Archiv für die Kategorie ‘Massentierhaltung

Schlachthöfe in Corona-Zeiten: Gefahr für Mensch und Tier   Leave a comment

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Aus Peta.de

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Trotz steigender Zahlen von bestätigten Corona-Infizierten in Schlachthöfen bleiben die Betriebe zum Teil weiterhin geöffnet, da sie angeblich systemrelevant sind. Diese Entscheidung kostet nicht nur zahllose Tiere das Leben, sondern birgt auch ein gesundheitliches Risiko für die Schlachthofmitarbeiter und die gesamte Bevölkerung.

Ausbeutung von Menschen: Teil eines skrupellosen Systems

Kontrollberichte bestätigen immer wieder aufs Neue, dass in Schlachthöfen nicht nur Tiere, sondern auch Menschen ausgebeutet werden. Die in deutschen Schlachthöfen tätigen Arbeiter stammen fast ausschließlich aus Osteuropa, denn kaum ein Deutscher will unter den gegebenen Umständen arbeiten. Die Arbeiter sind oftmals in beengten Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, schuften unter miserablen Arbeitsbedingungen, leisten ständig Überstunden unter teilweise gravierenden Arbeitsschutzmängeln – und dies meist unter dem Mindestlohn. Die Sprachbarriere erschwert es ihnen, ihre Rechte durchzusetzen; die meisten von ihnen arbeiten im Rahmen von Werkverträgen – was die Industrie zu ihren Gunsten nutzt. Die Tötung und Zerlegung hilfloser Tiere am Fließband führt oft zu psychischem Stress. Da bei längerer krankheitsbedingter Fehlzeit mit Jobverlust zu rechnen ist, gehen Schlachthofmitarbeiter oftmals zur Arbeit, selbst wenn sie krank sind [1]. Dadurch gefährden sie jedoch nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kollegen und Familien.

Schlachthöfe als Corona-Hotspots

In der Schlachtbranche arbeiten und wohnen Tausende Menschen dicht aneinandergedrängt – ohne ausreichende Möglichkeiten zur Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Es ist daher kein Zufall, dass es ausgerechnet in der Fleischindustrie vermehrt zu Corona-Ausbrüchen kommt. Von den bisher Corona-positiv getesteten Mitarbeitern in deutschen Schlachtbetrieben zeigte kaum jemand Symptome. Obgleich dies die Gefahr und Fahrlässigkeit der Weiterführung der Betriebe unterstreicht, bleiben die meisten Schlachthöfe weiterhin geöffnet. Die Fortführung der Produktion vor diesem Hintergrund zeigt einmal mehr, dass im System der Fleischindustrie Profit über dem Wohl von Tieren und Menschen steht und die Ausbeutung der Arbeiter zur Tagesordnung gehört. Die Menschen sind Opfer, genau wie die Tiere. Wenn in der Fleischindustrie so mit Menschen umgegangen wird, dann dürfte jedem klar sein, wie katastrophal die Situation für die Tiere bei der Haltung und Schlachtung sein muss.

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Tierwirtschaft gefährdet die Bevölkerung

Trotz der hohen Zahl an Corona-Infektionen bleiben Schlachthöfe geöffnet, da sie als „systemrelevant“ eingestuft werden. Doch Fleisch ist alles andere als lebensnotwendig – im Gegenteil: Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht sich eindeutig für eine fleischärmere, abwechslungsreichere und auf pflanzlichen Lebensmitteln basierende Kost aus. Sie verdeutlicht, dass Fleischkonsum zu einem erhöhten Risiko für u. a. Diabetes Typ 2, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten führen kann. [2] Zudem begünstigt die Gier nach Fleisch Infektionskrankheiten wie die Vogelgrippe H5N1, SARS und multiresistente Keime. Tiermärkte, Agraranlagen und Schlachthöfe sind Brutstätten für tödliche Keime und somit auch Hotspots für Zoonosen wie COVID-19. Die Tiere fristen ihr Leben oftmals zusammengepfercht auf engstem Raum in ihren eigenen Exkrementen, was die Wahrscheinlichkeit der Entstehung und Verbreitung von Krankheitserregern erhöht. Bei 75 Prozent – und somit bei drei von vier aller neu auftretenden Infektionskrankheiten – handelt es sich um Zoonosen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden. [3] Bereits 2004 nannte die Weltgesundheitsorganisation WHO die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Zoonosen. [4] Zudem ist der Konsum tierischer Produkte für viele weitere Umwelt– und Gesundheitsprobleme unserer Zeit verantwortlich.

Millionen sterben einen gewaltsamen Tod bei vollem Bewusstsein

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Jedes Jahr werden in Deutschland rund 800 Millionen Landlebewesen getötet – Tiere, die wie wir Menschen Freude, Angst und Schmerz empfinden. Nachdem sie ihr Leben lang meist eingepfercht und getrennt von ihren Familien dahinvegetieren, erwartet sie weit vor ihrer natürlichen Lebenserwartung ein gewaltsamer Tod. Aufgrund unmenschlicher Arbeitszeiten und der Schlachtung im Akkord stehen Fehlbetäubungen in vielen Schlachthäusern an der Tagesordnung, d. h. die Tiere erleben den Kehlenschnitt bei vollem Bewusstsein. Zusätzlich werden die gesetzlich festgelegten Zeiten zwischen Betäubung und tatsächlicher Tötung oftmals nicht eingehalten, was dazu führt, dass die Tiere vor oder während der Tötung wieder zu Bewusstsein kommen. Je nach Betäubungsart liegt die Rate der unzureichenden Betäubung laut Bundesregierung bei Schweinen zwischen 3,3 und 12,5 Prozent und bei Rindern zwischen 4 und 9 Prozent, wenn sie getötet werden [5]. Das sind jährlich bis zu 7,5 Millionen Schweine und weit über 300.000 Rinder – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Dass die Fehlbetäubungsrate für Hühner und Puten noch nicht ermittelt wurde, könnte damit zusammenhängen, dass diese Lebewesen im Schlachthof gar nicht als Individuen angegeben werden, sondern lediglich als Schlachtmenge in Tonnen.

Großflächige PETA-Schlachthof-Anzeigen in mehreren Tageszeitungen

Das Leid der Tiere wird in den meisten Medienberichten derzeit nicht erwähnt. Deshalb schalten wir derzeit an mehreren Corona-Schlachthof-Hotspots wie Coesfeld und Birkenfeld großflächige Zeitungsanzeigen, um für eine dauerhafte Schließung dieser Tierhöllen zu werben. In einer überregionalen Zeitung konfrontieren wir die Leser mit dem Bild einer angsterfüllten Kuh mit einem Schlagbolzen am Kopf und dem Appell, Fleisch vom Teller zu verbannen.

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Was Sie tun können

Bitte sehen Sie von der Unterstützung dieser skrupellosen Industrie und der damit verbundenen Ausbeutung von Arbeitern und Tieren ab. Greifen Sie beim Einkauf stets zu pflanzlichen Produkten. Mit jedem Kauf tierischer Produkte wird eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, die möglicherweise die nächste Zoonose auslösen könnte. Helfen Sie mit, das Risiko einer weiteren Pandemie zu vermindern. Melden Sie sich noch heute für unser kostenloses und unverbindliches Veganstart-Programm an und machen Sie einen Unterschied.

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Schlachthöfe in Corona-Zeiten: Gefahr für Mensch und Tier

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Gruß Hubert

Pelztiere erkranken massenhaft an Covid-19   5 comments

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Aus der SZ

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Ein Nerz blickt aus einem Versteck in dem rund 40 Quadratmeter großen Zuchtgehege in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen in Niedersachsen. Auch Nerze können an dem neuen Coronavirus erkranken. (Foto: dpa)

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Der neue Erreger grassiert in niederländischen Nerzfarmen. Können sich auch Menschen dort anstecken?

Nerze sind possierliche Tiere aus der Familie der Marder, werden zwischen 30 und 40 Zentimeter groß, ihr flacher Kopf und Schwimmhäute zwischen einigen Zehen kennzeichnen sie als exzellente Schwimmer. Sie haben ein dichtes, weiches, wasserabweisendes Fell, weswegen der Mensch sie züchtet. Sie können sich mit Sars-CoV-2 infizieren.

Am 26. April wurde bekannt, dass Tiere auf zwei niederländischen Nerzfarmen das neuartige Coronavirus in sich tragen, daran erkranken und den Erreger sehr wahrscheinlich auch an ihre Artgenossen weitergeben. Die ersten Untersuchungen ergaben, dass an Covid-19 erkrankte Mitarbeiter der Zuchtbetriebe den Erreger eingeschleppt haben. Infizierte Nerze leiden wie Menschen an Atemwegsbeschwerden, manche haben Probleme mit dem Verdauungstrakt, die Sterblichkeit in den Ställen stieg an.

Mittlerweile ist der Erreger auf zwei weiteren Farmen angekommen. Neuinfektionen in den Ställen müssen an die zuständigen Überwachungsbehörden gemeldet werden. Die Regierung hat entschieden, dass die Nerze vorerst nicht mehr transportiert werden dürfen, auch die Fäkalien müssen bei den Farmen verbleiben, bis das Infektionsrisiko geklärt ist. Das niederländische Landwirtschaftsministerium schätzt das Infektionsrisiko in der Umgebung der Ställe zwar als gering ein, dennoch wurden und werden Luft- und Staubproben aus dem Umfeld untersucht. In den ersten Luftproben wurden nach Angaben des Ministeriums keine Viren gefunden. Allerdings wurden die Wissenschaftler bei Staubpartikeln im Gebäude fündig. Unklar ist, ob sich Menschen über solche Stäube infizieren können. Die Behörden empfehlen, 400 Meter Abstand zu den Stallungen zu wahren.

Zuchtbetriebe, in denen viele Tiere auf engem Raum leben, bergen grundsätzlich ein hohes Risiko

Das niederländische Nationale Institut für öffentliche Gesundheit schätzt das Risiko, dass infizierte Tiere einen Menschen anstecken, als gering ein – zumindest im Vergleich mit der Ansteckungsgefahr zwischen zwei Menschen. Dass dieses Risiko besteht, ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Immerhin stammt das neue Coronavirus aus dem Tierreich.

Die Virologin Isabella Eckerle vom Geneva Centre for Emerging Viral Diseases der Universität Genf ist deshalb auch nicht überrascht, dass der Erreger bei Nerzen gefunden wurde. „Frettchen werden als Tiermodell zur Forschung an Sars-CoV-2 verwendet, auch das sind kleine Fleischfresser aus der Familie der Marder. Wenn die sich infizieren können, dann ist es naheliegend, dass es auch bei Nerzen funktioniert.“

Ziemlich sicher kursierten Virusvorgänger von Sars-CoV-2 in Fledermäusen, bevor sie über einen Zwischenwirt zum Menschen gelangten. So war es sehr wahrscheinlich auch beim ersten Sars-Virus vor bald 20 Jahren. Damals wurden Schleichkatzen oder Marderhunde als Zwischenwirte diskutiert, ebenfalls kleine Fleischfresser. Zuchtbetriebe für solche Tiere halten Eckerle und viele andere Expertinnen und Experten für Risikofaktoren für die Ausbreitung von Krankheiten. „Das sind menschengemachte Evolutionsbeschleuniger. So viele Tiere leben natürlicherweise nicht zusammen auf engem Raum“, sagt Eckerle. Auch beim Sprung von Sars-CoV-2 auf den Menschen werden mittlerweile Marderhunde als Zwischenwirte diskutiert. „Das ist so ein Szenario. Die werden in China in großem Stil wegen ihres Fells gezüchtet“, sagt Eckerle.

Wahrscheinlich verbreitet sich das Virus per Tröpfcheninfektion zwischen den Tieren

Die Virologin glaubt allerdings nicht, dass von den infizierten Nerzen in den Niederlanden eine besondere Gefahr für Menschen ausgeht. „Eventuell wird sich der Erreger auch in den Tieren verändern, aber die Zahl der Infektionen dort ist im Vergleich zu den vielen Millionen infizierten Menschen weltweit doch sehr gering.“ Außerdem machen Mutationen das Virus nicht zwangsläufig gefährlicher. Auch eine Abschwächung wäre denkbar.

Tiermediziner der Universität Wageningen haben bereits ein kleines Forschungsprogramm aufgelegt, das sie nun in den infizierten Zuchtbetrieben abarbeiten wollen. Insgesamt gibt es etwa 140 Nerzfarmen in den Niederlanden. Die Forscher wollen zum Beispiel klären, ob und wie stark sich die Tiere untereinander infizieren. Sie schreiben in einer Stellungnahme, es sei plausibel, dass sich der Erreger zwischen den Tieren per Tröpfchen durch die Luft verbreite, wie bei Menschen. Alle marderartigen Tiere seien extrem empfänglich für Coronaviren. Sie haben in ihren Lungen dieselben Rezeptormoleküle, die es den Viren auch in menschlichen Organen ermöglichen, in die Zellen einzudringen. Auch scheinbar gesunde Tiere wollen die Forscher auf das Virus testen. Genau wie Menschen könnten Nerze infiziert sein, ohne Symptome zu entwickeln. Außerdem sollen alle Katzen auf den betroffenen Farmen auf das Virus getestet werden.

China schlägt derweil einen riskanten Kurs ein. Viele Arten wie Nerze und Marderhunde, die als Überträger von Coronaviren und anderen Erregern infrage kommen, sollen nicht mehr als Wildtiere eingestuft werden, um den Handel zu erleichtern. Das berichtet die britische Zeitung Independent. Demnach werden in China jährlich 50 Millionen Tiere wegen ihres Fells getötet. Durch die Reklassifizierung steige die Gefahr, dass Krankheitserreger von Tieren auf den Menschen überspringen.

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Pelztiere erkranken massenhaft an Covid-19

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Gruß Hubert

 

 

Erste Veterinärämter stoppen Tiertransporte   Leave a comment

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Es ist eine Schande wie man mit Tieren um des Profits willen umgeht. Dabei wird oft gegen Gesetze verstoßen. Aber wenn Gesetze nicht schützen… Niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben.

Aus Peta.de

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Update Mai 2020

Nachdem Schleswig-Holstein und Niedersachsen im September 2019 bestimmte Routen durch Russland nach Usbekistan und Kasachstan untersagt haben, beschlossen im April und Mai 2020 auch Brandenburg und Bayern einen kompletten Tiertransportstopp nach und durch Russland.

Grund dafür sind Berichte, die ein weiteres Mal belegen, was Tierschutzorganisationen wie PETA seit Jahren anprangern: Auf den Routen, beispielsweise nach Usbekistan und Kasachstan, können die Tiere nicht versorgt werden. Auf der gesamten Strecke fehlen Entlade- und Versorgungsstationen, was seit Jahren dazu führt, dass die Tiere auf den Transportern tage- oder wochenlang in Exkrementen und Enge ausharren müssen.

Nun sollten auch die anderen Bundesländer nachziehen, denn in manchen gelten bisher nur Einschränkungen bezüglich Tiertransporten in verschiedene Drittstaaten. Zudem muss es eine einheitliche Regelung für alle Bundesländer geben, da sonst die Gefahr besteht, dass die Tiere von einem anderen Bundesland aus in solche Nicht-EU-Länder transportiert werden.

Leider gibt es an der neuen Tiertransportregelung einen Haken: Die Abfertigung der eigentlich untersagten Langstreckentransporte darf laut Vorgaben dennoch erfolgen, wenn der Antragsteller im Vorfeld plausibel darlegen kann, dass die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. Dies ist nicht akzeptabel, denn selbst bei Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben sind Langstreckentransporte eine Tortur für die Tiere, die oftmals schwer verletzt, völlig ausgezehrt oder tot am Zielort ankommen.
Wir fordern daher alle Bundesländer auf, zumindest die besonders grausamen Langstreckentransporte zu untersagen – bitte unterzeichnen Sie hierzu unsere Petition.

Update Februar 2019:

Am 18. Februar 2019 übergaben wir dem bayrischen Staatsminister Thorsten Glauber sage und schreibe 28.915 Unterschriften, die in nur 13 Tagen gesammelt wurden. Die Unterschriften sollten dazu beitragen, die Verweigerung von Tiertransporten durch mehrere bayrische Veterinärämter zu untermauern. Nur einen Tag später, am 19. Februar 2019, traf sich Glauber im Umweltministerium zu einem Runden Tisch bestehend aus Politikern, Züchtern, Tierschützern und Tierärzten, bei dem über die zukünftige Genehmigung von Tiertransporten in Drittländer beraten werden sollte. PETA appellierte im Vorfeld dieser Tagung an Glauber, eine Vorbildfunktion einzunehmen, damit weitere Bundesländer dem Beispiel Bayerns zeitnah folgen und die tierquälerischen – oftmals illegalen – Tiertransporte endgültig unterbinden.

Leider wurde jedoch beschlossen, dass Bayern Tiertransporte lediglich einschränken wird, sie jedoch weiter genehmigt, wenn alle Tierschutzstandards eingehalten werden. Diese Einhaltung zu kontrollieren, ist jedoch fast unmöglich. Wir appellieren deshalb weiter an die Bundesländer, nicht auf Entscheidungen des Bundes zu warten, sondern geltendes Recht eigenständig umzusetzen und Langstreckentransporte nicht mehr zu genehmigen.

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Die Fernsehbilder der schrecklichen Tiertransporte von Deutschland in ferne Länder haben sich in unsere Köpfe eingebrannt. Schwer verletzte Tiere, die an einem Bein aus den Lkws gezogen werden. Erschöpfte Tiere, die mehr tot als lebendig in brütender Hitze oder bei Eiseskälte tagelang an den Grenzübergängen auf den Transportern ausharren müssen. Das geschieht jeden Tag mit Tieren aus Deutschland – aus Profitgründen.

Endlich lehnen sich die ersten Amtsveterinäre aus Bayern gegen diese Tierquälerei auf. Sie verweigern aktuell die Ausstellung von Genehmigungen. Jetzt will das Bayerische Umweltministerium eine Regelung für ganz Bayern prüfen. Wenn Bayern die Langstrecken-Tiertransporte verbietet, dürften andere Bundesländer folgen.

Hintergrund

Tiere leiden auf dramatische Weise während Tiertransporten: Das hat zum wiederholten Mal auch der TV-Beitrag „Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen“ 2017 auf traurige Weise gezeigt. Die sogenannte Todesrate ist bei Tiertransporten eine einkalkulierte Größe. Tiere werden oft tagelang durch Europa oder über die Grenzen hinaus transportiert. Sobald die Tiere die EU verlassen, wird die Einhaltung der kümmerlichen Tierschutz-Vorgaben hinsichtlich Versorgung und Pausen nicht mehr effektiv überprüft.

Neben den teils sehr schlechten Witterungsbedingungen (Hitze, Kälte) stellen Kontrollen häufig überladene Transporter mit dehydrierten Tieren fest, oder solche mit einer zu geringen Deckenhöhe, sodass sich die Tiere den Rücken stoßen und aufscheuern. Nicht selten sind zudem eingeklemmte Körperteile sowie fehlende oder falsch angebrachte Trennwände, was zu Beinbrüchen, Quetschungen und anderen schlimmen Verletzungen bis hin zum Tod führen kann.

Was Sie tun können

Bitte geben Sie Ihre Stimme und unterschreiben Sie die Petition, um grausame Langstrecken-Tiertransporte jetzt zu verhindern.

Petition jetzt unterschreiben!

Kaufen Sie keine tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder Honig. Hinter all diesen Erzeugnissen steckt großes Tierleid. Melden Sie sich noch heute für unser unverbindliches und kostenloses Veganstart-Programm an und erhalten Sie 30 Tage lang leckere vegane Rezepte und viele Tipps und Tricks, die den Einstieg in ein gesundes und tierfreundliches Leben erleichtern.

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Erste Veterinärämter stoppen Tiertransporte

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Gruß Hubert

 

Foltertechnik namens „Verkrampfte Gefangenschaft   3 comments

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Kastenstände für Schweine.

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In Guantanamo gibt es eine Foltertechnik namens „Verkrampfte Gefangenschaft“, bei der Gefangene für etwa 2 Stunden in einen kleinen Kasten gesperrt werden, der es ihnen unmöglich macht ihre Gliedmaßen auszustrecken. Opfer berichten, dass dadurch Muskel- und Nervenkontraktionen zu so extremen Schmerzen führten, dass sie nach langem Schreien irgendwann in Ohnmacht fielen. Nun stelle man sich vor, man müsse diese Tortur über Tage, Wochen oder gar Monate aushalten. Ein unermessliches Leid. Für jeden.

Das haben auch deutsche Gerichte so gesehen und enge „Kastenstände“ verboten, bei denen Schweinen in etwa das angetan wird. Dieser rechtliche Minimalschutz wurde seitens der Tierindustrie viele Jahre ignoriert – wogegen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner nun dadurch vorgehen möchte, indem sie diese Kastenstände auf lange Zeit legalisiert. Am 15. Mai wird im Bundesrat darüber abgestimmt. Warum genau man Menschen in wichtige Ämter steckt, deren Kernkompetenz lediglich darin besteht ein Weinfest zu eröffnen, ist ein anderes Thema …

#LassDieSauRaus#kastenstände#juliaklöckner#lobbyministerin#tierindustrie#einherzfürtiere#weinfest

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Quelle: Facebook

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Ich würde die Klöckner mal einen Monat in einen Kastenstand geben und auf jedem Fall so, dass sie die Beine angezogen halten müsste und nicht ausstrecken könnte. Genau so wie sie es für die Schweine als gut empfindet.

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Aus Peta.de – Auszug.

Dass diese Gefängnisse aus Metall überhaupt noch erlaubt sind, scheint in einem Land wie Deutschland, das den Tierschutz – zumindest in der Theorie – als Staatsziel im Grundgesetz verankert hat, unmöglich.

In der bisherigen Version der Tierschutznutztierhaltungsverordnung (1) steht in Abschnitt 5 §24 (4)
Kastenstände müssen so beschaffen sein, dass

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  1. die Schweine sich nicht verletzen können und

  2. jedes Schwein ungehindert aufstehen, sich hinlegen sowie den Kopf und in Seitenlage die Gliedmaßen ausstrecken kann

Doch nun will die Bundesregierung, zusammen mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), den Teil in der Verordnung schlicht streichen, der vorschreibt, dass die Sauen in den Kastenständen wenigstens die Möglichkeit haben sollen, ihre Gliedmaßen sowie ihren Kopf in der Liegeposition auszustrecken.

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https://www.peta.de/kloeckner-kastenstaende

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Aus tierrechte.de

Offener Brief zur Agrarministerkonferenz: Verbot der Kastenstandhaltung überfällig

[…]

Illegaler Zustand darf nicht legalisiert werden

Begründung: Die vom BMEL vorgelegte Änderung zur Kastenstandhaltung von Sauen missachtet umfänglich das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Sachsen-Anhalt vom 24.11.2015 und den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes vom 08.11.2016. Danach müssen Kastenstände so ausgestaltet sein, dass jede Sau ungehindert in Seitenlage die Gliedmaßen ausstrecken können muss. Dies ist aktuell in den meisten Betreiben nicht der Fall, trotz rechtlicher Vorschrift aus dem Jahr 1992.

17 Jahre Übergangsfrist

In dem von Bundesministerin Klöckner vorgelegten Verordnungsentwurf soll nun genau diese rechtliche Vorschrift gestrichen werden. Damit missachtet der Entwurf ein höchstrichterliches Urteil und legalisiert einen illegalen Zustand nachträglich mithilfe eines juristischen Tricks. Zudem sieht der Entwurf eine Übergangsfrist von bis zu 17 Jahren vor, bevor die Standzeiten der Sauen zumindest verkürzt und die Breiten der Kastenstände minimal vergrößert werden. Für die geplanten Übergangsfristen oder gar eine Streichung der Mindestanforderung gibt es keine Rechtfertigung. Im Gegenteil, dies würde einen systematischen Rechtsbruch legalisieren und höchstrichterliche Rechtsprechung ad absurdum führen.

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https://www.tierrechte.de/2020/05/06/offener-brief-zur-agrarministerkonferenz-verbot-der-kastenstandhaltung-ueberfaellig/

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Gruß Hubert

Das virale Drehkreuz zum Humanismus   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund Wolfgang.

wolodja51.wordpress.com

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Von Karim Akerma

Wenn es so etwas wie „die Wildnis“ gäbe, so ließe sich aktuell gut von der „Wut der Wildnis“ reden. Oder es ließe sich sagen: „Die Natur rächt sich, weil wir ihr allzu dicht auf die Pelle gerückt sind.“ Unser Naturverhältnis krankt nicht nur: es macht krank. Und wenn wir die erforderlichen Maßnahmen nicht umsetzen, stehen wir diesbezüglich erst am Anfang.

Am Anfang menschlicher Intelligenz steht einer bekannten These zufolge das Tier. Genauer gesagt: das Fleisch. Als unsere hominiden Urahnen sich vermehrt auf die Jagd machten oder damit begannen, Fallen zu stellen und reichlich tierische Proteine zu sich zu nehmen, da sollen ihre Gehirne größer geworden sein. Auf diese Weise, so die These, erwuchs uns eine alle anderen Spezies überragende Intelligenz. In der Tat: Mit unserem Elefantengedächtnis müssen wir von dieser These nur einmal gehört haben, um sie niemals wieder zu vergessen und sie papageienhaft wiederholen zu können. Wobei die Hirne von Elefanten deutlich größer sind als die von Menschen – ohne dass Elefanten jemals Fleisch äßen. Und wobei Graupapageien zu erstaunlichen kognitiven Leistungen imstande sind, obwohl sie sich von Nüssen und Grünfutter ernähren.

Aber nehmen wir einmal an, dass die These vom Zusammenhang zwischen vermehrtem Fleischkonsum und zunehmender Intelligenz bei unseren Urahnen zutrifft. So müssen wir doch Folgendes konstatieren: Unsere lange Vorgeschichte der Akkumulation tierischer Proteine hat uns offenbar nicht intelligent genug gemacht, um Jahrzehntausende später einzusehen, dass es längst an der Zeit ist, mit dem ungeheuren Fleischverzehr aufzuhören. Warum sollten wir dies schnellstens tun? Die Antwort auf diese Frage fällt zweiteilig aus.

Erstens (Massentierhaltung als virale Brutstätte):

Fast könnte man sagen: Mit dem Virus Sars-CoV-2 und dem aktuellen Verlauf der von diesem Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 haben wir noch großes Glück gehabt: Es ist weitaus weniger tödlich als die Vogelgrippen H5N1 oder H7N9. Das Virus H5N1 oszilliert zwischen Wildvögeln und Geflügel und ging erstmals 1997 auf Menschen über. Nach einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 starb etwa die Hälfte aller betroffenen Personen. Noch hat es nicht die Mutationen ausgebildet, die eine massenhafte Übertragung von Mensch zu Mensch ermöglichen würden.

Werden also die Massentierhaltung und die Darbietung frisch geschlachteter Tiere auf Blutmärkten nicht sehr kurzfristig und weltweit abgeschafft, so könnte die Krankheit Covid-19 sich im Nachhinein als ein schwacher Vorgeschmack auf kommende Pandemien – etwa in Gestalt von H5N1 – erweisen. Sofern es keine vorgängige Immunität gegen Zoonosen (von Tieren auf Menschen übertragene Krankheiten) gibt, drohen Pandemien mit zahllosen Opfern, wenn wir uns jetzt nicht besinnen. Nur ein Hinweis: Nachdem das H5N1-Virus 2007 auf bayerischen Geflügelhöfen gefunden wurde, kam es zur bis dahin größten Keulungsmaßnahme in Deutschland: 500.000 Enten wurden getötet.

Diese Zeilen werden Ende April 2020 geschrieben, und allerorten hört man: „In diesen Zeiten von Corona …“ Das virale Geschehen dieser Wochen und Monate demonstriert uns, dass die Zeit überreif ist, die Massentierhaltung ein für allemal abzuschaffen. Massentierhaltungen sind eine Brutstätte für neuartige Krankheitserreger, die von dort aus auf Menschen überzugehen drohen. Natürlich wird dies mit wirtschaftlichen Opfern verbunden sein – aber genau diese Opfer werden ja bereits in diesen Zeiten des vergleichsweise harmlosen Covid-19 der Gesamtbevölkerung auferlegt. Für einen übergeordneten solidarischen Zweck wird man wirtschaftliche Opfer – unter Anbietung von Entschädigungen – folglich auch den Massentierhaltern abverlangen können. Die Regierung ist seit Jahren von Experten gewarnt, denen sie jetzt vertraut, und wird die Corona-Pandemie als Fanal zur Abschaffung der industriellen Fleischwirtschaft nehmen, da diese eine unerhörte Bedrohung für unser Wohl darstellt.

Blutmärkte

Nicht nur die Massentierhaltung gehört abgeschafft, auch die Blutmärkte der Erde, auf denen gerade noch lebende, verletzte oder frisch geschlachtete und häufig auch – aus hiesiger Sicht – „exotische“ Tiere feilgeboten werden. Auch wenn sich herausstellen sollte, dass das Coronavirus Sars-CoV-2 nicht von Schuppentieren auf den Menschen übertragen wurde, nachdem die Schuppentiere von Fledermäusen infiziert worden waren: Blutmärkte sind eine unkalkulierbare Quelle für Zoonosen.

Fledermausgrippe „bei uns“?

Um der viralen Gefahr ins Auge zu sehen, muss man gar nicht nach (Süd)-Ostasien oder Afrika schauen. In einem Archivbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von 2011 mit dem Titel „Gefährliche Eindringlinge – Droht nach der Schweine- und Vogelgrippe in Zukunft eine Fledermausgrippe?“ steht zu lesen: „Besonders in Fledermäusen existiert weltweit und auch in Europa ein enorm großes Reservoir an neuen Coronaviren, von denen neue SARS-Epidemien ausgehen könnten.“ Hieraus ist allerdings nicht der Schluss zu ziehen, dass man die Fledermäuse abschaffen sollte. Ganz im Gegenteil: Auch wenn ein undistanzierter Kontakt zu Fledermäusen krank machen kann, so ist es doch unser Naturverhältnis, das krankt. Es ist geboten, den Fledermäusen ihre angestammten Lebensräume zu überlassen und bestehende Viehbestände abzubauen, damit die Flugsäuger ihre Ruheplätze nicht in der Nähe von Viehbeständen wählen.

Zweitens (evolutionärer Humanismus):

Nicht nur die Massentierhaltung und der Massenkonsum von Fleisch sind einzustellen. Sondern generell die Vernutzung von Tieren, sofern es Alternativen gibt. Der evolutionäre Humanismus betont unsere Verankerung im Tierreich. Demnach sind wir durchaus nicht „naturfremd“. Wir sind nicht das ganz Andere der Tiere und keiner Extra-Schöpfung entsprungen. Sondern wir teilen bestimmte Bedürfnisse mit ungezählten Individuen zahlreicher Tierarten. Insbesondere das Bedürfnis nach Schmerzfreiheit und Leidensfreiheit. Der evolutionäre Humanismus ist also gerade nicht anthropozentrisch. Ihm sollte es folglich nicht nur um das Wohl von Menschen gehen, sondern auch um das Wohl jener empfindenden Wesen, mit denen wir gemeinsame Vorfahren haben. Der evolutionäre Humanismus ist von Haus aus eine Einstellung, die jenem monotheistischen Wahlspruch widerspricht, der da lautet: „… herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ (1. Mose 1, 28)

Nehmen wir einmal an, die These vom fleischlichen Ursprung unserer Intelligenz sei erwiesen. Dann wäre es plakativ gesagt so, dass wir unseren tierischen Ahnen das, was den Menschen zum Menschen macht (unter anderem die weise Voraussicht) zu einem Gutteil den gleichsam hinter uns zurückgebliebenen Tieren verdanken. Unsere Intelligenz wäre somit auf doppelte Weise im Tierreich verankert: Zum einen, weil wir generell tierische Vorfahren haben, zum anderen, weil unsere frühmenschlichen Ahnen das Fleisch von Tieren in höhere Intelligenz umgesetzt hätten.

Wäre es vor diesem Hintergrund nicht endlich an der Zeit, den Tieren etwas zurückzugeben, nachdem sie uns über Jahrhunderttausende als Steigbügel gedient haben? Selbstverständlich kann man die bislang geschundenen und getöteten Billionen Tiere nicht mehr entschädigen. Aber man könnte sie gleichsam symbolisch entschädigen, indem man sagt: „Tierliche Leiber haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Daher verzichten wir von heute an darauf, Tierleiber zu züchten, zu mästen, zu transportieren, zu schlachten und zu verspeisen.“

Man kann sich den evolutionären Humanismus als nach vorwärts und nach rückwärts offen denken: Der Vorwärtspfeil verweist auf unsere künftig vielleicht erst noch auszubildenden kognitiven und moralischen Fähigkeiten. Der Rückwärtspfeil verweist auf unsere evolutionäre tierische Vorgeschichte. Nochmals metaphorisch: Auf dem Rücken von Lasttieren wurden wir zu dem, was wir sind. Und die Zeit für eine symbolische Entschädigung von Billionen von Tieren ist gekommen, indem wir jetzt in einem umfassenden humanistischen Bekenntnis darauf verzichten, die aktuell lebenden Tiere zu vernichten und zu vernutzen und davon Abstand nehmen, weitere Tiere zu züchten, nur um sie zu verbrauchen.

Tiere sind das virale Drehkreuz zum Humanismus: Allein schon unser Eigeninteresse gebietet es, endlich von der Massentierhaltung Abstand zu nehmen. Und der evolutionäre Humanismus legt eine im generellen Fleischverzicht bestehende symbolische Würdigung der Wesen nahe, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind: zu humanen Wesen.

Und wenn die These vom tierischen Protein als einem unverzichtbaren Steigbügel für menschliche Intelligenz am Ende gar nicht zutrifft? Dann gäbe es aus Sicht des evolutionären Humanismus immer noch hinreichende Gründe, künftig auf Fleisch zu verzichten: Evolutionärer Humanismus besagt ja insbesondere auch, dass unsere Menschlichkeit sich weiterentwickeln kann, dass wir mehr sein können als Komplizen tierquälerischer Ausbeutung – und warum sollte unsere Menschlichkeit sich nicht auf unsere tierische Vergangenheit erstrecken, die neben uns in Gestalt unserer tierischen Mitbewohner gegenwärtig und präsent ist?

Quelle: hpd.de

Italien: Unterstützung für von der Fleischindustrie angegriffene Journalisten   Leave a comment

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Da muss man unbedingt dagegen halten, wenn Journalisten angegriffen und bei ihrer Arbeit behindert werden sollen.

 

26.04.2020 Pressenza Muenchen

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(Bild von Greenpeace: Schweine in der Massentierhaltung, wie sie in ganz Europa üblich ist)

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Mit einer noch nie dagewesenen Heftigkeit wurde in Italien versucht, Journalisten, die über die Zustände in der Massentierhaltung und deren fatale Folgen für Mensch, Tier und Umwelt berichteten, zum Schweigen zu bringen.

Im Detail geht es um vier Journalisten, die in Sendungen des italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks Rai (Radiotelevisione Italiana) unbequeme Wahrheiten ans Licht brachten, indem sie über die Auswirkungen der Massentierhaltung auf Klima, Umwelt und Gesundheit – auch im Hinblick auf die aktuelle Corona-Krise – berichteten, und diese in Zusammenhang mit dem derzeitigen Niveau der Fleischproduktion und des Fleischkonsums stellten:

  • In der Sendung „Sapiens – Un solo pianeta“ vom 28. März auf Rai 3 sprach Mario Tozzi darüber, wie die globale Fleischproduktion zu Abholzung, Umweltverschmutzung, Schädigung der Ressourcen Wasser und Boden sowie zum Verlust ganzer natürlicher Lebensräume beiträgt, die seit jeher ein grundlegendes Element unseres Ökosystems sind.

  • Am 29. März berichtete Sabrina Giannini in der Sendung „Indovina chi viene a cena – Il virus è un boomerang“, ebenfalls auf Rai 3, über die Folgen der Fleischproduktion, die die Verbreitung von Viren begünstigt, und wie der enorme Einsatz von Antibiotika in der Intensiv-Tierhaltung zu Antibiotikaresistenzen führt, einem Phänomen, das bereits jetzt schwerwiegende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hat und in Zukunft für die gesamte Menschheit immer gravierender werden wird.

  • In einer Sendungen der Reihe „Report“ (Rai 3) berichteten Sigfrido Ranucci und Luca Chianca am 13. April über das Gülle-Problem, bei dem große Mengen Ammoniak und Nitrate freigesetzt werden, was unter anderem auch zu einer hohen Luftverschmutzung führt, insbesondere in der Lombardei, ein Faktor, der die Verbreitung von Viren und das Auftreten von Atemwegserkrankungen zu begünstigen scheint.

In ihren Recherchen beriefen sich die Journalisten auf wissenschaftliche Daten, Fakten und Quellen international anerkannter Institutionen wie der FAO (Food and Agriculture Organization) der Vereinten Nationen und der WHO (World Health Organization) der Vereinten Nationen sowie auch dem EU-Kommissar für Umwelt und Ozeane Virginijus Sinkevičius, der von der New York Times wie folgt zitiert wird:

„Die Massentierhaltung spielt in der aktuellen Pandemie eine Rolle, mit starken Indizien dafür, dass die Fleischproduktion, nicht nur in China, zu COVID-19 beigetragen hat.“

Im Gegenzug hatten Vertreter der italienischen Agrar-, Viehzucht- und Fleischindustrie und deren zahlreichen Lobbyverbänden, darunter Assica, Assalzoo, Assocarni, Una Italia, Unica, Carni Sostenibili sowie der Ex-Agrarminister und heutige Lega Nord-Politiker Gian Marco Centinaio unter harscher Kritik gefordert, solche Stimmen nicht zu finanzieren und zu unterdrücken, warfen ihnen unfundierte Behauptungen vor und bezichtigten sie, die heimische Industrie “Made in Italy“ boykottieren zu wollen.

Nun haben acht Umwelt- und Tierschutzorganisationen reagiert, darunter auch die italienischen Abteilungen von Greenpeace, Animal Equality, Compassion in World Farming sowie der Humane Society International, und einen offenen Brief an den Verwaltungsrat der Rai verfasst, den wir im Folgenden auf deutsch publizieren. Darin verteidigen sie die Journalisten, danken der Rai für die Ausstrahlungen und heben hervor, dass die Forderung, Journalisten zum Schweigen zu bringen oder sie daran zu hindern, sich mit bestimmten Themen zu befassen, dem Konzept der Informationsfreiheit widerspricht, auf dem jede wahre Demokratie beruht, auch und gerade in Zeiten einer globalen Krise wie dieser.

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Italien: Unterstützung für von der Fleischindustrie angegriffene Journalisten

„Unsere Unterstützung für die von der Fleischindustrie angegriffenen Journalisten“: Sabrina Giannini, Sigfrido Ranucci und Mario Tozzi (Bild von Animal Equality Italia)

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Offener Brief

Unterstützung für Rai-Journalisten, die wegen ihrer Ermittlungen angegriffen werden:
Mit diesem Brief möchten die unterzeichnenden Verbände ihre volle Solidarität und Unterstützung für die Rai-Journalisten zum Ausdruck bringen, die aufgrund ihrer Ermittlungen von der Fleisch- und Viehwirtschaft angegriffen werden. Insbesondere beziehen wir uns auf Sabrina Giannini, Moderatorin von „Indovina chi viene a cena“ und Mario Tozzi, Moderator von „Sapiens“, die in dem letzte Woche veröffentlichten Brief von Assalzoo, Assocarni, Una Italia, Unica, Carni Sostenibili, Assolatte erwähnt werden. Aber auch Luca Chianca und Sigfrido Ranucci von „Report“, gegen die sich Coldiretti und Cia-Agricoltori Italiani kürzlich gestellt haben.

Gleichzeitig unterstützen wir nachdrücklich alle investigativen Journalisten in ihrem Engagement, zu recherchieren, offizielle Daten zu analysieren und aus erster Hand zu dokumentieren, um über unbequeme Wahrheiten im Zusammenhang mit den Umweltauswirkungen und Gesundheitsproblemen zu sprechen, die mit dem derzeitigen Niveau der Fleischproduktion und des Fleischkonsums sowie den Methoden der intensiven Landwirtschaft, insbesondere der Massentierhaltung verbunden sind.

Die Forderung, Journalisten zum Schweigen zu bringen oder sie daran zu hindern, sich mit bestimmten Themen zu befassen, widerspricht auch dem Konzept der Informationsfreiheit, auf dem jede wahre Demokratie beruht. Und gerade in einer schwierigen Zeit wie der jetzigen müssen wir die Probleme analysieren, die das Entstehen von Zoonosen begünstigen oder ihre Ausbreitung beschleunigen können. Ebenso müssen wir uns die Frage stellen, inwieweit der Einfluss des Menschen auf die Natur Bedingungen für die Übertragung zahlreicher Viren vom Tier auf den Menschen geschaffen hat.

Journalistische Ermittlungen wie die hier erwähnten sind wertvolle Leuchtfeuer, die helfen, die Rolle zu erhellen, die bei all dem auch die Intensiv-Tierhaltung spielt. Dabei handelt es sich nicht um Angriffe persönlicher Art oder ohne wissenschaftliche Grundlage, wie die Berufsverbände den Mut hatten, es zu behaupten, sondern im Gegenteil um Ermittlungen, die ausschließlich auf offiziellen Daten und Interviews mit Experten und Fachleuten beruhen. Die Warnungen vor dem Ausmaß, in dem Entwaldung und Massentierhaltung im Laufe der Jahre das Überspringen von Krankheiten von einer Spezies auf die andere erleichtert und viele gefährliche Epidemien hervorgerufen haben, stammen weder von Aktivisten noch von Journalisten, sondern von der FAO (Food and Agriculture Organization) der Vereinten Nationen, der WHO (World Health Organization) der Vereinten Nationen und von Forscher aus führenden wissenschaftlichen Institutionen auf der ganzen Welt.

Eine in der Zeitschrift Nature veröffentlichte Studie schätzt, dass in der Tat 75% der Infektionskrankheiten, von denen wir Menschen in den letzten Jahrzehnten betroffen waren, von Tieren herrühren. Sars, Ebola, Schweinegrippe, Vogelgrippe und die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (bekannt als „Rinderwahnsinn“), sind nur einige Beispiele, die diesem Coronavirus vorausgingen.

Viele andere werden folgen, wenn wir nicht die Lehren daraus ziehen und die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf den Planeten und unsere Beziehung zu den Tieren verändern.

Wir danken der Rai und ihren Journalisten auch dafür, den Untersuchungen von gemeinnützigen Organisationen wiederholt Raum gegeben zu haben, mit Bildern, die die versteckte Seite der intensiven Tierzucht zeigen. Dieses Produktionssystem, das auf übermäßigem Fleischkonsum basiert, zielt auf schnelles Wachstum, Raum- und Kostenoptimierung sowie Preissenkungen ab und berücksichtigt weder die Bedürfnisse der Tiere, wodurch ihnen unvermeidliches Leiden zugefügt wird, noch die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt. Das System Massentierhaltung, in dem Zehntausende von Individuen einer Spezies in Ställen zusammengepfercht leben, ist zudem ein optimaler Ort für gefährliche Krankheitsausbrüche und führt zu einem rücksichtslosen Einsatz von Antibiotika bei Tieren, was zu einer weiteren schweren Gesundheitskrise beiträgt: der Antibiotikaresistenz.

All diese Informationen vor der Öffentlichkeit verbergen zu wollen, ist sehr schwerwiegend: Es bedeutet, die öffentliche Gesundheit und ein globales Problem außer Acht zu lassen, das die ganze Welt auf dramatische Weise und mit verheerenden sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen erlebt, und das, wenn es nicht an der Wurzel und mit allen damit verbundenen Probleme gelöst wird, sich in Zukunft wiederholen wird. Journalisten anzugreifen, die mit unbequemen Wahrheiten konfrontieren, die wir nicht länger aus der Debatte herauslassen dürfen, ist nur der Versuch, eigene Interessen zu verteidigen, zum Nachteil der Gesellschaft und der Menschheit als Ganzes. Und wenn unser Beifall den oben erwähnten Journalisten gilt, so gilt unser Dank auch der Rai, einem von allen Bürgern bezahlten öffentlich-rechtlichem Dienst, der genau in dem Moment zu einem solchen wird, in dem er vertiefenden und für das Gemeinwohl nützlichen Programmen Raum gibt. An die Geschäftsführung der Rai und an die Direktoren aller Zeitungen geht auch die Einladung, sich in ihren Programmen und Inhalten nicht von einer ähnlichen Offensive durch Unternehmen und Wirtschaftsverbände beeinflussen zu lassen, da echte und wahrheitsgetreue Information heute wichtiger ist, als je zuvor.

Matteo Cupi, Exekutivdirektor für Animal Equality Italia
Annamaria Pisapia, Direktorin CIWF (Compassion in World Farming) Italia
Carla Rocchi, Präsidentin ENPA (Ente Nazionale per la Protezione degli Animali – italienischer Tierschutzverein)
Simone Montuschi, Präsident Essere Animali (italienischer Tierschutzverband)
Alessandro Giannì, Kampagnen-Direktor von Greenpeace Italia
Martina Pluda, Direktorin Humane Society International Italia
Gianluca Felicetti, Präsident der LAV (Lega Anti Vivisezione – italienischer Verband gegen Tierversuche)
Antonino Morabito, nationaler Leiter Cites, Fauna e Benessere Animale LEGAMBIENTE Onlus (italienischer Umweltschutzverband)

Text und Übersetzung des offenen Briefes aus dem Italienischen von Evelyn Rottengatter

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Italien: Unterstützung für von der Fleischindustrie angegriffene Journalisten

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Gruß Hubert

Jacken aus toten Kojoten und gerupften Gänsen   Leave a comment

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Es ist schockierend wie man mit diesen Tieren umgeht.

Von Peta.de

Hinter vielen Kleidungsstücken von Canada Goose steckt Tierquälerei – von Pelzkapuzen und -mützen bis hin zur Daunenfüllung von Jacken und Parkas.

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Update April 2020

Gestern verkündete Canada Goose ab 2022 anstelle des Fells von Kojoten die erst kürzlich in Fallen gefangen wurden, auf Pelz umzusteigen, der sich bereits auf dem Markt oder innerhalb der Lieferkette befindet. Dabei handelt es sich jedoch genauso um ein Produkt der grausamen Fallenjagd. Dieser “Schachzug” erlaubt es Canada Goose, seine pelzbesetzten Jacken auch weiterhin in Kalifornien zu verkaufen, wo im Jahr 2023 ein Verkaufsverbot für neue Pelzwaren in Kraft tritt und hilft in keinster Weise all den Enten und Gänsen, denen man die Kehle durchschneidet, damit ihre Federn in den Daunenparkas des Unternehmens landen können.

Kojoten mit zertrümmerten Pfoten und blutigen Wunden

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Woher kommt der Pelzbesatz der Canada Goose-Jacken?

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Canada Goose lässt in Nordamerika Kojoten bejagen und töten, um ihr Fell an Kapuzen nähen zu können. Oftmals werden hierzu Schlagfallen eingesetzt. Tritt ein Kojote in die Falle, gräbt sich diese tief in sein Fleisch ein und hinterlässt blutige Wunden und schmerzhafte Verstümmelungen. Bis der Jäger zurückkommt, können Stunden oder mehrere Tage vergehen – eine lange Zeit, in der die Kojoten allen Wetterbedingungen, Fressfeinden und Wundbrand wehrlos ausgeliefert sind. Anschließend werden die Tiere erschossen, erwürgt oder totgetreten.

Auch tierische Mitbewohner, wie Hunde und Katzen, oder bedrohte Tierarten können in die Fallen treten und sich schwer verletzen oder sterben. So viel Leid, für ein kleines Stückchen Pelz.

Gänse für Daunenfüllungen von Canada Goose getötet

Aber nicht nur Kojoten leiden für Canada Goose, denn viele Jacken der Marke sind mit den Federn von Enten und Gänsen gefüllt. Diese stammen entweder von getöteten oder lebendig gerupften Tieren, die zum Teil auch für die Stopfleberproduktion missbraucht werden. Standards und Zertifikate, die den Lebendrupf verhindern sollen, haben sich als unzuverlässig erwiesen, wie ein Enthüllungsbericht von PETA Asia zeigt. Unabhängig davon werden Enten und Gänse auf Zuchtfarmen mit tausenden Artgenossen eingesperrt – oftmals in dunklen, völlig verdreckten Hallen. Am Ende ihres entbehrungsreichen Lebens werden alle Tiere zum Schlachthof transportiert. Dort wird ihnen die Kehle aufschlitzt und Maschinen reißen ihnen die Federn mit Gewalt aus dem Körper.

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So täuscht Canada Goose seine Kunden

Auf seiner Website versucht Canada Goose, das Gewissen der Kunden zu beruhigen. Das Unternehmen behauptet, alle Daunen und Pelze würden aus „ethischer Beschaffung“ und von Tieren stammen, „die keinen unfairen Praktiken und vorsätzlicher Misshandlung unterliegen oder unnötiges Leid ertragen müssen (…)“.

PETA USA konnte diese Behauptungen bereits widerlegen. Eine Recherche bei einem Daunen-Lieferanten von Canada Goose zeigt, wie Gänse grob am Hals herumgetragen und in viel zu kleine Drahtgitterkäfige gestopft werden. Einige Tiere mussten darin sogar über 24 Stunden lang ohne Nahrung und Wasser verharren, bevor sie im Schlachthof kopfüber aufgehängt und getötet wurden. Daunen und Pelze stammen von toten Tieren und sind daher immer mit Leid und Missbrauch verbunden.

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Das steckt hinter Daunen von Canada Goose / PETA

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Mode geht auch ohne Tierleid

Niemand zwingt Canada Goose dazu, seine Jacken mit Daunen zu befüllen und Pelzen zu behängen. Heute gibt es eine Vielzahl an hochwertigen Kunstpelzen und funktionalen, synthetischen Daunenfüllungen wie Primaloft, Thermore oder Climashield. Modemarken wie Hoodlamb, Save the Duck, Ragwear oder THOKKTHOKK beweisen seit Jahren, dass warme Jacken auch ohne Tierleid machbar sind.

Was Sie tun können

Bitte glauben Sie niemals den falschen Versprechungen von Canada Goose. Kaufen Sie keine Produkte mit Pelzbesatz oder Daunenfüllung und unterzeichnen Sie unsere Petition.

Petition jetzt unterschreiben!

Informieren Sie auch Freunde und Bekannte über das Leid von Kojoten und Gänsen in der Modeindustrie und werden sie selbst aktiv.

Verkaufsstellen, die Canada Goose Produkte verkaufen: Kaufhäuser Breuninger, Engelhorn, Lodenfrey oder Hirmer.

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Jacken aus toten Kojoten und gerupften Gänsen

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Gruß Hubert