Archiv für die Kategorie ‘Tierrechte

Milch: Alle Infos zu Tierleid, Umwelt und Gesundheit   Leave a comment

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Von Peta.de

 

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Pro Jahr liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Milch und Milchprodukten wie Käse und Joghurt in Deutschland bei rund 118 Kilogramm. Insgesamt 4,2 Millionen Tonnen Milch sind dabei für den Verbrauch im Umlauf. In der Milchwerbung dominiert das trügerische Bild der heilen Welt: Dort sind vor allem Kühe, zu sehen, die glücklich mit ihren Kälbchen auf einer grünen Wiese weiden.

Doch in der Milchindustrie werden nicht nur Kühe ausgebeutet: Vor allem Büffel, Schafe und Ziegen – aber auch Pferde – werden wegen ihrer Milch gezüchtet und gehalten. Noch immer wissen viele Menschen kaum etwas über die Methoden der Milcherzeugung – und noch weniger darüber, welches Leid die Tiere bei der Milchproduktion für unseren Konsum durchleben. Informieren Sie sich hier über den täglich stattfindenden Tiermissbrauch in der Milchindustrie.

Was versteht man unter „Milch“?

Wenn die Rede von „Milch“ ist, ist damit innerhalb der EU meist ausschließlich Kuhmilch gemeint. In Europa werden größtenteils Kühe in der Milchindustrie ausgebeutet – doch auch nach der Milch von Schafen und Ziegen bzw. Schaf- und Ziegenmilchprodukten gibt es eine wachsende Nachfrage. In anderen Regionen der Welt gehören Büffel zu den Tieren, die am meisten Milch für den kommerziellen Gebrauch produzieren – und auch hierzulande ist Büffelmilchmozzarella gefragt. In Deutschland gibt es außerdem einen Markt für Stutenmilch.

Egal, von welchem Tier die Milch stammt, es handelt sich immer um Muttermilch, die Tiere nur produzieren, wenn sie Nachwuchs bekommen. Jedes Säugetier produziert Milch für seine eigenen Babys. Rinder- und Büffelkühe möchten damit ihre Kälber, Ziegen und Schafe ihre Lämmer, Stuten ihre Fohlen ernähren – und keine Menschen.

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All diese Tiere werden zu Milchmaschinen degradiert, sie werden ihr Leben lang ausgebeutet und gequält, ihnen werden immer wieder ihre neugeborenen Kinder weggenommen, bevor sie nach einem Leben voller Entbehrungen weit vor ihrer natürlichen Lebenserwartung getötet werden.

Wie geht es Tieren in der Milchindustrie?

Die Milchindustrie degradiert Kühe, Ziegen, Schafe und Co. zu milchproduzierenden Maschinen – entsprechend werden die Tiere auch meist behandelt. Kühe werden durch Züchtung zu krankmachenden Hochleistungen angetrieben, mit hohen Mengen an „Kraftfutter“ falsch ernährt und häufig mit Antibiotika gegen Krankheiten behandelt.

Alle Säugetiere – Kühe, Schafe, Ziegen, Büffel und Pferde – produzieren Milch für ihre Kinder. Damit die Tiere fast durchgehend Milch produzieren, müssen sie immer wieder Nachwuchs bekommen, der ihnen in den meisten Milchbetrieben bereits kurz nach der Geburt weggenommen wird. Vor allem männliche Lämmer, Kuh- und Büffelkälber sind unerwünschte „Abfallprodukte“ der Milchindustrie. Für Tiere in der Milchindustrie bedeutet das vom Tag ihrer Geburt an ein Leben voller Qualen.

Unter natürlichen Umständen können Kühe ein Alter von etwa 20 Jahren erreichen, in der Milchindustrie werden die Tiere jedoch nach durchschnittlich vier bis fünf Jahren getötet: Lässt die „Milchleistung“ nach oder werden die Kühe krank, sind die Tiere für die Betriebe nicht mehr wirtschaftlich, da sie Milch nicht mehr in einer profitablen Menge produzieren. In der Milchindustrie ausgebeutete Kühe werden daher spätestens dann ins Schlachthaus gebracht und dort qualvoll getötet.

Was passiert mit männlichen Tierkindern in der Milchindustrie?

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie mit jedem Glas Milch die Kalbfleisch- und Lammfleisch-Industrie oder Langstreckentransporte ins Ausland unterstützen und für den Tod der Tierkinder mitverantwortlich sind. Männliche Kälber und Schaflämmer werden nach der Trennung von ihren Müttern an die Mast verkauft und häufig auf Tiertransporten durch ganz Deutschland, Europa und nach der Mast sogar in Drittländer gekarrt.

Nach wenigen Monaten werden sie qualvoll im Schlachthof getötet, während weibliche Kälber und Lämmer in der Milchindustrie meist herangezüchtet werden – ihnen steht dann das gleiche traurige Leben wie ihren Müttern bevor.

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Die männlichen Kälber werden nach der Geburt oft vernachlässigt, nicht ausreichend behandelt oder sogar getötet.

Es gibt zudem immer wieder Berichte, dass Bullenkälber und männliche Lämmer kaum mehr rentabel aufzuziehen bzw. zu verkaufen sind und daher oft illegal vernachlässigt werden, bis sie sterben beziehungsweise getötet werden – obwohl dies nach dem Tierschutzgesetz strafbar ist.

Auch in der biologischen Landwirtschaft ist vieles in dieser Hinsicht nicht anders. Wer Biomilch kauft, unterstützt vermutlich sogar die konventionelle Tierindustrie. Schließlich steht auch im Biobereich Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Hier gibt es oft erst recht keinen Markt für die männlichen Tierkinder. Wenige Wochen nach der Geburt werden sie an den konventionellen Markt verkauft, wo sie gemästet werden, bevor sie – oft noch im Kindesalter – zum Schlachthaus transportiert und für die Fleischindustrie getötet werden.

Kälber: „Abfallprodukte“ der Milchindustrie

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Ist es notwendig, Milch zu trinken?

Weder aus kulinarischer noch aus ernährungsphysiologischer Sicht benötigt der Mensch Milch oder Milchprodukte. Eine ausgewogene vegane Ernährung ohne Milch und Milchprodukte ist gesund und für alle Lebensphasen geeignet. Auch wer gerne Milch im Kaffee, ein Eis im Sommer oder Käsekuchen isst, kann dies nach einer Umstellung auf die vegane Ernährung weiterhin genießen – nur eben tierleidfrei. Es gibt mittlerweile eine Fülle an Alternativen zu Milch- und Milchprodukten.

Außer dem Menschen (und den von ihm ernährten tierischen Mitbewohnern) trinkt keine andere Spezies nach dem Säuglingsalter noch Muttermilch oder gar die Milch einer anderen Spezies. Kuhmilch und die Milch anderer Tiere ist den Ernährungsbedürfnissen der jeweiligen Tierkinder angepasst, nicht an die von uns Menschen.

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Milch: Alle Infos zu Tierleid, Umwelt und Gesundheit

Der Vorhang wird fallen   Leave a comment

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Von beasbevegan.ch

 

Bild by: Philip McCulloch-Downs

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Wir werden alle eines Tages sterben – so viel ist ganz sicher! Für jeden wird der Vorhang früher oder später fallen und der Auftritt auf dieser Bühne ist unwiderruflich beendet.

In diesen paar wenigen, schattenumwölkten Jahren auf diesem Planeten, soll es nun also nicht möglich sein, nur einen kleinen Funken an Empathie für unsere Mitgeschöpfe, den Tieren, übrig zu haben?

Mir ist es mehr als nur unverständlich, wie der Mensch, obwohl er genau weiss, was man den Tieren, antut, einfach die Gräueltaten ignoriert und sich das Steak und den Käse weiterhin in den Mund schieben kann.

«Nein, nein vegan geht gar nicht! Ich will noch etwas zu Lachen haben in meinem Leben» sagte jemand zu mir, als er mein T-Shirt mit der Aufschrift «Go Vegan» las.

Hat man nur noch etwas zu Lachen, wenn man die Qual und das Leid von fühlenden Wesen unterstützt? Was in Gottes -und drei Teufels Namen, ist das denn für ein Lachen?!
Wenn MIR das Lachen im Halse stecken bleibt, dann gewiss nicht, weil ich vegan lebe, sondern weil ich diese Ignoranz und Egobeweihräucherung meiner Zeitgenossen nicht mehr schlucken kann.

In keinem Winkel dieser Erde sind Tiere sicher vor unserer bestialischen Willkür: Wir quälen sie in Fischzuchten, an Angelhaken, in Arenen, an Olympiaden, auf Bauernhöfen, in Versuchslaboren, auf Pelzfarmen, in Schlachthöfen, auf unzähligen Transportern und Schiffen. Ich könnte vermutlich Seiten damit füllen, wo und wie wir keine Sekunde davor zurückschrecken, Tiere zur Befriedigung unseres Egos zu malträtieren. Aber das ist dem Homo Sapiens egal, denn er will ja noch etwas zu Lachen haben in seinem Leben!

Wenn Lachen und Fröhlichsein gleichbedeutend ist mit Achselzucken und Vogelstrausspolitik, dann will ich nichts mehr zu tun haben, mit einer Gesellschaft, die ihre angeblich freundlich-heitere Maske aufsetzt, um verspottend und verhöhnend auf andere fühlende Wesen zu spucken.

Der Vorhang wird fallen – und mit ihm die Maske, die nicht selten eine Fratze verbarg.

 

Text by: Bea Kälin

Daunen: So leiden Gänse und Enten beim qualvollen Lebendrupf   Leave a comment

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Man denkt bei Daunen gar nicht welches Leid das für die betroffenen Tiere bedeutet.

Von Peta.de

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Die Bekleidungsbranche bietet heute eine Fülle an hervorragenden Alternativen zu Daunen und Federn, die mit ausgezeichneten wärmedämmenden Eigenschaften überzeugen. Dennoch setzen zahlreiche Unternehmen weiterhin auf die Verwendung von Daunen und Federn und verursachen damit großes Tierleid. In der weltweiten Daunenindustrie leiden und sterben Abermillionen Gänse und Enten – allein in Deutschland sind es im Schnitt 16,5 Millionen Tiere im Jahr. Die Industrie raubt ihnen das Federkleid, um Daunenprodukte wie Jacken, Betten oder Schlafsäcke herzustellen. Zahllose dieser Wasservögel leiden unter dem sogenannten Lebendrupf – einer grausamen Prozedur, bei der die Federn der Tiere bei lebendigem Leib aus der Haut gerissen werden.

Die Daunenindustrie verursacht nicht nur unermessliches Tierleid, sondern trägt durch die Zucht von Millionen Tieren zum Pandemierisiko und zur Umweltzerstörung bei.

Was ist der Unterschied zwischen Daunen und Federn?

Als Daunen wird das Untergefieder von Wasservögeln wie Enten und Gänsen bezeichnet, das die Tiere vor Kälte und Hitze schützt. Daunen unterscheiden sich in ihrem Aufbau von anderen Federn dadurch, dass sie keinen Federkiel besitzen und daher sehr leicht und weich sind. Die Daunenindustrie nutzt diese Eigenschaften ohne Rücksicht auf das Leid von Millionen Tieren aus und verwendet Daunen aufgrund ihrer wärmenden Eigenschaften für Jacken, Decken oder Schlafsäcke.

Sind Daunen Tierquälerei?

Enten und Gänse werden wegen ihrer Daunen, Federn und ihres Fleisches gezüchtet und getötet. Hierzu werden die Wasservögel oftmals zu Tausenden auf Zuchtfarmen gehalten, wo sie häufig in dunklen, verdreckten Hallen eingesperrt werden. Damit die Betriebe möglichst hohe Profite erzielen können, ist es notwendig, dass die Tiere in kürzester Zeit möglichst viel Gewicht zulegen und das festgelegte Tötungsgewicht erreichen.

Häufige Folgen sind gesundheitliche Probleme wie Entzündungen der Gelenke, verkrüppelte und gebrochene Beine, Atemnot und Herzanfälle. Schwächere Enten oder Gänse verlieren oftmals den harten Konkurrenzkampf um Nahrung und Wasser und können von kräftigeren Tieren verletzt oder sogar niedergetrampelt werden. Da solch katastrophale Zustände der perfekte Nährboden für Krankheitserreger sind, überleben die Tiere die leidvolle Zeit in der Mast nur mit Medikamenten, darunter auch Antibiotika. Dennoch sterben viele bereits in den verdreckten Hallen.

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Auch die Daunen von Tieren aus der qualvollen Stopfleberproduktion landen unerkannt in vielen Jacken und Betten. Für die Produktion von Stopfleber werden Enten und Gänse in winzige Käfige gesperrt und zwangsernährt. Dazu wird ihnen ein Rohr tief in den Hals geschoben, über das täglich bis zu ein Kilogramm eines salzigen, fettigen Maisbreis in ihren Magen gepumpt wird. Die Tiere sind irgendwann völlig verfettet, und ihre Leber hat sich auf das Zehnfache der Normalgröße aufgebläht. Schließlich werden sie für die Herstellung von Leberpastete getötet. Ihre Daunen und Federn werden an Händler weiterverkauft.

Die meisten der weltweit gehandelten Daunen stammen aus Asien, vor allem aus China. Ein Großteil der europäischen Produktion hingegen kommt aus Ungarn, Rumänien oder Polen, wo bis heute vielfach der sogenannte Lebendrupf praktiziert wird. In den Lieferketten der Daunenindustrie befinden sich somit häufig auch Daunen und Federn von Tieren, denen das gesamte Federkleid ohne Betäubung ausgerissen wurde. Die Tiere erleiden diese grausame Prozedur 4 bis 15 Mal in ihrem Leben, bevor sie im Schlachthaus gewaltsam getötet werden.

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Werden für Daunen Tiere getötet?

Während der qualvollen Zucht werden Enten 5 bis 12 Wochen und Gänse 12 bis 23 Wochen [6] in meist dunklen und verdreckten Hallen gehalten. Tiere, die diese Tortur überleben und das von der Industrie vorgesehene Verkaufsgewicht erreichen, werden von Arbeiter:innen grob gepackt und rücksichtslos in Transportboxen gestopft. Da an einem Tag in der Regel Hunderte Tiere gleichzeitig verladen werden, kommt es vor allem auf Geschwindigkeit an. Durch den ruppigen Umgang erleiden viele Vögel Knochenbrüche; häufig werden ihre Gliedmaßen zwischen den dicht gestapelten Boxen eingeklemmt. In diesem Zustand werden sie selbst bei extremen Wetterbedingungen Hunderte Kilometer zum Schlachthof transportiert. Dort angekommen werden die verängstigten Tiere kopfüber an ein Fließband gehängt, das sie – teilweise bei vollem Bewusstsein – zu einem rotierenden Messer fährt, das ihnen die Kehle durchtrennt. Nach ihrem Tod werden sämtliche Federn maschinell aus der Haut der Tiere gerissen und zu Daunenprodukten verarbeitet.

Warum werden Enten und Gänse lebendig gerupft?

In der weltweiten Daunenindustrie werden Enten und Gänse oft bei lebendigem Leib gerupft. So wollen die Betriebe mit den zu Produktionseinheiten degradierten Lebewesen möglichst hohe Profite erzielen. Bei der schmerzhaften Praktik, die als Lebendrupf bezeichnet wird, werden die verängstigen Tiere bis zu viermal im Jahr fixiert; anschließend rupfen Arbeiter:innen ihnen unter Zeitdruck ganze Federbüschel aus der empfindlichen Haut. Oft geschieht dies so grob, dass die Flügel der Tiere brechen oder ihre Haut blutig aufreißt. Tiefere Wunden nähen die Arbeiter:innen häufig mit Nadel und Faden und ohne jegliche Schmerzmittel notdürftig selbst zu. Um die Tiere gleich doppelt ausbeuten zu können, raubt die Industrie ihnen nicht nur mehrfach Daunen und Federn, sondern mästet sie zeitgleich. Am Ende ihres qualvollen Lebens werden die Gänse und Enten im Schlachthof getötet. Sogenannte Elterntiere, die zum Zweck der Eierproduktion für die Nachzucht gehalten werden, werden teilweise sogar bis zu 15 Mal in ihrem Leben gerupft.

Ist Lebendrupf in der EU verboten?

In der EU ist das Rupfen lebender Vögel eigentlich verboten, doch das entsprechende Gesetz lässt ein fatales Schlupfloch offen. So ist das Rupfen von Tieren erlaubt, die sich in der Mauser befinden – also in der Zeit, in der sie von Natur aus ihr Gefieder abwerfen und in der sich die Federn leichter vom Körper lösen lassen. [4] Bei der Vielzahl an Tieren in Zuchtanlagen, die mehrmals im Jahr innerhalb weniger Tage im Akkord gerupft werden, ist es unmöglich, den Zeitpunkt der Mauser bei jedem einzelnen Vogel abzuwarten. So verhindert das Gesetz faktisch nicht, dass von der Daunenindustrie beauftragte Arbeiter:innen die fest sitzenden Daunen und Federn vieler Tiere bei lebendigem Leib und unter großen Schmerzen aus der Haut reißen.

Ist der Lebendrupf in Deutschland erlaubt?

In der gesamten EU ist der Lebendrupf außerhalb der Mauser verboten – so auch in Deutschland. In EU-Ländern wie Ungarn oder Polen, in denen ein großer Teil der europäischen Daunenproduktion erfolgt, wird die grausame Praktik dennoch in einigen Betrieben durchgeführt. Hierzu wandern Arbeiter:innen von Betrieb zu Betrieb, fixieren jedes einzelne Tier grob zwischen den Beinen und reißen ihm unter großen Schmerzen die Daunen und Federn aus der Haut. Selbst in Deutschland wurde der gewaltsame Lebendrupf bereits nachgewiesen.

Sind zertifizierte Daunen und Federn besser?

Leider gibt es keine unabhängigen staatlichen Zertifikate mit Kontroll-, Sanktions- oder Bußgeldmöglichkeiten. Dies wäre jedoch erforderlich, um den Lebendrupf und die Verwendung von Stopfleber auszuschließen und zu verhindern, dass in industriellen Zuchtanlagen viele Tiere von Artgenossen totgetrampelt werden und ihnen im Schlachthaus die Kehle bei vollem Bewusstsein durchtrennt wird.

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Um die grausamen Daunenproduktion als „human“ darzustellen, hat die Daunenindustrie eine Vielzahl an brancheneigenen Siegeln eingeführt, die das Gewissen von Kund:innen und Händler:innen beruhigen sollen. All diese verschiedenen Siegel haben eine Gemeinsamkeit: In Sachen Tierschutz sind sie weitgehend wirkungslos.

  • Viele Unternehmen zertifizieren ihre Daunenartikel und versprechen Kund:innen, dass für ihre Produkte keine Gänse bei lebendigem Leib gerupft wurden. Da die Kontrollen oftmals jedoch mangelhaft und die Handels- und Produktionsketten für Daunen sehr intransparent sind, können viele Händler gar nicht nachweisen, aus welcher Rupfart die verwendeten Daunen tatsächlich stammen. [9]

  • Sobald die Federn einmal gewaschen wurden, lässt sich nicht mehr unterscheiden, ob sie einem lebenden oder toten Tier ausgerissen wurden. Auf diese Weise können Federn aus dem Tot- und Lebendrupf vermischt werden, ohne dass der Betrug nachgewiesen werden kann. Gesetze und Zertifikate, die den Handel von Daunen aus Lebendrupf oder Stopfmast verhindern sollen, lassen sich auf diese Weise leicht umgehen.

  • Einige Zertifikate beziehen sich nur auf die letzte Rupfung eines Tieres im Schlachthof. Was davor geschehen ist, weiß der Händler oftmals nicht. Auch Daunen, die zuverlässig als „Schlachtrupf“ gekennzeichnet wurden, können von einer Gans stammen, die vor ihrem Tod im Schlachthaus regelmäßig bei lebendigem Leib gerupft wurde.

  • Und selbst Daunen aus „Totrupf“ sind keine tierfreundliche Alternative. Auch Vögel, die erst nach ihrer Tötung gerupft werden, verbringen ihr Leben häufig zusammengepfercht auf unhygienischen Farmen und werden im Schlachthaus gewaltsam getötet.

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Alternativen zu Daunen

Wie jeder Sektor der Tierwirtschaft trägt die Daunenindustrie dazu bei, die Klimakatastrophe zu verstärken und die Umwelt zu verschmutzen. Daneben erhöht sie das Risiko für das Aufkommen neuer Pandemien. Die gute Nachricht ist: Niemand muss sich mit den Federn gequälter Tiere wärmen oder schmücken. Pflanzliche Alternativen, wie etwa Baumwolle, Viskose, Lyocell, Polyester, Primaloft, Thermal R oder die Pflanzendaune Kapok, sind heute weithin erhältlich. Hochwertige pflanzliche oder synthetische Materialien überzeugen mit hervorragenden wärmedämmenden Eigenschaften und bieten zudem den Vorteil, dass sie pflegeleicht sind.  Daunen hingegen verlieren bei Nässe ihre isolierenden Eigenschaften und neigen eher zur Bildung von Pilzen und Bakterien. Von der Entscheidung für tierfreundliche Jacken, Decken, Kissen und Schlafsäcke profitieren also nicht nur die Tiere, sondern auch wir selbst.

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Daunen: So leiden Gänse und Enten beim qualvollen Lebendrupf

Qualzucht im Fokus: Die Milchkuh   Leave a comment

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Von welttierschutz.org

Milch ist eines der liebsten Lebensmittel der Deutschen. Um der Nachfrage nach immer mehr Milch nachkommen zu können, wurden Kühe über die letzten Jahrzehnte auf extrem hohe Milchleistungen gezüchtet – mit bitteren Konsequenzen für die Gesundheit der Tiere.

Die stetige Milchleistungssteigerung steht in der heutigen Milchviehzucht im Vordergrund. Die Menge an Milch, die eine Kuh gibt, hat sich in den letzten 60 Jahren von jährlich knapp 2.500 Kilogramm Milch pro Kuh (1950) auf heute 8.000 – 12.000 Kilogramm (2018) mehr als verdreifacht. Um dieses Ergebnis zu erreichen, wird massiv in die Zucht- und Fortpflanzungsprozesse der Tiere eingegriffen. Jeder Schritt der Milchproduktion ist vorgeplant und kontrolliert. Weil eine Kuh bekanntermaßen nur Milch gibt, wenn sie zuvor ein Kalb geboren hat, werden 90 Prozent der 4,1 Millionen Milchkühe in Deutschland einmal im Jahr künstlich besamt, nachdem ihr Eisprung durch Sexualhormone gesteuert wurde.

Ist das Kalb geboren, wird die Kuh an durchschnittlich rund 300 Tagen im Jahr gemolken – eine Zeit der Erholung wird den Tieren vorenthalten. Stattdessen werden sie nach etwa sechs bis acht Wochen bereits erneut künstlich befruchtet und müssen auch während der Trächtigkeit bis wenige Wochen vor der Geburt des Kalbes weiterhin täglich hohe Milchleistungen erbringen. Je produziertem Liter Milch werden dabei 300 bis 500 Liter Blut durch das Euter der Kuh transportiert.@

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© James Chao/flickr

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Die Folgen der Hochleistungszucht von Milchkühen: Ein oft kurzes, von Krankheiten gekennzeichnetes Leben

Die extreme Dauerbelastung und das nicht tiergerechte Futter können bei den Tieren zu Gebärmutterentzündungen, Fruchtbarkeitsstörungen und Stoffwechselstörungen führen. Folgen dieser Erkrankungen können Fressunlust, starker Gewichtsverlust, Verdauungsstörungen sowie ausgeprägte Trägheit und Muskelschäden sein und können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, zum Tod führen.

Eine sichtbare Folge der Zucht auf Hochleistung ist die enorme Größe des Euters. Sie ist zum einen auf die große Milchmenge, zum anderen auf das erweiterte Gefäßnetz zurückzuführen, durch das die für die Produktion der Milch benötigte Menge Blut gepumpt wird. Die Größe und das Gewicht des Euters schränken die Tiere in ihren Bewegungen ein und stellen eine häufige Ursache von Euter- und Klauenerkrankungen dar. So liegt in einem durchschnittlichen Betrieb, laut einem Faktencheck des Fachportals Kuhgesundheit.de, der Anteil der euterkranken Tiere bei rund 50%. Insbesondere schwere Euterentzündungen (Mastitiden) können bei Milchkühen zu hohem Fieber, schmerzhaften Schwellungen am Euter, Durchfall oder sogar Tod durch Organversagen führen. Die extreme Belastung der Gelenke, die das große, schwere Euter verursacht, führt dazu, dass viele Tiere darüber hinaus Klauenerkrankung entwickeln und nicht normal laufen können. Die Folge: sie scheuern sich das Euter und die Beine wund und leiden unter schmerzhaften Schwellungen und Wunden.

Leistungs- und krankheitsbedingt werden die Tiere in Deutschland mit einem Durchschnittsalter von 5,3 Jahren geschlachtet – entgegen ihrer natürlichen Lebenserwartung von mindestens 20 Jahren.

Mehr als die Hälfte aller Schlachtungen von Milchkühen sind krankheitsbedingt

Laut offizieller Zahlen der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung w. V., das eine zentrale Datenbank für Milch- und Fleischrinder betreibt, wurden bei zwei von drei aller im Jahr 2018 geschlachteten Tiere Krankheiten als Grund für die Schlachtung angegeben. So lag beispielsweise bei jeder fünften Kuh Unfruchtbarkeit vor. Nur 2 Prozent aller im Jahre 2018 geschlachteten Milchkühe wurden aufgrund ihres Alters geschlachtet.

 

© faucilhon/Fotolia

Qualzucht im Fokus: Die Milchkuh

Ein Beitrag von Maike Hausmann, Bundesfreiwilligendienstleistende bei der Welttierschutzgesellschaft

Milch ist eines der liebsten Lebensmittel der Deutschen. Um der Nachfrage nach immer mehr Milch nachkommen zu können, wurden Kühe über die letzten Jahrzehnte auf extrem hohe Milchleistungen gezüchtet – mit bitteren Konsequenzen für die Gesundheit der Tiere.

Die stetige Milchleistungssteigerung steht in der heutigen Milchviehzucht im Vordergrund. Die Menge an Milch, die eine Kuh gibt, hat sich in den letzten 60 Jahren von jährlich knapp 2.500 Kilogramm Milch pro Kuh (1950) auf heute 8.000 – 12.000 Kilogramm (2018) mehr als verdreifacht. Um dieses Ergebnis zu erreichen, wird massiv in die Zucht- und Fortpflanzungsprozesse der Tiere eingegriffen. Jeder Schritt der Milchproduktion ist vorgeplant und kontrolliert. Weil eine Kuh bekanntermaßen nur Milch gibt, wenn sie zuvor ein Kalb geboren hat, werden 90 Prozent der 4,1 Millionen Milchkühe in Deutschland einmal im Jahr künstlich besamt, nachdem ihr Eisprung durch Sexualhormone gesteuert wurde.

Ist das Kalb geboren, wird die Kuh an durchschnittlich rund 300 Tagen im Jahr gemolken – eine Zeit der Erholung wird den Tieren vorenthalten. Stattdessen werden sie nach etwa sechs bis acht Wochen bereits erneut künstlich befruchtet und müssen auch während der Trächtigkeit bis wenige Wochen vor der Geburt des Kalbes weiterhin täglich hohe Milchleistungen erbringen. Je produziertem Liter Milch werden dabei 300 bis 500 Liter Blut durch das Euter der Kuh transportiert. Bei der heutigen durchschnittlichen Leistung von 40 bis 50 Litern täglich, übertrifft die dafür benötigte Energie bei weitem das, was der tierische Organismus allein mit einer artgerechten natürlichen Fütterung zu leisten fähig wäre. Daher werden die Tiere mit speziellen, Kraftfutterzusätzen gefüttert, durch die sie etwa 50.000 Kalorien am Tag zu sich nehmen.

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Die Folgen der Hochleistungszucht von Milchkühen: Ein oft kurzes, von Krankheiten gekennzeichnetes Leben

Die extreme Dauerbelastung und das nicht tiergerechte Futter können bei den Tieren zu Gebärmutterentzündungen, Fruchtbarkeitsstörungen und Stoffwechselstörungen führen. Folgen dieser Erkrankungen können Fressunlust, starker Gewichtsverlust, Verdauungsstörungen sowie ausgeprägte Trägheit und Muskelschäden sein und können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, zum Tod führen.

Eine sichtbare Folge der Zucht auf Hochleistung ist die enorme Größe des Euters. Sie ist zum einen auf die große Milchmenge, zum anderen auf das erweiterte Gefäßnetz zurückzuführen, durch das die für die Produktion der Milch benötigte Menge Blut gepumpt wird. Die Größe und das Gewicht des Euters schränken die Tiere in ihren Bewegungen ein und stellen eine häufige Ursache von Euter- und Klauenerkrankungen dar. So liegt in einem durchschnittlichen Betrieb, laut einem Faktencheck des Fachportals Kuhgesundheit.de, der Anteil der euterkranken Tiere bei rund 50%. Insbesondere schwere Euterentzündungen (Mastitiden) können bei Milchkühen zu hohem Fieber, schmerzhaften Schwellungen am Euter, Durchfall oder sogar Tod durch Organversagen führen. Die extreme Belastung der Gelenke, die das große, schwere Euter verursacht, führt dazu, dass viele Tiere darüber hinaus Klauenerkrankung entwickeln und nicht normal laufen können. Die Folge: sie scheuern sich das Euter und die Beine wund und leiden unter schmerzhaften Schwellungen und Wunden.

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Qualzucht Milchkuh: Mehr als die Hälfte aller Milchkühe werden krankheitsbedingt geschlachtet

© James Chao/Flickr

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Leistungs- und krankheitsbedingt werden die Tiere in Deutschland mit einem Durchschnittsalter von 5,3 Jahren geschlachtet – entgegen ihrer natürlichen Lebenserwartung von mindestens 20 Jahren.

Mehr als die Hälfte aller Schlachtungen von Milchkühen sind krankheitsbedingt

Laut offizieller Zahlen der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung w. V., das eine zentrale Datenbank für Milch- und Fleischrinder betreibt, wurden bei zwei von drei aller im Jahr 2018 geschlachteten Tiere Krankheiten als Grund für die Schlachtung angegeben. So lag beispielsweise bei jeder fünften Kuh Unfruchtbarkeit vor. Nur 2 Prozent aller im Jahre 2018 geschlachteten Milchkühe wurden aufgrund ihres Alters geschlachtet.

 

Qualzucht Milchkuh: Abgangsgründe 2018 laut vit

„Nutzungsdauer“ einer Milchkuh? Drei qualvolle Jahre!

Häufig sehen sich Landwirte aus rein ökonomischen Gründen gezwungen, die Schlachtung einer medizinischen Behandlung des Tieres vorzuziehen. Doch unabhängig von den tierschutzrelevanten Faktoren, die die Qualzucht auf Höchstleistung mit sich bringt, ist auch die wirtschaftliche Effizienz in Frage zu stellen:
Zwei Jahre lang investiert der Landwirt in die Kuh ehe sie ihr erstes Kalb gebärt und beginnt, Milch zu geben. In den folgenden zwei Jahren bringt sie zwei weitere Kälber zur Welt und wird folglich drei Jahre lang als Milchkuh genutzt. Obwohl bekannt ist, dass Kühe eigentlich erst mit 9-10 Jahren ihre besten Leistungen zeigen, sind die meisten Tiere aufgrund der hohen Milchleistung zu diesem Zeitpunkt – also mit 5 Jahren – bereits so krankheitsanfällig, dass sie beim Schlachter landen.

Weitere Qualzucht von Milchkühen muss verhindert werden

Auch die Bundestierärztekammer (BTK) sieht das Thema Qualzucht bei Nutztieren – wie der Milchkuh – als Problem und beschäftigt sich im Rahmen einer im Januar 2019 konstituierte Arbeitsgruppe damit. Denn „(…) nicht nur Kleintieren können durch übertriebene Zuchtziele Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt werden, auch Nutztiere leiden unter einer Reihe von Produktionskrankheiten, die durch die gezüchtete Leistungssteigerung begünstigt werden. Die wirtschaftlich wichtigen Körperfunktionen, z. B. die Milchleistung, werden dabei so stark optimiert, dass die extreme körperliche Belastung in vielen Fällen die Lebensdauer der Nutztiere verkürzt“, so die BTK.

Die Zucht auf hohe Milchleistung belastet den Organismus der Tiere dauerhaft, hebt das Risiko für Erkrankungen und steht somit im direkten Zusammenhang mit einer Verringerung der durchschnittlichen Lebenserwartung. Die tagtägliche Hochleistung, die Milchkühe erbringen müssen, gleicht einem Marathon und zehrt an den Kräften der Tiere. Bei der Züchtung muss unbedingt die Gesundheit und Lebensleistung der Tiere eine viel höhere Gewichtung bekommen. Das Zuchtziel der Erhöhung der täglichen Milchleistung darf nicht weiterverfolgt werden.

Tipp: Es gibt immer mehr Alternativen zur Kuhmilch– wie etwa Hafer-, Reis- und Dinkelmilch. Wer nicht gänzlich auf Milch verzichten möchte, aber kuhfreundlichere Milch trinken möchte, findet anhand des Milchratgebers einen Überblick. Darüber hinaus als Hinweis: Dieser Artikel fokussiert sich bewusst nur auf die Qualzucht. Den weiteren großen Problemen für die Milchkühe haben wir uns im Rahmen der Kampagne KUH+DU gewidmet und fordern eine Haltungsverordnung, die Mindeststandards festlegt.

Qualzucht im Fokus: Die Milchkuh

 

Warnung vor T61 Euthanasie: Oft alles andere als ein „schöner Tod“   Leave a comment

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Selbst unter Tierärzten ist das Euthanasie-Mittel T61 umstritten. Bevor es injiziert wird, ist eigentlich die Verabreichung eines starken Narkosemittels üblich. Wie wir von unseren Lesern erfahren haben, geschieht dies in der Praxis allerdings nicht immer zuverlässig. Auch mit Narkose kann es unter der Gabe von T61 zu schweren Komplikationen bei Einschläferungen kommen. Ein minutenlanger Todeskampf ist die Folge.

Als es 1961 eingeführt wurde, galt es als das Mittel der Wahl, um unheilbar kranken Haustieren den Gnadentod zu ermöglichen: Die Rede ist von dem Euthanasie-Mittel Embutramid, besser bekannt unter dem Handelsnamen T61®.

Heute versuchen verantwortungsvolle Tierärzte das Mittel so wenig wie möglich einzusetzen. Mittlerweile gibt es auch sichere Alternativen zu T61, die deutlich sanfter wirken.

Mit diesem Artikel möchten wir eine dringende Empfehlung an unsere Leser*Innen aussprechen: Erkundigen Sie sich möglichst schon bei einer Routineuntersuchung bei Ihrem Tierarzt, welches Mittel üblicherweise in der Praxis für Einschläferungen verwendet wird!

Wenn Sie nicht sicher wissen, welches Euthanasie-Mittel in der Praxis Ihres Vertrauens zur Anwendung kommt, kann das fatale Folgen für Sie und Ihr Tier nach sich ziehen. Beim Eintreten des Ernstfalls geraten Sie unter Druck und haben dann kaum mehr eine Wahlmöglichkeit.
„Es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann“

Sabine K. ist Leserin von Cat-News.net. Als ihre Katze Luna die Diagnose Krebs erhielt, entschied sie sich aufgrund des Alters des Tieres und wegen der ungünstigen Prognose gegen eine Chemotherapie.

Um dem Tier seine Schmerzen zu nehmen, wurde Luna unter anderem palliativ mit CBD-Öl behandelt. Dadurch ließ sich ihr Zustand eine ganze Weile aufrecht erhalten. Ein Tierarzt befand, dass es noch nicht an der Zeit wäre über eine Einschläferung nachzudenken, da Luna noch fresse und Lebensfreude habe.

Eines Nachts verschlechterte sich der Zustand der Katze dann dramatisch. Sabine K. rief die Nummer des Nottierarztes an.

Warnung: Die folgenden Darstellungen enthalten Schilderungen über den Todeskampf einer Katze. Klicken Sie bitte hier, um diesen Teil zu überspringen und beim nächsten Abschnitt dieses Artikels „Wie wirkt das tödliche Euthanasie-Mittel T61?“ weiterzulesen.

„Es stellte sich heraus, dass unser Tierarzt im Urlaub war und ein Tierarzt im Ruhestand seine Vertretung übernommen hatte. Er hatte zwei Fläschchen dabei. Wir sollten die Katze vom Bett auf den Holzfußboden legen. Auf unsere Frage warum, entgegnete er: Es wird blutig. Wir haben dann darauf bestanden, dass wir sie zumindest auf die Couch legen.

Dann sagte er, er wolle direkt ins Herz spritzen, das ginge am schnellsten. Wir waren völlig entsetzt und verlangten, dass er ihr zuvor eine Narkosespritze gibt, so wie wir es im Internet gelesen hatten. Wir hatten noch keine Erfahrung damit, wären jedoch nicht im Traum darauf gekommen, dass ein Arzt so etwas macht.

Er stand dann da und druckste herum. Ich fragte ihn, ob er denn überhaupt Tierarzt wäre und ob er das schon mal gemacht hätte. Er entgegnete, sonst würde er wohl kaum die Vertretung machen dürfen. Er sagte weiterhin, wir könnten mit dem Tier ja in die Tierklinik fahren, da ist immer Notdienst. Nun wollten wir unserem Tier ja gerade diese Tortur, die Angst und die ungewohnte Umgebung ersparen.

Wir bestanden darauf, dass er ihr eine Narkosespritze gibt. Er sagte dann, ich sollte Sie festhalten, er müsse das Mittel in den „Hintern“ injizieren. Als er das Mittel gespritzt hatte, begann sie zu krampfen, sie rang furchtbar nach Luft, sie bekam Schaum vorm Maul, ihre Augen wurden trübe. Es war ein entsetzlicher Anblick, es war ein Todeskampf.

Ich schrie den Mann an, er solle etwas unternehmen, das Tier quälte sich furchtbar. Da verlangte er, ich sollte sie auf die andere Seite drehen. Sie war noch bei vollem Bewusstsein, da stach er ihr mit einer dicken Kanüle ins Herz, nein er stocherte, weil er es nicht sofort schaffte. Es war entsetzlich, was er unserem lieben kleinen Tier antat, es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann, aber was konnten wir in dem Moment tun. Nachdem er die erste Spritze gegeben hatte, gab es kein zurück mehr und wir mussten unser armes kleines geschwächtes Tier auch noch festhalten. Wir wollten nur noch, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Nachdem er ihr ins Herz gespritzt hatte, wurde der Todeskampf noch schlimmer, für uns eine unendliche, unerträglich lange Zeit. Auf unsere Frage sagte er, das hat noch keiner überlebt und wollte gehen.

Am darauffolgenden Montag waren wir bei unserem Tierarzt, der aus dem Urlaub zurück war und konfrontieren ihn mit dem Geschehen. Wir wollten wissen, was seine Vertretung unserer kleinen Katze gespritzt hatte. Uns wurde bestätigt, dass der Arzt das Mittel T 61 ins Herz gespritzt hatte. Allerdings wurde behauptet, dass er zuvor ein Narkosemittel gespritzt hätte.

Wie wir erfuhren, handelte sich außerdem bei der Vertretung um einen Ruheständler der eigentlich keine Kleintiere behandeln darf.“

Wir bestanden darauf, dass er ihr eine Narkosespritze gibt. Er sagte dann, ich sollte Sie festhalten, er müsse das Mittel in den „Hintern“ injizieren. Als er das Mittel gespritzt hatte, begann sie zu krampfen, sie rang furchtbar nach Luft, sie bekam Schaum vorm Maul, ihre Augen wurden trübe. Es war ein entsetzlicher Anblick, es war ein Todeskampf.

Ich schrie den Mann an, er solle etwas unternehmen, das Tier quälte sich furchtbar. Da verlangte er, ich sollte sie auf die andere Seite drehen. Sie war noch bei vollem Bewusstsein, da stach er ihr mit einer dicken Kanüle ins Herz, nein er stocherte, weil er es nicht sofort schaffte. Es war entsetzlich, was er unserem lieben kleinen Tier antat, es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann, aber was konnten wir in dem Moment tun. Nachdem er die erste Spritze gegeben hatte, gab es kein zurück mehr und wir mussten unser armes kleines geschwächtes Tier auch noch festhalten. Wir wollten nur noch, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Nachdem er ihr ins Herz gespritzt hatte, wurde der Todeskampf noch schlimmer, für uns eine unendliche, unerträglich lange Zeit. Auf unsere Frage sagte er, das hat noch keiner überlebt und wollte gehen.

Am darauffolgenden Montag waren wir bei unserem Tierarzt, der aus dem Urlaub zurück war und konfrontieren ihn mit dem Geschehen. Wir wollten wissen, was seine Vertretung unserer kleinen Katze gespritzt hatte. Uns wurde bestätigt, dass der Arzt das Mittel T 61 ins Herz gespritzt hatte. Allerdings wurde behauptet, dass er zuvor ein Narkosemittel gespritzt hätte.

Wie wir erfuhren, handelte sich außerdem bei der Vertretung um einen Ruheständler der eigentlich keine Kleintiere behandeln darf.“

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Wie wirkt das Euthanasie-Mittel T61?

T61® ist ein so genanntes Kombinationspräparat auf Basis des Betäubungsmittels Embutramid. Dieser Wirkstoff wird mit einem Schmerzmittel, in der Regel Tetracain, und einem Wirkstoff zur Entspannung der Muskeln, in der Regel Mebenzonium, kombiniert.

Embutramid ist in der Lage die so genannte Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Wenn es injiziert wird, soll es einen sofortigen Bewusstseinsverlust, Atem- und Herzstillstand hervorrufen.

Insbesondere die alleinige Anwendung von T61 als Mittel zur Euthanasie ist unter Tiermedizinern umstritten. Um das Ziel einer schmerzlosen Tötung zu erreichen, sollten Tierärzte vor der Anwendung von T61 ein Narkosemittel in starker Dosierung verabreichen.

Wird das Mittel ohne vorherige Gabe eines starken Narkosemittels verabreicht, führt es zu einem bitterlichen Todeskampf, an dessen Folgen das Tier letztlich jämmerlich erstickt.

Für die Halter können solche Szenen extrem belastend sein. Auf viele wirken sie wohl auch noch Jahre nach dem dramatischen Ereignis traumatisierend.

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In den letzten Atemzügen kann T61 Leid verursachen, das vermeidbar wäre

Selbst wenn vor der Gabe von T61 ein starkes Narkosemittel verabreicht wird, ist die Anwendung äußerst kritisch zu betrachten:

Aufgrund von Zeitknappheit in vielen Praxen steht zu befürchten, dass der Eintritt der Narkosewirkung nicht in allen Fällen abgewartet wird. T61 könnte darum zu frühzeitig verabreicht werden.

Besonders fatal daran: In einigen Fällen tritt nach der Injektion eine Lähmung ein. So können die Halter den Eindruck gewinnen, das Tier sei bereits friedlich eingeschlafen, während es in Wahrheit innerlich mit dem Tode ringt.

Außerdem wichtig zu wissen: Sowohl Nacoreen als auch Eutha77 kommen ohne vorherige Betäubung aus. So muss in der Regel nur einmal eine Spritze gesetzt werden, was für das Tier deutlich stressfreier sein dürfte.

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Offizielle Informationen dazu liegen uns nicht vor, so dass wir auf Vermutungen angewiesen sind. Für T61 gilt, dass es ausschließlich zur Anwendung an Tieren zugelassen ist. Die Alternativen Eutha77 und Nacoreen hingegen enthalten den Wirkstoff Pentobarbital. Dieser wird beispielsweise in den USA auch bei Hinrichtungen von Menschen verwendet.

Tierarztpraxen brauchen eine Sondergenehmigung für den Umgang mit Pentobarbital. Die Anwendung und Aufbewahrung ist kompliziert, da sie den strengen Auflagen und Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes folgen muss.

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Warnung vor T61 Euthanasie: Oft alles andere als ein „schöner Tod“

 

Veröffentlicht 4. Oktober 2021 von hubert wenzl in Medizin, Tierrechte, Tierschutz

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„Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid?!“   Leave a comment

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Von Bea Kälin

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Bild by: Dana Ellyn

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«Tiere sind für uns da! Warum das so ist, weiss ich auch nicht…aber es ist einfach so!» schallt es aus dem Munde einer Person, die felsenfest davon überzeugt ist, dass die Veganer das Abholzen des Regenwaldes für den Anbau von Soja und Palmöl zu verantworten hätten!
Ihre Empörung über den veganen Lebensstil gipfelte am Ende in der Aussage: «Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid? Gott?! Ihr könnt die Welt nicht verändern! Das hat Hitler schon versucht und ist zum Glück daran gescheitert!»

Mal abgesehen davon, dass der Vergleich mit der dunkelsten Gestalt unserer Menschheitsgeschichte an Unverschämtheit nicht zu übertreffen ist, liessen mich die obigen unverblümt konfusen Ausführungen dennoch fassungslos und nicht minder enerviert zurück…

«Tiere sind für uns da» bedeutet also wir können mit ihnen machen was wir wollen. Sie haben kein Recht auf irgendetwas; weder auf ihre Freiheit, ihre Bedürfnisse, ihre Unversehrtheit, ihre Würde noch auf ihr Leben.
Wer so denkt, dem ist jedes Gefühl von Achtung und Demut gegenüber der Schöpfung abhandengekommen. Man muss sich selbst mit Füssen treten, damit kein Funken der Empathie aufkeimt, wenn erklärt wird, dass Mutterkühen ihre Babys entrissen werden, für die Milch und den Käse, auf den man partout nicht verzichten will.

Man möge mir jetzt meine Fäkalsprache nachsehen, aber ich sag es klar und deutlich: Die sogenannten „Nutztiere“ sind dem Menschen nicht mehr wert als ein Stück Scheisse – und das meine ich wortwörtlich: Wir essen sie und wandeln sie durch unsere Verdauung in Scheisse um. So primitiv das klingt, so ist es auch.
Es beschreibt den Stellenwert von fühlenden Wesen, die ins Leben gezüchtet werden, nicht um des Menschen Hunger zu stillen, sondern um die Dekadenz einer Gesellschaft zu nähren, die an ihrer aufgeblähten Arroganz und Ignoranz dabei ist zu platzen!

Millionen Tiere verrecken gerade in dieser Sekunde, schreien und brüllen um ihr Leben und irgendjemand erklärt lapidar: «Tier sind für uns da!»

Es reisst mich innerlich in Stücke bei solch herablassenden Worte, denn ich schaue jeden Tag in den Höllenschlund der absoluten Brutalität, die von Menschen in Auftrag gegeben werden, welche mit solchem oder ähnlichem Gedankengut rücksichtslos durch die schönsten Gärten der Erde trampeln!

Vegan zu leben bedeutet indes, leichten Fusses, sanft und gütig unseren Mitgeschöpfen zu begegnen, damit die Gärten sich ausdehnen mögen zu einem Paradies der Liebe und Fürsorge.

Text by: Bea Kälin

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„Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid?!“

 

Sind Menschen Tiere? Darum stehen wir nicht über Tieren   Leave a comment

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Bild von Peta.de

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Viele Menschen heben die Unterschiede zwischen Mensch und Tier beispielsweise in Redewendungen hervor, um unseren ausbeuterischen Umgang mit anderen Lebewesen zu rechtfertigen. Die Denkweise, der Mensch würde über dem Tier stehen und dürfe deshalb über andere Lebewesen verfügen, sie für ihr Fleisch, ihre Haut und anderes züchten und töten, ist jedoch widersprüchlich und speziesistisch. Denn wir Menschen sind genauso Tiere wie Hunde, Kaninchen, Schweine, Hühner und Fische.

Vermeintliche Argumente wie Sprachfähigkeit, der Gebrauch von Werkzeugen und Intelligenz, die den Menschen angeblich höherwertig einstufen, sind schon lange widerlegt worden. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr darüber, weshalb der Mensch nicht über „dem Tier“ steht.

Viele Menschen heben die Unterschiede zwischen Mensch und Tier beispielsweise in Redewendungen hervor, um unseren ausbeuterischen Umgang mit anderen Lebewesen zu rechtfertigen. Die Denkweise, der Mensch würde über dem Tier stehen und dürfe deshalb über andere Lebewesen verfügen, sie für ihr Fleisch, ihre Haut und anderes züchten und töten, ist jedoch widersprüchlich und speziesistisch. Denn wir Menschen sind genauso Tiere wie Hunde, Kaninchen, Schweine, Hühner und Fische.

Vermeintliche Argumente wie Sprachfähigkeit, der Gebrauch von Werkzeugen und Intelligenz, die den Menschen angeblich höherwertig einstufen, sind schon lange widerlegt worden. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr darüber, weshalb der Mensch nicht über „dem Tier“ steht.

Was ist ein Tier?

Unter dem Begriff Tier versteht man Lebensformen mit einem eigenen Stoffwechsel, die sich fortpflanzen können und über Muskelgewebe sowie ein Nervensystem verfügen, woraus sich Sinnesorgane bilden. Diese sind die Basis für Empfindungsfähigkeit, also die Fähigkeit, positive und negative Einflüsse zu spüren und Erfahrungen zu sammeln. Nur Tiere besitzen Nervensysteme, also die Mechanik, Informationen wie Schmerzimpulse zu übertragen und daraus Schlüsse zu ziehen – Pflanzen, Pilzen, Bakterien und anderen Organismen fehlt diese Anlage.

Durch ihre Empfindungsfähigkeit können Tiere bei Gefahr beispielsweise weglaufen, suchen nach Nahrung und zeigen anderes Verhalten, das für ihre „reproduktive Fitness“ notwendig ist. [1] Während Pflanzen zwar auf gewisse Reize reagieren können, sind Tiere dazu in der Lage, subjektive Erfahrungen zu machen, besitzen also auch ein Schmerzempfinden und ein Bewusstsein.

Sind Menschen Tiere?

Menschen sind per Definition Tiere, denn auch wir verfügen über Sinnesorgane, haben einen Stoffwechsel und pflanzen uns fort, um unsere Zukunft zu sichern. In der Biologie gehört der Mensch als Säugetier zur Familie der Menschenaffen.

Tatsache ist: Die meisten anderen Tierarten sind uns Menschen in oft mehr als einer Fähigkeit überlegen – wobei eine Beurteilung nach menschlichen Maßstäben grundsätzlich falsch ist, denn jedes Lebewesen besitzt als Individuum einzigartige Fähigkeiten und Erlebenswelten, die es zu respektieren und mit eigenen Grundrechten sicherzustellen gilt.

Diese „Unterschiede“ sind eigentlich Ähnlichkeiten

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Forschung alle oben genannten vermeintlichen Alleinstellungsmerkmale des Menschen widerlegt. Die folgenden Argumente zeigen, weshalb der Mensch als eigene Tierart keinerlei Grund hat anzunehmen, anderen Spezies überlegen zu sein.  Aus den folgenden Gründen ist die speziesistische Denkweise nicht gerechtfertigt.

„Bei jeder geistigen Fähigkeit, die ursprünglich als rein menschlich betrachtet wurde, hat sich herausgestellt, dass sie älter und weiter verbreitet ist als zuerst angenommen“, Primatenforscher Frans de Waal

Primatenforscher Frans de waal

Entkräftetes Argument 1: Intelligenzvermögen

Manche Menschen argumentieren, Menschen seien intelligenter als andere Tiere, weshalb sie auch anders behandelt werden sollten. Dabei darf nicht vergessen werden, dass wir Menschen die menschliche Intelligenz als Maßstab setzen – beispielsweise für die Verteilung von Rechten. Aus ethischer Perspektive macht dieses Argument keinen Sinn, insbesondere wenn man sich die Gerichtsbarkeit ansieht: In den USA sprach der oberste Gerichtshof beispielsweise einem Mann mit einem nachgewiesenen Intelligenzquotienten von neun Punkten die vollen Grundrechte zu. [4] Ein Gorilla mit einem IQ von 90 Punkten hat dagegen keine Rechte.

Dazu kommt: Viele Tierarten haben stärker ausgeprägte Sinne als wir Menschen, können also in diesem Bereich deutlich mehr Empfindungen – sowohl positive als auch negative – wahrnehmen als wir. Nichtmenschliche Tiere nehmen ihr Leben anders wahr – ihre Lebensqualität ist deshalb aber nicht geringer als unsere.

Entkräftetes Argument 2: Körperliche Überlegenheit

In körperlicher Hinsicht sind wir Menschen anderen Tierarten nicht überlegen, im Gegenteil.

  • Ein Feldhase ist doppelt so schnell wie Weltrekordhalter Usain Bolt im 100-Meter-Sprint.

  • Der schnellste Fisch der Welt erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde – der schnellste Mensch wurde 2017 mit 9,7 Kilometer pro Stunde im Schwimmen gemessen.

  • Hunde können Geruchsspuren über Kilometer hinweg nachverfolgen.

Und es gibt zahlreiche weitere Beispiele. Die Menschheitsgeschichte zeigt, dass wir andere Tierarten vor allem dafür benutzt haben, um unsere eigenen körperlichen Unzulänglichkeiten auszugleichen. Dank moderner Technik müssen wir heutzutage jedoch kein Tier mehr dafür missbrauchen, um unsere körperlichen Mängel zu kompensieren.

Entkräftetes Argument 3: Herstellung und Gebrauch von Werkzeugen

Die Herstellung von Werkzeug gilt als Grundbaustein unserer kulturellen Evolution. Heute weiß jede:r, dass der Gebrauch von Werkzeugen unter vielen Tierarten verbreitet und daher nicht auf den Menschen beschränkt ist.

  • Seeotter nutzen beispielsweise harte Steine, um Muscheln zu öffnen.

  • Krähen und Raben gehen einen Schritt weiter und nutzen die menschliche Technik: Die Vögel beobachten das Verkehrsgeschehen und werfen an Ampeln Nüsse auf die Fahrbahn, die Autos beim Anfahren für sie aufknacken. Schaltet die Ampel zurück auf Rot, holt sich die Krähe die Früchte ihrer Denkarbeit.

  • Schimpansen basteln sich Werkzeuge aus Stöcken, um an Termiten oder Honig zu gelangen.

Entkräftetes Argument 4: Kommunikationsvermögen

Es ist bekannt, dass manche Tiere wie Meisen und Delfine über verschieden zusammengezogene Laute Sätze formen und so Informationen über ein eindeutiges Vokabular im Dialog mit Artgenossen teilen. Erdmännchen benutzen Redewendungen, um sich gegenseitig zur Nahrungssuche „auf einen Spaziergang“ einzuladen und Schimpansen können die Zeichensprache der Gehörlosen, die American Sign Language (ASL), lernen.

In einer Studie folgerten Forscher:innen, dass sich alle Wirbeltiere universell verstehen – auf emotionaler Ebene. Zwar verstehen wir Menschen nicht die genaue Bedeutung vieler Laute einer anderen Spezies, wir können aber nachvollziehen, welche Emotionen hinter Tonarten stecken. Wir Menschen sind in Sachen Kommunikation nicht besser als andere Tierarten – denn Kommunikation kann auch auf Ebenen ablaufen, die wir bisher einfach noch nicht verstehen.

Jedes Leben ist gleich viel wert

Es gibt keine logische oder plausible Rechtfertigung dafür, Menschen und andere Tiere ungleich zu behandeln. Denn jedes Leben ist wertvoll – unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Körperform und Spezies. Dazu gehört auch, jedes Lebewesen als eigenständige Persönlichkeit anzuerkennen, die ein Recht dazu verdient, ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse nach freiem Willen zu entfalten.

Das Problem liegt darin, dass wir Menschen nicht-menschliche Tiere nach menschlichen Fähigkeiten und Eigenschaften bewerten. In Tierversuchen der Grundlagenforschung beispielsweise wird die Leistungsfähigkeit von Tieren in verschiedenen Bereichen an Aufgabenstellungen ermittelt, die für den Menschen ausgelegt sind. Das ist ungerechtfertigter und willkürlicher Elitarismus, dem jegliche ethische Grundlage fehlt. Denn auch Kindern und Menschen mit Behinderung würden wir ihre Rechte nicht absprechen, nur weil sie in manchen Fällen nicht dieselben Fähigkeiten erfüllen.

Handeln Sie mitfühlend – geben Sie Speziesismus keine Chance

Speziesismus hat in einer vorwärtsgerichteten Gesellschaft wie der unseren keinen Platz – denn heutzutage muss kein Lebewesen mehr für unsere Zwecke leiden. Die einfachste Möglichkeit, wie Sie jedes Leben wertschätzen und nachhaltig schützen können, ist es, vegan zu leben.

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Sind Menschen Tiere? Darum stehen wir nicht über Tieren

Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben   Leave a comment

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Was diese Tiere an unsäglichen Schmerzen und Leiden mitmachen müssen ist die Hölle auf Erden. Es nützt auch nichts von Videos, die die Realität zeigen angewidert sein oder zu sagen ich kann mir das nicht ansehen. Nur kein Leder zu kaufen nützt den Tieren.

Von Peta.de

 

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Hohe Profite für Tierhäute

Fleischproduzenten witzeln, dass sie aus jedem Teil einer Kuh Geld machen, außer aus dem Muh. Nach dem Fleisch ist das wirtschaftlich wichtigste Produkt der Schlachthäuser die Haut der Tiere. [1] Selbst die Felle von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet, sobald die Tiere nicht mehr genug Milch geben. Die Häute ihrer Kinder werden in teures Kalbsleder verwandelt.

Der wirtschaftliche Erfolg der Schlachthäuser und der Milch- und Mastbetriebe steht in solch engem Zusammenhang mit dem Verkauf von Häuten für Lederwaren, dass der brasilianische Fleischproduzent JBS nicht nur das größte Schlachthausunternehmen, sondern mit dutzenden Gerbereien auf dem gesamten Globus zugleich der größte Lederproduzent der Welt ist.

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Für die Produktion von Leder werden Tiere teilweise um die halbe Welt gekarrt. – Bild von Peta.de

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Welche Tiere werden für Leder getötet? 

Ein Großteil der weltweit verarbeiteten Tierhäute stammt von Kühen, Büffeln und Kälbern. Leder wird aber auch aus der Haut von Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen hergestellt. Manche Tiere werden ausschließlich wegen ihrer schönen Häute gejagt und getötet.

Sogenannte Exoten, wie Alligatoren, Krokodile, Eidechsen und Schlangen, werden ihrer Häute und ihres Fleisches wegen sogar im großen Stil auf Farmen gezüchtet. Dem grausamen Ledergeschäft fallen auch Strauße, Zebras, Bisons, Wasserbüffel, Wildschweine, Kängurus, Elefanten, Aale, Haie, Delfine, Seehunde, Walrosse, Frösche und Schildkröten zum Opfer.

Bis heute wird über die Hälfte dieser Tiere für Schuhe aus Leder getötet, dicht gefolgt von Möbeln, Bekleidung und technischem Leder. Ein weiterer wichtiger Abnehmer der Häute ist die, die für die Innenausstattung von Autos vor allem auf Rinderleder zurückgreift.

Leiden für Leder

Um an die Häute zu kommen, erleiden die betroffenen Tiere oftmals alle Grausamkeiten der Tierhaltung: In überfüllten Ställen wird vielen Rindern und Schweinen jegliches natürliches Verhalten verwehrt. Zahlreiche Rinder erhalten schmerzhafte Brandzeichen, ihre Schwänze werden gestutzt, die Hörner gekürzt und weltweit werden sie ohne Betäubung kastriert.

Anschließend folgen der qualvolle Transport und die Schlachtung. Jedes Jahr werden allein in deutschen Schlachthöfen schätzungsweise 330.000 Kühe nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird.

Schlangen und Eidechsen werden für Schuhe, Handtaschen und Uhren aus Exotenleder oft lebendig gehäutet. Großen Schlangen wie Pythons wird ein Schlauch in den Mund eingeführt. Anschließend werden die Tiere mit Wasser vollgepumpt, damit sich die Haut löst.

Schlangen sind oft noch bei vollem Bewusstsein, wenn sie mit Haken oder Nägeln durch den Kopf an einen Baum geschlagen und ihnen die Haut vom Körper gezogen wird. Sie winden sich noch, wenn ihre gehäuteten Körper auf einen Haufen geworfen und zurückgelassen werden, bis sie schließlich an Schock oder Wassermangel sterben. Das kann bei Reptilien mehrere Tage dauern.

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Obwohl Krokodile Einzelgänger sind, werden sie auf Zuchtbetrieben oftmals mit zahlreichen Artgenossen zusammengepfercht. – Bild von Peta USA

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Wo wird Leder hergestellt?

Die weltweite Lederindustrie verarbeitet jedes Jahr die Häute von über 1,4 Milliarden Rindern, Ziegen und Schafen. Ein Großteil der Tiere wird in Billigproduktionsländern ohne greifende Tierschutzgesetze wie China, Indien, Brasilien oder Bangladesch getötet. Die Häute dieser Tiere werden anschließend auf der ganzen Welt verarbeitet und verkauft.

Besonders viele Häute stammen ursprünglich aus Indien. Da die Kuh dort als heilig gilt, glauben viele Menschen, dass die Rinder in Indien gut behandelt würden. PETA und ihre internationalen Partnerorganisationen konnten aufdecken, wie alte, kranke und verletzte Rinder eng zusammengepfercht auf Lastwagen gedrängt und zu weit entfernten Schlachthöfen transportiert wurden. Auf den holprigen Straßen fielen die Kühe auf den Ladeflächen der Laster übereinander und verletzen sich mit ihren spitzen Hörnern und Hufen. In den behelfsmäßigen Schlachthäusern angekommen, banden die Arbeiter den wehrlosen Tieren alle vier Füße zusammen und schnitten ihnen gewaltsam und ohne jegliche Betäubung die Kehle durch.  

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In den indischen Schlachtbetrieben herrschen unhygienische und gefährliche Bedingungen vor. – Bild von PETA / Karremann

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Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben

Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle   Leave a comment

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Von Peta.de

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

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Bild von Peta.de

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Wie ein aktueller PETA-Bericht aufzeigt, belegen mehr als 2.500 Studien, dass Tiere Gefühle wie Schmerzen, Angst, Freude und Liebe empfinden. Ratten lachen, wenn man sie kitzelt. Schafe können Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Ziegen können optimistisch sein. Und Kraken wissen ganz genau, wen sie mögen und wen nicht. Tierversuche müssen daher umgehend beendet werden.

Wer sein Zuhause schon einmal mit einem Hund, einer Katze oder anderen Tieren geteilt hat, braucht keine 2.500 Studien, um zu wissen, dass Tiere Gefühle haben – genau wie der Mensch. Die Beweise sind überdeutlich: Tiere empfinden unterschiedliche Emotionen – von Freude und Glück über Traurigkeit und Trauer bis hin zu Mitgefühl, Neid oder Missgunst. Sie können sogar unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden.

Trotzdem werden jedes Jahr weltweit Millionen von Tieren in schmerzhaften, invasiven Experimenten gequält, bevor man sie schließlich kaltblütig tötet – und all das, obwohl wir über das Gefühlsleben von Tieren heute so gut Bescheid wissen.

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

PETAs Bericht über die Emotionen von Tieren

Wissenschaftler von PETA haben in einem Bericht Ergebnisse aus dutzenden von Studien zusammengetragen, die teils sogar von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (NIH) finanziert wurden und das Empfindungsvermögen von unterschiedlichsten Tieren, einschließlich Säugetieren, Vögeln, Fischen, Kopffüßern (z. B. Kraken) und Decapoden (wie Krebsen und Hummern) untersuchten. Der Bericht zeigt die Widersprüchlichkeit auf, wie sie unter Forschenden herrscht, die selbst Tierversuche durchführen. Denn natürlich geht man in den meisten Verhaltensstudien und psychologischen Versuchen an Tieren davon aus, dass diese Tiere über Emotionen verfügen – und spricht den Tieren gleichzeitig ihr Trauma und Leid ab.

Da nicht-menschliche Tiere, genau wie der Mensch, über Emotionen verfügen, schlussfolgert der Bericht, dass es ethisch nicht vertretbar ist, sie dem Trauma und seelischen Leid auszusetzen, das Tierversuche ihnen zufügen.

PETA fordert Politik und Wissenschaft zum Umdenken auf: Es ist dringend erforderlich, dass endlich entsprechend der wissenschaftlichen Erkenntnisse gehandelt, ein Paradigmenwechsel herbeigeführt und Tierversuche umgehend beendet werden.

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Bild von Peta.de

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Die einzig humane Entscheidung für die Zukunft muss lauten: Stoppt Tierversuche!

Weltweit setzt sich immer mehr das Wissen durch, dass unsere tierischen Mitlebewesen fühlen können. Es zeichnet sich ein Wandel ab. Länder wie Frankreich, die Niederlande, Neuseeland, Schweden und Tansania erkennen die Empfindungsfähigkeit von Tieren in ihren Gesetzen an. Die belgische Hauptstadt Brüssel sieht Tiere als Lebewesen „ausgestattet mit Empfindungsvermögen, eigenen Interessen und Würde, die von einem besonderen Schutz [profitieren]“. Wer von sich behauptet, wissenschaftlich zu arbeiten, muss sich auch an die Grundsätze der Wissenschaft halten.

Doch Tierexperimentatoren und Finanzierungsbehörden weigern sich, die eindeutigen Fakten über das Empfindungsvermögen von Tieren anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Damit hinken sie der Zeit hinterher. Archaische Versuchsmethoden an Tieren – die auch weite Teile der Öffentlichkeit als unmoralisch ablehnen – müssen ein Ende finden. Stattdessen muss die Wissenschaft vollständig auf humanrelevante Methoden wie Organ-on-a-Chip, Organoide, 3-D-Biodruck und Bioinformatik umsteigen. Denn diese Methoden liefern Ergebnisse, die die Wissenschaft tatsächlich voranbringen.

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Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle

Veröffentlicht 20. September 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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Tierschutz-Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2021   Leave a comment

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Wem Tierschutz ein Herzensanliegen ist, der wird sicher nicht CDU und auch nicht FDP wählen.

Von Peta.de

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Bild von Peta.de

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Wahlen sind ein wichtiges Ereignis für alle Tierfreund:innen: Denn Sie bieten Ihnen die Möglichkeit, um auch den Tieren Ihre Stimme zu verleihen. Die Wahlprogramme der Parteien sind jedoch oft kurz gehalten und nicht immer eindeutig formuliert. Um Wahlberechtigten die Wahl zu erleichtern, haben wir von PETA Deutschland die wichtigsten Parteien vor den Wahlen zum Bundestag am 26. September 2021 gebeten, ihre Positionen zu acht wichtigen Tierschutzthemen zu offenbaren.

Zu Gunsten der Übersichtlichkeit sind sowohl die Fragen als auch die Positionen der Parteien in der nachfolgenden Tabelle stark verkürzt wiedergegeben. Die vollständigen Antworten der Parteien können Sie unterhalb der Tabelle als PDF-Datei herunterladen.

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Antwort der CDU

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Tierschutz-Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2021