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Das immense Leiden von Kälbern   Leave a comment

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Aus der SZ

Durst, Panik, Quälerei

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Tiertransport
Sie lecken an Metallstangen, brüllen, leiden unter Durst: Kälbertransport in Schleswig-Holstein. (Foto: Ulrich Perrey/dpa).
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  • Männliche Kälber der Milchkuh erfüllen keinen Zweck, sie geben später keine Milch und für die Fleischproduktion werden sie nicht schnell genug fett.

    • Oft werden sie mit dem Laster quer durch Europa transportiert, zu großen Anlagen, die auf die Aufzucht der mageren Milchkuhkälber spezialisiert sind.

    • Eine Recherche der Süddeutschen Zeitung zeigt, dass die Transportzeiten in diesem und im vergangenen Jahr dabei dutzendfach überschritten wurden.

    Die Kälber der Milchkuh sind ein Abfallprodukt der Milchindustrie. Sie sind mager, setzen nicht viel Fleisch an, und es gibt sie so zahlreich, dass sie mitunter verramscht werden.

Am schlimmsten steht es derzeit um das männliche Kalb der Kuhrasse Holstein-Schwarzbunt. Das Kalb ist billiger als ein zehn Wochen altes Ferkel, obwohl es mehr als das Doppelte wiegt. Es kostet im Schnitt gerade einmal 52 Euro. Männliche Kälber der Milchkuh erfüllen keinen Zweck, sie geben später keine Milch und für die Fleischproduktion nutzt man Rassen, die schneller fett werden. Noch wertloser aber sind die weiblichen Kälber, die nicht für den Bestandserhalt gebraucht werden. Gerade einmal knapp neun Euro bekommt ein Landwirt im Schnitt für das weibliche schwarzbunte Kalb. Für besonders schwache Tiere: gar nichts.

Das Angebot der Kälber in Deutschland ist groß. Nirgendwo sonst in der Europäischen Union gibt es so viele Milchkühe wie in der Bundesrepublik, es sind mehr als vier Millionen Tiere. Damit die Kuh Milch gibt, muss sie im Schnitt pro Jahr ein Kalb gebären. Oft beginnt die Reise der Kälber quer durch Europa, wenn sie gerade einmal zwei bis sechs Wochen alt sind. In den Niederlanden oder Spanien etwa hat man sich in großen Anlagen auf die Aufzucht der mageren Milchkuhkälber spezialisiert. Für die jungen Tiere sind die Fahrten eine Tortur. Die Kälber leiden mitunter Durst, lecken an den Metallstangen, brüllen. In der Praxis dauern die Fahrten zudem oft länger als es die EU-Verordnung erlaubt.

Eine Recherche der Süddeutschen Zeitung zeigt, dass die Transportzeiten in diesem und im vergangenen Jahr allein in Bayern und in Baden-Württemberg dutzendfach überschritten wurden, etwa in Ravensburg, im Oberallgäu und im Unterallgäu. Die Landratsämter versichern, man habe die Rechtsverstöße mit Bußgeldern oder Verwaltungsverfahren geahndet.

Die Tiere sollen beim Transport Pausen bekommen, doch das ist kaum möglich

Wenige Wochen alte, sogenannte „nicht abgesetzte Kälber“ müssen ihr Ziel innerhalb von 19 Stunden erreichen, und sie müssen auf der Fahrt mindestens einmal eine Ruhepause haben, um getränkt und gegebenenfalls auch gefüttert zu werden. So steht es in der Verordnung der EU, die den Transport der Tiere regelt.

Die jungen Kälber können die Tränken für erwachsene Milchkühe aber nicht bedienen, sie brauchen zum Trinken verformbare Gummizitzen, an denen sie saugen können. Es gibt aber überhaupt kein Fahrzeug, das den jungen Kälbern ein arteigenes Trinken ermöglicht, heißt es im Handbuch für Tiertransporte der Bundesländer.

Bisher hat man sich in Bayern mit einem Hilfskonstrukt beholfen, um die Tiere zu versorgen. Die Kälber mussten nach neun Stunden Fahrt einmal an einer Versorgungsstation etwa in Frankreich abgeladen werden und sollten eine Stunde lang getränkt werden. Das ist für die Tiere nicht nur eine Farce, es ist auch logistisch kaum machbar. Die Laster transportieren oft weit mehr als hundert Kälber. Wie soll der Kraftfahrer diese innerhalb von einer Stunde ausladen, tränken und wieder einladen?

Der bayerische Umweltminister hatte nun vor einigen Wochen eine Idee, wie man die sperrige EU-Verordnung zu Gunsten der Transportunternehmen auslegen und das Zeitproblem beheben könnte. Im Juni schlug Thorsten Glauber der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vor, die Pausen der Fahrt einfach nicht zu berechnen, um mehr Zeit für die Versorgung der Tiere zu haben. Eine Beispielrechnung könnte dann so aussehen: Der Transporter fährt neun Stunden, macht vier Stunden Pause und fährt wieder neun Stunden, das Ergebnis wäre eine Gesamtfahrtzeit von 22 Stunden, berechnen will Glauber aber nur 18, weil die Pause nicht zählt. Er begründet den Vorschlag mit „Tierschutzaspekten“.

Ohne Langzeittransporte kommt die Landwirtschaft nicht mehr aus. Zu stark ist die Spezialisierung

Die vorgeschriebenen Höchsttransportzeiten der EU aber haben ihre Gründe. Die Fahrten sind sehr belastend für die Tiere, sie leiden Angst und enormen Stress. Iris Baumgärtner von der Animal Welfare Foundation hat in den vergangenen Jahren in Spanien und in anderen Ländern Europas Tiertransporte der Holsteinkühe dokumentiert. Sie habe erlebt, wie schwache Kälber wie Sandsäcke ab- und aufgeladen wurden – und kein Tierarzt die Tiere von ihrer Qual erlöste. Wenn die Kälber durstig seien, sagt sie, „werden sehr junge Kälbchen dann von stärkeren niedergetrampelt“. Durch die extreme Spezialisierung komme die derzeitige Landwirtschaft überhaupt nicht mehr ohne Langzeittransporte aus, sagt Iris Baumgartner.

Vor 50 Jahren konnte eine Kuh noch beides, Milch geben und Fleisch ansetzen. Heute aber hat man die Tiere so gezüchtet, dass sie entweder viel Milch geben oder schnell kräftig werden. „Die Situation mit den Kälbern aus der Milchindustrie ist symptomatisch für die verfehlte Landwirtschaftspolitik der EU“, sagt Iris Baumgärtner. Mehrmals habe sie beobachtet, wie die Tiere an den Abladestellen, in denen die Kälber auch aus anderen Ländern der EU auf dem Weg nach Spanien landen, nicht einmal abgeladen wurden. „Die Transporter parkten bis zu drei Stunden auf dem Hof einer Versorgungsstelle in Frankreich. Die Kälber haben sich die Seele aus dem Leib gebrüllt und wurden nicht versorgt.“

Wie viele Kälber in den vergangenen Jahren in zu langen Fahrten von Bayern nach Spanien transportiert wurden? Wie oft gegen die EU-Verordnung verstoßen wurde? Dazu liegen leider weder dem bayerischen Ministerium noch der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Zahlen vor. In ihrem Antwortschreiben an den bayerischen Staatsminister Glauber aber machte Julia Klöckner deutlich, dass die Pausen zur Transportzeit dazugehören. Die angedachte Verlängerung der Gesamtfahrzeit scheine ihr „mit Blick auf die Ziele und Grundsätze der Verordnung tierschutzrechtlich zumindest sehr fragwürdig“, schreibt Klöckner im August an das bayerische Umweltministerium. Mit der Verlängerung der Gesamttransportzeit würde sich auch der Zeitraum der enormen Belastung für die Tiere erhöhen. Der Transport weniger Wochen alter Kälber von Bayern nach Spanien in mehr als 19 Stunden scheine ihr mit der Verordnung „nicht vereinbar“ zu sein. Kleinlaut antwortet das bayerische Staatsministerium auf Anfrage, man werde sich an die Rechtsauslegung des Bundesministeriums halten.

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Das immense Leiden von Kälbern

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 21. September 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Ostallgäu: Kühe an der Kette, aber „kein Handlungsbedarf“   Leave a comment

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Es ist grausam wenn man sich vorstellen müsste an einer Stelle sein Leben zu verbringen, ohne Möglichkeit ein paar Schritte zu gehen. Genau so ist es aber in der Anbindehaltung.

Von abendzeitung-muenchen.de

„Soko Tierschutz“ ist entsetzt

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Besagter Stall im Ostallgäu. Foto: Soko Tierschutz

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Sie stehen in ihrem eigenen Dreck, müssen an eine graue Wand starren. Diese Bilder stammen aus dem Allgäu. Was sagen die Behörden und der Bauernverband dazu?

Memmingen – Ein Foto erhitzt die Gemüter. Es zeigt Milchkühe in einem Stall im Ostallgäu, kurz angebunden, in Kot stehend oder liegend, mit direktem Blick auf eine verdreckte und fensterlose Wand. Ist das der Alltag auf Bauernhöfen oder nur ein Ausnahmefall?

Als der Verein „Soko Tierschutz“ vor zwei Jahren das Foto im Internet veröffentlichte, setzte ein regelrechter Shitstorm ein. „Uns wurde unterstellt, dass das Foto manipuliert ist, dass es vor Jahrzehnten entstanden ist, dass es einen osteuropäischen Betrieb zeigt. Wir wurden angefeindet, beleidigt, bedroht“, beschreibt Friedrich Mülln von der Soko Tierschutz den Inhalt von unzähligen Kommentaren, die auf den Verein niederprasselten.

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Dieses Foto hat der Verein im Jahr 2017 gemacht - die Unterschiede sind marginal.
Dieses Foto hat der Verein im Jahr 2017 gemacht – die Unterschiede sind marginal. Foto: Soko Tierschutz

Zustände sind „skandalös“

Jetzt, genau zwei Jahre später, haben die Tierschützer den Bauernhof wieder besucht und erneut Fotos aus der gleichen Perspektive gemacht. Die Unterschiede sind minimal, die Zustände, die die Aktivisten als „skandalös“ bezeichnen, unverändert.

Mülln hat die Bäuerin, die die Kühe hält, beim Veterinäramt Ostallgäu angezeigt. Um Behauptungen vorzubeugen, dass der Stall im „Niemandsland“ steht, hat er den aktuellen Fotos auch noch die exakten Koordinaten zum Standort hinzugefügt. Das Veterinäramt, angesiedelt beim Landratsamt Ostallgäu, hat offensichtlich weniger Zweifel an der Authentizität der Milchkühe-Fotos. „Wir werden den Vorwürfen nachgehen“, erklärt Regierungsdirektor Ralf Kinkel beim Landratsamt Abteilungsleiter für Kommunalrecht, Sicherheit und Verbraucher.

Die Überzeugung, dass die Anbindehaltung von Milchkühen, also deren Fixierung, eine Form von Tierquälerei darstellt, teilen alle relevanten Tierschutzorganisationen. Das Fazit von Friedrich Mülln fällt entsprechend kühl aus. „Berechnet auf die Größe der Tiere“, sagt er, „haben Milchkühe in Anbindehaltung weniger Bewegungsfreiheit als Käfighühner.“

 

Tausende bayerische Betriebe halten Tiere in Anbindehaltung

Für den Bayerischen Bauernverband ist die Anbindehaltung zwar ein Thema, mit dem sich betroffene Betriebe langfristig auseinandersetzen müssten, aber keins mit dringendem Handlungsbedarf. Eine gesetzlich festgelegte Frist für ein Ende der Fixierung der Tiere wäre dem Bauernverband mehr als ein Dorn im Auge, wie aus verschiedenen Erklärungen hervorgeht.

Nach Angaben des Verbands hält rund die Hälfte der 30.000 Milchviehbetriebe in Bayern die Tiere in Anbindehaltung. Und der Bauernverband, wie auf dessen Internetauftritt nachzulesen ist, ist sich in einem Punkt auch sicher: „Die Ställe mit Anbindehaltung entsprechen dabei den gesetzlichen Anforderungen.“ Auch der Hof im Ostallgäu?

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Ostallgäu: Kühe an der Kette, aber „kein Handlungsbedarf“

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 19. September 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Hunde und Katzen leiden für Bayer & Co / PETA DE   Leave a comment

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Woher nimmt der Mensch die Berechtigung Tiere auf grausamste Weise zu quälen. Das ist reines Machtdenken und ohne jede Moral und Ethik.

Fordern Sie Bayer und Novartis dazu auf, die grausamen Versuche nicht länger zu unterstützen.

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Hunde und Katzen leiden für Bayer & Co / PETA D

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. September 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Autoleder: Rinder werden für Leder in Autos gequält   Leave a comment

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Man denkt als Verbraucher oft nicht nach welche Tierqual bei manchen Produkten bestehen. Zum Beispiel bei Autoleder – auch welche Mengen es da braucht.

Aus Peta.de

Was ist der wahre Preis von Leder? PETA deckte zusammen mit der Nichtregierungsorganisation Repórter Brasil die tierquälerischen Zustände auf mehreren Rinderfarmen in Brasilien auf, die JBS S. A. beliefern – den größten Lederverarbeiter der Welt.

Die Videoenthüllung zeigt, dass Arbeiter sanftmütige Kühe und Bullen im Gesicht brandmarkten, die Tiere schlugen und ihnen mit ElektroschocksSchmerzen zufügten, bevor sie schließlich geschlachtet und zu Lederausstattungen der weltgrößten Autohersteller verarbeitet wurden.

Man benötigt zwei bis drei Kuhhäute, um das Interieur eines durchschnittlichen Autos mit Leder auszustatten. Sehen Sie, was Sie möglicherweise unterstützen, wenn Sie ein Auto mit Sitzen, Lenkrad und Schaltknüppel aus Leder von Firmen wie Opel kaufen.

Kälber werden ihren Müttern entrissen

Ein Kuhleben in Brasilien ist kurz und schmerzvoll. Ein Augenzeuge sah, wie Arbeiter den Kuhmüttern ihre Kälber entrissen und sie gewaltsam zu Boden drückten, indem sie ihnen den Hals umdrehten. Ein Kalb wurde an den Ohren und am Schwanz gezerrt, um das Tier zum Weitergehen zu bewegen. Außerdem gehört es zum Standardprozedere der Arbeiter, den Tieren ohne Schmerzmittel Löcher in die Ohren zu stanzen.

Schmerzhafte Brandmarkung im Gesicht

Um die Kälber zu markieren, warfen die Arbeiter einer Zulieferfarm von JBS die Jungtiere auf den Boden und drückten ihnen ein heißes Brandeisen ins Gesicht. Die Kälber erhielten dabei keinerlei Schmerzmittel. Dieses Vorgehen entspricht nicht einmal den minimalen Tierschutzempfehlungen des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums. Ältere Kühe wurden in einen Gang gezwängt. Dort gerieten sie in Panik und traten um sich, als die Arbeiter ihnen das Brandzeichen auf den Rücken setzten.

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Panik, Schläge und blutende Wunden

Um die Tiere besser im Griff zu haben, zwängte man sie auf den Farmen in enge Gänge. Durch diese Beengtheit gerieten die Kühe so in Panik, dass sie auf ihre Artgenossen trampelten. Dann traten die Arbeiter auf die Tiere ein und zerrten sie an Ohren und Schwanz. In ihrer Verzweiflung versuchten einige Kühe sogar, über den Zaun zu springen, um zu entkommen. Der Augenzeuge sah außerdem ein Kalb mit schwerem Madenbefall, eine Kuh mit einer Schwellung am Kopf und Kühe mit offenen, blutenden Wunden.

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Elektroschocks auf dem Weg zum Schlachthof

Wenn die Kühe ca. drei Jahre alt sind, werden sie zu Schlachthöfen von JBS gebracht. Arbeiter traktieren die Tiere im Bereich um den Anus mit Elektrostäben und Stöcken mit Metallspitzen, damit sie auf die engen Schlachthaustransporter gehen.

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So werden Kälber für Auto-Innenausstattungen gequält / PETA

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Autoleder: Rinder werden für Leder in Autos gequält

Stoppt die Fuchsjagd!   Leave a comment

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Es ist ein Skandal wie Jäger mit Füchsen umgehen. Leider haben Jäger einflussreiche Befürworter in Politik und Wirtschaft, weil viele davon selbst Jäger sind. Es werden viele Unwahrheiten von Jägern über die Füchse verbreitet.

Von Peta.de

Auszug.

Als Freizeitbeschäftigung töten Jäger jedes Jahr bundesweit bis zu einer halben Million Füchse auf grausamste Weise – viele der Tiere werden „nur“ angeschossen oder in Fallen regelrecht zerquetscht und verstümmelt. Füchse dienen den Jägern als lebendige Zielscheibe; es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Die Politik muss endlich handeln und dem sinnlosen Töten der nützlichen Tiere ein Ende setzen.

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„Füchse lernen schnell, erfassen Zusammenhänge und können ihr Wissen dann in raffinierte Strategien umsetzen, die ihnen das Überleben in vielen Situationen sichern. […] Es gibt beispielsweise Füchse, die sich tot stellen, um Krähen anzulocken, die sie dann im richtigen Moment schnappen.“ (Prof Dr. Dr. Herzog, TU Dresden)

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Bewiesen: Die Fuchsjagd ist unnötig und kontraproduktiv

Dass die Jagd auf Füchse unnötig ist und sich vielmehr kontraproduktiv auswirkt, wurde längst durch umfangreiche wissenschaftliche Literatur dargelegt. So kommen englische Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Jagd auf Füchse keinen merklichen Effekt hat; vielmehr regulieren sich Fuchspopulationen aufgrund von Nahrungsverfügbarkeit und Sozialgefüge von selbst [6] [7]. Die Jagd hingegen zerstört die stabilen Sozialstrukturen, was bei Füchsen zu erhöhter Fortpflanzung und zur Wanderung einzelner Tiere führt. Verluste in der Population werden somit rasch durch Nachkommen und Zuwanderung wieder ausgeglichen oder gar überkompensiert. Auch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen im Nationalpark Bayerischer Wald belegen die Sinnlosigkeit der Fuchsjagd. In dem 24.000 Hektar großen Waldgebiet werden Füchse seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bejagt. Das Ergebnis: Die Füchse im Nationalpark bekommen sogar weniger Nachkommen als die bejagte Population im angrenzenden Landkreis. Dies führen die Wissenschaftler unter anderem darauf zurück, dass es sich im Bayerischen Wald um eine stabile Fuchspopulation handelt, die keinem menschlichen Jagddruck unterliegt. Sie weisen zudem darauf hin, dass wenig bejagte Fuchspopulationen grundsätzlich weniger Nachkommen produzieren und ihr Durchschnittsalter höher ist [8]. Aus wildbiologischer Sicht gibt es keinen nachvollziehbaren Grund für die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Im Gegenteil, die Fakten sprechen für ein flächendeckendes Verbot der Fuchsjagd.

Die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch Füchse ist nahezu auszuschließen

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Deutschland ist gemäß der WHO seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut [9]. Durch die intensive Bejagung war es nicht möglich, die Tollwut zu bekämpfen – dies gelang erst durch den großflächigen Einsatz tierfreundlicher Impfköder [2] [10]. Der Fuchsbandwurm zählt laut Prof. Brehm vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg zu den seltensten Parasitosen Europas [11]. Eine Ansteckung des Menschen findet ausschließlich über den Kontakt der Bandwurmeier mit dem Mund statt. Diese befinden sich in den Ausscheidungen des Wirtes [12]. Im Jahr 2015 lag die Neuerkrankungsrate bei 0,00005 Prozent (45 Erkrankungen bei 82 Millionen Einwohnern) – sogar das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden, ist höher [13]. Aufgrund des direkten Kontakts mit Füchsen zählen insbesondere die Jäger selbst sowie ihre Jagdhunde zur Risikogruppe [14]. Für Hunde stellt die Räude im Zeitalter der modernen Medizin kein Problem mehr dar und lässt sich mit Medikamenten einfach behandeln [15]. Eine Reaktion der Haut durch Räudemilben beim Menschen (Pseudokrätze) heilt in der Regel von selbst aus und tritt nur bei direktem Kontakt mit einem infizierten Tier auf [16].  Gegen Staupe bietet die Impfung bei Hunden einen sicheren Schutz. Für den Menschen gilt diese Krankheit als nicht ansteckend und ungefährlich [17]. Bei der Jagd auf den Fuchs geht es nicht um das Allgemeinwohl – das fadenscheinige Argument einer Krankheitsübertragung ist lediglich der Versuch, das sinnlose Töten zu rechtfertigen.

Häufige Fehlschüsse

Englische Wissenschaftler untersuchten die Tierschutzaspekte bei der Fuchsjagd und kamen zu dem Entschluss, dass bei der Jagd mit Schusswaffen lediglich die Hälfte der Tiere direkt getötet wird [26]. Die angeschossenen Tiere flüchten mit blutigen Wunden oder zertrümmerten Knochen und sterben einen langsamen und schmerzhaften Tod. So fanden Spaziergänger im Dezember 2015 in Börtlingen einen angeschossenen Fuchs, der viele Stunden unter erheblichen Schmerzen litt, bis er getötet wurde. In der Nacht zuvor hatten zwei Jäger das verletzte Tier sich selbst überlassen – beide wurden wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe verurteilt [27]. Viele der angeschossenen Tiere werden niemals gefunden.

Baujagd

Bei der Baujagd werden Füchse von Jägern mit Hunden aus ihrem schützenden Bau getrieben und erschossen. Hierbei kommt es immer wieder zum blutigen Kampf zwischen Hund und Wildtier, denn eine Fuchsmutter kämpft bis zum letzten Atemzug für ihre Kinder. Das Abrichten der Jagdhunde findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit in sogenannten „Schliefanlagen“ statt. Hier lernen die Hunde am lebenden Fuchs, diesen aus dem Bau zu jagen. Die Füchse werden dabei wiederholt in Todesangst versetzt. Verzweifelt versuchen sie, aus ihrer Folterkammer zu entkommen – vergeblich, denn nach einem qualvollen Leben wartet der sichere Tod.

Totschlagfallen

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Fuchs Totschlagfalle

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Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, in der Praxis werden die Tiere stattdessen jedoch oftmals schwer verletzt, und viele von ihnen sterben aufgrund von abgetrennten Gliedmaßen, Trümmerbrüchen oder zerquetschten Körperteilen einen langsamen und schmerzhaften Tod. So fanden Spaziergänger im Juni 2016 in Dornhan einen jungen Fuchs, der mit einer Pfote in einer Totschlagfalle festhing. Die scharfen Kanten der Falle trennten ihm letztendlich das Bein ab [28]. In Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und im Saarland sind die Fallen aus Tierschutzgründen bereits weitgehend verboten bzw. unter Genehmigungsvorbehalt gestellt. In den meisten Bundesländern sind die tierquälerischen Fanggeräte jedoch noch immer erlaubt und werden von den Jägern zur Fuchsjagd eingesetzt.

Lebendfallen

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Lebendfalle Fuchs

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In Lebendfallen werden die Tiere gefangen und anschließend mit einem Kopfschuss hingerichtet. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz stehen die gefangenen Wildtiere unter hohem Stress, was erhebliches Leiden verursacht. Ein Wildtier gerät in höchste Panik, wenn sich die Falle schließt, und zieht sich bei verzweifelten Fluchtversuchen oftmals schwere Verletzungen zu oder stirbt durch Kreislaufversagen [29]. Selbst vor Fuchskindern machen Jäger keinen Halt: Spezielle Jungfuchsfallen (Drahtgitterfallen) werden an den Ausgängen des Fuchsbaus angebracht, sodass die Fuchswelpen bei ihrer nächsten Erkundungstour hineintappen. Auf diese Weise löschen Jäger ganze Fuchsfamilien aus.

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Füchse – die Gesundheitspolizei der Natur / PETA

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Stoppt die Fuchsjagd!

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Gruß Hubert

 

Undercover-Einsätze in biozertifizierten Schlachthöfen   1 comment

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Achtung, grausame Szenen.
Wer da nicht vegetarisch oder vegan wird….
Der Betrieb war auch noch als „Bio Schlachthof“ zertifiziert!!

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Fehrbellin (MOZ) Nach der Veröffentlichung von Videoaufnahmen über die Misshandlung von Rindern in der Hakenberger Fleisch GmbH (Hafleg) hat das Unternehmen aus Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) die Schlachtung vorerst eingestellt. Das Veterinäramt des Kreises prüft nun arbeitsrechtliche Konsequenzen für die Mitarbeiter. Die grausamen Schlachtungen wurden von Mitgliedern der Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) aufgedeckt.

Die Tierschützer hatten den Schlachtbetrieb bei der Hafleg an zwei Tagen im Sommer mit versteckter Kamera gefilmt. Die illegal angefertigten Bilder zeigen, wie Mitarbeiter Tiere treten, mit Stangen schlagen und den Elektroschocker entgegen den Vorschriften auch am Kopf einsetzen. Zudem wurde gefilmt, wie bis zu fünf  Mal erfolglos versucht wird, Rinder mit einem Bolzenschussgerät zu betäuben, und die Schnitte für das Entbluten  fehlerhaft gesetzt werden.

Nach Ansicht des Veterinäramtes enthalten die Aufnahmen „teils schockierende Bilder“. Wie die Aufsichtsbehörde mitteilte, wurde der Betrieb regelmäßig überprüft, und eigentlich sollte bei jeder Schlachtung auch ein Tierarzt dabei sein. „Warum es gleichwohl zu solchen Verstößen kommen konnte, wird zurzeit aufgearbeitet“, teilte das Amt mit.

Hafleg-Geschäftsführer Jens Winter war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Gegenüber dem rbb bezeichnete er die Arbeit seiner Mitarbeiter als nicht akzeptabel. Ein Mitarbeiter dürfe inzwischen den Hof nicht mehr betreten, ein anderer nicht mehr schlachten.

Die Hafleg, die als Bio-Schlachthof zertifiziert ist, hat sich auf die Schlachtung und Verarbeitung von Rindern aus der Region spezialisiert. Der Betrieb mit sechs Mitarbeitern beliefert neben Restaurants auch die deutsche Köche-Nationalmannschaft mit Fleisch.

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Undercover-Einsätze in biozertifizierten Schlachthöfen

Pferdekutschen in Berlin   Leave a comment

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Berlin ist nur ein Beispiel, es gibt ja viele Städte in Europa wo das ganz ähnlich ist, zum Beispiel in Wien.

Von Peta.de

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Update 2019

Ein erster Teilerfolg: Berlin hat die Richtlinien für die Pferdekutschen verschärft. Ab 30 Grad dürfen die Kutschen nicht mehr fahren. Bereits ab 25 Grad muss alle zwei Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten Länge unter einem Schattenplatz erfolgen. Außerdem muss nun ein pferdeerfahrener Beifahrer mitfahren. Erste Kontrollen im Juni 2019 nach Einführung der neuen Richtlinien ergaben massive Verstöße, die von den Behörden geahndet wurden. Bitte unterschreiben Sie weiterhin unsere Petition, bis die Kutschen überhaupt nicht mehr in Berlin fahren dürfen.

Originalartikel:

In Berlin gibt es etwa 10-15 Anbieter von Pferdekutschen, die mehr als 100 Tiere für sich arbeiten lassen. Besorgte Berlinerinnen & Berliner haben beobachtet, dass die Pferde auf der Tempelhof Rennbahn starker Hitze ausgesetzt sind, da es dort keinerlei Schattenplatz für die Pferde und keine Versorgung mit Heu gibt. Das Wasser wird in Eimern aus einem Brunnen geholt. Auch am Brandenburger Tor stehen die Tiere oft stundenlang bewegungslos – ob bei eisigen Temperaturen oder im Hochsommer.

Verbot von Pferdekutschen in Berlin

Bitte setzen Sie sich für die Tiere ein und fordern Sie den Regierenden Bürgermeister Berlins, Michael Müller, dazu auf, Pferdekutschen zu verbieten. (Petition im Link am Ende).

Im Juli 2014 brach ein Pferd vor einer Kutsche am Brandenburger Tor erschöpft zusammen. Das Tier konnte minutenlang nicht aufstehen, obwohl die Kutscher an ihm herumzerrten. Die Berliner Behörden berichten zudem immer wieder über zahlreiche Missstände und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Schon im April 2008 brach hier die 17jährige Stute „Bess“ vor dem Hotel Adlon zusammen. Der Betreiber versprach daraufhin, nicht mehr mit „Bess“ in der Stadt zu arbeiten, dennoch muss sie weiterhin Kutschen ziehen und ist vielleicht auch jetzt gerade wieder in Berlin unterwegs

Verletzungen sieht man eher selten, denn seit „Bess“ im April 2008 vor dem Hotel Adlon zusammenbrach, achten die Betreiber darauf, dass alles ordentlich aussieht, und die Pferde „gut“ aussehen. Aber auch gestriegelte Pferde müssen mit Scheuklappen, also fast blind, durch die Straßen laufen. In der Innenstadt sind sie aggressivem Verkehr ausgesetzt, werden ständig angehupt, geraten leicht in Panik. Das wiederum erhöht die Unfallgefahr für Pferd und Mensch. Im Dezember 2015 wurde am Pariser Platz ein Kind durch eine Pferdekutsche verletzt. Auch 2014 kam es zu mehreren Unfällen mit Pferdekutschen in Berlin.

Pferdekutschen sind lebensgefährlich, weil Pferde schreckhafte Fluchttiere sind: Deutschlandweit kommt es jedes Jahr zu Dutzenden Unfällen mit Pferdekutschen mit über 100 und Verletzten und auch Toten.

Das ständige Einatmen der Abgase und das Laufen auf dem harten Zement macht die Tiere krank. Eine Berlinerin schrieb PETA Deutschland e.V.: „Es schnürt mir jedesmal das Herz zusammen, wenn ich diese armen Kreaturen noch bei rot über die Ampel traben sehe oder wenn sie von Autofahrern angehupt werden.“
Die Pferde werden durch die Strapazen oft früh krank und werden von den vielen Kutschenbetrieben dann zum Metzger gebracht.

Pferde sind wundervolle Tiere, die bis zu 60 km/h schnell laufen können. In der Natur leben sie in der Herde. Immer hält ein Pferd Nachtwache. Sie passen aufeinander auf und immer bleibt ein Pferd in der Nähe eines geschwächten Tieres um dieses zu beschützen.

Pferden, die Kutschen ziehen, wird jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Unter schlimmsten Wetterbedingungen ziehen sie ein schweres Gewicht, laufen auf hartem Betonboden, haben Scheuklappen auf und inhalieren Abgase und Rauch. Eventuelle Wunden können unter diesen Umständen nur schwer heilen, so daß einige der Pferde bei genauem Hinsehen deutliche Blessuren aufweisen.

Für eine romantische Tour durch Berlin, können Sie sich mit den Velotaxis durch die Hauptstadt kutschieren lassen oder selbst aufs Rad steigen.

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Hier weiterlesen:

Pferdekutschen in Berlin

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 8. September 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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