Archiv für die Kategorie ‘Jagd abschaffen!

Appenzeller Dödel-Jäger zelebrieren „Nacht des Fuchses“   Leave a comment

.

Von wildbeimwild.com

In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar fand im Rahmen der Tierquälerei die sogenannte «Nacht des Fuchses» statt, wie der Hegering Appenzeller Mittelland mitteilt.

Dreizehn Hobby-Jäger versuchten in dieser Nacht Beute zu machen. Am frühen Samstagmorgen kamen sie in Teufen zusammen. Im leichten Schneegestöber wurden die neun erlegten Füchse ausgelegt.

.

.

In der Schweiz findet in verschiedenen Kantonen bis tief in den Winter hinein (Ende Februar) die sogenannte Passjagd statt. Bei diesen hinterlistigen Jagdformen werden Füchse, Dachse, Marder usw. auch in der winterlichen Notzeit mit Futter (Katzen- und Hundefutter, Jagdabfällen, Innereien usw.) angelockt, vertraut gemacht und getäuscht, nur um sie sinnlos und zum Spass töten zu können.

Wildtiere hinterlassen oftmals einen gut sichtbaren Weg den sogenannten Pass. Davon rührt auch der Ausdruck Passjagd her, in der Wildtierkiller das Tier auf seinem Wildwechsel abpassen. Dabei verstecken sich Hobby-Jäger um verschiedene Wildtiere an den von Hobby-Jägern präparierten Futterstellen (Luderplatz) zu erschiessen (wenn dann der Räuber kommt).

Aus Schlafzimmern, Maiensäss, Passhüttchen ausgestattet mit einem Tarnfensterchen wird geschossen. Egal, ob es der gesunde Vaterfuchs oder sogar möglicherweise die werdende Mutter ist.

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse und Dachse handelt es sich jedoch meist lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys oder barbarischen Tradition. Die Tiere dienen den Hobby-Jägern als lebendige Zielscheibe, denn es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung gesunder Beutegreifer.

Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung und Bestandserfassung. Die Jagd auf Füchse gleicht einer Kurzschlussökologie für ungenügend ausgebildete Hobby-Jäger.

[…]
Insbesondere bei den Hobby-Jägern ist es überaus elementar, dass man ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten, Jägerlatein und Fake-News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze!

Kommentar:

Singh Ursula Antworten

Es kann einem nur noch übel werden, in einer solch perversen Gesellschaft zu leben, die diese abartigen Sadisten toleriert.

.

Appenzeller Dödel-Jäger zelebrieren „Nacht des Fuchses“

 

Hobby-Jäger töten 20 Yellowstone-Wölfe, die den Park verlassen haben   Leave a comment

.

Diese verdammten Jäger…!!!

Auszug.

Zwanzig der berühmten grauen Wölfe des Yellowstone-Nationalparks verliessen den Park und wurden in den letzten Monaten von Jägern erschossen.

.

 

.

Dass sind die meisten, die in einer einzigen Saison durch die Jagd getötet wurden, seit die Beutegreifer vor mehr als 25 Jahren wieder in der Region angesiedelt wurden, so die Parkverwaltung.

Fünfzehn Wölfe wurden erschossen, nachdem sie über die Nordgrenze des Parks nach Montana gewandert waren, so die Zahlen. Fünf weitere starben in Idaho und Wyoming.

Die Parkverwaltung erklärte, dass die Todesfälle „einen bedeutenden Rückschlag für das langfristige Überleben der Art und für die Wolfsforschung“ darstellen.

Ein Rudel – das Phantom Lake Rudel – gilt nun als „eliminiert“, nachdem die meisten oder alle seine Mitglieder innerhalb von zwei Monaten ab Oktober getötet wurden, so der Park.

Es verbleiben schätzungsweise 94 Wölfe im Yellowstone. Da die Jagdsaison in Montana noch einige Monate andauert und die Wolfsfangsaison gerade erst begonnen hat, rechnen die Parkbeamten damit, dass noch mehr Wölfe sterben werden, nachdem sie aus Yellowstone, wo die Jagd verboten ist, abgewandert sind.

Der Leiter des Parks, Cam Sholly, äusserte erstmals im vergangenen September seine Besorgnis über das Sterben von Wölfen in der Nähe der Parkgrenze. Kürzlich forderte er den Republikaner Greg Gianforte aus Montana auf, die Jagd und den Fallenfang in dem Gebiet für den Rest der Saison einzustellen.

Sholly zitierte in einem Brief an Gianforte vom 16. Dezember die außerordentliche Anzahl der in dieser Jagdsaison bereits getöteten Yellowstone-Wölfe.

Gianforte, ein begeisterter Jäger und Fallensteller, ging in einem Antwortschreiben an Sholly vom Mittwoch nicht direkt auf die Forderung nach einem Jagdstopp ein.

„Sobald ein Wolf den Park verlässt und in den Staat Montana eindringt, kann er gemäss den von der (staatlichen Wildtier-) Kommission nach dem Gesetz von Montana erlassenen Vorschriften gejagt werden“, schrieb Gianforte.

Gianforte hatte im vergangenen Jahr eine Verwarnung von einem Wildhüter aus Montana erhalten, nachdem er einen mit einem Funksender versehenen Wolf etwa 16 Kilometer nördlich des Parks gefangen und geschossen hatte, ohne an einem staatlich vorgeschriebenen Kurs zur Ausbildung von Fallenstellern teilzunehmen.

In seiner Antwort an Sholly erklärte der Gouverneur, Montana schütze sich vor Überjagung durch Regeln, die von der Wildtierkommission erlassen werden, die die Jagdsaison überprüfen kann, wenn die Fangmengen eine bestimmte Grenze überschreiten.

Für den Südwesten Montanas, einschliesslich der an den Park angrenzenden Gebiete, liegt diese Grenze bei 82 Wölfen. Nach Angaben von Montana Fish, Wildlife and Parks wurden in dieser Region in dieser Saison bisher vierundsechzig von insgesamt 150 Wölfen im ganzen Land getötet.

Der jüngste Wolfsabschuss an der Grenze zwischen Montana und Yellowstone erfolgte am Neujahrstag.

Die Wolfsjagd in diesem Gebiet wurde am 21. Dezember eröffnet. Nach den neuen Vorschriften können Hobby-Jäger in Montana Wölfe mit Ködern wie Fleisch anlocken, um sie zu töten, und Fallensteller können jetzt zusätzlich zu Tellereisen auch Schlingen verwenden. (Anmerkung: höchst ekelhaft!!!)

Die Erlaubnis zum Fallenstellen und vor allem zum Auslegen von Ködern ist ein grosses Problem, vor allem, wenn diese Taktiken Wölfe aus dem Park locken„, sagte der Sprecher von Yellowstone, Morgan Warthin.

Auf Drängen der republikanischen Gesetzgeber haben die Wildschutzbehörden von Montana im vergangenen Jahr die Jagd- und Fangvorschriften für Wölfe landesweit gelockert. Ausserdem wurden die seit langem geltenden Quoten für Wölfe in den an den Park angrenzenden Gebieten aufgehoben. Die Quoten, um deren Wiedereinführung Sholly Gianforte gebeten hatte, erlaubten es, jährlich nur wenige Wölfe entlang der Grenze zu töten.

Die ursprünglichen Quoten waren dazu gedacht, Rudel zu schützen, die Touristen aus aller Welt nach Yellowstone locken, um einen Wolf in freier Wildbahn zu sehen.

Die Bemühungen Montanas, das Töten von Wölfen zu erleichtern, spiegeln die jüngsten Massnahmen von Republikanern und Konservativen in anderen Bundesstaaten wie Idaho und Wisconsin wider. Die Änderungen erfolgten, nachdem sich Hobby-Jäger und Viehzüchter erfolgreich für eine Reduzierung der Wolfspopulationen eingesetzt hatten, die Grosswildherden und gelegentlich auch Nutztiere jagen.

Hier weiterlesen:

Hobby-Jäger töten 20 Yellowstone-Wölfe, die den Park verlassen haben

Treibjagd & Drückjagd   Leave a comment

.

Diese verdammten, grausamen Jäger… das sind Psychopathen!!

Von Peta.de

Treib- und Drückjagden gehören zu den sogenannten Gesellschaftsjagden. Die Jagdarten sind zwar legal, bedeuten für Wildtiere jedoch unermessliches Tierleid. Auch verursachen Treibjagden und Drückjagden gefährliche Wild- und Jagdunfälle und sorgen für sogenannte „Wildschäden“. Immer wieder flüchten Tiere vov der Jagdmethode auf Straßen und sogar in Wohngebiete und verletzten sich und andere schwer.

Hier finden Sie alle Informationen und Gründe, die gegen die grausamen und kontraproduktiven Treib- und Drückjagden sprechen.

Was versteht man unter Drückjagd?

Als Drückjagd wird eine Unterart der Bewegungsjagd bezeichnet, bei der Jäger:innen Wildtiere wie Rehe und Wildschweine an einen bestimmten Ort treiben, wo vorab positionierte Jäger:innen die Tiere dann erschießen. Oft nehmen etliche Personen mit unterschiedlichen Funktionen an dieser grausamen Jagdart teil, auch eigens trainierte „Jagdhunde“ werden dafür benutzt.

 

Bild von Peta.de

.

Ziel der Drückjagd ist es, möglichst viele Tiere zu töten. Dafür scheuchen „Treiber:innen“ Hirsche, Rehe und Wildschweine mit Hunden aus deren Unterschlüpfen wie beispielsweise Brombeerbüschen, Schilfgürteln etc. auf und drängen bzw. „drücken“ sie in eine vorher festgelegte Richtung. An einem ausgemachten Punkt vor dem Wald oder bei der Treibjagd auch vor einem Feld warten weitere Jäger:innen mit Schusswaffen, um etliche der panisch flüchtenden Tiere zu töten. In Jägerkreisen wird diese Jagdart als „schonend“ bezeichnet – davon kann jedoch nicht die Rede sein.

Wann beginnt die Drückjagd?

Drückjagden finden hauptsächlich im Spätherbst/Winter zwischen Oktober und Januar statt und beginnen meist früh morgens. An einer Drückjagd nehmen in der Regel bis zu ein paar Dutzend Personen plus Hunde teil. Bei großen Jagden, die über mehrere Bezirke verlaufen, können es mehrere Hundert Personen werden, die Jagd auf Wildschweine, Rehe und andere Wildtiere wie Füchse machen.

 

Sandro und Bianka Pelli / http://www.schonzeit-fuer-fuechse.de – Bild von Peta.de

 

Drückjagden gehören zu den sogenannten Intervalljagd-Konzepten. Dabei wird vorgegeben, es sei besser, Wildtiere nur zu bestimmten Zeitpunkten und nicht das ganze Jahr über zu jagen. Für Wildtiere sei es „natürlicher“, wenn sie nur an zwei Tagen in Todesangst versetzt werden würden anstatt das gesamte Jahr über.

Was ist der Unterschied zwischen einer Treibjagd und einer Drückjagd?

Bei der Drückjagd handelt es sich genau genommen um eine Treibjagd. Stoßen Fußgänger:innen im Wald bei einem Spaziergang beispielsweise auf ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht Treibjagd“, zeigt das an, dass an dieser Stelle eine Bewegungsjagd stattfindet. Dabei versetzen sogenannte Treiber:innen oft unter dem Einsatz von abgerichteten Hunden Wildschweine, Rehe und Co. in Panik, also in „Bewegung“. Angetrieben von ihrer Todesangst rennen die Tiere dann in die vorgegebene Richtung und werden hinterrücks von wartenden Jäger:innen getötet.

 

tote wildschweine© http://www.abschaffung-der-jagd.de – Bild von Peta.de

 

Der Unterschied zwischen Treibjagd und Drückjagd besteht darin, dass die Drückjagd in Waldgebieten stattfindet. Hierbei schießen Jäger:innen mit Kugeln auf Rehe, Hirsche und Wildschweine, um diese zu töten. Treibjagden finden meist auf Feldern statt. Dabei nutzen Jäger:innen Schrotgewehre, um vorrangig Hasen, Rebhühner und Fasane zu töten. Das Makabre: Oft züchten die Jäger:innen die Fasane selbst und lassen sie dann frei, um sie zur eigenen Belustigung in Panik zu versetzen und abzuschießen.

.

Bild von Peta.de

.

3 Gründe, warum die Drückjagd Tierquälerei ist

Für die betroffenen Wildtiere bedeuten die Treib- und Drückjagd massive Tierquälerei, Stress und Todesangst. Aus diesen Gründen ist eine Drückjagd letztlich Tierquälerei.

1. Viele angeschossene Tiere flüchten und sterben qualvoll

Nur wenige Jäger:innen treffen beim ersten Schuss auf die um ihr Leben rennenden Tiere. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz sterben bei Drückjagden bis zu zwei Drittel der Wildtiere nicht sofort. Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten die Tiere, leiden oft tagelang unter den Verletzungen und sterben qualvoll, wenn sie bei der sogenannten Nachsuche nicht gefunden werden.

2. Der Bambi-Effekt: Rotwildkälber werden zu Waisen gemacht

Untersuchungen ergaben, dass vermutlich rund ein Drittel der getöteten Rothirschkühe nach einem Jagdtag ein lebendes und entsprechend verwaistes Kalb hinterlassen. Damit verstoßen viele Jäger:innen bei Drückjagden gegen den Muttertierschutz. Nach diesem ist es verboten, Hirscheltern abzuschießen, die von ihnen abhängige Kälber haben.

Kälber, die weniger als ein Jahr alt sind und deren Elterntiere beispielsweise getötet werden, werden aus dem Rudel ausgestoßen, können sich nicht selbst ernähren und von selbst keinen sicheren Unterschlupf finden. Ohne ihre Mütter haben Rothirschkinder kaum Überlebenschancen.

3. „Wildschäden“: Geschwächte Wildtiere kämpfen ums Überleben

Dadurch, dass die Jagdart in der kalten Jahreszeit stattfindet, vermindern sich die Überlebenschancen für Wildtiere, die sich zu dieser Zeit in einer Art natürlichem Energiesparmodus befinden. Zudem können Drückjagden die sogenannten „Wildschäden“ fördern. Denn durch das Aufscheuchen im Winter werden die überlebenden Rehe in den Wald gedrängt und versuchen, sich die fehlenden Kalorien durch die Flucht durch Knabbern an Baumrinden zurückzuholen.

Hier weiterlesen:

Treibjagd & Drückjagd

Veröffentlicht 3. Januar 2022 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger

Getaggt mit ,

Schweiz: Schluss mit der Fuchsjagd   Leave a comment

.

Aus wildbeimwild.com

Um die erbarmungslose Verfolgung eines unserer interessantesten Beutegreifer (Vertreter der Familie der Hunde) zu rechtfertigen, behauptet man kurzerhand, die Fuchsjagd auf der Niederjagd in der Schweiz sei notwendig, weil die Fuchsbestände ansonsten überhandnähmen – eine längst überholte Ansicht!

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse und Dachse handelt es sich jedoch meist lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für diese Wildtiere gibt es keine rechtliche Abschussplanung. Die Tiere dienen den Hobby-Jägern als lebendige Zielscheibe, denn es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung gesunder Beutegreifer.

Demnach ist jede Fuchsjagd ein klarer Verstoss gegen das Tierschutzgesetz, weil es am vernünftigen Grund mangelt. Es gibt seit mehr als 30 Jahren mindestens 18 wildbiologische Studien, die beweisen: Fuchsjagd reguliert nicht und taugt auch zur Seuchenbekämpfung nichts. Im Gegenteil!

Praktisch das ganze Jahr über wird den Füchsen mittels Treibjagd, Passjagd, Baujagd, usw. nachgestellt. Wir fordern daher mit dieser Kampagne die schweizerischen PolitikerInnen auf, das völlig sinnlose Töten dieser wunderbaren Geschöpfe, das einzig der Lustbefriedigung der Hobby-Jäger dient, schnellstmöglich zu verbieten. Luxemburg oder der Kanton Genf hat aufgezeigt, dass es keinerlei stichhaltige Argumente für dieses Abschlachten gibt und dass sich eine Regierung, welcher Natur- und Tierschutz wichtig sind, keinesfalls den Forderungen irgendwelcher militanten Jagdlobbyisten unterwerfen darf!

Wildtiere haben auch Gefühle und Emotionen. Sie können leiden, trauern und Freude empfinden. Sie leben wie wir Menschen in Familienverbänden und Sozialstrukturen, welche Hobby-Jäger meist zum Spass terrorisieren und schänden.

Da loben wir uns den Kanton Genf mit einem professionellen Wildtiermanagement ohne Hobby-Jäger, aber mit integren Wildhütern. Am Genfersee gibt es Rebberge und andere Kulturen, wie in der Restschweiz auch. Offenbar haben sie dort aber menschliche und ethische Ansätze im Umgang mit Wildtieren und intelligente Massnahmen, um Kulturen zu schützen. Es werden in Genf keine Füchse, Marder oder Dachse reguliert, nur weil Jagdzeit ist. Dies zeigt sich auch in der eidgenössischen Jagdstatistik. Dafür finden praktische Vergrämungsmassnahmen und sinnvolle Aufklärung und Hilfestellungen sowie Weiterbildung in der Bevölkerung mit den Wildhütern statt. Sicherheit, Tierschutz und Ethik sind die Devise.

Fakten statt Jägerlatein

Es gibt seit mehr als 30 Jahren mindestens 18 wildbiologische Studien, die beweisen: Die Fuchsjagd reguliert nicht und taugt auch zur Seuchenbekämpfung nichts. Im Gegenteil!

“Auch ohne Jagd habe es nicht plötzlich zu viele Füchse, Hasen oder Vögel. Die Erfahrung zeige, die Natur könne man sich selber überlassen. Rein pragmatisch gesehen ist die Niederjagd nicht notwendig.”

 Heinrich Haller, Ex-Nationalparkdirektor Graubünden und Wildbiologe

Viele Fallbeispiele wie Nationalpärke, Luxemburg oder zum Beispiel der Kanton Genf haben aufgezeigt, dass es keinerlei stichhaltige Argumente für diese Massaker gibt. Frei werdender Lebensraum wird von diesen Tieren umgehend wieder besetzt. Wissenschaftlich gut belegt ist, dass der Fuchsbestand sich weitestgehend unabhängig von jagdlichen Beeinflussungsversuchen entwickelt, weil die Bejagung im Gegenteil die Fortpflanzungsraten erst in die Höhe schnellen lässt.

Schweiz: Schluss mit der Fuchsjagd

Fuchsbestände werden über ein komplexes Sozialsystem reguliert. Füchse leben in Familienverbänden, in denen nur die ranghöchste Füchsin Nachwuchs bekommt (wie bei den Wildschweinen die Leitbache). Geburtenbeschränkung statt Massenelend, kommentierte der Biologe Erik Zimen dieses Phänomen. Greift der Mensch jedoch mit Falle und Flinte in die Fuchspopulation ein, werden diese Familiengemeinschaften zerstört. Infolge dessen sind nahezu alle Füchsinnen paarungsbereit, zudem steigt die Zahl der Welpen pro Wurf stark an.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass selbst bei einem Abschuss von drei Vierteln eines Bestands im nächsten Jahr wieder die gleiche Zahl an Füchsen da sind. Je stärker sie bejagt werden, desto mehr Nachwuchs gibt es – eine wie auch immer geartete „Regulation“ von diesen Beständen ist weder nötig, noch ist sie mit jägerischen Mitteln überhaupt möglich.

Englische Forscher um den Biologen Stephen Harris konnten aufzeigen, dass selbst ein 150-faches Nahrungsüberangebot die Fuchsdichte nicht weiter wachsen lässt. England ist ein interessantes Forschungsgebiet, da es eine Insel ist.

.

Hobby-Jäger sind Tierquäler

.

Genfs Wildtiere leben auch gut ohne Hobby-Jäger und die Fuchspopulation ist seit Jahrzehnten stabil. Gleiches gilt für den Nationalpark im Engadin, Berchtesgaden, Bayerischer Wald oder Grossreviere in ganz Europa und Dünengebieten in Nordholland. Luxemburg wird allgemein gelobt für den Entschluss der Fuchsschonung. Mit dem Jagdverbot des Fuchses kann Luxemburg auf internationaler Ebene glaubwürdig für eine moderne Auffassung der Jagd punkten und trägt sicher auch zum Nation-Branding von Luxemburg und einem glaubwürdigen Tierschutz bei.

Die Fuchsjagd ist ökologisch, ökonomisch und epidemiologisch sinnlos – ja sogar kontraproduktiv! – und sollte daher im Sinne von Mensch, Natur und Tierwelt sowie aus der Sicht von Ethik, Moral und Tierschutz verboten werden. Mit blindem Aktionismus und Gewalt aus dem Hobby-Jäger-Milieu ist niemandem geholfen.

Immer wieder kommt es bei der Fuchsjagd auch zu fatalen Verwechslungen. So wurde im Februar 2018 erneut von einem Hobby-Jäger, der nichts Besseres mit sich anfangen zu weiss, als nach Feierabend zum Entspannen Füchse zu jagen, eine geschützte Tierart (Wolf) erschossen.

Hier weiterlesen:

Schweiz: Schluss mit der Fuchsjagd

Veröffentlicht 17. Dezember 2021 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger

Getaggt mit

Wie eine Jagdzeitung öffentlich auf die Waidgerechtigkeit pfeift   Leave a comment

.

Die Deutschen Jagdzeitung (DJZ) ruft eine tierschutzwidrige, unethische und vor allem ökologisch fragwürdige „bundesweite Fuchsjagdwoche“ aus.

Hierbei wird die Jägerschaft sogar mit Medaillen für bestimmte Errungenschaften gelockt und belohnt. Unter anderem heisst es: „Verpassen Sie also nicht die Chance, der erste Hegemeister dieses unter Umständen irgendwann als Traditions-Veranstaltung bekannten Events zu sein!“. Ausserdem „wird der grösste Fuchsschädel gesucht“. Die Einsendung des grössten Fuchsschädels gewinnt „einen individuell angefertigten Fuchsmuff“ mit von eigens erbeuteten Fuchsbälgen.

Die Umstände und Gründe, unter denen der Fuchs gejagt werden soll, sind aus wildbiologischer, ökologischer, rechtlicher, ethischer und sogar jagdlicher Sicht hochgradig am Ziel vorbeigeschossen. Die Jagd auf Füchse in Deutschland lässt sich weder rechtfertigen, noch ist sie durch eine solche Aktion vertretbar.

Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V. (DJGT e. V.) hat im Januar dieses Jahres eine 51-seitige Arbeit mit dem Titel „Die Fuchsjagd im Jahr 2021 – Zeugnis eines überholten Jagdverständnisses“ veröffentlicht, die die „[…] Unvereinbarkeit mit dem verfassungsrechtlich verankerten Staatsziel Tierschutz […]“ mit Bezug zum hiesigen Fuchs offenlegt.

Im Artikel der Zeitung wird geschrieben, dass die Redaktion noch höhere Abschusszahlen als den bisherigen Jagdsaisondurchschnitt von 400’000 – 500’000 Individuen des Mesoprädatoren begrüsst und die Aktion „bundesweite Fuchsjagdwoche“ zu diesem Ziel verhelfen soll. Unklar bleibt, wie dies mit den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit, die u.a. auch eine Ausprägung des vernünftigen Grundes im Sinne des Tierschutzgesetzes darstellen, vereinbar sein soll. Hierzu heisst es in der Ausarbeitung des DJGT e. V. dass das Wort „Waidgerechtigkeit“ ein „unbestimmter Rechtsbegriff“ sei, dessen Ermessensspielraum vollständig gerichtlich prüfbar sei.

Die Bürgerinitiative Pro Fuchs Deutschland e.V. hat diverse Ausarbeitungen zum Rotfuchs veröffentlicht und zeigt wissenschaftlich fundiert durch diverse Studien von Wissenschaftler*innen auf, dass die Jagd auf den Fuchs in Deutschland überflüssig ist. Die bisher bundesweit fast ganzjährige Jagd auf die stark sozialaktive Tierart gehört auch in der Bundesrepublik durch gesetzliche Änderungen beendet. Die Jagd auf den Rotfuchs ist weder für die Populationsregulierung noch für den Schutz der Bodenbrüter sowie Niederwild von tragfähiger Relevanz.

Diverse Zoonosen wie Borreliose und Leptospirose werden durch das Raubtier sogar in ihrer Verbreitung eingedämmt. Als bestes Beispiel geht hierbei unser Nachbarland Luxemburg voran. Dort wird der Nahrungsopportunist seit 2015 nicht mehr bejagt und durch gesetzliche Regelungen geschont.

Erneut zeigt sich die völlige Gleichgültigkeit der Jägerschaft gegenüber einer tatsächlich natürlichen Selektion unserer Wildbestände. Die Fuchsjagd wird von Jäger*innen als relevant für den Natur-& und Artenschutz angesehen. Die Bejagung des in Europa am weitesten verbreiteten Wildhund ist aus ökologischer, wildbiologischer sowie natur- & artenschutzrechtlicher Sicht weder nötig noch produktiv.

Der Wildtierschutzverband – Dachverband für Wildtierschutz appelliert an die Vernunft aller Jägerinnen und Jäger solch einer der Natur gegenüber respektlosen und tierschutzwidrigen Auslobung nicht Folge zu leisten. Auch wenn Sie die Jagd in Deutschland auf den Fuchs für zwingend notwendig erachten, so nehmen Sie klar Abstand von solch widerwärtigen Gewinnspielen, bei denen das Leid vieler einzelner Tiere durch den erhöhten Jagddruck bereits vorprogrammiert ist.

Der Wildtierschutzverband wird rechtliche Schritte gegen die Zeitschrift prüfen und in Erwägung ziehen.

Für die ca. 400’000 Hobbyjäger*innen, die ihre mannigfachen Eingriffe in die Natur und Wildwelt primär als Freizeitspass verstehen ist in einem hochkomplexen, sensiblen Gesamtökosystem aus Wald und Wild, das es auch im Überlebensinteresse des Menschen zu achten, zu beschützen und wiederzubeleben gilt, kein Platz. Die Jagd auf zahlreiche Wildtierarten ist bereits nach heute geltender Rechtslage mangels „vernünftigen Grunds“ im Sinne von § 17 Nr. 1 Tierschutzgesetz rechtswidrig.

.

Wie eine Jagdzeitung öffentlich auf die Waidgerechtigkeit pfeift

In Luxemburg funktioniert die Natur auch ohne Fuchsjagd   1 comment

.

Ich habe auf Jäger sowieso eine Wut. Wie grausam sie aber mit Füchsen umgehen ist unbeschreiblich und spottet auch jeder Beschreibung.

Von wildtierschutz-deutschland.de/

In Luxemburg ist der Fuchs seit 2015 keine jagdbare Art mehr. Zu Beginn des Fuchsjagdverbots wurde der inzwischen verstorbene Staatssekretär Camille Gira (Die Grünen /Dei Greng), der sich maßgeblich für das Verbot der Fuchsjagd eingesetzt hat, auch durch Wildtierschutz Deutschland mit einer Petition unterstützt. Im April geht das Jagdverbot in Luxemburg in das fünfte Jagdjahr.

Ausufernde Fuchsbestände, die Übertragung von Wildkrankheiten – nichts von dem, was der örtliche Jagdverband FSHCL prophezeit hat, ist eingetreten. Auch nicht die Befürchtungen deutscher Jagdlobby-Organisationen, das Fuchsjagdverbot würde mit einem Anstieg der Zahl der Füchse im benachbarten Rheinland-Pfalz einhergehen.

Seit 2015 wurden im gleich großen Saarland etwa 12.000 Rotfüchse erschossen. Unter dem Strich gibt es sowohl in Luxemburg, als auch im Saarland heute so viele Füchse wie vor vier Jahren. Der Unterschied zu Luxemburg ist, dass dieses Ergebnis im Saarland mit erheblicher Tierquälerei einhergegangen ist. Wie etliche wissenschaftliche Forschungsarbeiten belegen, kann selbst durch sehr intensive jagdliche Maßnahmen die Zahl der Füchse mittelfristig nicht reduziert werden. Die Tiere bekommen mehr Nachwuchs und leer geschossene Fuchsreviere finden durch Zuwanderung schnell neue Revierinhaber.

.

Bild von wildtierschutz-deutschland.de

.

Füchse gehören zu den nützlichsten Landsäugetieren. Während der Rotfuchs in Luxemburg seit inzwischen vier Jahren geschont wird, werden im gleich großen Saarland Jahr für Jahr etwa 3.000 dieser schönen Tiere erschossen. Der Bestand ändert sich deshalb aber nicht. Bild: Timo Litters

.

Natur- und Forstverwaltung im Großherzogtum Luxemburg haben keine Probleme durch das Fuchsjagdverbot festgestellt; es gibt keine Indizien für eine Zunahme der Fuchspopulation, und die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm hat sich seit dem Jagdverbot verringert. War sie erst im Jahr 2014 bei anhaltender Bejagung auf 39,7% gestiegen, so lag sie 2017 nur noch bei 24,6%. Es gibt ganz offenkundig keine stichhaltigen Argumente, die für die Fuchsjagd und somit für ein Ende des Fuchsjagdverbots sprechen. Das hatte in Luxemburg seinerzeit auch schon das Verwaltungsgericht bestätigt, indem es das Ansinnen des FSHCL, das Jagdverbot zu kippen, abwies.

Die Grünen (Dei Greng) hatten – ebenso wie Claude Turmes, Staatssekretär für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, persönlich – bereits vor den Wahlen im Oktober 2018 angekündigt, ohne Wenn und Aber am Fuchsjagdverbot festzuhalten und sich für eine Verlängerung einzusetzen, denn: Die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die bisherigen Erfahrungen in Luxemburg sprächen klar für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbots.

.

In Luxemburg funktioniert die Natur auch ohne Fuchsjagd

 

Modell für Europa: Luxemburg sechs Jahre ohne Fuchsjagd   Leave a comment

.

Analog zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sollte es auch einen solchen für Tierrechte geben. Da wird man aber wohl noch seeeeeeehr lange warten müssen. Die Grausamkeiten gegen Füchse durch die verdammten Jäger sind unerträglich.

Von wildtierschutz-deutschland.de

Petition unterzeichnen

Hören – Jagdlobbyisten argumentieren immer gerne mit dem Fehlen natürlicher Feinde, wenn es um den jagdlichen Eingriff in Wildtierpopulationen geht. Zumindest bei Füchsen und anderen Beutegreifern in unseren Breiten ist das ein Fehlsch(l)uss.

Seit 2015 ist in Luxemburg die Fuchsjagd verboten. Die Horrorszenarien, die seitens des lokalen Jagdverbands FSHCL, aber auch von den deutschen Kollegen seinerzeit projiziert wurden, sind nicht ansatzweise eingetreten: Umweltministerin Carole Dieschbourg bestätigte erst im vergangenen Jahr auf eine parlamentarische Anfrage der Opposition hin, dass es nach Jahren keine Indizien für eine Zunahme der Population der Füchse in Luxemburg gebe. Kontrollen und Zählungen mit Wildkameras würden eher auf einen stabilen, gleichbleibenden Bestand hindeuten.

.

Auch nach sechs Jahren ohne Fuchsjagd bleibt die Zahl der Füchse in Luxemburg konstant. Bild: René Schleichardt

.

Selbst der Befall der Füchse mit dem Fuchsbandwurm ist seit dem Jagdverbot zurückgegangen. Wurde der Fuchsbandwurm 2014 noch bei 40 Prozent der Füchse diagnostiziert, waren es zuletzt unter 20 Prozent.

Auch könne man den Füchsen nicht den Rückgang der Bodenbrüter oder gar der Biodiversität anlasten. So ist in Luxemburg das Feldhuhn bereits Anfang der 1980er-Jahre, trotz der damals noch intensiven Fuchsjagd, fast ausgestorben gewesen. Der Verlust der Artenvielfalt, insbesondere unter den Bodenbrütern, ist gemäß der Umweltministerin auf die Zerstörung des Lebensraumes und dem damit einhergehenden Insektenverlust als Futterquelle zurückzuführen.

Luxemburg könnte in punkto Fuchsjagd ein Modell für Europa sein. Allerdings fehlt hierzulande wohl der politische Wille, die Jagd wenigstens tierschutzgerecht zu gestalten. Für die meisten Tierarten gibt es für die Bejagung nicht einmal einen vernünftigen Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes.

Gemeinsam mit vielen weiteren Tierschutzgesellschaften und dem Aktionsbündnis Fuchs fordert Wildtierschutz Deutschland die Abschaffung der Fuchsjagd und die Überprüfung sämtlicher dem Jagdrecht unterstellten Tierarten hinsichtlich eines vernünftigen Grundes.

.

Modell für Europa: Luxemburg sechs Jahre ohne Fuchsjagd

 

.

üchse gehören zu den nützlichsten Landsäugetieren. Während der Rotfuchs in Luxemburg seit inzwischen vier Jahren geschont wird, werden im gleich großen Saarland Jahr für Jahr etwa 3.000 dieser schönen Tiere erschossen. Der Bestand ändert sich deshalb aber nicht. Bild: Timo Litters

.

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/Luxemburg-ohne-Fuchsjagd

 

Wie viele Tiere werden im Rahmen der Jagd getötet?   Leave a comment

.

Hier ein Beitrag über die Jäger, diese notorischen Lügner mit ihrem Jägerlatein und Märchenerzählen. Die glauben die könnten die Leute verarschen mit ihren Lügengeschichten.

Aus wildtierschutz-deutschland.de

Hören – Die Jagdstatistik des Deutschen Jagdverbandes weist mit etwa 4,5 bis 5 Millionen getöteten Wildtieren nur einen Teil der gesamten Jagdstrecke aus. Pro Jahr werden in Deutschland etwa sechs bis sieben Millionen Tiere im Rahmen der Jagd legal oder illegal getötet.

Darunter verzeichnete die Jagdstrecke für das Jagdjahr 2019/2020 über 1,2 Millionen Rehe, fast 900.000 Wildschweine über 230.000 Feldhasen (gem. Rote Liste Deutschland 2020 im Bestand gefährdet), 454.000 Füchse, 202.000 Waschbären, 155.000 Dachse und andere marderartige Tiere, fast 360.000 Wildtauben, 410.000 Wildenten und Gänse. Nicht aufgeführt werden z.B. Schwäne, Kormorane oder Nutria. Außen vor gelassen werden auch über eine halbe Million Rabenkrähen, Elstern und Eichelhäher und nicht zu verschweigen schätzungsweise 100.000 Haustiere, vorwiegend Katzen.

Viele Tiere sterben unbemerkt an Verletzungen oder an Bleivergiftung

Insbesondere bei Wasservögeln werden durch den Schrotschuss in Vogelschwärme nach Schätzungen von Tierschutzorganisationen etwa 300.000 Tiere so verletzt, dass sie früher oder später daran sterben. Kollateralschäden gibt es auch aufgrund der immer noch vorwiegend bleihaltigen Munition. So hat die Öffentlichkeit in den letzten Jahren immer wieder von Seeadlern erfahren, die aufgrund des Verzehrs von kontaminierten Resten von Wildschweinen oder Rehen qualvoll an einer Bleivergiftung zugrunde gingen. (BR-Beitrag vom 15.3.2021: Steinadler stirbt nach Vergiftung durch Bleimunition). Der Nabu geht von etwa 150.000 illegal getöteten Vögeln in Deutschland aus, darunter viele Greifvögel.

Jäger behaupten „Jagd sei Artenschutz“

Hören – Fakt ist, dass trotz der intensiven Jagd auf Beutegreifer wie Fuchs oder Waschbär die Artenvielfalt abnimmt und selbst Feldhasen- und Rebhuhnbestände durch die Jagd nicht einmal stabilisiert werden können.

Mittels der Jagd wollen Jäger vor allen Dingen jagdbare Arten wie Rebhuhn, Fasan oder Feldhase erhalten. Ihre Bestände sind in den letzten Jahrzehnten teils bedrohlich zurückgegangen. Natürliche Feinde wie Fuchs, Waschbär oder Marder hingegen werden von der Jagdlobby als Schädlinge gebrandmarkt und brutal und oft nicht einmal tierschutzgerecht bejagt. Aber dieser „Artenschutz“ ist leicht zu durchschauen: Im Jagdjahr 2019/20 weist die Jagdstrecke hierzulande 1.877 Rebhühner (gem. Rote Liste Deutschland 2020 im Bestand stark gefährdet) aus, 108.081 Fasane (werden für die Jagd gezüchtet und ausgesetzt) und über 230.945 Feldhasen (gefährdet).

Vor 15 Jahren sah die Jagdstrecke noch so aus: 11.745 Rebhühner, 445.267 Fasane, 552.882 Feldhasen. Fällt Ihnen etwas auf? Obwohl in diesen 15 Jahren etwa sechs Millionen Füchse plus Marder, plus Dachse, plus Waschbären u.a. getötet wurden, ist der Bestand der zu schützenden Arten extrem zurückgegangen. In der Fläche kann die Jagd niemals zum Artenschutz oder gar zur Artenvielfalt auch nur beitragen (u.a. Langgemach T., Bellebaum J. (2005): Prädation und der Schutz bodenbrütender Vogelarten in Deutschland, Vogelwelt 126, 259 – 298).

Um den Artenverlust aufzuhalten wären derzeit kaum zu erwartende, einschneidende Maßnahmen der Politik vor allen Dingen in der Landwirtschaft erforderlich. Die Zerstörung von Landschaftsstrukturen zugunsten von „aufgeräumten“ Landwirtschaftsflächen, der Verlust von Brachflächen, Monokulturen soweit das Auge reicht, der intensive maschinelle Einsatz und die Vergiftung von Nahrungsgrundlagen vieler Wildtiere sind die Ursachen des Verlustes der Artenvielfalt. Ohne hier ernsthaft gegenzusteuern, können wir diese Entwicklung nicht aufhalten. Die Tötung von Hunderttausenden von Füchsen, Dachsen, Waschbären zu diesem Zweck ist auch ethisch nicht vertretbar, denn sie ist nicht zielführend.

Mehr dazu: Artenschutz mit der Flinte,  Fuchsjagd ist kein Artenschutz (mit Literaturquelle)

Jäger behaupten „Jagd reduziere Wildtierbestände und verhindere die Ausbreitung von Krankheiten“

Hören – Fakt ist jedoch, dass die Jagd nur die Bestände der Tierarten reduziert, die gefährdet oder stark gefährdet sind (vgl. Streckenstatistiken DJV). Dazu gehören in Deutschland zum Beispiel Rebhühner und Feldhasen. Andere Wildtierarten wie etwa Füchse (u.a. Kaphegyi T.A., 2002), Waschbären (Robel R.J. et al. 1990) oder Wildschweine (EFSA 2014) gleichen Verluste durch die Jagd durch mehr Nachwuchs und durch Zuwanderung aus. So sind zum Beispiel bei den Wildschweinen und den Waschbären trotz oder vielleicht sogar wegen der intensiven Jagd die Populationsgrößen über die letzten Jahrzehnte erheblich gestiegen. Bestandsverluste dieser Tierarten verursachen als Gegenreaktion hohe Geburtenraten. Jungtiere sind jedoch für Krankheiten besonders anfällig und schleppen sie zum Beispiel bei der Reviersuche in andere Gebiete ein. So trägt die Jagd dazu bei, dass sich Krankheiten wie Räude oder Staupe oder der Befall mit dem Fuchsbandwurm sogar stärker ausbreiten. Und selbst bei der Afrikanischen Schweinepest ist die intensive Jagd teilweise Mitverursacher des hohen Infektionsgeschehens, wie das Friedrich-Loeffler-Institut immer wieder vermutet (FLI RadarBulletin).

Das war so schon der Fall während der Tollwut ab den 1960er Jahren. Man dachte, durch die Jagd die Tollwut ausmerzen zu können. Viel später erst hat man erkannt, dass die Jagd vielmehr zur Verbreitung der Krankheit führte (Debbie, J. 1991). Erst durch massenhaft per Flugzeug abgeworfene Impfköder konnte man die Tollwut bezwingen (Müller T. et al., 2012).

Zahlreiche Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass durch die Jagd letztlich nur die Sozialstrukturen von Fuchs, Waschbär und Co. zerstört werden und das Durchschnittsalter der jeweiligen Population gesenkt wird (Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald 2009 | Robel 1990). Der Kanton Genf zeigt seit 1974, dass auch ohne die Hobbyjagd der Bestand der Wildtiere nicht signifikant zunimmt. Einige angestellte Wildhüter greifen dort ein, wo es zu Konflikten z.B. mit der Landwirtschaft kommt. In Luxemburg ist die Fuchsjagd seit 2015 verboten – in den meisten deutschen Nationalparks übrigens schon viel länger – ohne dass der Fuchsbestand sich in auch nur einem der Fuchsjagd freien Gebiete jemals erhöht hätte.

Literaturquellen:

  • Kaphegyi T.A. (2002): Untersuchungen zum Sozialverhalten des Rotfuchses

  • Robel (1990), R.J. et al.: Racoon Populations: Does Human Disturbance Increase Mortality

  • Scientific Report of EFSA 2014: Evaluation of possible mitigation measures to prevent introduction and spread of African swine fever virus through wild boar

….

.

Wie viele Tiere werden im Rahmen der Jagd getötet?

PETA zeigt 24 Schliefenanlagen in Deutschland an   Leave a comment

.

Schliefanlagen sind eine grausame Erfindung perverser Jäger.

Von Peta.de

Update November 2021

PETA stellt Strafanzeigen gegen Betreiber von Schliefenanlagen

Seit September 2021 haben wir von PETA Deutschland die Verantwortlichen von bisher 24 Schliefenanlagen in Deutschland wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Laut § 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes dürfen Tieren keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen oder Leiden zugefügt werden. Wir fordern die sofortige Schließung der Anlagen sowie die Beschlagnahmung der dort eingesperrten und gequälten Füchse.

  • Diese Anlagen wurden von uns angezeigt:

    Bayern

    • Schliefenanlage Ingolstadt
    • Schliefenanlage Pörnbach
    • Schliefenanlage Wackersdorf, bei Burglengenfeld Landkreis Schwandorf

    Brandenburg

    • Schliefenanlage des Jagdverbandes Pritzwalk
    • Schliefenanlage Kleinkoschen
    • Schliefenanlage des JV Senftenberg e.V.

    Baden-Württemberg

    • Schliefenanlage Neuried-Ichenheim
    • Schliefenanlage Achern / Ortenau
    • Schliefenanlage Leutenbach

    Hessen

    • Schliefenanlage Frankenberg
    • Schliefenanlage nahe Rachelshausen des Teckelclub Marburg-Biedenkopf
    • Schliefenanlage Ockstadt
    • Schliefenanlage Hadamar

    Weitere Bundesländer siehe bei Peta.de

    .

Bitte melden Sie uns weiterhin Schliefenanlagen in Ihrer Nähe, damit wir auch diese Betriebe wegen Tierquälerei zur Anzeige bringen können.

Originaltext vom Februar 2021

Noch immer werden Füchse in zahlreichen deutschen Schliefenanlagen für die Jagdhundeausbildung gequält. Die Wildtiere werden ihr Leben lang in kleinen Zwingern gehalten und benutzt, um Jagdhunde „scharf“ zu machen. Helfen Sie uns von PETA Deutschland, das Leid dieser Füchse zu beenden, indem Sie uns Schliefenanlagen in Deutschland melden!

So werden die Füchse in Schliefenanlagen gequält

Eine Schliefenanlage besteht aus einem künstlichen Tunnelsystem, das einen Fuchsbau nachbilden soll. Um die Jagdhunde auf die überaus grausame Baujagd vorzubereiten, werden sie immer wieder in die künstlichen Tunnel geschickt und auf den darin eingesperrten Fuchs gehetzt, der dabei unter Todesangst leidet.

Die Tiere sind letztlich nur durch ein Gitter voneinander getrennt. Für die Füchse bedeuten die lebenslange Gefangenschaft und die ständige Anwesenheit von Hunden und Menschen unglaublichen Stress. Füchse scheuen von Natur aus Konflikte mit Hunden und führen in Schliefenanlagen ein Leben in ständiger Panik.

.

.

So helfen Sie den Tieren mit Ihrer Meldung

Viele europäische Länder haben die grausamen Schliefenanlagen bereits verboten. In Deutschland gibt es jedoch immer noch rund 100 der tierquälerischen Tunnelsysteme, die meist im Verborgenen liegen. Nur wenige sind bisher öffentlich bekannt, wie die Anlagen in Voßheide bei Lemgo, in der seit 1960 Füchse für die Jagdhundeausbildung missbraucht werden.

Wir haben bereits im Februar 2020 Strafanzeige gegen die Betreiber der Schliefenanlage erstattet, und ein offizielles Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Wir setzen uns weiterhin hartnäckig für die Füchse ein, bis die Schliefenanlage geschlossen wird.

Indem Sie uns helfen, Schliefenanlagen in Deutschland ausfindig zu machen und uns melden, können wir gemeinsam dafür kämpfen, dass diese tierquälerischen künstlich angelegten Fuchsbaue in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen, um endlich ihr Verbot zu bewirken.

Was Sie noch tun können

  • Klären Sie Freunde und Bekannte über die Grausamkeit der Fuchsjagd und Schliefenanlagen auf.

  • Unterschreiben Sie unsere Petition für ein Ende der grausamen Fuchsjagd.

Jetzt für ein Ende der Fuchsjagd unterschreiben

.

PETA zeigt 24 Schliefenanlagen in Deutschland an

.

 

Veröffentlicht 3. Dezember 2021 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger

Getaggt mit

Die Jagd – unnötig, kontraproduktiv und grausam   Leave a comment

.

Von Peta.de – Auszug.

 

Bild von Peta.de

.

Jäger töten in Deutschland jedes Jahr mehr als fünf Millionen Wildtiere sowie schätzungsweise 200.000 Katzen und tausende Hunde. Alle acht Sekunden stirbt irgendwo in Deutschland ein Tier durch ein Projektil. Mal schneller, mal langsamer. Genaue Zahlen zu den Abschüssen gibt es nicht, weil in den meisten Bundesländern keine Meldepflicht besteht.

In nur wenigen Wochen können Privatpersonen den Jagdschein (das „Grüne Abitur“) absolvieren und als Freizeitbeschäftigung völlig legal auf wehrlose Mitgeschöpfe schießen. Den über 380.000 Hobbyjägern in Deutschland stehen gerade einmal 1.000 Berufsjäger, überwiegend Forstbeamte, gegenüber.

Das Wider der Jagd WDR daheim und unterwegs

.

.
Die Natur reguliert sich von selbst

Anerkannte Wissenschaftler und Wildbiologen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. Der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf betont, dass sich waldbewohnende Tierpopulationen schon immer selbst reguliert haben – nicht etwa durch Beutegreifer wie Wolf oder Luchs, sondern in erster Linie durch natürliche Umwelteinflüsse wie Witterung, Krankheiten und Nahrungsverfügbarkeit. Der Biologe Dr. Karl-Heinz Loske sieht in der Jagd lediglich ein überflüssiges Hobby, das der Befriedigung der Jagdlust der Jäger dient. Als Loske in jungen Jahren einen Jagdschein machte, wurde ihm schnell klar, dass dies mit Natur- und Artenschutz nicht viel gemein hat. Heute ist Dr. Karl-Heinz Loske anerkannter Experte für Landschaftsökologie, für den die Jagd aus ökologischer und moralischer Sicht nicht zu verantworten ist.

Auch Prof. Dr. Manfred Niekisch, international anerkannter Experte für Naturschutz und ehemaliger Direktor des Frankfurter Zoos, unterstreicht, dass eine etwaige Überpopulation einer Tierart aufgrund von Nahrungsmangel irgendwann von ganz alleine zusammenbricht. [6] Dies ist auf die sogenannte ökologische Tragfähigkeit zurückzuführen: Je größer eine Population wird bzw. je mehr Tiere sich die limitierten natürlichen Ressourcen teilen müssen, desto schwieriger werden die Lebensbedingungen für die einzelnen Individuen. Die ökologische Tragfähigkeit und die daraus resultierende natürliche Selektion halten die Geburten- und Sterberate im Gleichwicht: Schwache Tiere überleben den Winter nicht. Nur die Stärksten setzen sich bei der Partnerwahl oder Revierkämpfen durch und überstehen Hungerzeiten.

Die Ökosysteme der Natur mit ihrem empfindlichen Gleichgewicht sichern das Überleben der meisten Arten auf der Erde – solange der Mensch nicht eingreift. Auch natürliche Prädatoren tragen dazu bei, dieses Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, denn sie jagen vor allem Individuen, die sehr krank und schwach sind. Im Gegensatz dazu versuchen Jäger normalerweise, die größten und robustesten Tiere zu töten – denn sie wollen ihre toten Köpfe stolz über den heimischen Kamin hängen. Doch genau diese starken und gesunden Tiere sind benötigt, um den Genpool einer Art zu erhalten. Die „Trophäenjagd“ schwächt daher die restliche Population einer Tierart.

Der Kanton Genf – in dem die Hobbyjagd seit über 40 Jahren verboten ist – ist nur ein Beispiel hierfür. Die Natur reguliert sich hier in erster Linie von selbst, was eine hohe Artenvielfalt und gesunde, stabile Wildtierpopulationen zur Folge hat. Lediglich auf massiven Druck der Landwirtschaft wird durch ausgebildete Wildhüter vereinzelt mit jagdlichen Mitteln in die Wildschweinpopulation eingegriffen.

 

Diese 5 jagdfreien Regionen zeigen, dass die Jagd unnötig ist

 

Die Jagd ist kontraproduktiv

Die Populationsentwicklung einer Tierart lässt sich laut Prof. Dr. Reichholf in drei Phasen einteilen: In der Anfangsphase wächst die Population nur langsam an, da sich nur wenige Individuen fortpflanzen. In der Wachstumsphase pflanzen sich dann immer mehr Tiere fort, und die Population steigt an. Ist die ökologische Tragfähigkeit erreicht, so tritt die dritte Phase ein, die Stabilisierungsphase, in der die Population nicht weiter anwächst und die natürliche Selektion die Geburten- und Sterberate im Gleichwicht hält.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Populationen der Wildtiere trotz intensiver Bejagung nicht dauerhaft sinken. Im Gegenteil, die Jagdstrecken bleiben gleich bzw. steigen teilweise sogar weiter an. Laut Prof. Dr. Reichholf werden die Populationen durch die Jagd permanent auf dem Niveau der Wachstumsphase bzw. in der Phase der intensiven Fortpflanzung gehalten. [10] Darüber hinaus greift die Jagd so massiv in die Wildtierpopulationen ein, dass Altersstrukturen und soziale Gefüge zerstört werden. Aus einer in dem Fachmagazin Journal of Animal Ecology veröffentlichten Studie geht hervor, dass die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt als in nicht bejagten, was die Geburtenrate wiederum ansteigen lässt.

.

Bild von Peta.de

.

Die Verluste durch die Jagd werden von den überlebenden Tieren rasch wieder ausgeglichen oder gar überkompensiert. Im Zuge der „Hege“ und der Anlockfütterung von Wildschweinen, der sogenannten Kirrung, werden die Tiere zusätzlich massiv gefüttert, Nahrungsengpässe werden überbrückt und Populationen werden künstlich aufgepäppelt. Schließlich wollen die Hobbyjäger bei ihrem nächsten Feldzug voll auf ihre Kosten kommen. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ermittelte beispielsweise in einer Studie, dass in “untersuchten Gebieten pro erlegter Wildsau ca. 100 Kilogramm Mais verfüttert wurden“. Das sind ca. drei Kilogramm Mais pro Kilogramm Wildschweinefleisch und „mehr als in der Hausschweinemast eingesetzt wird“.

Die sogenannten Wildschäden sind hausgemacht

Wildtiere sind ein Teil unserer Natur und haben das Recht, zu existieren und ihren Lebensraum zu nutzen. Durch den Menschen und die intensivierte Land- und Forstwirtschaft wird ihr Lebensraum jedoch immer weiter zerstört. Die natürlichen Regulationsmechanismen werden außer Kraft gesetzt und die Wildtiere dann kurzerhand zum Störfaktor degradiert und am liebsten ausgelöscht. Auch Landschaftsökologen sehen das Problem der sogenannten Wildschäden in erster Linie in der einseitigen Ausrichtung auf Monokulturen und Ertragsmaximierung. Bruno Bassano, Tierarzt im jagdfreien Nationalpark Gran Paradiso, spricht aus Erfahrung: „Wenn der Wald aus rein wirtschaftlichen Gründen gepflanzt wird, dann ist es klar, dass ein Huftier wie der Hirsch Probleme verursachen kann. Wenn man aber den Wald aus ökologischer Sicht betrachtet, dann muss dieses Problem nicht existieren; dann werden Tier und Pflanze ein Gleichgewicht finden.“

.

Die Jagd – unnötig, kontraproduktiv und grausam

Veröffentlicht 2. November 2021 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger

Getaggt mit