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Gesunde Prostata: Rotwein hilft bei der Krebsprävention   Leave a comment

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Neulich war im lokalen öffentlichen Rundfunk-Sender, Rai Südtirol, Sender Bozen, so ein Psycho-Fuzzi, ein sogenannter Experte, eingeladen um über den Konsum von Wein zu reden. Er behauptete – und nicht nur er allein, dass Alkohol prinzipiell ungesund ist, auch schon ein Glas Wein. Man darf diesen Studien nicht alles glauben, denn vor einigen Jahren wurde gesagt, dass ein Glas Wein zum Essen gesund wäre. Eine Studie der Med-Uni Wien

sagt jetzt das gleiche wieder. Ein Glas Rotwein hilft bei der bei der Krebsprävention der Prostata.

Aus fitforfun.de

Gesunde Prostata: Rotwein hilft bei der Krebsprävention

Gelegentlich ein Glas Rotwein ist für Männer gesundheitsförderlich – das ist nun wissenschaftlich begründet. Forscher in Wien stellten fest, dass moderater Weinkonsum Prostatakrebs vorbeugt.

von OLIVIA SAMNICK / Veröffentlicht am: 08.05.2018
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Rotweintrinken
istockphoto
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Rauchen und zu viel Zucker zählen als Risikofaktoren, wenn es um Prostata-Krebs geht. Doch wie steht es mit Alkoholkonsum? Um das herauszufinden, untersuchten Forscher der Med-Uni Wien, wie sich Rotweintrinken auf die Gefahr von Prostatakrebs auswirkt. Das Ergebnis überrascht!

 

Moderater Weinkonsum ist gesund

Rotwein in Maßen halten die Wissenschaftler ihren Befunden zufolge für unkritisch. Im Gegenteil, der Wein habe sogar einen Positiveffekt: Eingeschränkter Rotweinkonsum senkt nämlich die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken.

Das ist viel wert, denn Prostatakrebs zählt in westlichen Industrieländern zur häufigsten Krebsart. 15 bis 20 % der Männer sind davon betroffen, wovon 2,6 Prozent sterben.

Insofern man nicht durch andere Risikofaktoren wie Rauchen oder übermäßigem Zuckerkonsum sein Erkrankungsrisiko erhöht, habe das Rotweintrinken eine leicht förderliche Wirkung, um einem Tumor vorzubeugen, heißt es von Seiten der Forscher.

Allerdings darf Mann es nicht übertreiben: Mit moderatem Konsum ist maximal ein Glas pro Tag gemeint. Beachtet man diese Einschränkung, zeichnet sich ein leichter Schutzeffekt im Forschungsergebnis ab. Andere Studien halten aber bereits kleine Mengen Alkohol am Tag für schädlich, da sie die allgemeine Lebenserwartung reduzieren.

Finger weg von Weißwein

 

Bei der Untersuchung von 17 Studien mit circa 611.000 Patienten verringerte der Rotwein das Krebsrisiko um 12 Prozent. Andersrum erhöhte Weißweintrinken die Gefahr eines Prostatakarzinoms um 26 Prozent, so der Leiter der Forschung, Shahrokh Shariat.

Im nächsten Schritt möchten die Wissenschaftler in Erfahrung bringen, welche Inhaltsstoffe genau diesen Positiveffekt begünstigen. Dann könnte man erwägen, eine präventive Therapie gegen die Entstehung von Prostatakrebs zu entwickeln.

Vor allem eine Substanz hilft beim Schutz vor Krebs, so Shariat:

„Auch bei anderen Erkrankungen und Krebsarten wurde bereits gezeigt, dass Polyphenole, die vor allem im Rotwein enthalten sind, protektiv wirken können.“

In Rotwein ist die Konzentration der Polyphenole etwa zehn Mal so hoch wie in Weißwein.

Hier geht es zur Studie der Med-Uni Wien.

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Gesunde Prostata: Rotwein hilft bei der Krebsprävention

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Gruß Hubert

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Steuermillionen für die Kirchen   Leave a comment

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Seit 200 Jahren zahlt der Staat schon Millionen an die Kirchen. Soll das ewig so weiter gehen?

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Staat und Kirche sind in Deutschland getrennt. Vor mehr als 200 Jahren musste die Kirche Macht und Ländereien an die weltlichen Herrscher abgeben. Doch immerhin wurde die Kirche entschädigt, und zwar in Form einer regelmäßigen Zahlung – bis in alle Ewigkeit?

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Siehe Video auf https://daserste.ndr.de/

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Steuermillionen für die Kirchen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 18. Mai 2018 von hubwen in Kirchenkritik, Uncategorized

Italien: Fleisch-Mafia hinter bestialischer Wolf-Exekution   Leave a comment

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Unglaublich welche Sadisten und Tierhasser es unter Menschen gibt. Die müssen ein Tier auch noch foltern, bevor sie es töten.

aus wildbeimwild.ch

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Lupo ucciso con arma da fuoco appeso per zampe a fermata bus Coriano, nel Riminese

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Sechs Monate, nachdem ein Wolf getötet und an einer Bushaltestelle in Coriano aufgehängt worden war, konnten die mutmaßlichen Urheber dieses abscheulichen Vorfalls ausfindig gemacht werden. Umfangreiche Ermittlungen der Forstabteilung der Carabinieri führten zu zwei Männern – 82 und 43 Jahre alt – welche beide zu einem großen landwirtschaftlichen Betrieb von Coriano di Rimini, eine Ortschaft im bergigen Hinterland des bekannten Touristenortes, gehören.

Schon am Tag, nachdem einige Schüler, die sich zum Unterricht begeben wollten, den schrecklichen Fund gemacht hatten, nahmen die Behörden die Ermittlungen auf. Die Bilder mehrerer Überwachungskameras der Umgebung brachten die Carabinieri schon bald auf die richtige Spur. Auf den Videos der „elektronischen Augen“ war ein weisser Volkswagen Transporter zu erkennen, wie er gegen 4.00 Uhr in der Früh – wenige Stunden vor dem Auffinden des toten Wolfs – in der Nähe der Bushaltestelle aufhielt. Eine Kontrolle des Kennzeichens und der Fahrzeugdaten des Lieferfahrzeugs ergab, dass der VW Transporter zu einem landwirtschaftlichen Grossbetrieb von Coriano gehörte, wie Südtirol News schreibt.

Dank einer Auswertung der Liste der Telefongespräche entdeckten die Ermittler, dass in jenen Stunden ein 43-jähriger Angestellter des Betriebes versucht hatte, mit dem 82-jährigen Vater des Inhabers Kontakt aufzunehmen. Bei der darauffolgenden Durchsuchung des Volkwagen Transporters stellten die Carabinieri im Frachtraum Wolfshaare und Blutspuren sicher. Daraufhin nahmen die Beamten den ganzen Hof in Augenschein und konnten dabei mehrere Straftaten wie Misshandlung von Tieren, illegale Schlachtungen, Haltung von gefährlichen Tieren bis hin zu illegaler Müllablagerung feststellen. Wegen dieser schweren Vergehen wurden der 43-Jährige und der 82-Jährige auf freiem Fuß angezeigt.

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Italien: Fleisch-Mafia hinter bestialischer Wolf-Exekution

Veröffentlicht 17. Mai 2018 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Die Unabhängigkeit trägt Trauer in Spaniens Staatsfernsehen   Leave a comment

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Spaniens konservativer Ministerpräsident Mariano Rajoy will haben, dass Journalisten in einer bestimmten Art über ihn berichten. So etwas geht überhaupt nicht. Er will die Unabhängigkeit der Journalisten abwürgen.

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Aus derstandard.at

Unter #SoManipuliertMan veröffentlichen die Journalistinnen und Journalisten, wie die konservative Regierung in die Berichterstattung eingreift

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Spaniens konservativer Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sehr konkrete Vorstellungen davon, wie der öffentliche Rundfunk RTVE über ihn berichten sollte. Die RTVE-Mitarbeiter protestieren gegen „Manipulation“ und für die Ablöse von Rajoys Vertrauensleuten in Direktion und Verwaltungsrat.

Foto: REUTERS/Marcelo del Pozo
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Wer freitags in Spanien das öffentliche Fernsehen TVE einschaltet, sieht fast nur Schwarzgekleidete auf dem Bildschirm. „Wir protestieren gegen die derzeitige Direktion, die eigentlich gar nicht mehr im Amt sein dürfte“, erklärt Lara Prieto, Wirtschaftsredakteurin und Redakteurssprecherin in der Nachrichtenredaktion von TVE.

Denn als der konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy bei den Wahlen 2016 die absolute Mehrheit verlor, beschloss das Parlament einstimmig ein neues Reglement für die Wahl der Führungsetage beim öffentlichen Radio und Fernsehen (RTVE). Statt der Mehrheit im Parlament und im Senat braucht es jetzt eine öffentliche Ausschreibung, bei der sich Kandidaten mit einem Projekt vorstellen. Seit Monaten blockiert Rajoys Volkspartei PP im Parlament die Umsetzung. Der derzeitige Direktor und der Verwaltungsrat bleiben so weiter im Amt.

Warum das die Redakteure protestieren lässt, zeigt der Hashtag #AsíSeManipula („SoManipuliertMan“), der Anfang Mai in Spanien den Kurznachrichtendienst Twitter bestimmte. Dutzende von Journalistinnen und Journalisten berichten ganz offen von ihren Erfahrungen im traurigen Alltag einer von der konservativen Regierung gegängelten Redaktion. Dazu aufgerufen haben die Journalistinnen von RTVE.

„Unabhängigkeit ersticken“

„Wir wollen vor der Öffentlichkeit die Praktiken anklagen, die Qualität und Unabhängigkeit der Information ersticken“, rufen die @MujeresRTVE auf. Der lose Zusammenschluss der Mitarbeiterinnen von Funk und TV entstand im Vorfeld des erfolgreichen feministischen Generalstreiks am 8. März in Spanien gegen Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz.

Die RTVE-Mitarbeiterinnen protestieren gegen das Verbot, den konservativen Ministerpräsidenten mit Politikern aus den Reihen seiner Partido Popular zu zeigen, gegen die wegen Korruption ermittelt wird. Redakteuren wird vorgegeben, welche Zitate und Bilder sie zu verwenden haben. Als Rajoy im Verfahren um illegale Parteifinanzierung als Zeuge vor Gericht aussagte, bekamen die Journalisten von der Programmleitung die Argumentationshilfe der PP-Parteizentrale zum Thema.

„Exorzist“ zu Puidgemont

Erklärungen katalanischer Politiker für die Unabhängigkeit wurden falsch übersetzt. Eine offizielle Rede des mittlerweile abgesetzten und geflohenen katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont wurde im TVE-Wochenmagazin Informe Semanal mit Musik aus Der Exorzist unterlegt. Beiträge zur Lage in Katalonien werden oft in Madrid erstellt – auch im Widerspruch zur Wahrnehmung der Redakteure vor Ort. Und zum Generalstreik der Frauen am 8. März verpflichtete die TV-Führung ausgerechnet Sprecherinnen zum Notdienst, während bei allen anderen Sendern nur Männer zu sehen waren.

Manipulation gibt es auch im Kleinen. Mitarbeiter berichten auf Twitter von Vorgaben, „Bilder von Kindern in einer Suppenküche für Arme herauszuschneiden, da es so etwas in Spanien nicht gebe“. Die rotgekleidete Nationalmannschaft dürfe „nicht ‚die Rote‘ genannt werden“ .

„Natürlich weigern sich immer wieder Journalisten, die entsprechenden Vorgaben zu erfüllen“, sagt Lara Prieto, stellvertretende Vorsitzende des Redaktionsrates in der Nachrichtenredaktion. Doch die Rajoy-treue Direktion habe einfach neue Journalisten engagiert, die das dann im Sinne der Regierung erledigen.

Moderatoren in Schwarz

Normale Redakteurinnen und Redakteure der TVE durchlaufen eine schwierige Aufnahmeprüfung und haben danach einen fast beamtenähnlichen Status. Sie nutzen diese Sicherheit und protestieren weiter. „Solange die Direktion nicht ausgetauscht wird, werden wir jeden Freitag schwarzgekleidet auf dem Bildschirm erscheinen“, sagt Prieto.

Unabhängigkeit trägt Trauer im TV

Spaniens konservativer Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sehr konkrete Vorstellungen davon, wie der öffentliche Rundfunk RTVE über ihn berichten sollte. Die RTVE-Mitarbeiter protestieren gegen „Manipulation“ und für die Ablöse von Rajoys Vertrauensleuten in Direktion und Verwaltungsrat. (Rainer Wandler, 13.5.2018)

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Die Unabhängigkeit trägt Trauer in Spaniens Staatsfernsehen

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Gruß Hubert

Verehrt und angespien   2 comments

 

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So war er… der François Villon.

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Verehrt und angespien

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François Villon
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Vor vollen Schüsseln muß ich Hungers sterben,
am heißen Ofen frier ich mich zu Tod,
wohin ich greife, fallen nichts als Scherben,
bis zu den Zähnen reicht mir schon der Kot.
Und wenn ich lache, dann habe ich geweint,
und wenn ich weine, bin ich froh,
daß mir zuweilen auch die Sonne scheint,
als könnte ich im Leben ebenso
zerknirscht wie in der Kirche niederknien…
ich, überall verehrt und angespien.

Nichts scheint mir sichrer als das nie Gewisse,
nichts sonnenklarer als die schwarze Nacht.
Nur das ist mein, was ich betrübt vermisse,
und was ich liebte, das hab ich umgebracht.
Selbst wo ich dachte, daß ich gestern war,
bin ich erst heute abend zugereist.
Da, von meinem Schädel ist das letzte Haar
zu einem blanken Mond vereist.
Ich habe nicht ein Hemd, es anzuziehn…
ich, überall verehrt und angespien.

Ich habe dennoch soviel Mut zu hoffen,
daß mir sehr bald die ganze Welt gehört,
und stehn mir wirklich alle Türen offen,
schlag ich sie wieder zu, weil es mich stört,
daß ich aus goldnen Schüsseln fressen soll…
Die Würmer sind schon toll nach meinem Bauch,
ich bin mit Unglück bis zum Halse voll.
Ich bleibe unter dem Holunderstrauch,
auf den noch nie ein Stern herniederschien,
François Villon, verehrt und angespien.

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Gruß aus dem Holunderstrauch…. Hubert

Veröffentlicht 15. Mai 2018 von hubwen in Lyrik, Uncategorized

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Die Kriminalisierung von Tierschützern verhindern!   Leave a comment

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„Regelmäßig decken Tierschützer auf, unter welcher Grausamkeit Tiere in der Massentierhaltung mitten in Deutschland leiden. Wieder und wieder kommen nur durch das Engagement dieser Tierschützer schockierende Haltungsbedingungen, qualvolle Praktiken und auch eklatante Verstöße gegen Tierschutzrichtlinien überhaupt ans Tageslicht. Und wieder und wieder zeigt sich, in welch erschreckendem Ausmaß die behördlichen Kontrollen von Nutztierbetrieben versagen.“

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An GroKo und FDP: Tierschutz ist kein Verbrechen!

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Text aus einer Petition von Animal Equality Deutschland.

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Dem Tierschutz in Deutschland soll ein Riegel vorgeschoben werden – anders lassen sich die aktuellen Bestrebungen aus der Politik nicht deuten. Sowohl die Große Koalition als auch die FDP versuchen gegenwärtig, unverzichtbare Tierschutz-Arbeit zu kriminalisieren. Hier wird ein politisches Bemühen deutlich, die Wirkung von Tierschützern und Organisationen in Deutschland maßgeblich einzuschränken oder möglichst gar ganz außer Kraft zu setzen.

Während die Große Koalition die Kriminalisierung von Tierschützern sogar im Koalitionsvertrag festgeschrieben hat, greift die FDP derzeit im Bundestag die Gemeinnützigkeit von Vereinen an, die sich für Tiere einsetzen.

Regelmäßig decken Tierschützer auf, unter welcher Grausamkeit Tiere in der Massentierhaltung mitten in Deutschland leiden. Wieder und wieder kommen nur durch das Engagement dieser Tierschützer schockierende Haltungsbedingungen, qualvolle Praktiken und auch eklatante Verstöße gegen Tierschutzrichtlinien überhaupt ans Tageslicht. Und wieder und wieder zeigt sich, in welch erschreckendem Ausmaß die behördlichen Kontrollen von Nutztierbetrieben versagen.

Unter diesen Umständen sind Tierschutz-Engagement und insbesondere Tierschutz-Recherchen aus der Zivilgesellschaft der einzige Weg, das systematische Tierleid durch die Massentierhaltung an die Öffentlichkeit zu bringen.

Doch die Große Koalition verfolgt den Plan, ausgerechnet jene engagierten Bürgerinnen und Bürger zu bestrafen, die dieses Leid aufdecken – und damit auch Verstöße gegen geltende Gesetze und grundgesetzlich verankerte ethische Werte unserer Gesellschaft offenlegen. Wenn der Koalitionsvertrag ankündigt, “Einbrüche in Tierställe als Straftatbestand effektiv [zu] ahnden”, bedienen sich die Regierungsparteien dabei einer kriminalisierenden, wie auch populistischen Wortwahl.

Diese Wortwahl durch die Große Koalition verzerrt die Rechtslage und ist faktisch falsch.

Die Politik ignoriert zudem, dass die deutsche Rechtsprechung immer wieder nicht nur die Notwendigkeit von Tierschutz-Recherchen bestätigt, sondern auch ein erhebliches öffentliches Interesse daran attestiert hat. Erst im Frühjahr 2018 erkannte zum Beispiel das Oberlandesgericht Naumburg eine Undercover-Recherche in einem Nutztierbetrieb durch Tierschützer als gerechtfertigt an, weil im schockierenden Zustand des Schweinemastbetriebs ein “rechtfertigender Notstand” vorlag (OLG Naumburg, Urt. v. 22.02.2018, Az. 2 Rv 157/17).

Jüngst bestätigte auch der Bundesgerichtshof in einem historischen Urteil, dass die Verbreitung solcher Recherche-Aufnahmen rechtmäßig ist (BGH, Urt. v. 10.04.2018, Az. VI ZR 396/16): Die Allgemeinheit hat das Recht zu erfahren, was Massentierhaltung wirklich bedeutet.

Trotzdem versucht aktuell auch die FDP mit einem Antrag im Bundestag, wichtige Tierschutz-Arbeit zu verhindern, indem sie ausgerechnet die Gemeinnützigkeit von Organisationen angreift. Auch dieser Antrag bemüht sich, Tierschützer als kriminell zu diskreditieren, und torpediert ebenfalls jene Organisationen, die durch investigative Recherchen Missstände und Tierschutzverstöße in der Massentierhaltung an die Öffentlichkeit bringen.

Mit diesen Kriminalisierungs-Versuchen zielen die Große Koalition und die FDP auf das Herz der Tierschutz-Bewegung in Deutschland: das dafür schlägt, die grausame Wahrheit hinter den hohen Mauern der Tierindustrie zu enthüllen.

Wir bitten Sie: Appellieren Sie mit uns an die Große Koalition sowie die FDP, diesen empörenden Feldzug gegen den Tierschutz in Deutschland zu stoppen. Fordern Sie ein Ende der politisch vorangetriebenen Kriminalisierung von Tierschützern, die ganz offensichtlich einseitig die Interessen der Nutztierindustrie bedient. Verteidigen Sie Ihr demokratisch festgeschriebenes Informationsrecht zu erfahren, was Massentierhaltung wirklich bedeutet. Bestehen Sie auf dem Schutz zivilgesellschaftlichen Engagements, einem wertvollen Gut, das für das Selbstverständnis sowie das Funktionieren und die Weiterentwicklung unserer demokratischen Gesellschaft unerlässlich ist.

Und vor allem: Fordern Sie mit uns eine konsequentere Bekämpfung von Tierleid, wie es tagtäglich und systematisch in der Massentierhaltung geschieht.

Sie säen nicht und der „himmlische Vater“ nährt sie doch   Leave a comment

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Wir kennen ja alle den Satz sinngemäß: Sehet die Vögel, sie säen nicht, und euer himmlischer Vater nährt sie doch.
Einen Dreck ernährt er sie. Wenn sich Tier und Mensch nicht auf die Füße bzw. Flügel macht, dann würden alle verhungern. Es kommt nichts vom Himmel geflogen. Der „himmlische Vater“ sorgt für kein Schlaraffenland. Wie viele Kinder verhungern denn täglich auf der Welt? Sind es nicht 30.000? Also was soll dieser Unfug und die freche Behauptung?
Außerdem lebt der Mensch in seiner Hybris und glaubt er sei so viel mehr wert als Tiere. Wenn die letzte Stunden geschlagen hat geht er gleich der Verwesung bzw. der Asche entgegen wie ein Tier. Aber der Mensch will ja nicht sterben, ER will ewig leben. Hunde wollt ihr ewig leben, sage ich da nur.

Aus Gunter Bleibohm: WIDERREDE III

 Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? (Mt 6, 26)

 

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Seid ihr wirklich viel mehr denn sie? Warum meint ihr, dass ihr viel mehr seid? Und wo seid ihr viel mehr? In der Masse, in der Notwendigkeit eurer Existenz, in der Überheblichkeit, im Irrtum eurer Bedeutung? Seid ihr mehr, weil der Zufall euch in eine menschliche Form gepresst hat oder seid ihr nur mehr, weil euer Denken so dürftig ist, dass ihr es nötig habt, andere übertreffen zu wollen? Gibt es einen Beweis, dass ihr viel mehr seid? Oder gilt euch als Beweis, dass ihr alles andere, was nicht menschlich ist, mit dem Vorschlaghammer auf dem Amboss eurer Unzurechnungsfähigkeit zerschlagt, sobald sich Gelegenheit dazu bietet.

Und was wäre wirklich, wenn ihr irgendwo mehr wäret – außerhalb eurer subjektiven Phantasie? Was würde es ändern? Was seid ihr wirklich außerhalb eurer Gedankenwelt, außerhalb eurer Hybris, außerhalb eures Überheblichkeitswahns? Könntet ihr überhaupt so etwas denken und auch das Ergebnis verkraften? Oder brecht ihr dann verzweifelnd zusammen und flüchtet hinter die fiktiven Mauern einer Jenseitsreligion, einer dieser Glaubenskulte, die euch in eurer Jämmerlichkeit und Bedeutungslosigkeit über den Sinn und Wert eurer Existenz belügen, bis ihr endlich genau so verendet seid wie die Vögel, wie jedes Tier, wie jedes Leben schlechthin. Ausnahmslos, immer, gleichmachend, gerecht.

Wohlan, ertragt den Richterspruch des Universums, der euch eure Bedeutung lehren wird. Und was seid ihr wirklich?

  • Sub specie universi: eine Nichtigkeit, euer Planet ein nahezu nicht auffindbarer kleiner Punkt im Universum.

  • Sub specie vitae: eine Nichtigkeit, eine – möglicherweise gar singuläre – Marginalie im Riesenreich der unbelebten Materie.

  • Sub specie aeternitatis: eine Nichtigkeit, ein fast nicht ermittelbarer Zeitraum in der unendlichen Zeit.

  • Sub specie terrae: eine Nichtigkeit, ein belebtes Wesen unter zahllosen Milliarden anderer Lebewesen, ausgestattet mit einer begrenzten Zeitspanne an Lebenskraft, ein Wesen, das bei der Geburt bereits dem Tod, der endgültigen Vernichtung, entgegeneilt.

Dies ist der Rahmen, in dem sich eure vermeintliche Bedeutung, euer Leben, abspielt, das ist der Rahmen, der dem kleinsten Wurm die gleiche Notwendigkeit, aber auch die gleiche Vergeblichkeit, Bedeutungslosigkeit und Vergänglichkeit zuweist wie einem Menschenwesen. Vor dem Horizont des Universums hört hier jegliche Ungleichheit auf, denn alles ist gleich nichtig, beliebig, sinnlos.

Und eure kurze Lebenszeit? In der Vorausschau ein Wollen, in der Rückschau ein Vergessen, durchsetzt mit den Nebeln der Erinnerung. Die Ängste, die Hoffnungen, die glücklichen und die schrecklichen Momente versinken im Vergessen, versinken im Zeitablauf in der Nie-Gewesenheit. Warum war das alles und ist heute nicht mehr? Nur um zu dem heutigen Tag zu gelangen? Zu diesem Tag, der mit allen Ereignissen auch im Nichts versinkt? Leben ist etwas virtuelles, ein leerer Wahn, ein Taumeln zwischen Vergessen, Erleiden und Wollen, eine sadistische Quälerei des Seins gegenüber einer entarteten Materie, einer Materie, die mit mehr oder weniger Bewusstsein in die Form von Leben geknechtet wird.

 

Jagt die Lügenpfaffen endlich vom Hof, hetzt die bissigen Hunde der Vernunft auf sie, bringt ihnen bei, dass ihr endlich aus dem Schlaf der Glaubensumnachtung erwacht seid und euer kurzes Leben, dieses zufällige Aufflackern der Materie, der Erkenntnis widmen wollt, der Erkenntnis, von der Gleichwertigkeit jeglichen Lebens.

Zwingt die Narrengilde der Jenseitsprediger ihrem unsinnigen Anthropozentrismus abzuschwören, bringt ihnen Demut vor der real existierenden, belebten Materie bei, beendet endlich die Blutspur ihrer Glaubenshalluzinationen auf diesem Planeten und findet euch damit ab, dass kein Gebet hilft, kein Gott existiert und das am Ende eurer Tage sich euer Sein in Nichts wandelt.

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?

Nein und nochmal nein, denn alles Leben ist sub specie universi gleich, so wie ein Wassertropfen im Meer dem anderen gleicht, gleich wertvoll, gleich sinnlos, gleich vergeblich.

 

(aus: Gunter Bleibohm: WIDERREDE III www.gegensicht.de)

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Gruß Hubert