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Die Experten für Nächstenliebe und Barmherzigkeit   Leave a comment

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In den Kirchen wird ja so gerne die unendliche Liebe Gottes verkündet und Margot Käßmann, die ehemaligen Ratsvorsitzende der EKD, meinte sogar, mann solle muslimischen Terroristen mit Liebe und Gebet begegnen. Manche pseudo-progressive Christen sagen ja sogar Gott ist die Liebe. Bei verschiedenen Gelegenheiten bleibt aber von Liebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit nur mehr Hass übrig und man wünscht „unzüchtigen Sündern“ den Tod und bedauert noch, dass es nicht noch mehr Tote gegeben hat, so wie dieser Pastor Roger Jimenez von der Verity Baptist Church aus Sacramento, Kalifornien. Statt Liebe und Barmherzigkeit gibt es Intoleranz, Hass und Freude über Tote – und Bedauern, dass es nicht noch mehr waren.

 

Hier ein Artikel von Hugo Stamm auf watson.ch

Glaubensgemeinschaften sind Experten für Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Müsste man meinen.

Diesen Anspruch erheben sie zumindest. Vor allem die christlichen. Toleranz sollte auch zu ihren Kerneigenschaften gehören, schliesslich sind sie im Namen Gottes unterwegs, der nach ihrer Vorstellung seinen Sohn opferte, um seine Liebe zu demonstrieren.

Doch das funktioniert meist nur bei den Sonntagspredigten. Im Alltag drückt dann nur allzu gern ihr radikaler Glaube durch, der zu Intoleranz, manchmal gar Fanatismus führen kann.

Glaube macht emotionale Eunuchen

Die Reaktionen einzelner Freikirchen auf das Massaker von Orlando, bei dem 49 Menschen im Kugelhagel von Omar Mateen umkamen, macht wieder einmal deutlich, dass der Glaube Menschen zu emotionalen Eunuchen machen kann. Religiöse Dogmen zählen dann mehr als menschliche Regungen und Empfindungen.

Margot Käßmann und der Terror   Leave a comment

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Muslimische Terroristen würden wohl in schallendes Gelächter verfallen, wenn sie den Ratschlag von der ehemaligen Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hören würden: man solle Terroristen mit beten und Liebe begegnen. Ich kann so einen Vorschlag nur heuchlerisch und verlogen nennen, denn sie wird das selbst nicht glauben. Aber vielleicht will sie sich damit ja als besonders gute Menschin hervor tun.

Hier ein Kommentar auf hpd.de dazu.

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Foto: James Steakley, (CC-BY-SA-3.0)

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BERLIN. (hpd) Soll man Terroristen mit Liebe begegnen? Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat einiges Aufsehen provoziert mit ihrer Behauptung, Christen dürften nicht mit Gewalt auf den islamischen Terror reagieren, sondern mit Liebe und Gebet.

„Jesus hat eine Herausforderung hinterlassen: Liebet eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! Er hat sich nicht verführen lassen, auf Gewalt mit Gewalt zu antworten. Für Terroristen, die meinen, dass Menschen im Namen Gottes töten dürfen, ist das die größte Provokation.“ Ist das wirklich eine christliche Haltung? Würde Jesus heute etwa auf den Anschlag in Lahore so antworten wie Margot Käßmann?

[…]
Der Kontext ist entscheidend

Demgegenüber gilt es festzuhalten, dass jedes dieser Bücher im Kontext seiner Entstehung zu lesen ist. Jesus von Nazareth lebte, als Palästina römisches Protektorat war. Jüdische Fundamentalisten, Extremisten und Nationalisten waren mit der Herrschaft Roms und seiner jüdischen Statthalter nicht einverstanden und predigten den bewaffneten Aufstand wie die Zeloten oder den Rückzug ins Reine wie die Essener. Wo der historische Jesus wirklich stand, ist schwer auszumachen. Die Römer kreuzigten ihn – dies immerhin scheint als Faktum festzustehen, allein schon, weil es ein Skandalon ist – als „König der Juden“, das heißt, mit der Methode, die sie für Banditen, Räuber und Aufständische reservierten, und mit der Begründung, er habe sich zu einem Führer seines Volkes aufschwingen wollen.

Seine Anhänger, so viel steht fest, leisteten dagegen keinen nennenswerten Widerstand. Erst Jahrzehnte nach seiner Kreuzigung brach der bewaffnete Widerstand aus, mit katastrophalen Folgen für die Juden. Die Evangelien in der uns überlieferten Form wurden nach der Zerstörung des Tempels durch die Römer verändert, um Hinweise auf diese Ereignisse als Prophezeiungen aus dem Mund des Gekreuzigten aufzunehmen. Möglich auch, dass sie auch sonst redigiert wurden, um Jesus und seine Anhänger friedlicher erscheinen zu lassen, als sie es zu seinen Lebzeiten gewesen waren.

Denn eines war klar, und das zu erkennen war die große Leistung des Gründers der neuen Religion, Saulus aus Tarsus im heutigen Syrien: Mit einem direkten Aufstand gegen Rom war nichts zu gewinnen außer dem Tod. Jedoch bedeutete der Liberalismus des Imperiums – für den die Apostelgeschichte mehrere Beispiele liefert – und die Existenz einer einflussreichen jüdischen Diaspora, dass man den Versuch wagen konnte, den neuen Glauben friedlich zu verbreiten. Zwar gaben sich die frühen Christen gern blutdürstigen Endzeitvisionen hin, wie die Offenbarung des Johannes beweist; in der Praxis waren sie jedoch quietistisch und loyal gegenüber den römischen Behörden, die sie als „von Gott eingesetzt“ anerkannten, wie Saulus/Paulus lehrte.

Als das Christentum drei Jahrhunderte später zur Staatsreligion avancierte, war es im Inneren mit der Toleranz und nach außen mit der Friedfertigkeit vorbei, und dafür fanden sich denn auch die nötigen theologischen Begründungen, zum Beispiel die Lehre vom gerechten Krieg.

Es ist also völlig absurd, die Lehren des Jesus von Nazareth, etwa das „Liebet eure Feinde“ oder „Haltet die andere Wange hin“ außerhalb ihres Kontextes zu lesen und auf eine Situation zu übertragen, die Jesus weder kannte noch sich vorzustellen vermocht hätte. Möglich sogar, dass er, wenn man seine Ausführungen gegen Reiche ernst nimmt, und wenn man bedenkt, wie das Christentum seine Lehre inzwischen verfälscht hat, man denke nur an die Lehre von der Dreifaltigkeit, eher mit den heutigen Fundamentalisten des Einen Gottes sympathisieren würde als mit den häretischen Anbetern des Mammon.

Was würde Luther dazu sagen?

Niemand wusste das besser als Martin Luther, und das müsste Margot Käßmann als „Botschafterin für das Lutherjahr“ 2017 eigentlich wissen. Ich zitiere Karl F. Grimmer aus dem Sonntagsblatt, der die Positionen des Reformators, wie sie von der Evangelischen Kirche verstanden werden, gut zusammenfasst:

Martin Luther wollte die Bergpredigt nicht als Forderung, sondern als Evangelium verstanden wissen. Die Bergpredigt handelt von den Früchten des Glaubens. Als Anleitung zum Leben in der Welt der Sünde ist sie nicht geeignet. Allenfalls kann man, so neuere Interpretationen Luthers, durch die Bergpredigt sein Scheitern erkennen und auf die Rechtfertigung allein aus Gnade verwiesen werden.

Anders gesagt: Die Forderung nach der Feindesliebe (und so weiter: Armut, Keuschheit, Gottvertrauen) soll uns ein schlechtes Gewissen machen. Da wir so nicht handeln können, sind wir auf die Gnade (und also die Kirche) angewiesen. Toll.

„Allerdings hat Luther die Möglichkeit, den Forderungen der Bergpredigt nachzukommen, nicht völlig ausgeschlossen“, so Grimmer weiter. „Aber der Christ steht nur für sich selbst unter dieser Forderung, er kann die andere Backe hinhalten usw. Sobald er Verantwortung für andere hat, in seiner Familie oder einem öffentlichen Amt, wiegt diese Verantwortung schwerer. Dann muss mit allen Mitteln des weltlichen Regiments das Lebensnotwendige getan werden, notfalls mit der Durchsetzung von Gewalt.“ Genau. Und wenn‘s gegen die Papisten, die Bauern oder die Juden ging, dann schwelgte Luther in Gewaltfantasien, die einem Osama bin Laden in nichts nachstanden. Immerhin war er nicht so verlogen wie seine heutige Botschafterin.

Und Hitler? Und Stalin?

Verlogen hinsichtlich der Botschaft Jesus und Luthers, und realitätsblind gegenüber der Geschichte. „Millionen von Menschen wären gerettet worden, wenn Hitler frühzeitig getötet worden wäre“, wendet Miriam Hollstein von der BamS zu Recht ein. Käßmann antwortet: „Sie wären gerettet worden, wenn sich alle Christen dem Holocaust entgegengestellt hätten. Wenn Soldaten sich geweigert hätten, nach Stalingrad zu ziehen. Es braucht keinen Tyrannenmord, wenn es einen Geist des Widerstands gibt.“ Gewiss doch. Da es aber diesen Geist nicht gab: Was dann?

Und weiter: „Ja, eine solche Haltung wird belacht und sie wird auch viele Menschen überfordern. Weil es der menschliche Instinkt ist, Rache zu üben. Aber auf den Hass nicht mit Hass zu antworten, das ist die Herausforderung. Die größten Persönlichkeiten in der Geschichte sind nicht Stalin, Hitler oder Pol Pot, sondern Martin Luther King, Mahatma Gandhi oder Aung San Suu Kyi, die nicht mit Gewalt reagierten.“ Ähm, Moment: Hitler, Stalin und Pol Pot wären Rächer gewesen? Leute, die mit „Hass auf Hass antworteten“? Und wer hat sie gestoppt? Bestimmt nicht die Gandhis dieser Welt, sondern im Falle Hitlers ein Winston Churchill – mit Gewalt; im Falle Stalins ein Harry Truman – mit Gewalt; im Falle Pol Pots die vietnamesische Armee und Heng Samrin – mit Gewalt.

Auch Gandhi, Martin Luther King und Aung San Suu Kyi (über die das letzte Wort der Geschichte noch nicht gesprochen ist) müssen – wie Jesus und Paulus – im historischen Kontext gesehen werden. Gandhi etwa kämpfte gegen das Britische Empire, das letztlich unfähig war, ihn zu besiegen, weil es die eigenen Ideale und Grundsätze, die Gandhi übernahm und gegen die Kolonialherrschaft wandte, nicht verraten wollte und konnte. In Großbritannien selbst genoss Gandhi große Sympathien. Martin Luther King klagte die Rechte der schwarzen Bürger der USA ein, die ja in der Verfassung verankert waren; wie Gandhi wusste er, dass seine symbolischen Aktionen in den freien Medien Resonanz finden und die Politiker zum Handeln zwingen würden. Weder Gandhi noch King hätten gegen Stalin oder Hitler etwas ausrichten können, und heute so etwas zu suggerieren ist nicht nur naiv, sondern unverantwortlich und im eigentlichen Sinne unchristlich.

Von Alan Posener

Margot Käßmann und der Terror

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 4. Juli 2016 von hubwen in Kirchenkritik, Religionskritik, Uncategorized

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Das Unheil der Religionen   Leave a comment

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Unterm Strich bringen Religionen kaum einen Vorteil, höchstens Leuten, die daran glauben, einen Halt zu geben. Man weiß ja – Glauben versetzt Berge. Dem stehen aber sehr viele Nachteile, wie Intoleranz, Fanatismus, Kriege und Terrorismus gegenüber. So wie man es auch bei Radikalen Christen oder Evangelikalen sehen kann – zumindest was Intoleranz und Fanatismus betrifft. Fast immer sind Religionen auf Angst und Dummheit aufgebaut. Mit Hilfe einer angeblichen Moral wollen Religionen Menschen beherrschen, letztendlich geht es um Macht. Für mich sind Religionen nur eine andere Art Politik zu machen und ein Mittel zur Machterhaltung.

Radikale Christen in Deutschland – Mission unter falscher Flagge

Während die traditionellen Kirchen Mitglieder verlieren, sind die sogenannten Evangelikalen im Aufwind. Dahinter verbirgt sich ein breites Spektrum verschiedenster Glaubensgemeinschaften wie Pfingstgemeinden, Freikirchen, Gemeinschaften der charismatischen Bewegung oder Gemeinden evangelischer Landeskirchen. Gemeinsam ist ihnen ihr Glaube an die Irrtumslosigkeit der Bibel und an Jesus Christus als den einzigen Retter.

Wer Jesus ablehnt, sei verdammt, wie es in einer Erklärung der Evangelischen Allianz heißt. Sie ist die Dachorganisation der sogenannten Evangelikalen, etwa 1,3 Millionen Gläubige versammeln sich nach eigenen Angaben unter ihrem Dach. Innerhalb der Allianz gibt es verschiedene Strömungen und unterschiedlich radikale Ansichten zu Themen wie Homosexualität oder Abtreibung.

An ihren Rändern kämpft die Allianz mit zum Teil fundamentalistischen Gruppierungen. Die stünden aber nicht für die Mitte der Bewegung, wie Jürgen Werth, Mitglied des Hauptvorstandes der evangelischen Allianz, betont.

Etwa 20.000 Besucher kamen an Fronleichnam im Juni zum Christus Tag in Stuttgart, einer Großveranstaltung der Evangelischen Allianz. Hier demonstrierten Evangelikale und die Evangelische Kirche Deutschlands Harmonie, auch Margot Käßmann war dabei, überbrachte ein Grußwort: „Aber in der Evangelischen Kirche gibt es Diskussionen über das Eheverständnis beispielsweise, über das Kirchenverständnis, wie gehen wir mit der Bibel um“, sagte sie. Doch solch kritische Worte zum Umgang mit der Bibel hörten hier nicht alle gern. Einige der sogenannten entschiedenen Christen scheuen eine offene Diskussion und grenzen sich lieber von Liberalen ab – aus Sorge um ihre konservativen Grundsätze.

Radikale Christen in Deutschland – Mission unter falscher Flagge


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Aber heute ist sicher der Islam die gefährlichste Religion, die am meisten auf Expansion aus ist und fast der gesamt Terrorismus den Islam als Grundlage hat, darauf berufen sich auch die Attentäter und Selbstmörder. Ohne die Religion im Kopf würden junge Leute auch nicht ihr Leben wegwerfen für solche verbrecherische Taten.

 

Ein Moslem, der den Koran wörtlich nimmt und sein Leben nach einem mordenden Feldherren von anno dazumal ausrichtet, ist für mich mindestens so bescheuert wie ein Christ, der die ganze Bibel wörtlich nimmt.

Der Islamische Staat ist so islamisch wie das Deutsche Reich deutsch war! Im Deutschen Reich gab es eine Widerstandsbewegung, die sich Die Weiße Rose nannte. Ihre Flugblätter können heute ohne Probleme über den Islamischen Staat abgeworfen werden. In ihrem dritten Flugblatt steht:

“Unser heutiger “Staat” aber ist die Diktatur des Bösen. “Das wissen wir schon lange”, höre ich Dich einwenden, “und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.” Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrigbleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat.

Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.”

Im ersten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es:

“Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!”

Die Nationalislamisten unterscheiden sich im Hass nicht sehr von den Nationalsozialisten. Die Nazis stürzten die Welt in einen Weltkrieg.

Es ist die Ideologie, stupid!

Es wird Zeit, dass der Islam in seiner Selbstherrlichkeit so gebrochen wird, wie einst das Christentum gebrochen wird. Das geht nur mit Aufklärung, Kritik, Spott und Hohn! Was die Welt braucht sind mehr Karikaturen von Mohammed, so wie Voltaires Karikaturen die christliche Welt in Aufruhr gebracht haben. Wir brauchen geistige Hämmer, die den Islam zerschlagen, so wie Nietzsche einst auf das Christentum einschlug.

Tapfer im Nirgendwo zitiert daher jetzt ein paar Philosophen des Abendlands und tauscht lediglich das Wort “christlich” mit “muslimisch” aus:

“Der muslimische Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung. Der Islam war bisher das größte Unglück der Menschheit. Ich heiße den Islam den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.” (Friedrich Nietzsche)

“Warum ich kein Moslem bin: Das schlimmste an der muslimischen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität. Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern wie Bäume. Der Islam in der uns bekannten Form hat seine Zeit gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in Übereinstimmung steht mit der Wissenschaft und dennoch für ein gutes Leben hilfreich ist. 

Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die organisierte islamische Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist. Der Islam unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen. Die Behauptung, der Islam habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.” (Bertrand Russel)

“Der Islam predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Muslime sind zu Sklaven geschaffen.” (Jean-Jacques Rousseau)

“Unmoralisch ist der Islam.” (Albert Camus)

Ist das islamophob?
War die Aufklärung christophob?

Quelle: https://tapferimnirgendwo.com

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Gruß Hubert

 

 

Die schwarzen Gesellen und die „Erbsünde“   Leave a comment

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Hey ihr schwarzen Gesellen, ihr Märchenerzähler und Unterdrücker, ich schulde euch und einem ebenso von euch erfundenen Gott einen Dreck – von wegen Erbsünde. Ist schon eine unerhörte Frechheit so etwas in die Welt zu setzen, ein Neugeborenes wäre schon mit Schuld und Sünde belastet. Das ist die frechste Sippenhaftung seit Menschengedenken, nicht mal in totalitären Systemen gibt es eine so weitreichende Sippenhaftung. Was soll mich das angehen was euer erfundener Adam und eure erfundene Eva vor Urzeiten getan hätten? Ob sie ……. oder nicht.
Aber es geht diesen schwarzen Gesellen darum, dass Menschen Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie das und jenes tun. Solche Menschen kann man leichter manipulieren, beherrschen und unterdrücken. Den Mensch zum Wurm machen ist ihr Ziel mit ihrem ewigen Gerede von der Sündhaftigkeit des Menschen. Der Mensch soll sich als Wurm im Dreck winden vor einem großen Gott.

Eine weitere unerhörte Anmaßung: der Papst gibt sich als Stellvertreter Jesu Christi und somit von Gott aus. Weitere Bezeichnungen sind Heiliger Vater, Pontifex Maximus sowie weitere Titel.

Erbsünde (lat. peccatum originale) ist ein Begriff der christlichen Theologie für einen Unheilszustand, der durch den (seit der Aufklärung häufig auch nur symbolisch verstandenen) Sündenfall Adams und Evas herbeigeführt worden sei und an dem seither jeder Mensch als Nachfahre dieser Ureltern teilhabe.

[…]
Die von Augustinus von Hippo formulierte Lehre von der Erbsünde ist zentral für das westliche Christentum. Ohne Freiheit kein Verdienst: Trotz der Erbsünde könne der Mensch sich zum Guten entscheiden, jedoch nur mit Hilfe der Gnade Gottes. Da der Mensch an die Zeit gebunden ist, ist Reue und Vergebung während der Lebenszeit möglich. Aus der Erbsünde als Mangelzustand ergibt sich die Notwendigkeit der Erlösung des Menschen, die durch die Menschwerdung (Inkarnation), Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi ermöglicht wurde.

(Anmerkung: und nach 3 Tagen wieder auferstanden. Was soll das bitte für ein Opfer sein? Und gebracht hat es gar nichts. Oder ist etwa dadurch die Menschheit besser geworden?)

[…]
Der zugrundeliegende lateinische Ausdruck peccatum originale (wörtlich ‚ursprüngliche Sünde‘, ‚Ursünde‘) umfasste in seiner Bedeutung sowohl die Sünde Adams und Evas infolge ihres Sündenfalls (lapsus Adami, peccatum primorum parentum, primum peccatum) als auch die dadurch entstandene Erbsünde der Menschheit allgemein. Zur begrifflichen Unterscheidung zwischen dem aktiv begangenen peccatum originale der ersten Eltern und dem nur passiv durch Abstammung aus leiblicher bzw. libidinöser Zeugung erworbenen peccatum originale ihrer Kinder und Nachfahren unterschied die Scholastik seit Alain de Lille zwischen dem (peccatum) originale active (Erbsünde ‚im aktiven Verständnis‘) und (peccatum) originale passive (‚im passiven Verständnis‘), seit Petrus von Tarantasia auch zwischen (peccatum) originale originans (‚erzeugend‘) und (peccatum) originale originatum (‚erzeugt‘). Beide Unterscheidungen wurden seither zum Gemeingut der theologischen Literatur und werden zu Begriffsklärungen auch in neuerer Zeit noch herangezogen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erbs%C3%BCnde

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Wir sind nicht hier auf der Welt um zu büßen und um Gnade vor einem erfundenen Gott zu betteln. Jede noch so kleine Freude möchten einem diese schwarzen Gesellen verleiden und verbieten. Eure hohe Zeit geht aber einem Ende entgegen. Und das ist gut so.

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Schert euch zu eurem erfundenen Teufel. Hmmm, eigentlich schade um die Zeit für so einen christlichen Quatsch.

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„Ich kann ohne das mindeste Zögern sagen, daß, wer behauptet, Religion habe nichts mit Politik zu tun, nicht weiß, was Religion bedeutet.“
Mahatma Gandhi

„Was soll nicht alles meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache meines Volkes, meines Fürsten, meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur meine Sache soll niemals meine Sache sein. Pfui über den Egoisten, der nur an sich denkt.“

Max Stirner, Der Einzige und sein Eigentum

Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion.
Kurt Tucholsky

 

Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, nennt man es eine Krankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, nennt man es Religion.

Richard Dawkins

 

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Aber die sind noch schlimmer.

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 19. Juni 2016 von hubwen in Religionskritik, Uncategorized

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„Die Tragödie ist, dass nicht mehr von ihnen gestorben sind“   Leave a comment

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Der islamische Attentäter von Orlando, der 49 Menschen in einer Disco erschoss, die von Homosexuellen besucht wurde, soll selbst homosexuell gewesen sein. Sein Vater soll ein Homosexuellen-Hasser sein. Ich bin jetzt bei der Recherche gehäuft auf die These gestoßen, dass homophobe Menschen selbst homosexuelle Neigungen haben oder homosexuell sein. Bekannt ist dass streng Religiöse und Nazis fast durchgehend Homosexuelle hassen.

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„Doppelmoral ist ein Merkmal patriarchaler und schwulenfeindlicher  Gesellschaften. In der Vergangenheit haben sich die größten Schwulenhasser wiederholt als selbsthassende, die eigene Homosexualität versteckende Schwule entpuppt. Den islamistischen Charakter dieser Tat ohne Tabuisierung zu benennen ist Voraussetzung, Gegenstrategien zu entwickeln und präventiv tätig zu werden“, betont Feuerherdt.

http://hpd.de/artikel/politik-und-islamvertreter-verharmlosen-islamismus-13212

 

Jetzt aber zu einem christlichem Pfarrer in den USA. Was der so vom Stapel lässt muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Aber vielleicht hat er ja auch homosexuellen Neigungen und kann sie sich als Pfarrer nicht zugestehen. Jedenfalls könnte er sich eine solche Hetze in Europa nicht leisten, vielleicht in Russland. In Europa wäre er ein Fall für den Staatsanwalt und würde vor Gericht landen.

Vom christlichen Kinderficker-Verein hat dieser Pastor Roger Jimenez wohl noch nie nichts gehört (und vom Stein um den Hals und ins Meer versenken). Außerdem bringt dieser Pfaffe alles durcheinander. Er kann nicht zwischen Sodomie, Pädophilie und Homosexualität unterscheiden. Homosexuell ist nicht pädophil und Sodomie ist Geschlechtsverkehr mit Tieren.

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Pastor Roger Jimenez

Pastor Roger Jimenez bedauert, dass beim Massaker von Orlando nicht noch mehr Homosexuelle gestorben sind. Screenshot

 

BERLIN. (hpd) Pastor Roger Jimenez von der Verity Baptist Church im kalifornischen Sacramento vertritt die Auffassung, dass Christen nicht um die Opfer von Orlando trauern sollten, da Gott für Homosexuelle die Todesstrafe vorgesehen habe.

USA: Christlicher Pfarrer wettert gegen Opfer von Orlando

„Die Tragödie ist, dass nicht mehr von ihnen gestorben sind“

 

Als am Wochenende 49 Menschen in einem vorwiegend von Homosexuellen besuchten Nachtclub in Orlando durch einen homophoben IS-Sympathisanten mit homosexuellen Neigungen getötet wurden, war das Entsetzen in der westlichen Welt groß. Entsetzt war man auch darüber, dass die grausame Tat in der islamischen Welt lautstarke Befürworter fand, während muslimische Stimmen, die das Massaker verurteilten, kaum Gehör fanden.

Dass diese Morde an Homosexuellen nicht nur von Anhängern des Islam, sondern auch von einigen Christen in der westlichen Welt bejubelt werden, wurde durch ein Video bekannt, das sich in den vergangenen Tagen über die sozialen Medien verbreitete. Das Video zeigt die Sonntagspredigt von Roger Jimenez, Pastor der Verity Baptist Church in Sacramento, einen Tag nach dem brutalen Massaker von Orlando. In dieser Predigt spricht Jimenez seiner Gemeinde Empfehlungen aus, wie man als Christ auf Ereignisse wie das von Orlando reagieren solle. Auf jeden Fall, so Jimenez, solle man nicht um die toten Homosexuellen – die er als „Sodomiten“ bezeichnet – trauern, denn Gott habe für Homosexuelle ohnehin die Todesstrafe vorgesehen. – Eine Auffassung, die sich auch auf der Homepage der Verity Baptist Church findet:

„Wir glauben, dass Sodomie (Homosexualität) eine Sünde und abscheuliche Tat vor Gott ist, die Gott mit der Todesstrafe ahndet. Keinem Sodomiten (Homosexuellen) ist es erlaubt, Mitglied der Verity Baptist Church zu werden oder an ihren Gottesdiensten teilzunehmen.“

Wörtlich sagte Pastor Jimenez in seiner Predigt:

„Die Menschen fragen mich, warum ich nicht traurig bin, dass 50 Sodomiten gestorben sind. Das ist in etwa so, als würde man mich fragen, ob ich traurig bin, dass heute 50 Pädophile gestorben sind. – Nein. Ich glaube, dass das toll ist. Ich glaube, dass das der Gesellschaft hilft. Ich denke, dass Orlando heute Nacht ein bisschen sicherer ist. Die Tragödie ist, dass nicht noch mehr von ihnen gestorben sind. Ich ärgere mich, dass er seinen Job nicht zu Ende gebracht hat!“

Allerdings betonte Jimenez ausdrücklich, dass er mit solchen Äußerungen niemanden zur Gewalt aufrufen wolle. Er ginge ihm lediglich darum, deutlich zu machen, dass in einem Staat, der sich tatsächlich an den Gesetzen Gottes orientiere, die Regierung sich um solche Leute kümmere:

„Ich wünschte, die Regierung würde sie alle zusammentreiben, an die Wand stellen, ein Erschießungskommando vor ihnen antreten lassen und ihnen die Hirne rausblasen.“

Unter dem Titel „Die christliche Antwort auf die Orlando Morde“ ist die Predigt auf der Homepage der Verity Baptist Church nachzuhören. Das Video der Predigt findet sich nach kurzzeitiger Löschung wegen Verstoßes gegen die Youtube-Richtlinien nun wieder auf dem Youtube-Kanal der Kirche.

Jimenez erntete mit seiner Predigt viel Kritik – auch von Vertretern anderer christlicher Gemeinschaften. Allerdings erhielt er auch Unterstützung von einem weiteren baptistischen Prediger. Steven Anderson von der Faithful Word Baptist Church in Tempe feierte das Massaker in Orlando ebenso wie Jimenez:

„Die gute Nachricht ist, dass mindestens 50 von diesen Pädophilen Kindern nichts mehr antun können. Die schlechte Nachricht ist, dass jede Menge von den Homos in der Bar noch am Leben sind und weiterhin Kinder sexuell belästigen und Menschen für ihre schmutzige homosexuelle Lebensweise rekrutieren können.“

(Anmerkung: Den Kirchen steht es als letztes zu sich über Kinder sexuell zu belästigen zu echauffieren, denn sie haben da Dreck am Stecken wie sonst niemand! Dieser Jimenez soll mal in Boston nachfragen!)

http://www.spiegel.de/panorama/missbrauchsskandal-in-us-kirchen-schuldig-reuig-pleite-a-676748.html

http://www.welt.de/vermischtes/article149525244/Wie-eine-Zeitung-die-Kirche-zum-Hinschauen-brachte.html

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Besonders zu befürchten sei nun laut Anderson, dass die Geschehnisse in Orlando nicht nur als Propaganda gegen Muslime, sondern auch gegen bibeltreue Christen ausgenutzt würden, die doch nur aussprächen, was in der Bibel stünde, nämlich dass Gott Homosexuelle mit dem Tod bestraft.

(Anmerkung: wie in Kenia: http://www.queer.de/detail.php?article_id=26369 )

Stattdessen würde nun wieder überall zu hören sein, dass man Homosexuelle lieben solle und aufhören müsse, sie zu hassen, weil dadurch gewalttätige Akte wie dieser provoziert würden. Der Teufel, so Anderson, freue sich über Orlando, weil er nun mit Hilfe dieser Propaganda seine Agenda vorantreiben könne. 

(Anmerkung: aha, der Teufel kommt auch noch daher, wer fürchtet sich noch vor dem?)

Von Daniela Wakonigg
16. Jun 2016

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„Die Tragödie ist, dass nicht mehr von ihnen gestorben sind“

 

 

Jetzt noch zu Homophoben, die selbst Homophobe sind.

NPD-Mann Holger Apfel hat Erklärungsbedarf.

NPD in der Krise Apfel in Erklärungsnot

Wenn Holger Apfel die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung eines „jungen Kameraden“ nicht entkräftigen kann, droht ihm der Parteiausschluss. Das Präsidium hält den Mann für glaubwürdig.

http://www.tagesspiegel.de/politik/npd-in-der-krise-apfel-in-erklaerungsnot/9257304.html

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Die Nachricht klingt, als wäre sie einem Ballermann-Besucher nach dem Eimersaufen durch die Rübe gerauscht: Holger Apfel, der ehemalige Chef der rechtsextremen NPD, versucht sich jetzt als Wirt auf Mallorca. Nach einem Bericht der Onlineausgabe des deutschsprachigen Wochenblattes „Mallorca Zeitung“ betreibt der 43-Jährige mit seiner Frau Jasmin am Strand von Palma de Mallorca ein Restaurant, das nicht etwa „Deutsches Eck“ oder „Zum braunen Hirschen“ heißt, sondern „Maravillas Stube“.

In der rechtsextremen Partei hatte zuvor ein monatelanger Machtkampf getobt. Es wurden Gerüchte lanciert, dass Apfel sich im August 2013 einem Parteikameraden unsittlich genähert habe. Der sächsische Landeschef Holger Szymanski sagte nach Apfels Rücktritt, dieser habe „in zwei Fällen im betrunkenen Zustand junge Männer belästigt“.

Bis heute wurden die Vorwürfe nicht geklärt. Apfel sagte der „Mallorca-Zeitung“, es handele sich um Intrigen von verfeindeten NPD-Mitgliedern. Diese fallen immer wieder mit homosexuellenfeindlichen Ausfällen auf.

Nach Auffassung der NPD tragen Homosexuelle „biologisch nichts zum Fortbestand der Volksgemeinschaft bei“. Das Rezept der NPD gegen den Fachkräftemangel, Deutsche sollten in der Heimat bleiben und nicht in fremden Ländern arbeiten, befolgt ihr ehemaliger Chef zumindest nicht mehr.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article128269710/Ex-NPD-Chef-Apfel-ist-Zuwanderer-auf-Mallorca.html

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Aus Gutefrage.net

fraggle16
Wie sagte Hesse schon?
Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.
Sprich – die Leute, die was gegen Lesben und Schwule haben, tragen meistens Homosexualität in sich, nur gestehen sie sich diese nicht ein.
ein sehr schönes Beispiel dazu gibt es in dem Film: American Beauty

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Fremdschaemer

Ich denke, es ist bei vielen ganz einfach eine Mischung aus religiös bedingtem Hintergrund, kleinbürgerlichem Weltbild und schlichtweg keine Ahnung haben. Das Thema Homosexualität ist so alt wie die Menschheit, aber seit einpaar Jahren wird daraus ein Theater gemacht, als wäre es das Allerneuste und Ungewöhnlichste auf der Welt.

Sicher: ob man die sexuellen Praktiken insbesondere zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Männer für appetitlich hält, steht auf einem anderen Blatt. Und ehrlich gesagt bin ich auch nicht scharf drauf, knutschende oder Händchenhaltende Männer in der Öffentlichkeit zu sehen. Trotzdem werden diese Menschen für etwas verurteilt, für das sie im Prinzip nichts können, obwohl sie selbst schon genügend Schwierigkeiten haben, mit ihrer Sexualität umzugehen und diese nach außen zu tragen bzw. zu verheimlichen. Abgesehen davon gibt es jede Menge anderer erotischer Varianten (z.B. S/M), die bestimmt nicht jedermanns Sache sind, jedoch völlig legal und erlaubt sind, ohne dass gleich ein Staatsakt drauß gemacht wird. Ich bin schon auch schon Schwulen und Lesben begegnet, wobei mir die sexuelle Ausrichtung jedes Mal eigentlich total egal war, denn für mich war es letztendlich immer der Mensch, der Charakter und die Intelligenz, die gezählt hatten.

Und wie an anderer Stelle schon richtig bemerkt wurde: die allermeisten Schwulen- und Lesbenfeinde haben selbst homosexuelle Züge, für die sie sich insgeheim selbst hassen! Das Thema ruft irgendwelche verborgenen Ängst hervor – und je dümmer und kleingeistiger die Person ist, mit desto mehr vordergründiger Aggression antwortet sie darauf.

http://www.gutefrage.net/frage/warum-haben-so-viele-leute-was-gegen-lesben-und-schwule

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Die Ablehnung von Homosexualität wird zu einem großen Teil durch die Angst vor eigenen homosexuellen Neigungen gespeist. Das bedeutet nichts anderes, dass homophobe Menschen selbst ein bisschen schwul sind, es aber nicht wahrhaben wollen. Es gibt mittlerweile auch Forschung, die in diese Richtung geht und bewiesen hat, dass bei Männern, die besonders homophobe Ansichten hatten, beim Konsum homosexueller Pornografie sexuelle Erregung festgestellt wurde. Die Angst vor den eigenen, geheimen sexuellen Neigung schlägt bei diesen Männern oftmals in krasse Ablehnung von Homosexuellen um. Der Hass gegenüber der eigenen Sexualität ist Nährboden für den Hass von Homosexuellen.

https://justdavesblog.wordpress.com/2014/03/03/homophobe-sind-schwul-grunde-fur-den-hass-auf-schwule/

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„Wir sind homophob und hassen Schwule“, sagt in einem solchen Clip Maxim Marzinkewitsch, ein muskulöser Mann mit Glatze. Die Aufnahmen zeigen, wie er ein Opfer mit einem Messer einschüchtert und dem Mann droht, ihn zu vergewaltigen. Schwule seien „keine normalen Menschen“, fährt er fort. Marzinkewitsch, auch „Beil“ genannt, hatte zuvor Videos mit inszenierten Morden an Migranten veröffentlicht und war wegen Anstachelung zu religiösem Hass zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Ausgerechnet er gründete die Bewegung „Occupy Pädophilie“ mit Mitgliedern in mehreren russischen Städten. Sie erklären, nach „Kinderschändern“ zu suchen, und machen dabei Jagd auf Homosexuelle. Nur ein einziges Mal wurde gegen die Nationalisten bisher ein Verfahren eingeleitet. Der russische Kinderbeauftragte Pawel Astachow hat sich im Juli zwar skeptisch über die Methoden von „Occupy Pädophilie“ geäußert, aber nicht, weil sie diskriminierend wären, sondern weil man „solche Menschen auf die Anklagebank setzen muss und nicht freilassen, nachdem man sie mit Dreck übergossen und erniedrigt hat“.

http://www.welt.de/politik/ausland/article118892124/Wir-sind-homophob-und-hassen-Schwule.html

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 17. Juni 2016 von hubwen in Kirchenkritik, Religionskritik, Uncategorized

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Gottes unwerte Geschöpfe? – Religionen und Tierschutz – Teil 2   1 comment

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Die Frage des Schlachtens

Das jüdische Schlachten ohne Betäubung, die Schechita, ist eine auf biblische Quellen zurückgehende Methode des Tötens von Tieren, die nach der Halacha, dem jüdischen Religionsgestz, als zum Verzehr erlaubt bezeichnet werden.

In der schriftlichen Tora, den Fünf Büchern Mose und der mündlichen Tora sind Gebote des schonenden Umgangs mit und des schonenden Tötens von Tieren enthalten, welche die Grundlage des jüdischen Tierschutz- und Tierrechtes sind, wie es im Verbot zum Ausdruck kommt, Tieren Leiden zuzufügen (Tza `ar baalei chajim). Hinsichtlich der Ausführung dieses Gebotes sowie der Festlegung eines handwerklichen Regelwerks des Schächtens gilt die Aussage: „Du sollst von deinem Großvieh und Kleinvieh schlachten, so wie ich dir befohlen habe“ (Deuteronomium 12:21). Ziel des jüdischen Tierschutz- und Tierrechtsgebotes ist es gerade nicht, dem Menschen das Töten von Tieren zu erleichtern, sondern im Gegenteil, durch eine Vielzahl von Reglementierungen das Töten, Schlachten, Jagen und Verzehren von Tieren einzudämmen, und dem Tier zugleich das Sterben zu erleichtern, wenn es denn vom Menschen als fleischliche Nahrung bestimmt wird.

Dreh- und Angelpunkt der jüdischen Schechita (ebenso wie der muslimischen Halal-Schlachtung) ist die Frage, wie ein Tier getötet werden kann, damit sein Fleisch nicht „Aas“ und somit unverzehrbar wird. Als deutlichstes Zeichen der Unversehrtheit und Lebendigkeit eines Tieres galt von alters her die Bewusstseinsklarheit. Eine Betäubung war in früheren Zeiten nur zu erlangen durch die Zerstörung von Gewebestrukturen und war somit aus jüdischer Sicht abzulehnen. Durch die Entwicklung neuer Verfahren wie der Elektrokurzzeitbetäubung, die vor oder nach dem Schächtschnitt vorgenommen werden kann, ist eine reversible Bewusstseinstrübung möglich, die das Tier kurzfristig ohnmächtig werden lässt, seine Lebendigkeit jedoch nicht beeinträchtigt.
Die Frage, ob eine Veränderung der Methoden des betäubungslosen Schlachtens mit dem Religionsgesetz vereinbar ist, gehört zu den großen Kontroversen, die nur durch einen Paradigmenwandel lösbar sind. Erst wenn wieder das individuelle Tier im Mittelpunkt steht, das auf die schonendste Weise geschlachtet werden soll, so wie es in den Schriften gefordert wird, wird es möglich sein, die verhärtete Verteidigungsposition zu verlassen und tierschutzgerechte Verbesserungen wie die reversible Elektrokurzbetäubung vor dem Schächtschnitt oder innerhalb eines Zeitfensters von fünf Sekunden danach zuzulassen.

Auf dem Wege dahin ist es wichtig an die ursprünglich vegetarische Kultur des Judentums zu erinnern. Daran nämlich, dass im ersten Schöpfungsbericht eine vegetarische Welt beschrieben worden ist und erst nach der Sintflut der Verzehr von Fleisch erlaubt wurde.
Die jüdische Forderung, die Heiligkeit allen Lebens und aller Lebewesen anzuerkennen, kann als ein jedweder handwerklichen Durchführung übergeordnetes Gebot gelten; zudem fordert sie eine Rückbesinnung auf die Erkenntnisse der jüdischen Tierschutz- und Tierrechtsgebote auch im Fall des Schächtens. Angesichts des industriell organisierten massenhaften Schlachtens von Tieren ist es zwingend notwendig, die Bestimmungen des jüdischen Religionsgesetzes, der Halacha, bzgl. der Rechte der Tiere auf Leben in körperlicher und seelischer Unversehrtheit sowie auf optimale Schonung im Falle des Schlachtens zu erfüllen. Diese sind unverzichtbar Teil der Unantastbarkeit und Heiligkeit des Lebens aller Lebewesen und somit die wichtigste spirituelle Botschaft des Judentums gerade in heutiger Zeit.

(Anmerkung: diese Erklärungen und Tatbestände sind für mich sehr unbefriedigend! Insgesamt bezweifle ich die Vorreiterrolle im Judentum, und die positive Darstellung wie es der Autor Ulrich Dittmann tut).

Haben Tiere eine Seele?

Während der Jude Jesus vegetarisch und tierfreundlich war, erklärten später die christlichen Kirchen die Tiere zu Antichristen, zu teuflischen Geschöpfen, zu Kumpanen Satans und der Hexen. In Umkehr der Tierfreundlichkeit der Fünf Bücher Mose behaupten sie, die Tiere seien von Gott ausschließlich zur Ausbeutung und zum Nutzen des Menschen geschaffen worden.
Kommen die Tiere in das Himmelreich? Fragen die Christen. Ihre Kirchen verneinen dies immer noch.

Für Juden lautet die Antwort sehr überzeugend: Aber sie sind doch schon drin. Tiere als beseelte Lebewesen gelten in der jüdischen Reinkarnationslehre als eine Art postmortales Auffangbecken für die Seelen von Menschen. Auch deswegen ist die Frage des korrekten Schlachtens von so großer spiritueller Bedeutung. Fragen der Freisetzung der Seelen hinein in einen anderen Körper eröffnen nicht nur für das tiergerechte Schlachten überraschende Perspektiven.

Genau diese Beseeltheit der Tiere wird im Christentum und auch im Islam geleugnet. Zwar werden Muslime in Hadith-Sammlungen zur Freundlichkeit Tieren gegenüber ermahnt, da die Schönheit der Tiere Beweis für das Schöpfergenie von Allah sei. Doch hinsichtlich der Bewertung von Tieren stützen sich Muslime wie Christen auf die Hierarchie der Geschöpfe: Demnach folgt auf die unterste Stufe (Welt der Mineralien), das Königreich der Pflanzen, dann das der Tiere, und schließlich der Mensch.

Der Mensch besitzt einen Körper, der der materiellen Welt angehört. Seine Seele ist Teil des spirituellen und immateriellen Bereiches und es ist das Ziel der Seele des Menschen, zu Gott zu gelangen und erlöst zu werden, oder wenigstens Engelstatus zu erhalten. Die Tiere gelten hingegen als seelenlos und können im Christentum nicht erlöst werden oder des Ewigen Lebens teilhaftig sein.

Da Tiere gemäß dieser Vorstellung keine Seele haben, sind sie außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Kirchen. Auch diese Position, mithin der Ausschluss der „seelenlosen“ Tiere von der Heilswelt, wird vom Islam geteilt.
Auch in anderen Bereichen finden sich Parallelen zwischen Christentum und Islam. Im Judentum etwa ist die Jagd verboten, da sie hier den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt. Das Fleisch gejagter Tiere ist nicht koscher, denn es gilt als „gerissen“ und mit als Aas. Islam und Christentum hingegen befürworten die Jagd auch als Methode Tiere zu töten und deren Fleisch zu gewinnen.

Gerade die Leugnung der Beseeltheit der Tiere hat sie im christlichen Abendland und in vielen muslimischen Ländern jahrhundertelang im wahrsten Sinne des Wortes zu Freiwild gemacht, und erst nachdem René Descates´ Theorien der seelenlosen Automaten die Vivisektion zu einem Massenphänomen werden ließen, regte sich angesichts der erdrückenden Evidenz des Leidens der Tiere Widerstand.
Es waren ausgerechnet zwei pietistische Pfarre aus Schwaben, die Zweifel an der Unbeseeltheit der Tiere anmeldeten und zu Gründern der deutschen Tierschutzbewegung wurden: Albert Knapp, Pietist, Pfarrer und Liederdichter und Christian Adam Dann, evangelischer Pfarrer. Letzterer richtete im Jahr 1821 nach dem Anblick eines von Gewehrkugeln durchsiebten Storches einen Appell an die Welt: „Bitte der armen Thiere, der unvernünftigen Geschöpfe, an ihre vernünftigen Mitgeschöpfe und Herrn, die Menschen.“
Später dann trat als Ausnahmeerscheinung Albert Schweitzer mit seiner Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“ auf. Überraschenderweise wird der Christ Albert Schweitzer seither gerade von der Fraktion der atheistischen und religionsverachtenden Tierschützer vereinnahmt, die sich über dessen christliche Wurzeln offenbar nicht im Klaren sind oder aber die falschen Schlüsse daraus ziehen.
Die Frage: „Kommen Tiere in das Himmelreich“ werden die beiden o.g. schwäbischen Tierschützern vermutlich verneint haben, ebenso wie wahrscheinlich die Ausnahmegestalt des Katholizismus, Franz von Assisi. Zwar wurde dieser auch wegen seiner begnadeten spirituellen Fähigkeiten „mit den Tieren zu reden“ heilig gesprochen, doch sein Einsatz für den weltlichen Schutz der Tiere steht weiterhin im Schatten und wird allenfalls in anekdotischer Form und als Nebensache dokumentiert. „Alle Gebilde der Schöpfung“, erläutert Franz von Assisi, „sind Kinder eines Vaters und daher des Menschen Brüder. Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in der Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz“. Diese als „Magna Charta der Tiere“ bezeichnete Weisung des Franz von Assisi wartet noch immer auf ihre Umsetzung.

Die Zaghaftigkeit des christlichen Tierschutzes beruht auch auf der künstlich erzeugten Konkurrenzsituation zwischen Mensch und Tier.

Das Gegeneinander-Ausspielen von Tierschutz und Menschenliebe ist ein Kennzeichen der kirchlichen Haltung bis auf den heutigen Tag. Dem Tier Zuwendung und Sorge schenken, ist nach Meinung vieler Kirchenoberen gleichbedeutend damit, dem Menschen, womöglich den Kindern, Zuwendung und Sorge zu entziehen.

Das negative Tierbild der Kirchen wirkt noch immer

Zum religiösen Brauchtum gehört es immer noch, Tiere durch Ortschaften zu treiben, zu schlagen, zu quälen und schließlich zu töten.
Die Katholische Kirche hat bis auf den heutigen Tag ihr negatives Tierbild nicht überwunden. Es wird mit gewissen Stellen im Neuen Testament in Verbindung gebracht, die das Tier als teuflisch, als Inkarnation des Bösen, als dämonischen Versucher und Verführer erscheinen lässt. Die Grausamkeiten, zu denen diese Haltung ermutigte und Tiere millionenfach zum Opfer von Aberglauben, Wut, okkulten Todesritualen werden ließ, sind noch immer Bestandteil des so genannten kulturellen Erbes des Abendlandes, wozu Tierkämpfe ebenso wie die Jagd zählen.
Die Kirchen haben sich hier jahrhundertelang und trotz ihrer Lehre der Gottesebenbildlichkeit des Menschen zu Komplizen von Täterpersönlichkeiten gemacht, deren Perversionen noch immer – und wie es scheint in wachsendem Maß – zum alltäglichen Umgang mit Tieren gehören. Tiere werden hier zu Opfern und ihr Opferstatus wird mit kirchlichen Ritualen (wie beispielsweise den Hubertusmessen) legitimiert. Dass auch der Umgang mit den Nutztieren in den von den christlichen Religionen beeinflussten Ländern zu exzessiver Ausbeutung geführt hat, steht in dieser Tradition der Tierverachtung.

Dabei wurde das grundlegende Tierbild auch dadurch nicht verändert, dass die katholische Volksfrömmigkeit auch Elemente der Sorge enthält, die sich besonders im bäuerlichen Umfeld, z.B. mit den Segnungen des Viehs, den Leonhardi-Ritten oder den für Tiere zuständigen Heiligengestalten zeigt.

Auch der Katechismus der Katholischen Kirche aus dem Jahr 1997 setzt die traditionelle Tierverachtung und Tierfeindschaft fort. Obwohl die Diktion nun auch (gemeinsam mit dem Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands) den Grundsatz der „Fürsorge und Verantwortung“ für die Natur enthält und damit die traditionelle Herrschaft des Menschen über die Natur ergänzt, ist das Gewaltverhältnis zwischen Mensch und Tier festgeschrieben worden. Bis auf wenige Ausnahmen, etwa die fortschrittliche Tierschutzerklärung der Nordelbischen Kirche, gilt für die Haltung der christlichen Kirchen weiterhin das vom Kirchenkritiker Carl Anders Skriver im Jahr 1967 geprägte Wort des „Verrats der Kirchen an den Tieren“. Verrat bezieht sich hier auf das Phänomen, dass die Gründergestalt des Christentums, der Jude Jesus, als Vegetarier und Kritiker des Schlachtens der Tiere gilt, diese Tradition jedoch jahrhundertelang systematisch verleugnet und entstellt worden ist.

Innerhalb der Kirchen haben sich allerdings in den letzten Jahren Tierschutzbewegungen entwickelt, z.B. Aktion Kirche und Tierschutz (AKUT), die sich für eine Veränderung des traditionellen Tierbildes der Kirchen einsetzen und den Tierschutz zu einem zentralen Anliegen des Christentums erklären.
Die Gottesebenbildlichkeit ist eine geniale Metapher zur Erklärung der menschlichen Natur. Dass der Blick des Menschen in den Spiegel zunehmend das zerstörte Antlitz der Erde zeigt, und nicht mehr das verlorene Paradies, dass Gottes vollkommene Geschöpfe (s.o.) heute milliardenfach als Biomaterial missbraucht werden und keinen Namen tragen dürfen, all dies zeigt den Endpunkt einer Entwicklung, an denen gerade die Religionen durch Förderung, Komplizenschaft, stillschweigende Duldung und Wegsehen einen maßgeblichen Anteil haben.
Werden die Enkel Abrahams die Kraft haben, in das zerstörte Antlitz der Erde zu blicken, das nicht länger übersehen werden kann? Es war ja gerade diese Leichtigkeit der Ausbeutung von Tieren, die die Menschheit an den Punkt geführt hat, an dem sie erkennen muss, dass ihre Lebensgrundlage, der Planet Erde, sich als Folge der immensen Eingriffe in einer Weise verändert, die Zweifel daran aufkommen lassen, dass es noch eine Zukunft gibt. Es ist an der Zeit, an den biblischen Vegetarismus zu erinnern und an die keineswegs utopischen Visionen des Propheten Jesaja über den Frieden zwischen allen Arten.

Einen ethischen Umgang mit den Tieren wiederfinden

Kann unser Mitgefühl für ein kleines Vögelchen dazu führen, dass der Messias kommt? Wird der Baum des Lebens, in dessen Schatten die beiden Löwen des Stammes Jehuda lagern, für alle Kinder Abrahams je zum Inbegriff der Heiligkeit des Lebens, auch des Lebens der Tiere, werden? Dass die Religionen und Kulturen voneinander lernen können, zeigt der Umgang mit der Nahrung. Alle drei abrahamitischen Religionen verbinden die Nahrungsaufnahme mit spirituellen Aussagen. Dass gerade der Nahrungsaufnahme eine spirituelle Bedeutung zukommt, ist Teil des verdrängten kulturellen Erbes der Völker. So heißt es im Talmud „Die Speisetafel des Menschen ist wie ein Altar“ (Chagigah 27a). Die Heiligkeit des Lebens stellt sich dar als Heiligkeit des von Gott gegebenen Körpers, der von Gott gegebenen Seele; sie wird durch die Reinheit der aufgenommenen Nahrung gesichert, die wiederum Abbild der der Ordnung der Tierarten ist. Die jüdischen Speisegesetze, die in Gestalt von Kaschrut (die Trennung der Nahrung in milchig und fleischig) und Schechita verschiedene Stadien der Reinigungsprozesse durchlaufen, sind somit ein unverzichtbarer Bestandteil des religiösen Ritus. Die Spiritualität findet hier im täglichen Leben statt.

Es gibt zwischen den Religionen eine Reihe von Parallelen als auch Unterschiede betreffs der Bewertung Tiere, die einen Dialog sowohl verhindern, ihn aber gleichermaßen auch auf den Weg bringen können. Erschwerend ist, dass die Religionen in ihren Bewertungen und Symbolen oft gegensätzlich sind. Dies gilt auch für die Frage des Tieropfers. Anders als das Judentum, das die Tieropfer mit der Zerstörung des Zweiten Tempels abschaffte, setzt der Islam die Tradition des Tieropfers fort mit dem Ziel, auf diese Weise die Unterwerfung des Menschen unter den göttlichen Willen zu demonstrieren. Dem Gebot der Wohltätigkeit folgend, nach der das Fleisch der zum Opferfest geschlachteten Opfertiere an Arme ausgeteilt werden muss, soll das Tieropfer die Fürsorge der Muslime füreinander zum Ausdruck bringen.
In Anbetracht der unerkannt bleibenden Qualen, die den Tieren millionenfach in den Parallelwelten der modernen Fleischfabriken widerfahren, erleben viele Muslime der westlichen Öffentlichkeit den Aufschrei der angesichts des öffentlichen betäubungslosen Schlachtens durch Laien beim Muslimischen Opferfest als heuchlerisch. Andererseits wächst auch unter den Muslimen die Kritik an den Tieropfern, die als nicht mehr zeitgemäßes Mittel der Gottesverehrung bezeichnet werden.
So konstatiert z.B. Abd al-Rahman al-Kalud, ein Mitglied der Akademie für Islamische Forschung: „Der Heilige Koran sagt mit klaren Worten, dass der Schöpfer das Opfer nicht als Selbstzweck wünscht, sondern als Symbol der Verehrung des Menschen für Gott wie es im Koran heißt: „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut erreicht Allah, jedoch erreicht Ihn eure Frömmigkeit“ (Koran 22:37). Diese Sure lehrt eindeutig, dass das Opfer nicht als Opfer ein wesentlicher Teil der Religion ist, sondern durch den Akt der Wohltätigkeit und um die Armen zu bereichern.

Trialog zwischen Christentum, Islam und Judentum

Trotz aller bestehenden Differenzen gab es in den letzten Jahren hinsichtlich des betäubungslosen Schlachtens erfreulicherweise Annäherungen zwischen einigen muslimischen Verbänden und den Tierschützern. Auf jüdischer Seite fehlt jedoch leider auf der Ebene der Repräsentanz noch immer der Ansprechpartner. Trotz der Vorreiterrolle des jüdischen Tierschutzes fällt mithin die jüdische Gemeinschaft als Bündnispartner in Sachen Tierschutz nahezu komplett aus. Obwohl viele jüdische Menschen Unbehagen an der Schächtpraxis äußern und schockiert sind über die Zustände in den Schächtbetrieben der europäischen Nachbarländer und obwohl von den Schächtern selbst eine hohe Burnout-Rate berichtet wird, tun sich die Repräsentanten schwer damit, die Praxis des betäubungslosen Schächtens etwa durch Übernahme der reversiblen Elektrokurzzeitbetäubung zu verändern.
Neben den auf europäischer Ebene wichtigen machtpolitischen Erwägungen, verhindern psychologische Faktoren eine Umsetzung tierschutzgerechter zeitgemäßer Schlachtmethoden. Gerade in Deutschland will man nicht den Eindruck erwecken, , am Ende doch noch klein beigegeben zu haben. „Hitler soll hier keinen späten Triumph feiern“, ist die Haltung der Repräsentanz, die einen auch international wirkenden Image-Schaden fürchtet. Unvergessen ist, dass die NS-Gesetzgebung jüdische Menschen nicht nur dazu zwang, die eigenen Speisegebote aufzugeben, sondern auch ihre Heimtiere im Stich zu lassen, um nur wenige Jahre später selbst „wie Tiere“ verfolgt zu werden und getötet zu werden. Erst wenn diese erstarrten Abwehr-Positionen überwunden sind, die indirekt und ungewollt eine Fixierung auf die Verfolgungsgeschichte bewirkt haben, können sich Jüdinnen und Juden ihrer so zukunftsweisenden, visionären Tierschutztraditionen bewusst werden und sie hier und heute wieder mit neuem Leben erfüllen.

Immerhin war und ist das Judentum die einzige religiöse Kultur, die ein Verbot der Tierquälerei sowie zahlreiche Tierschutz- und Tierrechtsgesetze erlassen hat, aus religiösen Gründen, nicht als Ergebnis des säkularen Tierschutzes. Israel gehört heute zu den tierfreundlichsten Ländern der Welt; der Anteil der Vegetarier an der Bevölkerung ist hoch , die Jagd ist verboten und das mehrfach überarbeitete Tierschutzgesetz verbietet u.a. die Produktion von Gänsestopfleber und zahlreiche Tierschutzorganisationen setzen sich dafür ein, das Elend der Straßentiere zu lindern, um nur ein Beispiel zu nennen.
Im Trialog zwischen Christen, Islam und Judentum könnten die spirituellen Erwartungen thematisiert werde, die Menschen mit ihrer Religion, ihrer Nahrung und ebenso mit der Stellung der Tiere verbinden. Hierzu gehört die ethische Zielsetzung, dass es für Judentum, Christentum und Islam wichtig werden sollte, unter welchen Bedingungen das Tier lebt, dessen Fleisch gegessen werden soll, und unter welchen Bedingungen es am Ende getötet wird.

(Hanna Rheinz auf http://www.fellbeisser.net )

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Gottes unwerte Geschöpfe? – Religionen und Tierschutz – Teil 2

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Und deswegen schrieb wohl auch der grosse Tierfreund und Kirchenkritiker Karlheinz Deschner in seinem Buch “Der gefälschte Glaube” auf seite 220:
»Man kann in dieser Kirche längst nichts mehr retten, sondern nur noch sich selbst und andere vor ihr.«

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Gruß Hubert

 

Gottes unwerte Geschöpfe? – Religionen und Tierschutz – Teil 1   Leave a comment

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Eine Moral die Tiere davon ausschließt ist keine Moral.

Mit den Religionen ist es beinahe so wie in folgendem Missgeschick beschrieben: Geistesabwesend wirft der Zausel seinen Haustürschlüssel in die Buchsbaumhecke neben der Eingangstür, rennt daraufhin aufgeregt zur nächsten Straßenlaterne, um unter deren Lichtkegel fieberhaft die Asphaltstraße nach dem verlorenen Schlüssel abzusuchen. „Der liegt doch im Gebüsch“ ruft ihm der Nachbar zu. „Aber da ist es zu dunkel“ antwortet der Zausel, „hier könnte ich ihn wenigstens sehen.“
Warum es mit den Religionen nicht viel anders ist? Wir verlieren das Unersetzbare an irgendwelchen okkulten Örtlichkeiten und sind heilfroh, es wenigstens noch im Schein einer Laterne suchen zu dürfen.

Der organisierte Gottesglaube stattet uns mit der Hoffnung aus, selbst an den finstersten Orten irgendwann einmal das wiederzufinden, was uns verloren gegangen ist. Religionen sorgen für Strohhalme, an denen man sich festhalten kann, um ihre kantianischen Aufkleber zu studieren: Hier harrt die Bedingung der Möglichkeit, den Schlüssel wiederzufinden. Und noch das finsterste Loch ist in strahlendes Licht getaucht.

Einer der dunkelsten Orte, die sich die Zivilisationsgeschichte ausgedacht hat, ist der Ort, an dem Tiere verloren gegangen sind. Es ist das schwarze Loch in unserem Sein. Der Ort, der nichts, mit anderen Worten, das Nichts erzeugt. Der Ort, an dem nicht nur das Tier, sondern unsere Menschlichkeit selbst und zwar ihr wichtigster Teil, zum Verschwinden gebracht worden ist.

 

Von der ersten großen Kränkung der Menschheit

 

Wie kommt es, dass Tiere als Mitgeschöpfe so gnadenlos eliminiert worden sind aus unserer Wirklichkeit (unverbindlich kurzlebige Freizeitwelten mit ihren dekorativen Schmuseeinheiten ausgenommen)? Immerhin berichten doch fast alle Religionen der Welt von Schöpfungsmythen, bei denen der Mensch erst nach dem Tier, erst durch das Tier, aus dessen Schoß er hervorkriecht, auf die Welt kommt. In der Bibel heißt es beispielsweise, dass Tiere, anders als Menschen, vollendet erschaffen worden sind, um Seite an Seite mit dem tonangebenden Ebenbild Gottes, dem Menschen, die Erde zu bevölkern.

Diese Gleichwertigkeit, die die hebräische Bibel und deren Talmud-Kommentare in nicht ermüden wollender Beharrlichkeit vorträgt, war vermutlich – von Sigmund Freud erahnt – die erste große Kränkung der Menschheit. Zugleich war dies die Geburtsstunde des Reflexes, sich als Mensch fortwährend selbst zum Übermenschen, zum Herrscher über Leben jund Tod einsetzen zu müssen.

Der Mensch verbannte die Tiere, denen er eben noch – im Auftrag seines Schöpfers – Namen gegeben hatte; er stufte sie zurück, ließ sie zu Schattenexistenzen werden, zu Arbeitssklaven, zu beliebig manipulierbaren genetischen Clustern, die s zu entziffern und neu zusammenzusetzen gilt. Aus Tieren mit Namen wurde schließlich Biomaterial, für dem Schicksal ausgeliefert, als Neugeborenes an seinem Ende in die Fleischfabrik hineingeschoben zu werden, um ein Leben später auf der anderen Seite als Rindsbratwurst wieder herauszukommen.

Kann und sollte man Tierschutz und Religion gemeinsam behandeln?

Wenn Tierschutz und Religion in einem Atemzug genannt werden, erinnern sich die meisten Tierärzte wahrscheinlich an die unlängst gescheiterte Bundesratsinitiative des Landes Hessen zur Änderung von § 4 a Abs. 2Nr 2 TierSchG, wobei es um strengere Maßstäbe bei Ausnahmegenehmigungen für religiös motivierte betäubungslose Schlachtung ging, und den Einwand der verfassungsmäßig garantierten Religionsfreiheit, der dann letztlich über die Tierschutzanliegen obsiegte.

Es ist anzunehmen, dass gerade Akademiker und Naturwissenschaftler das Ansinnen, Tierschutz gemeinsam und im Zusammenhang mit Religion zu diskutieren, nicht selten von sich weisen – dies mit dem Hinweis, man selbst stehe als Anhänger des naturwissenschaftlichen Glaubens an die „Götter Rationalität und Aufklärung“ über diesen Dingen und habe keine Veranlassung, sich mit Fragen wie der Stellung der Tiere in den Religionen zu beschäftigen.
Ist es also richtig, das Thema „Tierschutz und Religion“ als abseitig abzutun? Man bedenke: Immerhin sind Milliarden Menschen Anhänger religiöser Gemeinschaften, und auch in Europa wächst deren Zahl, besonders der Muslime. Dass die christlichen Gemeinschaften so hohe Einbußen, vulgo Kirchenaustritte zu verzeichnen haben, liegt wohl nicht am Fehlen von Gottessuchern, sondern eher an der Tatsache, dass die Kirchen zu lange auf den Ruhepolstern des Staates gerastet haben und dass sie, oft in vorauseilendem Gehorsam, als Ausführungsorgane staatlicher Machtinteressen auftraten, Anpassung und Ruhe forderten, wo Ruhestörung angebracht gewesen wäre, und somit ihren eigentlichen Auftrag, Fürsprecher der Armen und Schwachen zu sein – warum also nicht auch der Tiere? – aus den Augen verloren haben.
Kleinmut hat auch dasjenige Judentum im Griff, welches, anstatt sich seiner Tierschutztraditionen zu besinnen, sich in den Dienst der Politik gestellt hat und schon lange nicht mehr religiöse Inhalte sondern Machtpositionen verteidigt.
An dieser Stelle – dem Schnittpunkt von politischer Macht, Religion und dem Bedürfnis deds Menschen nach spirituellem Wachstum – wird die Frage der Stellung der Tiere in den Religionen für den Tierarzt von immenser Bedeutung.

Warum die Frage nach der Stellung der Tiere in den Religionen wichtig ist

Hier geht es keineswegs nur um die Frage des betäubungslosen Schlachtens, die ohnehin nicht konsequent genug gestellt worden ist. Auch in der öffentlichen Diskussion wurde, haarscharf an den Missständen bei konventionellen Schlachtungen vorbeischlitternd, vor der grundsätzlichen Frage der ethischen Vertretbarkeit von massenhaften Tiertötungen die Bremse gezogen. Hier geht es vielmehr um Folgendes:

Die Religionen mit ihrem universalen Anspruch, ethische und moralische Standards zu definieren, müssen sich Fragen nach den Tieren gefallen lassen. Dazu gehört etwa die Frage der Vereinbarkeit religiöser Werte mit

– der Praxis der Nutztierhaltung,
– der Fleischproduktion,
– der Ausmerzung von Tierindividuen und Tierarten,
– der Nutzung von Tieren bei Sport- und Wettgeschäften,
– der Selektion von Tieren bei der Jagd.

 

Es geht um die Mitverantwortung der betroffenen Berufsgruppen und um die Ökonomisierung tierärztlichen Handelns (wer heute einen Tierarzt für sein krankes Huhn sucht, begreift, welche Folgen die Einführung – und stillschweigende Duldung – der Keulung als neuer „Behandlungsmethode“ für das tierärztliche Know-how hatte). Es geht darum, einmal kritisch nachzufragen, wie es denn bei jenen steht, die von der Heiligkeit des Lebens reden. Sind sie bereit, das Lebensrecht des individuellen Tieres zu verteidigen, egal ob es sich um einen „wertvollen“ Papageien oder um ein „wertloses“ Stück Geflügel handelt?
Das kulturelle Erbe der Religionen an den ethischen Herausforderungen der heutigen Zeit messen zu wollen, ist somit keineswegs ein Akt der Frömmelei. Gerade Tierärzte als „berufene Schützer der Tiere“ und Berufsgruppe von einigem gesellschaftlichen Ansehen, sollten dieses Erbe als ethisches Basiswissen mit hoher gesellschaftspolitischer Relevanz betrachten und vertreten. Nicht der moralisch erhobene Zeigefinger, sondern die von ethischer Kompetenz getragene Faust ist das Ziel.

Was die Religionen uns zu sagen haben

Wenn es um Tiere geht, zeigen in unserer Gesellschaft oft genug gerade die Hüter der Moral und Sittlichkeit einen eklatanten Mangel an Glaubwürdigkeit.

Dies betrifft ebenso die Anhänger der „Tierschützerszene“. Gerade in diesem Umfeld geht der Vorwurf der Empathiestörung, also die Unfähigkeit oder mangelnde Bereitschaft, sich in das Leiden und Empfinden anderer Lebewesen hineinzuversetzen, leicht über die Lippen. Doch oft haben jene, die diesen Begriff im Munde führen, nur eine sehr begrenzte und von wenig Sachverstand geprägte Sicht auf das Leid der Tiere.
Was bedeutet das im wirklichen Leben? Gilt es nicht, endlich dieser kollektiven Schwindsucht, diesem Mangel an Ehrlichkeit ins Gesicht zu sehen?

Wir alle dulden stillschweigend, dass hinter der tierfreundlichen Fassade unserer Gesellschaft die Parallelwelten der Fleischfabriken, der industriell organisierten Schlacht- und Produktionskombinate liegen. Hier sind wir. Dort ist die Hölle. Um unseres Seelenfriedens willen wenden wir den Blick ab, verschließen die Augen.
Dabei haben die Religionen und allen noch viel zu sagen, sobald sie sich der Radikalität ihrer Erkenntnisse, dem Mut und der Voraussicht ihrer Propheten und Gelehrten stellen. Zu den aus tierärztlicher Sicht besonders relevanten Positionen der drei abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) gehören:

Die Schutzwürdigkeit von Tieren

Hier hat das Judentum eindeutig Stellung bezogen. Bereits in den Fünf Büchern Mose ist ein Verbot der Tierquälerei (Tza`ar baalei chayim) ausgesprochen. Unzählige Tiernarrative demonstrieren den gerechten und mitfühlenden Umgang mit dem Tier. Die Auslegung des Verbots der Tierquälerei geht überraschend weit und zeigt, dass der jüdische Tierrechtsgedanke auf der Grundlage von Visionen eines gerechten Zusammenlebens beruht, die für den moderaten Menschen in ihrer tierrechtsbezogenen Radikalität kaum mehr nachvollziehbar ist.
„So du siehest den Esel deines Hassers erliegend unter seiner Last, und du wolltest unterlassen, es ihm leichter zu machen…mach es ihm leichter“ (Exodus23:5)
Diese Stelle ist bemerkenswert, weil sie die Interessen des Menschen – anders als dies bei der anthropozentrischen Interpretation des Christentums der Fall ist – außer Kraft setzt und das Tier als eigenständiges Rechtssubjekt anerkennt, dessen Wohlbefinden in diesem Gebot höher bewertet wird als das Interesse des Menschen, seinem Feind zu helfen.

Dies übersteigt bei weitem das Gebot, die Heiligkeit des Lebens aller geborenen Geschöpfe zu achten. Das Beispiel fordert Altruismus und verlangt vom Menschen, die eigenen Interessen zugunsten des Tieres hintanzustellen. Überdies beruht das Gebot auf der Annahme der Schicksalsverbundenheit und Gleichwertigkeit von Mensch und Tier.

Größer könnte der Unterschied zur hierarchischen Beziehung zwischen Mensch und Tier, die das Christentum vertritt, nicht sein. Die christlichen Kirchen haben sich immer wieder mit Nachdruck auf die eigene Vormachtstellung den Tieren gegenüber berufen. Sie verweigern damit überraschenderweise genau jene Haltung von demütiger Zuwendung (devekut), die mit dem Begriff der Barmherzigkeit in Verbindung gebracht wird.

Im Judentum wird diese sogar für Tiere gefordert, und dies bedeutet im Umkehrschluss, wenn Barmherzigkeit (rachamin) nicht auch für ein Tier gezeigt werden muss, wie kann sie dann einem Menschen gegenüber je glaubwürdig sein?
Ein weiterer Aspekt des jüdischen Tierschutzes ist die Anerkennung der seelischen Dimension der Beziehung, die Rücksichtnahme verlangt, ohne Mitleid einzufordern. Wenn ein Tier in Not gerät, ist seine Existenz bedroht und es empfindet Leid und Schmerz. Der Mensch ist aufgefordert im Sinne der Seelenrettung (pikuach nefesch) ein bedrängtes Tier zu retten, sogar wenn das Risiko besteht, dass der Helfer zu Schaden kommt. Eine Güterabwägung ist hier nicht vorgesehen, d.h. der Mensch darf sich gar nicht anders entscheiden, als dem Tier zu Hilfe zu kommen. Unabhängig von den Besitzverhältnissen und selbst, wenn das in Not geratene Tier dem Feind gehört, ist der Mensch zur Hilfe verpflichtet.

Schabbat für Tiere

Das Gebot, dem Tier einen Ruhetag zu gewähren, selbst wenn dies den Ruhetag des Menschen stört, zeigt eine Konsequenz, die – würde man sie auf heutige Verhältnisse projizieren – Rücksichtnahme und Selbstlosigkeit einforderten, die von den Kirchen als unvereinbar mit der Menschenwürde bezeichnet und somit verhindert werden würden. Anders als der oft zaghafte, stets um Selbstrechtfertigung bemühte christliche Tierschutz, zeigt die Radikalität der Jüdischen Tierrechtslehre, wie hoch die Stellung des Tieres im Alten Judentum war.

Umgang mit Nutztieren

Ein weiteres Beispiel für die hohe Stellung des Tieres im Alten Judentum ist der Umgang mit den Nutztieren, der auf dem Verbot der Tierquälerei beruht. Gerade weil die jüdische Tierschutztradition einen so hohen Standard der tiergerechten Nutztierhaltung vertritt, fällt die Kluft zwischen dem eigenen Anspruch und der Wirklichkeit besonders ins Gewicht. Einige der Gebote sollen hier aufgelistet werden:

– „Keine Person darf ein Tier kaufen, Tier oder Vogel, wenn diese Person nicht für das Futter sorgen kann.“ (Jerusalem Talmud Yemavot 15:3)
– „Jüdische Menschen müssen es vermeiden, Federn von lebenden Gänsen zu zupfen, denn es ist grausam dies zu tun.“ (Code of Jewish Law, Even HaEzer 5:14)
– „Wenn Tiere ihre Jungen verlieren, leiden sie großen Schmerz. ES gibt keinen Unterschied zwischen dem Schmerz des Menschen und dem Schmerz anderer Lebewesen.“ (Maimonides, Führer der Unschlüssigen, 3:48)
– „In der kommenden Welt wird Gott jene Reiter strafen, die ihre Pferde mit Sporen verletzen.“ (Sefer Chassidim, para. 44)

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Gottes unwerte Geschöpfe? – Religionen und Tierschutz – Teil 1

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Gruß Hubert