Archiv für September 2018

Marx-Deutung von rechts   12 comments

.

Welchen Nutzen sich die Neuen Rechten versprechen, wenn sie Marx für sich nutzbar machen wollen, ist für mich völlig schleierhaft.

Aus bnr.de

Angehörige der Neuen Rechten wollen jetzt auch Karl Marx irgendwie für ihre politischen Positionen rezipieren.

.

Was Marx der politischen „Rechten“ bringen soll, bleibt inhaltlich völlig unklar; (Screenshot)

.

„Von Linken lernen“, das war bereits Ende der 1960er Jahre eine strategische Empfehlung damaliger rechtsextremistischer Intellektueller. Gegenwärtig geschieht dies erneut, wenn insbesondere die Kapitalismuskritik der Linken entwunden werden soll. Dafür werben bereits seit Jahren ältere und jüngere Repräsentanten der Neuen Rechten, wofür die Auffassungen von Thor von Waldstein oder Benedikt Kaiser exemplarisch stehen. Meist enthält die artikulierte Kapitalismuskritik wie das gelegentliche Sozialismusverständnis eine dezidiert antimarxistische Orientierung.

Doch ausgerechnet im Marx-Jahr 2018 plädiert ein kleiner Sammelband dafür, die Ideen des Ökonomen und Philosophen aus Trier für die „Rechte“ aufzugreifen. Passenderweise ist er „Marx von rechts“ betitelt und erschien im kleinen Jungeuropa-Verlag in Dresden, wo bislang Bücher von französischen Euro-Faschisten oder Vordenkern der Neuen Rechten publiziert wurden. Mit einem Vorwort versehen wurde der Band von Verlagsinhaber Philip Stein, der sich darin offen zur Zielsetzung äußert.

 „Ganz rechts“ erfolgreich mit „Ideen von links“

Die alte Rechte solle ebenso wie die gegenwärtige Linke provoziert werden. Der Band untersuche „das Werk Marxens mit wachen, unvoreingenommenen Augen und klopft gleichzeitig ab, welche Ansätze dieses großen Philosophen von rechts genutzt werden können“ (S. 10). Damit wird offen eingeräumt, dass man mitnehmen will, was strategisch passend erscheint. Der ganz andere Kontext des Marx’schen Werkes wird hier wie in anderen Fällen ignoriert. Es geht also um eine instrumentalisierende und nicht um eine seriöse Deutung. An Dimensionen des „Klassensystems“ solle nicht gedacht werden, dies führe zur „Teilung“ (S. 12). Dabei wird bezeichnenderweise mit José Antonio Primo de Rivera der bedeutendste faschistische Politiker Spaniens in den 1930er Jahren zustimmend zitiert. Es geht demnach keineswegs um eine Abkehr oder eine Neuorientierung des gemeinten politischen Spektrums. Man will eben lediglich Ideen „von links“ nutzen, um mit ihnen „ganz rechts“ strategisch erfolgreich sein zu können.

Diffuse Bezüge auf Marx

Der erste Beitrag stammt dann von Benedikt Kaiser, Mitarbeiter des Antaios-Verlags und Stammautor der „Sezession“. Er geht auf die ideen- und realgeschichtliche Dimension „rechter Kapitalismuskritik in Deutschland“ ein, wobei die antisemitische Komponente häufig außen vor gelassen wird. Doch was es seinem eigenen politischen Lager nutzen soll, mit Marx neu in Richtung einer eigenen Theorie zu beginnen, bleibt auch bei ihm unklar. Da heißt es allenfalls: „Marx sah das Entstehen der Reservearmee Mitte des 19. Jahrhunderts wesentlich durch das Überflüssigwerden von Arbeitern begründet, während just dieser Topos auch durch die Masseneinwanderung gering qualifizierter ‚Überflüssiger‘ eine neue Bedeutung erlangt“ (S. 55). Darüber hinaus sind die Bezüge auf Marx aber ebenso diffus wie in den beiden Beiträgen, die Alain de Benoist als früher Kopf der Neuen Rechten verfasste. Hierin geht es um den „Warenfetischismus“ und die „Wertkritik“. Doch was dies ausgerechnet der politischen „Rechten“ bringen soll, bleibt inhaltlich unklar.

Der Denker aus Trier als Feindbild der Rechten

Noch mehr gilt dies für den Beitrag von Diego Fusaro, der als Schüler eines marxistischen Forschers vorgestellt wird. Er entlarve Kapitalismus und Liberalismus als Konstanten unserer Zeit. Doch was erfolgt daraus für das gemeinte politische Lager? Es würde ja durchaus formale Anknüpfungspunkte geben wie etwa die Anmaßung zum „wahren Wesen“ des Menschen, die Beschwörung der Identität gegen Entfremdung, die Homogenisierungsabsicht für die Gesellschaft oder die Historisierung und damit Relativierung von Menschenrechten. Aber all dies wird interessanterweise gar nicht wahrgenommen. Stattdessen verzetteln sich die Autoren in einer Kapitalismuskritik-Rezeption, wobei nicht selten eine Fehlwahrnehmung von Marx konstatiert werden kann. Wohlmöglich sollte der Band nur eine provozierende Wirkung entfalten. Selbst ein willkürliches Umbiegen von Marx dürfte im eigenen politischen Lager nicht ankommen. Dafür ist der Denker aus Trier immer noch zu sehr ein Feindbild der Rechten und wird dort auch mit seinen Inhalten nicht richtig verstanden.

.

Marx-Deutung von rechts

.

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 30. September 2018 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

Getaggt mit

Der Feuerstier von Medinaceli, grausame Tierquälerei im Namen von Tradition und Kirche   2 comments

.

Die katholische Kirche duldet nicht nur Grausamkeiten gegen Tiere, nein, es gibt auch noch christliche Feste in Spanien zum Beispiel, wo vor allem Stiere… ja man muss es so sagen, gefoltert werden, nichts anderes ist es. Mich wundert warum die katholische Kirche noch so viele Mitglieder hat, wenn sie auch schon viele verloren hat.

Aus sos-galgos.net/

Jedes Jahr im November befindet sich Medinaceli in Feststimmung, begangen wird das Kirchenfest “Cuerpos Santos”, bei dem ein Stier grausamste Qualen erleidet muss. “Toro de Jubilo” in Medicaneli, Tradition und Grausamkeit in Namen der Kirche.

Der Feuerstier von Medinaceli, der “Jubel”stier
El toro júbilo de Medinaceli

Ort: Medinaceli, Soria, Castilla y León, España
Datum: religiöses Fest der “Cuerpos Santos”, Heiligen Körperschaft, alljährlich am zweiten Wochenende des Novembers

Der “Toro Júbilo” ist das bekannteste Fest von Medinaceli und hat den berühmtesten Feuerstier Spaniens. Auf dem Platz des Schauspiels werden fünf Lagerfeuer angezündet, fünf symbolische Lagerfeuer, Bestandteile der „Heiligen Körperschaft“: Paulilo, Arcadio, Pascasio, Probo und Eutiquiano.
Der Ursprung soll auf die keltischen Iberer zurückführen

Jeden November findet in Medinaceli eine alljährliche Barbarei statt, die des “Toro Júbilo”, Freudenstier oder Jubelstier. Diese Quälerei besteht darin, dem Stier eine Art Metallgestell an den Hörnern zu befestigen, an dem wiederum Kugeln, bestehend aus Teer und Schwefel befestigt werden, sie werden angezündet, nachdem man den Rücken des Stieres mit Lehm eingerieben hat, um ihn so gegen die herunterfallenden Funken zu “schützen” Der Stier wird losgelassen und wird so durch die Strassen getrieben. Diese Kugeln brennen stundenlang und durch die starke Hitze schmilzt der weiche und sensible Teil des Horninneren, was dem Stier unvorstellbare Schmerzen zufügt. Wie stark die Schmerzen sein müssen kann man nur an den schrecklichen und verzweifelten Schreien des Stieres erahnen.
Der Teer schmilzt langsam und beginnt zu tropfen und verursacht bei dem Tier tiefe Verbrennungen. Die brennende Flüssigkeit dringt in seine Augen ein, und versengt sie.
Nicht selten werfen sich die Stiere blind vor Schmerz und Verzweiflung heftig gegen Mauern, wobei sie sich so sehr verletzten, dass sie sich dabei selbst töten.
Wenn das Fest vorbei ist, wird der Stier hingerichtet, mit dem berühmten Dolchstoss, wie man ihn von den Stierkämpfen kennt.

Tage später wird dann sein Körper bei einem Festgelage des Dorfes aufgetischt.

Quelle: AnimaNaturalis

Gestern Nacht war es wieder soweit, nichts konnte diesen Wahnsinn stoppen, weder Tausende von Protestbriefe noch zahlreiche Petitionen. Aktuelle Videos und Augenzeugenberichte wurden noch nicht veröffentlicht.

Wichtig wäre es, endlich mal alle Organisationen diesbezüglich an einen Tisch zu setzen um eine einheitliche weltweite Kampagen ins Leben zu rufen, denn nur gemeinsam ist man stark.

.

.

Der Feuerstier von Medinaceli, grausame Tierquälerei im Namen von Tradition und Kirche

.

Sanfermines – das Todesurteil der Stiere

Tod im Namen der Kirche

Sanfermines – das Todesurteil der Stiere: Vom 6. – 14. Juli wird in Pamplona alljährlich die Sanfermines – ein Fest zu Ehren des heiligen Firmin – gefeiert. An diesen acht Tagen werden Kampfstiere durch die Gassen der Altstadt in die Stierkampfarena getrieben, wo sie – unter dem Deckmantel der Tradition – barbarisch getötet werden.

Das Schicksal der Stiere in Pamplona

Vor dem Stierrennen des „San Fermín“ werden die Tiere häufig mit Elektroschocks und spitzen Stöcken traktiert. Die von Hunderten Menschen verfolgten Stiere rutschen immer wieder in den engen Gassen aus und verletzen sich teils schwer. Am Ende erwartet sie die Stierkampfarena, in der bis zu acht Männer auf ein Tier angesetzt werden. Etwa 15 Minuten lang stacheln die Toreros den Stier an und verletzen ihn mit Dolchen und Schlägen. Schlussendlich ersticht der Matador das völlig erschöpfte Tier mit einem Schwert. Viele Stiere ertrinken regelrecht in ihrem eigenen Blut, wenn der Matador falsch zielt und statt des Herzens die Lungen des Tieres durchbohrt. Allein auf den Festivals sterben jährlich mehr als 11.000 Stiere. Hinzu kommen knapp 40.000 Stiere, die – hauptsächlich zur Unterhaltung von Touristen – in den spanischen Arenen getötet werden (1)

Die Mitschuld der katholischen Kirche

.

2014-07-23-stierkampf-san-fermin-festival-pamplona_lebendiger-stier-ausbluten-folgt-4-c-traslosmuros-com

Das Christentum gehört leider noch immer zur treibenden Kraft dieser Todesspiele. Stierkämpfe fanden/finden vor allem in Spanien, Portugal, Frankreich, Mexiko, Kolumbien und Venezuela statt – in Ländern, in denen der Katholizismus besonders tief verwurzelt ist. Tatsächlich zeigt sich eine „enge Verbindung von Stierkampf, Nationalstolz, katholischer Frömmigkeit und inniger Verehrung der Heiligen“ (2). „Stierkampf ist nicht nur zu einem starken Symbol nationaler spanischer Identität geworden, sondern steht auch in enger Verbindung mit leidenschaftlicher Religionsausübung, weil sich die meisten Stierkämpfer offen zu ihrer Verehrung der Jungfrau Maria oder eines Nationalheiligen bekennen.

Angesichts dieser paradoxen Allianz zwischen christlichem Eifer und Folter der Tiere haben Tierschutzorganisationen in jenen Ländern, in denen Stierkämpfe verbreitet sind, die kirchliche Obrigkeit wiederholt aufgefordert, sich gegen solche Bräuche zu stellen. Unglücklicherweise ist die Antwort immer dieselbe: Schweigen.“

.

Sanfermines – das Todesurteil der Stiere

.

Auch dazu schweigt die Kirche.

Tradition der Grausamkeit, wenn Kälber zu Tode gefoltert werden

.

Folgendes Video wurde von TVAnimalista.com am 26.09.2010, gegen 21 Uhr, mit versteckter Kamera von einem Balkon eines der an den Dorfplatz von Algemesi angrenzenden Häuser aufgenommen. An diesem Tag wurden vier Kälber grausamst zu Tode gefoltert.
becerradesalgemesi.blogspot.com

.

.

Tradition der Grausamkeit, wenn Kälber zu Tode gefoltert werden

Wussten Sie, dass nicht nur stattliche spanische Kampfstiere, sondern auch Stierkälber im Namen der Tradition grausam zu Tode gefoltert werden und dieser Kälbermord zu allem Überfluss auch noch mit EU Mitteln subventioniert wird?

In zahlreichen Gegenden Spaniens sind sogenannte “becerradas” gang und gäbe. Volksfeste, bei denen “becceros”, Kälber, die oftmals jünger als zwei Jahre sind, grausam zu Tode gefoltert werden. Beweisen kann sich bei diesen Blutfiestas jeder Möchtegern-Torero, der unter dem Applaus des sadistischen Publikums aller Altersstufen seine Folterinstrumente, sog. “banderillas”, unbarmherzig und voller Brutalität in den Körper des unschuldigen Stieres rammt, bis eine Arterie getroffen wird und das Blut pulsierend aus dem Körper strömt. Der Finale Todestoß, die “puntilla”, gelingt nie beim ersten Mal, immer wieder bohrt sich der Dolch des Schlächters in den Schädel des schmerzerfüllt brüllenden Tierkindes. Letztendlich werden diesem die Ohren bei lebendigem Leib abgeschnitten.

Auch dieser Stier wurde mit Steuergeldern aus der Europäischen Union subventioniert, doch die Zeichen stehen gut, dass dieser Steuermittel-Irrsinn bald abgeschafft wird. Der Haushaltsausschuss des Europaparlaments hat einen Änderungsantrag mit 21 gegen 17 Stimmen im Rahmen der Bearbeitung des EU Haushaltsentwurfes 2011 angenommen, welcher dann aber noch durch die Vollversammlung gehen muss.

Martina Szyszka

Hier noch ein Kommentar.

Bettina B. schreibt:

Ich kann nicht beschreiben, was in mir vorgeht, wenn ich diese Bilder sehe. Ein Mensch kann nur Empörung, Wut und Trauer empfinden.
Das allein reicht sicher nicht aus, ich weiß.

Was ist das nur für ein Gesindel, das den Tieren in aller Öffentlichkeit solches Leid zufügen darf?!
Wahrscheinlich ist es ein Haufen Dreck, der so seine Aggressionen abbaut und dabei gleichzeitig seine widerwärtigen Befriedigungen auslebt.

Was geht in den Hirnen dieser Gestalten vor, wenn sie das Tier auf bestialische Weise abschlachten und unter dem Gejohle der genauso primitiven Zuschauerhorde lebendig massakrieren?!

Ja, man beginnt sich zu schämen, dafür, dass man zur gleichen Spezies gehört. Dennoch, wir sollten uns nicht mit diesem Pack auf die gleiche Stufe stellen.
Individuen, die so etwas tun, sind keine Menschen!

Ich frage mich nur, wie lange in Spanien das Foltern und Töten von Tieren noch geduldet und sogar gefördert wird.

Für mich steht fest:
Kein Urlaub in diesem Land!
Kein Kauf von spanischen Produkten!

http://www.sos-galgos.net/2010-10-11/tradition-der-grausamkeit-wenn-kalber-zu-tode-gefoltert-werden.html

.

Gruß Hubert

Karlheinz Deschner: Das schwärzeste aller Verbrechen   5 comments

.

Biblischer Tierschutz? Archaischer Respekt vor dem nicht-menschlichen Leben?
Der nackte Egoismus einer Viehzüchterreligion!

Das Elend der Tiere, dieser permanente Massenmord, der eigentlich jeden auch nur halbwegs Sensiblen sofort um den Verstand bringen müßte (und zwar ganz ungeachtet der tiefen Tolstoi-Sentenz: Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben), resultiert im jüdisch-christlichen Raum aus der ebenso albernen wie anmaßend aufgeblasenen Bibellehre von der Gottebenbildlichkeit des Menschen, der »Spitzenaussage alttestamentlicher Anthropologie« (Walter Gross), aus jenem arroganten Anthropozentrismus also, wonach dicht auf Gott der Mensch kommt und dann erst der Rest der Welt. Während in der vorchristlichen Rangfolge des Heidentums, im Hellenismus, nach Gott der Makrokosmos rangierte und der Mensch in die Natur eingereiht, nicht über sie gestellt wurde, was für jede evolutive Sicht selbstverständlich ist. Doch für »die christliche Sicht des Verhältnisses von Mensch und Tier bleibt grundlegend, wie die Bibel … dieses Verhältnis bestimmt« (EKD Texte 41, 1991, S. 4).

Im Neuen Testament, in dem das Tier eine viel geringere Rolle spielt, ist ein Wort gleich des ersten Christen bezeichnend, dieses Abschreckungsobjektes kat exochen. Fragt Paulus doch nach dem zitierten Diktum des Deuteronomiums, dem dreschenden Ochsen nicht das Maul zu verbinden, im typischen Krone-der-Schöpfung-Pathos (nebenbei, trotz Bestreitung, seiner Entlohnung wegen): »Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? Oder redet er nicht allenthalben um unseretwillen?« Wie der Völkerverderber (Brief des Paulus an die Römer 1,22ff.) tiervergötternde Heiden ja auch »Narren« schmäht, weil sie »gedient dem Geschöpf statt dem Schöpfer«.

 

Und heute? Klipp und klar erklärt 1993 der »Katechismus der Katholischen Kirche«: »Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig …

Ja, hält dieser katholische Katechismus nicht weiter Tür und Tor offen für jede Scheußlichkeit gegenüber einer ganz und gar wehrlosen, ganz und gar schuldlosen, aber ganz und gar versklavten Kreatur? Gegenüber Geschöpfen, die oft in ihrem Erleben, Fühlen, wie Genetik, Biologie, Verhaltensforschung, wie ja auch alltägliche Erfahrungen zeigen, uns in vielem sehr ähnlich, uns nicht selten inniger, treuer zugetan sind selbst als menschliche Freunde?

Doch fort und fort darf das animal rationale mit (nicht nur) katholischem Plazet Leichen genießen; fort und fort darf es weiter sich vollstopfen mit Fleisch und Fisch bis zum Rande seines Fassungsvermögens, wofür Jahr um Jahr Milliarden »Mitgeschöpfe« verröcheln müssen, weit mehr als die Hälfte unbetäubt: ist ja auch nach den EKD Texten 41, 1991, das »Gewaltverhältnis« zwischen Mensch und Tier »grundsätzlich unaufhebbar«.

Und weiter darf der Mensch, laut »Weltkatechismus«, sich geschäftlich der Tiere bedienen. Und wie bedient er sich? Indem er Robben-Babys vor den Augen ihrer Mütter zu Tode knüttelt. Indem er Karakul-Lämmer gleichsam pränatal aus dem Mutterleib prügelt. Indem er in den Ferkel-und Hühnerbatterien, den Mastboxen und Dunkelställen die ihm rettungslos, ihm wie Sachen, nein, wie Dreck Ausgelieferten derart zusammenpfercht, daß sie in ihrer Not einander Schwänze und Ohren abbeißen oder die eigenen Jungen fressen.

Man bedient sich der ohnmächtigen Kreatur auch, der »Mitgeschöpfe«, indem man ungezählte Kälbchen auf qualvollstem Transport ihren Schlächtern lebend, sterbend, schon krepiert zukarrt, um die »Frühvermarktungs-«, die »Herodes-Prämie« zu kassieren, ein Schimpf-und-Schand-Geld sondergleichen, für das ich dem zuständigen Minister telegraphisch seinen eigenen Namen vorschlug – Deutschland ist führend!

Weiter darf das Monster der Schöpfung Tiere zum Amüsement gebrauchen. Und wie gebraucht es sie? Indem es zum Beispiel Enten, Gänsen, Hühnern um die Wette die Köpfe abreißt. Indem es beim »Steer Busting« die Tiere mit dem Lasso an den Hinterläufen fängt und herumschleift, bis sie sterben. Indem es Stieren, vor ihrem Todeskampf in der Arena, die Nase mit Watte verstopft, die Augen mit Vaseline verkleistert. Indem es an gewissen Heiligenfesten in Spanien mit pfarrherrlichem Beistand Ziegen und ihre Jungen lebend vom Kirchturm stürzt.

Und »natürlich« darf der Mensch auch künftig seine »Mitgeschöpfe« kaum vorstellbar gräßlich zu Tode schinden. Zwar sollen Tierversuche für die Medizin heute wissenschaftlich wertlos sein – doch auch andernfalls wäre ich ausnahmslos dagegen.

Ihr Wert für die Wirtschaft aber ist unbestritten. Und liest man, »daß der Vatikan einer der größten Aktionäre einer bekannten Pharma-Firma« sei, »welche Vivisektion betreibt«, so wird wohl deutlich, warum noch die fürchterlichste Tortur der Welt, diese gesammelte immerwährende Grausamkeit bis zum Tod, für das Papstgeschäft »sittlich zulässig« ist, warum auch und gerade für Seine Heiligkeit Johannes Paul II. Tiere »natürlich … Gegenstand (! ) von Experimenten sein« können (23. 10. 1982) – von Experimenten, die der Hindu Gandhi »das schwärzeste aller Verbrechen« nennt. (Diesem Verbrechen fielen 1989 allein in Deutschland – nach einem allerdings sehr unvollständigen Regierungsbericht – 2,64 Millionen Tiere zum Opfer.)

Freilich, wie sollte die Gemeinschaft der Heiligen (und Scheinheiligen), wie sollte eine monopolistische Marktform im Mantel der Religion, die jahrhundertelang auch »Ebenbilder Gottes« unbarmherzig peinvoll-böse mund- und mausetot machte, deren phänomenalster Werbeautor Augustin, angeblich »umflossen vom milden Glanze unbegrenzter Güte« (Martin Grabmann), in Wirklichkeit Urvater aller mittelalterlichen Henkersknechte, schon um 400 sogar das Foltern – selbst von (schismatischen) Christen – nicht nur eine Bagatelle im Vergleich zur Hölle nennen, sondern geradezu als »Kur« (emendatio) heils- und inquisitionsgeschichtlich etablieren konnte, wie sollte eine Kirche, die unmittelbare und mittelbare Mörderin von Hunderten von Millionen schuldloser Menschen, tierisches Leben nicht nur verbal, nicht nur sub specie momenti und sei es mit noch so sonorer Phraseologie in Sonntagsreden, Tiergottesdiensten, durch Tiersegnen, Weihwasserbespritzen et cetera, sondern tatsächlich schützen? Wie sollte sie Tieren eine »Seele« zugestehen, die sie, beim Rauben fremder Länder, noch Menschen anderer Rasse und Lebensart absprach!

Auch viele Rom-Katholiken empörte dieser »Weltkatechismus«. Renato Moretti, der wackere Franziskaner, schrie gar: »Satan ist im Vatikan eingezogen!« – und irrte nur in der Zeitform, dem Präsens, allerdings um Jahrhunderte.

Immerhin gibt es Gottesdiener, beschämend wenige, die nicht bloß moderat für die »unbeweinte Kreatur« streiten (Joseph Bernhart), sondern die auch den »Verrat der Kirchen an den Tieren« geißeln (Carl Anders Skriver), dabei aber das Christentum rechtfertigen, reinwaschen wollen oder, wie der sicher meritenreiche Oxforder Theologe und Tierethiker Andrew Linzey, wenigstens den »Geist des Evangeliums«, das doch ohne jeden bestimmten Anhalt dafür ist. Nirgends lehrt der evangelische Jesus: Schützt die Tiere – nach dem Zeugnis der Evangelisten hat er vielmehr »bei zweitausend« getötet.

Und Albert Schweitzer? Der hoch zu schätzende Lehrer der »Ehrfurcht vor dem Leben«? Aber war er überhaupt, in letzter Konsequenz, Christ? Der exzellente Kenner der Leben-Jesu-Forschung, der resümiert: »Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, das Gottesreich verkündete und starb, um seinem Werk die Weihe zu geben, hat nie existiert«? Der redliche Denker, der noch drei Jahre vor seinem Tod schwarz auf weiß beteuert, »daß die ethische Religion der Liebe bestehen kann, ohne den Glauben an eine ihr entsprechende, die Welt leitende Gottespersönlichkeit«? Es ist nicht mein Problem.

Mit Vorliebe sucht man heute das Alte Testament zu salvieren. Ungeachtet duzendweiser wutschäumender Ausrottungsdirektiven seines Götzen betont man die angebliche Achtung der »Schrift« vor dem Leben, ihr altes Schöpfungswissen, die Schöpfungsgemeinschaft von Mensch und Tier und so weiter – nichts als vages, sich auch schnell in Widersprüche verhaspelndes Gestammel oder glatte Heuchelei; ein blamabler Bankrott. In aller Regel nämlich ist aus der Bibel ganz klar das Gegenteil herauszulesen und deshalb auch ganz klar das Gegenteil hervorgegangen. Und zu dem Auftrag, der ihr so fatal voransteht und unserer Historie geradezu posaunenhaft präludiert, gehört nun einmal untrennbar der Nachhall, die Wirkung.

Wie erbärmlich jedoch, die Wurzeln des Unheils im Alten Testament, im Christentum zu ignorieren und die Schuld dafür besonders und immer wieder auf das entchristlichte (gewiß nicht zu entlastende, hemmungslos entfesselte, nichts als profitgeile) Wirtschaftssystem der Moderne zu schieben. Denn wie Hitlers Ermordung der Juden die Konsequenz ihrer fast zweitausendjährigen blutrünstigen Verfolgung durch die Kirchen ist, so ist die jeder Beschreibung spottende moderne Vermarktung des Tieres nichts als die technisch forcierte und »perfektionierte« Fortsetzung einer nie abreißenden Total-Verbrennung* durch alle christlichen Zeiten, das Resultat letztlich des Anfangsschreis: »Machet sie euch untertan.« Seit zwei Jahrtausenden brüstet sich die Christenheit, das Tieropfer von Anfang an abgeschafft zu haben; stimmt. Und doch hat sie mehr Tiere geopfert als jede andere Religion – nur nicht mehr Gott, sondern dem eigenen Bauch.“

* Hier stand ursprünglich das Wort »Holocaust«. Doch PC – die herrschende political correctness – verbietet es, zumal seit der Walser-Bubis-Debatte im Winter 1998/1999, das Wort »Holokaust« oder englisch holocaust mißbräuchlich zu verwenden. Einzig und allein die rassistisch motivierte Ermordung von Millionen europäischer Juden durch Nazis in Hitlers Machtbereich dürfe Holokaust genannt werden. Eine Inflationierung des Begriffs sei es, wenn alle möglichen anderen Völker- und Massenmorde als »Holokaust« bezeichnet würden. Und wenn auch noch, so verfügen die Wächter der political correctness, im hysterischen Jargon der Tierschützer von einem »Holokaust der Tiere« gesprochen werde, dann liege die latent judenfeindliche Entwertungsstrategie klar zutage. Ich halte dagegen: Umgekehrt wird ein Schuh draus! Das altgriechische Wort holokaustos bedeutet »ganz und gar verbrannt«: ein Brandopfer zur Verehrung der Toten und der Götter, bei dem alle opferbaren Teile des Opfertieres auf dem Altar verbrannt wurden. Also waren es amerikanische Marketing-Designer, die den Begriff holocaust von den auf Götteraltären geopferten Tieren auf die industriell vernichteten Juden übertrugen – was eigentlich politisch höchst inkorrekt ist, ein Euphemismus.

Quelle: »Für einen Bissen Fleisch« Buch von Karlheinz Deschner

.

Gruß Hubert

Maaßen – und die Bedrohung des GG von rechts   Leave a comment

.

Aus br.de

Das Versagen der Behörden Mord- und Pannenserie

Geschredderte Akten, missglückte Razzien, schlafmützige Behörden, mangelhafte Kommunikation – die Liste der Versäumnisse von Polizei und Verfassungsschutz gleicht einem Panoptikum der Stümperei. Dazu gibt es auch noch Verwirrung um einen angeblichen V-Mann aus Franken.

Von: Ernst Eisenbichler

Stand: 12.06.2013 | Archiv |Bildnachweis

Schredder | Bild: picture-alliance/dpa

.

Das größte Rätsel ist, wie es möglich war, dass die mutmaßlichen Täter Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe von Zwickau aus jahrelang unbehelligt quer durch die Republik morden konnten. Bereits seit 1998 waren sie den Behörden als Neonazis bekannt, die dem rechtsextremen „Thüringer Heimatschutz“ angehörten. Von Anfang zogen sich Pannen der Ermittlungsbehörden wie ein roter Faden durch die Mordserie und sogar noch durch die Zeit nach dem Auffliegen der Terrorzelle.

Panoptikum der Stümperei

Von Anfang hatten die Ermittler bei der Mordserie die Möglichkeit eines rechtsterroristischen Hintergrunds völlig unterschätzt bzw. ausgeblendet – unter anderem, weil es keine Bekennerschreiben gab, obwohl bekannt ist, dass diese in der Neonazi-Szene nicht üblich sind. Stattdessen unterstellte man Kriminalität in Migrantenkreisen.

Alexander Horn, in die Ermittlungen einbezogener Fallanalytiker des Polizeipräsidiums München, war 2006 auf der richtigen Spur: Der Profiler vermutete, dass es sich um einen oder mehrere Rechtsextreme mit Zerstörungsmotiv handeln könnte, das sich gegen eine ethnische Minderheit richtet. Doch sein Ansatz wurde nicht verfolgt.

Am 9. Juni 2004 wurde in Köln-Mülheim eine Nagelbombe ferngezündet – in der vorwiegend von Türken und Kurden bewohnten Keupstraße. Bei dem Anschlag, der im November 2011 dem NSU zugeordnet werden konnte, wurden 22 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Bundesinnenminister Otto Schily schloss direkt nach der Tat einen terroristischen Hintergrund aus. Später bezeichnete der SPD-Politiker diese Einschätzung als „schwerwiegenden Irrtum“.

https://www.br.de/nachricht/nsu-prozess/nsu-mordserie-versagen-der-behoerden100.html

.

Aus Tagesspiegel.de

Berlin – Der Untersuchungsausschuss zur Mordserie des rechtsextremen NSU hat zum Abschluss seiner Tätigkeit ein vernichtendes Urteil über die Arbeit der Sicherheitsbehörden in Deutschland gefällt. Die zahlreichen Ermittlungspannen seien ein „historisch beispielloses Desaster“ gewesen, sagte der Ausschussvorsitzende Sebastian Edathy (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung des Abschlussberichts des Ausschusses. „Die Gefährlichkeit militanter Neonazis darf nie wieder unterschätzt werden.“

Bisweilen habe es zwischen den Sicherheitsbehörden mehr Konkurrenz als Kooperation gegeben, sagte Edathy weiter. Es dürfe nicht sein, dass die Ermittlungsarbeit davon abhänge, ob ein Opfer einer ethnischen Minderheit angehöre.

.

Aus http://blog.initiativgruppe.de

Beitrag vom 12. September 2018

Gestützt vom Innenminister hat sich Verfassungsschutz-Häuptling Maaßen als derzeit mächtigster AfDler geoutet.

Ohne jegliche Prüfung und ohne Zuständigkeit stellt er sich vor die Medien und erzählt uns, jenes die Hetzjagd belegende Video sei wahrscheinlich gefälscht. Er fällt damit offen und ungeniert der Bundeskanzlerin in den Rücken, nebenbei bemerkt.

Dann muss er zurückrudern, das Video und die sonstigen Zeugenberichte belegen die Hetzjagd. Er habe es halt nicht so gemeint …

Wenn der Innenminister ihn nicht entlässt, muss Merkel den Innenminister entlassen.

Das wird sie wohl nicht machen. Da kann sie bis zum 14. Oktober abwarten – die CSU wird dann ein sehr schlechtes Wahlergebnis einfahren, möglicherweise sogar mit den Grünen koalieren müssen – und Seehofer wird von allen Ämtern zurücktreten – und Maaßen wird dann vom nächsten Innenminister entlassen werden.

Für mich besonders interessant ist die Rolle des Verfassungsschutzes insgesamt.

Ich habe ihn seit November 2011 in Verdacht, dass er sich rechtsradikal orientiert.

Nach dem November 2011 wurde allmählich deutlich: Der Verfassungsschutz Thüringen baute selber eine gewalttätige Neonazi-Gruppe auf, finanzierte sie, schützte sie vor dem Zugriff der Polizei. Drei von dieser Gruppe (die sich “Thüringer Heimatschutz” nannte) gingen schließlich in den Untergrund – großzügig verschont von den Verfolgungsbehörden, die es vermied, die drei aufzufinden und zu verhaften.

Dann kam der Hammer. Wir erfuhren, dass ein mit der rechtsradikalen Szene befasster Verfassungssschutzmann bei einem der Morde (dem in Kassel) direkt dabei gewesen war.

Was immer nun an Nebel produziert wurde, um die Verbindung Verfassungsschutz-NSU zu verdecken – man müsste schon wirklich deppert sein, wenn man da keinen heißen Verdacht bekommt. Ausgeräumt wurde der Verdacht nie. Im Gegenteil – man konnte erleben, wie der Staat hier konsequent auf Selbstschutz umgeschaltet hat.

Ergänzen wir noch, dass der Verfassungsschutz die einschlägigen Akten sofort nach dem Eisenacher Showdown geschreddert hat.

Und dass ein hochrangiger Verfassungsschutzbeamter den nachforschenden Politkern erklärt hat: Staatsschutz geht vor Aufklärung!

Maaßen war zu NSU-Zeiten stellvertretender Verfassungsschutzpräsident.

Wir müssen (!) annehmen, dass er all die Jahre, in denen der NSU Mord an Mord gereiht hat, über die Täter Bescheid gewusst hat.

Warum er und sein Amt nichts gesagt haben, wird deutlich, wenn man Maaßens weitere Aktivitäten verfolgt: seine auffallende Nähe zur AfD (man denke an seine freundschafltichen Gespräche mit Politikern der AfD, und jetzt haben wir diese offene Parteinahme für den AfD-Standpunkt bezüglich dem Mob in Chemnitz).

Der Verfassungsschutz hat ein klares Feindbild. Für ihn steht der Feind nicht rechts. Der Feind sind die Linken, die Türken, die Muslime, die Flüchtlinge. Ganz so und radikal so, wie es die AfD sieht.

Maaßen kann als Bürger diesen Standpunkt vertreten. Er ist durchaus Teil des demokratischen Spektrums; man darf auch versuchen, ihn parteipolitisch umzusetzen.

Aber kann so jemand unsere Verfassung schützen?

Das GG wird hauptsächlich bedroht von rechts. So, wie zu Zeiten der Weimarer Republik. Es wird ernsthaft bedroht von rechts, weil nicht demokratiefeindliche Linke oder vom Kalifat träumende Muslime oder Erdoganverehrer Mehrheiten an die Wahlurnen zu bringen imstande sind, sondern eben die Feinde der Demokratie von rechts.

Wir brauchen einen Verfassungsschutz, der besonders gegen die Bedrohung der Verfassung von rechts aktiv wird.

Maaßen gehört zu den Verfassungsgefährdern.

Mit ihm haben (hatten jetzt zum Glück) wir den Bock als Gärtner.

.

Gruß Hubert

Kanzlerin Merkel ohne Haltung   4 comments

.

Die Glaubwürdigkeit der Politik leidet enorm im Umgang mit der Causa Maaßen. Wer soll das verstehen, wenn jemand entlassen wird, anschließend befördert und ein paar tausend Euro mehr verdient?
Andrea Nahles kommt nachher mit dem blöden Geschwafel, man habe Vertrauen aufbauen wollen, stattdessen aber verloren und man habe sich geirrt. Billiger geht es nicht mehr. Und die Bundeskanzlerin verbirgt sich wieder mal hinter einer Mauer des Schweigens. Wann setzte sich Angela Merkel zuletzt durch?

Hier ein Kommentar aus der Frankfurter Rundschau.

Wer hat die Glaubwürdigkeit der Politik auf dem Gewissen? Andrea Nahles hat die SPD in die nächste Krise geführt. Aber welche Rolle spielt Kanzlerin Merkel?

Ja, Andrea Nahles hat ihre Partei im Fall Maaßen in die nächste Krise geführt. Auch wenn die SPD-Vorsitzende so tut, als gehe es nur um „eine Personalie“ – diejenigen Sozialdemokraten, die jetzt ein „Nein“ im Kabinett zu Maaßens Beförderung verlangen, haben es besser verstanden: Nahles hat sich daran beteiligt, der Verachtung des Politikbetriebs eine weitere Steilvorlage zu liefern.

Falsch allerdings wäre es, so zu tun, als wäre die SPD alleine schuld. Wenn man schon, fragwürdig genug, das Fortbestehen dieser Koalition für wichtiger hält als klare Haltungen: Welches Naturgesetz besagt eigentlich, dass immer die SPD nachgeben muss, um das Bündnis zu retten? Warum ist die Gesichtswahrung eines politischen Amokläufers aus Bayern wichtiger als der klare Schnitt in Sachen Maaßen, den Nahles mit Recht gefordert hatte?

Merkel müsste Seehofer in die Schranken weisen

Die Antwort ist relativ einfach: Um Seehofer in die Schranken zu weisen, bedürfte es einer Kanzlerin, die in dieser Frage des Anstands Haltung zeigen würde. Einer Kanzlerin, die auch mal die CSU vor die Entscheidung stellen würde, ob sie im Regierungsbündnis bleiben will oder nicht. 

Merkel setzt sich durch, wo es ihr wichtig ist – zum Beispiel wenn es darum geht, die deutsche Autoindustrie zu schützen. Aber hier ging es ja nur um die Glaubwürdigkeit der Politik.

.

Kanzlerin Merkel ohne Haltung

.

Hans-Georg Maaßen

Ein Fall fürs Kabarett

Die Ablösung von Hans-Georg Maaßen zeigt: Allein in der Politik ist möglich, was im normalen Leben unmöglich ist – dass aus einem Abstieg ein Aufstieg wird. Der Leitartikel.

 

Maaßen wird Staatssekretär im Innenministerium

Hans-Georg Maaßen muss seinen Posten räumen – und wechselt als Staatssekretär zu Horst Seehofer (rechts) ins Bundesinnenministerium. Foto: dpa

.

Die Maaßen-Kritiker fassen sich an den Kopf, die Maaßen-Anhänger lachen sich ins Fäustchen. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz wird für eine lange Reihe von Vergehen, für die gar nicht mehr heimliche Nähe zum rechten Rand und die anhaltende Provokation der Kanzlerin nicht etwa abgesetzt. Nein, er wird befördert.

„It’s politics, stupid!“ würde der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton an dieser Stelle sagen – in Anlehnung an seinen Spruch vor der Wahl 1992: „It’s the economy, stupid!“ Übersetzt heißt das: So ist halt die Politik, Dummkopf! Das wiederum bedeutet: Allein in der Politik ist möglich, was im normalen Leben unmöglich ist – dass aus einem Abstieg ein Aufstieg wird. Tatsächlich folgt die nun gefundene Beilegung des Streits um den Chef des Inlandsgeheimdienstes einer inneren Logik, die sich Normalbürgern auf den ersten Blick nicht erschließt.

Maaßens Abberufung war zwingend

In der Sache war die Abberufung Maaßens allemal angebracht. Ja, sie war zwingend. Sie war deshalb zwingend, weil nach den Enthüllungen über seine Treffen mit diversen AfD-Politikern und seine den Rassismus von Chemnitz relativierenden Äußerungen berechtigterweise ein schlimmer Verdacht im Raum steht: dass er den beunruhigenden Rechtsschwenk in Deutschland nicht bekämpfen will, weil er ihn im Kern irgendwie nachvollziehbar findet.

[…]

Im Kern ist jedenfalls eines unbezweifelbar: Beim Maaßen-Streit ging es um die Frage, wie viel Raum der Rechtspopulismus in Deutschland bekommen soll. Diese Frage ist die Kernfrage der deutschen Politik seit mindestens drei Jahren. Die Antwort ist offen, und sie bleibt offen. Der gleichermaßen folgerichtige wie absurde Kompromiss vom Dienstag ändert daran nichts.

Hier weiterlesen:

Ein Fall fürs Kabarett

.

Gruß Hubert

Wölfe in der Oberlausitz – kein Strom auf dem Zaun   Leave a comment

.

Werfen hier bestimmte Hobbyschäfer ihre angeblich doch so geliebten Tiere lieber absichtlich den Wölfen zum Fraß vor, statt sie zu schützen? Nur um mit Gruselgeschichten in den Medien Abschüsse zu fordern?

Aus wolfsschutz-deutschland.de

Am fünften September machte der MDR groß mit einem TV-Beitrag auf, in dem zwei Hobbyschäfer aus Sachsen im Bereich des Rosenthaler Rudels zu Wort kamen. Dieser Bericht ist inzwischen nicht mehr in der Mediathek. Er hatte jedoch zwischenzeitlich für sehr viel „schlechte Presse“ für das Rosenthaler Rudel –  http://www.change.org/woelfe – und die umliegenden Rudel gesorgt. Eine Lobby aus Schäfern, die ihre Tiere anscheinend einfach nicht schützen wollen und einem Landrat, der selber Hobbyschafhalter ist, versucht schon seit mehreren Jahren zu erreichen, dass dieses Rudel abgeschossen wird. Leider ist uns der MDR inzwischen für seine tendenziöse Berichterstattung bekannt.

 

Gefälligkeitsjournalismus für die Politik?

Im Beitrag trauerte ein Hobbyschäfer darüber, dass schon wieder seine geliebten Schafe grausam vom Wolf getötet worden seien und der Wolf nun endlich abgeschossen werden solle. Kein Wort im Beitrag darüber, dass die Schafe in Anbindehaltung, also an einem Pflock gehalten worden sind. Diese Art der Schafhaltung ist längst nicht mehr zeitgemäß und sie wirft auch tierschutzrechtliche Fragen auf. In einem Wolfsgebiet ist eine solche Haltung einfach nur als Anfütterung zu bezeichnen.

Hobbyschäferin Sch. beklagte sich schon mehrmals über Wolfsrisse. Einmal waren wir auch schon bei ihr vor Ort. Sogar mit Ankündigung. Zum Termin hatte sie sich Verstärkung geholt. Ein Abgeordneter der CDU sowie Schäfer J., ein guter Bekannter von Landrat Harig, waren ebenfalls zum Termin dort. Unser beauftragter Fotograf durfte Bilder machen. Den Strom hat er allerdings nicht nachgemessen. Was uns nun dazu veranlasst hat, noch einmal in das Gebiet zu fahren. Dieses Mal ohne Ankündigung. Schäferin Sch. hatte sich darüber beklagt, dass ihre Schafe ständig ausreissen würden. Natürlich sei der Wolf daran Schuld. hier bestimmte Hobbyschäfer ihre angeblich doch so geliebten Tiere lieber absichtlich den Wölfen zum Fraß vor, statt sie zu schützen? Nur um mit Gruselgeschi

Nun, jeder Schäfer weiß, dass Schafe ganz von selbst ausbrechen, wenn kein Strom auf den Zäunen ist. Genau dieses Situation fanden wir nun dort auf dem Deich vor. Werfen hier bestimmte Hobbyschäfer ihre angeblich doch so geliebten Tiere lieber absichtlich den Wölfen zum Fraß vor, statt sie zu schützen? Nur um mit Gruselgeschichten in den Medien aufzutreten und in tendenziösen Berichten Abschüsse zu fordern? Dabei erhalten auch Hobbyschäfer Entschädigungen vom Land Sachsen. Ein solches Verhalten schadet zudem den Schäfern, die ihre Tiere vorbildlich schützen.

.

Wölfe in der Oberlausitz – kein Strom auf dem Zaun

.

Gruß Hubert

Grindwal-Schlachten vor den Färöeren!   2 comments

.

Unglaublich zu was „Menschen“ fähig sind. Man sieht das wieder mal – wie bei x anderen Vorkommnissen – beim Grindwal-Schlachten vor den Färöeren! Das Meer färbt sich tiefrot. Ein Massaker! Zur Weißglut bringt mich, wenn man das auch noch eine Tradion nennen will.

.

Stoppt das Grindwal-Schlachten vor den Färöeren!

.

Ganze Buchten der Inselgruppe,

die zu Dänemark gehört, färben sich durch das Grindwalschlachten rot… · Bild: Sea Shepherd

.

Wussten Sie, dass mitten in Europa Jagd auf Wale gemacht wird? An den Stränden der Färöer-Inseln, die die nördlich von Großbritannien im Nordatlantik liegen und zum Hoheitsgebiet von Dänemark gehören, wurden 2017 insgesamt 1.672 Meeressäuger (1.203 Grindwale, die zu den Delfinen zählen, und 469 Weißseitendelfine) in 24 Treibjagden abgeschlachtet – so viele wie noch nie seit 20 Jahren. Die Grindwaljagd wird auf den Färöeren als Sport mit Volksfestcharakter betrieben. Die Bilder davon schockieren die Welt: Ganze Buchten färben sich blutig rot…

Als die weltweiten Walbestände an den Rand der Ausrottung gelangten, beschlossen die Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission IWC 1982 ein Verbot des kommerziellen Walfangs, das seit 1986 in Kraft ist. Japan macht bekanntlich trotz des Verbots Jagd auf Wale und Delfine. Inbegriff des Schreckens ist die Bucht von Taiji, die durch den oscarprämierten Film »Die Bucht« traurige Berühmtheit erlangte. Doch auch in Europa finden blutige Jagden auf Wale und Delfine statt: Norwegen und Island erkennen das Walfangverbot nicht an und setzen den kommerziellen Walfang fort. Auf den Färöer Inseln, die zu Dänemark gehören, sind regelmäßige Treibjagden auf Grindwale (die zu den Delfinen zählen) und andere Delfinarten blutige Realität – als eine Art Volkssport.

 

.

Grindwale, auch Pilotwale genannt,

zählen zu den Delfinen. Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, die als Schulen bezeichnet werden. Ihr ausgeprägtes Sozialverhalten und lange Stillzeiten von über drei Jahren deuten darauf hin, dass sie eine vergleichbar hohe kognitive Entwicklung wie die Großen Tümmler erreicht haben. Ihr Sozialverhalten kann den Grindwalen auch zum Nachteil werden: Wird eines der Tiere verwundet, schwimmt es in Panik davon. Die gesamte Schule folgt dem verletzten Tier, wobei sie oft in flaches Wasser gerät, wo sie sich nicht mehr orientieren können. · Bild: Fabian Faber fotolia.com

.

.

Bei der Waljagd in den Buchten

vor den Färöer-Inseln werden Grindwalgruppen, auch Walschulen genannt, mit Booten in knietiefes Wasser getrieben und die Fluchtwege abgeschnitten. Dann stürzen sich die mit Metallhaken bewaffneten Hobby-Jäger auf die Grindwale. Die eigentliche Tötung der Meeressäuger erfolgt mit einer Lanze. · Bild: Sea Shepherd

.

.

Am 22. Mai fand die erste Grindwaljagd 2018

auf den Färöer Inseln statt. Am Strand von Sydrugøta wurden 145 Grindwale abgeschlachtet. Grindwale und Weißseitendelfine sind im zweiten Anhang der Berner Konvention als »strengstens geschützt« klassifiziert. · Bild: Sverri Egholm · http://www.facebook.com/OpBloodyFjords/

 

Die Grindwaljagd ist auf den Färöer-Inseln eine blutige Tradition

Die Grindwaljagd ist auf den Färöer-Inseln eine alte Tradition, ähnlich dem Stierkampf in Spanien. Die jährliche Treibjagd wird als Sport betrieben, ist für die Einwohner ein schützenswertes Kulturgut und zu einer Art Volksfest geworden. Ganze Familien machen mit, sogar die Kinder sind dabei. Für die jungen Burschen auf den Färöer-Inseln ist die Tötung des ersten »eigenen« Wals so etwas wie der Eintritt in die Männerwelt.

Wenn eine Gruppe von Grindwalen oder anderen Delfinen in den Fjorden zwischen den 18 zerklüfteten Inseln gesichtet wird, verbreitet sich die Nachricht per SMS, Telefon und Radio wie ein Lauffeuer. Die Menschen verlassen sogar ihren Arbeitsplatz, um an die Strände zu eilen. Mit Motorbooten und Jet-Skis werden die Wale in eine der 25 offiziellen Fangbuchten getrieben: So genannte Fastakast, die an Seilen hinter den Booten hergezogen werden, erzeugen sirenenähnliche Geräusche und versetzen die Wale in Panik. Steine werden ins Wasser geworfen, um das natürliche Sonar der Tiere zu irritieren.

Dann beginnt das »Grindadráp« – das Walschlachten. Im knietiefen Wasser stürzen sich bis zu mehrere Hundert mit Metallhaken bewaffnete Männer auf die Grindwale und andere Delfine. Die Jäger treiben die Metallhaken in den Körper oder in das empfindliche Blasloch, um die Tiere daran an Land zu ziehen. Die eigentliche Tötung erfolgt mit einer Lanze, mit der das Rückenmark im Nacken und die Halsschlagader durchtrennt werden. Ganze Buchten färben sich durch das Schlachten rot… Die meisten Opfer sind Grindwale und Weißseitendelfine, aber auch Große Tümmler, Weißschnauzendelfine und Schweinswale.

Das Wal- und Delfinfleisch wird an die Färinger Bevölkerung kostenlos verteilt und in Restaurants und auf Märkten an Touristen verkauft. Dabei warnt sogar die Gesundheitsbehörde der Färöer-Inseln vor dem Verzehr des mit Quecksilber, PCB’s und DDE-Giften verseuchten Fleisches.

(Anmerkung: es wäre nur gerecht, wenn der Verzehr der Gesundheit schaden würde).

.

 

.

Die jährliche Treibjagd auf Grindwale

Die jährliche Treibjagd auf Grindwale wird als Sport betrieben und hat Volksfestcharakter. Ganze Familien machen mit, auch die Kinder sind dabei. ·

Bild: Sea Shepherd

.

 

.

Für die Jungen auf den Färöer-Inseln

ist die Tötung des ersten »eigenen« Wals so etwas wie der Eintritt in die Männerwelt. · Bild: Sea Shepherd

2017: 1.203 Grindwale und 469 Weißseitendelfine wurden Opfer der Treibjagden – so viele wie seit 20 Jahren nicht

Die Treibjagden auf Grindwale und andere Delfine – von den Einwohnern »Grindadráp« (wörtlich übersetzt: Grindwaltötung) genannt – finden mehrmals im Jahr statt und werden seit dem 24. Juni 1584, bis auf eine Lücke in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert, genau dokumentiert. Daher kann genau nachvollzogen werden, wie viele Wale in den Buchten der Inseln geschlachtet worden sind.

Im letzten Jahr, vom 21. Mai bis 29. Oktober 2017, wurden 1.203 Grindwale und 469 Weißseitendelfine getötet, also insgesamt 1.672 Wale und Delfine in 24 Treibjagden. Dies ist die höchste Zahl seit über 20 Jahren ist. Denn zuletzt wurden im Jahr 1996 mit 1.700 Walen mehr Meeressäuger getötet. Im Schnitt beträgt der jährliche Fang etwa 850 Grindwale. Damit stellt die Walfang­saison 2017 einen traurigen Höhepunkt seit zwei Jahrzehnten dar.

Grindwale und Weißseitendelfine sind im zweiten Anhang der Berner Konvention als »strengstens geschützt« klassifiziert, ebenso wie Schweinswale, Weißschnauzendelfine und Große Tümmler, die auch dem »Grindadráp« zum Opfer fallen.

Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hat im Mai 2017 mit formeller Unterstützung von 27 Mitgliedern des Europäischen Parlaments und den Unterschriften von über 250.000 Bürgerinnen und Bürgern Klage bei der Europäischen Kommission eingereicht, um ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark wegen Unterstützung des Abschlachtens von Grindwalen und anderer Wale auf den Färöern einzuleiten. Im September 2017 erhielt die Meeresschutzorganisation die Antwort der Kommission, dass sich »die Färöer außerhalb der Europäischen Union« befinden und daher »nicht den internationalen Verträgen, die den Walfang verbieten, unterliegen«.

.

.

Auch Weißseitendelfine gehören zu den Opfern

der blutigen Treibjagden. Heute werden nur noch vor den Färöer-Inseln Weißseitendelfine erlegt – bis zu 1000 im Jahr. · Bild: Sea Shepherd

 

Für die Färöeringer ist das »Grindadráp«

ein schützenswertes Kulturgut. Tierschützer und Wissenschaftler kritisieren das Massenschlachten der intelligenten Meeressäuger. · Bild: Sea Shepherd

 

.

Grindwale sind im Vergleich zu Orcas und

den Großen Tümmlern noch wenig erforscht. »Ihre Verwandtschaft mit Großen Tümmlern und Orcas sowie ihr Sozialverhalten und lange Stillzeiten von über drei Jahren deuten darauf hin, dass sie eine vergleichbar hohe kognitive Entwicklung erreicht haben«, erklärt der Meeresbiologe Dr. Karsten Brensing in seinem Buch »Das Mysterium der Tiere«. Hirnanatomische Untersuchungen hätten allein im Neocortex circa 37 Milliarden Nervenzellen gezählt. Zum Vergleich: Der Neocortex (die äußere graue Schicht der Großhirnrinde) des Menschen besteht aus circa 19 bis 23 Milliarden Nervenzellen. »Für jeden, der auch nur im Entferntesten in Erwägung zieht, dass Grindwale ihrer selbst bewusste, mitfühlende und planvoll handelnde Individuen mit einer Vorstellung von Raum und Zeit sind, ist die blutige Kultur der Grindwaltreibjagd eine abscheuliche Gräueltat«, so der Wissenschaftler. · Bild: Mario Müller CC BY-SA 2.0

Widerstand gegen die Grindwaljagd

Internationale Tierschützer kritisieren die Grindwaljagd seit Jahren als grausam und unnötig. Allen voran das Wal- und Delfinschutzforum WDSF und Sea Shepherd, die durch ihre Operation »Grindstop« bereits seit über 30 Jahren energisch für ein Ende der Jagd eintreten. Dazu gehört hauptsächlich die Patrouille mit Schiffen vor den Küsten. Sobald die Meeresschützer merken, dass sich eine Walschule einer färöischen Bucht nähert, versuchen sie, diese umzuleiten – oder die Jagdboote davon abzuhalten, die Fluchtwege der Wale abzuschneiden.

Hier weiterlesen:

Grindwal-Schlachten vor den Färöeren!

.

Gruß Hubert