Archiv für Juli 2017

Horror-Ställe in Kärnten   Leave a comment

.

Unglaublich welche Menschen es gibt. Solche Tierquäler und Sadisten verdienen die Bezeichnung Mensch nicht, wenn schon sind es Bestien – und es gibt nur menschliche Bestien. Unbeschreiblich was sich in manchen Stellen abspielt, hier am Beispiel in Kärnten. Legal ist das alles nicht. Aber was tun, wenn es den Staatsanwalt, die Politiker usw. nicht interessiert?

Aus Verein gegen Tierfabriken – vgt.at

.

Grausamkeit statt Idylle: VGT deckt massiven Tierschutz-Skandal auf!

 

Die Marketing-Maßnahmen sind auf höchstem Niveau – die Tierquälereien ebenfalls. Die bekannte Kärntner Gastro-Betriebskette Mochoritsch präsentiert sich als naturverbundenes, verantwortungsvolles Unternehmen. Doch hinter den Kulissen ist Tierquälerei an der Tagesordnung.

Furchtbare Schweinehaltung und Schlachtung in Kärnten

 

 

Der VGT kritisiert schon seit vielen Jahren die generell unwürdigen Bedingungen in der Schweinemast. Auf minimalem Platz, in ekelhaftem Gestank, ohne der Möglichkeit, die arteigenen Verhaltensweisen wie Wühlen und Umherlaufen ausleben zu können, fristen Millionen Schweine in Österreich ein fürchterliches Dasein.

Und Schlachthofaufnahmen zeigten im Herbst 2015, wie die Schweine ihrem Tod entgegengefoltert wurden. Der aktuelle Fall beweist, dass sich für die Tiere nichts geändert hat. Die Gesetzeslage ist eine Kulturschande, die Kontrollen versagen bzw. sind offensichtlich nicht existent.

Auszug Mochoritsch-Website:

Wir betreiben das immer seltener werdende Gasthaus mit Landwirtschaft als Familienbetrieb, …

Dieser Fall ist an Grausamkeit und Dreistigkeit kaum zu überbieten. An zwei im Familienbesitz befindlichen Standorten werden in insgesamt 5 Stallungen etwa 600 Schweine gehalten. In (legaler) Enge, auf (legalem) Betonboden, ohne Einstreu in ihrem eigenen Kot müssen sie monatelang dahinvegetieren. Die Schweine sind zum Nichtstun verdammt, kein Wunder, dass sich die Tiere gegenseitig verletzen. Denn illegalerweise gibt es hier kein Stück Beschäftigungsmaterial.

Aktuelle (Langzeit-)Videoaufnahmen zeigen, wie ein Schwein von anderen verletzt und hilflos zu Tode gehetzt wird. Der Bauer sieht das Tier am Morgen, aber lässt die Leiche einfach im Stall liegen, bis es fast zur Hälfte aufgefressen ist. Keine Ausnahme, wie sich zeigt, denn in den Gängen liegen diverse Körperteile verstorbener Artgenossen. Kiefer, Häute, Beine. Grausame Beweise für fürchterliche Haltungsbedingugen. In einer Futterschüssel liegen sogar mehrere abgetrennte Schweine-Beine im ekelhaften Futter.

Barbarische Tötung für Mochoritsch-Gastro-Betriebe

Was sich vor und während der Schlachtung abspielt kann kaum in Worte gefasst werden: die Arbeiter verwenden Elektroschockgeräte, um die völlig verängstigten Schweine vom Stall in den Schlachtraum zu treiben. Auf der Website heißt es dazu: Geschlachtet wird am Hof, ohne stressigem Tiertransport.

Im Betäubungsraum müssen die Schweine den Todeskampf mitansehen und die Todesschreie mitanhören. Völlig verängstigt drängen sie sich in die Ecke. Die Betäubungszange wird – völlig illegal – auch als schmerzhaftes Treibmittel eingesetzt. Und meist völlig falsch angesetzt. Die Schweine springen in Panik und vor Schmerzen gegen die Gitterstangen, Knochen brechen und Blut rinnt aus dem Mund. Unglaublich brutale Szenen, die sogar erfahrenen TierschützerInnen die Tränen in die Augen treiben.

Zitat Website: Und diese Naturverbundenheit ist das Geheimnis des Mochoritsch. Bei so viel Dreistigkeit verschlägt es einem die Sprache …

VGT fordert scharfe Konsequenzen

David Richter, Kampaigner und VGT-Vizeobmann dazu: Wir fordern den zuständigen Bezirkshauptmann Mag. Klösch (BH Völkermarkt) auf, den Schlachthof bis auf Weiteres zu schließen und Verfahren gegen die TierquälerInnen einzuleiten. Weiters fordern wir, dass keine weiteren Tiere in diesen illegalen Stallungen untergebracht werden dürfen. Die Kärntner Landesregierung muss sich mit der Frage auseinandersetzen, ob solche und ähnliche Tierquälereien die Normalität oder die Ausnahme sind. Offensichtlich kommt das Land Kärnten seiner Kontrollverpflichtung nicht nach und macht sich damit mitschuldig an der Tierquälerei, wie sie auch beim Schlachthofskandal 2015 durch den VGT aufgezeigt wurde. Und offensichtlich haben Politik und Behörden nichts dazugelernt, und sind daher verantwortlich für fürchterliches Tierleid.

Ignoranz der Regierung gegenüber Schweine-Leid

Trotz der kürzlichen Überarbeitung des Tierschutzgesetzes und der Verordnung auf Bundesebene bleibt bei den Schweinen alles gleich. ÖVP und SPÖ haben kein Problem mit den Qualen der Schweine: abgesehen von den fürchterlichen Haltungsbedingungen bleibt die blutige Kastration von Ferkeln ohne Schmerzausschaltung sowie das Abschneiden der Schwänze legal. Der VGT fordert die Bundesregierung auf, den in der österreichischen Verfassung verankerten Tierschutzgedanken ernst zu nehmen und die wirtschaftlichen Interessen nicht länger über das Wohl unserer Mitgeschöpfe zu stellen.

.

Horror-Ställe in Kärnten

.

Gruß Hubert

 

Advertisements

Disturbed – The Sound Of Silence   Leave a comment

.

Die Musik ist mein Seelentröster. Wenn ich einmal sterbe, dann will ich mit Musik ins Nichts entschwinden.

.

Disturbed – The Sound Of Silence [Official Music Video]

.

.

The Sound Of Silence

.

Hallo Dunkelheit, mein alter Freund.
Ich bin gekommen, um mit dir erneut zu sprechen,
weil eine sich sanft einschleichende Vision
ihre Samen hinterließ, während ich schlief.
Und die Vision, die in mein Hirn gepflanzt wurde,
verbleibt noch immer im Klang der Stille.

In ruhelosen Träumen ging ich allein.
Enge Straßen aus Kopfsteinpflaster.
Im Schein einer Straßenlaterne
schlug ich meinen Kragen hoch gegen die Kälte und Feuchtigkeit,
als mir ein Blitz einer Neonlampe in die Augen stach,
der die Nacht teilte
und den Klang der Stille berührte.

 

Und im bloßen Licht sah ich
zehntausend Leute, vielleicht mehr.
Leute, die reden ohne zu sprechen
Leute, die hören ohne zuzuhören.
Leute, die Lieder schrieben, die von keinen Stimmen miteinander geteilt werden.
Und keiner wagte es,
den Klang der Stille zu stören.

„Narren,“ sagte ich, „ihr wisst nicht
dass die Stille wie Krebs wächst.
Hört meine Worte, dass ich euch lehren könnte.
Nehmt meine Arme, sodass ich euch erreichen könnte.“
Aber meine Worte fielen wie stille Regentropfen
und hallten in den Quellbecken der Stille.

Und die Leute verneigen sich und beten
zu dem Neon-Gott, den sie erschufen.
Und das Schild blitzte seine Warnung heraus
in den von ihm geformten Worten.
Und das Schild sagte: „Die Worte der Propheten sind geschrieben auf den U-Bahn-Wänden und den Hausfluren der Miethäuser“ und flüsterte im Klang der Stille.

.

http://www.songtexte.com/uebersetzung/disturbed/the-sound-of-silence-deutsch-3bd63ca4.html

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. Juli 2017 von hubwen in Musik, Uncategorized

Getaggt mit , ,

„Ich bin wegen Auschwitz Politiker geworden!“   Leave a comment

.

Für Rechte ist Heiko Maas ja eine Reizfigur. Wenn ich aber dieses Interview von ihm lese, wüsste ich nicht wo ich ihm widersprechen sollte. Aber es kommt eben auf den Standpunkt an wo man selbst steht. Rechte und Linke haben völlig verschiedene Sichtweisen. Ich sehe auch nicht die Meinungsfreiheit durch ihn in Gefahr, im Gegenteil.

Die Meinungsfreiheit sehe ich in rechten Regierungen wie Ungarn und Polen in Gefahr, wo sie schon nicht mehr voll gegenben ist, von der Türkei gar nicht zu reden. Polen und Ungarn sind beides nationalkoservativ regierte Länder.
„Orban ließ mit seiner Fidesz-Regierung Ungarns öffentliche Fernseh- und Radiosender auf Parteilinie bringen. Anschließend ließ er sowohl das Verfassungsgericht als auch die Nationalbank in ihrer Autonomie einschränken.“
http://www.deutschlandfunk.de/orbans-ungarn-zwischenbilanz-einer-nationalkonservativen.724.de.html?dram:article_id=352929
Und Polens Regierung greift die Gewaltenteilung mit der Justizreform an.

Hier das Interview von The European mit Heiko Maas.

„Ich bin wegen Auschwitz Politiker geworden!

Heiko Maas (50) ist Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz. Zuvor war der gebürtige Saarlouiser stellvertretender Ministerpräsident des Saarlands. Sven Lilienström, Gründer der Initiative Gesichter der Demokratie, sprach mit Heiko Maas über Demokratie, Auschwitz und Facebook.

.

demokratie facebook heiko-maas

.
.

Herr Minister, diese Frage stellen wir all unseren Interviewpartnern – somit auch Ihnen: Welchen Stellenwert haben Demokratie und demokratische Werte für Sie ganz persönlich?

Heiko Maas: Die Demokratie ist die Schwester der Freiheit. So wie der Einzelne frei über sich selbst bestimmt, bestimmen in der Demokratie alle gemeinsam über das Zusammenleben. Das klingt natürlich in der Theorie einfacher als es in der Praxis ist, denn so verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Meinungen. Deshalb gehören zur Demokratie die Debatte, der offene Austausch und der Streit. Diese Streitkultur ist eine notwendige Voraussetzung, um tatsächlich eine Lösung zu finden, die die verschiedenen Interessen in einer Gesellschaft zum fairen Ausgleich bringt.

Trump, Erdogan und Putin: Autokratische Führungsstile feiern weltweit ein besorgniserregendes Comeback, während Demokratien im westlichen Sinne an Boden verlieren. Wie erklären Sie sich die neue Lust auf Autokraten?

Heiko Maas: Das Leben in Zeiten der Globalisierung ist unübersichtlich geworden. Viele Menschen fühlen sich durch immer schnellere Veränderungen überfordert. Die tatsächliche oder zumindest gefühlte Nähe zu Problemen und Krisen, die früher als weit weg empfunden wurden, macht vielen Menschen Sorgen. Da sehnen sich manche nach einfachen Antworten. Das machen sich Populisten zunutze, die den starken Mann mimen und den Menschen das Blaue vom Himmel versprechen.

Fast überall in Europa ist eine Zunahme rechtspopulistischer Strömungen wahrnehmbar. In Ihrem aktuellen Buch „Aufstehen statt wegducken: Eine Strategie gegen Rechts“ entlarven Sie die Methoden der neuen Rechten. Woher rührt Ihr persönliches Engagement gegen den Rechtsextremismus?

Heiko Maas: Ich beschreibe das in meinem Buch: Kurz gesagt, bin ich wegen Auschwitz Politiker geworden. Das ist mir nach und nach klar geworden. Die Empörung über die unfassbare Barbarei, die Deutsche damals begangen haben, ist bis heute mein Antrieb, mich gegen Antisemitismus, Rassismus und Angriffe auf die Menschenwürde zu engagieren. Es gibt kein Ende der Geschichte. Auch heute gibt es Gefahren für die Demokratie, denen wir uns alle entschlossen entgegenstellen sollten.

Der Bundestag hat erst kürzlich neue Sicherheitsgesetze beschlossen. Wie viel Freiheit müssen wir für unsere Sicherheit aufgeben, und ist unsere Demokratie stark genug, je nach Gefährdungslage eine temporäre Dysbalance zwischen Freiheit und Sicherheit wieder auszutarieren?

Heiko Maas: Freiheit und Sicherheit sind kein Widerspruch, sie bedingen einander. Ohne ein Leben in Sicherheit, kann sich gar keine Freiheit entfalten. Und ohne Freiheit verkümmert Sicherheit zu Willkür und Gewalt. Die vielen blutigen Anschläge der letzten Zeit – denken Sie an die Attacke in Berlin auf den Weihnachtsmarkt! – zeigen, dass wir es mit einer sehr realen Gefahr zu tun haben. Es ist unsere Verantwortung alles zu tun, was in unsere Macht steht, um solche Anschläge zu verhindern. Dafür braucht es aber nicht nur neue Sicherheitsgesetze. Mindestens ebenso wichtig ist kluge Prävention, um frühzeitig zu verhindern, dass vor allem junge Menschen in den Extremismus abgleiten. Deswegen habe ich mich immer dafür eingesetzt, dass die Mittel für Prävention kräftig erhöht werden.

Sie fordern hohe Bußgelder, falls soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube oder Twitter offensichtlich rechtswidrige Inhalte nicht innerhalb von 24 Stunden löschen. Was verstehen Sie unter „offensichtlich rechtswidrigen Inhalten“ und wie realistisch ist dieses Zeitfenster?

Heiko Maas: Soziale Netzwerke müssen sich, wie jeder andere auch, an unsere Gesetze halten. Mordaufrufe, Beleidigungen oder Volksverhetzung müssen nicht nur von der Justiz konsequent verfolgt werden. Solche strafbaren Inhalte müssten auch Facebook und Co. schon nach geltendem Recht löschen, sobald sie Kenntnis davon haben. Dieser Pflicht kommen die Plattformbetreiber allerding nur völlig unzureichend nach. Wir wollen aber endlich sicherstellen, dass diese Löschpflichten auch erfüllt werden. Offensichtlich strafbar sind solche Inhalte, bei denen keine vernünftigen Zweifel an der Strafbarkeit bestehen – etwa weil es dazu bereits gefestigte Rechtsprechung gibt. Die sozialen Netzwerke müssen hier keine vertiefte Prüfung vornehmen, sondern können die Strafbarkeit einer Äußerung in kurzer Zeit beurteilen.

Der Grat zwischen Zensur und freier Meinungsäußerung ist schmal. Anbieter sozialer Netzwerke könnten die Strafandrohungen künftig zum Anlass nehmen, Nutzer oder kritische Kommentare in großem Stil „präventiv“ zu löschen. Halten Sie diese Bedenken für gerechtfertigt?

Heiko Maas: Nein. Die Betreiber der sozialen Netzwerke haben ein wirtschaftliches Interesse an allem, was bei Ihnen erscheint. Mit jedem einzelnen Post, Tweet oder Beitrag verdienen sie Geld. Ihr eigenes wirtschaftliches Interesse spräche also dagegen, dass sie nun umfassend auch Einträge löschen, die nicht strafbar sind. Soziale Netzwerke werden auch nicht riskieren, ihre Nutzer zu verlieren, die sich sicher abwenden würden, wenn ihnen ständig zu Unrecht Einträge gelöscht würden.

Straftaten sind kein Ausdruck der Meinungsfreiheit, sondern sie sind oft – ganz im Gegenteil – Angriffe auf die Meinungsfreiheit von anderen. Mit Mordaufrufen oder Volksverhetzungen sollen Menschen eingeschüchtert und mundtot gemacht werden. Ich finde, wem wirklich am Schutz der Meinungsfreiheit gelegen ist, der darf nicht tatenlos zusehen, wie der offene Meinungsaustausch durch strafbare Bedrohung und Einschüchterung unterbunden wird. Das sollte eigentlich auch im Interesse der sozialen Netzwerke liegen.

Herr Maas, Sie sind bekennender Hobby-Triathlet. Welches Etappenziel haben Sie als nächstes ins Auge gefasst – beruflich, sportlich und privat?

Heiko Maas: Ich kandidiere für den nächsten Deutschen Bundestag, um auch als gewählter Volksvertreter für die Demokratie zu streiten. Sportlich versuche ich – trotz oder gerade wegen der vielen Termine – immer auch mal auf das Fahrrad oder zum Laufen zu kommen. Das macht den Kopf frei für neue Ideen.

Vielen Dank für das Interview Herr Maas!

Quelle: Initiative Gesichter der Demokratie

.

„Ich bin wegen Auschwitz Politiker geworden!“

.

Gruß Hubert

 

Anthony Scaramucci, der neue Sprecher   1 comment

.

Ich kann nur noch den Kopf schütteln welche Leute Trump in seinem Team hat. Der neue Sprecher ist ja unqualifiziert und benützt eine unflätige und schlüpfrige Sprache und noch viel schlimmer als der vorherige Sprecher Sean Spicer. Die Fluktuation in Trump’s Team ist schon rekordverdächtig. Leute beleidigen ist quasi der Stil im Trump-Team. Man stelle sich das mal bei einem Sprecher der Bundesregierung vor… Auf welches Niveau ist man denn nur in den USA herab gesunken? Er selbst bezeichnet seine Sprache als bunt (colorful). Wenn das die Alternative zur „alten“ Politik sein soll, na dann bravo! X mal hat er schon bekundet wie sehr er Trump liebt. Man fühlt sich zurück versetzt an Fürstenhöfe.

.

Krieg der Worte in Trumps Team

.

170722150953-anthony-scaramucci-0721-large-169

.

Mit Beleidigungen hat der neue Kommunikationschef im Weißen Haus, Scaramucci, Stabschef Priebus attackiert. In einem Telefonat soll er Priebus als „paranoiden Schizophrenen“ bezeichnet haben. Das ist nicht der einzige Machtkampf im Weißen Haus.

Der neue Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, hat derb gegen hochrangige Kollegen im Weißen Haus ausgeteilt. Das geht aus einer Mitschrift eines Telefonats hervor, die die Zeitschrift „New Yorker“ veröffentlichte.

In dem Gespräch mit einem Reporter sagte Scaramucci demnach, Trumps Stabschef Reince Priebus sei ein „verdammter paranoider Schizophrener“. Den Chefstrategen Steve Bannon überzog er mit nicht jugendfreien, unflätigen Schmähungen. Scaramucci warf Priebus das Durchstechen von Informationen an die Presse vor und äußerte die Einschätzung, dass er bald zurücktreten werde. („Einige dieser Leaks sind so verräterisch, dass man vor 150 Jahren dafür gehängt worden wäre.“ – sagte Scaramucci auch). Zudem drohte er erneut damit, alle Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung hinauszuwerfen, die nicht mit seinem Kurs einverstanden seien.

 

Nur für Erwachsene

Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte, Scaramucci habe in dem Gespräch mit dem „New Yorker“ einige „schlüpfrige“ Wörter benutzt. „Ich glaube nicht, dass er es wieder tun wird“, fügte sie hinzu. Der Kommunikationschef selbst gelobte nach der Veröffentlichung seiner Tirade Besserung: „Ich werde mich künftig zurückhalten“, schrieb er auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.

Anthony Scaramucci @Scaramucci

I sometimes use colorful language. I will refrain in this arena but not give up the passionate fight for @realDonaldTrump’s agenda. #MAGA

28.07.2017 00:23 Uhr via

Scaramucci hatte sein neues Amt als Kommunikationschef des Weißen Hauses vor einer Woche angetreten. Aus Protest gegen seine Ernennung trat Trumps bisheriger Pressesprecher Sean Spicer zurück, der in den vergangenen Monaten mit diversen Patzern für Aufsehen gesorgt hatte.

 

Zunehmender Machtkampf

Der öffentlich ausgetragene Streit wird von Beobachtern als Zeichen für einen zunehmenden Machtkampf im Weißen Haus gewertet. Scaramucci hatte schon mehrfach seine Differenzen mit Priebus öffentlich gemacht und ihre Beziehung mit der von Kain und Abel verglichen. Am Ende der biblischen Geschichte ermordet Kain den Abel. „Ich weiß nicht, ob das zu reparieren ist – das hängt vom Präsidenten ab“, sagte Scaramucci über seine Probleme mit Priebus.

Der Stabschef und auch Chefstratege Bannon hatten sich dagegen ausgesprochen, dass Trump Scaramucci anheuerte. Nach dem Rücktritt von Pressesprecher Sean Spicer und der Entlassung eines weiteren Vertrauten von Priebus im Kommunikationsteam des Weißen Hauses am Mittwoch gilt mittlerweile der Stabschef als Wackelkandidat in Trumps Regierungsmannschaft.

.

Hier weiterlesen:

Anthony Scaramucci der neue Sprecher

.

Siehe auch:

Trumps neuer Kommunikationschef

Wer ist Anthony Scaramucci?

https://www.nzz.ch/international/neuer-us-kommunikationsdirektor-wer-ist-anthony-scaramucci-ld.1307356

.

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 28. Juli 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

Getaggt mit , ,

Schleichende Islamisierung im Kampf gegen „unreine“ Tiere   1 comment

.

Das geht gar nicht. Wenn den Muslimen unsere Hunde nicht passen, dann sollen sie bleiben wo sie sind. Es hat sie ja niemand gerufen. Soll es jetzt auch einen Dschihad gegen Hunde bei uns geben? Der Islam ist klar in die Schranken zu weisen, wenn er mit so einem anmaßenden und rotzfrechen Ansinnen kommt. Wem unsere Kultur nicht passt soll dort hingehen, wo er seine Kultur ausleben kann. So ein Muslim muss dann in einem muslimischen Land bleiben!

Aus The European.

Im englischen Manchester werden seit einigen Wochen Flugblätter verteilt, die ein öffentliches Verbot von Hunden fordern. Unter dem Slogan „Zeigen Sie Respekt für uns und unsere Kinder und begrenzen die Anwesenheit von Hunden in der Öffentlichkeit“ fordert die moslemische Kampagnengruppe „Öffentliche Reinheit“ zum radikalen Hundeverbot auf.

.

.

Hunde haben – anders als in Deutschland – im klassischen Islam keinem besonderen Stellenwert. Ihre Haltung ist lediglich außerhalb des Hauses gestattet. Die Vorstellung vieler praktizierender Muslime geht davon aus, dass der Kontakt mit den Tieren unrein macht. Besondere Angst haben viele Gläubige vor dem Speichel – die Berührung gilt als völliges Tabu. Muslime müssen nach dem Kontakt mit Hunden rituelle Waschungen vollziehen, bevor sie zum Gebet in die Moschee gehen.

Nach einer religiösen Vorstellung betritt kein Engel das Haus, wenn sich ein Hund darin aufhält. Grund für die geringe Meinung gegenüber Hunden ist eine unglückliche Begegnung des Propheten Mohameds. „Qalb ibn qalb“, deutsch „Hund, Sohn eines Hundes“ ist daher eines der beleidigendsten Schimpfworte der arabischen Welt.

Aus vielen arabisch-muslimischen Ländern sind Videos bekannt, wo immer wieder grausamste Misshandlungen gegenüber Tieren gezeigt werden. Brutale Tierquälereien prägen oft den Alltag.

Überfall auf Hundebesitzerin

Aber auch in Europa kommt es immer öfter zu Gewalttaten gegenüber Hunden – insbesondere in Städten mit einem hohen Muslim-Anteil. Wie die „Kronenzeitung“ jetzt berichtet, wurde jüngst eine „54jährige Hundebesitzerin vor ihrem Gartentor von einer muslimischen Somalierin niedergeschlagen. Ein Hund der Wienerin war ihr nahe gekommen.“ Der Ehemann der Angreiferin fügte hinzu: „Wir wollen keine Hunde, die sind schmutzig“.

Im englischen Manchester werden seit einigen Wochen Flugblätter verteilt, die ein öffentliches Verbot von Hunden fordern. Unter dem Slogan „Zeigen Sie Respekt für uns und unsere Kinder und begrenzen die Anwesenheit von Hunden in der Öffentlichkeit“ fordert die moslemische Kampagnengruppe „Öffentliche Reinheit“ zum radikalen Hundeverbot auf.

.

Schleichende Islamisierung im Kampf gegen „unreine“ Tiere

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 28. Juli 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

Getaggt mit , ,

Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere?   Leave a comment

.

Leider muss man feststellen, dass der Kirche die Tiere vollkommen egal sind. Sie schweigt zu den größten Verbrechen, die an Tieren begangen werden. Deswegen ist auch der Namensgebung für den Papst vollkommen fehl am Platz, denn Franziskus war der einzige, der Tiere als seine Brüder und Schwester bezeichnete. Heute heißt es aus dem Vatikan: „In der Kirche haben Tiere keinen Platz.“

Aus theologe.de

Die „ketzerischen“ Lehren des Franziskus über Bruder Sonne und Schwester Mond

Franz von Assisi war auch ein Freund der Tiere und der Natur, und er schrieb den bekannten „Sonnengesang“ über „Bruder Sonne“. Darin hat Franz auch „Schwester Mond“ und die Sterne gepriesen, „Bruder Wind“ und „Schwester Wasser“.

Im Gegensatz dazu lehrt die katholische Kirche bis heute verbindlich, und wir zitieren dazu aus der offiziellen römisch-katholischen Dogmensammlung von Heinrich Denzinger den Lehrsatz Nr. 408: „Wer sagt oder daran festhält, der Himmel, die Sonne, der Mond, die Sterne … seien irgendwelche beseelten oder vernunftbegabten [wörtlich: „logikas“] Kräfte, der sei mit dem Anathema belegt“, was bedeutet „der sei ewig verflucht und verdammt.“ (Heinrich Denzinger, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Enchiridon symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei et morum, 42. Auflage, Freiburg 2009, erweitert von Peter Hünermann)
Dieser Lehrsatz wurde auf der Synode von Konstantinopel im Jahr 543 beschlossen und vom Papst bestätigt.

Wenn aber jetzt jemand wie Franziskus von Assisi kommt und sagt, die Sonne und das Wasser, das sind meine Brüder, der Wind ist meine Schwester, die Erde meine Mutter, dann hätte ihn die Kirche wegen dieser Aussage gemäß ihrer Lehre und ihren damaligen Maßstäben eigentlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen müssen.

[…]

Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere? 

.

Franz von Assisi lebte im Gegensatz dazu die innere Religion des freien Geistes, aber die äußere Macht- und Gewaltkirche vereinnahmte ihn. Seit 1980 ist Franziskus in der katholischen Kirche nun auch noch ganz offiziell der „Patron der Umwelt- und Tierschützer“.
Und von ihm ist auch folgende Aussage überliefert: „Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.“ (http://www.aphorismen.de/zitat/110642)

 

Da Papst Bergoglio sich Franziskus nun als Namensgeber und Vorbild wählte, müsste das nicht auch tief greifende, spürbare Veränderungen in der Kirche gegenüber den Tieren bewirken?

Doch wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere in den qualvollen Massentieranlagen oder den Tierversuchsanstalten? Wo bleibt die Hilfe, wenn die Tiere im Schlachthof um ihr Leben schreien? Wo bleibt die Hilfe für die Tiere in Wald und Flur, die auf Futtersuche zu Millionen angeschossen und erschossen werden?

Der Segen der Priester für bei einer Treibjagd erschossene Tiere kann ja in diesem Sinne kein „Beistand für die Tiere“ sein. Denn nach kirchlicher Lehre kommen Tiere nach ihrem Tod ja nicht in einen Himmel, sondern sie gehen beim Sterben angeblich komplett zugrunde.

Wenn ein Tier in Bedrängnis laut Franz von Assisi aber „Recht auf Schutz“ hat, was ist dann mit dem Katechismus der Katholischen Kirche, der Tierversuche in angeblich „vernünftigen Grenzen“ erlaubt? Und da in der Regel keine kirchlichen Proteste erfolgen, sind damit derzeit wohl nahezu alle gemeint, alleine in Deutschland 2,9 Millionen Tierversuche zu Forschungszwecken im Jahr 2012 (spiegel.de, 16.11.2012).

Und weiter heißt es im Katechismus: „Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen“ (Nr. 2417). Wo bleibt dann hier aber das angebliche „Recht auf Schutz“?
Oder ist der Name Franziskus für einen Papst auch im Hinblick auf die Tiere nur Täuschung, um manche Gemüter zu beschwichtigen? Und so mancher spricht dabei im übertragenen Sinne gar von einer „Franziskus-Lüge“, weil er auch hier etwas völlig anderes repräsentiert als das, wofür der echte Franziskus einstand.

Schluss mit den Kadavermahlen der Kardinäle! 

Dazu ein weiterer Aspekt: Franz von Assisi hat als Vegetarier viele Tiere auch davor geschützt, vom Menschen geschlachtet und als Kadaver verspeist zu werden. Für einen Papst, der sich nach ihm benennt, sollte das bedeuten: Schluss mit den Kadavermahlen für die Kardinäle! Schluss mit den Kadavermahlen im Vatikan! Das müsste doch eigentlich selbstverständlich sein, dass der Papst mit dem Fleischkonsum der Bischöfe und Kardinäle zunächst in Rom Schluss macht; und dass er dann natürlich auch alle seine Gläubigen aufruft, die Tiere als Brüder und Schwestern zu achten, wie es Franz von Assisi tat, und sie folglich nicht mehr zu quälen oder töten zu lassen.

Denn gemäß den Lehren von Franz von Assisi sind alle Geschöpfe Gottes gleichsam auch Gottes Kinder, weswegen er auch Tiere als Brüder und Schwestern bezeichnete. Bekannt ist die Geschichte, in der er einen wilden Wolf gezähmt haben soll („Der Wolf von Gubbio“). Das heißt, er hat das Vertrauen der Tiere gewonnen.
Wenn sich der Führer der Kirche nach Franz von Assisi benennt und dies ernst nehmen würde, dann müsste er jetzt auch hier Farbe bekennen!

 

Papst ging als Kardinal zu Fuß – das ist doch angeboren 

Nun erscheint aber gerade der im Jahr 2013 gewählte Papst Bergoglio als ein Mann, der nicht abgehoben wirkt, sondern als volksnah gilt. Es heißt, er habe schon als Erzbischof auf viele Privilegien verzichtet, so zum Beispiel auf einen Dienstwagen und einen Chauffeur. Stattdessen wäre er U-Bahn oder Bus gefahren oder sei gar zu Fuß gegangen.
Doch was ist denn eigentlich so besonders daran, dass ein Kardinal hin und wieder zu Fuß zur Arbeit geht? Ist das nicht angeboren, dafür haben wir doch unsere Füße. Aber man muss es extra erwähnen. Warum? Weil man gewohnt ist, dass sich die Würdenträger mit der Sänfte herumtragen lassen oder heute mit dem Papamobil chauffiert werden. Deshalb gilt es schon als Fortschritt, wenn ein Kardinal hier und da zu Fuß geht. Dies zeigt doch die ganze „Abartigkeit“ und den moralischen Stand, auf dem diese Kirche steht!
Übrigens: Als so genannter „Provinzial“, also Jesuitenführer von Argentinien, ging Jorge Bergoglio kaum zu Fuß, sondern ließ sich fast überall mit seinem Dienstwagen hin befördern. („La patota salió del Colegio Máximo“, pagina 12, 2.5.2010)

„Es ist ganz gleich, wer obenauf sitzt“

Der preisgekrönte Historiker Karlheinz Deschner wurde im Jahr 1990 einmal gefragt: „Halten Sie eine Gesundung der Kirche durch neue Ideen und Reformpäpste für unmöglich?“
Und Karlheinz Deschner hat darauf wie folgt geantwortet: „Ja, allerdings. Das halte ich angesichts dieser zweitausendjährigen Geschichte für gänzlich ausgeschlossen. Und nicht nur für ausgeschlossen, ich halte es gar nicht für wünschenswert. Denn selbst wenn – ein utopischer Gedanke – die … Kirchen sich im nächsten Jahrhundert zu ethisch intakten Gemeinschaften entwickelten, so bliebe doch ihre Dogmatik, ihre Glaubensgrundlage, ein Gespinst aus Lug und Trug.“ (Interview mit der Zeitung El Independiente vom Sommer 1990, zit. nach Karlheinz Deschner, Oben ohne, Für einen götterlosen Himmel und eine priesterfreie Welt, Reinbek 1997, S. 352)
Und weiter: „Auf solchem Riesenberg von Verbrechen und Betrug ist es ganz gleich, wer obenauf sitzt und regiert. Auch der Beste könnte nichts anderes daraus machen.“ (S. 355)

.

Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere?

.

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 27. Juli 2017 von hubwen in Kirchenkritik, Uncategorized

Getaggt mit ,

Ode auf Wolfgang Bosbach   Leave a comment

.

Ich schätze Wolfgang Bosbach schon seit langem. Er ist nicht laut, nicht effekthaschend, auf Ausgewogenheit bedacht. Nichts desto trotz steht er klar zu seinen Überzeugungen. Besonders eine Aussage von ihm gefällt mir:
„Ich habe eine feste Überzeugung, aber ich verlange von niemandem, dass er sie teilt.“ Er bringt Andersdenkenden und der Opposition großen Respekt entgegen. Leider tritt er bald von der politischen Bühne ab.
Dies sage ich, obwohl ich kein CDU-Wähler wäre, wenn ich in Deutschland leben würde. Die CDU/CSU ist mir zu wirtschafts-nahe und auch oft zu konservativ und das christliche Weltbild ist sowieso nicht meines.

Aus n-tv.de

Dieser Mann ist ein Phänomen

Ein Gastbeitrag von Burkhard Lischka

Wolfgang Bosbach verlässt nach 23 Jahren den Bundestag. Sein SPD-Kollege Burkhard Lischka schreibt bei n-tv.de über ihr besonderes Verhältnis, eine Merkel-Saftpresse und gemeinsame Urlaubspläne.

Selbst als Bundestagsabgeordneter ist man ja vor Kulturschocks nicht gefeit. Ich erlebte meinen persönlichen beim Wechsel vom Rechts- in den Innenausschuss vor knapp drei Jahren. Da saß dieser charmante Dompteur im grauen Anzug und pastellfarbenen Hemd und sagte Sätze, die mit „Mensch, Ulla“ oder „lieber Volker“ begannen. So viel Feinfühligkeit gegenüber der Opposition, noch dazu im Innenausschuss des Bundestages – das war selbst für einen ehemaligen Rechtspolitiker mit dem Hang zum Florett statt zum Säbel irritierend.

Dabei blieb es nicht: Denn ohne viel Gemurre beendeten auch streitbare Kollegen wie die erwähnte Ulla Jelpke von den Linken oder Volker Beck von den Grünen jede noch so heftige Debatte, wenn Wolfgang Bosbach nur milde lächelnd und mit väterlichem „Du“ darum bat. Der Mann war und ist ein Phänomen. Ein Menschenfischer, ja.

Aber auch einer, der für seine Überzeugung zwar alles tut, nur eines nicht: andere zwanghaft bekehren. Bosbach nimmt einen ein, ohne zu vereinnahmen.

„Ich habe eine feste Überzeugung, aber ich verlange von niemandem, dass er sie teilt.“

Dieser Satz von Wolfgang Bosbach wird mir wohl nie aus dem Kopf gehen. Ich teile viele seiner Ansichten nicht, aber es gibt nur wenige Politiker, die ich dafür so schätze wie ihn. Als wir ihn im Sommer 2015 als Vorsitzenden des Innenausschusses verabschiedeten, bekam Tennisspieler Bosbach von den SPD-Abgeordneten im Ausschuss ein paar Utensilien für seinen Sport geschenkt: eine neue Tasche, fußballfeldgroße Handtücher und – eine Merkel-Saftpresse. Als Metapher und Erinnerung, wer an seiner Demission als Vorsitzender des Innenausschusses nicht ganz unschuldig war. Die Kanzlerin hatte sich für ein weiteres Rettungspaket für Griechenland ausgesprochen – ich im Übrigen auch – und Wolfgang Bosbach dagegen.

Ganz persönlich hatte ich mir daher vorgenommen, Bosbachs Hellenismus-Phobie zu behandeln. Zunächst mit einem gemeinsamen Besuch bei meinem Lieblingsgriechen, einem überzeugten Tsipras-Anhänger. In der Psychologie nennt man das wohl Konfrontationstherapie. Tsatsiki, Souflaki und Ouzo verfehlten ihre Wirkung nicht, am Ende dieses Abends waren wir nicht nur beim „Du“, sondern bereits in die Planung eines gemeinsamen Griechenland-Urlaubs eingestiegen.

Die anregendsten und berührendsten Autofahrten meines Lebens

Richtig kennengelernt habe ich Wolfgang Bosbach dann aber erst während mehrstündiger Autofahrten von Berlin in meinen Wahlkreis Magdeburg und zurück. Bosbach war dort zunächst Gast in meiner Talkrunde „Lischka trifft“, einige Monate später interviewte ich ihn zu seinem neuen Buch. Auf diesen Touren auf der staugeplagten A2 – wir hatten also viel Zeit zum Reden – weihte mich Bosbach in viele, mir noch unbekannte Geheimnisse des Berliner Politikbetriebes ein.

Für mich waren es die anregendsten und berührendsten Autofahrten meines Lebens. Bosbach erzählte auf diesen Fahrten auch so manche Anekdote und verriet mir sein Erfolgsrezept gegen Wutbürger. Diese ruft er mit Vorliebe nachts um halb zwölf aus seinem Wahlkreisbüro an, bevor für ihn ein langer Arbeitstag endlich zu Ende geht. „Wie, Sie schlafen schon?“, mimt Bosbach dann erstaunt, wenn der Angerufene nach Bosbachs aktuellem Geisteszustand fragt. Und dann feixt er sich eins.

Im Herbst vergangenen Jahres erhielt Wolfgang Bosbach den Politik-Award für sein Lebenswerk. Und während andere Geehrte Laudatoren der Hautevolee der Bundespolitik aufboten, wünschte sich Bosbach eine Festrede von mir, dem Sozen aus der dritten Reihe. Wo er mit Sicherheit die Kanzlerin hätte bekommen können. Das war Ehre und Anspruch zugleich – und Momente voller Emotionen. Denn im Publikum saßen Bosbachs Frau, eine seiner drei Töchter und seine Mutter.

Nach Bosbachs letzter Rede im Bundestag vor wenigen Wochen haben wir übrigens unsere Griechenland-Pläne konkretisiert: Nächsten Sommer geht es für ein paar Tage nach Chalkidiki.

Burkhard Lischka ist Bundestagsabgeordneter der SPD

.

Ode auf Wolfgang Bosbach

.

Einen letzten Appell richtet er an alle Bundestagskollegen: „Euch allen wünsche ich für die Zeit, die kommt, bei aller Härte der Auseinandersetzung im Wahlkampf: Geht immer ordentlich miteinander um. Danke!“ Alle Fraktionen applaudieren, sogar die Linken. Bosbach geht ein letztes Mal den Weg vom Podium zu seinem Platz. Er, der angriffslustige und oft scharfe Redner, ist sichtlich bewegt.

http://www.n-tv.de/politik/Am-Ende-bricht-Bosbach-die-Stimme-weg-article19871591.html

.

Hier noch 2 Videos von Bosbachs letzten Reden im Bundestag. (zur Verfügung gestellt von Sabine)

 


https://www.4shared.com/video/RHm4nTIeca/Wolfgang_Bosbach_letzte_Rede.html
https://www.4shared.com/web/embed/file/RHm4nTIeca
.

https://www.4shared.com/video/iYh1k6Xtei/Wolfgang_Bosbach_will_noch_etw.html
https://www.4shared.com/web/embed/file/iYh1k6Xtei
.

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 27. Juli 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

Getaggt mit , ,