Archiv für die Kategorie ‘Massentierhaltung

Menschsein unter Menschen   Leave a comment

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Das unermessliche Leid der Tiere interessiert nur wenig Menschen. Das ist schon sehr deprimierend.

Aus beasbevegan.ch

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Bild aus beasbevegan.ch

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Oft fällt es schwer ein Mensch zu sein unter Menschen, denen jedes Mitgefühl abhandengekommen zu sein scheint, sobald man über das Leid der Tiere in unserer Gesellschaft spricht.
Viele wissen nicht was in der Tierindustrie als Standartpraxis jeden Tag durchgeführt wird. Tierschützer wollen aufklären, sie appellieren an das Gefühl der Tierproduktkonsumenten, sie erklären die bestialischen Praktiken und versuchen die Leute dahingehend zu sensibilisieren, einmal bewusst zu hinterfragen, was – oder besser gesagt – wen sie da auf dem Teller haben und warum die Industrie dies akribisch zu vertuschen versucht.
Dabei geht es dem Veganer nicht um sich selbst, er verdient keinen Cent an seiner Aufklärungsarbeit und wohlwollende Anerkennung bekommt er auch nicht…

«Mir ist Tierquälerei nicht egal!» sagt eine Fleischkonsumentin, während sie sich schwer damit tut, zu akzeptieren, dass Tiere brutal gequält wurden für ihre Wurstsemmel. «…nein, Hunde würde ich nie essen, das sind unsere Freunde, zu denen habe ich eine Beziehung!» sagt eine andere mit grossen Augen und ist verblüfft darüber, dass man auch zu einem Schwein jederzeit eine Beziehung aufbauen kann. «Ich mag Chicken Nuggets zu sehr, als dass ich darauf verzichten könnte!» meint ein weiterer Gesprächspartner und auf die Frage, ob er denn schon mal einen anderen Vogel gegessen hätte, ist er sichtlich bestürzt darüber, dass Hühner Vögel sein sollen. Nach einer Weile der Überlegung, ob Hühner nun tatsächlich ornithologischen Ursprungs seien oder nicht, kommt er zur Überzeugung, dass diese Hühner ja speziell zum Verzehr da seien, ergo somit mit einem normalen Vogel nichts zu tun haben könnten. Bei der Erklärung eines Veganers, dass Kühe nur dann Milch gäben, wenn sie ein Kalb geboren hätten, blickt man in ungläubige Gesichter und erlebt nicht selten dabei, dass Leute lachend abwinken und eilig das Weite suchen.

Bei solchen und ähnlichen verzerrten Wahrnehmungen auf unsere Tierwelt, fällt es schwer zu glauben, dass der Mensch je in der Lage sein wird, sein Verhältnis und die Einstellung gegenüber den «Nutztieren» zu reflektieren. Ich frage mich ständig, womit sich solch festgefahrene Strukturen aufweichen-, oder im besten Falle ganz auflösen lassen.

Der Veganer wird es alleine nicht hinbekommen, es braucht eine Regierung, welche sich einsetzt für unseren Planeten und deren Erdlinge, die wir so schändlich missbrauchen, foltern, verstümmeln, vergewaltigen und meucheln. Es braucht ein Bildungssystem, das den Satz des Phytagoras: «Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt um beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?» in den Lehrplan aufnimmt, anstatt nur eine kalte Formel, die da lautet: a2 + b2 = c2. Allenfalls löst diese eine Prüfungsfrage, jedoch der Empathie und der Liebe zu unsere Mitgeschöpfen dient sie wenig bis gar nichts.
Der griechische Gelehrte Pythagoras, gilt als der erste grosse Vegetarier – aber sowas lernt man in der Schule nicht!

Es braucht Menschen in Politik und Wirtschaft, die endlich Alarmschlagen und klar machen, dass wenn wir weiterhin unsere Ernährung von geschunden Leibern einverleiben, es nicht nur uns krank macht, sondern auch unsere Mutter Erde in den Abgrund stürzt und wir uns mit ihr.

Sind Profit und Gier tatsächlich stärker als die Gesundheit und Regenerierung unseres Planeten? Gemäss den verordneten Corona Massnahmen, steht doch die Gesundheit der Bevölkerung an oberster Stelle, nicht wahr?! Warum also nicht, wenn es um unseren Lifestyle geht und um unsere Nahrungsaufnahme? Als Veganer kann ich nicht glauben, dass es von Seiten der Machthaber kein Thema mehr ist, woher das Virus kam, welches zurzeit die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Es scheint nicht opportun zu sein in den Medien zu verdeutlichen, dass der kranke und krankmachende Umgang mit Tieren, Viren und Bakterien auf den Menschen übertragen lassen.

Es fällt schwer Mensch zu sein unter Menschen, die ignorant weiterleben, als gäbe es nichts aufzuräumen, nichts zu hinterfragen. Als sei all dieses Leid von fühlenden Wesen inexistent und nur man selbst sei das Opfer in einer Gesellschaft, die die grössten und unschuldigsten Opfer überhaupt hervorbringt: Die Tiere!

Text by: Bea Kälin     www.beasbevegan.ch
https://www.beasbevegan.ch/tiere-und-ethik/

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Menschsein unter Menschen

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Gruß Hubert

„Nutztiere“ – warum Tiere nicht dazu da sind, dass wir sie nutzen   Leave a comment

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Von Peta.de

Was sind „Nutztiere“?

Unter dem Begriff „Nutztier“ werden Tierarten zusammengefasst, die für einen bestimmten Zweck domestiziert und gezüchtet wurden – nämlich, um dem Halter einen wirtschaftlichen Nutzen zu bringen. Dazu werden Tiere willkürlich in verschiedene Kategorien eingeordnet, beispielsweise Tiere in der Nahrungsmittelindustrie, Tiere in der Bekleidungsindustrie und Tiere in der Unterhaltungsindustrie. Außerdem werden Tiere in Tierversuchen missbraucht, unter anderem für die Entwicklung von Arzneimitteln, Kosmetika und Lebensmitteln. Warum diese Einteilung nicht nur willkürlich, sondern auch sinnlos ist, erfahren Sie hier.

Tiere in der Nahrungsmittelindustrie: ausgebeutet für Fleisch, Eier und Milch

Jedes Jahr werden in deutschen Schlachthöfen etwa 800 Millionen Hühner, Schweine, Puten, Rinder und andere Tiere getötet. Die Tiere stammen sowohl aus der Fleischindustrie als auch von Milch- und Eierbetrieben. Fast alle Tiere, die für die Nahrungsmittelproduktion gezüchtet werden, leben aus Kostengründen in der konventionellen Tierhaltung. Hierbei werden sie zumeist auf engstem Raum, inmitten ihrer eigenen Fäkalien oder auf Spaltenböden gehalten, die ihnen Schmerzen bereiten. In kargen, überfüllten, verschmutzten Ställen und Käfigen steigt zwar das Risiko für Krankheiten, trotzdem ist es kosteneffizienter, Fleisch, Milch und Eier auf diese Weise zu „produzieren“.

In der industriellen Tierhaltung leiden Tiere unsäglich unter miserablen Lebens- und Haltungsbedingungen. Während ihres kurzen, erbärmlichen Lebens sind sie tagtäglichen Qualen ausgesetzt. Für die Tötung im Schlachthof werden sie auf LKW eng zusammengepfercht und teilweise über hunderte Kilometer transportiert. Beim Schlachtvorgang schlägt die Betäubung oft fehl, sodass viele Tiere den tödlichen Schnitt durch die Kehle bei vollem Bewusstsein erleben.

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Bild von Peta.de

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In der Eierindustrie werden jährlich etwa 50 Millionen männliche Küken noch am Tag ihrer Geburt vergast, weil sie als wertlos gelten. [2] Die sogenannten Legehennen leiden in der industriellen Tierhaltung unter Überzüchtung und Krankheiten.

In der Milchindustrie leben Kühe, Schafe, Ziegen und Büffel meist auf beengtem Raum und können grundlegenden Bedürfnissen, wie der Versorgung ihrer Kälber, nicht nachgehen. Weil Kühe nur Milch geben, wenn sie ein Kalb geboren haben, werden die weiblichen Tiere schon sehr früh künstlich besamt. Die Kälber werden ihnen kurz nach der Geburt entrissen – oft rufen Mutter und Kalb noch tagelang verzweifelt nacheinander.

Fische, Krebse, Kraken und andere Meerestiere empfinden wie alle anderen Tiere Schmerzen und Angst. Da Fische an Land nicht atmen können, ersticken sie nach dem Fang meist langsam und qualvoll. Krebse und Kraken werden oft bei lebendigem Leib gekocht oder sogar lebend in Stücke geschnitten.

Tiere in der Bekleidungsindustrie: getötet für Leder und Pelz

Für Produkte wie Leder, Wolle, Pelz, Seide und Daunen leiden und sterben jährlich Millionen Tiere. Ein Großteil des weltweit gehandelten Leders stammt aus Indien, Brasilien oder China, wo es keine greifenden Tierschutzgesetze gibt. Tiere wie Schlangen oder Alligatoren werden auf Farmen gezüchtet, damit ihre Haut als sogenanntes Exotenleder zu vermeintlichen Luxusprodukten verarbeitet werden kann.

In Deutschland erhältlicher Pelz stammt überwiegend von Pelzfarmen in Europa und China, wo freiheitsliebende Tiere wie Füchse, Marderhunde oder Nerze in winzige Käfige gesperrt und auf grausame Weise getötet werden. Teilweise stammt der Pelz aber auch von Hunden und Katzen aus China.

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Bild von Peta.de

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Schafe, Kaninchen, Alpakas oder Ziegen müssen regelmäßig eine qualvolle Schur über sich ergehen lassen, denn der Mensch will ihre Wolle zu Kleidung verarbeiten. Die weit verbreitete Annahme, dass Tiere in der Wollindustrie in bestimmten Abständen geschoren werden müssen, stimmt zwar – jedoch nur, weil der Mensch ihnen den natürlichen Fellwechsel weggezüchtet hat. Ganz gleich, ob Schafwolle, Angora, Kaschmir oder Mohair – für die Produktion von Wolle leiden die Tiere immer.

Ähnlich sieht es bei Daunen aus: Aufgrund der wärmenden Eigenschaften von Daunen werden jedes Jahr allein in Deutschland 19 Millionen Enten und Gänse getötet, um ihre Federn zu verarbeiten. In vielen Ländern wird bis heute der grausame Lebendrupf praktiziert, bei dem den Vögeln die Federn bei lebendigem Leib ausgerissen werden.

Auch Seide bedeutet großes Tierleid: Bei der Produktion von Seide werden die Raupen des Seidenspinners in ihrem Kokon bei lebendigem Leib in kochendes Wasser geworfen oder heißem Dampf ausgesetzt und getötet.

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Hier gesamten Artikel lesen:

„Nutztiere“ – warum Tiere nicht dazu da sind, dass wir sie nutzen

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Gruß Hubert

Tiertransport: Durstige Schweine bei über 30 Grad im Lkw abgestellt   Leave a comment

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Man kann hier sicher von Hölle und von Folter sprechen.

Von Peta.de

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Hitzehölle für Schweine: Am Abend des 15. Septembers 2020 beobachtete eine Augenzeugin in Iserlohn einen Schweinetransporter, der bei über 30 Grad geparkt war. In dem unbeaufsichtigten Lkw des Unternehmens Venneker Viehhandel befanden sich zahlreiche Schweine, die offensichtlich keinen Zugang zu Wasser hatten. 1,5 Stunden wurden die Schweine in diesem Zustand sich selbst überlassen.

Schweine liegen hechelnd und die Augen verdrehend am Boden

Auf den Videoaufnahmen, die die Augenzeugin erstellte, ist das Leid der Schweine deutlich zu erkennen: Geplagt von der Hitze hecheln sie teilweise stark. Eines der anscheinend sehr durstigen Tiere trinkt Wasser aus der Flasche der Zeugin. Auch berichtete sie, dass einige Schweine apathisch und mit verdrehten Augen am Boden lagen.

Die Hitze ist eine große Belastung für den Kreislauf der Tiere und kann bis zum Tod führen. Da Schweine ebenso wie Hunde nicht schwitzen können, müssen sie ihre Temperatur hauptsächlich über das Hecheln regulieren. Da die meisten Tiertransporter nicht über eine Klimaanlage verfügen, kann es auf der Ladefläche schnell zu Temperaturen von 50 Grad kommen. Dass die Tierschutztransportverordnung Transporte verbietet, wenn es auf der Ladefläche heißer als 30 Grad ist, wird regelmäßig von Unternehmen, die Tiertransporte durchführen, ignoriert.

PETA erstattet Anzeige gegen Tönnies-Lieferant

Wir von PETA Deutschland haben Strafanzeige gegen den Tönnies-Lieferant wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, die EU- und die deutsche Tierschutztransportverordnung und die Tierschutzschlachtverordnung erstattet. Darüber hinaus fordern wir ein generelles Verbot von Tiertransporten.

„Transporte bedeuten immer Tierquälerei und großen Stress für die Tiere. Sie müssen häufig stundenlang eng gedrängt in den Transportern ausharren und verletzen sich dabei gegenseitig, wenn sie beispielsweise aus Platzmangel auf liegende Artgenossen treten. Nicht selten sterben sie sogar langsam und qualvoll.

Dass das von uns angezeigte Unternehmen auf seiner Internetseite mit ‚Stolzer Tönnies-Lieferant‘ wirbt, verwundert nicht, denn beide Unternehmen scheren sich offensichtlich nicht um Tierwohl.“

Edmund Haferbeck, PETA Deutschland

 

Was Sie tun können

  • Sollten Sie Tiertransporte bei großer Hitze beobachten, melden Sie dies der örtlichen Polizeibehörde. Machen Sie möglichst aussagekräftige Fotos oder Videos und senden Sie diese an das zuständige Veterinäramt oder an uns (Standort und Kennzeichen nicht vergessen).

  • Wenn keine tierischen Produkte mehr konsumiert werden, enden auch die qualvollen Tiertransporte. Entscheiden Sie sich daher für eine vegane Ernährung. Wir helfen Ihnen beim Einstieg mit unserem kostenlosen Veganstart-Programm.

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Tiertransport: Durstige Schweine bei über 30 Grad im Lkw abgestellt

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So sehr leiden Schweine für Fleisch / PETA

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Gruß Hubert

VGT deckt auf: skandalöse Zustände in Schweinefabrik von Obmann Schweinezucht Steiermark   Leave a comment

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Dieser Skandabetrieb hat auch noch das „AMA-Gütesiegel“. Man sieht dass dieses Siegel einen Dreck und nichts als schamlose Verbrauchertäuschung ist.

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Von VgT.at

Spaltenboden: Schweine in tiefem Kot, völlig verdreckt, Kot quillt aus der Tür ins Freie, sehr schlechte Luft, entzündete Augen, kein Beschäftigungsmaterial, Verletzungen, totes Schwein

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Bild: VgT.at

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Er ist der Obmann der Schweinezucht Steiermark und Obmann Stellvertreter der neu gegründeten Österreichischen Schweinezucht Genossenschaft Pig Austria, die von sich angibt, in 130 Betrieben pro Jahr 32.000 sogenannte „Jungsauen“ und 620 Eber „zu produzieren“. Es geht um die jeweils nächste Generation von Mutterschweinen und Ebern für die zahlreichen Zuchtbetriebe Österreichs, aus denen wiederum die Ferkel für die Mast stammen. Als hochrangiger Funktionär in der Schweineindustrie sollte Blasius Gsöls eigentlich Vorbildfunktion haben. Doch sein Betrieb mit etwa 1000 Schweinen, der das AMA Gütesiegel trägt, ist eine einzige Katastrophe, wie aktuelle Fotos und Videos zeigen, die dem VGT zugespielt wurden. Man sieht total mit Kot verdreckte Tiere, die in einem tiefen See von Exkrementen waten, der sogar durch die Tür des Betriebs nach außen quillt. Dazu ist die Luft so grauenhaft schlecht, dass sehr viele der Schweine entzündete Augen zeigen. Und das vom Gesetz eh schon nur sehr marginal vorgeschriebene Beschäftigungsmaterial ist entweder nicht vorhanden oder besteht lediglich aus einer Kette, im besten Fall mit einem kleinen Stück Holz daran. Dazu tote Tiere, Verletzungen und abgebissene Schwänze. Die Zustände sind so katastrophal, dass jedem Menschen, der die Fotos und Videos davon sieht, der Appetit auf Schweinefleisch nachdrücklich vergehen muss.

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Völlig verdreckt! Grausame Schweinehaltung in der Steiermark

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In einem Teil des Betriebs gibt es einen Vollspaltenboden, wo die Schweine auf den harten Betonspalten über ihren eigenen Fäkalien dahinvegetieren. In drei anderen Hallen dagegen wurde ein Teilspaltenboden eingezogen, d.h. neben dem Spaltenboden gibt es auch einen planbefestigten Bereich. Hier drückt es Gülle zwischen den Spaltenbereichen zentimetertief nach oben. In mehreren Buchten bedeckt dieser Exkrementesee die gesamte Buchtenfläche. Das zeigt, dass ein Verbot des Vollspaltenbodens unbedingt auch eine verpflichtende, tiefe Stroheinstreu vorsehen muss, sonst kommen die Schweine nur vom Regen in die Traufe.
Zur Petition

Angesichts dieser katastrophalen Bilder fordert der VGT mit noch mehr Nachdruck ein Verbot des Vollspaltenbodens kombiniert mit einer verpflichtenden tiefen Stroheinstreu für alle Schweine, nicht nur in der Mast, sondern auch in den Zuchtbetrieben!

VGT-Obmann Martin Balluch ist entsetzt: Unfassbar, was diese armen Tiere in dieser „Vorzeige“tierfabrik eines hohen Funktionärs der Schweineindustrie durchmachen müssen! Ein Leben im Kot, in einem großen See am Boden und auf dem ganzen Körper. Ein Teilspaltenboden ohne tiefe Stroheinstreu ist keine Verbesserung für die Tiere, sondern nur Augenauswischerei. Wir brauchen eine tief eingestreute, weiche, trockene Unterlage aus organischen Materialien, die vom Gesetz vorgeschrieben und von den Behörden kontrolliert wird, um die Lebensqualität der Schweine wirklich zu verbessern. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen!

Der VGT hat umfassend Anzeige erstattet.

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VGT deckt auf: skandalöse Zustände in Schweinefabrik von Obmann Schweinezucht Steiermark

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Gruß Hubert

 

Christine Sommer und Martin Brambach nackt in Fleischschale   3 comments

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Von Peta.de

Zum Reinbeißen: Christine Sommer und Martin Brambach nackt in Fleischschale

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Die Schauspieler Christine Sommer und Martin Brambach präsentieren ein spektakuläres PETA-Motiv: Nackt und verpackt unter Folie protestiert das Ehepaar damit gegen die Ausbeutung von Tieren in der Fleischindustrie. Beide leben seit vielen Jahren fleischfrei und unterstützen die Tierrechtsorganisation schon lange. „Pommes und Ketchup dazu?“ lautet der provokante Slogan des Motives – so hat man beide noch nie gesehen.

 „In meinem Kühlschrank liegt seit 30 Jahren keine Leiche. Für mich ist es ethisch und gesundheitlich einfach nicht vertretbar, Fleisch zu essen“, so Christine Sommer.
Martin Brambach sagt dazu: „Tiere in der Fleischindustrie werden nur als Industrieware gehandelt und nie als Lebewesen wahrgenommen, das finde ich zutiefst verwerflich. Seitdem ich mich fleischfrei ernähre, geht es mir deutlich besser und ich rette gleichzeitig noch Leben.“

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Bild: Peta.de

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Christine Sommer und Martin Brambach haben bereits in der Vergangenheit oft mit PETA zusammengearbeitet. So engagierte sich das Schauspielerpaar unter anderem mit einem „Susi und Strolch“-Motiv für einen fleischlosen Lebensstil, demonstrierte vor dem Brandenburger Tor gegen Tiertransporte, verschickte zahlreiche Protestbriefe und veröffentlichte einen TV-Spot zum Thema „Hitze und Hunde im Auto“. Sommer und Brambach leben mit ihrem Sohn in Recklinghausen, die Themen Tierschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit genießen eine hohe Priorität in ihrem Leben. Christine Sommer ist seit 2020 außerdem auf kommunaler Ebene auch politisch für Bündnis 90/Die Grünen aktiv.

 

800 Millionen getötete Lebewesen pro Jahr – wie tierlieb sind wir wirklich?

Die Nachfrage nach fleischfreien Produkten steigt stetig; doch nicht schnell genug für die 800 Millionen Landlebewesen, die in Deutschland jedes Jahr wegen ihres Fleisches in enge Ställe eingepfercht, enthornt, die Schwänze abgeschnitten und männliche Tiere ohne Betäubung kastriert werden. Im Schlachthof wird ihnen die Kehle durchgeschnitten – teils nur mit unzureichender Betäubung, sodass sie langsam und qualvoll ausbluten. Ganz gleich, ob „Bio“ oder konventionelle Haltung: 100 Prozent der Tiere werden, lange bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreichen, getötet.

Tierische Produkte bergen Risiken für menschliche Gesundheit

Bereits 2004 nannte die Weltgesundheitsorganisation WHO die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Zoonosen. COVID-19, die Vogelgrippe H5N1, die SARS-Pandemie, das MERS-CoV, das gefährliche Ebolafieber, unzählige Opfer durch multiresistente Keime und sogar Aids – sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: die Gier der Menschen auf Fleisch, Milch und Eier. Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft betonte schon 2015 in einem Gutachten: „Tierische Lebensmittel bergen grundsätzlich Risiken für die menschliche Gesundheit. Mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit ergeben sich zum einen durch Erreger von Zoonosen, die in den Tierbeständen vorkommen und auf unterschiedlichen Wegen zu den Konsumenten/Konsumentinnen gelangen können, zum anderen durch verschiedene stoffliche Belastungen aus der Tierhaltung sowie durch die Entstehung von Resistenzen gegenüber Medikamenten.“ Auch der im Juli 2020 veröffentlichte gemeinsame Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) und des International Livestock Research Institute (ILRI) verdeutlicht, dass unter anderem die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten Zoonosen begünstigt. Die Chefin des UNEP warnt: „Wenn wir weiterhin die Tierwelt ausbeuten und unsere Ökosysteme zerstören, können wir einen stetigen Strom dieser Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, in den kommenden Jahren erwarten“.

Produkte tierischer Herkunft sind Klimakiller Nummer eins

Der Konsum von Fleisch, Milch, Käse und Eiern verursacht zudem die größten Umweltprobleme unserer Zeit. Die Tierwirtschaft erzeugt mehr Treibhausgasemissionen als der gesamte Verkehr. Auch halten Landwirte aus wirtschaftlichen Gründen immer mehr Tiere. Die Ställe werden größer, doch mit ihnen auch der Gülleausstoß und somit die Belastung des Grundwassers. In deutschen Tierhaltebetrieben kommen Hunderte Tonnen Antibiotika zum Einsatz; einen großen Teil davon scheiden die Tiere wieder aus. Mit der Gülle gelangen somit auch Medikamentenreste und resistente Keime in die Natur. Die Auswirkungen beispielsweise von Antibiotikaresistenzen sind nicht abschätzbar.

Was Sie tun können

Informieren Sie sich über weitere Tipps und testen Sie unser kostenloses Veganstart-Programm – für den leichten Einstieg in die vegane Lebensweise.

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Christine Sommer und Martin Brambach nackt in Fleischschale

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Gruß Hubert

Wenn wir nichts ändern, wird es ungemütlich   Leave a comment

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Es besteht ein Zusammenhang zwischen unseren ausbeuterischen Umgang mit Tieren und Umwelt und Pandemieen.

Von Daniela Wakonigg

miz-online.de – Materialien und Informationen zur Zeit

Die aktuelle Corona-Pandemie ist nur ein Beispiel für eine gefähr­liche Krankheitswelle, die auf unseren ausbeuterischen Umgang mit Tieren und Umwelt zurückzuführen ist. Weitere werden mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen, warnt die Wissenschaft. Höchste Zeit, unser Verhältnis zur Natur zu überdenken und diesem Denken auch Taten folgen zu lassen.

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Schlachthöfe und Fleischfabriken wurden in der Corona-Epidemie zu Infektions-Hotspots, Foto: Pixabay

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Kritik an unserer Ausbeutung der Tierwelt wird oft mit tierethischen Argumenten geübt. Angesichts der Tatsache, dass Tiere unsere engen biologischen Verwandten seien und ebenso leidensfähig wie wir, müsse überdacht werden, ob es ethisch akzeptabel sei, Tiere der industriellen Massentierhaltung auszusetzen oder sie überhaupt zu schlachten und zu essen. Die Gegenseite hält die biologische Nähe von Mensch und Tier sowie die tierische Leidensfähigkeit hingegen für weniger bedeutsam und beruft sich wahlweise auf den Verstand des Menschen, welcher ihn über die Tiere erhebe, oder auf seine gottgegebene Position als Krone der Schöpfung, die eine Nutzung anderer Lebewesen legitimiere.

Die philosophischen Diskussionen um dieses Thema werden derzeit von der Realität eingeholt. Und zwar auf fast ironisch zu nennende Weise. Denn selbst wer tierethischen Positionen fern steht und Tieren gegenüber keine sonderliche Empathie empfindet, muss spätestens in der gegenwärtigen Corona-Pandemie erkennen, dass es die Kombination von der biologischen Nähe des Menschen zu Tieren und von deren Ausbeutung ist, die droht, der Menschheit zum Verhängnis zu werden.

Einige Krankheitserreger sind spezialisiert auf ganz bestimmte Wirte. Ein porcines Coronavirus kann Schweine infizieren, ein felines Katzen, nicht jedoch umgekehrt. Doch weil sich die Biologie unterschiedlicher Wirtstiere ähnelt, besitzen andere Krankheitserreger die Fähigkeit, Wirte unterschiedlicher Arten zu infizieren. Bei Krankheiten, die vom Menschen auf (andere) Tiere oder von (anderen) Tieren auf den Menschen übertragbar sind, spricht man von Zoonosen. Zu den Zoonosen zählt auch die Covid-19-Erkrankung, die vom neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Eine der unangenehmen Eigenschaften von Zoonosen ist, dass jederzeit neue entstehen können.

Krankheitserreger wie Viren, die sich zahlreich und schnell vermehren, produzieren im Laufe ihres Reproduktionsprozesses beispielsweise immer neue Mutationsformen. So kann es sein, dass in einem einzelnen Tier entweder per zufälliger Mutation oder durch Vermischung mit dem Genmaterial eines anderen Virus eine Virusvariante entsteht. Eine Variante, die – direkt oder über eine weitere Vermischungsstation in einem Zwischenwirt – geeignet ist, auch auf eine andere Tierart wie beispielsweise den Menschen überzugehen. Im schlimmsten Fall ist diese neu entstandene Virusvariante auch von Mensch zu Mensch übertragbar und hat auf diese Weise das Potential, eine Epidemie oder gar eine Pandemie auszulösen.

An dem natürlichen Prozess des fortwährenden Wandels bestimmter Krankheitserreger ist nichts zu ändern. Sehr wohl kann jedoch an anderen Stellschrauben gedreht werden, um Krankheitswellen unter der menschlichen Bevölkerung zu verhindern. Momentan sind diese Schrauben jedoch so justiert, dass die Uhr für die Entstehung neuer Pandemien permanent tickt. Das verdanken wir unserem aktuellen Umgang mit Tieren und Umwelt.

In der Massentierhaltung sind viele Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht und werden am Fließband geschlachtet. Je mehr Tiere sich an einem Ort befinden, desto höher ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass eines von ihnen die neue Variante eines Krankheitserregers in sich trägt, die auf Menschen übertragbar ist. Durch die beengte Tierhaltung ist außerdem die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dieser Erreger auf mehrere Tiere übertragen wird, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich menschliche Arbeiter in der Tierindustrie infizieren.

Doch nicht nur die Massentier­haltung, auch das Eindringen des Menschen in den Lebensraum wildlebender Tiere birgt die Gefahr gefährlicher Zoonosen. Einige wildlebende Tierarten tragen beispielsweise Viren in sich, die sie selbst nicht krank machen, die für den Menschen jedoch höchst gefährlich sein können. Indem der Mensch, in ihr Revier eindringt, sie jagt und isst, besteht die Gefahr der Entstehung bzw. Übertragung einer neuen Zoonose. Ebenso, indem der Mensch den Lebensraum der Wildtiere zerstört – beispielsweise durch das Abholzen von Regenwäldern – und die Tiere so zwingt, sich in der Nähe von menschlichen Ortschaften anzusiedeln.

Auf genau diese Weise, also durch den Kontakt zu Tieren, die zum Zweck der Schlachtung gehalten oder gejagt wurden, kam es in den vergangenen Jahrzehnten in Asien zu Ausbrüchen der sogenannten Vogel- und Schweinegrippe, ebenso wie zu wiederholten Ausbrüchen von Ebola in Afrika. Wie genau das neuartige Coronavirus SARSCoV2, das derzeit die Welt in Atem hält, entstand und wann und wo es erstmals von Mensch zu Mensch übertragen wurde, ist noch nicht abschließend geklärt. Untersuchungen des Erbgutes zeigen, dass SARSCoV2 genetisch sowohl eng verwandt ist mit Coronaviren, die in Fledermäusen vorkommen, als auch mit solchen, die in Schuppentieren existieren. Man vermutet derzeit, dass es SARSCoV2 über das Schuppentier als Zwischenwirt gelang, die Artgrenze zu überspringen und auf den Menschen überzugehen. Sowohl Fledermäuse als auch Schuppentiere sind Wildtierarten, die in China gejagt, gegessen und tot ebenso wie lebendig auf Märkten angeboten werden. Auch auf dem Tiermarkt in Wuhan, von dem die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ihren Ursprung nahm – auch wenn die erste Übertragung von Tier zu Mensch und Mensch zu Mensch möglicherweise bereits früher stattgefunden haben könnte. Bereits seit Jahren hatten Wissenschaftler zuvor vor der Entstehung einer weiteren für den Menschen gefährlichen Coronavirus-Variante gewarnt. Und auch davor, dass sich diese neue Virusvariante aufgrund der weltweit wachsenden Mobilität in Windeseile um den Globus verteilen könnte.

Während die Welt aktuell unter der Corona-Pandemie ächzt, steht das nächste gefährliche Virus bereits in den Startlöchern. Wieder ist es eines, das dem Menschen Dank Massentierhaltung gefährlich werden kann. Ende Juni sprachen chinesische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift PNAS eine Warnung vor einem neuen Schweinegrippevirus aus: G4 EA H1N1. Diesen G4-Genotyp des Influenza-A-Virus H1N1 haben Wissenschaftler bereits seit mehreren Jahren unter Beobachtung. 2013 wurde durch Untersuchung von Schweinen in der chinesischen Massentierzucht sowie von Arbeitern in Schweine-Fabriken entdeckt, dass das G4-Virus inzwischen nicht nur in Schweinen, sondern auch in Menschen vorkommt. Ein Zehntel der stichprobenartig untersuchten Arbeiter in den industriellen Schweine-Betrieben Chinas sollen bis heute Kontakt mit dem Virus gehabt haben. Die entscheidende Hürde für eine Pandemie hat das G4-Grippevirus glücklicherweise noch nicht genommen: Es ist nach aktuellem Wissensstand nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Doch die Wissenschaftler warnen in ihrer Veröffentlichung deutlich davor, dass das G4-Grippevirus inzwischen alle entscheidenden Merkmale habe, die es zu einem Kandidaten für eine Influenza-Pandemie machten.

Dass unser ausbeuterischer Um­gang mit Tieren und Umwelt die Ent­stehung und Verbreitung von Pande­mien massiv begünstigen, steht ohne jede Frage fest. Nur eine weitere düstere Färbung verleiht dieser Feststellung die Tatsache, dass es in der Corona-Pandemie zudem weltweit ausgerechnet Schlachtbetriebe waren, die sich als Hotspots der Mensch-zu-Mensch-Übertragung des neuen humanen Coronavirus erwiesen. Die gekühlte Luft, Klimaanlagen ohne ausreichende Filterung sowie schwere körperliche Arbeit mit hohem Aerosolausstoß schufen ideale Bedingungen für die Verbreitung. In den Schlachtbetrieben zeigt sich nämlich nicht nur unser ausbeuterisches Verhältnis gegenüber Tieren, die dort am Fließband getötet werden. Es zeigt sich auch, dass wir für das vermeintliche Menschenrecht aufs Billig-Schnitzel ebenfalls bereit sind, die Ausbeutung von Menschen in Kauf zu nehmen. Menschen aus Billiglohnländern, die für niedrige Löhne jene Brutalität ausüben, mit der wir unser Schnitzel keinesfalls assoziieren wollen.

Als würde das alles noch nicht reichen, gibt es neben der sehr realen Gefahr, zum Ausgangspunkt von Pandemien zu werden, durch Massentierhaltung und industrielle Fleischproduktion noch weitere Gefahren für die Menschheit. Zu nennen wären vor allem die zunehmende Abholzung des Regenwalds zum Anbau von Viehfutter, was den Klimawandel beschleunigt, sowie die Entstehung von Antibiotikaresistenzen. Durch die beengten Verhältnisse in der Massentierzucht können sich nicht nur Viren, sondern auch Bakterien in Viehbeständen schnell verbreiten. Landwirte und Agrarunternehmen steuern dagegen, indem sie in der Tierzucht und Tiermast umfangreich Antibiotika einsetzen. Durch den massenhaften Einsatz von Antibiotika werden Keime jedoch zunehmend gegen sie resistent. Und zwar auch jene, die in der Humanmedizin bekämpft werden. Auf diese Weise schwindet die Anzahl wirksamer Antibiotika. Ändert sich an diesem Zustand nicht schnell und grundlegend etwas, so leben wir bald wieder in einer Welt, in der eine Zahnwurzelentzündung ebenso tödlich enden kann wie vor einem guten Jahrhundert zur Zeit unserer Vorfahren.

Angesichts all dieser Fakten ist es schon lange keine bloße Frage der Tierethik mehr, ob wir unseren Umgang mit Umwelt und Tieren ändern sollten. Allein der pure Egoismus unserer eigenen Spezies sollte uns zum Handeln antreiben. Entweder wir verzichten auf Fleischindustrie und Massentierhaltung und damit auf unser tägliches Billig-Schnitzel oder für die Menschheit wird es in den kommenden Jahrzehnten nicht nur aufgrund des steigenden Meeresspiegels äußerst ungemütlich werden. Seine Vernunft, die ihn angeblich über die Tierwelt erhebt, könnte der Mensch hier unter Beweis stellen. Doch ob der menschliche Verstand über die Lust aufs Schnitzel siegen wird, ist äußerst fraglich.

Informationen

Das Diktum aus dem 1. Buch Mose (=Genesis), in dem Gott seinen Ebenbildern befiehlt, sich die Natur zu unterwerfen und nach Belieben nutzbar zu machen, beherrscht das Gattungsbewusstsein des Menschen wie kein zweites: eine universell gültige Erlaubnis, gar „göttlicher Auftrag“, zu rücksichtsloser Ausbeutung von Um- und Mitwelt. Auch wenn und gerade weil der vorgebliche Auftrag Gottes erkennbar nichts anderes ist, als ins Metaphysische projizierter und aus diesem als Legitimation für rücksichtsloseste Ausbeutung von allem und jedem zurückgespiegelter Ausdruck menschlicher Gier, fällt es umso schwerer – Stichwort: Kognitive Dissonanz –, die entscheidende Lehre aus der gegenwärtigen Krise um das Corona-Virus zu ziehen. Und die heißt: Wir brauchen ein grundlegend anderes Verhältnis Mensch-Natur.

Colin Goldner

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Wenn wir nichts ändern, wird es ungemütlich

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Gruß Hubert

Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten beenden!   Leave a comment

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Von Peta.de

Viele Menschen kennen die traurigen und angsterfüllten Augen von Schweinen, Rindern, Schafen oder Hühnern, die auf den Straßen transportiert werden – meist auf dem Weg zum Schlachthof. Laut einer Kleinen Anfrage wurden im Jahr 2018 insgesamt 6.662.774 sogenannte Zuchttiere aus Deutschland in Nicht-EU-Staaten exportiert, darunter Russland, die Türkei, Usbekistan, Marokko und der Libanon. Des Weiteren wurden 3.712 als sogenannte Schlachttiere gekennzeichnete Lebewesen in diese und weitere Drittstaaten transportiert.

Alleine in Deutschland werden jedes Jahr etwa 800 Millionen Tiere in Schlachthäusern getötet. Nicht selten sehen diese Tiere auf dem Transport zum Schlachthof zum ersten Mal Tageslicht, denn sie mussten ihr entbehrungsreiches Leben bis zu diesem Tag in Zucht- und Mastfabriken fristen.

Die vollständige Übersicht zu den einzelnen Tierarten finden Sie hier.

Benennung als „Zuchttier“ ist pure Augenwischerei

In den letzten Jahren werden immer mehr Rinder als „Zuchttiere“ statt als „Schlachttiere“ verkauft und in Nicht-EU-Staaten transportiert. Das liegt vor allem an TV-Beiträgen über Transporte, Abladungen und Schlachtungen, die das ganze grausame Ausmaß der leidvollen Tiertransporte zeigen. Doch statt die längst überfällige Konsequenz zu ziehen und zumindest Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten zu untersagen, redet sich die Politik erneut heraus und schränkt lediglich den Transport sogenannter Schlachttiere ein – also Tiere, die in den Zielländern umgehend getötet werden. Dagegen steigt der Anteil sogenannter Zuchttiere. Diese Tiere sollen den Zielländern helfen, eigene Tierherden zur Selbstversorgung aufzubauen oder „frisches Blut“ in die Herden zu bringen. Fakt ist jedoch, dass Deutschland schon seit Jahrzehnten Tiere zu angeblichen Zuchtzwecken, teilweise auch schwangere Tiere, an Nicht-EU-Länder verkauft, ohne dass in diesen Ländern eine vergleichbare Herdenstruktur aufzufinden ist. Es liegt also auf der Hand, dass auch sogenannte Zuchttiere zeitnah in den dortigen Schlachthöfen getötet werden – meist ohne Betäubung.

Deutsche Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten müssen sofort beendet werden!

Tiere leiden auf dramatische Weise bei Tiertransporten: Das hat zum wiederholten Mal auch der TV-Beitrag „Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen“ von November 2017 auf traurige Weise gezeigt. Appellieren Sie gemeinsam mit PETA an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages und fordern Sie ein sofortiges Ende der grausamen Lebendtiertransporte in Drittländer.

Hier weiterlesen:

Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten beenden!

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Gruß Hubert

Interview mit Prof. Jens Bülte: „Wir haben ein massives Vollzugsdefizit!“   Leave a comment

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So einfach ist das:

In der Strafjustiz gibt es zwei Akteure, die Staatsanwaltschaft und das Gericht. Wenn einer der beiden meint, ein allgemein akzeptiertes Verhalten könne man nicht bestrafen und das in juristische Argumente verpackt, bleiben diese Taten unbestraft.

Jens Bülte, Professor für Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Mannheim, hat Tierschutzfälle aus den vergangenen 40 Jahren ausgewertet.

Auszug von tierrechte.de

4. Schon der Titel Ihres Essays „Zur faktischen Straflosigkeit institutionalisierter Agrarkriminalität“ spricht Bände. Wie kann es sein, dass Tierquälerei im großen Stil nicht angemessen bestraft wird?

Praktisch liegt das daran, dass es in der Strafjustiz zwei Akteure gibt, die beide zu dem Ergebnis kommen müssen, dass ein Handeln strafbar ist. Zum einen die Staatsanwaltschaft, zum anderen das Gericht. Wenn einer der beiden meint, ein allgemein akzeptiertes Verhalten könne man nicht bestrafen und das in juristische Argumente verpackt, bleiben diese Taten unbestraft. Hier kann also unter anderem die Überzeugung, ein wirtschaftlich sinnvolles und als Folge der Massentierhaltung notwendiges Übel könne nicht strafrechtlich verfolgt werden, dazu führen, dass geltendes Strafrecht nicht angewendet wird. In Münster hatte die Staatsanwaltschaft zwar angeklagt. Die Anklage wurde jedoch vom Landgericht Münster nicht zugelassen, unter anderem, weil das Gericht die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmer klar überbewertet hat.

Quelle:

Interview mit Prof. Jens Bülte: „Wir haben ein massives Vollzugsdefizit!“

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Gruß Hubert

Story im Ersten: Tiertransporte gnadenlos   Leave a comment

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Es ist eine Schande und ein Verbrechen wie mit sogenannten „Nutztieren“ umgegangen wird.

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TV-Sendung vom 20.07.2020 – 23:00 Uhr –  daserste.de (ARD)

Video:

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/ab-12-tiertransporte-gnadenlos-viehhandel-ohne-grenzen-bearbeitete-version-ab-12-video-100.html

Eisiger Wind bläst unzählige Schneefäden über die russische Winterlandschaft. Es ist acht Uhr früh, die Sonne schiebt sich langsam durch die Wolken, als zwei Lastwagen eine Sammelstelle bei Smolensk an der weißrussisch-russischen Grenze verlassen. An Bord jeweils mehr als 30 deutsche Kühe aus Brandenburg – hochträchtig. Der Export soll angeblich dem Aufbau einer Zucht dienen. Ziel der Reise: Usbekistan. Bis dahin sind es noch mehr als 4000 Kilometer. Was die Fahrer nicht wissen: Die Lkw werden von Tierschützern der deutschen Organisation Animals Angels begleitet. Helana Bauer und ihre Mitstreiter sind auf solche Einsätze spezialisiert. Tagelang werden sie den Lkw folgen. Und auch dieses Mal feststellen, dass die Fahrer nicht anhalten, an Versorgungsstellen vorbeifahren bis zu ihrem Ziel in Usbekistan. Am Ende stehen die Tiere in ihren eigenen Exkrementen, vollkommen erschöpft.

Tiertransporte oft über tausende Kilometer, unter qualvollen Bedingungen.

Tiere werden oft tausende Kilometer weit transportiert, unter qualvollen Bedingungen. | Bild: Animal Welfare Foundation
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Auch in Marokko wird eine deutsche Kuh verkauft – und grausam geschlachtet

Ein ähnlicher Fall Wochen später, diesmal sind die Tierschützer in Marokko unterwegs. Sie besuchen Viehmärkte bei Marrakesch und Casablanca. Hier werden Kühe verkauft, vor allem Schlachtvieh. Auch hier werden die Aktivisten von Animals Angels fündig. Sie entdecken eine Kuh, deren Ohrmarke auf einen Hof bei Hannover verweist. Vor wenigen  Monaten wurde sie nach Marokko exportiert und wird nun auf dem Viehmarkt in Marrakesch verkauft. Noch am gleichen Tag landet sie in einem nahen Schlachthof, wo sie auf grausame Weise geschächtet wird: die Halsschlagader wird aufgeschnitten, bei vollem Bewusstsein des Tieres. Eine grausame und in Marokko übliche Praxis. Die Leute von Animals Angels sind empört. Sie vermuten: Die Kuh war nicht zur Zucht, sondern von vornherein als Schlachttier vorgesehen.  

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Viehmarkt in Marokko.

Viehmarkt in Marokko: Hier haben Tierschützer eine Kuh aus Hannover entdeckt, die später qualvoll geschlachtet wird. | Bild: SWR
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Die Dokumentation konfrontiert Politiker in Berlin und Brüssel

Mehr als 30.000 Rinder werden jedes Jahr angeblich zu Zuchtzwecken in Länder außerhalb der EU exportiert. Tierschutzexperten wie Iris Baumgärtner von der Organisation Animal Welfare Foundation beklagen, dass der Tierschutz bei solchen Exporten kaum zu überprüfen sei. Und darum finde er so gut wie nicht statt. Wie kann das sein? ARD-Filmemacher Edgar Verheyen hat solche Transporte gemeinsam mit Tierschützern nach Asien, nach Nordafrika und quer durch Europa begleitet. Er hat nicht nur grausame Zustände dokumentiert, er fragt auch nach den Ursachen, konfrontiert Politiker in Brüssel und Berlin sowie Verantwortliche in Industrie und Landwirtschaft.

Sein Fazit: Hier werden auf grausame Weise, ohne Rücksicht auf die Kreatur bei großer Hitze und extremer Kälte Tiertransporte durchgeführt, bei denen sich Spediteure und Viehhändler vielfach über geltendes Recht einfach hinwegsetzen. Eine aufrüttelnde Reportage.

Ein Film von Edgar Verheyen

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Story im Ersten: Tiertransporte gnadenlos

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Gruß Hubert

Es ist schon ein bisschen gruselig…   Leave a comment

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Rebloggt von Bettina Marie Schneider.

9. Juli 2020.

Es ist schon ein bisschen gruselig.
Mein Artikel, ein Gedankenspiel über den (vielleicht existenten) Todeswunsch der Schweine,
die lange Wochen in Kastenständen ihr armseliges Dasein fristen,
hat sich im Netz verbreitet, wie ein Flächenbrand.
Allein auf diesem Blog hier war die Reichweite bisher über eine halbe Million Leser.
Dazu kommen die unautorisierten Kopien (diesmal ausnahmsweise OK  ), die auf anderen Plattformen und Webseiten erscheinen und die Veröffentlichungen in mehreren News Portalen, allen voran, Focus.

Wow…Ziel erreicht.
Diesen Beitrag haben wohl oder übel auch manche Menschen gelesen, die sich bisher nur sehr am Rande mit der Herkunft ihres Schnitzels beschäftigt hatten. Nach dem Motto:
„Wenn es erlaubt ist, wird es schon seine Richtigkeit haben“….
Ich dachte das ja auch lange Zeit, bis mir die Abgründe der deutschen „Lebensmittelerzeugung“ geläufig waren.
Nicht Ausnahmen, sondern die Regel, wenn Tiere vor dem Tod noch vermeidbares, zusätzliches und vor allem, schreckliches Leid erfahren.
Weil Geiz geil ist und so ziemlich alles andere wichtiger erscheint, als Rücksicht oder Gnade. Ja, Gnade!…

Neben der unglaublich positiven Resonanz, schlägt mir jedoch für diesen Blog auch ein Hass entgegen, den ich bemerkenswert finde.
Ich bin manches gewohnt aber den Vorwurf der „Volksverhetzung“,
den Vergleich mit einer „Nazisau“, die Empfehlung, einen Psychiater zu konsultieren, die Unterstellung, ich würde Lust am Leiden der Tiere empfinden…das war dann doch neu.

Natürlich ist man sich in bestimmten Kreisen auch darüber einig, dass ich keine Ahnung von Schweinen und von Schweinemast habe.
Glaubt man diesen Kommentatoren, dann wäre jede Mastanlage kuschliger als ein Streichelzoo, naja…

Offensichtlich habe ich einen empfindlichen Nerv getroffen.

Den Menschen ist vielleicht doch nicht ganz egal, wenn Tiere vermeidbares Leid erfahren.
Es war kein reines „Veganer Thema“ sondern es erreichte auch den überzeugten Ich-kaufe-nur-Bio-Fleisch-beim-Metzger-meines-Vertrauens, Verbraucher.
Wenn er es denn dann nur einmal wirklich und konsequent tun würde…

Gruselig, plötzlich so viel Hass auf sich vereinigt zu sehen, obwohl man einzig die Wahrheit schreibt.
Ich hätte das auch noch viel drastischer formulieren können und es wäre dem wirklichen Leid immer noch nicht wirklich gerecht geworden.

Gruselig … aber auch wunderschön, dass meine Stimme gehört wird.
Ich hatte versprochen, dass ich ihnen meine Stimme schenken würde.
Bitte tut ihr das auch.

 

Bild1

Bildrechte (c) PETA

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Quelle:

Es ist schon ein bisschen gruselig…