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Aufwind für Ultrarechte in den USA durch Trump   Leave a comment

 

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Trump fällt bis jetzt nur durch Geschmacklosigkeiten und Skandale auf, Aussagen von niederem Niveau, zum Regieren kommt er gar nicht. Zudem wurden schon x-Leute von ihm gefeuert oder sie gingen selbst. Er hat in den USA erst den Boden bereitet für die Eskalation der Rechtsextremen, der Neonazi Organisationen, der White Power, des Ku Klux Klan, von dessen ehemaligen Anführer er großes Lob bekam. Durch ihn bekamen erst alle diese Ultrarechten erst Aufwind und fühlten sich bestätigt.
Der Großkotz Donald Trump will diese Leute nicht verprellen, deswegen nahm er nicht klar Stellung bzw. schwenkte mit seinen Aussagen hin und her. Er ist ein Wegbereiter für Rechtsextreme, Nazis und Ultrarechte und befördert den Rassismus. Seine letzte Stellungnahme war wieder auf der Seite der Rechtsextremen.

David Duke

„Der ehemalige Abgeordnete des Repräsentantenhauses von Louisiana war führendes Mitglied der Knights of the Ku Klux Klan (Grand Wizard des KKK, die höchste Position, die man im Klan erreichen kann). Duke vertritt die Ideologie der White Supremacy und tritt sehr häufig mit antisemitischen Äußerungen hervor.

https://de.wikipedia.org/wiki/David_Duke

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White Power

White Power (im Sinne von: Weiße Macht) ist ein oft verwendeter Schlüsselbegriff in der Neonaziszene. Der Begriff White Power und das Symbol der White-Power-Faust entstand als Provokation des Ku Klux Klans gegenüber dem Black Power-Slogan der Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner in den USA. Aufgegriffen wurde es von dem britischen Neonazi Ian Stuart, dem Sänger der Band Skrewdriver, der es als umfassenden Wahlspruch für die nationalsozialistische und rassistische Theorie von der Vorherrschaft der „weißen Rasse“ etablierte.

Die weiße, geballte, aufwärts gerichtete, meist rechte Faust ist eines der weltweit am häufigsten verwendeten Symbole im Neonazi-Umfeld. Die Faust wird häufig eingeschlossen durch den ebenfalls weißen Schriftzug White Power (WP), Supreme White Power (SWP) oder White Pride World Wide (WPWW). In der rechtsextremen Skinhead-Szene wird die Faust auch oft in einem Lorbeerkranz gezeigt.

Ein Symbol von White Power

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Von H.Franke – Eigenerstellt, Bild-frei, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=4025418

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https://de.wikipedia.org/wiki/White_Power

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David Duke sagte: „Wir erfüllen seine (Trumps) Versprechen.

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Anschlag in Barcelona mit einem Tweet für Empörung gesorgt, in dem er an eine Massenexekution von Muslimen auf den Philippinen erinnert. Doch die hat nie stattgefunden.

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Nach Charlottesville„Ultrarechte in den USA fühlen sich bestätigt“

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Bild aus Tagesschau.de

 

„Trump hat in den USA ein Klima geschaffen, in dem sich ultrarechte Gruppierungen bestätigt fühlen,“ sagt der Politikwissenschaftler Boris Vormann. Ein Interview über Redefreiheit und Rassenhetze in den USA.

ARD-faktenfinder: Warum fallen der Hitlergruß und das offene zur Schaustellen von Nazi-Symbolik – oder auch das Verbrennen von Kreuzen – in den USA unter die Redefreiheit?

Boris Vormann: Die Redefreiheit ist in den USA weit gesteckt. Erst bei Gewalt greift die Justiz ein. 2009 wurden die Gesetze gegen „hate crimes“ zwar verschärft. Aber ob selbst der Fall des tödlichen Angriffs mit dem Auto in Charlottesville in diese Kategorie fällt, ist gegenwärtig nicht klar.

ARD-faktenfinder: Warum?

Zunächst wird zu prüfen sein, ob der Angriff etwa Rasse, Religion oder der sexuellen Orientierung der Angegriffenen galt – denn so werden diese Fälle des „hate crimes“ definiert, die es den Bundesbehörden erlauben würden, direkt einzugreifen. Das liberale Prinzip der individuellen Freiheit ist auch hier sehr dominant und macht ein Handeln für den Justizapparat in solchen Fällen sperrig. Trotz der weit gefassten Redefreiheit galten bislang gewisse gesellschaftliche Normen und Tabus, die Ku-Klux-Klan und Naziaufmärschen Einhalt geboten haben – die griffen, wo es das Gesetz nicht tat. Mit seiner zweideutigen Haltung gegenüber den Vorfällen am Wochenende hat Trump das Verhalten der Ultrarechten indirekt legitimiert. Wir werden es wohl in Zukunft häufiger mit der Zurschaustellung ähnlicher Symbolik in den USA zu tun haben.

ARD-faktenfinder: Wieso konnten in Charlottesville paramilitärisch ausgestattete Milizen den Protestzug begleiten?

Vormann: Dass paramilitärische Gruppen sich in den USA überhaupt im öffentlichen Raum bewegen können, hängt mit der nationalen Mythologie des US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zusammen, wo das Aufbegehren gegen die britische Krone und die amerikanische Revolution letztlich von genau jenen Gruppen getragen worden sein soll.

Das ist auch ein Grund, weshalb das oft zitierte Second Amendment – der Zweite Zusatzartikel der US- Verfassung, der den Besitz und das Tragen von Waffen erlaubt – so strittig diskutiert wird. Denn viele meinen, diese Wehrhaftigkeit des Volkes müsse aufrechterhalten werden. Es gäbe allerdings tatsächlich Präzedenzfälle, um paramilitärische Vereinigungen zu stoppen. Juristen prüfen deshalb mit Blick auf bereits angekündigte Märsche in den nächsten Wochen die Möglichkeit, das Versammlungsrecht für schwer bewaffnete Gruppen einzuschränken.

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ARD-faktenfinder: Hat Donald Trump die Entwicklung befeuert?

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US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz | Bildquelle: REUTERS

Hat Rechtsextremen Aufwind gegeben: US-Präsident Trump

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Er hat in den USA ein Klima geschaffen, in dem sich ultrarechte Gruppierungen bestätigt und legitimiert fühlen. Mit Steve Bannon und Sebastian Gorka hat er sogar rechtsextreme mit in sein engstes Beraterteam geholt. Das spricht gegen ein Umdenken.

Wir sehen aber auch, wie der Justizapparat, Einzelstaaten und lokale Regierungen entgegen der Politik Trumps erfolgreich handeln konnten, beispielsweise im Fall des Muslim Bans oder der Sanctuary Cities. Ähnlicher Widerstand ist im Falle der Ultrarechten zu erwarten, zumal sich auch prominente Führungspersönlichkeiten der Republikanischen Partei wie Paul Ryan und Marco Rubio in dieser Frage sehr klar gegen Trump gestellt haben.

Von Boris Vormann

http://faktenfinder.tagesschau.de/charlottesville-redefreiheit-usa-101.html

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Die Pershing-Legende

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Anschlag in Barcelona mit einem Tweet für Empörung gesorgt, in dem er an eine Massenexekution von Muslimen auf den Philippinen erinnert. Doch die hat nie stattgefunden.

Die Meldungen aus Katalonien waren nur wenige Stunden alt, da wandte sich Donald Trump per Twitter an die Welt. Zunächst verurteilte er den Terror, sprach den Spaniern Mut zu und kündigte Hilfe an. Doch 45 Minuten später meldete er sich erneut zu Wort und brachte die aktuellen Ereignisse mit einer Legende aus der Zeit des spanisch-amerikanischen Krieges in Verbindung.

„Lest nach, was US-General Pershing mit Terroristen gemacht hat, nachdem er sie gefangen hat. Danach gab es 35 Jahre keinen radikal-islamistischen Terror mehr!“

Trump erntete umgehend Empörung für sein Statement. Der Präsident, so kritisierten zahlreiche US-Medien, glorifiziere die Hinrichtung Gefangener, während die Welt noch um die Toten trauere.

Pershing-Legende – Philippinen

Es seien in Schweineblut getauchte Patronen verwendet worden, um den muslimischen Hinrichtungsopfern dadurch den Zugang zum Paradies zu verwehren. Dem einzigen Überlebenden sei hinterher befohlen worden, die Nachricht zu verbreiten. In einer anderen Version seien die Toten bei ihrer Bestattung mit den Innereien von Schweinen bedeckt worden.

Legende gilt als widerlegt

Wie die New York Times berichtet, tauchte dieser Mythos zum ersten Mal in der Zeit um den 11. September 2001 in Internet-Foren und Kettenbriefen auf. Trump griff sie auf einer Wahlveranstaltung im Februar 2016 in einer Rede auf und zeigte sich überzeugt, dass ein solches Vorgehen auch heute islamische Terroristen abschrecken würde.

Die US-amerikanische Faktenchecker-Website „PolitiFact“ nahm sich daraufhin der Legende an und interviewte mehrere Historiker zum Wahrheitsgehalt. Das Ergebnis: Die Geschichtswissenschaft kennt keine belastbaren Belege für die Behauptungen.

„Die Geschichte ist eine Erfindung und gilt seit langem als nicht glaubhaft“, zitiert PolitiFact den texanischen Historiker Brian McAllister Linn. „Ich bin verwundert, dass sie immer noch die Runde macht.“ Zwar gebe es vereinzelte Berichte von auf den Philippinen stationierten US-Soldaten, die von solchen Misshandlungen erzählen.

Doch die, so der Geschichtswissenschaftler David J. Silbey von der Cornell University, seien Jahrzehnte nach den Ereignissen verfasst worden und wichen stark von Trumps Version ab.

Selbst wenn die Geschichte wahr sei, merkt Michael H. Hunt von der University of North Carolina an, sei Trumps Behauptung, es habe seitdem auf den Philippinen lange keinen islamistischen Terror mehr gegeben, falsch. Die Region leide vielmehr bis in die Gegenwart unter dauerhafter Unruhe.

Kritik aus den eigenen Reihen wird lauter

Donald Trump ist in den letzten Tagen verstärkt Kritik insbesondere aus den eigenen Reihen ausgesetzt. Bereits gestern hatte der einflussreiche republikanische Senator Bob Corker Trump einen Mangel an Charaktereigenschaften vorgeworfen, die für das Präsidentenamt nötig sind. Wörtlich sagte Corker, der dem Auswärtigen Ausschuss im Senat vorsitzt: „Der Präsident war bisher nicht fähig, die Stabilität oder etwas von der Kompetenz an den Tag zu legen, die er braucht, um erfolgreich zu sein.“

Von Matthias Vorndran

http://faktenfinder.tagesschau.de/barcelona-trump-pershing-101.html

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Die Pershing-Legende auf den Philippinen.

https://de.nachrichten.yahoo.com/nach-charlottesville-heftige-kritik-trump-105758649.html

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Nach Charlottesville: Heftige Kritik an Trump

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I escaped the nazis once. you will not defeat me now.
(Ich entkam den Nazis einmal. Sie werden mich jetzt nicht bezwingen).

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https://de.nachrichten.yahoo.com/nach-charlottesville-heftige-kritik-trump-105758649.html

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Trump verbreitet Gewalt-Karikatur gegen CNN

 

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Ein Zug mit der Aufschrift „Trump“ rammt einen CNN-Mann: US-Präsident Trump hat auf Twitter eine brutale Zeichnung geteilt – kurz nachdem in Virginia ein Neonazi in eine Menschengruppe fuhr.

Die Botschaft der brutalen Zeichnung, die Donald Trump nun auf Twitter geteilt hat: Der Republikaner räumt die ihm unliebsamen Medien kompromisslos aus dem Weg. Der US-Präsident sieht sich selbst im „Krieg“ mit den kritischen Journalisten, so hat er es selbst gesagt. Auch gegen Zeitungen wie die „New York Times“ oder die „Washington Post“ schießt er immer wieder, kanzelt ihre Berichterstattung als Erfindungen ab – als „Fake News“.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump dabei zu Gewalt-Assoziationen greift. Im Juli twitterte er ein Video von einem Wrestlingkampf aus dem Jahr 2007, an dem er teilgenommen hatte. Auch der Kopf des Mannes, den Trump dort zum Schein verprügelte, ist darin von einem CNN-Logo überdeckt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-teilt-bild-von-cnn-mann-auf-twitter-der-von-zug-gerammt-wird-a-1162993.html

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 18. August 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Ein „Problembär“ weniger   Leave a comment

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Im Trentino gab Landeshauptmann Ugo Rossi die Genehmigung zum Abschuss des Bären „JK2“. Es wäre auch möglich gewesen den Bär zu betäuben, einzufangen und in ein Gehege zu verbringen. Sie rufen zum Boykott der Region Trentino und ihrer Produkte auf. In den beiden Provinzen Trient aber noch mehr in der Provinz Bozen fehlt das Bewusstsein und die Sensibiltät für Bären oder auch Wölfe. Die agrarische Prägung schlägt da noch zu stark durch. Da wird Stimmung gemacht und man bleibt nicht bei den Fakten. Da werden schon auch mal Kinder ins Spiel gebracht, die von Bären gefährdet würden. In meinem Bekanntenkreis war sogar eine Frau, die schon vor Jahren sagte, dass Bären auch auf Kinderwägen losgingen 😉
Auch der bekannte ehemalige Extrembergsteiger Reinhold Messner bläst ins gleiche Horn der Bären-Beseitiger und hält den Abschuss des Bären „KJ2“ für richtig. „Es war richtig, weil gefährlich. Auch Ängste der Bauern verständlich.“

Die Bärin KJ2 habe den 69 Jahre alten Spaziergänger gebissen, nachdem der mit einem Stock auf sie losgegangen war.

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Aus der Frankfurter Rundschau.

Ein „Problembär“ weniger

 

Die Erschießung von„KJ2“ in der italienischen Provinz Trient löst eine Debatte aus. Hätte man die Bärin nicht betäuben und einfangen können?

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Die Tiere greifen meist nur zur Selbstverteidigung an. Foto: rtr

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Seit drei Wochen war sie zur Fahndung ausgeschrieben, die Problembärin KJ2. Das 14 Jahre alte Tier hatte zwei Mal Menschen verletzt, erst einen Jogger, dann im Juli einen Spaziergänger in den Dolomiten, der mit schweren Bisswunden am Arm ins Krankenhaus kam.

Am Wochenende ist die Braunbärin nun erlegt worden, wie die Provinz Trient mitteilte. 30 Männer der Forstpolizei hatten sie in den Bergwäldern oberhalb der Stadt Trient aufgespürt und erschossen. Ein offizielles Foto zeigte den massigen, 130 Kilo schweren Körper niedergestreckt im Gras.

Italiens Umwelt- und Tierschutzverbände sind hellauf empört. Sie drohen dem Präsidenten der norditalienischen Region, Ugo Rossi, der den Abschuss angeordnet hatte, mit einer Klage. Ihrer Meinung nach hätte es ausgereicht, KJ2 einzufangen, zu betäuben und in ein anderes Gebiet umzusiedeln, weiter entfernt von Wanderwegen und Menschen. „Besser ein toter Bär als ein verletztes Kind“, sagt dagegen Rossi.

Seit 1999 läuft im Trentino das von der EU finanzierte Projekt „Life Ursus“, mit dem Braunbären in den Alpen wieder heimisch gemacht werden sollen, nachdem sie fast ausgerottet waren. Zehn Bären wurden aus Slowenien geholt und im Naturpark Adamello-Brenta ausgesetzt. Inzwischen leben in den Wäldern des Trentino und Südtirols rund 50 Exemplare. Doch wie auch im Fall der Wölfe schafft der erfolgreiche Artenschutz zahlreiche Konflikte.

Besser ein toter Bär als ein verletztes Kind.

Ugo Rossi,  Präsidenten der norditalienischen Region Trient

Eine Anti-Bären-Front hat sich formiert: Bauern und Viehzüchter klagen über Attacken auf ihre Schafe, Imker fürchten um ihre Bienenstöcke, und die rechte Lega Nord sieht das Tourismusgeschäft bedroht. Vergangenes Jahr wurden in der Provinz Trient allein 185 von Bären verursachte Schäden angezeigt.

Das größte Problem ist jedoch, dass sich ab und zu auch Menschen und Bären ins Gehege kommen. Der Begriff „Problembär“ wurde schon vor mehr als zehn Jahren bekannt, als JJ1, genannt „Bruno“, wochenlang die deutschen und internationalen Medien beschäftigte. Der Bär war aus dem Trentino bis nach Bayern gewandert und nach 170 Jahren der erste, der sich in Deutschland in freier Wildbahn bewegte. Bruno riss Schafe und plünderte Kaninchen- und Hühnerställe.

Drei Wochen versuchte man vergeblich, ihn lebend zu fangen, dann wurde er erschossen. 2008 ereilte seinen Bruder JJ3 dasselbe Schicksal. Vor drei Jahren schließlich erregte der Tod der Bärin „Daniza“ in Italien Aufsehen. Die Mutter von zwei Bärenjungen hatte einen Pilzsammler mit Prankenhieben verletzt und sollte betäubt und umgesiedelt werden. Doch das Narkosemittel führte zum Herzstillstand.

Tier- und Umweltschützer argumentieren, dass Bären Menschen nur zur Selbstverteidigung angreifen. Daniza habe ihre Jungen schützen wollen. Die Bärin KJ2 habe den 69 Jahre alten Spaziergänger gebissen, nachdem der mit einem Stock auf sie losgegangen war. Italienische Umweltverbände, darunter der Tierschutzbund Enpa, nennen die Erschießung des Tiers ein Verbrechen und rufen zum Boykott der Region Trentino und ihrer Produkte auf. Legambiente wirft den Behörden Versagen vor. Es fehle eine Strategie für das Zusammenleben von Mensch und Bär. Der WWF Italien kündigte rechtliche Schritte an.

Von Regina Kerner

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Ein „Problembär“ weniger

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Der abgeschossene Bär „JK2“

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Anstatt des Frosches des Künstlers Martin Kippenberger (+) „Zuerst die Füße“ nun ein Bär am Kreuz.

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Gruß Hubert

Es ist nur einer mehr, an den ich nicht glaube   Leave a comment

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Ich mache da gar keine lange Einleitung und kommentiere das nicht weiter, weil die Position des Atheisten Ricky Gervais vollkommen auch meine ist. Ganz wichtig auch der Satz: „„Der Atheismus lehnt lediglich die Behauptung ab, es gäbe einen Gott. Er ist kein Glaubenssystem.“ Weil manche möchte auch gerne das zurecht stricken, dass Atheismus auch ein Glaubenssystem ist – ganz offensichtlich oft in böswilliger Absicht.
Im Artikel ist auch ein Video in englischer Sprache enthalten. Wer des Englischen mächtig ist kann es sich ja durch den Link am Ende anschauen.

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Ricky Gervais zu Stephen Colbert: „Sie glauben nicht an 2999 Götter. Es ist nur einer mehr, an den ich nicht glaube.”

Wenn der strenggläubige Katholik Stephen Colbert den Atheisten Ricky Gervais in seine Show einlädt, kann man darauf wetten, dass es in ihrem Gespräch irgendwann um Religion gehen wird. Gestern Abend (Anm. d. Red.: 1. Februar 2017) warteten beide nicht erst, bis das Thema von selbst auftaucht, sondern kamen gleich zur Sache; sie diskutierten „erste Ursachen”, die Definition von Atheismus und warum Gervais nicht einfach nur „an Wissenschaft glaubt”.

Die Konversation war nicht streitlustig, erlaubte aber beiden Bühnenkomikern, ihre Positionen klar zu machen.

Gervais: „Der Atheismus lehnt lediglich die Behauptung ab, es gäbe einen Gott. Er ist kein Glaubenssystem. Das ist Atheismus, in aller Kürze. Sie sagen, es gibt einen Gott. Ich sage: Können Sie das beweisen? Sie sagen: Nein. Ich sage: Daher glaube ich Ihnen nicht. Sie glauben an Gott, nehme ich an?

Colbert: „Ähm… in Gestalt dreier Personen, aber fahren Sie fort.”

Gervais: „Ok. Es gibt etwa 3000 Götter zur Auswahl. Im Grunde lehnen Sie einen weniger ab als ich; Sie glauben nicht an 2999 Götter, und ich glaube an nur einen weiteren nicht.”

Gervais sagte weiterhin, er fühle immense Dankbarkeit für seine Existenz, denn „die Chance war eins zu Milliarden, dass ich als ich selbst auf diesem Planeten erscheine, und ich werde es nie wieder.” Anschießend, nachdem er hörte, sein Vertrauen in die Wissenschaft sei auch nur eine Art Glaube, konterte Gervais mit diesem hübschen Monolog.

Gervais: „Wissenschaft wird ständig auf die Probe gestellt. Schauen Sie – wenn wir irgendwelche Belletristik nehmen, irgendeine heilige Schrift, und sie zerstören, dann wird sie auch nach tausend Jahren nicht wiederkehren. Wenn wir dagegen alle wissenschaftlichen Literatur vernichten, dann wäre sie in tausend Jahren wieder da, weil all die gleichen Versuche die gleichen Resultate hervorbringen würden.”

Colbert: „Das ist gut. Das ist wirklich gut.”

Gervais: „Ich brauche also keinen Glauben an die Wissenschaft. Ich brauche keinen Glauben, um zu wissen, dass, wenn ich aus dem Fenster springe, dass jedesmal, wenn jemand aus dem Fenster springt, wir wegen dieser Sache, die man Gravitation nennt, zerschmettert werden.”

All das haben wir natürlich schon oft gehört – aber das ist bei Colberts Abend-Publikum nicht notwendigerweise der Fall. Welch ein Vergnügen, zu erleben, wie Gervais dieselben Argumente anbringt, die Menschen wie Richard Dawkins immer vermitteln können, aber gegenüber einem viel größeren Publikum, das nicht um eine Debatte über Religion gebeten hat.

Als 2015 Bill Maher in Colberts Show auftrat, diskutierten beide auch über Gott, aber es war viel heikler. Maher rümpfte die Nase über Colbert, den Gläubigen, und wirkte herablassend, trotz seiner treffenden Argumente.

Gervais andererseits leistete wunderbare Arbeit bei der Erklärung seiner Haltung, ohne Colbert wie einen Trottel zu behandeln. Es war viel wirksamer.

Übersetzung: Harald Grundner

Hier geht’s zum Originalartikel…

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Es ist nur einer mehr, an den ich nicht glaube

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 16. August 2017 von hubwen in Religionskritik, Uncategorized

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Glauben heißt nicht wissen     8 comments

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Religion will sich oft mit Zirkelschlüssen beweisen, zum Beispiel Gott hat die Bibel geoffenbart, also ist das was in der Bibel steht war.

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Kann man den Glauben begründen?
Antwort: Seit wann beruht Glauben auf einer Begründung?

 

Das Problem der Begründung des Glaubens

Die entscheidende Grundfrage ist die: Was wissen wir eigentlich – sicher? Jede Philosophie und jede Religion setzt sich mit der Frage auseinander. Und jedes Zeitalter beschäftigt sich mit der Frage aufs Neue. Es gibt zwar die »aufgeklärte« Position, nach der eine Religion nicht wahr, sondern nur in moralischem Sinne nützlich zu sein hat, das ist in keinem Fall die fundamentalistische Haltung: Demzufolge ergibt sich der moralische Anspruch als Folge aus dem Wahrheitsanspruch. Was ist wahr?Die verschiedenen Religionen hatten und haben darauf stets Antworten parat.Die Antwort ist: Man muss es nicht wissen, man muss es nur glauben! Und der Glauben braucht keine Begründung.

Das Münchhausentrilemma

Wenn wir uns die Antworten ansehen, sehen wir dieselben Muster: Es ist wahr, weil es geoffenbart wurde, es ist wahr, weil es in einer heiligen Schrift steht, es ist wahr, weil es eine Autorität verkündet hat (als Papst unfehlbar ), weil es der Tradition entspricht. Alle die Dinge führen uns direkt in das Münchhausen-Trilemma (nach Hans Albert), d. h., wir landen entweder in einem Zirkel, was logisch fehlerhaft ist in einem unendlichen Regress, was in Praxis undurchführbar ist oder gelangen zu einer willkürlichen Aussetzung des Begründungspostulats, was uns direkt in den Dogmatismus führt. Die Religionen landen i. d. R. im Dogmatismus (»Es ist wahr, weil der Papst ex cathedra entschieden hat« oder »Es ist wahr, weil die Bibel es sagt«), oder in einem logischen Zirkel (»Die Bibel ist von Gott geoffenbart und aus dem Grund wahr. Wir wissen es, weil die Schreiber der Bibel es sagen. Die Bibel wiederum gibt uns Zeugnis, dass die Verfasser derselben göttlich inspiriert wurden« – die Argumentationsweise wird von Hank bzw. seinen Freunden benutzt . Es ist in der Mehrheit der Fälle nicht so plump wie in den Beispielen hier, die nur ein allgemeines Muster zeigen sollen. Ich bezeichne die Denkweise als archaisch oder vorwissenschaftlich.

Wenn man Gründe für den dogmatischen Anspruch sucht, stößt man auf einen logischen Zirkel. Mindestens eine der drei Positionen lässt sich gegen jede Begründung vorbringen, gegen subjektive Erfahrungen, d. h., jede Begründung ist hinterfragbar. Außer, Denkverbote verhindern es. Es handelt sich hier nicht um ein Argument gegen die archaische Denkweise, die moderne Denkart ist davon genauso betroffen. In der heutigen Geisteshaltung wird daraus nur der Schluss gezogen, jeden absoluten Wahrheitsanspruch anzufechten und ihn nicht für die eigene Position zu reklamieren (Skeptizismus).

Während religiöse Anschauungen sich gegen die Kritik zu immunisieren suchen, also ihre Ansprüche wider die Vernunft durchzusetzen trachten. Die (oft erfolgreiche) ↑Immunisierung ist die wahre Bedrohung des Verstandes, sie suggeriert, dass man das Ende allen Wissens erreicht hätte, wo man erst am Anfang steht oder bei einem Irrtum.

 

Die Stufen der Erkenntnis

Wir können folgende drei Stufen der Erkenntnis postulieren, die aufeinander aufbauen: Wahrnehmung, sie ist unbewusst und unkritisch.Erkenntnis, sie ist bewusst und unkritisch. Wissenschaft, sie ist bewusst und kritisch. Der religiöse Glauben ist der zweiten Stufe zuzuordnen. Mag sein, der Glaube ist kritisch, aber nicht gegen seine eigenen Grundlagen, sondern überwiegend anderen Weltanschauungen gegenüber. Eine schöne Beschreibung des hier kurz skizzierten Problems gibt Dr. Michael Schmidt-Salomon in: →Das Münchhausen-Trilemma oder: Ist es möglich, sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen?

Es gibt drei Methoden, mit denen Menschen ein Verhalten rechtfertigen, das sich nicht vernünftig begründen lässt: Tradition – das haben wir schon immer so gemacht. Mehrheit – die anderen machen das ja auch alle so. Religion – oft gemischt mit den beiden vorigen »Begründungen«. Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, die Genitalien kleiner Kinder zu beschneiden. Wenn es Tradition ist, oder die Mehrheit es tut, oder man eine Religion anführen kann – ist es erlaubt. Und wer sich gegen die Praxis ausspricht, der ist ein Feind von Tradition und Religion.

 Es ist ein Zweck der organisierten Religion, das für wahr und das Verhalten für richtig befinden zu können, dass kein Mensch ernst nehmen würde. Es wird eindringlich »Respekt« von den Religionen eingefordert: Weil normalerweise kein rationaler Mensch auf die Idee käme, solche abwegigen Gedanken zu respektieren. Was erwachsene religiöse Menschen freiwillig und ohne Zwang unter sich machen, wäre kein Thema und zu tolerieren (nicht respektieren). Kritisch wird es erst, wenn daraus Forderungen an die Allgemeinheit abgeleitet werden.

Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende allen Wissens.

Johann Wolfgang von Goethe.

Glauben heißt nicht wissen

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Gruß Hubert

Amigos in Südtirol – Kronplatz AG   Leave a comment

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Heute mal etwas Lokales, es gibt ja auch da Schweinereien. Man schanzt dem privaten Bergfotografie-Museum der Kronplatz AG, die sonst schon im Geld schwimmt durch den Winter-Tourismus 3 Millionen an Steuergeldern zu und hat dazu eine Anlassgesetzgebung gemacht. Der Kronplatz ist Südtirols Skiberg Nummer eins und schwimmt geradezu im Geld.

Da die Kronplatz AG ein Privatunternehmen mit Gewinnabsicht ist, hätte sie keinen Anspruch auf Beiträge des Landes gehabt. Um ihr dennoch öffentliches Geld zuschanzen zu können, änderte die Landesregierung am 7. Februar 2017 kurzerhand die Förderrichtlinien für Museen und Sammlungen ab. Nun können Gemeinden, die als Antragsteller berechtigt sind, Förderbeiträge zu erhalten, diese an Dritte weitergeben.

Den Brunecker Oppositionspolitikern hat man bei der Zustimmung wesentliche Fakten verschwiegen, sonst hätten sie niemals dafür gestimmt.
„Schwerwiegend ist für uns auch, dass die Kronplatz Seilbahn AG einen Beitrag von ganzen 3 Millionen Euro erhält, während alle anderen privaten Museen des Landes insgesamt 1,3 Millionen Euro bekommen.“ Der Vorgang ist ein höchst intransparent. Das ist eine ausgesprochene „Machlerei“. Und Arno Kompatscher, der Landeshauptmann von Südtirol ist mittendrin (oder mittenmang, wie man in Berlin sagen würde).

Sind die 3 Millionen Euro, die der Landeshauptmann der Kronplatz AG zugesichert hat, also tatsächlich “absolut gerechtfertigt”, wie Christian Tschurtschenthaler sagt? (Landes-Abgeordneter der SVP aus Bruneck). Wird der Rechnungshof aktiv? Müsste er ja bei so einem rechtlich höchst fragwürdigem Vorgang, wo im gesetzlichen Graubereich getrickst wurde.

Hier aus salto.bz.de

“Wir hätten sicherlich dagegen gestimmt.” Cornelia Brugger und Hanspeter Niederkofler sind verärgert. Am 22. Februar stimmen die beiden Brunecker Gemeinderäte für das Museum für Bergfotografie PMOA, das am Kronplatz entstehen soll. Wie alle der 22 an jenem Abend anwesenden Gemeinderäte. Nun fühlen sich die beiden Oppositionellen – Cornelia Brugger sitzt seit ihrem Austritt aus dem PD als freie Rätin im Gemeinderat, Hanspeter Niederkofler ist Sprecher der Grünen Fraktion – gelinde gesagt an der Nase herum geführt. “Der Brunecker Stadtrat hat zum Bergfotografie-Museum nicht ausreichend informiert”, klagen sie – und sprechen von “schwerwiegender Unterlassung”.

Am Donnerstag hatte salto.bz die Hintergründe aufgedeckt, die es dem Bauherrn, der Kronplatz Seilbahn AG, ermöglichen, an öffentliche Förderbeiträge für die Errichtung des Museums zu gelangen. Ganze 3 Millionen Euro erwarten sich die Privaten vom Land – und Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die Summe bereits im Dezember 2016 zugesichert. Da die Kronplatz AG ein Privatunternehmen mit Gewinnabsicht ist, hätte sie allerdings keinen Anspruch auf Beiträge des Landes gehabt. Um ihr dennoch öffentliches Geld zuschanzen zu können, änderte die Landesregierung am 7. Februar kurzerhand die Förderrichtlinien für Museen und Sammlungen ab. Nun können Gemeinden, die als Antragsteller berechtigt sind, Förderbeiträge zu erhalten, diese an Dritte weitergeben.

Opposition im Dunkeln

Das alles bleibt den Brunecker Gemeinderäten, die das Projekt zwei Wochen später absegnen und damit grünes Licht für das Ansuchen um Beiträge für die Stadtverwaltung geben, verschwiegen. Cornelia Brugger und Hanspeter Niederkofler werfen nun dem Brunecker Bürgermeister, Roland Griessmair, und seinem Stadtrat fehlende Transparenz vor: “Wenn sie in der Gemeinderatssitzung im Februar darüber informiert hätten, dass es bereits ab Dezember 2016 Kontakte zwischen dem Land und der Kronplatz Seilbahn AG zur Gewährung eines öffentlichen Beitrags gab, wofür die Förderkriterien eigens abgeändert wurden, hätten wir sicherlich gegen den Antrag gestimmt.”
Ein Wort, das Brugger und Niederkofler in ihrer gemeinsamen Erklärung immer wieder verwenden: schwerwiegend. Die Oberflächlichkeit der Brunecker Stadtregierung sei “eine schwerwiegende Unterlassung, und schwerwiegend ist auch, dass die Landesregierung ad hoc und für einen privaten Interessenten die Förderkriterien abgeändert hat, um so erst eine öffentliche Finanzierung in beachtlichem Ausmaß zu ermöglichen”.

Bereits die Grünen Landtagsabgeordneten hatten das Vorgehen der Landesregierung als “absolut fragwürdig” bezeichnet und darauf hingewiesen, dass zahlreiche Museumsprojekte im Land auf stand-by gesetzt wurden, “während die Finanzierung potenter Privater wie auf Schienen läuft”. Gegen ein Museum für Bergfotografie an sich haben weder die Grünen in Bozen noch Cornelia Brugger und Hanspeter Niederkofler in Bruneck etwas. Vielmehr geht es ihnen um eine gerechte und ausgeglichene Förderung, so die Brunecker Oppositionspolitiker: “Schwerwiegend ist für uns auch, dass die Kronplatz Seilbahn AG einen Beitrag von ganzen 3 Millionen Euro erhält, während alle anderen privaten Museen des Landes insgesamt 1,3 Millionen Euro bekommen. Es ist sicher einfacher, unternehmerisch tätig zu sein, wenn 50 Prozent der Kosten von der öffentlichen Hand übernommen werden, aber es ist in diesem Fall nicht korrekt. Es ist richtig, die Kultur zu finanzieren und die Museen zu fördern, aber die Regeln sind einzuhalten und es braucht Fairness gegenüber allen Interessenten.

 

Hier weiterlesen:

Amigos in Südtirol – Kronplatz AG

Siehe auch hier:

Der Kronplatz-Paragraph

Die Landesregierung hat das Museumsgesetz abgeändert, um der Kronplatz AG für das geplante Museum für Bergfotografie drei Millionen Euro zukommen zu lassen.

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Die alte Bergstation am Kronplatz

Neuer Glanz für altes Gebäude: In der alten Bergstation am Kronplatz soll ein Museum für Bergfotografie entstehen. Foto: Stadtgemeinde Bruneck

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Auszug.

Bauen und verwalten will das Museum die Kronplatz AG. Die Gemeinde Bruneck beteiligt sich finanziell nicht an der Errichtung. An öffentliches Geld wird die Aktiengesellschaft trotzdem kommen.

Das Problem – und seine Lösung

Ende des Vorjahres wendet sich die Kronplatz Seilbahn AG direkt an die Landesregierung. Und fragt nach, ob die rechtliche Möglichkeit besteht, Gelder aus dem Fördertopf der Abteilung Museen zu beziehen. Man erhofft sich bei einer Investitionssumme von 6 Millionen Euro einen maximalen Beitrag von 50 Prozent, sprich 3 Millionen Euro. Die will die Landesregierung auch bereitstellen, wie aus dem Schreiben des Landeshauptmannes an die Kronplatz AG später offensichtlich hervorgehen wird.
Zunächst aber wendet sich der zuständige Landesrat Florian Mussner an die Rechtsabteilung des Landes und gibt bei Renate von Guggenberg ein Gutachten in Auftrag.
Deren Antwort lautet Nein. Weder erlauben die geltenden Richtlinien zur Förderung von Museen und Sammlungen, Antragstellern mit Gewinnabsicht – etwa einer AG –, Beiträge zu erhalten. Noch dürfen Gemeinden als Gesuchstellende zugestandene Förderbeiträge an Dritte weitergeben. Das bestätigt die Anwältin des Landes in einem Schreiben vom 30. November 2016.

“Es ist daher notwendig, die gegenständlichen Kriterien in diesem Sinne zu ändern”, empfiehlt von Guggenberg und liefert einen entsprechenden Änderungsvorschlag mit: Art. 3, der sich auf die Anspruchsberechtigten von Fördergeldern bezieht, müsste am Ende von Absatz 4 um den Satz “Die Gemeinden können den Beitrag jenen Subjekten abtreten, denen sie die Umsetzung des Bauvorhabens auf der Grundlage einer eigens dafür abgeschlossenen Vereinbarung übertragen haben” ergänzt werden.

Vom Rat zur Tat

Landeshauptmann Arno Kompatscher höchstpersönlich informiert den Präsidenten der Kronplatz Seilbahn AG, Werner Schönhuber, am 1. Dezember 2016 über die rechtliche Hürde und wie sie aus dem Weg zu schaffen ist – und schreitet zur Tat. Bereits zwei Monate später genehmigt die Landesregierung mit dem Beschluss Nr. 147 vom 7. Februar 2017 die Änderung der Förderrichtlinien wie von Renate von Guggenberg vorgeschlagen. Der Verdacht, dass dies zum Vorteil der Kronplatz AG passieren könnte, kommt niemandem. Zumindest wird er nicht öffentlich laut.

Arno Kompatscher schreibt an Werner Schönhuber

Drei Millionen und Weihnachtsgrüße: Am 1. Dezember 2016 schreibt Arno Kompatscher an Werner Schönhuber

 

In Bruneck scheint man nur darauf gewartet zu haben, denn jetzt geht es Schlag auf Schlag. Damit die Gemeinde Bruneck in Bozen um die Beiträge ansuchen kann, muss der Gemeinderat grünes Licht für das Bergfotografie-Museum geben. Am 22. Februar wird das Projekt den Gemeinderäten präsentiert. Zwei Tage vorher hat der technische Landesbeirat das Vorhaben positiv begutachtet.
Während der Debatte im Gemeinderat betont man, dass der Gemeinde selbst keine Kosten entstehen, sie wohl aber beim Land um einen Beitrag ansuchen wird. Der Landeshauptmann habe der Kronplatz Seilbahn AG einen Investitionsbeitrag “in Aussicht gestellt”, heißt es in dem Beschluss, den der Gemeinderat einstimmig absegnet. Die eilig herbeigeführte Ad-hoc-Abänderung der Förderungsrichtlinien bleibt unerwähnt.

Auszug aus dem Brunecker Gemeinderatsbeschluss vom 22. Februar 2017

Seit 7. Februar möglich: Auszug aus dem Brunecker Gemeinderatsbeschluss vom 22. Februar 2017

 

Am 20. März stimmt der Brunecker Stadtrat schließlich der Unterzeichnung der Vereinbarung, die die neuen Förderrichtlinien als Voraussetzung für den Zugang zu den Landesbeiträgen vorsieht, mit der Kronplatz AG zu.

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Derweil fragt man sich anderswo: “Überall soll gespart werden – wie wird man die Zahlung rechtfertigen, wenn der Rechnungshof anklopft?”

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https://www.salto.bz/de/article/09082017/der-kronplatz-paragraph

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Gruß Hubert

Zuckerbrot und Peitsche: Franziskus‘ Versöhnungs-Trip   2 comments

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Was soll das scheinheilige Vorgaukeln von Verständnis für Homosexuelle vom Papst? Für die katholische Kirche ist Homosexualität Sünde und damit basta.

Aus dem nachfolgendem Kommentar von Norbert Schönecker:

„Für die Katholische Tradition, die eine gleich große Rolle spielt wie die Bibel, gilt zudem klipp und klar: Die Kirche hat homosexuelle Betätigung in ihrer Lehre immer und überall ausgeschlossen. Diese Tradition ist verbindlich.“

Der Papst (und die katholische Kirche) hält Homosexuelle ja für ganz armselige Typen. Sein gespieltes Mitleid kann er sich unter sein weißes Käppchen schmieren.

Was sollen diese nicht glaubwürdigen Entschuldigungen? Diese Masche kennt man ja schon vom verstorbenen Papst Johannes Paul II.

Hier ein Artikel der atheistischen Richard Dawkins Foundation vom 01.06.2016 – von Dennis Riehle

Papst Franziskus ist auf mich zugegangen. Nein, nicht nur auf mich. Auf alle Homosexuellen, aber auch auf die Armen, die Benachteiligten und Schwachen. Auf alle, die die katholische Kirche in ihrer Vergangenheit verletzt haben könnte.

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Da scheint es vielleicht ganz praktisch, dass man nicht ins Detail geht. Es könnte länger dauern, bis diese Liste abgearbeitet ist.

Doch was soll ich nun mit dieser Geste, mit der Handreichung? „Danke und auf Wiedersehen, Herr Pontifex!“? Irgendwie wäre mir danach, denn ich weiß nicht wirklich, wie ich mit solch einer öffentlichkeitswirksamen Schau umgehen will. Die katholische Welt steht fast Kopf, aber auch ein bisschen die Protestanten, die Orthodoxen und andere Gläubige.

Sie sind begeistert von diesem Schritt, den Franziskus gegangen ist. So emotional, so leidenschaftlich, so selbstlos. Und dann auch noch solch eine Barmherzigkeit, solch eine Gnade!

Ja, genau das ist das Problem. Wieder werde ich den Gedanken nicht los, dass dort ein älterer Mann vor mir steht und dem kleinen, hilflosen und in seiner persönlichen Entwicklung so entglittenen, schwulen Ungläubigen nochmals deutlich macht, wie arm dran er doch ist und dass man über all seine Sünde hinwegsehen könne – denn dieser, der Schöpfungsgeschichte entflohene und verlorene Sohn kann ja eigentlich nichts für seine Situation, er will eigentlich nur spielen, seinen Schnuller zurück und möglichst bald wieder Sex.

Eine Bitte um Verzeihung sieht für mich anders aus. Denn sie ist mit Glaubwürdigkeit verbunden. Mit dem Zugeständnis, dass das, was passiert ist, eben nicht noch einmal vorkommen wird. Bei Franziskus dagegen, da will ich es nicht wahrhaben. Mir scheinen seine ständigen Vorstöße des Samariters wie ein Locken und Reizen mit Zuckerbrot und Peitsche. Eine Entschuldigung, damit die Menschheit jubelt – und dann die Einschränkung, dass man an den Normen eigentlich nichts ändern wolle. Der Schwule, die Lesbe, sie bleiben also irgendwie die Schmuddelkinder, nicht nur der katholischen Kirche.

Es ist eine geschickte PR, die Franziskus da fährt. Er erweckt den Anschein, dass auch Rom die Menschenwürde schätzt und die Homosexuellen entsprechend als Geschöpfe des Herrn respektiert. Ob damit aber ebenso gleiche Rechte verbunden sind, Toleranz und Akzeptanz, damit tut sich nicht nur der Papst schwer. Denn über die konservative Exegese der Heiligen Schrift kann auch er nicht hinwegsehen – und betrachte ich den ehemaligen Erzbischof auf alten Videos, dann wollte er schon damals nicht an der Überzeugung rütteln, wonach Schwule und Lesben per se in der Abkehr von Gottes Wort leben.

Wer um Vergebung bittet, der sollte auch etwas dafür anbieten. Und es ist sicher nicht der herunterschauende Blick des Mitleids, der überzeugt. Es wäre die bedingungslose Annahme, die Jesus eigentlich auch formuliert. Doch Franziskus, aber ebenso viele deutsche Würdenträger, schaffen es nicht, ohne sich noch eine kleine Hintertür offen zu lassen. Erst, wenn sie mit der Gutheißung eines jeden Menschen auch die Freiheit verbinden, die Verantwortung für das – meinetwegen auch gläubig geführte – Privatleben des Einzelnen ohne dogmatische Vorgabe in die Hand des Gegenübers zu legen und gerade dann noch zu ermutigen: „Du sollst ein Segen sein!“ (1. Mose 12,2), könnte das was mit Versöhnung werden. Bis es aber so weit kommt, brauche ich wohl wirklich noch ein Leben nach dem Tod…

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Zuckerbrot und Peitsche: Franziskus‘ Versöhnungs-Trip

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Hier noch ein gutes Video von Harald Lesch, den ich sehr schätze.

GOTT – gibt es ihn? Harald Lesch – Übrigens…zur „Gottesformel“

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rel-gute-m-tun-b__ses

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Gruß Hubert

Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen   Leave a comment

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Die Forderungen der Muslime sind schon mehr als präpotent. Ihre Distanzierungen zu muslimischen Terroranschlägen sind nahe bei Null! Und wegen welcher Kleinigkeiten die schon beleidigt sind… Die werden noch lange brauchen bis sie auf westliches Niveau und auf eine dort übliche Toleranz kommen. Im Westen darf man ungestraft eine Religion oder auch einen imaginären Gott kritisieren. Im Islam wäre die das Todesurteil, eine Fatwa würde ausgesprochen, so wie man es beispielsweise bei dem Ägypter Hamed Abdel-Samad getan hat, der jetzt schon seit einigen Jahren in Deutschland mit Polizeischutz lebt. Die Freiheit der Kunst ist im Islam sowieso noch ein Fremdwort.

Hier ein Artikel von dem Religionskritiker Sam Harris auf der Seite der „Richard Dawkins Foundation“. Ich schätze diese beiden Herren sehr. Der Artikel ist schon von 2015, deshalb sind einige politische Begebenheiten ad acta zu legen.
Ich ziehe diese Passage mal an den Anfang.

Man bedenke was tatsächlich passiert: Einige Prozent der Moslems auf der ganzen Welt – fünf Prozent? Fünfzehn? Fünfzig? Das ist noch nicht klar – verlangen dass alle Nicht-Muslime sich den Einschränkungen Islamischen Rechts unterwerfen sollen. Und wo sie bei ihren Protesten nicht direkt auf Gewalt zurückgreifen, drohen sie damit. Ein Schild mit der Aufschrift: „Köpft die, die den Propheten beleidigen“, mag noch als Beispiel friedlichen Protests zählen, aber es ist ebenso eine Versicherung, dass das Blut der Ungläubigen vergossen würde, wenn der Dummkopf, der das Plakat hochhält mehr Macht hätte.

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Die jüngste Welle muslimischer Hysterie und Gewalt hat sich nun auf über zwanzig Nationen ausgebreitet. Die Mauern unserer Botschaften und Konsulate wurden durchbrochen, die Grundstücke wurden dem triumphierenden Mob überlassen und viele Menschen wurden getötet – alles als Reaktion auf ein nicht sehenswertes Internet Video mit dem Titel: „Unschuld der Muslime“. Ob nun wegen eines Films, eines Cartoons, einer Geschichte, eines Schönheitswettbewerbs, oder eines unglücklich benannten Teddybärs, die darauf folgenden Ausbrüche frommen Zorns sind so vorhersehbar wie die Dämmerung. Das ist bereits eine alte und langweilige Geschichte, über alte, langweilige und tödliche Ideen. Und ich befürchte sie wird uns für den Rest unseres Lebens begleiten.

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Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen

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Unsere Panik und moralische Verwirrung nahmen zuerst in Angriffen auf den unglücklichen Gouverneur Romney Gestalt an. Ich bin kein Fan Romneys und ich fände die Aussicht auf seine Präsidentschaft lächerlich, wenn sie nicht so deprimierend wäre, aber er hat die ersten Aufschreie der Angst in den Reaktionen der Obama Administration auf diese Krise sehr genau erkannt. Romney hat die Abfolge der Geschehnisse falsch gedeutet – in dem er, wie viele andere auch, ein Statement der U.S. Botschaft in Kairo mit einer offiziellen Antwort der Regierung auf die Ermordung von Amerikanern in Libyen verwechselte. Aber die Wahrheit ist, dass das Weiße Haus das gleiche Entschuldigungsschreiben veröffentlichte, in der sie die beleidigende Rede verleugnete, während sie behauptete die Freie Rede an sich zu verteidigen. Es mag ein kleines Detail sein, der Hitze der Situation geschuldet, aber das ist eine zitternde Lippe auch.

Unsere Regierung folgte dem Weg des Appeasement weiter, in dem sie versuchte den unbezähmbaren Vollidioten Pastor Terry Jones zum schweigen zu bringen, der das Verbrennen von Ausgaben des Koran gerade so lange unterbrach, wie er brauchte um den Film zu veröffentlichen. Die Administration verlangte außerdem von Google „Unschuld der Muslime“ von den Servern zu entfernen. Diese Manöver zeugten von einer von zwei psychologischen und diplomatischen Realitäten: Entweder ist unsere Regierung nicht willens das Problem beim Namen zu nennen, oder das Problem ist so groß und bedrohlich, dass wir uns entschieden haben, die Barbaren vor den Toren zu besänftigen.

Die Seuche der moralischen Feigheit nahm ihren gewohnten Gang, indem liberale Journalisten und Experten damit begannen, unsere grundlegendste Freiheit im Lichte der sadomasochistischen Wut, die unter Moslems auch als „religiöse Empfindlichkeit“ bekannt ist, neu zu überdenken. Mitwirkende der New York Times und NPR (A.d. Ü.: National Public Radio) sprachen von der Notwendigkeit, eine Balance zwischen der Freiheit der Rede und der Freiheit der Religion zu finden – als ob letztere möglicherweise durch ein YouTube Video verletzt werden könnte. So vorhersehbar wie das mobben von Moslems wurde, scheint die moralische Verwirrung von Liberalen ein Teil des Räderwerks zu sein.

Man bedenke was tatsächlich passiert: Einige Prozent der Moslems auf der ganzen Welt – fünf Prozent? Fünfzehn? Fünfzig? Das ist noch nicht klar – verlangen dass alle Nicht-Muslime sich den Einschränkungen Islamischen Rechts unterwerfen sollen. Und wo sie bei ihren Protesten nicht direkt auf Gewalt zurückgreifen, drohen sie damit. Ein Schild mit der Aufschrift: „Köpft die, die den Propheten beleidigen“, mag noch als Beispiel friedlichen Protests zählen, aber es ist ebenso eine Versicherung, dass das Blut der Ungläubigen vergossen würde, wenn der Dummkopf, der das Plakat hochhält mehr Macht hätte. Dieses groteske Versprechen wird natürlich in fast jeder islamischen Gesellschaft gegeben. Einen Film wie die „Unschuld der Muslime“ irgendwo im Mittleren Osten zu machen wäre mit gleicher Sicherheit eine Methode des Selbstmords wie die Gesetze der Physik.

Was zeigte der Film genau? Wer hat ihn gemacht? Was waren ihre Motive? Wurde Mohammed wirklich dargestellt? Brannte da ein Koran, oder ein anderes Buch? Fragen wie diese sind obszön. An dieser Stelle muss ein Strich gezogen und ohne Entschuldigung verteidigt werden. Wir haben die Freiheit den Koran oder jedes andere Buch zu verbrennen und Mohammed oder jeden anderen Menschen zu kritisieren. Das sollte niemand vergessen.

In solchen Momenten hören wir unweigerlich – von Leuten, die nicht wissen wie es ist, an das Paradies zu glauben – das Religion nur ein Weg ist öffentliches Unbehagen zu kanalisieren. Die wahre Quelle des Problems kann in der Geschichte der westlichen Aggression in der Region gefunden werden. Es ist viel mehr unsere Politik als unsere Freiheit, die sie hassen.

Ich glaube, dass die Zukunft des Liberalismus – und vieles andere auch – von der Überwindung dieser ruinösen Selbsttäuschung abhängt. Religion wirkt nur als Vorwand für politische Gewalt, weil Millionen Menschen glauben was sie sagen, dass sie glauben, dass imaginäre Verbrechen wie Blasphemie oder Apostasie Straftaten sind, die den Tod rechtfertigen.

Die meisten säkularen Liberalen denken, dass alle Religionen gleich sind und sie betrachten jeden gegenteiligen Vorschlag als ein Zeichen der Bigotterie. Irgendwie überlebt dieser Glaubenssatz den täglichen Gegenbeweis. Unsere Sprache kann zu weiten Teilen dafür verantwortlich gemacht werden. Wie ich bei vielen Gelegenheiten dargestellt habe: „Religion“ ist nur ein Begriff, wie „Sport“: Einige Sportarten sind friedlich, aber wahnsinnig gefährlich (wie das Freiklettern ohne Seil, oder Straßenrodeln) einige sind sicherer, aber gleichbedeutend mit Gewalt (Boxen, Mixed Martial Arts) und einige beinhalten nicht mehr Risiko sich schwer zu verletzen, als unter der Dusche zu stehen (Bowling, Badminton). Von Sport als allgemeiner Aktivität zu sprechen macht es unmöglich, zu diskutieren, was Sportler tatsächlich tun, oder welche physischen Attribute notwendig sind ihn auszuüben. Was haben alle Sportarten außer atmen gemeinsam? Nicht viel. Der Begriff „Religion“ ist kaum brauchbarer.

Betrachten wir das Mormonentum: Viele meiner liberalen Freunde würden es als moralisch unfair bezeichnen Romney’s Glauben als Argument gegen ihn einzusetzen. In ihren Augen ist das Mormonentum nur eine Religion wie alle anderen auch. In Wahrheit jedoch hat die Kirche von Jesus Christus den heiligen der letzten Tage mehr als genug seltsame Eigenarten. Zum Beispiel war sie explizit rassistisch bis 1978, als Gott plötzlich seine Meinung zu Farbigen änderte (einige Jahre nachdem Archie Bunker dies tat) und empfahl, dass ihnen die volle Bandbreite der Sakramente und religiöser Verantwortlichkeiten gegeben werden soll. Zu diesem Zeitpunkt war Romney ein Erwachsener und seit mehr als einem Jahrzehnt ein außergewöhnlich energiegeladenes Mitglied seiner Kirche.

Anders als über die meisten Gründer anderer Religionen, von denen nur wenig bekannt ist, ist das Mormonentum das Produkt der Plagiate und Konfabulationen eines offensichtlichen Hochstaplers, Joseph Smith, dessen Abenteuer von den Leichtgläubigen als – in jedem Sinne – die reine geschichtliche Wahrheit angesehen wird. Bedenkt man was wir von Smith wissen, ist es schwieriger ein Mormone als ein Christ zu sein. Eine tiefere Anbetung des Absurden ist notwendig – und die Tatsache, dass Romney das bewerkstelligt bekommt, sagt etwas über ihn aus.

Gerade so als wäre er ein Mitglied von Scientology, der vorschlägt, sein E-Meter im Oval Office zu platzieren. Der Bereich zwischen rationalem Glauben und eigennützigem Wahn ist eine offensichtliche Steigerung. Es ist eine Sache daran zu glauben, dass Jesus existiert hat und vielleicht ein bemerkenswerter Mensch war. Es ist etwas völlig anderes zu akzeptieren – wie dies die meisten Christen tun – dass er körperlich wieder auferstanden ist und auf die Erde zurückkehren wird um die Lebenden und die Toten zu richten. Es ist noch mal ein anderer Sprung des Glaubens, viel zu groß um ihn sich vorzustellen, wie es alle guten Mormonen müssen, dass er seine kosmische Magie vom geheiligten Grund von Jackson County Missouri aus vollzieht.

Dieses letzte provinzielle Detail spielt eine Rolle. Es macht das Mormonentum objektiv weniger glaubhaft als das Durchschnittschristentum – wie es auch die Behauptung macht, Jesus hätte seine „Nachfolger“ in Amerika zu irgendeinem Zeitpunkt nach seiner Wiederauferstehung besucht. In dem Moment, an dem man Kristallkugeln, heilige Unterhosen oder den Planeten Kolob und einen heiligen Handschlag benötigt, um Zugang zum Himmel zu bekommen, entlarven sich die mormonischen Standards als das was sie sind: das religiöse Äquivalent zu rhythmischer Gymnastik.

Der Punkt ist jedoch, dass ich all diese Dinge zum Mormonentum sagen kann und Joseph Smith aus tiefstem Herzen verunglimpfen kann, ohne dass ich befürchten muss, dass ich dafür ermordet werde. Säkulare Liberale ignorieren diesen Unterschied bei jeder Gelegenheit und auf jedes Risiko hin. Denken sie einen Moment über die Existenz des Musicals „Das Buch der Mormonen“ nach. Nun überlegen Sie sich die Sicherheitsvorkehrungen, die getroffen werden müssten um das gleiche Stück über den Islam aufzuführen. Das Projekt ist undenkbar – nicht nur in Beirut, Bagdad oder Jerusalem, sondern auch in New York City.

Die Freiheit über bestimmte Themen laut nachzudenken, ohne Angst haben zu müssen gejagt, oder getötet zu werden ist bereits verloren gegangen. Und die einzigen Kräfte auf Erden, die sie wiederherstellen kann, sind starke säkulare Regierungen, die Anklagen der Blasphemie mit Verachtung gegenüber treten. Keine Entschuldigung nötig. Moslems müssen lernen, dass sie, wenn sie kriegerische und fanatische Behauptungen zur Toleranz freier Gesellschaften machen, die Grenzen dieser Toleranz erreicht haben. Und Gouverneur Romney, obwohl er wohl mit allem unter der Sonne – einschließlich der Sonne selbst – falsch liegt, hat sicherlich Recht damit zu glauben, dass es Zeit ist, dass unsere Regierung diese Botschaft ohne mit der Wimper zu zucken überbringt.

Übersetzer: Joseph Wolsing, Jörg Elbe

Hier geht’s zum Originalartikel…

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Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen

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Gruß Hubert