Archiv für die Kategorie ‘Tierrechte

Ein „Problembär“ weniger   Leave a comment

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Im Trentino gab Landeshauptmann Ugo Rossi die Genehmigung zum Abschuss des Bären „JK2“. Es wäre auch möglich gewesen den Bär zu betäuben, einzufangen und in ein Gehege zu verbringen. Sie rufen zum Boykott der Region Trentino und ihrer Produkte auf. In den beiden Provinzen Trient aber noch mehr in der Provinz Bozen fehlt das Bewusstsein und die Sensibiltät für Bären oder auch Wölfe. Die agrarische Prägung schlägt da noch zu stark durch. Da wird Stimmung gemacht und man bleibt nicht bei den Fakten. Da werden schon auch mal Kinder ins Spiel gebracht, die von Bären gefährdet würden. In meinem Bekanntenkreis war sogar eine Frau, die schon vor Jahren sagte, dass Bären auch auf Kinderwägen losgingen 😉
Auch der bekannte ehemalige Extrembergsteiger Reinhold Messner bläst ins gleiche Horn der Bären-Beseitiger und hält den Abschuss des Bären „KJ2“ für richtig. „Es war richtig, weil gefährlich. Auch Ängste der Bauern verständlich.“

Die Bärin KJ2 habe den 69 Jahre alten Spaziergänger gebissen, nachdem der mit einem Stock auf sie losgegangen war.

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Aus der Frankfurter Rundschau.

Ein „Problembär“ weniger

 

Die Erschießung von„KJ2“ in der italienischen Provinz Trient löst eine Debatte aus. Hätte man die Bärin nicht betäuben und einfangen können?

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Die Tiere greifen meist nur zur Selbstverteidigung an. Foto: rtr

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Seit drei Wochen war sie zur Fahndung ausgeschrieben, die Problembärin KJ2. Das 14 Jahre alte Tier hatte zwei Mal Menschen verletzt, erst einen Jogger, dann im Juli einen Spaziergänger in den Dolomiten, der mit schweren Bisswunden am Arm ins Krankenhaus kam.

Am Wochenende ist die Braunbärin nun erlegt worden, wie die Provinz Trient mitteilte. 30 Männer der Forstpolizei hatten sie in den Bergwäldern oberhalb der Stadt Trient aufgespürt und erschossen. Ein offizielles Foto zeigte den massigen, 130 Kilo schweren Körper niedergestreckt im Gras.

Italiens Umwelt- und Tierschutzverbände sind hellauf empört. Sie drohen dem Präsidenten der norditalienischen Region, Ugo Rossi, der den Abschuss angeordnet hatte, mit einer Klage. Ihrer Meinung nach hätte es ausgereicht, KJ2 einzufangen, zu betäuben und in ein anderes Gebiet umzusiedeln, weiter entfernt von Wanderwegen und Menschen. „Besser ein toter Bär als ein verletztes Kind“, sagt dagegen Rossi.

Seit 1999 läuft im Trentino das von der EU finanzierte Projekt „Life Ursus“, mit dem Braunbären in den Alpen wieder heimisch gemacht werden sollen, nachdem sie fast ausgerottet waren. Zehn Bären wurden aus Slowenien geholt und im Naturpark Adamello-Brenta ausgesetzt. Inzwischen leben in den Wäldern des Trentino und Südtirols rund 50 Exemplare. Doch wie auch im Fall der Wölfe schafft der erfolgreiche Artenschutz zahlreiche Konflikte.

Besser ein toter Bär als ein verletztes Kind.

Ugo Rossi,  Präsidenten der norditalienischen Region Trient

Eine Anti-Bären-Front hat sich formiert: Bauern und Viehzüchter klagen über Attacken auf ihre Schafe, Imker fürchten um ihre Bienenstöcke, und die rechte Lega Nord sieht das Tourismusgeschäft bedroht. Vergangenes Jahr wurden in der Provinz Trient allein 185 von Bären verursachte Schäden angezeigt.

Das größte Problem ist jedoch, dass sich ab und zu auch Menschen und Bären ins Gehege kommen. Der Begriff „Problembär“ wurde schon vor mehr als zehn Jahren bekannt, als JJ1, genannt „Bruno“, wochenlang die deutschen und internationalen Medien beschäftigte. Der Bär war aus dem Trentino bis nach Bayern gewandert und nach 170 Jahren der erste, der sich in Deutschland in freier Wildbahn bewegte. Bruno riss Schafe und plünderte Kaninchen- und Hühnerställe.

Drei Wochen versuchte man vergeblich, ihn lebend zu fangen, dann wurde er erschossen. 2008 ereilte seinen Bruder JJ3 dasselbe Schicksal. Vor drei Jahren schließlich erregte der Tod der Bärin „Daniza“ in Italien Aufsehen. Die Mutter von zwei Bärenjungen hatte einen Pilzsammler mit Prankenhieben verletzt und sollte betäubt und umgesiedelt werden. Doch das Narkosemittel führte zum Herzstillstand.

Tier- und Umweltschützer argumentieren, dass Bären Menschen nur zur Selbstverteidigung angreifen. Daniza habe ihre Jungen schützen wollen. Die Bärin KJ2 habe den 69 Jahre alten Spaziergänger gebissen, nachdem der mit einem Stock auf sie losgegangen war. Italienische Umweltverbände, darunter der Tierschutzbund Enpa, nennen die Erschießung des Tiers ein Verbrechen und rufen zum Boykott der Region Trentino und ihrer Produkte auf. Legambiente wirft den Behörden Versagen vor. Es fehle eine Strategie für das Zusammenleben von Mensch und Bär. Der WWF Italien kündigte rechtliche Schritte an.

Von Regina Kerner

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Ein „Problembär“ weniger

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Der abgeschossene Bär „JK2“

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Anstatt des Frosches des Künstlers Martin Kippenberger (+) „Zuerst die Füße“ nun ein Bär am Kreuz.

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Gruß Hubert

OLG Wien erlässt Verfügung gegen Menschenversuchssager   Leave a comment

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Mich wundert es nicht, dass es so bösartige Tierexperimentatoren gibt, die unsagbares Leid über unschuldige Tiere bringen, wenn ich mir ansehe wie es auf der Welt ausschaut. Oder auch was in der Menschheitsgeschichte schon alles geschehen ist. Es macht sich ja alles der Mensch selbst, außer bei Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Überschwemmungen (und da spielt der Mensch durch den von ihm verursachten Klimawandel eine große Rolle), weiters Vulkanausbrüche, Krankheiten (auch da ist der Mensch oft nicht unschuldig durch seinen Lebensstil). Was ich damit sagen will – es gibt nicht nur bösartige Tierexperimentatoren, sondern überhaupt viele böse Menschen. Wenn die große Mehrheit der Menschen gute Menschen wären, würde es ja anders ausehen auf der Welt. Bestimmt sind die nicht das Ebenbild eines imaginären Gottes oder höchsten Instanz.

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Hier ein Artikel von Dr. Martin Balluch

Als brave BürgerInnen sollen wir uns an das Gesetz halten und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht (außer PolizeibeamtInnen, die, wie wir gesehen haben, wenn sie sich als Dorfdeppen ausgeben, nicht wegen Amtsmissbrauch belangt werden können). Wer glaubt, Gesetze sind so eindeutig verfasst, dass man sich leicht daran halten kann, wird durch zahlreiche Prozessverläufe eines Besseren belehrt. Wie oft wird denn ein Urteil erlassen und in der Berufung aufgehoben, und vielleicht in der nächsten Instanz wieder korrigiert? Wenn sich schon gelernte JuristInnen derart uneinig sind, wie sollen wir BürgerInnen dann das Gesetz richtig verstehen und anwenden? Faktum bleibt, dass viele Gesetze einen großen Handlungsspielraum in ihrer Anwendung lassen, insbesondere wenn es um Meinungsfreiheit geht, wie im vorliegenden Fall.

Wenn RichterInnen z.B. ideologisch gegen Tierschutz eingestellt sind, werden sie die Meinungsäußerung von TierschützerInnen wesentlich kritischer bewerten, als wenn sie für Tierschutz Verständnis haben. Die Ideologie der Gerichte ist also für die Rechtssprechung leider sehr bestimmend. SLAPPs, also Zivilklagen mit dem politischen Ziel kritische Stimmen zu erdrücken, leben davon. Sie hoffen auf ideologische Urteile. Das bedeutet übrigens auch, dass selbst die heutigen Gesetze von einer autoritären Staatsregierung mit entsprechend besetzter Richterschaft (siehe Polens Versuche die Gerichte mit genehmen Personen zu besetzen) sehr restriktiv ausgelegt werden  und zu totaler Meinungseinschränkung führen könnten.

Tierexperimentator Michael Hess führt Tierversuche an Puten durch, bei denen diese Tiere schwer leiden. Ich habe diese Tierversuche kritisiert und wurde dafür von Hess geklagt. Die ursprüngliche Kritik von mir wurde in erster Instanz als unrechtmäßig verboten und in zweiter Instanz wiederum erlaubt. Hess versucht nun beim Obersten Gerichtshof einen eigentlich nicht zulässigen Rekurs einzubringen. Meine Berufung des ersten Urteils habe ich veröffentlicht. Diesen Text hat Hess ebenfalls eingeklagt. In diesem zweiten Verfahren wurde mir, umgekehrt, in erster Instanz Recht gegeben. Und jetzt hat das Wiener Oberlandesgericht dieses Urteil aufgehoben und umgedreht. Was ich dort geschrieben habe, darf ich bis auf Weiteres also nicht mehr sagen. Allerdings ist ein Rekurs an den Obersten Gerichtshof zugelassen, den ich auch einbringen werde.

In diesem jetzigen Urteil geht es um einen Vergleich, den ich gezogen habe, zwischen der ethischen Rechtfertigung von medizinischen Versuchen an Menschen, die nicht freiwillig Opfer dieser Versuche werden, und an Tierversuchen heute. Das Erstgericht war noch der Ansicht, das ist zulässig. Das Zweitgericht meint dagegen, normale LeserInnen würden übersehen, dass es um einen Vergleich der Rechtfertigungen der beiden Versuche geht, sondern meinen, es geht um einen Vergleich der Versuche selbst. Und den zu ziehen sei zwar nicht faktisch falsch, aber ein Wertungsexzess, der verboten ist. Hier das Urteil in den entscheidenen Passagen:

Den Richterspruch können Leser im folgenden Link nachlesen (es sind Bilddateien – .jpg)

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OLG Wien erlässt Verfügung gegen Menschenversuchssager

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Gruß Hubert

 

SIND DER TOD EINES MENSCHEN UND EINES TIERES SO ANDERS?   Leave a comment

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Viele Menschen können sich nicht vorstellen, dass Tiere ähnliche Gefühle, ähnliche Empfindungen, haben wie wir Menschen. Ihnen fehlt dazu der Wille sich darüber zu reflektieren, weil sie zu gleichgültig, zu egoistisch oder zu dumm sind, oder weil sie sich für das Ebenbild Gottes halten. Oder auch weil sie uralte Vorurteile nachbeten ohne Mal den eigenen Kopf zu gebrauchen – falls sie den Intellekt dazu haben. Was tut man, wenn man einen Mensch oder ein Tier schlecht behandeln will? Man entwertet ihn, oder erklärt ihn oder es als minderwertig.

Mir gefallen vor allem auch die philosophischen Gedankengänge und Ausführungen von Dr. Martin Balluch. Ich schätze ihn sehr. Ein Tier will gleich wenig getötet werden wie ein Mensch – dazu ist es ja nicht auf die Welt gekommen. Wenn auch die Kirche meint, Gott hätte bestimmte Tiere dazu geschaffen, damit wir sie verschlingen können.

Im folgenden seine Überlegungen ob der Tod des Menschen und des Tieres so verschieden sind.

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Kürzlich habe ich mit dem Betreiber eines Schaugatters, in dem sich einige Damhirsche und Mufflons befinden, über dessen Auflösung diskutiert. Das Gatter soll geschlossen werden, aber wohin mit den Tieren? Mein Vorschlag: betäuben, sterilisieren und in einen Lebenshof transportieren. Der Gegenvorschlag: aus kurzer Distanz schmerzfrei erschießen. Das Argument dafür? Betäubung, Sterilisation und Transport seien zu stressig, abgesehen davon würden die Tiere dann, wenn sie in 10 Jahren alt werden, an Altersschwäche leiden und vielleicht einsam sein.


Das ist für mich ein schon sehr seltsamer Gedanke, dass der Tod weniger schlimm sein soll, als Betäubung, Sterilisation und Transport. Ich glaube dem Gatterbetreiber aber, dass er das Ernst meint. Die EU-Richtlinie 2063/10 über Tierversuche wertet es als den geringsten Schaden für die Versuchstiere, wenn sie nach dem Tierversuch aus ihrer Betäubung nicht mehr aufwachen sondern getötet werden. Ein geringerer Schaden als „wenig Leid“, das z.B. durch einen Nadelstich ausgelöst wird. Bei Menschen würden wir doch niemals so reden, laut Strafgesetzbuch ist der schmerzfreie Mord im Schlaf schlimmer zu bewerten, als eine langanhaltende Folter, wenn diese nicht mit dem Tod endet. Woher dieser Unterschied?

Bei einer Tierversuchsdiskussion an der Uni Innsbruck verglich ich einmal medizinische Versuche an Tieren mit jenen an Menschen. Der Vertreter der Tierversuchsseite war entsetzt. Auf meine Frage, was der Unterschied sei, sagte er, dass die Bibel den Menschen als Ebenbild Gottes bezeichne. Naja, und ist der Schimpanse nicht Ebenbild des Menschen? Ist die Evolution nicht kontinuierlich? Aber über Religion lässt sich bekanntlich ewig streiten, weshalb wir die Trennung zwischen Staat und Kirche eingeführt haben. Für eine Begründung der gesetzlichen Praxis bleibt uns ein Rekurs zur Bibel also verwehrt.

Das Zivilrecht, mit seiner Trennung in Menschen als Personen und Tieren als Sachen, bzw. nach § 285a ABGB mittlerweile nur noch als Entitäten, die wie Sachen zu behandeln sind, ist auf Immanuel Kant zurückzuführen. Tatsächlich argumentiert er explizit religionsunabhängig, zumindest seiner Auffassung nach. Kant war der Ansicht, dass nur die Vernunft eine freie Willensentscheidung ermöglicht. Unsere Triebe und Affekte lassen in uns die Lust so oder so zu handeln aufquellen, aber mit der Vernunft können wir das abwägen und uns gegebenenfalls anders entscheiden. Die Vernunft, so Kant, macht also den Unterschied zwischen einem Wesen mit freiem Willen und einer Biomaschine aus. Und diese Vernunft hat man entweder ganz oder gar nicht. Menschen hätten sie ganz, Tiere gar nicht. Deshalb wären letztere Biomaschinen. Das mache sie austauschbar, reduziere sie auf einen rein instrumentellen Wert für Menschen und Tierschutz bestünde dann darin, Tieren möglichst viel Leid zu ersparen. Der schmerzfreie Tod von Tieren wird damit völlig moralisch irrelevant.

Kant wusste aber noch nichts von der Evolution. Vernunft gibt’s auch graduell, sonst könnten Menschenkinder nicht von Null (bei der Empfängnis) bis zur vollen Eigenverantwortung (Volljährigkeit) eine graduelle Entwicklung durchlaufen. Mein Hundefreund Kuksi ist definitiv vernünftig, wenn er bei schwierigen Verhältnissen auf einer Bergtour umdrehen will oder wenn er entscheidet, ob er diese oder jene Kletterei riskieren will, ob er über die Straße laufen oder sich zurückhalten soll, ob er ein Essen grabschen oder ein Tier jagen soll oder nicht usw. Kuksi kann ohne jeden Zweifel bewusste Entscheidungen fällen, und darum geht es hier eigentlich. Er kann verschiedene Optionen abwägen und sich für eine entscheiden. Dieselbe Art von Freiheit, wie bei uns Menschen. Und dass Freiheit an sich für ihn relevant ist, zeigt sich darin, dass er sich ganz anders verhält, wenn er angeleint ist oder im Auto am Sicherheitsgurt hängt, oder nicht. Er ist sich bewusst, angehängt zu sein, ohne dass er durch Bewegung bis ans Leinenende stoßen muss und dadurch zurückgehalten wird. Er hat von sich einen Begriff, frei oder angehängt zu sein.

Peter Singer kommt zu einem ähnlichen Schluss wie Kant, aber auf einem anderen Weg. Er meint, Tiere (bis auf wenige Ausnahmen wie Menschenaffen) würden nur im Moment, nicht aber in der Zeit leben. Sie hätten keine Zukunftsplanung, keine Erwartungen, keine Hoffnungen. Sie überraschend und schmerzfrei zu töten, sei daher für sie kein Verlust und daher moralisch irrelevant. Komisch nur, dass mein Hundefreund Kuksi sehr wohl in der Zeit lebt. Wenn ich ihm sage, dass wir wandern gehen, dann freut er sich schon darauf, auch wenn ich erst zu packen beginne. Wenn ich ihm erkläre, dass ich leider ohne ihn weggehen müsse, dann wird er traurig und zieht sich zurück, auch wenn ich noch 10 Minuten lang im Raum bleibe. Wenn ich Kuksi bitte, heute unsere Wanderung anzuführen, dann arrangiert er z.B. eine 3 stündige Tour, die uns wieder nach Hause zurück bringt. Und wenn ich ihm gesagt habe, dass ich weggehen muss, aber dann 5 Minuten später wiederkehre, weil ich etwas vergessen habe, dann hebt er nicht einmal die Augenbrauen. Ganz anders, wenn ich zurückkehre, um zu bleiben, dann begrüßt er mich herzlich und freut sich. Keine Frage, er versteht, dass beim Abschied für eine längere Zeit die Rückkehr nach 5 oder 10 Minuten nicht dauerhaft sein kann. Er lebt also in der Zeit.

Ich glaube, aus dieser Vorstellung von Hunden als zeitlos, mit rein spontanen Entscheidungen ohne Überlegung, und damit unvernünftig, wird gefolgert, dass Hunde so unberechenbar wären. Deshalb müsse man sie immer anhängen und ihnen einen Beißkorb geben usw. Man wisse ja nie, was in ihnen vorgeht. Ich lebe mit einem vernünftigen Hund zusammen. Er ist völlig berechenbar und vertrauenswürdig. Genauso, wie ich sehr gut verstehe, was zu einem jeweiligen Zeitpunkt in ihm vorgeht, so versteht er auch mich und hat an mich Erwartungen. Ein Zusammenleben in gegenseitiger Abhängigkeit, wie zwischen uns, wäre sonst nicht möglich.

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Ein Beispiel. In einer Pause eines Tierschutzworkshops gehen wir zusammen – wie immer leinenfrei – auf die Straße. Kuksi läuft auf eine kleine Grasfläche vor einer Kirche zu, die von einem halbhohen Zaun mit spitzen Enden umgeben ist. Er will darüber springen, wägt ab, schaut zu mir und fragt mich um Rat. Ich verstehe ihn sofort, entdecke hinter ihm um die Ecke ein größeres Stück Wiese ohne Zaun und zeige dorthin. Er dreht sich um, sieht die Wiese auch und läuft sofort in diese Richtung. Hätte ich nicht verstanden, dass er auf das Gras wollte, und er nicht, dass ich ihm ein leichter erreichbares Gras gezeigt habe, dann wäre die Kommunikation nicht gelungen. Hätten wir ständig Missverständnisse wäre unser Zusammenleben niemals so harmonisch und rund. Ich bin mir daher sicher, dass Kuksi in der Zeit lebt und dass er vernünftig und bewusst entscheiden kann, im Rahmen seiner Möglichkeiten. Sein Tod wäre der größte Schaden, den man ihm antun kann.

Im Alter von 4 Jahren wurde bei Kuksi Lymphknotenkrebs entdeckt. Ohne zu zögern haben wir uns für eine Chemotherapie entschieden. 14 Monate lang musste er die Chemikalien nehmen. Mir hat das € 8.000 gekostet. Der Sprecher einer Bergbauernorganisation, für Tierschutz sehr aufgeschlossen, zeigte damals großes Unverständnis: mit den € 8.000 hätte ich viele Hunde aus Serbien retten können, Kuksi hätte ich schmerzfrei euthanisieren müssen. Aber Kuksi ist nicht irgendwer, er ist mein bester Freund. Sein Leben ist einzigartig, viel mehr als jedes Geld wert. Er ist unersetzbar. Und auch für ihn war die Chemotherapie die richtige Wahl. Wir haben den Krebs besiegt und er ist nun bald 10 Jahre alt und hat unzählige glückliche Stunden erlebt.

Nein, weder emotional noch intellektuell kann ich den Tod eines Menschen und eines Tieres grundsätzlich anders bewerten.

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SIND DER TOD EINES MENSCHEN UND EINES TIERES SO ANDERS?

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Helmut F. Kaplan

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 1. August 2017 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Horror-Ställe in Kärnten   Leave a comment

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Unglaublich welche Menschen es gibt. Solche Tierquäler und Sadisten verdienen die Bezeichnung Mensch nicht, wenn schon sind es Bestien – und es gibt nur menschliche Bestien. Unbeschreiblich was sich in manchen Stellen abspielt, hier am Beispiel in Kärnten. Legal ist das alles nicht. Aber was tun, wenn es den Staatsanwalt, die Politiker usw. nicht interessiert?

Aus Verein gegen Tierfabriken – vgt.at

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Grausamkeit statt Idylle: VGT deckt massiven Tierschutz-Skandal auf!

 

Die Marketing-Maßnahmen sind auf höchstem Niveau – die Tierquälereien ebenfalls. Die bekannte Kärntner Gastro-Betriebskette Mochoritsch präsentiert sich als naturverbundenes, verantwortungsvolles Unternehmen. Doch hinter den Kulissen ist Tierquälerei an der Tagesordnung.

Furchtbare Schweinehaltung und Schlachtung in Kärnten

 

 

Der VGT kritisiert schon seit vielen Jahren die generell unwürdigen Bedingungen in der Schweinemast. Auf minimalem Platz, in ekelhaftem Gestank, ohne der Möglichkeit, die arteigenen Verhaltensweisen wie Wühlen und Umherlaufen ausleben zu können, fristen Millionen Schweine in Österreich ein fürchterliches Dasein.

Und Schlachthofaufnahmen zeigten im Herbst 2015, wie die Schweine ihrem Tod entgegengefoltert wurden. Der aktuelle Fall beweist, dass sich für die Tiere nichts geändert hat. Die Gesetzeslage ist eine Kulturschande, die Kontrollen versagen bzw. sind offensichtlich nicht existent.

Auszug Mochoritsch-Website:

Wir betreiben das immer seltener werdende Gasthaus mit Landwirtschaft als Familienbetrieb, …

Dieser Fall ist an Grausamkeit und Dreistigkeit kaum zu überbieten. An zwei im Familienbesitz befindlichen Standorten werden in insgesamt 5 Stallungen etwa 600 Schweine gehalten. In (legaler) Enge, auf (legalem) Betonboden, ohne Einstreu in ihrem eigenen Kot müssen sie monatelang dahinvegetieren. Die Schweine sind zum Nichtstun verdammt, kein Wunder, dass sich die Tiere gegenseitig verletzen. Denn illegalerweise gibt es hier kein Stück Beschäftigungsmaterial.

Aktuelle (Langzeit-)Videoaufnahmen zeigen, wie ein Schwein von anderen verletzt und hilflos zu Tode gehetzt wird. Der Bauer sieht das Tier am Morgen, aber lässt die Leiche einfach im Stall liegen, bis es fast zur Hälfte aufgefressen ist. Keine Ausnahme, wie sich zeigt, denn in den Gängen liegen diverse Körperteile verstorbener Artgenossen. Kiefer, Häute, Beine. Grausame Beweise für fürchterliche Haltungsbedingugen. In einer Futterschüssel liegen sogar mehrere abgetrennte Schweine-Beine im ekelhaften Futter.

Barbarische Tötung für Mochoritsch-Gastro-Betriebe

Was sich vor und während der Schlachtung abspielt kann kaum in Worte gefasst werden: die Arbeiter verwenden Elektroschockgeräte, um die völlig verängstigten Schweine vom Stall in den Schlachtraum zu treiben. Auf der Website heißt es dazu: Geschlachtet wird am Hof, ohne stressigem Tiertransport.

Im Betäubungsraum müssen die Schweine den Todeskampf mitansehen und die Todesschreie mitanhören. Völlig verängstigt drängen sie sich in die Ecke. Die Betäubungszange wird – völlig illegal – auch als schmerzhaftes Treibmittel eingesetzt. Und meist völlig falsch angesetzt. Die Schweine springen in Panik und vor Schmerzen gegen die Gitterstangen, Knochen brechen und Blut rinnt aus dem Mund. Unglaublich brutale Szenen, die sogar erfahrenen TierschützerInnen die Tränen in die Augen treiben.

Zitat Website: Und diese Naturverbundenheit ist das Geheimnis des Mochoritsch. Bei so viel Dreistigkeit verschlägt es einem die Sprache …

VGT fordert scharfe Konsequenzen

David Richter, Kampaigner und VGT-Vizeobmann dazu: Wir fordern den zuständigen Bezirkshauptmann Mag. Klösch (BH Völkermarkt) auf, den Schlachthof bis auf Weiteres zu schließen und Verfahren gegen die TierquälerInnen einzuleiten. Weiters fordern wir, dass keine weiteren Tiere in diesen illegalen Stallungen untergebracht werden dürfen. Die Kärntner Landesregierung muss sich mit der Frage auseinandersetzen, ob solche und ähnliche Tierquälereien die Normalität oder die Ausnahme sind. Offensichtlich kommt das Land Kärnten seiner Kontrollverpflichtung nicht nach und macht sich damit mitschuldig an der Tierquälerei, wie sie auch beim Schlachthofskandal 2015 durch den VGT aufgezeigt wurde. Und offensichtlich haben Politik und Behörden nichts dazugelernt, und sind daher verantwortlich für fürchterliches Tierleid.

Ignoranz der Regierung gegenüber Schweine-Leid

Trotz der kürzlichen Überarbeitung des Tierschutzgesetzes und der Verordnung auf Bundesebene bleibt bei den Schweinen alles gleich. ÖVP und SPÖ haben kein Problem mit den Qualen der Schweine: abgesehen von den fürchterlichen Haltungsbedingungen bleibt die blutige Kastration von Ferkeln ohne Schmerzausschaltung sowie das Abschneiden der Schwänze legal. Der VGT fordert die Bundesregierung auf, den in der österreichischen Verfassung verankerten Tierschutzgedanken ernst zu nehmen und die wirtschaftlichen Interessen nicht länger über das Wohl unserer Mitgeschöpfe zu stellen.

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Horror-Ställe in Kärnten

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Gruß Hubert

 

Abschied von einer Illusion   10 comments

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Da bin ich ganz der Meinung des Tierrechtlers und Philosophen Dr. Helmut F. Kaplan, dass man Menschen nicht ändern kann, wenn man sie auf grausam(st)e Vorkommnisse im Umgang mit Tieren hinweist, sei es in der Massen-Tierhaltung oder das teilweise Auseinanderteilen der Tiere bei lebendigen Leib in Schlachthäusern (Betäubung in Folge der Akkordschlachtung daneben gegangen). Menschen, die sich nur an sich denken und an den eigenen Genuss ist es vollkommen egal was Tieren passiert – Hauptsache sie haben für 3 Minuten ihren Gaumenkitzel.

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Von fellbeisser.net

Von Helmut F. Kaplan

Es besteht die weitverbreitete Auffassung, daß man die Menschen nur hinreichend über den grausamen Umgang mit Tieren zu informieren bräuchte, um diesem auch ein Ende bereiten zu können. In diesem Zusammenhang wird oft die Forderung nach „gläsernen Schlachthausmauern“ erhoben. Gewiß würden solche „durchsichtigen Schlachthäuser“ einige, vielleicht sogar viele Menschen zu Vegetariern machen. Aber mit Sicherheit bei weitem nicht alle.

Deshalb ist es an der Zeit, sich von der Illusion zu verabschieden, allein die hinreichende Berichterstattung über das Grauen könnte dieses auch schon beenden. Denn die Erfahrung spricht eine ganz andere Sprache, und ich werde gleich drei Beispiele dafür bringen. Zuvor aber noch eine grundsätzliche Bemerkung:

Mit der Aussage „Vielen Menschen ist es schlicht egal, wie Tiere behandelt werden, Hauptsache, sie bekommen weiter ihr geliebtes Fleisch“ macht man sich als Tierrechtler bestimmt nicht besonders beliebt. Gleich ist man mit stereotypen Vorwürfen konfrontiert wie: Das sind halt extremistische Außenseiter mit total negativem Menschenbild. Denen sind die Tiere wichtiger als die Menschen. Die sollten sich lieber um Kinder kümmern. Und so weiter.

Aber: DASS es vielen Menschen letztlich gleichgültig ist, wie Tiere behandelt werden, ist schlicht die einzig rationale Schlußfolgerung, die sich aus der Realität ergibt. Und wer die Welt verändern will, muß zuerst einmal die Wirklichkeit, wie sie ist, wahrnehmen und akzeptieren.

Traurige Wahrheit

Nun zu Belegen dafür, daß Wissen alleine noch zu keinen substantiellen Verbesserungen für die Tiere führt:

1) Im Sommer 2004 ging folgende Meldung durch die Medien: Gestreßte Schafe werden durch Bilder mit Schafsgesichtern beruhigt. „Für das Experiment“, erfahren wir aus dem „Spiegel“ (Nr. 36, 2004), „sperrten die Wissenschaftler einzelne Schafe in kleine Ställe. Dabei wurden Pulsfrequenz und Hirnaktivität gemessen. Die eingepferchten Schafe wurden unruhig, blökten protestierend, ihre Pulsfrequenz stieg an, und sie bildeten deutlich mehr Stresshormone als normalerweise. ( … ) Sobald die Wissenschaftler aber Fotos von Schafsgsichtern aufhängten, beruhigten sich die Tiere.“

Nun ist dies im Vergleich zu dem, was man Tieren ansonsten antut, extrem harmlos (wenngleich es nichts anderes als Isolationsfolter ist), aber dennoch zeigt sich auch hier, Wissen alleine bewirkt wenig im Hinblick auf eine Verbesserung der Lebenssituation der Tiere: Korrekt und ungerührt berichten die „Salzburger Nachrichten“ (vom 27.8.2004), daß durch das Aufhängen eines Schaf-Fotos im Stall Schafe über die Trennung von ihrer Herde hinwegtröstet würden und alleingelassene Tiere weniger getreßt seien. Auf die Idee, die Tiere jetzt, wo man genau weiß, wie sehr sie darunter leiden, nicht von ihrer Herde zu trennen und nicht alleine zu lassen, kommt also niemand!

2) In Salzburg wird für „Tauern Lamm Spezialitäten“ mit einem Lamm-Bild geworben, das den jugendlich-kindlichen Gesichtsausdruck dieser Tiere nicht nur nicht verleugnet, sondern sogar noch besonders betont. Das Bild könnte genausogut zur Werbung für Ostersachen in einem Spielwarengeschäft verwendet werden. Es stört also offensichtlich weder die Produzenten noch die Konsumenten, dauernd daran erinnert zu werden, daß hier unschuldige Tierkinder am laufenden Band allein für Profit- und Genußzwecke ermordet werden. Deutlicher und anschaulicher könnten die grausamen Fakten also kaum präsentiert werden – und dennoch ändert dies nichts am Verhalten der Menschen!

3) Die folgende Meldung (aus den „Salzburger Nachrichten“ vom 1.7.2004) ist so ungeheuerlich, daß einem ihre schauerliche und maßlose Unmoral erst nach wiederholtem Lesen bewußt wird:

„’Die Bauern könnten Teil eines Therapienetzwerkes werden‘: Oberösterreichs Agrarlandesrat Josef Stockinger (VP) sieht eine neue Einnahmequelle für Landwirte. In Zukunft sollen verstärkt Nutztiere wie Rinder, Schweine und Ziegen in der tiergestützten Pädagogik und Therapie eingesetzt werden. ( … ) Seit April 2004 werden acht Kinder mit sozialen Schwierigkeiten nach schweren Schicksalsschlägen mit Hilfe von Kälbern, Kühen, Ferkeln und Schweinen therapiert.“

Eine weitere Steigerung abgründiger Gemeinheit und Unmoral im Umgang mit Tieren ist schwer vorstellbar: Da werden die Tiere zuerst von spezialisierten Psychologen zu einfühlsamem Kuschelverhalten konditioniert, um anschließend von brutalen Hilfsarbeitern ins Schlachthaus geprügelt und dort von entmenschlichten Schlächtern bei lebendigem Leibe zerstückelt zu werden!

www.tierrechte-kaplan.de

Buch „Tierrechte: Wider den Speziesismus“
www.facebook.com/tierrechte/

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Abschied von einer Illusion

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Gruß Hubert

 

Ein Stierkampf-Stier erzählt – Songtext   Leave a comment

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Aus der Facebookseite der Tierrechtlerin Daniela Böhm ein kurzer Auszug aus dem Songtext von Francis Cabrel.

Bereits 1994 schrieb der französische Liedermacher Francis Cabrel dieses einfühlsame Lied über den Stierkampf. Nach wie vor kann man nur hoffen, dass diese unendliche Grausamkeit eines Tages überall verboten sein wird.
Cabrels Lied hat mich sehr berührt, berührt mich immer noch, und inspirierte mich bei der Entstehung meiner Geschichte „Der Stierkampf“:

„…auf einmal weiß ich: Es ist vorbei.
Ich werde meine Weide niemals wiedersehen.
Und auch die Berge nicht, die sich an den sanften und klaren Himmel schmiegen.
Ich werde das Lied der Vögel im Frühling nicht mehr hören.
Und ich werde nie wieder über die warme, feste Erde stampfen.
Die Olivenbäume werden mir im Sommer keinen Schatten mehr spenden.
Der weiche flüsternde Wind wird nie wieder über mein Fell streifen.
Und wenn es kalt wird, wird kein Rauch aus meinen Nüstern steigen …“


Aus dem Buch „Heute ist ein ganz anderer Tag“, Tierschicksale,
Geschichten, erzählt aus der Sicht der Tiere.

https://de-de.facebook.com/Daniela-B%C3%B6hm-715211725205880/

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Hier eine Übersetzung des französichen Songtextes von wolodja

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Seitdem ich in diesem dunklen Raum geduldig ausharre höre ich,
dass man sich am Ende des Ganges amüsiert und dass man lacht;
jemand hat die Riegel angefasst und ich bin in das Tageslicht eingetaucht,
ich habe die Fanfaren gesehen, auch die Barrieren und die Leute rund herum.
Im ersten Moment glaubte ich, man müsse sich bloß verteidigen,
aber dieser Platz ist ohne Ausgang.
Langsam begreife ich: Sie haben hinter mir wieder zugeschlossen.
Sie haben Angst, dass ich mich zurückziehe.
Die werd‘ ich mir aber holen, diese lächerliche Tänzerin …

Kann man diese Welt ernst nehmen? Andalusien! Ich erinnere mich:
Die Wiesen, von Kakteen gesäumt, ich werde nicht zittern
vor diesem Hanswurst, diesem Wicht!
Ich werde ihn packen, ihn und seinen Hut
und werd ihn herumschleudern wie eine Sonne.
Heute wird die Frau des Toreros auf seinen beiden Ohren schlafen.

Kann man diese Welt ernst nehmen?
Ich habe Erscheinungen verfolgt,
fast habe ich ihre Ballerinen erwischt.
Sie haben mir heftig in den Hals gestoßen damit ich mich beuge.
Woher kommen die, diese Akrobaten in ihren Papier-Anzügen?
Ich habe nie gelernt, gegen Puppen zu kämpfen.
Den Sand unter meinem Kopf zu spüren,
Wahnsinn, wie gut das tun kann.

Ich habe darum gebeten, dass das alles aufhört.
Andalusien, ich erinnere mich:
Ich höre sie lachen, wenn ich röchele,
ich sehe sie tanzen, wenn es mit mir aus ist.
Ich hätte nicht gedacht, dass man sich so
vergnügen könnte um ein Grab herum.
Kann man diese Welt ernst nehmen?

Doch, doch, Mensch, Mensch, tanze, tanze.
Es muss von Neuem getanzt werden und wir werden andere töten,
andere Leben, andere Stiere, und wir werden andere Töten,
los, los, los, kommt tanzen.

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https://wolodja51.wordpress.com/2017/07/11/einfuehlsamer-song-von-francis-cabrel-ueber-den-stierkampf/

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La Corrida – Francis Cabrel

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Hier auch noch das Lied von einem deutschen Interpreten.

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Felix Meyer – Die Corrida

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Unfassbar, dass so etwas noch in der heutigen Zeit vorkommen kann!!

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hier so ein feiger Geselle

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als „Triumpf“ werden dem „besiegten“ Stier auch noch die Ohren abgeschnitten

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Und das ist der „Abtransport“ des zur Unterhaltung getöteten Stieres

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Verflucht seien diese verdammten Schweine – und mit ihnen gleichermaßen die Zuschauer, die nicht weniger Schweine sind (Entschuldigung Schwein). Ein Schimpfwort müsste ja sein, wenn man jemand Mensch nennt. Solchen Leuten schlägt mein blanker Hass entgegen. Ich gebe offen zu, dass ich froh bin, wenn es ab und zu einen Torero erwischt und er seinen letzten Stier abgemurkst hat.

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Unglaublich was man alles Tradition nennen will.

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https://hubwen.wordpress.com/2016/07/14/zum-tod-eines-stierkaempfers-ruhe-in-frieden-lorenzo-stier/

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 11. Juli 2017 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Stierhatz in Pamplona   Leave a comment

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Zur Stierhatz in Pamplona und zu den Stierkämpfen in Spanien allgemein kann ich nur sagen: pervers und Bestie Mensch.

Es darf keine Tierquälerei aus Gründen von irgendwelchen Traditionen oder von Religion geben. „

„Das sei ein sehr schönes Fest“, sagt ein Stadtführer. Ganz sicher nicht!

Hier aus Tagesschau.de

Spaniens umstrittenste Stierhatz

Stand: 07.07.2017

Eine Woche lang werden Stiere durch die Altstadt von Pamplona gehetzt. Schon am ersten Tag sind drei Menschen verletzt worden. Das ist nicht das Einzige, was für Kontroversen sorgt.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Die knapp einen Kilometer lange Strecke durch die Altstadt ist der Weg für die sechs Kampfstiere in die Arena von Pamplona. Jeden Morgen um acht Uhr werden sie über Kopfsteinpflaster getrieben, rutschen immer wieder aus.

Immer wieder gibt es dabei Verletzte, so auch schon in diesem Jahr am ersten Tag. Denn Tausende Besucher in weißen Hemden, weißen Hosen und roten Halstüchern sehen einen Kick darin, als Mutprobe ein paar Meter mit den Stieren zu laufen.

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Waghalsige Läufer legen eine Strecke mit den Stieren zurück – und werden dabei oft verletzt.

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Vergangenes Jahr: Massive Beschwerden gegen „Grapscher“

1,5 Millionen Besucher werden insgesamt erwartet. Sie drängen sich durch die Gassen der Stadt, die nur 200.000 Einwohner hat. Dabei kommt es oft vor, dass die Hände vieler Männer nicht dort blieben, wo sie sollten: Frauen beklagen sich immer wieder über sexuelle Übergriffe – im vergangenen Jahr gingen so viele Beschwerden ein wie noch nie.

Die Stadt reagiert: Sie hat Infostände aufgebaut, verteilt Flyer, überwacht die Straßen mit Kameras und rät Frauen, die sich belästigt fühlen, laut „Feuer“ zu rufen, um andere Besucher auf sich aufmerksam zu machen. „Ich denke und hoffe, dass dieser hässliche Teil von Sanferines der Vergangenheit angehört und dass die vielen Besucher nun besser als bisher die Rechte von Frauen beachten“, so Stadtsprecherin Lucinda Poole.

Tierschützer gehen auf die Barrikaden

Und was ist mit den Rechten der Stiere? Diese Frage stellen Tierschützer. Etwa 100 von ihnen malten sich im Vorfeld der Feierlichkeiten blutrot an und stellten sich vor das Rathaus von Pamplona. Sie hielten Schilder hoch mit Sätzen wie „Stiere sterben in Pamplona einen blutigen Tod“. Der Tierschutzverband „tortura no es cultura“ („Folter ist keine Kultur“) kritisiert, ein Fest wie Sanfermines passe nicht ins 21. Jahrhundert.

 

Demonstranten gegen Stierhatz in Pamplona | Bildquelle: AP

Demonstration gegen das Stiertreiben in Pamplona

 

Stiere seien es nicht gewohnt, schnell zu laufen, sagt Tierschützerin Ana Esteban. „Ihre Körper sind nicht darauf ausgelegt, sie leiden darunter sehr. Sie sind danach müde, erschöpft und müssen abends dann völlig kaputt zum Stierkampf antreten, wo ihnen zusätzlich große Schmerzen zugefügt und sie schließlich getötet werden.“

Tradition reicht bis 1591 zurück

Die Organisatoren von Sanfermines weisen darauf hin, dass die Stierhatz und der Stierkampf nur Teile der Festlichkeiten sind, deren Tradition bis ins Jahr 1591 zurückreicht. Die Stadt plant insgesamt 425 Veranstaltungen, vor allem Konzerte, Tänze und Umzüge mit riesigen Pappmaché-Figuren.

Das sei ein sehr schönes Fest: „Ob man die Stierhatz mag oder nicht – hier wird 24 Stunden am Tag gefeiert“, sagt Stadtführer José Aldunate. Es fließe viel Alkohol, aber darauf komme es nicht nur an. „Hier haben alle Freude: Du triffst 20-Jährige, die mit ihren 80-jährigen Großeltern unterwegs sind und zusammen feiern“, so Aldunate.

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Stierhatz in Pamplona

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Gruß Hubert