Archiv für die Kategorie ‘Sexualität

Paula bei Putin   1 comment

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Ich bin schockiert und entsetzt wie Politiker der SVP (Südtiroler Volkspartei – regierende Partei in Südtirol) mit reaktionärsten und rechtsextremsten Politiker zusammen arbeiten. Mit im Bunde natürlich fundamenatlistische christliche Bewegungen, vor allem aus den USA.

Waltraud Deeg ist immerhin Landeshauptmann-Stellvertreterin. Es kamen die gesamten „Familienkämpfer“ zusammen. Ich sage es ist wohl gut, dass es auch Homosexuelle gibt, sonst gäbe es noch das größere Überbevölkerungsproblem. Das hat die Natur nicht schlecht geregelt.

Von brennerbasisdemokratie.eu – Auszug.

Paula bei Putin

Auf der Familienkonferenz in Moskau 2014 ging es vehement gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und gegen die Abtreibung. Der Kongress warb für die Aberkennung der Menschenrechte für Schwule und Lesben. Im Hintergrund tobte damals schon der russische Krieg gegen die Ukraine.

Nicht nur die damalige Brixner Stadträtin Paula Bacher war aus Südtirol in Moskau mit dabei. Auch die Latscher Vize-Bürgermeisterin Sonja Platzer und Gudrun Warger, Kabinettsleiterin aus Schlanders. Landesrätin Waltraud Deeg stellte »Südtirols Teilnahme am internationalen Familienkongress« in Moskau vor. Eine Tagung, finanziert von Männern, die Präsident Putin nahestehen.

Der Alto Adige (AA) betitelte Stadträtin Bacher als Botschafterin an Putins Hof. Sie und acht weitere Personen aus der Region kamen über das russische Zentrum Borodina in Meran nach Moskau. Für die Einladung gesorgt hatte Andrej Pruss von der Borodina, Putins Mann in Meran. »Ich bin sehr aufgeregt, mein Ziel ist es, Vertretern von fünfzig Nationen über meine Erfahrungen als Stadträtin für Familie zu berichten«, erklärt Bacher dem AA.

Das Forum Mehrkindfamilien wurde mit der Begrüßung des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, eröffnet. »Der politische Moment ist nicht der beste, aber sie sagten mir, dass es Präsident Putin sein wird, der uns willkommen heißen wird«, zitierte der AA Stadträtin Bacher.

»UN, USA und EU führen Krieg gegen die Familie«

Paula Bacher und die übrigen acht Delegierten fanden sich auf einer äußerst abenteuerlichen Veranstaltung ein, die im Staatspalast im Kreml und in der Christus-Erlöser-Kirche stattfand. Zur Einstimmung. Gabriela Kuby zitierte auf kath.net, den katholischen Nachrichten, aus der Kongress-Resolution: »Die Zerschlagung der Familie, die Massentötung ungeborener Kinder, der globale Krieg für die Deregulierung der sexuellen Normen, wie er von den UN, der EU und den USA betrieben wird, schafft entwurzelte, manipulierbare Massen ohne Zukunftsperspektive.«

Auf dieser Veranstaltung warnte u.a der damalige Vize-Vorsitzende der FPÖ, Johann Gudenus, in der Moskauer Erlöserkirche vor einer »Homo-Lobby«. Diese »Lobby« bedrohe Europa, die ihre Botschaften über eigene Zeitungen und TV-Anstalten verbreitet. Zur Erinnerung, Gudenus war der Typ, der mit seinem Parteichef Strache auf Ibiza einer angeblichen russischen Oligarchin Österreich verkaufen wollte.

Der Familienkongress ist eine Vorfeld-Struktur des russischen Präsidenten Putin. Das Forum Mehrkindfamilien und die Zukunft der Menschheit wurde vom Zentrum für Nationalen Ruhm und der Stiftung des Orden des Heiligen Andreas des Erstberufenen organisiert. Zu den potenten Förderern zählte Wladimir Jakunin, damals Chef der russischen Staatsbahn und enger Vertrauter Wladimir Putins. Seine Frau Natalia wurde mit ihrer Stiftung Heiligkeit der Mutterschaft für die Familiensache aktiv. Jakunin war Freund des ehemaligen Landeshauptmannes Luis Durnwalder.

Rettendes Putin-Russland

Unter den weiteren offiziellen Veranstaltern war die Stiftung Heiliger Basil der Große, diese ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen und wurde 2007 vom Oligarchen Konstantin Malofeew gegründet. Der Oligarch bezeichnet sich als Monarchisten, er soll die bewaffneten Separatisten im Donbass finanziert haben, die Ukraine war für ihn ein »künstliches Gebilde«. Hier kreuzen sich verschiedene Fäden, jene des World Congress of Families und jene der Kommission des russisch-orthodoxen Patriarchen für den Schutz von Familie, Mutterschaft und Kindheit.

Aus allen russischen Provinzen kamen Vertreter zu dieser angeblichen Familienkonferenz. Aus den USA, Kanada, Österreich, Italien, Großbritannien, Polen, Mexiko, Venezuela, Australien, der Ukraine, Georgien, Kasachstan, Serbien, Lettland oder den Philippinen, aus insgesamt 45 Staaten fanden sich 1.000 Teilnehmer zur Konferenz ein. Zu den bekannteren Teilnehmern gehörten neben dem Wiener FPÖ-Klubchef Gudenus der Front-National-Europaabgeordneter Aymeric Chauprade, der stellvertretende ungarische Staatssekretär für bilaterale EU-Beziehungen, Gergely Pröhle und das Trio aus Südtirol. Mit dem Segen von Landesrätin Deeg.

Familie und Neu-Russland

Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigte sich in ihrer Berichterstattung schockiert über diese Moskauer »Wertediskussion«. Denn es ging neben der angeblichen traditionellen Familie auch um »Neu-Russland«, um die »Volksrepubliken« im ukrainischen Donbass und um die annektierte Krim. Die katholische Autorin Kuby wies damals die westliche Kritik an der russischen Ukrainepolitik als haltlos und falsch zurück.

Die angesprochenen Fäden verknoten sich. Das in den USA starke Netzwerk ultra-konservativer Christen, die Christian Right-Bewegung, steht in enger Verbindung mit dem russischen Staatsapparat und der Putin-Partei. Dreh- und Angelpunkt im Netzwerk ist wiederum der World Congress of Families von Allan Carlson. Der ehemalige Trump-Vize Mike Pence wurde in diesem rechts-religiösen Sumpf politisch groß. 1995 fand in Moskau der erste Familienkongress statt.

Seitdem wurde die Zusammenarbeit zwischen der religiösen US-Rechten und dem Putin-Staat immer enger. Der staatliche Rückhalt machte die russischen Familienkämpfer zum Rückgrat des World Congress of Families, der russische Positionen vertritt, die weit über die gemeinsam angedachte reaktionäre – faschistoide – Familienpolitik reichen.

Der Mitgründer Allan Carlson äußert im Gespräch mit dem Deutschlandfunk Verständnis für die Außenpolitik des Kremls. Zum Beispiel in Bezug auf die Ukraine: »Russland hat ein besonderes Interesse an der Ukraine. Das müssen wir anerkennen. Wenn ich den ukrainischen Politikern etwas raten sollte, dann wäre das, den russischen Bären nicht zu reizen.« Diese Front lehnt die liberale Demokratie und säkulare Regierungen ab, die sie als »liberale Diktatur« beschimpft, ist gegen Abtreibung, Schwulen- und Lesbenrechte. Frontfrauen und -männer werben für Homeschooling, sprechen dem Staat das Recht ab, Kinder und Jugendliche in Schulen zu »zwingen«.

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Paula bei Putin

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Sexualmedizin – Dr. Georg Pfau   Leave a comment

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Von Allgemein- und Sexualmediziner Dr. Georg Pfau.

Er hat viel Erfahrung weil er fast täglich mit dem Thema Sexualmedizin, Beziehungs- und Partnerschaftsprobleme zu tun hat. Er kennt die Probleme der Männer genau, Probleme die ja oft auch die Partnerinnen bzw. Ehefrauen betreffen. Leider sind wir beim Thema immer noch nicht so weit, dass offen darüber geredet wird. Es gibt immer noch viele Tabubereiche. Männer oder Frauen haben oft ganz falsche Vorstellungen und es gibt viele Mythen die der Aufklärung und Richtigstellung bedürfen. Es ist das beste und erhellendste Buch das ich zu diesem Thema gelesen habe.

Einige Aussagen aus seinem Buch: Männer – Die ganze Wahrheit.

Sexuelle Identität

Eines der fragwürdigsten Beispiele die Evolution unterlaufen zu wollen, ist der Versuch, Männern und Frauen die sexuelle Identität zu nehmen. Feministische Gleichmacherei zielt darauf ab, das „Geschlecht“ als rein soziales Konstrukt zu sehen, die Existenz zweier verschiedener Geschlechter einfach zu negieren. „Der Penis ist eigentlich eine Vagina“ ist das Motto, das inzwischen auch in der Erziehung mancher Kindergartenkinder in die Realität umgesetzt wird. Zugegeben, die geschlechtsegalitäre Erziehung ist – noch – die Ausnahme, doch hat sich dieser Ansicht vom „Geschlecht als sozialen Konstrukt“ immerhin schon Einzug in Vorlesungen mancher Universitäten.
[…]
Es geht um das Negieren naturalistischer Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern. Männer sind nun mal keine Frauen und Frauen sind nun mal keine Männer! Um diese Weisheit muss man heute kämpfen, schon das ist bemerkenswert.
Aus dem Buch „Männer – Die ganze Wahrheit“ von Dr. Georg Pfau und Dr. Thomas Hartl. (S. 24)

Die Aufgabe der Eltern kann daher nur die Föderung der Kinder in deren sexuellen Identität sein, sie zu untergraben ist ein ebenso fruchtloses wie furchtbares Verbrechen an der Psyche eines Menschen. Einem Buben zu erklären, er wäre eigentlich ein Mädchen und sein Penis wäre eine Scheide, führt zu einer Verunsicherung im eigenen Geschlecht. Es untergräbt die sexuelle Identität und stellt das Lebensglück infrage. Wertevermittlung kann sich nicht erfolgreich gegen die Evolution richten, sie ist ein höheres Ziel, das sich vom Mainstream des 21. Jahrhunderts nicht gängeln lassen wird, genauso wenig, wie sie sich auf Dauer von anderen Zivilisationen gängeln ließ. Man kann gegen den Willen der Evolution nicht agieren, er ist im genetischen Erbe des Menschen niedergeschrieben. (S. 127-128).

Bei Kommunikationsproblemen zwischen Partnern bedarf es meistens eines Therapeuten. Die Ohnmacht, sexuelle Themen emotionslos zu besprechen, liegt nach 2000 Jahren katholischer Sozialisation schon fast in den Genen gläubiger Christen. „Über Sex spricht man nicht, den macht man“ ist ein häufiges Argument. Leider ist das einfach falsch. Das stupide Wiederholen eines Satzes verändert nicht dessen Wahrheitsgehalt. (S. 191).

Der Testosteronverlust im Wechsel der Männer führt zu körperlichen Defiziten, diese verursachen eine psychogene Verstimmung, die sich wiederum auf die Beziehung auswirkt: Eine reibungsfreie Beziehung ist der Inbegriff für Lebensglück. Somit ändern sich für viele Männer mit dem Eintritt in den Wechsel die Lebensumstände in dramatischer Weise. Leider auch für die Beziehungspartner, die hilflos und ohnmächtig danebenstehen. Es ist daher eforderlich, den Männern (und deren PartnerInnen) über die Zusammenhänge wertfreie Informationen zukommen zu lassen. Die Herausforderung an die Therapeuten ist enorm: Ihre Kompetenz muss ebenso dreidimensional sein, wie es die Gesundheit ist und auch die Therapie sein muss, eben bio-psycho-sozial. Eine nicht einfache Aufgabe, sie erfordert eine spezielle Ausbildung in psychosomatischer Medizin. (S. 73)

Männer sollten sich hüten, zu viel Östrogen in ihren Adern fließen zu lassen, denn dadurch werden sie in Richtung weiblich transformiert. Man erkennt das an weichen Körperformen, am erhöhten Körperfettanteil bei gleichzeitigem Muskeldefizit und einer gewissen Gemütlichkeit. Die macht solche Männer sehr beliebt. Jeder will von ihnen unterhalten werden, niemand möchte mit ihnen ins Bett gehen. 😉
Wenn ihnen also Biertischgeselligkeit wichtiger ist als Sex, dann sollten sie ihre Östrogene pflegen. Hierfür gibt es ein probates, millionenfach bewährtes Mittel: Trinken Sie Alkohol und werden sie fett, nichts wird sie schneller ans Ziel führen! 😉
Aus dem Buch „Männer – Die ganze Wahrheit“, von Dr. Georg Pfau und Dr. Thomas Hartl (S. 61).

 

Spektrum der Pseudowissenschaft im Gender-Rausch   Leave a comment

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In den 1990er Jahren war das populäre US-Journal Scientific American eine zentrale Info-Quelle für populäre Darstellungen größerer biowissenschaftlicher Zusammenhänge. So gibt es aus dieser Zeit noch heute lesenswerte Beiträge zur Abstammung des Menschen, der Evolution der Landwirbeltiere oder dem Sozialverhalten von Ameisen. Nach der Etablierung von Spektrum der Wissenschaft im Januar 1993, einem deutschen Ableger des anerkannten US-Magazins, konnte man sich ebenso sachkundig und kompetent Jahrzehnte lang informieren. Diese Ära geht leider mit der Vereinnahmung von Spektrum d. W. durch Moneyistische Gender-Ideologen (m/w) zu Ende.

Ich erinnere mich noch an ein Editorial, erschienen Anfang 2016, in welchem sich die Herausgeber gewundert hatten, dass bei einigen Ingenieur-Studiengängen der Männeranteil bei über 90 % und jener der Damenwelt unter 10 % liegt. Das kann und darf doch nicht sein, irgendetwas ist hier in der Erziehung falsch gelaufen, war der verärgerte Tenor aus dem Herausgeber-Stab. Ich hatte damals höflich darauf hingewiesen, dass es empirische Studien gibt, die belegen, dass dieser Gender-Gap im Wesentlichen biologisch ist. Auf diesen gut gemeinten Ratschlag erfolgte keine verwertbare Antwort. Als dann der respektable Autor und Wissenschaftsjournalist H. Rehm mein Fachbuch Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen (Berlin, 2016), nach heftigen Widerständen seitens der Redaktion bei Spektrum d. W. besprechen durfte (Rezension „Gefährliche Ideologie“ vom 24.06.2016), hätte man vermuten können, dass ein Umdenken in Richtung Vernunft, d. h. biologischem Sachverstand, eintreten würde. Leider war das jedoch nicht der Fall.

Am 11. September 2017 schlug der Spektrum-Beitrag „Kleiner Unterschied, große Ähnlichkeit“ wie eine Bombe bei biologisch sachkundigen Lesern ein. In diesem SdW-Pamphlet wird allen Ernstes behauptet, „das biologische Geschlecht sei ein fragiles Konstrukt“, es gäbe „Zwischenformen, keine eindeutige Trennlinie, Zweigeschlechtlichkeit sei weder natürlich noch angeboren“ usw. Unter Verweis auf eine deutsche „Sozialpsychologin“ wird argumentiert, „die binäre Einteilung in biologisch männlich oder weiblich wird sozial vorgenommen.“ Mit derartigen Absurditäten wird das ehemals seriöse Wissenschafts-Journal auf Dauer Schiffbruch erleiden. Wie im Gender-Paradoxon dargelegt, unterscheiden sich Männer (Spermien-Produzenten) und Frauen (Eizellen-Bereitstellerinnen mit Gebärfunktion) grundlegend, angefangen von der Körpergröße bzw. der Muskel- und Fettmasse, über die Psyche und die Hormon-Levels bis zum Ganzkörper-Chromosomensatz. So wissen wir seit 2015, dass bei Frauen das aktive X-Chromosom (das zweite X wird im Barr-Körper stillgelegt) im ganzen Körper exprimiert wird, wie auch das XY-Geschlechtschromosomen-Paar beim Mann von Kopf bis Fuß in allen Zellen aktiv ist. Daher wird bei XY-Embryonen der primär weiblich angelegte Körper (sowie das Gehirn) vorgeburtlich vermännlicht, sodass die Gender-Identität bei über 99 % aller Babys bereits im Mutterleib festgelegt ist.

All diese Fakten werden im angesprochenen Spektrum-Artikel ignoriert und man möchte daher den Autor fragen: Warum werden über 99 % aller Terror-Anschläge weltweit von Männern verübt, und warum können diese Vertreter des „zweiten Geschlechts“ nicht schwanger werden und Kinder zur Welt bringen? In der Realität gibt es große Unterschiede und kleine Ähnlichkeiten der Geschlechter – nicht umgekehrt, wie die Spektrum-Genderideologen es uns weismachen wollen.

YouTube-Videos aus der Reihe „Sex & Gender – Verbotene Diskussionen“

Gender-Paradoxon Live 1: Sexualität und Geschlechtlichkeit:

Gender-Paradoxon Live 2: Affenmann und Menschenfrau

Ausführliche Darlegungen dieses Themas, in sechs YouTube-Videos, liefert der RDF-Talk J. Elbe/U. Kutschera.

Ulrich Kutschera ist ein deutscher Pflanzenphysiologe und Evolutionsbiologe. Er ist Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel und arbeitet seit 2007 zusätzlich als Visiting Scientist in Stanford, Kalifornien, USA.

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Spektrum der Pseudowissenschaft im Gender-Rausch

 

Die Instrumentalisierung der Sexualität zur Machtausübung über den Menschen sollte ein Ende finden   Leave a comment

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Dieses Ziel scheint allerdings in weite Ferne gerückt zu sein. Zum Teil sind sie sogar in staatlichen Gesetzen festgeschrieben. In den USA gibt es Bundesstaaten, die die Missionarstellung als einzig erlaubte Stellung für den Geschlechtsverkehr vorschreiben. Kein Witz! Man stelle sich vor: Wer sich nicht daran hält, macht sich strafbar. Zugegeben, so ein Gesetz ist wohl schlecht exekutierbar, aber wer kann so vermessen sein, solche Gesetze zu erlassen?
So etwas gibt es in Europa nicht, doch wird schnell geurteilt, welcher Sex normal und welcher „pervers“ ist.
Quelle: Aus dem Buch „Männer – Die ganze Wahrheit“, von Sexualmediziner Dr. Georg Pfau.

 

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Aus Amazon.de – Auszug.

Mann liebt Mann und heiratet Frau
Aufklärung pur bietet das Buch von Pfau und Hartl. Es zeigt, dass viele Männer zwar mit Frauen verheiratet und dennoch homosexuell sind. Homosexualität bestimmt sich demnach nicht, wie sich einer verhält, sondern wie er denkt. Welche Phantasien er hat. Das Buch macht klar: Denkt man während des Sex mit seiner Partnerin an den feschen Jungen von gegenüber, dann ist man eben schwul, egal was der Trauschein auch sagen mag.

Der Mediziner Pfau gibt einen manchmal provokanten Einblick in das Beziehungs- und Sexualleben von Mann und Frau, von Pärchen und von Singles, von Otto-Normalverbraucher bis hin zu pervertierten Verhaltensmustern.

Das schwärzeste aller Verbrechen   2 comments

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Christen gegen die Kreatur
Eine Polemik
Karlheinz Deschner

Auszug.
Mit wahrem Haßvergnügen werfen die größten katholischen Heiligen ihren Mitmenschen Tiernamen an den Kopf, bevorzugt andersgläubigen Christen: „Tiere in Menschengestalt“, „Füchse“, „Wölfe“, „tolle Hunde“, „schmutzige Schweine“, „Schlachtvie für die Hölle“; indes etwa Luther den Heiligen Vater „Krokodil“ tituliert, „Drachen und Höllendrachen“, „Bestie der Erde“, „Papstesel“, „Papstsau“ usw. (Ist ja auch die Frau für Luther „ein Kind“, „ein halbes Kind“, „ein Toll Thier“.)

Entsprechend figuriert das Tier in der christlichen Kunst. Zwar ist es – durch die ferne Erinnerung an seine einstige Dignität, ja Göttlichkeit – noch lange ambivalent, versinnbildlicht zum Beispiel der Fisch (vordem der Fischgöttin Atargatis heilig, dann zur Fastenzeit ein sehr begehrtes Freßprodukt) sogar Christus. Doch unvergleichlich häufiger verkörpern Tiere das Böse. Sie werden verhäßlicht, dämonisiert; am schlimmsten die Schlange, die, als der Erde am nächsten, das meistverehrte Tier der Urreligionen ist; die in vorbiblischer Zeit Weisheit, Fruchtbarkeit, Wiedergeburt, im Indischen als die sich in den Schwanz Beißende (also Endlose) die Zeit symbolisiert, den Kreislauf des Universums, die menschliche Lebenskraft; die Schlange, die man auch im griechischen Delphi, lange vor der Klassik, als Sinnbild des Lebens, der Erneuerung, als sacrum empfindet, bis sie Apollo, der Gott der Vernunft, erschlägt.

Und im Alten Testament verführt die Schlange die Frau, die ihrerseits wieder den Mann betört, worauf die Kirche durch zwei Jahrtausende das Weib mit Eifer und Geifer verunglimpft, benachteiligt und die Schlange wie kaum ein anderes Tier verteufelt: Inbegriff der Sünde nun, Staubfresserin, nicht mehr Wiedergeburt verheißend, sondern Tod; die Jungfer Marie, die reine, zertritt ihr den Kopf.

Wer kennt nicht in romanischen, in gotischen Christentempeln all die Greuelkreaturen, die zerquälten Tiergesichter, von irgendwelchen Heiligen zertreten. An Portalen, Tympana, an Kapitellen mutiert das Tier zur Bestie: Raben, Hunde, Hasen, Kröten, Esel, Löwen, Wölfe, Widder, Drachen, samt und sonders Satansbiester, Teufelsfratzen; womit implizit stets auch der „Sünder“, das „Tier in uns“ getreten wird, die Sexualität. „Der Teufel“, schreibt Friedrich Heer, wird da dem Volk präsentiert „als ein ,Vieh`, ein ,schweinisches Vieh`“.

Luther, der ja „teglich“ mit Beelzebub „tzu Hareligen mußte“, „er schläfet viel mehr bei mir als meine Käthe“, weiß ihn „verborgen in den Affen und Meerkatzen“, zumal jedoch in der Schlange. Und das ihm immer wieder Unterstellte, „daß auch die Belferlein und Hündlein in den Himmel kommen“, steht bei ihm keineswegs geschrieben.

Zum puren Vergnügen marterten mittelalterliche Christen im Spiel vom Geflügel bis zu den Rindern alles zu Tode. Schweinewurden am Strang gesetzesgerecht hingerichtet, Hunde als Teufelsgehilfen gepeinigt und lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch Katzen flogen am Johannistag in ganz Westeuropa fuhrenweise ins Feuer; in Metz veranstaltete man mit ihnen, unter klerikaler Patronanz, entsetzliche Autodafés bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

„Grausamkeit gegen Tiere“, notiert Alexandervon Humboldt, „kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.“

Aber bei wahrer Religion.

Tausende von Tieren wurden vom 9. bis zum 19. Jahrhundert – segensreiche Nachwehen alttestamentlicher Theokratie – strafverfolgt und barbarisch exekutiert, häufig wegen sogenannter Bestialität (sodomia ratione generis). Auch den Klerus bedrohte man dafür mit Strafen, erst recht die Laien, und wollte noch die lasterhaften Tiere umgebracht und den Hunden vorgeworfen sehen. Doch auch Hunde büßten, hatten sie gesündigt, schrecklich, wie jene „Punzenlecker“, die man 1771 im Pariser Raum, waren sie Rüden, sämtlich konfiszierte und verbrannte. Denkwürdig, beiläufig, daß die christliche Kirche das von den Juden übernommene Gesetz gegen Bestialität auf die Juden selbst ausgedehnt hat. Galt doch der Koitus zwischen Christ und Jüdin – hier knüpften, wie nicht selten dann in dieser Hinsicht, die vom Kirchenschwachsinn inspirierten Nazis an – als gleichwertig dem mit einem Tier.

Nun gibt es Christen, die gern jenen, der dem Bruder Esel predigte, den Vögeln, als Alibi benutzen, Franz von Assisi, diese fast singuläre Lichtgestalt in all den finsteren Geschehnissen der Kirchengeschichte. Seine Beziehung aber zum Tier, wie halbherzig auch immer – er wandte sich bei eklatanten Roheitsakten „nicht gegendie Roheit selbst und erst recht nicht gegen die Rohlinge persönlich“ (so der Bayreuther Soziologe Gotthard Teutsch) -, nahm die Kirche nie wirklich ernst; Papst Innozenz III. kommentierte, der Überlieferung zufolge, er solle doch den Schweinen predigen.

Und dreieinhalb Jahrhunderte später, 1567, verbot Pius V. – Inquisitor und heilig – durch die Bulle „De salute gregis“ zwar Stierkämpfe „für ewige Zeiten“, doch nicht, wie meist hingestellt, als Humanitätsakt gegenüber den Stieren und oft grauenhaft krepierenden Pferden, sondern nur, wie § 1 testiert, wegen der „häufigen Todesfälle von Menschen, Verstümmelungen menschlicher Glieder und Gefahr für das Seelenheil“. Wieder dreihundert Jahre darauf Mitte des 19. Säkulums, untersagte Pius IX. die Eröffnung eines Tierschutzbüros in Rom; habe der Mensch doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten – und 1985 erfolgte der erste Schritt zu seiner Heiligsprechung kraft offizieller Anerkennung seiner „heroischen Tugend“.

Und heute? Klipp und klar erklärt 1993 der „Katechismus der Katholischen Kirche“: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig …“.

Ja, hält dieser katholische Katechismus nicht weiter Tür und Tor offen für jede Scheußlichkeit gegenüber einer ganz und gar wehrlosen, ganz und gar schuldlosen, aber ganz und gar versklavten Kreatur? Gegenüber Geschöpfen, die oft in ihrem Erleben, Fühlen, wie Genetik, Biologie, Verhaltensforschung, wie ja auch alltägliche Erfahrungen zeigen, uns in vielem sehr ähnlich, uns nicht selten inniger, treuer zugetan sind selbst als menschliche Freunde? Doch fort und fort darf das animal rationale mit (nicht nur) katholischem Plazet Leichen genießen; fort und fort darf es weiter sich vollstopfen mit Fleisch und Fisch bis zum Rande seines Fassungsvermögens, wofür Jahr um Jahr Milliarden „Mitgeschöpfe“ verröcheln müssen, weit mehr als die Hälfte unbetäubt; ist ja auch nach den EKD-„Texten“ 41, 1991, das „Gewaltverhältnis“ zwischen Mensch und Tier „grundsätzlich unaufhebbar“. Und weiter darf der Mensch, laut „Weltkatechismus“, sich geschäftlich der Tiere bedienen. Und wie bedient er sich? Indem er Robbenbabys vor den Augen ihrer Mütter zu Tode knüttelt. Indem er Karakullämmer gleichsam pränatal aus dem Mutterleib prügelt. Indem er in den Ferkel-, den Hühnerbatterien, den Mastboxen und Dunkelställen die ihm rettungslos, ihm wie Sachen, nein, wie Dreck Ausgelieferten derart zusammenpfercht, daß sie in ihrer Not einander Schwänze und Ohren abbeißen oder die eigenen Jungen fressen.

Und seit dem 11. Dezember 1996 erlaubt unsere christliche Regierung das Halten von noch mehr Tieren als bisher „pro Anlage ohne Genehmigung“ – beinah dreimal soviel! Man bedient sich der ohnmächtigen Kreatur, der „Mitgeschöpfe“, indem man ungezählte Kälbchen auf qualvollstem Transport ihren Schlächtern lebend, sterbend, schon krepiert, zukarrt, um die „Frühvermarktungs-„, die „Herodes-Prämie“ zu kassieren, ein Schimpf- und Schandgeld sondergleichen!

Das Monster der Schöpfung darf Tiere zum Amüsement gebrauchen. Und wie gebraucht es sie? Indem es Enten, Gänsen, Hühnern um die Wette die Köpfe abreißt. Indem es beim „Steer Busting“ Tiere mit dem Lasso an den Hinterläufen fängt und herumschleift, bis sie sterben. Indem es Stieren, vor ihrem Todeskampf in der Arena, die Nase mit Watte verstopft, die Augen mit Vaseline verkleistert. Indem es an gewissen Heiligenfesten in Spanien mit pfarrherrlichem Beistand Ziegen und ihre Jungen lebend vom Kirchturm stürzt.

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Das schwärzeste aller Verbrechen

 

Charlotte Roche: Lasst euch nicht zu Hausfrauen machen   1 comment

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Charlotte Roche, die Autorin von „Feuchtgebiete“ (Tipp von ihr, Frauen sollten sich untenrum nicht waschen) zeigt welche Emanze sie ist. Der Mann sollte sich um das Baby kümmern, auch rund um die Uhr – und auch noch den Haushalt schmeißen. Was bleibt dann noch für die Frau übrig… Und was wäre ihre Gegenleistung? Nur die Beine breit machen, und dann auch NUR wenn SIE Lust dazu hat? Nein, Prinzessin, so läuft es bei klugen Männern nicht. Wie blöd muss ein Mann sein um eine solche Frau zu heiraten?

Auszug aus der SZ

Wenn das erste Kind geboren wird, ist es in den meisten Beziehungen vorbei mit der Gleichberechtigung. Gegen den Satz »Ein Baby braucht seine Mutter« müssen sich Frauen von Anfang an wehren – das beginnt schon bei der Partnerwahl.

[…]

Jede Frau kann den Grundstein legen für ihre berufliche Freiheit, wenn sie sich gar nicht erst einlässt mit Männern, die nicht zuhause bleiben wollen mit dem Baby. Vielleicht wissen das viele nicht: Kinder und alles, was daran hängt, entstehen beim Sex! Wenn man mit Männern schläft, die dazu die falsche Einstellung haben, hat man danach halt auch das falsche Leben.

Nur durch Sex mit den falschen Männern kann einem das passieren, dass man am Ende alleine zuhause Kinder großzieht. Man muss sich eben nur mit Männern umgeben, oder sagen wir: nur mit Männern schlafen, die bereit sind, sich später um das Baby zu kümmern, das sie dabei gezeugt haben. Auch rund um die Uhr, wenn die Frau arbeitet. Solche Männer sind ja wohl die sexiesten und souveränsten, die die Eier haben, mit dem Kind zuhause zu bleiben, den Haushalt zu schmeißen, alleine dann unter tausend Müttern aufm Spielplatz zu stehen mit ihrem Kind. Das ist geil und sexy für eine Frau. Yeah. Nur, woran erkennt man diese Männer schon beim Kennenlernen?
Na, an den dicken Eiern. Einfach nachgucken, verlieben, Kind zeugen, schnell weiterarbeiten. Fertig.

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Charlotte Roche: Lasst euch nicht zu Hausfrauen machen

 

Depressionen bei Männern   1 comment

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Es ist interessant zu sehen wie verschieden im Erleben sich Depressionen bei Männern und Frauen sind und wie Männer damit umgehen.

Aus depressionen-depression.net

Depressionen bei Männern

Depressionen äußern sich bei Frauen und Männern unterschiedlich. Frauen erkranken häufiger an Depressionen als Männer. Dies ist vielleicht auch der Grund, weshalb in den letzten Jahrzehnten oftmals die Depression bei Frauen im Blickpunkt stand und über die Krankheit bei den Männern relativ wenig bekannt war. Inzwischen jedoch wird auch die Depression bei Männern genauer untersucht.

Herausgefunden wurde inzwischen, daß wesentlich mehr Männer an einer Depression erkranken als bisher gedacht. Vor allem die Zahl der depressiven jungen Männer nimmt ständig zu. Am gefährlichsten ist die Depression bei älteren Männern. Ältere Männer, die alleine leben und krank sind, begehen wesentlich häufiger Selbstmord, wenn sie an einer Depression leiden. Allgemein ist die Suizidrate bei Männern höher als bei Frauen. Zudem verüben Männer ihren Suizid „härter“ als Frauen, sie schießen sich in den Kopf, fahren an eine Mauer usw.
Frauen bevorzugen Gift, schneiden sich die Adern auf etc.

Auch wenn viele Männer es nicht zugeben wollen, so belasten sie Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Einsamkeit oder die Trennung von ihrem Partner genauso wie dies bei Frauen der Fall ist. Allerdings scheint es eine gewisse Schwelle zu geben, ab der bei Männern eine Depression entsteht. Das bedeutet also, daß erst ein gewisses Maß an ungünstigen Faktoren auftreten muss, bevor eine Krankheit entsteht. Vorher passiert nichts, dann allerdings entsteht für den Mann schnell das Gefühl, daß alles ausweglos sei und das Leben sinnlos.

Bei Männern sind die Ursachen für Depressionen meist andere als bei Frauen. Oftmals leiden sie unter einer Sucht, körperlichen Problemen oder sozialen Problemen. Zudem geht man davon aus, daß Männer die Krankheit Depression anders erleben als Frauen.

Während Frauen dazu neigen, bei Stress quasi direkt eine Depression zu entwickeln, entwickeln Männer oftmals erst eine andere Erkrankung, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Erkrankungen der Herzgefäße.

Entwickelt sich bei einem Mann eine Depression, so versucht er das meist erst mit sich selbst abzumachen. Man weiß ja: Männer reden nicht so viel, schon gar nicht über ihre Gefühle. Deshalb geht man davon aus, daß es wesentlich mehr Depressionen bei Männern gibt, als es die offiziellen Zahlen zeigen.

Während Frauen, bevor sie depressiv werden, häufig unter Ängsten leiden, so geht bei Männern einer Depression oftmals eine Abhängigkeit, wie zum Beispiel eine Alkoholabhängigkeit, voraus. Bis zu 30 % der depressiven Männer hatten tatsächlich vor ihrer Erkrankung ein Suchtproblem. Leider versuchen viele Männer aber auch, ihre Depression durch Drogen in den Griff zu kriegen. Gerade das zeigt sich dann als ein fataler Teufelskreis: die Depression führt dazu, daß noch mehr Drogen genommen werden, die Drogen wiederum führen immer tiefer in die Depression hinein.

Ältere Männer

Wenn Männer älter werden, produzieren sie – wie Frauen in den Wechseljahren – weniger Hormone. So wird zum Beispiel weniger Testosteron gebildet. Das Testosteron ist das Geschlechtshormon der Männer schlechthin. Ab dem 50. Lebensjahr bildet sich immer weniger davon im männlichen Körper. Bis zum 75. Lebensjahr ist die Produktion um circa 40 % zurückgegangen.

Das Testosteron regelt im Körper diverse sexuelle Funktionen wie zum Beispiel die Erektion und die Ejakulation. Zudem hat es eine Wirkung im Gehirn, das unter anderem das sexuelle Interesse steuert.

Wird nun also dieses Testosteron zu wenig ausgeschüttet, so können Folgen wie Ermüdung, eine Verwirrtheit, Erektionsschwäche und ein Verlust des sexuellen Interesses auftreten. Dies sind ähnliche Symptome, wie man sie auch von einer Depression kennt. Tatsächlich scheinen sich gerade das Nachlassen des sexuellen Interesses und der sexuellen Funktionen durchaus auf das Entstehen einer Depression auszuwirken.

Falsch wäre es jedoch zu denken, daß man einfach Testosteron geben müsse und alle Probleme werden gelöst. So führt eine Gabe von Hormonen zwar zu einer besseren Stimmung, einem höheren Wohlbefinden und mehr Tatkraft, allerdings treten andere Wirkungen wie Wut, Traurigkeit und Gereiztheit auf.

Sexualität und Depressionen

Wie man oben sehen konnte, spielt die Sexualität für den Mann eine besondere Rolle.

Besonders schlimm ist es, wenn „es“ nicht mehr richtig funktioniert. Dies ist leider nicht nur im höheren Alter der Fall, sondern auch bei jungen Männern, die unter einer Depression leiden. Zudem können einige Antidepressiva ebenfalls dazu führen, daß die sexuelle Funktionalität nicht mehr gegeben ist: Viele depressive Männer haben also ein Problem mit der Sexualität.

Diese sexuellen Schwierigkeiten empfinden dann auch die Partnerinnen als belastend. Manche Frauen glauben, ihr Mann liebe sie nicht mehr, er habe eine andere, fühlen sich nicht mehr liebenswert, attraktiv etc. Es ist also von beiden Seiten viel Feingefühl und Offenheit erforderlich, daß die Depression die Partnerschaft nicht zerstört.

Depressionen bei Männern

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cohen-m-katze-gross

Interessant, Leonard Cohen starb auch an einem 10. November wie Robert Enke. Cohen starb 2016.

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Hier noch das Fallbeispiel des ehemaligen Torhüters von Hannover 96, Robert Enke.

Gerade für einen Fußballspieler war (ist es vielleicht noch) ein Tabu, zuzugeben, dass er an einer Depression leide. Auch hatte er Angst, dass man ihm sein Adoptivkind nehmen würde, wenn die Depression publik würde. Enke hatte ständig Angst, dass er den Ansprüchen nicht genügen könnte – obwohl er ausgezeichnete Leistungen erbrachte und in älteren Jahren auch als Nationaltorwart einige Male zum Zuge kam. Unverantwortlich war, dass Trainer Louis van Gaal, der damals beim FC Barcelona war wie Robert Enke, mit diesem in einem ganzen Jahr nie mit ihm sprach. Enke hatte nur noch Angst.

Und wenn man nichts mehr spürt wie Robert Enke dann wird das Leben zur Plage und Last. Ohne Lebensfreude kann man auf Dauer nicht leben.

Aus rtl.de

Robert Enke: „Ich spüre nichts mehr“

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n1dyx234uvr© dpa, Peter Steffen

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„Liebe Terri, es tut mir leid“

Wenn ein schwarzes Loch alle Freude verschlingt, Stille zu schreien und jede Sekunde unerträglich scheint – geht einfach nichts mehr. So war es wohl auch bei Robert Enke.

„Wenn du nur einmal eine halbe Stunde meinen Kopf hättest, dann würdest du verstehen, warum ich wahnsinnig werde“, hat er einmal zu seiner Frau Teresa gesagt. Es ist nur ein Satz von ganz vielen bewegenden Details, die hängen bleiben von der Biographie des verstorbenen Nationaltorwarts.

‚Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben‘ von Ronald Reng verrät viel über das oft schwierige, aber nicht selten auch schöne Leben des einstigen Profis von Hannover 96. Es verrät auf 427 Seiten viel über den Profifußball. Und es versucht zu erklären, warum ein Fußball-Star, der scheinbar alles besaß, letztlich nur noch einen Ausweg aus diesem Leben kannte: den Selbstmord.

Eine der letzten Seiten beschreibt jenen 10. November 2009, als Teresa erfährt, dass ihr Mann den ganzen Tag unterwegs war, obwohl keine Trainingseinheit anstand. „Durchsuch sofort sein Zimmer, ob du einen Abschiedsbrief von ihm findest“, sagt Manager und Freund Jörg Neblung am Telefon panisch. Teresa rennt die Treppe hoch ins Schlafzimmer, wischt die Zeitschriften vom Nachttisch, ein weißes Blatt fällt heraus. „Liebe Terri, es tut mir leid, dass…“

„Robert Enke hatte Depressionen“

Es ist ein Dienstagabend gegen halb sieben, als sich Robert Enke aus eigenem Willen an den Bahngleisen bei Eilvese in Niedersachsen das Leben nimmt. Zweieinhalb Kilometer von seinem Wohnhaus und nur wenige hundert Meter vom Grab seiner verstorbenen Tochter Lara entfernt, steigt er aus seinem schwarzen Mercedes, läuft noch ein paar Meter die Bahntrasse entlang, bevor er sich vor einen Regionalzug wirft.

Die Nachricht von seinem Tod schockt das ganze Land, lässt es erstarren. Niemand weiß so recht, wie er mit der Situation umgehen soll. Wie auch? „Wir müssen heute über ein Tabuthema in der Bundesliga sprechen. Robert Enke hatte Depressionen“, sagt ein Sprecher von Hannover 96 bei der Pressekonferenz. Neben ihm auf dem Podium sitzt Teresa Enke. Nur 17 Stunden nach dem Tod ihres Mannes will sie über die Wahrheit sprechen. Die Wahrheit, die sie jahrelang für sich behalten musste.

 

„Robert hatte panische Angst. Angst davor, dass etwas ruchbar wird, dass alles herauskommt und er als Spieler und Mensch nicht mehr stattfinden würde“, sagt Teresa mit Tränen in den Augen. Vor allem Adoptivkind Leila, das seit rund sechs Monaten Enkes Lebensmittelpunkt neben dem Sport bildete, hätte man ihnen wieder wegnehmen können, so die Angst von Enke. „Doch das ist gar nicht wahr“, ruft sie verzweifelt.

Die Biographie, sie ist auch die Geschichte einer unglaublich starken Frau. Immer wieder fragt man sich beim Lesen: Wie schaffte es Teresa Enke nur ihren Robert ein ums andere Mal aus dem schwarzen Loch herauszuholen? Am Ende des Buches, zu der Zeit, als die Depression bei Enke das zweite Mal ausgebrochen war, beschreibt Reng, wie Teresa ihn zu jedem Training bei Hannover 96 begleitete. Wie sie ihn am Platz anfeuerte oder zwei Stunden lang im Auto saß und auf ihn wartete. Aus Angst Robert könnte sich etwas antun, wollte sie ihn nicht mehr alleine lassen.

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Enkes zweite Depressions-Phase – „Ich denke an S.“

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Angefangen hatte die Depression bei Robert Enke 2003. Er war nach drei glücklichen und erfolgreichen Jahren bei Benfica Lissabon zum FC Barcelona gewechselt. Doch unter dem heutigen Bayern-Trainer Louis van Gaal scheiterte der Torwart. „Er hat im ganzen Jahr nie mit mir geredet“, schreibt Enke in seinen ‚Depri-Ordner‘, wie er sein Tagebuch nennt.

Er geht dort zum ersten Mal zu einem Psychologen und Psychotherapeuten, wechselt kurz darauf zu Fenerbahce Istanbul, löst dort schnell seinen Vertrag auf. „Ich habe nur noch Angst“, sagt er zu seinem Torwarttrainer Eike Immel. Er lässt sich behandeln.

Sportlich kommt Enke beim spanischen Zweitligisten Deportivo Teneriffa wieder auf die Beine, ehe er bei 96 in der Bundesliga die Nummer 1 wird und mit 29 Jahren doch noch bis in die Nationalmannschaft durchstartet. Seine Teresa wird schwanger. 2006 wird Tochter Lara herzkrank geboren und stirbt im Alter von nur zwei Jahren nach einer Ohrenoperation. Schon sechs Tage später steht Enke wieder zwischen den Pfosten.

„Ich habe geschaut, wo ich mich umbringen könnte“

Die zweite Depressions-Phase kommt 2009 – unvermittelt. Am 3. September 2009 schreibt Enke in sein Tagebuch: „Scheint alles sinnlos zu sein. Fällt mir schwer, mich zu konzentrieren. Denke an S.“ Das „S.“ steht für Selbstmord. Zu seinem Berater und Freund Jörg Neblung sagt Enke am Telefon: „Ich spüre nichts mehr. Keine Nervosität, keine Freude, nichts.“ Alles ist eine große Anstrengung für den damals 32-Jährigen, selbst die Wahl zwischen Pflaumen- oder Käsekuchen bei einem Kindergeburtstag.

„Robbi“, sagt später sein Freund Marco Villa, hatte zwei Träume: „Die Weltmeisterschaft und sich outen. Und er wusste, beides ging nicht.“ Enke nimmt Stimmungsaufheller, kommt aber bei einem Nationalmannschafts-Lehrgang kaum aus dem Bett. Er fährt stundenlang durch Köln, sein Handy ist ausgeschaltet. Teresa erreicht ihn erst um 23.30 Uhr. „Ich habe geschaut, wo ich mich umbringen könnte“, sagt Robert auf die Frage, wo er gewesen sei. Er weigert sich einweisen zu lassen: „Ich bin Nationaltorwart, ich kann doch nicht in eine Klinik gehen.“

Enke lebte seit Beginn seiner Fußballerkarriere mit der Angst Fehler zu machen. Fehler, die über seine zukünftige Karriere entscheiden könnten. Er kämpfte um Anerkennung und selbst wenn er bejubelt wurde, hatte er das Gefühl, nie gut genug zu sein.

„Wie lebt es sich mit Depressionen oder nur mit der Ahnung, sie könnten jeden Moment wiederkommen? Mit der Angst vor der Angst? Die Antworten wollte Robert Enke gerne selber geben. Er wollte dieses Buch schreiben, nicht ich“, schreibt Reng in der Biographie. Doch dazu kam es nicht.

(Tamara Lux)

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„Ein allzu kurzes Leben“ – Enke-Biographie vorgestellt

https://www.spiegel.de/video/kicker-tv-ein-allzu-kurzes-leben-enke-biographie-vorgestellt-video-1087565.html

Enke war wohl sehr sensibel, nicht der typische Fußballspieler. Er schrieb auch Gedichte.

Ronald Reng – Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben

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Nationaltorwart Robert Enke hatte sich am 10.11.2009 im Alter von 32 Jahren das Leben genommen. Er litt unter Depression.

 

Robert Enke: „Ich spüre nichts mehr“

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Gruß Hubert

Der „Schwulen-Paragraf“ musste weg   Leave a comment

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Ich habe großen Respekt vor diesem Ex-Bundesanwalt, der schon in einer relativ frühen Zeit zu seiner Homosexualität stand und sich outete, wenn es auch seiner Karriere alles andere als gut tat. Man kann sich ja vorstellen wie in den 1980-er Jahren Konservative und Christliche zum Thema Homosexualität standen. Rechte diskriminieren sie ja noch heute und machen keinen Hehl aus ihrem Homosexuellen-Hass. Es ist immer noch jedem und jeder selbst überlassen ob sie sich fortpflanzen wollen. Es besteht ja keine Pflicht sich fortzupflanzen oder für eine Frau als Gebärmaschine zu fungieren um für die „nationale Größe“ Kinder zu zeugen. Jedenfalls kann jede/r seine sexuelle Orientierung heute frei leben. Ewiggestrige und religiöse Fundamentalisten kann man nie verhindern.

Hier ein Artikel von Tagesschau.de im Interview mit Ex-Bundesanwalt Bruns.

Die Abschaffung des sogenannten „Schwulen-Paragrafen“ 175 StGB war überfällig, sagt der ehemalige Bundesanwalt Manfred Bruns im tagesschau.de-Interview. Er hatte sich in den 1980ern als homosexuell geoutet.

tagesschau.de: Sie sind in einer katholischen Familie groß geworden. Wie sehr hat Sie Ihr Elternhaus als Kind und Jugendlicher geprägt?

Manfred Bruns: Ich war sehr von meiner Mutter beeinflusst. Ich habe sie sehr verehrt, sie hat mich geprägt. Heute würde man sagen, sie war eine fundamentalistische Katholikin. Für mich war schon das pubertäre Masturbieren ein Riesenproblem, weil ich immer das Gefühl hatte, das ist eine Todsünde, die einen von Gott trennt. Dann kam hinzu, dass es keine Sexualaufklärung gab. Man konnte Homosexualität nicht benennen. Es wurde einfach immer gesagt, das sind Männer, die machen aus Überdruss irgendwelche abartigen Sachen und wurden als abartige Kriminelle hingestellt. Das war für mich ein Lebensweg, der nicht denkbar war. Ich habe es einfach nicht zugelassen und habe alle Anzeichen, dass ich homosexuell sein könnte, unterdrückt.

Zur Person

Manfred Bruns ist 1934 in Linz am Rhein geboren. Er war bis zu seiner Pensionierung 1994 Bundesanwalt am Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Nachdem er sich als homosexuell geoutet hatte, zog ihn sein damaliger Vorgesetzter, Generalbundesanwalt Rebmann, von allen Staatsschutzangelegenheiten ab und stufte ihn als Sicherheitsrisiko ein. Bruns engagiert sich seit den 80er Jahren für die Beseitigung der Diskriminierung und Gleichstellung von Homosexuellen.

 

tagesschau.de: Sie haben sogar geheiratet und mit ihrer Frau drei Kinder bekommen. Warum?

Bruns: Als Jugendlicher in den fünfziger Jahren konnte man nicht einfach Sexualität mit Klassenkameradinnen haben. Ich hatte keine Erfahrung und dachte: „Du hast ja noch nie eine Frau gehabt, wenn du dann mal heiratest, wird sich das geben.“ Das hat es leider nicht. Wobei ich dazusagen muss: Wir haben eine sehr gute Ehe geführt. Ich habe bis Anfang der 1980er Jahre auch nie etwas zugelassen und immer strikt zu meiner Familie gehalten. Ich hatte auch Angst, dass ich meine bürgerliche Existenz verliere, meine Frau verliere und die Kinder.

tagesschau.de: Wie kam es dann zu Ihrem Outing?

Bruns: Wenn Sie einen wesentlichen Teil Ihres Daseins unterdrücken und nicht zulassen, irgendwann meldet sich das mit aller Gewalt, sodass Sie es nicht mehr in den Griff bekommen. So ging es auch mir. So habe ich Anfang der achtziger Jahre angefangen, das zuzulassen. Ich habe mich als Erstes mit meiner Frau auseinander gesetzt. Diese ersten homosexuellen Erlebnisse, die ich dann hatte, die waren so was von richtig, dass ich wusste: Das geht nicht mehr anders.

tagesschau.de: Warum haben Sie dann entschieden, es auch Ihrem Vorgesetzten zu sagen, dem damaligen Generalbundesanwalt Rebmann?

Bruns: Als ich das erste Mal etwas zugelassen habe, da dachte ich jedes Mal, wenn das Telefon an meinem Schreibtisch im Dienst klingelte: „Das ist der Chef, der hat’s gehört.“ Es war absurd, und so haben viele Menschen gelebt. Das war etwas, was ich nicht mehr wollte.

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Manfred Bruns | Bildquelle: Michael Lucan, CC BY-SA 3.0

Manfred Bruns 1986 in München

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tagesschau.de: Wie hat Ihr Chef auf Ihr Outing reagiert? Hatte er Verständnis?

Bruns: Herr Rebmann war ein ausgesprochen guter Jurist, aber sehr, sehr konservativ. Er konnte das überhaupt nicht verstehen. Da war 1983 diese Kießling-Affäre. Dem Bundeswehrgeneral wurde vorgeworfen, dass er homosexuell sei. Der damalige Verteidigungsminister Wörner hat dann im Fernsehen immer verkündet, das Schlimme wäre nicht, dass Kießling homosexuell sei, sondern dass er es abstreiten würde. Dadurch würde er erpressbar. Dann bin ich zu Rebmann gegangen und habe ihm gesagt : „Ich bin auch homosexuell, aber ich bin nicht erpressbar. Wenn jemand kommt und sagt, dass er es meiner Frau sagt, sage ich: „Gehen Sie mal hin, die kann Ihnen noch ein paar Einzelheiten erzählen.“

tagesschau.de: 1985 wurden Sie dann in der BILD-Zeitung geoutet, nachdem Sie in Talkshows liberale Ansichten vertreten hatten. Hat die Redaktion vorher mit Ihnen darüber gesprochen?

Bruns: Die haben dauernd bei mir angerufen und sagten, dass sie es doch wüssten. Und dann habe ich irgendwann gesagt: „Jetzt langt es mir und ja, ich bin schwul.“

tagesschau.de: Wie haben Ihre Kollegen reagiert?

Bruns: Es gab Kollegen, die sich geweigert haben, sich mit mir in der Kantine an einen Tisch zu setzen oder mich zu grüßen. Dann bin ich eben nicht mehr in die Kantine gegangen. Wenn mir die Kollegen entgegenkamen, dann habe ich sie offen angelacht. Denen war das dann peinlich, die guckten vor sich und wollten nicht grüßen, ihr bürgerliches Gewissen peinigte sie dann.

tagesschau.de: Erst 1994 fiel der §175 komplett. Was glauben Sie, warum hat er sich so lange gehalten? Die Hauptstrafvorschrift war ja schon in den 1960er-Jahren gefallen, sowohl in der BRD als auch in der DDR.

Bruns: Der §175 galt bis in die 90er Jahre als angebliche Jugendvorschrift weiter. Man war der Auffassung, wenn Jugendliche während der Pubertät homosexuelle Erlebnisse haben, dann kann sie das zu Homosexuellen machen. Das war die sogenannte Verführungstheorie.

Es gab eine Dammbruchphobie: Wenn irgendwo über Erleichterungen für homosexuelle Menschen diskutiert wurde, dann kam gleich die Furcht auf, dass sich das dann wie ein Flächenbrand ausbreiten würde, was völliger Unsinn ist. Über Jahrhunderte – selbst bei schlimmster Verfolgung – die Zahl der Homosexuellen war immer gleich.

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Homosexuelle-1994-Par-abge

https://www.tagesschau.de/inland/abschaffung-paragraf175-stgb-101~_origin-7f7d857a-b475-4720-9f67-24f8b445567f.html

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tagesschau.de: Sie engagieren sich seit vielen Jahren für die Rechte von Schwulen und Lesben.

Bruns: Als es zu dem Coming Out kam, hatte ich das Gefühl, dass sich solche unsinnigen Lebensläufe wie meiner nicht wiederholen sollten. Ich bin ganz bewusst auch zu Schwulengruppen gegangen. Wir hatten auch schon sehr früh über HIV diskutiert. Über die Jahre hat sich viel verändert, und das ist das Schöne. Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind lesbisch oder schwul ist, hatten sie früher wahnsinnige Angst, was für einen schrecklichen Lebenslauf sie haben würden. Heute können sie sich sagen, dass sie auch noch Minister oder Ministerpräsident werden können. Dass das möglich ist, das war selbst in den 1980er-Jahren noch undenkbar.

tagesschau.de: Wie leben Sie heute?

Bruns: Ich lebe seit 26 Jahren mit meinem Partner zusammen, eine sehr schöne Partnerschaft. Wir haben ein ganz wunderbares Verhältnis zu meiner Frau. Wir haben auch ein gutes Verhältnis zu den Kindern, wir haben die Enkelkinder mit betreut. Ich habe ein wahnsinnig großes Glück gehabt.

Das Interview führte Ute Spangenberger, SWR

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Der „Schwulen-Paragraf“ musste weg

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Gruß Hubert

 

Katholischer Bischof will Schwule heilen   10 comments

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Mich wundert schon sehr, dass vor allem christliche Fundamentalisten glauben sie könnten und müssten Homosexuelle von ihren sexuellen Neigungen heilen müssten. Da gibt es nichts zu heilen, weil es da nichts Krankes gibt. Im Gegenteil, solche vermeintlichen „Heiler“ richten oft großen Schaden an, weil es leicht bei Homosexuellen zu psychischen Störungen und Schäden kommt, die bis hin zum Suizid gehen können.

Weihbischof Athanasius Schneider ist so ein „Kaliber“, der noch glaubt er könne und müsse Schwule heilen. Unglaublich, dass es heute noch solche Leute gibt, die allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz, denken, sie müssten es schaffen, dass Homosexuelle Appetit auf Frauen bekommen.

Aus queer.de

Katholischer Bischof: Schwule und Lesben haben eine „seelische Behinderung“

In einem Kommentar auf einem deutschsprachigen Katholikenportal empört sich Weihbischof Athanasius Schneider, dass der „totalitäre“ CSD den öffentlichen Raum erobern wolle – und wirbt für die „Heilung“ von Homosexualität.

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Bischof Athanasius Schneider bei einer Messe in Estland (Bild: Marko Tervaportti / wikipedia)
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Millionen von Menschen haben in diesem Jahr bereits an CSDs teilgenommen – für Athanasius Schneider, den katholischen Weihbischof von Astana in Kasachstan, kämpfen all diese Teilnehmer für den „Totalitarismus der Ideologie der Homosexualität bzw. der Gendertheorie“. Das schreibt der deutschstämmige 58-Jährige in einem am Donnerstagmorgen im Portal kath.net veröffentlichten Kommentar. Der christliche Würdenträger empört sich über die „politisch-ideologische Militanz“ von CSDs, die zum Ziel hätten, die katholische Kirche als „letzte Widerstandbastion“ zu „erobern“. Die „totalitären“ Pride-Veranstaltungen wollten mit „propagandistischer Werbung“ der „Gesellschaft eine bestimmte Ideologie“ aufzwingen.

Bedauernd stellt Schneider fest, dass auch Repräsentanten der katholischen Kirche zunehmend Unterstützung für CSDs zeigten – dabei handle es sich bei dieser „Ideologie“ um „eine direkte Beleidigung Gottes und eine Beleidigung der Würde des Menschen […], der nach dem Bild und Gleichnis Gottes und der als Mann und Frau geschaffen wurde“.

 

Schneider: Homosexuelle verlieren ewiges Seelenheil

 

Der Bischof erklärt weiter, die „homosexuellen bzw. lesbischen Akte“ seien „schwer sündhaft“ und entweihten den „männlichen und weiblichen Leib, der ein Tempel Gottes ist“. Schneider spricht dabei von der „antigöttlichen und antimenschlichen Ideologie und Praktik der Homosexualität“. Als Antwort bietet er Homosexuellen an, die „Befreiung und Heilung ihrer seelischen Behinderung“ zu erhalten. an. Die Kirche müsse darauf hinweisen, dass „praktizierende und unbußfertige Homosexuelle“ ihr „ewige[s] Seelenheil“ verlieren würden.

Schneider macht sich in dem Text offenbar auch ernsthaft Sorgen, dass katholische Gläubige wegen LGBTI-Rechten in Kürze den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden könnten: „Es ist nicht auszuschließen, dass sich die katholische Kirche in nicht allzu ferner Zukunft in einer Situation befinden wird, die der Verfolgung durch das Römische Reich in den ersten drei Jahrhunderten ähneln wird, als damals die Annahme der totalitären Ideologie des Götzendienstes auch für die Christen verpflichtend war“, so Schneider. Katholiken sollten sich daher mit „Zivilcourage“ gegen CSDs wehren und für das „Seelenheil der bemitleidenswerten Personen, die Homosexualität praktizieren“, beten.

2006 hatte Schneider die Bischofsweihe von Papst Benedikt XVI. erhalten. Er hat sich bereits mehrfach homophob geäußert. Erst im Mai sagte er, dass homosexuelle Handlungen den „geistlichen Tod“ verursachten (queer.de berichtete). Der ehemalige Autor des inzwischen eingestellten Hassportals kreuz.net ist auch ein gern gesehener Gast unter konservativen deutschen Katholiken. So nahm er erst vor rund zwei Wochen am Kongress „Freude am Glauben“ des Forums Deutscher Katholiken in Fulda teil – also jenem jährlichen Treffen, bei dem ein schweizerischer Bischof 2015 erklärt hatte, dass die Bibel die Todesstrafe für Homosexuelle fordere (queer.de berichtete). (dk)

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Katholischer Bischof will Schwule heilen

 

Der Schweizer Bischof Vitus Huonder sagte:

Der kirchliche Segen der Ehe sei ausdrücklich auf die Fruchtbarkeit als einzigen Wert bezogen, auf einen „sittlich geordneten Vollzug des Geschlechtsaktes“.

Sex sei „keine Spaßveranstaltung“ und keine „Privatsache“, meinte der Bischof, sondern gehöre zur Glaubensverkündung. Da das nicht mehr selbstverständlich gewesen sei, habe sich (in der Bibel) eine „Notwendigkeit zur Gesetzgebung“ ergeben. Mit dieser müsse die Kirche auch heute Einfluss nehmen.

https://www.queer.de/detail.php?article_id=24311

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Es gibt aber auch Ärzte die glauben sie könnten Schwule heilen, wie der deutsche Arzt Arne Elsen.

https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/-Wir-wollen-nicht–dass-der-Schwulenheiler-auftritt–12644763

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Gruß Hubert

Pro & Contra spezial: Wo liegt die Grenze zwischen Flirt und Belästigung?   1 comment

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Eine interessante Diskussion finde ich. Den beiden Männern kann ich sehr viel mehr beistimmen als den beiden Feministinnen bzw. fast in keinem Punkt. Ein (junger) Mann muss sich heute das Mädchen, die Frau genau ansehen, bevor er sie anspricht. Jeder kleine Sch… ist schon gleich sexistisch. Aber ein Mann merkt ja sehr schnell ob sie kämpferische Feministin ist.
Das Video ist leider ein wenig lang, 52 Minuten. Aber man muss ja nicht bis zum Ende alles anschauen bzw. kann man es auch in Etappen anschauen.

https://www.puls4.com/pro-und-contra/videos/Sommer-Spezial-Sexualitaet/Pro-Contra-Spezial-Wo-liegt-die-Grenze-zwischen-Flirt-und-Belaestigung

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 19. Juli 2018 von hubert wenzl in Gesellschaft, Sexualität, Uncategorized

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