Archiv für September 2019

Schächten: Was steckt wirklich dahinter?   Leave a comment

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Hier wird von einem Mediziner erklärt wie grausam das Schächten ist und welche Höllenqualen Tiere dabei erleiden. Sie erleiden einen grausamen, langsamen Tod und bekommen alles bei vollem Bewusstsein mit.

Von Fellbeisser.net

Beim ersten angegebenen PETA-Linkhinweis ( www.peta.de/im-schlachthof ) kommt man nicht zum Thema “Schächten”, sondern zu der bekannten Problematik der “qualvollen Betäubungsmethoden in deutschen Schlachthöfen”. Erst der zweite (!) Link www.peta.de/schaechten führt zum Thema Schächten.

Zum Thema betäubungsloses Schächten – bei dem die Tiere BEWUSST und VORSÄTZLICH BETÄUBUNGSLOS abgemetzelt werden – nachstehend eine gutachterliche Stellungnahme des Chirurgen Dr. med. Werner Hartinger, betr. der anatomisch-physiologischen Vorgänge beim Schächten:

Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt. Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben…

Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte Sympathische Nervensystem durchtrennt. Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so dass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt.

Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt. Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die Gefäßenden der vorderen Halsarterien, so dass regelmäßig nachgeschnitten werden muss.

Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können. Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so dass keine Bewusstlosigkeit eintritt.

Hängt man dann entsprechend den “Vorschriften” das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, dass der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf Null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewusstsein. Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und musste durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet werden.

Fazit: Schlachten ist furchtbar, Schächt-Schlachten ohne jegliche Betäubung, aber grauenvoll.

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Schächten: Was steckt wirklich dahinter?

 

Mehr dazu: https://wolodja51.wordpress.com/das-betaeubungslose-schaechten-von-tieren-im-focus-des-21-jahrhundert/

Tierquälereien in einem der größten deutschen Milchviehbetriebe   1 comment

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Wieder einmal sieht man dass die Kontrollen total versagen bzw. auch zum Teil nicht gewollt sind.

Von swr.de

Bayerisches Verbraucherschutzministerium schaltet Staatsanwaltschaft ein.

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Tierquälerei auf einem Bauernhof in BayernTierquälerei auf einem Bauernhof in Bayern

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Einer der größten Milchbauern Bayerns verstößt eklatant gegen den Tierschutz. Der Milchviehbetrieb Endres in Bad Grönenbach im Allgäu quält nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung sowie den ARD-Politikmagazinen REPORT MAINZ und Fakt seine Tiere.

Das geht aus einer mehrere Wochen umfassenden Videodokumentation aus den Ställen hervor. Die Aufnahmen wurden der ARD und der Süddeutschen Zeitung vom Tierrechtsverein Soko Tierschutz übergeben und zeigen, dass das Personal den Kühen immer wieder schwere Schmerzen zufügt. Die Kühe werden getreten und geschlagen. Tiere, die nicht mehr laufen können, werden mit Hilfe von Hüftklammern und Traktoren durch den Stall geschleift.

Erkrankte Kühe werden in ein Krankenabteil des Stalls gebracht und dort nicht ausreichend versorgt. Über einen Zeitraum von zehn Tagen dokumentieren die Aufnahmen, dass ein spezielles Tier nur sehr wenig Wasser und Futter erhalten hat und außerdem nicht sachgerecht getötet wurde. Es sind mehrere sogenannte Nottötungen zu sehen, bei denen die Tiere mit einem Bolzenschuss betäubt, danach jedoch nicht sachgerecht ausgeblutet wurden. Minuten nach dem Bolzenschuss zeigen einige Kühe noch immer Reaktionen und leiden damit länger als erlaubt ist. Der Bauer Franz Endres will sich zu den Vorfällen bislang nicht äußern, trotz mehrfacher Nachfrage.

Prof. Holger Martens, ein Experte für Rinderhaltung, hat die Aufnahmen für die ARD und die Süddeutsche Zeitung begutachtet. Seine Einschätzung: „Ich habe solche Bilder noch nie gesehen. Sie sind nicht akzeptabel. Das sind unerträgliche Zustände. Das verstößt eindeutig gegen die bestehenden Gesetze. Es ist bedrückend.“

Bei Kontrollen Anfang Juni nach einer anonymen Anzeige haben auch die amtlichen Veterinäre aus Mindelheim tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt. Der Landwirt sei angehalten worden, die festgestellten Mängel sofort zu beheben, heißt es.

Fleisch von kranken Tieren aus dem Betrieb Endres ist zudem in die Lebensmittelkette gelangt. Das bestätigte der Schlachthof Vion in Buchloe. Die Milch der Tiere wurde an die Käserei Champignon geliefert. Das Unternehmen fordert eine lückenlose Aufklärung. „Sollten sich die Vorwürfe als zutreffend erweisen und nicht endgültig abgestellt werden, werden wir weitere Schritte bis hin zur Beendigung der Lieferbeziehungen einleiten“, heißt es.

 

Inzwischen hat auch das zuständige bayerische Verbraucherschutzministerium reagiert. In einer schriftlichen Stellungnahme vom Montag heißt es: „Tierquälerei ist nicht hinnehmbar. Zum ersten Mal in meiner Amtszeit werde ich mit derartig schweren Vorwürfen gegen einen konkreten Betrieb konfrontiert. Der Sachverhalt muss sofort umfassend aufgeklärt werden. Dazu wurden die notwendigen Schritte durch das Ministerium und die zuständigen Behörden vor Ort bereits eingeleitet. Mir war besonders wichtig, unverzüglich auch die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Hier steht kriminelles Verhalten im Raum. Der Betrieb trägt die Verantwortung für die Tiere. Es besteht der dringende Verdacht, dass diese Verantwortung hier grob missachtet wurde“, sagt Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber, Freie Wähler.

Zudem seien mehrere Sonderkontrollen des Betriebes angeordnet worden und man habe bei der zuständigen Regierung von Schwaben einen Sonderbericht angefordert.

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Tierquälereien in einem der größten deutschen Milchviehbetriebe

Tiere im Todeskampf   Leave a comment

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Das sind schreckliche, inakzeptable Zustände. Unzweifelhaft ist hier die Justiz gefordert!

Von http://www.swr.de – Report

Massive Tierschutzverstöße in der Milchproduktion

Gemeinsame Recherchen von SZ, FAKT und REPORT MAINZ decken Tierquälereien in einem der größten deutschen Milchviehbetriebe auf.

Ein Video ist bei swr.de im Link „Tiere im Todeskampf“ zu sehen.

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Auf dem Milchviehbetrieb Endres in Bad Grönenbach im Allgäu fügt das Personal den Kühen immer wieder schwere Schmerzen zu. Tiere werden getreten und geschlagen. Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Hilfe von Hüftklammern und Traktoren durch den Stall geschleift. Einige Tiere werden in ein Krankenabteil des Stalls gebracht und dort nicht ausreichend versorgt.

Das geht aus einer mehrere Wochen umfassenden Videodokumentation aus den Ställen hervor, die der Redaktion von der Tierrechtsorganisation Soko Tierschutz übergeben wurde. Nach Auffassung von Prof. Holger Martens, einem Experten für Rinderhaltung, verstoßen die dokumentierten Zustände eindeutig gegen die bestehenden Gesetze.

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SWR-Kuh-lie-1Wo-unbeha-i-Sterb

Diese Kuh lag unbehandelt eine Woche im Sterben.

SWR-kra-Kuh-w-i-Transpor-geschlei

Hier wird eine kranke, nicht mehr gehfähige Kuh per Stiche in den Transporter „gemurkst“.

Kühe-mass-Tierschu-Verstösse

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Tiere im Todeskampf

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Profit und Quälerei

Tierschutz in Deutschland

Ob Daunendecken, Milch, Schweine-, Rinder- oder Entenfleisch: Immer wieder hat REPORT MAINZ elende Haltungsbedingungen in Mastanlagen und Tierschutzverletzungen in zahlreichen Schlacht- oder Zuchtbetrieben oder beim Transport aufgedeckt. Das Erschlagen von jungen Ferkeln, Lebendrupfung bei Gänsen, qualvolle Aufzucht und die Haltung von Milchkühen – all das waren Themen in REPORT MAINZ.

Die Tiere leiden häufig unter Verletzungen, Krankheiten und Misshandlung durch die im Betrieb angestellten Mitarbeiter. Oft werden sie auch mit zu wenig Flüssigkeit versorgt oder mit ungeeignetem Futter, das sie schneller wachsen lässt.

Trotz gesetzlicher Auflagen werden die Haltungsbedingungen in einigen Betrieben und die Lücken in Tierschutzgesetzten heftig kritisiert. REPORT MAINZ berichtete mehrfach über Fälle von Tierquälerei in deutschen Betrieben. Die bisherigen Beiträge haben wir für Sie in diesem Dossier zusammengefasst:

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SWR-Tierschu-Verstösse-Liste

Es geht weiter…

Tierschutz in Deutschland

 

Das große Sterben geht um… Tierheime, Wildtierstationen und Lebenshöfe vor dem AUS   1 comment

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Es ist traurig und ein Armutszeugnis für die Politik, dass sie für Tiere keinen Finger rühren und keine Unterstützungen für Tierheime oder Gnadenhöfe geben. Sie schauen nur darauf was ihnen Stimmen bringen könnte und scheuen sich nicht sich dafür zu prostituieren.

Von Bettina, Marie Schneider – 1. August 2019

Das große Sterben geht um…
es stirbt stückchenweise die wichtige Hilfe für notleidende, kranke, ungewollte, hilfsbedürftige Tiere. Hunde, Katzen, Vögel, Eichhörnchen, Wildtiere, Nutztiere…Tierheime, Auffangstationen, Lebenshöfe…sie alle sind am Limit. Diese Tragödie…und es ist eine Tragödie!!!…hat mehrere Ursachen.

Zum einen wird den Bürgern beständig mehr Geld in Form von Steuern, Abgaben und künstlichen Verteuerungen aus der Tasche gezogen und dafür soziale Leistungen eingeschränkt…die Menschen haben immer weniger Geld zur Verfügung, auch für Spenden.

Zum anderen steigt der Bedarf immer weiter. Nie gab es so viele misshandelte, verletzte und kranke Tiere, die Versorgung benötigen und nach wie vor fühlt sich unser Staat nicht dafür zuständig. Die Flut des Elends muss alleine bewältigt werden.

Was das für den Einzelnen bedeutet, ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Tierschützer investieren nicht nur ihre gesamte Freizeit, ihr Wissen und ihr Herzblut, sie schenken auch ihre Wohnungen/Grundstücke/Häuser den Tieren und dazu jeden Cent, den sie haben…bis irgendwann gar nichts mehr geht.

Jeden Tag erhalte ich mittlerweile erschütternde Briefe, traurige Posts und spreche mit weinenden Menschen am Telefon, die mit hungrigen und kranken Tieren allein gelassen sind, die gerne helfen möchten aber nicht mehr können. In Deutschland…wohlgemerkt! Dass die Lage im Ausland dramatisch ist, wissen wir ja seit langem.

Nein, es passiert mitten unter uns, wo täglich Millionen für sinnlose Dinge verprasst werden, wo Gemeinden, Länder und der Bund, Unsummen für so ziemlich alles und jeden ausgeben…nur nicht für Tiere und Tierschutz. Es passiert hier, wo genügend überflüssiges Geld in Umlauf ist, um auch im letzten Jahr wieder 137 Millionen an Silvester einfach in die Luft zu ballern,
Es passiert hier, wo Menschen jeden Tag Unsummen für Labels und 4 Sterne Küche, für künstliche Nägel, für Hightech bis in den kleinsten Winkel ihres Hauses und für die zigste Kreuzfahrt ausgeben…aber keine drei Euro für zwei Dosen Igelfutter haben.
Oh, sie mögen Tiere, sie lieben auch Igel, ja sie liiieben sie alle. Aber nicht ihr Problem! Darum sollen sich doch andere kümmern!

So bleibt dieses „Problem“ an ein paar wenigen hängen, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Menschlichkeit und Empathie, Mitleid und Mitgefühl nicht ganz vor die Hunde gehen zu lassen. Sie kümmern sich um verletzte Wildvögel, kastrieren Katzen, nehmen misshandelte Pferde auf und 1000 Dinge mehr, die eigentlich nicht „Privatsache“ sind, sondern von der Allgemeinheit unterstützt werden sollten. Schließlich ist der Schutz der Tiere in unserem Grundgesetz verankert und kein albernes Hobby!!!

Jeder Einzelne von diesen bewundernswerten Menschen, die ihr Leben den vergessenen Tieren widmen, verdient für mich das Bundesverdienstkreuz, stattdessen werden sie belächelt, allein gelassen, müssen jeden Tag um Spenden betteln und werden mit wahnwitzigen behördlichen Auflagen drangsaliert.

Ihr seid meine wahren Helden  und ich versuche über unseren Verein Frieden für Pfoten e.V., zumindest ein kleines bisschen zu helfen, Mut zu machen und hier auf meinem Blog eure Geschichten zu erzählen!
Eine Gesellschaft, die Tierschutz und Tierschützern eine so geringe Wertschätzung, einen so geringen Stellenwert entgegen bringt, hat für mich den Namen „zivilisiert“ nicht verdient!

Ich fordere öffentliche Hilfen für diese wertvolle Arbeit, Tierschutz als Schulfach und ein Budget für Tierhilfe in jeder Kommune!
Weg von den Almosen und hin zur Vernunft!

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Gruß Hubert

Fällt die Birke   Leave a comment

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JESSENIN

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Nicht genug gelernt, um zu bestehen,
Sieht er sich im Spiegel, ringsum schweigt
Vormittäglich Stille; nur ganz oben
Über ihm der Geiger geigt und geigt.
Seine Freunde meiden ihn, denn seine Trauer
Hat auch sie vertrieben: Geh und wart’,
Daß die Klingel läutet, ja, die Jahre,
Die voll Liebe waren, haben ihn genarrt.
Das, worauf er baute, kann zerfallen.
Geh, und prüfe deine Schuld!
Doch er kennt den Spruch: die Schuld an allem
Trägt nur deine große Ungeduld!
Güte gibt, wem Güte wird gegeben,
Liebe nur, wem Liebe widerfuhr, da wird
Keine Schuld beglichen: dieses Leben
Ist voll Irrtum – und er hat geirrt.
Ja er weiß es: Glück hat keine Dauer.
Wer ihn lesen wird dereinst? Wer wei߅
Fällt die Birke, stirbt der letzte Bauer?
Wird zu Eisen werden oder gar zu Eis,
Was einst Glut war? Aus dem letzten Sommer
Hebt der Herbst sich, steigt des Winters Blau,
Wölbt der Himmel sich über den Feldern
Und der Wermutsteppe gelbem Grau.
Feldweg, Kindheit, Liebe – ja erwachsen
ist er jetzt geworden: unberührt
Sind die Dinge nicht, im Schlag der Uhren
Geht die Zeit, die ihm nicht mehr gehört.

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Heinz Czechowski

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http://www.planetlyrik.de/sergej-jessenin-gedichte/2011/11/

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P.S.

Ich bin ziemlich sicher, dass das Gedicht von Jessenin ist und nur von Heinz Czechowski übersetzt wurde.

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Czechowski erlebte als Zehnjähriger die Zerstörung der Stadt Dresden. Nach einer Ausbildung als grafischer Zeichner und Tätigkeit als Vermessungsgehilfe und technischer Zeichner schloss er sich zunächst der Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren an, um anschließend von 1958 bis 1961 am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig zu studieren, wo er stark von Georg Maurer (Sächsische Dichterschule) beeinflusst wurde. 1957 wurden erste Gedichte in der Zeitschrift Neue deutsche Literatur veröffentlicht. 1961 bis 1965 war er Lektor beim Mitteldeutschen Verlag in Halle (Saale). Von 1971 bis 1973 war er Dramaturg an den Bühnen der Stadt Magdeburg. Seitdem arbeitete er als freier Schriftsteller und lebte zeitweise in Wuischke in der Oberlausitz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Czechowski

Veröffentlicht 24. September 2019 von hubert wenzl in Lyrik, Uncategorized

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Tierquälerei per Eilentscheid   Leave a comment

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Sogenannte „Nutztiere“ werden nicht als fühlende Lebewesen wahrgenommen.

Aus der SZ

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Rindertransport, 2008

Tausende Kilometer weit werden Rinder aus Bayern transportiert, teils unter massiven Verstößen gegen das Tierwohl. Foto: Christian Endt)

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  • Das Verwaltungsgericht München hat die Amtsveterinäre aus Altötting und Ebersberg verpflichtet, Vorzeugnisse für 38 Rinder auszustellen, die nach Usbekistan transportiert werden sollen.

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt es auf den Fahrten oder spätestens am Zielort zu massiven Verstößen gegen die Tierschutzvorgaben.

  • Der Streit um die Rinderexporte hatte Anfang des Jahres eine Debatte ausgelöst.

Im Streit um tierquälerische Transporte von Rindern aus Bayern in die Türkei, nach Usbekistan und in andere Länder außerhalb der Europäischen Union haben sich die Exporteure durchgesetzt. Am späten Dienstagnachmittag hat das Verwaltungsgericht München die Amtsveterinäre an den Landratsämtern Altötting und Ebersberg per Eilentscheid verpflichtet, sogenannte Vorzeugnisse für 38 Rinder auszustellen, die aus beiden Landkreisen in das mehr als 4000 Kilometer Luftlinie entfernte Usbekistan ausgeführt werden sollen.

Die Papiere bestätigen, dass die Tiere aus gesunden Herden stammen und sind Voraussetzung für die Transporte. Die Veterinäre in Bayern hatten sich teils über Monate hinweg geweigert, sie zu erteilen. Der Grund ihres Widerstands: Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt es auf den Fahrten oder spätestens am Zielort zu massiven Verstößen gegen die Tierschutzvorgaben.

Der Altöttinger Landrat Erwin Schneider (CSU) reagiert sehr verärgert auf die Entscheidung. „Damit macht das Verwaltungsgericht klar, dass unsere Veterinäre, wir Landräte und letztlich auch die Staatsregierung die extrem tierquälerischen Exporte nicht verhindern können“, sagt er. Der Landshuter Landrat Peter Dreier (Freie Wähler), dessen Amtstierärzte Anfang des Jahres bundesweit als erste die Ausstellung von Vorzeugnissen verweigert hatten, übt harsche Kritik an den Richtern. „Der Tierschutz ist in unserer Bayerischen Verfassung als Staatsziel fest verankert“, sagt er. „Schon alleine deshalb ist mir nicht klar, weshalb die Richter eine solche Entscheidung fällen können.“ Der Deggendorfer Landrat und Chef des Landkreistags, Christian Bernreiter (CSU), kommentiert sarkastisch: „Mit dem Spruch haben unsere Veterinäre Rechtssicherheit.“

Der Streit um die Rinderexporte hatte Anfang des Jahres bundesweit hohe Wogen geschlagen. Deshalb schaltete sich Umweltminister Thorsten Glauber (FW) schnell ein. Auf den umstrittenen Fahrten müssen die Rinder tagelang Hitze oder Kälte erdulden. Sie haben kaum Platz auf den Lastwagen, bekommen oft viel zu wenig zu trinken und zu fressen, und werden zu selten oder gar nicht für Erholungspausen abgeladen. An den Zielorten werden sie früher oder später unter meist grausamen Bedingungen geschlachtet: ohne Betäubung, gefesselt, mit mehreren Entblutungsschnitten und in einem minutenlangen Todeskampf, wie immer wieder in Fernsehdokumentationen zu sehen und in Fachzeitschriften nachzulesen ist. Glauber, der kraft Amtes für das Veterinärwesen zuständig ist, machte den Widerstand der Amtstierärzte schnell zu seiner Sache und kündigte einen Stopp der Exporte an.

Aus Sicht vieler Tierschützer ist dabei nicht allzu viel herausgekommen. Der Minister musste früh einräumen, dass nach Einschätzung seiner Juristen die Amtstierärzte verpflichtet sind, Vorzeugnisse auszustellen. Inzwischen haben dies Verwaltungsgerichte in etlichen Bundesländern bestätigt. Die Eilentscheidung der Münchner Richter ist freilich die erste Entscheidung eines bayerischen Gerichts. Auch Glaubers Negativliste mit 17 Staaten in Zentralasien, Nordafrika und dem nahen Osten, in die keine Tiertransporte mehr stattfinden sollen, bringt wenig. Denn die Tiere werden nun über Umwege dorthin exportiert.

Alle Bundesländer müssten an einem Strang ziehen

Sie werden zunächst zu Sammelstellen in anderen Bundesländern oder EU-Staaten gefahren und gehen von dort aus auf ihre qualvolle Reise. So auch die 38 Rinder, für die der Rinderzuchtverband Mühldorf jetzt die Vorzeugnisse erzwungen hat. Sie sollen erst zu Sammelstellen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern transportiert werden und von dort nach Usbekistan. Wohl deshalb erklärte Glauber alsbald, dass Bayern alleine die Exporte nicht verhindern könne. Dafür müssten alle Bundesländer an einem Strang ziehen. Nun bekräftigte er dies: „Die neue Entscheidung zeigt klar: Wir brauchen eine bundesweite Lösung.“

Die Amtstierärzte gewinnen dem Spruch immerhin einen positiven Aspekt ab. Die Richter haben nämlich entschieden, dass die Vorzeugnisse nur die Angaben für Transporte innerhalb der EU enthalten müssen. Also zum Beispiel, dass in den Herden, aus denen sie stammen, kein Tier an Maul- und Klauenseuche oder TBC leidet. Weitergehende Angaben über die Gesundheit der Herden, wie sie viele Drittstaaten für den Import einfordern, müssen die Amtsveterinäre laut Gericht nicht machen. Selbst wenn die Exporteure noch so massiv darauf drängen. „Das ist ein Fortschritt“, sagte Josef Schmid, Leiter des Veterinäramts am Landratsamt Traunstein und Chef des Verbands der beamteten Tierärzte in Bayern. „Damit werden die Exporte deutlich erschwert.“

Der Rinderzuchtverband Mühldorf war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, Experten zufolge zählt er zu den Organisationen, die vergleichsweise viele Rinder ausführen. Verwaltungschef Josef Frank hatte schon früh angekündigt, die Ausstellung der Papiere notfalls erzwingen zu wollen. Beim Landesverband bayerischer Rinderzüchter gibt man sich unwissend. „Wir kennen die Eilentscheidung nicht“, sagt Geschäftsführer Georg Röhrmoser. „Wir müssen sie erst einmal studieren.“ Im vergangenen Jahr wurden knapp 15 000 Rinder aus Bayern in Drittstaaten exportiert, die meisten davon trächtige Kühe.

Derweil ist für den Altöttinger Landrat Schneider der Streit nicht ausgestanden. „Die Transporte sind eine solche Qual, dass ich nicht nachlassen werde“, sagt er. Schneider wüsste schon, wie die Staatsregierung die Exporte beenden könnte: „Wenn ein Zuchtverband partout nicht von ihnen lassen will, dann muss man ihm die Zuschüsse streichen“, sagt der er. „Dann ist schnell Schluss mit den Transporten.“

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Tierquälerei per Eilentscheid

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Zum Ausblenden von Gewalt gegen Tiere.

Die Gewalt gegen die Tiere wird ausgeblendet

Tamara Pfeiler ist Psychologin an der Universität Mainz und beschäftigt sich viel mit dem Thema Fleischkonsum. Bei ihren Forschungen stößt Pfeiler immer wieder auf einen fundamentalen Widerspruch. Grundsätzlich, so sagt Pfeiler, seien die Menschen empathisch im Umgang mit Tieren. „Aber gleichzeitig essen wir tierische Produkte und unterstützen damit eine Industrie, die sich durchweg durch Gewalt gegen bestimmte Tiere auszeichnet“, sagt die Psychologin. „Diese Gewalt blenden wir komplett aus.“

Bei diesem Ausblenden spielen laut Pfeiler allerlei psychologische Mechanismen eine Rolle. Einer sei etwa, dass das Produkt Fleisch völlig von der Vorstellung vom jeweiligen Nutztier getrennt werde, erklärt Pfeiler, so als hätten ein Rinderbraten und das Rind, von dem er stammt, nichts miteinander zu tun. Außerdem spiele die Sprache eine bedeutende Rolle. „Wir sagen zum Beispiel nicht Tötung, sondern sprechen von einem Produktionsprozess“, sagt die Psychologin. Damit würden den Nutztieren Eigenschaften wie Leidens- oder Empfindungsfähigkeit abgesprochen, man verwandle sie gleichsam in leblose Objekte. Allein diese beiden Mechanismen verhindern der Psychologin zufolge eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Fleischkonsum. So sei das auch bei ihm gewesen, sagt der „Animal-Save“-Aktivist Kolb, der seit eineinhalb Jahren vegan lebt. Er habe 40 Jahre lang zugelassen, dass für seinen Fleischkonsum Tiere getötet werden, sagt er. Heute bereue er, dass er sich nicht früher über die Massentierhaltung und -schlachtung informiert habe.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/tierschutz-das-ist-das-mindeste-was-wir-den-tieren-schulden-1.4255090

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Gruß Hubert

 

Das immense Leiden von Kälbern   Leave a comment

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Aus der SZ

Durst, Panik, Quälerei

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Tiertransport
Sie lecken an Metallstangen, brüllen, leiden unter Durst: Kälbertransport in Schleswig-Holstein. (Foto: Ulrich Perrey/dpa).
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  • Männliche Kälber der Milchkuh erfüllen keinen Zweck, sie geben später keine Milch und für die Fleischproduktion werden sie nicht schnell genug fett.

    • Oft werden sie mit dem Laster quer durch Europa transportiert, zu großen Anlagen, die auf die Aufzucht der mageren Milchkuhkälber spezialisiert sind.

    • Eine Recherche der Süddeutschen Zeitung zeigt, dass die Transportzeiten in diesem und im vergangenen Jahr dabei dutzendfach überschritten wurden.

    Die Kälber der Milchkuh sind ein Abfallprodukt der Milchindustrie. Sie sind mager, setzen nicht viel Fleisch an, und es gibt sie so zahlreich, dass sie mitunter verramscht werden.

Am schlimmsten steht es derzeit um das männliche Kalb der Kuhrasse Holstein-Schwarzbunt. Das Kalb ist billiger als ein zehn Wochen altes Ferkel, obwohl es mehr als das Doppelte wiegt. Es kostet im Schnitt gerade einmal 52 Euro. Männliche Kälber der Milchkuh erfüllen keinen Zweck, sie geben später keine Milch und für die Fleischproduktion nutzt man Rassen, die schneller fett werden. Noch wertloser aber sind die weiblichen Kälber, die nicht für den Bestandserhalt gebraucht werden. Gerade einmal knapp neun Euro bekommt ein Landwirt im Schnitt für das weibliche schwarzbunte Kalb. Für besonders schwache Tiere: gar nichts.

Das Angebot der Kälber in Deutschland ist groß. Nirgendwo sonst in der Europäischen Union gibt es so viele Milchkühe wie in der Bundesrepublik, es sind mehr als vier Millionen Tiere. Damit die Kuh Milch gibt, muss sie im Schnitt pro Jahr ein Kalb gebären. Oft beginnt die Reise der Kälber quer durch Europa, wenn sie gerade einmal zwei bis sechs Wochen alt sind. In den Niederlanden oder Spanien etwa hat man sich in großen Anlagen auf die Aufzucht der mageren Milchkuhkälber spezialisiert. Für die jungen Tiere sind die Fahrten eine Tortur. Die Kälber leiden mitunter Durst, lecken an den Metallstangen, brüllen. In der Praxis dauern die Fahrten zudem oft länger als es die EU-Verordnung erlaubt.

Eine Recherche der Süddeutschen Zeitung zeigt, dass die Transportzeiten in diesem und im vergangenen Jahr allein in Bayern und in Baden-Württemberg dutzendfach überschritten wurden, etwa in Ravensburg, im Oberallgäu und im Unterallgäu. Die Landratsämter versichern, man habe die Rechtsverstöße mit Bußgeldern oder Verwaltungsverfahren geahndet.

Die Tiere sollen beim Transport Pausen bekommen, doch das ist kaum möglich

Wenige Wochen alte, sogenannte „nicht abgesetzte Kälber“ müssen ihr Ziel innerhalb von 19 Stunden erreichen, und sie müssen auf der Fahrt mindestens einmal eine Ruhepause haben, um getränkt und gegebenenfalls auch gefüttert zu werden. So steht es in der Verordnung der EU, die den Transport der Tiere regelt.

Die jungen Kälber können die Tränken für erwachsene Milchkühe aber nicht bedienen, sie brauchen zum Trinken verformbare Gummizitzen, an denen sie saugen können. Es gibt aber überhaupt kein Fahrzeug, das den jungen Kälbern ein arteigenes Trinken ermöglicht, heißt es im Handbuch für Tiertransporte der Bundesländer.

Bisher hat man sich in Bayern mit einem Hilfskonstrukt beholfen, um die Tiere zu versorgen. Die Kälber mussten nach neun Stunden Fahrt einmal an einer Versorgungsstation etwa in Frankreich abgeladen werden und sollten eine Stunde lang getränkt werden. Das ist für die Tiere nicht nur eine Farce, es ist auch logistisch kaum machbar. Die Laster transportieren oft weit mehr als hundert Kälber. Wie soll der Kraftfahrer diese innerhalb von einer Stunde ausladen, tränken und wieder einladen?

Der bayerische Umweltminister hatte nun vor einigen Wochen eine Idee, wie man die sperrige EU-Verordnung zu Gunsten der Transportunternehmen auslegen und das Zeitproblem beheben könnte. Im Juni schlug Thorsten Glauber der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vor, die Pausen der Fahrt einfach nicht zu berechnen, um mehr Zeit für die Versorgung der Tiere zu haben. Eine Beispielrechnung könnte dann so aussehen: Der Transporter fährt neun Stunden, macht vier Stunden Pause und fährt wieder neun Stunden, das Ergebnis wäre eine Gesamtfahrtzeit von 22 Stunden, berechnen will Glauber aber nur 18, weil die Pause nicht zählt. Er begründet den Vorschlag mit „Tierschutzaspekten“.

Ohne Langzeittransporte kommt die Landwirtschaft nicht mehr aus. Zu stark ist die Spezialisierung

Die vorgeschriebenen Höchsttransportzeiten der EU aber haben ihre Gründe. Die Fahrten sind sehr belastend für die Tiere, sie leiden Angst und enormen Stress. Iris Baumgärtner von der Animal Welfare Foundation hat in den vergangenen Jahren in Spanien und in anderen Ländern Europas Tiertransporte der Holsteinkühe dokumentiert. Sie habe erlebt, wie schwache Kälber wie Sandsäcke ab- und aufgeladen wurden – und kein Tierarzt die Tiere von ihrer Qual erlöste. Wenn die Kälber durstig seien, sagt sie, „werden sehr junge Kälbchen dann von stärkeren niedergetrampelt“. Durch die extreme Spezialisierung komme die derzeitige Landwirtschaft überhaupt nicht mehr ohne Langzeittransporte aus, sagt Iris Baumgartner.

Vor 50 Jahren konnte eine Kuh noch beides, Milch geben und Fleisch ansetzen. Heute aber hat man die Tiere so gezüchtet, dass sie entweder viel Milch geben oder schnell kräftig werden. „Die Situation mit den Kälbern aus der Milchindustrie ist symptomatisch für die verfehlte Landwirtschaftspolitik der EU“, sagt Iris Baumgärtner. Mehrmals habe sie beobachtet, wie die Tiere an den Abladestellen, in denen die Kälber auch aus anderen Ländern der EU auf dem Weg nach Spanien landen, nicht einmal abgeladen wurden. „Die Transporter parkten bis zu drei Stunden auf dem Hof einer Versorgungsstelle in Frankreich. Die Kälber haben sich die Seele aus dem Leib gebrüllt und wurden nicht versorgt.“

Wie viele Kälber in den vergangenen Jahren in zu langen Fahrten von Bayern nach Spanien transportiert wurden? Wie oft gegen die EU-Verordnung verstoßen wurde? Dazu liegen leider weder dem bayerischen Ministerium noch der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Zahlen vor. In ihrem Antwortschreiben an den bayerischen Staatsminister Glauber aber machte Julia Klöckner deutlich, dass die Pausen zur Transportzeit dazugehören. Die angedachte Verlängerung der Gesamtfahrzeit scheine ihr „mit Blick auf die Ziele und Grundsätze der Verordnung tierschutzrechtlich zumindest sehr fragwürdig“, schreibt Klöckner im August an das bayerische Umweltministerium. Mit der Verlängerung der Gesamttransportzeit würde sich auch der Zeitraum der enormen Belastung für die Tiere erhöhen. Der Transport weniger Wochen alter Kälber von Bayern nach Spanien in mehr als 19 Stunden scheine ihr mit der Verordnung „nicht vereinbar“ zu sein. Kleinlaut antwortet das bayerische Staatsministerium auf Anfrage, man werde sich an die Rechtsauslegung des Bundesministeriums halten.

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Das immense Leiden von Kälbern

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 21. September 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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