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Kuhmilch: Die wichtigsten Infos zu Tierleid, Gesundheit & Umwelt   Leave a comment

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Von Peta.de

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Bild von Peta.de

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Die Milchindustrie hält Kühe zu einem einzigen Zweck: um die Milch der Tiere zu verkaufen. Die Branche hat Kühe zu reinen Milchmaschinen degradiert – und so verwundert es nicht, dass die Tiere durch Qualzucht, teils artwidrige Nahrung, möglichst kostengünstige Haltung und falsche Behandlung im wahrsten Sinne des Wortes krank gemacht werden. Erfahren Sie hier, was die Produktion und der Konsum von Kuhmilch vor allem für die ausgebeuteten Tiere, aber auch für die Umwelt und die Gesundheit bedeuten.

Leiden Kühe für Milch?

Schmerzen, Dreck, Misshandlung und Tod: So lässt sich die Milchindustrie in etwa zusammenfassen. Zahlreiche Recherchen und Enthüllungsberichte von PETA Deutschland und unseren internationalen Partnerorganisationen konnten aufdecken, dass Tierquälerei in dieser ausbeuterischen Branche an der Tagesordnung ist.

Antibiotikaeinsatz und Qualzuchten für Höchstleistungen

In der deutschen Milchindustrie produzieren Kühe teilweise über 50 Liter pro Tag – ein Kalb benötigt nur etwa zehn Liter am Tag. Der „Leistungsdruck“ der Tiere steigt dabei stetig: Immer weniger Kühe in den größer werdenden Betrieben müssen die gleiche oder sogar eine größere Menge Milch produzieren. Unter der angezüchteten Leistung leidet besonders das empfindliche Euter einer Kuh: Zahlreiche Kühe in der Milchproduktion leiden unter anderem aufgrund der hohen Milchproduktion an der schmerzhaften Euterentzündung Mastitis. Bei Kühen sind es vor allem solche Euterentzündungen und Atemwegserkrankungen, die zur Antibiotikagabe führen, aber auch Haut- oder Darmerkrankungen bei Kälbern werden damit behandelt. Zwar sinkt die Menge verabreichter Antibiotika in den Ställen seit Jahren, 2019 kamen jedoch immer noch rund 670 Tonnen in der Tiermedizin zum Einsatz.

Abgemagerte Kühe

Die angezüchtete, unnatürlich hohe Milchmenge führt dazu, dass bei den Kühen fast die ganze Nahrungsenergie in die Milchproduktion gesteckt wird. Der restliche Körper erscheint im Gegensatz zum Euter meist ausgemergelt und eingefallen.

Auch andere Erkrankungen, psychisches Leid aufgrund der artwidrigen Haltung und minderwertige Nahrungsmittel können zu starkem Untergewicht führen. Folgen dieser Abmagerung können unter anderem Verletzungen wie blutige Abschürfungen und Abszesse sein, da die Tiere im Stall meist auf harten Untergründen liegen müssen oder sich herausstehende Knochen anschlagen. Wenn Kühe stark abgemagert sind, wird eine teils schmerzhafte Lahmheit begünstigt.

Zahlreiche Kühe leiden unter Lahmheit

Von 2016 bis 2020 wurden in einer von der Bundesregierung finanzierten Studie [4] über 750 Betriebe in Deutschland untersucht. Die umfangreiche Untersuchung zeigt, dass Kühe in der Milchindustrie unabhängig von der Haltungsform – auch in Bio-Betrieben – häufig von Lahmheit betroffen sind. Auslöser dieses Krankheitsbildes sind ungeeignete, rutschige Stallböden oder feuchte Weiden, auf denen sich die Klauen der Tiere falsch abnutzen. In vielen Betrieben wird außerdem die Klauenpflege vernachlässigt. Auch krank machende Untergründe voller Kot und Urin stellen ein Risiko dar.

Eine Lahmheit bedeutet für betroffene Tiere meist starke Schmerzen und beeinträchtigt schnell den ganzen Körper. Dennoch ist das Krankheitsbild nach Angaben der Studienleiterin in vielen Betrieben Normalität [5] – das Leid der Tiere wird aus Profitgründen also oft ignoriert. Im fortgeschrittenen Stadium gelten Kühe als nicht mehr transportfähig und müssen somit im Betrieb „notgetötet“ werden. Untersuchungen an Schlachthöfen  zeigen immer wieder, dass dennoch selbst kranke und nicht transportfähige Kühe den Strapazen eines Transports zum Schlachthaus ausgesetzt werden, damit Milchbetriebe aus den leidenden Tieren noch ein letztes Mal Profit schlagen können.

Tierleid durch Standardpraktiken

Auch Standardpraktiken der Milchindustrie verursachen viel Tierleid: So werden beispielsweise die empfindsamen Hornansätze der meisten Kälber mit einem glühend heißen Brennstab entfernt, damit der Umgang mit den Tieren leichter ist und möglichst viele Kühe auf engem Raum gehalten werden können. Meist erhalten die Tiere bei diesem äußerst schmerzhaften Eingriff keine Betäubung. Fast allen Kühen in der Milchindustrie werden kurz nach der Geburt die Kälber weggenommen.

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Viele junge Kälber werden in ihren ersten Lebenswochen und -monaten ohne Betäubung kastriert und enthornt.

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Früher Tod lange vor der natürlichen Lebenserwartung

Insgesamt wird jedes zweite Rind aus gesundheitlichen Gründen im Schlachthof getötet – was nicht heißt, dass die andere Hälfte glücklich bis an ihr natürliches Lebensende lebt. In der Milchindustrie wird jede Kuh früher oder später getötet. Nur der Zeitpunkt und die Gründe unterscheiden sich. So erreicht jedes zehnte Tier nicht einmal seinen vierten Lebensmonat – das entspricht 280.000 Kälbern im Jahr. Besonders bei männlichen Kälbern ist die Rate an Erkrankungen sowie die Todesrate in den ersten beiden Lebenswochen hoch. Männliche Kälber haben wirtschaftlich gesehen keinen Wert für Milchbetriebe, da sie kaum Fleisch ansetzen und natürlich keine Milch geben. Da es in Deutschland kaum eine sogenannte Kälbermast für männliche Tiere aus der Milchindustrie gibt, werden sie oftmals mit nur wenigen Wochen auf Transporter verfrachtet und meist ins Ausland zur Mast gebracht. Aus Ländern wie Spanien oder den Niederlanden werden die Tiere dann nicht selten in ein Nicht-EU-Land weiterverkauft, um sie dort rituell und meist betäubungslos zu töten. Der Konsum von Milch ist mitverantwortlich für die leidvollen Langstreckentransporte.

Die weiblichen Rinder, von denen eine hohe wirtschaftliche „Milchleistung“ abverlangt wird, werden länger ausgebeutet. Nach durchschnittlich vier bis fünf Jahren, wenn die Milchleistung nachlässt, sie krank oder nicht mehr schwanger werden, werden sie ebenfalls ins Schlachterhaus gebracht. In dieser Zeit wurde die Kuh etwa jährlich meist künstlich besamt, damit der Milchfluss konstant hoch bleibt. Ihr Kind wurde ihr jedoch immer kurz nach der Geburt entrissen.

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Kuhmilch: Die wichtigsten Infos zu Tierleid, Gesundheit & Umwelt

 

Grausame Stierkämpfe: EU finanziert weiterhin Zucht von Stieren   Leave a comment

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Da immer mehr Menschen einsehen, wie tierquälerisch Stierkämpfe sind, sinkt das Interesse an den sadistischen Veranstaltungen und damit auch die Einnahmen. Doch die Stierkampfindustrie wird unter anderem durch EU-Subventionen am Leben gehalten. So fördert die EU weiterhin die Zucht von „Kampfstieren“ – und damit das Leid und den Tod unzähliger Tiere.

Millionen Euro aus Deutschland für Stierkampfindustrie

Landwirtschaftliche Betriebe in Spanien, die „Kampfstiere“ züchten, erhalten von der Europäischen Union jährlich ca. 130 Millionen Euro an Agrarsubventionen für ihre Flächen. [1] Diese Fördermittel enthalten ca. 31 Millionen Euro Steuergelder aus Deutschland, da es 24 Prozent des EU-Haushaltes beisteuert. [2]

Somit finanzieren auch deutsche Steuerzahler:innen – ob gewollt oder ungewollt – die grausamen Stierkämpfe in Spanien mit. Auch Österreich trägt die horrenden Subventionen mit.

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Enorme Subventionen halten die Stierkampfindustrie am Leben.

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Stierkämpfe verstoßen gegen Europäisches Übereinkommen

Die europäische Konvention für den Schutz von Tieren in der Landwirtschaft sieht vor, dass Tiere keinen unnötigen oder länger anhaltenden Schmerzen ausgesetzt werden dürfen. [3] Die Zucht von „Kampfstieren“ führt jedoch dazu, dass die Tiere langsam und unter großen Schmerzen und Leid zu Tode gequält werden.

Bei Stierkämpfen werden die Stiere bis zur Erschöpfung mit Lanzen und Holzstöcken mit Widerhaken traktiert. In ihrem Todeskampf werden sie immer wieder aufgehetzt und durch die Arena gejagt. Der vermeintlich erlösende Dolchstoß tötet die Tiere oftmals nicht sofort. Sie werden bei Bewusstsein, gelähmt vor Schmerzen, an ihren Hörnern mit Ketten aus der Arena gezogen. Dann werden sie kopfüber aufgehängt und der Hals wird ihnen aufgeschnitten, sodass sie langsam ausbluten. Jedes Jahr werden in Spanien viele Tausend Stiere in den Arenen zu Tode gequält.

PETA überreicht Petition an EU-Abgeordnete

Im Oktober 2015 überreichten wir von PETA Deutschland eine Petition mit über 11.000 Unterschriften für ein Ende der EU-Subventionen für die Stierkampfindustrie an die deutschen und österreichischen EU-Abgeordneten. Das EU-Parlament stimmte Ende Oktober 2015 darüber ab, ob die spanischen Kampfstierzüchter:innen weiter Agrarsubventionen von der EU erhalten.

Leider wurde der Änderungsantrag, der die Subventionen für die Stierkampfindustrie abschaffen sollte, im November 2015 in den weiteren Instanzen abgelehnt. Es ist jedoch ein großer Teilerfolg, dass das EU-Parlament zum ersten Mal für ein Ende der Stierkampfsubventionen gestimmt hat. Und die Bemühungen gehen weiter: Im März 2021 setzte sich erneut eine Gruppe von 33 EU-Abgeordneten dafür ein, Stierkampfzüchter:innen von den üblichen Agrarsubventionen auszuschließen. PETA unterstützt diese Aktivitäten fortlaufend.

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Bilder alle von Peta.de

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PETA UK und AnimaNaturalis kämpfen für das Ende von Stierkämpfen- und rennen.

Helfen Sie den Stieren!

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an die zuständigen Politiker:innen für ein Ende der Stierkämpfe in Spanien. Unterhaltung und Tradition dürfen niemals offensichtliche Folter von Lebewesen rechtfertigen.

Petition: https://www.peta.de/aktiv/stierkampf-spanien-petition/#petition

Pferdedressur ist Tierquälerei   Leave a comment

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Das habe ich mir schon lange gedacht, dass da massive Tierquälerei dahinter steht. Kein Pferd macht freiwillig solche Bewegungen oder hält den Hals so stark nach unten. Daher ist es höchste Zeit Dressurreiten aus Olympia zu streichen.

Aus der taz

Die pure Unterwerfung

Dressurreiten darf nicht länger olympisch sein. Die Pferde werden zu Figuren gezwungen, die nichts mit ihren natürlichen Bewegungen gemein haben.

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Wunderbar dressiert stehen sie da, die Siegerinnen bei Olympia Foto: dpa

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Das deutsche Dressurteam gewinnt in Tokio zum vierzehnten Mal in der olympischen Geschichte Gold – und alle jubeln. „Deutsche Dressur-Stars im Olympia-Finale unschlagbar“, heißt es in der „Sportschau“und wenn es nach der FAZ geht, hätte „das Dreigestirn“ einen „rauschenden Applaus“ verdient.

Applaus wofür? Für die furchtbarste Tierquälerei? Für die vollkommenste Unterwerfung der Pferde? Zur Erinnerung: Bei den Dressurpferden handelt es sich nicht um Roboterpferde. Es sind lebendige Tiere, die Gefühle und einen eigenen Willen haben. Pferde biegen ihren Hals nicht freiwillig so stark nach unten, dass ihre Nüstern fast den Brustkorb berühren und sie nur noch den Boden sehen können. Denn das ist nicht nur schmerzhaft, sondern für Fluchttiere auch psychisch belastend.

Pferde treten in der freien Wildbahn auch weder trabähnlich auf der Stelle noch galoppieren sie mit gekreuzten Beinen seitwärts über die Wiese. Diese Kunststücke haben – wie es der Name schon sagt – rein gar nichts mit den natürlichen Bewegungsabläufen eines Pferdes zu tun.

2,19 Millionen Menschen haben sich am Dienstag den Auftritt des deutschen Dressurteams in der ARD angesehen – kein anderer Wettbewerb erreichte an diesem Tag eine so hohe Einschaltquote. Hatten Sie, liebe Zu­schaue­r*in­nen und Kolleg*innen, alle Tomaten auf den Augen?

Sieger im Verdrängen

Oder haben die lyrischen Beschreibungen des ARD-Kommentators Carsten Sostmeier Sie hypnotisiert? Oder, und das wäre die traurigste aller Erklärungen, ist Ihre Freude über Goldmedaillen so groß, dass Sie das Leid der Tiere einfach verdrängen? Sostmeier zufolge ist Dressurreiten „nicht das Hineinpressen eines Pferdes in eine Schablone, sondern das behutsame Entwickeln seiner Talente zu einer edlen Silhouette“. Um so einen Satz zu formulieren, muss man schon Olympiasieger im Verdrängen sein.

Wenn das Olympische Komitee neue Sportarten wie Surfen oder Skateboarden aufnimmt, um junge Menschen für die Spiele zu begeistern, dann sollte es sich auch von Disziplinen wie Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreiten verabschieden. Pferdesport ist seit 1912 – da ging die „Titanic“ unter – Bestandteil der Olympischen Spiele.

Statt die Disziplinen zu streichen, kann man natürlich auch einfach die Pferde weglassen. Die Rei­te­r*in­nen könnten sich als Pferd verkleiden und selbst Traversalen, Piaffen und Galopppirouetten vorführen. Wer die ganze Kür über sein Schlüsselbein mit dem Kinn berührt, bekommt einen Extrapunkt.

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Pferdedressur ist Tierquälerei

Veröffentlicht 2. August 2021 von hubert wenzl in Uncategorized

Die Bibel: Das angeblich „göttliche“ und „heilige“ Wort eines Gottes? (2)   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund Wolfang.

wolodja51.wordpress.com

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glaubst du noch 1

(Fortsetzung vom vergangenem Sonntag …. )

Zumal zwecks kritischer Bibelbetrachtung auch eines nicht vegessen werden darf: Alle Bedingungen des Alten Testaments für den Messias mussten im Neuen Testament dazugedichtet werden. Dazu musste der Text so gestrickt werden, dass alle 25 Prophezeiungen aus dem alten Testament für den kommenden Messias (jungfräuliche Geburt + er steht von den Toten auf + er heisst Immanuel usw) , als „erfüllt“ schöngeschrieben sind. Heraus kommt ein Text, der nur noch zu einem kleinen Prozentsatz mit dem Originalleben von Jesus zu tun hat.

Und auf die schöngefärbte Darstellung der Ur-Christen wurde dann auch noch folgendes aufgepfropft: Stellen wir uns einmal vor, heute würde ein Diktator (z.B. Kim Il Sung) beschließen, dass das Leben eines Mannes, der um 1609 gelebt hat, ab heute neue Staatsreligion für sein diktatorisch geführtes Land wird. Und dieser Diktator hätte die Macht, eine für alle verbindliche „Heilige Schrift“ über diesen Mann zu erstellen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Diktator die schriftlichen Überlieferungen die es von diesem Mann gibt, so abändert oder ergänzt, dass alles in seine eigene Staatsphilosophie passt.

Und genau das war die Situation beim Konzil im Jahre 325 n. Christus. Das Römische Reich war während dieser Zeit ein gigantischer diktatorischer Machtapparat, der wie jeder Machtapparat alles in seiner Macht erdenkliche versuchte, seine eigene Macht zu zementieren oder auszubauen. Bei diesem Konzil wurde das Christentum Staatsreligion unter Kaiser Konstantin. Und so kann man es auch nicht ausschließen, dass dort Sätze reingenommen wurden, die Jesus so nie gesagt hat.

Einer dieser Sätze ist höchstwahrscheinlich: „Du bist Petrus der Fels, auf diesem Fels will ich meine Kirche bauen„, denn das ist die einzige Rechtfertigung für die Existenz der Kirche. Das musste aus Selbstrechtfertigungsgründen da rein geschrieben werden, sonst hätte die Kirche keine Existenzberechtigung gehabt. Keiner weiß, welche Sätze da noch Jesus in den Mund geschoben worden sind und welche Sätze aus „Staatsraison“ raus gelassen werden mussten. Das war ein Politikum sondergleichen, denn man kann keinen auf Eroberung und Unterdrückung orientierten Machtapparat aufrecht erhalten mit den unverfälschten Grundsätzen eines „Erleuchteten“.

Und somit haben wir im Neuen Testamant einen Text, der nur noch marginal mit dem Originalleben von Jesus zu tun hat. Daraufhin werden von einem machthungrigen Kaiser Texte nach seinem Gutdünken dazu geschrieben und andere rausgestrichen. Und dazu passierte zusätzlich auch noch folgendes: Im Jahr 325 am Konzil zu Nicäa wurde das Christentum die Staats-Religion des römischen Reiches. Doch damals hat man von all den schriftlichen Überlieferungen, die es zum Leben Jesu gegeben hat, offiziell nur diejenigen herausgesucht, von denen man sagte: das widerspiegelt das wahre Leben Jesu. Und somit haben es auch nur die Evangelien von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes ins Neue Testament geschafft. Der Rest jedoch wurde verbrannt! Das Verhältnis war ungefähr eins zu 15. Man hatte also fünfzehnmal mehr schriftliche Überlieferungen über das Leben Jesu als in den vier Evangelien stehen.

Veröffentlicht 2. August 2021 von hubert wenzl in Religionskritik

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Immer weniger insektenfressende Vögel   Leave a comment

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Jedem Autofahrer wird schon aufgefallen sein, dass kaum noch Insekten an der Frontseite des Autos nach einer ausgedehnteren Fahrt zu sehen sind.

Von wildbeimwild.com

Überall wird von Insektensterben gesprochen. Was bedeutet das für Vögel, die sich von ihnen ernähren? Eine Studie zeigt europaweit Rückgänge auf. Verantwortlich dafür ist aber nicht das Insektensterben allein.

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Ob Bachstelze, Wiesenpieper oder Rauchschwalbe – die Zahl der von Insekten lebenden Vögel ist in den vergangenen 25 Jahren europaweit deutlich zurückgegangen. Durchschnittlich um 13 Prozent sank die Zahl dieser Vögel laut einer im Fachjournal «Conservation Biology» veröffentlichten Studie.    

Die Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung führen diese Entwicklung nicht allein auf das Insektensterben, sondern insbesondere auch auf Veränderungen der Agrarlandschaften zurück. Denn auf Äckern, Wiesen und Weiden hätten sich die Bestände der dort lebenden Vögel besonders verringert.

Noch erschreckendere Zahlen hatte vor zwei Monaten die deutschen Naturschutzbunds Nabu unter Verweis auf eine Zählung des European Bird Census Council genannt. Danach waren die Feldvögel in den Jahren 1980 bis 2017 europaweit um 56 Prozent zurückgegangen. Allerdings unterschieden sich die Zeiträume der beiden Zählungen. Zudem wurden in der älteren Studie nicht nur Insektenfresser, sondern auch Körnerfresser erfasst.

Verlust an Nahrung und Brutplätzen 

Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus vielem: Verlust von Insekten und damit Nahrungsmangel, Verlust von Hecken und damit Brutplätzen, Flächenversiegelung


sagt Katrin Böhning-Gaese

zu den möglichen Ursachen des Schwunds und der Rolle der modernen Landwirtschaft. Bei den insektenfressenden Ackerland-Vögeln sei der Rückgang sehr viel stärker als bei den insektenfressenden Waldvögeln.

 

 

Neben dem starken Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gingen mit dem Trend zu grossflächig angebauten Monokulturen immer mehr Hecken, Ackerränder und Brachen verloren; viele Wiesen und Weiden würden in Ackerland umgewandelt. Dadurch würde es für die Insektenfresser schwerer, Nahrung sowie Brutplätze zu finden. Kälteliebende Arten gerieten zusätzlich durch den Klimawandel unter Druck.

Vögel seien hier Indikatoren für eine «industrielle» Landwirtschaft mit ihren negativen Effekten auf die Biodiversität, sagte Böhning-Gaese, die auch Direktorin des Biodiversitäts- und Klima-Forschungszentrums ist. Gegensteuern liesse sich auf vielen Ebenen:

Das fängt mit der Agrarpolitik in Brüssel an, geht über Planungsentscheidungen der Kommunen bis zur Förderung des Ökolandbaus, der lokalen Vermarktung biodiversitätfreundlich erzeugter Lebensmittel und der Bereitschaft der Konsumenten, mehr für solche Lebensmittel zu bezahlen.


Katrin Böhning-Gaese

Rund die Hälfte aller Vogelarten in Europa ernährt sich von Insekten. Allerdings geht es den Insektenfressern der Studie zufolge nicht überall gleich schlecht: In den meisten Lebensräumen gingen nur vereinzelte Arten zurück, hiess es.

Vogelschutzrichtlinie wird 40   

Der Nabu forderte unterdessen effektive Managementpläne für Vogelschutzgebiete und die konsequente Verfolgung der Jagd auf Singvögel im Mittelmeerraum. Obwohl die Europäische Vogelschutzrichtlinie, die am 2. April 40 Jahre alt wird, eines der weltweit erfolgreichsten und fortschrittlichsten Naturschutzgesetze sei, sei sie auch nach 40 Jahren noch nicht vollständig umgesetzt, sagte der Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Grosser Schwachpunkt sei die fehlende Wirksamkeit in der Fläche, hiess es mit Blick auf die europaweite Vogelzählung: Während sich viele seltene Arten dank der Schutzmassnahmen mittlerweile gut entwickelten, sei bei den Beständen weitverbreiteter «Allerweltsvogelarten» ein Einbruch zu verzeichnen.

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Immer weniger insektenfressende Vögel

Veröffentlicht 31. Juli 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Protestwelle gegen das betäubungslose Schlachten 2021!   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund Wolfgang.

wolodja51.wordpress.com

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5 O.A.B.A. Frontfoto Schächten

Von respektiere e.V.

Im kleinen Weinviertler Ort Bruderndorf, unweit von Stockerau, aber dennoch bereits wieder völlig abseits des Stroms der Geschichte, befindet sich der Schlachthof des Herrn G., wo vor allem Fleischesser aus dem muslimischen Kulturkreis bedient werden. Zu Beginn des islamischen Opferfestes, vergleichbar mit dem mit ebenfalls übermäßigen Fleischverzehr einhergehenden christlichen Osterns oder Weihnachtens – beides Feste, die genauso direkt in das (noch) massenhafte(re) Abschlachten von Tieren münden – verdient der Betreiber wohl auch ganz gut an seinem ‚betäubungslosen-Schlachten-Angebot‘; jedenfalls wird die Anzahl der Opfer jedes Jahr auf ein Neues in die Höhe geschraubt. Heuer, so dem Vernehmen nach, sollen es bereits weit mehr als 1000 Schafe gewesen sein, welche innerhalb von drei Tagen einen fürchterlichen Tod starben.

Denn allesamt stand den Tieren die Tortur des Schächtschnitts, also das Aufschneiden der Luft- und Speiseröhre ohne vorhergehende Anästhesie, bevor; eine Tötungsart, die in Österreich eigentlich und ganz und gar selbstverständlich strikt verboten ist! Weil aber die Religionsfreiheit laut den Gesetzesbüchern ein ‚höheres Gut‘ als der Tierschutz darstellt, werden Ausnahmen erteilt, dann, wenn eine anerkannte Religion glaubhaft macht, dass ein derartiger Ritus als Pflicht in den ‚heiligen Büchern‘ der jeweiligen Gemeinschaft niedergeschrieben ist.

Und all das scheint nicht genug: Zudem, wir wir in den letzten Tagen beweisen mussten, haben die armen Tiere am Tag vor ihrem Tod auch noch einen Langstreckentransport quer durch Europa, von Rumänien bis nach Österreich, zu erdulden…

Hier den ganzen Beitrag lesen …..

Das schwärzeste aller Verbrechen   Leave a comment

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Christen gegen die Kreatur
Eine Polemik
Karlheinz Deschner

Auszug.
Mit wahrem Haßvergnügen werfen die größten katholischen Heiligen ihren Mitmenschen Tiernamen an den Kopf, bevorzugt andersgläubigen Christen: „Tiere in Menschengestalt“, „Füchse“, „Wölfe“, „tolle Hunde“, „schmutzige Schweine“, „Schlachtvie für die Hölle“; indes etwa Luther den Heiligen Vater „Krokodil“ tituliert, „Drachen und Höllendrachen“, „Bestie der Erde“, „Papstesel“, „Papstsau“ usw. (Ist ja auch die Frau für Luther „ein Kind“, „ein halbes Kind“, „ein Toll Thier“.)

Entsprechend figuriert das Tier in der christlichen Kunst. Zwar ist es – durch die ferne Erinnerung an seine einstige Dignität, ja Göttlichkeit – noch lange ambivalent, versinnbildlicht zum Beispiel der Fisch (vordem der Fischgöttin Atargatis heilig, dann zur Fastenzeit ein sehr begehrtes Freßprodukt) sogar Christus. Doch unvergleichlich häufiger verkörpern Tiere das Böse. Sie werden verhäßlicht, dämonisiert; am schlimmsten die Schlange, die, als der Erde am nächsten, das meistverehrte Tier der Urreligionen ist; die in vorbiblischer Zeit Weisheit, Fruchtbarkeit, Wiedergeburt, im Indischen als die sich in den Schwanz Beißende (also Endlose) die Zeit symbolisiert, den Kreislauf des Universums, die menschliche Lebenskraft; die Schlange, die man auch im griechischen Delphi, lange vor der Klassik, als Sinnbild des Lebens, der Erneuerung, als sacrum empfindet, bis sie Apollo, der Gott der Vernunft, erschlägt.

Und im Alten Testament verführt die Schlange die Frau, die ihrerseits wieder den Mann betört, worauf die Kirche durch zwei Jahrtausende das Weib mit Eifer und Geifer verunglimpft, benachteiligt und die Schlange wie kaum ein anderes Tier verteufelt: Inbegriff der Sünde nun, Staubfresserin, nicht mehr Wiedergeburt verheißend, sondern Tod; die Jungfer Marie, die reine, zertritt ihr den Kopf.

Wer kennt nicht in romanischen, in gotischen Christentempeln all die Greuelkreaturen, die zerquälten Tiergesichter, von irgendwelchen Heiligen zertreten. An Portalen, Tympana, an Kapitellen mutiert das Tier zur Bestie: Raben, Hunde, Hasen, Kröten, Esel, Löwen, Wölfe, Widder, Drachen, samt und sonders Satansbiester, Teufelsfratzen; womit implizit stets auch der „Sünder“, das „Tier in uns“ getreten wird, die Sexualität. „Der Teufel“, schreibt Friedrich Heer, wird da dem Volk präsentiert „als ein ,Vieh`, ein ,schweinisches Vieh`“.

Luther, der ja „teglich“ mit Beelzebub „tzu Hareligen mußte“, „er schläfet viel mehr bei mir als meine Käthe“, weiß ihn „verborgen in den Affen und Meerkatzen“, zumal jedoch in der Schlange. Und das ihm immer wieder Unterstellte, „daß auch die Belferlein und Hündlein in den Himmel kommen“, steht bei ihm keineswegs geschrieben.

Zum puren Vergnügen marterten mittelalterliche Christen im Spiel vom Geflügel bis zu den Rindern alles zu Tode. Schweinewurden am Strang gesetzesgerecht hingerichtet, Hunde als Teufelsgehilfen gepeinigt und lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch Katzen flogen am Johannistag in ganz Westeuropa fuhrenweise ins Feuer; in Metz veranstaltete man mit ihnen, unter klerikaler Patronanz, entsetzliche Autodafés bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

„Grausamkeit gegen Tiere“, notiert Alexandervon Humboldt, „kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.“

Aber bei wahrer Religion.

Tausende von Tieren wurden vom 9. bis zum 19. Jahrhundert – segensreiche Nachwehen alttestamentlicher Theokratie – strafverfolgt und barbarisch exekutiert, häufig wegen sogenannter Bestialität (sodomia ratione generis). Auch den Klerus bedrohte man dafür mit Strafen, erst recht die Laien, und wollte noch die lasterhaften Tiere umgebracht und den Hunden vorgeworfen sehen. Doch auch Hunde büßten, hatten sie gesündigt, schrecklich, wie jene „Punzenlecker“, die man 1771 im Pariser Raum, waren sie Rüden, sämtlich konfiszierte und verbrannte. Denkwürdig, beiläufig, daß die christliche Kirche das von den Juden übernommene Gesetz gegen Bestialität auf die Juden selbst ausgedehnt hat. Galt doch der Koitus zwischen Christ und Jüdin – hier knüpften, wie nicht selten dann in dieser Hinsicht, die vom Kirchenschwachsinn inspirierten Nazis an – als gleichwertig dem mit einem Tier.

Nun gibt es Christen, die gern jenen, der dem Bruder Esel predigte, den Vögeln, als Alibi benutzen, Franz von Assisi, diese fast singuläre Lichtgestalt in all den finsteren Geschehnissen der Kirchengeschichte. Seine Beziehung aber zum Tier, wie halbherzig auch immer – er wandte sich bei eklatanten Roheitsakten „nicht gegendie Roheit selbst und erst recht nicht gegen die Rohlinge persönlich“ (so der Bayreuther Soziologe Gotthard Teutsch) -, nahm die Kirche nie wirklich ernst; Papst Innozenz III. kommentierte, der Überlieferung zufolge, er solle doch den Schweinen predigen.

Und dreieinhalb Jahrhunderte später, 1567, verbot Pius V. – Inquisitor und heilig – durch die Bulle „De salute gregis“ zwar Stierkämpfe „für ewige Zeiten“, doch nicht, wie meist hingestellt, als Humanitätsakt gegenüber den Stieren und oft grauenhaft krepierenden Pferden, sondern nur, wie § 1 testiert, wegen der „häufigen Todesfälle von Menschen, Verstümmelungen menschlicher Glieder und Gefahr für das Seelenheil“. Wieder dreihundert Jahre darauf Mitte des 19. Säkulums, untersagte Pius IX. die Eröffnung eines Tierschutzbüros in Rom; habe der Mensch doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten – und 1985 erfolgte der erste Schritt zu seiner Heiligsprechung kraft offizieller Anerkennung seiner „heroischen Tugend“.

Und heute? Klipp und klar erklärt 1993 der „Katechismus der Katholischen Kirche“: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig …“.

Ja, hält dieser katholische Katechismus nicht weiter Tür und Tor offen für jede Scheußlichkeit gegenüber einer ganz und gar wehrlosen, ganz und gar schuldlosen, aber ganz und gar versklavten Kreatur? Gegenüber Geschöpfen, die oft in ihrem Erleben, Fühlen, wie Genetik, Biologie, Verhaltensforschung, wie ja auch alltägliche Erfahrungen zeigen, uns in vielem sehr ähnlich, uns nicht selten inniger, treuer zugetan sind selbst als menschliche Freunde? Doch fort und fort darf das animal rationale mit (nicht nur) katholischem Plazet Leichen genießen; fort und fort darf es weiter sich vollstopfen mit Fleisch und Fisch bis zum Rande seines Fassungsvermögens, wofür Jahr um Jahr Milliarden „Mitgeschöpfe“ verröcheln müssen, weit mehr als die Hälfte unbetäubt; ist ja auch nach den EKD-„Texten“ 41, 1991, das „Gewaltverhältnis“ zwischen Mensch und Tier „grundsätzlich unaufhebbar“. Und weiter darf der Mensch, laut „Weltkatechismus“, sich geschäftlich der Tiere bedienen. Und wie bedient er sich? Indem er Robbenbabys vor den Augen ihrer Mütter zu Tode knüttelt. Indem er Karakullämmer gleichsam pränatal aus dem Mutterleib prügelt. Indem er in den Ferkel-, den Hühnerbatterien, den Mastboxen und Dunkelställen die ihm rettungslos, ihm wie Sachen, nein, wie Dreck Ausgelieferten derart zusammenpfercht, daß sie in ihrer Not einander Schwänze und Ohren abbeißen oder die eigenen Jungen fressen.

Und seit dem 11. Dezember 1996 erlaubt unsere christliche Regierung das Halten von noch mehr Tieren als bisher „pro Anlage ohne Genehmigung“ – beinah dreimal soviel! Man bedient sich der ohnmächtigen Kreatur, der „Mitgeschöpfe“, indem man ungezählte Kälbchen auf qualvollstem Transport ihren Schlächtern lebend, sterbend, schon krepiert, zukarrt, um die „Frühvermarktungs-„, die „Herodes-Prämie“ zu kassieren, ein Schimpf- und Schandgeld sondergleichen!

Das Monster der Schöpfung darf Tiere zum Amüsement gebrauchen. Und wie gebraucht es sie? Indem es Enten, Gänsen, Hühnern um die Wette die Köpfe abreißt. Indem es beim „Steer Busting“ Tiere mit dem Lasso an den Hinterläufen fängt und herumschleift, bis sie sterben. Indem es Stieren, vor ihrem Todeskampf in der Arena, die Nase mit Watte verstopft, die Augen mit Vaseline verkleistert. Indem es an gewissen Heiligenfesten in Spanien mit pfarrherrlichem Beistand Ziegen und ihre Jungen lebend vom Kirchturm stürzt.

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Das schwärzeste aller Verbrechen

 

Zugenähte Augen: Affenbaby aus Tierversuchslabor gerettet   Leave a comment

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Grausamkeit ohne Grenzen. Diese Experimentatoren oder Teufelsgestalten wie man sie besser nennen sollte, machen vieles aus Neugier ohne das geringste Mitgefühl.

Von Peta.de

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Bildquelle: Peta.de

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Für Tierversuche nähten Experimentatoren die Augen des kleinen Affenjungen Britches zu und schnallten ein schweres Sonargerät auf seinen Kopf, das ein permanent kreischendes Geräusch aussandte. Dann sperrten sie das Affenkind in einen kahlen Drahtkäfig. Britches Fall zeigt, weshalb Tierversuche nicht nur grausam, sondern schlechte Wissenschaft sind. Es ist an der Zeit, moderne, tierfreie Forschungsmethoden voranzutreiben.

Im Versuchslabor geboren, um missbraucht zu werden

Das Leben von Britches begann im März 1985 in einem Labor der US-amerikanischen University of California, Riverside. Das Affenbaby war in einem Tierversuchslabor zur Welt gekommen, sogenannte Forscher:innen entrissen Britches seiner Mutter direkt nach der Geburt.

In den ersten fünf Wochen seines Lebens kannte Britches nichts als Isolation und Dunkelheit. Mutterseelenallein in einem Käfig gefangen konnte sich das Affenbaby lediglich an einem traurigen „Mutterersatz“ festhalten – einem mit Stoff umwickelten Drahtgestell. Nahrung bekam Britches aus der Flasche. Wäre es nach den Experimentatoren des Labors gegangen, hätte das Martyrium des kleinen Affen drei Jahre gedauert.

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„Forscher“ haben Britches die Augen zugenäht, um an ihm zu experimentieren. – Bild von Peta.de

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Rettung für Britches und Hunderte weitere Tiere

Nach fünf grauenhaften Wochen voller Einsamkeit und Verzweiflung wurde er im April 1985 befreit – in einer illegalen Aktion von Mitgliedern der Animal Liberation Front. Gemeinsam mit Britches wurden Hunderte weitere Tiere gerettet, darunter Katzen, denen ein Auge zugenäht worden war, Opossums mit verstümmelten Augen und halb verhungerte Kaninchen.

Zum Zeitpunkt seiner Rettung war Britches in einem katastrophalen Zustand: Auf seinem Kopf befanden sich offene Wunden; seine Augenlider waren durch die dicken Fäden eingerissen und dauerhaft deformiert. Seine Muskeln waren unterentwickelt, er litt unter Krämpfen und unregelmäßigen Kreischanfällen. Ein Tierarzt, der Britches nach seiner Rettung untersuchte, sagte: „Es gibt schlichtweg keine Rechtfertigung für dieses schamlose, schmerzhafte Experiment.“

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Trotz Qualen ein Happy End

Britches wurde fürsorglich aufgepäppelt. Als er fünf Monate alt war, konnte er in eine Auffangstation gebracht werden, wo er in einem großen Außengehege mit anderen Affen spielen konnte.

Eine Affendame adoptierte Britches und kümmerte sich um ihn, als sei er ihr leibliches Kind. Die Verbindung der beiden festigte sich und schnell zeigte sich, dass Britches genau das liebte, was die Experimentatoren ihm für immer verwehren wollten: Umarmungen und eine innige Mutter-Kind-Beziehung. Die Geschichte von Britches hat ein Happy End, denn trotz der Qualen in den ersten Lebenswochen konnte er noch 20 Jahre lang ein weitestgehend normales Affenleben führen.

Tausende Affen, Hunde, Kaninchen, Fische und Pferde leiden jedoch weiterhin täglich in grausamen Versuchen für schlechte Wissenschaft.

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Hier weiterlesen:

Zugenähte Augen: Affenbaby aus Tierversuchslabor gerettet

 

 

 

„Ich verstehe nicht, warum munter weiter Fleisch gekauft wird“   2 comments

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Rainer Hagencord, 59, geboren im Münsterland, leitet das Institut für Theologische Zoologie in Münster und wirbt für eine Theologie, die die Tiere nicht vergisst.

(Rainer Hagencord ist leider heute verstorben).

Korrektur: Gestorben ist Bernd Hagenkord und NICHT Rainer Hagencord. Hagenkord also mit K.

(Bernd Hagenkord SJ war ein deutscher Ordensgeistlicher und kirchlicher Journalist. Er leitete von 2009 bis 2019 die deutschsprachige Redaktion von Radio Vatikan bzw. ab Dezember 2017 Vatican, † 26. Juli 2021 in München.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Hagenkord )

Auszug.

„Ich verstehe nicht, warum munter weiter Fleisch gekauft wird“

Wie steht die christliche Theologie zum Thema Tierschlachtung und Fleischverzehr?

Große Propheten im Alten Testament wollten allesamt an einen Gott glauben, der Barmherzigkeit will und keine Opfer. Schon zu Beginn sind Tiere in der Bibel die ersten gesegneten Geschöpfe, sie werden mit dem Menschen zusammen am sechsten Tag erschaffen. Sie bleiben nach dem vermeintlichen Sündenfall im Garten Eden, sind Bündnispartner Gottes nach der großen Sintflut, sind Lehrer für Bileam, Hosea, Hiob und letztlich auch für Jesus. Doch die heutige Theologie hat die Tiere vergessen.

Wie kommt das?

Es gab in der Geistesgeschichte Europas mehrere Epochen, in der die Natur abgewertet wurde. In der Aufklärung etwa treten Denker wie Descartes und Kant auf, die die Größe des Menschen und seiner Freiheit betonen. Aber sie taten es auf Kosten der Tiere. Descartes formuliert einen Dualismus, in dem nur der Mensch eine vernunftbegabte Seele besitzt, die Tiere hingegen sind seelenlose Automaten. Hier setzt sich die Vivisektion durch, man hat Tiere bei lebendigem Leibe aufgeschnitten. Descartes sagt dazu: Ob eine Tür quietscht oder ein Hund jault, das sei das gleiche. Es sei nur Mechanik. Wenn heute Agrarindustrielle sagen, Schweine seien Rohstoffe, ist das Descartes pur. Und die Theologie folgt dem.

Aus Ihnen spricht Verzweiflung und Aussichtslosigkeit. Wie lautet Ihre Prognose für die kommenden Jahre?

Der Klimawandel ist weit fortgeschritten, das Artensterben dramatisch. Und statt „Ökologie vor acht“ heißt es im Fernsehen weiter „Börse vor acht“, was mir sagt: Wir glauben weiterhin, dass es der Fortschritt schon irgendwie regeln wird. Aber das ist ein Trugschluss. Deshalb ist das Einzige, was mir bleibt, konkrete Lebensräume zu erschaffen und eine Bildung zu etablieren, in der der Respekt vor allem, was lebt, im Mittelpunkt steht. Hier in Münster bauen wir mit Hilfe von Kooperationspartnern an einer solchen Arche. Damit erlebe ich wieder Glück und Lebensmut.

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„Ich verstehe nicht, warum munter weiter Fleisch gekauft wird“

Die Bibel: Das angeblich „göttliche“ und „heilige“ Wort eines Gottes? (1)   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund Wolfgang.

wolodja51.wordpress.com

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bibel

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Die Frage ist immer die: Hat uns dieses göttliche Wesen durch irgendetwas, oder durch irgendjemand irgendwelche Regeln gegeben, die wir befolgen sollen? Ja oder Nein? Die Religion muss diese Frage unbedingt mit Ja beantworten, denn anderenfalls hätte sie keinerlei Daseinsberechtigung mehr. Dieses Absolute (was viele Gott nennen) hat nach meiner festen Überzeugung weder Dir noch mir irgendwelche „Regeln“ verordnet – und das erst recht nicht in schriftlicher Form. Und somit gibt es auch kein gottgefälliges Verhalten! Aber genau das ist die grosse Illusion, auf der alle Religionen aufbauen.

Stellen wir uns einmal folgendes vor: Einige Leute sitzen in einem Kreis auf Stühlen und einer erzählt eine Botschaft ins Ohr seines Nachbarn und dieser erzählt das soeben Gehörte abermals weiter in das Ohr seines rechten Nachbarn, bis sie schliesslich von all diesen in einem Kreis versammelten Leuten gehört und vernommen worden ist. Und am Ende des Kreises muss der letzte erzählen, was er verstanden hat, wobei dessen Erzählung höchstwahrscheinlich nicht mehr sonderlich viel mit der ursprünglichen und zu allererst gehörten Botschaft zu tun haben wird.

Das Neue Testament wurde ungefähr 70 bis 133 Jahre nach Jesu Tod aufgeschrieben. Das bedeutet, dass man versucht hat, die Geschichte des angeblich verheißenen Messias aufzuschreiben, von dem es keinerlei schriftliche Aufzeichnungen – sondern nur mündliche Überlieferungen gab. Mit anderen Worten: Da hat jemand etwas gehört, das wurde weiter erzählt, der Empfänger hat es wieder weiter erzählt, dieser Empfänger hat es wieder weiter erzählt usw. Ich wage mal zu behaupten, dass alle diese Geschichten durch etliche von Ohren und Mündern transportiert worden sind. Doch was bleibt eigentlich von solchen Mund zu Mund Übertragungen an Kerngehalt noch übrig? Oder anders gefragt: Ist sowohl das Alte Testament sowie auch das Neue Testament „göttliches“ und „heiliges“ Wort eines imaginären Gottes? Ganz sicherlich nicht, denn wer auch immer das glaubt und behauptet, begegnet im Neuen Testament nur den Erzählungen der vier Evangelisten, also den angeblichen „Wahrheiten“ derer, die letztlich nur das aufgeschrieben haben, was ganz am Schluss in deren Ohren vernommen wurde und angekommen ist.

 

Die Bibel: Das angeblich „göttliche“ und „heilige“ Wort eines Gottes? (1)