Archiv für Juni 2019

Die grausamsten Jagdpraktiken auf einen Blick   Leave a comment

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Jäger behaupten oft, die Jagd sei „angewandter Naturschutz“. Diese sechs Jagdpraktiken zeigen, warum die Jagd vielmehr „angewandte Tierquälerei“ ist.

1. Fangjagd: In Fallen werden Tiere zerquetscht und verstümmelt

Die Jagd mit Totschlag- und Lebendfallen ist in den meisten Bundesländern noch immer erlaubt und eine gängige Jagdmethode auf Fuchs, Waschbär & Co. Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, in der Praxis werden die Tiere jedoch oftmals verletzt und sterben anschließend qualvoll. In Lebendfallen gefangene Tiere werden mit einem Kopfschuss hingerichtet, nachdem sie panisch versuchten, aus der Falle zu entkommen.

Foto PETA

2. Treib- und Drückjagden: Tierleid durch häufige Fehlschüsse

Bei gesellschaftlichen Jagdevents werden die Wildtiere von Treibern und ihren Hunden in Todesangst versetzt und vor die Flinten der Schützen getrieben. Nur wenige treffen beim ersten Schuss auf die um ihr Leben rennenden Tiere. Insbesondere bei Drückjagden sterben bis zu 70 Prozent der Wildtiere nicht sofort [1]. Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten sie und sterben einen qualvollen Tod.

PETA

3. Baujagd: Jagdhunde werden auf Wildtiere gehetzt

Füchse und Dachse werden von Jägern mit Hunden aus ihrem schützenden Bau getrieben und erschossen. Hierbei kommt es immer wieder zum blutigen Kampf zwischen Hund und Wildtier. Das Abrichten der Jagdhunde findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit in sogenannten Schliefanlagen statt. Hier lernen die Hunde am lebenden Fuchs, diesen aus dem Bau zu jagen.

PETA

4. Die Jagd mit Greifvögeln (Beizjagd): Gefesselt, eingesperrt und als Waffe missbraucht

In der Falknerei werden Greifvögel für die sogenannte Beizjagd von klein an meist auf den Menschen fehlgeprägt und somit abhängig und gefügig gemacht. Ihr Leben verbringen sie dann fast ausschließlich mit Fußfesseln und einer zwei Meter langen Lederschnur festgebunden an einem Holzpflock oder eingesperrt in Volieren [2]. Um die Beutefangbereitschaft für die Beizjagd zu erhalten und die Heimkehr der Vögel zu gewährleisten, wird ihnen Nahrung vorenthalten.

PETA

5. Zwang und Gewalt bei der Jagdhundeausbildung

Bei der Ausbildung von Jagdhunden kommen teils noch heute Stachelhalsbänder zum Einsatz, die die Tiere durch Schmerzen zum Gehorsam zwingen. Auch beim Zwangsapport wird mit Kniffen ins Ohr, also über Schmerz, gearbeitet. Bei der Jagd werden die Hunde zudem bewusst gefährlichen Situationen ausgesetzt – nicht selten kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hund und Wildtier.

6. Flugunfähig gemachte Enten als Übungsobjekt

Die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Enten ist in den meisten Bundesländern noch immer erlaubt. Dazu werden den Enten zunächst die Flügel mit Papiermanschetten abgebunden, damit sie nicht flüchten können. Anschließend werden sie ins Wasser geworfen oder im Gebüsch versteckt, sodass der Hund sie aufstöbern und verfolgen kann. Anschließend schießt der Jäger auf die aufgescheuchte Ente, die nicht den Hauch einer Chance für eine erfolgreiche Flucht hat.

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PETA

Was Sie tun können

Wenden Sie sich an den Landtagsabgeordneten Ihres Wahlkreises und bitten Sie ihn/sie höflich, sich auf Landesebene für ein Ende dieser Grausamkeiten einzusetzen.

Stoppen Sie die Zwangsbejagung auf Ihrem Grundstück und machen Sie dieses zu einem sicheren Rückzugsort für die Tiere! Alle Infos unter: PETA.de/Zwangsbejagung-Stoppen​​

Quellen:

[1] Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (2010): Tierschutz und Bewegungsjagden. Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Arbeitskreis Wildtiere und Jagd (AK 6).

[2] BMEL (1995): Mindestanforderungen an die Haltung von Greifvögeln und Eulen. Gutachten der Sachverständigengruppe über die tierschutzgerechte Haltung von Vögeln.

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Die grausamsten Jagdpraktiken auf einen Blick

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. Juni 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Auschwitz liegt nicht am Strand von Malibu   Leave a comment

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Der KZ-Vergleich ist voll berechtigt wenn man schaut wie mit Tieren umgegangen wird.

Von tierbefreiungsoffensive-saar.de

Kritische Anmerkungen zum „KZ-Vergleich“

Von Susann Witt-Stahl
Ein Foto zeigt abgemagerte Kinder in Häftlingskleidung hinter Stacheldraht, gleich daneben Ferkel eingesperrt auf engstem Raum. Unter dem Titel „Wandelnde Skelette“ sieht man nackte Menschen mit aufgedunsenen Hungerbäuchen neben einem unterernährten Kälbchen, das sich vor Schwäche nur noch mühsam auf den Beinen halten kann. Dann ein Bild von Häftlingen in den Lagerbaracken, aufgestapelt wie Ware, dicht an dicht auf schmutzigen Pritschen, und rechts daneben die nicht enden wollenden Käfigreihen der Legebatterien.


Die Aussage des schockierenden Bildvergleichs, der im Februar letzten Jahres von der Tierrechtsorganisation PETA ins Internet gestellt wurde, ist eindeutig: Das, was täglich in den Tierfabriken und Schlachthäusern stattfindet, ist der Holocaust der Tiere. Wer nach ausgiebiger Betrachtung der Schreckensbilder immer noch vermutet, das Anliegen der Urheber sei, Analogien zwischen der rationalisierten Gefangenhaltung von Menschen in den Todeslagern und von Tieren in den Fleischfabriken aufzuzeigen, wird durch den Begleittext der „Masskilling“-Internetseite (1) endgültig eines anderen belehrt. Es geht um weit mehr, als deutlich zu machen, dass die Abläufe von Massentötungen in der industrialisierten Moderne stets denselben methodischen Charakter haben. Das belegt ein Zitat des österreichischen Tierrechtlers Helmut Kaplan am Ende der Fotoserie: „Unsere Enkel werden uns eines Tages fragen: ‚Wo wart Ihr, während des Holocaust der Tiere? Was habt Ihr gegen diese entsetzlichen Verbrechen getan?‘ Die Entschuldigung, dass wir es nicht gewusst hätten, können wir kein zweites Mal vorbringen.“ (2)


Der „Leichenschmaus“-Autor gilt, zumindest im deutschen Sprachraum, als einer der offensivsten Verfechter des so genannten KZ-Vergleichs. Um zu erkennen, dass die Grausamkeiten, die Tieren angetan würden, so Kaplan in seinem Beitrag „Tiere und Juden oder die Kunst der Verdrängung“, „exakt dem Holocaust der Nazis entsprechen“, bräuchte man „nur Berichte über Menschenversuche in KZs und Berichte über heutige Tierversuche anzuschauen. Dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen: Die Parallelen sind lückenlos, die Berichte sind austauschbar. Alles, was die Nazis den Juden angetan haben, praktizieren wir heute mit Tieren!“ (3)


Ebenso wie Helmut Kaplan hält auch PETA eine fundierte historische Begründung für die Gleichsetzung des alltäglichen Abschlachtens unzähliger Tiere für den menschlichen Konsum mit dem Völkermord, der während des Zweiten Weltkrieges von deutschen Tätern verübt worden war, offenbar für überflüssig. Das Verstehen tritt zu Gunsten des Sehens in den Hintergrund. Außer Horror-Bildern bietet die PETA-Website nicht viel mehr als einige sloganhaft dargebotene Zitate aus dem umfangreichen Werk des amerikanischen Literatur-Nobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer, Auszügen aus Charles Pattersons „Eternal Treblinka“ und jeder Menge Briefe von jüdischen Unterstützern der Kampagne, unter ihnen viele Holocaust-Überlebende.


Wenn es darum geht, die Gleichsetzung von Auschwitz (4) und Tiermord, wie sie von PETA und Kaplan betrieben wird, kritisch zu reflektieren, dann können Methode und Gegenstand, Form und Inhalt nicht losgelöst voneinander betrachtet werden. Das Problem ist bereits in der reduktionistischen Vorgehensweise angelegt, für den Vergleich ausschließlich die Phänomene des Holocaust und der Massenschlachtung von Tieren zu berücksichtigen, ihr Wesen jedoch außer Acht zu lassen.


Hätten die Befürworter der Gleichsetzung die Frage „Was war Auschwitz?“ als epistemologisches Problem behandelt, den Völkermord, der vorwiegend von Deutschen verübt wurde, nicht aus dem historischen und topographischen Kontext gerissen, nicht entpolitisiert und nicht als rein ethische Misere diagnostiziert, dann wäre ihnen vielleicht die nahezu unmögliche Fassbarkeit und Komplexität des Gegenstands bewusst geworden. Sie hätten sicher festgestellt, dass ihm ohne umfangreiche Exkurse in die Geschichte des Antisemitismus, des Kapitalismus, der Moderne nicht angemessen begegnet werden kann. Die über alle Maße des Erträglichen strapazierten Bildervergleichs-, „Große Geister“- und Kronzeugenzitatpraxis von PETA und Kaplan (5) macht deutlich: Die Problematik des so genannten KZ-Vergleichs ist nicht nur eine des Was, sondern auch eine des Wie.


Da aber die Gleichsetzung nahezu ausschließlich Ergebnis von Vergleichen der Phänomene des Grauens ist, blieb vor allem die Frage nach den Funktionen von Todeslagern und Schlachthäusern unberücksichtigt: Auschwitz war eine Todesfabrik. Sie hatte den Zweck, Tote zu produzieren. In den Lagern, die die Nationalsozialisten in Polen errichtet hatten, sollte die Auslöschung der Juden und ihrer Identität vollzogen werden. Die zentrale Maßnahme zur Erreichung des Ziels – die Juden samt ihrer Kultur im Abgrund der Geschichte verschwinden zu lassen, als hätte es sie nie gegeben – war die physische Vernichtung der „jüdischen Rasse“, die von den Nazis, wie Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in ihrer „Dialektik der Aufklärung“ diagnostizierten, nicht als Minorität, sondern als „Gegenrasse“ und „Kolonisatoren des Fortschritts“ begriffen worden war. (6)


Der Zweck der Schlachthöfe und Tierfabriken dagegen ist nicht die Eliminierung eines erklärten Feindes, sondern aus Leibern von – während der gesamten Kulturgeschichte des Menschen – brutal unterdrückten Tieren Fleisch für den Konsum zu produzieren, vor allem aber Mehrwert für den Profit des Unternehmers zu erwirtschaften. Obwohl sich die Ideologie des Kapitalismus im Fleisch quasi materialisiert – die Schlachthöfe von Chicago, so schrieb der US-amerikanische Schriftsteller Upton Sinclair 1906 in seinem naturalistischen Roman „The Jungle“, „sind die „Fleischwerdung des Geistes des Kapitalismus“ -, ist das ökonomische Movens der Tierausbeutung in der Industriegesellschaft ein Aspekt, den PETA und Kaplan größtenteils ausblenden.


Das Töten und die Fleischgewinnung wurde bereits im Frühkapitalismus als durchkalkulierter parzellierter Fabrikationsvorgang organisiert. Die Umwandlung der Schlachthäuser in perfekte Tötungs- und Fleischproduktionsfabriken begann Mitte des 19. Jahrhunderts, als sie aus den Innenstädten an die Stadtränder verlegt wurden. Der Schlachthof sollte bald zum Inbegriff, zum Symbol des institutionalisierten Tötens, der Degradierung quälbarer Körper zu Dingen werden. Die Schlachthäuser waren insofern Vorläuferinstitutionen der Todeslager, dass ihre perfektionierte Tötungsmaschinerie als „Prototyp“ fungierte, den nationalsozialistischen Mörderbanden das „Know-How“ für die millionenfache Menschenvernichtung lieferte. Dennoch stehen Tiertötungsfabriken und Auschwitz nicht in kausalem Zusammenhang. Aus der Tatsache, dass die Tiertötung technisch optimiert und institutionalisiert wurde, folgte nicht zwingend, dass rund einhundert Jahre später die Todesfabriken errichtet wurden.

Die „Fließbandschlachtung von Tieren“ führte nicht unweigerlich zur „Fließbandschlachtung von Menschen“, wie Helmut Kaplan behauptet, und Bruno Bruckners Anstellung als Portier in einem Linzer Schlachthaus auch nicht dazu, dass er später im Tötungszentrum Hartheim arbeitete. (7)
Die phänomenale Ähnlichkeit zwischen Vernichtungslagern und Schlachthöfen ist der Tatsache geschuldet, dass beide – das dokumentiert das „Fotoalbum“ der Moderne in der Tat – „Institutionen“ sind, die im Zuge bzw. nach der Industrialisierung entstanden waren, mit der eine Versachlichung und Entemotionalisierung des massenhaften Tötens einhergegangen ist, wie Enzo Traverso in seinem Aufsatz „Auschwitz. Die Moderne und die Barbarei“ eindringlich darlegt.

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Auschwitz liegt nicht am Strand von Malibu

Veröffentlicht 29. Juni 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Tiere gehören nicht zwischen zwei Scheiben Brot   Leave a comment

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Tom Regan

US-Amerikanischer Philosoph und Tierrechtsaktivist

*28.11.1938 Pensylvania

Philosophieprofessor von 1967 – 2001 an der North Carolina State University

 

Sein 1983 erschienenes Buch »The Case for Animal Rights« gehört zu den grundlegenden Werken der internationalen Tierrechtsbewegung.

Tom Regan’s 1983 erschienenes Buch »The Case for Animal Rights« gehört zu den grundlegenden Werken der internationalen Tierrechtsbewegung

Dieses Interview wurde von Ingolf Bossenz in der Zeitung „Neues Deutschland“ Ausgabe 26./27. August 2000 geführt.

Frage: Professor Regan, Sie gelten als international führender Philosoph in Sachen Tierrechte. Welche Rechte sollten Tiere denn Ihrer Meinung nach erhalten?
A: Es geht eigentlich ganz schlicht um das fundamentalste moralische Recht eines jeden Individuums: das Recht, mit Respekt behandelt zu werden. Konkret heißt das, Tiere haben hinsichtlich ihrer Beziehung zum Menschen ein Recht auf Leben, auf Freiheit und auf körperliche Unversehrtheit. Sie sind nicht auf der Welt, um uns als »Modelle« bei Tierversuchen oder als »Waren« an der Fleischtheke zu dienen.

F: Warum sollten den Tieren denn solche Rechte zugestanden werden?
A: Weil ihr Körper, ihre Freiheit, ihr Leben ihnen selbst gehören und nicht uns. Weil die Tiere, die der Mensch isst, die er in der Wissenschaft benutzt, die er jagt, fängt und auf vielfache andere Art und Weise ausbeutet, ein eigenes Leben führen. Dieses Leben ist für die Tiere von Bedeutung – unabhängig von ihrer so genannten Nützlichkeit für uns. Niemand bestreitet, dass wir Menschen jemand sind und nicht etwas. Doch auch die Tiere sind jemand und nicht etwas. Die von uns geschundenen Tiere haben alle eine Biografie, nicht nur eine Biologie.

F: Andererseits haben Menschen auch eine Biologie. Und dieser zufolge essen sie seit Urzeiten Tierfleisch.
A: Seit Urzeiten führen sie auch Kriege, ohne dass wir das mit diesem Argument verteidigen oder gar gutheißen. Nur beim Essen wird der Wilde mit Speer und Faustkeil als Kronzeuge heutiger Barbarei bemüht. Aber die menschliche Entwicklung seit der Steinzeit ist in erster Linie eine kulturelle und keine biologische. Auch die Menschenrechte sind ein Ergebnis dieser kulturellen Reifung. Es ist dem Menschen möglich, sein Leben zu leben, ohne Tiere auszubeuten, ohne Tiere zu essen, ohne Tiere für so genannte Unterhaltungszwecke zu missbrauchen.

F: Der Begriff Tierrechte klingt sehr pauschal. Schließlich gibt es sowohl Affen wie Ameisen und eine Menge dazwischen.
A: Natürlich fällt uns die Entscheidung darüber leichter bei Tieren, die uns als Menschen näherstehen, wie es bei den Primaten der Fall ist. Aber es geht hier um allgemeine moralische Grundsätze. Und deren Anwendung ist zunächst einmal unabhängig davon, ob ein Tier groß oder klein ist. Wenn wir uns darüber erst einmal im Klaren sind, wird beispielsweise auch das achtlose Töten von Insekten in einem anderen Licht erscheinen.

F: Wann dürfen denn Ihrer Meinung nach Tiere überhaupt getötet werden?
A: Auf keinen Fall zum Zweck der Fleischproduktion und im Zusammenhang mit Tierversuchen. Aber wenn Tiere das Leben oder die Gesundheit von Menschen bedrohen, haben wir natürlich auch das Recht, uns zu wehren und sie gegebenenfalls zu töten. Das kann in Notwehr sein, wie beim Angriff eines Kampfhundes. Oder es kann ein Notstand vorliegen, wie im Falle einer Rattenplage. Das ist etwas vollkommen anderes als die Züchtung und Tötung von Pelztieren, um Mäntel herzustellen, oder die Mästung und Tötung von Kälbern, um besonders weißes Fleisch auf dem Teller zu haben.

F: Immer wieder kommt es zu Gewaltaktionen so genannter Tierbefreier. Wie stehen Sie zu solchen Praktiken?
A: Jedes Tier im Käfig oder im Labor oder in einer Pelzfarm unterliegt der Gewalt des Menschen. Wenn alle Wege, die Lage dieser Tiere gewaltlos zu ändern, vergeblich beschritten wurden, halte ich Gewalt, so zur Befreiung der Tiere, durchaus für gerechtfertigt. Wenn sie im Verhältnis steht zum beabsichtigten Zweck und wenn dabei nicht Leben oder Gesundheit anderer gefährdet werden. Aber wer solche Aktionen durchführt, sollte auch offen dazu stehen: »Seht her, ich habe es getan, weil ich keine andere Möglichkeit sah.« Das ist für mich der Geist von Gandhi, der von uns gefordert hat, Verantwortung zu übernehmen für unsere Handlungen.

F: Gilt nicht eher Albert Schweitzer mit seiner Philosophie von der »Ehrfurcht vor dem Leben« als klassischer Vorkämpfer für die Rechte der Tiere?
A: Er wird in der Tat von vielen Tierrechtlern wie eine Kultfigur behandelt. Ich sehe ihn allerdings kritischer. Schweitzer hat zwar starke Worte gegen die »Misshandlung der Kreatur« gefunden. Seine Auffassung vom »Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will« enthielt freilich auch den Aspekt, dass er sich selbst jederzeit das Recht zugestand, Leben zu nehmen. Er aß Tiere, er experimentierte mit ihnen, er trug sie als Kleidung. Diese Seite Schweitzers verdrängen viele. Schweitzer hat unbestritten große humanistische Verdienste und er hat sehr hohe Ideale geprägt. Hinsichtlich der Tierrechte jedoch gab er den Menschen kaum Veranlassung, ihre Lebensweise zu ändern.

F: Schweitzer hatte eine christlich-religiös geprägte Sicht auf das Verhältnis Mensch-Tier. Welche Bedeutung messen Sie der Religion in dieser Frage bei?

A: Sie ist zweifellos sehr wichtig für viele Menschen. Denn die religiösen Aussagen sind Orientierungen im Verhalten. Wenn gepredigt wird, Gott habe uns die Tiere gegeben, damit wir uns ihrer bedienen, wie es die katholische Kirche tut, ist das sehr zum Schaden der Tiere. Heißt es hingegen, Gott habe uns geschaffen, damit wir für die Tiere sorgen und die Erde erhalten, sind die Folgen positiv. Es gibt da sehr viel Widersprüchliches, auch in der Bibel. So steht in der Genesis: »Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.« Von Fleisch und Tieren ist dort keine Rede. Erst nach der Sintflut heißt es: »Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch gegeben.« Während die vegetarischen Speisegebote weitgehend geleugnet wurden und werden, dient diese Passage noch heute zur religiösen Rechtfertigung nicht nur des Fleischverzehrs, sondern jeglicher Ausbeutung von Tieren. Dabei gibt es im Alten Testament wiederum Stellen, die das Fleischessen lediglich als Zugeständnis werten, so die Unantastbarkeit des Blutes. Es gab also durchaus das Bewusstsein der Lebensverletzung. Doch obwohl die Bibel bei der Tötung der Tiere zumindest noch ein letztes Tabu und ein schlechtes Gewissen bewahrte, haben die Tiere unter dem Christentum stets leiden müssen.

F: Sind Sie ein gläubiger Christ?
A: Ich glaube, dass Jesus ein Revolutionär war. Er war ein Repräsentant für unsere Hoffnungen auf Gott. Doch das waren auch andere historische Personen. Aber ebenso wie Menschenrechte müssen Tierrechte universell sein und unabhängig von religiösen oder anderen Anschauungen gelten. Obwohl die Zeit der Tieropfer vorbei sein sollte, gibt es leider noch immer Beispiele für das grausame Töten von Tieren aus angeblich religiösen Gründen.

F: Es liegt doch genug bei den Menschenrechten im Argen. Müssen nicht erst einmal diese durchgesetzt werden?
A: Es muss beides geschehen. Denn letztlich liegen der Unterdrückung und Ausbeutung Schwächerer stets dieselben Muster zugrunde – egal, ob es sich um ethnische Minderheiten, um Frauen oder Kinder handelt – oder um Tiere.

F: Eine extreme Ansicht.
A: Ich bin Extremist. Wenn es um Vergewaltigung, Kindesmissbrauch oder Rassismus geht. Wenn es um die Ungerechtigkeit gegenüber den Tieren geht. Und ich kämpfe für ein Ende des gegenseitigen Abschlachtens der Menschen in Kriegen. Das hat mir seinerzeit übrigens auch die Augen für die Lage der Tiere geöffnet.

F: Eine erstaunliche Verbindung.
A: Auf den ersten Blick, ja. Meine Frau Nancy und ich waren während der 60er Jahre in North Carolina in der Bewegung gegen den Vietnamkrieg aktiv. Damals gehörten Schriften von Mahatma Gandhi zu unserer bevorzugten Lektüre. Sie forderten uns heraus, über unser Leben nachzudenken. Auch über unsere Ernährung. Fleisch galt als Symbol von Kraft und Erfolg. Während meiner College-Zeit hatte ich sogar bei einem Fleischer gearbeitet, um mir ein paar Dollar zu verdienen. Und nun, wo wir gegen die ungerechte Gewalt in Vietnam protestierten, hatten wir gleichzeitig die Resultate von ungerechter Gewalt auf unserem Teller – als Steaks und Roastbeef. Und Gandhi fragte uns sinnbildlich: »Was machen diese Leichenteile in eurem Kühlschrank?« Da wurde mir klar, dass auch die Gabel eine Waffe der Gewalt ist. Als der Krieg in Vietnam endlich vorbei war, wurde der Krieg des Menschen gegen die Tiere unser Thema.

F: Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Einsatz gegen diesen Krieg?
A: Die Ungerechtigkeit abzuschaffen, die den Tieren angetan wird. Und zwar kompromisslos. Wir fordern keine größeren und saubereren Käfige in den Versuchslabors, sondern leere Käfige. Wir wollen keine »artgerechte« Tierhaltung in der Landwirtschaft mit mehr Platz in den Tiergefängnissen, sondern das vollständige Ende des kommerziellen Handels mit dem Fleisch toter Tiere. Wir verlangen keine »humaneren« Jagdmethoden und Fallen, sondern das definitive Ende dieser barbarischen Praktiken.

F: Ist das nicht überzogen?
A: Wir sind Revolutionäre. Wir wollen nicht nur den Staub aus den Ecken kehren, sondern das gesamte Haus umbauen.

F: Sozusagen eine Revolution, die auf dem Teller beginnt?
A: Und sie beginnt für jeden Einzelnen zu seiner Zeit. Wenn er nämlich begriffen hat, dass Tiere kein Belag für Sandwich und Big Mac sind, dass sie ein Recht auf Leben und Freiheit haben und nicht zwischen zwei Scheiben Brot gehören.

F: In Deutschland und anderen Ländern setzen sich bereits viele Menschen für Verbesserungen ein, so bei Tiertransporten oder in der Massenhaltung.
A: Diese Menschen verdienen Achtung für das, was sie tun. Aber wenn wir den Käfig ein wenig größer machen, wie bei den Legehennen, bleibt der Kreatur weiter das Recht auf Freiheit verwehrt.

F: Ist denn nicht jeder Fortschritt zu begrüßen, der die Lage der Tiere verbessert? Sei er auch noch so klein?
A: Wenn Sie genau hinsehen, verbessern die meisten dieser Reformen nicht die Situation der Tiere, sondern dienen zur Beruhigung der kritischen Öffentlichkeit. Nicht die Käfige vergrößern, sondern sie endlich wegschmeißen! Wissen Sie, in meiner Kindheit gab es für mich eine bezeichnende Episode. Wegen eines Sehfehlers ging ich regelmäßig zur Augenüberprüfung. Dabei musste ich durch ein doppeltes Linsensystem sehen: Rechts war ein Vogel, links ein Käfig. Der Sinn der Übung war, den Vogel in den Käfig zu bekommen. Das habe ich nie geschafft.

[…]

F: Glauben Sie, dass der Tag kommen wird, an dem alle Tiere befreit sind?
A: Die Ungerechtigkeit, die den Tieren geschieht, vergleiche ich gern mit einer Mauer, die ihr Leben einengt. Jeder Erfolg der Tierrechtsbewegung bricht einen weiteren Stein aus dieser Mauer. Und eines Tages wird sie fallen, wie andere Mauern in der Geschichte gefallen sind.

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Tiere gehören nicht zwischen zwei Scheiben Brot

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 25. Juni 2019 von hubert wenzl in Tiere, Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Da werden Kälber monströs misshandelt!   4 comments

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Da werden Kälber monströs misshandelt! Es ist einfach nur grauenhaft was da passieren kann ohne dass eine Behörde eingreift. Die christlichen Kirchen reden ja gerne von Sünde, das ist ein zentrales Thema für sie. Wenn DAS nicht Sünde ist? Nein, Sünde ist sogar eine Verharmlosung. Es ist ein Verbrechen, ich würde sogar sagen ein Kapitalverbrechen.

The Biggest Undercover Dairy Investigation in History – Fair Oaks Farms and Coca Cola

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Übersetzung von Google. Quelle: In defense of animals.

Neugeborene Kälber werden auf einer Farm, die die Molkereimarke „Fairlife“ beliefert, getreten, geschlagen und verbrannt. Animal Recovery Mission filmte die schockierenden Szenen bei einem der größten Lieferanten von Fairlife, Fair Oaks Farms, in Indiana. Fair Oaks Farms hat unter strenger Beobachtung gefordert, die Überwachung zu erhöhen und sie für persönliche Besucher sichtbar zu machen, um die Transparenz zu erhöhen. Dies ist jedoch nicht glaubwürdig, da die meisten Menschen nicht in der Lage sind, zu ihrer Farm zu reisen. Bitte nehmen Sie an der anspruchsvollen Überwachung von Fair Oaks teil und lassen Sie sich live ins Internet streamen, um Tiere vor den schlimmsten Missbräuchen zu schützen!

Das Filmmaterial von Animal Recovery Mission könnte selbst die stärksten Mägen umdrehen. Es zeigt, wie Kälber geschlagen, mit stumpfen Gegenständen geschlagen und betreten werden. In einer Szene sieht man eine Arbeiterin, die ein schwerfälliges Kalb am Ohr zieht, während sie einen Lastwagen fährt. Kälber wurden auch gebrandmarkt, indem heiße Eisen in ihr Fleisch gedrückt wurden, als sie vor Schmerz kreischten.

Darüber hinaus dokumentierten die Ermittler eine weit verbreitete Vernachlässigung. Die Wohnbereiche der Kälber wurden nicht sauber gehalten und sie wurden extremer Hitze und unzureichendem Schutz ausgesetzt. Kühe litten auch unter einem psychischen Trauma. Die Mütter wurden kurz nach der Geburt von ihren Kälbern getrennt, was sie dazu veranlasste, nach ihren verlorenen Kindern zu schreien, bis sie heiser wurden.

Die Marke Fairlife, die Milch von Fair Oaks Farms erhält und von Coca-Cola vertrieben wird, hat eine lange Tradition darin, ihre Kunden zu täuschen. Bis vor kurzem verwendete Fairlife den Slogan „From Grass to Glass“, während Kühe in künstlich beleuchteten Ställen auf Betonböden gehalten wurden. Wir haben im vergangenen Jahr bei der Federal Trade Commission eine Beschwerde wegen irreführender Werbung eingereicht und die Agentur um eine Untersuchung gebeten. Kurz nachdem die Beschwerde eingereicht worden war, entfernte Fairlife plötzlich diesen trügerischen Slogan von allen Marketingmaterialien und Milchflaschenetiketten.

Die Schweinefarmen von Fair Oaks haben 2016 auch eine Pseudo-Zertifizierung von der American Humane Association erhalten. Die Zertifizierung ist bekanntermaßen eine Täuschung und wurde von Consumer Reports mit einem niedrigen Rating für Standards bewertet, die „die üblichen Praktiken der Branche widerspiegeln“.

Die Untersuchung der Animal Recovery Mission ergab, dass Fair Oaks offenkundig lügt, dass Milchkälber nicht an Kälberfarmen verkauft werden. Fairlife hat die Kunden betrogen und gleichzeitig die Kühe dazu gezwungen, unter Nährstoffmangel und extremer Einschränkung zu leiden – Standardmethoden der Kalbfleischzucht, um zu verhindern, dass sich ihre Muskeln entwickeln, um die Zartheit ihres Fleisches zu erhalten.

Angesichts des Fairlife-Musters der völligen Unehrlichkeit können wir die Verpflichtungen von Fairlife Farms nicht ernst nehmen. Wenn das Unternehmen wirklich ernsthaft daran interessiert ist, seine schrecklichen Tiermisshandlungen zu verbessern, sollte es das gesamte Live-Material seiner Überwachungskameras online verfügbar machen. Der derzeitige Plan, Kunden die Möglichkeit zu geben, Filmmaterial vor Ort auf der Farm zu überprüfen, ist lächerlich unzureichend, da nur wenige Kunden, wenn überhaupt, die Kapazität oder die Zeit haben, zur Farm zu reisen, um zu prüfen, ob die Schrecken zum genauen Zeitpunkt ihres Besuchs immer noch auftreten .

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Gruß Hubert

Empathie und Ethik   Leave a comment

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Ursprünglich wollte ich nur eine kleine Geschichte von meiner verstorbenen Katze und mir erzählen. Dann fiel mir auf, dass diese Geschichte eigentlich keinerlei “Botschaft“ oder Nutzanwendung in Richtung Tierrechte enthält – wodurch eine Veröffentlichung vielleicht eher unpassend oder “übertrieben“ erscheinen könnte. Dann entdeckte ich aber doch einen allgemeingültigen Aspekt:

Solche engen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren sind ja alles andere als selten. Mehr noch: Wir finden sie sogar häufig bei ausgesprochenen Speziesisten, die trotz ihres Speziesismus eine besonders innige Beziehung zu ihrem Lieblingstier haben. Spontan fallen mir Fresspapst Siebeck ein, der ein enges Verhältnis zu seiner Katze hat, und Stierkampffan Picasso, der seinen Hund Lumpi über alles liebte.

Hätten diese und andere Parade-Speziesisten ein Mal ernsthaft über ihre Beziehung zu ihren tierlichen Freunden nachgedacht – sie wären zu Tierrechtlern geworden. Denn es wäre ihnen klar geworden, dass es höchst unvernünftig und inkonsequent ist, EIN Tier zu hätscheln, während man andere, die genauso sensibel sind und die einem ebenfalls “überhaupt nichts getan haben“, aufisst oder zusieht, wie sie zu Tode gequält werden.

Bei Siebeck, Picasso und den meisten anderen Menschen, die eine enge Beziehung zu einem Tier hatten oder haben, hat dieser Erkenntnisprozess leider nicht stattgefunden. Schließlich müsste zweierlei zusammenkommen: eine empathische Beziehung und eine ethische Erkenntnis bzw. Schlussfolgerung. Aber das erste Element war bzw. ist immerhin vorhanden, woraus zumindest die Chance für einen Erkenntnisprozess in Richtung Tierrechte resultiert.

Womit wir bei der “Botschaft“ im Zusammenhang mit engen Mensch-Tier-Beziehungen sind: Fördern wir diese, wo wir nur können, denn sie enthalten zumindest die Chance auf einen Entwicklungsprozess in Richtung Tierrechte!

Freundschaft

Voriges Jahr ist mein Kater Mecky gestorben. Ich musste gerade wieder an ihn denken, als ich eine Katze durchs hohe Gras streunen sah. Mecky war eine “Wohnungskatze“, deshalb habe ich ihm täglich frisches Gras gebracht, worüber er sich immer sehr freute. Ich bedauere sehr, dass er nie dieses Naturerlebnis hatte.

Das bedauerte ich immer. Eines meiner intensivsten Erlebnisse mit ihm war, als er sich, bereits schwer krank, mit Mühe auf die Fensterbank in meinem Arbeitszimmer setzte und den schönen Sommertag samt Vogelgezwitscher förmlich in sich aufsog, quasi noch einmal die Welt, das Leben, die Natur einatmete. Dieser Anblick, dieses Miterleben, dieses Mitfühlen ging mir sehr nahe.

Wie durch ein Wunder hat sich Mecky dann noch einmal erholt und wir durften noch viele schöne gemeinsame Stunden in meinem Arbeitszimmer erleben. So gut wie mit ihm habe ich mich mit kaum einem Menschen verstanden. Er wird ewig in meinem Herzen sein und er ist auch physisch bei mir – wenn nun auch in einem anderen materiellen Zustand: Seine Urne steht hier.

Ich wende mich nun Aufzeichnungen zu, die ich während seiner Einäscherung auf mein Diktaphon gesprochen und bis jetzt liegen gelassen hatte:

Abschied

Ich bin auf dem Weg zu Meckys Einäscherung. Genauer gesagt: Auf dem Weg zu einem Ort, an dem ich zum Zeitpunkt seiner Einäscherung in München in Richtung München blicken und an ihn denken werde. So grauenvoll der Gedanke – was heißt der Gedanke, das WISSEN, ist, dass es Mecky nicht mehr gibt, und so schrecklich die existentielle Leere, das Seins-Loch, das sein Tod aufgerissen hat, ist: Ihm tut nichts mehr weh, er leidet nicht mehr. Dies war auch der einzige tröstende Gedanke, der mir nach seinem Tod in den Sinn kam: Ein Leidender weniger.

Ich gehe auf die so genannte Richterhöhe. Dort befindet sich nämlich eine Windrose, auf der Städte, Seen und Berge eingezeichnet sind. Ich blicke also in Richtung München, wo Mecky gerade verbrannt wird. Ein großer Kamin, aus dem Rauch aufsteigt, gerät in mein Blickfeld – so wie an dem Ort, an dem Mecky jetzt ist, denke ich. Dann: Rauch – Rauch wie in den KZs, wo auch Tote verbrannt wurden. Ich befinde mich am Salzburger KZ-Berg, dem Mönchsberg. (Hier weiden im Sommer Rinder mit ihren Kindern, die gelben KZ-Marken für die Leichenidentifikation bereits in die Ohren gestanzt.)

In meiner unmittelbaren Umgebung: ein schlossartiges Haus. Mein Lebenstraum: Hier mit Mecky leben und arbeiten. Und da drüben das Haus, in dem Peter Handke eine Zeit lang wohnte. “Chinese des Schmerzes“ fällt mir ein. Ich habe keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht, aber dieser Titel kommt mir sofort in den Sinn. Zuhause sehe ich dann bei meinen Büchern nach, ich hatte doch ein Handke-Buch, das meiner Tochter gehört. Da ist es auch schon – “Der Chinese des Schmerzes“. Umschlagbild: “Die Richterhöhe auf dem Mönchsberg.“

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Empathie und Ethik

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. Juni 2019 von hubert wenzl in Tiere, Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Rick Berman – ein Lobbyist der PETA angreift   Leave a comment

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Ich habe mir die Mühe gemacht und ein wenig recherchiert was hinter den Beschuldigungen steckt, dass PETA massenweise Tiere in seiner Obhut töten würde. Ich bin schnell auf den Namen Rick Berman gestossen, der mit seinem „Center for Consumer Freedom“

als Lobbyist für verschiedene Firmen arbeitet, deren Engagement von PETA ein Dorn im Auge ist, weil ihre wirtschaftliche Interessen darunter stark leiden, wie zum Beispiel Mc Donald. Berman will die Glaubwürdigkeit von PETA angreifen. Ein höchst fragwürdiges Verhalten von einem Mann der „Spenden“ in großer Höhe erhält um damit Lobbying für diese Firmen zu machen.

Google Übersetzung:

Berman nutzte die „Wahlfreiheit“ als seinen Schlachtruf und nahm nun PETA und eine Reihe anderer Gruppen und Organisationen ins Visier, deren Standpunkte sich auf die Gewinne seiner Kunden auswirken könnten, indem sie die Verbraucher aufklärten. Das Guest Choice Network von Berman hat ein „Beratungsgremium“, dem 1998 Beamte angehören, die Unternehmen vertreten, die von Cargill Processed Meat Products über Outback Steakhouse bis hin zu Minnesota Licensed Beverage Association und Sutter Home Winery reichen. Zu den Kunden von Berman zählen Unternehmen, die ein Interesse an niedrigen Löhnen von Arbeitnehmern haben und billige, ungesunde Lebensmittel produzieren für Restaurantketten, insbesondere von Fleisch, Tabak-, Erfrischungsgetränk- und Alkoholkonsum profitieren. Unternehmen wie Ruths Chris Steakhouse, Armor Swift und Philip Morris, deren Produktlinie Kraft Foods und alles von Marlboro-Zigaretten bis hin zu Oscar Meyer Wiener umfasst und die ein Hauptaktionär ihrer ehemaligen Tochtergesellschaft Miller Brewing ist, jetzt bekannt als SABMiller.

Die jüngsten Erfolge von PETA bezüglich der Fast-Food-Branche für humanere Bedingungen für Nutztiere haben die Lebensmittel- und Getränkeservicebranche in Panik versetzt. Ungefähr zu der Zeit, als McDonalds den Forderungen von PETA nachgab, änderte Richard Berman den Namen seiner Frontgruppe und verstärkte seine Angriffe.

Der Schlüssel zu Bermans aggressiver Strategie ist, nach seinen eigenen Worten, „den Boten zu erschießen … wir müssen ihre Glaubwürdigkeit als Sprecher angreifen“ – eine interessante Bemerkung von jemandem, dessen Hintergrund und Finanzierung seine eigene Glaubwürdigkeit so stark in Frage stellen.

PETA hat seitdem eine Response-Site namens PETA Saves eingerichtet, die sich mit Richard Berman und der CCF-Kampagne befasst.

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Rick Berman – ein Lobbyist der PETA angreift

 

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Woher stammen diese Vorwürfe?

Die aktuellen Vorwürfe gegen PETA USA kommen vom sogenannten Center for Consumer Freedom, einer Lobbyorganisation, die auch von Unternehmen, Lobbyisten der Fleisch- und Tabakindustrie und anderen Tierausbeutern finanziert wird. 

Diese Unternehmen versuchen, PETA zu schaden, weil PETA immer wieder die grausamen Methoden in der Fleischproduktion aufdeckt.

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Gruß Hubert

 

 

Früher SCHLACHTER, heute VEGAN: 3 ehemalige Fleischer packen aus   Leave a comment

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Peter Hübner, Thomas Schalz und Phil Hörmann sind drei Männer aus unterschiedlichen Gegenden des Landes, die sich vermutlich nie begegnet wären, hätten sie nicht zwei ungewöhnliche Dinge gemein.
Erstens: Peter, Thomas und Phil waren früher Fleischer.
Zweitens: Mittlerweile ernähren sie sich vegan und setzen sich aus voller Überzeugung für die Rechte von Tieren ein.
Wir haben uns am Rande einer Demo gegen Tiertransporte in Berlin mit den dreien getroffen und sie gefragt, wie es zu ihrem Sinneswandel kam:

Früher SCHLACHTER, heute VEGAN: 3 ehemalige Fleischer packen aus

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 20. Juni 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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