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Stallbrände in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz   Leave a comment

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Es ist schon traurig, dass es kaum Brandschutzvorschriften in Tierhaltungsanlagen gibt. Man sieht daran welchen Wert man den Tieren beimisst.

Von Peta.de

Allein in Deutschland kommt es jedes Jahr zu zahlreichen Bränden in Tierhaltungsanlagen. Zehntausende Tiere kommen dabei auf eine grausame Weise ums Leben: Rinder, Schweine, Hühner und andere Tiere verbrennen bei lebendigem Leib oder ersticken qualvoll. Viele dieser Brände werden durch erhebliche Mängel beim Brandschutz und durch marode technische Anlagen ausgelöst. Erschwerend kommt hinzu, dass es kaum Brandschutzvorschriften in Tierhaltungsanlagen gibt. Einfache Brandmelder ,die auf einem Mobiltelefon Alarm schlagen, könnten helfen, damit Brände in oftmals weit abgelegenen Ställen schneller bemerkt werden. Jedoch ist häufig auch eine Hilfe unmöglich, wenn die Rettungskräfte zügig vor Ort sind. Denn hunderte oder gar zehntausende Tiere, eingesperrt in enge Buchten oder Käfige, sind unmöglich zu retten. Die Anzeigen von PETA sollen die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit, Behörden und Justiz auf diesen Zusammenhang lenken, damit im Genehmigungsverfahren von Tierställen entsprechende Brandschutzvorkehrungen umzusetzen sind, die die Rettung der Tiere in Brandfällen ermöglichen.

Hier nur ein paar Stallbrände des Monats Juni 2020.

Juni 2020

Rietberg (Deutschland)Bei einem Stallbrand starben mehr als 400 Schweine, da die Dächer der Ställe aufgrund des Feuers zusammengebrochen sind. Das Feuer griff auch auf ein angrenzendes Wohnhaus über, das nun nicht mehr bewohnbar ist. Der Schaden beläuft sich auf etwa 800.000 Euro, die Brandursache ist noch unklar.

Quelle: https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/rietberg-nrw-brand-schweine-wohnhaus-dachstuhl-feuerwehr-13797417.html (zuletzt eingesehen am 16.06.2020)Stuhlfelden (Österreich)Aufgrund eines elektrischen Defekts an einer Stromleitung kam es zu einem Stallbrand, wobei eine Kuh verendetet. Die Gesamthöhe des Sachschadens ist noch unklar.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3053209/ (zuletzt eingesehen am 16.06.2020) Schwende (Österreich) Bei einem Brand in einem Alpstall verendeten elf Kühe und drei Geissen. Der Stall brannte komplett nieder, obwohl die Feuerwehr schnell einsatzbereit gewesen ist. Das Feuer wurde mit großer Wahrscheinlichkeit von einem heftigen Blitzschlag verursacht.

Quelle: https://www.bluewin.ch/de/newsregional/ost/elf-kuhe-und-drei-geissen-kommen-bei-stallbrand-ums-leben-407955.html (zuletzt eingesehen am 06.07.2020)Quarnbek (Deutschland)Bei einem Brand in einem Schweinestall verendeten mindestens 300 Schweine. Den Ermittlungen zufolge lösten Schweißarbeiten einer angrenzenden Werkstatt die Flammen aus, die dann auf den Schweinestall übergegriffen waren. Es kam zu einer enormen Qualmentwicklung, da auf dem Dach des Gebäudes Asbest verbaut war. Die genaue Anzahl der verstorbenen Tiere sowie die Summe des Sachschadens sind noch nicht bekannt.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Quarnbek-Schweissarbeiten-fuehrten-zum-Brand,feuer4764.html (zuletzt eingesehen am 06.07.2020)
Nachtrag:
Jüngeren Berichten zufolge verendeten 450 Ferkel und 14 Sauen in dem Feuer. Die Schadenshöhe wird auf einen hohen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Quelle: https://www.boyens-medien.de/artikel/schleswig-holstein/feuer-mit-toten-schweinen-von-schweissarbeiten-ausgeloest-341971.html (zuletzt eingesehen am 06.07.2020)

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Stallbrände in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz

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Gruß Hubert

NSU: Schwere Vorwürfe gegen Nürnberger Polizei   Leave a comment

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Es wird oft auch geredet von einem Versagen der Behörden. Es ist schlimmer als ein Versagen, denn man wollte gar nicht in die rechtsextreme, ausländerfeindliche und rassistische Richtung ermitteln. Und das auch noch nach über zehn Jahren. Das wäre wirklich dümmer als die Polizei erlaubt. Es war ja das augenscheinlichste Motiv dieser Morde, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit in die rechtsextreme Richtung ginge. Die Ermittler haben sich nie entschuldigt, dass man die Opfer verdächtigte und beschuldigte. Der deutsche Rechtsstaat hat in diesem Fall versagt und ein Armutszeugnis abgelegt.

aus br.de

Nebenklageanwältin Seda Basay erhebt massive Vorwürfe gegen die Ermittler im Fall Enver Simsek. Es habe schwere Ermittlungsfehler gegeben – in den Augen der Polizei musste das Opfer selbst schuld sein an seinem Tod.

Heute geht die Bundesanwaltschaft davon aus,  dass die Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Simsek erschossen und Beate Zschäpe die Taten mittrug. Enver Simsek war das erste Opfer der rassistischen Ceska-Mordserie des NSU. Obwohl acht weitere türkisch- bzw. griechisch-stämmige Geschäftsleute nach ihm mit derselben Waffe erschossen wurden, ermittelte die Polizei nie in Richtung eines rassistischen Motivs, sagt Basay.

Ein kleiner Einschub: Für Verwunderung sorgte bei Vertretern der Nebenklage, dass der LKA-Experte fast zwei Jahre für die Erstellung seines ersten Gutachtens brauchte. Er konnte sich nicht mehr genau erinnern, warum es so lange gedauert hatte, verwies aber darauf, dass die Abteilung „sehr stark ausgelastet“ sei.

https://www.br.de/nachricht/nsu-prozess/nsu-prozess-26-verhandlungstag-102.html

Hartnäckig an den Tätern vorbei ermittelt

Mal soll Enver Simsek eine Geliebte gehabt haben, dann suchten die Ermittler Verbindungen zum Drogenmilieu oder glaubten an eine Schutzgelderpressung. Nur auf Rassismus als Motiv für den Mord kamen die Ermittler nicht – und das über ein Jahrzehnt lang.

Enver Simseks Sohn Abdulkerim sagte im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk, als es weitere Opfer gab, sei der Familie klar gewesen, dass die rechte Szene dahinterstecke:

„Wir hatten erwartet, dass die Polizei in der Richtung auch ermittelt, aber es geschah nichts. Immer wurde behauptet, dass mein Vater ein Krimineller sei, dass wir schuld seien und das ging elf Jahre lang.“

Abdulkerim Simsek, Sohn von Enver Simsek gegenüber dem BR

Laut Simsek war es eine Erleichterung, als rauskam, dass der NSU hinter dem Mord an seinen Vater steckte.

„Nach elf Jahren konnte wir wirklich sagen, wir waren Opfer. Mein Vater ist unschuldig, er wurde ermordet, nur weil er Türke ist.“

  Abdulkerim Simsek, Sohn von Enver Simsek gegenüber dem BR

Das Leid der Ehefrau

Als Nebenklage-Anwältin Seda Basay die Ermittlungsfehler nach dem Mord an dem Blumenhändler in Nürnberg aufzählte, sprach sie vom Verdacht gegen ein unbeteiligtes farbiges Paar – deren Auto in den Akten als „Negerfahrzeug“ bezeichnet wurde.

Sie sprach auch von der ersten Vernehmung von Enver Simseks Frau, während ihr Ehemann im Krankenhaus im Sterben lag. Von unangemessenen Fragen, falschen Verdächtigungen, die die ganze Familie belasteten – ohne konkrete Anhaltspunkte. Das Problem sei nicht gewesen, dass die Polizei im Umfeld der Familie ermittelt habe, sagte Basay. Sondern, dass sie einfach nicht damit aufgehört habe. Und: Dass die Ermittler sich nie bei der Familie entschuldigt hätten.

Von: Lisa Weiß

NSU: Schwere Vorwürfe gegen Nürnberger Polizei

 

NSU-Prozess

„Die harten Fragen werden bislang vermieden“

VIDEO

https://www.br.de/mediathek/video/nsu-prozess-die-harten-fragen-werden-bislang-vermieden-av:5a3c52254197220018884bae

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Siehe auch aus Spiegel.de

„Die haben uns kaputtgemacht“

Abdulkerim Simsek, Sohn des ersten NSU-Opfers Enver Simsek, über verloren gegangenes Vertrauen, Drohbriefe an seine Anwältin Seda Basay-Yildiz und den Mord an Walter Lübcke.

Am 11. Juli 2018, wurde Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München als NSU-Terroristin wegen Mittäterschaft bei dem Mord an Enver Simsek und bei neun weiteren Morden zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte die besondere Schwere ihrer Schuld fest. Für Angehörige der NSU-Opfer wie Abdulkerim Simsek ist der Fall noch längst nicht Vergangenheit.

[…]

SPIEGEL ONLINE: Was genau ärgert Sie so sehr?

Simsek: Wir haben immer gesagt, Kassel ist eine Neonazi-Hochburg. Darauf haben wir im Prozess immer wieder hingewiesen. Wir haben geschrien: Es gibt noch andere Leute! Aber auf uns wurde nicht gehört. Es wurde immer so dargestellt, dass der NSU nur aus drei Leuten besteht – aus Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Aber für mich ist ganz klar: Das ist ein Netzwerk. Die Familie Lübcke tut mir furchtbar leid. Ich bin fest davon überzeugt, dass der NSU und der Mord an Herrn Lübcke miteinander verstrickt sind. Da steckt mehr dahinter. Ich habe nur keine Hoffnung, dass wir die Hintergründe jemals erfahren werden.

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„Die haben uns kaputtgemacht“

 

Siehe auch:

Siehe auch Spitzel, Spione, Geheimdienste – unter Geheimdienstliches Verdunkelungssystem in Aktion

https://t1p.de/Geheimdienstliches-Verdunkelungssystem-in-Aktion

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Gruß Hubert

An diesen Krankheiten leiden Schweine in der Mast   Leave a comment

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Unglaublich was die Verantwortlichen den Schweinen für ein „Leben“ zumuten. Und das soll legal sein…?? Es ist eine Schande wie würdelos Menschen mit Tieren umgehen.

Von Peta.de

 

Bild von Peta.de

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Vielen Menschen ist heute bewusst, dass Schweine in der Landwirtschaft ein qualvolles Leben führen. Etwa 99 % aller Schweine leben in der konventionellen Tierhaltung. Das bedeutet für die Tiere: Kastenstände in der Zucht, harte und kotverdreckte Spaltenböden, eine völlig reizarme Umgebung und niemals frische Luft. Auch ein Ball oder eine Metallkette, die alibimäßig als „Spielzeug“ in Schweinebuchten gehängt werden, ändern nichts an der frustrierenden Eintönigkeit, unter der die Tiere leiden.

Auch die verbleibenden 1 % der Schweine aus der Biohaltung werden mit wenigen Monaten im Schlachthaus getötet. Davor haben sie zwar etwas mehr Platz, Frischluft und Stroh, aber das macht in der Regel noch kein erfülltes Schweineleben aus. Schweine sind ausgesprochen intelligente und neugierige Tiere. Am liebsten wühlen sie den ganzen Tag durch die Erde, spielen und baden. So wie wir es von Hunden kennen, genießen auch Schweine Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.

Schweinemast – ein krankes System mit kranken Tieren

Je nach Betriebsstruktur sind in der Schweinemast in einer einzigen Bucht etwa 10 bis mehrere hundert Artgenossen untergebracht. Das Leben in diesen reizarmen Buchten ohne Frischluft und mit harten Spaltenböden, unter denen sich Kot und Urin der Tiere sammeln, macht die Schweine nachweislich krank.

Würmer, Entzündungen und Abszesse

Der Befall mit Spulwürmern ist ein weit verbreitetes Problem in der Schweinehaltung und betrifft den Darm der Schweine. Der Wurmbefall ist an weißen Flecken auf der Leber erkennbar. Er schwächt die Tiere, führt zu Durchfällen und macht die Schweine empfänglicher für andere Erkrankungen, wie beispielsweise Salmonellen.

Auch die harten und kotverdreckten Spaltenböden sind für Tierleid verantwortlich, denn sie verursachen Entzündungen und Abszesse, die vor allem an den Gelenken auftreten, sich aber im ganzen Körper ausbreiten können. Viele Tiere leiden unter schmerzenden und mit Eiter gefüllten Abszessen, die bei der Verarbeitung des Fleisches im Schlachthof nicht selten einfach weggeschnitten werden.

Aufgrund ihrer extrem guten und empfindlichen Nasen werden Schweine mancherorts zu sogenannten Trüffelschweinen ausgebildet, die den wertvollen Pilz unter der Erde erschnüffeln. In den Buchten der Schweinemast hingegen sind die Tiere gezwungen, Tag und Nacht inmitten ihrer Exkremente zu leben, was bei den von Natur aus reinlichen Tieren enormen Stress auslöst. Sie haben keine andere Wahl, als dort zu liegen und zu essen, wo andere Schweine Kot und Urin absetzen. Aufgrund der beengten Verhältnisse, bei denen einem Schwein von etwa 100 Kilo nicht einmal 1 Quadratmeter Platz zur Verfügung steht, ist es für die Tiere unmöglich, sich verschiedene Funktionsbereiche einzuteilen. Kot und Urin werden durch die Spalten im Boden in unterhalb der Buchten befindliche Güllegruben gedrückt, was zu einem toxischen Raumklima führt. Der hohe Ammoniakgehalt in der Luft reizt die Schleimhäute der Tiere und führt zu brennenden, entzündeten Augen sowie Atemwegserkrankungen bis hin zur krankhaft veränderten Lunge.

Kleingeschnitten und mariniert – kranke Tiere auf dem Teller

Die oben genannten Beispiele aus der Schweinemast zeigen, dass viele Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung unter verschiedensten Krankheiten leiden – und dass diese kranken Tiere letztlich auf unseren Tellern landen. Das Beispiel der Schweine lässt sich auch auf die Haltung von Rindern in der Mast- und Milchindustrie sowie auf Enten, Puten und Hühner in der Fleisch- und Eierindustrie übertragen. In der Tierwirtschaft geht es in erster Linie um Profit. Kranke Tiere gehören in den meisten Fällen zu diesem kranken System – ein System, das nicht nur die Gesundheit der Tiere aufs Spiel setzt, sondern auch unsere eigene Gesundheit und die unserer Umwelt.

Was Sie tun können

Schweine sind wunderbare Lebewesen mit individuellen Charakteren. Die Einteilung in sogenannte Nutz- und Haustiere ist menschengemacht und muss endlich aus unseren Köpfen verschwinden. Probieren Sie die Fülle an pflanzlichen Produkte, die heute in Supermärkten und Biomärkten erhältlich ist, und holen Sie sich Hilfe beim Umstieg in ein veganes Leben – beispielsweise mit unseren kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm.

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An diesen Krankheiten leiden Schweine in der Mast

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Gruß Hubert

Trump verlangt Entschuldigung von CNN – weil Biden in Umfrage vorn liegt   1 comment

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Ich dachte ich lese nicht richtig. So geht es wenn man einen Politiker wählt (der eigentlich nur deals kennt), der mit einer sehr dürftigen Allgemeinbildung ausgestattet ist. Er liest ja auch keine Bücher, sagte er mal. Belgien glaubte er sei eine Stadt und der italienische Staatspräsident heißt bei ihm Mozzarella statt Mattarella. 🙂 Bei George W. Bush gibt es ja ein Buch über seine ganzen „Hoppalas“. Bei Trump würde das sicher noch dicker werden, dazu kommen seine ins unendlich gehenden Lügen.

Zurück zur unerwünschten Umfrage von Trump, weil nicht zu seinen Gunsten.

Von rnd.de

  • Der US-Sender CNN hat eine Wahlumfrage veröffentlicht, in der Joe Biden klar vor Donald Trump liegt.

  • Sehr zum Missfallen des US-Präsidenten.

  • Dessen Wahlkampfteam forderte den US-Sender nun auf, die Umfrage zurückzuziehen und sich zu entschuldigen.

Berlin/Washington. US-Präsident Donald Trump fühlt sich laut einem “CNN”-Bericht wegen einer Wahlumfrage des US-Senders ungerecht behandelt. In der Erhebung landete der Republikaner 14 Prozentpunkte hinter seinem designierten demokratischen Herausforderer Joe Biden. Während Biden Umfragewerte von 55 Prozent erreicht, kommt Trump nur auf 41 Prozent.

Knapp fünf Monate vor der US-Präsidentschaftswahl offenbar Grund genug für Trump, um dagegen vorzugehen. Der US-Sender erhielt eigenen Angaben zufolge einen Brief von Trumps Wahlkampfteam, in dem CNN aufgefordert wird, die Umfrage zurückzuziehen und sich für die Veröffentlichung zu entschuldigen.

Trumps Team fordert Rücknahme und Entschuldigung

“Es ist eine tricksende und falsche Umfrage, die Wähler vom Wählen abhalten, Schwung und Enthusiasmus für den Präsidenten unterdrücken und generell ein falsches Bild erzeugen soll über die derzeitige Unterstützung für den Präsidenten quer durch Amerika”, heißt es laut CNN in dem Brief.

Das Team des Präsidenten fordert deshalb eine “vollständige, faire und sichtbare Rücknahme der Umfrage, eine Entschuldigung und Klarstellung, um die irreführenden Schlussfolgerungen zu korrigieren”, zitiert CNN weiter aus dem Brief.

Zugleich stellt der US-Sender klar, dass er die Veröffentlichung nicht zurückziehen wird. “Wir stehen zu unserer Umfrage”, sagte ein CNN-Sprecher.

Forderungen wie sonst nur von Diktaturen

“Meines Wissens ist das das erste Mal in seiner 40-jährigen Geschichte, dass CNN rechtliche Schritte angedroht werden, weil einem amerikanischen Politiker oder seinem Kampagnenteam die Ergebnisse einer CNN-Umfrage nicht gefallen”, sagt CNNs Vizechef David Vigilante.

Bislang hätten allenfalls Staaten wie Venezuela rechtliche Schritte gegen den Sender unternommen. Staate

n eben, in denen eine freie Presse ohnehin wenig bis gar keinen Stellenwert habe. Man habe die Forderungen daher vollständig zurückgewiesen. Zudem wies CNN daraufhin, dass der US-Präsident Umfragen des Senders in der Vergangenheit gelobt habe, wenn diese für Trump positiv ausgefallen waren.

Schon nach Erscheinen der Umfrage hatte Donald Trump getwittert, er habe ein Team engagiert, dass die Erhebung analysieren solle. Denn angesichts des “unglaublichen Enthusiasmus”, der ihm begegne, habe er das Gefühl, die Umfrage sei Fake, schrieb Trump.

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Trump verlangt Entschuldigung von CNN – weil Biden in Umfrage vorn liegt

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Wenn er nicht so viel Macht hätte, könnte man über ihn nur lachen.

Präsident Mozzarella 🙂

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Gruß Hubert

Immanente Widersprüche eines Glaubens   Leave a comment

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Ich kann mich nur wundern was Menschen manchmal glauben, von denen man glaubt sie seien mit einer normalen Intelligenz ausgestattet. Ich kann dazu nur sagen: Irrwitz des Glaubens!

Auszug aus

Traktat über die drei Betrüger (2)

von Religionskritiker Wolfgang wolodja51.wordpress.com

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Es kommt hinzu, daß die Propheten einander gewöhnlich derart widersprachen, daß sich unter vierhundert von ihnen kein einziger wahrer befand.** Überdies zielten ihre Prophetien – ebenso wie die Gesetze der berühmtesten Gesetzgeber – darauf ab, ihren Nachruhm zu verewigen, indem sie dem Volk weismachten, daß sie mit Gott vertrauten Umgang hätten. Die geschicktesten Politiker verfuhren immer so. Allerdings führte diese List bei denjenigen nicht immer zum Erfolg, die nicht wie Moses imstande waren, für ihre Sicherheit zu sorgen.

*Moses ließ 24.000 Menschen auf einmal hinrichten, weil sie sich seinem Gesetz widersetzt hatten.

**Im I. Buch der Könige, Kap. 22, steht geschrieben, daß Ahab, der König von Israel, 400 Propheten zu Rate zog, die sich aufgrund der Ereignisse, die auf ihre Weissagungen folgten, alle als falsche Propheten erwiesen.

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Vor diesem Hintergrund wollen wir nun die Gottesvorstellung der Propheten untersuchen. Wenn man ihnen Glauben schenken soll, ist Gott ein ganz und gar körperliches Wesen. Micha sah ihn sitzen, Daniel als einen Greis in weißem Gewand, Hesekiel erblickte ihn als Feuer; soweit zum Alten Testament. Was das Neue Testament angeht, bildeten sich die Jünger Jesu ein, ihn in der Gestalt einer Taube zu sehen, die Apostel als Feuerzungen, der Heilige Paulus schließlich als ein blendendes Licht. Nun zur Unvereinbarkeit ihrer Meinungen: Samuel glaubte, daß Gott nie bereut, was er einmal entschieden hat. Dagegen teilt Jeremias uns mit, daß Gott seine Ratschlüsse bereut. Joel lehrt uns, daß er nur das Übel bereut, das er über die Menschen verhängt hat, während Jeremia sagt, daß er es nicht bereut.

Das Buch Genesis lehrt uns, daß der Mensch Herr über die Sünde ist und es nur an ihm ist, gut zu handeln, während der Heilige Paulus versichert, daß die Menschen ohne eine ganz besondere göttliche Gnade ihre Begierde überhaupt nicht beherrschen können. So sehen die falschen und widersprüchlichen Vorstellungen aus, die diese angeblich von Gott inspirierten Leute uns geben, und die wir uns nach ihrem Willen zu eigen machen sollen, ohne zu bedenken, daß diese Gottesvorstellungen uns das Bild eines sinnlich wahrnehmbaren, materiellen und allen menschlichen Affekten unterworfenen Wesens vermitteln.

Trotzdem kommt man uns danach mit der Behauptung, daß Gott nichts mit der Materie gemeinsam hat und ein Wesen ist, das wir nicht begreifen können. Wie läßt sich das miteinander in Einklang bringen? Ist es richtig, so eklatanten und unsinnigen Widersprüchen Glauben zu schenken? Soll man sich auf das Zeugnis von Menschen verlassen, die so primitiv waren, sich trotz der Predigten des Moses einzubilden, daß ein Kalb ihr Gott sei? Wir wollen uns nicht länger mit den Phantasien eines Volkes aufhalten, das in der Sklaverei und inmitten von lauter unsinnigen Vorstellungen sich entwickelte, sondern feststellen, daß der Glaube an all den Betrug und die Irrtümer, die heute unter uns verbreitet sind, aus der Unwissenheit entstanden sind.

(Fortsetzung und Schluss am 11. Juli 2020) bei wolodja51.wordpress.com

Das goldene Kalb: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenes_Kalb

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Gruß Hubert

Grenzenlose Grausamkeit   Leave a comment

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Aus einem Newsletter von Peta.de

Ein ZDF-Beitrag mit Videoaufnahmen von Manfred Karremann zeigt den grausamen Weg, den unzählige Tiere wie Rinder und Schafe auf wochenlangen Tiertransporten um die halbe Welt zurücklegen, bevor sie für die Produktion von Leder getötet werden. Der globale Handel sorgt anschließend dafür, dass ihre Haut auch in unseren deutschen Geschäften landet – verarbeitet zu Schuhen, Taschen, Kleidung, Hundeleinen oder Möbeln.

Auf den zehrenden, oft Wochen andauernden Transporten auf Schiffen oder in Lkws erhalten die Tiere meist zu wenig Nahrung und Wasser. Sie sind Hitze und Kälte schutzlos ausgeliefert, kauern sich inmitten ihrer eigenen Ausscheidungen aneinander. Tiere, die nicht gesichert wurden, stoßen oft zusammen und können sich gegenseitig verletzen. Fallen sie hin, kann es leicht geschehen, dass sie totgetrampelt werden.

Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie hatte sich diese Situation in den letzten Wochen sogar noch verschlimmert, denn an den wenigen offenen Grenzen bildeten sich kilometerlange Staus, in denen sich natürlich auch Tiertransporte befanden. Für die Tiere bedeutete das viele weitere Stunden auf engen, kotverdreckten Lkws ohne Nahrung und genügend Wasser. In den Zielländern angekommen, dürfen die Tiere oftmals nicht direkt abgeladen werden – und somit zieht sich ihr Leid ins Unendliche.

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Obwohl es in Europa illegal ist, verletzte oder sterbende Tiere bis zum Schlachthof zu zerren, zeigen die Aufnahmen Arbeiter, die auch schwache, offensichtlich im Sterben liegende Rinder gewaltsam von Transportern ziehen. Anschließend schneiden sie ihnen im Schlachthof die Kehle durch. Selbst schwangere Tiere müssen alle Strapazen der Lebendexporte erleiden. Wenn sie sich unterwegs verletzen, werden auch sie in einen Schlachthof gezerrt und mitsamt dem Kind in ihrem Bauch getötet. Während die vorsätzliche Tötung schwangerer Tiere in Deutschland verboten ist, wird die Haut ungeborener Kälber in Ländern wie China sogar als besonders wertvolles Leder gehandelt und landet im Zuge des globalen Handels unter dem Begriff „Slunk“ auch in Europa.

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Wenn die Tiere nach Tagen oder Wochen des grausamen Transports endlich am Zielort entladen werden, ist ihr Fell mit einer dicken Schicht aus Kot und Urin verklebt. Manche von ihnen sind verletzt oder so schwach, dass sie nicht mehr die Kraft haben, sich eigenständig auf den Beinen zu halten. Sie werden mit Kränen von Bord gehievt, wobei sie mit ihrem gesamten Gewicht an einem einzigen Bein hängen. Da ein ausgewachsenes Rind mehrere hundert Kilo wiegt, können die Beine der Tiere dabei brechen und ihre Gelenke schmerzhaft auskugeln.

PETA informiert die Öffentlichkeit über die grausamen Tiertransporte für die Lederindustrie. Außerdem drängen wir Unternehmen und Designer zur Herstellung tierfreundlicher Produkte und setzen uns dafür ein, dass Verbraucher solche Produkte in Ladengeschäften und im Onlinehandel mühelos finden.

Hier kann man spenden
https://www.peta.de/rettet-unsere-haut-H20GEE004?utm_source=PETA%20DE::E-Mail&utm_medium=Appeal&utm_campaign=0720::skn::PETA%20DE::E-Mail::Leather::ssm::ap6&supporter.appealCode=00000H20GEE004&ea.tracking.id=00000H20GEE004

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Gruß Hubert

Das große Bienensterben   2 comments

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Gründe für das Bienensterben sind unter anderem: Pestizide, Monokulturen, der Verlust von Lebensraum und auch die Honigbiene.

Von Peta.de

 

Bild: Peta.de

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In den letzten 30 Jahren ist der Bestand fliegender Insekten allein in Deutschland um mehr als 75 Prozent geschrumpft. Darunter befinden sich auch die Wildbienen – von 561 Arten gilt bereits die Hälfte als gefährdet, 16 Arten sind schon ausgestorben. Die Gründe für das Bienensterben sind vielfältig und werden nach wie vor untersucht. Fest steht jedoch, dass der Mensch in die Ursachen stark involviert ist.

Der Mensch braucht die Biene

Bienen sind für unsere ökologische Vielfalt, die Bestäubung und die Vermehrung von Pflanzen nicht wegzudenken. Zwei Drittel aller Nutzpflanzen sind auf die nützlichen Insekten angewiesen. Sie sorgen für die Verbreitung hunderttausender Pflanzen, auf die wiederum unzählige Tierarten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind. Bienen sind für unser Ökosystem schlichtweg unverzichtbar.

Gründe für das Bienensterben: 

Honigbiene als Problem

Das Nahrungsangebot der Wildbienen schrumpft wegen der Honigbiene. Honigbienen werden in Massen gezüchtet und sammeln überproportional viel Nektar, der ihnen anschließend für den menschlichen Konsum von Honig weggenommen wird. Das bedroht die Nahrungsgrundlage von Wildbienen und anderen Insekten.

Pestizide und Monokulturen

Hinzu kommt die Zunahme an Monokulturen und damit verbunden der Verlust von Flächen, auf denen heimische Pflanzen wachsen können. So fehlt es Bienen zunehmend an abwechslungsreicher Nahrung, die für die Insekten – ähnlich wie für Menschen – jedoch einen unverzichtbareren Schutz vor Krankheiten darstellt. Außerdem haben viele Pflanzen nur eine kurze Blütezeit. Blüten, die zu anderen Zeiten vorhanden wären, fallen weg, weshalb die Bienen Hunger leiden. Auch Pestizide machen den Bienen zu schaffen, denn sie wirken sich nachweislich auf das Nervensystem der Bienen aus. Dadurch wird unter anderem eine Orientierungslosigkeit verursacht, die zu Beeinträchtigungen in Lebensdauer und Fortpflanzung führt.

Verlust von Lebensraum

Eine weitere zentrale Ursache des Bienensterbens ist die Urbanisierung. Immer mehr Straßen und Bauflächen verdrängen den natürlichen Lebensraum, die Nahrung und die Nistplätze der Bienen. Es handelt sich um einen Verlust von 70 Hektar, der jeden einzelnen Tag zerstört wird und den Bienen ihre Lebensgrundlage nimmt.

Klimawandel

Der Klimawandel stellt im Leben der Bienen einiges auf den Kopf. So gibt es heute frühere Blütephasen, längere Wärmeperioden im Winter und plötzliche Temperaturschwankungen. All das sind Faktoren, die ihren Kreislauf durcheinanderbringen, an ihren Energievorräten zehren und sie allgemein anfälliger machen. Auch der Klimawandel trägt somit zum Aussterben von Bienen bei.

Folgen des Bienensterbens

Der Rückgang der Bienenpopulationen stellt laut der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) ein ernstes Problem für die Welternährung dar und könnte zur Auslöschung von Pflanzen wie Kaffee, Äpfeln, Mandeln, Tomaten oder Kakao führen. Viel Gemüse und Obst müsste dann durch Reis, Mais oder Kartoffeln ersetzt werden. Das wiederum würde eine unausgewogene Ernährung mit sich bringen, die in der Folge zu vermehrter Immunschwäche und Mangelerscheinungen beim Menschen führt.

Was Sie tun können

  • Bienen brauchen ihren Honig selbst. Greifen Sie daher beim nächsten Einkauf zu einer pflanzlichen Honigalternative.

  • Pflanzen Sie bienenfreundliche Blumen im Garten oder auf dem Balkon.

  • Stellen Sie Bienen ein artgerechtes Insektenhotel oder einen „Schiffer Tree“ zur Verfügung.

  • Versuchen Sie, Obst, Gemüse und Co. möglichst aus biologischer, regionaler und saisonaler Herkunft zu kaufen.

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Das große Bienensterben

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Gruß Hubert

Wie schädlich ist Palmfett für den Regenwald?   Leave a comment

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Palmöl hat sehr viele umweltschädliche Auswirkungen und ist leider in vielen Produkten vorhanden.

Von Peta.de

Palmöl – kaum ein anderes pflanzliches Produkt ist Gegenstand so vieler Diskussionen. Trotz seiner bekanntermaßen umweltschädlichen Auswirkungen ist Palmöl überall zu finden. Auch unter Veganern ist es ein kontroverses Thema, denn viele rein pflanzliche, aber verarbeitete Lebensmittel enthalten Palmfett, dessen Produktion den Lebensraum zahlreicher Tiere gefährdet, unter anderem durch die Regenwaldabholzung. Palmöl ist eine ausgesprochen komplexe Problematik, die sich in wenigen Worten nicht beleuchten lässt.

Hier ein kurzer Überblick über die Palmöl-Thematik:

Warum findet sich Palmöl in unzähligen Produkten des täglichen Lebens?

Palmöl, auch als Palmfett bekannt, ist mit einem Marktanteil von 30 Prozent das meist verwendete Pflanzenöl der Welt. Rund 70 Millionen Tonnen wurden 2018 produziert [1], hauptsächlich in Indonesien, Malaysia und Thailand, aber auch in Kolumbien und Nigeria. Palmöl wird auf 20 bis 27 Millionen Hektar angepflanzt – einer Fläche, die etwa der Hälfte Deutschlands entspricht. Es wird erwartet, dass bis 2025 allein in Indonesien 17 Millionen Hektar angepflanzt werden.

Palmöl ist billig. Der Anbau ist effizient, denn die Ölpalme hat einen sehr hohen Ertrag, der deutlich über beispielsweise Kokospalmen liegt. Das aus Fruchtfleisch (Palmöl) und Kernen (Palmkernöl) gewonnene Fett hat zudem einen hohen Schmelzpunkt, ist also bei Zimmertemperatur fest und hitzebeständig. Zudem ist Palmöl geschmacksneutral und durch einen hohen Anteil an Vitamin E und Antioxidantien lange haltbar. Die einzigartige Zusammensetzung des Fettes macht es außerdem möglich, dass auch andere Flüssigöle in eine stabile und cremige Form eingebunden werden.

Den wirklichen Preis für Palmöl und seinen universellen Einsatz zahlen jedoch andere.

Palmölproduktion – schädlich für Menschen, Tiere  und Regenwald

Nicht die Pflanze an sich ist das Problem, sondern die ungewöhnlich hohe Nachfrage. In Indonesien werden für Palmöl Regenwälder abgeholzt, die für Orang-Utans zu den letzten verbliebenen Lebensräumen zählen. Aber auch in anderen Ländern bieten die Wälder, die für Palmplantagen weichen müssen, Lebensraum für viele einzigartige Tiere.

Auf Flächen, für die Konzessionen an Palmölfirmen vergeben wurden, werden jedes Jahr 1.000-5.000 Orang-Utans getötet. Dabei werden Familien auseinandergerissen, viele Orang-Utan-Kinder werden zu Waisen. Ihr Bestand ist seit 1900 um 91 % geschrumpft. Alle Orang-Utan-Arten sind als stark gefährdet eingestuft, der Lebensraumverlust stellt hierbei die größte Bedrohung dar.

Nicht immer wird legal gerodet. Vertreibungen und illegale Räumungen sind keine Seltenheit, denn Ölpalmen wachsen in Urwaldgebieten. Hier ist Landbesitz oft gar nicht oder nur ungenau, geschweige denn rechtlich bindend dokumentiert.

Nach einigen Jahren des Anbaus von Ölpalmen ermöglichen die sensiblen Torfböden nicht mehr die notwendigen Erträge. So werden neue Flächen erschlossen, die alten jedoch ohne Wiederherstellung von „naturnahen Lebensräumen“ aufgegeben. Der konventionelle Palmölanbau zerstört die Biodiversität, denn er achtet nicht auf den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Der Einsatz von Pestiziden (Glyphosat) und Mineraldünger ist an der Tagesordnung.

Hier weiterlesen:

Wie schädlich ist Palmfett für den Regenwald?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 6. Juli 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Umwelt

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Klöckners heuchlerische „Tierwohl-Abgabe“ bringt keine Besserungen   Leave a comment

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Es ist eine Frechheit bei dieser Tierhaltung, bei diesen Bedingungen von TIERWOHL zu reden. Es ist Hohn und purer Zynismus. Als Beispiel kann man den Platz für Sauen anführen, der schon seit 2001 mehr Platz für Sauen gesetzlich vorschreibt. Was tut Klöckner? „Statt die Haltung endlich dem Recht anzupassen, will Ministerin Julia Klöckner die Verordnung anpassen. Ihre Idee: Man könne den Passus mit dem Ausstrecken doch einfach aus der Verordnung ersatzlos streichen.“ https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/muttersauen-bundesrat-will-gesetzesaenderung-verabschieden-zum-nachteil-der-tiere-a-62e49f90-7586-44ea-8223-50e241460b56

Von Peta.de

Anfang Juli bringt die Bundesregierung den Antrag „Empfehlungen des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung konsequent umsetzen“ in den Bundestag ein. Damit will Julia Klöckner der immer lauter werdenden Kritik an der systematischen Tierquälerei in der Agrarindustrie begegnen. Der Plan: Die landwirtschaftliche Tierhaltung soll bis 2040 unter anderem durch eine geringfügige „Tierwohl-Abgabe“ im Cent-Bereich auf Fleisch, Käse und Milch verbessert werden. [1] Das Niveau soll dann für alle Haltungen mindestens auf „Stufe 2“ des bisher freiwilligen BMEL-Tierwohlkennzeichens liegen. Doch diese nach 20 Jahren angestrebte „Stufe 2“ wäre weiterhin eine Katastrophe für die Tiere, denn sie hat nichts mit Tierschutz oder Tierwohl zu tun. Zudem würde die 20-jährige Übergangsfrist die bislang erlaubten Tierquälereien in der Agrarindustrie – etwa Amputationen von Körperteilen, Qualzuchten oder die dauerhafte Anbindehaltung von Kühen – vermutlich über Jahrzehnte legalisieren.

In einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sowie an die Fraktionsvorsitzenden und tierschutz- und agrarpolitischen Sprecher der Parteien im Bundestag üben wir scharfe Kritik an den Empfehlungen der Expertenkommission unter der Leitung des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert:

„Die Lösungsvorschläge sind aus Tierschutzsicht eine große Enttäuschung, denn sie signalisieren der Branche ein „Weiter so“ auf Jahrzehnte hinaus. Das milliardenfache skrupellose und verabscheuungswürdige Tierleid muss sofort und ohne jede weitere Übergangsfrist von Ihnen beendet werden“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender bei PETA Deutschland e.V. an die Spitzenpolitiker.

Tierquälereien gehören zum System und wurden von der Politik legalisiert

Ein Großteil der tierhaltenden deutschen Landwirte verstößt mit Rückendeckung durch Teile der Politik seit Jahrzehnten nahezu flächendeckend gegen Gesetze und Verordnungen sowie höchstrichterliche Rechtsprechungen. Beispiele dafür sind das millionenfache Vergasen von Küken, die Haltung von Sauen in zu engen Kastenständen, die dauerhafte Anbindehaltung von Kühen oder die Amputation von Körperteilen, um Tiere an die Haltungssysteme anzupassen. Wasservögel werden ohne Wasserfläche gehalten, qualgezüchtete Puten brechen teilweise unter ihrem eigenen Körpergewicht zusammen und Untersuchungen an Schweinen in Tierkörperbeseitigungsanlagen belegten, dass ein Großteil der Tiere zu Lebzeiten länger anhaltende, erhebliche Leiden ertragen musste.

Fazit

Die Umsetzung der Empfehlungen des „Kompetenznetzwerks“ wäre ein weiterer Schlag ins Gesicht für den Tierschutz und die Rechtsstaatlichkeit. Selbst nach Ablauf der 20-jährigen Übergangsfrist würde die milliardenfache skrupellose Tierquälerei in deutschen Ställen nicht aufhören.

Weiterhin Tierquälerei: Ein Schweineleben auf 1,1 qm bei Stufe 2

Was Sie tun können

Die einzige Möglichkeit, Tieren in der Agrarindustrie zu helfen, ist eine vegane Ernährung: www.veganstart.de

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Klöckners heuchlerische „Tierwohl-Abgabe“ bringt keine Besserungen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. Juli 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Wenn der Rinderzüchter zum Veganer wird   1 comment

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Hubert Gassner war Bio-Rinderzüchter in Gföhl (Bezirk Krems), bis er Stefanie Buchinger kennenlernte. Die Veganerin suchte einen Platz für sechs Schweine, die sie vor dem Schlachthof gerettet hatte. Heute lebt der Landwirt vegan und setzt sich für den Tierschutz ein. Seine Tiere behielt er.

„Rinder-Wahn-Sinn“ nennt Hubert Gassner die Entscheidung, seine Rinder nicht mehr in den Schlachthof zu bringen. Diese Entscheidung traf er vor sechs Jahren. Damals erreichte ihn ein Brief von Stefanie Buchinger. Die überzeugte Veganerin hatte sechs Mastschweine vor dem Schlachter gerettet und einen Platz zum Leben für sie gesucht. „Der Freikauf selbst ist keine große Schwierigkeit“, so Stefanie Buchinger über die Zeit der Herbergsuche, „aber tatsächlich einen Platz zu finden, das ist unglaublich schwierig“.

Auf den Weiden, wo Hubert Gassner sonst Sommer wie Winter seine Rinder hält, fand sie diesen. Wenige Wochen später stellte auch der Bio-Rinderzüchter seine Ernährung auf vegan um und verkaufte kein einziges seiner Tiere mehr.

„Ungutes Gefühl“ am Weg zum Schlachthof

Schon vor der Begegnung mit Stefanie Buchinger hatte Gassner ein zunehmend „ungutes Gefühl“, wenn er seine Tiere zum Schlachthof brachte. „Ich hab mir in der Zeit gedacht, wie soll das weitergehen, wenn bei einem Bio-Tier, das bei mir immer in der Natur gelebt hat, nur durch den Weg zum Schlachter das Fleisch eigentlich kaputt gemacht wird – wegen der Stresshormone, die da entstehen.“ Als Stefanie Buchinger mit ihrer Anfrage nach einem Lebensplatz für die geretteten Schweine an ihn herantrat, wusste er sofort, dass er das machen werde, so Gassner.

Doch die Entscheidung sorgte im Umfeld des alten Klosterhofes in Gföhl für Irritation. „Dadurch, dass mich die Leute gekannt haben, haben sie zwar gewusst, verrückt ist er nicht, und so ‚deppat‘ kann er auch nicht sein,“ erzählt Gassner rückblickend mit einem Schmunzeln, am Anfang sei er aber gemieden worden: „Viel geredet haben sie nicht mit mir, weil man ja doch einen Vogel hat, wenn man so etwas tut.“

Als einen „sehr mutigen Schritt“ bezeichnete Stefanie Buchinger Gassners Entscheidung. Die Tiere dankten es Gassner durch ein verändertes Verhalten: „Früher waren sie immer misstrauisch und nicht so zutraulich wie jetzt. Jetzt sind sie wirklich entspannt und ganz ruhig, weil sie wissen, sie brauchen überhaupt nichts zu fürchten.“

Allerdings muss nun auch für mehr als 60 Rinder und sechs Schweine immer genug Futter bereit stehen. Auf den Weiden war das in den ersten Jahren noch kein Problem, inzwischen sorgt jedoch die Trockenheit im Waldviertel für eine Futterknappheit.

Tierschutz lernen in Weide-Workshops

Gassner und Buchinger gründeten zwei Vereine. Mitglieder können für die Tiere spenden oder Tierpatenschaften übernehmen. Die studierte Chemikerin Stefanie Buchinger beschäftigt sich außerdem in einem Forschungsprojekt mit der „pflanzlichen Genusskultur“: „Weil uns klar ist, dass Ernährung und Tierliebe doch auch in Konflikt kommen können. Im Forschungsprojekt beschäftigen wir uns unter anderem mit dem Spannungsfeld zwischen Genuss, Verzicht und Gewissen.“

Auch Weide-Workshops werden angeboten. Dabei wolle man zeigen, wie eine alternative Tierhaltung aussehen kann, wie die Tiere davon profitieren und wie „Nutztiere ticken“, so Buchinger. Vegan zu sein ist dabei natürlich keine Voraussetzung, ganz im Gegenteil, sagt Gassner. „Ich will zeigen, wie gutes Fleisch oder weniger gutes Fleisch produziert wird. Ich möchte auch den Normalverbraucher auf den Klosterhof bringen. Und der könnte dann auch kosten, wie vegan schmeckt.“ Kurse und Bioprodukte vom Feld sowie vegane Lebensmittel werden außerdem online verkauft – allerdings nur an Vereinsmitglieder.