ansinnen ist eine Frechheit!)

Ganz gleich, ob Anbindehaltung, Laufstall oder Weide: Milch und Fleisch bedeuten immer Tierleid und den Tod für Rinder und Kälber.

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Die Anbindehaltung von Kühen ist Tierquälerei!

 

Veröffentlicht 27. Oktober 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Der grausame Gott der Bibel   Leave a comment

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Einige Lesehilfen für Nichttheologen

I. Problemstellung
1992 hat Franz Buggle, Professor für klinische Psychologie an der
Universität Freiburg i.Br. ein Buch (andere sagen: eine Streitschrift)
herausgegeben, in der er nachweisen will, daß der jüdisch-christliche Gott auf weiten Strecken ein blutrünstiger, grausamer Gott sei.1
Buggle «beweist» seine These mit einer Anhäufung von Zitaten aus dem Alten und Neuen Testament. So findet Buggle im Pentateuch, in den Psalmen, bei den Propheten und auch im Neuen Testament zahlreiche Texte, die im Namen Gottes die Gewalt verherrlichen. So werde im Pentateuch den Eroberungskriegen und dem Völkermord das Wort geredet: Israel solle sich über die Nomadenstämme hermachen und sie vernichten. Mehr noch:
Der biblische Gott habe nicht nur Freude an Vernichtungskriegen seiner Auserwählten, sondern er selbst schlage brutal zu, indem er die Erstgeburt der Ägypter vernichte und das ägyptische Fleer im Meer ertränke.
Jahwe liebe es sogar, mit den seelischen Qualen seiner Getreuen zu spielen, indem er seinem auserwählten Abraham befehle, seinen einzigen Sohn Isaak zu töten.

Auch in den prophetischen Büchern sei dieser grausame Gott am Werk. So rufe etwa im Buch Jesaia der Gott seine «heiligen Krieger», seine «hochgemuten, jauchzenden Helden» (Jes 13,3) auf, vor den Augender Feinde deren Kinder hinzuschlachten, ihre Frauen zu schänden, ihre Häuser zu plündern (vgl. Jes 13,16). Auch das vielgerühmte Psalmenbuch (das Gebetbuch Israels und zahlreicher Kirchen) sei von Gewalt infiziert. So heiße es z. B. im Psalm 137,9: «Wohl dem, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert.» Ungeheuerlich auch die Verfluchungen in den sogenannten Fluchpsalmen, in denen Gott angefleht werde, die Feinde Israels zu zerschmettern.
«Oh Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund Wenn der Gerechte die Vergeltung sieht, freut er sich und badet seine Füße im Blut des Frevlers» (Ps 58,7a und 11).

Auch das Neue Testament – so Buggle — sei voll von Gewaltverherrlichung, und zwar nicht am Rande, sondern in der Mitte: So brauche der barmherzige Vater im Himmel das Blut seines geliebten Sohnes, um sich durch dieses grausame Kreuzesopfer mit den Menschen zu versöhnen, die ihn durch ihre Sünden beleidigt hätten.
Die Logik der Grausamkeit gehe im Neuen Testament weiter: Der kommende Weltenrichter, der sogenannte menschenfreundliche Jesus, der in seinen irdischen Tagen nur menschenbefreiend gewirkt habe, werde nun die Menschheit in zwei Gruppen teilen: die zur Linken werden in die Hölle verdammt, an diesen «Ort» absoluten Terrors.

 

Der grausame Gott der Bibel

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Die Hölle.

Die Freude der Seligen an den Qualen der Verdammten und das sich Ergötzen an ihren unbeschreiblichen Schmerzen.

Man kann Nietzsche, diesem subtilen Analytiker, nur zustimmen,
wenn er schreibt: «Der Mensch ist das grausamste Tier. Bei Trauerspielen, Stierkämpfen und Kreuzigungen ist es ihm bisher am wohlsten geworden auf Erden; und als er sich die Hölle erfand, siehe, da war das sein Himmel auf Erden» (F. Nietzsche: Also sprach Zarathustra. WW II, hrsg. von K. Schlechta, S. 464).

Die Kirchenväter entdeckten noch eine andere Dimension der Hölle: die Freude der Seligen an den Qualen der Verdammten.
H.U. von Balthasar ist nicht zu widersprechen, wenn er die «heiligen Freuden» der Himmelsbewohner an den Qualen der Verdammten als «peinliches und schändliches» Kapitel der Kirchengeschichte betrachtet. (H.U. von Balthasar. Kleiner Diskurs über die Hölle. Ostfildern 1987, S. 36). —

An dieser voyeuristischen Freude hat sich besonders der große Kirchenvater Tertullian (ca 160—220) ergötzt. Er wolle — wie er schreibt — lachen, wenn er einst seine Feinde vom Himmel aus wird «braten» sehen. Beim Anblick dieses «Schauspiels» göttlicher Vergeltung wird Tertullian sich ergötzen (vgl. Tertullian-. Über die Schauspiele. Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 7, S. 135f.).
Auch Augustinus (354—430) macht sich lustig über die «weichherzigen und mitleidigen christlichen Seelen», die nicht glauben wollen, daß ein barmherziger Gott irgend jemanden ewig verdammen würde (vgl. Aurelius Augustinus-. Der Gottesstaat, Buch 21, Abschnitt 17. Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 28, S. 393f.).
So kann dann Gregor der Große (540-604) ohne jedes Mitleid dozieren: Gott, der Allmächtige, sättigt sich nicht an den Qualen der Verdammten, denn Gott ist gut. Weil er aber auch gerecht ist, kann er in Ewigkeit nicht aufhören, an den Sündern Rache zu nehmen. Die Verdammten werden deshalb in erster Linie wegen ihrer Sünden gequält.

https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fzp-003:2003:50::674

Denn sie wissen nicht was sie glauben – Franz Buggle   1 comment

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Die Bibel ist kein heiliges Buch sondern ein inhumanes. Vom Alten Testament gar nicht zu reden wo wiederholt von einem rachsüchtigen Gott zu Völkermord aufgerufen wird und wo Anführer scharf getadelt werden, weil sie nicht alle getötet haben. Da werden zum Beispiel Kinder an Felsen geschleudert.

Franz Buggle (* 18. August 1933 in Freiburg im Breisgau; † 12. Januar 2011 in Au bei Freiburg) war ein deutscher Psychologe und Religionskritiker.

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Denn sie wissen nicht, was sie glauben: Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Eine Streitschrift

Eine grundlegende Kritik der christlichen Ethik auf der Basis der aktuellen Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie Buggle stellt die Frage, ob jemand gleichzeitig auf dem Fundament der Bibel Christ sein & intellektuell redlich bleiben, konsequent denken, human handeln kann – und antwortet mit Nein. Der Psychologieprofessor belegt diese Einschätzung anhand einer Analyse biblischer Texte (auch des Neuen Testaments). Dabei weist er im „Buch der Bücher“ nicht nur zahlreiche inhumane Stellen (Rechtfertigung von Völkermord und Gewalt gegen „Abweichler“, paulinischer Antijudaismus u.v.m.) nach, sondern setzt sich auch kritisch mit den Folgen biblischer Vorstellungen für die ethische Orientierung des Einzelnen auseinander (z.B. Kreuzestod Jesu als Erlösungstat; „ewige“ Verdammnis; Willkürlichkeit göttlicher Gnade).

Buggles Kritik richtet sich insbesondere auch gegen die Positionen zeitgenössischer „progressiver“ Theologen (Küng) und christlicher Wissenschaftler (C.F. von Weizsäcker), die zwar die Kirche negativ bewerten, aber an der Bibel und den darin propagierten „christlichen Werte“ festhalten. Das Buch erschien erstmals im Frühjahr 1992 bei Rowohlt (Taschenbuchausgabe 1997) und löste kontroverse Debatten aus. Die Süddeutsche Zeitung nahm es in die Liste der besten Taschenbücher des Monats auf (Juni 1992). Die nun bei Alibri vorgesehene Fassung ist leicht überarbeitet und aktualisiert.

Franz Buggle, geboren 1933, Professor für Klinische und Entwicklungspsychologie an der Universität Freiburg. Zahlreiche Publikationen, u.a. Die Entwicklungspsychologie Jean Piagets (Kohlhammer, 4. Auflage 2001).

Pressestimmen:„. dürfte es kein deutsches Buch geben, das die Kritik am Christentum derart umfassend belegt.“ FAZ, 14.4.1992

„Noch nie ist dem progressiven Küng von einem anderen Progressiven öffentlich so viel intellektuelle Inkonsequenz nachgewiesen worden.“ Spiegel Spezial Literatur 1992

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Denn sie wissen nicht was sie glauben – Franz Buggle

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Wer weiter glaubt ist bald alleine.

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Quelle:

https://books.google.it/books/about/WER_WEITER_GLAUBT_IST_BALD_ALLEINE.html?id=EeAxAwAAQBAJ&printsec=frontcover&source=kp_read_button&hl=de&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

Då Som Nu För Alltid – damals wie heute für immer   Leave a comment

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Die Einschläge kommen näher 😉

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Då Som Nu För Alltid – (schwedisch)

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Då Som Nu För Alltid : damals wie heute für immer
sista turnen:      letzte Runde
sista albumet:   letztes Album

Veröffentlicht 24. Oktober 2021 von hubert wenzl in Musik

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Tiere leiden auch für „artgerecht“ produzierte Angorawolle   Leave a comment

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Der Mensch ist doch ein…. er hat Corona voll verdient.

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Für die Produktion von Angora leiden unzählige Kaninchen in der Wollindustrie. Bei der Schur werden die Tiere gewaltsam fixiert und schnell und rücksichtslos mit scharfen Schurwerkzeugen geschoren. Vielfach reißen Arbeiter:innen ihnen auch einfach das Fell grob aus der Haut – ohne jegliche Betäubung.

PETA Asien deckte bereits 2013 die routinemäßige immense Tierquälerei in chinesischen Angorabetrieben auf und erschütterte damit die Modewelt. Gemeinsam mit Vertretern einer internationalen Modemarke überprüfte auch PETA USA im Jahr 2014 mehrere „artgerechte“ Angorafarmen in China. Die Aufnahmen belegten erneut, dass schockierendes Leid, systematische Vernachlässigung und tödliche Tierquälerei in der Wollindustrie an der Tagesordnung sind – auch in Betrieben, die von unabhängigen Kontrolleur:innen als „artgerecht“ eingestuft werden.

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Bild: Peta.de

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PETA Asien enthüllt erstmals das Tierleid hinter Angorawolle

Insgesamt 90 Prozent der weltweit gehandelten Angorawolle wird in China produziert. Undercover-Aufnahmen von PETA Asien enthüllten 2013 erstmals die traumatische Misshandlung, die Angorakaninchen alle drei Monate für die Produktion von Angorawolle erleiden. Das Bildmaterial zeigte chinesische Arbeiter, die das Fell der Kaninchen gewaltsam ausreißen, während die Tiere markerschütternde Schreie von sich geben. Nach der Tortur verfallen viele Angorakaninchen in eine Schockstarre und verkriechen sich in ihren winzigen Einzelkäfigen. Bei einer anderen gängigen Praktik werden die Kaninchen nicht „gerupft“, sondern gewaltsam geschoren. Hierzu werden sie auf einer Art Streckbank fixiert, wobei ihre Vorder- und Hinterbeine an den Enden eines Holzbretts gefesselt werden. Für die Fluchttiere ist die Fixierung eine traumatische Erfahrung: Sie wehren und winden sich, um den scharfen Scheren oder Schurmaschinen zu entfliehen – haben jedoch keine Chance.

Angorakaninchen, die die qualvolle Schur überleben, werden nach zwei bis fünf Jahren getötet, sobald ihre Fellqualität nachlässt. Hierzu werden sie kopfüber aufgehängt, ihre Kehle wird durchgeschnitten, und ihr Körper wird an die Fleischindustrie verkauft.

Kontrollbesuche dokumentieren kahl gerupfte und verhungerte Tiere

Nachdem die Modeindustrie 2013 erstmals mit dem Leid der Angorakaninchen konfrontiert worden war, führte auch PETA USA im Jahr 2014 gemeinsam mit einem Tierarzt und einem Dolmetscher von PETA Asien Kontrollbesuche in chinesischen Betrieben durch. Begleitet wurde das Team von zwei Vertreter:innen einer internationalen Modemarke.

Die Gruppe überprüfte fünf Angorabetriebe in verschiedenen Regionen des chinesischen Festlands, die angeblich „artgerechte“ Angorawolle produzieren. Hierzu traf sich das Team mit einem der externen Kontrolleur:innen, die diese Angorabetriebe regelmäßig überprüft und den Betreibern versichert hatten, dass ihre Angorawolle „artgerecht“ produziert würde. Die Inhaber vertrauten dem Urteil dieser Kontrolleur:innen.

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Offizielle Inspektionen auf Angorafarmen werden grundsätzlich im Vorfeld angekündigt. Im Gegensatz dazu erfolgten die Kontrollen durch PETA USA und die Vertreter:innen der Modemarke ohne vorherige Anmeldung. Alle Mitglieder der Gruppe bestätigten nach der Überprüfung die gleichen Grausamkeiten, die bereits die Recherche von PETA Asien im Jahr 2013 an den Tag gebracht hatten. Auch hier zeigten Aufnahmen erneut, dass Kaninchen an den empfindlichen Ohren aus Drahtkäfigen gezogen wurden. Arbeiter:innen traten auf ihre Ohren, um die Tiere zu fixieren und gewaltsam zu scheren. Kaninchen, die lebend gerupft wurden, lagen nach der Tortur völlig regungslos in ihren winzigen Zellen.

So erschütternd diese Reise für alle Beteiligten auch war: Letztendlich entlarvte sie die Tatsache, dass die Kontrollsysteme, auf die so viele internationale Unternehmen vertrauen, zum Scheitern verurteilt sind. Fakt ist: Angorawolle ohne Tierleid gibt es schlichtweg nicht.

Zahlreiche Unternehmen, Marken und Designer setzen weiterhin auf Angorawolle

Seit die erschreckenden Enthüllungen von PETA Asien und PETA USA über die Tierquälerei in der Angoraindustrie veröffentlicht wurden, haben bereits über 300 internationale Unternehmen und Designer Angorawolle ausgelistet – darunter ASOS, H&M, Hugo Boss und Marc O’Polo.

Diese Firmen verkaufen keine Angorawolle mehr

Dennoch setzen zahlreiche Modemarken bei Bekleidung und Accessoires immer noch auf Angorawolle. Viele von ihnen vertrauen ihren Produzenten und der Einschätzung von externen Kontrolleur:innen, die die Produktion der Angorawolle als „artgerecht“ einstufen.

Die Ergebnisse der Recherchen von PETA Asien und PETA USA haben jedoch eindeutig gezeigt, dass die Produktion von Angorawolle immer mit Tierleid verbunden ist. Die Qual der Tiere beginnt bereits mit der Tatsache, dass es sich bei Angorakaninchen um eine Qualzucht der Wollindustrie handelt und die Fluchttiere bei der Schur immer in Angst und Panik verfallen. Prüfsysteme und „Zertifikate“ der Wollindustrie sind lediglich Marketinginstrumente, die das Gewissen von Unternehmen und Verbrauchern beruhigen sollen. Das Leid der Angorakaninchen können sie allerdings nicht beenden.

Helfen Sie Angorakaninchen und anderen Tieren in der Wollindustrie

Es gibt schlichtweg keine zertifizierte „artgerechte“ Angorawolle – genauso wenig wie Pelz, Daunen oder Schafwolle aus „artgerechter“ Produktion. In der Bekleidungsindustrie leiden Millionen Tiere unter extremen Zuchtformen, leben in qualvoller, trister Gefangenschaft und werden letztlich gewaltsam getötet.

Bitte helfen Sie den Tieren, die für die Herstellung von Bekleidung ausgebeutet werden: Entscheiden Sie sich beim Einkauf immer für vegane Alternativen. Entdecken Sie das breite Angebot an trendiger Bekleidung aus tierfreien Natur- und Zellulosefasern, das heute erhältlich ist. So können Sie sich modisch kleiden und gleichzeitig dazu beitragen, das Tierleid in der Bekleidungsindustrie nachhaltig zu beenden.

Die besten Alternativen zu Wolle

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Tiere leiden auch für „artgerecht“ produzierte Angorawolle

Hoeneß ätzt gegen Vegetarier und Veganer – und bekommt deftige Quittung   Leave a comment

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Wenn Uli Hoeneß meint Veganer würden krank, dann müsste er nur seine Blutwerte mit denen eines Veganers vergleichen.

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Aus merkur.de

München – Es gibt Themen, die werden emotionaler diskutiert als andere. Fleischfreie Ernährung gehört mit Sicherheit dazu. Dementsprechend groß ist der Widerhall, wenn Promis dazu Stellung beziehen. Und wenn der Promi dann noch Uli Hoeneß* heißt und in gewohnter Manier losledert, dann ist der Aufschrei riesig. Nach seiner Brandrede für die Fleischeslust bekommt der Ehrenpräsident des FC Bayern München in den sozialen Medien verbale Schellen – und deutsche Filmstars fordern den 69-Jährigen jetzt auf, seine Blutwerte und CO2-Bilanz offenzulegen.

Was ist passiert? Hoeneß erklärte am Sonntag (17. Oktober) beim Radiosender Antenne Bayern erst, dass er die Ernährung von anderen respektiere und sagte dann ein paar Dinge, die das Gegenteil vermuten lassen: „Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht, weil die Leute auf Dauer nur krank werden“, sagte Uli Hoeneß im einstündigen Radio-Talk.

Hoeneß schimpft wegen vegetarischem „Zeug“ und teilt gegen Veganer aus

Er habe es versucht, vegetarisch zu essen, aber „das Zeug“ schmecke ihm nicht, erklärte Hoeneß: „Weil da überall das drin ist, was in einer Nürnberger Rostbratwurst nicht drin sein darf, nämlich Stabilisatoren und Geschmacksverstärker“. Veganer und Vegetarier bezeichnete der ehemalige Bayern-Boss und Mitgründer der Bratwurst-Firma HoWe als „militant“. Rumms!

Bei Twitter schlagen diese Aussagen hohe Wellen. „Wieso ist Hoeneß überhaupt noch öffentlich salonfähig?“, fragte ein User, „unglaublicher Dummkopf“ meinte ein anderer. Vor allem Hoeneß‘ Diagnose, wonach alle Veganer krank würden, belustigt das Netz. Ein User überschreibt ein Foto, das den Bratwurstsemmel-essenden Hoeneß zeigt, mit „Gesichtsfarbe purple red, aufgrund der guten Durchblutung versteht sich.“ Selbst der Nachrichtensender ntv twittert in Anspielung auf Hoeneß‘ Steuerhinterziehung etwas süffisant: „Uli Hoeneß kennt sich nicht nur mit Fußball und Steuern aus, sondern auch mit Würstchen. Bei Veganern diagnostiziert er: ,Die werden nur krank.‘“

Hoeneß grillt „militante“ Veganer – jetzt bekommt er von Promis sein Fett weg

Film-Star Hannes Jaenicke, ein Veganer aus Überzeugung, meint zu Bild: „Na ja, von den Knochen gefallen bin ich noch nicht. Militant bin ich auch nicht und meine CO2-Bilanz ist vermutlich besser als die von Uli Hoeneß.“ Auch Jaenickes TV-Kollegin Ursula Karven will die Aussagen von Uli Hoeneß so nicht stehen lassen: „Ich bin bekennend vegan und nicht militant. So oder so: Uli Hoeneß liegt falsch. Aber er ist ja auch der Sohn eines Metzgers, wenn ich mich recht erinnere. Wir können auch gerne die Blutwerte vergleichen: Ich meine und Herr Hoeneß seine.“ (jo)

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Hoeneß ätzt gegen Vegetarier und Veganer – und bekommt deftige Quittung

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Aus stuttgarter-nachrichten.de

Timo Hildebrand lädt Uli Hoeneß nach Stuttgart ein

 

Ex-Fußballer Timo Hildebrand vor seinem veganen Restaurant. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski/i

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Mitte Dezember gastiert der FC Bayern München beim VfB Stuttgart. Das ist aber nicht der Grund, warum Ex-Torhüter Timo Hildebrand Uli Hoeneß einen Besuch in Stuttgart nahelegt.

Stuttgart – Auf der Speisekarte stehen Hummus mit Blumenkohl, gepickelte Radieschen mit geröstetem Buchweizen und Linsenbolognese mit Vollkornpasta. Eine Nürnberger Rostbratwurst sucht man im Vhy! vergebens. Kein Wunder, handelt es sich bei der von Ex-Torhüter Timo Hildebrand betriebenen Lokalität im Stuttgarter Westen doch um ein veganes Restaurant.

Eben dorthin hat der 42-Jährige nun einen prominenten Gast eingeladen: Den langjährigen Bayern-Funktionär und ehemaligen Wurstfabrikanten Uli Hoeneß. „Lieber Uli Hoeneß“, schreibt Hildebrand auf seiner Instagram-Seite, „am 15./16. 12. spielt der große FC Bayern gegen den VfB. Hiermit lade ich Sie recht herzlich in mein rein veganes Restaurant in Stuttgart ein.“ Den Oliver Kahn und „den Kalle“ dürfe er gerne mitbringen. Versehen ist Hildebrands Einladung mit einer eindeutigen Botschaft. „Wir sind keine militanten oder kranken Veganer.“

Eine Replik auf Aussagen des 69-Jährigen jüngst bei „Antenne Bayern“. Dort hatte Hoeneß gegen Veganer vom Leder gezogen. „Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht, weil die Leute auf die Dauer nur krank werden“, argumentierte Hoeneß und kritisierte die fehlende Toleranz von Fleisch-Verächtern. „Die sind ja militant. Wenn du die kritisierst, greifen sie dich an.“

Hoeneß zieht sich den Zorn von Peta zu

Mit seiner Attacke zog sich Hoeneß den Zorn von Tierschutzorganisationen wie Peta zu. „Der Konsum von Fleisch und Milch steht, wie in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde, in enger Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes,“ sagte Harald Ullmann, zweiter Vorsitzender von Peta. Uli Hoeneß sei selbst schon wegen Herzproblemen behandelt worden, man empfehle ihm deshalb dringend, „seine Wurstproduktion einzustellen und selbst Veganer zu werden.“Ein Szenario, das in etwa so wahrscheinlich erscheint wie ein Abstieg des Rekordmeisters in die zweite Liga. Denn der Hoeneßsche Standpunkt lautet: „Jeder soll mir mein Recht lassen, zu essen, was ich will.“

Auf Anfrage sagte Timo Hildebrand. „Es wäre schön, wenn er kommt.“ Wenngleich der VfB-Meistertorwart von 2007 nicht wirklich damit rechnet. Die Sprüche des Bayern haben ihn auch nicht überrascht: Das seien alte Parolen einer alten Generation. „Er ist Wurstverkäufer, was soll er auch anderes sagen“, sagt der Ex-Nationalspieler. Dass es noch Menschen gebe, die so denken würden, könnten viele in seiner veganen Community nicht fassen. Sie lassen sich den gerösteten Buchweizen schmecken – ob mit oder ohne Uli Hoeneß.

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Timo Hildebrand lädt Uli Hoeneß nach Stuttgart ein