Archiv für die Kategorie ‘Lyrik

Fällt die Birke   Leave a comment

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JESSENIN

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Nicht genug gelernt, um zu bestehen,
Sieht er sich im Spiegel, ringsum schweigt
Vormittäglich Stille; nur ganz oben
Über ihm der Geiger geigt und geigt.
Seine Freunde meiden ihn, denn seine Trauer
Hat auch sie vertrieben: Geh und wart’,
Daß die Klingel läutet, ja, die Jahre,
Die voll Liebe waren, haben ihn genarrt.
Das, worauf er baute, kann zerfallen.
Geh, und prüfe deine Schuld!
Doch er kennt den Spruch: die Schuld an allem
Trägt nur deine große Ungeduld!
Güte gibt, wem Güte wird gegeben,
Liebe nur, wem Liebe widerfuhr, da wird
Keine Schuld beglichen: dieses Leben
Ist voll Irrtum – und er hat geirrt.
Ja er weiß es: Glück hat keine Dauer.
Wer ihn lesen wird dereinst? Wer wei߅
Fällt die Birke, stirbt der letzte Bauer?
Wird zu Eisen werden oder gar zu Eis,
Was einst Glut war? Aus dem letzten Sommer
Hebt der Herbst sich, steigt des Winters Blau,
Wölbt der Himmel sich über den Feldern
Und der Wermutsteppe gelbem Grau.
Feldweg, Kindheit, Liebe – ja erwachsen
ist er jetzt geworden: unberührt
Sind die Dinge nicht, im Schlag der Uhren
Geht die Zeit, die ihm nicht mehr gehört.

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Heinz Czechowski

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http://www.planetlyrik.de/sergej-jessenin-gedichte/2011/11/

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P.S.

Ich bin ziemlich sicher, dass das Gedicht von Jessenin ist und nur von Heinz Czechowski übersetzt wurde.

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Czechowski erlebte als Zehnjähriger die Zerstörung der Stadt Dresden. Nach einer Ausbildung als grafischer Zeichner und Tätigkeit als Vermessungsgehilfe und technischer Zeichner schloss er sich zunächst der Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren an, um anschließend von 1958 bis 1961 am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig zu studieren, wo er stark von Georg Maurer (Sächsische Dichterschule) beeinflusst wurde. 1957 wurden erste Gedichte in der Zeitschrift Neue deutsche Literatur veröffentlicht. 1961 bis 1965 war er Lektor beim Mitteldeutschen Verlag in Halle (Saale). Von 1971 bis 1973 war er Dramaturg an den Bühnen der Stadt Magdeburg. Seitdem arbeitete er als freier Schriftsteller und lebte zeitweise in Wuischke in der Oberlausitz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Czechowski

Veröffentlicht 24. September 2019 von hubert wenzl in Lyrik, Uncategorized

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Gehenkt – Kinski – Villon by SEID WAS IHR WOLLT   Leave a comment

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Die Ballade von den Galgenbrüdern /
Die Galgenballade, die Villon seinen Freunden zum Abschied gedichtet hat.

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Ihr Brüder seht, hier werden wir gehängt,
ist keiner da, der uns sein Mitleid schenkt?
Gott wird es euch vergelten mit dem Gold
der Ewigkeit, wenn ihr uns nicht mehr grollt.
Seht her, gleich baumeln wir, fünf Kameraden,
und wenn wir auch den Leib noch in der Sonne baden
konnten, den fetten Leib, genährt mit Fleisch und Weizenbrot;
bald frisst uns auf mit Haut und Haar der Tod.
Verspottet nicht dies elende Geschick,
Gott wird uns bald in Jesu Namen
erlösen von dem Galgenstrick,
von allem Übel. Amen!

Wir hängen dann für die Gerechtigkeit
und dass ihr unsre Brüder seid, verzeiht! Verzeiht!
Nicht jeder auf der Welt hat kaltes Blut,
nicht jedem tut dies faule Leben gut.
Seht, wie der Tod uns an den Kragen fährt,
seht, wie sein Griff uns schon am Halse schwärt.
Seid nicht erbost auf unsre Sünden.
Verspottet nicht dies elende Geschick,
Gott wird uns bald in Jesu Namen
erlösen von dem Galgenstrick,
von allem Übel. Amen!

Man hat uns unsere Köpfe uns blank rasiert,
seht doch wie uns in der Sonne bitter friert,
Habt doch ein bisschen Mitleid auch mit unsern Sünden
Verspottet nicht dies elende Geschick,
Gott wird uns bald in Jesu Namen
erlösen von dem Galgenstrick,
von allem Übel…
Lasst uns hier nur ruhig schweben
am langen Strick. Wir haben sowieso von diesem Hundeleben
den Hals bis oben voll gehabt.
Wir haben nie, wie ihr, in einem weissen Bett gelegen,
wir lagen Nacht für Nacht im schwarzen Regen,
vom Wind zerfressen und vom Wurm zerschabt.
So viele Sommerjahre haben wir den Magen
mit Erde nur und Laub uns vollgeschlagen,
da wurde auch die Liebe kalt und alt.
Aus unseren abgewürgten Hälsen manchmal pfeifen
die bösen Träume noch und wollen nicht begreifen,
dass auch die runde Welt ein Ende hat.

Warum soll uns am Ende gar der Teufel holen?
Wir haben keinem Armen was vom Brot gestohlen,
ihr Brüder, denkt an eure eignen Missetaten,
die wird man nicht so leicht mit Bibelsprüchen los.
Es fällt sehr bald ein Schnee auf eure Haare,
dann liegt ihr auch auf einer schwarzen Bahre
so klein und hässlich wie im Mutterschoss.

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Gehenkt – Kinski – Villon by SEID WAS IHR WOLLT

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 7. März 2019 von hubert wenzl in Lyrik, Uncategorized

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Wild Silk – Mein Herz ich will dich fragen   Leave a comment

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Wild Silk – Mein Herz ich will dich fragen

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Songetxt

Wild Silk – Mein Herz ich will dich fragen

Mein Herz ich will dich fragen:
Was ist denn Liebe, sag?
Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag
Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag
Und sprich, woher kommt Liebe?
Sie kommt und sie ist da
Und sprich, wie schwindet Liebe?
Die war’s nicht, der’s geschah
Und sprich, wie schwindet Liebe?
Die war’s nicht, der’s geschah
Und was ist reine Liebe?
Die ihrer selbst vergißt
Und wann ist Liebe am tiefsten?
Wenn sie am stillsten ist
Und wann ist Lieb am reichsten?
Das ist sie wenn sie gibt!“
Und sprich wie redet Liebe?
Sie redet nicht, sie liebt
Und sprich wie redet Liebe?
Sie redet nicht, sie liebt
Mein Herz ich will dich fragen:
Was ist denn Liebe, sag?
Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag
Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag

https://www.songtexte.com/songtext/wild-silk/mein-herz-ich-will-dich-fragen-13f4c9d1.html

Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. März 2019 von hubert wenzl in Lyrik, Musik, Uncategorized

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Dhalia’s Lane – DER SCHNITTER   Leave a comment

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Dhalia’s Lane *DER SCHNITTER* live@ Folk im Schlosshof 2012

Oh Tod komm her, ich fürcht dich nicht…

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 1. März 2019 von hubert wenzl in Lyrik, Musik, Uncategorized

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Er kam nicht zurück aus dem Kampf   Leave a comment

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Er kam nicht zurück aus dem Kampf

 

Warum ist alles neu, und doch alles wie sonst,
dieser Himmel, der wieder so blau ist.
auch der Wald ist der gleiche, das Wasser, die Luft,
doch er aus dem Kampf nicht zurück ist.
auch der Wald ist der gleiche, das Wasser, die Luft,
doch er aus dem Kampf nicht zurück ist.

Noch kann ich nicht versteh‘n, wer hatte nun Recht,
wenn der Streit uns beiden den Schlaf nahm,
und dass er mir fehlen wird, weiß ich erst heut‘,
seit er aus dem Kampf nicht zurückkam.
Und dass er mir fehlen wird, weiß ich erst heut‘,
seit er aus dem Kampf nicht zurückkam.

Wo er reden sollt‘, schwieg er und sang nicht im Takt,
unterbrach, wenn einer das Wort nahm,
hat den Schlaf mir geraubt, stand viel zu früh auf,
bis er aus dem Kampf nicht zurückkam.
Hat den Schlaf mir geraubt, stand viel zu früh auf,
bis er aus dem Kampf nicht zurückkam.

Dass es leer jetzt hier ist, davon rede ich nicht,
ich weiß noch, als ich ihn zum Freund nahm…
als hätte der Wind unser Feuer gelöscht,
als er aus dem Kampf nicht zurückkam.
als hätte der Wind unser Feuer gelöscht,
als er aus dem Kampf nicht zurückkam.

Wie aus langer Verbannung der Frühling brach an,
ich rief nach ihm, wie ich’s gewohnt war:
„Was zu rauchen lass hier“, doch still blieb es dann,
weil er aus dem Kampf nicht zurückkam.
„Was zu rauchen lass hier“, doch still blieb es dann,
weil er aus dem Kampf nicht zurückkam.

Unsere Toten im Leid lassen uns nicht allein,
sind gefallen für uns’re Träume,
Der Himmel taucht ein in Wasser und Wald,
und blau erstrahlen die Bäume.
Der Himmel taucht ein in Wasser und Wald,
und blau erstrahlen die Bäume.

Platz gäb’s für uns zwei in der Erde genug,
wenn für jeden von uns seine Zeit kam,
in der jeder allein sein wird. Jetzt scheint es mir,
dass ich aus dem Kampf nicht zurückkam.
in der jeder allein sein wird. Jetzt scheint es mir,
dass ich aus dem Kampf nicht zurückkam.

 

Text: Wladimir Wyssozkij
Melodie: Wladimir Wyssozkij
Deutsche Nachdichtung: © Margit Bluhm

 

Veröffentlicht 7. Oktober 2018 von hubert wenzl in Lyrik, Uncategorized

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ПОЕТ СЕРГЕЙ БЕЗРУКОВ. Не бродить ,не мять в кустах багряных…   5 comments

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Die Rose war rot – Gerry Wolff

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Kraniche

 

Zuweilen scheint mir, alle die Soldaten,
die aus dem Krieg nicht heimgekommen sind,
in uns’rer Erde wurden nie begraben,
und zieh’n als weiße Kraniche dahin.

Noch immer fliegen sie und ihre Stimmen
von oben weit zu uns herunterweh’n,
Kann es nicht sein, dass deshalb wir mitunter,
so traurig schweigend, auf zum Himmel seh’n.

So fliegt und fliegt der Kranichkeil am Himmel,
ermüdet in die Dunkelheit hinein,
In seinen Reih’n seh‘ ich ein leeres Fleckchen
und denke mir, dies könnt‘ für mich wohl sein.

Denn eines Tag’s schweb‘ ich im Kranichzuge
und aus dem Blau des Himmels, tief hinab,
ruf‘ mit dem Vogelschrei ich alle jene,
die unten ich zurückgelassen hab‘.

Zuweilen scheint mir, alle die Soldaten,
die aus dem Krieg nicht heimgekommen sind,
in uns’rer Erde wurden nie begraben,
und zieh’n als weiße Kraniche dahin.

 

Text: Nach einem Gedicht von Rasul Gamzatov
Melodie: Yan Frenkel

Deutsche Nachdichtung: © Margit Bluhm

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Журавли (müsste Kraniche heißen…)

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 6. Oktober 2018 von hubert wenzl in Lyrik, Musik, Uncategorized

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Als man ihr sagte …   Leave a comment

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Als sie lachte, sagte man ihr, sie sei kindisch. Also machte sie fortan ein ernstes Gesicht. Das Kind in ihr blieb, aber es durfte nicht mehr lachen.

Als sie liebte, sagte man ihr, sie sei zu romantisch. Also lernte sie, sich realistischer zu zeigen und verdrängte so manche Liebe.

Als sie reden wollte, sagte man ihr, darüber spreche man nicht. Also lernte sie zu schweigen. Die Fragen, die in ihr brannten, blieben ohne Antwort.

Als sie weinte, sagte man ihr, sie sei einfach zu weich. Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken. Sie weinte zwar nicht mehr, aber hart wurde sie nicht.

Als sie zu trinken begann, sagte man ihr, das löse ihre Probleme nicht. Sie solle eine Entzugskur machen. Es war ihr egal, weil ihr schon so viel entzogen worden war.

Als sie wieder draußen war, sagte man ihr, sie könne jetzt von vorne anfangen. Also tat sie, als begänne sie ein neues Leben. Aber wirklich leben konnte sie nicht mehr. Sie hatte es verlernt.

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Aus blog.de „Mengersmeinung“ – blog.de hat den Laden im Jahr 2012 dicht gemacht.

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Wer, ja wer wäre da?

 

Manchmal frage ich mich
Wie es ist
Jemand anders zu sein
Wie es ist
Ohne diesen ganzen Schein
Ich zeige nicht wie ich wirklich bin
Es sieht ganz anders aus
In mir drin

Manchmal frage ich mich
Warum ich so traurig bin
Sind es die Menschen die mich verletzen
bilde ich es mir ein
oder soll es so sein
Warum ich nicht einfach glücklich sein kann
Was ist so schwer daran
Ich weiß es nicht

Manchmal frage ich mich
Wo diese Verzweiflung herkommt
Es tut gut mit Freunden zusammen zu sein
Aber in mir drin, fühle ich mich allein
Mit ihnen zusammen versuche ich zu lachen
Doch gegen das weinen in mir kann ich nichts machen
Ich versteh es nicht

Manchmal frage ich mich
wann es aufhört
wird es immer so weiter gehen?
werde ich mich nie wieder wirklich glücklich sehen?
ich habe die Hoffnung aufgegeben
obwohl es sehr schwer ist, so weiter zu leben
Anders geht es nicht

Manchmal frage ich mich
Wie es ist
Tot zu sein
Befreit von den Gedanken, die mich quälen
Ich würde am liebsten wissen
Würde mich jemand vermissen?

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Von soullesangel – ebenfalls aus dem nicht mehr existenten blog.de

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Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 5. Oktober 2018 von hubert wenzl in Kultur, Lyrik, Uncategorized

Getaggt mit ,