Archiv für das Schlagwort ‘Religionskritik

„Aufgeklärte Religion aussterbend wie Männergesangsvereine“   Leave a comment

.

Ein Interview mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon von deutschlandfunk.de

Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon sieht in Religionen gerade derzeit eine „Wurzel gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ und autoritärer Tendenzen. „Je liberaler eine Religionsgemeinschaft auftritt, desto eher verliert sie Anhänger“, sagte er im Dlf.

Michael Schmidt-Salomon im Gespräch mit Christiane Florin

.

Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. (David Ertl)

.

Religionen beeinflussen täglich politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen, weltweit. Doch sie sind nicht die einzigen derart wirkmächtigen Weltanschauungen. Auch Atheismus – die Ansicht, dass es keinen Gott gibt – hat tiefgreifende gesellschaftliche, kulturelle und politische Folgen.

Einer der bekanntesten Atheisten Deutschlands ist der Philosoph Michael Schmidt-Salomon. Er ist Mitgründer und Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, die sich nach eigenen Angaben für „evolutionären Humanismus“ und Aufklärung als „Leitkultur“ einsetzt. Benannt ist sie nach einem der „bekanntesten Opfer von religiöser Gewalt“, wie Schmidt-Salomon sagt: Der Priester und Philosoph Bruno wurde 1600 von der katholischen Kirche als „Ketzer“ auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Im Interview erklärt Schmidt-Salomon, welche Konsequenzen die atheistische Weltanschauung des evolutionären Humanismus fürs Denken und Handeln hat, wo sie sich mit einem liberalen Religionsverständnis vereinbaren lässt – und warum religiöse Dogmen als „kulturelle Zeitmaschinen“ so gefährlich sein können.


Christiane Florin: Herr Schmidt-Salomon, warum haben Sie sich überhaupt für eine Weltanschauung, einen -ismus entschieden?

Michael Schmidt-Salomon: Der evolutionäre Humanismus hat eine wunderbare Eigenschaft: Er ist eben evolutionär, das heißt, er ist auf einen Wandel ausgelegt. Er erhebt den Wandel zum Programm, es gibt also keine absoluten Dogmen, keine heiligen Schriften, keine unfehlbaren Propheten, die den Zugang zur absoluten Wahrheit haben. Wir gehen davon aus, dass alles, was Menschen sagen, was sie denken, fehleranfällig ist. Das wir zeitbedingten, kulturbedingten, kognitiven Verzerrungen unterliegen, und deshalb müssen unsere Erkenntnisse stetig verändert werden – und das hat mich eben sehr angesprochen, an dieser Art des Denkens, da gibt es einen kategorischen Imperativ auf diesem Feld, und der lautet: Wir müssen falsche Ideen sterben lassen, bevor Menschen für falsche Ideen sterben müssen. Und das ist in der Geschichte leider allzu selten geschehen.

„Ich würde nicht behaupten, dass der Glaube an Gott widerlegt ist“

Florin: Sie wurden nicht als evolutionärer Humanist geboren. Sie wurden auch nicht als solcher getauft, das wäre ja ein Widerspruch im System. Wie sind Sie es geworden?

Schmidt-Salomon: Na ja ich wurde tatsächlich katholisch getauft. Ich hatte als Kind und auch heute noch ein starkes Verlangen nach logischer Konsistenz. Also, wenn sich jemand in einem Satz widersprochen hat oder Dinge behauptet hat, die mit den offenkundigen Fakten überhaupt nicht in Einklang zu bringen sind, hat mich das immer sehr stark irritiert.

Florin: Was war das zum Beispiel, was Sie da irritiert hat als Kind?

Schmidt-Salomon: Beispielsweise, wenn die Menschen tatsächlich glauben, dass vor 2.000 Jahren ein Mensch gestorben und von den Toten wiederauferstanden ist und dass sie tatsächlich das Heil finden, wenn sie diesem Manne nachfolgen, warum strengen sie sich da nicht mehr an? Und gleichzeitig habe ich mich natürlich gefragt: Kann das überhaupt stimmen, dass diese Geschichte passiert ist? Oder ist das gewissermaßen so eine Art Fake News der Vergangenheit? Den Begriff hatte ich damals natürlich nicht, aber ich habe mir darüber sehr viele Gedanken gemacht. Ich war auch wirklich bereit, mich von irgendeinem religiösen Glauben überzeugen zu lassen, aber das hat nicht funktioniert.

Bibelwissenschaft – Der Professor und die Fake News
Simone Paganini wendet einen neuen Begriff auf ein altes Buch an und sucht nach „Fake News in der Bibel“. Und er wird fündig: bei Evas Apfel, Marias Jungfräulichkeit – und beim Machtanspruch der Päpste.

Florin: Das Evolutionäre im evolutionären Humanismus greift die Evolutionsbiologie auf – und das bedeutet unter anderem, dass der biblibsche Schöpfungsbericht widerlegt wird. Wieso ist damit auch der Glaube an Gott widerlegt, wenn man sagt, der Schöpfungsbericht, der stimmt nicht, das kann gar nicht so passiert sein?

Schmidt-Salomon: Ich würde gar nicht behaupten, dass der Glaube an Gott widerlegt ist. Das Problem an diesem Begriff Gott ist, dass er nicht hinreichend definiert worden ist oder dass es unzählige Definitionen von Gott gibt. Ich kann nicht per se sagen, dass alle Definitionen im Widerspruch zu unseren wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen. Ich habe Menschen getroffen, die haben gesagt: „Gott ist doch nur die Summe des Seins.“ Oder: „Gott ist die Liebe.“ Da ich weder an die Existenz dieses Universums zweifle noch an der Möglichkeit der Liebe, habe ich keinen Grund, diese Gottesvorstellungen widerlegen zu müssen. Ich würde nur als Philosoph darauf bestehen, die Liebe Liebe und das Universum Universum und das Sein Sein zu nennen, weil es sonst zu Verwechslungen führt. Meine Schwierigkeiten sind natürlich dann gegeben, wenn einem Gott bestimmte personale Eigenschaften zugeschrieben werden, wenn das mit einer Heilsgeschichte verbunden ist, die mit dem, was wir über die Welt wissen, schwerlich in Einklang zu bringen ist.

„Viel Sinnvolles, sehr viel Unsinniges, sehr viel Gefährliches“

Florin: Sie lehnen Religion für sich selbst ab. Warum möchten Sie auch, dass sich andere von der Religion verabschieden? Oder ich könnte auch andersherum fragen: Missionieren Sie für Ihren evolutionären Humanismus?

Schmidt-Salomon: Also, ich will Menschen überzeugen mit guten Argumenten. Das heißt noch nichtmals, dass ich alle Religionen ablehne. Es gibt durchaus Überschneidungen zwischen meiner Philosophie und bestimmten Strömungen, die in allen Religionen entstanden sind. Beispielsweise große Übereinstimmungen mit Meister Eckhart im Christentum, dem Advaita-Hinduismus, dem Zen-Buddhismus, mit manchen Sufi-Strömungen im Islam, ich bin großer Anhänger von Spinoza – na gut, der wurde aus der jüdischen Gemeinde verbannt –, also es ist nicht so, dass ich generell sagen würde, ich lehne Religion ab. Ich sehe Religion tatsächlich an als kulturelle Schatzkammer der Menschheit, da findet man Sinnvolles, aber auch sehr viel Unsinniges und auch leider sehr viel Gefährliches. Ich würde eben anraten, dass wir die Religion einer kritischen Prüfung unterziehen. Würden die Menschen das gleiche Maß an Rationalität an ihre Weltanschauung anlegen, das sie beispielsweise zeigen, wenn sie ein Smartphone auswählen, dann sähe die Welt schon deutlich besser aus.

Florin: Was ist das Gefährliche an den Religionen? Ich nehme an – oder ich weiß: Sie haben nicht eine einzelne Religion im Visier, sondern es ist etwas grundsätzlich Gefährliches, das Sie Religion attestieren.

Schmidt-Salomon: Es ist diese starke Konzentration auf vermeintlich ewig existierende, absolute Werte. Wir wissen, dass sich die Menschheit im Verlauf ihrer kulturellen Evolution verändert hat. Dass wir auch uns in ethischer Hinsicht tatsächlich weiterentwickelt haben, von Wesen, die ursprünglich nur in den Grenzen der eigenen Horde gedacht haben, später vielleicht in den Grenzen der eigenen Religionsgemeinschaft oder der eigenen Nation bis hin zur Formulierung universeller Menschenrechte. Die Religionen sind zu einem Zeitpunkt entstanden, als diese Gedanken nicht konsensfähig waren in den Gesellschaften, insofern sind sie häufig so etwas wie kulturelle Zeitmaschinen, die Werte in die Jetztzeit bringen, die eigentlich längst obsolet sind.

„Nächstenliebe und Fernstenhass gehen leider Hand in Hand“ 

Florin: Welche Werte meinen Sie da?

Schmidt-Salomon: Es gibt beispielsweise diese Konzentration auf die eigene Gruppe. Das eigentliche ethische Problem besteht ja nicht in der Nächstenliebe, sondern im „Fernstenhass“. Nächstenliebe und Fernstenhass gehen leider, in der Regel, Hand in Hand. Die Religionen haben ja nicht eine Ethik, sie haben immer zwei Ethiken: eine Ethik für die Mitglieder der eigenen Religion und eine ganz andere für die Außenstehenden.

Florin: Was meinen Sie damit? Dass sozusagen das Außenbild harmloser ist, als das Bild, was man nach innen vermittelt, oder umgekehrt?

Schmidt-Salomon: Nein. Liebevoll, barmherzig, gütig zeigt sich Gott und soll sich der Gläubige zeigen gegenüber denjenigen, die auf dem rechten Pfad der Tugend sind.

Florin: Eigentlich nicht. Wenn Sie das Neue Testament nehmen: Da wendet sich Jesus ja gerade denen zu, die nicht auf dem rechten Pfad der Tugend sind und sagt: Ich helfe dir trotzdem.

Schmidt-Salomon: Ja, aber sie gehören zur gleichen Community. Wer aber trotz der Belehrung sich nicht daran hält, für den ist das ewige Höllenfeuer vorgesehen. Die Stellen, in denen Jesus das beschreibt, sind gewaltig. Selbst in der Bergpredigt oder in den Korrespondenzstellen finden Sie diese Passagen. Also beispielsweise, wer eine Frau lüstern anschaut, für den wäre es besser, er hätte sich die Augen aus dem Kopf gerissen, als sehenden Auges in das ewige Höllenfeuer zu kommen, wo der Wurm niemals stirbt. Das sind sehr massive Gewaltbotschaften, die auch im Neuen Testament angelegt sind, und auch in der Offenbarung des Johannes. Ich kenne keine Passage von de Sade, die so von grenzenlosem Sadismus der Bestrafung der anderen geprägt ist. Und das ist ja eigentlich das, was Religionen ausmacht: Sie schaffen einen Zusammenhalt in der eigenen Gruppe unter Abgrenzung von den anderen. Das ist die Wurzel von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Das erklärt auch, warum wir heute weltweit diese merkwürdige Internationale der Nationalisten haben, wo sich nationale Chauvinisten mit reaktionären Religiösen verbinden. Egal, wo Sie hinschauen in der Welt. Das ist ein Phänomen des Christentums, der Evangelikalen in den USA, der Katholiken in Polen…

„Nationalistische und reaktionäre religiöse Strömungen gehen zusammen“

Florin: Der Orthodoxen…

Schmidt-Salomon: … der Orthodoxen in Russland. Sie haben es im Islam in Saudi-Arabien, in der Türkei, im Iran an nationale Werte gekoppelt. Sie haben es auch bei den ultra-orthodoxen Juden in Israel. Sie haben es bei den radikalen Hindus und bei den radikalen Buddhisten. Das ist ein Phänomen: dieses Zusammengehen von nationalistischen und reaktionären religiösen Strömungen. Und wir können dem, meines Erachtens, nur entgehen, wenn wir diesem identitären Diskurs entgehen…

.

Michael Schmidt-Salomon sieht Nationalismus und Religion vielerorts im Schulterschluss (picture-alliance/AP/Alexander Zemlianichenko)

.

Hier weiterlesen:

„Aufgeklärte Religion aussterbend wie Männergesangsvereine“

.

Gruß Hubert

 

Dr. Gunter Bleibohm – Zerfall eines Wahns – Teil 1   Leave a comment

.

Gunter Bleibohm zertrümmert den Wahn und die Arroganz von der Gottesebenbildlichkeit der Anthropozentristen.

.

Der Zerfall eines Wahns

Furcht und Lüge

Furcht ist die Hintergrundstrahlung des Lebens und begleitet das Individuum durch alle Lebensphasen. Manchmal ist sie kaum spürbar, manchmal dominiert sie alles Handeln, lähmt das Denken und erzeugt tiefe Unsicherheit. Der Mensch setzt der Furcht in der Regel die Hoffnung entgegen. Hoffnung und Furcht sind  siamesische Zwillinge, die im ständigen Ringen um die tägliche Befindlichkeit ihren Kampf austragen, ständig, immer, solange bis der Lebenskampf endgültig beendet  ist.

Dem Menschen begegnet die Furcht in vielfältiger Form. Furcht entsteht in seinem Inneren, in seinen Gedanken, in seiner Lebenssituation sowie in Kontakten oder Konflikten, die an das Individuum von außen, von Staat, Gesellschaft, von Religion und Moral herangetragen werden. Sie wird gespeist aus der Gegnerschaft von subjektiver Empfindung und objektiver Realität.

In dieser permanenten Auseinandersetzung im Kampf um Selbstbehauptung, Selbstsicherheit , Selbstverwirklichung mit den Störgrößen der Realität, hat der Mensch Strategien entwickelt, den Kampf erfolgreich  – oder zumindest befriedigend – für sich zu gestalten. Ein bewährtes Mittel der Abwehr ist die Lüge. Angefangen bei der kleinen Notlüge, der Schummelei, dem Ausweichen, Vermeiden und Verleugnen bis hin zum manifesten Betrug. Furcht ist somit die Quelle, die Mutter aller Lügen.

Die Lüge – von der Schummelei bis zur gezielten Täuschung – richtet sich primär nach außen, wendet sich gegen Dritte, ist ein tägliches Instrument in Gesellschaft und Staat und bewährtes Verkaufsinstrument im ökonomischen Kontext. Aber die Lüge richtet sich auch allzu oft und gern gegen das Individuum, wird von ihm unbewusst, aber auch gezielt gegen das eigene Ich, gegen das eigene Denken eingesetzt und mündet im weitesten Sinn in Lebenslügen, in Vorstellungen, in Wunschträumen, die fern der der Realität sind, aber dem Wollen des Individuums entsprechen. Die Lebenslüge ist kongruent zur gewünschten Lebensvorstellung, jedoch fern, oftmals sehr fern der Wirklichkeit. Lebenslügen sind die Antagonisten der Realität und trotzdem ein wohltuendes Illusionstheater für die geplagte Seele und stellen eine Mixtur aus Wunsch und Wirklichkeit dar, ein Konglomerat aus Unwissenheit, Gewohnheit, aus Angst und Hoffnung.

Den wenigsten ist es gegeben, vor sich selbst und von sich selbst rückhaltlos und völlig ehrlich, ohne Beschönigung und Einschränkung zu denken. Man nimmt auf sich selbst Rücksicht, schont sich, stellt sich besser dar, als es die Wahrheit gebietet, man schönt die Realität zu eigenen Gunsten. Sapere aude – wage es Einsicht zu haben, keine Maxime wird häufiger ignoriert!

Diesem Sachverhalt liegen die Fragen zugrunde: Will ich wissen und wenn ja, wie viel will ich wissen oder warum sollte ich überhaupt wissen wollen? Friedrich Nietzsche fragte weiter, tiefer, bis zu dem entscheidenden Punkt: Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch? Schädigt ihn sein Wissen, zerbricht er daran oder kann er daran zerbrechen, verzweifeln, den Lebensmut verlieren?  Zerstört das Wissen nicht nur Geist, sondern auch als mögliche Folge den Körper? Ist es besser, manches Wissen zurückzuhalten und stattdessen die Illusion der Wirklichkeit vorzuziehen? Ist somit manches Wissen ein verbotenes Wissen weil es schadet? „ Das erste, was durch die verbotenen Wahrheiten zu Grunde geht, ist das Individuum, das sie ausspricht“ findet man bei Nietzsche in seinen nachgelassenen Schriften.
Lebenslügen bleiben aber als Illusionsvorhang nicht nur auf das einzelne Individuum beschränkt. Lebenslügen existieren für ganze Gesellschaften, für Völker, für Zeiten, manchmal sind es nur Monate, manchmal aber Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte oder wie im Falle der christlichen Religion  zwei Jahrtausende.

Es ist der Wille zum Leben, der kräftige, starke, pure Lebenswille, auf dessen Boden die Illusion eines Jenseits, eines persönlichen Gottes, einer menschlichen Sonderstellung vor allem Lebendigen wuchs, weil dieser Wille nichts so sehr fürchtet, wie die Vernichtung, die Sinnlosigkeit und die Vergeblichkeit allen Seins und insbesondere die Zwecklosigkeit allen Lebens. Nach dem elenden Leben das Nichts, alles war umsonst, nichts bleibt, dann die völlige Vernichtung – dieser Gedanke ist für den menschlichen Normalgeist unerträglich, unverdaulich, vernichtend. Verbotenes Wissen par excellence, Geburtsstunde des Anthropozentrismus mit folgenden Kernsätzen:

  • Ich bin ein Mensch und somit das Ebenbild Gottes und nur ich als Mensch besitze eine unsterbliche Seele und kann ewiges Leben erhoffen, denn alle anderen Lebewesen verfallen dem Nichts.

  • Nur mir als Mensch ist tiefgreifende Begabung zur Vernunft gegeben und eine Würde immanent, die weit über jeder anderen Lebensform steht. Weil mir tiefe Vernunft innewohnt, kann und darf ich all meine Fähigkeiten ausleben.

  • Ich bin die Krone der Schöpfung und ihr letztendliches Ziel und weil das so ist und eine unabänderliche Tatsache darstellt, stehen mir grundlegende Rechte vor allen anderen Lebensformen zu. Insbesondere darf ich andere Lebensformen nutzen, versklaven und töten, wenn es meinem Nutzen und Wohlbefinden dient.

  • Alle Rechte, die ich mir selbst zugestanden habe wie Recht auf Leben, Freiheit, Verbot der Sklaverei , der Folter und Verbot grausamer, erniedrigender Behandlung gelten uneingeschränkt nur für mich. Mit göttlicher und staatlicher Gewissensabsolution verweigere ich diese Rechte der übrigen lebenden Kreatur.

  • Ich darf mich beliebig vervielfältigen, die Erde mit meiner Spezies überschwemmen und deshalb allen anderen Lebewesen ihre Lebensräume nehmen und zerstören.

Dieses Gedankengut, tief verwurzelt im Denken und Handeln, integraler Bestandteil von Kultur, Historie, nur modifiziert durch andere monotheistische Religionen, aber analog vertreten, war und ist die Basis der Denkrichtung, an deren Fundament die Naturwissenschaft erst zaghaft, in der Neuzeit immer heftiger, kratzte und grub. Die Nebelschwaden des Illusionstheaters lichteten sich, werden zunehmend weggeweht und enthüllen eine Szenerie der menschlichen Erbärmlichkeit. Der Mensch wurde zurückgestellt in die Bedeutungslosigkeit, in die Gewöhnlichkeit, er wurde reduziert auf eine Nichtigkeit, auf einen kaum wahrnehmbaren Hauch im Sein. Folgen wir ihm auf dem Weg seiner Kränkungen, seiner Demütigungen, seiner Erniedrigungen, folgen wir ihm auf dem Weg in die Einsamkeit, auf dem Weg in die kosmische Isolation, diesem Zufallsprodukt physikalischer Notwendigkeiten.

Erste Kränkung

Das geozentrische Weltbild, seit der Antike als Erklärung der Planetenbahnen gültig, gehörte der Geschichte an, als von Nikolaus Kopernikus, eigentlich Niklas Koppernigk,  1543 De revolutionibus orbium coelestium gedruckt und veröffentlicht wurde. Die Erde verschwand, so die Konsequenz seiner Forschung, aus dem Zentrum des Universums und wurde zu einem von mehreren Planeten degradiert, die sich um die Sonne drehten. Das heliozentrische Weltbild war geboren. Die Erde als Mittelpunkt des Universums, als Ziel und Zweck der gesamten Schöpfung interpretiert, war auf einmal nicht mehr der Mittelpunkt, sondern ein ganz banaler Planet wie Mars, Venus und die übrigen Planeten des Sonnensystems. Die Welt, insbesondere die christliche Glaubenswelt, war in ihrem Grundverständnis erschüttert. Der Schock und die Ernüchterung saßen tief, hatte sich doch die ganze Gottesmystik des Glaubens nicht  im Zentrum der bekannten Welt, sondern auf einem der neun Planeten abgespielt. Aber es war erst der Anfang der Kränkung menschlicher Hybris, der Beginn des Abstiegs vom Sockel der Überheblichkeit.

Die Wissenschaft der Astronomie, der Kosmologie und der Physik nahm Fahrt auf und lieferte in immer schnelleren Intervallen Erkenntnisse, die das Selbstbild, die Wunschillusion von Mensch und Kirche zusehends ad absurdum führten. Zu Beginn der Neuzeit stellte man auf einmal fest, dass es im Universum zahllose Sonnensysteme gab, die dem unsrigen vergleichbar oder ähnlich waren. Man erkannte, dass unser Sonnensystem eines von Milliarden anderen Sonnensystemen in einem der vielen Seitenarme der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie, war. Die Erde war als Zentrum, als Dreh- und Angelpunkt des Universums, aus dem Zentrum des geglaubten göttlichen Willens, als Ziel und Zweck seines Wollens, an den Rand einer Galaxie verlagert, unbedeutend, marginal, kaum auffindbar. Aber es sollte schlimmer kommen.

Der Heimatgalaxie „Milchstraße“ erging es ebenso wie zuvor dem Sonnensystem, denn man begriff, dass selbst diese Galaxie eine kleine, unbedeutende Galaxie unter Milliarden anderer Galaxien war, die im Universum inzwischen beobachtbar waren. Der Planet Erde war auf ein beliebiges Staubkörnchen des Universums reduziert, winzig, bedeutungslos, einsam.

Zufälle

Parallel zu den Erkenntnissen der Kosmologie über die Größenrelation des Universums begann eine physikalische Demütigung der menschlichen Glaubenswelt, eine Demütigung des Gefühls, als Mensch die Verkörperung eines göttlichen Willens zu sein.

Als die Modelle des Urknalls, die bisher bekanntesten Vorstellungen der Weltentstehung, entwickelt wurden, musste man konstatieren, dass Materie und als Folge menschliches Sein ein Kind des Zufalls waren. Die energiereiche Strahlung des Urknalls wies eine minimale Instabilität auf, was erst zur Bildung von Materie und Antimaterie führte.  Dem ersten Zufall folgte ein zweiter. Materie und Antimaterie neutralisieren sich normalerweise. Durch eine geringfügige Verschiebung dieser Symmetrie blieb ein Teil der Materie von der Neutralisation verschont; das Weltall konnte sich in der bekannten Form entwickeln, die Existenz der Erde, des Menschen, des Lebens entstanden als  Produkt beschriebener kosmischer Zufälligkeiten.

Die nächste zufällige Konstellation war die Positionierung der Erde in einer habitablen Zone, also der Zone einer Planetenbahn, die überhaupt Lebensmöglichkeiten eröffnet. Der gutgläubige Gottesverehrer könnte  die Zufallsfolge – und wird es wohl auch tun – als gezieltes Resultat göttlichen Willens sehen, aber die Erkenntnisse des Physikers Ludwig Boltzmann entziehen diesem frommen Wunsch nachhaltig und dauerhaft den Boden. Boltzmann formulierte und bewies das Gesetz der Entropie, das vereinfacht ausdrückt, dass sich abgeschlossene Systeme von einem Zustand der Ordnung in einen Zustand der Unordnung verändern. Peter Atkins formuliert diese Erkenntnis in „Über das Sein“ folgendermaßen:

„Falls Sie tiefes Verstehen ohne Verzicht auf das Staunen, oder positiver und stärker ausgedrückt: Falls Sie die Verdopplung des Staunens durch die Vertiefung des Verstehens bevorzugen, dann sonnen Sie sich im Licht der außergewöhnlich leistungsfähigen Idee, dass alle Lebewesen in ihr kurzes Zwischenspiel des Lebens nur zufällig hineingestolpert sind. Wir sind nicht nur Sternenstaub, wir sind auch die Kinder des Chaos.
Die Ausbreitung von Materie und Energie bildet die Wurzel allen Wandels, denn Materie und Energie haben die Tendenz sich in Unordnung zu zerstreuen (Entropie, zweiter Hauptsatz der Thermodynamik:

In einem abgeschlossenen System nimmt die Entropie beständig zu.

Folgerung: Die Unordnung innerhalb des Systems wächst, die Wahrscheinlichkeit für ein Abgleiten des Systems ins Chaos steigt. Um die Entropie eines Systems zu verringern, um das Chaos zu mildern, ist immer ein Zutun nötig, ein Eingriff von außen, d.h. es muss Energie dem System zugeführt werden.)

[…]

Der entscheidende Punkt: Obwohl im Grunde jede Veränderung von planlosem Verfall angetrieben wird, stellt unsere geistige Aktivität sicher, dass unser Leben voller persönlicher Zwecke ist. Das Gefühl von Zweckhaftigkeit ist so groß, dass es eine natürliche Neigung gibt, diese Vorstellung auf kosmische Entitäten auszudehnen. Diese Ausweitung, diese Extrapolation vom Persönlichen zum Kosmischen ist falsch. In der Physik, in der Chemie, in der Biologie, im gesamten Universum gibt es keine Spur von Zwecken.“

Verlässt man den Makrokosmos und wendet sich dem anderen Extrem, dem Mikrokosmos und den Elementarteilchen, den Quanten, zu, gelangt man in eine Welt voller rätselhaften Ausprägungen, eine Welt, die vom Zufall dominiert ist. Wie Werner Heisenberg feststellte, existieren Elektronen nicht ständig sondern nur, wenn sie mit etwas anderem in Wechselwirkung treten. „Mit einer berechenbaren Wahrscheinlichkeit materialisieren sie sich an einem Ort, wenn sie mit etwas zusammenstoßen. Die Quantensprünge von einer Umlaufbahn zur anderen sind ihre einzige Form von Realität.“ (Carlo Rovelli, Sieben kurze Lektionen über Physik) Dies bedeutet, dass die Sprünge sich nicht in vorhersehbarer Weise, sondern weitgehend zufällig ereignen und das einzige, was man vorhersagen und berechnen kann, ist eine Wahrscheinlichkeit für das Geschehen.

Der Mensch, der an Kausalitäten, an berechenbare Ursache- Wirkung-Beziehungen gewöhnt ist, muss konstatieren, dass die kleinsten Bausteine der Materie ausschließlich dem Zufall gehorchen. Diese Tatsache konterkariert jede Annahme einer Planung, eines zielgerichteten Wollens, das auf ein göttliches Wesen zurückzuführen ist. Alles Organische, jede Materie, ist auf Quantenebene ein Zufallsprodukt, was bedeutet, dass es wie ein Nebelfetzen durch das Sein schwebt, sich bildet, sich verändert, sich auflöst und irgendwo neu bildet. Die Wirklichkeit wird virtuell, verliert ihre Konstanz, Wirklichkeit ist eine temporäre und situative Wahrscheinlichkeit. Und da die Wirklichkeit nur eine Wahrscheinlichkeit ist, kann auch die Wahrheit nur eine Wahrscheinlichkeit sein, deren Gehalt von der Perspektive abhängt. Die Realität verschwimmt zu einer Chimäre, einem kaum fassbaren Aufflackern im Sein.

.

Dr. Gunter Bleibohm – Zerfall eines Wahns – Teil 1

.

Gruß Hubert

Diese dummen Religionen   1 comment

.

Auch Religionen müssen sich einer kritischen Überprüfung stellen. Warum sollten die etwas vorgeben können, das dann kritiklos übernommen werden muss? Zumal ja alle Religionen von Menschen gegründet wurden – von wem denn sonst? Wer leichter glaubt, wird schwerer klug.

Aus tageswoche.ch

Christen, Juden, Muslime, Buddhisten – unser Kolumnist hat keinen Respekt vor Religion und kein Verständnis für Menschen, die mit heiligen Schriften argumentieren.

.

Knackeboul_DummeReligionen_06Am dritten Tage auferstanden von den Toten … ne, das war angeblich Jesus. Wir sehen hier Brian und seine Mitgekreuzigten. (Bild: Alamy/Montage: Nils Fisch)

.

Lasst uns über die Dummheit von Religionen staunen. Gerade an Ostern. Beginnen wir mit dem Islam, damit nicht gleich alle christlichen Abendländler dahergepilgert kommen und fragen, wieso «die Linken» immer nur auf dem Christentum herumhacken.

Einschub: Die Islamophobie in Europa steht in voller Blüte. Von der AfD über Horst Seehofer bis zur SVP wird zu Promozwecken mächtig Hetze gegen Kopftücher betrieben und Millionen Europäer glauben inzwischen, dass Vergewaltigungen ein Problem sogenannt aggressiver Kulturen, allen voran eben des Islams, seien.

Das führt dazu, dass Menschen, die das Pech hatten, in einem konservativen muslimischen Land aufgewachsen zu sein, sich erst vor Bomben retten mussten, um dann in Europa aus einer brennenden Asylunterkunft zu fliehen.

Sprechende Schlangen und Büsche

Das bewegt «Linke» und andere Menschen mit Herz und Hirn dazu, sich erst mit den Bränden im eigenen Land zu befassen, bevor  sie sich Gedanken zur Rückständigkeit des Islams machen. Heisst: Zuerst muss der Vormarsch der Populisten und Neonazis, deren Gedankengut sich nur unwesentlich von dem islamistischer Fundamentalisten unterscheidet, bekämpft werden.

Dass in Regionen, die seit Jahrzehnten zugebombt werden, wo die Wirtschaft am Boden liegt und die Bildung daher minimal ist, absurd fundamentalistisches Gedankengut seine dornigen Blüten treibt, ist irgendwie nachvollziehbar. Wieso die westliche Version dieser Hitzköpfe – Neonazis und Mobs mit Fackeln – gerade in wirtschaftlich stabilen und hochgebildeten Ländern soviel Erfolg haben, wirft hingegen Fragen auf.

Das gesagt, kommen wir zurück zum Thema. Der Islam ist dumm. Das Christentum auch. Somit sind Moslems und Christen dumm. An dieser Stelle werden mir mein tiefes Niveau wie auch meine plumpen Provokationen und dummen Beleidigungen vorgeworfen werden. Von Menschen, die an sprechende Schlangen und Büsche glauben und an die moralische Überlegenheit des Mannes über die Frau. Menschen, die höchst beleidigt reagieren, wenn man ihre Religion nicht respektiert.

 

Was Religionen und ihre Anhänger tun: Frauen unterdrücken, Homosexuelle diskriminieren, Andersgläubige verfolgen.

Ich persönlich respektiere keine einzige Religion. Auch nicht den Buddhismus und schon gar nicht irgendwelche animistische Hippiekacke, ausser sie wird von Ureinwohnern der entsprechenden Regionen betrieben wbeie etwa den Aborigines oder den Emmentalern. Judentum und Hinduismus hingegen sind dumm wie Islam und Christentum.

Also: Ich, Knackeboul bezeichne Religionen und deren Anhänger als dumm. Was Religionen und deren Anhänger tun: Frauen unterdrücken, Homosexuelle diskriminieren, Andersgläubige verfolgen, Kinder traumatisieren, Fortschritt verwehren, Kriege verursachen, Trump wählen, Erdogan wählen, Seehofer wählen.

Vor 300 Jahren wussten die meisten Menschen sehr wenig. Heute kann jeder alles wissen. Früher mussten Hexen und Dämonen für Unerklärliches den Kopf hinhalten oder Gott für Segen oder Fluch. Heute sind die meisten Mysterien geklärt, die Geschichten aus den heiligen Büchern widerlegt oder als Mythen erkannt.

Dass ein gewisser Jesus von Nazareth existiert hat, kann man nachweisen, dass er Gottes Sohn ist, bleibt Fiktion.

Historische Fakten in Bibel und Koran sind allenfalls die Teile, die man auch rational ergründen kann. Dass ein gewisser Jesus von Nazareth existiert hat, kann man nachweisen, dass er Gottes Sohn ist und durch Wände ging, bleibt Fiktion.

Ja, Religionen haben Fortschritte gemacht, sind moderner und humaner geworden. Dafür mussten sie sich aber beispielsweise vom Bibeltext, von den Dogmen, eigentlich von sich selbst entfernen. Natürlich, die reformierte Kirche ist aus einer religiösen Warte betrachtet modern und fortschrittlich, aus einer fundamentalistischen sogar ketzerisch.

Möchten sich die Reformierten wirklich der Zeit anpassen, würden sie ihre Kirchen in Stätten der Aufklärung, Philosophie und Wissenschaft umfunktionieren und das ganze Bibel-Brimborium weglassen. Womöglich würde ein Grossteil der reformierten Pfarrerinnen begeistert mitmachen.

Die Pest wurde durch Hexen ausgelöst. Man konnte die Pest durch das Bestrafen von Sünderinnen besänftigen.

Der Rückfall in religiöses und fundamentalistisches Denken lässt sich erklären. Menschen brauchen für Unverständliches, Beängstigendes und Ungerechtes Erklärungen oder Hoffnung. Die Pest wurde durch das sündige Treiben von Hexen oder Andersgläubigen ausgelöst. Man konnte die Pest also durch das Bestrafen von Sünderinnen und Ungläubigen besänftigen.

Die Ernte war schlecht ausgefallen und die Armut unerträglich: Das ist eine Prüfung Gottes, aber gleichzeitig gibt er mir die Kraft sie zu bestehen. Dieses Denken half in dunklen Zeiten – vor allem den Mächtigen, die es für ihre Zwecke nutzen konnten. Heute kennen wir die Ursachen von Krankheiten und schlechten Ernten, sind aber gleichzeitig überfordert, weil uns die Quellen dieses Wissens mit Information überfluten.

Wir leben in einer Zeit, wo alles aufgeklärt, alles gewusst und somit alles relativ wird. Grenzen, Zugehörigkeit, Schuld und Sühne. Alles ist so fein verästelt und unübersichtlich, dass sich die Menschen wieder nach einfachen Schemen sehnen. Die Religion und der Aberglaube bieten diese. Gut und Böse. Himmel und Hölle. Wir und die andern.

Modernste Technik trifft auf mittelalterliches Gedankengut. Das macht den Rückfall in dumme Glaubensätze gefährlich.

So kommt es, dass wir ausgerechnet im aufgeklärtesten aller Zeitalter in die irrationalsten Denkschemen zurückfallen könnten. Über die Jahrhunderte sind Millionen Menschen wegen diesen religiösen Denkschemen ermordet worden.

Was passiert, wenn diese aggressive Dummheit wieder um sich greift? Diesmal in der Version 2.0. Mit Langstreckenraketen, weltweiter Vernetzung und umfassenden Überwachungsmethoden. Modernste Technik trifft auf mittelalterliches Gedankengut.

Das ist unsere grösste Herausforderung momentan. Dass die Dummheit der Religionen sich der Weisheit der Wissenschaft bedient. Das muss ausgebuht werden. Laut und immer wieder. Auch in Form von dummen Kolumnen.

.

Diese dummen Religionen

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 31. Dezember 2018 von hubert wenzl in Religionskritik, Uncategorized

Getaggt mit , ,

Glaubst Du noch oder denkst Du schon?   1 comment

.

Rebloggt von Tierfreund Wolodja auf wolodja51.wordpress.com

Ich hoffe ich darf ihn auch Kirchen- und Religionskritiker nennen.

.


Edward Current´s satirischer Feldzug gegen den Atheismus:

.

Kriege gehen NICHT von Christen aus!

.

Veröffentlicht 11. Juli 2018 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Religionskritik, Uncategorized

Getaggt mit ,

Das ewige Leben – Esther Vilar   3 comments

.

Religionen haben ja deswegen so viele Anhänger, weil die meisten Menschen unsterblich sein wollen. Treibende Kraft ist dabei die Todesangst des Menschen. Das ist das größte Pfand, das Religionen anzubieten haben. Und sie können sicher sein, dass nie jemand erfahren wird, ob ihre Heilsversprechen wahr sind oder nicht. Mann kann ja nicht beweisen, dass es nach dem Tod nichts gibt. Es ist ein Wunschdenken des Menschen, dass es nach dem Tod weitergeht. Der Philosoph Ludwig Feuerbach sagte ja mal sinngemäß, dass nicht Gott den Menschen erschaffen hat, sondern der Mensch Gott geschaffen hat.

„Die Projektionstheorie“ ist eine atheistische Erklärung für den Sinn von Religion und Gott durch Ludwig Feuerbach (1804-1872).

Projektionstheorie 

„Nach Ludwig Feuerbach (1804–1872) ist Gott die Summe aller Wünsche nach Unsterblichkeit, Vollkommenheit, Glückseligkeit, Gleichberechtigung eines Menschen, der diese aber nicht als eigene Wünsche erkenne, sondern diese auf eine Gottheit projiziere. Der Mensch werde dabei mit der Betonung von Eigenschaften wie endlich, sündhaft, unvollkommen und ohnmächtig als negatives Extrem dargestellt. Als Kontrapunkt stelle sich dieser Mensch seine Gottheit versehen mit den Eigenschaften seiner Wünsche vor, so wie er selbst zu sein wünsche: unendlich, ewig, vollkommen, mächtig und vor allem heilig.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Projektionstheorie

Demnach ist Gott nur die Summe aller Wünsche (nach Unsterblichkeit, Vollkommenheit, Glückseligkeit, Gleichberechtigung) jedes Menschen, die dieser aber nicht als Wünsche anerkennt, sondern in einer von sich selbst gebildeten Gottheit projiziert.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Projektionstheorie

Ob ein ewiges Leben überhaupt wünschenswert wäre, bezweifle ich wie die Autorin Esther Vilar.
„Esther Vilar ist das Kunststück gelungen, ein wahrhaft mitreißendes Buch über das langweiligste Thema der Welt zu schreiben: das ewige Leben“
schreibt Michael Schmidt-Salomon im Nachwort des soeben im Alibri Verlag neu erschienenen Buchs

„Die Schrecken des Paradieses – Wie lebenswert wäre das ewige Leben?“

„Man muss einfach gelesen haben, welch pikante Details sie über das Sexualverhalten der Engel, über Familienzusammenführungen im Jenseits oder die Möglichkeiten himmlischer Freizeitgestaltung zutage fördert – allesamt Themen, die von Theologen bislang sträflichst vernachlässigt wurden! Nach der Lektüre dieses wunderbar klugen, herzerfrischend komischen, mitunter aber auch tief melancholischen Buchs ist dem Leser klar:

Wenn er – entgegen aller Wahrscheinlichkeit – je in die Zwangslage kommen sollte, zur Rechten Gottes zu sitzen, würde er spätestens nach 1000 Jahren himmlischer Langeweile auf Knien darum bitten, endlich vom zermürbenden Fluch der Unsterblichkeit erlöst zu werden!“

Genau so könnte ich es mir auch vorstellen.

.
Hier noch eine Rezension

Esther Vilar: Die Schrecken des Paradieses

Esther Vilar malt mit schonungsloser, atemberaubender Konsequenz aus, wie lebenswert das ewige Leben wäre. (…) Grundlage von Vilars Argumentation ist die Todesangst jedes Menschen, die so selbstverständlich ist, dass sie kaum je thematisiert wird. Allerdings führt diese Todesangst uns Menschen in diverse „Überlebensversicherungskonzerne“, die ihren Anhängern diesseitig viel Zeitaufwand und Energie abfordern, um jenseitig mit „möglichst umfassenden Komfortgarantien anzutreten“.

Nicht nur das: Die Überlebensfachleute verlangen, dass wir mit allem zahlen, was wir besitzen, „mit unserer Individualität, unserer Freiheit, unserer Freude am Leben“, und dafür sollen wir gelegentlich auch andere töten, die nicht Mitglied unseres speziellen Überlebenskonzerns sind. Unsere Lebenswelt ist also, meint Vilar, ein „gigantisches Narrenhaus“, in dem wir in ständiger, berechtigter Sorge vor religiös bedingten Lebensverkürzungen unser Dasein fristen. Und wofür?

Für die unbescheidenste aller Annahmen, diese phänomenale Selbstüberschätzung, man sei zu wertvoll, um zu vergehen!

Warum diese Zeitvertreibe auf Dauer nicht funktionieren können, was alles im Paradies fehlt und weshalb der Fromme irgendwann „seinen Herrgott auf Knien bäte, (das Paradies) wieder abzuschaffen“, ist ein derart intellektuelles und die Lachmuskeln anregendes Vergnügen, das man es sich auf jeden Fall gönnen sollte!

Die Todesangst vor dem Ende habe die Sehnsucht nach dem Ewigen Leben bestärkt und die Intensität des Verlangens nach Weiterleben bestimmt. Ziemlich überraschende Wendungen beleben den Duktus. Kritisches Denken soll erlaubt sein, doch rein diesseitige Perspektiven stellen sich zu einseitig dar. Die Ausführungen zum „Sexualverhalten der Engel“ und zur „vegetarischen paradiesischen Küche“ sind unpassend und unnötig.

Fazit: Die jetzige Lebensfreude sei zu stärken, sie stelle das einzig Sichere dar.

Gerd Kriebisch für ekz-Informationsdienst 30/2009
Fiona Lorenz für Humanistischer Pressedienst, 29.6.2009
.
.

Das ewige Leben – Esther Vilar

.

Philosophie erklärt: Religionskritik von Ludwig Feuerbach – Projektionstheorie / von Dr. Weilmeier

.

.
.
Gruß Hubert

 

Islamkritiker Hamed Abdel-Samad: Treffen vor Moschee läuft aus dem Ruder   Leave a comment

.

Hier sieht man wieder mal, dass man mit fanatischen Muslime nicht diskutieren kann. Sie gehen auf rationale Argumente nicht ein wie sie Hamed Abdel Samad bringt. Außer Anfeindungen und Beleidigungen kommt nichts dabei heraus. Auch seine Begleiterin / Moderatorin scheint ihn nicht zu verstehen. Hamed Abdel Samad will als Publizist nichts anderes als seine Meinung frei zur Geltung bringen. Die Muslima, die am Anfang mit Hamed diskutiert, zeigt, dass sie in Wirklichkeit vom Islam und dem Koran keine Ahnung hat, sie weiß zum Beispiel nicht was in Sure 33 steht. Hamed hat es im Kopf. Wie soll man mit so jemand diskutieren? Die Muslima stellt Mohamed als großen Frauenbefreier dar, was man als Umkehrung der Wirklichkeit bezeichnen muss.

.

 

.

Gruß Hubert

Der Jesuswahn   1 comment

.

Wie man im Beitrag sieht, ist der Autor des Buches „Der Jesuswahn“ Theologe, also kein Kirchenfeind. Er geht den unzähligen Erfindungen nach, die es über Jesus gibt. Zum Beispiel sah sich Jesus selbst nicht als Gottes Sohn. Die Auferstehung Jesu ist eher Legende denn historische Tatsache.

.

„Der Jesuswahn“

 

Der evangelische Theologe und religionskritische Autor Heinz-Werner Kubitza über Jesus und wie das Christentum und die Kirche ihren Gott erschaffen haben

Heinz-Werner Kubitza ist promovierter evangelischer Theologe, Autor eines religionskritischen Buches und Inhaber des Tectum Wissenschaftsverlags. In seinem Buch „Der Jesuswahn“ befasst er sich mit den Ergebnissen der neutestamentlichen Forschung über Jesus von Nazareth sowie den christlichen Glaubensvorstellungen.

Sein Fazit: Der christliche Glaube ist weitgehend eine Erfindung und hat mit dem historischen Jesus fast nichts gemein.

.

Der überschätzte Jesus. Bild: F.R.
.
.

Viele Kritiker des Christentums befassen sich mit den im christlichen Glauben und von Amtskirchen im Namen Jesu begangenen Taten. Heinz-Werner Kubitza jedoch stößt zu den Grundfesten des christlichen Glaubens vor. Jesus selbst sah sich wohl nicht als Gottes Sohn, das behaupteten – nach seinem Tod – nur die frühen Christen, die ihn nicht kannten. Sich am Kreuz für die Sünden der Menschen zu opfern, sei ebenfalls nicht Jesu Plan gewesen. Die Auferstehung Jesu ist eher Legende denn historische Tatsache. Und die Lehre der Dreieinigkeit (Trinität) soll erst ab dem zweiten und dritten Jahrhundert entstanden sein.

Der historische Jesus deckt sich in nahezu nichts mit den christlichen Glaubensvorstellungen, denn Jesus sei ein Mensch jüdischen Glaubens gewesen, der – kaum verwunderlich – nur diesen Glauben gepredigt habe. Schon gar nicht das Christentum, dessen Botschaft für Juden eine Gotteslästerung darstellte. Der von allen späteren Glaubensvorstellungen entblößte und so historische Jesus sei ein Mensch durch und durch. Aber selbst der Mensch Jesus vermag heute nicht mehr so recht zu überzeugen. Seine Hauptbotschaft von der nahen Apokalypse sei ein epischer Irrtum, sprach Jesus von Liebe, meinte er nicht Jeden, und er habe allerlei Inhumanes gepredigt.

Heinz-Werner Kubitza beruft sich auf die neutestamentliche wissenschaftliche Forschung, deren Ergebnisse er präsentiert und aus denen er ein für das Christentum vernichtendes Gesamtbild zeichnet.

Herr Kubitza, Sie zweifeln nicht weniger als die Fundamente des christlichen Glaubens an. Den geglaubten Vorstellungen stellen Sie das Bild eines historischen Jesus entgegen, das Ihrer Meinung nach auf wissenschaftlichen Ergebnissen fußt. Um den Einstieg in ein komplexes Thema zu wagen: Sah sich Jesus als Gottes Sohn?

Heinz-Werner Kubitza: Er sah sich nicht in der dogmatischen Weise als Sohn Gottes, wie das spätere Konzilien festgestellt haben. Nach der Lehre der Kirche ist er ja als Sohn Gottes selbst Gott. Das wäre für den frommen Juden Jesus eine unglaubliche Blasphemie gewesen. Er sah sich vielleicht als Sohn Gottes in dem Sinne, wie sich heutige Gläubige auch als „Kinder Gottes“ sehen. „Söhne Gottes“ konnten im Judentum auch die Könige Israels genannt werden oder einzelne Fromme. Jesus als Gott oder als Teil einer wie auch immer gedachten Trinität: das ist absurd.

Wenn sich Jesus nicht als Gottes Sohn verstand, ist es doch denkbar, dass er sich als Mensch am Kreuz für die Sünden der Menschen geopfert hat. Wie sieht das die Forschung?

Heinz-Werner Kubitza: Dass die Kirche die Lehre entwickelte, Jesus sei am Kreuz für die Sünden der Welt gestorben, resultiert aus dem peinlichen Umstand, dass er den Tod eines Verbrechers am Kreuz gestorben ist. Damit haben wohl weder er noch seine Jünger gerechnet, und man hat Zeit gebraucht, um sich dieses an sich peinliche Faktum zurechtzulegen. Dass Jesus der Meinung war, er könne durch seinen Tod Menschen erlösen, heißt viel späteres christliches Gedankengut in diesen Jesus zu projizieren. Jesus war kein Christ, dies darf man nie vergessen.

Jesus soll ein frommer Jude und kein Christ gewesen sein?

Heinz-Werner Kubitza: Christen gab es erst nach dem Tode Jesu. Und selbst dann verstanden seine Jünger sich natürlich weiterhin als Juden, nahmen an den Synagogengottesdiensten und am Tempelkult teil. Die Evangelisten haben Jesus später oft in Opposition zu seinen Glaubensbrüdern dargestellt. Doch die Evangelien stammen aus einer Zeit, als das frühe Christentum sich bereits vom Judentum gelöst hat. Bis dahin war es eine jüdische Sekte.

Jesus war bekennender Jude, der als Wanderprediger in Galiläa unterwegs war und einen Zwölferkreis um sich sammelte, in Anlehnung an die zwölf Stämme Israels. Er lebte als Jude, lehrte als Jude und wollte nie etwas anderes sein. Es ist eine der Absurditäten der Geschichte, dass der fromme Jude Jesus, der Jahwe als den einzigen Gott verehrt hat, durch die Christen selbst zu einem Gott erhoben wurde. Das war ein Akt von geistesgeschichtlicher Vergewaltigung. Doch ein Toter kann sich nicht mehr wehren.

Auferstehung: Eine überschießende Phantasie hat eine Schneise der Verwüstung im gesunden Menschenverstand hinterlassen

 

Und die Auferstehung?

Heinz-Werner Kubitza: Der Glaube, er sei von den Toten auferstanden, kam in der Gemeinde früh auf oder war sogar ihr Gründungsdatum. Theologen erklären dies heute gerne als Visionen einzelner Jünger (oder der Behauptung derselben), was dann von Anderen geglaubt wurde. Die Auferstehungsgeschichten in den Evangelien jedenfalls sind klare Legenden, da ist sich die Forschung weitgehend einig. Das Markusevangelium als ältestes Evangelium hatte ursprünglich gar keine Auferstehungsgeschichten, sondern endete mit dem leeren Grab. Ebenso scheint es keine in der Redenquelle Q gegeben zu haben, einer schriftlichen Vorlage, die von Matthäus und Lukas verwendet wurde.

Später haben dann eine überschießende Phantasie und ein überschäumender Auferstehungsglaube eine Schneise der Verwüstung im gesunden Menschenverstand hinterlassen. Und nebenbei: Der Auferstehungsgedanke verkleinert ja auch die Bedeutsamkeit des Kreuzes. Was soll das für ein Opfer gewesen sein, wenn der tote Gottessohn nur drei Tage tot bleibt? Viele Eltern wären froh, wären ihre Kinder mal für drei Tage aus dem Haus.

Aber in der Bibel findet sich eine Auferstehungsgeschichte von Markus.

Heinz-Werner Kubitza: Das ist richtig, doch diese Verse sind später hinzugekommen, sie finden sich in den ältesten Abschriften noch nicht. In späterer Zeit ist der sog. Markus-Schluss, so wie wir ihn heute kennen, hinzugefügt worden, zusammengestellt aus den anderen Evangelien.

Ist es nicht denkbar, dass Markus eine Auferstehungsgeschichte verfasste, sie aber verschollen ist?

Heinz-Werner Kubitza: Das wäre gut möglich, denn sicher hat auch die Gemeinde des Markus (um das Jahr 70) an die Auferstehung geglaubt. Den Historikern macht dies viel Kopfzerbrechen. Aber Fakt ist jedenfalls: In der uns erreichbaren ältesten Fassung hatte das Markusevangelium keine Auferstehungsgeschichten.

Allerdings berichten die anderen drei Evangelisten von einer Auferstehung Jesu. Markus vertritt also nur eine Minderheitenmeinung.

Heinz-Werner Kubitza: Ich würde gar nicht mal sagen, dass Markus nicht an die Auferstehung geglaubt hat. Es wäre aber schön, hätten wir aus diesem ältesten Evangelium auch eigene Erzählungen darüber, und nicht nur das, was fromme Christen später aus Verlegenheit hinzugefügt haben.

Kein Gott ist damals an Weihnachten Mensch geworden

Zu den schönsten Stellen der Bibel gehört die Weihnachtsgeschichte. Wie sieht sie die Forschung?

Heinz-Werner Kubitza: Als reine Legende, an der vermutlich bis auf die Eltern Jesu kein wahres Wort ist. Es gab keine Krippe, keine Weisen aus dem Morgenland, keine Volkszählung, keinen Kindermord von Bethlehem, keine Flucht nach Ägypten. Da sind sich praktisch alle Historiker einig. Das Markusevangelium als ältestes Evangelium hatte auch noch keine Geburts- und Kindheitslegenden, Paulus weiß noch nichts von einer Jungfrauengeburt.

Die Geschichten sind dann verständlicherweise entstanden, weil Gläubige auch schon die Geburt und Kindheit des religiösen Helden wunderbar verklärt wissen wollten. Man kennt das aus vielen Heiligenlegenden. Also: Genießen Sie die Ruhe und die Weihnachtsfeiertage. Aber kein Gott ist damals Mensch geworden.

Nach christlichen Glaubenvorstellungen ist Jesus der Messias. Der Messias-Glaube entstammt aber Judentum. Für Nicht-Theologen ist das verwirrend. Was beinhalteten die jüdischen Messias-Vorstellungen, wie passen sie zum Christentum, wie definierte sich der historische Jesus als Messias?

Heinz-Werner Kubitza: Messias heißt übersetzt einfach „Gesalbter“ und meinte ursprünglich einen König. Alle Könige Israels waren so gesehen Messiasse. Doch um die Zeitenwende erwartete man die Aufrichtung der Herrschaft Gottes, bei der in einigen Vorstellungen ein Messias eine Rolle spielte. Die nahe Gottesherrschaft verkündete auch Jesus. Dass er sich selbst aber für den Messias gehalten hat, davon gehen die meisten Neutestamentler heute nicht mehr aus.

Offenbar hat die Urgemeinde aber seine Rückkehr als Messias noch erwartet. Doch die Christen haben die Messiasvorstellung bald fallen gelassen, denn sie war an jüdische Vorstellungen gebunden, und die meisten Christen kamen bald aus nichtjüdischem Umfeld. Die Messiasvorstellung war da einfach zu popelig, im hellenistischen Umfeld machte man aus Jesus einen Gottessohn und später einen Gott selbst. Eine wirklich bemerkenswerte Karriere für einen Zimmermannssohn aus Galiläa. Jesus wurde damit zur am meisten überschätzten Person der Weltgeschichte.

.

.

Schon Markus berichtet von Wundern Jesu. Nimmt man das Fehlen der Auferstehungsgeschichte bei Markus ernst, so muss man ihn auch bei den Wundern Jesu für bare Münze nehmen.

Heinz-Werner Kubitza: Vor allem als Exorzisten hat die frühe Überlieferung Jesus offenbar verstanden. Wenn das Rad der Fantasie erst einmal ins Rollen kommt, gibt es bald kein Halten mehr. Die Wunder Jesu werden immer großartiger, aber auch skurriler. Man kennt dies aus mittelalterlichen Heiligenlegenden. Fragt man zurück, was am Anfang stand, so ist besonders der Vers Gal. 1, 18 interessant. Dort berichtet Paulus, dass er um das Jahr 32-35 für fünfzehn Tage bei Petrus zu Besuch war. Und worüber werden sie sich unterhalten haben? Natürlich über Jesus, sein Leben, was er gesagt und getan hat. Doch seltsam: Paulus erwähnt später aus dem Leben Jesu praktisch nichts. Petrus scheint noch nichts von den Wundern Jesu gewusst zu haben. Sonst hätte uns Paulus sicher davon erzählt. Im Vergleich zu den Evangelien, davon gehen Theologen heute aus, verlief das Leben Jesu, von seinem Tod abgesehen, wohl eher unspektakulär.

Jesus soll von Dämonen besessene Menschen geheilt haben?

Heinz-Werner Kubitza: Heute wirkt dies natürlich absurd, denn es gibt ja keine Dämonen, auch wenn der Vatikan noch offiziell eine Exorzistenschule unterhält. Mit Dämonen aber war man in der Antike schnell bei der Hand. Es genügten psychische oder körperliche Auffälligkeiten, um Dämonen am Werk zu sehen. Bei den „Besessenen“ dürfte es sich um geistig Behinderte, psychotische oder neurotische Menschen gehandelt haben. Leider weiß man einfach zu wenig über die Geschehnisse, um eine Ferndiagnose stellen zu können.

 

Der Jesuswahn

.

Wer will kann auf der zweiten Seite weiterlesen. Ein Auszug daraus.

Aber wie erklären Sie sich, dass diese Erkenntnisse nicht einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind?

Heinz-Werner Kubitza: Dass Jesus keine neue Religion schaffen wollte, er langsam in die Rolle eines Gottessohnes hineingebastelt wurde, dass die Trinitätslehre kaum biblische Fundamente hat, dass die Bibel keine Dokumente aus erster und zweiter Hand enthält, Maria zur Gottesmutter erst durch Konzile geworden ist; dies und vieles mehr steht nachzulesen in vielen Büchern von neutestamentlichen Theologen. Doch was gewönnen z.B. Pfarrer und Kirchen, wenn sie ihre Gemeinden auf diese Ergebnisse der Forschung aufmerksam machen würden? Dann kämen schnell Andere und würden konsequenterweise die Abschaffung oder zumindest das Ende der Privilegierung von Kirchen, Pfarrern und der Theologie an Universitäten fordern. Daran hat ja weder die Kirche, noch die Pfarrer und auch nicht die Theologieprofessoren ein Interesse. Man muss ja auch von irgendwas leben.

Sie haben das letzte Wort. Was würden Sie den Lesern mitgeben?

Heinz-Werner Kubitza: Bleiben Sie kritisch, vor allem Ideologien und Religionen gegenüber, die meinen, sie seien im Besitz der Wahrheit. Bleiben Sie selbstständig im Denken, lassen Sie sich nicht vor den Karren einer Kirche spannen oder in die Herde der Gläubigen einreihen. Misstrauen Sie allen, die ihnen weismachen wollen, es gebe einen Sinn für alle Menschen. Geben Sie ihrem Leben selbst einen Sinn.

.

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40219/2.html

.

Gruß Hubert

 

Es ist die Religion, stupid!   2 comments

.

Ich kann dem nur voll zustimmen was Gerd Buurmann im folgenden schreibt. Alle Dummheit und alle Angst geht von der Religion aus. Ohne diese Attribute wäre sie nicht überlebensfähig.

Die Terroristen, die am 13. November 2015 in Frankreich gemordet haben, sprachen perfekt französisch, genauso wie die Bande, die dem Theater Bataclan vor einigen Jahren mit der Eskalation gedroht hatte, die im November 2015 brutale Wirklichkeit werden sollte. Hier kann man hören, wie perfekt die Bande französisch spricht:

http://www.liveleak.com/view?i=4d8_1447514351

Es ist nicht die Sprache, die darüber entscheidet, ob jemand böses tut! Die Werte der Aufklärung, die Gleichheit vor dem Gesetz, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Wahlfreiheit und das Recht auf Zweifel, sind in jeder Sprache der Welt zu verstehen.

Es gibt Menschen, die leben seit zwanzig Jahren in Deutschland, essen fremde Speisen, sprechen fremde Sprachen, feiern fremde Feste und leben doch voll und ganz auf dem Boden des Grundgesetzes. Ihre Art zu leben und ihre Kultur sind ohne Deutschkenntnisse mit dem Grundgesetz kompatibel. Sie leben zwar in einer Parallelgesellschaft, aber an keiner Stelle durchkreuzt diese Parallelgesellschaft die Werte der deutschen Verfassung. Diese Menschen zahlen Steuern wie alle anderen auch!

Dann gibt es jedoch Imame, die sprechen zwar fließend Deutsch, aber hauen in dieser Sprache den ekelhaftesten, fundamentalistischsten Mist raus, von offenem Schwulenhass, brutalem Sexismus bis hin zu mörderischem Judenhass. Das Problem ist somit nicht die Sprache! Es ist auch keine Frage der Bildung und des Wohlstands. Die Terroristen, die in Frankreich gemordet haben, waren gut gebildete junge Männer aus nichtarmen Verhältnissen.

Es ist die Religion, stupid!

Ich habe viele christliche Freunde. Wenn ich sie frage, was sie von den schwulen- und frauenfeindlichen Passagen in der Bibel halten, erklären sie mir, die Bibel sei nur ein Buch und man könne sie nicht wörtlich und schon gar nicht eins zu eins nehmen, außerdem stünde auch viel dummes Zeug in der Bibel. Einige meiner christlichen Freunde haben studiert und nennen diesen Umgang mit der Bibel “historisch-kritische Exegese”.

Wer jedes Wort der Bibel wörtlich nimmt, kann nicht für Homosexuellenrechte und Frauengleichberechtigung sein! Im Testament der Christen steht im 1. Brief des Paulus an die Korinther:

“Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wäre es geschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr das Haar ab. Nun es aber übel steht, daß ein Weib verschnittenes Haar habe und geschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken. Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre. Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne. Und der Mann ist nicht geschaffen um des Weibes willen, sondern das Weib um des Mannes willen.”

2,3 Milliarden Christen gibt es auf der Welt, das ist fast jeder dritte Erdenbewohner! Die meisten Christen halten sich nicht an alle Gesetze des Evangeliums! Sie sind gute Christen, weil sie dem Evangelium nicht blind folgen. 1,6 Milliarden Muslime gibt es auf der Welt. Wie sieht es mit ihrer Haltung zum Koran aus?

Nicht selten wird behauptet, die Anschläge hätten nichts mit dem Islam zu tun, das ist jedoch grober Unfug! Natürlich haben die Anschläge etwas mit dem Islam zu tun, so wie die Kreuzzüge was mit dem Christentum und der Nationalsozialismus was mit Deutschland zu tun hatten. Der IS ist ein Islamistischer Staat so wie die NSDAP in einem Deutschen Reich regierte! In all den sieben Ländern, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft wird, wird dies von islamischen Regierungen vorgeschrieben: Iran, Jemen, Saudi-Arabien, Mauretanien, Sudan, Vereinigte Abarische Emirate und Nigeria.

Die Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht! Menschenrechte sind unveräußerlich! Selbst das abscheulicheste Verbrechen darf nicht dazu führen, dass einem Mensch seine Menschenrechte abgesprochen werden. Religionsfreiheit ist das Recht, die eigene Glaubensüberzeugung frei zu definieren. Dieses Recht darf niemandem entzogen werden, auch keinem Terroristen! Islamisten rufen bei ihren Anschlägen “Allah ist groß!” Sie erklären somit, im Namen des Korans zu töten.

Die Kreuzzüge, die spanische Inquisition, die Menschenvernichtung der Konquistadoren in Südamerika, die Pogrome in Europa, der Judenhass Martin Luthers, all diese Ereignisse haben etwas mit dem Christentum zu tun. Genauso selbstverständlich haben die Anschläge in Frankreich etwas mit dem Islam zu tun!

Ich habe den Koran und das Evangelium zu Hause liegen und gelesen, schließlich ist fast jeder zweite Erdenbürger entweder ein Christ oder Muslim; ich will meine Nachbarn kennen. In beiden Büchern kommt Jesus vor, allerdings stirbt Jesus im Islam nicht am Kreuz. Das Evangelium ist ein Sammelsurium diverser Autoren, nicht selten widersprechen sie sich. Der Koran jedoch hat nur einen Autor mit klarer Intention. Er war ein Feldherr!

Die Hauptfigur des Evangeliums ist ein Tischler, der mit Huren, Sündern und Trinkern abhängt. Oft versorgt er Menschen mit Wein. Jesus ist ein Hippie, der sich weigert, zu sehr in die weltliche Politik einzugreifen. Die Hauptfigur im Koran ist ein Krieger mit Vorliebe für Ehefrauen unter zehn Jahren. Er greift deutlich und mit Gewalt ins Weltgeschehen ein und erklärt im Namen Gottes, wie man sich am besten unterwirft, nämlich ganz und gar. Im Evangelium stirbt Jesus erbärmlich am Kreuz, Mohammad aber geht zufrieden von einer entfernten Stadt gen Himmel. Ich glaube, es macht einen Unterschied, ob die Hauptfigur eines Buches ein armer Tischler ist, der am Ende elendig stirbt, oder ein Feldherr, der nach erfolgreichen Schlachten zufrieden geht.

Wenn also schon Christen mit viel Kreativität beim Interpretieren aus dem armen Tischler eine kriegerische Religion ableiten konnten, was können dann erst Muslime aus den Zeilen eines erfolgreichen Kriegers interpretieren?

Die Terroristen des Islamischen Staates
behaupten, ihre Taten seien von Mohammed inspiriert. Wer den Koran liest, kann ihnen nicht widersprechen. Der Islamische Staat macht nichts, was Mohammed nicht auch getan hat.

Die Leute, die uns den Islam als Religion des Friedens verkaufen wollen, zitieren nicht selten diese Stelle aus der fünften Sure im Koran:

“Wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, so ist es, als habe er die ganze Menschheit gerettet.”

Es zeugt schon von einer gehörigen Frechheit, ausgerechnet dieses Zitat als Zeugnis des vermeintlichen Friedens im Koran anzuführen. Der oben zitierte Vers steht nämlich in einem Zusammenhang, der alles andere als friedlich ist:

“Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einen Menschen das Leben hält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten.”

Dieses Gebot geht laut Koran an die “Kinder Israels”, also nur an die Juden. Diesen kleinen Fakt sollte man nicht verschweigen, vor allem weil den Anhängern Mohammeds in den folgenden Zeilen geboten wird, brutal zu metzeln. Das Zitat im Koran geht wie folgt weiter:

“Und unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach beginnen viele von ihnen Ausschreitungen im Lande. Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden und dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.”

Ich übesetze mal:

Mohammed erklärt, Juden sollen nicht töten. Für seine Angänger aber gilt, wenn jemand ein Unheil im Lande anrichtet, dann metzelt los!

“Unheil im Lande” ist, wie soll ich sagen, recht vage, um nicht zu sagen, durchaus interpretationsfähig und auslegungsbedürftig. Weniger vage, ja geradezu konkret wird der Koran, wenn es darum geht, was mit jenen Leuten geschehen soll, die “Unheil im Lande” anrichten: Vertreibung, Kreuzigung oder wechselweise Hände und Füße ab, je nach Stimmungslage und ortsüblicher Tradition.

Das ist die Stelle, mit der begründet wird, dass Islam Friede bedeutet. Frieden ist ja ein sehr dehnbarer Begriff! Wenn das islamischer Frieden ist, wie sieht dann erst islamischer Krieg aus?

Es ist der Islam, stupid!

Es ist nicht rassistisch, dies zu sagen! Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse nennt sich jedoch Kritik. Wer einen Muslim beurteilt, weil er Araber ist, ist ein Rassist; wer jedoch einen Araber beurteilt, weil er Muslim ist, kritisiert seine Ideologie. Wer einen Juden kritisiert, weil er eine jüdische Mutter hat, ist ein Rassist, wer ihn jedoch kritisiert, weil viele komische Dinge bei Moses stehen, ist Mel Brooks!

Wenn eine Ideologie nicht mehr kritisiert werden darf, wird sie totalitär. Egal ob Islam, Christentum, Judentum oder Kommunismus, das Recht Überzeugungen zu kritisieren und zu verarschen, sorgt dafür, dass sie menschlich bleiben. Wer sagt, der Soldat Mohammed, der vor eineinhalb Jahrtausenden gelebt hat, dürfe nicht karikiert werden, jedoch schweigt, wenn ein Bäcker aus Mekka hingerichtet wird, weil er Christ geworden ist, der ist ein fundamentalistischer Fanatiker und hat die volle Breitseite Kritik verdient.

Ein Moslem, der den Koran wörtlich nimmt und sein Leben nach einem mordenden Feldherren von anno dazumal ausrichtet, ist für mich mindestens so bescheuert wie ein Christ, der die ganze Bibel wörtlich nimmt.

Der Islamische Staat ist so islamisch wie das Deutsche Reich deutsch war! Im Deutschen Reich gab es eine Widerstandsbewegung, die sich Die Weiße Rose nannte. Ihre Flugblätter können heute ohne Probleme über den Islamischen Staat abgeworfen werden. In ihrem dritten Flugblatt steht:

“Unser heutiger “Staat” aber ist die Diktatur des Bösen. “Das wissen wir schon lange”, höre ich Dich einwenden, “und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.” Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrigbleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.”

Im ersten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es:

“Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!”

Die Nationalislamisten unterscheiden sich im Hass nicht sehr von den Nationalsozialisten. Die Nazis stürzten die Welt in einen Weltkrieg.

Es ist die Ideologie, stupid!

Es wird Zeit, dass der Islam in seiner Selbstherrlichkeit so gebrochen wird, wie einst das Christentum gebrochen wird. Das geht nur mit Aufklärung, Kritik, Spott und Hohn! Was die Welt braucht sind mehr Karikaturen von Mohammed, so wie Voltaires Karikaturen die christliche Welt in Aufruhr gebracht haben. Wir brauch gestige Hämmer, die den Islam zerschlagen, so wie Nietzsche einst auf das Christentum einschlug. Tapfer im Nirgendwo zitiert daher jetzt ein paar Philosophen des Abendlands und tauscht lediglich das Wort “christlich” mit “muslimisch” aus:

“Der muslimische Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung. Der Islam war bisher das größte Unglück der Menschheit. Ich heiße den Islam den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.” (Friedrich Nietzsche)

“Warum ich kein Moslem bin: Das schlimmste an der muslimischen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität. Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern wie Bäume. Der Islam in der uns bekannten Form hat seine Zeit gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in Übereinstimmung steht mit der Wissenschaft und dennoch für ein gutes Leben hilfreich ist. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die organisierte islamische Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist. Der Islam unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen. Die Behauptung, der Islam habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.” (Bertrand Russel)

“Der Islam predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Muslime sind zu Sklaven geschaffen.” (Jean-Jacques Rousseau)

“Unmoralisch ist der Islam.” (Albert Camus)

Ist das islamophob?
War die Aufklärung christophob?

Es ist die Religion, stupid!

http://tapferimnirgendwo.com/2015/11/22/es-ist-die-religion-stupid/

Es ist die Religion, stupid!

 

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 22. November 2015 von hubert wenzl in Politik, Religionskritik, Uncategorized

Getaggt mit , , , , ,

Der Josef, der heilig wurde, weil er sein Maul hielt   Leave a comment

.

Hier ein amüsanter (für mich jedenfalls) Artikel über den heiligen Josef – übrigens auch Landespatron von Nord- und Südtirol.
1977 wurde der Feiertag des heiligen Josef in Südtirol abgeschafft, der bis dahin am 19. März gefeiert wurde. Jetzt hätten ihn konservative Kräfte in Südtirol wieder gerne als Feiertag installiert. Gehörnte Bürger, die nicht wütend werden und demonstrieren, die wären fast so angesehen wie Josef.

Der Josef, der heilig wurde, weil er sein Maul hielt

Peter Hahne gehört zu den konservativsten Meinungsmachern, die dieses Land hervorbringt.
Jetzt moniert er in der »Bildzeitung«, dass ein katholischer Kindergarten nach einer Abstimmung nicht den Namen »St. Josef« annehmen werde. Das sei fatal, denn der heilige Josef sei ein leuchtendes Vorbild. Denn »Josef [habe] sich zu Jesus, dem Kind seiner Verlobten Maria bekannt, obwohl es ein Kuckuckskind war.«
.

.
Es sind immer wieder solche seltsamen Ideale, Vor- und Leitbilder, Wertevorstellungen und Ehrgefühle, die den hiesigen Konservatismus prägen. Jede Nische des alltäglichen Bedarfs und der gesellschaftlichen Wahrnehmung wird mit diesem seltsamen Blick auf die Welt verstellt. Leben auf diesem Planeten ist für den Conservative Way of Life immer ein Zustand, der mit Ehre und Pflicht und der Einsicht gepaart ist, dass man an dem Platz im Leben zu stehen habe, wohin es einen verschlägt. Auch wenn es ungerecht ist, auch wenn man eigentlich nur »raus« möchte.
Und es sind zum Beispiel genau jene konservativen Kriegsbereite, die immer wieder in ihren Gazetten trommeln und kriegerische Politiker unterstützen, die dieses konservative Ehrgefühl stimulieren. Denn Krieg ist für sie immer noch ein Feld der Ehre. Pflicht und Erfordernis und Schuldigkeit. Eine Schuldigkeit, mit der Hahne Josef veredelt. Er lief nicht weg. Er blieb. Und er kämpfte um sein Weib, das ihn beschissen hat.


Oho, das ist wirklich vorbildlich, was Josef ausgehalten hat. Lassen wir mal die Geschichte so stehen, dass Jesus nicht sein Kind war.
Dann sagt uns Hahne, dass es als Mann gewissermaßen richtig und angebracht ist, das Gevögele seiner Partnerin zu ertragen und auch die Konsequenzen, die sie unter ihrem Herzen trägt, anständig zu akzeptieren. Denn dorthin, wo es einen Mann verschlägt, sollte er ja auch bleiben. Ehre und so.
Anstand definiert sich also in Hahnes Augen so, dass man seinen Mund nicht aufmacht, sondern hinnimmt, aushält und billigt. Ach, ihr wollte übrigens einen Link zu seinem Statement? Vergesst es!

Josef ist auch nur so ein Vorzeigebürger im Weltbild des Konservatismus. Ein Duckmäuser, Angsthase und Arschkriecher. Ein stiller Mensch, der sein Leid ertragen hat, ohne sein Maul aufzureißen.
Nicht verwunderlich also, dass einer wie Hahne ihn chic findet, ihn für ein Vorbild par exellence hält. Nichts beanstanden, Schnauze halten und das Kuckuckskind einfach hinnehmen: Dann ist man jemand, den das Konservative liebhaben kann. Der Gehörnte, der keine Widerworte gibt, der ist ein Traum für diese Leute.
Gehörnte Bürger, die nicht wütend werden und demonstrieren, die wären fast so angesehen wie Josef. Deswegen ist »St. Josef« so ein schöner Name für eine Einrichtung.

.
Der Josef-der heilig wurde-weil er sein Maul hielt

.
 

Gruß Hubert

Möller gegen Gott – als Atheist auf dem Kirchentag   2 comments





Philipp Möller ist gottlos. Für ihn ist Gott nichts weiter als ein Hirngespinst. Er will die Menschen von Gott befreien. Er wagte sich auf den Kirchentag.
Er sagt:

.
Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, dann muss er sie auch beweisen und solange er sie nicht beweisen kann, dann muss ich davon ausgehen dass sie falsch ist. Denn sonst könnte ja jeder kommen und mir sonst was erzählen, und nur weil ich ihm nicht das Gegenteil beweisen kann, ist es auf einmal richtig. In 2000 Jahren hat niemand einen wirklichen Beweis anbringen können.
Eine Kirchentag-Besucherin meint es habe ja auch keiner Gott nicht bewiesen. Es ist auch nicht die Aufgabe der Ungläubigen das zu beweisen.

.

Er trifft da auf allerhand interessante Leute, wie ein Beichtmobil, unter anderem auch auf kirchlich engagierte Homosexuelle, was ein Widerspruch in sich ist, wenn man weiß welchen Blödsinn da die Kirche verzapft, wie intolerant sie ist und welche Ratschläge sie den Homosexuellen geben möchte, wie zum Beispiel enhaltsam zu leben bis zum Lebensende. Bis sie also der Tod von diesem „Übel“ und von dieser schweren Sünde befreit.
Möller stellt einem kirchlichen Homosexuellen die Frage wie er noch Mitglied in einer Vereinigung sein könne, die sich so oft und über Jahrhunderte so fürchterlich gegenüber Menschen seiner Veranlagung gezeigt hatte und noch zeigt.
Dieser Homosexuelle möchte die Kirchen von „innnen“ heraus verändern. Welche Naivität sich so einer aussichtslosen Aufgabe stellen zu wollen!

.

Da Philipp Möller den Kirchentag mitmachen will um zu sehen was da passiert, wird er auch zu einer christlichen Famlie zur Übernachtung eingeladen. Da sieht er beim Frühstück im Raum ein Kreuz. Er meint dazu, man wisse gar nicht was man da Kindern antue, da hängt ein Mensch ans Kreuz genagelt. Für die Gastfamilie ist das Kreuz kein Zeichen kirchlicher Unterdrückung.
Für mich steht fest, dass genau dieses Kreuz Schuldgefühle im Menschen erzeugen soll, solche Menschen sind dann leichter zu lenken und zu manipulieren. Daher auch das ständige Gerede von Sünde, besonders beim 6. Gebot, der Sexualität – da „erwischen“ sie ja alle.
Fest steht auch, dass humanistische Werte gegen die Kirche erkämpft wurden. Philipp Möller wünscht sich eine Gesellschaft in der Religiösität etwas Privates ist. So sehe ich das auch. Gegen Ende hin sagt Möller auch noch was zu dem immer wieder gebrachten Argument wie viel Gutes sie tue mit der Caritas und der Diakonie. Die Kirche steuert dazu aber ungefähr nur 2 Prozent bei und benützt das dann als großes Aushängeschild – zu Unrecht. Der Kirchentag ist schließlich auch noch vom Staat bezuschusst.
Wer will kann das Video selbst zu Ende sehen.

.

Möller gegen Gott – als Atheist auf dem Kirchentag – Giordano Bruno Stiftung (gbs)


http://youtu.be/x50JgSP1AO0

.

Hierzu noch ein Video vom Pädagogen Philipp Möller, das geistreicher kaum sein könnte und auch mit Charme vorgetragen ist.
Er sagt Nächstenliebe gibt es auch ohne die Bibel und wer leichter glaubt wird schwerer klug. Es ist absurd an einen Gott zu glauben, weil man das Gegenteil nicht beweisen kann, das gleich gilt übrigens auch für die Zahnfee und an die glaubt schließlich auch kein erwachsener Mensch.

.

DisputBerlin! – Philipp Möller

 

.


http://youtu.be/PV8tUv-6X8Q

.

.

.

„Zerschmettert die Schändliche!“
Kampfruf Voltaires gegen die katholische Kirche und abergläubische Rückständigkeit.

Voltaire (1694 – 1778): Unter anderem mit der Kritik an weltanschaulichem Monopol der katholischen Kirche war Voltaire ein Vordenker der Aufklärung und ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution.

.
Gottlose Grüße – Hubert

Veröffentlicht 14. Oktober 2014 von hubert wenzl in Politik

Getaggt mit , , , , ,