Archiv für die Kategorie ‘Tiertransporte

Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben   Leave a comment

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Was diese Tiere an unsäglichen Schmerzen und Leiden mitmachen müssen ist die Hölle auf Erden. Es nützt auch nichts von Videos, die die Realität zeigen angewidert sein oder zu sagen ich kann mir das nicht ansehen. Nur kein Leder zu kaufen nützt den Tieren.

Von Peta.de

 

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Hohe Profite für Tierhäute

Fleischproduzenten witzeln, dass sie aus jedem Teil einer Kuh Geld machen, außer aus dem Muh. Nach dem Fleisch ist das wirtschaftlich wichtigste Produkt der Schlachthäuser die Haut der Tiere. [1] Selbst die Felle von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet, sobald die Tiere nicht mehr genug Milch geben. Die Häute ihrer Kinder werden in teures Kalbsleder verwandelt.

Der wirtschaftliche Erfolg der Schlachthäuser und der Milch- und Mastbetriebe steht in solch engem Zusammenhang mit dem Verkauf von Häuten für Lederwaren, dass der brasilianische Fleischproduzent JBS nicht nur das größte Schlachthausunternehmen, sondern mit dutzenden Gerbereien auf dem gesamten Globus zugleich der größte Lederproduzent der Welt ist.

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Für die Produktion von Leder werden Tiere teilweise um die halbe Welt gekarrt. – Bild von Peta.de

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Welche Tiere werden für Leder getötet? 

Ein Großteil der weltweit verarbeiteten Tierhäute stammt von Kühen, Büffeln und Kälbern. Leder wird aber auch aus der Haut von Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen hergestellt. Manche Tiere werden ausschließlich wegen ihrer schönen Häute gejagt und getötet.

Sogenannte Exoten, wie Alligatoren, Krokodile, Eidechsen und Schlangen, werden ihrer Häute und ihres Fleisches wegen sogar im großen Stil auf Farmen gezüchtet. Dem grausamen Ledergeschäft fallen auch Strauße, Zebras, Bisons, Wasserbüffel, Wildschweine, Kängurus, Elefanten, Aale, Haie, Delfine, Seehunde, Walrosse, Frösche und Schildkröten zum Opfer.

Bis heute wird über die Hälfte dieser Tiere für Schuhe aus Leder getötet, dicht gefolgt von Möbeln, Bekleidung und technischem Leder. Ein weiterer wichtiger Abnehmer der Häute ist die, die für die Innenausstattung von Autos vor allem auf Rinderleder zurückgreift.

Leiden für Leder

Um an die Häute zu kommen, erleiden die betroffenen Tiere oftmals alle Grausamkeiten der Tierhaltung: In überfüllten Ställen wird vielen Rindern und Schweinen jegliches natürliches Verhalten verwehrt. Zahlreiche Rinder erhalten schmerzhafte Brandzeichen, ihre Schwänze werden gestutzt, die Hörner gekürzt und weltweit werden sie ohne Betäubung kastriert.

Anschließend folgen der qualvolle Transport und die Schlachtung. Jedes Jahr werden allein in deutschen Schlachthöfen schätzungsweise 330.000 Kühe nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird.

Schlangen und Eidechsen werden für Schuhe, Handtaschen und Uhren aus Exotenleder oft lebendig gehäutet. Großen Schlangen wie Pythons wird ein Schlauch in den Mund eingeführt. Anschließend werden die Tiere mit Wasser vollgepumpt, damit sich die Haut löst.

Schlangen sind oft noch bei vollem Bewusstsein, wenn sie mit Haken oder Nägeln durch den Kopf an einen Baum geschlagen und ihnen die Haut vom Körper gezogen wird. Sie winden sich noch, wenn ihre gehäuteten Körper auf einen Haufen geworfen und zurückgelassen werden, bis sie schließlich an Schock oder Wassermangel sterben. Das kann bei Reptilien mehrere Tage dauern.

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Obwohl Krokodile Einzelgänger sind, werden sie auf Zuchtbetrieben oftmals mit zahlreichen Artgenossen zusammengepfercht. – Bild von Peta USA

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Wo wird Leder hergestellt?

Die weltweite Lederindustrie verarbeitet jedes Jahr die Häute von über 1,4 Milliarden Rindern, Ziegen und Schafen. Ein Großteil der Tiere wird in Billigproduktionsländern ohne greifende Tierschutzgesetze wie China, Indien, Brasilien oder Bangladesch getötet. Die Häute dieser Tiere werden anschließend auf der ganzen Welt verarbeitet und verkauft.

Besonders viele Häute stammen ursprünglich aus Indien. Da die Kuh dort als heilig gilt, glauben viele Menschen, dass die Rinder in Indien gut behandelt würden. PETA und ihre internationalen Partnerorganisationen konnten aufdecken, wie alte, kranke und verletzte Rinder eng zusammengepfercht auf Lastwagen gedrängt und zu weit entfernten Schlachthöfen transportiert wurden. Auf den holprigen Straßen fielen die Kühe auf den Ladeflächen der Laster übereinander und verletzen sich mit ihren spitzen Hörnern und Hufen. In den behelfsmäßigen Schlachthäusern angekommen, banden die Arbeiter den wehrlosen Tieren alle vier Füße zusammen und schnitten ihnen gewaltsam und ohne jegliche Betäubung die Kehle durch.  

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In den indischen Schlachtbetrieben herrschen unhygienische und gefährliche Bedingungen vor. – Bild von PETA / Karremann

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Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben

Was Sie über die Tiere in der Wollindustrie wissen sollten   Leave a comment

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Und wieder gibt es unvorstellbare Grausamkeiten an Tieren um an ihre Wolle zu kommen.

Von Peta.de – Auszug.

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Hört man den Begriff „Wolle“, dann denken die meisten von uns vermutlich an Schafe. Bei einer Milliarde Schafe, die auf unserem Planeten leben, ist das nicht wirklich verwunderlich. Obwohl ein Großteil dieser Tiere in Asien lebt, ist Australien mit 68 Millionen geschorener Schafe im Jahr (Saison 2019/2020) das größte Exportland für Wolle und produziert rund 25 Prozent der weltweit gehandelten Schafswolle. Weitere große Wollexporteure sind China und Neuseeland. Für ihr Fleisch und ihre Wolle werden Schafe auf der ganzen Welt massenhaft gezüchtet, wobei das Wesen des einstigen Wildschafes (Mufflon) zuchtbedingt massiv verändert und den menschlichen Zwecken angepasst wurde.

Neben Schafen wurden aber auch andere Tiere speziell für die Wollproduktion gezüchtet und werden von der Wollindustrie jedes Jahr millionenfach ausgebeutet, gequält und getötet: Ziegen für Kaschmir und Mohair, Kaninchen für Angorawolle und Alpakas für Alpakawolle. In diesem Artikel finden Sie Hintergrundinformationen über die Wollindustrie und zu Missständen rund um das Tierqualprodukt Wolle.

Folgenschwere Überzüchtung für Wolle

Um aus dem Fell von Schafen Wolle herzustellen, wurden die Haare der Tiere früher während des natürlichen Fellwechsels ausgezupft. Da der Mensch die Tiere jedoch noch besser „nutzbar“ machen wollte, züchtete er dem Wildschaf diesen Fellwechsel einfach weg. Nach der Erfindung des Schermessers wurde den Tieren zudem ein ständiges Vlieswachstum angezüchtet, um möglichst viel weiche Unterwolle nutzen zu können. Neben Schafen wurden auch Alpakas, Angoraziegen (Mohair) und das Angorakaninchen durch die nun notwendige Schur vom Menschen abhängig gemacht. Bei vorzeitigen Hitzewellen können die Tiere durch ihr unnatürlich starkes Haarwachstum an Hitzschlag sterben. Schert man zu früh, besteht die Gefahr, dass sie bei unerwarteten Kälteeinbrüchen erfrieren.

Ebenfalls angezüchtet ist der lange Schwanz vieler Schafrassen. Dies führt jedoch dazu, dass der Bereich rund um Schwanz und Anus schnell verschmutzt und sich Fliegenmaden in das umliegende Gewebe einnisten können. Anstatt die qualvolle Zucht einzustellen, wird Lämmern standardmäßig mit einem heißen Brenneisen der Schwanzwirbel abgetrennt. Vielfach wird auch ein sehr enges Gummiband angebracht, das die Blutzufuhr unterbricht, wodurch der abgestorbene Schwanzteil nach zwei bis drei Wochen abfällt. Beide Methoden sind äußerst schmerzhaft und führen dazu, dass die jungen Schafe immer wieder unruhig aufspringen und sprichwörtlich versuchen, ihren Schmerzen davonzulaufen.

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Viele Menschen haben beim Gedanken an Wolle saftig-grüne Wiesen und glückliche Schafe im Kopf. Doch die Realität sieht für die Tiere ganz anders aus. Bild: Peta.de

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Missstände auf Farmen der Wollindustrie

Die heutigen Schafherden bestehen gewöhnlich aus Tausenden von Tieren. Dadurch wird es unmöglich, den individuellen Bedürfnissen der Schafe nachzukommen oder Krankheiten wie Schmeißfliegenbefall, Fußfäule und Infektionen zu behandeln. Durch die mangelnde Pflege sind die Todesraten bei Schafen teilweise extrem hoch und betreffen in Australien bis zu 77 Prozent der neugeborenen Tiere innerhalb einer Herde. Etwa 15 Millionen Lämmer sterben dort jedes Jahr während der Geburt, an qualvollem Hunger oder erfrieren ungeschützt auf der Weide. Ein Grund dafür sind Überzüchtungen, die vor allem die Qualität des Felles im Auge haben und Mehrlingsgeburten mit erhöhten Todesraten fördern.

Zwar erfolgt die Haltung von Alpakas und Ziegen meist in kleineren Herden, aber auch hier kommt es regelmäßig zu hohen Todesraten, da die tierärztliche Versorgung in vielen Ländern mangelhaft und eine angemessene Unterbringung sowie Pflege der Tiere nicht gewährleistet ist. [6] Angorawolle kommt zu etwa 90 Prozent aus China. Dort leben die sozialen Angorakaninchen auf Farmen, wo sie in winzigen Einzelkäfigen, isoliert von ihren Artgenossen, gehalten werden. Alle drei Monate werden die Kaninchen aus ihren Käfigen gezerrt, um ihnen das Fell gewaltsam abzuschneiden oder aus der Haut zu reißen. Dabei erleiden sie nicht nur massive Verletzungen, viele Angorakaninchen sterben auch an Herzversagen.

Schmerzhafte Verstümmelungen für Wolle

Zudem müssen fast alle Tiere, mit denen die Wollindustrie Profite erwirtschaften will, schmerzhafte Standardprozeduren über sich ergehen lassen. Meist wird direkt nach der Geburt eine Ohrmarke angebracht, die mit einem Tacker durch die Haut der Tiere gestochen wird. Männliche Lämmer und Kitze werden zudem ohne Betäubung kastriert. Hierfür werden entweder Gummiringe um die Hodensäcke gelegt, um die Blutzufuhr abzutrennen, oder die Samenleiter sowie die angrenzenden Blutgefäße und Nervenstränge werden direkt mit einer Metallzange abgequetscht. Die Tiere laufen aufgrund der Schmerzen oftmals stark gekrümmt, verkriechen sich in Ecken oder können sich nicht ohne Leid bewegen. Kaum auf der Welt werden die Hornansätze von Schafen und Ziegen mit einem glühenden Eisen oder mittels einer ätzenden Chemikalienpaste entfernt.

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Mit Werkzeugen wie diesen werden Schafe standardmäßig verstümmelt. – Bild: Peta.de

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Die Qualen des Mulesing

Die in Australien meistverbreitete Schafrasse ist das Merinoschaf, eine speziell gezüchtete Rasse mit sehr feiner Wolle. Damit jedes einzelne Tier noch mehr Wolle erzeugen kann, wurde den Merinoschafen eine besonders faltige Haut angezüchtet. In diesen Hautfalten sammeln sich Urin und Feuchtigkeit an – vor allem am Hinterteil. Von der Feuchtigkeit angezogene Fliegen legen in den Hautfalten ihre Eier ab, deren ausgeschlüpfte Larven die Schafe bei lebendigem Leib auffressen. Um einen solchen „Fliegenmadenbefall“ zu verhindern, nehmen australische Farmer an den Jungtieren eine äußerst schmerzhafte Prozedur vor – das sogenannte Mulesing.

Mehr Infos zum Thema Museling

Beim Mulesing werden den Lämmern ohne Betäubung große Fleischstreifen von den Hinterbeinen und im Bereich des Schwanzes abgeschnitten. Dadurch soll eine glatte, vernarbte Fläche entstehen und der Fliegenbefall vermieden werden. Die Realität zeigt jedoch das genaue Gegenteil. Die offenen, blutigen Wunden der Schafe werden oft noch vor dem Abheilen von Fliegen befallen oder es bilden sich Infektionen. 2019 wurden noch immer 89 Prozent der australischen Schafe durch das Mulesing verstümmelt.

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Arbeiter schneiden den Lämmern tellergroße Fleischstücke aus dem Bereich rund um den Schwanz – oftmals ohne jegliche Schmerzmittel. – Bild: Peta.de

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Die Tortur der Schur

Auch bei der Schur kommt es häufig zu Verletzungen der Tiere. Arbeiter werden gewöhnlich nicht nach Stunden, sondern nach der Zahl geschorener Tiere bezahlt. Erfahrene Schafscherer fertigen bei hoher Geschwindigkeit bis zu 250 Tiere am Tag ab. Tiere wie Alpakas, Schafe, Ziegen oder Kaninchen, die für die Wollindustrie ausgebeutet werden, sind Fluchttiere und wehren sich mit aller Kraft gegen diese Prozedur. Damit die Scherer ihre Arbeit verrichten können, müssen die Tiere bewegungsunfähig gemacht werden. Diese Fixierung führt bei den Tieren jedoch zu enormem Stress und panischer Angst. Zudem verursacht das Scheren im Akkord immer wieder blutige Wunden.

Zahlreiche internationale Undercover-Recherchen von PETA deckten auf, dass Arbeiter Schurwunden einfach vor Ort mit Nadel und Faden vernähten, ohne den Tieren dabei Schmerzmittel zu verabreichen. Tiere wurden während der Schur geschlagen und verstümmelt. Verletzte und unprofitable Schafe wurden vor den Augen ihrer Artgenossen einfach erschossen und zerhackt. Nach einer Strafanzeige von PETA USA im Jahr 2016 wurden Scherer in Australien für derartige Misshandlungen erstmals von einem Gericht mit einer Geldstrafe und einem Tierhaltungsverbot verurteilt. [8, 9] Ähnliche schockierende Misshandlungen stellten PETA und ihre internationalen Partnerorganisationen auch bei der Produktion von Mohair, Kaschmir, Alpakawolle oder Angorawolle fest.

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Lebendexport und Schlachtung

Wenn die Wollproduktion von Alpakas, Ziegen oder Schafe nachlässt, werden auch die älteren Tiere mit etwa sechs Jahren im Schlachthaus getötet. Ihre natürliche Lebenserwartung hingegen liegt je nach Tierart zwischen 20 und 25 Jahren. Im Schlachthof erwartet die Fluchttiere eine kahle, fremde Umgebung, in der sie mitansehen müssen, wie ihre Artgenossen an den Vorderbeinen aufhängt werden und ihnen die Kehle durchgeschnitten wird. Bis zu 100.000 Schafe sind allein in Deutschland noch bei vollem Bewusstsein, während sie ausbluten, da die Betäubung per Elektroschock häufig fehlschlägt. Auch Alpakas, Ziegen oder Kaninchen werden oftmals ohne Betäubung getötet, indem ihnen vor ihren Artgenossen die Kehle aufgeschlitzt wird und sie langsam ausbluten.

Abermillionen Schafe und Ziegen werden jedoch nicht in einem nahegelegenen Schlachthaus getötet, sondern auf Schiffe verfrachtet und auf eine lange, beschwerliche Reise geschickt. Australien ist weltweiter Exportmeister im Lebendtransport von Schafen. Das Verladen und die anschließende Reise auf dem Schiff sind für die Tiere enorm stressig und verursachen Aggressionen und Angst. Dicht gedrängt werden bis zu 75.000 Schafe auf ein Schiff gesperrt. An Bord stehen die Tiere teils mehrere Wochen in ihren eigenen Fäkalien, sind Temperaturen von bis zu 40° Celsius ausgeliefert und bekommen ungewohnte Nahrung in Form von Pellets, die sie häufig ablehnen. Viele Tiere sterben unterwegs an den Folgen eines Hitzschlags oder erliegen Stress, Traumata und Erkrankungen.

Wer die Reise überlebt, endet fast immer in Afrika oder den Ländern des Mittleren Ostens wie Kuwait, Katar und Jordanien. Dort werden die Tiere unter Schlägen und Tritten verladen und zu Schlacht- oder Hinterhöfen gekarrt, wo ihnen ohne Betäubung und mit teils stumpfen Messern die Kehle aufgeschnitten wird. Dieser qualvolle Tod wäre in Australien oder Deutschland illegal und verletzt die Standards der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) über den Umgang, den Transport und das Schlachten von Tieren. Dennoch geht das lukrative Geschäft mit dem Lebendtransport weiter, und allein 2019 wurden 1,1 Millionen Schafe von Australien aus verschifft. Jeder Kauf eines Produkts aus australischer Wolle unterstützt dieses grauenvolle Ende der empfindsamen Lebewesen.

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Mehr als 1,1 Millionen Schafe werden jedes Jahr von Australien in die ganze Welt exportiert.

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Was Sie tun können

  • Erheben Sie Ihre Stimme für die Tiere: Bitte helfen Sie, noch mehr Menschen über das Leid der Tiere in der Wollindustrie zu informieren. Tragen Sie dazu bei, Unternehmen wie Allbirds dazu zu bewegen, Wolle und andere tierische Materialien auszulisten. Dank unserer Arbeit und dem Engagement zahlreicher Tierfreunde konnten bereits erste Erfolge erzielt werden.

  • Verwenden Sie Alternativen zu tierischer Wolle: Zum Glück müssen wir Menschen keine Wolle von Tieren tragen. Der Handel bietet heute eine Fülle an ausgezeichneten, tierleidfreien Alternativen zu Wolle an. Klassische Stoffe wie Baumwolle, Leinen, Sisal oder innovative Materialien wie atmungsaktives Lyocell (z.B. Tencel, Modal), pflegeleichtes Polyestervlies oder Sojaseide sind nur eine kleine Auswahl des breiten Angebots.

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Was Sie über die Tiere in der Wollindustrie wissen sollten

 

Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten.   Leave a comment

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Erschütternde Argumente und Fakten vom ehemaligen Vizepräsidenten der Citibank, Philip Wollen. Was mit Fleischessen alles zusammen hängt.

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Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten. DEUTSCHE VERSION

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Warum PETA bei Unfällen mit Tiertransportern Anzeige erstattet   Leave a comment

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Es gibt zu viele Unfälle bei Tiertransporten. Ursachen dafür sind unter anderem auch, das Fahrer unzureichende Sachkunde haben, Überladung, zu schnelles in die Kurve fahren usw. Viele Fahrer verhalten sich dabei grob fahrlässig.

Von Peta.de

2013 haben wir von PETA Deutschland damit begonnen, Unfälle mit Tiertransportern aufzugreifen und Strafanzeigen zu erstatten, wenn dabei Tiere gestorben sind.

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Die Intention hinter diesen Anzeigen

Eines ist klar: Schonende Tiertransporte gibt es nicht.  Wenn es zu Unfällen mit Transportern kommt, sterben Schweine, Rinder oder Hühner qualvoll und langsam. Ihre Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindsamen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte.

Tiertransporte werden ausschließlich unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien durchgeführt. Es wird kreuz und quer durch Deutschland oder Europa gefahren, nur um den kostengünstigsten Schlachtbetrieb zu erreichen. Dumpinglöhne in deutschen Schlachthöfen verstärken den Sog von Tiertransporten nach Deutschland.

Häufig kippen die Transporter um, weil die Fahrer zu schnell in Kurven fahren, in Sekundenschlaf verfallen oder die Transporter mit zu vielen Tieren überladen werden. Dieses unsägliche Verhalten, das zum Tod von hunderten oder gar tausenden Tieren führen kann, muss strafrechtlich verfolgt werden. Denn Tiere sollen endlich als das wahrgenommen werden, was sie sind: fühlende Lebewesen.

Erhebliche Mängel bei vielen Transporten

Bei einer Kontrolle von Tiertransportern durch Behörden in der Massentierhaltungsregion Oldenburg/Diepholz wurden 72 % der Transporte beanstandet. Häufigste Mängel: unzureichende Sachkunde bei den Fahrern, viel zu lange Zeiten ohne Wasserversorgung, Überladung, Unterschreitung der Mindeststellflächen.

Wir gehen daher von systematischen, vorsätzlichen Verstößen gegen die ohnehin laschen Auflagen in der Tierschutztransportverordnung aus. Für die Tiere bedeutet dies eine erhöhte Unfallgefahr und ein größeres Risiko, zusätzliche Schmerzen wie Knochenbrüche und Quetschungen zu erleiden sowie einen langsamen Tod zu sterben. Hier herrscht bedingter Vorsatz!

Beispiele für tödliche Vorfälle mit Tiertransportern

„Lenkzeitüberschreitung von ca. 4 Stunden“ stellte die Staatsanwaltschaft Kassel bei einem Fahrer fest, der einen Unfall verursachte, bei dem ein Großteil der 5.000 Hühner ums Leben kam.

Die „Überladung des Viehtransporters“ war neben einem Lenkfehler Ursache für einen weiteren Unfall, bei dem 27 Schweine qualvoll starben – eine Ordnungswidrigkeit, die mit 300 Euro Bußgeld geahndet wurde. Bei Überladungen ist die Statik eines LKWs gestört. Zusammen mit Unaufmerksamkeiten, wie etwa dem Übersehen eines Grabens, kommt es schnell zu einem Unfall. Diesen bezahlen – außer dem von den Versicherungen abgedeckten monetären Schaden – fast nur die Tiere mit schwersten Verletzungen, Schäden, Leid und ihrem Tod.

Eine Geldbuße von 1.000 Euro mussten Verantwortliche eines Tiertransports zahlen, bei dem 55 Ferkel ums Leben kamen, weil bei heißem Wetter nicht genügend Kühlung und Wasser zur Verfügung standen.

Und die Staatsanwaltschaft Trier spricht bei einem Transportunfall, bei dem 20 Kälber schwer verletzt und notgetötet werden mussten, von „bewusst fahrlässig“ – also keiner Straftat, sondern einer Ordnungswidrigkeit.

PETA fordert härtere Strafen für Tiertransportunternehmen

Die teils extremen Mängel sowie die besonderen Fahrlässigkeiten und Sorglosigkeiten bei Tiertransporten sollten zukünftig als bedingter Vorsatz gewertet und somit auch als Straftaten verfolgt werden. Mit den Strafanzeigen wollen wir von PETA Deutschland dem Problem entgegenwirken, dass Fahrer von Tiertransportern bislang nur mit Ordnungswidrigkeiten bestraft werden, was ein kalkulierbares Risiko für die Transportunternehmen darstellt. Das Transportgewerbe für Tiere handelt jedoch vielfach nicht „bewusst fahrlässig“, sondern bedingt vorsätzlich, in jedem Fall grob fahrlässig.

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Warum PETA bei Unfällen mit Tiertransportern Anzeige erstattet

Tierfabrik Deutschland – Von Billigfleisch und Wegwerfküken   Leave a comment

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Tierfabrik Deutschland – Von Billigfleisch und Wegwerfküken

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„Massentierhaltung ist beim Verbraucher verpönt. Bauern versprechen mehr Tierschutz im Stall. Doch Glücksschweine zu Discount-Preisen sind nicht zu produzieren. Seit Jahren streiten die Deutschen, was sich in der industriellen Nutztierhaltung ändern muss. 80 Prozent der Verbraucher wollen angeblich mehr zahlen für tierschutzgerechte Lebensmittel. Doch an Ladentheken ist billig König und das Leiden der Tiere kaum Thema.

59 Kilogramm Fleisch, dazu 218 Eier und rund 84 Liter Milch – das ist der Jahresverbrauch der Deutschen, vom Baby bis zum Greis. Jeder verspeist in seinem Leben vier Rinder, 46 Schweine und 945 Hühner. Eine ganze Menge und das so preiswert wie nie. Die Deutschen geben im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn ziemlich wenig für Lebensmittel aus, es sind gerade zehn Prozent des Pro-Kopf-Einkommens. Dafür fordern sie sehr lautstark mehr Tierschutz. Am besten: Schweine im Stroh, freilaufende Hühner mit Hahn auf dem Mist oder Mutterkühe auf der Weide mit niedlichen Kälbchen. Doch zwischen Verbraucherwunsch und landwirtschaftlicher Produktionsrealität liegen Welten.

Millionenfacher Mord an Eintagsküken

Seit der Industrialisierung der Eierproduktion werden Hühner entweder auf Legeleistung oder auf Fleischansatz gezüchtet. Die Folge: Männliche Küken der Legelinien werden direkt nach dem Schlupf getötet, millionenfach vergast. Seit Jahren ist das Problem ungelöst. Der Chef der weltweit größten Brüterei etwa setzt auf großtechnische Lösungen – die Erkennung des Geschlechts im Ei.

Ein anderer Geflügelhof wiederum zieht die männlichen Küken mit groß und vermarktet sie als Bruderhähne, aufwendig und mit mäßigem wirtschaftlichen Erfolg, dafür mit besserem Gewissen. Einige Züchter wollen zurück zu einer Hühnerzucht, wie sie früher üblich war, ohne dass die Hälfte der Tiere einfach in der Abfalltonne landet.

Billiges Schweinefleisch

Die Hochleistungszucht bei Sauen hat viele Auswirkungen. Die Tiere gebären mehr Ferkel als die Sauen Zitzen haben. Sie sind weitaus größer, breiter und schwerer als noch vor 20 Jahren. Die Folge: Es gehört auch zum Geschäft, dass überzählige Ferkel einfach an der Stallwand totgeschlagen werden. Sogenannte Kümmerlinge – schwache, kleine Ferkel – kann sich kaum ein Landwirt leisten, zu Zehntausenden landen sie in Kadavertonnen. Und die immer größeren Sauen müssen ihr halbes Leben in viel zu engen Kastenständen verbringen, eingepfercht hinter Gittern.

Frontal21 begleitet Schweinemäster bei der Arbeit, zeigt, in welchen ökonomischen Zwängen die Landwirte stecken und fragt, ob mehr Tierschutz möglich ist und was das kostet. Derzeit steht einer der größten Schweinezüchter Europas vor Gericht, aber eine Verurteilung fürchtet er nicht. Frontal21 deckt auf, wie die Agrarlobby es bis heute schafft, Tierschutzgesetze aufzuweichen und zu umgehen.

Schlachtung trächtiger Hochleistungsrinder

Eigentlich sollte die Geburt eines Kälbchens ein freudiges Ereignis sein. Doch wenn das Neugeborene ein männliches Tier, ein Stierkalb ist, haben manche Milchbauern ein Problem. Stierkälber geben keine Milch und sind für die Mast ungeeignet. Viehhändler zahlen mancherorts nur noch Ramschpreise. Lohnt da die Aufzucht noch? In Großbritannien und Neuseeland werden viele Stierkälber nach der Geburt erschossen. Droht in Deutschland Ähnliches?

Die Milchpreise sind im freien Fall und Bauern unter Druck. Dazu kommt: Jahrzehntelange Hochleistungszucht hat nicht nur die jährliche Milchleistung auf mehr als 10.000 Liter gesteigert, sie hat die Kühe auch anfälliger gemacht für Krankheiten. Sie landen immer schneller im Schlachthof – darunter häufig auch trächtige Rinder. Die Kälberembryonen sterben einen qualvollen Erstickungstod.

Frontal21 trifft Milchbauern, ist bei der Geburt eines Kälbchens dabei und beim Feilschen um den Wert des Tierlebens, redet mit Tierärzten über die Schlachtung trächtiger Rinder und befragt Politiker, warum Hochleistungszucht mit Todesfolge nicht längst verboten ist.“

Von DokuOnkel

Tiertransporte Eine Qual – mit amtlicher Genehmigung   Leave a comment

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Diese Tiertransporte kann man nur verbrecherisch nennen. Auch die Schlachtpraxis, die oft ohne Betäubung durchgeführt wird. Unvostellbar welche Schmerzen diese Tiere erleben. Es ist ein Totalversagen der Behörden.

Von tagesschau.de

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Bild von tagesschau.de

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Tiertransporte über lange Strecken und unter quälenden Bedingungen – die sollte es längst nicht mehr geben. Doch nach rbb-Recherchen genehmigten mehrere Veterinärämter solche Fahrten, Tierschützer erstatten Anzeige.

Von Kaveh Kooroshy, Stefanie Groth und Claudia Schön, RBB

Ausgemergelte Tiere, die tagelang in beengten Viehtransportern stehen und vor Durst brüllen. Vieh, das auf brutale Weise ohne Betäubung geschlachtet wird. Solche Verhältnisse prangern Tierschützer schon seit Jahren an.

Die EU hat reagiert und Schutzregeln erlassen. Und die deutschen Veterinärämter halten sich daran. Einige wenige allerdings gibt es, die trotz aller Kritik an den Transportbedingungen nach wie vor regelmäßig Exporte genehmigen – und die wegen ihrer Laissez-faire-Haltung ihre Landkreise zu Viehexport-Drehscheiben gemacht haben.

Erstmalig konnte ein Rechercheteam vom RBB und dem ARD-Mittagsmagazin einen Datensatz auswerten, der zeigt, welche Landkreise das sind. Die Recherchen belegen auch: Exporteure nutzen diese Schlupflöcher und bringen Rinder gezielt dorthin.

Tierquälerische Begleitumstände wahrscheinlich

Neun der rund 400 Landkreise und Städte bundesweit waren für rund 97 Prozent aller Exporte in sogenannte „Tierschutz-Hochrisiko-Staaten“ verantwortlich. In dreizehn dieser Länder wurden im Zeitraum von Januar 2019 bis Februar 2020 aus den Landkreisen insgesamt 33.440 Rinder verbracht.

Bei den Zielländern handelt es sich um Ägypten, Algerien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Libanon, Libyen, Marokko, Türkei, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan. In diesen Ländern und auf den Routen dahin drohen den Tieren regelmäßig Verstöße gegen das Tierwohl, so Experten.

In der Fachzeitschrift des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT) heißt es, dass „die Wahrscheinlichkeit, dass dorthin transportierte Tiere unter tierquälerischen Begleitumständen geschlachtet werden“, hoch sei. Zudem fehle es auf den Transportrouten in diese Länder in aller Regel an Versorgungsstationen, die den Anforderungen der Europäischen Union entsprechen. Diese sind aber zwingend notwendig, damit die Tiere bei den Fahrten entsprechend versorgt werden können.

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Tiertransporter im Stau – für die Tiere bedeutet das oftmals eine lange Zeit in Enge und Hitze. Bild: Animal Welfare Foundation e.V.

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Export-Drehscheiben in fünf Bundesländern

Bei den Landkreisen, die nach wie vor exportieren, handelt es sich um die beiden niedersächsischen Landkreise Aurich und Emsland, Oberspreewald-Lausitz, Teltow-Fläming und Prignitz in Brandenburg, Steinfurt und Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfahlen, Görlitz in Sachsen und Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.

Den Vorwurf, Tiertransporte genehmigt zu haben, auf denen das Tierwohl beim Transport absehbar gefährdet gewesen sei, wiesen alle Landkreise, die auf die Recherche-Anfrage antworteten, zurück. Alle abgefertigten Exporte seien vorab gründlich geprüft worden und hätten aufgrund der gemachten Angaben genehmigt werden müssen.

Zu den notwendigen Angaben gehörten insbesondere die zeitlichen Vorgaben zur Transportroute, die vorgesehenen Versorgungsstationen, die Wettervorhersagen und das Vorweisen eines Zuganges zum GPS-System eines jeden Fahrzeuges zur gleichzeitigen beziehngsweise nachträglichen Verifizierung der gefahrenen Strecke. Insbesondere die GPS-Standorte würden auch während des Transports abgeglichen und Verstöße im Nachhinein konsequent geahndet.

Brisant ist, dass Tiere auch aus jenen Bundesländern über diese Landkreise verbracht werden, die explizit Exporte in die Tierschutz-Hochrisiko-Staaten ablehnen. So hatten Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen 2019 jeweils einen Erlass in Kraft gesetzt, der die Anforderungen an Genehmigungen in diese Länder derart erhöht, dass sie de facto aus den drei Bundesländern nicht mehr möglich sind.

Unterwanderung von Tierschutzstandards

Eine Umfrage des Rechercheteams vom RBB und dem ARD-Mittagsmagazin unter allen Veterinärämtern der drei Bundesländer hat ergeben, dass zwei Drittel dieser Veterinärämter bereits Exporte über ein anderes Bundesland in einen Nicht-EU-Staat registriert haben. An der Umfrage hatten sich 77 Veterinärämter beteiligt – 51 bestätigten die kritische Exportpraxis. Insgesamt waren es 6106 Rinder, die über einen innerdeutschen Umweg in ein Nicht-EU-Land gelangten.

Die Zahlen im Einzelnen

Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein definieren 17 Risikostaaten, bei denen von Verstößen gegen das Tierwohl ausgegangen werden muss und in die Rindertransporte deshalb grundsätzlich nicht genehmigungsfähig sind: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan. Nach Syrien, Armenien, Tadschikistan und Kirgisien gab es im untersuchten Zeitraum von Januar 2019 bis Februar 2020 keine Exporte.

In die nordafrikanische Risikostaaten Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien haben insgesamt elf Landkreise 16.731 Tiere exportiert. Die Top-Vier Landkreise Emsland, Aurich, Steinfurt, Rhein-Sieg-Kreis sind dabei für rund 90 Prozent aller Exporte (14.994 Rinder) in diese Länder verantwortlich.

In die zentralasiatischen Risikostaaten Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan sind 10.315 Rinder exportiert worden. Rund 80 Prozent gehen dabei von drei Brandenburger Landkreisen Prignitz, Teltow-Fläming, Oberspreewald-Lausitz aus.

In die Risikostaaten im Nahen und mittleren Osten – Irak, Iran, Libanon und die Türkei – sind 7309 Rinder exportiert worden. Rund 50 Prozent (2270) aus drei Brandenburger Landkreisen: Oberspreewald-Lausitz, Prignitz, Teltow-Fläming. 30 Prozent (2212) kommen aus dem Landkreis Prignitz. Gast 20 Prozent stammen aus Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.

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Tiertransporte Eine Qual – mit amtlicher Genehmigung

Schluss mit den brutalen Kälbertransporten!   Leave a comment

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Ich kann der Menschheit im Umgang mit Tieren nur zurufen: schämt euch! schämt euch! schämt euch! Bei dem monatelangen Umherkurven im Mittelmehr von den Schiffen Karim Allah und Elbeik fehlen einem die Worte. Unbeschreiblich wie diese jungen Bullen gequält wurden. Der Mensch verliert so jede Würde. Er hat kein Ehrgefühl, kein Schamgefühl, keinen Anstand und ist bar jeder Ethik. Er ist die räuberischte und grausamste Spezies auf diesem Planeten. Es wäre am besten, wenn die Menschheit sich so wenig wie möglich vermehren würde, im Idealfall überhaupt nicht. Damit könnte das übrige Leben auf diesem Planeten aufatmen und in Frieden leben.

Von vier-pfoten.at

Cartagena – VIER PFOTEN ist seit einigen Tagen in Cartagena und konnte gestern Abend vor Ort mitverfolgen, wie 1.610 junge Rinder auf der „Elbeik“ nach dreimonatiger Tortur durchs Mittelmeer endlich ankamen. Die spanischen Behörden hatten den für Tiertransporte größten Hafen der EU für die Rückkehr ausgewählt. Obwohl Spanien bereits einige Tage nach Ablegen des Schiffes im Dezember letzten Jahres von der Blauzungenkrankheit einiger Tiere an Bord wusste, wurde das Schiff nicht zurückgerufen, im Wissen, dass sie im Zielland abgewiesen werden würde. Für VIER PFOTEN zeigt dies das Totalversagen der spanischen Behörden und der EU.

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Bild von vier-pfoten.at

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Das Leben der jungen Bullen auf der Elbeik liegt momentan in den Händen der Veterinärmediziner. Im für sie wohl „besten“ Fall werden sie vor Ort getötet. Allerdings ist auch im Gespräch, ob die Tiere nochmal exportiert werden können.

„Dass sich die Frage überhaupt stellt, ob die Tiere doch noch in Drittländer verschifft werden können, um dort ohne Betäubung unter brutalsten Bedingungen geschlachtet zu werden, nachdem sie drei Monate Höllenqualen erleiden mussten, ist geradezu pervers. Es ist unerträglich, wie spät die spanischen Behörden die EU über die Situation informiert haben“

Martina Stephany, Direktorin für Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN und ebenfalls vor Ort.

Es darf keine Option sein, den Tieren den Weg in den Tod noch zu erschweren. Fühlende Lebewesen verdienen eine würdevolle Behandlung. Doch davon sind wir noch viele (See-)Meilen entfernt,“ sagt Stephany.

„Hafen der Hölle“: Was passiert mit den 1.610 Rindern der „Elbeik“?

https://www.vier-pfoten.at/unsere-geschichten/pressemitteilungen/hafen-der-hoelle-1610-rinder-elbeik

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VIER PFOTEN Stellungnahme zur Notschlachtung der 900 Rinder im spanischen Hafen Cartagena

8.3.2021

Nach einer monatelangen Schiffsreise werden 900 Rinder in Spanien notgeschlachtet. Stellungnahme von VIER PFOTEN Direktorin Eva Rosenberg:

„Wie hier mit den Tieren fast drei Monate lang umgegangen worden ist, ist ein Skandal! Halten wir uns vor Augen: Die Rinder waren monatelang eingepfercht zwischen den Körpern ihrer Artgenossen, bereits tief in ihren Exkrementen, ohne Möglichkeit, sich zu bewegen. Futter und Wasser sind immer wieder knapp geworden. Wir fordern eine gründliche Untersuchung des Falles seitens der EU und eine lückenlose Aufklärung darüber, wer aller die Verantwortung für diese schändliche Tierquälerei  trägt.“

„Die EU muss endlich ein Verbot von Tiertransporten via Schiff erlassen. Wie viele Katastrophen müssen noch passieren? Denn bereits in der Vergangenheit ist es immer wieder zu solchen Tragödien gekommen. Wir verlangen einen Stopp von Tiertransporten in EU-Drittstaaten: Weder wird geltendes Recht eingehalten noch hat die EU eine Kontrolle darüber, was mit den Tieren in Ländern passiert, deren Tierschutzstandards ohnehin viel niedriger sind.

Tiere sind keine Ware und dürfen auch nicht zum Spielball wirtschaftlicher Interessen werden. Werfen wir unsere moralischen Ansprüche und unsere Verantwortung für fühlende Lebewesen nicht einfach für den Profit über Bord. Es ist jetzt höchste Zeit zu handeln und dieser verstörenden Quälerei ein für alle Mal ein Ende zu machen.“

https://www.vier-pfoten.at/unsere-geschichten/pressemitteilungen/stellungnahme-notschlachtung-900-rinder-hafen-cartagena

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Die „Abfallkälbchen der europäischen Milchindustrie auf der 3-monatigen Irrfahrt durch die Hölle. So sahen sie aus. Menschheit ohne Ehr- und Schamgefühl, ohne Gnade, voller Gier und Egoismus. Ich schäme mich zur Spezies Mensch zu gehören.

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Hubert

Tiertransporte gnadenlos – Viehhandel ohne Grenzen – SWR Doku   Leave a comment

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Diese Tiertransporte sind schon die Hölle, vor allem auch auf Schiffen wie die völlig ungeeignete Karim Allah, die aus dem fernen Jahr 1965 stammt und von einer Autofähre in ungeeigneter Weise auf ein Tiertransportschiff umgebaut wurde. Es gibt steile Rampen, bei denen die Tiere mit Elektroschockern weitergetrieben werden. Es gibt x-Stellen bei denen sich die Tiere verletzen können. Sie werden auch sehr schlecht versorgt. In arabischen Ländern angelangt wird oft auch noch ein Volksfest daraus gemacht wie sie die Tiere auf grausame Weise umbringen. Die Kinder dürfen zuschauen, sie sollen wohl lernen, dass man mit Tieren kein Mitgefühl haben soll. Skandalös dass solche grausamen Dinge überhaupt möglich sind und die EU diese Tiertransporte zulässt.

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Tiertransporte gnadenlos – Viehhandel ohne Grenzen – SWR Doku

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Gruß Hubert

Die «Elbeik» fährt nach beinahe dreimonatiger Irrfahrt zurück in die EU   Leave a comment

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Von Vier Pfoten Schweiz

Tragödie auf See geht weiter: Die «Elbeik» fährt nach beinahe dreimonatiger Irrfahrt mit 1’776 Rindern an Bord ebenfalls zurück in die EU

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VIER PFOTEN Schweiz, © Jo-Anne McArthur

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VIER PFOTEN berichtete bereits am Sonntag über die Tötung der 895 Jungbullen der «Karim Allah»

(Zürich)(PPS) Doppelt so viele Rinder, die gleiche Tortur: Wie zuvor der Karim Allah verwehrt man auch dem Transportschiff Elbeik bereits seit beinahe drei Monaten die Entladung der Lebendfracht. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN spricht von einer weiteren Katastrophe, verursacht durch Lebendtiertransporte. Dieses Mal sind es 1776 Jungbullen, die angeblich mit der Blauzungenkrankheit infiziert seien. Bestätigt wurde das nicht, da bis dato keine medizinische Untersuchung ermöglicht wurde. Während man von einem Versagen der Behörden ausgehen kann, wird der Gesundheitszustand der Tiere aufgrund der extremen Belastung als sehr schlecht angenommen.

Doppelt so viele Rinder, die gleiche Tortur: Wie zuvor der Karim Allah verwehrt man auch dem Transportschiff Elbeik bereits seit beinahe drei Monaten die Entladung der Lebendfracht. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN spricht von einer weiteren Katastrophe, verursacht durch Lebendtiertransporte. Dieses Mal sind es 1’776 Jungbullen, die angeblich mit der Blauzungenkrankheit infiziert seien. Bestätigt wurde das nicht, da bis dato keine medizinische Untersuchung ermöglicht wurde. Während man von einem Versagen der Behörden ausgehen kann, wird der Gesundheitszustand der Tiere aufgrund der extremen Belastung als sehr schlecht angenommen.

Die 895 jungen Bullen der Karim Allah wurden am vergangenen Samstag in Cartagena von Bord gebracht und notgeschlachtet. 

«Das Schicksal der knapp 2’500 Rinder zeigt ein weiteres Mal, dass dringend Handlungsbedarf auf politischer Ebene besteht. Die beiden Schiffe stehen stellvertretend für ein krankes System, das verändert werden muss. Katastrophen wie diese können jederzeit geschehen. Auch in der Vergangenheit gab es unfassbare Unglücke bei Schiffstransporten, bei denen Tausende von Tieren qualvoll ums Leben kamen. Der einzige Weg solche Katastrophen zukünftig zu verhindern, ist ein klares Verbot von Schiffstransporten lebender Tiere», sagt Dr. Martina Stephany, Direktorin für Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN.

Seit knapp drei Monaten machen den 1’776 Jungbullen an Bord der Elbeik neben Wasser- und Futterknappheit auch die schlechte Belüftung unter Deck zu schaffen. Das unter togolesischer Flagge fahrende Transportschiff Elbeik ist Mitte Dezember des Vorjahres in der katalanischen Stadt Tarragona von Land gegangen und war auf dem Weg nach Libyen. Am Zielhafen angekommen, verwehrten die lokalen Behörden die Entladung der Tiere. Es wurde von den lokalen Behörden befürchtet, dass sich mit der Blauzungenkrankheit infizierte Tiere an Bord befänden, da sie aus einem Gebiet in Spanien stammten, in dem angeblich diese meldepflichtige Tierseuche ausgebrochen war. Die Blauzungenkrankheit verbreitet sich über Insektenstiche, ist aber nicht auf Menschen übertragbar.

Während die Elbeik ihren Kurs zuletzt auf Kalamata setzte, ist das Schicksal der über 850 Jungbullen der Karim Allah entschieden: Sie wurden am vergangenen Samstag notgeschlachtet. Ob wegen einer vermeintlichen Blauzungenkrankheit war bis zuletzt ungewiss, da die Hafenbehörde die Testergebnisse zurückhielt. Die Tiere waren laut spanischer Veterinäre aufgrund des monatelangen Transports zu geschwächt, um weitertransportiert zu werden. Geltendes EU-Recht besagt nämlich, dass bereits exportierte Lebendtiere nicht mehr in die EU (re-)importiert werden dürfen.

DIE TATSACHE, DASS DIE TIERE NIE BODEN IN EINEM DRITTLAND BETRETEN HABEN, WIRD DABEI JEDOCH AUSSER ACHT GELASSEN.

«Es ist für uns immer wieder unfassbar, wie mit fühlenden Lebewesen umgegangen wird. Lebendtiertransporte müssen ein Ende haben», so Stephany abschliessend.

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Die «Elbeik» fährt nach beinahe dreimonatiger Irrfahrt zurück in die EU

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Die Wahrheit über Tiertransporte

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Die Nachfrage nach Fleisch steigt. Mehr Tiere als jemals zuvor werden um die ganze Welt transportiert. Jeden Tag befinden sich Millionen Tiere weltweit im Transit. Die Europäische Union zählt zu den Hauptexporteuren. Das betrifft fast 1 Million Rinder. Es werden mehr als 2 Millionen Schafe aus der EU exportiert. Die Tiere werden mit LKWs und Schiffen transportiert. Der Export kann Tage, sogar Wochen dauern.

Veröffentlicht 10. März 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tiertransporte

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Nach Monaten auf See: Rinder-Irrfahrt endet mit Schlachtung   1 comment

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Es ist eine Schande, dass man mit Tieren so umgeht, sie Monate auf einem noch dazu ungeeigneten Schiff umherkarrt.

ORF.at: Seit Wochen sind anhand der Irrfahrten zweier Frachtschiffe die Auswüchse internationaler Tiertransporte zu beobachten: Auf den Frachtern befinden sich insgesamt fast 2.600 Rinder, die nirgendwo an Land gelassen werden – und das seit Dezember. Nun sollen auf einem der Schiffe die Tiere getötet werden. Für einen Weitertransport sollen sie nicht mehr geeignet sein.

Glückliche Kühe auf der grünen Weide – allzu oft haben KonsumentInnen ein trügerisches Bild vom Vorleben ihrer fleischlichen Kost. Jedenfalls erging es etwa rund 2.600 Rindern, die von der EU aus ihre Reise Richtung Türkei antraten, in den vergangenen zweieinhalb Monaten ganz anders. Die „Elbeik“, ein Frachtschiff Baujahr 1967 unter der Flagge des Togo, und die „Karim Allah“ von 1965, unter libanesischer Flagge fahrend, verließen beide die spanische Küste am 18. Dezember. Das eine Schiff hat knapp 1.800 Tiere an Bord, das andere startete mit 895 Tieren. Doch niemand wollte die Schiffe landen lassen, weil auf beiden Schiffen die Blauzungenkrankheit vermutet wurde.

Während das Schicksal der Rinder auf der „Elbeik“ weiterhin ungewiß ist, dürfte sich das jener rund 900 männlichen Kälber auf der „Karim Allah“ entschieden haben. Nach ihrer monatelangen Odyssee, die sie vom spanischen Cartagena aus zum türkischen Hafen Iskenderun, Tripoli in Libyen, Augusta in Italien und schließlich wieder nach Spanien führte, sollen die etwa sieben Monate alten Bullen in Spanien getötet werden, berichtete Reuters.

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Schiffsrouten im Mittelmeer

Grafik: Map Resources/ORF.at; Quelle: myshiptracking.com

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Tierschützer empört

Die Tierärztin Maria Boada Sana von der Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation, sagte der Zeitung, es sei unwahrscheinlich, daß die Tiere nach so langer Zeit noch gesund seien, auch wenn sie nicht die Blauzungenkrankheit hätten. Auch sei die Tötung die bessere Alternative für die Tiere, als weitere Versuche, sie zu transportieren und zu verkaufen. „Normalerweise dauern solche Transporte eine Woche, und das bedeutet bereits, daß die Tiere in einem schlechten Zustand ankommen. Stellen Sie sich also zwei Monate vor.“ Die NGO Eurogroup for Animals forderte die Europäische Kommission auf, „eine gründliche Untersuchung dieser Tiertransporte einzuleiten“.

Vier Pfoten forderte ein Verbot von Schiffstransporten von Tieren in der EU und ein generelles Verbot von Tiertransporten in Drittländer. Die EU habe zu wenig Kontrolle darüber, was mit den Tieren in Ländern passiert, deren Tierschutzstandards viel niedriger seien.

„Es ist eine Tragödie und eine unglaubliche Schande, wie mit diesen Tieren umgegangen wird“, so Vier Pfoten in einer Aussendung. Tierschutz Austria nahm unter anderem den Fall zum Anlaß, eine „Strategie gegen die Explosion von Tierseuchen“ zu verlangen.

Lesen Sie den ganzen Bericht HIER

Siehe auch auf www.sueddeutsche.de: Fast 900 Rinder aus Spanien vegetieren wochenlang auf einem Transportschiff, das eigentlich nur für wenige Tage ausgelegt ist. Die Besatzung findet einfach keinen Hafen. Der Grund: Seuchenangst.

Und OTS der Tierärztekammer: Qualvolle Rindertransporte müssen endlich aufhören – die aktuell desaströse Situation ist inakzeptabel

Aus einem Newsletter von animal-spirit.at

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