Archiv für August 2015

Weniger EU-Geld für Verweigerer?   2 comments

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Der österreichische Vorschlag weniger Geld für Verweigerer ist meiner Meinung nach gut. Es wäre nur gerecht, wenn Verweigerer weniger Geld von der EU bekommen würden und Länder, die sehr viele Flüchtlinge aufnehmen, mehr Geld.

Streit um Verteilung von Flüchtlingen

Streit um Verteilung von Flüchtlingen Weniger EU-Geld für Verweigerer?

Bei der Flüchtlingspolitik endet die Solidarität innerhalb Europas. Vor allem die osteuropäischen Länder weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen. Für EU-Parlamentspräsident Schulz ist das „Egoismus pur“. Aus Österreich kommt nun ein radikaler Vorschlag.

Eigentlich sollte es eine feste Quote für die Verteilung von 40.000 Flüchtlingen innerhalb der EU geben. Doch daraus wurde nichts, die Quote scheiterte am Widerstand einiger nationaler Regierungen. Vor allem die osteuropäischen Länder, aber auch Großbritannien, Irland und Dänemark stehlen sich aus der Verantwortung. Inzwischen müssen Hunderttausende Flüchtlinge in der EU verteilt werden, doch von einer gemeinsamen Asyl- und Flüchtlingspolitik ist die EU weit entfernt.

Als eines der am stärksten von der steigenden Zahl von Flüchtlingen betroffenen Länder der EU erhöhte Deutschland am Wochenende den Druck auf die anderen Staaten, mehr Asylsuchende aufzunehmen. Vor allem die südlichen Grenzstaaten Italien und Griechenland, aber auch Deutschland bräuchten Entlastung bei den Flüchtlingszahlen, mahnte Kanzlerin Angela Merkel. Vizekanzler Sigmar Gabriel bezeichnete es als Schande, dass Europa zu keiner gemeinsamen Asyl- und Flüchtlingspolitik finde.

Egoismus pur

Deutlicher wurde EU-Parlamentspräsident Martin Schulz: „Wir erleben gerade nationalen Egoismus in reinster Form“, kritisierte er im Deutschlandfunk. Derzeit würden 90 Prozent aller Flüchtlinge von gerade einmal neun der insgesamt 28 EU-Staaten aufgenommen. „Das geht so nicht.“ Es handle sich um ein globales Problem, das national nicht gelöst werden könne. Nötig sei eine europäische Flüchtlings- und Einwanderungspolitik.

Radikaler Vorschlag aus Österreich

Aus Österreich kommt nun der Vorschlag, eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen zu erzwingen. EU-Mitgliedsländer, die sich querstellen, sollten Gelder aus dem EU-Haushalt gestrichen werden, schlug Innenministerin Johanna Mikl-Leitner vor. Der Druck auf die Regierungen müsse erhöht werden, sagte die konservative Politikerin im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Eine Möglichkeit sei, dass „Förderungen reduziert werden, wenn eben keine solidarische Verantwortung übernommen wird“.

„Man kann sich in einer europäischen Gemeinschaft nicht nur die Rosinen herauspicken“, sagte Mikl-Leitner mit Blick auf die Blockierer. In einer schwierigen Situation wie derzeit „heißt es auch, Verantwortung zu übernehmen“. Druck auf die Staaten „kann man durch finanzielle Unterstützung, die gestrichen oder gekürzt wird, aufbauen“.

Die hohe Zahl der Einwanderer stelle die EU vor eine existenzielle Herausforderung, sagte die Österreicherin weiter: Eine Sperranlage wie in Ungarn an der Grenze zu Serbien sei keine Lösung. Zu glauben, der Zaun werde Flüchtlinge abhalten, sei eine „Illusion“.

Weniger EU-Geld für Verweigerer?

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Gruß Hubert

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„Nennen wir die Flüchtlinge doch Vertriebene“   Leave a comment

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Bilder zeigen verkohlte Wände, verbrannte Teppichreste: Nach dem Brandanschlag auf eine Wohnung von Asylbewerbern in Salzhemmendorf nahe Hameln reagiert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schockiert. „Um es klar zu sagen: Das war versuchter Mord“, sagte er bei einem Besuch der 9.400 Einwohner großen Gemeinde.

Die jüngsten Geschehnisse in dem Ort seien „die schwerwiegendsten Vorgänge, die wir in Niedersachsen in den letzten Monaten und Jahren erlebt haben“, sagte der Ministerpräsident. Nur knapp seien viele Menschen dem Tod oder schweren Verletzungen entgangen. Die Täter hätten bewusst in Kauf genommen, dass Kinder, Frauen und Männer verbrennen konnten. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi nannte den Anschlag „offenen Terrorismus“.

Unbekannte hatten in der Nacht einen Molotowcocktail durch das geschlossene Fenster einer Wohnung im Erdgeschoss geworfen. Eine Matratze und ein Teppich fingen Feuer. In der Wohnung lebt eine 34-jährige Mutter mit drei Kindern im Alter von vier, acht und elf Jahren. Sie stammen aus Simbabwe. Sie und die anderen Bewohner blieben unverletzt. Die Mutter und ihre Kinder werden psychologisch betreut und kommen in eine Ersatzunterkunft. Die Polizei vermutet einen fremdenfeindlichen Hintergrund hinter dem Anschlag.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salzhemmendorf-stephan-weil-nennt-anschlag-versuchten-mord-a-1050405.html

„Nennen wir die Flüchtlinge doch Vertriebene“: Dieser Vorschlag brachte die CSU aus der Fassung

Wirtschaftsprüfer und Berater   Leave a comment

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Es kann nicht gut gehen, wenn eine Firma zugleich Berater und Prüfer einer anderen Firma ist. Das geht nicht ohne Interessenskonflikt. Es ist die gleiche Sache, wenn jemand ein Gutachten in Auftrag gibt und die Beauftragten gutes Geld dafür bekommen. Aber in der Wirtschaft lässt man alles durchgehen, wenn es 100 Hühneraugen gäbe, würde man alle 100 zudrücken.

Aus der Geschichte nichts gelernt: Wirtschaftsprüfer sind unregulierbar

Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen beraten die gleichen Firmen, dessen Bilanzen sie kontrollieren sollen - Interessenkonflikte sind programmiert. (Foto: dpa)

Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen beraten die gleichen Firmen, dessen Bilanzen sie kontrollieren sollen – Interessenkonflikte sind programmiert. (Foto: dpa)

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Die vier großen Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen nehmen immer öfter die Beratung und die Prüfung von Kunden gleichzeitig vor: Die Gefahr wächst, dass die Prüfungs-Qualität durch so entstehende Interessenkonflikte leidet. PwC, Deloitte, EY und KPMG haben sich von reinen Wirtschaftsprüfern zu Dienstleistern entwickelt, deren Hauptfokus nicht mehr auf der Prüfung, sondern auf der Beratung von Unternehmen in allen Bereichen liegt, so ein Bericht der FT.

Wenn die Prüfer jedoch von Rechtsberatung über Insolvenzbegleitung und Kapitalmarkt- und Cybersicherheitsberatung einfach alles anbieten, werden Interessenkonflikte unvermeidbar: Wer eine Firma trickreich bei der Unternehmensführung und bei der Erstellung der Bilanzen berät, der kann nicht gleichzeitig deren Bilanzen unabhängig prüfen. Noch komplexer wird der Interessenkonflikt, wenn die gleiche Firma, die als Berater eine Insolvenz abwenden soll, von einer eben solchen Insolvenz profitieren könnte.

Wegen zahlreicher so entstandener Konflikte dürfen Prüfunternehmen in den USA seit 2002 eigentlich keine Beratungsdienste mehr für ihre Prüfkunden anbieten. Drei von vier Prüfunternehmen verlagerten daraufhin ihre Beratungs-Segmente in eigene Firmen und regelten mit diesen vertraglich, sich gegenseitig nicht in die Quere zu kommen. Als diese Verträge jedoch ausliefen, bauten die Prüf-firmen ihre Beratungstätigkeiten durch Zukäufe wieder auf, allein nannten sie es nicht mehr „Consulting“ sondern „Advisory Work“.  „Die großen vier machen beim Consulting die große Runde. Sie hatten es, sie haben es abgeschafft, und jetzt bauen sie es wieder auf“, so Fiona Czerniawska von der Forschungseinrichtung Source Information Service gegenüber der FT.

In den Jahren 2011 bis 2013 übernahmen die großen Vier Wirtschaftsprüfer 66 Beratungsfirmen, somit macht das Consulting weltweit wieder 60 Prozent ihrer gesamten Umsätze aus und sie sind mittlerweile dabei, beim Wachstum die traditionellen Beraterfirmen zu überholen.

Experten sehen durch den Beratungschwerpunkt die Wirtschafts-Prüfung als wichtige Kontroll-Funktion für die Kapitalmärkte in Gefahr. „Wirtschaftsprüfung ist eine lebenswichtige öffentlichen Dienstleistung, aber sie ist nicht mehr das Kerngeschäft der Prüfungsfirmen“, so Stella Fearnley, von der Bournemouth University in Großbritannien. „Sie haben sich zu Beratern entwickelt, mit dem Ziel, Geld zu verdienen. Das ist sehr gefährlich.“

2011 versuchte der damalige EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier strenge Reformen durchzusetzen und die Unternehmen zu zwingen, ihre  Prüfungs- und Beratungssegmente strikt zu trennen. Die Reform wurde durch intensive Lobbyarbeit der Konzerne jedoch verhindert. Stattdessen wurde ein Rotationssystem eingeführt, das Unternehmen verpflichtet, die Prüfung alle zehn Jahre neu auszuschreiben und alle 20 Jahre zu wechseln. Zudem wurde festgelegt, dass mindestens 30 Prozent ihrer Gebühreneinnahmen auch aus Prüfungsleistungen stammen müssen, bestimmte Beratungsdienste wurden ihnen zudem verboten.

Das führte allerdings nur zu einem Karussell-Verfahren und die ständigen Wechsel der Anbieter haben das Problem der Interessenkonflikte nur verschärft, da die Wirtschaftsprüfer sich bei jedem Wechsel neu zwischen Prüfungsarbeit oder lukrativerer Beratungsarbeit entscheiden mussten.

Die Herausforderung für die Regulierungsbehörden wird verstärkt durch die Tatsache, dass es nur vier großen Prüfungsgesellschaften gibt, die überhaupt in der Lage sind multinationale Unternehmen prüfen zu können. Die Industrie kann es sich nicht leisten, eine der Firmen wegen Regulierungsdruck oder Wettbewerbsdruck zu verlieren.

Sproul von Deloitte Consulting sagt dazu: „Es wäre für den Markt ein enormer Nachteil, wenn es nur noch drei Prüfungsunternehmen gäbe.“ Es sei daher wichtig, sicherzustellen, dass die Wirtschafts-Prüfung für die Unternehmen attraktiv bleibt. Steigender Preisdruck, zu hoher Regulierungsdruck oder ein erhöhtes Risiko für Rechtsstreitigkeiten bergen die Gefahr, das Geschäft gänzlich unattraktiv zu machen. Ein langjähriger ehemaliger Partner bei einem der vier großen Unternehmen sagt: „Es ist eine faustische Beziehung. Wenn wir einen der „Großen Vier“ verlieren stünden wir vor noch viel größeren Problemen“.

Alle diese Bedenken hinsichtlich Prüfungsqualität und Unabhängigkeit werden von der schieren und steigenden Größe der Prüfungsunternehmen verschärft. Fearnley dazu: „Gemeinsam mit den Banken sind auch die Wirtschaftsprüfer „too big to fail“ und zudem zu groß, um intern verwaltet zu werden und zu groß, um reguliert zu werden.“ Das Oligopol der großen Vier sei demnach wie ein Unfall, der darauf wartet, zu passieren.

Wirtschaftsprüfer und Berater
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Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. August 2015 von hubwen in Wirtschaft

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Purple Schulz “Sehnsucht – ich will raus“   Leave a comment

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Purple Schulz “Sehnsucht – ich will raus“

 

 

Regen fällt, kalter Wind
Himmel grau, Frau schlägt Kind
Keine Nerven und so allein
Das Paradies kann das nicht sein.
Männer taumeln müd‘ nach Haus
Die kalte Seele fliegt hinaus
Kind muß weinen, Kind muß schrei’n
Schrei’n macht müde und Kind schläft ein
Ich hab‘ Heimweh
Fernweh? Sehnsucht
Ich weiß nicht, was es ist
Keine Sterne in der Nacht
Kleines Kind ist aufgewacht
Kind fragt, wo die Sterne sind
Ach was weiß denn – ich mein Kind.
Ist der große schiefe Mond
Eigentlich von wem bewohnt
Warum ist der Himmel leer
Ist da oben keiner mehr? Ich hab Sehnsucht
Ich will nur weg
Ganz weit weg
Ich will raus! Warum hast Du mich gebor’n
Bevor ich da war, war ich schon verlor’n
Land der Henker, Niemandsland
Das Paradies ist abgebrannt
Ich hab‘ Heimweh
Fernweh? Sehnsucht
Ich weiß nicht, was es ist
Ich will nur weg
Ganz weit weg

 

http://www.songtexte.com/songtext/purple-schulz-und-die-neue-heimat/sehnsucht-139d55b9.html

 

glG Hubert

 

 

Veröffentlicht 30. August 2015 von hubwen in Musik

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Enoli – Moon Child   Leave a comment

 

 

Enoli – Moon Child

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glg Hubert

Veröffentlicht 26. August 2015 von hubwen in Musik

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Von Billigfleisch und Wegwerfküken   Leave a comment

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Eine Dokumentation von Frontal 21

Tierfabrik Deutschland

Von Billigfleisch und Wegwerfküken

Massentierhaltung ist beim Verbraucher verpönt. Bauern versprechen mehr Tierschutz im Stall. Doch Glücksschweine zu Discount-Preisen sind nicht zu produzieren. Seit Jahren streiten die Deutschen, was sich in der industriellen Nutztierhaltung ändern muss. 80 Prozent der Verbraucher wollen angeblich mehr zahlen für tierschutzgerechte Lebensmittel. Doch an Ladentheken ist billig König und das Leiden der Tiere kaum Thema.

von Jörg Göbel und Christian Rohde

59 Kilogramm Fleisch, dazu 218 Eier und rund 84 Liter Milch – das ist der Jahresverbrauch der Deutschen, vom Baby bis zum Greis. Jeder verspeist in seinem Leben vier Rinder, 46 Schweine und 945 Hühner. Eine ganze Menge und das so preiswert wie nie. Die Deutschen geben im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn ziemlich wenig für Lebensmittel aus, es sind gerade zehn Prozent des Pro-Kopf-Einkommens. Dafür fordern sie sehr lautstark mehr Tierschutz. Am besten: Schweine im Stroh, freilaufende Hühner mit Hahn auf dem Mist oder Mutterkühe auf der Weide mit niedlichen Kälbchen. Doch zwischen Verbraucherwunsch und landwirtschaftlicher Produktionsrealität liegen Welten.

Millionenfacher Mord an Eintagsküken

Seit der Industrialisierung der Eierproduktion werden Hühner entweder auf Legeleistung oder auf Fleischansatz gezüchtet. Die Folge: Männliche Küken der Legelinien werden direkt nach dem Schlupf getötet, millionenfach vergast. Seit Jahren ist das Problem ungelöst. Der Chef der weltweit größten Brüterei etwa setzt auf großtechnische Lösungen – die Erkennung des Geschlechts im Ei.

Ein anderer Geflügelhof wiederum zieht die männlichen Küken mit groß und vermarktet sie als Bruderhähne, aufwendig und mit mäßigem wirtschaftlichen Erfolg, dafür mit besserem Gewissen. Einige Züchter wollen zurück zu einer Hühnerzucht, wie sie früher üblich war, ohne dass die Hälfte der Tiere einfach in der Abfalltonne landet.

Billiges Schweinefleisch

Die Hochleistungszucht bei Sauen hat viele Auswirkungen. Die Tiere gebären mehr Ferkel als die Sauen Zitzen haben. Sie sind weitaus größer, breiter und schwerer als noch vor 20 Jahren. Die Folge: Es gehört auch zum Geschäft, dass überzählige Ferkel einfach an der Stallwand totgeschlagen werden. Sogenannte Kümmerlinge – schwache, kleine Ferkel – kann sich kaum ein Landwirt leisten, zu Zehntausenden landen sie in Kadavertonnen. Und die immer größeren Sauen müssen ihr halbes Leben in viel zu engen Kastenständen verbringen, eingepfercht hinter Gittern. Frontal21 begleitet Schweinemäster bei der Arbeit, zeigt, in welchen ökonomischen Zwängen die Landwirte stecken und fragt, ob mehr Tierschutz möglich ist und was das kostet. Derzeit steht einer der größten Schweinezüchter Europas vor Gericht, aber eine Verurteilung fürchtet er nicht. Frontal21 deckt auf, wie die Agrarlobby es bis heute schafft, Tierschutzgesetze aufzuweichen und zu umgehen.

Schlachtung trächtiger Hochleistungsrinder

Eigentlich sollte die Geburt eines Kälbchens ein freudiges Ereignis sein. Doch wenn das Neugeborene ein männliches Tier, ein Stierkalb ist, haben manche Milchbauern ein Problem. Stierkälber geben keine Milch und sind für die Mast ungeeignet. Viehhändler zahlen mancherorts nur noch Ramschpreise. Lohnt da die Aufzucht noch? In Großbritannien und Neuseeland werden viele Stierkälber nach der Geburt erschossen. Droht in Deutschland Ähnliches? (Anmerkung: da hätten sie zumindest einen schnellen Tod und würden nicht massakriert und unsäglich gequält. Ich möchte jedenfalls als Tier nicht auf die Welt kommen).

Die Milchpreise sind im freien Fall und Bauern unter Druck. Dazu kommt: Jahrzehntelange Hochleistungszucht hat nicht nur die jährliche Milchleistung auf mehr als 10.000 Liter gesteigert, sie hat die Kühe auch anfälliger gemacht für Krankheiten. Sie landen immer schneller im Schlachthof – darunter häufig auch trächtige Rinder. Die Kälberembryonen sterben einen qualvollen Erstickungstod.Frontal21 trifft Milchbauern, ist bei der Geburt eines Kälbchens dabei und beim Feilschen um den Wert des Tierlebens, redet mit Tierärzten über die Schlachtung trächtiger Rinder und befragt Politiker, warum Hochleistungszucht mit Todesfolge nicht längst verboten ist.

Von Billigfleisch und Wegwerfküken

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Hier noch ein kurzer Beitrag aus animal-spirit.at

„Die jüngsten Opfer“: Petition gegen EU-Kälberexporte

"Die jüngsten Opfer": Petition gegen EU-Kälberexporte
EU-Kälbertransporte – bis zu 4000 km!
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Unsere englische Partner-Organisation CIWF hat jetzt neues Videomaterial über Lebendtier-Exporte aus der EU gesammelt und veröffentlicht. Darin wird aufgezeigt, daß viele der schwächsten Tiere unter entsetzlichen Bedingungen Tausende von Kilometern bis nach Israel und Gaza exportiert werden! Hungrig und erschöpft, werden nur wenige Wochen alte Kälber durch die ganze EU gekarrt, um dann auf rostige Tiertransportschiffe geprügelt zu werden. Diejenigen, die auf dem Meer sterben, werden oft achtlos über Bord geworfen. Andere wiederum sind von dem Horrortrip derartig geschwächt, daß sie kurz danach in der Quarantäne sterben.

„Wir sind von den Ergebnissen unserer aktuellen Recherche über Lebendtier-Exporte aus der EU entsetzt. 4.000 Kilometer sind eine lange Reise für jeden. Aber was wäre, wenn Sie – als ein noch säugendes Kalb – so weit verschickt würden, nur um am Zielort gemästet und geschlachtet zu werden? Dies ist eine Reise unermeßlichen Leids“, so ein Mitglied des Recherche-Teams.

Die jungen Tiere leiden an Hunger, Erschöpfung, brutalen Schlägen sowie schrecklichen Lebens- und Schlachtbedingungen, die allesamt in der EU illegal wären. Die „Reise“ vieler Kälber beginnt oft bereits in Ungarn, Rumänien oder Litauen. „In Litauen haben wir Export-Kälber gesehen, die viel zu schwach für einen Transport waren oder gerade starben. Solche Kälber wurden aber auf Vieh-LKWs verladen, um ihre lange Reise durch Europa erst zu beginnen. Viel zu oft mußten wir fundamentale Verstöße gegen die EU-Tiertransport-Richtlinien mitansehen – nicht einmal Futter und Wasser bekamen sie. Den Fahrern war das Leiden ihrer „Passagiere“ schlichtweg egal.“

Kälber, welche diese schreckliche Reise überleben, stehen außerhalb des ohnehin mehr als schwachen EU-Rechts. Sie werden in dreckigen Höfen gemästet und schließlich grausam in Israel oder sogar im Gazastreifen geschlachtet. Es gibt keine Rechtfertigung für diesen brutalen Handel und die einzige Lösung ist ein Verbot der Lebendtierexporte aus der EU! Unterschreiben Sie HIER die (englische) Petition gegen Kälbertransporte in- und außerhalb der EU.

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Zum Abschluß was rührend-Berührendes: Ganz fest klammert sich das junge Känguru „Doodlebug“ an seinen Teddybären. Seit es seine Mama verloren hat, scheint das große Plüschtier sein bester Freund zu sein. Das herzzerreißende Foto aus Australien hat mittlerweile das Internet erobert.

Mama verloren: Känguru tröstet sich mit Teddybär

Mama verloren: Känguru tröstet sich mit Teddybär
Waisen-Känguru tröstet sich mit Teddybären
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Tim Beshara, der den niedlichen Schnappschuß auf Twitter veröffentlicht hat, ist von dem Echo erstaunt. „Ich hätte nicht gedacht, daß mein Foto sogar in Rußland, den USA und in Brasilien so viel Aufmerksamkeit erregt“, erklärte der Australier gegenüber der britischen „Daily Mail“. Das kleine Känguru dürfte aus dem Beutel gefallen sein oder seine Mutter verstarb. Deshalb kam Doodlebug in das Känguru-Waisenhaus von Tim Besharas Mutter, wo man versuchte, das Jungtier aufzumuntern.

Und hier noch ein nettes Amateur-Video: „Baby-Elefant tollt mit Vögeln herum

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Gruß Hubert

USA: Siegeszug der Populisten Trump & Sanders?   Leave a comment

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Kaum zu glauben auf welche Politrüpel die Amerikaner reinfallen. Man liebt es scheinbar wenn einfach zu verstehende Schlagwörter gebraucht werden. Bei nur wenig logischem Denken müsste es schon eingehen, dass ein Millionär wenig von den Problemen einfach Leute versteht und nur eigene Interessen verfolgt. Bei all den Missständen im Land müsste man einsehen, dass solche Politiker sicher nichts zum Besseren wenden.

USA: Siegeszug der Populisten Trump & Sanders?

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Ein Blick auf die Umfragen in Sachen US-Präsidentschaft zeigt, dass bei den Republikanern Donald Trump und bei den Demokraten Bernie Sanders vorne liegen. In schwierigen Zeiten haben es Populisten leicht, auch wenn sie selbst kaum etwas am System ändern können.

Von Marco Maier

Nun, es mögen mehrere Aspekte eine Rolle spielen, weshalb gerade der Politrüpel Donald Trump und der Sozialist Bernie Sanders in der Gunst der Bevölkerung so stark zulegen, doch der Hauptgrund dürfte vor allem in der desolaten Lage des Landes liegen. Und dann kommt natürlich noch die Abneigung gegenüber den Clans der Bushs und Clintons ins Spiel, die ein perfektes Beispiel für die Sippenwirtschaft der US-Eliten abgeben.

Donald Trump, der Populist und Politrabauke punktet vor allem bei den Konservativen und Rechten. Er nimmt sich kein Blatt vor den Mund und übt durchaus berechtigte Kritik am herrschenden System, welches durch die legale Bestechung mittels Wahlkampfgelder korrumpiert wurde. Man muss sich zum Beispiel zurecht fragen, wie das Ehepaar Clinton als ewige Staatsdiener ein dreistelliges Millionenvermögen zusammensparen konnte. Doch ob es Trump besser machen würde? Wohl eher nicht.

Bernie Sanders hingegen sammelt seine Sympathiepunkte vor allem bei den Verlierern des US-Systems und der gebildeten und liberalen Mittelschicht. Er will die USA faktisch „europäischer“ machen. Zumindest was den Sozialstaat und das Steuersystem anbelangt. Aber ohne entsprechende Unterstützung im Kongress wird es ihm nicht besser gehen als derzeit Barack Obama, der sich einer republikanischen Mehrheit gegenüber sieht.

Doch im Endeffekt spielt es ohnehin keine große Rolle, wer denn nun US-Präsident wird, zumal das ganze amerikanische Politsystem darauf aufgebaut ist, käufliche Politiker zu finden. Ohne Spenden gibt es keine Wahlkampffinanzierung – und diese kommen vor allem in der „hohen Politik“ hauptsächlich von den Konzernen. Das ganze US-System ist so heuchlerisch und verlogen, dass die Wahl des Präsidenten nur eine Show ist. Selbst der Friedensnobelpreisträger Barack Obama ließ Bomben über insgesamt 7 Staaten abregnen.

Allerdings ist es ein Zeichen für einen langsamen aber stetigen politischen Wandel in den USA, dass gerade Trump und Sanders dermaßen Populär sind. Immer mehr US-Amerikaner beginnen langsam zu erkennen, wie sehr sie von der Politik veräppelt werden. Egal ob sie nun im Herzen konservativ oder liberal sind. Es besteht also durchaus noch Hoffnung für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

USA: Siegeszug der Populisten Trump & Sanders?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 25. August 2015 von hubwen in Politik

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