Archiv für die Kategorie ‘Massentierhaltung

Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten beenden!   Leave a comment

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Von Peta.de

Viele Menschen kennen die traurigen und angsterfüllten Augen von Schweinen, Rindern, Schafen oder Hühnern, die auf den Straßen transportiert werden – meist auf dem Weg zum Schlachthof. Laut einer Kleinen Anfrage wurden im Jahr 2018 insgesamt 6.662.774 sogenannte Zuchttiere aus Deutschland in Nicht-EU-Staaten exportiert, darunter Russland, die Türkei, Usbekistan, Marokko und der Libanon. Des Weiteren wurden 3.712 als sogenannte Schlachttiere gekennzeichnete Lebewesen in diese und weitere Drittstaaten transportiert.

Alleine in Deutschland werden jedes Jahr etwa 800 Millionen Tiere in Schlachthäusern getötet. Nicht selten sehen diese Tiere auf dem Transport zum Schlachthof zum ersten Mal Tageslicht, denn sie mussten ihr entbehrungsreiches Leben bis zu diesem Tag in Zucht- und Mastfabriken fristen.

Die vollständige Übersicht zu den einzelnen Tierarten finden Sie hier.

Benennung als „Zuchttier“ ist pure Augenwischerei

In den letzten Jahren werden immer mehr Rinder als „Zuchttiere“ statt als „Schlachttiere“ verkauft und in Nicht-EU-Staaten transportiert. Das liegt vor allem an TV-Beiträgen über Transporte, Abladungen und Schlachtungen, die das ganze grausame Ausmaß der leidvollen Tiertransporte zeigen. Doch statt die längst überfällige Konsequenz zu ziehen und zumindest Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten zu untersagen, redet sich die Politik erneut heraus und schränkt lediglich den Transport sogenannter Schlachttiere ein – also Tiere, die in den Zielländern umgehend getötet werden. Dagegen steigt der Anteil sogenannter Zuchttiere. Diese Tiere sollen den Zielländern helfen, eigene Tierherden zur Selbstversorgung aufzubauen oder „frisches Blut“ in die Herden zu bringen. Fakt ist jedoch, dass Deutschland schon seit Jahrzehnten Tiere zu angeblichen Zuchtzwecken, teilweise auch schwangere Tiere, an Nicht-EU-Länder verkauft, ohne dass in diesen Ländern eine vergleichbare Herdenstruktur aufzufinden ist. Es liegt also auf der Hand, dass auch sogenannte Zuchttiere zeitnah in den dortigen Schlachthöfen getötet werden – meist ohne Betäubung.

Deutsche Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten müssen sofort beendet werden!

Tiere leiden auf dramatische Weise bei Tiertransporten: Das hat zum wiederholten Mal auch der TV-Beitrag „Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen“ von November 2017 auf traurige Weise gezeigt. Appellieren Sie gemeinsam mit PETA an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages und fordern Sie ein sofortiges Ende der grausamen Lebendtiertransporte in Drittländer.

Hier weiterlesen:

Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten beenden!

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Gruß Hubert

Interview mit Prof. Jens Bülte: „Wir haben ein massives Vollzugsdefizit!“   Leave a comment

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So einfach ist das:

In der Strafjustiz gibt es zwei Akteure, die Staatsanwaltschaft und das Gericht. Wenn einer der beiden meint, ein allgemein akzeptiertes Verhalten könne man nicht bestrafen und das in juristische Argumente verpackt, bleiben diese Taten unbestraft.

Jens Bülte, Professor für Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Mannheim, hat Tierschutzfälle aus den vergangenen 40 Jahren ausgewertet.

Auszug von tierrechte.de

4. Schon der Titel Ihres Essays „Zur faktischen Straflosigkeit institutionalisierter Agrarkriminalität“ spricht Bände. Wie kann es sein, dass Tierquälerei im großen Stil nicht angemessen bestraft wird?

Praktisch liegt das daran, dass es in der Strafjustiz zwei Akteure gibt, die beide zu dem Ergebnis kommen müssen, dass ein Handeln strafbar ist. Zum einen die Staatsanwaltschaft, zum anderen das Gericht. Wenn einer der beiden meint, ein allgemein akzeptiertes Verhalten könne man nicht bestrafen und das in juristische Argumente verpackt, bleiben diese Taten unbestraft. Hier kann also unter anderem die Überzeugung, ein wirtschaftlich sinnvolles und als Folge der Massentierhaltung notwendiges Übel könne nicht strafrechtlich verfolgt werden, dazu führen, dass geltendes Strafrecht nicht angewendet wird. In Münster hatte die Staatsanwaltschaft zwar angeklagt. Die Anklage wurde jedoch vom Landgericht Münster nicht zugelassen, unter anderem, weil das Gericht die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmer klar überbewertet hat.

Quelle:

Interview mit Prof. Jens Bülte: „Wir haben ein massives Vollzugsdefizit!“

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Gruß Hubert

Story im Ersten: Tiertransporte gnadenlos   Leave a comment

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Es ist eine Schande und ein Verbrechen wie mit sogenannten „Nutztieren“ umgegangen wird.

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TV-Sendung vom 20.07.2020 – 23:00 Uhr –  daserste.de (ARD)

Video:

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/ab-12-tiertransporte-gnadenlos-viehhandel-ohne-grenzen-bearbeitete-version-ab-12-video-100.html

Eisiger Wind bläst unzählige Schneefäden über die russische Winterlandschaft. Es ist acht Uhr früh, die Sonne schiebt sich langsam durch die Wolken, als zwei Lastwagen eine Sammelstelle bei Smolensk an der weißrussisch-russischen Grenze verlassen. An Bord jeweils mehr als 30 deutsche Kühe aus Brandenburg – hochträchtig. Der Export soll angeblich dem Aufbau einer Zucht dienen. Ziel der Reise: Usbekistan. Bis dahin sind es noch mehr als 4000 Kilometer. Was die Fahrer nicht wissen: Die Lkw werden von Tierschützern der deutschen Organisation Animals Angels begleitet. Helana Bauer und ihre Mitstreiter sind auf solche Einsätze spezialisiert. Tagelang werden sie den Lkw folgen. Und auch dieses Mal feststellen, dass die Fahrer nicht anhalten, an Versorgungsstellen vorbeifahren bis zu ihrem Ziel in Usbekistan. Am Ende stehen die Tiere in ihren eigenen Exkrementen, vollkommen erschöpft.

Tiertransporte oft über tausende Kilometer, unter qualvollen Bedingungen.

Tiere werden oft tausende Kilometer weit transportiert, unter qualvollen Bedingungen. | Bild: Animal Welfare Foundation
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Auch in Marokko wird eine deutsche Kuh verkauft – und grausam geschlachtet

Ein ähnlicher Fall Wochen später, diesmal sind die Tierschützer in Marokko unterwegs. Sie besuchen Viehmärkte bei Marrakesch und Casablanca. Hier werden Kühe verkauft, vor allem Schlachtvieh. Auch hier werden die Aktivisten von Animals Angels fündig. Sie entdecken eine Kuh, deren Ohrmarke auf einen Hof bei Hannover verweist. Vor wenigen  Monaten wurde sie nach Marokko exportiert und wird nun auf dem Viehmarkt in Marrakesch verkauft. Noch am gleichen Tag landet sie in einem nahen Schlachthof, wo sie auf grausame Weise geschächtet wird: die Halsschlagader wird aufgeschnitten, bei vollem Bewusstsein des Tieres. Eine grausame und in Marokko übliche Praxis. Die Leute von Animals Angels sind empört. Sie vermuten: Die Kuh war nicht zur Zucht, sondern von vornherein als Schlachttier vorgesehen.  

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Viehmarkt in Marokko.

Viehmarkt in Marokko: Hier haben Tierschützer eine Kuh aus Hannover entdeckt, die später qualvoll geschlachtet wird. | Bild: SWR
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Die Dokumentation konfrontiert Politiker in Berlin und Brüssel

Mehr als 30.000 Rinder werden jedes Jahr angeblich zu Zuchtzwecken in Länder außerhalb der EU exportiert. Tierschutzexperten wie Iris Baumgärtner von der Organisation Animal Welfare Foundation beklagen, dass der Tierschutz bei solchen Exporten kaum zu überprüfen sei. Und darum finde er so gut wie nicht statt. Wie kann das sein? ARD-Filmemacher Edgar Verheyen hat solche Transporte gemeinsam mit Tierschützern nach Asien, nach Nordafrika und quer durch Europa begleitet. Er hat nicht nur grausame Zustände dokumentiert, er fragt auch nach den Ursachen, konfrontiert Politiker in Brüssel und Berlin sowie Verantwortliche in Industrie und Landwirtschaft.

Sein Fazit: Hier werden auf grausame Weise, ohne Rücksicht auf die Kreatur bei großer Hitze und extremer Kälte Tiertransporte durchgeführt, bei denen sich Spediteure und Viehhändler vielfach über geltendes Recht einfach hinwegsetzen. Eine aufrüttelnde Reportage.

Ein Film von Edgar Verheyen

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Story im Ersten: Tiertransporte gnadenlos

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Gruß Hubert

Es ist schon ein bisschen gruselig…   Leave a comment

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Rebloggt von Bettina Marie Schneider.

9. Juli 2020.

Es ist schon ein bisschen gruselig.
Mein Artikel, ein Gedankenspiel über den (vielleicht existenten) Todeswunsch der Schweine,
die lange Wochen in Kastenständen ihr armseliges Dasein fristen,
hat sich im Netz verbreitet, wie ein Flächenbrand.
Allein auf diesem Blog hier war die Reichweite bisher über eine halbe Million Leser.
Dazu kommen die unautorisierten Kopien (diesmal ausnahmsweise OK  ), die auf anderen Plattformen und Webseiten erscheinen und die Veröffentlichungen in mehreren News Portalen, allen voran, Focus.

Wow…Ziel erreicht.
Diesen Beitrag haben wohl oder übel auch manche Menschen gelesen, die sich bisher nur sehr am Rande mit der Herkunft ihres Schnitzels beschäftigt hatten. Nach dem Motto:
„Wenn es erlaubt ist, wird es schon seine Richtigkeit haben“….
Ich dachte das ja auch lange Zeit, bis mir die Abgründe der deutschen „Lebensmittelerzeugung“ geläufig waren.
Nicht Ausnahmen, sondern die Regel, wenn Tiere vor dem Tod noch vermeidbares, zusätzliches und vor allem, schreckliches Leid erfahren.
Weil Geiz geil ist und so ziemlich alles andere wichtiger erscheint, als Rücksicht oder Gnade. Ja, Gnade!…

Neben der unglaublich positiven Resonanz, schlägt mir jedoch für diesen Blog auch ein Hass entgegen, den ich bemerkenswert finde.
Ich bin manches gewohnt aber den Vorwurf der „Volksverhetzung“,
den Vergleich mit einer „Nazisau“, die Empfehlung, einen Psychiater zu konsultieren, die Unterstellung, ich würde Lust am Leiden der Tiere empfinden…das war dann doch neu.

Natürlich ist man sich in bestimmten Kreisen auch darüber einig, dass ich keine Ahnung von Schweinen und von Schweinemast habe.
Glaubt man diesen Kommentatoren, dann wäre jede Mastanlage kuschliger als ein Streichelzoo, naja…

Offensichtlich habe ich einen empfindlichen Nerv getroffen.

Den Menschen ist vielleicht doch nicht ganz egal, wenn Tiere vermeidbares Leid erfahren.
Es war kein reines „Veganer Thema“ sondern es erreichte auch den überzeugten Ich-kaufe-nur-Bio-Fleisch-beim-Metzger-meines-Vertrauens, Verbraucher.
Wenn er es denn dann nur einmal wirklich und konsequent tun würde…

Gruselig, plötzlich so viel Hass auf sich vereinigt zu sehen, obwohl man einzig die Wahrheit schreibt.
Ich hätte das auch noch viel drastischer formulieren können und es wäre dem wirklichen Leid immer noch nicht wirklich gerecht geworden.

Gruselig … aber auch wunderschön, dass meine Stimme gehört wird.
Ich hatte versprochen, dass ich ihnen meine Stimme schenken würde.
Bitte tut ihr das auch.

 

Bild1

Bildrechte (c) PETA

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Quelle:

Es ist schon ein bisschen gruselig…

 

„Toennies darf wieder schlachten“…   2 comments

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Bei den Nachrichten kein Wort für das große Leiden der Tiere…

Von beasbevegan.ch

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Am 15. Juli 2020 verkündete Judith Rakers in den 20 Uhr Nachrichten, mit ungerührter Miene und emotionsloser Stimme: „Toennies darf wieder schlachten“…

Da steht sie nun, die Frau Rakers, drapiert als „goldender Engel“ mit ihren kitschig gefärbten blonden Haaren und spricht mit sachlichen Worten das Todesurteil über 20’000 Schweine aus, die nun wieder täglich von ihrem Henker hingerichtet werden dürfen.
Das Wort «dürfen» im Zusammenhang mit «Schlachten», ist mehr als nur anstössig.

Da wird eine Meldung publiziert, ohne jegliche kritische Berichterstattung über die wahren Opfer, die zitternd und schreiend in Transportern eingepfercht auf der Fahrt in die Hölle sind!
Nicht einmal ein einziges Wort sind diese Tiere wert; kein kritisches Hinterfragen, keine Recherche, keine Gnade.
Das nette Emblem auf dem Dach der Todesindustrie, setzt man jedoch gerne ins Bild. Es dient der Vertuschung eines Verbrechens, das von Staat und Regierung gedeckt- und vom Fleischesser unterstützt wird.

So sind nun also die Messer wieder gewetzt, das Bolzenschussgerät geladen und die Grillkohle glüht, während der Konsument sich des „Billigfleisches“ erfreut und die Partygäste sich dem feuchtfröhlichen Leichenschmaus hingeben.
Das Wort „billig“ in Bezug auf Körperteile von fühlenden Lebewesen, darf an dieser Stelle als widerwärtig und zynisch betrachtet werden, da das Leben eines Tieres das Wertvollste war, das es besass. Als „billig“ indes kann man getrost die Spezies Mensch bezeichnen, dem kein anderes Argument dazu einfällt, als der längst abgedroschene Satz: „Der Mensch habe schon immer Fleisch gegessen.“

Es sei ein Skandal, hiess es, wie die Mitarbeiter von Toennies in ihren Unterkünften untergebracht seien. Das ist gewiss so und längst schon bekannt, dazu brauchte es keinen sogenannten „Corona-Ausbruch“.
Ob man das Problem in nur vier Wochen hat lösen können, bleibt im Zweifel. Was jedoch nicht im Zweifel bleibt ist, dass der Betrieb ohne ernsthafte Konsequenzen sein bestialisches Geschäft weiter betreiben wird, und dass weiterhin Schweine auf die übelste Art und Weise gefoltert und gemeuchelt werden. DAS ist ein Skandal!

Fleisch-, Milch- und Eierskandale hatten wir in der Vergangenheit einen nach dem anderen, dennoch scheint dem Konsumenten nicht zu dämmern, dass das auch so bleiben wird, wenn er nicht endlich zur Besinnung kommt und begreift, dass die Ausbeutung von Tieren ein diabolischer Akt ist, der nur dem Egoismus und den Kassen der Industrie dient.

Der Konsum von „Billigfleisch“, wird den Menschen noch teuer zu stehen kommen, auch wenn er behauptet, er kaufe beim „Bauern nebenan“ oder „dem Metzger des Vertrauens“, denn letztlich macht das keinen Unterschied.

Text by: Bea Kälin

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„Toennies darf wieder schlachten“…

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Gruß Hubert

 

 

Deutschlands erfolgreichster Tierschützer: „40 Prozent der Tiere wachen beim Zerlegen auf“   Leave a comment

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Aus Focus.de

Friedrich Mülln im Interview

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Friedrich Mülln setzt sich seit langem für Tiere ein.
Foto: SOKO Tierschutz
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Tiere in Schlachthöfen werden oft bei lebendigem Leibe zerlegt, weil die Betäubung nicht funktioniert, sagt Tierschützer Friedrich Mülln. Zwischen Bio und herkömmlicher Produktion gibt es seiner Ansicht nach keine Unterschiede – und oftmals seien kleine Hofläden schlimmer als große Schlachtfabriken.

Friedrich Mülln hat schon früh sein Herz für Tiere erkannt. Seit seiner Kindheit ist er strenger Veganer und schon als Jugendlicher begann er, Missstände in bei der Tierhaltung aufzudecken. Nachdem er zunächst bei einer anderen Tierschutzorganisation arbeitete, gründete er 2012 die „Soko Tierschutz“, die seitdem in vielen Undercover-Missionen eine Reihe großer Skandale aufgedeckt hat. Zu den größten Erfolgen des 40-Jährigen gehört die Schließung des Tierversuchslabors LPT bei Hamburg im vergangenen Winter. Demnächst erscheint ein Buch, in dem er seine weltweite Arbeit und seine Erfahrungen schildert.

FOCUS Online: Sie kämpfen seit vielen Jahren gegen die brutalen Zustände in der Massentierhaltung. Im Zuge der Corona-Krise wird jetzt wieder einmal über die Lebensbedingungen der osteuropäischen Arbeiter diskutiert. Glauben Sie, dass sich diesmal etwas ändert?

Friedrich Mülln: Die reinen Zahlen der Fleischindustrie sehen nicht so aus, dass die Verbraucher sich umorientieren und weniger Fleisch essen. Das einzige Problem, dass die Unternehmen haben, ist, dass sie zurzeit wegen der Pandemie kaum noch Orte haben, wo sie die Tiere töten können. Es bleibt daher nur zu hoffen, dass die Menschen sich umorientieren. Wenn sie das nicht freiwillig tun, ist in meinen Augen der Staat gefordert. Das ist wie mit dem schnellen Fahren. Ohne Zwang und Verbot würden viele Autofahrer auch rasen, wie es ihnen gefällt. Leider aber buckelt der deutsche Staat regelmäßig vor der Fleischindustrie. Und das Versprechen, Werksverträge für die osteuropäischen Arbeiter abzuschließen, ist zwar schön und ich werde es mir irgendwo an die Wand hängen – mit dem Vermerk „Umsetzung unbekannt“. Denn die Industrie hat längst mit der üblichen Einlullungsstrategie begonnen und am Ende weiß sie, dass sie sich auf die Politik verlassen kann.

FOCUS Online: Zurzeit wird ja mehr über die schlimme Situation der Arbeiter aus Osteuropa diskutiert als über das Leid der Tiere. Ärgert Sie das als Tierschützer?

Mülln: Nein, gar nicht. Denn das Leid der Menschen ist vom Leid der Tiere gar nicht zu trennen. Ich bin allerdings immer wieder erstaunt, wenn ich in einer Diskussion versuche zu erklären, wie so ein Schlachthof eigentlich funktioniert und was das für die Tiere bedeutet – und dann kommt die Aufforderung, ich solle doch bitteschön endlich über die Menschen reden, die dort arbeiten. Man kann beide Themen nicht entkoppeln. Wer nicht weiß, was mit den Schweinen in der Gaskammer passiert, versteht auch nicht wirklich die Lage der Arbeiter. Es geht dabei nicht nur um die schlechte Bezahlung und die katastrophale Unterbringung, sondern auch um die Verrohung der Menschen, die diese brutale und grausame Arbeit jeden Tag machen müssen. Wenn man den ganzen Tag Tiere unter solchen Bedingungen tötet, hat das natürlich psychische Auswirkungen.

FOCUS Online: Wo sehen Sie die schlimmsten Missstände in den Schlachthöfen wie dem von Tönnies in Gütersloh?

Da geht es einmal schlicht um die Masse, vor allem in den Großschlachthöfen wie Tönnies, Danish Crown und all den anderen. Ein ganz großes Problem ist in allen Schlachthöfen die Betäubung der Tiere, bevor sie getötet werden. Sie ist so katastrophal, dass nach unseren Erfahrungen bis zu 40 Prozent aller Tiere während des Zerlegungsprozesses wieder aufwachen.

FOCUS Online: Sie erleben also bewusst mit, wenn sie zerlegt werden?

Mülln: Es passiert häufig, dass Kühe, denen einen Bein oder das Horn abgesägt wird, während dieses Prozesses aus ihrer Betäubung wieder aufwachen und dann natürlich den vollen, kaum vorstellbaren Schmerz spüren. Dass sich Länder wie Deutschland so etwas leisten, ist ein unfassbarer Skandal.

FOCUS Online: Warum funktioniert denn die Betäubung nicht?

Mülln: Die Tiere kommen mit einem riesigen Adrenalinschub an. Dann bekommen sie vom Kopfschlächter einen Bolzenschuss ins Gehirn, der aber genau sitzen muss. Das Problem: Die Stelle, an der der Bolzen eindringen muss, ist so groß wie ein Zwei-Euro-Stück. Da passiert es eben oft, dass danebengeschossen wird, zumal die Tiere sich ja wehren und nicht stillstehen. Manche Tiere bekommen mehrere Schüsse ins Gehirn, bis sie betäubt sind. Aber durch das Adrenalin und die Todesangst wachen sie oft viel schneller wieder auf, als geplant. Sie werden lediglich betäubt und nicht getötet, damit das Blut nicht ausläuft. Dadurch wird das Fleisch schmackhafter.

Schweine wiederum werden nach einem Stromschlag oder Gas ins Brühbad gekippt. Das geschieht, weil auf diese Weise die Borsten und die obere Hautschicht gelöst werden, weil man die beim Schlachten nicht gebrauchen kann. Wenn die Betäubung nicht funktioniert, werden sie eben lebendig in dieses kochende Wasser geworfen. Die Schmerzschreie dieser Tiere vergisst man nicht mehr, wenn man das einmal gehört hat.

FOCUS Online: Was noch?

Mülln: Sehr schlimme und brutale Szenen gibt es immer wieder, wenn die Tiere sich auf dem Weg zur Schlachtung wehren. Sie sind nicht blöd und begreifen, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird. Dann wird gnadenlose Gewalt angewendet, mit Elektroschockern zum Beispiel. Als skandalös empfinde ich auch die Zwischenlagerung der lebenden Tiere in sogenannten Ruheräumen. Dieser Begriff suggeriert, dass es hier alles ganz ruhig zugeht und die Tiere sich entspannen können, bevor sie umgebracht werden. Das Gegenteil ist aber der Fall. Sie bekommen hier kein Futter und kaum Wasser und sie kommen mit fremden Artgenossen zusammen, mit denen sie sich oft stundenlang unter dem Stress, unter dem sie stehen, bekämpfen und sich gegenseitig schwere Verletzungen zufügen.

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Schweine beim Transport. – Foto SOKO Tierschutz
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FOCUS Online: Die Schlachthöfe stehen aber am Ende der Leidenskette, oder?

Mülln: Das System der Massentötung geht Hand in Hand mit dem System der Massentierhaltung. Das eine geht gar nicht ohne das andere. In einem großen Schlachthof werden bis zu 30.000 Schweine oder 700 Rinder an einem Tag getötet. Um auf diese Zahlen zu kommen, braucht es eine große Menge an riesigen Stallbetrieben, in denen die Tiere auf engstem Raum und unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Und bevor sie geschlachtet werden, werden sie auf langen, quälenden Transporten zu den Schlachtfabriken gebracht. Das ganze System basiert auf Leid und institutionalisiertem Rechtsbruch, denn vieles ist illegal. Vieles wird auch einfach geduldet, wie die Kastenstände, in denen sich die Sauen wochenlang nicht bewegen können – denn ohne diese Duldung würde das ganze System nicht funktionieren.

Zum Beispiel werden millionenfach Puten die Schnäbel abgebrannt, weil die Tiere sich sonst gegenseitig umbringen würden. Das ist eine Verstümmelung und die ist gesetzlich verboten. Aber dann wird einfach eine millionenfache Ausnahme ausgesprochen.

FOCUS Online: Es geht aber in der Massentierhaltung gar nicht nur um das Wohl der Tiere, sondern auch um die Gesundheit der Menschen. Machen sich die Verbraucher eigentlich klar, welche Gefahren es für die eigene Gesundheit gibt?

Mülln: Massentierhaltungen und die angeschlossenen Schlachthöfe sind eigentlich gigantische Petrischalen. Wenn man einen gefährlichen Erreger züchten möchte, schafft man ein heißes Klima mit vielen geschwächten Kreaturen und impft diese möglichst oft mit Antibiotika, so dass sich der Erreger gut an diese Abwehrmaßnahme gewöhnen kann. Genau so läuft das bei uns ab. Damit züchten wir uns eine Gefahr, gegen die Corona wirklich wie eine harmlose Grippe wirkt – nämlich die Gefahr der multiresistenten Keime. Diese werden der große Killer des 21. Jahrhunderts sein, sie kosten jetzt schon zehntausenden Menschen das Leben. Denn bald werden Infektionskrankheiten wie eine Lungenentzündung, Tuberkulose oder Syphilis plötzlich wieder tödlich. Sie sind dann wieder das, was sie vor der Erfindung des Antibiotikums waren: ein grausames Todesurteil. Bei TBC gibt es heute schon Stämme, die mit Antibiotikum nicht bekämpft werden können.

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Deutschlands erfolgreichster Tierschützer: „40 Prozent der Tiere wachen beim Zerlegen auf“

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Gruß Hubert

An diesen Krankheiten leiden Schweine in der Mast   Leave a comment

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Unglaublich was die Verantwortlichen den Schweinen für ein „Leben“ zumuten. Und das soll legal sein…?? Es ist eine Schande wie würdelos Menschen mit Tieren umgehen.

Von Peta.de

 

Bild von Peta.de

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Vielen Menschen ist heute bewusst, dass Schweine in der Landwirtschaft ein qualvolles Leben führen. Etwa 99 % aller Schweine leben in der konventionellen Tierhaltung. Das bedeutet für die Tiere: Kastenstände in der Zucht, harte und kotverdreckte Spaltenböden, eine völlig reizarme Umgebung und niemals frische Luft. Auch ein Ball oder eine Metallkette, die alibimäßig als „Spielzeug“ in Schweinebuchten gehängt werden, ändern nichts an der frustrierenden Eintönigkeit, unter der die Tiere leiden.

Auch die verbleibenden 1 % der Schweine aus der Biohaltung werden mit wenigen Monaten im Schlachthaus getötet. Davor haben sie zwar etwas mehr Platz, Frischluft und Stroh, aber das macht in der Regel noch kein erfülltes Schweineleben aus. Schweine sind ausgesprochen intelligente und neugierige Tiere. Am liebsten wühlen sie den ganzen Tag durch die Erde, spielen und baden. So wie wir es von Hunden kennen, genießen auch Schweine Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.

Schweinemast – ein krankes System mit kranken Tieren

Je nach Betriebsstruktur sind in der Schweinemast in einer einzigen Bucht etwa 10 bis mehrere hundert Artgenossen untergebracht. Das Leben in diesen reizarmen Buchten ohne Frischluft und mit harten Spaltenböden, unter denen sich Kot und Urin der Tiere sammeln, macht die Schweine nachweislich krank.

Würmer, Entzündungen und Abszesse

Der Befall mit Spulwürmern ist ein weit verbreitetes Problem in der Schweinehaltung und betrifft den Darm der Schweine. Der Wurmbefall ist an weißen Flecken auf der Leber erkennbar. Er schwächt die Tiere, führt zu Durchfällen und macht die Schweine empfänglicher für andere Erkrankungen, wie beispielsweise Salmonellen.

Auch die harten und kotverdreckten Spaltenböden sind für Tierleid verantwortlich, denn sie verursachen Entzündungen und Abszesse, die vor allem an den Gelenken auftreten, sich aber im ganzen Körper ausbreiten können. Viele Tiere leiden unter schmerzenden und mit Eiter gefüllten Abszessen, die bei der Verarbeitung des Fleisches im Schlachthof nicht selten einfach weggeschnitten werden.

Aufgrund ihrer extrem guten und empfindlichen Nasen werden Schweine mancherorts zu sogenannten Trüffelschweinen ausgebildet, die den wertvollen Pilz unter der Erde erschnüffeln. In den Buchten der Schweinemast hingegen sind die Tiere gezwungen, Tag und Nacht inmitten ihrer Exkremente zu leben, was bei den von Natur aus reinlichen Tieren enormen Stress auslöst. Sie haben keine andere Wahl, als dort zu liegen und zu essen, wo andere Schweine Kot und Urin absetzen. Aufgrund der beengten Verhältnisse, bei denen einem Schwein von etwa 100 Kilo nicht einmal 1 Quadratmeter Platz zur Verfügung steht, ist es für die Tiere unmöglich, sich verschiedene Funktionsbereiche einzuteilen. Kot und Urin werden durch die Spalten im Boden in unterhalb der Buchten befindliche Güllegruben gedrückt, was zu einem toxischen Raumklima führt. Der hohe Ammoniakgehalt in der Luft reizt die Schleimhäute der Tiere und führt zu brennenden, entzündeten Augen sowie Atemwegserkrankungen bis hin zur krankhaft veränderten Lunge.

Kleingeschnitten und mariniert – kranke Tiere auf dem Teller

Die oben genannten Beispiele aus der Schweinemast zeigen, dass viele Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung unter verschiedensten Krankheiten leiden – und dass diese kranken Tiere letztlich auf unseren Tellern landen. Das Beispiel der Schweine lässt sich auch auf die Haltung von Rindern in der Mast- und Milchindustrie sowie auf Enten, Puten und Hühner in der Fleisch- und Eierindustrie übertragen. In der Tierwirtschaft geht es in erster Linie um Profit. Kranke Tiere gehören in den meisten Fällen zu diesem kranken System – ein System, das nicht nur die Gesundheit der Tiere aufs Spiel setzt, sondern auch unsere eigene Gesundheit und die unserer Umwelt.

Was Sie tun können

Schweine sind wunderbare Lebewesen mit individuellen Charakteren. Die Einteilung in sogenannte Nutz- und Haustiere ist menschengemacht und muss endlich aus unseren Köpfen verschwinden. Probieren Sie die Fülle an pflanzlichen Produkte, die heute in Supermärkten und Biomärkten erhältlich ist, und holen Sie sich Hilfe beim Umstieg in ein veganes Leben – beispielsweise mit unseren kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm.

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An diesen Krankheiten leiden Schweine in der Mast

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Gruß Hubert

Ex-Farmarbeiter eines Schweinebetriebes packt aus und wird vegan!   Leave a comment

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Aus Peta.de

Ex-Farmarbeiter packt aus und wird vegan!

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„Was mache ich hier eigentlich?“ Diese Frage stellte sich Justin Reineke immer wieder, als er in einem Schweinebetrieb im kanadischen Steinbach (Manitoba) arbeitete – und irgendwann konnte er all das Leiden und Töten einfach nicht mehr ertragen. In einer Kurzdokumentation von PETA USA bringt Justin jetzt die grausamen Praktiken der Schweineindustrie ans Licht. Er hofft, dass seine Geschichte auch andere Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Tierhaltung dazu ermutigt, ihre Stimme zu erheben.

Schweinebabys ohne Schmerzmittel verstümmelt

In den USA werden Ferkel ihren Müttern bereits ein oder zwei Tage nach der Geburt entrissen. Ähnlich wie in Deutschland kürzen Arbeiter ihnen nun Zähne und Schwanz. Wie das Video von PETA USA zeigt, schneiden Arbeiter ohne entsprechende Qualifikation in den Hodensack der Ferkel und ziehen ihre Hoden heraus. Während dieser Verstümmelung schreien die kleinen Ferkel vor Schmerz und zappeln wie wild. Man kann sich die Qualen, die jedes einzelne dieser Tierkinder durchmacht, kaum vorstellen.

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In den Stallbereichen, in denen die Ferkel geboren werden, sah Justin, dass Schweine geschlagen und zu Boden geschmettert wurden. Es handelte sich um Tiere, von denen die Mitarbeiter annahmen, sie würden eh nicht überleben. Das Video zeigt, wie Arbeiter Schweinebabys auf den Betonboden schleudern. Die Körper der Tiere zittern und zucken stark, während sie inmitten von Ausscheidungen und anderen zerschmetterten Leichen qualvoll sterben. In der Schweineindustrie sind dies Standardpraktiken.

Abgestumpft gegenüber Gewalt und Leid

Justin war erst 17 Jahre alt, als er bei der Arbeit zum ersten Mal Schweinebabys verstümmelte und tötete. Er fühlte, wie er emotional immer mehr abstumpfte. Auch seine Frau Carolina erinnert sich noch gut daran, dass Justin aufgrund der Arbeitsbelastung mit Gewalt und Drogenmissbrauch zu kämpfen hatte.

„Wer Tieren gegenüber Gewalt anwendet, tut das auch in seinem Alltag“, so Justin.

Studien zeigen, dass Personen, die Gewalttaten an Tieren begehen, häufig bei Menschen weitermachen.

Um ältere Zuchtschweine zu töten, wurde Justin zufolge ein 220-Volt-Elektrokabel an Ohr und Schwanz eines Tieres angebracht; dann wurde bis zu fünf Minuten lang Strom durch das Schwein gejagt. „Das Tier stand nur so da, starrte uns an und sabberte“, erinnert sich Justin. „Als würde es mich fragen: ‚Warum tust du mir das an?‘“Es waren diese Momente der starken Verbindung zwischen Tier und Mensch, die Justin dazu bewegten, das ganze System zu hinterfragen. Ihm wurde klar, dass er gegenüber der Gewalt völlig abgestumpft geworden war. „Die Menschen verstehen nicht, dass sie dafür zahlen“, erklärt Carolina gegenüber PETA. „Sie verstehen nicht, was mit den Tieren passiert.“

„Wenn es sich falsch anfühlt, ist es falsch.“

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Die meisten Menschen könnten sich nie im Leben vorstellen, ihren Hund in einem feuchten, dunklen Stall auf kotverschmiertem Betonboden zu halten. Sie bedenken jedoch nicht, dass Schweine – genau wie Hunde – Schmerz, Freude, Angst und Leid empfinden.
Nach mehreren Jahren in der Fleischindustrie kündigte Justin seinen Job und lebt seither vegan. Er rettete sogar ein Schwein namens Bubba, das jetzt bei ihm ein Zuhause gefunden hat.

Die traurige Realität in Deutschland

Jahr für Jahr werden allein in Deutschland fast 60 Millionen Schweine im Schlachthaus getötet – und vor ihrem gewaltsamen Tod erleiden diese Tiere sämtliche Qualen der artwidrigen Haltung in der Fleischindustrie. So dürfen beispielsweise die Hoden männlicher Ferkel nach wie vor ohne Betäubung entfernt werden – und das nach Ablauf einer mehrjährigen Frist, die es den Landwirten ermöglichen sollte, „schonendere“ Methoden zu entwickeln und umzusetzen.

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In Deutschland ist der Tierschutz seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert, wird durch die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung – und von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner – jedoch missachtet. Auch bei den Sauen arbeitet Ministerin Klöckner an Gesetzesänderungen zu Ungunsten der Tiere: Laut aktueller Tierschutznutztierhaltungsverordnung (Abschnitt 5, Paragraf 24 (4)) muss es Sauen möglich sein, ihre Gliedmaßen und Köpfe im Liegen voll auszustrecken. Anstatt diesen Minimalkonsens in der Praxis umzusetzen oder die tierquälerische Kastenstandhaltung zu verbieten, bemüht sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), diesen Passus aus der Verordnung zu streichen.

Auch Biosiegel bedeuten Tierleid

Für zahlreiche Verbraucher gilt Demeter als Vorreiter und Vorbild der Bio-Bewegung. Doch was viele nicht wissen: Bei Demeter ist die Tierhaltung vorgeschrieben, und selbst kleine Betriebe müssen tierische Produkte zukaufen, um die Demeter-Kriterien zu erfüllen. Zudem ist die Anbindehaltung von Kühen bei Demeter nach wie vor erlaubt. Bei dieser grausamen Haltungsform sind die Tiere an kurzen Ketten fixiert und können im Prinzip nur einen Schritt nach vorne und einen nach hinten machen. Im Winter, wenn sie nicht auf der Weide sind, ist dies für viele Monate ein Dauerzustand – und die Winter hierzulande sind lang.

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Genau wie in konventionellen Betrieben findet auch in Bio-Betrieben die Trennung der Kälber von ihren Müttern statt – eine extrem belastende Situation für Mutter und Kind. Oftmals rufen Mutter und Kalb tagelang voller Verzweiflung nacheinander, auch wenn sie räumlich voneinander getrennt sind. Die systematische Mutter-Kind-Trennung wird in der Milchindustrie aus wirtschaftlichen Gründen vorgenommen, denn sie soll verhindern, dass das Kalb die Milch seiner Mutter trinkt, die der Landwirt an den Einzelhandel und somit an uns Verbraucher verkaufen will.

Bio-vegane Landwirtschaft: Ein Umdenken findet statt

Um dem Tierleid und der Umweltzerstörung entgegenzuwirken, stellen in den letzten Jahren immer mehr Landwirte auf bio-vegan um – nicht zuletzt wegen der gestiegenen Nachfrage. Was viele Menschen nicht wissen: Auch Obst wird konventionell mit großen Mengen an tierischen Düngemitteln wie Knochen- und Blutmehl, Hühnerschnäbel, Haarpellets und Molkenpulver gedüngt – und das selbst in Bio-Betrieben. Beim biozyklisch-veganen Anbau hingegen werden ausschließlich pflanzliche Düngemittel wie Seetang, getrocknete Malzkeime, Grünschnitt oder eigens angebaute Leguminosen genutzt.

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Dies ist zwar mit mehr Aufwand verbunden und vergleichsweise teuer, aber Landwirte, die den Umstieg gewagt haben, sind sich sicher: Wenn Verbraucher die Hintergründe der konventionellen und Bio-Haltung von Tieren erfahren, dann werden sie die Bemühungen der Landwirte für eine faire bio-vegane Landwirtschaft unterstützen und mit ihrem Kaufverhalten honorieren. Und mit einem veränderten Kaufverhalten der Verbraucher entsteht zudem mehr Druck auf die Politik, staatliche Subventionen zu einer Landwirtschaft umzuleiten, die Menschen, Tieren und der Umwelt gut tut.

Ersparen Sie Schweinen dieses Leid

Justin wurde irgendwann klar: Empfindungsfähige Lebewesen wie Geldmaschinen zu behandeln, ist schlichtweg falsch.
Es ist speziesistisch, zu glauben, dass Menschen allen anderen Tieren überlegen sind und wir deshalb das Recht hätten, sie zu vergewaltigen, einzusperren und zu verstümmeln. Steigen Sie noch heute auf die vegane Ernährung um und ersparen Sie damit fast 200 Tieren im Jahr ein leidvolles Leben und einen gewaltsamen Tod – einfach, indem Sie sie von Ihrem Speiseplan streichen.

Zum Glück ist es heute einfacher denn je, vegan zu leben. Und das gilt selbst für die Feinschmecker unter uns – denn für jede erdenkliche Gaumenspeise gibt es auch ein veganes Rezept. In unserem kostenlosen Veganstart-Programm erhalten Sie jede Menge Tipps und Informationen.

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Ex-Farmarbeiter eines Schweinebetriebes packt aus und wird vegan!

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Gruß Hubert

 

Männliche Kälber – Aus den Augen, aus dem Sinn   Leave a comment

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Von VgT.at

Ihr Schicksal sollte im Verborgenen bleiben.

Gerade einmal wenige Wochen alt sind die Kälber aus der Milchwirtschaft, wenn sie ins Ausland transportiert werden.

Damit eine Kuh wirtschaftlich gesehen genug Milch gibt, muss sie jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Die Kälber werden meist noch am Tag der Geburt von ihren Müttern getrennt. Die meisten weiblichen Kälber werden später als Milchkühe weitergenutzt – die männlichen sind für die Milchwirtschaft nutzlos. Zehntausende von ihnen werden jedes Jahr ins Ausland transportiert. Ihre Ziele sind riesige Mastanlagen in Italien, Spanien oder Polen. Diese Kälber sind ein ungewolltes Nebenprodukt der Milch-, und Käseproduktion – dementsprechend ist auch der Umgang mit ihnen.

In vielen Fällen geht es nach wenigen Monaten der Mast per Schiff weiter zur Schlachtung in den Libanon, nach Israel oder in die Türkei. Länder in denen keine Tierschutzgesetze existieren, die sie noch schützen könnten.

Der lange Weg der Milchkälber

Jede Woche werden Kälber aus ganz Österreich zusammengesammelt und in Bergheim bei Salzburg, auf große Tiertransporter verladen.

Über 21 Stunden sind Transporter von Bergheim bis Vic in Spanien unterwegs. Die 2 bis 8 Wochen alten Tiere müssen während der kompletten Transportzeit Hunger und Durst leiden – denn eine Versorgung auf den LKWs ist technisch nicht möglich.

Die tatsächliche Reise der Kälber geht jedoch noch weit länger.

Vor ihrem kurzen Aufenthalt in Bergheim haben sie bereits eine Fahrt vom Hof zu einer Sammelstelle im eigenen Bundesland hinter sich, von der aus sie bereits ein paar Stunden nach Bergheim transportiert wurden. Diese Transporte werden von Behördenseite vernachlässigt, da es sich um Inlandstransporte mit dem Zielort Bergheim bei Salzburg handelt – dabei ist von vornherein klar, dass die Reise für sie gleich im Anschluss weiter geht.

Nach ihrer Ankunft in Vic das selbe Spiel: Hier bleiben die Kälber zwar meist immerhin über Nacht und können sich das erste Mal hinlegen, doch schon am nächsten Morgen geht es mit kleineren Transportern weiter ins Landesinnere zu verschiedensten Mastanlagen. Hier werden sie die nächsten sechs bis acht Monate ihres Lebens gemästet.

Einige von ihnen treten danach eine noch weit längere und strapazenreichere Fahrt in den Nahen Osten an.

Mit dem Export in ein anderes EU-Land gibt Österreich die Verantwortung für den Schutz der Tiere ab. Sie tauchen erst im Bildmaterial von Tierschutzorganisationen wie Animals International wieder auf, wenn es gelingt, wie hier, sie bei ihrer Schlachtung wiederzufinden.
Die drei dokumentierten Rinder wurden nach einem zweiwöchigen Transport per Schiff in den Nahen Osten gebracht und kurz darauf bei vollem Bewusstsein geschlachtet. Aktuelle Aufnahmen der Organisation Animals International zeigen den minutenlangen Todeskampf der österreichischen Tiere.

Stell dir vor, du bist ein unerwünschtes Nebenprodukt.

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Bei der Mast von Milchkälbern

Großbetriebe im Ausland mit bis zu 10.000 Tieren haben sich auf die Mast von Milchkälbern spezialisiert. Der Umstand, dass die Haltung weniger strengen Auflagen unterliegt wie in Österreich macht das Geschäft noch lukrativer. Doch die Bedingungen vor Ort sind als skandalös zu bezeichnen:

In großen, oft fensterlosen Hallen werden die Kälber die ersten Wochen in Einzelboxen untergebracht. Mit ihren kleinen Klauen rutschen sie immer wieder in die Spalten ab mit denen der Boden durchzogen ist. Eine weiche Unterlage, Stroh oder Heu gibt es nicht.

Bei der grausamen Schlachtung

Tiere, denen nach tagelangen Transporten die Augen ausgestochen und Sehnen durchtrennt werden – und im Anschluss ohne Betäubung geschlachtet werden. Brutaler Alltag in den Zielländern der österreichischen Rinder.

Drei Rinder konnten aufgrund ihrer Ohrmarken eindeutig identifiziert und Milchwirtschaftsbetrieben in Österreich zugeordnet werden – ihr Schicksal hätte verhindert werden können.

 

  • Nummer: AT xx 4887 xxx
  • Geboren: 26.11.2018
  • Ort: Lustenau
  • Alter Export: 3 Wochen
  • Gemästet: Spanien
  • Getötet: Libanon, 13.8.2019
  • Alter: 8,5 Monate
  • Nummer: AT xx 2041 xxx
  • Geboren: 02.12.2018
  • Ort: Eggelsberg
  • Alter Export: 15 Tage
  • Gemästet: Spanien
  • Getötet: Libanon, 13.8.2019
  • Alter: 9 Monate
  • Nummer: AT xx 2234 xxx
  • Geboren: 07.11.2018
  • Ort: Fieberbrunn
  • Alter Export: 4 Wochen
  • Gemästet: Spanien
  • Getötet: Libanon, 13.8.2019
  • Alter: 10 Monate

„Hilf mit, diese Transporte zu stoppen – für immer.“

„Du kannst ihnen helfen!“

Unterstütze unsere Petition, denn nur gemeinsam können wir diese qualvollen Transporte beenden, bevor sie entstehen.

Die Politik muss den Wunsch der Bevölkerung endlich ernst nehmen und diese Transporte sofort unterbinden.

 

Schlachthöfe in Corona-Zeiten: Gefahr für Mensch und Tier   Leave a comment

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Aus Peta.de

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Trotz steigender Zahlen von bestätigten Corona-Infizierten in Schlachthöfen bleiben die Betriebe zum Teil weiterhin geöffnet, da sie angeblich systemrelevant sind. Diese Entscheidung kostet nicht nur zahllose Tiere das Leben, sondern birgt auch ein gesundheitliches Risiko für die Schlachthofmitarbeiter und die gesamte Bevölkerung.

Ausbeutung von Menschen: Teil eines skrupellosen Systems

Kontrollberichte bestätigen immer wieder aufs Neue, dass in Schlachthöfen nicht nur Tiere, sondern auch Menschen ausgebeutet werden. Die in deutschen Schlachthöfen tätigen Arbeiter stammen fast ausschließlich aus Osteuropa, denn kaum ein Deutscher will unter den gegebenen Umständen arbeiten. Die Arbeiter sind oftmals in beengten Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, schuften unter miserablen Arbeitsbedingungen, leisten ständig Überstunden unter teilweise gravierenden Arbeitsschutzmängeln – und dies meist unter dem Mindestlohn. Die Sprachbarriere erschwert es ihnen, ihre Rechte durchzusetzen; die meisten von ihnen arbeiten im Rahmen von Werkverträgen – was die Industrie zu ihren Gunsten nutzt. Die Tötung und Zerlegung hilfloser Tiere am Fließband führt oft zu psychischem Stress. Da bei längerer krankheitsbedingter Fehlzeit mit Jobverlust zu rechnen ist, gehen Schlachthofmitarbeiter oftmals zur Arbeit, selbst wenn sie krank sind [1]. Dadurch gefährden sie jedoch nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kollegen und Familien.

Schlachthöfe als Corona-Hotspots

In der Schlachtbranche arbeiten und wohnen Tausende Menschen dicht aneinandergedrängt – ohne ausreichende Möglichkeiten zur Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Es ist daher kein Zufall, dass es ausgerechnet in der Fleischindustrie vermehrt zu Corona-Ausbrüchen kommt. Von den bisher Corona-positiv getesteten Mitarbeitern in deutschen Schlachtbetrieben zeigte kaum jemand Symptome. Obgleich dies die Gefahr und Fahrlässigkeit der Weiterführung der Betriebe unterstreicht, bleiben die meisten Schlachthöfe weiterhin geöffnet. Die Fortführung der Produktion vor diesem Hintergrund zeigt einmal mehr, dass im System der Fleischindustrie Profit über dem Wohl von Tieren und Menschen steht und die Ausbeutung der Arbeiter zur Tagesordnung gehört. Die Menschen sind Opfer, genau wie die Tiere. Wenn in der Fleischindustrie so mit Menschen umgegangen wird, dann dürfte jedem klar sein, wie katastrophal die Situation für die Tiere bei der Haltung und Schlachtung sein muss.

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Tierwirtschaft gefährdet die Bevölkerung

Trotz der hohen Zahl an Corona-Infektionen bleiben Schlachthöfe geöffnet, da sie als „systemrelevant“ eingestuft werden. Doch Fleisch ist alles andere als lebensnotwendig – im Gegenteil: Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht sich eindeutig für eine fleischärmere, abwechslungsreichere und auf pflanzlichen Lebensmitteln basierende Kost aus. Sie verdeutlicht, dass Fleischkonsum zu einem erhöhten Risiko für u. a. Diabetes Typ 2, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten führen kann. [2] Zudem begünstigt die Gier nach Fleisch Infektionskrankheiten wie die Vogelgrippe H5N1, SARS und multiresistente Keime. Tiermärkte, Agraranlagen und Schlachthöfe sind Brutstätten für tödliche Keime und somit auch Hotspots für Zoonosen wie COVID-19. Die Tiere fristen ihr Leben oftmals zusammengepfercht auf engstem Raum in ihren eigenen Exkrementen, was die Wahrscheinlichkeit der Entstehung und Verbreitung von Krankheitserregern erhöht. Bei 75 Prozent – und somit bei drei von vier aller neu auftretenden Infektionskrankheiten – handelt es sich um Zoonosen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden. [3] Bereits 2004 nannte die Weltgesundheitsorganisation WHO die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Zoonosen. [4] Zudem ist der Konsum tierischer Produkte für viele weitere Umwelt– und Gesundheitsprobleme unserer Zeit verantwortlich.

Millionen sterben einen gewaltsamen Tod bei vollem Bewusstsein

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Jedes Jahr werden in Deutschland rund 800 Millionen Landlebewesen getötet – Tiere, die wie wir Menschen Freude, Angst und Schmerz empfinden. Nachdem sie ihr Leben lang meist eingepfercht und getrennt von ihren Familien dahinvegetieren, erwartet sie weit vor ihrer natürlichen Lebenserwartung ein gewaltsamer Tod. Aufgrund unmenschlicher Arbeitszeiten und der Schlachtung im Akkord stehen Fehlbetäubungen in vielen Schlachthäusern an der Tagesordnung, d. h. die Tiere erleben den Kehlenschnitt bei vollem Bewusstsein. Zusätzlich werden die gesetzlich festgelegten Zeiten zwischen Betäubung und tatsächlicher Tötung oftmals nicht eingehalten, was dazu führt, dass die Tiere vor oder während der Tötung wieder zu Bewusstsein kommen. Je nach Betäubungsart liegt die Rate der unzureichenden Betäubung laut Bundesregierung bei Schweinen zwischen 3,3 und 12,5 Prozent und bei Rindern zwischen 4 und 9 Prozent, wenn sie getötet werden [5]. Das sind jährlich bis zu 7,5 Millionen Schweine und weit über 300.000 Rinder – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Dass die Fehlbetäubungsrate für Hühner und Puten noch nicht ermittelt wurde, könnte damit zusammenhängen, dass diese Lebewesen im Schlachthof gar nicht als Individuen angegeben werden, sondern lediglich als Schlachtmenge in Tonnen.

Großflächige PETA-Schlachthof-Anzeigen in mehreren Tageszeitungen

Das Leid der Tiere wird in den meisten Medienberichten derzeit nicht erwähnt. Deshalb schalten wir derzeit an mehreren Corona-Schlachthof-Hotspots wie Coesfeld und Birkenfeld großflächige Zeitungsanzeigen, um für eine dauerhafte Schließung dieser Tierhöllen zu werben. In einer überregionalen Zeitung konfrontieren wir die Leser mit dem Bild einer angsterfüllten Kuh mit einem Schlagbolzen am Kopf und dem Appell, Fleisch vom Teller zu verbannen.

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Was Sie tun können

Bitte sehen Sie von der Unterstützung dieser skrupellosen Industrie und der damit verbundenen Ausbeutung von Arbeitern und Tieren ab. Greifen Sie beim Einkauf stets zu pflanzlichen Produkten. Mit jedem Kauf tierischer Produkte wird eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, die möglicherweise die nächste Zoonose auslösen könnte. Helfen Sie mit, das Risiko einer weiteren Pandemie zu vermindern. Melden Sie sich noch heute für unser kostenloses und unverbindliches Veganstart-Programm an und machen Sie einen Unterschied.

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Schlachthöfe in Corona-Zeiten: Gefahr für Mensch und Tier

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Gruß Hubert