Archiv für die Kategorie ‘Jagd abschaffen!

NRW-Jagdgesetz – Schwarz – gelb beschließt massive Verschlechterung   1 comment

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Von Tierrechte.de

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Das vor vier Jahren von SPD und Grünen in NRW eingeführte Ökologische Jagdgesetz (ÖJG) wurde damals in weiten Teilen von Tier- und Naturschutzverbänden begrüßt, da es viele grausame Jagdformen und ökologisch schädliche Praktiken untersagte. Die konservative Jägerschaft lehnte das ÖJG jedoch von Beginn an ab und drängte darauf, die Verbesserungen wieder rückgängig zu machen. Dies wollen CDU und FDP nun mit der Reform des Jagdgesetzes umsetzen.

Verschlechterungen inakzeptabel

Die Tier- und Naturschutzverbände befanden bereits in ihren Stellungnahmen die Mehrzahl der geplanten Änderungen als inakzeptabel und lehnten den Entwurf einhellig ab. Kritikpunkte waren unter anderem: die Liste der jagdbaren Tierarten soll deutlich erweitert werden, tierschutzwidrige Jagd- und Ausbildungsmethoden sollen wieder erlaubt werden, die Jagdzeiten sollen verlängert und der Nachweis einer ausreichenden Schiessfertigkeit wegfallen.

Gesetzentwurf ist „Kniefall vor der Jagd-Lobby“

„Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein Kniefall vor der Jagd-Lobby. Viele grausame Praktiken, wie die Baujagd auf Füchse und Dachse, die Jagdhundausbildung an lebenden Stockenten und Wildschweinen oder der Abschuss eigens ausgesetzter Zuchttiere, sollen wieder möglich sein. Statt einem modernen Jagdrecht, das auf aktuellen wildbiologischen Erkenntnissen und tierschutzethischen Grundsätzen beruht, steht diese Novelle für ein überwunden geglaubtes Nutzungsrecht zu Gunsten einer privilegierten Freizeitjagd,“ kritisiert Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende von Menschen für Tierrechte.

Vorgaben teilweise rechtswidrig

Nach Ansicht der Tierschutzverbände sprechen nicht nur ethische und wissenschaftliche Argumente gegen den vorliegenden Gesetzentwurf. Die Regelungen sind aus ihrer Sicht auch teilweise rechtswidrig, da sie weder mit der Landesverfassung noch mit dem Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz vereinbar seien. Hinzu käme, dass bestimmte Tierarten, die jetzt auf der Liste der jagdbaren Arten stünden, nach EU-Recht gar nicht bejagt werden dürften.

Landesregierung steht vor tierschutzpolitischen Scherbenhaufen

Aus Sicht des Tierrechtsverbandes tut sich die schwarz-gelbe Landesregierung mit dem geplanten Landesjagdgesetz selbst keinen Gefallen: „Die Jagd wird nicht ohne Grund von weiteren Teilen der Bevölkerung kritisch gesehen. Dieses aus Tierschutzsicht katastrophale Jagdgesetz wird dieses Misstrauen weiter schüren. Nimmt man die Abschaffung der Tierschutz-Verbandsklage, den Fall Schulze Föcking und die Einstellung der Stabstelle Umweltkriminalität hinzu, steht die NRW-Landesregierung in Sachen Tier- und Naturschutz vor einem tierschutzpolitischen Scherbenhaufen“, schließt Ledermann.

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NRW-Jagdgesetz – Schwarz – gelb beschließt massive Verschlechterung

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Gruß Hubert

„Nacht des Fuchses“ in Scheffau – RespekTiere an vorderster Front!   Leave a comment

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Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich Jäger verachte. Vor allem gegen Füchse gehen sie äußerst brutal vor und töten sie in großer Zahl. Dazu erfinden sie Ammenmärchen um ihre Mordlust zu kaschieren.

Rebloggt von Tierfreund wolodja

Von Respektiere e.V.

Gestern Abend veranstaltete RespekTiere einmal mehr eine Kundgebung gegen die Fuchsjagd im Salzburgerischen Scheffau. So standen wir also erneut der Jägerschaft gegenüber, welche dort an den Ausläufen des Tennengebirges ihre furchtbare ‚Nacht des Fuchses‘ feiert. Wieder sind dutzende Füchse wie im Mittelalter zur ‚Streckenlegung‘ gebracht worden, im Tod erstarrt, zerschossen, kaltblütig und ohne jeden vernünftigen Grund ermordet! ‚Jäger raus – raus aus unsren Wäldern‘, hallte es bald durch die bitterkalte Nacht, ‚Tiere haben Rechte – was Ihr tut ist Mord!‘, aber auch ‚Könnt Ihr die Stimme der Tiere nicht hören – so müssen wir Eure Ruhe stören‘. Immer begleitet von mahnenden Trommelschlägen.

Die Polizei war zahlreich vor Ort, nicht umsonst, denn die Stimmung in Scheffau kocht regelmäßig über (die anwesenden PolizistInnen sowie die Behördenvertreter taten, es sei nur am Rande erwähnt, einen wirklich guten Job. Neutral und immer höflich sorgten sie für einen geordneten Ablauf des Protestes). Aber was bekommt man dort als TierrechtsaktivistIn nicht alles zu hören – ‚Verdammtes G’sindl‘ ist dabei wohl noch das harmloseste (und nebenbei doch einigermaßen verwunderlich, als Gesindel bezeichnet zu werden; hat der Gute einfach vergessen, dass sein eigenes jagdliches Oberhaupt gerade mit einen Gerichtsurteil wegen des unter Zuhilfenahme von Gewalt entnommenen Eigentumes eines Tierschutz-Aktivisten sowie Körperverletzung konfrontiert ist).

Und es war, wie bereits erwähnt, sehr laut in Scheffau! Unsere Rufe wohl unüberhörbar, während die Todesschützen am anderen Ende der Straße – Privatbesitz, wo wir dann selbstredend ausgeschlossen sind – für ihre verwerflichen Taten ausgezeichnet wurden. Auch der ORF war vor Ort, filmte das Geschehen und lies dabei auch uns zu Wort kommen!

Salzburg Heute zur ‚Aufregung um Nacht des Fuchses‘

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Als ärgerlich empfanden wir es dann aber doch, als plötzlich ein schweres Schneeräumfahrzeug vorfuhr, um dann genau vor uns zu halten, den Motor selbstverständlich laufen lassend – ob es ein Versuch war, unsere Lautstärke einzudämmen? Das möchten wir natürlich niemanden unterstellen, und nebenbei: wie auch immer, wir wussten uns ohnehin zu helfen!

Die JägerInnen erzählen uns in Bezug auf die Fuchsjagd immer selbige, wirre Legenden; sie wäre notwendig, weil vom Fuchs eine Tollwutgefahr ausgeht, weil er den Fuchsbandwurm überträgt und weil das Niederwild vom Fuchs geschützt werden muss. Alle diese Rechtfertigungen sind längst überholt, zutiefst lächerlich, wie wir später noch feststellen werden, und sie dienen einzig und allein der Tatsache, dass die Jägerschaft mithilfe solcher Ammenmärchen von einem völlig unnötigen Morden an unschuldigen Lebewesen ablenken möchte! Denn ohne jeden Zweifel besteht der Hauptgrund der Fuchsjagd bloß in der erbärmlichen Lust am Töten wehr- und chancenloser Lebewesen. „Besonders perfide ist, wenn diese willkürlichen Abschlachtungen noch als Naturschutzmaßnahme verkauft werden sollen. Der Fuchs gefährdet tatsächlich keine einzige andere Tierart, ihm wird lediglich der Schwarze Peter für den Rückgang von Tierarten untergeschoben, die unter der intensiven Landwirtschaft leiden“, macht etwa Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), auf eine zusätzliche, hässliche Seite der Jägerschaft aufmerksam.

So töten Jäger jedes Jahr in Österreich rund 65 000, deutschlandweit bis zu einer halben Million Füchse, auf oft grausamste Weise – viele werden bei den unterschiedslosen Massakern „nur“ angeschossen, flüchten mit zerschossenen Gliedmaßen, mit gebrochenen Kiefern, werden von Hunden zu Tode gehetzt. Es ist ein reiner Lustmord, denn es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung der Füchse.

Weil die genannten erbärmlichen Argumente mittlerweile längst enttarnt sind, greift der Jäger nochmals in die Trickkiste; nun packt er als 4. Säule seines Ausrottungsfestzuges auch noch die Räude aus, und mit dieser geht er sogar noch einen Schritt weiter in der Erniedrigung seines Charakters. Denn nun versucht er sein Mords-Engagement uns auch noch als Tierschutzmaßnahme zu verkaufen; doch dazu später.

Gehen wir die einzelnen von der Jägerschaft angeführten Gründe ‚Pro Fuchsjagd‘ durch:

Tollwut gilt in Österreich seit 2008 offiziell als ausgerottet; doch schon lange davor gab es keine Tollwutfälle mehr. Tatsächlich passierte die letzte Ansteckung 1979. Der letzte Verdachtsfall bei einem Tier ereignete sich 2003, ein Pferd, allerdings konnte die Infektion selbst im Labor nicht eindeutig nachgewiesen werden. In Deutschland ist die Situation ganz ähnlich; unser Nachbar ist gemäß der WHO seit 2009 frei von der tödlichen Krankheit.

Übrigens: die Jägerschaft nimmt gerne für sich in Anspruch für diesen Status gesorgt zu haben. Fakt ist aber, dass es selbst durch die intensivste Bejagung nicht möglich war, die Tollwut erfolgreich zu bekämpfen – dies gelang erst durch den großflächigen Einsatz von Impfködern, welche Großteiles mit dem Flugzeug abgeworfen wurden!

Der Fuchsbandwurm

Ein durch und durch unfassbarer Grund, um eine Fuchsjagd zu rechtfertigen! Warum? Hören und staunen Sie! Unser deutscher Partnerverein Pro Iure Animalis (www.pro-iure-animalis.de) schließt folgerichtig: ‚Schon die Bezeichnung ist falsch, denn der Fuchsbandwurm wird nicht nur von Füchsen, sondern gleichermaßen auch von Hunden und Katzen übertragen.‘ Zwischenwirt ist nämlich die Maus, und die wird von unseren Haustieren genauso verspeist. Warum wir das erwähnen? Weil damit höchstwahrscheinlich ist, dass ein weitaus größerer Teil der ohnehin höchst seltenen Infektionen über das eigene Haustier passiert. Wussten Sie übrigens, dass ‚Mensch‘ sich nur durch das Verschlucken der Bandwurmeier infizieren kann, welche ihrerseits ausschließlich im Kot der infizierten Tiere vorhanden sind?

Wie viele Menschen infizieren sich mit dem Fuchsbandwurm? Die Vet-Med-Uni Wien spricht von ‚2-3 Neuinfektionen pro Jahr‘ in Österreich: ‚Da der Mensch kein adäquater Wirt für E. multilocularis ist, ist eine Ansiedelung und Finnenausbildung bei ihm sehr selten. In Österreich werden nur 2-3 Neuinfektionen pro Jahr bei Menschen registriert. Oft wird ein Zusammenhang mit dem allgemeinen Gesundheitszustand bzw. unterschiedlicher Empfänglichkeit von Menschen diskutiert.‘

Wie sieht es in Deutschland aus: der ‚Spiegel‘ schreibt im August 2018 folgendes: ‚Seit 2010 gab es laut RKI in jedem Jahr mehr als 30 Fälle von alveolärer Echinokokkose, wie die vom Fuchsbandwurm ausgelöste Krankheit beim Menschen heißt, im Jahr 2015 waren es sogar 45. Doch selbst in jenem Jahr lag das Risiko einer Infektion statistisch gesehen nur bei 0,00005 Prozent. Die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden, ist Schätzungen zufolge größer.‘

Ein-fünfzitausendstel %! Das bringt uns zu einem Vergleich, der manche vielleicht aufregen mag, dennoch nicht so unpassend erscheint: in Österreich sind heuer bereits 5 Frauen von Männern getötet worden. Füchse unterschiedslos zu massakrieren wegen eines (höchstenfalls) 0,00005 % Risikos ist demnach sogar um ein Vielfaches mehr lächerlich, als aufgrund der gehäuften Morde alle Männer des Landes einzusperren.

Eine weitere Gegenüberstellung: In Österreich tippen im Durschnitt pro Jahr rund 66 Menschen einen Lotto-Sechser; die Wahrscheinlichkeit eines Lotto-Sechsers ist demnach etwa 33-mal so hoch wie am Fuchsbandwurm zu erkranken. Ungefähr genauso ist die Relation zu einem tödlichen Blitzunfall oder von einem losen Dachziegel getroffen und getötet zu werden…

Auch Interessant: die Bekämpfung des Fuchsbandwurms mittels Fuchsjagd scheidet als Begründung für die Jagd sowieso von vornherein völlig aus. ‚So weist eine französische Studie von 2017 nach, dass bei einer Erhöhung des Abschusses von Füchsen um 35 % der Bestand insgesamt nicht abnehme, dafür aber der Befall von Füchsen mit dem Fuchsbandwurm um 15 % zunehme. Die Fuchsjagd erhöht also eher die Gefahr für Haustiere und Menschen‘, fügt Peta (www.peta.de) ein weiteres Teilstück ins Puzzle der Jägerlügen ein!

Das Jäger-Latein geht aber noch weiter; besonders hoch sei die Gefahr einer Ansteckung mittels im Wald gepflückter Beeren. Dazu meint Molekular-Biologe Klaus Brehm von der Universität Würzburg: ‚Dass man sich von Beeren den Fuchsbandwurm holen kann, gehört ins Reich der Legenden. Es ist für keinen einzigen Patienten erwiesen, dass er sich so angesteckt hat.‘ Ups, schon wieder ist eine Jäger-Mär enttarnt.

Gefahr für das ‚Niederwild‘ besteht ebenfalls im geringstmöglichem Ausmaß. Füchse ernähren sich nämlich hauptsächlich von Mäusen, so vertilgt ein einziges Tier schätzungsweise 3.000 Mäuse jährlich. Aufgrund der landwirtschaftlichen Schäden durch Mäuse in Millionenhöhe werden hochgiftige Substanzen auf deutschen Feldern ausgebracht. Diese Gifte sind nicht nur tödlich für die Mäuse, sondern stellen eine erhebliche Gefahr für alle Wildtiere, aber auch für Hunde und Katzen und letztendlich für den Menschen dar (quelle: peta.de). Aber selbst, so erfahren wir von Pro Iure Animalis, ‚in hasenreichen Gebieten liegt der Anteil der Hasen in den gefundenen Nahrungsresten im Fuchskot unter 10 %. Bei den relativ selten vorkommenden Rebhühnern waren keine Verluste festzustellen. Gleiches gilt für den Fasan. Der Anteil von Fasan bzw. Rebhuhnresten wird mit 1,82 % bzw. 0,156 % angegeben.‘

Jetzt lassen Sie uns einen Blick auf die Jagdstatistiken werfen. Demnach wurden in Österreich im vergangenen ‚Jagdjahr‘ laut Statistik Austria 758 000 Abschüsse getätigt, davon 94 200 Hasen! Unfassbar, man führt den Schutz von Niederwild in Feld, und erschießt fast 100 000 Tiere einer ‚Rote-Liste-Tierart‘, also einer Spezies, welche vom Aussterben bedroht ist!!!

In Deutschland wiederum ist die Situation ähnlich; die Nachbar-Lustmörder erlegten im Jagdjahr 2017/18 rund 200 000 Hasen und 150 000 Wildkaninchen. Zu deren Schutz sie dann später rund 500 000 Füchse ermorden! In Österreich sind es 67 700 ‚Rotröcke‘ gewesen.

‚Schonzeit‘ für den Fuchs, wohlgemerkt ein Tier, welches als Gesundheitspolizist äußerst nützlich ist und keine andere Tierart bedroht? In Salzburg vom 1. April bis zum 15. Mai. Ganze 45 von 365 Tagen. Im angrenzenden Bayern? Schonzeit? Nie gehört! Genau wie in den meisten anderen deutschen Bundesländern auch (außer Fuchsmütter; da liegt die ‚Behandlung‘ wohl im Ermessen des Einzelnen…).

Bleibt zu guter Letzt nur noch die ‚Räude‘, das wohl perfideste Instrument in der versuchten Herabwürdigung des Verstandes der MitbürgerInnen. Die Räude wird durch eine Milbenart hervorgerufen, welche sich unter der Haut ansiedelt und dort einen starken Juckreiz auslöst. Durch ständiges Kratzen entstehen schließlich tiefe Wunden, das Fell fällt aus. Starker Befall kann zum Tod des Milben-Infizierten führen. Aaaaber: zum einen geht davon weder für das Haustier und schon gar nicht für den Menschen eine Gefahr aus, weil die menschliche Haut keinen Anreiz für die Milbe bietet, und eine Behandlung bei Haustieren ist mit einer Tablette erledigt. Genauso einfach wäre es übrigens auch beim Fuchs selbst, man könnte das Medikament ähnlich wie einst den Tollwutköder im Wald ausbringen. DAS wäre eine Tierschutzmaßnahme, aber damit hat die Jägerschaft, sich selbst entlarvt und bloßgestellt, leider so gar nichts am Hut. Lieber knallen sie die Füchse praktisch ganzjährig in wahren Massakern zu abertausenden ab, um uns danach weißzumachen, dies wäre eine Maßnahme zur Bekämpfung der Räude. Die armen Füchse, wie würden sie doch leiden, erst befallen!

Lassen sie es sich sagen, wir mussten leider bei vielen, vielen ‚Streckenlegungen‘ dabei sein; oft genug war da kein einziger Fuchs, der an Räude gelitten hatte; und wenn doch, dann lag deren Anzahl immer im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Also, 95% bis 100 % grausamst zu töten, um 0 % bis 5 % Räude-Infizierter damit zu erlösen? Logisch? Im Jägerwahnsinn anscheinend schon.

Apropos: glauben Sie, ein Jäger denkt über möglichen Räude-Befall nach, wenn er auf einen Fuchs in einer Vollmondnacht anlegt? Nein, er tötet, weil er töten möchte, völlig unterschiedslos. Keine Frage, ein Jäger ist (nicht nur) aus der Sicht des Fuchses ein kaltblütiger Fuchskiller, der dann auch noch zu feige ist, seine eigentliche Intention preiszugeben; die versteckt er lieber hinter beschämenden Lügen.

Was passiert, wenn die Fuchsjagd verboten werden würde?

‚Tatsächlich gibt es großflächige Gebiete in Deutschland, in denen Füchse und andere Beutegreifer ganzjährig geschont werden: Wie eine Umfrage des Aktionsbündnisses Fuchs zeigt, findet in elf der 16 deutschen Nationalparks gar keine Fuchsjagd statt; zudem ist die Fuchsjagd in drei weiteren Nationalparks stark eingeschränkt und auf kleine Gebiete konzentriert, vornehmlich auf Drängen privater Geflügelhalter; es werden Füchse lediglich im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer weitgehend ohne Einschränkungen zum vermeintlichen Schutz von Küstenvögeln bejagt. Ob diese Maßnahmen sinnvoll sind, ist jedoch fraglich, da die Fuchsdichte nach Angaben der Parkverwaltung nicht erfasst wird und keine systematische Erfolgskontrolle der Bejagung stattfindet.

Ob in Luxemburg, wo Füchse seit einigen Jahren nicht mehr gejagt werden, im weitestgehend jagdfreien Schweizer Kanton Genf oder in den Dünengebieten Nordhollands: Weder ist es dort zu der stets von den Jagdverbänden prognostizierten „Explosion der Fuchsbestände“ gekommen, noch hat sich die Situation bedrohter Arten verschlechtert.‘ (Quelle: http://www.wildtierschutz-deutschland.de)

Noch Fragen?????

Ach ja, wir hätten noch eine: Laut aktuellem Tierschutzgesetz darf ein Tier nur aus einem ‚vernünftigen Grund‘ getötet werden. Wie wir aber gesehen haben, kann kein von der Jägerschaft angegebener einer näheren Betrachtung standhalten und als solcher angesehen werden. Ergo: die Fuchsjagd widerspricht einem der elementarsten Grundsätze des Tierschutzgesetzes, darf deshalb als höchst illegal angesehen werden. Sie ist demnach ein Verbrechen und daher strafbar. Warum also verbietet sie der Gesetzgeber dann nicht?

Fazit: die Fuchsjagd MUSS verboten werden!!!


‚Der Luxemburgische Regierungsrat hat das im Jahr 2015 eingeführte Verbot der Fuchsjagd soeben um ein weiteres Jahr verlängert. Die Schonung der Füchse ist ein Erfolgsmodell: Die Fuchsbestände sind stabil; die von Jägern im Vorfeld des Jagdverbots prognostizierte „Bestandsexplosion“ ist ausgeblieben. Eine Studie zeigt nun, dass die Schonung des Fuchses auch das Risiko für den Menschen reduziert, am Fuchsbandwurm zu erkranken. Das Aktionsbündnis Fuchs, eine Initiative von mehr als 40 deutschen Tier- und Naturschutzorganisationen fordert die Bundesregierung auf, dem Beispiel Luxemburgs zu folgen.‘ (Quelle: http://www.aktionsbuendnis-fuchs.de)

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Und das sind Füchse, die unschuldig ihr Leben leben.

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Fakten gegen die Jagd   Leave a comment

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Die wenigsten Menschen wollen es wahrhaben, und doch ist es in Deutschen Wäldern Blutige Realität: 350.000 Jäger bringen jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere ums Leben. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

 

Natur-ohne-Jagd

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Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden – und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen, in Naherholungsgebieten sowie gegen Massenabschüsse auf Treibjagden. Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld, Jagdkollegen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln – das kann einem draußen in der Natur durchaus Angst machen – ebenso wie Schüsse am Spazierweg oder Kugeln, die in Autos einschlagen. Und immer wieder schockieren Meldungen über Tote und Verletzte durch Beziehungstaten mit Jägerwaffen: wie »Jäger erschießt Ehefrau«, »Jäger erschießt Nebenbuhler« oder »Jäger erschießt Nachbarn im Streit«. Außerdem haben Millionen Tierfreunde kein Verständnis, wenn Jäger ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Tierrechtsorganisationen decken immer wieder Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bei Treib- und Drückjagden sowie bei Gatterjagden auf, wo halbzahme Tiere gegen Geld abgeknallt werden. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.

[…]

Von einem »schnellen Tod« kann dabei in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen, wobei »Expansionsgeschosse« aus den schwer verwundeten, flüchtenden Tieren Blut und Darminhalte als »Pirschzeichen« herausschlagen. Die »Nachsuche« dauert oft Stunden oder Tage, das Tier verendet unter grausamsten Qualen. Fallen bereiten Füchsen und Mardern, aber auch Hunden und Katzen einen oft Tagelangen Todeskampf – oder hinterlassen Krüppel, z.B. Füchse oder Katzen mit abgeschlagenem Bein. Die ganzjährige Fuchsjagd führt zwangsläufig dazu, dass in den Monaten Mai und Juni unzählige junge Füchse im Bau verhungern und verdursten, weil die säugende Fähe erschossen wurde. Opfer der Waidmannslust sind aber auch jährlich einige Hunderttausend Haustiere wie Hunde und Katzen – durch Fallen oder Schrotschuss. Katzen sind beliebte Köder zum Anlocken von Füchsen.

Die Mär vom Jäger als Naturschützer ist längst widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

Doch all die Zahlen können nicht das millionenfache Leid ausdrücken, das hinter ihnen steht. Denn von einem »schnellen Tod« kann bei der Jagd – und besonders bei Treib- und Drückjagden – in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen. Jäger verwenden so genannte Expansions- oder Deformationsgeschosse, die riesige Wunden reißen. Expansionsgeschosse sind so konstruiert, dass sie sich nach dem Einschlag in den Körper durch den Gegendruck des Gewebes »aufpilzen«. Sie drücken sich platt, spreizen dabei auseinander oder zersplittern und zerreißen das Gewebe, die Organe und Knochen des Tieres. Beim Austritt aus dem Körper schlagen sie faustgroße Wunden. Doch mit zerfetzten Eingeweiden oder zerrissener Lunge stirbt das Tier nicht sofort. Es verblutet bzw. erstickt. Ein so getroffenes Tier legt auf seiner Flucht nicht selten noch Strecken von mehreren 100 Metern zurück. Mit nicht sofort tödlichen Lungenschüssen fliehen viele Rehe weite Strecken, bevor sie verenden. Andere flüchten mit zerschossenen Beinen, mit heraushängenden Eingeweiden, in die es sich beim Laufen verfängt und welche die »Pirschzeichen« für die »Nachsuche« hinterlassen.

Die »Nachsuche« – sofern sie überhaupt stattfindet – dauert oft Stunden oder Tage. Viele Tiere werden erst Tage später gefunden, wenn sie irgendwo elendig an der Verwundung verendet sind. Manche Tiere sterben überhaupt nicht an der Schusswunde, sondern an den Folgen, weil sie z.B. mit zerschossenem Kiefer keine Nahrung mehr aufnehmen können.

Bei den großen Treib- und Drückjagden im Herbst und Winter werden außerdem die Sozialstrukturen der Tiere auseinandergesprengt. Jungtiere verlieren ihre Eltern und sind meist ebenfalls dem Tod ausgeliefert. Auch die ganzjährige Fuchsjagd führt zwangsläufig dazu, dass in den Monaten Mai und Juni unzählige junge Füchse im Bau verhungern und verdursten, weil die säugende Fähe erschossen wurde.

 

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Was sind die wahren Gründe für die Fuchsjagd?

In Jagdzeitschriften und Jäger-Foren ist von der »Lust am Nachstellen und Erbeuten« die Rede, von der »Waidmannsfreude, einen Fuchs im Schrotschuss rollieren (sich überschlagen) zu lassen«, vom »Reiz der winterlichen Fuchsjagd«, vom »Jagdfieber« und vom »Kick«, den der Jäger beim tödlichen Schuss erlebt. Da Füchse nicht essbar und die Pelze schwer zu vermarkten sind, werden die Kadaver meist in der Tierkörperbeseitigung entsorgt. · Bild: Pelli

 

Diese schwangere Bache wurde angeschossen,

konnte aber entkommen. Tierfreunde fanden das verendete Tier und die ungeborenen Frischlinge. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. sterben, vor allem bei der Drückjagd, bis zu 70 Prozent der Wildtiere nicht sofort, sondern erleiden qualvolle Kiefer-, Bauch- und Laufschüsse. ·: Bild: Brennglas

 

Unterkiefer weggeschossen:

Dieses junge Wildschwein musste verhungern und verdursten.

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Schrotschüsse: Unzählige angeschossene Tiere

Beim Schrotschuss werden viele kleine Kugeln gemeinsam verschossen. So kommt es, dass bei Schüssen in eine Tiergruppe, wie einen Vogelschwarm, nur einzelne Tiere tödlich getroffen werden. Viele bekommen so genannte Randschrote ab, werden also nur von einzelnen Kugeln getroffen. Sie sterben elendig an Bleivergiftung und verhungern in Folge der Verletzungen. Biologen nehmen nach Auswertung umfangreichen Untersuchungsmaterials an, dass die Zahl der mit Schrot beschossenen und verletzten Vögel die Zahl der getöteten übertrifft. Ähnliche Relationen sind auch für Schrotschüsse auf Hasen oder Wildkaninchen anzunehmen.

Bei größeren Tieren wie Füchsen können einzelne Schrotkugeln kaum ernsthafte Verletzungen erzeugen. Aber in der Menge und der großen getroffenen Körperfläche wird ein Schockzustand ausgelöst, an dem das Tier eigentlich sterben soll. Nicht selten aber stirbt das Tier an einer Bleivergiftung oder an den Folgen, weil es zum Beispiel keine Beute mehr fangen kann.

In einem Jagd-Forum im Internet wird diese Tatsache von Jägern deutlich unterstrichen:


»Jagdhelfer« schildert: »Gestern Abend auf 30 m (mit zwei Mann nachgemessen) Fuchs mit 3,5er Schrot beschossen, der dann mal eben fast einen Kilometer bis ins Nachbarrevier gegangen ist. Hat so was schon mal einer erlebt? Ich bin ganz sicher gut abgekommen [= gut getroffen], worauf auch alle Pirsch- und Schusszeichen im Schnee hindeuten [= Blut, Organ- und Knochenteile, die durch den Schuss aus dem Körper des Tieres geschlagen werden]. Ich habe auf dem Autodach aufgelegt und geschossen, weswegen ich mir meiner Sache absolut sicher bin, gut abgekommen zu sein. Im Schnee konnte man die Riefen der wenigen Schrote erkennen, die nicht getroffen haben (was übrigens ein sehr interessantes Bild ist). Schweiß [= Blut] war auf der gesamten Fährte wie hingetupft ungefähr alle paar Meter in unterschiedlicher Stärke zu erkennen.«

»30.06spr« schreibt: »Bei unserer Treibjagd hat ein Schütze auf ideale Schrotschussentfernung einen Fuchs beschossen und der rollierte auch sofort [= überschlug sich mehrmals]. Ein junger Hund sofort drauf, doch der Fuchs hatte noch was dagegen, sich apportieren [= vom Jagdhund wegtragen] zu lassen. Der junge Hund nur noch halbherzig an den Fuchs und schießen war nicht mehr möglich. Auch dieser Fuchs hat stark geschweißt [= geblutet] und man konnte ihn bis zu einen Kunstbau ausgehen [= verfolgen]. Diesmal die Eingänge verschlossen und am nächsten Tag mit dem Terrierführer dahin. Da war ich nicht mehr dabei. Aber Resultat war: Fuchs gesprungen [= aus dem Bau geflüchtet], Schützen noch nicht richtig fertig, weil alle der Meinung waren: Der ist bestimmt schon tot! Fuchs zum zweiten Mal weg.«

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Fuchs mit Bauchschuss.

Bild: Pelli

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Fakten gegen die Jagd

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Gruß Hubert

 

Sadistische Jäger hetzen Hunde auf Katzen   Leave a comment

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Das Tierschutzgesetz verbietet es, Tiere aufeinander zu hetzen. Leider ist das bei vielen Jägern gängige Praxis. 

Aus wildbeimwild.com

PETA erstattet Strafanzeige gegen Jäger in Rheinland-Pfalz

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Ein im Internet kursierendes Video zeigt mehrere Jagdhunde, die unter den Anfeuerungsrufen eines Mannes eine lebende Katze schütteln, beissen und schliesslich auseinanderreissen. Ein Zeuge gab PETA einen Hinweis auf den mutmasslichen Täter.

 

Die Tierrechtsorganisation hat den Mann, einen Jäger, der in Rheinland-Pfalz Jagdhunde züchtet, wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angezeigt, die daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. PETA fordert neben einer empfindlichen Strafe auch ein Jagdverbot und den Entzug des Jagdscheines für den Mann.

Der durch das Video bezeugte extreme Sadismus des Mannes zeigt, dass die Hobby-Jagd nichts weiter ist, als ein blutiges Hobby“, so Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei PETA. „Der Täter hat die Katze bewusst grösstem Leid ausgesetzt und hatte seine Freude daran zuzuschauen, wie sie stirbt. Ein solches Verhalten ist nicht nur abscheulich und empörend, es offenbart auch die Gewaltbereitschaft und Gemeingefährlichkeit dieses Hobby-Jägers.

Das Tierschutzgesetz verbietet es, Tiere aufeinander zu hetzen. Auch das Töten der Katze war gesetzwidrig, denn diese dürfen von Hobby-Jägern nur dann getötet werden, solange sie erkennbar wildern. Zwar distanzierte sich der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz von dem Vorgehen des Hobby-Jägers; solche Fälle ereignen sich jedoch unzählige Male in Deutschland. Rohe Gewalt bei der Jagd ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Hobby-Jäger bieten in ihren Online-Shops ganz bewusst Duftstoffe an, um Katzen anzulocken und in Fallen zu fangen. Jedes Jahr werden in Deutschland schätzungsweise 350.000 Katzen von Hobby-Jägern erschossen, unter dem Vorwand, dass sie die Artenvielfalt bedrohten. Die grösste Gefahr für die Wildtiere sind jedoch die Hobby-Jäger selbst.

Anerkannte Wildbiologen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. So müssen dem renommierten Biologen Prof. Dr. Josef Reichholf zufolge die nahezu ausgerotteten Wölfe nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet. Auch englische Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich beispielsweise Fuchspopulationen aufgrund von Nahrungsverfügbarkeit und sozialen Faktoren von selbst regulieren. Die Jagd hingegen zerstört die Alters- und Sozialstrukturen der Tierpopulationen, was bei den Überlebenden zu erhöhter Fortpflanzung führt. Verluste in der Population werden somit rasch durch Nachkommen und Zuwanderung wieder ausgeglichen oder gar überkompensiert. Die Jagd ist unnötig, kontraproduktiv und grausam.

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobby-Jägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen. Hinzu kommen bundesweit etwa fünf Millionen Hobbyangler. PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht dazu sind, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

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Sadistische Jäger hetzen Hunde auf Katzen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 13. September 2018 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger, Uncategorized

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Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd   2 comments

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Peter Wohlleben ist Jäger und Förster und fordert die Abschaffung der Jagd. Anzunehmen ist, dass er selbst die Jagd nicht mehr ausübt. Er hat mehrere Bücher verfasst und bringt interessante Informationen, die ganz sicher nicht jedem bekannt sind. Einige Positionen teile ich allerdings nicht, wie diese:

„In seinem Gemeindewald habe er die Bürgerjagd eingeführt. Jeder Bürger und jede Bürgerin mit Jagdschein aus der Gemeinde dürfe im Wald nach Anmeldung kostenlos jagen. Er selbst als Förster gebe aber die Abschusszahlen vor.“

Das widerspricht ja der Forderung die Jagd abzuschaffen.

Aus Martinballuch.com

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Peter Wohlleben ist Jäger und Förster. In seiner Jugend hat er mit einer gewissen Begeisterung auf Hirsche geschossen. Heute betreut er den Gemeindewald von Hümmel in der Eifel im Westen Deutschlands. Ökologie und Tierschutz sind ihm mittlerweile zweifellos ein großes Anliegen, wie er in seinen vielen Büchern, insbesondere „Der Wald. Ein Nachruf“, beweist. Und für die Jagd kommt er darin zu besonders beeindruckenden Schlussfolgerungen.

Seit 1900, so Wohlleben, gebe es die Trophäenjagd. Seither will man also besonders große männliche Tiere schießen und seither möchte man daher mindestens 100 Tiere der jeweiligen Art pro Revier haben, um daraus abnorm große Trophäen züchten zu können. Mit einer Untergrenze von über 1 km² Grundfläche, bevor ein Gebiet bejagt darf, haben es sich die Oberen 10.000 so gerichtet, dass sie bei der Jagd unter sich sind. Nur Großgrundbesitzer_innen können da mithalten. Und auf ihrem Besitz werden nun hohe Tierpopulationen erhalten, um die Feudaljagd zu ermöglichen.

Pro Wildschwein, so Wohlleben, werden jährlich 130 kg Kraftfutter ausgebracht, im Mittel also 12,5 kg pro kg erlegtem Wildbret. Damit sei die Fleischproduktion in der Jagd um das Dreifache weniger effizient als die Massentierhaltung!

Die natürliche Populationsdichte sei 1 Reh pro km², heute gebe es aufgrund der Fütterungen etwa 50. Dazu würden 10 Hirsche und 10 Wildschweine pro km² kommen. In vielen Revieren habe man auch nichtheimische Tierarten wie Damhirsch und Mufflon für die Jagd zusätzlich ausgesetzt. Ein einzelnes Reh würde 15.000 Triebspitzen von Jungbuchen pro Tag verzehren. Bei 1 Reh/km² ließe sich trotzdem ein Urwald erhalten. Bei der von der Jagd aufgezüchteten Wilddichte blieben aber nur die ortsfremden Fichtenmonokulturen bestehen, alles Andere würde verbissen. Die jährlichen Wildschadensberichte am Wald sollte man daher „Jagdschadensberichte“ nennen, so Wohlleben.

Die heutige Jagdpraxis zerstöre daher nicht nur den Wald, sondern führe auch zu zahlreichen Autounfällen. Die Jagd treibe die Tiere in die Nachtaktivität. Zusätzlich würden durch die Überpopulation Jährlinge bei den Rehen auf Reviersuche weite Strecken zurücklegen müssen. Die Folge seien 240.000 Autounfälle allein mit Rehen in Deutschland pro Jahr. Dabei würden 2600 Menschen verletzt.

Aber auch die Zeckenplage und die meisten der damit einhergehenden Erkrankungen an Borreliose und FSME führt Wohlleben auf die Jagd zurück. An einem Hirsch würden sich im Durchschnitt zu jedem Zeitpunkt 100 Zecken mit Blut voll saugen und dann jeweils 3000 Kinder gebären. Weil die Population an Hirschen aufgrund der Jagd das 50fache der natürlichen Population ausmacht, gibt es 50 x 3000 = 150.000 Mal mehr Zecken als ohne Jagd – die dann exponentiell mehr Kinder bekommen.

Auch die Erhöhung der Fluchtdistanz führt Wohlleben auf die Jagd zurück. In nichtbejagten Gebieten könnte man Tiere aus großer Nähe beobachten. In bejagten Gebieten wird dieses Erlebnis den Erholungssuchenden im Wald aufgrund der Jagd versagt. Die Tiere würden jedenfalls, so Wohlleben, nicht aufgrund von Wanderern, sondern aufgrund der Jäger_innen an erhöhtem Stress leiden. Gäbe es statt den menschlichen Jäger_innen ausreichend Wölfe, Luchse und Bären, dann wäre nicht nur die Populationsdichte von Paarhufern reduziert, sie würden auch vermehrt am Waldrand leben und sich nicht ins Dickicht zurückziehen, wo sie potentielle Freßfeinde nicht erkennen könnten. Sie würden daher weniger Wildverbiss anrichten.

Insbesondere in seinem Buch „Der Wald. Ein Nachruf“ erzählt Wohlleben reihenweise Geschichten von Jäger_innen, die die Politik und die Förster bestechen, um illegalen Jagdpraktiken frönen zu können. So könnten sie sich Wanderern gegenüber als Jagdherren aufspielen, wie der frühere Adel. Darüber hinaus schießen sie pro Jahr 400.000 Katzen und Hunde in Deutschland.

Aus all diesen Gründen, so Wohlleben, sei es an der Zeit über die Abschaffung der Jagd nachzudenken. Die Jägerschaft erlege weniger Tiere als geboren werden, weil es ja zu keiner Reduktion der Populationen kommt, und sei daher ökologisch unnötig. Wäre die Jagd abgeschafft, dann könnten sich Wolf und Luchs ausbreiten, mit allen positiven Folgen. Die Wiederkäuerpopulation würde gesenkt und der Verbiss am Wald drastisch reduziert.

Zumindest, so Wohlleben, sollten wir die Jagd professionalisieren. Mit ausschließlich Berufs- statt Hobbyjäger_innen würden zumindest Wildfütterungen, Bestechungen und die Anpöbeleien verschwinden.

Zuletzt referiert Wohlleben noch über ein interessantes Experiment in seinem Gemeindewald. Dort habe er die Bürgerjagd eingeführt. Jeder Bürger und jede Bürgerin mit Jagdschein aus der Gemeinde dürfe im Wald nach Anmeldung kostenlos jagen. Er selbst als Förster gebe aber die Abschusszahlen vor. Das habe zu hervorragenden Ergebnissen geführt. Doch weil dadurch die in den Nachbarrevieren angefütterten Populationen mit abgeschossen würden, sei man von Seiten der Jägerschaft sehr gegen ihn vorgegangen. Das habe bis zu Morddrohungen gereicht. Trotz politischer Interventionen habe er aber seinen Posten behalten dürfen, weil die Gemeinde hinter ihm stehe.

Ob Wohlleben bei all dem Druck seitens der Jägerschaft es heute noch wagt, solche Positionen zu vertreten, entzieht sich meiner Kenntnis. Sein Nachruf auf den Wald wurde 2013 veröffentlicht.

Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 15. August 2018 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger, Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Jagd ist Unkultur   9 comments

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Da bin ich ganz bei wildbeimwild.ch bei dieser Aussage. Würdelos und verhöhnend die Sprache der Jäger über die Tiere. Es zeigt ihre Verachtung für das Wild und die Tiere allgemein.

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Der moderne Hobby-Jäger ist bekannt für seine zwiespältige Denkweise und egoistischem Bewusstsein.

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Im Laufe der Zeit hat sich daraus sogar eine eigene, armselige Sprache entwickelt. Ziel dieser Jägersprache ist es, eine tief greifende Distanz zwischen Tier und Mensch zum Ausdruck zu bringen, um den Tötungsakt bei der Jagd zu verharmlosen. Zum Beispiel wird eine Rehdame „angesprochen“ (beurteilt in Bezug auf Alter, Geschlecht und Gesundheit), ihr wird die Kugel „angetragen“. Dem erlegten Wild wird ein „Bruch“ (letzter Bissen) in den „Äser“ (Maul) gelegt und es wird anschliessend „aufgebrochen“ (ausgenommen). Füchse haben keine Jungen, sondern ein „Geheck“. Blut ist „Schweiss“, ein angeschossenes Tier ist „angeschweisst“ und „krankgeschossen“. Der Bauchschuss eines Rehs mit heraushängenden Eingeweiden ist ein „waidwundes Stück Wild“. Die Haut von Wildtieren nennt man „Decke“. Jäger töten keine Tiere, sondern erlegen ein „Stück“ Wild. Rabenvögel, Katzen usw. sind „Raubzeug“, und so weiter und so fort. Jedem Menschen wird klar, dass sich hinter dieser Jägersprache eine Herabsetzung und Verhöhnung von Lebewesen verbirgt. Fühlenden und schmerzempfindlichen Geschöpfen nimmt man so neben dem Leben auch noch die letzte Würde. Die Jägersprache ist sowohl für den Alltagsgebrauch als auch im wissenschaftlichen Kontext irrelevant.

Hobby-Jäger werden zu Recht von Natur- und Tierschützer, Politiker usw. immer wieder an die kurze Leine genommen. Jeder Jäger und seine Schiessereien ist eine Störung und Minderung der Lebensqualität. In Gebieten, in denen nicht gejagt wird wie zum Beispiel im schönen Kanton Genf, kann man Wildtiere auch tagsüber aus der Nähe beobachten, ohne dass sie in panischer Angst vor einem davonrennen.

Die meisten Hobby-Jäger von heute sind anachronistisch und leben bei einer genaueren Analyse Gedankengut der puren Gewalt. Hobby-Jäger sind militant. Sie morden aus ihrem Blickwinkel minderwertige Lebewesen oder für eine Trophäe. Das Töten wird mit primitiven und sektiererischen Ritualen sowie Alkohol beglückwünscht und gefeiert. Hobby-Jäger manipulieren, stören, quälen und zerstören. Ihre Taten und Jagdmethoden sind zum Teil so brutal und bestialisch, dass sie sich nicht getrauen, darüber in der Öffentlichkeit zu reden, aus Angst vor Repressalien aus den eigenen Reihen.

 

Ein Zeichen von Primitivität ist, die Einbildung und ein stures Beharren darauf

Ähnlich gestrickte Individuen wie die heutigen Hobby-Jäger haben im Mittelalter Jagd auf Hexen, Andersgläubige usw. gemacht oder in der Moderne die Frauen als minderwertige Wesen betitelt, ihnen das Wahlrecht oder die Gleichberechtigung abgesprochen. Der moderne Hobby-Jäger ist wie unvernünftiges Tier. Meist abscheuliche und unbelehrbare Menschen, die bei der Ausübung ihres Blutsportes zu nichts Gutem taugen.

Hobby-Jäger orientieren sich gerne an Steinzeitmenschen und sind empfänglich für unwissenschaftliche Theorien, Lügen sowie wilden Fantasien.

Die Jagd und der Fleischkonsum spielte bei der Evolution des Menschen eine entscheidende Rolle. Die Jagd ermöglichte erst die Vergrösserung des Gehirns.

Geistert zum Beispiel mantramässig in den einschlägigen Jägerkreisen. Dabei wird aber nicht beantwortet, weshalb andere, reine Fleischfresser kein grösseres Gehirn entwickelten. Hund, Katze und andere Beutegreifer haben sichtbar nicht die grössten Gehirne. Die aktuelle Wissenschaft weiss heute jedoch, dass Vegetarier länger leben und wenn man vegetarisch lebenden Tieren Fleisch verfüttert, sich Geisteskrankheiten entwickeln, wie wir bei den Kühen (BSE) unlängst schockierend erfahren mussten. Der Mensch ist in erster Linie Nüsse-, Gemüse-, Obst-, Hülsenfrüchte also Pflanzenesser und nicht Karnivore.

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Jagd Probleme

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In Tat und Wahrheit weiss die moderne Wissenschaft fast nichts über die Evolution des Gehirns. Es gibt praktisch im Jahreszyklus andere Theorien darüber, aufgrund neuen Entdeckungen und Erkenntnissen.

Die Grösse oder das Gewicht des Gehirns hat auch nichts mit dem Intelligenzquotienten zu tun. Intelligenz entsteht durch Neuronenverbindungen im Gehirn. Das Gehirn eines Mannes ist grösser, als das einer Frau, beide haben aber im Schnitt die gleiche Anzahl Neuronenverbindungen, beim Mann sind diese einfach nur länger.

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Fleischkonsum in unvorstellbare Höhe geschnellt, dennoch wächst das menschliche Gehirn nicht – wie es aufgrund der These der Hobby-Jäger naheliegend wäre, sondern es schrumpft! Dies haben Wissenschaftler der Universität von Kalifornien und Pittsburgh beweisen können. Das Gehirn zieht sich zum Beispiel auch zusammen bei lang anhaltenden Depressionen. Das evolutionär bedingte Wachstum des menschlichen Gehirns dürfte viel eher mit der Entdeckung des Feuers zu tun gehabt haben, sodass sich eine Fülle neu verfügbarer Energie zur Verfügung stellte.

Wenn Menschen aus der Not heraus gejagt haben und moderne Hobby-Jäger jetzt behaupten, Fleisch sei für die Entwicklung des Gehirns und dessen Grösse das essenzielle Nahrungsmittel gewesen, ist dies, dem Naturell der Hobby-Jäger, einfach etwas kurz gedacht.

Die heutige Jagd ist auch kein Handwerk, sondern eine Unkultur mit all den sinnlose praktizierten Tierquälereien. Jäger und moderne Zivilisation verträgt sich so gut wie Feuer und Wasser oder ein pädophiler Kindergärtner im Kindergarten.

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Dass es auch anders geht, zeigt Genf

Der seit 1974 von Hobby-Jäger befreite Kanton Genf hat die, durch die unprofessionellen Hobby-Jäger und selbstsüchtigen Jagdverwaltungen, hausgemachten Wildtierprobleme nicht. 2011 wurde zum Beispiel kein einziger Rotfuchs, Marder, Reh, Rothirsch, Dachs usw. geschossen.

Unwiderlegbare Beweise für mehr Biodiversität sind Gebiete, in denen die Jagd verboten wurde, wie der ausgedehnte Nationalpark Gran Paradiso in Italien (seit 1922 Jagd-frei). Die Jagdbefürworter versuchten auch damals das Schreckgespenst einer zu hohen Wilddichte in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern und ihnen einzureden, dass durch ein Verbot der Jagd erhebliche Schäden an Wald und in der Landwirtschaft zu erwarten seien. Die Wirklichkeit sieht aber auch anders aus: Die Grösse der Wildpopulationen und die Schäden durch Wildverbiss sind in den jagdfreien Gebieten nicht grösser als in den Gebieten, in denen gejagt wird.

Hobby-Jäger bekämpfen in der Regel auch keine Seuchen, sondern sind die Seuche. Im Volksmund werden Hobby-Jäger deshalb heute auch als die grüne Pest benannt, die unzählige Lebewesen aus purer Jagdleidenschaft dahinrafft. Hobby-Jäger erfreuen sich an Kadavern. Wildtiere haben unter dem Joch der Hobby-Jäger praktisch kein Recht auf eine natürliche Sterblichkeit. Wildtiere mögen keine Hobby-Jäger.

Hobby-Jäger und Jagddruck sind das Problem und Ursache für grosse Wildtierpopulationen, wie man unlängst herausgefunden hat.  Die Jagd dient in erster Linie dazu, persönliche und wirtschaftliche Interessen mit Gewalt durchzusetzen, die durch selbst gemachte Überpopulationen bestimmter Wildtierarten entstehen.

Durch die Hobby-Jäger werden einige Wildtiere widernatürlich in den schützenden Wäldern parkiert, um sie anschliessend als Schädlinge zu titulieren. Hobby-Jäger haben Spass am Töten von Lebewesen.

Die heutige Jagd zerstört das soziale Zusammenleben der Wildtierarten, das ökologische Gleichgewicht, ihre natürlichen Verhaltensweisen, Familienstrukturen und Sozialverbände, Benutzung von Bauten und Verstecken, Wechsel von Tag– zur Nacht­aktivität, verstärkte Abwanderung in nicht bejagte Siedlungsgebiete, unnatürliche Tierkonzentrationen in den Wäldern, nonstop Flüchtlinge im Kriegsgebiet usw. Von einer artgerechten Lebensweise der Wildtiere kann keine Rede sein.

Moderner Erkenntnisstand in Ökologie und Wildbiologie sowie Fallbeispiele zeigen auf, dass sich die Bestandsdichte von Wildtieren dynamisch aufgrund von Nahrungsangebot, Territorialität, Klima, Krankheiten, Ressourcen sowie sozialen und physiologischen Faktoren usw. ohne menschliches Zutun regelt, wenn sie nicht zerschossen wird. Der Jagddruck sowie andere Faktoren hingegen erhöht die Reproduktionsraten der betroffenen Tierpopulationen, was man nicht nur bei den Wildschweinen, Füchse, Rehen, Hirschen, Tauben, sondern bei jeder Spezies (Arterhaltung, Überlebensinstinkt, Geburtenausgleich usw.) beobachten kann.

Kulturlandschaft bedeutet auch, dass man die Kultur der Gewaltlosigkeit gegenüber Lebewesen praktiziert. Jagd auf Lebewesen ist Unkultur, genauso wie es Sodomie, Stierkampf oder Krieg ist. Zivilisierte Kultur ist: du sollst nicht töten, dies hatte auch Hubertus – der Schutzpatron der Jäger – erkannt.

Das heutige Jagdwesen ist ein nicht endender Teufelskreis, an dem die Hobby-Jäger ihre Freude haben.

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Jagd ist Unkultur

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 23. Juni 2018 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Uncategorized

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„Keine Jagd auf meinem Grundstück!“   Leave a comment

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Es ist ein Skandal sondersgleichen, wenn man auf dem eigenen Grundstück machtlos zuschauen muss wie so ein verdammter Jäger mein Haustier abschießt. Ich frage mich wie stark die Jäger-Lobby in der Politik verankert ist, damit es solche unglaublichen Gesetze gibt? Dagegen spreche ich mich mit aller Entschiedenheit aus. Schlimm genug, wenn diese Jägersbrut im Wald alles über den Haufen schießt.

WO leben wir denn??

Aus aktuellem Anlass muss ich auch die Bauern scharf kritisieren, die wegen der afrikanischen Schweinepest verlangen, dass 70 Prozent der Wildschweine abgeschossen werden sollen. Dabei ist bewiesen, dass diese Schweinepest fast ausschließlich durch menschliches Fehlverhalten eingeschleppt wird.

Hier aus der Bürgerinitiative zwangsbejagung-ade.at

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Müssen Tierfreunde dulden, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere schießen?

 

Stellen Sie sich vor, Sie bewohnen ein Haus am Waldrand und besitzen eine Katze, die hin und wieder auf Ihrem benachbarten Waldgrundstück Mäuse jagt. Sie sind gegen die Tötung von Tieren auf Ihrem eigenen Grund und Boden eingestellt – und dennoch passiert das aus moralischer, ethischer und rechtlicher Sicht Unfassbare: Sie müssen auf Ihrem eigenen Grundstück die Tötung Ihrer geliebten Katze durch einen oder mehrere Jäger dulden.

Die Jäger dürfen auf Ihrem Grundstück Fallen aufstellen und Schießtürme errichten. Sie dürfen jagende Freunde einladen, die eine »fröhliche« Gesellschaftsjagd veranstalten und vor Ihren Augen Rehe, Hasen oder Vögel abknallen – wohlgemerkt: auf Ihrem Grundstück. Dabei dürfen die Jäger den Boden Ihres Grundstücks mit Blei kontaminieren, ohne die Altlasten hinterher wieder nach dem Verursacher­prinzip beseitigen zu müssen. »Ist dies überhaupt zulässig?«, fragt empört der Tierfreund.

Wird auch Ihr Grundstück zwangsbejagt? – AUSTRITT JETZT!

 

Sie können davon ausgehen, dass die Jagd auf Ihrem Grund und Boden ausgeübt wird, sofern Ihre Wiese, Ihr Feld oder Ihr Waldgrundstück außerhalb der Ortschaft liegen und nicht befriedet sind. Sie sind dann zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagd­genossenschaft und müssen dulden, dass bewaffnete Jäger Ihr Grundstück betreten, dort Schießtürme errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, dort Gesellschaftsjagden abhalten, Wildtiere und Haustiere (Katzen und Hunde) totschießen. Sie finden, das ist ein Skandal? – Dann schließen Sie sich uns an!

Stellungnahme von Prof. Dr. Josef Reichholf zu Fragen vom Verfassungsgerichtshof vom 20.06.2017

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„Keine Jagd auf meinem Grundstück!“

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Gruß Hubert