Archiv für die Kategorie ‘Tiertransporte

Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten.   Leave a comment

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Erschütternde Argumente und Fakten vom ehemaligen Vizepräsidenten der Citibank, Philip Wollen. Was mit Fleischessen alles zusammen hängt.

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Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten. DEUTSCHE VERSION

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Warum PETA bei Unfällen mit Tiertransportern Anzeige erstattet   Leave a comment

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Es gibt zu viele Unfälle bei Tiertransporten. Ursachen dafür sind unter anderem auch, das Fahrer unzureichende Sachkunde haben, Überladung, zu schnelles in die Kurve fahren usw. Viele Fahrer verhalten sich dabei grob fahrlässig.

Von Peta.de

2013 haben wir von PETA Deutschland damit begonnen, Unfälle mit Tiertransportern aufzugreifen und Strafanzeigen zu erstatten, wenn dabei Tiere gestorben sind.

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Die Intention hinter diesen Anzeigen

Eines ist klar: Schonende Tiertransporte gibt es nicht.  Wenn es zu Unfällen mit Transportern kommt, sterben Schweine, Rinder oder Hühner qualvoll und langsam. Ihre Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindsamen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte.

Tiertransporte werden ausschließlich unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien durchgeführt. Es wird kreuz und quer durch Deutschland oder Europa gefahren, nur um den kostengünstigsten Schlachtbetrieb zu erreichen. Dumpinglöhne in deutschen Schlachthöfen verstärken den Sog von Tiertransporten nach Deutschland.

Häufig kippen die Transporter um, weil die Fahrer zu schnell in Kurven fahren, in Sekundenschlaf verfallen oder die Transporter mit zu vielen Tieren überladen werden. Dieses unsägliche Verhalten, das zum Tod von hunderten oder gar tausenden Tieren führen kann, muss strafrechtlich verfolgt werden. Denn Tiere sollen endlich als das wahrgenommen werden, was sie sind: fühlende Lebewesen.

Erhebliche Mängel bei vielen Transporten

Bei einer Kontrolle von Tiertransportern durch Behörden in der Massentierhaltungsregion Oldenburg/Diepholz wurden 72 % der Transporte beanstandet. Häufigste Mängel: unzureichende Sachkunde bei den Fahrern, viel zu lange Zeiten ohne Wasserversorgung, Überladung, Unterschreitung der Mindeststellflächen.

Wir gehen daher von systematischen, vorsätzlichen Verstößen gegen die ohnehin laschen Auflagen in der Tierschutztransportverordnung aus. Für die Tiere bedeutet dies eine erhöhte Unfallgefahr und ein größeres Risiko, zusätzliche Schmerzen wie Knochenbrüche und Quetschungen zu erleiden sowie einen langsamen Tod zu sterben. Hier herrscht bedingter Vorsatz!

Beispiele für tödliche Vorfälle mit Tiertransportern

„Lenkzeitüberschreitung von ca. 4 Stunden“ stellte die Staatsanwaltschaft Kassel bei einem Fahrer fest, der einen Unfall verursachte, bei dem ein Großteil der 5.000 Hühner ums Leben kam.

Die „Überladung des Viehtransporters“ war neben einem Lenkfehler Ursache für einen weiteren Unfall, bei dem 27 Schweine qualvoll starben – eine Ordnungswidrigkeit, die mit 300 Euro Bußgeld geahndet wurde. Bei Überladungen ist die Statik eines LKWs gestört. Zusammen mit Unaufmerksamkeiten, wie etwa dem Übersehen eines Grabens, kommt es schnell zu einem Unfall. Diesen bezahlen – außer dem von den Versicherungen abgedeckten monetären Schaden – fast nur die Tiere mit schwersten Verletzungen, Schäden, Leid und ihrem Tod.

Eine Geldbuße von 1.000 Euro mussten Verantwortliche eines Tiertransports zahlen, bei dem 55 Ferkel ums Leben kamen, weil bei heißem Wetter nicht genügend Kühlung und Wasser zur Verfügung standen.

Und die Staatsanwaltschaft Trier spricht bei einem Transportunfall, bei dem 20 Kälber schwer verletzt und notgetötet werden mussten, von „bewusst fahrlässig“ – also keiner Straftat, sondern einer Ordnungswidrigkeit.

PETA fordert härtere Strafen für Tiertransportunternehmen

Die teils extremen Mängel sowie die besonderen Fahrlässigkeiten und Sorglosigkeiten bei Tiertransporten sollten zukünftig als bedingter Vorsatz gewertet und somit auch als Straftaten verfolgt werden. Mit den Strafanzeigen wollen wir von PETA Deutschland dem Problem entgegenwirken, dass Fahrer von Tiertransportern bislang nur mit Ordnungswidrigkeiten bestraft werden, was ein kalkulierbares Risiko für die Transportunternehmen darstellt. Das Transportgewerbe für Tiere handelt jedoch vielfach nicht „bewusst fahrlässig“, sondern bedingt vorsätzlich, in jedem Fall grob fahrlässig.

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Warum PETA bei Unfällen mit Tiertransportern Anzeige erstattet

Tierfabrik Deutschland – Von Billigfleisch und Wegwerfküken   Leave a comment

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Tierfabrik Deutschland – Von Billigfleisch und Wegwerfküken

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„Massentierhaltung ist beim Verbraucher verpönt. Bauern versprechen mehr Tierschutz im Stall. Doch Glücksschweine zu Discount-Preisen sind nicht zu produzieren. Seit Jahren streiten die Deutschen, was sich in der industriellen Nutztierhaltung ändern muss. 80 Prozent der Verbraucher wollen angeblich mehr zahlen für tierschutzgerechte Lebensmittel. Doch an Ladentheken ist billig König und das Leiden der Tiere kaum Thema.

59 Kilogramm Fleisch, dazu 218 Eier und rund 84 Liter Milch – das ist der Jahresverbrauch der Deutschen, vom Baby bis zum Greis. Jeder verspeist in seinem Leben vier Rinder, 46 Schweine und 945 Hühner. Eine ganze Menge und das so preiswert wie nie. Die Deutschen geben im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn ziemlich wenig für Lebensmittel aus, es sind gerade zehn Prozent des Pro-Kopf-Einkommens. Dafür fordern sie sehr lautstark mehr Tierschutz. Am besten: Schweine im Stroh, freilaufende Hühner mit Hahn auf dem Mist oder Mutterkühe auf der Weide mit niedlichen Kälbchen. Doch zwischen Verbraucherwunsch und landwirtschaftlicher Produktionsrealität liegen Welten.

Millionenfacher Mord an Eintagsküken

Seit der Industrialisierung der Eierproduktion werden Hühner entweder auf Legeleistung oder auf Fleischansatz gezüchtet. Die Folge: Männliche Küken der Legelinien werden direkt nach dem Schlupf getötet, millionenfach vergast. Seit Jahren ist das Problem ungelöst. Der Chef der weltweit größten Brüterei etwa setzt auf großtechnische Lösungen – die Erkennung des Geschlechts im Ei.

Ein anderer Geflügelhof wiederum zieht die männlichen Küken mit groß und vermarktet sie als Bruderhähne, aufwendig und mit mäßigem wirtschaftlichen Erfolg, dafür mit besserem Gewissen. Einige Züchter wollen zurück zu einer Hühnerzucht, wie sie früher üblich war, ohne dass die Hälfte der Tiere einfach in der Abfalltonne landet.

Billiges Schweinefleisch

Die Hochleistungszucht bei Sauen hat viele Auswirkungen. Die Tiere gebären mehr Ferkel als die Sauen Zitzen haben. Sie sind weitaus größer, breiter und schwerer als noch vor 20 Jahren. Die Folge: Es gehört auch zum Geschäft, dass überzählige Ferkel einfach an der Stallwand totgeschlagen werden. Sogenannte Kümmerlinge – schwache, kleine Ferkel – kann sich kaum ein Landwirt leisten, zu Zehntausenden landen sie in Kadavertonnen. Und die immer größeren Sauen müssen ihr halbes Leben in viel zu engen Kastenständen verbringen, eingepfercht hinter Gittern.

Frontal21 begleitet Schweinemäster bei der Arbeit, zeigt, in welchen ökonomischen Zwängen die Landwirte stecken und fragt, ob mehr Tierschutz möglich ist und was das kostet. Derzeit steht einer der größten Schweinezüchter Europas vor Gericht, aber eine Verurteilung fürchtet er nicht. Frontal21 deckt auf, wie die Agrarlobby es bis heute schafft, Tierschutzgesetze aufzuweichen und zu umgehen.

Schlachtung trächtiger Hochleistungsrinder

Eigentlich sollte die Geburt eines Kälbchens ein freudiges Ereignis sein. Doch wenn das Neugeborene ein männliches Tier, ein Stierkalb ist, haben manche Milchbauern ein Problem. Stierkälber geben keine Milch und sind für die Mast ungeeignet. Viehhändler zahlen mancherorts nur noch Ramschpreise. Lohnt da die Aufzucht noch? In Großbritannien und Neuseeland werden viele Stierkälber nach der Geburt erschossen. Droht in Deutschland Ähnliches?

Die Milchpreise sind im freien Fall und Bauern unter Druck. Dazu kommt: Jahrzehntelange Hochleistungszucht hat nicht nur die jährliche Milchleistung auf mehr als 10.000 Liter gesteigert, sie hat die Kühe auch anfälliger gemacht für Krankheiten. Sie landen immer schneller im Schlachthof – darunter häufig auch trächtige Rinder. Die Kälberembryonen sterben einen qualvollen Erstickungstod.

Frontal21 trifft Milchbauern, ist bei der Geburt eines Kälbchens dabei und beim Feilschen um den Wert des Tierlebens, redet mit Tierärzten über die Schlachtung trächtiger Rinder und befragt Politiker, warum Hochleistungszucht mit Todesfolge nicht längst verboten ist.“

Von DokuOnkel

Tiertransporte Eine Qual – mit amtlicher Genehmigung   Leave a comment

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Diese Tiertransporte kann man nur verbrecherisch nennen. Auch die Schlachtpraxis, die oft ohne Betäubung durchgeführt wird. Unvostellbar welche Schmerzen diese Tiere erleben. Es ist ein Totalversagen der Behörden.

Von tagesschau.de

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Bild von tagesschau.de

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Tiertransporte über lange Strecken und unter quälenden Bedingungen – die sollte es längst nicht mehr geben. Doch nach rbb-Recherchen genehmigten mehrere Veterinärämter solche Fahrten, Tierschützer erstatten Anzeige.

Von Kaveh Kooroshy, Stefanie Groth und Claudia Schön, RBB

Ausgemergelte Tiere, die tagelang in beengten Viehtransportern stehen und vor Durst brüllen. Vieh, das auf brutale Weise ohne Betäubung geschlachtet wird. Solche Verhältnisse prangern Tierschützer schon seit Jahren an.

Die EU hat reagiert und Schutzregeln erlassen. Und die deutschen Veterinärämter halten sich daran. Einige wenige allerdings gibt es, die trotz aller Kritik an den Transportbedingungen nach wie vor regelmäßig Exporte genehmigen – und die wegen ihrer Laissez-faire-Haltung ihre Landkreise zu Viehexport-Drehscheiben gemacht haben.

Erstmalig konnte ein Rechercheteam vom RBB und dem ARD-Mittagsmagazin einen Datensatz auswerten, der zeigt, welche Landkreise das sind. Die Recherchen belegen auch: Exporteure nutzen diese Schlupflöcher und bringen Rinder gezielt dorthin.

Tierquälerische Begleitumstände wahrscheinlich

Neun der rund 400 Landkreise und Städte bundesweit waren für rund 97 Prozent aller Exporte in sogenannte „Tierschutz-Hochrisiko-Staaten“ verantwortlich. In dreizehn dieser Länder wurden im Zeitraum von Januar 2019 bis Februar 2020 aus den Landkreisen insgesamt 33.440 Rinder verbracht.

Bei den Zielländern handelt es sich um Ägypten, Algerien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Libanon, Libyen, Marokko, Türkei, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan. In diesen Ländern und auf den Routen dahin drohen den Tieren regelmäßig Verstöße gegen das Tierwohl, so Experten.

In der Fachzeitschrift des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT) heißt es, dass „die Wahrscheinlichkeit, dass dorthin transportierte Tiere unter tierquälerischen Begleitumständen geschlachtet werden“, hoch sei. Zudem fehle es auf den Transportrouten in diese Länder in aller Regel an Versorgungsstationen, die den Anforderungen der Europäischen Union entsprechen. Diese sind aber zwingend notwendig, damit die Tiere bei den Fahrten entsprechend versorgt werden können.

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Tiertransporter im Stau – für die Tiere bedeutet das oftmals eine lange Zeit in Enge und Hitze. Bild: Animal Welfare Foundation e.V.

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Export-Drehscheiben in fünf Bundesländern

Bei den Landkreisen, die nach wie vor exportieren, handelt es sich um die beiden niedersächsischen Landkreise Aurich und Emsland, Oberspreewald-Lausitz, Teltow-Fläming und Prignitz in Brandenburg, Steinfurt und Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfahlen, Görlitz in Sachsen und Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.

Den Vorwurf, Tiertransporte genehmigt zu haben, auf denen das Tierwohl beim Transport absehbar gefährdet gewesen sei, wiesen alle Landkreise, die auf die Recherche-Anfrage antworteten, zurück. Alle abgefertigten Exporte seien vorab gründlich geprüft worden und hätten aufgrund der gemachten Angaben genehmigt werden müssen.

Zu den notwendigen Angaben gehörten insbesondere die zeitlichen Vorgaben zur Transportroute, die vorgesehenen Versorgungsstationen, die Wettervorhersagen und das Vorweisen eines Zuganges zum GPS-System eines jeden Fahrzeuges zur gleichzeitigen beziehngsweise nachträglichen Verifizierung der gefahrenen Strecke. Insbesondere die GPS-Standorte würden auch während des Transports abgeglichen und Verstöße im Nachhinein konsequent geahndet.

Brisant ist, dass Tiere auch aus jenen Bundesländern über diese Landkreise verbracht werden, die explizit Exporte in die Tierschutz-Hochrisiko-Staaten ablehnen. So hatten Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen 2019 jeweils einen Erlass in Kraft gesetzt, der die Anforderungen an Genehmigungen in diese Länder derart erhöht, dass sie de facto aus den drei Bundesländern nicht mehr möglich sind.

Unterwanderung von Tierschutzstandards

Eine Umfrage des Rechercheteams vom RBB und dem ARD-Mittagsmagazin unter allen Veterinärämtern der drei Bundesländer hat ergeben, dass zwei Drittel dieser Veterinärämter bereits Exporte über ein anderes Bundesland in einen Nicht-EU-Staat registriert haben. An der Umfrage hatten sich 77 Veterinärämter beteiligt – 51 bestätigten die kritische Exportpraxis. Insgesamt waren es 6106 Rinder, die über einen innerdeutschen Umweg in ein Nicht-EU-Land gelangten.

Die Zahlen im Einzelnen

Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein definieren 17 Risikostaaten, bei denen von Verstößen gegen das Tierwohl ausgegangen werden muss und in die Rindertransporte deshalb grundsätzlich nicht genehmigungsfähig sind: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan. Nach Syrien, Armenien, Tadschikistan und Kirgisien gab es im untersuchten Zeitraum von Januar 2019 bis Februar 2020 keine Exporte.

In die nordafrikanische Risikostaaten Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien haben insgesamt elf Landkreise 16.731 Tiere exportiert. Die Top-Vier Landkreise Emsland, Aurich, Steinfurt, Rhein-Sieg-Kreis sind dabei für rund 90 Prozent aller Exporte (14.994 Rinder) in diese Länder verantwortlich.

In die zentralasiatischen Risikostaaten Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan sind 10.315 Rinder exportiert worden. Rund 80 Prozent gehen dabei von drei Brandenburger Landkreisen Prignitz, Teltow-Fläming, Oberspreewald-Lausitz aus.

In die Risikostaaten im Nahen und mittleren Osten – Irak, Iran, Libanon und die Türkei – sind 7309 Rinder exportiert worden. Rund 50 Prozent (2270) aus drei Brandenburger Landkreisen: Oberspreewald-Lausitz, Prignitz, Teltow-Fläming. 30 Prozent (2212) kommen aus dem Landkreis Prignitz. Gast 20 Prozent stammen aus Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.

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Tiertransporte Eine Qual – mit amtlicher Genehmigung

Schluss mit den brutalen Kälbertransporten!   Leave a comment

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Ich kann der Menschheit im Umgang mit Tieren nur zurufen: schämt euch! schämt euch! schämt euch! Bei dem monatelangen Umherkurven im Mittelmehr von den Schiffen Karim Allah und Elbeik fehlen einem die Worte. Unbeschreiblich wie diese jungen Bullen gequält wurden. Der Mensch verliert so jede Würde. Er hat kein Ehrgefühl, kein Schamgefühl, keinen Anstand und ist bar jeder Ethik. Er ist die räuberischte und grausamste Spezies auf diesem Planeten. Es wäre am besten, wenn die Menschheit sich so wenig wie möglich vermehren würde, im Idealfall überhaupt nicht. Damit könnte das übrige Leben auf diesem Planeten aufatmen und in Frieden leben.

Von vier-pfoten.at

Cartagena – VIER PFOTEN ist seit einigen Tagen in Cartagena und konnte gestern Abend vor Ort mitverfolgen, wie 1.610 junge Rinder auf der „Elbeik“ nach dreimonatiger Tortur durchs Mittelmeer endlich ankamen. Die spanischen Behörden hatten den für Tiertransporte größten Hafen der EU für die Rückkehr ausgewählt. Obwohl Spanien bereits einige Tage nach Ablegen des Schiffes im Dezember letzten Jahres von der Blauzungenkrankheit einiger Tiere an Bord wusste, wurde das Schiff nicht zurückgerufen, im Wissen, dass sie im Zielland abgewiesen werden würde. Für VIER PFOTEN zeigt dies das Totalversagen der spanischen Behörden und der EU.

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Bild von vier-pfoten.at

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Das Leben der jungen Bullen auf der Elbeik liegt momentan in den Händen der Veterinärmediziner. Im für sie wohl „besten“ Fall werden sie vor Ort getötet. Allerdings ist auch im Gespräch, ob die Tiere nochmal exportiert werden können.

„Dass sich die Frage überhaupt stellt, ob die Tiere doch noch in Drittländer verschifft werden können, um dort ohne Betäubung unter brutalsten Bedingungen geschlachtet zu werden, nachdem sie drei Monate Höllenqualen erleiden mussten, ist geradezu pervers. Es ist unerträglich, wie spät die spanischen Behörden die EU über die Situation informiert haben“

Martina Stephany, Direktorin für Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN und ebenfalls vor Ort.

Es darf keine Option sein, den Tieren den Weg in den Tod noch zu erschweren. Fühlende Lebewesen verdienen eine würdevolle Behandlung. Doch davon sind wir noch viele (See-)Meilen entfernt,“ sagt Stephany.

„Hafen der Hölle“: Was passiert mit den 1.610 Rindern der „Elbeik“?

https://www.vier-pfoten.at/unsere-geschichten/pressemitteilungen/hafen-der-hoelle-1610-rinder-elbeik

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VIER PFOTEN Stellungnahme zur Notschlachtung der 900 Rinder im spanischen Hafen Cartagena

8.3.2021

Nach einer monatelangen Schiffsreise werden 900 Rinder in Spanien notgeschlachtet. Stellungnahme von VIER PFOTEN Direktorin Eva Rosenberg:

„Wie hier mit den Tieren fast drei Monate lang umgegangen worden ist, ist ein Skandal! Halten wir uns vor Augen: Die Rinder waren monatelang eingepfercht zwischen den Körpern ihrer Artgenossen, bereits tief in ihren Exkrementen, ohne Möglichkeit, sich zu bewegen. Futter und Wasser sind immer wieder knapp geworden. Wir fordern eine gründliche Untersuchung des Falles seitens der EU und eine lückenlose Aufklärung darüber, wer aller die Verantwortung für diese schändliche Tierquälerei  trägt.“

„Die EU muss endlich ein Verbot von Tiertransporten via Schiff erlassen. Wie viele Katastrophen müssen noch passieren? Denn bereits in der Vergangenheit ist es immer wieder zu solchen Tragödien gekommen. Wir verlangen einen Stopp von Tiertransporten in EU-Drittstaaten: Weder wird geltendes Recht eingehalten noch hat die EU eine Kontrolle darüber, was mit den Tieren in Ländern passiert, deren Tierschutzstandards ohnehin viel niedriger sind.

Tiere sind keine Ware und dürfen auch nicht zum Spielball wirtschaftlicher Interessen werden. Werfen wir unsere moralischen Ansprüche und unsere Verantwortung für fühlende Lebewesen nicht einfach für den Profit über Bord. Es ist jetzt höchste Zeit zu handeln und dieser verstörenden Quälerei ein für alle Mal ein Ende zu machen.“

https://www.vier-pfoten.at/unsere-geschichten/pressemitteilungen/stellungnahme-notschlachtung-900-rinder-hafen-cartagena

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Die „Abfallkälbchen der europäischen Milchindustrie auf der 3-monatigen Irrfahrt durch die Hölle. So sahen sie aus. Menschheit ohne Ehr- und Schamgefühl, ohne Gnade, voller Gier und Egoismus. Ich schäme mich zur Spezies Mensch zu gehören.

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Hubert

Tiertransporte gnadenlos – Viehhandel ohne Grenzen – SWR Doku   Leave a comment

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Diese Tiertransporte sind schon die Hölle, vor allem auch auf Schiffen wie die völlig ungeeignete Karim Allah, die aus dem fernen Jahr 1965 stammt und von einer Autofähre in ungeeigneter Weise auf ein Tiertransportschiff umgebaut wurde. Es gibt steile Rampen, bei denen die Tiere mit Elektroschockern weitergetrieben werden. Es gibt x-Stellen bei denen sich die Tiere verletzen können. Sie werden auch sehr schlecht versorgt. In arabischen Ländern angelangt wird oft auch noch ein Volksfest daraus gemacht wie sie die Tiere auf grausame Weise umbringen. Die Kinder dürfen zuschauen, sie sollen wohl lernen, dass man mit Tieren kein Mitgefühl haben soll. Skandalös dass solche grausamen Dinge überhaupt möglich sind und die EU diese Tiertransporte zulässt.

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Tiertransporte gnadenlos – Viehhandel ohne Grenzen – SWR Doku

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Gruß Hubert

Die «Elbeik» fährt nach beinahe dreimonatiger Irrfahrt zurück in die EU   Leave a comment

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Von Vier Pfoten Schweiz

Tragödie auf See geht weiter: Die «Elbeik» fährt nach beinahe dreimonatiger Irrfahrt mit 1’776 Rindern an Bord ebenfalls zurück in die EU

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VIER PFOTEN Schweiz, © Jo-Anne McArthur

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VIER PFOTEN berichtete bereits am Sonntag über die Tötung der 895 Jungbullen der «Karim Allah»

(Zürich)(PPS) Doppelt so viele Rinder, die gleiche Tortur: Wie zuvor der Karim Allah verwehrt man auch dem Transportschiff Elbeik bereits seit beinahe drei Monaten die Entladung der Lebendfracht. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN spricht von einer weiteren Katastrophe, verursacht durch Lebendtiertransporte. Dieses Mal sind es 1776 Jungbullen, die angeblich mit der Blauzungenkrankheit infiziert seien. Bestätigt wurde das nicht, da bis dato keine medizinische Untersuchung ermöglicht wurde. Während man von einem Versagen der Behörden ausgehen kann, wird der Gesundheitszustand der Tiere aufgrund der extremen Belastung als sehr schlecht angenommen.

Doppelt so viele Rinder, die gleiche Tortur: Wie zuvor der Karim Allah verwehrt man auch dem Transportschiff Elbeik bereits seit beinahe drei Monaten die Entladung der Lebendfracht. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN spricht von einer weiteren Katastrophe, verursacht durch Lebendtiertransporte. Dieses Mal sind es 1’776 Jungbullen, die angeblich mit der Blauzungenkrankheit infiziert seien. Bestätigt wurde das nicht, da bis dato keine medizinische Untersuchung ermöglicht wurde. Während man von einem Versagen der Behörden ausgehen kann, wird der Gesundheitszustand der Tiere aufgrund der extremen Belastung als sehr schlecht angenommen.

Die 895 jungen Bullen der Karim Allah wurden am vergangenen Samstag in Cartagena von Bord gebracht und notgeschlachtet. 

«Das Schicksal der knapp 2’500 Rinder zeigt ein weiteres Mal, dass dringend Handlungsbedarf auf politischer Ebene besteht. Die beiden Schiffe stehen stellvertretend für ein krankes System, das verändert werden muss. Katastrophen wie diese können jederzeit geschehen. Auch in der Vergangenheit gab es unfassbare Unglücke bei Schiffstransporten, bei denen Tausende von Tieren qualvoll ums Leben kamen. Der einzige Weg solche Katastrophen zukünftig zu verhindern, ist ein klares Verbot von Schiffstransporten lebender Tiere», sagt Dr. Martina Stephany, Direktorin für Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN.

Seit knapp drei Monaten machen den 1’776 Jungbullen an Bord der Elbeik neben Wasser- und Futterknappheit auch die schlechte Belüftung unter Deck zu schaffen. Das unter togolesischer Flagge fahrende Transportschiff Elbeik ist Mitte Dezember des Vorjahres in der katalanischen Stadt Tarragona von Land gegangen und war auf dem Weg nach Libyen. Am Zielhafen angekommen, verwehrten die lokalen Behörden die Entladung der Tiere. Es wurde von den lokalen Behörden befürchtet, dass sich mit der Blauzungenkrankheit infizierte Tiere an Bord befänden, da sie aus einem Gebiet in Spanien stammten, in dem angeblich diese meldepflichtige Tierseuche ausgebrochen war. Die Blauzungenkrankheit verbreitet sich über Insektenstiche, ist aber nicht auf Menschen übertragbar.

Während die Elbeik ihren Kurs zuletzt auf Kalamata setzte, ist das Schicksal der über 850 Jungbullen der Karim Allah entschieden: Sie wurden am vergangenen Samstag notgeschlachtet. Ob wegen einer vermeintlichen Blauzungenkrankheit war bis zuletzt ungewiss, da die Hafenbehörde die Testergebnisse zurückhielt. Die Tiere waren laut spanischer Veterinäre aufgrund des monatelangen Transports zu geschwächt, um weitertransportiert zu werden. Geltendes EU-Recht besagt nämlich, dass bereits exportierte Lebendtiere nicht mehr in die EU (re-)importiert werden dürfen.

DIE TATSACHE, DASS DIE TIERE NIE BODEN IN EINEM DRITTLAND BETRETEN HABEN, WIRD DABEI JEDOCH AUSSER ACHT GELASSEN.

«Es ist für uns immer wieder unfassbar, wie mit fühlenden Lebewesen umgegangen wird. Lebendtiertransporte müssen ein Ende haben», so Stephany abschliessend.

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Die «Elbeik» fährt nach beinahe dreimonatiger Irrfahrt zurück in die EU

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Die Wahrheit über Tiertransporte

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Die Nachfrage nach Fleisch steigt. Mehr Tiere als jemals zuvor werden um die ganze Welt transportiert. Jeden Tag befinden sich Millionen Tiere weltweit im Transit. Die Europäische Union zählt zu den Hauptexporteuren. Das betrifft fast 1 Million Rinder. Es werden mehr als 2 Millionen Schafe aus der EU exportiert. Die Tiere werden mit LKWs und Schiffen transportiert. Der Export kann Tage, sogar Wochen dauern.

Veröffentlicht 10. März 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tiertransporte

Getaggt mit

Nach Monaten auf See: Rinder-Irrfahrt endet mit Schlachtung   1 comment

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Es ist eine Schande, dass man mit Tieren so umgeht, sie Monate auf einem noch dazu ungeeigneten Schiff umherkarrt.

ORF.at: Seit Wochen sind anhand der Irrfahrten zweier Frachtschiffe die Auswüchse internationaler Tiertransporte zu beobachten: Auf den Frachtern befinden sich insgesamt fast 2.600 Rinder, die nirgendwo an Land gelassen werden – und das seit Dezember. Nun sollen auf einem der Schiffe die Tiere getötet werden. Für einen Weitertransport sollen sie nicht mehr geeignet sein.

Glückliche Kühe auf der grünen Weide – allzu oft haben KonsumentInnen ein trügerisches Bild vom Vorleben ihrer fleischlichen Kost. Jedenfalls erging es etwa rund 2.600 Rindern, die von der EU aus ihre Reise Richtung Türkei antraten, in den vergangenen zweieinhalb Monaten ganz anders. Die „Elbeik“, ein Frachtschiff Baujahr 1967 unter der Flagge des Togo, und die „Karim Allah“ von 1965, unter libanesischer Flagge fahrend, verließen beide die spanische Küste am 18. Dezember. Das eine Schiff hat knapp 1.800 Tiere an Bord, das andere startete mit 895 Tieren. Doch niemand wollte die Schiffe landen lassen, weil auf beiden Schiffen die Blauzungenkrankheit vermutet wurde.

Während das Schicksal der Rinder auf der „Elbeik“ weiterhin ungewiß ist, dürfte sich das jener rund 900 männlichen Kälber auf der „Karim Allah“ entschieden haben. Nach ihrer monatelangen Odyssee, die sie vom spanischen Cartagena aus zum türkischen Hafen Iskenderun, Tripoli in Libyen, Augusta in Italien und schließlich wieder nach Spanien führte, sollen die etwa sieben Monate alten Bullen in Spanien getötet werden, berichtete Reuters.

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Schiffsrouten im Mittelmeer

Grafik: Map Resources/ORF.at; Quelle: myshiptracking.com

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Tierschützer empört

Die Tierärztin Maria Boada Sana von der Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation, sagte der Zeitung, es sei unwahrscheinlich, daß die Tiere nach so langer Zeit noch gesund seien, auch wenn sie nicht die Blauzungenkrankheit hätten. Auch sei die Tötung die bessere Alternative für die Tiere, als weitere Versuche, sie zu transportieren und zu verkaufen. „Normalerweise dauern solche Transporte eine Woche, und das bedeutet bereits, daß die Tiere in einem schlechten Zustand ankommen. Stellen Sie sich also zwei Monate vor.“ Die NGO Eurogroup for Animals forderte die Europäische Kommission auf, „eine gründliche Untersuchung dieser Tiertransporte einzuleiten“.

Vier Pfoten forderte ein Verbot von Schiffstransporten von Tieren in der EU und ein generelles Verbot von Tiertransporten in Drittländer. Die EU habe zu wenig Kontrolle darüber, was mit den Tieren in Ländern passiert, deren Tierschutzstandards viel niedriger seien.

„Es ist eine Tragödie und eine unglaubliche Schande, wie mit diesen Tieren umgegangen wird“, so Vier Pfoten in einer Aussendung. Tierschutz Austria nahm unter anderem den Fall zum Anlaß, eine „Strategie gegen die Explosion von Tierseuchen“ zu verlangen.

Lesen Sie den ganzen Bericht HIER

Siehe auch auf www.sueddeutsche.de: Fast 900 Rinder aus Spanien vegetieren wochenlang auf einem Transportschiff, das eigentlich nur für wenige Tage ausgelegt ist. Die Besatzung findet einfach keinen Hafen. Der Grund: Seuchenangst.

Und OTS der Tierärztekammer: Qualvolle Rindertransporte müssen endlich aufhören – die aktuell desaströse Situation ist inakzeptabel

Aus einem Newsletter von animal-spirit.at

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Tragödie auf dem Mittelmeer – Lebende Rinder seit zwei Monaten (!) auf Transportschiff eingepfercht   Leave a comment

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Unglaublich dass man solche Zustände zulässt! Eine Schande für die westliche Zivilisation und die EU! Wo leben wir denn eigentlich? Eine Konkurserklärung für jegliche Humanität und Ethik!

Seit zwei Monaten (!) pendelt das Schiff von einem Hafen zum anderen.

Aus mdr.de

Stand: 24. Februar 2021

Im weltweiten Handel mit Rindern nimmt Spanien eine Schlüsselstellung ein. Nur wenige Wochen alte Kälber aus der gesamten EU werden regelmäßig nach Katalonien gebracht, um dort gemästet zu werden. Anschließend werden sie als Jungbullen unter anderem in den Nahen Osten verbracht – per Schiff. Auf solchen Schiffen herrschen aktuell katastrophale Zustände für die Tiere. Tierschutzorganisationen schlagen Alarm.

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Blick auf das Tiertransportschiff „Karim Allah“. (Archiv) Bildrechte: Südwestrundfunk

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Zwei Tiertransportschiffe mit mehr als 2.500 Rindern an Bord liegen derzeit vor der Küste Zyperns fest bzw. kreuzen jetzt im westlichen Mittelmeer. Die Schiffe sind bereits wochenlang mit den Rindern unterwegs. Bei den Tieren handelt es sich um in Spanien gemästete Bullen, die in die Türkei bzw. nach Libyen verschifft werden sollten. Die Tiere sind an der Blauzungenkrankheit erkrankt und dürfen deshalb vorerst die Schiffe nicht verlassen, so die Anordnung der zuständigen Veterinärbehörden. Wie es mit den Bullen weitergehen soll, ist derzeit ungewiss. Inzwischen versucht die internationale Tierrechtsorganisation „Animal Welfare Foundation“ eine Abladung der Rinder zu erwirken.

Rinder im Laderaum eines Schiffes.

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Kranke Rinder seit zwei Monaten auf Transportschiff

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Seit Wochen fährt ein Transportschiff mit 900 Jungbullen an Bord, die eigentlich geschlachtet werden sollten, übers Mittelmeer. Die Kälber sind krank und das Schiff darf in keinem Hafen anlegen.

Rinder an Blauzungenkrankheit erkrankt

Die Reise des ersten Schiffs „Karim Allah“ begann am 18. Dezember im spanischen Hafen Cartagena. 895 Rinder waren dort aufgeladen worden und sollten nach Iskenderun in der Türkei gebracht werden. Doch dort ist das Schiff nie angekommen. Noch auf hoher See änderte es den Kurs und fuhr nach Recherchen des SWR und der „Animal Welfare Fundation“ in den Hafen von Tripolis in Libyen. Dort inspizierten Veterinäre das Schiff, begutachteten die Tiere und stellten schließlich fest, dass die Rinder an der Blauzungenkrankheit erkrankt waren. Die Krankheit ist auf den Menschen nicht übertragbar.

Kranke Rinder dürfen nicht abgeladen werden

Das Abladen der Tiere wurde verweigert und seither fährt das Schiff durch das östliche Mittelmeer auf der Suche nach einem Hafen, der die Rinder aufnimmt. Von Tripolis fuhr es zunächst weiter nach Bizerte in Tunesien, von dort nach Augusta (Sizilien) und lag bis Sonntagfrüh (21.02.) vor der Küste Sardiniens, vor dem Hafen von Cagliari. Die Hafenbehörden prüften den Fall. Doch als die Inspekteure am Sonntag zu dem vor der Küste liegenden Schiff zurückehren wollten, war es verschwunden. Dienstagabend (22.02.) tauchte es vor der Küste Spaniens erneut auf, wo es derzeit vor Anker liegt. Rund 100 Tiere, so ist aus Tierschutzkreisen zu erfahren, sollen an Bord des Schiffs bereits verendet sein.

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Auf Schiffen wie der „Karim Allah“ spielen sich Tragödien für die geladenen Rinder ab. (Archiv) Bildrechte: Südwestrundfunk

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Bei einem zweiten Schiff, der „Elbeik“, liegt der Fall ähnlich. Dieses Tiertransportschiff verließ den Hafen von Tarragona in Spanien am 10. Januar mit 1.776 Rindern an Bord in Richtung Tripoli (Libyen). Dort durfte es ebenfalls wegen der festgestellten Blauzungenkrankheit nicht entladen werden. Das Schiff fuhr am 25. Januar weiter zur italienischen Insel Lampedusa, dann nach Alexandria (Ägypten) und liegt nun mit den Tieren an Bord vor der zyprischen Küste. Auch hier entscheiden jetzt die Behörden, wie es weitergeht.

„Animal Welfare Foundation“ hinterfragt Transportmethoden

Aus Sicht der „Animal Welfare Foundation“ werfen die beiden Fälle ein Licht auf die generelle Fragwürdigkeit dieser Art der Tiertransporte. Die Rinder werden zunächst im Alter von zwei bis drei Wochen ihren Muttertieren weggenommen, dann häufig per LkW mehr als 20 Stunden aus Deutschland und anderen Ländern nach Nordspanien gebracht. Tierrechtsexperten halten bereits diese Art der Transporte für rechtswidrig, denn um diese genehmigt zu bekommen, verschleiern Spediteure in den Begleitpapieren die wahren Bestimmungsorte der Tiere. Der Grund: Es gibt für lange Kälbertransporte keine geeigneten Fahrzeuge. Die jungen Tiere können während der Fahrt nicht ausreichend versorgt werden. In Nordspanien werden die Tiere etwa ein dreiviertel Jahr lang gemästet und dann u.a. per Schiff in den Nahen Osten oder andere arabische Staaten transportiert. Endstation sind häufig arabische Schlachthöfe, in denen die Tiere auf brutale Weise betäubungslos geschächtet werden.

Miserable Zustände auf Transportschiffen

Eines der Transportschiffe ist die „Karim Allah“, die derzeit vor erneut vor der spanischen Küste vor Anker liegt und das regelmäßig Tiere auch aus Deutschland von Spanien in den Nahen Osten bringt. Die „Karim Allah“ wurde 1965 gebaut, war zunächst als Autofähre zugelassen und wurde später zum Tiertransportschiff umgebaut. 2016 hatten Aktivisten der Tierrechtsorganisation „Animal Welfare Foundation“ die Chance auf das Schiff zu kommen. Ihr Fazit nach der Besichtigung: „Es sollte eigentlich keine Zulassung haben für den Transport von Tieren. Es gibt überall Verletzungsgefahren. Die Rampen sind steil, das Design ist überhaupt nicht für Tiere gemacht. Wenn die Tiere ins Schiff laufen, müssen sie gleich steile Rampen runter. Es sind Stellen, wo die Tiere nicht weiter gehen, werden dann mit Elektrotreibern gepeinigt. Das Schiff hat ein Deck, da kann noch nicht mal eine Person aufrecht gehen, da werden regelmäßig Kälber geladen, das geht eigentlich gar nicht. Die Tiere könne auf diesem schmalen Deck gar nicht versorgt werden.“ Bildmaterial, das dem SWR vorliegt, zeigt, dass tote Tiere regelmäßig über Bord geworfen werden.

Untersuchungen der Europäischen Kommission bestätigen die Missstände. Bei mehreren Überprüfungen 2019 Jahr wurden gravierende Mängel auf diesem und anderen Schiffen festgestellt. Im Prüfbericht heißt es wörtlich: „…das Tränkesystem war defekt, die Futtertröge waren leer, die Rinder waren schwach und untergewichtig, sie waren verschmutzt mit Urin und Fäkalien, das Belüftungssystem hat in Teilbereichen nicht so funktioniert wie es sollte…“

Transport auf solchen Schiffen rechtswidrig

Auch Tierrechtsexperten wie der Mannheimer Strafrechtler Prof. Jens Bülte sehen diese Art der Tiertransporte auf dafür ungeeigneten Schiffen kritisch: „Es gibt für den Transport von Tieren mit Schiffen Extra-Vorgaben in der europäischen Tiertransportverordnung und wenn die Schiffe dem nicht entsprechen, dann ist der Transport mit einem solchen Schiff rechtswidrig.“

Vorwürfe gegen Kapitän der „Karim Allah“

Iris Baumgärtner von der „Animal Welfare Foundation“ erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kapitän der „Karim Allah“. Dieser habe trotz des Auftretens der Blauzungenkrankheit an Bord versucht, die Tiere zu verkaufen. Das Tierleid an Bord des Schiffes hätte er in Kauf genommen. Wie die spanischen Behörden jetzt mit dem Schiff und ihrer Ladung verfahren, ist noch ungewiss. Wahrscheinlich werden die kranken Tiere entladen und vor Ort notgetötet. Die „Animal Welfare Foundation“ fordert inzwischen, den Eignern beider Schiffe die Lizenz zu entziehen.

swr

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Tragödie auf dem Mittelmeer – Lebende Rinder seit zwei Monaten (!) auf Transportschiff eingepfercht

 

Lederindustrie   Leave a comment

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Von beasbevegan.ch

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Bild von beasbevegan.ch

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Der Grossteil der weltweit verabeiteten Tierhäuten stammt von Kühen, Kälber, Büffeln, Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen. Nebst dem Fleisch, ist das wichtigste wirtschaftliche Produkt der Schlachtäuser, die Haut der Tiere.
Milchkühe dienen ebenfalls als Lederlieferanten sowie ihre Kinder, deren Häute zu feinstem Kalbsleder verarbeitet werden.

Die meisten Tierhäute kommen aus Indien. Da Kühe in Indien als heilig gelten, glauben wir, dass man dort besonders schonungsvoll mit den Tieren umgeht. Leider ist dies überhaupt nicht der Fall. Bis zu 30 Tiere werden oft auf einem kleinen Lastwagen eng zusammengepfercht und über viele Kilometer hinweg transportiert. In einem weitweg abgelegenen Schlachthof werden sie brutal und ohne Betäubung mit einem Kehlenschnitt umgebracht. Schon auf der Fahrt dorthin erleiden die Tiere schwere Verletzungen, da sie auf den holprigen Strassen übereinanderfallen und sich gegenseitig mit den Hufen oder Hörner verletzen. Damit sie überhaupt auf den Transporter steigen, werden sie auf das Übelste maltretiert. Es wird ihnen Chili in die Augen gerieben, man schlägt sie mit Ketten und Stöcken oder steckt ihnen sogar letzteres in den Anus. Ein unvorstellbares Leid also, was diesen Tieren widerfährt.
Da die Arbeiter in den behelfsmässigen Schlachthöfen nicht genügend ausgebildet sind und unter hohem Stress stehen, sitzt der Kehlenschnitt oft nicht richtig und die Kühe werden zum Teil bei lebendigem Leib gehäutet.

Leder zu tragen, ist also mit grösstem Tierleid verbunden!
Es gibt heute so viele alternativ hochwertige Materialen, dass man leicht auf Leder verzichten kann!

Viele Billiglederprodukte stammen aus Bangladesh.

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Leona Lewis über Leder: Die Hölle auf Erden für Tiere und Kinder in Bangladesch / PETA

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Lederindustrie

 

 

Veröffentlicht 8. Dezember 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tiertransporte

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