Archiv für die Kategorie ‘Medizin

Psychiatrische Skandalfälle in Tirol – Maria Nowak-Vogl   Leave a comment

.

Der Tirol-Konnex

Später übernahm Kryspin-Exner das Ordinariat für Psychiatrie in Innsbruck. Das ist insofern interessant, weil eine seiner Mitarbeiterinnen die heute äußerst umstrittene Psychiaterin Maria Nowak-Vogl war.

In psychiatrischen Fachkreisen wird der Fall Maria Nowak-Vogl bis heute totgeschwiegen oder allenfalls herabgespielt.

Sie soll über Jahrzehnte hinweg Experimente mit Heimkindern auf der Innsbrucker Kinderbeobachtungsstation gemacht haben. Wie der KURIER berichtete, wurde Mädchen im Alter von acht oder neun Jahren das Medikament Epiphysan injiziert, um ihr „sexuelles Verlangen“ zu stoppen. Erst auf Grund eines ORF -Berichtes im Jahr 1980 sah sich Kryspin-Exner veranlasst, die Behandlungsmethoden von Nowak-Vogl zu unterbinden. Der Zeithistoriker Horst Schreiber hat die Zeit Nowak-Vogls aufgearbeitet. „Sie war wie besessen davon, sexuelle Regungen im Keim zu ersticken.“ Vor allem „Kinder aus dem Proletariat“ habe sie als „genetisch minderwertig“ abgekanzelt. „Bei ihr kommt immer wieder die NS-Diktion durch.“
Alle genannten Mediziner, die in den 60-Jahren tätig waren, sind mittlerweile verstorben.
http://kurier.at/nachrichten/wien/4484163-neues-opfer-im-malaria-skandal.php

Siehe auch “Die Presse”:

“Malariatherapie”: Anwalt rechnet mit 100 Betroffenen
http://diepresse.com/home/panorama/wien/730626/Malariatherapie_Anwalt-rechnet-mit-100-Betroffenen?direct=730769&_vl_backlink=/home/panorama/index.do&selChannel=615

“der Standard”:
Die “Malariatherapie” sei ab den späten 1920er Jahren gegen Syphilis zum Einsatz gekommen, ihm selbst sei allerdings nicht bewusst gewesen, “dass das nach dem Zweiten Weltkrieg noch gelaufen ist”. Allerdings: “Für psychiatrische Erkrankungen gab es gar keine Verwendung”, so Kasper.
Um Syphilis-Patienten den Malariaerreger spritzen zu können, habe man freilich “Erregerträger” gebraucht.

[…]
Laut dem Historiker Horst Schreiber sei Nowak-Vogl durch streng katholisches Denken und andererseits durch den Nationalsozialismus geprägt gewesen. In dessen Tradition stehe Röntgenbehandlung, die die Psychiaterin auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch angewandt habe: “Nowak-Vogl beschreibt selbst den Fall eines Fünfjährigen, den sie mit einer Serie von Röntgenstrahlen behandelt hat, wegen des Jähzorns, den er an den Tag legte.”
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/panorama/chronik/434003_Experimente-an-Tiroler-Heimkindern.html

Maria Nowak-Vogl
Kinder mit Kuhspritze behandelt. Auch Vorarlberger betroffen.
“Ihre Methoden kamen erstmals ans Licht, als sich das Fernsehen 1980 für sie interessierte. Im Interview gab Nowak-Vogl, die 1998 verstorben ist, zu, das Mittel aus der Tiermedizin zur Vermeidung von Brunftverhalten bei Kühen angewandt zu haben. Nowak-Vogl demontierte sich mit ihren Aussagen vor laufender Kamera selbst. So war die 15-jährige Christine 1978 zu ihr eingeliefert worden, weil sie bei ihrem Freund übernachtet hatte. Nowak-Vogl diagnostizierte sexuelle Verwahrlosung und spritzte dem Mädchen insgesamt zehn Ampullen des Hormonpräparats Epiphysan, das laut Nowak-Vogl ein Jahr lang auf den weiblichen Hormonhaushalt wirkte.”
http://www.vol.at/kinder-mit-kuhspritze-behandelt-auch-vorarlberger-betroffen/3163981

Laut dem Historiker Horst Schreiber sei Nowak-Vogl durch streng katholisches Denken und andererseits durch den Nationalsozialismus geprägt gewesen. In dessen Tradition stehe Röntgenbehandlung, die die Psychiaterin auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch angewandt habe: “Nowak-Vogl beschreibt selbst den Fall eines Fünfjährigen, den sie mit einer Serie von Röntgenstrahlen behandelt hat, wegen des Jähzorns, den er an den Tag legte.”
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/panorama/chronik/434003_Experimente-an-Tiroler-Heimkindern.html

Maria Nowak-Vogl

Kinder mit Kuhspritze behandelt. Auch Vorarlberger betroffen.
“Ihre Methoden kamen erstmals ans Licht, als sich das Fernsehen 1980 für sie interessierte. Im Interview gab Nowak-Vogl, die 1998 verstorben ist, zu, das Mittel aus der Tiermedizin zur Vermeidung von Brunftverhalten bei Kühen angewandt zu haben. Nowak-Vogl demontierte sich mit ihren Aussagen vor laufender Kamera selbst. So war die 15-jährige Christine 1978 zu ihr eingeliefert worden, weil sie bei ihrem Freund übernachtet hatte. Nowak-Vogl diagnostizierte sexuelle Verwahrlosung und spritzte dem Mädchen insgesamt zehn Ampullen des Hormonpräparats Epiphysan, das laut Nowak-Vogl ein Jahr lang auf den weiblichen Hormonhaushalt wirkte.”
http://www.vol.at/kinder-mit-kuhspritze-behandelt-auch-vorarlberger-betroffen/3163981

.

Die Betroffenen erlebten Maria Nowak-Vogl auf der Kinderbeobachtungsstation in Innsbruck als ungerührten und kalten, ebenso lieb- und gefühllosen wie angsteinflößenden Menschen, der sie verachtete und verächtlich machte, einmal kühl strafend, dann wieder hysterisch schreiend, bisweilen als Zuchtmeisterin, die auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschreckte.

Kinderbeobachtungsstation Maria Nowak-Vogl

.

.

http://www.heimerziehung.at/kinder-und-jugendpsychiatrie/einstiegsvideo

.

Wer will kann auch das folgende Video anschauen – Dauer 17:41 Minuten

beobachtet, überwacht, ruhiggestellt

.


.

4v75q026fqa

.

MP3 – Datei

.

Gruß Hubert

Advertisements

Homo Sapiens – wirklich?   Leave a comment

.

Der heutige Mensch bezeichnet sich als Homo Sapiens. Dieser Ausdruck kommt aus dem Lateinischen.
Homo steht für Mensch.
Sapiens steht für einsichtsvoll, verständig, und weise.
Der heutige Mensch bezeichnet sich also selbst als den einsichtsvollen, verständigen und weisen Menschen.
Was für eine Selbst-Beweihräucherung!

Die treffendere Bezeichnung wäre wohl Homo Tyrannus.
Tyrannus bedeutet: Herrscher, Tyrann, Alleinherrscher.

Der Mensch möchte sich die ganze Welt untertan machen, sie allein beherrschen und entpuppt sich dabei zu einem Tyrannen.
Er nimmt anderen Lebewesen (Tieren und Pflanzen) den Lebensraum und damit die Lebensgrundlage.
Er (be)nutzt Tiere wie Wegwerfartikel.
Er baut furchtbare Waffen, die mit viel Geld und Energie stetig weiterentwickelt werden, und bekämpft damit seine eigenen Artgenossen.
Er nutzt gnadenlos, rücksichtslos und grausam alles zu seinen Zwecken.
Er breitet sich immer mehr aus, dringt in die entferntesten Winkel auf diesem Planeten vor. Nichts mehr ist vor ihm sicher. Alles wird erobert und verwertet und dabei geschädigt oder gar zerstört.
Er ist dabei, diesen wunderbaren Planeten, mit seiner reichen Artenvielfalt, in einen öden, toten Krümel zu verwandeln, der im Universum um die (unsere) Sonne eiert.
Er arbeitet gegen die Natur und zerstört dabei seinen eigenen Lebensraum und seine eigene Lebensgrundlage und reißt damit sich und vieles Andere ins Verderben.
Die Lebensqualität auf diesem Planeten nimmt kontinuierlich ab.

Was ist an diesem Handeln einsichtsvoll, verständig oder weise?

.

Warum Tierversuche nicht notwendig sind  (externer Link)

oder unter Infos -> Allgemein:
Das Tierschutzgesetz  (externer Link)

oder unter Infos -> Humanmedizin:
Liste von Risikomedikamenten  (externer Link)

.

[…]

Deutschland bezeichnet sich als zivilisiertes Land. Es werden aber bei uns durch unsere Steuern finanziert, mit staatlicher Förderung und durch entsprechende Gesetze legalisiert, Tiere auf alle nur erdenkliche Arten gequält. Sie werden verstrahlt, verbrüht, verbrannt, vergiftet, gequetscht, verätzt, geschnitten, mit allen möglichen Krankheiten infiziert, ihnen werden heiße Flüssigkeiten eingeflößt, ihnen werden gezielt Organe geschädigt oder zerstört (Augen, Nieren, Herz …) , ihnen werden schwere Verletzungen zugefügt, z.B. schwere Schädelverletzungen in der Hirnforschung, ihnen werden schwere Verbrennungen zugefügt, es werden gezielt Knochen gebrochen, in der Militärforschung wird auf lebende Tiere geschossen und und und. Man läßt sie hungern oder dursten oder quält sie auf sonst irgend eine Weise. Das ganze unter dem Deckmantel der Wissenschaft.

Ein Staat, der solche Verbrechen fördert und sogar gesetzlich vorschreibt, ist, meiner Meinung nach, alles andere als zivilisiert!
Es ist nicht alles moralisch und ethisch vertretbar, was in einem Staat als gesetzlich zulässig definiert wurde. An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, dass während der NS-Zeit in Deutschland medizinische Versuche an Menschen durchgeführt wurden. Zu der damaligen Zeit wurde das von der amtierenden Gesetzgebung als rechtens betrachtet.

Am 1. August 2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel in unser Grundgesetz aufgenommen. Der Gesetzgeber werde Würde und Schutz der Tiere stärker ins Visier nehmen, wurde verkündet.
Bei den nach wie vor unglaublichen, tagtäglichen Grausamkeiten in den Tierversuchslaboratorien und in der Massentierhaltung ist diese Aussage der reinste Hohn. Nur wenn sich möglichst viele Tierfreunde in Tierschutzvereinen organisieren, kann daran etwas geändert werden.

Eine einzelne Schneeflocke bewirkt nichts, aber bedenken Sie, was für eine ungeheure Gewalt eine Lawine entwickelt. Diese besteht nur aus (vielen) Schneeflocken!

Ein einzelner Wassertropfen bewirkt auch nichts. Aber viele Wassertropfen können Kraftwerke betreiben oder gewaltige (Natur-)Kräfte in einer Flut entfalten der kein Damm auf Dauer standhalten kann.

Auch ein einzelner Mensch ist nahezu machtlos. Aber wenn sich viele Menschen zusammenschließen und sich gemeinsam für eine Sache einsetzen kann in allen Bereichen eine Veränderung (Verbesserung) bewirkt werden.

Ich bitte Sie darum, auch eine Schneeflocke, ein Wassertropfen, ein MENSCH zu sein, der mithilft, etwas zu bewirken.
Stellen Sie aber an sich selbst keine zu großen Ansprüche und setzen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch an. Es besteht sonst die Gefahr, dass Sie schon bald entmutigt wieder aufgeben.
Jeder Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er noch so klein sein sollte, ist besser als gar keiner.

[…]
Für ihre Lieblinge zuhause ist den Deutschen fast nichts zu teuer, aber nur 20 oder 30 Euro Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft in einem Tierschutzverein ist scheinbar zu viel.
20 Euro Jahresbeitrag (nicht mal 5,5 Cent pro Tag oder 1,67 Euro pro Monat) kann sich doch so gut wie jeder leisten, auch Studenten und Arbeitslose!

Oder gibt es da noch andere Gründe?
Ist es Egoismus? Denken vielleicht viele, dass durch Tierversuche Medikamente gefunden werden, die ihnen bei evtl. künftigen Erkrankungen helfen werden?
Genau das Gegenteil ist der Fall! Die überwiegend unvorstellbar grausamen Tierversuche behindern die Medizin, bringen falsche Ergebnisse und sind deshalb für uns Menschen ein unkalkulierbares Risiko.

Hier nur zwei Beispiele:

Digitalis erhöht in gefährlicher Weise bei Hunden den Blutdruck und seine Anwendung beim Menschen wurde deshalb um Jahrzehnte verzögert. Später fand man seine gute Wirkung bei Herzinsuffizienzen und dass es den menschlichen Blutdruck senkt.

Die Cyanidsäure (als Salz Cyankali genannt) ist für den Menschen so giftig, dass er schon vom Geruch dieser Substanz sterben kann. Schafe, Kröten, Stachelschweine und andere Tierarten vertragen größte Mengen dieses Giftes ohne Reaktion.

Weitere Beispiele finden Sie hier auf meiner Homepage unter Wirkungsweisen bei Mensch und Tier“.

[…]

215000 Medikamentengeschädigte und 25000 bis 30000 Medikamententote pro Jahr nur in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache. Diese Medikamente wurden alle an Tieren getestet. Sie wurden nicht nur für ungefährlich, sondern auch noch hilfreich für den Menschen befunden !!!!
Erkenntnisse aus der Forschung mit Versuchstieren auf den Menschen zu übertragen gleicht einem russischen Roulett.

Ein Flugzeugkonstrukteur testet neu konstruierte Bauteile und Flugzeuge ja auch nicht unter Wasser, sondern im Windkanal bzw. in der Luft. Ein Test unter Wasser bringt nur bei wenigen Einzelheiten vergleichbare, aber überwiegend falsche Ergebnisse.
Haben Sie schon mal ein U-Boot fliegen sehen?

Jetzt fragen Sie vielleicht: „Sollen solche Experimente etwa mit Menschen gemacht werden?“
Dafür gibt es nur eine Antwort: Niemals!

Es gibt aber Möglichkeiten für die medizinischen Forschung die nicht nur als Ersatz für Tierversuche angesehen werden können, sondern deren Aussagekraft weit übertreffen. Diese erbringen genauere und verlässlichere Ergebnisse als Tierversuche und sind somit weniger gefährlich für uns Menschen.
Hierzu zählen zum Beispiel In-vitro-Studien (im Reagenzglas) mit Zellkulturen, Gewebeproben, Mikroorganismen usw. Auch mit menschlichen Zellkulturen (Hautzellen, Blutzellen, Nervenzellen … aber keine Versuche mit Embryonen!!). Die Möglichkeiten der In-vitro-Methodik sind noch längst nicht ausgeschöpft.
Hier sollte geforscht werden, und nicht mit Tierversuchen, die eher gleichzusetzen sind mit Folterungen wie im Mittelalter. Tierversuche bringen falsche Ergebnisse und sind daher ein unkalkulierbares Risiko für uns Menschen. Tierversuche durchzuführen und die Erkenntnisse daraus auf den Menschen zu übertragen ist einfach unverantwortlich!

Lesen Sie dazu bitte auch auf den Seiten der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ unter
„Wir über uns“ -> „Grundsatzerklärung“  (externer Link)

Sie fragen sich wahrscheinlich jetzt: „Wenn das wirklich so ist, warum werden dann Tierversuche weiterhin durchgeführt?“
Kurz gesagt: Wegen dem großen Geschäft das damit verbunden ist.
Hier arbeiten wieder Politik und Wirtschaft Hand in Hand. Die Tierversuche sind gesetzlich vorgeschrieben und die Politik hat die dafür nötigen Gesetze gestaltet (“unabhängige Politiker“ als Aufsichtsräte in der Pharmaindustrie!).

Die Weltgesundheitsorganisation hält 300 Medikamente für ausreichend. Bei uns in Deutschland werden aber derzeit mehr als 30000 Medikamente angeboten. Aber trotzdem forscht die Pharmaindustrie auf “Teufel komm raus“ um immer wieder neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Wenn ein Pharmakonzern ein Medikament hat, dass kurz vor der Zulassung steht, wird dadurch oft der Börsenkurs nach oben getrieben, weil erwartet wird, dass mit diesem Medikament der Umsatz und Gewinn gesteigert werden kann. Deshalb versuchen die Pharmakonzerne, immer wieder neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Am besten sind da Medikamente die nur die Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursachen. So bleibt die Schar der Abnehmer groß und die Gewinne sprudeln kräftig und länger.

Wenn sich herausstellt, dass ein Medikament gesundheitliche Schädigungen hervorruft, dann wird das erst mal verschwiegen und verharmlost. Es werden „unabhängige Gutachter“ eingeschaltet und es wird auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (Tierversuche!!) verwiesen.

Irgendwann läßt sich dann das ganze nicht mehr vertuschen und das Medikament muss vom Markt genommen werden. Aber bis dahin wurden damit schon Millionen verdient.
Die Geschädigten haben so gut wie keine Chance mit einer Schadenersatzklage durchzukommen. Der Pharmakonzern hat, wie schon gesagt, alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten und es war nicht abzusehen, dass das Medikament für den Menschen eine schädliche Wirkung entfaltet.
Das heißt: Keine Entschädigung — Basta!
Hier dienen die Tierversuche als Absicherung und Alibifunktion für die Pharmakonzerne!
Schadenersatzforderungen werden damit abgeblockt!

.

http://www.homo-tyrannus.de/

.

Gruß Hubert

 

 

Finanzielle Anreize gegen einen „guten“ Tod   19 comments

.

Es ist schon ganz mies, wenn es Menschen und Firmen gibt, die an Patienten die auf dem Weg zum Sterben sind, verdienen und Geschäfte machen wollen. Es darf nicht durch eine Übertherapie das Leiden eines Menschen verlängert werden.

Aus daserste.de

.

stzgjx8p7zw

.

Verhindert unser Gesundheitssystem durch falsche finanzielle Anreize einen „guten“ Tod?

„Ungefähr ein Drittel der Gesundheitskosten eines jeden Patienten fallen in den letzten ein bis zwei Lebensjahren an. Das ist jährlich ein dreistelliger Milliardenbetrag“, weiß Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Palliativarzt im Universitätsspital Lausanne.

„Es gibt durchaus Menschen und Firmen, die daran interessiert sind, aus dieser Lebensphase maximalen Profit zu schlagen.“

.
Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Palliativarzt am Universitätsspital in Lausanne, (Borasio gilt als der palliativ-Experte Deutschlands).

Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Palliativarzt am Universitätsspital in Lausanne.

.

„Ungefähr ein Drittel der Gesundheitskosten eines jeden Patienten fallen in den letzten ein bis zwei Lebensjahren an. Das ist jährlich ein dreistelliger Milliardenbetrag“, weiß Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Palliativarzt im Universitätsspital Lausanne. „Es gibt durchaus Menschen und Firmen, die daran interessiert sind, aus dieser Lebensphase maximalen Profit zu schlagen.“

Leidvolle Übertherapie

Die Medizin hat so große Fortschritte gemacht, dass heute Menschen am Leben erhalten werden können, denen Ärzte vor einigen Jahren noch gar nicht helfen konnten. Mit Blutwäsche, Beatmung und künstlicher Ernährung. Verfahren, die zur Lebensrettung sinnvoll sind. Werden sie aber zur Verlängerung eines Sterbeprozesses eingesetzt, sind sie leidvolle Übertherapie.

Dabei wünschen sich die meisten Menschen am Lebensende nicht ins Krankenhaus zu kommen. Doch jeder Zweite stirbt dort, oft bis zum Ende maximal therapiert.

Sterben gehört zum Leben

.

Paul Schaller mit seiner Frau Brigitte Schaller aus Köln. Er hat sich gegen ärztlichen Rat entschieden: Er will keine vierte Chemotherapie machen, sondern palliativ zu Hause versorgt werden.

Paul Schaller will keine vierte Chemotherapie machen.

„Wir können uns nicht vorstellen wie es ist, nicht zu existieren, deshalb setzen wir alles daran, um immer weiter am Leben zu bleiben. Wir haben als Gesellschaft vergessen, dass Sterben zum Leben dazugehört“, meint Dr. Sylvia Klauser, Ethikreferentin der Cellitinnen-Krankenhäuser in Köln.

Die Sendung zum Thema ist heute, Montag, 11.12.2017 um 23:30 Uhr im „Ersten“ zu sehen.

.

Finanzielle Anreize gegen einen „guten“ Tod

.

Gruß Hubert

Neue Krebsmedikamente – teuer und kaum von Nutzen   Leave a comment

.

Ich habe von der Pharmaindustrie keine gute Meinung, die sind einfach extrem gierig und das Wohl der Patienten interessiert sie kaum, höchstens soweit, dass diese Medikamente nehmen müssen / sollen. Eine Taktik der Pharmaindustrie ist es neue Medikamente heraus zu bringen, die aber den alten überhaupt nichts voraus haben, also keinen zusätzlichen Nutzen bringen. „Monitor“ hat da Recherchen unternommen und ist zu einem vernichtenden Urteil über die „neuen“ Medikamente, zum Beispiel gegen Krebs gelangt.

Aus tagesschau.de

.

Pharma_Krebsmedik

.

Neue Krebsmedikamente

Teuer und oft nutzlos

.

Krebsmedikamente sind für Arzneimittelkonzerne ein gutes Geschäft. Doch Recherchen des ARD-Magazins Monitor zeigen: Laut einer Studie hat fast die Hälfte der neu zugelassenen Krebsmedikamente für Patienten keinen relevanten Nutzen.

In einer Studie haben die Wissenschaftler erstmals systematisch alle Zulassungen ausgewertet, die die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) zwischen 2009 und 2013 für Krebsbehandlungen erteilt hat. Es geht um 48 Medikamente, zugelassen für 68 Krebsbehandlungen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur gut die Hälfte der zugelassenen Therapien wirkte demnach lebensverlängernd oder bot zumindest eine bessere Lebensqualität. Das bedeutet im Umkehrschluss: 49 Prozent der überprüften Zulassungen erfüllten das für Patienten wichtigste Kriterium nicht: Sie boten keine Verlängerung der Lebenszeit und auch keine bessere Lebensqualität.

„Das ist eine erschreckende Zahl“, urteilt Prof. Wolf-Dieter Ludwig, Krebsmediziner und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Ludwig hält die Analyse der britischen Wissenschaftler für wegweisend: Jetzt seien die Zulassungsbehörde und auch die deutsche Bundesregierung gefragt, damit Patienten nicht „wie im Blindflug“ behandelt werden müssten.

.

Wolf-Dieter Ludwig | Bildquelle: axentis.de / G.J.Lopata

Wolf-Dieter Ludwig leitet die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.

Gerd Glaeske | Bildquelle: imago/Metodi Popow

Gesundheitsökonom Gerd Glaeske fordert, dass der Nutzen der Medikamente besser kontrolliert wird.

.

Krebsmedikamente immer teurer

Für neue Krebstherapien werden immer höhere Preise verlangt – bis zu 100.000 Euro pro Jahr und Patient. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Krebsarzneien steigen in Deutschland rasant, von 3,8 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf zuletzt 5,77 Milliarden Euro im Jahr 2016. Der Gesundheitsökonom Prof. Gerd Glaeske prognostizierte diese Kostenentwicklung zusammen mit Krebsmediziner Ludwig schon vor Jahren in einem 2010 für das Bundesgesundheitsministerium erstellten Gutachten. Angesichts der neuen Studie aus London fordern Glaeske und Ludwig nun, die gesetzlichen Vorgaben im Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) nachzubessern: Eine „späte Nutzenbewertung“ müsse verbindlich festgeschrieben werden.

Krebsmedikamente werden schnell zugelassen

Die EMA geht seit einigen Jahren verstärkt dazu über, Krebsmedikamente schnell auf den Markt zu bringen. Bei solchen „beschleunigten Zulassungen“ werden die Anforderungen an Arzneimittelstudien abgesenkt. Die Begründung: Gerade Krebspatienten müssten schnell Zugang zu neuen Medikamenten bekommen, weil es bei Krebserkrankungen nach wie vor einen „ungedeckten medizinischen Bedarf“ gebe. Das heißt: Grundsätzlich würden nach Meinung der EMA neue Medikamente gebraucht.

Krebsmediziner Ludwig hingegen hält eine schnelle Zulassung nur selten für gerechtfertigt. Für die meisten Krebserkrankungen gebe es mittlerweile gute Therapiemöglichkeiten. „In diesen Fällen müssten die neuen Medikamente eigentlich zeigen, dass sie dem bisherigen Standard überlegen sind“, so Ludwig. Das sei aber nicht der Fall.

VIDEO im folgenden Link.
.
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-351877~player_branded-true.html

 

Ob Patienten länger leben, ist kein Kriterium

Vor der Zulassung werden die neuen Wirkstoffe im Vergleich zu einer etablierten Vergleichstherapie oder Placebo getestet. Die EMA erteilt bei Krebsmedikamenten schon dann eine Zulassung, wenn der neue Wirkstoff das Wachstum des Tumors vorübergehend zum Stillstand bringt oder verkleinert. „Progressionsfreies Überleben“ nennt die Zulassungsbehörde dieses Kriterium.

Experten halten das für problematisch: Denn selbst wenn das Wachstum des Tumors vorübergehend gestoppt wird, bedeute das nicht, dass damit Patienten länger am Leben blieben, sagt Beate Wieseler, Arzneimittelexpertin des unabhängigen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin (IQWIG): „Das Tumorwachstum wird ja nicht auf ewig gestoppt und wir wissen nicht, was dann im Anschluss passiert. Vielleicht beschleunigt sich das Wachstum wieder.“

Ministerium: Gesetze ausreichend

Glaeske und Ludwig fordern die Politik auf, die Unternehmen zu verpflichten, auch Daten über den wirklichen Nutzen von Krebsmedikamenten für Patienten nach der Zulassung nachzuliefern und die unabhängige Forschung zu stärken. Das Bundesgesundheitsministerium hingegen hält die gesetzlichen Bestimmungen für ausreichend. Zu den Ergebnissen der Londoner Studie äußert sich das Ministerium auf Anfrage des ARD-Magazins Monitor nicht.

Von Ursel Sieber und Lutz Polanz, WDR

.

Neue Krebsmedikamente – teuer und kaum von Nutzen

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 1. Dezember 2017 von hubwen in Medizin, Uncategorized, Wirtschaft

Getaggt mit ,

Einklemmende Hüfte (Hüftimpingement)   1 comment

.

Es ist eine Schande, dass man bei starkem Verdacht auf ein „Pincer Impingement“ (wird später erklärt) nicht eine schnelle Vorgehensweise mit MRT und falls zutreffend einen kleineren Eingriff vornimmt. Bei Nichtbehandlung kann es in eine Hüftgelenksarthrose übergehen. Das würde dann eine viel größere und weniger gute Herstellung mit geringerer Lebensqualität durch eine Hüft-OP bedeuten. Mit dem Staat zu Tode sparen ging auch das öffentliche Gesundheitswesen vor die Hunde. Ich bin stark am überlegen ob ich die MRT nicht privat machen lassen soll um so schneller zu einer Diagnose zu kommen (die öffentl. MRT wäre erst anfaangs Jänner 2018). Es ist traurig, dass man sich erst selbst schlau machen muss, weil man sonst mit dem öffentlichen Gesundheitssystem nicht vom Fleck kommt. Ich würde zum Beispiel unserem Gesundheitssystem bei einer Bandbreite von 1 bis 10 höchstens die Note 2 – 3 geben. Einfach unverantwortlich da nicht schneller zu handeln.
Ich stelle mir auch vor, was Leute tun, die sich medizinisch weniger gut auskennen als ich? Um eine OP werde ich wohl sicher nicht herum kommen.

Nachdem ich einem Arzt, den ich privat schon konsultiert habe, das mit dem Hüftimpingement zugeschickt hatte, antwortete er mir folgendermaßen:

„… sie sind auf der richtigen Fährte denke ich – und weil so ein FAI auf Dauer zu einer Arthrose mit am Ende Hüftprothese führt ist es nicht unwichtig das abzuklären, weil wenn dem so wäre kann man mit einem kleinen Eingriff einen grossen (Hüftprothese) verhindern

Schönen Abend
Dr. xxxx xxxxxxxxxxx

Das ist eindeutig. Meine Marschroute steht dadurch fest.

Hier Erklärungen zu diesem Krankheitsbild.

Orthopaedische Spezialisten für Hüfte, Hüftschmerzen, Hüftarthrose

Einklemmende Hüfte (Hüftimpingement)

Wie entsteht aus Hüftimpingement eine Hüftarthrose?

 .

.

einklemmung-huefte

(oder Femoro-Acetabuläres Impingement (FAI))

Was versteht man unter einer einklemmenden Hüfte?

Beim Femoro-Acetabulären Impingement (FAI) besteht eine Enge zwischen dem Hüftkopf und der Hüftpfanne. Stoßen die Knochen durch diese Enge bedingt bei starker Beugung aneinander, können dem Gelenk nahe Strukturen wie die Gelenklippe oder der Knorpel eingeklemmt bzw. verletzt werden. Es entstehen starke stechende Schmerzen in der Leistengegend.

Welche Ursachen gibt es für die Einklemmende Hüfte?

 

Bild: Impingement der Hüfte, Schema cam-impingement, pincer-impingement syndrom

.

.

Links: Gesundes Hüftgelenk Mitte: Cam Impingement mit einer Deformität des Oberschenkelkopfes. Rechts: Pincer Impingement mit einer Deformität der Hüftgelenkspfanne. © Gelenk-Klinik.de

Als Ursache eines FAI wird die Abweichung von der normalen Struktur des Hüftkopfes oder des Pfannendaches gesehen. Eine solche anatomische Variante kann bewirken, dass bei bestimmten Bewegungen der Hüftkopf an das Pfannendach anschlägt (rot eingezeichnet). Durch das immer wiederkehrende Anstoßen und die dadurch verursachten Einklemmungen kommt es zu Verletzungen an der Gelenklippe der Hüftpfanne (Labrum) und des Gelenkknorpels. Unbehandelt kann dies in eine Hüftgelenksarthrose übergehen.

Hier sehen Sie eine Animation über die Einklemmende Hüfte

.

Welche Formen der Einklemmenden Hüfte gibt es?

Derzeit werden zwei Formen des FAI unterschieden:

Nockenwellen-Impingement oder CAM-Impingement

.

Röntgenbild Cam-Impingement

Hüftgelenk mit CAM Impingement. Das CAM-Impingement oder Nockenwellen-Impingement ist eine Erhöhung am Oberschenkelkopf, die an die Hüftpfanne anschlägt (rot eingezeichnet). © Gelenk-Klinik.de

Bei dieser Form des FAI ist der Hüftkopf so vergrößert, dass er direkt, ohne ausreichende Taillierung, in den Schenkelhals übergeht. Dadurch weicht er von der üblichen Kugelform ab und schlägt bei kraftvoller Bewegung (beim Sport) an der Hüftpfanne an. Hierdurch kann der Knorpel vom Pfannenrand ausgehend nach innen abgerissen werden, auch die Gelenklippe am vorderen oberen Hüftpfannenrand kann geschädigt werden (Labrumläsion). Besonders betroffen vom CAM-Impingement sind athletische junge Männer.

Beißzangen-Impingement oder Pincer-Impingement

.
Grafik Pincer-Impingement

.

Links: Normales Hüftgelenk. Rechts: Hüftgelenk mit Pincer- Impingement. Das Pincer-Impingement oder Beißzangen-Impingement ist eine Vertiefung der Hüftgelenkspfanne, die an den Oberschenkelkopf anschlägt (rot eingezeichnet). © Gelenk-Klinik.de

Beim Beißzangen-Impingement ist meist die Hüftpfanne deutlich vertieft, die Hüftkopfform jedoch normal. Dadurch stößt der Schenkelhals wiederholt am Pfannenrand an und verdrängt dadurch die Gelenklippe. Auch der Hüftkopf-Schenkelhals-Übergang wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Diese Form tritt häufig bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren auf.

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Durch einen Provokationstest, in dem schnell zwei Bewegungen gleichzeitig durchgeführt werden, lässt sich der typische Leistenschmerz auslösen. Dabei werden die Bewegungen vom Arzt, also für den bei der Untersuchung auf dem Rücken liegenden Patienten passiv ausgeführt. Eine solche Bewegung kann z.B. ein Heranführen des Beines zur Körpermitte hin mit gleichzeitiger Drehung nach innen sein. Auf dem Röntgenbild kann ein Missverhältnis zwischen Hüftkopf und der überdachenden Gelenkpfanne gesehen werden. Weitere Hinweise auf eine Einklemmende Hüfte sind knöcherne Anlagerungen am Schenkelhals. Eine Schädigung der Gelenklippe kann auf einem MRT festgestellt werden, wo auch die Weichteile gut beurteilt werden können.

Behandlung des Hüftimpingements durch Hüftarthroskopie

Die Schmerzen können medikamentös gelindert werden. Auch wohltuende Elektrotherapien, Bäder und Fango kommen zum Einsatz. Da durch diese Maßnahmen das mechanische Problem jedoch bestehen bleibt und das Gelenk durch Bewegung weiter zerstört wird, muss hier operativ vorgegangen werden.

Bei einer solchen Operation handelt es sich um die so genannte Hüftarthroskopie, eine Gelenkspiegelung. Bei diesem komplikationsarmen Eingriff wird nicht nur das genaue Ausmaß der Schäden festgestellt: Sofern möglich, werden diese Schäden bei der Spiegelung direkt behoben. So kann eine Gelenklippe wieder am Pfannenrand befestigt, ein verformter Gelenkkopf, Gelenkpfanne oder Schenkelhals abgetragen und angepasst oder ein Schenkelhals nachmodelliert werden. Das Ziel dieser Therapiemaßnahmen ist es, dass sich der Patient nach der Behandlung wieder schmerzfrei bewegen kann, und dass die durch das Impingement des Hüftgelenkes hervorgerufenen Degenerationsprozesse (zunehmende Arthrose) verlangsamt oder verhindert werden.

 .

Einklemmende Hüfte (Hüftimpingement)

.

MRT der Hüfte

https://www.dr-gumpert.de/html/mrt_huefte.html

.

Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 24. Oktober 2017 von hubwen in Medizin, Uncategorized

Getaggt mit ,

Nordirland – nach Vergewaltigung nicht abtreiben dürfen – was soll das?   Leave a comment

.

Es zeigt sich wieder einmal wie hart und unnachgiebig sich streng katholische Länder, wie Nordirland verhalten. Vor Gericht geht es um die Frage,  ob das strikte Verbot der Abtreibung – auch nach Vergewaltigung – mit den internationalen Menschenrechten vereinbar ist. Man glaubt man lebt noch im letzten Jahrhundert. Es ist wohl höchste Zeit, dass auch im erzkatholischen Nordirland die Uhren langsam anders gehen.

Hier aus TS.de

Abtreibungsverbot in Nordirland. Verstoß gegen Menschenrechte?

Das Abtreibungsverbot in Nordirland steht vor dem obersten britischen Gericht auf dem Prüfstand. Anders als in England, Schottland und Wales dürfen Frauen in Nordirland nach Vergewaltigungen nicht abtreiben. Angestrengt hatte die Anhörung die nordirische Menschenrechtskommission.

Das oberste britische Gericht verhandelt das Abtreibungsverbot in Nordirland. Das Verbot gilt auch nach Vergewaltigungen und wenn der Fötus aufgrund von Fehlbildungen nicht lebensfähig ist.

Bei der Anhörung vor dem obersten britischen Gericht in London geht es im Kern um die Frage, ob das strikte Verbot mit den internationalen Menschenrechten vereinbar ist.

Die nordirische Menschenrechtskommission hatte die Anhörung 2014 angestrengt, um das Abtreibungsgesetz in Nordirland ändern zu lassen. Das Verbot sei „unmenschlich und demütigend“, erklärte Nathalie Lieven, Hauptanwältin der nordirischen Menschenrechtskommission.

Verbot betrifft auch minderjährige Vergewaltigungsopfer

Zu Beginn der Anhörung zählte Lieven den Richtern Beispiele von Betroffenen des umstrittenen Abtreibungsverbots auf. Unter anderem berichtete sie von dem Fall einer 13-Jährigen, die von einem Verwandten vergewaltigt wurde. Weil ihr die Abtreibung in Nordirland verweigert wurde, reisten Sozialarbeiter mit ihr außer Landes.

.

Abtreibungsgegner protestieren mit Plakaten vor dem obersten britischen Gericht | Bildquelle: AFP

Abtreibungsgegner protestierten vor dem obersten britischen Gericht zum Auftakt der Anhörung

.

Mehr als 700 Frauen aus Nordirland reisen pro Jahr für einen Abbruch vor allem nach England. Sie müssten „in einer schwierigen Situation in ein Flugzeug steigen, um weit weg von ihren Familien und Freunden“ den Eingriff vornehmen zu lassen, sagte ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation Amnesty International dem Sender Sky News.

Die katholischen Bischöfe in Großbritannien warnten hingegen vor der Zunahme von Abtreibungen. (Anmerkung: ist ja klar). Nach offiziellen Statistiken seien mehr als 200.000 Abtreibungen 2016 im Land vorgenommen worden. Diese Zahl sei „alarmierend“, erklärten sie in einer gemeinsamen Mitteilung.

Das britische Abtreibungsgesetz ist vor 50 Jahren beschlossen worden. Im katholischen Nachbarland Irland kündigte die Regierung vor einem knappen Monat ein Referendum über das dortige Abtreibungsgesetz an. Geplant ist die Abstimmung im nächsten Mai oder Juni. Der irische Ministerpräsident Leo Varadkar hatte bereits mehrmals die Gesetzgebung als zu „restriktiv“ bezeichnet.

In Irland gilt das strengste Abtreibungsverbot in der Europäischen Union.

.

Nordirland – nach Vergewaltigung nicht abtreiben dürfen – was soll das?

.

Ein Kommentar dazu:

„Man kann Kinder auch zur Adoption freigeben.“

Man kann Frauen zwingen, ein ungewolltes Kind auszutragen?

Na schön, Ihre Ansicht. Aber definitiv aus der Abteilung: Wir sind eine kleine radikale Minderheit.

.

Gruß Hubert

 

Gefährliche Medikamente: Krieg gegen die Patienten?   Leave a comment

.

Es ist heute nötiger denn je, dass sich der Patient selbst kundig macht und nicht blindlings den Fachleuten und schon gar nicht der Pharmaindustrie alles glaubt.

Aus ard.de

Lebensbedrohliche Nebenwirkungen, unterschätztes Suchtpotential, wirkungslose Imitate aus dem Ausland: Medikamente, die uns eigentlich gesund machen sollen, erfüllen diesen Auftrag nicht immer. Auch im aktuellen Tatort aus Bremen spielen illegale Medikamenten-Importe eine Rolle. Wie real sind die Gefahren? Welchen Einfluss haben die Pharmakonzerne? Und worauf kann man als Patient achten? Ausgewählte Beiträge aus der ARD Mediathek geben einen Einblick.

Gefährliche Medikamente – gepanscht, gestreckt, gefälscht.

Die Erfolge der Verdächtigen Maria Voss im Bremer Tatort basieren maßgeblich auf billigen Medikamenten aus dem Ausland, mit denen ihre Arbeitgeber Traumgewinne einfahren. Ein Szenario, das sich erschreckend nah an der Realität bewegt, wie die Investigativ-Dokumentation „Gefährliche Medikamente“ zeigt.

„Mit 1.000 Euro Investment können Sie bis zu 500.000 Euro verdienen“, berichtet dort ein Aussteiger aus der Pharmabranche. Gefälscht werde alles, von Antibiotika bis zur Anti-Baby-Pille. Ein gigantisches Geschäft mit globalen Vertriebswegen. Gleichzeitig deckt die Doku auf, wie lax die Pharmariesen und Regierungen mit ihrer Verantwortung umgehen und sie von sich schieben. Mein Eindruck entspricht dem der krebskranken Petra H.: „Das ist wie Krieg führen gegen Patienten.“

Medikamenten-Nebenwirkungen: krank statt geheilt

Wolfgang Fuchs war Marathonläufer. Heute sitzt der 48-Jährige im Rollstuhl und ist lebenslang arbeitsunfähig. Grund dafür sind fünf Tabletten Antibiotikum, deren Nebenwirkungen seinen Körper dauerhaft zerstört haben. Vor möglichen Risiken hat ihn sein Arzt nicht gewarnt. „Für mich ein kleines Verbrechen“, sagt Fuchs.

Viel zu oft werden unpassende Medikamente verschrieben oder Nebenwirkungen nicht erkannt. Die Folgen sind verheerend. Schätzungen gehen von 30.000 Toten im Jahr aufgrund von Nebenwirkungen aus. 

Nach diesem Beitrag bin ich froh um meine Gesundheit – und stelle mir Fragen: Warum bleiben Medikamente mit gefährlichen Nebenwirkungen jahrelang auf dem Markt? Wie lässt sich sicherstellen, dass Betroffene wirklich die Arznei verschrieben bekommen, die für sie geeignet ist? Und warum nutzt kaum ein Patient den 2016 eingeführten Medikationsplan, der ihm rechtmäßig zusteht? Klar wird: es braucht informierende Ärzte und mündige Patienten! 

.

Gefährliche Medikamente: Krieg gegen die Patienten?

.

In eigener Sache. Mir wurde eine Stosswellentherapie vom Hausarzt empfohlen. Nachdem ich mich umhörte und einiges gelesen habe, sind mir die Risiken zu hoch. Ich werde den Termin im November absagen.

Aus Wikipedia:

Unerwünschte Nebenwirkungen
Neben Blutergüssen kann es zu Schwellungen oder oberflächlichen Hauteinblutungen kommen. Seltener wird von einer kurzfristigen Schmerzverstärkung im Behandlungsgebiet berichtet. Bei nicht sachgerechter Handhabung kann es zu Schäden an knöchernen Strukturen, Blutgefäßen, Nerven oder Sehnen mit Früh- und Spätauswirkungen kommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Extrakorporale_Sto%C3%9Fwellentherapie

.

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 23. Oktober 2017 von hubwen in Medizin, Uncategorized

Getaggt mit ,