Archiv für August 2012

Schweizer UBS-Bank wäscht Geld der Tropenholzmafia   Leave a comment

UBS-Bank - Schweiz

LKWs mit illegal geschlagenem Tropenholz, Beweisfotos aus Sabah (Quelle: BMF)

Sabah ist ein Bundesstaat im malaysischen Teil Borneos. Dort erstreckt sich ein enges Netz an Naturschutzgebieten. In den tropischen Wäldern von Sabah leben seltene Tierarten wie Zwergelefanten, Sumatra-Nashörner und Orang-Utans. Doch die Natur ist in Gefahr. Seit 2003 wird Sabah von Musa Aman regiert. Nach Recherchen der Malaysischen Anti-Korruptions-Behörde (MACC) bereichert sich die Herrscherfamilie um Musa Aman systematisch an der Abholzung der tropischen Wälder auf Borneo.

Wie die MACC herausfand, erlaubte Gouverneur Musa Holzfirmen Regenwaldparzellen abzuholzen und kassierte dafür Millionen an Schmiergeldern. Bereits 2007 stieß die Behörde auf 5000 illegal gefällte Stämme aus Schutzgebieten. Sie fand heraus, dass hohe Regierungsebenen in den Skandal verwickelt sind. Der Bruder von Musa ist der Außenminister Malaysias und der Generalstaatsanwalt ein enger Freund der Familie. Obwohl die Beweise erdrückend sind, wurde bisher keine Anklage erhoben und die Ermittlungen von MACC immer wieder behindert. Auch durch die Schweizer UBS-Bank werden die Ermittlungen erschwert.

Insgesamt sollen mehr als 70 Millionen Euro Schmiergeld aus dem Handel mit illegalem Tropenholz über UBS Konten gewaschen worden sein. Gemäß der Schweizer „Handelszeitung“ nahm die UBS in Singapur von einem engen Vertrauten Musas auch Barchecks in Höhe von 15 Millionen Dollar entgegen. „Die UBS hat in dieser Affäre gegen international anerkannte Normen gegen Geldwäsche verstoßen“, schreibt der Schweizer Bruno Manser Fonds. „Wir haben deshalb die Finanzpolizei und die Bankenaufsicht in der Schweiz aufgefordert, Ermittlungen gegen die Bank aufzunehmen.“

Bitte fordern Sie den Vorstand der UBS auf, mit den Behörden zu kooperieren und die skrupellosen Geschäfte mit der Tropenholzmafia zu beenden.

https://www.regenwald.org/aktion/886?ref=nl&mt=1424

Gruß Hubert

Veröffentlicht 29. August 2012 von hubwen in Politik, Uncategorized

Getaggt mit , , ,

Machenschaften auf der Schweizer Community Latschariplatz   2 comments

Schweizer Community Latschariplatz von Diessenhofen.

Herr Josef Möller (J.M. alias kapverd) vermutet richtig, dass in der Schweizer Community Latschariplatz  nicht öffentlich diskutiert werden kann.

Nicht nur das, bei Sabine wurde nicht mal die vom Administrator Herrn Sehringer (alias bannjongg) angegebene „Sperrfrist“ von 14 Tagen eingehalten

Wohlgemerkt, die Sperrfrist war willkürlich und ohne Vorfall von Herrn Sehringer, wohl auf Drängen von ein paar prüden Schweizer Moralaposteln „verhängt“ worden.

Nebensatz: da hätten diese Moralapostel wohl in der Schweiz andere Betätigungfelder (Stichwort: dreckige und blutige Gelder in Schweizer Banken oder zumindest das Einsammeln von Schwarzgeldern / Steuerhinterziehungen aus anderen Ländern, kein Diktator ist da zu blutbesudelt). Aber da hält man sich lieber an den Grundsatz: Geld stinkt nicht.

Und bei mir verzichtete dieser Herr gleich auf eine Begründung. Die Antwort von Herrn Sehringer an Herrn Möller war ja völlig an den Fakten vorbei gegangen. Was heißt da forumintern? Dass es Druck intern gab und Herr Sehringer nicht den Mumm hatte dem zu widerstehen? Sabine und ich (Hubert) können sich ja nicht mehr wehren, wenn Herr Sehringer falsche Fakten nennt.

Mieser und niveauloser geht es nicht mehr, das ist unterste Schublade.

Ich fordere hiermit öffentlich, offiziell und in aller Deutlichkeit Herrn René Sehringer dazu auf, meine Beiträge, Themen, Kommentare umgehend zu löschen.

———-

Hier die Korrespondenz von Josef Möller, alias „kapverd“ und Herrn René Sehringer, alias „bannjongg“, vom 26.08.2012

der Abgang     (26.08.2012 – 17:21)

von zwei Usern und Schreibern hier ging absolut unspektakulär und nicht
öffentlich vonstatten. Plötzlich stand nur noch „Gast“ unter den Beiträgen.
Kann in der Schweiz nicht öffentlich diskutiert werden ………. oder ist es
nicht üblich Urteile in der Öffentlichkeit eines Forums zu diskutieren …………
oder war einfach nur Interessenlosigkeit hier im Spiel und „man“ gab dem
Moderator die Armbrust zur Hand?

mfG J.M. (alias „kapverd“)

——–

Hallo kapverd,     (26.08.2012 – 18:13)

absolut richtig bemerkt: Ich musste die Notleine ziehen! Da es sich aber
um ein rein foruminternes Problem handelte, wurde das auch dergestalt
gehandhabt.

bannjong
administrator  (René Sehringer)

http://www.bannjongg.com/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=69&show=93

Letzter Labor-Zuchtbetrieb für Hunde in Italien geschlossen   Leave a comment

2.400 Beagles bleibt Tod durch Tierversuche erspart.

 

Ab und zu gibt es auch im Tierschutzbereich eine gute Nachricht.
So werden qualvolle zahnmedizinische Versuche an Beaglehunden durchgeführt, obwohl sich die Knochenbeschaffenheit maßgeblich von Menschen unterscheidet und es zu unbrauchbaren Ergebnissen kommt.
Ich kann mich noch gut an einen illegalen Transport aus Italien mit 56 nur drei Monate jungen Beaglewelpen erinnern. Die Tierversuche haben nichts mit Wissenschaft zu tun, sie sind einfach nur pervers, bedienen verschiedene Geschäftsinteressen und die Neugier von Sadisten. Wer so was tut kann nicht normal sein.

Hier ein Bericht von aerzte-gegen-tierversuche.de

Letzter Labor-Zuchtbetrieb für Hunde in Italien geschlossen
2.400 Beagles bleibt Tod durch Tierversuche erspart

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche freut sich gemeinsam mit seinem italienischen Partner Lega Anti Vivisezione (LAV), dass es diesem nach intensiver Lobbyarbeit gelungen ist, Green Hill, einen der größten Lieferanten von Hunden für Tierversuchslabore, zu schließen. Auch in Deutschland finden nach Aussage des Vereins grausame und wissenschaftlich wertlose Experimente an Hunden statt.

Aufgrund einer Beschwerde der italienischen Tierrechtsorganisation LAV ermittelte die Staatsanwaltschaft in Brescia gegen den Zuchtbetrieb Green Hill, was per aktuellem Gerichtsbeschluss zur Beschlagnahmung von rund 2.400 Beagles jeden Altes und zur Schließung des letzten italienischen Labor-Zuchtbetriebs für Hunde führte. Green Hill war einer der Hauptlieferanten von Hunden für europäische Tierversuchslabore. Unter künstlichem Licht wurden die Tiere in Käfigen gehalten, bis sie schließlich über weite Strecken in zahlreiche Länder transportiert wurden. Je nach Forschungsbedarf konnten unter anderem Welpen oder schwangere Hündinnen wie Katalogware bestellt werden. Hauptabnehmer waren neben Universitäten und der pharmazeutischen Industrie auch Huntingdon Life Sciences in England, Europas größtes Auftrags-Tierversuchslabor.

Der Ärzteverein hält es für möglich, dass Hunde von Green Hill auch in deutschen Laboren in Versuchen leiden und sterben mussten. Die Herkunft der Tiere sowie Tierversuche generell würden jedoch streng geheim gehalten, da die Tierversuchslobby ihr unethisches Geschäft vor der Öffentlichkeit verbergen wolle. »Beagles sind besonders sanftmütig und ertragen tapfer sehr viel Leid, ohne es zu zeigen. Das macht sie für Experimentatoren so attraktiv«, erläutert Dipl.-Biol. Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ärztevereins.

 

Am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Heinrich Heine Universität (HHU) Düsseldorf werden qualvolle zahnmedizinische Versuche an Beaglehunden durchgeführt. Den Tieren werden bis zu 20 Backenzähne gezogen, um Implantate einer Schweizer Firma mit herkömmlichen Materialien zu vergleichen. Dabei werden bei den Tieren oftmals Teile des Kieferknochens zerstört, um Knochenschäden beim Menschen nachzuahmen. »Die Knochenbeschaffenheit bei Hunden unterscheidet sich maßgeblich von der des Menschen, so dass die Ergebnisse vollkommen nutzlos sind«, kritisiert Bitz.

Im Jahr 2002 geriet in Südtirol ein illegaler Transport aus Italien mit 56 nur drei Monate jungen Beaglewelpen zufällig in eine Verkehrskontrolle. Die Tiere waren nicht mit Wasser und Futter versorgt und mussten viele Stunden auf engstem Raum im stickigen Lieferwagen ausharren.

 

Einige litten an Durchfall und Atemwegsinfektionen. Bestimmt waren die Tiere für das Hamburger Labor für Pharmakologie und Toxikologie (LPT). Dort finden auch heute noch Tierversuche an Hunden statt, die im Auftrag der Pharma- und Chemie-Industrie vergiftet werden.

Mit der Kampagne SOS Green Hill startet LAV die Vermittlung von rund 2.400 Beagles, die durch die Schließung des Zuchtbetriebs und aufgrund intensiver Lobbyarbeit einem qualvollen Tod im Labor entgehen. Einige der Tiere sind so traumatisiert, dass sie durch Tierärzte betreut werden müssen, um sie in ein normales Leben ohne Quälerei einzuführen.

Quelle:
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/955-27-juli-2012.html

———

Gravierende Unterschiede Zwischen Mensch und Tier

bestehen derart gravierende Unterschiede, vor allem anatomisch und in vielfacher Weise auch physiologisch, also bezüglich normaler Lebensvorgänge, dass Ergebnisse aus Tierversuchen irreführend sind und für den Menschen ein unkalkulierbares Risiko darstellen. Ein Beweis hierfür sind die unzähligen Arzneimittel- und Impfkatastrophen, Schäden also, die aus dem Tierversuch nicht ersichtlich und für den Menschen oft genug tödlich sind. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Auflistung des Klinikum Großhadern in München, die besagt, dass

* 61 % aller Missgeburten,
* 88 % aller Totgeburten,
* 6 % aller Krankheiten mit Todesfolge und
* 25 % aller Krankheiten

auf Arzneimittelschäden zurückzuführen sind. Es ist höchste Zeit, dass unsere Wissenschaftler zur Einsicht kommen, dass Katastrophen wie die grauenvollen Entstellungen nach Contergan und – fast noch schlimmer – nach Roaccutane, einem Medikament gegen Akne, sowie lebenslanges Siechtum und Todesfälle nach Arzneimitteln doch wohl genügen müssten, von der irrigen Vorstellung abzugehen, dass Tiere stellvertretende Modelle für den Menschen sein können.

Wenn es eine einzige Vergleichbarkeit zwischen Mensch und Tier gibt, dann die der Leidensfähigkeit beider.

http://www.tierversuchsstadt-wuerzburg.de/gruende-gegen-tierversuche.html

Gruß Hubert

Pro Life   Leave a comment

Unter den Abtreibungsgegnern (oder -fanatikern) von „Pro Life“ konnte ich bei wikipedia ja einige schwere Brocken über diesen Verein finden.

Pro Life ist ein Verein nach schweizerischem Recht mit Sitz in Bern.

Der Verein lehnt Abtreibung unabhängig vom individuellen Einzelfall bedingungslos ab, so auch nach Vergewaltigung oder bei fehlenden Überlebenschancen des Fötus.

[…]
Der Verein wurde 1989 von Gerd Josef Weisensee und seiner Ehefrau Almut Weisensee-Wagner gegründet und gilt heute als mitgliederstärkste Nachfolge-Organisationen des inzwischen offiziell aufgelösten Vereins zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis (VPM), der von der deutschen Bundesregierung in die Broschüre „Jugendsekten und Psychogruppen“ aufgenommen wurde.

Tätigkeit in der Schweiz

Im Gegensatz zu anderen Vereinigungen mit ähnlichen Zielen müssen die Mitglieder von Pro Life ihr Recht auf die freie Wahl ihrer Krankenkasse auf den Verein übertragen und gleichzeitig darauf verzichten, Kassenleistungen zum Schwangerschaftsabbruch und zur substitutiven Drogenbehandlung in Anspruch zu nehmen. Die Rechtmäßigkeit dieses Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte von Vereinsmitgliedern wurde von Fachleuten heftig kritisiert, aber zumindest in der Schweiz in letzter gerichtlicher Instanz vorerst für zulässig erachtet. In Deutschland steht eine gerichtliche Entscheidung noch aus.

Durch die massenhafte Bündelung von Krankenversicherten erlangte Pro Life eine enorme Macht gegenüber den Krankenkassen und gleichzeitig eine lukrative Einnahmequelle durch laufende Provisions- und zusätzliche Honorareinnahmen. So zahlte die schweizerische Krankenkasse „Helsana“ im Jahr 2003 an Pro Life schätzungsweise 4,6 Millionen Franken für den kollektiven Wechsel der damals noch 29.000 Mitglieder zu ihr.

Mit den Einnahmen des Vereins werden hauptsächlich kostspielige politische Initiativen mit dem Ziel finanziert, die Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen in sozialen Härtefällen abzuschaffen und die Akzeptierende Drogenarbeit zu verbieten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Life_%28Verein%29

Das sagt ja schon viel, wenn der Verein Pro Life zu den „Jugendsekten und Psychogruppen“ gerechnet wird.
Diese militanten Abtreibungsgegner kann man zur christlichen Rechten zählen. Diese Leute gefallen mir überhaupt nicht. Sie geben sich als Lebensschützer aus und sind durch und durch lebens- und sexualfeindlich eingestellt (also ein Widerspruch in sich), außerdem auch noch sehr autoritär, hart und unnachgiebig. Bedauern kann man höchstens, dass manchmal die falschen abgetrieben werden. Ich hoffe man versteht meine Ironie (und wen ich damit meine). Wie militant und radikal diese Abtreibungsgegner sind hat man ja schon einige mal in den USA miterlebt, wo Ärzte vor Abtreibungskliniken abgeknallt wurden.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. August 2012 von hubwen in Medizin, Politik, Religionskritik

Getaggt mit , , , , ,

Ist die Schweiz prüde?   10 comments

Ist die Schweiz prüde?

von Alexander Müller veröffentlicht am 8. April 2012 | 1.492 mal gesehen

Nacktheit in der Öffentlichkeit ist in der Schweiz grundsätzlich nicht verboten. Das Bundesgericht hat in einem Grundsatzurteil den Kantonen jedoch erlaubt Nacktwandern unter Strafe zu stellen.

Im betreffenden Urteil ging es um einen Nacktwanderer, der im Kanton Appenzell-Ausserrhoden wegen «grob unanständigen Benehmens» zu einer Busse von 100 Schweizerfranken verurteilt wurde. Der betreffende Nacktwanderer hatte den Fall bis vors Bundesgericht weitergezogen. Die Bundesrichter waren sich darin einig, dass Nacktwandern vom Strafgesetzbuch des Bundes nicht erfasst wird. Drei von fünf urteilenden Richtern waren allerdings der Ansicht, dass die Kantone befugt sind, mit eigenen Bestimmungen die nicht sexuell motivierte Entblössung unter Strafe zu stellen.

Auch im Kanton Appenzell-Ausserrhoden wird Nacktwandern nicht ausdrücklich untersagt. Es wird aber dem Verbot der «groben Verletzung von Sitte und Anstand» zugeordnet. Laut Behörden ist das Empfinden des Durchschnittsmenschen was Sitte und Anstand anbelangt ausschlaggebend dafür, was Sitte und Anstand verletzt.

Nacktheit in der Öffentlichkeit wird in der Schweiz meist unter dem Deckmantel des Jugendschutzes bekämpft. In der Regel stehen dahinter jedoch religiös-konservative Menschen, denen Nacktheit in der Öffentlichkeit aus anderen Beweggründen nicht passt.  Wenn es stimmt, was die Appenzeller Behörden über das Empfinden des Durchschnitts-Schweizers denken, dann lässt dies auch einen Rückschluss darauf zu, wie prüde unser Volk ist oder wie wie stark die Doppelmoral ist. Im Internet ist Nacktheit in der Öffentlichkeit für die meisten Schweizer nämlich kein Problem. Im Gegenteil, viele erfreuen sich darüber. Es sind wenige, die bisher vergeblich versuchten, die Freiheitsrechte anderer im Internet zu beschneiden. Wer nackte Haut und sexuelle Handlungen im Internet sehen will, der braucht nur zu googlen. Wobei er vorher noch den Prüderie-Filter ausschalten muss.

Unter Prüderie versteht man laut Definition eine sehr empfindliche Einstellung und Engherzigkeit gegenüber Sitte und Moral. Im weiteren Sinne bezeichnet Prüderie eine Geisteshaltung, die das Ziel verfolgt, sexuelle Äusserungen jeglicher Art in der Öffentlichkeit und teilweise auch im Privatbereich weitestgehend auszuschliessen.

Prüderie hat seinen Ursprung in der Sexualethik verschiedener Religionen (Judentum, Christentum, Islam). Bereits im Judentum wurden bestimmte zwischenmenschliche Handlungen als unrein angesehen. Das Christentum, welches aus dem Judentum entstanden ist, hat vieles davon übernommen. Dasselbe gilt für den Islam, er hat vieles vom Judentum und Christentum übernommen und teilweise sogar noch verschärft. Muslimas sollen ihre Reize vor Männern verbergen (Burka usw.), fremden Männern nicht die Hand geben usw.

Vieles, was mit Religionen zusammenhängt, wird inzwischen jedoch zu Recht in Frage gestellt. So wurde die religiös legitimierte Ständeordnung ein Opfer der Aufklärung. Herrscher von Gottes Gnaden wurden inzwischen durch demokratische Systeme ersetzt und Menschenrechte wurden ausgebaut.

Wieso soll Nacktheit in der Öffentlichkeit weiterhin unsittlich und unmoralisch sein, wenn die Grundlage einer solchen Ansicht längst der Vergangenheit angehört? Von Menschen erfundene Religionen, die hauptsächlich zur Unterdrückung von Menschen genutzt wurden, haben zum Glück längst nicht mehr den Stellenwert, den sie einst hatten.

Schauen wir nach Brasilien. Dort gehen die Menschen mit Nacktheit in der Öffentlichkeit und Sexualität wesentlich entspannter und lockerer um. (Anmerkung Hubert: Von gewissen Schweizern, die vorwiegend in Brasilien leben, sollte man darum eigentlich mehr sexuelle Offenheit erwarten, das aber nur nebenbei).

Ist das nicht schön?

Was ist gegen einen sexy Auftritt einzuwenden? Jugendschutz? Lächerlich!

Carnevale di Rio 2011 S

Was in Brasilien im Karneval und am Strand möglich ist, das war in Stammeskulturen und bei frühzeitlichen Menschen normal. Die Männer im folgenden Bild würden im Halbkanton Appenzell-Ausserrhoden, in Saudi-Arabien und im Iran wegen ihres öffentlichen Auftretens bestraft werden. Was aus Sicht einiger pervers aussieht, ist für diese Männer normal.

Die junge Frau im folgenden Bild scheint auch kein Problem mit ihren Brüsten zu haben. Zum Glück lebt sie in Afrika und nicht im Halbkanton Appenzell-Ausserrhoden. Denn im Appenzellerland wäre es nicht erlaubt so herumzulaufen.

Ob die Kinder dieser jungen Frau einen nachhaltigen Schaden davon tragen werden, weil sie so herumläuft?

DAILYTALK.CH

http://www.dailytalk.ch/ist-die-schweiz-prude/

Hier noch ein interessaner Kommentar
von Alexander Müller – bei Dailytalk.ch

Nacktheit hat mit Freiheit zu tun. Wer frei im Geist ist, der muss sich nicht unter einer Burka verstecken, er kann nackt wandern. Wer sich hingegen einer erfundenen Gottheit unterwirft, der ist unfrei. Er ist ein Gefangener seines Glaubens oder ein Unterdrückter einer Gesellschaft, die in einem Glauben gefangen ist.
http://www.dailytalk.ch/ist-die-schweiz-prude/

————–

Hier noch ein anderer Link zum gleichen Thema.

http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/10294/wenn-sauberm-nner-schmutzige-schlagzeilen-machen/?lang=de

Auszug:

Wenn Saubermänner schmutzige Schlagzeilen machen

Wer den Skandal um die sogenannte Sexkoffer-Initiative verstehen will, muss wissen, wie sich Prüderie definiert. Prüderie, so schreibt das Online-Lexikon «Psychology 24» in einem erhellenden Eintrag, ist «übertriebene Schamhaftigkeit», «schroffe Abwehr alles Sexuellen» – sie entspringt einer «Unsicherheit, die mit sturem Gehorsam gegenüber allen Tabus» verdeckt werden soll. «Durch ihre Übertriebenheit entlarvt sich die Prüderie als Reaktion auf die eigene Triebhaftigkeit», heisst es da. Und weiter: «Der Prüde spürt unbewusst, wie verführbar er ist; deshalb möchte er, dass auch alle anderen sich an die Verbote halten, denen er sich unterworfen hat.»

Die Sätze lesen sich wie eine prophetische Charakterstudie des Basler Polit-Aktivisten B. S. Im Jahr 1996 erhält B. S. eine Freiheitsstrafe, weil er eine Minderjährige missbrauchte. 2012 findet sich der gleiche Mann im Komitee einer Volksinitiative, die Sexualkunde an der Primarschule verhindern will. B. S. ist dabei, als die Initianten am 17. April vor fehlgeleiteten Pädagogen warnen, die mit Sexkoffern, Holzpenissen und Plüschvaginas unschuldige Kinderseelen kontaminieren wollten. Wenige Tage nach der Lancierung des Anliegens berichten Medien über die Vergangenheit von B. S. – das Desaster für die Initianten ist perfekt.

Prüderie ist nicht geeignet, um politische Anliegen hervorzubringen: Holzpenisse und Geschlechtsteile aus Stoff aus der «Sex-Box» für den Aufklärungsunterricht an Schulen in Basel. (Bild: Keystone)

Ist der Fall B. S. einzigartig? Dass politische Exponenten ihre ethischen Imperative durch das eigene Verhalten konterkarieren, kommt immer wieder vor. Nirgends driften Anspruch und Wirklichkeit aber so oft auseinander wie bei sexualbezogenen Themen.

Hier noch ein treffender Kommentar im Tagesanzeiger.ch wegen der Sexualaufklärung.
Marlene Wanner sagt:
4 Mai 2012 um 07:31

Offensichtlich gibt es bei dieser Kampagne in der Schweiz noch eine andere Facette: Pädophile wollen verhindern dass unsere Kinder rechtzeitig aufgeklärt werden. Lustig hingegen ist das immer wieder gebrachte Argument dieser vordergründig Konservativen: Sexualaufklärung sei ausschliesslich Sache der Eltern. Doch da gerade Konservative sich mit dem Thema schwer tun passiert das dann meist eben nicht oder mit ganz falschen Informationen wie z.B. Masturbation sei schädlich für Geist und Körper, das wollte man mir auch eintrichtern – zum Glück war ich früh aufgeklärt & konnte die Lügen entlarven.

http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/10294/wenn-sauberm-nner-schmutzige-schlagzeilen-machen/?lang=de

... und führe uns nicht in Versuchung...

… und führe uns nicht in Versuchung…

Gruß Hubert

Die Türkei verfolgt einen atheistischen Pianisten   Leave a comment

Die Verfolgung von Menschen, die sich zum Atheismus bekennen, nimmt weltweit zu. Ein Instrument, das dabei immer wieder zum Einsatz kommt, sind sogenannte „Blasphemie“-Paragraphen. In Deutschland kommt das noch existierende Blasphemiegesetz kaum noch zur Anwendung.

Amnesty International verweist darauf, dass nach dem Verständnis der Vereinten Nationen Religionsfreiheit auch das Recht auf Atheismus umfasse und plädiert für eine Streichung des Blasphemie-Praragraphen.

Im Oktober wird der bekannte türkische Komponist und Pianist Fazil Say vor Gericht stehen. Ihm wird „Volksverhetzung“ vorgeworfen. Im April hatte der Atheist zwei Sätze getwittert, die einem mittelalterlichen persischen Dichter zugeschrieben werden. Dieser machte sich über allzumenschliche Paradiesvorstellungen lustig.

Es wird auf die Verletzung religiöse Gefühle hingewiesen.
Staatlicherseits wird das gerne angeführt, um der Einschränkung von Weltanschauungs- Meinungs- und Kunstfreiheit den Anschein von Legitimität zu geben. Say, der dem Erdogan-Regime aufgrund gesellschaftskritischer Äußerungen und seiner Warnungen vor der schleichenden Islamisierung der Türkei seit längerem ein Dorn im Auge ist, drohen bei einer Verurteilung bis zu 18 Monate Gefängnis.
(Das meiste entnommen aus miz 02/12 – Materialien und Informationen zur Zeit).

Hier ein Bericht zu diesem Fall von der Süddeutschen Zeitung.

Türkei klagt Pianisten an

Einer, der sein Land verrät
Von Alex Rühle

„Ist das Paradies etwa ein Bordell?“ Wegen religionskritischer Sätze wie diesem wird der türkische Pianist Fazil Say in seiner Heimat angeklagt – sein Verhalten könne zum Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung führen. Die Angelegenheit wirft ein schlechtes Licht auf die Türkei, die sich gern betont laizistisch gibt.

Es begann mit einem Zitat. Der türkische Pianist und Komponist Fazil Say twitterte Anfang April zwei Sätze, die dem mittelalterlichen persischen Dichter Omar Khayyam zugeschrieben werden:
„Du behauptest, durch die Bäche wird Wein fließen – ist das Paradies etwa eine Schänke? Du sagst, jeder Gläubige wird zwei Jungfrauen bekommen – ist das Paradies etwa ein Bordell?“
Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los, muslimische Türken beschimpften den bekennenden Atheisten Say im Netz aufs übelste. Der konterte mit sarkastischem Humor und Sätzen wie diesem:

„Der Muezzin trägt seinen Aufruf zum Abendgebet in 22 Sekunden vor. Prestissimo con fuoco!! Warum so eilig? Eine Geliebte? Der Raki-Tisch?“

 

Fazil Say im Pariser Theatre des Champs-Elysees: Dem Pianisten drohen in der Türkei bis zu 18 Monate Haft. (© AFP)

Wegen dieser Sätze wurde der Künstler jetzt von der Istanbuler Staatsanwaltschaft angeklagt. Say habe zum Hass aufgestachelt und religiöse Werte verunglimpft, heißt es in der Anklageschrift. Ja, der Staatsanwalt versteigt sich zu der Behauptung, Says Tweets könnten sogar „zum Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung führen“. Der Prozess soll Mitte Oktober beginnen. Say drohen bis zu 18 Monate Haft.

Sollte tatsächlich die öffentliche Ordnung in Gefahr sein, fragt sich, warum einzig der berühmte Pianist angeklagt wird: Schließlich war er nur einer von 166 Twitterern, die das Khayyam-Zitat retweetet hatten. Dass allein ihm der Prozess gemacht wird, verdeutlicht, dass es der Justiz nur darum geht, einem ihrer lästigsten Kritiker eins auszuwischen: Schließlich hat Say sich immer wieder mit dem Premierminister Tayyip Erdogan und dessen konservativer Regierung angelegt und über die wachsende Intoleranz und eine schleichende Islamisierung der Türkei geklagt. Als er 2007 sagte, er überlege, das Land zu verlassen, weil ja „die Islamisten ohnehin gewonnen haben“, rief das schon große Empörung hervor. Say wurde als Landesverräter beschimpft.

Das ist er tatsächlich, aber in einem anderen Sinne: Die Reaktionen auf seine Tweets verraten viel über ein Land, das von sich selbst behauptet, laizistisch zu sein. Dass einem Atheisten wegen einiger religionskritischer Sätze der Prozess gemacht wird, wirft kein gutes Licht auf den Premier und dessen Umgang mit seinen Kritikern. Say überlegt, nach Japan auszuwandern.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/tuerkei-klagt-pianisten-an-einer-der-sein-land-erraet-1.1374266

Gruß Hubert

Skandal um Zwangsarbeit. Heimkinder mussten für Swarovski schuften   Leave a comment

In den Tiroler Erziehungsheimen muss es ja einen regelrechten Sumpf gegeben haben. Immer wieder fallen die Tiroler Heime durch negativ Vorkommnisse auf.
Beim letzten Fall geht es um Heimkinder, die für Swarowski gearbeitet haben und kein oder kaum ein Geld dafür gesehen haben. Das bei einer ungesunden und anstrengenden Arbeit.

Hier ein Bericht vom „stern“.

Skandal um Zwangsarbeit Heimkinder mussten für Swarovski schuften

Swarovski steht für glitzernde Steinchen und Glamour. Ein Skandal um Kinderarbeit in den 60er-Jahren kratzt an dem glänzenden Schein. Der Kristallglasproduzent schiebt die Schuld auf ein Heim.
Von Verena Kuhlmann

Das ehemalige Tiroler Erziehungsheim St. Martin in Schwaz hat keinen guten Ruf. Es gilt als schwarzes Schaf der Kinderheime, ist bekannt für seine schlimmen Züchtigungsmaßnahmen. In einer Studie zur Tiroler Heimerziehung wird darüber berichtet, dass die Zöglinge – Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren – dort verprügelt und mit Nächten in dunklen Bunkern bestraft wurden. Einige wurden angeblich sogar vergewaltigt. Zu diesen Unmenschlichkeiten kommt nun ein weiterer schwerwiegender Vorwurf hinzu: Die Heimkinder sollen in den 1960er-Jahren gezwungen worden sein, für den österreichischen Glasschmuck-Konzern Swarovski zu arbeiten. Geld gab es dafür meistens nicht.

Ehemalige Zöglinge der Anstalt haben sich laut der österreichischen Zeitung „Kurier“ erstmals zu Wort gemeldet und von ihrem Schicksal als Kinderarbeiter erzählt. Im Heim wurde nach ihrer Aussage eine Produktionsstelle aufgebaut, an der in Akkordarbeit Schmuckstücke für Swarovski fertiggestellt wurden. Teilweise zehn Stunden am Tag befestigten etwa 25 Mädchen kleine, geschliffene Kristalle auf Armbändern. Eine Arbeit, die körperlich anstrengend und gesundheitsschädigend war. Und das, obwohl angeblich vor allem junge schwangere Mädchen beschäftigt wurden, die besonders auf die finanzielle Unterstützung angewiesen waren. Waltraud R., ein ehemaliges Heimkind erinnert sich im „Kurier“: „Für die Befestigung der Kristalle auf den Bändern musste man Kraft aufwenden. Viele Mädchen hatten Probleme mit den Handgelenken.“

Hat die Heimleitung das Geld eingesteckt?

Geld haben Waltraud R. und viele ihrer Mitbewohnerinnen für ihre Arbeit nie bekommen. Verantwortlich macht sie dafür aber nicht Swarovski. Ihrer Meinung nach, hat die Heimleitung das Geld eingesteckt: „Ich bin sicher, dass Swarovski sehr wohl bezahlt hat, nur wir haben nichts davon gesehen.“ Diese Ansicht bestätigt auch Bianca Henderson, Pressesprecherin von Swarovski. „Wenn Swarovski in einem Kinderheim etwas fertigen ließ“, erklärt sie dem „Kurier“, „dann sicher im guten Glauben, dass das Geld an die Kinder weitergeleitet wird.“

Anhand von Rechnungen oder anderen Unterlagen lässt sich der Vorwurf nicht überprüfen. Nach vier Jahrzehnten sind solche Papiere längst vernichtet. Allerdings wurden die Aussagen der ehemaligen Zöglinge bereits von mehreren Leidensgenossinnen bestätigt. Auch Swarovski schließt eine Mitarbeit der Heimkinder nicht aus, weißt aber jegliche Schuld an den schrecklichen Arbeitsbedingungen von sich. Auch heute noch werde von Privatpersonen zugearbeitet. Junge Mütter können sich durch ein Angebot der Firma so von zu Hause aus etwas dazu verdienen – heutzutage werden sie laut Henderson aber entsprechend entlohnt.

http://www.stern.de/panorama/skandal-um-zwangsarbeit-heimkinder-mussten-fuer-swarovski-schuften-1879189.html

Siehe auch:
http://kurier.at/nachrichten/4508244-heimkinder-schufteten-fuer-swarovski.php

„Winzige Kristallsteine“ – Ehemalige Zöglinge eines Tiroler Kinderheimes mussten für Swarovski arbeiten.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 16. August 2012 von hubwen in Politik

Getaggt mit , , , , ,