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Warnung vor T61 Euthanasie: Oft alles andere als ein „schöner Tod“   Leave a comment

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Selbst unter Tierärzten ist das Euthanasie-Mittel T61 umstritten. Bevor es injiziert wird, ist eigentlich die Verabreichung eines starken Narkosemittels üblich. Wie wir von unseren Lesern erfahren haben, geschieht dies in der Praxis allerdings nicht immer zuverlässig. Auch mit Narkose kann es unter der Gabe von T61 zu schweren Komplikationen bei Einschläferungen kommen. Ein minutenlanger Todeskampf ist die Folge.

Als es 1961 eingeführt wurde, galt es als das Mittel der Wahl, um unheilbar kranken Haustieren den Gnadentod zu ermöglichen: Die Rede ist von dem Euthanasie-Mittel Embutramid, besser bekannt unter dem Handelsnamen T61®.

Heute versuchen verantwortungsvolle Tierärzte das Mittel so wenig wie möglich einzusetzen. Mittlerweile gibt es auch sichere Alternativen zu T61, die deutlich sanfter wirken.

Mit diesem Artikel möchten wir eine dringende Empfehlung an unsere Leser*Innen aussprechen: Erkundigen Sie sich möglichst schon bei einer Routineuntersuchung bei Ihrem Tierarzt, welches Mittel üblicherweise in der Praxis für Einschläferungen verwendet wird!

Wenn Sie nicht sicher wissen, welches Euthanasie-Mittel in der Praxis Ihres Vertrauens zur Anwendung kommt, kann das fatale Folgen für Sie und Ihr Tier nach sich ziehen. Beim Eintreten des Ernstfalls geraten Sie unter Druck und haben dann kaum mehr eine Wahlmöglichkeit.
„Es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann“

Sabine K. ist Leserin von Cat-News.net. Als ihre Katze Luna die Diagnose Krebs erhielt, entschied sie sich aufgrund des Alters des Tieres und wegen der ungünstigen Prognose gegen eine Chemotherapie.

Um dem Tier seine Schmerzen zu nehmen, wurde Luna unter anderem palliativ mit CBD-Öl behandelt. Dadurch ließ sich ihr Zustand eine ganze Weile aufrecht erhalten. Ein Tierarzt befand, dass es noch nicht an der Zeit wäre über eine Einschläferung nachzudenken, da Luna noch fresse und Lebensfreude habe.

Eines Nachts verschlechterte sich der Zustand der Katze dann dramatisch. Sabine K. rief die Nummer des Nottierarztes an.

Warnung: Die folgenden Darstellungen enthalten Schilderungen über den Todeskampf einer Katze. Klicken Sie bitte hier, um diesen Teil zu überspringen und beim nächsten Abschnitt dieses Artikels „Wie wirkt das tödliche Euthanasie-Mittel T61?“ weiterzulesen.

„Es stellte sich heraus, dass unser Tierarzt im Urlaub war und ein Tierarzt im Ruhestand seine Vertretung übernommen hatte. Er hatte zwei Fläschchen dabei. Wir sollten die Katze vom Bett auf den Holzfußboden legen. Auf unsere Frage warum, entgegnete er: Es wird blutig. Wir haben dann darauf bestanden, dass wir sie zumindest auf die Couch legen.

Dann sagte er, er wolle direkt ins Herz spritzen, das ginge am schnellsten. Wir waren völlig entsetzt und verlangten, dass er ihr zuvor eine Narkosespritze gibt, so wie wir es im Internet gelesen hatten. Wir hatten noch keine Erfahrung damit, wären jedoch nicht im Traum darauf gekommen, dass ein Arzt so etwas macht.

Er stand dann da und druckste herum. Ich fragte ihn, ob er denn überhaupt Tierarzt wäre und ob er das schon mal gemacht hätte. Er entgegnete, sonst würde er wohl kaum die Vertretung machen dürfen. Er sagte weiterhin, wir könnten mit dem Tier ja in die Tierklinik fahren, da ist immer Notdienst. Nun wollten wir unserem Tier ja gerade diese Tortur, die Angst und die ungewohnte Umgebung ersparen.

Wir bestanden darauf, dass er ihr eine Narkosespritze gibt. Er sagte dann, ich sollte Sie festhalten, er müsse das Mittel in den „Hintern“ injizieren. Als er das Mittel gespritzt hatte, begann sie zu krampfen, sie rang furchtbar nach Luft, sie bekam Schaum vorm Maul, ihre Augen wurden trübe. Es war ein entsetzlicher Anblick, es war ein Todeskampf.

Ich schrie den Mann an, er solle etwas unternehmen, das Tier quälte sich furchtbar. Da verlangte er, ich sollte sie auf die andere Seite drehen. Sie war noch bei vollem Bewusstsein, da stach er ihr mit einer dicken Kanüle ins Herz, nein er stocherte, weil er es nicht sofort schaffte. Es war entsetzlich, was er unserem lieben kleinen Tier antat, es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann, aber was konnten wir in dem Moment tun. Nachdem er die erste Spritze gegeben hatte, gab es kein zurück mehr und wir mussten unser armes kleines geschwächtes Tier auch noch festhalten. Wir wollten nur noch, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Nachdem er ihr ins Herz gespritzt hatte, wurde der Todeskampf noch schlimmer, für uns eine unendliche, unerträglich lange Zeit. Auf unsere Frage sagte er, das hat noch keiner überlebt und wollte gehen.

Am darauffolgenden Montag waren wir bei unserem Tierarzt, der aus dem Urlaub zurück war und konfrontieren ihn mit dem Geschehen. Wir wollten wissen, was seine Vertretung unserer kleinen Katze gespritzt hatte. Uns wurde bestätigt, dass der Arzt das Mittel T 61 ins Herz gespritzt hatte. Allerdings wurde behauptet, dass er zuvor ein Narkosemittel gespritzt hätte.

Wie wir erfuhren, handelte sich außerdem bei der Vertretung um einen Ruheständler der eigentlich keine Kleintiere behandeln darf.“

Wir bestanden darauf, dass er ihr eine Narkosespritze gibt. Er sagte dann, ich sollte Sie festhalten, er müsse das Mittel in den „Hintern“ injizieren. Als er das Mittel gespritzt hatte, begann sie zu krampfen, sie rang furchtbar nach Luft, sie bekam Schaum vorm Maul, ihre Augen wurden trübe. Es war ein entsetzlicher Anblick, es war ein Todeskampf.

Ich schrie den Mann an, er solle etwas unternehmen, das Tier quälte sich furchtbar. Da verlangte er, ich sollte sie auf die andere Seite drehen. Sie war noch bei vollem Bewusstsein, da stach er ihr mit einer dicken Kanüle ins Herz, nein er stocherte, weil er es nicht sofort schaffte. Es war entsetzlich, was er unserem lieben kleinen Tier antat, es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann, aber was konnten wir in dem Moment tun. Nachdem er die erste Spritze gegeben hatte, gab es kein zurück mehr und wir mussten unser armes kleines geschwächtes Tier auch noch festhalten. Wir wollten nur noch, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Nachdem er ihr ins Herz gespritzt hatte, wurde der Todeskampf noch schlimmer, für uns eine unendliche, unerträglich lange Zeit. Auf unsere Frage sagte er, das hat noch keiner überlebt und wollte gehen.

Am darauffolgenden Montag waren wir bei unserem Tierarzt, der aus dem Urlaub zurück war und konfrontieren ihn mit dem Geschehen. Wir wollten wissen, was seine Vertretung unserer kleinen Katze gespritzt hatte. Uns wurde bestätigt, dass der Arzt das Mittel T 61 ins Herz gespritzt hatte. Allerdings wurde behauptet, dass er zuvor ein Narkosemittel gespritzt hätte.

Wie wir erfuhren, handelte sich außerdem bei der Vertretung um einen Ruheständler der eigentlich keine Kleintiere behandeln darf.“

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Wie wirkt das Euthanasie-Mittel T61?

T61® ist ein so genanntes Kombinationspräparat auf Basis des Betäubungsmittels Embutramid. Dieser Wirkstoff wird mit einem Schmerzmittel, in der Regel Tetracain, und einem Wirkstoff zur Entspannung der Muskeln, in der Regel Mebenzonium, kombiniert.

Embutramid ist in der Lage die so genannte Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Wenn es injiziert wird, soll es einen sofortigen Bewusstseinsverlust, Atem- und Herzstillstand hervorrufen.

Insbesondere die alleinige Anwendung von T61 als Mittel zur Euthanasie ist unter Tiermedizinern umstritten. Um das Ziel einer schmerzlosen Tötung zu erreichen, sollten Tierärzte vor der Anwendung von T61 ein Narkosemittel in starker Dosierung verabreichen.

Wird das Mittel ohne vorherige Gabe eines starken Narkosemittels verabreicht, führt es zu einem bitterlichen Todeskampf, an dessen Folgen das Tier letztlich jämmerlich erstickt.

Für die Halter können solche Szenen extrem belastend sein. Auf viele wirken sie wohl auch noch Jahre nach dem dramatischen Ereignis traumatisierend.

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In den letzten Atemzügen kann T61 Leid verursachen, das vermeidbar wäre

Selbst wenn vor der Gabe von T61 ein starkes Narkosemittel verabreicht wird, ist die Anwendung äußerst kritisch zu betrachten:

Aufgrund von Zeitknappheit in vielen Praxen steht zu befürchten, dass der Eintritt der Narkosewirkung nicht in allen Fällen abgewartet wird. T61 könnte darum zu frühzeitig verabreicht werden.

Besonders fatal daran: In einigen Fällen tritt nach der Injektion eine Lähmung ein. So können die Halter den Eindruck gewinnen, das Tier sei bereits friedlich eingeschlafen, während es in Wahrheit innerlich mit dem Tode ringt.

Außerdem wichtig zu wissen: Sowohl Nacoreen als auch Eutha77 kommen ohne vorherige Betäubung aus. So muss in der Regel nur einmal eine Spritze gesetzt werden, was für das Tier deutlich stressfreier sein dürfte.

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Offizielle Informationen dazu liegen uns nicht vor, so dass wir auf Vermutungen angewiesen sind. Für T61 gilt, dass es ausschließlich zur Anwendung an Tieren zugelassen ist. Die Alternativen Eutha77 und Nacoreen hingegen enthalten den Wirkstoff Pentobarbital. Dieser wird beispielsweise in den USA auch bei Hinrichtungen von Menschen verwendet.

Tierarztpraxen brauchen eine Sondergenehmigung für den Umgang mit Pentobarbital. Die Anwendung und Aufbewahrung ist kompliziert, da sie den strengen Auflagen und Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes folgen muss.

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Warnung vor T61 Euthanasie: Oft alles andere als ein „schöner Tod“

 

Veröffentlicht 4. Oktober 2021 von hubert wenzl in Medizin, Tierrechte, Tierschutz

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Thommy   4 comments

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Thommy ist seit heute 10:00 Uhr in einer Tierklinik in Brixen. Es sieht nicht so gut aus um ihn. Er hat eine schwere Krankheit (Leukämie) die kaum mehr heilbar ist. Es ist jetzt schon so leeeeeeeeeer, wenn er nicht da ist. Verdammt, er ist ja erst 11 Jahre alt. Über Gerechtigkeit muss man wohl nicht reden. Mal sehen was die nächsten Tage bringen… hmmm, zu lange werde ich nicht warten. Im Fall soll er nicht unnötig leiden.

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Veröffentlicht 29. September 2021 von hubert wenzl in Medizin, Uncategorized

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Was wollt ihr denn noch?   Leave a comment

Aus yahoo.de

Das durchschnittliche Lebensalter der Menschheit ist in den letzten Jahrhunderten kontinuierlich angestiegen. Noch nie wurden die Menschen so alt wie heutzutage. Wissenschaftler*innen versuchen jetzt herauszufinden, ob es eine natürliche Obergrenze gibt. Oder, ob theoretisch vielleicht sogar ewiges Leben in der Zukunft möglich sein könnte.

Das fehlte noch ewiges Leben oder das Leben bis 130 Jahre…
Ich sage dazu nur: Verdammt, wollt ihr ewig leben??

Das fehlte noch ewiges Leben oder das Leben bis 130 Jahre…
Ich sage dazu nur: Verdammt, wollt ihr ewig leben??
(Mir fällt da noch ein Filmtitel ein, den erspare ich mir und anderen doch noch…)
Frage: sieht die überhaupt noch etwas? 😉 … und sie muss aufpassen, dass ihr nicht noch die Fliegen in den Mund reinfliegen… 🙂

Nein, danke sooo nicht. Die Lebensqualität muss schon annehmbar sein, wenn das auch für viele sich verschieden darstellt. Ich will jedenfalls nicht zum Zombie werden.
Neue Studie: Wie alt kann der Mensch werden?

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https://de.yahoo.com/style/neue-studie-wie-alt-kann-der-mensch-werden-083603142.html

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Die Gen-Schnipsler werden sicher herum probieren bis sie das Lebensalter bis zum Anschlag rauf treiben – ohne dabei auf die Lebensqualität zu achten. Schon jetzt wissen sie nicht wo die Pflegekräfte für Demenz-Kranke und andere Gebrechliche hernehmen sollen. Die Wahrscheinlichkeit für Demenz nimmt ja mit dem Alter zu. Und sie wissen auch nicht wie sie in Zukunft die Pensionen bezahlen sollen. Sollen die Leute dann bis 100 arbeiten? 70 Jahre hatte der neoliberale Merz ja schon mal vorgeschlagen – wenn er sich auch jetzt nicht mehr daran erinnern will.

Veröffentlicht 29. September 2021 von hubert wenzl in Medizin

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Graphenoxid in Pfizer-Impfstoff? Was ist das wieder für ein Unsinn?   5 comments

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Nachdem ich in Beiträgen von einem angeblich sehr hohen Anteil von Graphenoxid im Biontech / Pfizer-Impfstoff gelesen habe, wollte ich dem genauer auf die Spur gehen. Ich bin zwei mal mit diesem Impfstoff geimpft. Nebenwirkungen spüre ich überhaupt keine. Ich habe mal gelesen, dass schwere Nebenwirkungen, wenn es solche bei einem Impfstoff geben sollte, innerhalb von 2 Monaten auftreten.

Es ergibt für mich keinen Sinn, dass der Staat oder wer auch immer, der Gesundheit der Menschen absichtlich schweren Schaden zufügen möchte.

Von mimikama.at

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Artikelbild: Von Jan Felix Christiansen / Pixabay.com

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Der Pfizer-Impfstoff soll uns alle töten, so die Behauptung. Denn angeblich soll dieser zu über 99 Prozent giftiges Graphenoxid enthalten. Spoiler: Das ist Unsinn!

Für gewisse Menschen scheint es festzustehen, dass Impfungen magnetisch machen (wir berichteten). Nun soll sogar der Grund dafür gefunden worden sein: Angeblich bestehe der Impfstoff von BioNTech/Pfizer zu über 99 Prozent aus Graphenoxid, welches Geimpfte nicht nur „magnetisch markiert“, sondern auch tötet.
Das Problem nur: Für die Behauptung gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.

Die Behauptung

Eine Schweizer Seite behauptet, dass spanische Forscher Graphenoxide in den Corona-Impfstoffen gefunden hätten (archiviert HIER). Ein ganzes Team von spanischen Forschern und Professoren unter der Leitung des Biostatistikers Ricardo Delgado und Dr. José Sevillano sollen Corona-Impfstoffe unter einem Transmissionselektronenmikroskop untersucht haben.

Professor Pablo Campra Madrid von der Universität von Almeria in Spanien habe darüber einen vorläufigen Bericht der Ergebnisse erstellt, welcher HIER eingesehen werden kann. Demnach sollen 6 Dosen aus einem Fläschchen des Corona-Impfstoffs von Pfizer 99,99103 Prozent Graphenoxid enthalten haben, der Rest sei RNA.

In einem Folgeartikel berichtet die Schweizer Seite, dass die Gesundheitsökonomin Jane Ruby eine Übersetzung des vorläufigen Berichts gelesen habe und sehr besorgt sei. Laut Ruby solle bald eine neue Studie mit einer Analyse von 100 weiteren Impfstoffen vorliegen.

Laut Ruby sei der einzige Grund, warum sich Graphenoxid in dem Pfizer-Impfstoff befinde, der ist, Menschen zu töten.

Der Faktencheck

Vielleicht ist es euch in den obigen Sätzen bereits aufgefallen: Erst wird allgemein von Corona-Impfstoffen geschrieben, die Graphenoxid enthalten sollen, dann wird nur noch direkt vom Pfizer-Impfstoff geschrieben. Das ist kein Versehen, denn in den Artikeln der Schweizer Seite wird ebenfalls erst allgemein von Impfstoffen geredet, dann nur von dem Pfizer-Impfstoff.

Was ist Graphenoxid?

Dabei handelt es sich um ein einatomiges, kohlenstoffbasierendes Schichtmaterial, das durch die Oxidation von Graphit hergestellt wird. Wenn es chemisch reduziert wird, kann Graphenoxid Graphen bilden, das als „das stärkste, dünnste und leitfähigste Material der Welt“ gilt.

Der Bericht

Dieser kann HIER öffentlich eingesehen werden, stammt vom 28. Juni 2021 und wurde von Pablo Campra Madrid, einem Professor der Universität von Almería (UAL), veröffentlicht. Der Autor erklärt in dem Bericht auf Seite 23, dass die Studie nicht im Auftrag der Universität erstellt wurde.

Auch die Universität selbst distanziert sich deutlich von dem Bericht und den darin enthaltenen falschen Informationen:

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Die Beschreibung der Untersuchung

Auf Seite 3 und Seite 8 des Berichts beschreibt Campra Madrid, dass er Proben aus einem BioNTech/Pfizer-Fläschchen „mit unbekannter Herkunft“ entnommen habe. Das Fläschchen habe er von einem Kurier erhalten.

Rote Flagge: Die Herkunft des Fläschchens, aus dem die Proben stammen, ist nicht nachvollziehbar.

Campra Madrid untersuchte die Proben unter einem Mikroskop und verglich die Bilder der Impfstoff-Flüssigkeit mit anderen Proben. Ihm zufolge ähneln sich die Proben der Impfstoff-Flüssigkeit und Proben von Graphenoxid.

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Der Bildvergleich auf Seite 12 des Berichts

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Campra Madrid räumt sogar selbst in der Studie ein, dass die Untersuchung unter dem Mikroskop keinen schlüssigen Beweis liefert – was umso unverständlicher ist, da er in der Überschrift des Berichts impliziert, er habe eindeutig Graphenoxid in den Proben gefunden.

Wer die Untersuchung anforderte

Nun wird es interessant:
Wie bereits oben beschrieben, war nicht ersichtlich, woher das Fläschchen mit dem vermeintlichen Pfizer-Impfstoff stammt. Auf Seite 3 des Berichts schreibt Campra Madrid aber, dass ein gewisser D. Ricardo Delgado Martín eine „Forschungsdienstleistung“ anforderte. Zumindest wäre damit geklärt, wer der Absender des Päckchens mit dem Fläschchen war.

Bei D. Ricardo Delgado Martín handelt es sich um Betreiber des Blogs „La Quinta Columna“. Die Eigenbeschreibung des Blogs: „Aktuelle Nachrichten und die Verbreitung von Themen, die außerhalb der derzeitigen willkürlichen ZENSUR liegen“.

Im spanischen Sprachraum ist der Blog schon desöfteren mit Falschinformationen über COVID-19 aufgefallen (siehe HIER und HIER).

Das Aussehen des Impfstoffs

Jeder, der bereits geimpft wurde, hat sicherlich auch einen Blick auf die Fläschchen mit dem Impfstoff geworfen, es handelt sich um eine weiße bis grauweiße Flüssigkeit.

In einem ausführlichen Tweet-Thread geht Matthew Diasio, ein Congressional Science & Engineering Fellow der American Chemical Society, auf das Aussehen des Impfstoffs ein, da seine Doktorarbeit buchstäblich über Graphen in Flüssigkeiten ging.

Fully Vaccinated Matthew, Becoming Less Distant

@MatSciMatt

One of the newest conspiracy claims about #COVID19 #vaccines is that they contain graphene and/or graphene oxide. I am weirdly qualified to debunk this rumor, despite not being a medical/health/vaccine scientist, because my PhD literally was about graphene in liquids. 1/n

So weist er ausführlich darauf hin, dass Flüssigkeiten, die nur 0,05 Prozent Graphenoxid enthalten, bereits eine dunkelbraune Färbung aufweisen.

Fully Vaccinated Matthew, Becoming Less Distant

@MatSciMatt

Graphene oxide is distinct from graphene but liquids containing it in any significant amount also tend to be dark brown or black. Those vials on the right are only 0.05% graphene oxide by weight and look how dark they are! (First image from https://t.co/MtEJPiXWmL) 4/n https://t.co/919c7Fo4t7

Image

Fully Vaccinated Matthew, Becoming Less Distant

@MatSciMatt

One of the newest conspiracy claims about #COVID19 #vaccines is that they contain graphene and/or graphene oxide. I am weirdly qualified to debunk this rumor, despite not being a medical/health/vaccine scientist, because my PhD literally was about graphene in liquids. 1/n

So weist er ausführlich darauf hin, dass Flüssigkeiten, die nur 0,05 Prozent Graphenoxid enthalten, bereits eine dunkelbraune Färbung aufweisen.

Fully Vaccinated Matthew, Becoming Less Distant

@MatSciMatt

Graphene oxide is distinct from graphene but liquids containing it in any significant amount also tend to be dark brown or black. Those vials on the right are only 0.05% graphene oxide by weight and look how dark they are! (First image from https://t.co/MtEJPiXWmL) 4/n https://t.co/919c7Fo4t7

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Zur Erinnerung: Die Pfizer-Impfstoffe enthalten angeblich 99.9 Prozent Graphenoxide, müssten demnach fast pechschwarz sein!

Fassen wir zusammen

  • Der Bericht findet sich auf keiner wissenschaftlichen Seite, sondern nur als PDF auf diversen Dokumenten-Servern wie Google Docs

  • Der Bericht wurde auch nicht von „einem ganzen Team von spanischen Forschern und Professoren“ verfasst, sondern nur von einer einzelnen Person: Pablo Campra Madrid

  • Der Bericht enthält das Wappen der Universität, diese distanziert sich aber deutlich von dem Inhalt und weist auch darauf hin, dass der Bericht nicht im Auftrag der Universität entstand

  • Die Herkunft des Fläschchens mit dem Pfizer-Impfstoff ist unbekannt

  • Die Untersuchung ordnete der Betreiber eines Blogs an, auf dem schon mehrmals Falschinformationen über COVID-19 verbreitet wurden

  • Der Beweis ist ein Bildvergleich, aber mehrere Experten betonten, dass die Fotos auch sehr viel andere Materialien zeigen könnten

  • Würde der Pfizer-Impfstoff tatsächlich zu über 99 Prozent aus Graphenoxid bestehen, hätte er eine fast schwarze Färbung

Die Behauptung, dass der Pfizer-Impfstoff über 99 Prozent aus Graphenoxid enthalte, ist somit falsch.

Artikelbild: Von Jan Felix Christiansen / Pixabay.com
Weitere Quellen: Reuters, Maldita, FullFact, Health Feedback

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Graphenoxid in Pfizer-Impfstoff? Was ist das wieder für ein Unsinn?

Der große Dachschaden   Leave a comment

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Von miz-online.de

Wie die Verschwörungstheorie vom „Great Reset“ die Welt erobert

Die Coronakrise hat zu einer bedenklichen Zunahme neuer Verschwörungstheorien geführt. Viele Menschen flüchten sich vor der Realität in eine Scheinwelt, in der klar nach Gut und Böse unterteilt werden kann und Schuldzuweisungen einfach sind. Die derzeit angesagteste Aluhuttheorie ist die vom Great Reset.

Von Karlheinz Deschner stammt das Zitat „Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.“

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Verschwörungstheoretiker:innen auf dem Vormarsch, Foto: Markus Spiske / unsplash.com

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Damit meinte der Kirchenkritiker zwar in erster Linie das Christentum, aber wenn es um absurdes Denken und verrücktes Verhalten geht, haben Esoteriker und Verschwörungstheoretiker dem Papst & Co. längst den Rang abgelaufen. Im Zentrum der derzeit angesagtesten Verschwörungstheorie steht diesmal nicht Bill Gates oder George Soros, sondern ein anderer einflussreicher Mensch: der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Klaus Schwab. Dieser ist Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums. Diese Stiftung richtet einmal jährlich ein gleichnamiges Treffes im schweizerischen Davos aus, an dem führende Politiker, Wissenschafter, Wirtschaftsvertreter und andere meist prominente gesellschaftliche Akteure teilnehmen. Diskutiert werden dort dann globale Fragen zu den Themen Wirtschaft, Gesundheit, Umwelt und Soziales. Kritisch gesehen wird das Treffen vor allem von linker Seite und von Globalisierungskritikern, denen die dort mitunter vertretene neoliberale Agenda berechtigterweise ein Dorn im Auge ist. Daneben war das Weltwirtschaftsforum aber auch schon immer Anlass für verschwörungstheoretische Spekulationen.

Mit berechtigter Kritik hat die Verschwörungstheorie des Great Resets jedoch überhaupt nichts zu tun. Zudem unterscheidet sich die Erzählung deutlich von linken Positionen. Anlass für die Entstehung des neuen Verschwörungsglaubens war eine Vortragsreihe des Weltwirtschaftsforums, die im Frühjahr 2020 mitten in der Coronakrise begann. In den Vorträgen ging es im Kern darum zu überlegen, wie man nach der Pandemie soziale und finanzielle Ungleichheiten überwinden könnte. Die Reichen wurden zudem zu mehr sozialer Verantwortung aufgefordert. Der Kapitalismus sollte also sozialer und vor allem ökologischer werden. Die erarbeiteten Vorschläge wurden von Schwab dann gemeinsam mit dem englischen Prinzen Charles veröffentlicht und es erschien ein Buch von Schwab mit dem zugegeben reißerischen Titel The Great Reset. In einer Pressemitteilung im Juni 2020 brachte Klaus Schwab die Botschaft nochmal auf den Punkt: „Wir haben nur einen Planeten, und wir wissen, dass der Klimawandel die nächste globale Katastrophe mit noch dramatischeren Folgen für die Menschheit sein könnte. Wir müssen die Wirtschaft in dem kurzen noch verbleibenden Zeitfenster dekarbonisieren und unser Denken und Verhalten wieder in Einklang mit der Natur bringen“.

Bei den Verschwörungstheoretikern wurde aus den gut gemeinten Vorschlägen für eine gerechtere Welt jedoch etwas völlig anderes. Demnach geht es nicht um eine soziale Transformation des Kapitalismus, sondern um dessen Abschaffung. So sollen sich eine globale Finanzelite und hochrangige Politiker dazu verschworen haben, eine neue totalitäre marxistische Weltordnung einzuführen. Die Pandemie sei dabei Mittel zum Zweck und von Menschenhand erschaffen, um diese neue Ordnung durchzusetzen. Auch das Impfen der Bevölkerung ist nach dieser Erzählung Teil des Plans, um die Bevölkerung mittels Mikrochips gefügig zu machen. Wie immer bei solchen Verschwörungstheorien gibt es zahlreiche Ableger und Varianten. So wird mitunter auch über die Einrichtung von Konzentrationslagern spekuliert oder der Transhumanismus soll Teil der Verschwörung sein. Womit auch die säkulare und religionskritische Giordano-Bruno-Stiftung zu den verdächtigen Organisationen gehört, beruft diese sich doch auf den transhumanistischen Vordenker Julian Huxley. Wie fast immer bei solchen Verschwörungsmythen finden sich zudem stark antisemitischen Untertöne. Da Schwab selbst kein Jude ist, gilt er dann als Marionette der jüdischen Finanzelite, und es wird behauptet, er und das Weltwirtschaftsforum würde von George Soros oder den Rothschilds gesteuert. Folglich ist es kein Wunder, dass das Märchen von der Einführung des Marxismus durch Inszenieren einer Pandemie besonders in rechten Kreisen beliebt ist. Darunter sind offensichtlich viele Anhänger der AfD, wie man anhand vieler Diskussionsbeiträge solcher Personen zum Thema Corona in den sozialen Medien erkennen kann. Zudem kam jüngst eine Studie der Universität Leipzig zu dem Ergebnis, dass Verschwörungsmythen im Umfeld der AfD prinzipiell deutlich stärker verbreitet sind als bei Anhängern anderer Parteien.

Generell ist leider festzustellen, dass der Glaube an Verschwörungen in Deutschland erschreckend hoch ist. Rund ein Drittel der Bevölkerung neigt zu solchen Positionen, wie eine aktuelle Studie der Konrad Adenauer Stiftung gezeigt hat. Hier hat nicht zuletzt auch das Bildungssystem versagt und die fehlende Medienkompetenz vieler Menschen ist ein großes Problem. Kurzfristig zu reparieren ist das Abdriften großer Teile der Bevölkerung nicht. Wer einmal im Verschwörungssumpf gefangen ist, der kann kaum noch durch Argumente überzeugt werden. Vielleicht bräuchte das Bildungssystem einen „Great Reset“?

Written by Frank Welker

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Der große Dachschaden

 

Veröffentlicht 6. Juli 2021 von hubert wenzl in Medien, Medizin, Politik

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Irgendwo auf unserem Planeten könnte bereits die nächste Pandemie Anlauf nehmen   Leave a comment

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Von forourplanet.com/de – Auszug

Vor 20 Jahren glich jede Autobahnfahrt einem Massaker: Tausende zerplatzter Insektenleichen klebten am Ende jeder Reise auf Motorhaube und Windschutzscheibe. Heute sind die Autos auch nach 100 Kilometern noch blitzblank – ein kleiner, aber erschreckender Beleg dafür, wie weit das Insektensterben bereits vorangeschritten ist. Es ist nur ein Ausschnitt einer drohenden globalen Katastrophe.

„Eine Million der weltweit bekannten acht Millionen Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, wenn wir nicht gegensteuern“, erklärt Prof. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung im Gespräch mit NetDoktor. Die Zahl geht aus dem globalen Bericht des Weltbiodiversitätsrates der Vereinten Nationen (2019) hervor, an der der Umweltforscher und Agrarökologe in leitender Funktion beteiligt war. Täglich verschwinden demnach etwa 130 Tier und Pflanzenarten unwiderruflich. Das Sterben geschieht meist still: Wer kein Schneeleopard ist, hat keine Lobby.

Ob Ebola, HIV, Schweinegrippe, MERS oder Sars-CoV-2 – sie alle entstanden, weil irgendwann ein tierisches Virus einen Menschen infiziert hat. „Zoonosen“ nennen Mediziner solche Krankheiten, die aus dem Tierreich stammen.

Sie haben besonders hohes Pandemiepotenzial, denn sie treffen – anders als die alljährliche Grippe – beim Menschen auf ein völlig unvorbereitetes Immunsystem. Die letzte verheerende Pandemie, die Spanische Grippe 1918/19 mit ihren 20 bis 50 Millionen Toten, ist fast exakt hundert Jahre her. Covid-19 wütet noch. Und die nächste Pandemie könnte uns sehr viel rascher ereilen.

Experten hatten die Katastrophe erwartet

„Dass in naher Zukunft wieder eine schwere Pandemie auftauchen könnte, damit hat die Wissenschaft schon lange gerechnet“, sagt Prof. Simone Sommer, Evolutionsökologin an der Universität Ulm, gegenüber NetDoktor. Denn die Gelegenheiten für den Virenaustausch zwischen Mensch und Tier haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant vervielfacht.

Und so hat auch der als stoischer Trump-Berater berühmt gewordene US-Virologe Dr. Anthony S. Fauci gemeinsam mit Kollegen 2020 Jahr ein Positionspapier verabschiedet. Darin warnen die Wissenschaftler vor einem „Zeitalter der Pandemien“.

Zoonosen: Ein Treffer in Trilliarden

Warum, das erschließt sich bei näherer Betrachtung. Denn Zoonosen sind normalerweise sehr seltene Phänomene. Eigentlich spezialisieren sich Erreger auf bestimmte Wirte. Um deren Zellen befallen zu können, benötigen die Viren beispielsweise spezielle Oberflächenproteine, die wie ein Schlüssel zum Schloss der Zelloberfläche passen. Je besser dieser passt, desto erfolgreicher ist das Virus.

Bei Zellen anderer Tierarten – und damit auch denen des Menschen – passt der Schlüssel normalerweise nicht – oder er klemmt zumindest. Es sei denn, das Virus hat im Zuge einer zufälligen Mutation den passenden Schlüssel für humane Zellen ausgebildet. Und es braucht noch einen zusätzlichen Faktor: „Ein solches Virus muss auch noch zufällig direkt auf einen Menschen treffen, den es befallen kann“, erklärt Sommer.

So unwahrscheinlich das auch im Einzelfall scheinen mag: Bei nunmehr fast acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten (doppelt so viele wie 1970!), die der Tierwelt immer näher auf den Pelz rücken, erscheint die zunächst sehr hypothetische Konstellation plötzlich gar nicht mehr so unwahrscheinlich.

Wenn Viren die Artenschranke überspringen

Die Erreger springen beispielsweise über, wenn Menschen Wildtierfleisch – „Bushmeat“ genannt – verzehren. Entstanden Zoonosen früher auf diesem Wege in abgelegenen Siedlungen, liefen sie sich mangels Kontakten irgendwann tot. Heute aber werden exotische Wildtiere immer häufiger als Delikatesse auf den Märkten großer Städte feilgeboten: Flughunde, Schuppentiere, Affen.

Eine Hypothese zur Genese der aktuellen Pandemie ist, dass der Artensprung in dem inzwischen geschlossenen Tiermarkt der Millionenmetropole Wuhan geschah. Von da aus wurde sie exportiert in alle Welt.

Wer jetzt anklagend mit dem Finger nach Asien und Afrika zeigt, dem darf man entgegenhalten: Westliche Industrienationen haben ihre eigenen Brutstätten für potenzielle Zoonosen. Auch in der hiesigen industriellen Massentierhaltung, bei der viele Tiere der gleichen Art unnatürlich gedrängt im Stall stehen, breiten sich Virenerkrankungen aus – und damit auch neue, potenziell gefährliche Mutationen.

Der Mensch rückt der Natur auf den Pelz

Der Haupttreiber für Krankheiten aus dem Tierreich aber ist die Abholzung der Regenwälder. „31 Prozent der bekannten Zoonosen sind darauf zurückzuführen“, berichtet Sommer.

Die tropischen Waldlandschaften sind nicht nur von beispiellos vielen Tierarten bevölkert – in diesen wiederum gedeihen entsprechend vielfältige Virenformen. Menschen, die in die weitgehend unberührten Regionen vorstoßen, kommen mit ihnen zunehmend in Kontakt. Je enger der Mensch der Tierwelt auf den Pelz rückt, desto wahrscheinlicher wird es, dass eine neue Zoonose entsteht.

„Tatsächlich argumentieren mache Leute, wenn man Regenwald abholze, würden ja auch die Viren verschwinden“, berichtet Settele. Abgesehen davon, dass das eine ökologische Katastrophe für den ganzen Planeten wäre, stimmt es nicht. Im Gegenteil: Die Entstehung von Zoonosen wird durch Abholzung und Artensterben erst so richtig angeheizt.

[…]

Eine zentrale Stellschraube ist der Fleischkonsum. In Südamerika beispielsweise werden seit Jahren Bestände gerodet, um Weideland für Rinder zu schaffen – deren Steaks auch auf deutschen Barbecues landen.

Aber auch heimisches Fleisch aus Massentierhaltungen befördert indirekt Brandrodungen im Regenwald. Denn in Südamerika entstehen riesige Sojaplantagen, deren Produktion verschifft und dann hier in der Massentierhaltung verfüttert wird. Sommer sagt es so: „Wenn wir auf Produkte aus Massentierhaltungen verzichten, dann haben wir direkt vor der Haustüre gekehrt.“

Jedes Steak weniger aus Massentierhaltung zählt

Ernährungswissenschaftler empfehlen schon lange, wenn schon Fleisch zu verzehren, dann weniger und dafür hochwertiges und regionales aus artgerechter Haltung. Somit ist jedes Steak aus Massentierhaltung, das wir nicht auf den Grill werfen, nicht nur ein Plus für die eigene Gesundheit, sondern gleichzeitig aktiver Arten- und Pandemieschutz.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass nicht-verspeistes Billigfleisch einen echten Unterschied macht, der denke nur an die aktuelle Pandemie. Wenn wir im Ringen mit Inzidenzwerten, Maskentragen und Kontaktbeschränkungen eines gelernt haben, dann das: Wenn viele häufiger das Richtige tun, dann macht das einen echten Unterschied.

Christiane Fux, Medizinjournalistin netdokor.de

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Irgendwo auf unserem Planeten könnte bereits die nächste Pandemie Anlauf nehmen

Letzte Saison – wenn es Zeit ist zu sterben   1 comment

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Ich teile den Absatz voll inhaltlich wo du sagst, dass du den Bogen weiter spannen willst und es schon genügt nicht mehr leben zu wollen, lebenssatt zu sein. Es müssen keine unerträglichen Schmerzen vorhanden sein oder eine unheilbare Krankheit. Die Person allein entscheidet ob das eigene Leben noch lebenswert ist. Es ist strikt abzulehnen wenn fremdbestimmt entschieden wird was lebenswert ist oder nicht. Schließlich wurde auch niemand gefragt ob er / sie auf die Welt will. Mein Leben und mein Tod gehört mir allein.

Politiker, Medizinfunktionäre und Kleriker haben NICHT das Recht über meinen Wunsch zu sterben zu entscheiden. Ich habe höchsten Respekt vor Udo Reiter und seine Argumente finde ich unwiderlegbar. Es hat in der TV-Sendung kein einziger der Gegner vom selbstbestimmten Sterben auf seine Argumente widersprochen. Ich finde es eine untragbar Anmaßung wenn andere über meinen Tod entscheiden wollen und jede/r hat das Recht auf humanes Sterben, das von Ärzten unterstützt wird, die das tun wollen. Das Strafgesetzbuch hat da nichts zu suchen.

Rebloggt von Sabine

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. . . , die Buchhändlerin aus Freiburg, hatte noch so viel vorgehabt. Schwimmen im Freibad, mit dem Mann um die Welt reisen, lesen, ordnen, den Enkel aufwachsen sehen, den Gatten mit ihrer Hyperaktivität nicht zur Ruhe kommen lassen. Dann, im August, elf Tage nach der Pensionierung, kam die niederschmetternde Diagnose im Freiburger St. Josefskrankenhaus: Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Lebermetastasen, ein Synonym für Hoffnungslosigkeit und den sicheren Tod. Begreifen kann das kein Mensch. Am wenigsten Frau Zeller. Aber umgehen müssen die Kranke, ihr Ehemann, die Tochter und Dr. Matthias Rilling, 59, der behandelnde Oberarzt, mit dem Unbegreifbaren trotzdem. Und das Fernsehen auch – es ist mit Frau Zellers Zustimmung auf ihrem letzten Weg dabei.

Die Dokumentarfilmerin Sigrid Faltin mit ihrem Kameramann Ingo Behring sind die Sterbebegleiter der Krebskranken. Die besten, die sich denken lassen, wie ihr Dokumentarfilm „Letzte Saison – Wenn es Zeit ist zu sterben“ beweist. Die Vereinbarung zwischen der Sterbenden und den filmischen Beobachtern haben eine einsichtige ethische Grundlage: Die Krebskranke möchte ihrem Enkel, den sie nicht aufwachsen sehen wird, eine Erinnerung hinterlassen. Auch ein Bilderverbot wurde festgelegt: Bei der letzten Ölung und beim letzten Besuch des Arztes darf die Kamera nicht dabei sein.

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Mein Tod gehört mir (S)

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Udo Reiters Abschiedsbrief – eine Erklärung (S)

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2022 – Euthanasie Poetic Szene (S)

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Woher nehmen Politiker, Kleriker und Medizinfunktionäre das Recht, über meinen Tod zu entscheiden? Das Recht auf Selbstbestimmung ist die Grundlage unserer Verfassung. Für alle Lebensbereiche wird es eingefordert. Nur das Recht auf den eigenen Tod will man uns nicht einräumen.

Wer mit seinem Leben abgeschlossen hat, soll sich nicht vor den Zug werfen müssen. Das meinen auch 70 Prozent der Deutschen, die sich für ein Recht auf eine menschenwürdige Beendigung des Lebens aussprechen. Ein Plädoyer für das Recht auf selbstbestimmtes Sterben.

Im August erschoss sich der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf („Tschick“) in Berlin am Ufer des Hohenzollerkanals. Herrndorf litt an einem unheilbaren Hirntumor; er hatte nach mehreren Operationen und Chemotherapien beschlossen, sein Leben selbst zu beenden. Das konkrete Umsetzen dieses Entschlusses empfand er als überaus schwierig und qualvoll. Es war, schrieb er, „eines zivilisierten mitteleuropäischen Staates nicht würdig“ – eine Erfahrung, die offenbar viele der 10.000 Menschen machen, die sich in Deutschland jährlich für den Freitod entscheiden. Sie werden weitgehend alleingelassen.

Rat und konkrete Hilfe gibt es nur in einer juristischen Grauzone, die den gutwilligen ärztlichen Helfer leicht in Schwierigkeiten bringt. Normale Sterbewillige, die keine Kontakte zu liberalen, risikobereiten Medizinern haben, beenden selten ihr Leben in Würde und ohne unnötiges Leid. Sie müssen aus Fenstern springen, an Brückenpfeiler fahren oder – das macht die Hälfte dieser jährlichen Zehntausend – sich an Bäumen oder Fensterkreuzen aufhängen. Drei werfen sich pro Tag vor einen Zug.

Neuen Umfragen zufolge meinen mehr als 70 Prozent der deutschen Bevölkerung, dass es ein auf eine menschenwürdige Beendigung des Lebens geben müsste und dass dem allseits akzeptierten Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ein Recht auf einen selbstbestimmten Tod zu entsprechen habe.

Angesichts dieser Stimmungslage ist es bemerkenswert, dass sich keine politische Partei um das Thema kümmert. Die Mehrheitsmeinung wird seit Jahren von einer Allianz aus Kirchenvertretern, Ärztefunktionären und Politikern in Schach gehalten. Erst in jüngster Zeit hat dieses Kartell einige Risse bekommen. Dass jetzt sogar der katholische Theologe Hans Küng das Recht auf Sterben einfordert („Ich will nicht als Schatten meiner selbst weiterexistieren“), könnte nun endlich Bewegung in die Debatte bringen.

Entschluss in freier Entscheidung

Irgendwann wird es zu Ende gehen. Aber wie?

Ich möchte nicht als Pflegefall enden, der von anderen gewaschen, frisiert und abgeputzt wird. Ich möchte mir nicht den Nahrungsersatz mit Kanülen oben einfüllen und die Exkremente mit Gummihandschuhen unten wieder herausholen lassen. Ich möchte nicht vertrotteln und als freundlicher oder bösartiger Idiot vor mich hindämmern. Und ich möchte ganz allein entscheiden, wann es so weit ist und ich nicht mehr will, ohne Bevormundung durch einen Bischof, Ärztepräsidenten oder Bundestagsabgeordneten.

Ich möchte den Bogen aber weite spannen:

Es geht um Menschen, die nicht todkrank sind, aber in freier Entscheidung zu dem Entschluss kommen, nicht mehr weiterleben zu wollen, sei es, weil sie den Verlust ihrer Persönlichkeit im Altwerden nicht erleben wollen, sei es, weil sie einfach genug haben und, wie es im ersten Buch Moses heißt, „lebenssatt“ sind.

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Letzte Saison – wenn es Zeit ist zu sterben

 

 

Bauern sehen Felder als Entsorgungsdeponie   Leave a comment

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Von wildbeimwild.com

Auszug.

Auf dem Land müssen Oasen für Tiere und Natur entstehen: Ohne Hobby-Jäger und mit einer Landwirtschaft im Einklang mit der Natur.

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Bildquelle: wildbeimwild.com

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Die Summe des gesamten Giftcocktails, welche der konventionelle Bauer auf Feldern entsorgt, setzt auch den Wildtieren massiv zu.

Aus Umweltschutzgründen dürfen Landwirte eigentlich nicht nach Belieben Gülle ausbringen: Ist der Boden gefroren, schneebedeckt oder mit Wasser gesättigt, darf der Sondermüll aus Antibiotika, Hormone, Gentech-Futtermitteln, Pestiziden, Spritzmitteln, Herbiziden  usw. nicht gegüllt werden. Doch viele Bauern halten sich nicht an die Gülle-Vorschriften.

Gülle enthält ausserdem viel Schwermetall, da den Tieren in der Massentierhaltung Futter mit Zink und Kupfer gefüttert wird. Diese Schwermetalle finden sich in den Exkrementen wieder, welche über die Gülle in die Böden gelangen. Sie hemmen das Pflanzenwachstum und schädigen wertvolle Mikroorganismen und wichtige Bodelebewesen wie Regenwürmer.

Immer wieder bringen Schweizer Bauer auch in den geschützten 3 Meter breiten Pufferstreifen bei Bächen, Wäldern und Hecken ihren Sondermüll aus. Es ist ebenfalls verboten auf diesen Streifen Siloballen zu lagern. Die Landwirte werden via Direktzahlungen dafür bezahlt, dass sie diese ökologisch besonders wertvollen Pufferstreifen nicht mit Jauche, Mist und Pestizide eindecken, damit Wildpflanzen – und Tiere einen natürlichen Lebensraum haben. In der Realität halten sich jedoch viele nicht an die Bestimmungen – und werden trotzdem belohnt. Von allen Ländern Europas werden in der Schweiz pro Hektare am meisten Pestizide ausgetragen.

Auch werde oft Gülle aus den Tallagen in höhere Bergregionen gefahren und dort auf den Wiesen ausgebracht. Hier kommt hinzu, dass diese Tiere in der Regel Kraftfutter zu fressen bekommen, das ebenfalls systemisch wirkende Insektizide (Neonicotinoide) enthält, welche zunächst “nur” Insekten von den Futterpflanzen abhalten sollten, später aber auch – über den Weg der Gülle – zur Verarmung der Insektenvielfalt auf den Alpwiesen führt, da diese Stoffe nicht so leicht abgebaut werden.

Die anwendbaren Vorschriften der Schweiz bezüglich der Verwendung von Hofdüngern sind deutlich weniger streng als in den umliegenden Ländern in der EU. Dies zeigt sich sowohl in den kürzesten Mindestabständen von 3 m zu Gewässern während der Ausbringung (im Vergleich dazu beispielsweise Österreich mit mindestens 10-20 m Abstand), als auch in der Technik des Ausbringens, wobei in den schweizerischen Bestimmungen keine konkreten Angaben über die Art und Weise vorliegen. Eine winterliche Zeitspanne, in welcher ein Güllenaustrag verboten ist, ist im Gegensatz zu den übrigen Ländern in der Schweiz nicht konkret festgelegt. So dauert das winterliche Ausbringungsverbot beispielsweise in Österreich von Mitte November (auf Grünfläche) bzw. von Mitte Oktober (auf Ackerfläche) bis Mitte Februar und in Deutschland von Mitte November bis Mitte Januar.

Nicht wiederkäuende Nutztiere scheiden mit der Nahrung aufgenommenes Phytat unverdaut wieder aus. Dies ist der Grund dafür, dass Gülle vom Schwein und anderen Nutztieren viel Phosphat enthält, das als Hauptquelle der Phosphatverschmutzung und Eutrophierung der Gewässer durch die Landwirtschaft angesehen wird.

Mit der Gülle kommen auch Krankheitserreger auf die Felder. Der Verdacht wiegt schwer: Milchkühe, Zuchtschweine oder Pferde, aber auch Wildtiere, wie Rehe, Wildschweine oder Hasen könnten sich seit Jahren mit hochinfektiösen Bakterien angesteckt haben. Durch den hohen Einsatz von Antibiotika in der Tiermast, hat es in der Gülle zudem oftmals gefährliche antibiotikaresistente Keime. Mit Antibiotika kontaminierte Gülle kann nach der Ausbringung auf dem Feld die Bakteriengemeinschaften im Boden stören und zur Erhöhung der Häufigkeit und Übertragbarkeit von Antibiotikaresistenzen führen.

Auch bei wildlebenden Tieren häuft sich in besorgniserregendem Ausmass die Diagnose Krebs durch Umweltgifte, wie Überdüngung, Anreicherung der Böden mit Schwermetallen, Pestizide, erhöhte Phosphorgehalte in Gewässern, Belastung des Wassers mit Nitrat, Pflanzenschutzrückstände im Trinkwasser, usw.

Die negativen Auswirkungen von Pestiziden auf die menschliche Gesundheit werden in immer mehr Studien bewiesen: Krebserkrankungen, Geburtsfehler, Schädigungen des Fortpflanzungssystems, neurologische Erkrankungen, Parkinson, Autismus, usw. Die Wissenschaftsgemeinschaft stimmt darin überein, dass die Bevölkerung vor Pestiziden geschützt werden muss.

In ökologischer Hinsicht werden Pestizide seit langem schon als verantwortlich für den Rückgang der Biodiversität erachtet. Insektizide töten Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere nützliche Insekten. Herbizide dezimieren Wildblumen, die wiederum unabdingbare Nahrungsquellen für etliche Bestäuber unserer Ernten sind. Diese natürliche Biodiversität ist das Erbe einer Millionen von Jahren alten Entwicklung der Natur auf diesem Planeten.

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Bauern sehen Felder als Entsorgungsdeponie

 

Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner tanzen Polonaise   2 comments

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Das ist ja eine „schöne Melange“ 😉

Aus der Frankfurter Rundschau – fr.de

Es gibt Bilder, in denen man Menschen sieht, die eine Polonaise bilden. Dazu singen sie „Ein bisschen Sars muss sein“. Attila Hildmann, der vegane Kochbuchautor, ist einer ihrer Gewährsmänner. Zudem der Sänger Xavier Naidoo und der Schlagerstar Michael Wendler. Fragt man die Menschen, was es mit diesen Corona-Demonstrationen auf sich habe, was sie fordern, wen sie für was verantwortlich machen, sagen sie unter anderem: „Herr Gates propagiert einen Impfstoff, der in das … ähm … Genom, in das genetische … wie nennt man das … in das RNS …. in das RNA. Also er greift in das genetische Material ein von uns. Höchst bedenklich.“

Corona-Demos: Bill Gates als Feindbild von Corona-Leugnern

Ein anderer Demonstrationsteilnehmer wird deutlicher: „Wenn ihr Bill Gates beschützt, seid ihr Mittäter. Eure Eltern werden sich schämen, eure Kinder werden sich schämen.“ Die Rede ist von dem Gründer und ehemaligen Vorsitzenden des Microsoft-Konzerns, der sich seit mittlerweile zwölf Jahren dem Kampf gegen Malaria und Polio verschrieben und bereits vor fünf Jahren vor der Gefahr einer Virusepidemie gewarnt hat.

Fragt man weiter, erzählen die Demonstrierenden, dass eine weltumspannende gesellschaftliche Elite Kinder entführen, missbrauchen, deren Blut trinken und deren Fleisch essen würde. Diese Elite würde dem Satan huldigen und arbeite daran, den Rest der Menschheit zu versklaven. Und Bill Gates sei einer von ihnen. Einige Schritte weiter ruft ein Demonstrant: „Weg mit diesem System. Weg mit dieser BRD. Weg mit diesem Verbrecherpack. Wir wollen unseren Kaiser zurück. Wir wollen zurück auf Ehrlichkeit, auf Menschlichkeit. Nicht mehr.“ Auf die Frage, wer dieser Kaiser denn sei, antwortet der Mann: „Friedrich von Preußen“. Neben diesen Menschen marschieren Neonazis, Rechtsextreme, Reichsbürger.

Verschwörungstheorien: Corona-Demonstrationen werden von Rechtsextremen unterwandert

Zuweilen sieht man Politiker der AfD, die Flyer verteilen. Jemand hat auf einem Plakat den Virologen Christian Drosten neben dem nationalsozialistischen Massenmörder Josef Mengele abgebildet. Immer wieder tauchen Bilder von Anne Frank auf, mit der sich die Demonstrierenden identifizieren, daneben gelbe Judensterne mit der Aufschrift „ungeimpft“. Es bleibt nicht bei diesen wirren Worten und den absurden Verschwörungstheorien. Vor den Räumlichkeiten des Leibniz-Instituts in Berlin-Mitte explodiert im Oktober 2020 eine Bombe, Unbekannte werfen einen Brandsatz auf ein Gebäude des Robert-Koch-Instituts in Berlin-Tempelhof. An einer Weserbrücke im nordrhein-westfälischen Minden wird, ebenfalls im Oktober 2020, eine Schaufensterpuppe mit der Aufschrift „Presse“ an einem Galgen aufgehängt. Hunderte Demonstranten stürmen im August 2020 mit Reichsflaggen die Treppe des Reichstagsgebäudes.

Es ist verdammt ernst. Der eklatante Verstoß gegen Infektionsschutzmaßnahmen, die Verharmlosung des Holocaust, die Unterwanderung der Anti-Corona-Demonstrationen durch Rechtsextreme, die Explosion von Bomben, der Sturm auf die Treppe des Reichstagsgebäudes – man könnte meinen, nun endlich würden Polizei, Politik und Justiz in einer gemeinsamen Kraftanstrengung all diese Grenzüberschreitungen mit der vielbeschworenen „Härte des Gesetzes“ kompromisslos in die Schranken weisen.

Corona-Demos: Verharmlosung des Holocausts und Ignorieren der Corona-Schutzmaßnahmen

Gerade diejenigen, die bei jeder Gelegenheit die Durchsetzung von Recht und Gesetz fordern, würde man an vorderster Front vermuten. Immerhin gilt es einen Rechtsstaat zu verteidigen.

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Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner tanzen Polonaise

Nahrungsergänzungsmittel bei „Nutztieren“ – Vitamin B12   Leave a comment

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Man bekommt das Vitamin B12 nicht nur von Tieren, wie man allgemein meint. Denen muss es selbst bei der Nahrung ergänzt werden.

Von Peta.de

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Bild von Peta.de

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Vitamin B12 ist ein essentieller Mikronährstoff, der wichtige Aufgaben im menschlichen Körper erfüllt. Um langfristig gesund zu bleiben, müssen wir unserem Körper B12 zuführen. Auch wenn pflanzliche Lebensmittel keine sichere B12-Quelle darstellen, können wir das Vitamin problemlos als Nahrungsergänzungsmittel supplementieren. Wir müssen zur B12-Versorgung unseres Körpers also keine Tierprodukte konsumieren und dafür Tiere quälen und töten – denn auch sogenannten Nutztieren werden Nahrungsergänzungsmittel mit dem Futter verabreicht. Was liegt also näher, als die Qual empfindungsfähiger Lebewesen in industriellen „Tierfabriken“ zu vermeiden und B12 direkt zu sich zu nehmen?

Woher kommt Vitamin B12 eigentlich?

Vitamin B12 wird im Körper von Tieren nicht von körpereigenen Zellen gebildet, sondern von Mikroorganismen produziert. Diese Bakterien finden sich im Darm von Tieren, also auch im menschlichen Verdauungstrakt. Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand können sich nur Wiederkäuer wie Kühe mit dem von Darmbakterien produzierten B12 selbst versorgen. Andere Tiere, wie auch Menschen, müssen B12 mit der Nahrung aufnehmen.
B12-produzierende Bakterien kommen jedoch nicht nur im Darm vor, sondern auch im natürlichen Erdboden. Untersuchungen aus den 1950er-Jahren zeigen teils erhebliche Mengen B12 an Wurzeln und Erdproben. Allerdings ist ungewaschenes Gemüse heutzutage keine sichere B12-Quelle mehr,

denn die natürliche Bodenflora von Ackerflächen wurde durch die industrielle Landwirtschaft meist zerstört. Zudem sollten Pestizidrückstände an Gemüse unbedingt abgewaschen werden.

Tiere in der Agrarindustrie leiden an B12-Mangel

Da sich Tiere in der Agrarindustrie nicht in der Natur bewegen können und meist auch nicht natürlich ernährt werden, haben sie kaum Zugang zu natürlichen B12-Quellen. Um dem entgegenzuwirken, enthalten Futtermittel unter anderem zugesetztes Vitamin B12. Selbst im Darm von Kühen kann B12 nur dann gebildet werden, wenn das Futter genügend Kobalt enthält, was in der Tierhaltung jedoch oft nur durch künstliche Zusätze der Fall ist.

Direkt supplementieren statt den Umweg über leidende Tiere nehmen

Ist es nicht verrückt, dass Nahrungsergänzungsmittel tonnenweise in Futtertrögen landen und Tiere misshandelt und getötet werden, damit Menschen diese Substanzen über das Fleisch der Tiere aufnehmen können? Statt den Umweg über ein leidendes Tier zu nehmen, können wir B12 und andere Nährstoffe, wie etwa Omega 3, einfach direkt zu uns nehmen. Das bewahrt Tiere vor Qual und Tod und garantiert uns eine bestmögliche Versorgung. So zeigte die Framingham Offspring Study bereits im Jahr 2000, dass Menschen, die regelmäßig B12 supplementieren, die besten B12-Blutwerte aufweisen.

Was Sie tun können

Entscheiden Sie sich für eine vegane Ernährung, denn nur so tragen Sie dazu bei, das Leiden und Töten von Tieren zu beenden. Auch das für unseren Körper wichtige Vitamin B12 können Sie als vegan lebender Mensch ganz einfach zu sich nehmen – in Form von Tropfen oder Tabletten, über angereicherte Lebensmittel wie pflanzliche Milch oder über Zahncreme mit B12.

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Nahrungsergänzungsmittel bei „Nutztieren“ – Vitamin B12