Archiv für die Kategorie ‘Massentierhaltung

Aufklärung oder Täuschung?   2 comments

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Es ist leider an der Tagesordnung, dass der Verbraucher getäuscht wird.

Von Peta.de

Live-Übertragung aus Tierställen an Fleischtheken: Aufklärung oder Täuschung?

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Bildquelle: Peta.de

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Vereinzelt gab es sie schon länger, aber nun treten sie vermehrt auf: Bildschirme an Fleischtheken in Supermärkten, die Aufnahmen oder Live-Übertragungen aus Ställen zeigen.

Doch fördert diese Art der Werbung tatsächlich die Transparenz, wie es die Unternehmen behaupten? Wird wirklich eine ungeschönte Sicht gezeigt? Und hilft es den Tieren, wenn wir mehr Geld für ihr Fleisch oder ihre Eier ausgeben?

Live-Übertragungen aus Tierställen – nur für den Konsum ohne schlechtes Gewissen?

Vorweg: Es ist immer gut, wenn Menschen sich mit ihrem Konsum auseinandersetzen. Denn das ist der erste Schritt zur Veränderung. Und eine Veränderung brauchen wir in Zeiten der Klimakrise und der Pandemie dringend. Doch gerade wenn es um die Ernährung geht, dann werden Menschen schnell emotional. Sie haben das Gefühl, dass man ihnen etwas wegnehmen möchte. Doch das schlechte Gewissen bohrt und sagt vielen Menschen immer wieder: Es fühlt sich irgendwie falsch an, dieses Stück Fleisch, den Joghurt oder die Eiernudeln zu kaufen. Und das haben Unternehmen erkannt. Mit Plattformen wie tierwohl.tv soll den Verbraucher:innen dieses schlechte Gewissen genommen werden. Dazu werden meist an den Fleischtheken Videos aus ausgewählten Ställen gezeigt.

Wie geht es den Tieren tatsächlich?

Auf den ersten Blick scheint dies eine gute Sache. Transparent und dazu verleitend, mehr Geld für tierische Produkte auszugeben, statt zu Billigprodukten zu greifen. Doch leider bedeutet dies im besten Fall nur marginale Verbesserungen für die Tiere. Denn auch in etwas größeren Ställen können die Tiere ihre Bedürfnisse nicht ausleben. Sie werden weiterhin als Ware betrachtet, die überzüchtet wird, damit sie profitabler Fleisch ansetzen oder unnatürlich viel Milch und Eier produzieren. Es wird eine heile Stallwelt vorgegaukelt, statt zu erkennen, dass diese Tiere dort ebenfalls ausgebeutet werden.

Nicht gezeigt werden unbequeme Wahrheiten: Die Trennung von Kindern und ihren Müttern kurz nach der Geburt. Das brutale Verladen der Tiere beim Transport – vor allem bei gefiederten Tieren. Verstümmelungen wie das Verbrennen der Hornansätze bei Kälbern oder das Abschneiden des Ringelschwanzes. Und der Tod im Schlachthaus würde vielen Konsument:innen wohl auch den Appetit verderben.

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Tiere empfinden wie wir Angst, Schmerz und Verzweiflung. Bildquelle: Peta.de

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Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass Menschen beim Vorbeigehen einfach nur abspeichern, dass es den Tieren doch gar nicht so schlecht geht, wie gerne behauptet wird. Ihr Konsumverhalten bleibt aber unverändert.

Tiere haben Rechte!

Wir müssen erkennen, dass es den Tieren nicht reicht, wenn sie mehr Platz oder etwas Stroh haben. 100 Prozent mehr Platz, wie bei Tierwohllabeln der höchsten Stufe angegeben, hört sich erstmal gut an. Wenn dies aber nur 1,5 Quadratmeter statt 0,75 für ein ausgewachsenes Schwein bedeutet, dann erkennt man schnell, dass dies eher der Verbrauchertäuschung dient. Zumal ein Schwein nicht getötet werden möchte, nur weil sein Fleisch am Ende ein paar Cent teurer verkauft wird. Stellen Sie sich diese Haltung bei Hunden oder Katzen vor: Wären Sie dann noch immer einverstanden und würden deren Fleisch kaufen?

Fleisch kann uns krank machen. Kuhmilch ist die Nahrung für ein Kuhkind. Und Hühner legen nicht ohne Grund Eier – sie wollen sich fortpflanzen, wie jeder andere Vogel auch. Wir Menschen haben den Hühnern jedoch eine krankmachende Ei-Anzahl von über 300 Stück im Jahr angezüchtet – statt natürlichen 20 bis 30 Eiern.

Wenn Sie glückliche und respektierte Tiere sehen wollen, dann besuchen und unterstützen Sie einen Lebenshof in Ihrer Nähe.

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Lebenshöfe nehmen Tiere auf, die früher in der Tierwirtschaft ausgebeutet wurden.

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Was Sie tun können

Tiere haben als fühlende Lebewesen das Recht auf ein unversehrtes Leben. Wir können uns für die Tiere einsetzen, indem wir uns gesund und umweltfreundlich vegan ernähren. Statt täuschender Bildschirmwerbung von ausgewählten Ställen, die die Wirklichkeit massiv verzerrt, sollten Unternehmen vegane Produkte in den Vordergrund stellen und über deren positive Eigenschaften aufklären – das wäre Tierwohl und Umweltschutz zugleich.

Sprechen Sie deshalb die Verantwortlichen in den teilnehmenden Supermärkten freundlich an und machen Sie diese auf die Problematik für die Tiere aufmerksam. Kaufen Sie zudem vegane Produkte, dann können Sie sich sicher sein, dass Sie nicht mehr mitverantwortlich sind für das Leid in den Ställen und Schlachthäusern.

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Aufklärung oder Täuschung?

Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten.   Leave a comment

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Erschütternde Argumente und Fakten vom ehemaligen Vizepräsidenten der Citibank, Philip Wollen. Was mit Fleischessen alles zusammen hängt.

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Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten. DEUTSCHE VERSION

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Schweinehaltung in Deutschland: So leiden Schweine für Fleisch   Leave a comment

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Von Peta.de – Auszug

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Bild von Peta.de

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Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 55 Millionen Schweine wegen ihres Fleisches getötet. Über 99 Prozent von ihnen leben in der konventionellen Tierhaltung. Jedes einzelne fristet ein qualvolles Dasein in einer der vielen Schweinezucht-, Ferkelaufzucht- oder Schweinemastanlagen. Dabei ist es ganz egal, ob Schweine in industriellen Großanlagen gehalten werden oder beim „Bauern von nebenan“: In der Tierindustrie sind sie lediglich Produktionsgüter. Um den Markt mit Schweinefleisch zu überfluten, werden sowohl männliche als auch weibliche Schweine genutzt und auf grausame Weise getötet.

Wenige Menschen kennen die beengten, reizarmen und unwürdigen Lebensumstände sogenannter Zuchtsauen und ihrer Ferkel in deutschen Ställen sowie der Eber, die als Besamungsmaschinen herhalten müssen. Gehören Sie zu denjenigen, die über die Qualen der Schweine in der deutschen Tierhaltung Bescheid wissen?

Schweinezucht: Weibliche Schweine leiden in grausamen Kastenständen

Eine „Zuchtsau“ dient der Tierindustrie zu einem einzigen Zweck: Sie soll möglichst viele Ferkel für die Fleischproduktion gebären. Das geschieht mithilfe künstlicher Besamung, für die das weibliche Schwein in einen sogenannten Kastenstand gesperrt wird, in dem es nicht einmal ausreichend Platz hat, um sich umdrehen zu können. Bis zu vier Wochen nach der Besamung bleibt die Muttersau in diesem engen Gitterverschlag eingesperrt. Diese Haltungsform fügt den Tieren enormes Leid zu: Jeden Tag, jede Stunde und jede Minute müssen sie am selben Fleck stehen, liegen, essen, koten und urinieren. Anschließend werden die Säue gemeinsam mit anderen in kargen Gruppenbuchten untergebracht. Aufgrund von eintöniger Haltung, Stress und Rangkämpfen verletzen sich die Tiere oft gegenseitig.

Kurz vor der Geburt wird die Muttersau dann in eine sogenannte Abferkelbucht gesperrt: erneut ein Metallkäfig, der es ihr nicht erlaubt, sich umzudrehen oder natürliche Verhaltensweisen, wie etwa den Nestbau, auszuüben. Oft drücken die Metallstäbe in den Bauch der hochschwangeren Sauen. Die gesamte Stillzeit, also etwa drei Wochen lang, verbringt die Mutter in diesem Gitterkäfig. Sie dient dabei als reine Milchmaschine – eine Bindung zu ihren Kindern kann sie in der fixierten Haltung nicht aufbauen. Die Tierindustrie verteidigt diese Quälerei mit dem Scheinargument, sie diene als Schutz für die Ferkel, die sonst von der Mutter erdrückt würden. In Wahrheit stecken jedoch Arbeitserleichterung und Wirtschaftlichkeit, also Profit, dahinter. Denn in der freien Natur, also mit genügend Platz, erdrückt eine Mutter ihre Ferkel nicht. Bereits nach drei Wochen werden die Ferkel von ihren Müttern getrennt, obwohl Schweine in freier Wildbahn viel länger zusammenbleiben.

Wenn eine Sau nicht mehr schwanger wird, zu wenige Ferkel auf die Welt bringt oder krank wird, wird sie zum Schlachter transportiert – denn das System basiert allein auf Wirtschaftlichkeit. Nach etwa drei bis vier Jahren endet das entbehrungsreiche „Leben“ schließlich am Schlachterhaken, und ein Lebewesen wird zu billiger Wurst oder Tierfutter verarbeitet.

Leidvolle Ferkelkastration, abgeschliffene Zähne und hohe Sterblichkeitsrate

Bereits in den ersten Tagen nach ihrer Geburt werden männliche Ferkel kastriert. Dies geschieht allein aus dem Grund, dass das Fleisch unkastrierter Tiere einen unangenehmen Geruch entwickeln und daher nicht gewinnbringend verkauft werden kann. Seit dem 1. Januar 2021 ist die betäubungslose Kastration zwar endlich verboten, doch Schweinezuchtbetriebe dürfen Ferkel nun auf legalem Weg mit eigener Betäubung durch das Gas Isofluran selbst kastrieren. Die einzige Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme an einem zwölfstündigen Lehrgang. In dieser minimalen Zeitspanne ist es nicht möglich, sich das notwendige tierärztliche Wissen anzueignen, um schwere Eingriffe wie eine Kastration bei neugeborenen Ferkeln durchführen zu können. Außerdem bleibt es fraglich, ob die Landwirte aus Gründen der Zeit- und Kostenersparnis die Betäubung mangelhaft oder gar nicht ausführen – Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben fanden auch in der Vergangenheit nur unzureichend statt.

Zudem ist es noch immer legal, Ferkeln vor dem siebten Lebenstag die Zähne abzuschleifen, damit sie unter anderem die Zitzen der Muttersau nicht verletzen. Die gerade erst zur Welt gekommenen Ferkel müssen dabei nicht betäubt werden, die Prozedur geschieht bei vollem Bewusstsein. Auch das Kupieren der Schwänze wird – trotz eigentlichem Amputationsverbot – routinemäßig bei wenige Tage alten Ferkeln durchgeführt, indem ein großer Teil des Ringelschwanzes ohne Betäubung mit einer Zange abgeschnitten wird. Dies soll verhindern, dass sich die Tiere aufgrund des späteren tristen Lebens in der Mast gegenseitig anfressen, führt jedoch meist nicht zu dem gewünschten Erfolg.

Der Verlust von Tierleben ist von Anfang an einkalkuliert

Dass das einzelne Lebewesen in der Schweinezucht und -mast nichts zählt, zeigt auch die billigend in Kauf genommene Verlustrechnung, was das Sterben von Ferkel angeht: Weil viele der Tiere aufgrund der zielgerichteten Zucht auf möglichst große Würfe schwach und krank zur Welt kommen, werden sie von Mitarbeitern mit einem Schlag auf den Kopf betäubt, bevor sie getötet [4] oder noch lebendig in den Müll geworfen werden, wo sie qualvoll sterben. Aufnahmen aus Ställen zeigen immer wieder, dass das vorgeschriebene Verfahren – mit Betäubung und anschließendem Ausbluten – für einen großen Teil der Züchter zu lästig ist. Daher werden viele Ferkel lediglich gegen Kanten, Wände oder auf den Boden geschleudert. Die Tiere, die dabei nicht sterben, erleiden in den Mülltonnen einen entsetzlichen Todeskampf.

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Schweinehaltung: karge Betonböden und mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten

Die Tierindustrie verwehrt den reinlichen, familienbewussten Schweinen die Befriedigung von Grundbedürfnissen wie das Durchwühlen von Erdreich nach Nahrung oder eine intakte Sozialstruktur. Statt in Revieren in Wald- und Sumpfgebieten zu leben, werden Schweine in der konventionellen Mast auf harten Böden mit Spalten gehalten, durch die sie ihre Extremente hindurchtreten. Auf diese Weise wird Platz gespart und die Kosten zum Entfernen der Exkremente entfallen. Die Schweine leben in dieser Haltungsform jedoch dauerhaft auf und über ihrem Kot und Urin, was sowohl ihrer Gesundheit als auch ihrer Psyche enorm schadet. Die reinlichen Tiere erleiden nicht selten Atemwegsinfektionen bis hin zu schmerzhaften Lungenentzündungen, Augenentzündungen und Parasitenbefall, auch Verhaltensstörungen werden häufig beobachtet.

Je nach Gewicht stehen einem sogenannten Mastschwein maximal 1,0 m² Platz zur Verfügung – und somit weniger als eine handelsübliche Badewanne. Einstreu oder Auslauf sind in den Ställen meistens nicht vorhanden. Die Bio-Haltung sieht einen „befestigten Auslauf“ für Schweine vor. Zugang zu einer Weide müssen die Tiere aber gesetzlich nicht haben, denn für die Erfüllung dieses Kriteriums reicht eine kleine Außenbucht.

Hier weiterlesen:

Schweinehaltung in Deutschland: So leiden Schweine für Fleisch

Veröffentlicht 23. Februar 2021 von hubert wenzl in Massentierhaltung, Tierrechte, Tierschutz

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Massentierhaltung und Epidemien: Geflügelpest   Leave a comment

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© worradirek – Shutterstock

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Im Schatten von Coronavirus und Afrikanischer Schweinepest grassiert derzeit ein weiteres tödliches Virus in Deutschland: die Vogelgrippe oder auch »Geflügelpest«. Die Seuche bedroht wilde und domestizierte Vögel. Ihr Vormarsch steht, wie auch der anderer Epidemien, in Verbindung mit der globalen Massentierhaltung.

Mehr als 300.000 Vögel getötet

Als »Geflügelpest« werden hochpathogene, also besonders ansteckende und schwer verlaufende Formen der an sich weniger gefährlichen Vogelgrippe bezeichnet. Sie kann alle Vogelarten befallen. Für die meisten Vögel bedeutet die Infektion mit der »Geflügelpest« innerhalb weniger Tage den Tod. Bei Wasservögeln kann die Krankheit milder verlaufen. Sie werden als natürliches Reservoir der Vogelgrippeviren vermutet.

»Geflügelpest«-Epidemien werden häufiger. Im Winter 2016/17 kam es zum bislang größten Ausbruch der Seuche in Deutschland und Europa. Hochpathogene Viren der Subtypen H5N8 und H5N5 breiteten sich rasant aus. Die Folge waren mehr als eine Million tote Vögel in der deutschen Landwirtschaft. Sie wurden entweder durch das Virus oder präventiv durch Menschen getötet.

Seit Oktober 2020 kursieren nun erneut vermehrt tödliche H5N8- und H5N5-Viren in Deutschland. Stand 5. Januar 2021 sind bereits über 305.000 landwirtschaftlich gehaltene Vögel in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Thüringen durch das Virus oder durch Menschen getötet worden.

Massentierhaltung beschleunigt Pandemien

In den Medien wird die »Geflügelpest« vorrangig als Bedrohung für die globale Tierhaltungsindustrie thematisiert. Tatsächlich ist sie allerdings vor allem eine ihrer Folgen:

Neuartige Viren aus wilden Tierpopulationen finden immer schneller den Weg zum Menschen und zu den von ihm gehaltenen Tieren. Das liegt daran, dass Menschen immer mehr natürliche Ökosysteme zerstören und zurückdrängen – vor allem um neue landwirtschaftliche Flächen für Tierhaltung und Futtermittelanbau zu erschließen.

Doch auch in Ställen können neue gefährliche Krankheiten entstehen. In den riesigen Beständen mit genetisch gleichförmigen, immungeschwächten Tieren können sich Viren nahezu ungehindert ausbreiten und in enormem Tempo mutieren. So steigt die Wahrscheinlichkeit für gefährliche Varianten. Diese finden den Weg in wilde Populationen, besonders im asiatischen Raum, wo große Gruppen Wasservögel auf Freilandflächen gehalten werden.

Auch wenn die Vogelgrippeviren anschließend wohl vor allem durch Wildvögel über Ländergrenzen hinaus verbreitet werden, beschleunigen der globale Handel, z. B. mit Vögeln und Tierprodukten, sowie kontaminierte Personen, Geräte und Futtermittel aus betroffenen Betrieben die Ausbreitung der Seuche weiter.

Gefahr für Menschen und Vögel

Die Folgen der »Geflügelpest«-Ausbrüche für Tier und Mensch können dramatisch sein:

SARS-CoV-2 zeigt, dass unter neuen, sich schnell verbreitenden Virusvarianten auch für den Menschen gefährliche Krankheiten sein können. Unter den Vogelgrippeviren gibt es mit den Subtypen H5N1 und H7N9 bereits für Menschen tödliche Formen. Bei den aktuell in Deutschland kursierenden Subtypen ist das bislang zwar nicht der Fall. Die Möglichkeit, dass sich das ändert, besteht aufgrund immer neuer Mutationen jedoch.

Für Vögel ist das Virus so oder so eine Bedrohung für Leib und Leben: Wildvögel in aller Welt sind häufiger den gefährlichen Varianten der Vogelgrippe ausgesetzt, da die Massentierhaltung deren Entstehung und Verbreitung beschleunigt. Aktuell sind an der Schleswig-Holsteinischen Küste bislang über 16.000 infizierte verendete Wildvögel gefunden worden.

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Vermeidbares Leid

Bei der »Geflügelpest« stellt sich – wie auch bei der Schweinepest – die Frage, ob uns Menschen wirklich nichts Besseres einfällt, um eine Seuche zu stoppen, als Zehntausende Tiere einfach so zu töten. In einer mitfühlenderen Welt, in der jedes Leben einen eigenen Wert hat, würden wir vielleicht andere Wege finden.

Vielleicht würde sich die Frage aber gar nicht stellen, denn ohne Massentierhaltung wäre die »Geflügelpest« deutlich weniger verheerend. Selbst Tierhaltungsbetriebe mit kleineren Beständen und gesünderen Tieren in lokalen Wirtschaftsverbänden wären weniger gefährdet und besser gegen Seuchen gewappnet.

Und schließlich: Je mehr Platz auf dem Planeten für echte Wildnis ist, je größer die ökologische Vielfalt, desto schwerer haben es Viren, sich auszubreiten und neue gefährliche Varianten zu entwickeln. Dafür müssten Fleisch- und Milchkonsum weltweit zurückgehen, denn sie tragen zu einem erheblichen Teil zur Zerstörung des Planeten bei.

Sie können einen Beitrag zum Wandel leisten, indem Sie Massentierhaltung von Ihrem Teller verbannen. Unsere Vegan Taste Week unterstützt Sie dabei, die pflanzliche Ernährung eine Woche lang auszuprobieren.

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Massentierhaltung und Epidemien: Geflügelpest

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Gruß Hubert

 

Was will uns Corona sagen?   Leave a comment

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Dass Wildtiermärkte, Zuchtfarmen und Massentierhaltung dir Ursache für Corona ist, wird nicht gesagt. Man könnte dann ja nicht mehr weitermachen wie bis jetzt.

Rebloggt von guteskarmatogoblog

Was will uns Corona sagen?

Die wichtigste Corona Botschaft wird ignoriert!

Ein Jahr ist es jetzt bereits her, seit sich unsere Welt verändert hat. Ein Jahr, das zunehmend geprägt war von Angst und Wut und Sorge, Einsamkeit und Verlust. Für viele jedenfalls. Nach wie vor gibt es auch noch die Insel der Seligen, die davon verschont wurden…weil sie und ihre Angehörigen das Glück hatten, von Krankheit verschont zu bleiben, weil sie nicht auf Behandlung warten mussten, da die Krankenhäuser wegen Corona dicht machten, weil sie niemanden verloren haben, den sie liebten oder sich nicht von ihm verabschieden konnten.

Weil sie einen Job haben, der krisensicher ist, weil ihre Arbeit nicht davon abhängt, dass Mobilität und Gemeinschaft funktionieren, weil sie nicht Sorge haben müssen, wovon sie morgen leben und ob sie diejenigen noch versorgen können, die auf Versorgung angewiesen sind, weil sie keine Kinder haben, um deren Zukunft sie bangen und die gerade in einem Homeschooling System in Isolation aufwachsen müssen …. die Liste wäre unendlich. Es gibt tatsächlich noch Menschen, die davon nicht betroffen sind aber es werden jeden Tag weniger.

Corona is a Bitch und stiehlt uns Gesundheit, Wohlstand und soziale Kontakte. Während die Wut auf die Regierung, auf Maskenverweigerer und auf Coronagläubige, auf Denunzianten, auf Trump und Merkel und so ziemlich alles und jeden steigt… wundere ich mich, warum nicht die Wut auf die eigentlichen Verursacher steigt.

Fakt ist: Das Virus stammt aus China. Fakt ist, es ist sehr wahrscheinlich, wie fast alle bedrohlichen Viren aus einem unguten Zusammenspiel von Mensch und Tier entstanden. Entweder jemand hat in einem Labor der Natur ins Handwerk gepfuscht oder jemand meinte, ein Wildtier fangen, einsperren, schlachten oder verzehren zu müssen.

Wildtiermärkte und Zuchtfarmen, Massenhaltung und illegale Wildtierjagd sind die Brutstätten für Seuchen, für Pandemien, für weltweites Leid und Elend.

Wäre es nicht deutlich zielführender, all die Wut, all die Bemühungen, all die Einschränkungen und Gesetzesänderungen darauf zu konzentrieren, wo die Wurzel des Übels steckt:In unserem Umgang mit Tieren und mit der Natur? Corona wird mittlerweile so behandelt, als wäre es quasi aus dem „Nichts“ entstanden! Aber da wo Corona herkommt, ist noch jede Menge Potential für weiteres Unheil und nichts passiert.

Wir versuchen die Symptome zu kurieren und lassen die Ursache ausser Acht. Nicht nur in China. Vielleicht werden all diejenigen, die heute Veganer und Tierrechtler noch belächeln, die jeden ignorieren, der sich für weniger Fleischkonsum, artgerechte Tierhaltung und mehr Respekt einsetzt …vielleicht werden all diejenigen irgendwann selbst noch die Verbindung erkennen. Corona ist kein Zufall, weder Schicksal noch war es unabwendbar. Alles, was gerade Schreckliches passiert auf diesem Globus hat seine Wurzel in dem Leid, das wir Tieren zufügen.

Corona ist Karma, würde ich behaupten. Und solange mein eigenes Karma von den Handlungen anderer beeinträchtigt wird, solange mein eigenes Leben und das meiner Liebsten davon abhängt, dass die Menschen endlich begreifen, werde ich mich dafür einsetzen!

Wir brauchen auf Sicht nicht mehr Masken, mehr Forschung, mehr Impfung und mehr Verbote sondern wir brauchen weltweit einen anderen Umgang mit Tieren. Wir tun es nicht für die Tiere …sondern für uns! Das sollte auch der Letzte irgendwann begreifen!

Wir keulen gerade Nerze und Geflügel und Schweine als Antwort auf unser Versagen. Irgendwann keult die Natur uns! Wir haben noch einen weiten Weg zu gehen!

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Was will uns Corona sagen?

Veröffentlicht 22. Januar 2021 von hubert wenzl in Massentierhaltung, Tierrechte, Tierschutz

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Kleine Herzen   Leave a comment

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Von beasbevegan.ch

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Bild von beasbevegan.ch

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Milliarden kleiner Herzen hörten im vergangenen Jahr auf zu schlagen. Kleine Herzen, die nichts anderes wollten als zu pochen im Gleichklang mit allen Herzen auf diesem Planeten.
Kaum auf der Welt versiegte ihr Lebensstrom-.
Ihre Seelen wurden ausgehaucht in kalten Schlachthöfen, stickigen Hallen, engen Transportern und auf blutigen Betonböden…

Keiner wird ihrer Gedenken, keine Trauerreden werden gehalten oder Kränze niedergelegt.
Ihre Lebenslichter erloschen, noch eh sie begreifen konnten, was Leben überhaupt bedeutet. Unsägliche Qualen blieben unerhört. Eingewickelt in das Vakuum der Ignoranz, erstickte man ihr Wehklagen in der dunklen Höhle der Angst.

Schon wieder ging ein Jahr zu Ende, ohne Rettung der armen Wesen, ohne Anteilnahme an ihrem tragischen Schicksal. Wie viele Jahre werden es noch sein, in denen der Mensch die Augen verschliesst vor einem Elend, dessen Schmerz bis zum Himmel schreit – quer über den ganzen Globus?

Und während ich diese Zeilen schreibe werden schon wieder Millionen fühlende Wesen hingerichtet nur um des Menschen Wohlgefallen. Und die nächsten Tierbabys, die das Licht der Welt erblicken, haben keine Chance auf Gnade. Über ihnen blitzt bereits die geschliffene Messerklinge, die ihre jungen Kehlen durchschneiden wird, noch bevor sie ahnen konnten, wer ihre Mama war.

Ich frage in die Stille der Trauer: Wie lange wollen wir das noch tolerieren? Wann werden wir den Weg in unsere Herzen finden, die auch mal klein waren und fühlten, dass alle Herzen schlagen wollen?

Die Kerze, die ich angezündet habe, brennt für all die kleinen vergessenen Seelen, deren letzter Gang über die Regenbogenbrücke unbegleitet blieb, und die niemals die Wärme der Liebe und Wertschätzung haben spüren dürfen.

Namasté meine innig geliebten Tiere. Seid umschlungen in meinem Herzen, das um euch weiterkämpfen wird – für immer!

Text by: Bea Kälin

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Kleine Herzen

Kirche und Dogmen für den grenzenlosen Fleischkonsum   Leave a comment

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Katharer und Waldenser landeten auf dem Scheiterhaufen, wenn sie sich weigerten Fleisch zu essen. Die Kirchengeschichte ist wohl mehr als unrühmlich. Auch heute werden Vegetarier und Veganer von der Kirche nicht gern gesehen. Grob gesagt heißt es: Gott habe uns ja die „Viecher“ zum fressen gegeben“.

Wer weiter dazugehören möchte, sollte aber zumindest wissen, wozu er sich hier bekennt.

„Joseph Ratzinger lehrte, „es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe

Aus theologe.de

7.12.2020 – Dogmen für den grenzenlosen Fleischkonsum – Angesichts der traditionell großflächigen Weihnachtsschlachtungen der Tiere, die zwar im Stall von Bethlehem folkloristisch besungen werden, in Wirklichkeit aber schon vor den kirchlichen Festtagen grausam gequält und geschlachtet werden, hier einige Fundstellen aus der Dogmensammlung der Römisch-Katholischen Kirche von Denzinger und Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Freiburg 2009. Sie machen deutlich, warum es im Laufe der Jahrhunderte so gekommen ist und weiter praktiziert wird.

Da ist zunächst die „Glaubensprüfung vor der Bischofsweihe„, Denzinger Nr. 325, aus dem 5. Jahrhundert. Die Prüfungskriterien stammen von verschiedenen Synoden und werden Statuta Ecclesiae Antiqua genannt. Ein Tadeln des Fleischkonsums z. B. wegen des Leids der Tiere ist demnach nicht mit der Weihe zur Exzellenz vereinbar. Und einiges mehr. Damit weiß man auch gleich einiges über den Mann, den man dort dann vor sich hat. Wörtlich u. a.:
„Wer zum Bischof geweiht werden soll, muss zuvor geprüft werden, ob er behutsam ist im Verständnis der Schriften, ob er tüchtig geübt ist in den kirchlichen Lehrsätzen, und vor allem, ob er die Lehren des Glaubens mit einfachen Worten bekennt … Man soll ihn auch fragen, ob er glaubt, dass der Urheber und Gott des Neuen und Alten Testaments … ein und derselbe ist … Man soll ihn auch fragen, ob er an die Auferstehung des Fleisches, das wir tragen, und nicht eines anderen glaubt; … ob er den Genuss von Fleisch nicht tadelt; … ob er glaubt, dass in der Taufe alle Sünden, d. h. sowohl die Urschuld als auch jene, die freiwillig begangen wurden, vergeben werden; ob er glaubt, dass außerhalb der katholischen Kirche keiner gerettet wird. Wenn er in allen diesen Punkten geprüft und für vollkommen unterrichtet befunden wurde, dann soll er mit Zustimmung der Kleriker und Laien von den versammelten Bischöfen der ganzen Provinz zum Bischof geweiht werden.“

Wie ernst der Romkirche der praktizierte Genuss von Tierfleisch ist, zeigt sich zum Beispiel in dem Brief von Innozenz III. an den Erzbischof von Tarragona im Jahr 1208, einige Monate bevor er im Jahr 1209 den Kreuzzug zur Ausrottung der Katharer in Südfrankreich ausrufen ließ, die Vegetarier waren, wie teilweise offenbar auch die Waldenser. Innozenz sendet dem Erzbischof in diesem Brief Das den Waldensern vorgeschriebene Glaubensbekenntnis, falls diese in die Kirche zurückkehren wollen anstatt verfolgt und in der Folge lebendig verbrannt zu werden. Ein Satz dieses Glaubensbekenntnisses, dass die Kirche verlangte, dass sie es aufsagen, lautete, Denzinger Nr. 795 :
„Den Genuss von Fleisch missbilligen wir nicht im geringsten.“

Und schließlich noch Denzinger Nr. 1351, Konzil von Florenz, Bulle Cantate Domino von Papst Eugen IV., 1442:
„Deshalb verkündet sie [die hochheilige katholische Kirche], … dass keine Natur einer Speise, die die menschliche Gemeinschaft zulässt, verurteilt werden darf.“

Mit den Tieren dürfe demnach auch alles gemacht werden, wenn es zum Zweck des Fleischkonsums geschieht. Damit wird von vorneherein auch eine Kritik an besonders grausamen Mast- und Schlachtmethoden für das kulinarische Wohlbefinden von Menschen – als „Häresie“ und gegen den katholischen Glauben gerichtet – untersagt. Und die Bulle heißt dazu auch noch Singt dem Herrn. Die Frage ist: Welchem?
Und alles das wurde bis heute auch nicht geändert, ist also Teil des römisch-katholischen Glaubens, der für alle Gläubigen verpflichtend ist. Wer weiter dazugehören möchte, sollte aber zumindest wissen, wozu er sich hier bekennt.

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Nur den bestialische Tod in den Schlachthäusern oder beim Gejagt-Werden, wo selten der erste Schuss gleich richtig trifft, fürchtet das Tier. Oder die bestialischen Versuche in den Versuchslabors, die allesamt mit dem Segen der Kirche arbeiten. Und die Tiere leiden, dass  Menschen ihren Lebensraum mit dem Segen der Kirche immer mehr gegen „Null“ reduzieren, weil nur der Mensch für die Kirche das Maß aller Dinge ist, und weil dieser Wälder, Felder, Meere, ja den ganzen Planeten, zunehmend bis in den letzten Winkel hinein nur zum eigenen Profit knechtet und malträtiert ohnegleichen. Und Tiere, die in diesem Profit-System des konfessionellen Machtmenschen und von Seinesgleichen keinen Platz mehr haben, werden eben ausgerottet. Und da ihnen ohnehin kein „Person-Sein“ zukomme, ist das für jemanden, der so denkt, ohnehin mehr eine allgemeine oder statistische Feststellung.

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PS: Obwohl Tiere vom Papst und der Kirche nichts zu erwarten haben außer dem „Segen“ für ihren meist qualvollen Tod, scheute sich die Stadt Erfurt nicht, Einnahmen aus der Tierhaltung, in diesem Fall der Hundesteuer, für die Kosten des Papstbesuches zu verwenden (siehe http://hpd.de/node/11792?page=0,0). Papst Joseph Ratzinger lehrte,es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe (siehe hier), eine weitere Verhöhnung Gottes. Im ersten noch unverfälschten Schöpfungsbericht der Bibel ist z. B. klar festgehalten, dass für Menschen und für Tiere die pflanzliche Nahrung vorgesehen ist und
folglich keine Tiere zur Ernährung getötet werden sollen.

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„Die Sau, die man bei der Ernte schießt, kann im nächsten Jahr keinen Schaden machen.“
(Hans Pfister, Kreisjägermeister, zit. nach Mitteldeutsche Zeitung, 12.8.2009)

PS: Für das Kirchenchristentum gelten Wildtiere, die Hunger haben, als „Schädlinge“, da der Mensch einen Anspruch auf 100 % der Ernte für sich erhebt, während Wildtiere nicht das Geringste davon bekommen sollen. Zudem wird den Tieren systematisch auch der noch verbliebene Lebensraum weg genommen, um den Profit des Menschen noch weiter zu erhöhen.

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Wer keinem Huhn den Hals umdreht, wird aufgehängt

Im Mittelalter lässt die kirchliche Inquisition zum Beispiel Menschen aufhängen, die sich weigerten, Tiere zu töten. Als Beweis ihres rechten römisch-katholischen Glaubens müssen Verdächtige in bekannt gewordenen Fällen öffentlich ein Tier schlachten. Der Philosoph Graf von Hoensbroech schreibt: „Durch eine Bischofsversammlung in Goslar im Jahr 1051 wurden mehrere als Ketzer zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten; denn es entspräche den Anschauungen der Katharer, keine Tiere zu töten“ (mehr zu den auf Befehl des Papstes ermordeten Katharern in Südfrankreich siehe hier und in dem Buch Verfolgte Gottsucher). „Ja selbst das Aussehen der Angeschuldigten genüge, sie als Ketzer zu verurteilen, weil ihre Blässe zurückzuführen sei auf den der Lebensführung der Katharer entsprechenden ausschließlichen Genuss von Pflanzennahrung.“ (Paul Graf von Hoensbroech, Das Papsttum in seiner sozial-kulturellen Wirksamkeit, Leipzig 1904, S. 35; PS: In Bezug auf eine vernünftige vegetarische Ernährung ist die angebliche „Blässe“ eine Verleumdung)

Und da auch die Waldenser in Verdacht stehen, keine Tiere zu töten und vegetarisch zu leben, müssen sie folgendes Glaubensbekenntnis sprechen, wenn sie eine Verfolgung vermeiden und in die Kirche zurück kehren wollen: Den Genuss von Fleisch missbilligen wir nicht im Geringsten (= Carnium perceptionem minime culpamus). Die katholische Dogmensammlung Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen von Heinrich Denzinger, überarbeitet von Peter Hünermann (42. Auflage, Freiburg 2009) hat dieses Bekenntnis aus dem Jahr 1207 unter der Nummer 795 bis heute unter die bedeutenden „Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen“ aufgenommen.

Die furchtbaren Traditionen der Kirche

Und wie ergeht es den Tieren selbst? Zu Ehren des „heiligen“ Vinzenzus wird bis heute jährlich eine Ziege in Manganeses de la Polverosa in Spanien lebend vom Kirchturm geworfen. In anderen Orten werden Stiere zur Ehre des katholischen Schutzheiligen des Ortes durch die Straßen getrieben und am Ende der Festlichkeiten abgestochen (das berühmteste Spektakel dieser Art findet alljährlich in Pamplona statt). Diese und viele weitere grausame Bräuche und Traditionen entstehen in der katholischen Bevölkerung. Zahllose Tiere werden zudem als Weihnachts- und Osterfestbraten in allen kirchlich geprägten Ländern bis heute qualvoll gemästet und verzehrt, und in dem überwiegend katholischen Frankreich erklärt die Nationalversammlung erst im Jahr 2005 die Gänsestopfleber zum „nationalen Kulturerbe“. Dafür werden die Tiere zuvor „gestopft“, d. h. mit qualvollen Mitteln aufgebläht und aufgedunsen.

Während die katholische Lehre bestrebt ist, das teilweise furchtbare Verhalten der Menschen gegenüber den Tieren auch theologisch zu rechtfertigen (z. B. Katholischer Katechismus Nr. 2417 und Nr. 2418), wird das Thema in der evangelischen Theologie weitgehend ignoriert. So schreibt etwa der Theologe Dr. Guido Knörzer über die evangelischen Denkgebäude: „Tiere, Pflanzen, die Welt kommen hier nicht mehr vor.“ (Töten und Fressen? München 2001, S. 60)
Und womöglich ist ein tiefenpsychologischer Grund für den schlimmen Umgang der Kirche mit den Tieren auch, dass diese weder katholisch noch evangelisch sind, sondern einfach Geschöpfe Gottes.

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Verfolgt und getötet

Dieses Wissen von der Lebensweise von Jesus und den Jüngern zieht sich im Untergrund durch die gesamte Geschichte der Christenheit und findet immer wieder Nachfolger. Ein weiteres Beispiel sind die ebenfalls vegetarisch lebenden Katharer im mittelalterlichen Südfrankreich. Sie werden – wie viele andere Urchristen auch – von der Kirche grausam verfolgt und getötet.

Heute kann man die weltweite Massentierhaltung und den Rekord an Tierversuchen als grausige Höhepunkte einer kirchlichen Tradition betrachten, die den Menschen als „Ebenbild Gottes“ von Natur und Tieren getrennt hat. Als Tüpfelchen auf das „i“ passt dazu, dass sich im Jahr 2000 noch die meisten Abgeordneten der so genannten C-Parteien in Deutschland („c“ von „christlich“), CDU und CSU, weigern, der Aufnahme des Tierschutzes in das deutsche Grundgesetz zuzustimmen. Erst im Jahr 2002 findet sich in diesen Parteien dafür doch eine Mehrheit, und das Grundgesetz kann um den Tierschutz erweitert werden. Doch als eine Folge des bis dahin fehlenden Grundrechts wird Anfang 2002 gerade noch schnell das Verbot des betäubungslosen Schlachtens („Schächtens“) für muslimische Metzger in Deutschland aufgehoben. Gleich den jüdischen Metzgern wird nun auch ihnen das Schächten erlaubt. Und auch sonst hat sich trotz der Grundgesetz-Erweiterung für die Tiere seither praktisch so gut wie nichts verbessert. Die schönen Worte im Grundgesetz sind bisher nur heiße Luft.

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Kirche und Dogmen für den grenzenlosen Fleischkonsum

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Gruß Hubert

Die Kirche hat die Tiere verraten   Leave a comment

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Wie sagte doch Papst Bonifatius VIII.:

Wer schweigt, scheint zuzustimmen. – Qui tacet, consentire videtur.

Und das tut die katholische Kirche wenn es um Tierleid geht. Sie verhält sich völlig indifferent, ohne Mitleid, ohne Mitgefühl gegenüber den Qualen, die Tiere erleiden müssen.

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Von Daniela Böhm

Sie hat ihnen bereits lange vor René Descartes die unsterbliche Seele abgesprochen und diesen Irrglauben bis heute nicht vollständig rehabilitiert. Nach dem Kirchenlehrer Thomas von Aquin, besitzen Tiere eine sterbliche Seele, sie stirbt mit dem Tod ihres Körpers und so bleibt das Himmelreich nur den Menschen vorbehalten. Tiere sind somit aus dem fünften Gebot, dem „Du sollst nicht töten“ ausgeschlossen, weil dieses Gebot eigentlich „Du sollst nicht morden“ heißt, und einen Mord kann man nur an einem Menschen begehen.
Ich frage Sie: Wie kann die Seele eines beseelten Wesens sterben, wenn es doch eine Seele besitzt und diese etwas Immaterielles ist

Die Kirche verschließt ihre Augen immer noch vor dem Leiden der Tiere: Zwar schreibt Papst Franziskus in seiner außergewöhnlichen Laudatio Si 2015 viel darüber, dass der Mensch sich auf ein Miteinander mit der Erde und allen Wesen besinnen muss und unter anderem heißt es dort: „Das Herz ist nur eines, und die gleiche Erbärmlichkeit, die dazu führt, ein Tier zu misshandeln, zeigt sich unverzüglich auch in der Beziehung zu anderen Menschen. Jegliche Grausamkeit gegenüber irgendeinem Geschöpf widerspricht der Würde des Menschen“. Jegliche Grausamkeit! Jeder, der noch Fleisch und andere tierische Produkte konsumiert, muss sich dieser Grausamkeit bewusst werden, denn er ist mitverantwortlich für das Grauen, welches tagtäglich, in jeder Sekunde in den Schlachthäusern geschieht.

Des Weiteren schreibt Papst Franziskus: „Wir können uns nicht als große Liebende betrachten, wenn wir irgendeinen Teil der Wirklichkeit aus unseren Interessen ausschließen. Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind drei absolut miteinander verbundene Themen, die nicht getrennt und einzeln behandelt werden können.“
Das sind wunderbare Worte, denen aber die tatsächliche Umsetzung fehlt: Keinem Geschöpf auf dieser Erde jegliche Art von Gewalt anzutun. Es gibt leider immer noch kein ausdrückliches Bekenntnis der katholischen Kirche auf Tierleid in der Ernährung zu verzichten – ein Verzicht, der eigentlich keiner ist. Aber es gibt bereits viele Katholiken und Protestanten, die sich ihrer Verantwortung als Mensch und als Christ bewusst werden und vegan oder zumindest vegetarisch leben.

Doch dieses Umdenken muss auch die Katholische Obrigkeit erreichen, denn im Kapitel 2417 des Katechismus heißt es immer noch: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat (Vgl. Gen. 2, 19-20; 9,1-14]. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu retten und zu heilen.“
Diese immer noch herrschende Auffassung widerspricht den Worten des hl. Franziskus, dem Vorbild des derzeitigen Papstes: „Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir – also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers: unsere Brüder.“

Die Kirche aber ignoriert das Leiden der Tiere und schweigt. Sie schweigt zu den Qualen unserer Brüder und Schwestern, sie ignoriert das immense Leid der Tiere in den Massentierhaltungen, den Schlachthäusern, Tierversuchslaboren und Pelzfarmen, sie schweigt zu den Tötungen der Straßenhunde, den Stierkämpfen und vielem mehr.

In jeder Minute, die auf dieser Erde vergeht, findet ein unendliches Blutvergießen und Leid statt: 60 Milliarden getötete Tiere Weltweit – pro Jahr: Diese Schätzung berücksichtigt keine Fische und andere Meerestiere, Straßenhunde, Tiere aus Versuchslaboren oder solche, die für die Pelz- oder Lederindustrie sterben.
Indem die Kirche ihre Augen vor diesem Leid verschließt und sich nicht ausdrücklich dagegen ausspricht, ignoriert sie auch die Folgen des massiven Fleischkonsums: den Hunger in den Entwicklungsländern, die Klimaerwärmung und Zerstörung unseres Planeten. Massentierhaltung trägt einen erheblichen Anteil daran, dass immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern hungern und unterernährt sind, laut der FAO fast 900 Millionen. Während täglich 20 Milliarden sogenannte „Nutztiere“ für den Fleischkonsum mit Getreide und Soja gefüttert werden, sterben jeden Tag Zehntausende von Menschen an Hunger.
„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …“ Diesen Satz kennen nicht nur Katholiken oder Protestanten. Würden Sie ihr Kind in ein Schlachthaus mitnehmen? Die Antwort lautet sicherlich Nein. Aber Sie lassen es das essen, was von diesem Ort kommt: Zerstückelte Tiere. Sie gehen mit Ihrem Kind zu McDonald’s, aber nicht in den Schlachthof. Sie zeigen ihm Apfelbäume oder Weizenfelder, aber mit Sicherheit kein Schlachthaus.

Viele Erwachsenen haben verlernt, wie die Kinder zu sehen und zu fühlen: mit dem Herzen. Erst wenn wir das tun, leben wir echte Nächstenliebe. Eine christliche Nächstenliebe, die nicht nur dem Menschen gilt, sondern auch jenen Mitgeschöpfen, die schon lange vor uns da waren.
Die Kirche aber schweigt nach wie vor zu den Leiden eines Teiles der Schöpfung, die von ihrem Gott erschaffen wurde. Es ist leicht, einfach zu schweigen und die Augen vor diesem Leid zu verschließen. Es ist bequem, sich auf Uralten Dogmen, und Lehrmeinungen auszuruhen und ein anthropozentrisches Weltbild in der letzten Konsequenz nicht infrage zu stellen.

Aber es ist nicht richtig?
Und es kann nicht richtig sein, von Liebe und Auferstehung zu predigen, und danach ein Stück unschuldigen Lebens zu verspeisen?
Tiere halten das Natürliche Gleichgewicht der Erde, und folgen nur ihrer Natur. Die Seelen der Tiere haben gewiss Flügel, mit denen sie nach ihrem Tod in den Himmel fliegen – schneller als so mancher Mensch. Es ist an der Zeit, auch für die Kirche, die Tiere als das zu respektieren, zu schätzen und zu lieben, was sie sind: Mitbewohner dieses Planeten – unsere Brüder und Schwestern.

Text : Daniela Böhm
Daniela Böhm (Tochter von Karlheinz Böhm) setzt sich seit vielen Jahren aktiv für Tierrechte sowie eine grundlegende Veränderung des Verhältnisses Mensch / Tier und Natur ein und lebt aus ethischen Gründen vegan. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und schreibt unter anderem regelmäßig Artikel für „Fellbeißer“ und „Hinter den Schlagzeilen“.

Aus Facebook – Massentierhaltung abschaffen!

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Bild aus brennglas.com

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Gruß Hubert

Schweine in der Massentierhaltung   Leave a comment

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Die Strafe der Schweine ist härter als die der abscheulichsten Verbrecher.

Von beasbevegan.ch

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Das Bild vom eingepferchten Schwein in einem Kastenstand, kennt wohl jeder. Was wir aber selten bis gar nie sehen, sind Schweine, die sich draussen aufhalten. Warum ist das so? Wo sind all diese Tiere, die milliardenfach gehalten und getötet werden, um auf unserem Teller zu enden?  Schweinefleisch ist das am meisten konsumierte Fleisch weltweit. Wir können also davon ausgehen, dass es genügend Einrichtungen gibt, in denen diese Tiere ein düsteres Leben voller Qual und Leid fristen.
In den Massentierhaltungen bleibt das Elend für den Konsumenten unsichtbar und somit kommt es erst gar nicht in sein Bewusstsein.

Schweine sind sehr soziale Wesen und entwickeln lebenslange Freundschaften und kommunizieren auf vielfältige Weise miteinander. Ihr natürlicher Lebensraum ist der Wald, wo sie genügend Nahrung und Schutz finden. Sie sind sehr intelligent und neugierig. Schweine erkennen sich im Spiegel, das heisst, dass sie eine Form von Ich-Bewusstsein haben. Ihre Kinder umsorgen und pflegen sie liebevoll. Ausserdem sind sie extrem reinlich und legen streng voneinander getrennte Schlaf-, Fress- und Kotbereiche an. Die landläufige Meinung, Schweine würden stinken und seien dreckig, stimmt bei weitem überhaupt nicht.

Anders sieht das natürlich in der Massentierhaltung aus, wo die Tiere gezwungen sind im eigenen Kot zu liegen und sich nicht einmal bewegen können.
Nach den USA und China, schlachtet Deutschland die meisten Schweine.
Innerhalb von 6 Monten wird das „Schlachtgewicht“ auf bis zu 125 Kg gemästet. Dieses Gewicht wird durch massive Einschränkung der Bewegung und energiereichem Kraftfutter erreicht. Durch das ständige Liegen sind Wundgeschwüre und deformierungen der Gliedmassen an der Tagesordnung, was enorm schmerzhaft ist für die Schweine.

Wie bei Kühen werden auch Sauen zwangsgeschwängert. Während dieser Besamungsphase werden sie für mindestens einen Monat einzeln in sogenannten Kastenständen gehalten, die kaum grösser sind als das Tier selbst.
Eine Woche vor der Geburt der Ferkel, werden die Mütter in die „Abferkelbucht“ verlegt.
Dabei handelt es sich wieder um ein Metallkäfig. Darin kann sich die Muttersau nicht einmal umdrehen. Direkt neben der Mutter werden die neugeborenen Ferkel so gehalten, dass diese gerade mal die Zitzen erreichen. Nach 4 Wochen werden die Kleinen weggenommen und die Mutter muss wieder zurück in den Kastenstand, wo sie bereits nach 5 Tagen neu besamt wird. Ein immerwährender Kreislauf also, der für die Sau höllenqualen bedeutet!

Den kleinen Ferkel widerfährt ein grauenvolles Schicksal: Die Männlichen werden ohne betäubung kastriert und allen Ferkel werden die Schwänze abgeschnitten und die Zähne abgeschliffen, dies natürlich ebenfalls ohne jegliche Betäubung.

Durch Infektionen und Krankheiten überleben viele Ferkel nicht einmal ihre ersten Lebenswochen und werden wie Abfall einfach entsorgt.

Im Alter von nur knapp 6 Monaten werden die Mastschweine zum Schlachthof gefahren. Wir essen also Tierkinder!
60 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland gezüchtet, gemästet und geschlachtet.

Im Schlachthaus durchleben die Tiere die Hölle. Entweder sie werden mit Elektroschocks betäubt (was in den meisten Fällen nicht gelingt) oder sie kommen in Gaskammern.
In vielen Fällen erleben die Schweine das Durchschneiden der Halsschlagader und die Ausblutung bei vollem Bewusstsein. Das Eintauchen in das etwa 60° heisse Wasser der Brühanlage erleben jährlich ca. 600’000 Tiere bewusst mit.

98% der Fleischprodukte stammen aus der Massentierhaltung!

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Das Video wirft einen schonungslosen Blick in die Massentierhaltung durch die Augen eines Schweines und wurde im 360° Modus aufgenommen. Du kannst mit der Maus eine Rundumsicht verfolgen oder oben links, in dem du den Button bedienst. 

Dieses Video hat eine Altersbeschränkung

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Durch die Augen eines Schweins – iAnimal 360° mit Thomas D

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Schweine in der Massentierhaltung

 

 

 

„Die armen Bauern“   Leave a comment

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Es schließt sich aus, dass jemand seine Tiere liebt und sie dann zum Schlachter bringen lässt.

Von beasbevegan.ch

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Wenn es um Veganismus geht, kommt auch immer wieder die Diskussion auf, was denn mit den armen Bauern geschieht, wenn die ganze Welt vegan würde…

Mal abgesehen davon, dass kaum die ganze Menschheit über Nacht auf tierische Produkte verzichten wird, schauen wir uns doch einmal an, inwiefern ein Bauer in der jetzigen Situation durchaus bedauernswert ist.

Dabei erinnere ich mich an ein Gespräch, dass ein Tierrechtsaktivist mit einem Landwirt führte, der den Hof seines Vaters übernommen hatte.
Er war ein junger netter Kerl und betonte immer wieder, wie sehr er seine Tiere liebte und diese auch gut behandle. Auf die Frage, ob ihn das denn nicht schmerze, wenn er Tiere zum Schlachter bringen müsste, zuckte er anfangs nur mit den Schultern und meinte, das sei eben die Natur und die Menschen müssten ja ernährt werden.
Im Verlaufe des Gesprächs, verstrickte er sich immer häufiger in Widersprüche und er wurde zusehends unruhiger. «Wie kannst du deine Kälber lieben und sie dann zur Schlachtbank bringen? Wie passt das zusammen?» fragte der Aktivist. Der Bauer wollte antworten, jedoch es verschlug ihm die Stimme und er begann zu weinen.

Genau da will ich jetzt einhaken. Ich bin davon überzeugt, dass viele Landwirte tatsächlich ihre Tiere lieben und sie wollen sie gut behandeln. Aber wie kann man Lebewesen gut behandeln, die als Kapitalanlage dienen, um Profit abzuwerfen?
Nur schon der Akt des Wegnehmens eines Kalbes vom Muttertier ist keine gute Behandlung.
Viele Landwirte müssen da auch grob zur Sache gehen. Sie treten der Mutter brutal in die Seite, weil die natürlich den Abtransport ihres Kindes verhindern will. Das Kalb wird rücksichtslos auf einen Karren geworfen, weil es schnell gehen muss. Die tagelangen Schreie der Mutterkuh müssen Landwirte irgendwann ausblenden, denn sonst würden sie vermutlich verrückt werden.
Da ist nichts mit der verkitschten Bauernhofromantik, die man dem Konsumenten vorgaukeln will.

Einige Bauern geben ihren Kühen sogar Namen, das bedeutet sie bauen eine Beziehung zu ihnen auf und nicht selten schwärmen sie von der braven «Lisa» und der schönen «Emma». Wenn es dann Zeit wird für die Tötung der Tiere, leiden ihre Besitzer sehr. Diese Diskrepanz zwischen Gefühl und Profit lässt sich auch für einen Bauern nicht in Einklang bringen, egal wie sehr er sich bemüht Dissonanzen zu reduzieren.

Ein Bauer muss also nicht nur Gewalt an seinen Tieren anwenden, sondern auch gegen sich selbst. Seelisch ist das ein Kraftakt, der sich mit den Jahren in Frust niederschlägt und an den Tieren wiederum ausgelassen wird.
Gefühle ständig zu unterdrücken, die nicht sein dürfen, macht jeden früher oder später psychisch krank.

Menschen, die in Schlachthäuser arbeiten und unfassbar grausame Dinge verrichten müssen, sind sehr übel dran. Mal abgesehen davon, dass sie unter katastrophalen Bedingungen ihren blutigen Job verrichten müssen, leiden sehr viele an posttraumatischen Belastungsstörungen und Alkoholismus, was nicht selten im Suizid endet.
Wenn wir Bilder sehen, von Schlachter, die sich in perversen Posen mit toten Tierkörpern ablichten lassen, ist das der klare Hinweis dafür, wie gross die seelische Störung ist.
Im Grunde genommen ist es eine Selbstherabwürdigung und eine Aussage darüber, wie man verzweifelt versucht, mit einer zutiefst verstörenden Situation verspottend und verhöhnend klar zu kommen.

Wenn wir nun wirklich ehrliches Mitgefühl haben wollen, mit Landwirten oder Schlachter, die in unserem Auftrag den Mord und die schlimmsten Gräueltaten an fühlenden Wesen ausführen, dann müssten wir sie aus ihrem Berufsstand erlösen und eingestehen, dass eine Arbeit, die täglich mit schreienden und leidenden Tieren zu tun hat, auch gegenüber dem Menschen moralisch und ethisch absolut nicht vertretbar ist!


Text by: Bea Kälin

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„Die armen Bauern“

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Gruß Hubert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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