Archiv für Juli 2012

Kuriositäten zur Beschneidung und zu den Vorhäuten Jesu   1 comment

Manchmal ist das Thema rituelle/religiöse Beschneidung auch gut zu Unterhaltungszwecken, sofern man als Mann nicht davon betroffen ist. Zu den Vorhäuten Jesu (also Mehrzahl !! 😀 ) gab es früher einen regelrechten Reliquienhandel.

Auszug

Wogegen hilft die Beschneidung männlicher Säuglinge und Jugendlicher?

Hier einige Antworten aus dem 19. Jahrhundert: gegen nächtliche Samenergüsse (das hielt man damals für eine Krankheit), gegen Bettnässen, gegen Epilepsie, gegen Syphilis, gegen Bauchschmerzen, gegen Schielen, gegen Masturbation und – ach ja – gegen Vorhautverengung.

Im 20. Jahrhundert findet man weitere Leiden, gegen die das Wegschneiden der Vorhaut helfen soll, Peniskrebs, Prostatakrebs, Gebärmutterhalskrebs und Unkeuschheit. Und natürlich hilft die fehlende Vorhaut gegen Aids.

Der Brauch der Beschneidung breitete sich in den USA seit dem 19. Jahrhundert immer mehr aus, 1953 veröffentlichten zwei Ärzte namens R. L. Miller und D. C. Snyder ihre Pläne alle männlichen Babys unmittelbar nach der Geburt beschneiden zu lassen, um der Masturbation vorzubeugen und um für Immunität gegenüber allen körperlichen und geistigen Erkrankungen zu sorgen. Einen besonders originellen Grund fand ein gewisser A. J. Fink: die massenweise Beschneidung sei notwendig, um zu verhindern, dass unter die Vorhäute von Soldaten Sand komme. Blöderweise entdeckt 1999 J. R. Taylor nach der anatomischen Untersuchung des spezialisierten Nervennetzes der Vorhaut, dass diese primär erogenes Gewebe ist, das für eine normale sexuelle Funktion notwendig ist. Die zahllosen abgeschnipselten Vorhäute werden in den USA übrigens von Erzeugern von Anti-Aging-Cremen für die Weiterverwendung in solchen Produkten aufgekauft.

Weitere Forschungen im 21. Jahrhundert ergaben, dass die Beschneidung nicht vor HIV schützt und dass die Vorhaut der empfindlichste Teil des Penis und weit empfindlicher als die Eichel ist. Was sofort das Echo hervorrief, die Beschneidung helfe gegen vorzeitigen Samenerguss.
Dr. Steve Scott fasste zusammen: „Historisch gesehen wurde der Beschneidung stets die Heilung genau jener Krankheiten zugeschrieben, welche zur jeweiligen Zeit die Gemüter der Bevölkerung erregten.“
Als Laizisten fällt einem zur Beschneidung ein, dass diese mit der

Markierung von Rindern mit einem Brandzeichen verglichen werden könnte. Man ist damit für den Rest des Lebens religiös gekennzeichnet, ein Austritt aus der Glaubensgemeinschaft hilft nichts: die Vorhaut wächst deswegen nicht nach. Die katholische Kirche besteht darauf, dass die an Kleinkindern verübte Taufe unwiderruflich sei, man bleibe auch bei Kirchenaustritt ein getaufter Katholik. Aber das macht nix. Weil Brandzeichen gibt’s keins.

[…]
Während einer Ekstase der hl. Katharina von Siena soll ihr Jesus als Vermählungsring seine Vorhaut geschenkt haben.

Dieser Ring, den angeblich nur Katharina selbst hatte sehen können, ziert noch immer den Fingerknochen der Heiligen, der zusammen mit ihrem Kopf in S. Domenico zu Siena verehrt wird.
A. V. Müller führt 1907 in seiner Abhandlung Über die hochheilige Vorhaut Christi? immerhin 13 Stätten auf, die sich des Besitzes der wahren Vorhaut Jesu rühmten: die Laterankirche in Rom, Charroux bei Poitiers, Antwerpen, Brügge, Paris, Boulogne, Besancon, Nancy, Metz, Le Puy, Conques, Hildesheim, Calcata. – Regelrechte praeputium-Mystiken und Vorhautkulte sind bezeugt: Speziell bestellte Vorhautkapläne sorgten beispielsweise in Antwerpen für die angemessene Liturgie, die bis zu feierlichen Hochämtern zu Ehren des hl. Teils reichten. Zu dem im französischen Charroux verehrten Teil, dem noch zu Zeiten Voltaires und Goethes eine günstige Wirkung auf den Verlauf der Geburt zugeschrieben wurde, pilgerten vor allem Schwangere.

Weiterlesen hier:

http://www.atheisten-info.at/downloads/Vorhaut.pdf

Hier noch ein anderer Link zum Thema:

Maggi fix und Kruzifix

http://www.jungewelt.de/2012/07-16/013.php

Gruß Hubert

Michael Schmidt-Salomon bei M. Illner   Leave a comment

Islamkritik von Michael Schmidt Salomon

Zusammenschnitt der Aussagen von Michael Schmidt-Salomon in der Sendung Maybritt Illner mit dem Titel „Kreuzzug 2010 – Gehört der Islam wirklich zu Deutschland?“ vom 14. Oktober 2010

Michael Schmidt Salomon erkärt, dass konfessionsfreie Menschen in Deutschland entsprechend ihrer großen Anzahl nicht gebührend berücksichtigt werden. Sie sind laut MSS die größte Bevölkerungsgruppe. Diese wurden von Bundespräsident in seiner Rede nicht genannt.

Michael Schmidt-Salomon bei Maybritt Illner

 

Veröffentlicht 25. Juli 2012 von hubwen in Uncategorized

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Phimose – Krankheit oder „Lizenz zum Gelddrucken“?   Leave a comment

Ich möchte hier einen Bericht von Inaktiv-Online wiedergeben, der besagt, dass viel zu oft und zu leichtfertig Phimose-Operationen gemachte werden, die überhaupt nicht notwendig wären. Phimose kommt im Kindesalter oft vor, wächst sich in den allermeisten Fällen bis zur Pubertät aus. Operationen sind nur in den seltensten Fällen notwendig.

Wenn die WHO die Beschneidung mal vor 25 Jahren propagiert hat, kann ich nur den Kopf schütteln. Wie konnte eine Weltgesundheits-Organisation für so ein Unding Werbung machen?

„Da wird von „besseren hygienischen Bedingungen“ gesprochen, so als ob man zur Reinigung des Penis die Vorhaut amputieren müsste. Das ist natürlich reiner Schwachsinn, fachlich unhaltbar und unwahr. Die Anatomie des männlichen Genitales ist von der Natur so konstruiert worden, daß man es problemlos reinigen kann.“
http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/

Hier nun Inaktiv-Online

Phimose – Krankheit oder „Lizenz zum Gelddrucken“?

Als medizinischer Grund für die operative Entfernung der Penisvorhaut wird in den allermeisten Fällen eine Phimose bzw. Vorhautverengung genannt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich hierbei um einen entwicklungsphysiologisch völlig normalen Zustand handelt, der, solange er symptomfrei bleibt, eigentlich gar nicht behandlungsbedürftig ist. Erfahrungen aus den skandinavischen Ländern belegen eindeutig, dass sich die meisten kindlichen Vorhaut- „Probleme“ (Verengung oder Verklebung) bis zur Pubertät von selbst erledigen. Dementsprechend sind in diesen Ländern ERHEBLICH weniger Phimose-Operationen zu verzeichnen.

[…]
Hinsichtlich Bekanntheit, Verfügbarkeit und ärztlicher Aufklärung über nichtoperative oder gering invasive Alternativen zur Beschneidung scheint aber noch vieles im Argen zu liegen.

Dazu Kinderarzt Dr. Martin Lang, Augsburg, auf seiner Homepage:

„Zur Behandlung einer Phimose im Wachstumsalter gibt es eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten operativer und nichtoperativer Art. Leider werden die Eltern und betroffenen Kinder hierzulande selten umfassend und sachgerecht vor einer Phimose-Behandlung aufgeklärt.“

Und weiter:

„In Deutschland besteht ein hohes Maß an Unzufriedenheit nach Phimose-Operationen. Ich meine: aus gutem Grund. Denn häufig wird hierzulande zu früh, zu viel und zu „radikal“ operiert.“

[…]
Ähnliche Kritik kommt aus Österreich. Prim. Univ. Doz. Dr. Michael Rauchenwald, Vorstand der Abteilung für Urologie und Andrologie am Donauspital Wien:

„Auch in Österreich ist die Operation bei Phimose … mit fast 9.400 Eingriffen pro Jahr wahrscheinlich die häufigste chirurgische Intervention … Zieht man die knapp 40.000 männlichen Geburten pro Jahr in Betracht, so ergibt sich eine Rate von Vorhautoperationen von etwa 7% in den ersten vier und etwa 13% innerhalb der ersten neun Lebensjahre. Diese Zahlen erscheinen als eindeutig zu viel.

[…]
Trotzdem wird die Indikation meist nur wenig hinterfragt, der Eingriff selbst wird häufig als banale Operation abgetan und dem chirurgischen „Schüler“ überlassen. Eine fehlerhaft durchgeführte radikale Zirkumzision hat jedoch mitunter lebenslange funktionelle, kosmetische und psychosoziale Folgen für den jeweils betroffenen Patienten.“

Zu den Folgen nochmals Kinderarzt Dr. Lang:

„Eine … schlecht durchgeführte totale Beschneidung kann erhebliche lebenslange Missempfindungen beim Patienten auslösen (z. B. Spannungen am Penisschaft, Überempfindlichkeit/ Empfindungsverlust an der Eichel, Trockenheitsgefühl, Schmerzen beim Beischlaf, Amputationsgefühl u. a.). Zudem können … nach einer Totalbeschneidung nur schwerlich Korrektureingriffe vorgenommen werden.“

Einige dieser Symptome können auch dann auftreten, wenn der Eingriff lege artis (nach den Regeln der ärztlichen Kunst) ausgeführt wurde. Einen Korrektureingriff, etwa zur Behebung eines Empfindungsverlustes im Bereich der Eichel, gibt es nicht.

Fazit

Überall auf der Welt, in unterschiedlichen Kulturen und aus unterschiedlichen Gründen, werden also Kinder, Mädchen wie Jungen, ohne objektiv haltbaren Grund an ihren Genitalien verletzt und dabei erheblichen Schmerzen und Gefahren ausgesetzt.

„Es ist Zeit, anzuerkennen, dass das Recht auf genitale Selbstbestimmung allen Kindern zusteht, unabhängig von ihrer Rasse, ihrer Kultur und ihrem Geschlecht.“

Quelle:
http://www.intaktiv-online.de/sexuelle-selbstbestimmung/sexuelle-selbstbestimmung/phimose-krankheit-oder-lizenz-zum-gelddrucken.html

Veröffentlicht 24. Juli 2012 von hubwen in Medizin

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Beschneidung – warum? – III   Leave a comment

Selbst auf die Gefahr hin, dass jemand das Wort Beschneidung nicht mehr hören will, möchte ich hier noch einen Bericht eines kompetenten Mediziners, des Männerarztes Dr. Georg Pfau, zur Beschneidung, hier bringen. Uninteressierte müssen ja nicht lesen.

Beschneidung – warum?

Vorwort
Kommt ein junger Vater in meine Praxis. Ziemlich aufgeregt beginnt er zu erzählen. „Herr Doktor, ich komme eben aus dem Krankenhaus. Ich habe meinen Sohn Tim (4 Jahre) mitgebracht, denn eigentlich geht es ja um ihn. Wir, na eigentlich er, waren bestellt um seine Vorhautverklebungen zu lösen, – so war es wenigstens ausgemacht. Doch heute redete die Ärztin ganz plötzlich von einer Beschneidung. Ich fragte sie warum denn das sein müsse. Ihre Antwort war kurz und bündig. Erstens, sagte sie, ginge das jetzt in einem, und ausserdem sei die Vorhaut sowieos für nichts gut. Daaufhin habe ich ihn gepackt und das Krankenhaus fluchtartig verlassen.“

So erlebt im Oktober 2011. Als Arzt vertrete ich die Meinung, daß eine Vorhauterkrankung der einzige Grund dafür sein kann, einen Mann oder Jungen der Vorhaut zu berauben. Alle anderen Gründe sind nicht haltbar, auch wenn dieses Vorgehen noch so wortreich und scheinheilig begründet wird. Da wird von „besseren hygienischen Bedingungen“ gesprochen, so als ob man zur Reinigung des Penis die Vorhaut amputieren müsste. Das ist natürlich reiner Schwachsinn, fachlich unhaltbar und unwahr. Die Anatomie des männlichen Genitales ist von der Natur so konstruiert worden, daß man es problemlos reinigen kann.

Der schmerzlich traumatische Eingriff an gesunden jungen Männern im libidinös und narzistisch hochbesetzten Genitalbereich muß zu Langzeitfolgen auf das männliche Selbstwertgefühl und das Rollenverhalten führen…..(Hirsch: „Das Kindesopfer“)

Warum also sind dann Millionen gesunde Männer beschnitten, noch als Säuglinge ohne medizinische Indikation oder mit fadenscheinigen Begründungen der Vorhaut beraubt worden, in einem Alter, in dem sie dazu noch gar keine eigene Meinung haben können….? Ganz einfach: aus rituellen Gründen, was nichts anderes heisst wie aus religiösen Gründen.

Ich habe dazu Folgendes recherchiert:

Mathias Hirsch bezieht sich in seinem Buch „Das Kindesopfer“ auf Indizien, daß es sich bei der rituellen Bechneidung um eine Transformation des archaiiche Erstlingsopfers handelt. Das Opfern des Erstgeborenen wurde in das Ritual der Beschneidung der jüdischen männlichen Kinder ungewandelt (Wurmser 2001 und Maciejewski 2002). Konkretes Beispiel ist die gerade noch abgewandte Opferung des Sohnes Moses`, Gershom, der schliesslich von dessen Mutter Zippora (anstatt des zu erwartenden Opfertodes) beschnitten wurde. Ein ähnliches Schicksal hatte bekanntlich Isaak, der von seinem Vater Abraham als Opfer dargebracht werden sollte. Auch diese Opferung wurde in letzter Minute in eine Beschneidung umgewandelt.

Die Bibel schreibt (Gen 1, 17, 10-14): „Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: alles, was männlich ist unter euch soll beschnitten werden, eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. Jedes Knäblein, wenn`s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen (…). Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.“

Sigmund Freud war in das Ritual der Beschneidung selbst religiös involviert, dennoch wurden seine beide Söhne nicht beschnitten. Freud sah in der männlichen Genitalbeschneidung ein Zeichen aus der Vorgeschichte der Menschheit, in welcher der Vater die Kastration seiner Söhne zu Sanktionszwecken und zur Aufrechterhaltung seiner sexuellen Dominanz in der Urhorde ausübte und sie später zur Beschneidung ermäßigte (Freud 1918b, S.119).

Als Quelle dieses Kapitels verweise ich auf die ausgezeichnete Publikation des Psychoanalytikers Mathias Hirsch. „Das Kindesopfer“ ist ein „Muß“ für den an solchen Themen interessiereten Mann.

(Lesen Sie weiter, indem Sie oben auf das gewünschte Kapitel klicken! [innerhalb des Links]
Die gesunde Vorhaut
Beschneidung beschneidet…die sexuelle Lust
Patientenbrief zur Beschneidung
Der Ausweg aus der Misere
Nicht zu glauben!)

„Nicht zu glauben“ ist sehr „interessant“ zu lesen (innerhalb des Links Unterlink anklicken) und wirklich kaum zu glauben. „Lehnen Sie sich zurück, halten Sie sich fest und lassen Sie die folgende Email auf sich wirken“.

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/nicht-zu-glauben/

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Patientenbrief zur Beschneidung

Guten Tag,
ich wurde leider als kleiner Bub wg angeblicher Phimose beschitten.

Nun habe ich nach vielen Jahren kaum noch Empfindlichkeit in meinem Glied und habe nicht einmal ein Gefühl beim Verkehr.

Haben Sie evtl. eine Ahnung wie man die Glans wieder emfpindlicher machen kann bzw ob die Keratinisierung aufzuhalten ist?

Als Möglichkeit fiele mir so eine Penishülle, eine Art „künstliche Vorhaut“ ein, oder gar die Operation, bei der eine Vorhaut reknostruiert wird. Was halten Sie davon?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar!

Die Antwort: (Männerarzt Dr. Pfau antwortet)
Lieber ……..! Hier weiterlesen:

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/patientenbrief-zur-beschneidung/
Und hier die Hauptseite:

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/

Gruß Hubert

Die unheilige Schrift   Leave a comment

Wer glaubt, die Bibel sei eine „Heilige Schrift“, die das barmherzige Wirken des lieben, guten Gottes schildert, der von Anbeginn an durch alle Zeiten für alle Menschen da ist, der hat sie nicht gelesen... Einer der sie gelesen hat, ist Historiker und Bibelforscher Dr. Erhard Zauner. Er macht im Gespräch mit Michael Vogt deutlich, dass in dieser „Unheiligen Schrift“ alle nur denkbaren Verbrechen stattfinden und gerechtfertigt werden: Lüge, Betrug, Ehebruch, Inzucht, Frauenfeindlichkeit, Menschenhandel, Sklaverei, Rassismus, Fremdenhaß, Krieg, Mord und vielfacher Völkermord. Begangen werden all diese Verbrechen von Jahwe – dem Gott des A. T. – selbst, von seinem auserwählten Volk oder den Säulenheiligen des A. T.. Obwohl die Günstlinge des A.T. zigmal Jahwes Gebote und Gesetze brechen, werden sie dafür nicht bestraft, während einfache Menschen oft wegen kleinster Kleinigkeiten von Jahwe selbst getötet werden. Wollte man heute ein Medienprodukt mit vergleichbaren Inhalten vertreiben, so würde die freiwillige Selbstkontrolle der Filmindustrie dieses sicherlich nicht für Jugendliche unter 16 Jahren zulassen — oder es gäbe wegen jugendgefährdenden, sexistischen, rassistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten einstweilige Verfügungen, falls es nicht überhaupt als volksverhetzend erklärt werden würde. Sie werden erstaunt sein, was alles wirklich in der Bibel steht!

Die unheilige Schrift 1/4

Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. Juli 2012 von hubwen in Kirchenkritik

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Kinderhandel in Spanien   Leave a comment

Kinderhandel in Spanien

von hubwenzl @ 2012-07-18 – 23:43:41

Dieser Artikel der taz zeigt das verbrecherische Tun der Nonne María Gómez Valbuena in Spanien in der Zeit des Franco-Regimes aber auch danach bis in die 1980-er Jahre. Sie schaltete Anzeigen in Zeitschriften, wo sie versprach Schwangeren zu helfen. Doch sie hatte nichts anderes im Sinn als den Müttern ihre Kinder wegzunehmen und sie an Adoptionswillige zu verkaufen. Auch der Spiegel 29/2012 berichtet über diese Geschichte.

Kinderhandel in Spanien
Schwester María gab vor zu helfen

Alleinstehenden Frauen nahm die Nonne María Gómez Valbuena über Jahrzehnte die Babys weg und verkaufte sie an reiche Familien. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt.
von Reiner Wandler

 

Bis in die 1980er Jahre hinein betrieb die Nonne den Handel mit Babys. Bild: mem-film.de/photocase.com

MADRID taz | Es war ein lukratives und perfides Geschäft, das die spanische Nonne María Gómez Valbuena zusammen mit Ärzten der Madrider Geburtsklinik bis hinein in die 1980er Jahre betrieb. Alleinstehenden Schwangeren aus sozial benachteiligtem Umfeld wurden unter Vorwänden ihre Neugeborenen weggenommen und an reiche, gut katholische Familien verkauft.

Die mittlerweile 80-jährige Schwester María schaltete Anzeigen in Zeitschriften. Alleinstehenden Schwangeren würde geholfen, hieß es da. Es waren dunkle Jahre im streng katholischen Spanien. Meist wurden unverheiratete Schwangere von der Familie zurückgewiesen, legalen Schwangerschaftsabbruch gab es nicht.

Schwester María versprach den jungen Frauen bei einem ersten Gespräch die Versorgung der Neugeborenen in einem Kinderheim. Das sollte der Mutter helfen, ihr Leben in Ordnung zu bringen.

Doch wer sich auf Schwester María einließ, verlor sein Kind. Kaum aus dem Kreißsaal entlassen, wurden den meisten Müttern erklärt, das Baby sei tot zu Welt gekommen. Das Krankenhaus würde sich um die Beisetzung kümmern. Im Nachbarzimmer wartete die Käuferin und nahm den Säugling entgegen. Hohe Geldbeträge wechselten den Besitzer. Kamen einer Mutter Zweifel, ging das Krankenhauspersonal so weit, ihr einen Leichnam zu zeigen. Dieser soll, so Zeugen, in einem Kühlschrank eigens für diesen Zweck aufbewahrt worden sein.

Eine der Betroffenen, María Luisa Torres, hat mittlerweile ihre Tochter wiedergefunden. Es war 1982, als sie sich auf die Anzeige von Schwester María meldete. Sie war alleinstehend und wollte ihre Tochter in einem Kindergarten lassen, von dem in der Anzeige die Rede war. Nach der Geburt wurde ihr mitgeteilt, dass das Bay verstorben sei. Sie sagte gegen Schwester María aus. „Sie hat all dies getan, um ihre Taschen zu füllen“, meint Torres.

Die Ermittlungen wurden erst nach jahrelangem Drängen der betroffenen Frauen überhaupt aufgenommen.
So wurde auch Torres bei einem ersten Versuch, sich vor Gericht Gehör zu verschaffen, abgewiesen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft in Madrid wegen „Entführung“. Neben Schwester María wird auch gegen einen Arzt ermittelt.

Schätzungen von 300.000 verkauften Kindern

Die Vorfälle in der Hauptstadt sind kein Einzelfall. Die „Plattform geraubter Kinder“ schätzt die Zahl der Babys, die in den Jahren der Diktatur und in den ersten Jahren der Demokratie geraubt wurden, auf bis zu 300.000. Im letzten Jahr gingen 1.500 Anzeigen bei den Gerichten ein. Mittlerweile wurden auf richterliche Anordnung 22 Gräber geöffnet. Mehrere von ihnen waren tatsächlich leer.

Die ersten Anzeigen kamen von Menschen, denen die vermeintliche Mutter auf dem Sterbebett gestanden hatte, dass sie als Kinder einst gekauft worden waren. Zusammen mit Frauen, die nie den Verdacht losgeworden sind, ihr Baby sei gar nicht gestorben, gründeten sie die Initiative „Plattform geraubter Kinder“. Sie demonstrierten immer wieder. 90.000 Unterschriften forderten schließlich eine „Untersuchungskommission wie in Argentinien“.

Die Betroffenen haben auch den in Madrid verantwortlichen Arzt ausfindig gemacht. Eduardo Vela, der mittlerweile in Rente ist, leugnete beim Verhör alles. Nach Unterlagen über die Geburten befragt, gab er an, sie vernichtet zu haben – zum Schutz der Persönlichkeit der Mütter.

„Überall in Spanien gab es Nonnen und Ärzte, die nach dem gleichen System vorgingen“, berichtet Mar Soriano Rñiz, Gründerin und Sprecherin der Initiative in Madrid. „Es gibt keinen Grund mehr, uns abzuweisen“, sagt die Frau, die ihre Schwester Beatriz sucht, zum Beschluss der Staatsanwaltschaft. Sie sei an Mittelohrentzündung verstorben, wurde ihrer Mutter einst erklärt. Sie hofft Beatriz doch noch zu finden.

In neun Fällen war die Suche nach den verschwundenen Kindern bisher erfolgreich. „Alles dank unserer Arbeit. Ohne jegliche Unterstützung von staatlicher Seite“, sagt Soriano.
Quelle:

http://www.taz.de/!90802/

Männliche Beschneidung – Harmloser Eingriff?   Leave a comment

Es kann nicht hingenommen werden, dass in europäischen Ländern im Namen der viel strapzierten Religionsfreiheit Körperverletzungen stattfinden. Und das nur weil das archaische längst überholte Religionsvorschriften verlangen. Kinder haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die Maßnahme zielt auch darauf ab Masturbationen bei Jungen uninteressant zu machen. Wenn schon, sollen Juden und Muslime das daheim in ihren Ländern machen. Man sollte in europäischen Ländern nicht immer den Fehler machen, Muslimen und Juden, so entgegen zu kommen. Ist ja schlimm genug, wenn sie das in ihren Ländern mit den Jungen machen. Noch schlimmer sind die Beschneidungen an Mädchen. Aber man kann nicht diese verbieten und bei Jungen erlauben. Jede/r hat das Recht auf Selbstbestimmung. Wenn ein Junge die Beschneidung machen will, kann er es ja bei Erreichen der Volljährigkeit machen lassen.
Die Deutschland-Mutti haut wieder voll daneben, wenn sie meint: „Deutschland würde sich damit „zur Komiker-Nation“ machen (wenn man die männliche Beschneidung verbieten würde bzw. strafrechtlich verfolgen).

Hier ein Artikel von „Inaktiv-Online“

Männliche Beschneidung – Harmloser Eingriff oder gefährliche Mutprobe?

Neu dürfte für so Manchen die Tatsache sein, dass auch die Beschneidung der männlichen Genitalien weltweit zu zahlreichen Todesfällen führt oder lebenslanges Leid nach sich zieht. Während die männliche Beschneidung in der sog. „Dritten Welt“ vornehmlich eine rituelle Tradition darstellt, hat sich die Routinebeschneidung von Jungen gleich nach der Geburt in den nordamerikanischen Staaten inzwischen zu einer einträglichen Praxis entwickelt, von der unmittelbar und mittelbar eine ganze Anzahl von Arbeitsplätzen und Karrieren abhängen. Was den Medizinmann auf den Salomon-Inseln mit dem hypermodern ausgestatten Arzt in den USA verbindet:
Beide vergehen sich ohne medizinische Indikation an Kindern. Mit der Beschneidung von Jungen wird viel Geld verdient. Es fehlt die medizinische Notwendigkeit, die nach deutschem Recht einen operativen Eingriff überhaupt erst straffrei stellt.

Was genau ist eigentlich Jungenbeschneidung?

Beschneidung bei Jungen und Männern (Zirkumzision) –
darunter versteht der Laie in der Regel die operative Entfernung der Penisvorhaut, welche normalerweise die sensible Eichel, wie wichtigste erogene Zone des Mannes, umschließt und schützt.

Hierbei unterscheidet man die medizinisch notwendige Entfernung der Vorhaut von nichtmedizinisch indizierten Eingriffen, etwa aus rituellen oder religiösen Gründen, aus Routine oder nach einer fehlerhaften bzw. leichtfertigen Diagnose.

Wer argumentiert, Jungenbeschneidung sei doch eigentlich eine harmlose „Routine-OP“ und diese Vorstellung womöglich noch auf rituelle Beschneidungen in anderen Kulturkreisen überträgt, begeht allerdings gleich zwei fatale Fehler:  Die „Operation“ ist nämlich weder hierzulande noch anderswo „harmlos“. Zudem ist das, was in Deutschland unter modernen medizinischen Bedingungen in einer Klink geschieht, überhaupt nicht vergleichbar mit dem, was man anderenorts unter Beschneidung versteht.

Auch die Methoden der männlichen Beschneidung sind vielfältig und durchaus gefährlich.
Es handelt sich durchweg um Initiationsriten.

Alle diese Eingriffe erfolgen meist ohne jegliche Betäubung, sind mit furchtbaren Schmerzen verbunden und haben gravierende Auswirkungen auf Gesundheit, Sexualität, Psyche und zum Teil auch auf die Fortpflanzungsfähigkeit.

Es folgen Beispiele aus verschiedenen Ländern.
[…]

Historisch sind Zusammenhänge mit einer über längere Zeiträume hinweg vorherrschenden ultrakonservativen Einstellung zu Sexualität und Selbstbefriedigung erkennbar.
So schreibt der bereits erwähnte John Harvey Kellogg:

„Ein Mittel gegen Masturbation, welches bei kleinen Jungen fast immer erfolgreich ist, ist die Beschneidung. Die Operation sollte von einem Arzt ohne Betäubung durchgeführt werden, weil der kurze Schmerz einen heilsamen Effekt hat, besonders, wenn er mit Gedanken an Strafe in Verbindung gebracht wird.“

Der Schmerz als Strafe für die „sündhafte“ Manipulation an den eigenen Geschlechtsteilen und als krasses Gegenteil zum empfundenen Lustgefühl war aber nur EIN Ziel, das Kellogg mit der Beschneidung der Vorhaut ohne Betäubung verfolgte. Die Maßnahme zielte ferner darauf ab, die Eichel berührungsunempfindlicher und Masturbation somit uninteressant zu machen. Tatsächlich trocknet die ansonsten feuchte und höchst sensible Eichel nach einer vollständigen Vorhautresektion aus, überzieht sich mit einer neuen, dünnen Haut und wird somit unempfindlicher. In manchen Fällen führt dies in Kombination mit dem Verlust des sensiblen Vorhautgewebes selbst und ggf. des Frenulums zu teilweise eklatanten sexuellen Einschränkungen, worauf deutschsprachige Patienteninformationen mehr oder weniger deutlich hinweisen. Die Behauptung, eine Beschneidung habe keine Auswirkungen auf die Sexualität eines Mannes ist also, wenn auch nicht unbedingt falsch, so doch zumindest nicht zu verallgemeinern.

http://www.intaktiv-online.de/sexuel…he-mutprobe.html

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Beschneidung-Jungen_tonline

Foto: dpa

 

Hier noch zwei Zeitungsartikel aus Österreich

Religiöse Beschneidung von Buben ist Körperverletzung
derstandard.at, 26.6.2012

Landgericht Köln spricht wegweisendes Urteil – Betroffene Religionen schweigen noch
In Köln ist es künftig strafbar, wenn man Buben aus religiösen Gründen beschneidet. So entschied das Landgericht in einem Urteil, das der “Financial Times Deutschland” vorliegt. Damit ist es das erste deutsche Gericht, das den religiösen Ritus als Körperverletzung bezeichnet. Das Urteil betrifft mehrere tausend Buben in Deutschland, die in ihren ersten Lebensjahren beschnitten werden.
Bis dato gab es für deutsche Ärzte keine Rechtssicherheit bei diesem Thema. “Das Urteil ist vor allem für Ärzte enorm wichtig”, zitiert die “Financial Times” den Strafrechtler Holm Putzke. Wurde bislang ein Bub ohne medizinische Notwenidgkeit und rein aus religiösen Gründen beschnitten, konnten sich die Ärzte darauf ausreden, nichts von der Illegalität ihres Handelns zu wissen – auch wenn ein Gericht im Nachhinein die Beschneidung als Körperverletzung verurteilte. Der Arzt musste wegen des “Verbotsirrtums” freigesprochen werden.
Muslimische und jüdische Organisationen schweigen
“Diese Entscheidung könnte nicht nur die zukünftige Rechtssprechung prägen, sondern im besten Fall auch bei den betroffenen Religionen zu einem Bewusstseinswandel führen, Grundrechte von Kindern zu respektieren”, sagt Putzke. Das Gericht hatte in seiner Urteilsbegründung klargestellt, dass weder das Elternrecht noch die Religionsfreiheit eine Beschneidung rechtfertigen können.
Zum Urteil wollten sich die muslimischen und jüdischen Organisationen in Deutschland medial noch nicht äußern. Sie wollen zuerst die Urteilsbegründung prüfen.
http://www.kirchen-privilegien.at/page/2

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1. Juli, 2012
„Beschneidung ist Pflicht“
Tiroler Tageszeitung, 01.07.2012, von Brigitte Warenski

Islamische Tradition, Einschränkung der Sexualität oder Verletzung der Kinder-Rechte? Die Beschneidung sorgt für Zündstoff.

Innsbruck – Die Beschneidung von Buben im Islam oder im Judentum stellt nach einem Urteil des Kölner Landgerichts eine strafbare Körperverletzung dar. Ein Urteil, das Güven Tekcan, türkischstämmiger Gemeinderat der VP in Telfs, nicht verstehen kann. „Im Islam ist die Beschneidung von Buben bis zum 13. Lebensjahr Pflicht. Das ist klares Gesetz gleich wie das Alkoholverbot und das Verbot, Schweinefleisch zu essen“, sagt Tekcan. Ganz anders sieht das Gynäkologe Christian Fiala, der sich seit Langem gegen die Beschneidung starkmacht. „Es ist nicht einzusehen, warum die Beschneidung von Männern so bagatellisiert wird. Wenn das sensibelste Organ – die Vorhaut – entfernt wird, bedeutet das eine massive Einschränkung des sexuellen Empfindens. Das ist eindeutig als Verstümmelung zu sehen und gehört, wenn es aus religiösen Gründen vorgenommen wird, verboten.“ Auch die Innsbrucker Psychotherapeutin Ulrike Paul spricht sich gegen das religiöse Ritual aus. „Kinder haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit und jeder Eingriff, der nicht medizinisch notwendig ist, gehört abgelehnt.“ Mit der Beschneidung werde Kindern das Recht auf Selbstbestimmung genommen, meint Paul. Mückstein, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie, begrüßt die nun angefachte Wertediskussion: „Es ist wichtig, dass die Kinderrechte hier in den Fokus rücken.“ Keinen Grund, die Beschneidung von Buben in Zukunft als strafbar einzustufen, sieht Andreas Scheil vom Institut für Strafrecht an der Uni Innsbruck. „Die Beschneidung von Frauen ist strafbar, weil sie viel dramatischer ist. Die Beschneidung von Männern ist eine historisch gewachsene Verhaltensweise, an der man sicher nicht rütteln wird, nur weil ein deutscher Bezirksrichter das als Körperverletzung sieht.“

Anmerkung Hubert: Da bin ich nicht der Meinung dieses Herrn Andreas Schell. Auch wenn die Beschneidung weniger dramatisch ist wie bei Frauen, so ist es doch ein schockierender Eingriff für einen Jungen.
Das sieht nicht nur dieser deutsche Bezirksrichter aus Köln so. Es ist eine Körperverletzung, die nicht mehr umkehrbar ist.

http://www.kirchen-privilegien.at/