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Republikaner im Abgeordnetenhaus kippen Obamacare   Leave a comment

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Ich verstehe nicht wie man Millionen Ärmeren die Gesundheitsversorgung erheblich verteuern oder auch unmöglich machen kann, um damit Steuersenkungen für Reiche zu finanzieren? Was ist denn das für eine Einstellung für soziale Belange? Aber das wäre auch zu viel verlangt von einem Millionär, dass er eine Ader für Soziales hätte. Solche Leute nenne ich eine antisoziale Bande. Wie blöd muss man denn als Ärmerer sein, um einen Trump zu wählen, der einen dann die Gesundheitsversorgung wegnimmt? Und bei dieser einen antisozialen Maßnahme von Trump wird es nicht bleiben.
Aber es dürfte sehr schwierig sein für Trump, diese Abschaffung von Obamacare auch im Senat so durchzubringen.

Hier ein Auszug aus der SZ

Wer in McDowell County eine Krankenversicherung hat, hat sie wahrscheinlich wegen Obamacare. Einer der wichtigsten Bestandteile der Gesundheitsreform des früheren US-Präsidenten war die Ausweitung von Medicaid, der staatlich finanzierten Krankenversicherung für Arme. Elf Millionen Menschen wurden auf diese Weise in den USA versichert, in West Virginia waren es zehn Prozent der Bevölkerung. Zudem wurde Drogensucht in den Katalog jener Krankheiten aufgenommen, deren Behandlung Medicaid bezahlt.

Ginge es nach dem Willen von Präsident Donald Trump und den Republikanern im Abgeordnetenhaus, wäre mit dieser Sozialstaatsduselei bald Schluss. Das Gesetz zur Rücknahme von Obamacare, das die republikanische Mehrheit im Abgeordnetenhaus am Donnerstag verabschiedet hat, streicht die Mittel für Medicaid drastisch zusammen – 880 Milliarden Dollar soll das Programm in den nächsten zehn Jahren verlieren, ein Viertel des Budgets. Zudem sollen die Bundesstaaten künftig selbst entscheiden können, ob sie Drogensucht als Krankheit anerkennen.

Störrische Parlamentarier brachte Trump am Ende mit Kraftausdrücken auf Linie

Das sind nur zwei Veränderungen, mit denen die Republikaner der verhassten Obamacare-Reform den Garaus machen wollen. Darüber hinaus sollen die staatlichen Zuschüsse gekappt werden, die arme Bürger erhalten, um sich eine Krankenversicherung kaufen zu können. Auch die Obamacare-Vorschriften, die es Versicherungen verbieten, Menschen mit Vorerkrankungen abzulehnen, und die bestimmte Mindestleistungen festlegen, werden aufgeweicht. Die meisten Studien zu dem republikanischen Gesetz – „Trumpcare“, wie die Demokraten es nennen – sagen voraus, dass alte und kranke Menschen deutlich mehr für ihre Versicherung zahlen müssten, wenn es in Kraft träte. Bis zu 24 Millionen Menschen, so hat das unabhängige Haushaltsbüro des Kongresses errechnet, würden in den nächsten zehn Jahren ihre Versicherung ganz verlieren.

Wie das mit dem Versprechen von Präsident Trump zusammenpassen soll, Obamacare durch „etwas Wunderbares“ zu ersetzen, das allen Menschen eine günstige, gute Krankenversicherung verschafft, bleibt das Geheimnis des Weißen Hauses. Für Trump und die republikanische Parteispitze war am Donnerstag vor allem eines wichtig: dass das Gesetz tatsächlich verabschiedet wird. Was im Einzelnen drinsteht, war zweitrangig.

Dieses Ziel hat Trump erreicht. 216 Ja-Stimmen brauchte das Gesetz, 217 bekam es. Trump vermied so eine weitere peinliche Niederlage wie Ende März, als die erste Fassung des Gesetzes kurz vor Abstimmungsbeginn von der republikanischen Fraktionsführung zurückgezogen werden musste. Zu viele Abgeordnete aus den eigenen Reihen waren dagegen. Die Partei, die sieben Jahre lang versprochen hatte, Obamacare bei der ersten Gelegenheit wieder abzuschaffen, machte sich lächerlich.

Am Donnerstag, nach tagelangem Gezerre, klappte es dann. Das Weiße Haus ließ nicht locker, Trump persönlich brachte am Ende störrische Parlamentarier mit Kraftausdrücken auf Linie.

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http://www.sueddeutsche.de/politik/vereinigte-staaten-das-geheimnis-des-weissen-hauses-1.3492522

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Hier noch ein Auszug aus tagesschau.de

Trumps Gesundheitspläne

Nach dem Triumph ist vor dem Senat

Als großen Erfolg feierte US-Präsident Trump das knappe Abstimmungsergebnis im Kongress über seine Gesundheitspläne. Was ihm vorschwebt ist eine „großartige Krankenversicherung“. Doch das sehen längst nicht alle so – vor allem im Senat.

Eine großartige Krankenversicherung werde das werden, sagte der Präsident, mit niedrigeren Beiträgen und geringerer Selbstbeteiligung. Große Zufriedenheit bei den Republikanern, weil damit eines der zentralen Wahlkampfversprechen erfüllt ist – könnte man jedenfalls meinen, wenn man sich den Jubel ansieht.

Und nicht nur Senator Bernie Sanders sagt, dass das Gesetz auf gar keinen Fall so vom Senat verabschiedet werde, wie es jetzt aus dem Abgeordnetenhaus gekommen ist.

Dass Sanders, der als Präsidentschaftskandidat bis vor wenigen Monaten noch Wahlkampf mit der Forderung nach einer Krankenversicherung für alle gemacht hat, gegen das Gesetz ist, ist keine Überraschung. Doch auch republikanische Senatoren sind skeptisch: Lindsey Graham aus South Carolina warnt, man wisse zu wenig über das Gesetz und seine Auswirkungen – deshalb müsse man da vorsichtig sein. Sein Kollege Bill Cassidy aus Louisiana sagt: „Der Senat wird sein eigenes Gesetz schreiben. Und das, was aus dem Abgeordnetenhaus kommt, muss nicht unbedingt viel mit dem Senatsentwurf zu tun haben.“

Ähnlich äußert sich auch Tim Kaine für die demokratische Seite im Senat: Das Plenum werde an seinem eigenen Gesetz arbeiten, sagt er.

Das heißt: Der Senat wird in den kommenden Monaten über die Gesundheitsreform beraten – am Ende dieser Beratungen wird ein Gesetzestext stehen, der sich deutlich von dem unterscheiden könnte, was das Abgeordnetenhaus verabschiedet hat.

Dann wird es eine Art Vermittlungsausschuss geben, in dem die beiden Entwürfe aus Abgeordnetenhaus und Senat irgendwie zu einem gemeinsamen Text zusammengeführt werden.

Später müssen beide Kammern noch einmal über den im Vermittlungsausschuss ausgearbeiteten Kompromiss abstimmen. Erst dann kann dieser Text zum Präsidenten gehen, damit dieser das Gesetz unterschreibt. Und bis dahin ist es noch ein langer Weg.

http://www.tagesschau.de/ausland/trump-obamacare-113.html

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 5. Mai 2017 von hubwen in Politik

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Giftgasangriff – die USA hat keine Zweifel – Assad ist verantwortlich   8 comments

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Ich bin ja bestimmt kein Trump-Anhänger, aber hier hat er recht. Donald Trump hat die syrische Regierung für den Angriff verantwortlich gemacht. Ob Konsequenzen folgen bleibt abzuwarten. US-Außenminister Tillerson forderte Moskau auf, die Unterstützung für Assad zu überdenken.
Wenn Trump in Syrien wirklich militärisch eingreifen würde, wäre ich gespannt, wem Rechtspopulisten, die ja Fans von Trump und von Putin sind, die Treue halten.

Aus Tagesschau.de

USA zum Giftgasangriff „Keine Zweifel – Assad ist verantwortlich“

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien erhöht die US-Regierung den Druck auf Machthaber Assad und dessen Verbündeten Russland. US-Außenminister Tillerson forderte Moskau auf, die Unterstützung für Assad zu überdenken. Präsident Trump sprach eine deutliche Drohung aus.

US-Außenminister Rex Tillerson hat Russland dazu aufgerufen, die Unterstützung für Bashar al-Assad zu überdenken. Im UN-Sicherheitsrat blockierte Moskau eine Resolution, die den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien verurteilt. Die USA hätten „keine Zweifel“ daran, dass die syrische Regierung für die „schreckliche Attacke“ verantwortlich sei, sagte er mit Blick auf einen Angriff in Syrien am Dienstag. Tillerson reist kommende Woche zu Gesprächen nach Moskau.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump die syrische Regierung für den Angriff verantwortlich gemacht. „Für mich sind damit eine ganze Reihe von Linien überschritten worden“, sagte Trump. Seine Einstellung zu Assad habe sich verändert, sagte Trump. Der Angriff auch auf Frauen und Kinder sei entsetzlich. Dieser „Affront gegen die Menschlichkeit durch das Assad-Regime kann nicht toleriert werden“, sagte Trump.

Und die Konsequenzen?

Der US-Präsident ließ aber offen, ob und welche Konsequenzen nun folgen würden. Er deutete militärische Schritte an, sagte aber lediglich, es sei Teil seiner Politik, militärische Schritte im Vorfeld nicht zu verraten, sollte es sie denn geben. Trump sagte, die syrische Regierung werde ein Zeichen erhalten.

Der US-Präsident hat seit Amtsantritt in mehreren Bereichen große und fundamentale Pläne angekündigt, denen bis dato wenig folgte. Die Lage in Syrien ist sehr kompliziert, die Mittel der USA sind begrenzt. Washington kann kaum militärisch gegen Assad vorgehen, ohne sich damit unmittelbar gegen Moskau zu stellen, das die syrische Regierung unterstützt.

86 Menschen getötet

Auch die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, hatte angesichts einer Blockade im Weltsicherheitsrat einen Alleingang Washingtons gegen den syrischen Präsidenten angedeutet. Bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Kleinstadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib waren nach Angaben von Aktivisten am Dienstag mindestens 86 Menschen getötet worden, Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zeigten sie typische Symptome, die bei Kontakt mit sogenannten Nervenkampfstoffen auftreten.

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Giftgasangriff – die USA hat keine Zweifel – Assad ist verantwortlich

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 6. April 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Prof. Snyder über Trump: „Es wäre Unsinn, jetzt keine Angst zu haben”   Leave a comment

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Heute sagen rechte Kreise oft, dass Linke und Grüne die Nazis und die Faschisten wären. Teilweise wird auch der Staat selbst angezweifelt und man tut so als wenn es mit einem Mini-Staat besser ginge. Das ist auch die Ideologie von Liberalen oder heute besser gesagt von Neoliberalen. Ich weiß nicht in welcher Hand solche Leute die Macht sehen möchten. Alles in der Hand von Milliardären, Hauptsache privat? Da hat man jetzt ein gutes Beispiel in den USA mit Trump. Vor Jahren hatten wir so ein Experiment mit Berlusconi in Italien. Man kann nur sagen, dass es üble Jahre waren, wo es auch der Wirtschaft schlecht ging – Berlusconi ging es dabei gut, was ja nicht verwunderlich ist. Man stellt also gerne die Tatsachen auf den Kopf. Ich muss schmunzeln, weil ich mich da an Erdogan erinnere, der ja ein Super-Faschist ist, aber Holländer und Deutsche als Faschisten und Nazis bezeichnet. Er selbst gibt sich als Demokrat aus. Na dann möchte ich von Demokratie nichts mehr wissen, wenn das in der Türkei eine Demokratie sein sollte.

Es wird auch oft von verschiedenen Leuten gesagt die 30-er Jahre sind lange vorbei und hätten mit heute nichts mehr zu tun. Man muss aber die Geschichte kennen, um daraus lernen zu können. Auch dazu ist Geschichte da. Ich halte es mit dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky, der mal zu jemand sagte: „Lernen S‘ ein bisschen Geschichte“.

Hier ein Artikel auf MSN mit Professor Snyder, der die USA unter Trump kritisch und mit Sorge betrachtet. Er sagt Trump spreche die Sprache der 30-er Jahre.

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Yale-Professor über Trump: „Es wäre Unsinn, jetzt keine Angst zu haben”

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trump-dpa-msn

 © dpa Der Präsident der USA, Donald Trump
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Professor Snyder, wie schlimm muss es um Ihr Land stehen, wenn Sie ein Buch über Widerstand gegen Tyrannei schreiben?

Ich denke, es ist entscheidend, die Natur der Konversation in den USA zu verändern. Amerikaner mögen ihr Land in einer bestimmten Weise sehen: Wir haben eine Demokratie, wir hatten schon immer eine Demokratie, und wir werden immer eine Demokratie haben. Eben weil wir eine Republik sind und jeder Bürger über Rechte verfügt. Sie glauben dabei, dass dies etwas mit den Tugenden der Amerikaner zu tun hat, weniger aber mit den Institutionen.

Es ist also eher einer Frage des Charakters. Ich versuche in dem Buch meine Mitbürger daran zu erinnern, dass unsere Institutionen zerbrechlich sind. Ich sehe die Schwäche der amerikanischen Institutionen, ich habe keinen Zweifel, dass sie zusammenbrechen können, wenn eine amerikanische Regierung einen entsprechenden Versuch unternimmt. Wir sollten nicht warten, bis die Institutionen uns helfen, sondern wir sollten den Institutionen helfen. Die USA stehen nicht außerhalb der Geschichte. Sie haben schwache und auch starke Seiten. Das System kann geändert werden, und es kann ganz zerstört werden, das ist möglich.

Befürchten Sie das konkret?

Ja, natürlich. Es wäre Unsinn, jetzt nicht diese Angst zu haben. Wenn man sich jetzt nicht fürchtet, ist man auch kein Bürger. Wir befinden uns in einer ungewöhnlichen Situation, in der der Vize-Präsident sagt, dass er nicht so sehr an Demokratie interessiert sei. Wir sind in einer Situation, in der zum ersten Mal ein Mann, der die Sprache der 30er Jahre spricht, an der Macht ist.

Natürlich fürchte ich mich. Deshalb habe ich das Buch „Tyrannei“ geschrieben. Es gibt Millionen Menschen, die Furcht haben. Wir müssen neue Möglichkeiten finden, damit wir reagieren können. Wir befinden uns in einer neuen politischen Situation, in der die alten Methoden, obwohl sie richtig sind, nicht ausreichen. Die Amerikaner, aber auch andere, sollen durch das Buch einen neuen politischen Wegweiser erhalten.

Das Buch sagt, wie man eine Demokratie schützt, und gibt auch Tipps, wie man sich unter einer tyrannischen Herrschaft verhalten sollte.

Ja, das ist richtig. Es geht sozusagen chronologisch in Bezug auf die Verschlechterung der Verhältnisse vor. Der erste Punkt betrifft eher die Gegenwart, zum Ende hin wird ein Zustand angenommen, in dem die politische Situation besonders instabil ist. Schon heute ist es schlecht, aber es kann schlimmer kommen. Wir müssen aber schon heute wissen, was wir in einer Situation tun müssen, wenn es wirklich zum schlimmsten Fall kommt. Es geht darum, die Demokratie zu schützen, aber auch, in einem totalitären Regime zu überleben. Deshalb habe ich Handlungshinweise für die Zukunft gegeben. Auf diese Weise wird der Versuch gemacht, die Perspektive der Amerikaner zu verändern. Man muss wissen, wohin die Reise gehen könnte.

Sie vergleichen Trump mit Politikern der 30er Jahre. Wie sehr ähnelt Trump denn Nationalsozialisten oder Faschisten?

Zunächst sollte man Geschichte und historische Vergleiche nicht tabuisieren. Natürlich ist es nicht der Fall, dass Trump zum Beispiel Hitler so sehr ähneln würde. Aber man kann nicht darauf verzichten, über Geschichte zu reden, nur weil ein Tabu existiert, wie in Deutschland, keine Nazi-Vergleiche zu ziehen. Das Tabu gibt es auch in den USA. In Amerika ist man der Auffassung, wenn die Situation nicht exakt so ist wie in der Nazi-Zeit, vergleichen wir diese beiden Situationen auch nicht.

Man muss wirklich kämpfen, um den Amerikanern begreiflich zu machen, dass es in der Geschichte etwas gegeben hat, dessen Kenntnis uns nun hilfreich sein könnte. Zweitens: Man muss die 20er, 30er und 40er Jahre im Blick haben, um überhaupt zu verstehen, wie breit die politischen Möglichkeiten sind. Eine dieser Möglichkeiten bedeutet das Ende der demokratischen Gesellschaften.

Wofür steht Trump?

Er spricht die Sprache der 30er Jahre. Wenn man von den Feinden des Volkes redet, von Amerika zuerst spricht, dann sind seine Äußerungen fast wortgleiche Zitate der 30er Jahre. Wenn man etwas aus der Geschichte lernen kann, dann, worum es solchen Menschen geht, die sich so äußern wie Trump. Das ist eine fundamentale Frage für das amerikanische politische System.

Wie sehen die Amerikaner die USA?

Ihre Nostalgie gilt den goldenen 50er Jahren. Aber es ist schon ein Unterschied, wenn wir etwas weiter zurückblicken in das Amerika der 30er Jahre, ein Amerika, in dem es keinen Wohlstand gab, keinen Zweiten Weltkrieg, ein Amerika, das sehr weit rechts stand und den Isolationismus pflegte.

Sie fordern dazu auf, dass die Menschen den Mut haben, sich der Wahrheit zu stellen. Kant sagte: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Ist das ein Kampf zwischen Ideologien?

Der Philosoph Immanuel Kant hat das ja eigens in seiner Aufklärungsschrift geschrieben. Man muss selber denken, auch um politische Situationen richtig einschätzen zu können. Mir geht es aber nicht einfach um eine tiefgehende Frage, sondern darum, dass man nur das hört, was man hören will, was bereits eine Form des Faschismus ist. Wichtig ist, dass man selbst lernen will, selbst genügend versteht, um in der Kultur oder Politik aktiv werden zu können. Das sind zwei mögliche Weisen, wie man die Welt sehen kann, mit einem wichtigen Unterschied. Wir stehen hier in den USA vor genau dieser Wahl: Wollen wir, dass es eine Wahrheit gibt, oder wollen wir immer nur das hören, was wir hören wollen?

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Prof. Snyder über Trump: „Es wäre Unsinn, jetzt keine Angst zu haben”

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 31. März 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Trump – einfach mal den Mund halten   Leave a comment

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Schon wieder etwas von den „Systemmedien“… 🙂  Aber Trump ist einfach ein unerschöpfliches Thema.
Trump’s Problem ist, dass er sich gezwungen fühlt, auf alles und jeden zu reagieren. Wenn er seinen Mut öfters mal halten würde, würde das allen gut tun. Er hat nicht wenige Gegner innerhalb seiner eigenen Partei, den Republikanern, die sich aber zurückhalten, weil sie ihn wieder brauchen könnten.

Auszug aus n-tv.de

Auf der Agenda der Republikaner stehen neben alten Vorhaben wie der Abschaffung der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama auch eine Steuerreform sowie Änderungen in der Sozialpolitik. Ohne den Präsidenten können die Republikaner nichts davon in die Tat umsetzen. Aus diesem Grund zögern republikanische Abgeordnete und Senatoren, Trump öffentlich zu kritisieren.

„Einfach mal den Mund halten“

Für Shapiro ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Republikaner an den Punkt gelangen, an dem sie ihrem Präsidenten die Stirn bieten. Das überstürzte Vorgehen bei dem Einreiseverbot sowie zahlreiche unbedachte, teilweise offenkundig falsche Äußerungen des Präsidenten sind nicht nur für Demokraten schwer zu ertragen.

Wie einige republikanische Abgeordnete bei Veranstaltungen in ihren Heimat-Bundesstaaten in den vergangenen Wochen feststellen mussten, gibt es mittlerweile auch bei ihren Wählern Unmut über das unbedarfte Vorgehen der Regierung. Viele Bürger fordern von ihren Abgeordneten Antworten über die Zukunft von Obamacare sowie genauere Informationen über die Beziehung zwischen Regierungsmitgliedern und Russland.

Die amerikanische Verfassung gibt dem Präsidenten die Möglichkeit, Dekrete zu erlassen – 24 waren es in Trumps erstem Monat im Amt. In Washington geht man davon aus, dass Trump auch weiterhin versuchen wird, mit Erlassen die Grenzen seiner Macht auszuloten. Genau dies könnte den Widerstand seiner Parteifreunde anfachen. „Sollte Trumps Verhalten ins Rücksichtslose abdriften, wird dies den Druck auf die Republikaner erhöhen, sich ihm zu widersetzen“, sagt Shapiro. „Er beschäftigt sich zu sehr mit kleinen, unbedeutenden Dingen. Sein Problem ist, dass er sich gezwungen fühlt, auf alles und jeden zu reagieren. Er sollte eigentlich viel produktiver sein. Wenn er einfach mal den Mund halten würde, könnte er mehr auf die Beine stellen.“

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Trump – einfach mal den Mund halten

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Obamacare beliebt wie nie zuvor

Trumps Versicherungen, Obamacare durch eine bessere Regelung zu ersetzen, glaubt Knudsen nicht. „Er sagt eine Sache, und dann später, wenn es vor ihm wiederholt wird, sagt er: Nein, das habe ich nie gesagt.“

Trotz steigender Versicherungskosten, mit einer durchschnittlichen Beitragserhöhung von 22 Prozent in diesem Jahr, ist Obamacare beliebt wie nie zuvor in der US-Bevölkerung. Eine aktuelle Umfrage für den Sender NBC News und das „Wall Street Journal“ zeigt, dass 45 Prozent der US-Amerikaner das Gesundheitsgesetz für eine gute Idee halten. Es ist der höchste Wert seit dem Beginn der Umfrage zu diesem Thema im Jahr 2009. Noch bedenkenswerter für Trump ist die Tatsache, dass die Hälfte der Bevölkerung nur wenig oder gar kein Vertrauen darin hat, dass die Republikaner das aktuelle Gesetz verbessern werden.

http://www.n-tv.de/politik/Millionen-US-Buerger-bangen-um-Obamacare-article19589167.html

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 28. Februar 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Horrorszenario aus den 30er-Jahren?   Leave a comment

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Jeder gegen jeden geht nicht gut, nicht zuletzt auch in der Wirtschaftspolitik. Es ist in der Wirtschaft heute alles zu sehr vernetzt und abhängig voneinander. Bei jeder gegen jeden verlieren zum Schluß alle und das könnte auch zu einer großen Wirtschaftskrise führen. Währungs- und Handelskriege sind ein sehr gefährliches Spiel und könnte für den Inititator zum Eigentor werden. Ein Wettlauf um Abwertungen der Währungen kann schlecht enden.

Aus msn.com

Donald Trumps Politik könnte zu einem Abwertungswettlauf bei den globalen Währungen führen © dpa Donald Trumps Politik könnte zu einem Abwertungswettlauf bei den globalen Währungen führen
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Die Tiraden aus dem Weißen Haus gegen Deutschland, die EZB und den Euro wecken böse Erinnerungen. In den 30er-Jahren zettelten die Briten den bislang letzten Währungskrieg an – mit fatalen Folgen.

In Angela Merkels Gesicht war so etwas wie gelöste Zufriedenheit zu erkennen, als die Führer der 20 großen Industriemächte in London ihr Abschlusskommuniqué verkündeten. Denn die Staatschefs schickten ein Signal grimmiger Entschlossenheit in die Welt: Seht her, es ist Krise, aber wir werden alles tun, um eine große Depression wie in den 30er-Jahren zu verhindern. Es mag fünf Billionen Euro kosten oder sechs, egal, wir werden sie aufbringen. Das war im April 2009. Ein paar amerikanische Banken hatten die Welt an den Abgrund geführt.

Nun, acht Jahre später, kann von großer Einigkeit keine Rede mehr sein. Das hat viel mit den USA zu tun, besonders mit Donald Trump, dem neuen Präsidenten. Er hat in den vergangenen Tagen die neue Tonlage gesetzt: Vorwürfe und Anfeindungen, gegen den Euro und besonders gegen Deutschland.

Jüngstes Beispiel: Diese Woche nutzte Trumps nationaler Handelsberater Peter Navarro ein Interview, um scharf gegen den Euro und vor allem Deutschland als Exportnation zu polemisieren: Berlin bereichere sich mithilfe einer zu billigen Gemeinschaftswährung auf Kosten der USA und anderer Nationen.

Und damit die Botschaft auch ganz sicher in Berlin ankam, polterte der Herr im Weißen Haus am nächsten Tag gleich noch ein wenig hinterher: Japan und China würden ihre unterbewerteten Währungen ausnutzen, um Exporterfolge zu erzielen. Natürlich auch zum Schaden des amerikanischen Volkes. Kanzlerin Angela Merkel und zuletzt auch der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, traten den Vorwürfen entschieden entgegen. Die neue US-Regierung beeindruckte das aber wenig.

Die Finanzmärkte reagierten verschreckt auf die Ausfälle aus dem Oval Office, die Kurse an den wichtigen Börsen sackten weltweit ab. Bis dahin hatte Trump einiges versprochen, was die Fantasien der Börsianer befeuert: staatliche Investitionen, niedrigere Steuern und weniger Regulierung.

Doch es zeichnet sich nun ab, dass Washington gerade an einem Sprengstoff bastelt, der womöglich Amerikas Fesseln sprengt – aber das globale Finanzsystem gleich mit. Es gibt derzeit einiges, das an die dunkelsten Zeiten der Weltwirtschaft erinnert.

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http://www.msn.com/de-de/finanzen/maerkte/es-tut-sich-ein-horrorszenario-aus-den-30er-jahren-auf/ar-AAmHPbx?ocid=MSN_Mailing_EU_DE_2017_Feb10#page=1

Seite 2

Trump versucht, den Euro anzugreifen

„Der Währungskrieg hat schon begonnen“, sagt beispielsweise der Wirtschaftshistoriker Harold James, Professor an der renommierten Princeton-Universität. Seit 80 Jahren habe kein US-Präsident derart isolationistische Töne angeschlagen. „Die Rhetorik mag Teil der Verhandlungsstrategie sein. Aber sie wird wohl kaum positive Ergebnisse bringen“, sagt James.

Er sollte es wissen. Er hat die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen intensiv studiert. Und anhand der Äußerungen von Trumps Team glaubt er eine simple Strategie zu erkennen: die nämlich, die Handelspartner in Europa zu schwächen. „Das Weiße Haus versucht, den Euro anzugreifen oder zu suggerieren, dass die Währungsunion zerfällt.“ James glaubt, dass das schiefgeht.

Denn je mehr Kapital aus der EU in den Dollar-Raum fliehe, desto höher steige der Greenback. Desto schwieriger werde es für amerikanische Unternehmen, konkurrenzfähig zu bleiben. Und wenn James die Dinge richtig vorhersieht, dann wird Trumps Regierung darauf reagieren, indem sie noch mehr Zölle und Beschränkungen für ausländische Unternehmen einführt, die in den USA Geschäfte machen wollen.

Trump, sagt James, treibe die Welt in einen „Teufelskreis von Währungskrieg und Protektionismus“. Diese Gefahr sehen inzwischen auch Wirtschaftsbosse. Eine Mehrheit der deutschen Wirtschaftsführer hält inzwischen einen Währungskrieg für die größte Gefahr, die von Trump ausgeht. Mehr als ein Drittel der Vorstände ist alarmiert, das ergab eine Umfrage der „Welt am Sonntag“.

Das erklärt auch die gedrückte Stimmung an den Börsen. Von dem anfänglichen Hurra nach der Wahl Trumps ist nichts mehr zu spüren. Denn die Geschichte lehrt, wie gefährlich Handelskonflikte zwischen den großen Wirtschaftsmächten sind.

Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die USA eine gewisse Stabilität des internationalen Finanzgefüges garantiert. Sie haben schon immer darauf geachtet, ihre Interessen zu wahren, oft genug handelten sie egoistisch, doch sie ließen nach 1945 selten Zweifel aufkommen, dass sie internationale Zusammenarbeit als unerlässlich betrachten. Trump aber scheinen die Allianzen der Nachkriegszeit bisher nicht sonderlich wichtig.

Ein Krieg, in dem es keine Gewinner gibt

Damit drohen Verunsicherungen an den Börsen, wie derzeit. Vor allem aber tut sich ein Horrorszenario auf, das man aus den 30er-Jahren kennt, als jede Nation gegen jede kämpfte.

Hier weiterlesen:

http://www.msn.com/de-de/finanzen/maerkte/es-tut-sich-ein-horrorszenario-aus-den-30er-jahren-auf/ar-AAmHPbx?ocid=MSN_Mailing_EU_DE_2017_Feb10#page=2

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Gruß Hubert

Die Macht der Sprache   2 comments

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Die Neurolinguistin Elisabeth Wehling sagte schon am 04. Oktober 2016 voraus, warum sogar Arbeitslose, Frauen und Einwanderer Donald Trump wählen werden – obwohl er gegen sie hetzt. Sehr interessant auch wie sie die Macht der Worte erklärt und wie manipulativ man Sprache verwenden kann. Entscheidend ist auch das Bauchgefühl.

Aus der ZEIT ein Interview mit Elisabeth Wehling

Die Neurolinguistin Elisabeth Wehling weiß, warum sogar Arbeitslose, Frauen und Einwanderer Donald Trump wählen werden – obwohl er gegen sie hetzt.

Sie habe einen „krassen Jetlag“, sagt Elisabeth Wehling, als sie sich in einem Restaurant auf einen Aluminiumstuhl setzt. Gestern hatte sie noch einem Termin in Washington, nun besucht sie für ein paar Tage ihre Eltern in Hamburg-Bergedorf. Um sich für das Interview wach zu halten, habe sie den ganzen Tag „Tatort“ geguckt.

ZEIT CAMPUS: Frau Wehling, Sie erforschen, wie Sprache Menschen beeinflusst. Können Sie mich manipulieren?

Elisabeth Wehling: Wenn ich mit diesem Ziel zum Gespräch gekommen wäre, dann ja. Sprache kann uns stark beeinflussen, wie wir denken, wie wir fühlen, sogar wen wir wählen.

ZEIT CAMPUS: In einem Interview haben Sie einmal gesagt …

Wehling: … das habe ich nie gesagt. (lacht)

ZEIT CAMPUS: … Donald Trump spreche wie ein Viertklässler.

Wehling: Das war das Ergebnis einer Studie aus unserem Forschungsteam, die das Sprachniveau von Politikern untersucht hat. Trump war auf dem Level eines Grundschülers. Auf den ersten Blick könnte man denken: Ach, der redet für Dumme, wahrscheinlich ist er selbst ein bisschen dumm. Ist er aber nicht.

ZEIT CAMPUS: Lassen Sie mich raten – alles Strategie?

Wehling: Ganz genau. Donald Trump benutzt fast nur Wörter der „basic level cognition“. Das sind solche, die wir als Kind als Erste lernen. Zum Beispiel sagt er nicht: Wir werden die Migration aus Mexiko eindämmen, sondern: Wir bauen eine Mauer. Da haben wir sofort ein Bild vor Augen.

ZEIT CAMPUS: Wenn Sie mich manipulieren wollten, wie würden Sie das machen?

Wehling: Ich könnte Ihnen zum Beispiel suggerieren, dass eine bestimmte politische Meinung besonders gut ist. Das geht über sogenannte Frames, Sprachbilder, die unser Gehirn mit einer Bedeutung verknüpft. Nehmen wir das Wort Schmutz. Wenn ich „schmutzige Steueraffäre“ sage, simuliert Ihr Gehirn automatisch Ekel. Als würden Sie einen üblen Geruch riechen oder hören, wie jemand sich übergibt. Wörter können Gefühle erzeugen.Das kann man nutzen, auch im Wahlkampf.

ZEIT CAMPUS: Ein Beispiel?

Wehling: Trump nennt Clinton „crooked Hillary“ – „gekrümmte Hillary“. Damit stellt er sie als unmoralisch dar. Krummer Hund, ein krummes Ding drehen, einknicken – Sie kennen die Metaphern. Da ist es völlig egal, ob man mit Trumps Meinung übereinstimmt oder nicht, das prägt sich ein.

ZEIT CAMPUS: Fakten sind unserem Gehirn egal, solange jemand gute Reden hält?

Wehling: Es geht darum, wie man die Fakten interpretiert. Selbst wenn wir alle dieselben Informationen kennen, haben wir völlig unterschiedliche Auffassungen davon, welchen gesellschaftlichen Auftrag sie mit sich bringen. Denn wir haben andere Vorstellungen davon, was gut und was schlecht ist.

ZEIT CAMPUS: Sprechen Politiker deshalb so häufig über Werte?

Wehling: Ja, der politische Streit ist immer ein moralischer. Grundsätzlich stehen sich dabei zwei Weltsichten gegenüber: die konservative und die progressive. In Amerika ist das sogar relativ sauber getrennt, in Republikaner und Demokraten.

ZEIT CAMPUS: Wie kommt das?

Wehling: Jeder Mensch hat einen bestimmten Wertekompass. Das liegt daran, wie wir aufwachsen. Als Kind erfahren wir zum ersten Mal, was es bedeutet, „regiert“ zu werden. Deshalb werden auch in der politischen Sprache so häufig Metaphern der Familie verwendet: Vaterland, Schwesterpartei, Gründerväter. Wenn Sie mir sagen, wie für Sie die ideale Familie aussieht, kann ich Ihnen sagen, ob Sie eher konservativ oder eher progressiv sind.

ZEIT CAMPUS: Okay, probieren Sie es.

Wehling: In Ihrer perfekten Familie, wie sollten die Eltern ihre Kinder erziehen?

ZEIT CAMPUS: Mal überlegen. Die Eltern sollten den Kindern beibringen, dass sie ein schönes Leben haben können, aber nicht, indem sie anderen schaden.

Wehling: Also Ermächtigung durch Selbsterfüllung? Und eher Kooperation als Wettkampf? Oder zumindest Selbstverwirklichung nicht auf Kosten anderer? Damit sind Sie der klassische progressive Typ. In Ihrem Wertemodell soll der Staat Menschen ermöglichen, sich zu entwickeln. Sie sollen sich bilden können, nicht in Armut leben, im Krankheitsfall versorgt sein. Sie dürfen heiraten, wen sie wollen, werden nicht rassistisch behandelt, als Frau nicht abgewertet. Der Mensch steht an erster Stelle, und die Gemeinschaft kümmert sich darum, Schaden von ihm abzuwenden.

ZEIT CAMPUS: Wenn alle so ein klares Weltbild haben, was bringt Wahlkampf überhaupt?

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Die Macht der Sprache

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„Sie entscheiden nach ihrem ideologischen Bauchgefühl“

Wehling: Er will zeigen, dass es mit ihm keine Political Correctness gibt. Einmal hat er einen behinderten Journalisten nachgeäfft. Ein anderes Mal sagte er: Wenn es den Schwarzen in Amerika nicht gefällt, sollen sie zurück nach Afrika gehen. Wer jetzt annimmt, sie würden ihn deshalb nicht wählen, liegt falsch.

ZEIT CAMPUS: Wie bitte?

Wehling: Wenn sie streng konservativ sind, werden sie Trump ihre Stimme geben, obwohl seine Politik ihnen schaden kann. Aus dem gleichen Grund, aus dem nicht alle Gutverdiener für niedrige Steuern sind. Ein Beispiel: Ein wichtiger Wert im konservativen Wertemodell ist das Eigeninteresse. Trump stilisiert sich als der Typ mit Trump Tower, Trump Entertainment, Trump University. Darum wählen ihn auch arme Menschen. Weil sie sagen: Ich will mich auch hochkämpfen, keiner soll für mich entscheiden. Menschen wählen nicht das, was für sie am besten ist. Sie entscheiden nach ihrem ideologischen Bauchgefühl.

 ZEIT CAMPUS: Trump hat vor einer Weile eine Rede zum Waffengesetz gehalten, die manche als Aufruf zur Gewalt gegen Clinton interpretiert haben. War das auch geplant?

Menschen wählen nicht das, was für sie am besten ist

Wehling: Das war wohl eher nicht abgesprochen, passt aber zur Strategie seines Kampagnenteams: „Donald, do you“ – „Donald, sei du selbst.“ Aus Studien wissen wir: Neben Werten überzeugt Menschen vor allem Authentizität. Trump ist ein Rowdy, aber ein authentischer.

ZEIT CAMPUS: Man könnte ihn auch für eine Witzfigur halten.

Wehling: Natürlich hat Trump nicht den Look eines Präsidenten. Aber in Amerika gibt es fast nichts Überzeugenderes als Reichtum. Ergibt ja auch Sinn in einem Land, in dem man nur mit Geld an Bildung, Medizin, Altersvorsorge kommt. Wenn Trump mit seinem Hubschrauber fliegt und sagt: Du kannst nie gierig genug sein!, ist es immer noch witzig, dass er diese Frisur hat, aber es ist zweit-, dritt-, viertrangig. Die Geldkarte zieht.

Hier weiterlesen:

http://www.zeit.de/campus/2016/06/sprache-politiker-hillary-clinton-linguistik-elisabeth-wehling/seite-2

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 6. Februar 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Trump macht Abtreibungsgegnern große Hoffnungen auf schärfere Gesetze   1 comment

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Egal wer ein Land anführt, ich bin in der Regel immer gegen Konservative. Vor allem, wenn das Konservative mit Religion verquickt ist. Ich will Veränderung und keine Besitzstandsbewahrer. Es braucht Progressive für Veränderungen und keine Ewiggestrigen. Es braucht Demokraten und keine Autokraten (mit Regeln, die ihnen selbst am meisten nützen). Die Gesellschaft muss sich weiter entwickeln und nicht stehen bleiben. Bei den Abtreibungsgegnern sind sehr viele die religiös fundamentalistisch eingestellt sind. Wenn es Krieg gibt haben sie nicht viel dagegen einzuwenden. Auch der Waffenbesitz stört sie nicht. Aber wehe, wenn sich eine Frau für eine Abtreibung entscheidet. Es sollte schon dem Gewissen einer Frau überlassen sein, wenn sie zu dieser Überlegung kommt. Aus leichtfertigen Gründen tut das wohl keine Frau.
Bekannt als Organisation für Abtreibungsgegner ist die „Pro Life“-Bewegung.

Trump macht jetzt diesen Abtreibungsgegnern Hoffnung, nicht zuletzt auch dadurch dass er einen konservativen Richter am Supreme Court ernennen will. Aber es hätte noch einen schlimmeren als Trump gegeben, nämlich Ted Cruz.

Ted Cruz ist gefährlicher als Trump weil er erzkonservativ, Spross einer evangelikalen Bewegung und felsenfest überzeugt ist von seinem Glauben und seiner Ideologie. So führte er zum Beispiel Krieg gegen die Krankenversicherung von Obama mit einer Vehemenz sondergleichen. Trump würde die Politik durcheinander wirbeln, Cruz aber für eine Ordnung sorgen, die einfach nur gruselt. Populismus, Konservatismus und Religion das ist das Rezept von Ted Cruz. Eine sehr gefährliche Mischung.

Trump hat keine feste Ideologie, er wechselt Ansichten und Wahrheiten wie sein Jackett. Cruz dagegen ist ein einsamer Wolf, der wirklich dem Staat mit tiefster Skepsis gegenübersteht.

Auszug aus der ZEIT

Erst vor wenigen Tagen hatte der neue US-Präsident staatliche Zuschüsse für Organisationen, die im Ausland Frauen zu Familienplanung und Schwangerschaftsabbrüchen beraten, beendet. Der neue Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hatte dazu gesagt, diese Entscheidung sollte niemanden überraschen: „Ich denke, der Präsident hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er ein Pro-Life-Präsident sein wird.“
Auch Conway äußerte vor den Demonstrationsteilnehmern Sympathiebekundungen: „Wir hören euch, wir sehen euch, wir respektieren euch und wir arbeiten mit euch zusammen!“

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Die March-for-Life-Demonstranten gehören teilweise der Pro-Life-Bewegung an, die Schwangerschaftsabbrüche auch vor der 12. Woche als Mord ansieht. Die Pro-Life-Anhänger protestieren in den USA regelmäßig vor Familienplanungszentren, die auch Schwangerschaftsabbrüche vornehmen und verteilen Broschüren an schwangere Frauen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/march-for-life-washington-abtreibungsgegner-mike-pence

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Die Liebe der Abtreibungsgegner für den Ehebrecher Trump

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Demonstranten der „Pro Life“-Bewegung versammeln sich beim jährlich stattfindenden „March for Life“ auf der National Mall.(Foto: AFP).

US-Präsident Trump wird einen Richter an den Supreme Court schicken, der Frauenrechte beschneiden soll. Die „Pro Life“-Bewegung freut sich: Ihr Einfluss wächst.

Mike Pence weiß, dass sein Auftritt historisch ist. Er stehe „voller Demut“ auf der Bühne, ruft der Republikaner: „Es ist eine große Ehre, als erster Vizepräsident an diesem Treffen teilzunehmen.“ Der Jubel ist riesig, denn die Teilnehmer des „March for Life“ wissen, was Pence‘ Rede bedeutet. Seit 1974 versammeln sich Hunderttausende Abtreibungsgegner Ende Januar in Washington, um gegen das Roe v. Wade-Urteil zu protestieren, das Frauen das Recht auf Abtreibung garantiert. Bisher waren diese Treffen allen konservativen Präsidenten zu heikel: George W. Bush etwa schickte seine Grüße nur per Videobotschaft. Auch hier bricht Donald Trump mit seinen Vorgängern. Er schickt seinen Stellvertreter.

In Trumps Namen ruft Pence also: Life is winning in America. Damit nutzt der 57-Jährige das Erfolgsrezept der Abtreibungsgegner, denn die Bewegung hat sich erfolgreich als Pro Life definiert, während die Gegenseite Pro Choice genannt wird. In den Augen der Linguistin Elisabeth Wehling ist dies ein großer Nachteil für die Liberalen: Der Begriff „Auswahl“ (choice) spiele „auf die Konsumwelt an, da geht es nicht um grundlegende Werte“. Und wer gegen „Leben“ (life) sei, der befürworte den Tod beziehungsweise das Töten, so Wehling zur SZ.

Zu den Strategen, die dieses Marketing etablierten, gehört Kellyanne Conway. Seit ihrem „Alternative Fakten“-Interview ist die Trump-Beraterin weltbekannt, doch zuvor bestand ihr Job darin, Umfragen für christliche Gruppen und konservative Politiker durchzuführen und diese zu beraten. Wie Pence muss sich die Katholikin Conway in diesem Milieu nicht verstellen. Ihre Sätze wie „Ich bin zuallererst Ehefrau und Mutter“ werden bejubelt. Sie lässt keine Zweifel, dass das Trump-Team in den Abtreibungsgegnern Verbündete sieht: „Wir hören euch. Wir sehen euch. Wir respektieren euch und wollen mit euch zusammenarbeiten.“

Trump muss einen konservativen Supreme-Court-Richter durchsetzen

Mit Genugtuung sah die Pro Life-Bewegung, dass Trump die „Mexico City“-Politik durchsetzte, wonach ausländische Organisationen nur US-Entwicklungshilfe erhalten, wenn sie Frauen nicht in Bezug auf Abtreibungen informieren, beraten und auch keine Schwangerschaftsabbrüche anbieten. Am Dienstag muss Trump nun erneut liefern: Um 20 Uhr Ortszeit gibt er bekannt, wen er als Nachfolger der konservativen Ikone Antonin Scalia fürs Oberste Gericht nominiert.

Stets hat Trump versprochen, nur Juristen an den Supreme Court zu schicken, die gegen Roe v. Wade sind und die Top-Kandidaten erfüllen das Kriterium. Ob ein Hardliner im Senat eine Mehrheit findet, ist offen; aber Trump muss den weißen Evangelikalen beweisen, dass er Wort hält. Diese streng religiöse Gruppe bildet den harten Kern der Pro-Life-Bewegung. Und sie war auch unabdingbar für Trumps Wahlerfolg: 81 Prozent der Evangelikalen stimmten für den Ehebrecher und zweifach geschiedenen Milliardär. So einen Wert schaffte nicht mal der wiedergeborene Christ George W. Bush.

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Andere Besucher wie Annette Saunders äußern sich in Interviews noch eindeutiger: Es ging ihr bei der Präsidentschaftswahl nur um den Supreme Court. „Ich habe das Gefühl, dass Gott mir befohlen hat, Trump zu wählen. Er ist pro life und Mike Pence garantiert das“, gab die 60-Jährige zu Protokoll. In Trumps Kabinett gibt es noch andere Männer, die vielen in der religiösen Rechten gefallen: der designierte Wohnungsbauminister Ben Carson, Bald-Justizminister Jeff Sessions, CIA-Chef Mike Pompeo, Sicherheitsberater Michael Flynn und Ex-Breitbart-Chef Stephen Bannon sind allesamt sehr gläubig. Die drei letztgenannten sehen die Christen weltweit in einem Krieg gegen den Islam.

Von Matthias Kolb, Washington

Hier weiterlesen:

Trump macht Abtreibungsgegnern große Hoffnungen auf schärfere Gesetze

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Aus der ZEIT

Ein Posten im neunköpfigen Richterkollegium des Supreme Court ist derzeit unbesetzt. Es wird erwartet, dass Trump einen Konservativen dafür nominiert.

Erst vor wenigen Tagen hatte der neue US-Präsident staatliche Zuschüsse für Organisationen, die im Ausland Frauen zu Familienplanung und Schwangerschaftsabbrüchen beraten, beendet. Der neue Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hatte dazu gesagt, diese Entscheidung sollte niemanden überraschen: „Ich denke, der Präsident hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er ein Pro-Life-Präsident sein wird.“

Auch Conway äußerte vor den Demonstrationsteilnehmern Sympathiebekundungen: „Wir hören euch, wir sehen euch, wir respektieren euch und wir arbeiten mit euch zusammen!“

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/march-for-life-washington-abtreibungsgegner-mike-pence

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Nachtrag noch zum konservativen Richter Neil Gosuch, den Trump zum Verfassungsrichter ernennen will.

Aus Tagesschau.de
Neil Gorsuch ist erst 49 Jahre alt. Er ist damit der jüngste Verfassungsrichter in den USA.

Da dies eine lebenslange Berufung ist, wird er mit seiner Stimme Urteile treffen, die das Leben von Millionen Menschen heute und in Zukunft beeinflussen wird. Die Nominierung eines Verfassungsrichters sei eine der wichtigsten Aufgaben eines Präsidenten, so Trump: „Seine Amtszeit kann 50 Jahre dauern und seine Entscheidungen können ein Jahrhundert oder länger anhalten.“
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Gorsuch gilt als jemand, der sich streng an das Wort der Verfassung hält und sie nicht zeitgemäß interpretiert. Er verteidigt religiöse Werte. Als Richter in Colorado hat er geurteilt, dass Firmen nicht für eine Krankenversicherung zahlen müssen, die Verhütung enthält.

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Skepsis bei den Demokraten

Neil Gorsuch, der Neuling, muss noch vom US-Senat bestätigt werden. Die Demokraten haben schon angekündigt, er müsse mit einer harten Anhörung rechnen. Die Republikaner hatten sich im vergangenen Jahr geweigert, den Kandidaten von Präsident Obama überhaupt anzuhören. Jetzt könnten die Demokraten Rache nehmen und den Wunschkandidaten von Präsident Trump durch Dauerreden blockieren. Um das zu verhindern, brauchen die Republikaner 60 Stimmen im Senat, sie haben aber nur 52. Das heißt, sie brauchen auch die Stimmen der Demokraten. „Jeder von Präsident Obama Nominierte brauchte 60 Stimmen, das soll jetzt auch für den Kandidaten von Präsident Trump gelten“, so der demokratische Senator Richard Blumentahl. Es wird also wohl für Trump nicht ganz einfach werden, seinen neuen Richter durchzubringen.

http://www.tagesschau.de/ausland/gorsuch-105.html

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Dabei hatte Papst Franziskus noch die Vergebung für Abtreibung im Heiligen Jahr versprochen (ich weiß nicht mehr genau, glaube es endete im Dezember 2016).

Heiliges Jahr 2016 – freie Fahrt für Abtreibung

Priester dürfen Abtreibung vergeben

Katholische Vergebung für Abtreibung? Was bisher nur in Ausnahmen möglich war, soll im kommenden, sogenannten Heiligen Jahr, jedem Priester erlaubt sein. Denn „die Vergebung Gottes könne niemandem versagt werden“, entschied Papst Franziskus.

Papst Franziskus | Bildquelle: AP

Erlaubt ein Jahr lang kirchliche Vergebung für Abtreibung: Papst Franziskus

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Gruß Hubert