Archiv für Februar 2016

Kardinal Stepinac und die Ustascha – auch ein Seliggesprochener   1 comment

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Man kann sich nur wundern welche Maßstäbe die katholische Kirche bei den Seligsprechungen anwendet. Von der ersten bis zur letzten Stunde kollaborierte Erzbischof Stepinac mit dem verbrecherischen und faschistischen System der Ustascha in Kroatien. Das hinderte aber die katholische Kirche nicht diesen Mann seligzusprechen – oder vielleicht gerade deswegen? Natürlich schreiben das die Zeitungen nicht – es könnte ja schaden. Was interessiert da die Wahrheit…

Deshalb weiß das auch die Mehrheit nicht.

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Kardinal Stepinac und die Ustascha

Seligsprechung trotz Verwicklung mit einem faschistischen Regime

Im Oktober 1998 hat Papst Johannes Paul II. den kroatischen Kardinal Alojzije Stepinac (1898-1960) zum Märtyrer erklärt und seliggesprochen. Im faschistischen Ustascha-Kroatien spielte der Kardinal jedoch eine unselige Rolle. Wie die Missionierung Rußlands, so ist auch die Katholisierung des Balkans und damit die Vernichtung der Orthodoxie seit der Abspaltung des Katholizismus vom orthodoxen Glauben im Jahre 1054 immer ein Ziel des Vatikans gewesen.

In Jugoslawien, das nach dem Ersten Weltkrieg Serbien und Montenegro mit Kroatien, Slowenien, Bosnien und der Herzegowina zusammenschloß, mußten Völker und Konfessionen miteinander auskommen, deren gemeinsame Tradition eine des Gegensatzes und der Feindschaft gewesen war. Besonders die streng katholischen Kroaten fühlten sich gegenüber einer Mehrheit orthodoxer Serben im Nachteil, wollten auch mit der jüdischen und islamischen Minderheit nicht koexistieren und forderten ihre Unabhängigkeit. Im Jahr 1919 gründete der Katholik Ante Pavelic die “Partei der Aufständischen”, die Ustascha. Die zu diesem Zeitpunkt heimlich und illegal operierende Partei arbeitete mit Propaganda und Terror einem autonomen Kroatien vor.

Als im April 1941 Jugoslawien vor den Achsenmächten die Waffen streckte, war die Stunde der Ustascha gekommen. Ante Pavelic kehrte aus dem italienischen Exil heim, um als Führer von Mussolinis und Hitlers Gnaden dem kroatischen “Reich Gottes”, wie es von den Ustaschen genannt wurde, zu präsidieren. Der Ustascha gehörten katholische Priester und Mönche in leitender Funktion an. Landesweit bildeten Klöster und Kirchen ihre Stützpunkte. Mit Hitlers Rückendeckung riefen die Ustaschen einen “Unabhängigen Staat Kroatien”aus, der flächenmäßig etwa zwei Fünftel des ehemaligen jugoslawischen Territoriums einnahm. Von seinen sechs Millionen Einwohnern waren rund drei Millionen katholische Kroaten. Mehr als zwei Millionen waren orthodoxe Serben, etwa eine halbe Million islamischen Glaubens; der Rest verteilte sich auf andere Minderheiten, darunter 40.000 Juden.

Die Ziele des neugegründeten Ustaschen-Staates deckten sich mit denen des Vatikans: Die orthodoxen Serben störten dabei; daher sollte mit ihnen kurzer Prozeß gemacht werden. “Alle Serben in möglichst kurzer Zeit zu töten. Das ist unser Programm”, rief beispielsweise der Franziskanerpater und Zivilgouverneur Simic aus. Im Juni 1941 umriß der Minister für Erziehung und Kultur,

Mile Bubak, seine Prioritäten folgendermaßen: “Grundlage für die Bewegung der Ustaschen ist die Religion. Für Minderheiten wie Serben, Juden und Zigeuner haben wir drei Millionen Kugeln zur Verfügung. Wir werden ein Drittel der Serben töten, ein Drittel vertreiben und ein Drittel zwangsweise taufen. So wird das neue Kroatien alle Serben in seiner Mitte loswerden, um innerhalb von zehn Jahren zu 100% katholisch zu werden.”1

 

Schnell wurde diese Drohung in die Tat umgesetzt: 299 serbisch-orthodoxe Gotteshäuser fielen dem katholischen Kreuzzug zum Opfer, wurden ausgeraubt, vernichtet, zu Schlachthäusern oder gar öffentlichen Toiletten gemacht. Den ganzen Besitz der serbisch-orthodoxen Kirche kassierte die katholische.

Mitte 1941 wurden in Glina etwa 500 Serben ermordet. Serbische Bauern, die vor den Greueltaten in die Berge flüchteten, wurden von der Ustascha mit der Zusicherung, ihnen werde nichts geschehen, falls sie sich katholisch taufen ließen, in ihre Dörfer zurückgelockt, wo sie in ihre Kirche getrieben und bestialisch ermordet wurden.

Neben den Greueltaten mit “Zufallscharakter” gab es Vernichtungslager – das berüchtigste davon war Jasenovac. In diesem Lager wurden rund 200.000 Serben und Juden ermordet. Der zeitweilige Kommandant des Lagers, Filipovic, war Franziskaner und auch sein Nachfolger Ivica Brkljacic war Priester. Die Kirchenmänner waren sich nicht zu schade, selbst Hand anzulegen: Der Geistliche Juricevic verkündete beispielsweise: “Niemand soll denken, daß ich, weil ich ein Priester bin, kein Maschinengewehr in die Hand nehmen kann.” Auch Filipovic und Brkljacic ermordeten eigenhändig Hunderte von orthodoxen Serben.

Viele Morde der Folterknechte in Jasenovac sind durch Fotografien für die Nachwelt dokumentiert und es ist besonders erschütternd zu sehen, mit welchem Sadismus diese Unmenschen ihre Opfer eigenhändig köpften, erdrosselten, erschossen.

Am 8. Mai 1945 zog die jugoslawische Volksbefreiungsarmee in Zagreb ein. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches und dem Sieg der Partisanen auf dem Balkan entstand Jugoslawien bekanntlich neu, diesmal unter Hammer und Sichel. Die oberen Chargen der Ustascha-Schlächter flüchteten ins Ausland – Parteigründer Ante Pavelic beispielsweise nach Argentinien – oder wechselten rechtzeitig die Fronten.

 

Die Rolle von Erzbischof Stepinac

Alojzije Stepinac wurde am 8. Juli 1898 geboren. Zum Zeitpunkt der Rückkehr von Ante Pavelic aus seinem italienischen Exil nach Jugoslawien im Jahre 1941 war Stepinac bereits Erzbischof und Primas von Kroatien. Die Nachricht von der Rückkehr des Ustaschen-Führers nahm er freudig auf. Bereits einen Tag nach der Proklamation des “Unabhängigen Kroatien” ging Stepinac zu Pavelics Stellvertreter, General Kvaternik, und erwies ihm seine Reverenz.

Von der ersten bis zur letzten Stunde kollaborierte der Erzbischof, gleichzeitig auch Präsident der kroatischen Bischofskonferenz, mit dem Regime, dessen Verbrechen er und seine Bischöfe – wenn überhaupt – nur sehr rücksichtsvoll kritisierten. Am 16. April 1941 gab Stepinac zu Ehren des zurückgekehrten Pavelic ein Essen im erzbischöflichen Palast. Im offiziellen Tagebuch des Kirchenfürsten heißt es über seine Unterredung mit Pavelic: “Der Erzbischof erteilte ihm für seine Arbeit den Segen. Als dann der Erzbischof geendet hatte, sagte Pavelic, der auch als Führer (Poglavnik) angesprochen wurde, daß er der katholischen Kirche in allem zu helfen wünsche. Er sagte auch, er werde die Sekte der Altkatholiken, die nichts anderes als eine Gesellschaft für die Ehescheidung sei, ausrotten.” Diese Worte stießen bei Stepinac auf Wohlwollen. Zu Gunsten des Ustascha-Staates veröffentlichte Stepinac am 28. April einen Hirtenbrief mit folgendem Wortlaut: “Obwohl die aktuellen Ereignisse sehr verwickelt sind, obwohl die Faktoren, die ihren Lauf beeinflussen, sehr verschieden sind, ist es jedoch leicht, die Hand Gottes in diesem Werk zu erkennen.”

Als im November 1941 dem katholischen Klerus Kroatiens bekannt wurde, daß nicht so sehr getauft, als viel eher gleich gemordet wurde, schrieb die unter dem Vorsitz von Stepinac tagende Bischofskonferenz einen Brief an den Ustascha-Führer Pavelic: “Wir wollen sie [die Fehler, WH] nicht als Folge des Systems betrachtet wissen, sondern als Ergebnis von unverantwortlichen Elementen, die sich ihrer großen Verantwortung und der Konsequenzen nicht bewußt waren. (…) Wir danken Gott, dem Allmächtigen, daß durch Euer Werk, Poglavnik, die Lage sich zu ordnen beginnt.”3

Nachdem im Frühjahr 1943 der größte Teil der in Lagern befindlichen Juden im deutschen Okkupationsgebiet Kroatiens nach Auschwitz deportiert worden war, reiste Stepinac nach Rom, wo er auf die Judenverfolgung in Ustascha-Kroatien angesprochen wurde. Er verteidigte ihre Verfolgung mit dem Argument, die Juden hätten eine verbrecherische Einstellung zur Abtreibung.

Erzbischof Stepinac hetzte auch, als die italienischen Faschisten – die ja in der Frage des religiösen Bekenntnisses liberal waren – unter General Roatta, dem Kommandanten der zweiten Armee, 600.000 Serben vor den Ustascha-Truppen retteten. Stepinac schrieb voller Empörung in einem Brief an den italienischen Botschafter in Zagreb: “Die Schuld und Verantwortung vor Gott und der Geschichte wird das katholische Italien haben, wenn dieser katholische Teil Kroatiens das künftig nicht mehr sein wird.”4

Als sich 1943 die militärische Situation der Achsenmächte zunehmend verschlechterte und die Überlebenschance des Vasallenstaates Kroatien zu schwinden begann, beschwor Stepinac in einem Memorandum Papst Pius XII., alles zu tun, um den Staat zu retten: Im Falle seines Untergangs würde … die gesamte katholische Bevölkerung … mit all ihren Kirchen und Klöstern vernichtet werden.“5

Da der Papst nicht helfen konnte, wandte sich Stepinac direkt an den Himmel: Im Juli 1944 begab er sich auf eine Wallfahrt nach Marija Bistrica und betete: “Unsere Bitte an die Mutter Gottes lautet: Hilf uns! Heute, da die Welt zerbricht und eine Flut von zersetzenden Ansichten die Seelen überschwemmt, hilf dem kroatischen Volk, seiner katholischen Vergangenheit treu zu bleiben. Schon seit zwei Jahrzehnten wurde immer versucht, der Welt die kommunistische Weltanschauung aufzudrängen. Das kroatische Volk hat sie bis jetzt abgelehnt. Hilf, daß es sie auch in Zukunft abwehrt.”6 Aber bekanntlich half auch der Himmel nicht.

 

Nach dem Zusammenbruch des kroatischen Ustascha-Staates lebte Stepinac zunächst völlig unbehelligt von der Justiz in Zagreb. Er zog sich nicht etwa diskret aus dem öffentlichen Leben zurück. Im Gegenteil: in einem Interview, das er im Jahre 1946 einem englischen Journalisten gab, forderte er vom Westen den Einsatz der Atombombe zum Sturz der sozialistischen Regierung in Belgrad.

Erst Ende 1946 wurde Stepinac dann doch verhaftet und vor Gericht gestellt. Es erwartete ihn keine Siegerjustiz, sondern ein faires Verfahren. Die Weltpresse war eingeladen worden, das Verfahren zu verfolgen, und auf Anordnung der Regierung wurden ausschließlich Katholiken als Richter zugelassen. In dem Prozeß wurde Stepinac zu 16 Jahren Haft verurteilt. Nach fünf Jahren wurde er begnadigt.

Im Jahr 1953 verlieh ihm Papst Pius XII. “für seine großen Verdienste” den Kardinalsrang. Alojzije Stepinac starb am 10. Februar 1960.

Im Jahr 1994 hatte Papst Johannes Paul II. bei seinem ersten Besuch in Kroatien Alojzije Stepinac als “hervorragende und verehrungswürdige Gestalt, als Bollwerk der Kirche Kroatiens” bezeichnet.

Die katholische Kirche ist bis heute eine Neubewertung ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg schuldig geblieben. Im Gegenteil. Mit der Anfang Oktober 1998 erfolgten Seligsprechung des Kriegsverbrechers Stepinac hat sich der Vatikan mehr denn je von der berechtigten Forderung entfernt, seine Mitschuld an der Tragödie des Zweiten Weltkrieges einzugestehen.

Von Wolfram Heinz

Quelle:

Kardinal Stepinac und die Ustascha – auch ein Seliggesprochener

(Unter die Seligen)

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Gruß Hubert

 

Abdel-Samad kritisiert Umgang mit dem Islam   Leave a comment

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Abdel Samad sagt im Video, dass die linken Deutschen glauben immer eine schützende Hand über die Muslime halten zu müssen und nennen das Toleranz und Respekt. Sein Verständnis von Respekt beginnt mit der Ehrlichkeit, dass man die Wahrheit sagen darf. Die religiösen Gefühle sind nicht in Gefahr sondern die Meinungsfreiheit.

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Abdel-Samad kritisiert Umgang der Kirchen mit dem Islam

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Der ägyptisch-deutsche Autor Hamed Abdel-Samad hat den Umgang der Kirchen in Deutschland mit den Islamverbänden kritisiert. Im Interview mit pro fordert er weniger Toleranz für Intoleranz – und verrät auch, was er vom Christentum hält.

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Gruß Hubert.

Anleitung zum Seligsein   Leave a comment

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Ratschläge für Scheinheilige und solche, die es werden wollen

 

Möchten nicht auch Sie seliggesprochen werden? Die Chancen standen noch nie so gut wie heute. In der 2000jährigen Geschichte der katholischen Kirche hat kein Oberhaupt so oft Heilig- und Seligsprechungen durchgeführt wie Johannes Paul II. In den ersten 20 Jahren seines Pontifikats hat der polnische Papst insgesamt 280 Frauen und Männer zu Heiligen und 805 weitere zu Seligen erklärt. (Dies entspricht ziemlich genau der Zahl, die all seine Vorgänger seit 1592 zusammen erreicht haben!) (1)

Wenn auch Sie einmal zum erlauchten Kreis der Seligen oder gar der Heiligen gehören wollen, lesen und befolgen Sie gewissenhaft die folgenden Ratschläge für Scheinheilige und solche, die es werden wollen. Diese Ratschläge beruhen auf einer gründlichen Analyse der Seligen- und Heiligengeschichte der katholischen Kirche. Also nehmen Sie die Hinweise ernst! Selbst wenn Sie es nicht schaffen sollten, in die Top 1000 der katholischen Seligen-Charts zu gelangen, eine Belohnung im Himmelreich ist Ihnen allemal gewiß! (Und wer kann dazu schon nein sagen?)

Ratschlag Nr. 1

Sofern Sie es nicht ohnehin sind, werden Sie Mitglied der allein seligmachenden katholischen Kirche! Eine solche Kirchenmitgliedschaft ist zwar nicht unbedingt kostengünstig (manch einer könnte sich von seinen Kirchensteuern ein kleines Eigenheim finanzieren), aber Seligkeit hat nun mal ihren Preis. Und überhaupt: „Was bedeuten zehn, zwanzig oder fünfzig Jahre Leid…, wenn dann die Herrlichkeit kommt, für immer, für immer…, für immer?“ (2)

Ratschlag Nr. 2

Glauben Sie in blindem Vertrauen an die christliche Botschaft – vor allem dort, wo diese völlig unlogisch ist! „Credo quia absurdum“ lautet ein alter Leitspruch der katholischen Kirche. Fürwahr: An logische Dinge glauben, kann jeder. Von einem Seligen darf aber mit Recht mehr erwartet werden. Er muß auch das Absurde glauben können. Hierzu müssen Sie zunächst Ihren Geist schachmatt setzen. Am besten, Sie beten täglich mindestens ein Dutzend Mal den Rosenkranz. Vergegenwärtigen Sie sich dabei die Mysterien des christlichen Glaubens, zum Beispiel die Wandlungsprozesse einer einfachen katholischen Hostie: Wie Sie wissen, ist diese ja zunächst nichts Besonderes, eine schnöde Oblate, die ohne weiteres auch als Boden einer Kokosmakrone enden könnte. In der Kirche erfährt unsere Oblate jedoch ihre eigentliche, ihre wahre Bestimmung: Während der Priester sein Verslein spricht, wird aus der vegetarischen Oblate eine fleischhaltige Hostie, die zwar weiterhin verdächtig nach Oblate schmeckt, in Wirklichkeit aber vorwiegend aus den Innereien des Heilands besteht. Dies allein wäre schon einigermaßen verwunderlich, aber es kommt noch besser: Nachdem die Christen in einem rituell-kannibalischen Akt (den sie „Kommunion“ nennen) Jesu Leib verspeist haben, scheint sich der Prozess der Sakralisierung der Hostie im Magen der Christen wieder umzukehren. Aus Jesu Leib resultieren hundertprozentig säkulare Ausscheidungen, was im übrigen höchst vorteilhaft ist, da Sie diese später ohne Bedenken mit der Wasserspülung Ihres Klosetts entsorgen können. (Würden Sie das Gleiche mit einer Hostie machen, würden Sie durch die infame Verletzung eines heiligen Sakraments eine schlimme Sünde begehen…) (3)

Sofern Sie all dies nachvollziehen können, ohne ihren Glauben zu verlieren, haben Sie bereits eine entscheidende Hürde auf dem Weg zur Seligkeit erfolgreich gemeistert! Gratulation!

Ratschlag Nr. 3.

Ändern Sie unbedingt Ihre Ernährungsgewohnheiten! Nicht nur Liebe, sondern auch Seligkeit geht durch den Magen! Orientieren Sie sich zum Beispiel an der heiligen Katharina von Genua, die mit Vorliebe den Schmutz von alten Armenkleidern kaute, wobei sie Dreck und Läuse verschluckte. Oder folgen Sie der heiligen Marguerite Marie Alacoque, auf deren Offenbarungen immerhin Herz-Jesu-Orden, Herz-Jesu- Andacht und Herz-Jesu-Fest zurückgehen. Von ihr wird berichtet: „Sie trank zeitweise nur Waschwasser, aß verschimmeltes Brot, faules Obst, wischte einmal mit ihrer Zunge den Auswurf eines Patienten auf und beschreibt uns in ihrer Selbstbiographie das Glück, das sie empfand, als sie ihren Mund mit den Fäkalien eines Mannes gefüllt hatte, der an Durchfall litt. Für derlei Kotfetischismus aber durfte sie nachts lange das Herz Jesu küssen, der sie eigenhändig dabei hielt.“ (4) (Anmerkung: pathologischer geht nicht).

Ratschlag Nr. 4.

Legen Sie sich möglichst bald eine schwerwiegende Erkrankung zu! Krankheit ist ein großer Segen für jeden, der aufsteigen will in den holden Kreis der Seligen. Als SeligkeitsaspirantIn und NachfolgerIn Christi lastet große Verantwortung auf Ihren Schultern: Sie tragen das Kreuz der Krankheit ja nur, um damit stellvertretend für all die Abscheulichkeiten der modernen Zeit zu büßen – für die Schlechtigkeit der Welt, die Übermacht des Satans, den fehlenden Gehorsam gegenüber Papst und Kirche usw. usf.. Übrigens: Falls es bei Ihnen mit der Krankheit nicht so ganz klappen sollte, versuchen Sie es einmal mit Selbstgeißelungen. Der selige Josemaria Escriva, ein großer Selbstgeißelungsexperte vor dem Herrn, gab hierzu eine markante Losung aus, die Sie auf Ihrem Weg zur Seligkeit niemals vergessen sollten. Beten Sie sie nach: „Gesegnet sei der Schmerz. – Geliebt sei der Schmerz. – Geheiligt sei der Schmerz … Verherrlicht sei der Schmerz!“ (5)

Sie fühlen sich schon viel schlechter? Wunderbar! Sie sind auf dem richtigen Weg!

Ratschlag Nr. 5

Befreunden Sie sich mit allen verfügbaren Diktatoren, die sie antreffen können, oder – falls gerade kein Diktator zu Hand ist – ächten Sie zumindest in aller Schärfe die Satansbrut der Demokratie! Auch auf diesem Gebiet gilt der selige Opus Dei-Gründer Escriva als leuchtendes Vorbild. Der in Rekordgeschwindigkeit seliggesprochene Hitler-Verehrer unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu Franco, unter dessen kleriko-faschistischer Herrschaft sich das Opus Dei mächtig ausbreiten konnte. (6) Auch der selige Kardinal Alojzije Stepinac pflegte enge Verbindungen zu faschistischen Machthabern. Gemeinsam mit Ante Pavelic, dem Führer des kroatischen Ustascha-Regimes, hetzte er erfolgreich gegen Juden und Serben.(7) (1946 wurde er hierfür zu 16 Jahren Haft verurteilt. Seine Seligsprechung erfolgte naturgemäß etwas später – im Jahre 1998). Was Kardinal Stepinac recht war, war der großen Seligen in spe Mutter Teresa nur billig. (8) Teresa, die neben dem Friedensnobelpreis auch den Ehrenlegion-Orden des haitianschen Diktators „Baby Doc“ Duvalier in Empfang nahm, wetterte mehrmals öffentlich gegen die satanische Bedrohung der Demokratie. Und Recht hatte sie, die treue Gottesfrau. Schließlich sollte doch jeder gute Christ wissen, warum Demokratie von Grund auf verwerflich ist: Wahrheit kommt im christlichen Glauben stets von oben, niemals von unten… (9)

Ratschlag Nr. 6

Erhöhen Sie unter allen Umständen den Kapitalstock der Kirche! Mutter Teresa zeigte, wie es geht: (10) Man gründet in einem der zahlreichen Elendsviertel dieser Welt ein Hospital, in dem man die Menschen mehr schlecht als recht versorgt. Und nun der Clou: Die mittels umfangreicher Spendenpropaganda herbeigeschafften Millionenbeträge verwendet man nicht für die Notleidenden vor Ort (in Teresas Missionen starben die Menschen zumeist qualvoll, weil man auf eine ausreichende Versorgung mit Schmerzmitteln keinen Wert legte), sondern überweist sie umgehend auf Kirchenkonten. (Schließlich braucht der heilige Vater viel Geld, um z.B. Bibeln für Rußland drucken zu können). Hinweis: Sollten Sie Ihre Karriere als Seliger in spe wirklich ernstnehmen, vernachlässigen Sie diese wichtige Aufstiegsstrategie auf keinen Fall! Money makes the world go round! Das gilt nicht zuletzt auch für den Vatikan.

Ratschlag Nr. 7

Behaupten Sie, die allerheiligste Gottesmutter und Jungfrau Maria sei Ihnen erschienen. Da Maria bis 1993 ganze 927 mal erschienen ist (allein 427 mal im 20. Jahrhundert!) , dürfte es ein Leichtes sein, ihr irgendwo einmal zu begegnen. Authentische Marienbotschaften haben übrigens stets den gleichen Inhalt und sind daher leicht zu identifizieren: Betet den Rosenkranz! Weiht die Welt meinem unbefleckten Herzen! Tuet Buße! Gehorcht dem Papst! (11) (Sollte die Jungfrau für Präservative werben, sind ernste Zweifel an der Authentizität ihres Erlebnisses angebracht!) Noch ein wichtiger Hinweis: Sollte Ihnen die Jungfrau tatsächlich erscheinen, achten Sie bitte sorgsam auf eine dem Anlaß entsprechende Kleidung! Frauen sollten der Jungfrau unbedingt in weiten Kleidern ihre Aufwartung machen. (Hosen gelten als anzüglich.) (12) Achtung: Der obige Hinweis galt selbstverständlich ausschließlich für Frauen! Männer sollten es dringend unterlassen, in Anwesenheit Marias Kleider zu tragen (da ist die Jungfrau doch etwas pingelig). Bevorzugen Sie stattdessen unauffällige graue Bundfaltenhosen sowie kleinkarierte Hemden.

Ratschlag Nr. 8

Scharen Sie Anhänger um sich! Am besten, Sie gründen gleich einen eigenen Orden. Je mehr Menschen Propaganda für Sie machen, umso besser stehen die Chancen für Ihre Seligsprechung. Suchen Sie sich Ihre Anhänger allerdings sehr sorgfältig aus. Zu hohe Intelligenzquotienten könnten sich womöglich schädlich auf Ihr Anliegen auswirken. Merke: Selig sind bzw. machen nur die, die arm im Geiste sind. Um es einmal in den Worten des unseligen Friedrich Nietzsche auszudrücken: „Was? du suchst? du möchtest dich verzehnfachen, verhundertfachen? du suchst Anhänger? – Suche Nullen!“ (13)

Ratschlag Nr. 9

Spezialisieren Sie sich auf eine noch unbewohnte Seligen-.bzw. Heiligen-Nische! Jedes Töpfchen hat sein Deckelchen und jeder ordentliche Heilige sein Spezialgebiet, in dem er als amtlich beglaubigter Schutzpatron Wunder wirkt. Sicherlich: Viele Patronatsgebiete sind mittlerweile schon vergeben, aber mit ein wenig Glück – und selbstverständlich Gottes Hilfe! – könnte es Ihnen – allen Widrigkeiten zum Trotz – doch gelingen, eine der wenigen unbewohnten Nischen zu finden. (Ein heißer Tip: Es gibt noch keinen Schutzpatronen, der speziell Warzen- oder Schweißfußgeplagten zur Seite steht. Auch magersüchtige Postbeamtinnen, internetsüchtige Briefmarkensammler und transsexuelle Klempnergesellen müssen zur Zeit noch ohne eigene Schutzheilige auskommen. Wenn Sie auf einem dieser Gebiete Talente aufweisen, zögern Sie nicht! Sichern Sie sich ihre Seligen-Domäne, bevor ein Anderer Sie Ihnen vor der Nase wegschnappt!)

Ratschlag Nr. 10

Bewirken sie posthum Wunder! Dies erst demonstriert Ihre besondere Befähigung zum Seligsein. Doch keine Bange: Die Sache hört sich komplizierter an, als sie ist! Sofern Sie sich zu Ihren Lebzeiten erfolgreich eine Seligen-Nische sichern konnten, ist das posthume Wunder in der Tat nur ein Klacks. Nach Ihrem Ableben werden die Menschen gewiss massenhaft um Ihre Hilfe bitten. Statistisch gesehen ist es also nur eine Frage der Zeit, bis die außerordentlich seriösen Selig- bzw. Heiligsprechungskommissionen der katholischen Kirche ein Wunder verbuchen können! Beachten Sie hierbei aber folgende Faustregel: Je größer ihre Klientel, desto wahrscheinlicher das Auftreten posthumer Wunder. Spezialisieren Sie sich also besser auf Schweißfußopfer als auf transsexuelle Klempnergesellen! Doch selbst für Schutzpatrone der verhältnismäßig kleinen Gruppe transexueller Klempnergesellen gibt es Hoffnung, denn schließlich drückt die ehrenwerte Selig- bzw. Heiligsprechungskommission in Sachen Wunderwirkung gerne mal ein bis zwei Augen zu. Vor allem scheint es sie nicht sonderlich zu stören, wenn das posthume Wunderwirken der Seligkeits- bzw. Heiligkeitsanwärter nur sehr kurzfristige Erfolge zeigt. Hierzu ein Beispiel aus jüngster Zeit: (14) Die selige Anna Schäffer – offenbar eine Spezialistin für gefährliche Verkehrsunfälle (wahrlich ein hervorragendes Patronatsgebiet!) – soll nach Angaben der vatikanischen Heiligsprechungskommission einem verunglückten jungen Motorradfahrer das Leben gerettet haben, nachdem sie in Gebeten angerufen worden war. Dem jungen Motorradrowdy allerdings half diese noble Rettungstat nur sehr wenig. Kurze Zeit später kam er bei einem weiteren Unfall ums Leben. (Pech gehabt: Anna Schäffer war wohl gerade in der Mittagspause!) (15)

Coda

Sofern Sie die obigen Ratschläge gewissenhaft befolgen, dürfte Ihre Seligsprechung nur noch eine Formsache sein. Freuen Sie sich also auf ein ewiges Leben im Kreis erlauchter Gleichgesinnter.

Sollte Ihnen jedoch die Lust am ewigen Leben abhanden gekommen sein, – nun denn: wir heißen Sie herzlich willkommen im Club der Unseligen. Unser Club ist durchaus prominent besetzt. Sie sollten sich also nicht grämen: Durch ihre Absage ans Himmelreich verpassen Sie nichts, was irgendwie erwähnenswert wäre. Denn – Hand aufs Herz: Wäre es für Sie wirklich ein Vergnügen, auf immer und ewig in der Gesellschaft von Escriva, Stepinac oder Mutter Teresa leben zu müssen, Tag für Tag beschäftigt mit Rosenkranzgebeten, Selbstgeißelungen und hirnzersetzenden Exerzitien? Wohl kaum. Dann schon lieber in der Hölle schmoren – mit Heinrich Heine, Karl Marx, Rosa Luxemburg, Frank Zappa und Janis Joplin an der Seite! So gesehen ist die Hölle eigentlich gar kein so unangenehmes Pflaster. Fast schon schade, dass es ihn (aller Wahrscheinlichkeit nach) nicht gibt, diesen Ort der ewigen Verdammnis, an dem nichts als Sünde und Laster vorherrscht. Ach, was könnten wir da lachen, saufen, lieben und diskutieren! Ungehemmt, wild und zügellos. In Ewigkeit. Amen.

Quelle:

Anleitung zum Seligsein

(zu finden unter „Service“)

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Gruß Hubert

 

Zur Seligsprechung von Agnes Gonxha Bojaxhiu, alias Mutter Teresa   Leave a comment

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Ich glaube es wurde selten so ein Mythos um eine Person aufgebaut und auch selten so gelogen wie es bei dieser scheinheiligen Heiligen Mutter Teresa der Fall war. Was ihr militanter Kampf gegen die Abtreibung betrifft, kenne ich keine Person, die ihr da das Wasser reichen könnte – und da gibt es derer ja einige. Die war regelrecht davon besessen in ihrem fanatischen Kampf gegen die Abtreibung. Verhütung hat sie selbstverständlich auch abgelehnt. Sonst machte es ihr aber überhaupt nicht viel aus, wenn Menschen sterben mussten (siehe  weiter unten ihr Verhalten und ihre Antwort bei der Industrie-Katastrophe von Bhopal 1984, die die mindestens 3000 Menschenleben forderte). Diese Scheinheilige lügt auch unverschämt wenn sie Zahlen nennt von Menschen, denen sie geholfen haben will.

Der in Großbritannien lebenden Inders Aroup Chatterjee,  dokumentiert, dass Teresa in den Medien systematisch über die Art und das Ausmaß ihrer Arbeit gelogen hat, während in der Realität ihr Personal den Tod eher förderte als bekämpfte und Hilferufe ignorierte, selbst wenn sie aus nächster Nähe kamen.

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Auszug aus heise.de

Wie konnte eine fanatische Gegnerin von Abtreibung und Verhütung, die systematisch ihr Vermögen und die Natur ihrer Arbeit verschleierte, vor den kritischen Medien der freien Welt Bestand haben?

[…]

A star is born

Eine systematische Verzerrung der Wirklichkeit bei nahezu vollständiger Ausblendung kritischer Analyse muss man im Falle Mutter Teresas diagnostizieren, wenn man ihr Lebenswerk unvoreingenommen untersucht. Die Mediengeschichte der gesegneten Albanerin beginnt mit dem Briten Malcolm Muggeridge — „ohne ihn hätte die Welt vielleicht nie von Mutter Teresa erfahren“, schrieb nach ihrem Tod die Catholic Times am 12. Oktober 1997. Muggeridge, ein fanatischer Konservativer, der den säkularen Liberalismus für „die größte aller destruktiven Mächte“ hielt, gehörte zu den vom „Congress for Cultural Freedom“ gesponserten Journalisten. Dabei handelte es sich um eine CIA-Organisation, die in Europa eine pro-amerikanische Gegenkultur zum Kommunismus etablieren sollte. Neben einer „nichtkommunistischen Linken“ wurden die abstrakte Kunst und das „postmoderne“ Denken als sozial irrelevante Ausdrucksformen der liberalen Linken finanziell gefördert. (Das Standardwerk zum Thema ist „Wer die Zeche zahlt… Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg“ von Frances Stonor Saunders.)

[…]

In den USA feierte die religiöse Rechte Mutter Teresa, die ihrerseits begann, ihre Ablehnung von Kontrazeptiva und Abtreibung bekannt zu machen. Einflussreiche Protestanten wie Billy Graham und Katholiken wie William F. Buckley, Jr. prägten das geflügelte Wort von der „lebenden Heiligen“, die „die Ärmsten der Ärmsten“ in Kalkutta von den Straßen aufsammelte (eine Behauptung, die zwar erlogen war, von Teresa aber vielfach dankend wiederholt wurde).

Bereits 1971 prophezeite Muggeridge Mutter Teresa den Nobelpreis, so wie auch ihre baldige Heiligsprechung schon lange vor ihrem Tod vorausgesagt wurde. Zunehmend entwickelte sich Teresa von der Nonne zur Medienfigur, reiste um die Welt zu diversen internationalen Anlässen als auch in liberalen Kreisen präsentierbare Stellvertreterin des Papstes. Jedem Politiker, den sie traf, bat sie um Intervention gegen Abtreibung, Pille und Kondom. Nach zwei gescheiterten Anläufen wurde ihr der Nobelpreis 1979 als Ergebnis einer gut finanzierten Kampagne verliehen, und sie nutzte die Gelegenheit, um der Weltöffentlichkeit ihre politische Plattform zu präsentieren:

Doch ich glaube, dass der größte Zerstörer des Friedens heute die Abtreibung ist, denn sie ist ein unmittelbarer Krieg, eine unmittelbare Tötung, eine unmittelbare Ermordung durch die Mutter selbst. (…) Heute ist Abtreibung das größte Böse, der größte Gegner des Friedens. Wir, die wir heute hier sind, wurden von unseren Eltern gewollt. Wir würden nicht hier sein, wenn unsere Eltern uns nicht gewollt hätten.

Wir wollen Kinder, und wir lieben sie. Was aber ist mit den anderen Millionen. Viele sind besorgt über die Kinder, wie die in Afrika, die in großer Zahl sterben, entweder an Hunger oder aus anderen Gründen. Aber Millionen von Kindern sterben absichtlich, durch den Willen ihrer Mütter. Denn wenn eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, was hindert uns daran, uns selbst zu töten, oder uns gegenseitig? Nichts.

Ungewöhnliche Worte von einer Frau, deren selbst erwählte Aufgabe es vermeintlich war, das Leid der Welt zu lindern. Doch in den kommenden Jahren sollte sich ein anderes Bild von Teresa herauskristallisieren: eine Agentin des Papstes, die das menschliche Leid nicht ablehnt, sondern es zelebriert und fördert. Während Mutter Teresa zum Darling der Rechten avancierte und auch von Liberalen wie den Clintons und Prinzessin Diana hofiert wurde, spielten die Medien das Spiel eifrig mit.

 

Ein Mythos zerbricht

Der erste Kratzer am Bild Mutter Teresas war die britische Dokumentation „Hell’s Angel“ von Christopher Hitchens (1994), der 1995 das 100-Seiten-Pamphlet „The Missionary Position“ folgte. Beide erörtern im Wesentlichen die gleichen Vorwürfe in sehr polemischer Weise. Dem Buch mangelt es an Quellenbelegen, doch die darin enthaltenen Fakten sind generell unbestritten — aufgrund des Stils und der Einzelkämpfer-Rolle Hitchens‘ war es jedoch relativ leicht, die Kritik zu ignorieren.

Tatsächlich beruhte ein großer Teil der Arbeit von Hitchens auf den Recherchen des in Großbritannien lebenden Inders Aroup Chatterjee, der Mutter Teresas Operationen besucht und gefilmt, Beteiligte interviewt und die Reaktion der Nonnen auf bestimmte Vorfälle getestet hat. In diesem Jahr ist nun Chatterjees Buch erschienen, neben dem sich Hitchens Werk wie ein Schulaufsatz ausnimmt.

 

The Final Verdict, das im Volltext auf der Seite des Verlages herunter geladen werden kann, ist eine über 400 Seiten starke und vollständig quellendokumentierte Abrechnung mit Teresas Lebenswerk. Daneben war Chatterjee direkt am Seligsprechungsprozess beteiligt und hat den zuständigen Autoritäten im Vatikan seine Eingaben zugesandt. Er wurde sogar zu einer Frage-Antwort-Sitzung mit einer Laienprüferin eingeladen, um Teresas „Heiligkeit“ zu beurteilen. Natürlich hatten seine Eingaben keinerlei Einfluss auf den Seligsprechungsprozess, und auch Chatterjee empfahl den Kirchenleuten keineswegs, den Prozess abzubrechen: „Selbstverständlich würde ich, wenn ich ein Geschäft betreibe, meine besten Verkäufer ins Rennen schicken.“

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Mutter Teresa in Bhopal 1984. Ihre einzige Antwort auf die Industrie-Katastrophe, die mindestens 3000 Menschenleben forderte

Neben Chatterjee haben nach Teresas Tod auch einige Publikationen etwas tiefer gegraben. Im Stern erschien am 10. September 1998 der Artikel „Nehmen ist seliger denn geben. Mutter Teresa: Wo sind ihre Millionen?“ von Walter Wüllenweber, der die Finanzsituation des Ordens untersuchte (englische Version).

 

Vom Mythos der bescheidenen Heiligen bleibt nach Konsultation der vorliegenden Information nicht viel übrig. Hitchens sieht in Teresa vor allem die Befriedigung des Bedürfnisses, zu glauben, dass „irgend jemand“ sich um die armen Menschen kümmert — man selbst es also nicht tun muss. Tatsächlich ist der Mythos aber vor allem das Ergebnis einer Verschwörung des Schweigens in den westlichen Medien. Chatterjees Buch ist bisher weitgehend ignoriert worden, und das obwohl er jedem, der fragt, anbietet, Videos, Tonbänder und andere Dokumentation seiner Recherchen vorzulegen. Wie die Hunzinger-Story ist auch die Wahrheit über Agnes Bojaxhiu eine Geschichte, die sich nicht gut verkauft.

Noch vor 10 Jahren hätte die Verschwörung des Schweigens sich einfach fortsetzen lassen. Doch das Internet bietet Wissen all denen, die wissen wollen. So wird Chatterjees Buch auf humanistischen Websites verlinkt — und natürlich im Wikipedia-Artikel über Mutter Teresa.

Gemeinerweise wird auch der eine oder andere Katholik die Konfrontation mit der Realität nicht gänzlich vermeiden können, denn bei einer Google-Suche nach „Mutter Teresa“ folgt auf der ersten Seite ein Link auf die von fiesen Atheisten betriebene deutschsprachige Website Der Todesengel von Kalkutta:

 

Teresa und die Armen

 

Was aber ist nun die finstere Wahrheit über Mutter Teresa? Mag sie auch andere politische Ansichten gehabt haben als der politisch korrekte Mainstream, war sie nicht im Grunde eine gutherzige und ehrliche Helferin der Armen? Chatterjee dokumentiert, dass Teresa in den Medien systematisch über die Art und das Ausmaß ihrer Arbeit gelogen hat, während in der Realität ihr Personal den Tod eher förderte als bekämpfte und Hilferufe ignorierte, selbst wenn sie aus nächster Nähe kamen.

Bei Krisen auf dem Subkontinent spielt Teresas Orden ohnehin praktisch keine Rolle. In Kapitel 11  vergleicht Chatterjee die Missionarinnen der Nächstenliebe mit der Ramakrishna-Mission nach verschiedenen Kriterien. So z.B. in der Reaktion auf Krisen und Katastrophen — er zählt 16 Ereignisse der letzten Jahre auf, in allen Fällen hat Ramakrishna Hilfe geleistet, in keinem war Teresas Orden beteiligt. Oftmals war die „lebende Heilige“ während großer Katastrophen in ihrer zweiten Wahlheimat, Rom, in den Vereinigten Staaten, oder auf internationaler Anti-Abtreibungstour. Selbst ihr spiritueller Berater Edward Le Joly, Autor einer der unzählbaren Hagiographien über Teresa, bemerkte bereits 1986 in einer Konversation mit einer Schwester, dass Teresa „ständig abwesend“ sei. Mehrere Versuche von Prinzessin Diana, Teresa in Kalkutta zu treffen, schlugen fehl, weil diese nie dort war — so dass die Treffen schließlich in Rom und New York stattfanden.

Während sie ständig darüber jammerte, wie schrecklich es sei, von den Leidenden Kalkuttas entfernt zu sein, muss sie die Stadt, in der Kontrazeptiva und Abtreibung problemlos verfügbar sind, insgeheim gehasst haben — niemals hätte sie dort öffentlich vom Leid des „ungeborenen Lebens“ reden können, ohne zumindest verbal gelyncht zu werden, wie Chatterjee bemerkt.

Einem realen Lynchmord kam sie schon näher, als sie im Dezember 1984 zum Bhopal-Industrieunglück, in dem so viele Menschen umkamen, wie in den WTC-Angriffen, nur zu sagen hatte: „Forgive, forgive.“ (Vergebt, vergebt.) Weder sie noch ihr Orden spielte bei der Versorgung der Opfer eine nennenswerte Rolle — außer natürlich in den westlichen Medien, die alle Pressemitteilungen unkritisch wiedergaben.

Ihre reale Einstellung zum Leid der Armen kam jedoch am besten in einem Interview in Washington 1981 zum Ausdruck. Auf die Frage, ob sie den Armen beibringe, ihr Schicksal zu ertragen, antwortete sie: „Ich glaube, das es eine sehr schöne Sache ist, wenn die Armen ihr Los akzeptieren, es mit dem Leid Christi teilen. Ich glaube, das Leid der armen Menschen ist eine große Hilfe für den Rest der Welt.“ Wen diese Logik irritiert, der sollte sich vor Augen führen, dass das Symbol der zugrunde liegenden Religion ein Hinrichtungsinstrument ist.

So gesehen sind die mangelhafte medizinische Versorgung, die Nichtverabreichung von Schmerzmitteln usw. nur konsequent. Dr. Robin Fox, Chefredakteur des britischen Medizinjournals The Lancet, beschrieb in der Ausgabe vom 17. September 1994 seine Beobachtungen in einem von Mutter Teresas Heimen und konnte sich Kritik nicht verkneifen: „Untersuchungen, wurde mir gesagt, sind selten erlaubt. Wie wäre es mit einfachen Algorithmen, mit denen Schwestern und Freiwillige die Heilbaren von den Unheilbaren unterscheiden können? Wieder nein. Solche systematischen Ansätze sind dem Ethos der Heime fremd. Mutter Teresa bevorzugt die Vorsehung der Planung, ihre Regeln sollen eine Strömung in Richtung Materialismus verhindern.“ Laut Chatterjee machte die Reaktion der Teresa-Fans normales Arbeiten tagelang unmöglich, und er bedauerte, jemals ein kritisches Wort über Teresa verloren zu haben.

Mutter Teresa selbst hob stets hervor, wie wichtig es sei, die Armen mit den einfachsten Mitteln zu behandeln. Das eigentlich Faszinierende ist nicht, dass sie daran glaubte, sondern dass die westlichen Medien diese mörderische Heilslehre unkritisch wiedergaben. Die gewollte Nichtunterscheidung zwischen heilbaren und unheilbaren Patienten in Kombination mit mangelnder Desinfektion von Spritzen und anderen Werkzeugen (sofern überhaupt vorhanden) führt natürlich zu Infektionen und vermeidbaren Todesfällen. Der Hippokratische Eid ist eben eine heidnische Erfindung. Doch Teresa betonte immer wieder, wie wichtig für sie ein „schöner Tod“ sei. Ist ein schöner Tod ein schmerzfreier Tod? Natürlich nicht — eine von Teresas Lieblingsanekdoten war die einer an Krebs sterbenden Frau. „Jesus küsst Dich“, erklärte sie der Frau, die große Schmerzen litt. „Dann sagen Sie ihm, er soll aufhören, mich zu küssen“, soll die Frau geantwortet haben. Solche Geschichten sind in katholischen Kreisen immer für ein Schmunzeln gut.

Teresas Welt

Angesichts dessen muss man fast froh sein, dass Teresas Orden die Leidenden nicht in Scharen von den Straßen aufsammelt, wie sie auch in ihrer Nobelpreis-Ansprache behauptet hatte. Der Orden verfügt zwar über Ambulanzen, diese sind aber mit Sofas zu „Nonnen-Taxis“ umfunktioniert worden, in denen auch manchmal Hühner für das jährliche Nonnen-Fest transportiert werden – dem Krankentransport dienen sie nicht. Chatterjee hat in zahlreichen Probeanrufen bei den Schwestern nachgewiesen, dass Anrufer bei den Heimen lediglich auf den regulären Notruf verwiesen werden (wer kein Englisch spricht, was auf einen großen Teil der Armen zutrifft, kann mit den meisten der Ordensmitarbeiter ohnehin nicht kommunizieren). Auch die Nonnen sind keineswegs unterwegs, um Menschen von den Straßen aufzusammeln – statt dessen werden Kranke an der Tür abgewimmelt, wenn sie Verwandte haben, und seien sie auch noch so arm oder entfernt.

Das Ausmaß ihrer Operationen hat Teresa kontinuierlich übertrieben. Sie sprach mal von 4000, im nächsten Jahr von 9000 Menschen die täglich in Kalkutta Essen bekämen. Chatterjee, der die Suppenküchen mehrere Tage lang gefilmt hat, schätzt die Gesamtzahl der in Kalkutta täglich Versorgten auf maximal 300. Dabei werden teilweise Essenskarten verlangt, deren Erlangung kompliziert ist („die wenigen katholischen Familien in Dnarapara .. haben alle Karten“, bemerkt Chatterjee trocken). Die Zahlen wurden nie von den Medien hinterfragt.

An anderer Stelle zirkulierte sie Fantasiezahlen wie „61273 Babies“, die nicht geboren worden seien, weil Mutter Teresa „natürliche Verhütung“ lehre (die sog. „Kalendermethode“, die nach katholischer Doktrin erlaubt ist, weil sie partielle Abstinenz erfordert). In der Tat sollen die Ärmsten der Armen in Kalkutta, wie auch in anderen katholischen Hoheitsgebieten, lernen, kalendarisch zu errechnen, wann sie Sex haben dürfen. Diese extrem unzuverlässige Methode ist erlaubt – während die Verwendung von Gummis Mord an potenziellem Leben ist. Außerdem, so die offizielle katholische Linie, sind Gummis unzuverlässig (vgl. Ein Loch ist im Kondom). Natürliche Kontrazeption ist sicher und zuverlässig, Kondome sind lebenstötend und funktionieren nicht: Mit dieser Propaganda fördert die Kirche Hunger, Krankheit und Massensterben überall, wo Armut und Katholizismus zusammentreffen — und Mutter Teresa war Zeit ihres Lebens fanatische Stellvertreterin dieser Ideologie. Ihr Orden, der auf der ganzen Welt tätig ist, erfüllt oft keinerlei karitative Funktion, wie Chatterjee in Kapitel 7 feststellt – stattdessen sind die Nonnen z.B. in Papua Neu-Guinea für die Konvertierung der Eingeborenen zuständig.

Gegen Kondome predigte sie ebenso scharf wie gegen Abtreibung, wann immer sie in politischer Mission unterwegs war. Es erübrigt sich fast festzustellen, dass sie Abtreibung auch in Fällen von Massenvergewaltigungen und Inzest für absolut unzulässig hielt und international Lobbyismus für entsprechende Gesetze betrieb.

Das ungeborene Leben war ihr eben wichtig — was sie vom geborenen Leben hielt, machte sie 1981 bei einem Besuch in Haiti deutlich. „Frau Präsidentin, das Land vibriert angesichts Ihres Lebenswerkes“, frohlockte sie gegenüber der Ehefrau des Diktators Jean-Claude „Baby Doc“ Duvalier. Der Zweck heiligte die Mittel, die ihr Orden von der Junta erhielt.

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Zur Seligsprechung von Agnes Gonxha Bojaxhiu, alias Mutter Teresa

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Gruß Hubert

 

Mutter Teresa war alles andere, nur keine Heilige   Leave a comment

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Mutter Teresa sagte das Leiden ist ein Geschenk Gottes. Schmerzmittel hat sie verboten. Krebs war für sie der Kuss Jesu für die Betroffenen. Es ist für mich unfassbar wie man die Geschichte um Mutter Teresa (warum eigentlich Mutter?) so verdrehen kann und wie man so einen Mythos, der von vorn bis hinten auf Lüge aufgebaut ist, in die Welt setzen kann.

Diese Nonne flog natürlich erster Klasse. Von den Spendengeldern gingen nur „Pfennige“ an die Kranken, die Milliarden landeten im Vatikan, noch genauer beim berüchtigten IOR, der Vatikanbank. Mutter Teresa war keine Heilige sondern eine Sadistin oder auch Sadomasochistin. Masochistin könnte sie ja sein, da würde sie sich ja nur selbst quälen. Aber sie ließ in ihren Unterkünften (eine Nonne nannte sie auch KZs) im eigenen Kot liegen, Essen bekamen sie vom Afall und nicht wenige verhungerten auch. Manche starben an Krankheiten, die man mit den richtigen Medikamenten leicht heilen hätte können. Aber man sehe sich nur ihre harten männlichen Züge an.

Unglaublich welche Lügen in der Welt Bestand haben, wenn die „richtige“ Institution dahinter steht.
Die Sadomasochistin Mutter Theresa:
„Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt.”
Agnes Gonxha Bojaxhio alias Mutter Teresa
. Sie stammte aus Albanien.

Sehen sie selbst in Google: Donald Mc Guire, ein Jesuiten Priester. Die meisten „Berater“ in Mutter Theresas Umgebung waren „Pädophile“…

https://www.google.it/search?q=Donald+Mc+Gyer+Jesuiten-Priester+-+P%C3%A4dophiler&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=ui7QVpePGcKfsAHVnZOYDg#q=Donald+Mc+Guire+Jesuiten-Priester+-+P%C3%A4dophiler

Man lese und staune: Der geistige Berater von Mutter Theresa, Donald Mc Guire, ein Jesuiten Priester und früherer Professor der Universität von San Francisco, war einer der schlimmsten pädophilen Kinderschänder Amerikas.

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MUTTER TERESA: HEILIGE ODER VOM TEUFEL BESESSENE?

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Mutter Theresa war vom Teufel besessen
Das bestätigt ganz offiziell der Erzbischhof von Calcutta, Henry D´Souza, am 5. September 2001.“Ich habe in 1997 einen Exorzismus an Mutter Theresa angewendet, da sie nachts von Teufel mit sexuellen Gelüsten gepeinigt wurde und seinen Penis saugen sollte.“

 

Hier noch einiges zu dieser angeblichen Heiligen, die alles andere war, nur das nicht. Aber es ist schwerer die Wahrheit unter die Leute zu bringen als unwahre Geschichten und Lügen. Die werden lieber geglaubt.

Die Sadomasochistin Mutter Teresa sagt:
„Wenn Du das Leiden akzeptierst und Gott anbietest, gibt es Dir Freude. Das Leiden ist ein großes Geschenk Gottes“
Sie war auch heuchlerisch, denn als sie es nötig hatte, lies sie sich in der Mayo-Klinik oder anderen luxuriösen Krankenhäusern behandeln und nicht in ihrem schmutzigen Hospiz.
Und außerdem, wer möchte schon, wenn man Berge von Geld aus Spenden zur Verfügung hat, in ein Krankenhaus gehen, welches von schmutzigen Schwestern geführt wird.
Es ist nun offensichtlich, dass die Aura der Heiligkeit um Mutter Teresa, erneut beträchtlich dimensioniert wird,…alles andere als nimmermüde Heilige der Sterbenden.
Eher war sie eine nimmermüde Reisende, immer die Salons der Reichen in der ganzen Welt besuchend, immer suchend nach neuen Spenden.
Reiste auch, um für die traurige Berühmtheit Preise entgegen zu nehmen, um die Spenden zu erhöhen.
Traf reiche Personen, nahm einen Tee mit gekrönten Häuptern, und lies sich mit Aristokraten und Führer aus aller Welt fotografieren.

Sie verachtete nicht einmal Geld von der „Gang Duvalier“, rücksichtsloser Diktator Haitis. Er bot ihr sogar einen Preis (Auszeichnung), wegen ihrem katholischen Engagements an, den sie persönlich in Empfang nahm.
Sie traf sich auch mit Persönlichkeiten, die in Finanzskandale verwickelt waren. Sie erhielt von ihnen mehrere Millionen Dollar.
Indikativ der Fall des Freundes und Geschäftsmannes Charles Keating,
verurteilt wegen: Betrug, Schutzgelderpressung und Verschwörung einer kriminellen Vereinigung. Mutter Teresa gab nicht einen Dollar von den illegalen 1.250.000 (Millionen) zurück, obwohl von den zuständigen Staatsanwälten gefordert. Der Vatikan kassierte das Geld.

Aber die Missionarin reiste von einer Seite des Planeten zur anderen, auch um politische Kundgebungen zu halten, die offensichtlich ultrakonservativ waren.
Sie setzte sich auch gegen Verhütungsmittel und die Scheidung ein, welches sie als Gräuel bezeichnete. ABER: Als sich aber ihre große Freundin Lady Diana, eine große Spenderin, scheiden lässt, erklärte sie (Mutter Teresa) scheinheilig, dass diese Scheidung eine gute Sache sei.

Verpflichtend, ihrem scheinheiligen Kampf gegenüber, reiste die kleine Schwester von einem Punkt auf der Welt zu einem anderen und dafür reservierte sie auf Lebenszeit eine teure Businessklasse bei der India-Airlines, um sich während des Reisens nicht anstrengen zu müssen.

Natürlich reichen die Reisekosten nicht aus, um die Unmenge an Geld, die die heilige Teresa für die Armen von Kalkutta einsammelte, verschwinden zu lassen.

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SEXUELLER MISSBRAUCH VON KINDERN

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In den Klöstern der Mutter Theresa, wo die Waisenkinder aufgenommen werden, hat der „Guardian“ in einer Untersuchung die unmenschlichen Lebensverhältnisse der Kinder und deren sexuellen Missbrauch, immer unter dem Namen der „Lehre des Leidens“ angezeigt.
Man lese und staune: Der geistige Berater von Mutter Theresa, Donald Mc Guire, ein Jesuiten Priester und früherer Professor der Universität von San Francisco, war einer der schlimmsten pädophilen Kinderschänder Amerikas.

[…]
Der Erzbischof ist kein Einzelfall. Die meisten „Berater“ in Mutter Theresas Umgebung waren „pädophile, perverse Schweine und Hurenböcke“, wie eine Nonne später aussagte. Einige von ihnen sagten, Mutter Theresa hätte sie selber zur Kinderschändung ermutigt, denn „wenn die Kinder leiden , liebt Jesus sie umso mehr“.

Und so was nennt sich heilig. Aber KARMA wird diese kranke Frau lehren.
Trotzdem sind die „Missionare der Nächstenliebe“ die einzige Organisation in ganz Indien, die sich (illegal) weigert, ihre Finanzzahlen dem Staat offen zu legen. Dieser weiß, dass der größte Teil des Vermögens im Vatikan bei der IOR liegt, der undurchsichtigen Vatikanbank, traurig bekannt wegen ihrer Skandale.
Der Vatikan hat sich so schnell wie möglich bemüht, das Kapitel Mutter Teresa abzuschließen, indem er sie selig sprach. Er selbst verletzte damit die heilige, Jahrhunderte alte Prozedur der Heiligsprechung, um nicht zu riskieren, dass die Wahrheit, auch mit der Zeit, ans Licht kommt.

Die Inder protestieren erzürnt, weil angebliche Wunder dazu führten, dass Mutter Teresa heiliggesprochen wurde. Der indische Staat stellte bei einer Untersuchung fest, dass es sich dabei um Betrug und Fälschung der besonderen Art handelte.

NIEMAND den Mutter Theresa angeblich geheilt hatte wurde geheilt. Die meisten starben an der Krankheit (Krebs etc.) Die Frau, die an Mutter Theresa glaubte, sei angeblich von ihr auf wundersame Weise von einem Krebsgeschwür geheilt worden. In Wirklichkeit wurde sie durch die erhaltene Medizin eines Krankenhauses geheilt, und starb wenig später trotzdem an Krebs.

Hier weiterlesen:
http://de-ll.e-sfk.com/viewtopic.php?f=35&t=51

 

Vielen wird es verrückt vorkommen,
aber Mutter Teresa hat nie ein Krankenhaus bauen lassen
Ihre ganze „Nächstenliebe“ limitiert sich auf ein von ihr gegründetes und geleitetes KZ artiges winziges Hospiz mit 20 Betten.
Warum KZ artig? Viele, unter ihnen, maßgebend auch die Zeitschrift „The lancet“ und das „British Medical Journal“, verurteilten aufs äußerste die Zustände (im Hospiz), wie man sie aus Konzentrationslagern her kennt.
Die leidenden Sterbenden erhielten nie eine Behandlung, um ihre Schmerzen zu lindern und wurden in verschmutzte Babybetten gestopft, ohne jeglichen Komfort.
Die „Gäste“ des Hauses von Mutter Teresa waren Krankenschwestern ohne medizinische Kompetenz; nicht fähig Diagnosen zu stellen oder sich an die grundlegenden hygienischen Vorschriften zu halten.
Manche Ärzte, die die Einrichtung besuchten, wie Dr. Robin Fox, haben von gebrauchten Spritzen erzählt, die immer wieder bei verschiedenen Patienten benutzt wurden und von dem schlechten Essen.
Außerdem landeten zwischen den unheilbar Kranken auch arme Kranke, die mit richtiger Medizin hätten gerettet werden können, jedoch starben auch sie an Entzündungen und Hunger.

Quelle Facebook

Hier noch eine gänzlich unverdächtige Seite aus Osttirol (also ganz gewiss nicht antiklerikal)

https://www.osttirol-online.at/forum/4-osttirol/1729-volksbegehren-gegen-kirchen-privilegien-15-22-april.html?start=60

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Gruß Hubert

 

 

 

 

USA – die McCarthy-Ära   Leave a comment

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Der folgende Beitrag ist schon etwas älter, ich finde aber, dass man auch die jüngere Vergangenheit (dazu zähle ich die 1950-er Jahre) kennen muss um die Gegenwart richtig verstehen zu können. Die Hysterie der Amerikaner wenn es um Kommunisten ging, kannte damals keine Grenzen (und eine große Toleranz gegenüber Kommunisten kennen die USA auch heute noch nicht). Es zeigt auch den Hang zu Paranoia der US-Amerikaner, wenn es um vermeintliche Sicherheit geht. Man nannte diese Jagd auf Kommunisten (auch nur vermeintliche) Kampf gegen „antiamerikanische Umtriebe“, deren Ober-Hetzer Senator Joseph McCarthy war. Bis er schlußendlich selbst zum Gejagten wurde.

Der zeitliche Abstand macht es heute möglich, das damalige Geschehen aus der Distanz in einen größeren historischen Zusammenhang zu stellen.

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Der unaufhaltsame Abstieg des Senators McCarthy

Als der Kommunistenjäger selbst zum Gejagten wurde

Senator McCarthy machte in den 50er-Jahren aus den USA einen Überwachungs- und Denunzianten-Staat, da er eine Vision vom alles zersetzenden Kommunismus proklamierte. Viele prominente Schauspieler und Wissenschaftler landeten meist völlig zu Unrecht auf seinen schwarzen Listen. Immer weiterreichende Übergriffe beendeten die Laufbahn McCarthys, der kurz darauf an Leberzirrhose starb und einer sehr dunklen Zeit der US-Geschichte seinen Namen aufprägte.

Eine Arte-Dokumentation gibt einen kurzen Überblick über das innen- und außenpolitische Umfeld des als Kommunistenjäger bekannt gewordenen amerikanischen Senators Joseph McCarthy. Der Hauptteil des Films beschäftigt sich mit dem Fall McCarthy, der damit begann, dass der Senator seine Jagd auf Spione und Andersdenkende auf die Armee auszudehnen versuchte und dabei auf machtvollen Widerstand traf.

Auf Betreiben Senator Joseph McCarthys erreichte die Kommunistenjagd in den USA in den Jahren 1950 bis 1954 einen Höhepunkt. Während anderswo der 1. Mai mit Paraden zum Tag der Arbeit gefeiert wurde, gab es in den USA an diesem Tag Paraden zum Kampf gegen den Kommunismus. Hollywood wird auf „antiamerikanische Umtriebe“ durchleuchtet, Humphrey Bogart, Lauren Bacall und besonders Charlie Chaplin gehören zu den bekanntesten Opfern, der damalige Schauspieler und spätere US-Präsident Ronald Reagan und der Regisseur Elia Kazan zu den Tätern. Doch die nach Joseph McCarthy benannte McCarthy-Ära der hysterischen Kommunistenhatz dauerte tatsächlich von 1948 bis etwa 1956.

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Senator Joseph McCarthy, als er noch im Amt war (Bild: Arte France)
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Die Gefahr, die vom Kommunismus auszugehen schien, rechtfertigte in den Augen vieler Politiker extreme, ja sogar illegale Methoden der Beobachtung und Verfolgung von Personen, die der Spionage verdächtigt wurden, und die bestimmter Personengruppen wie der Bundesangestellten. Postzensur und Abhörmaßnahmen werden zum Alltag. Im State Department werden 31 Beamte, deren Post abgefangen wurde, der Homosexualität beschuldigt und entlassen. Amerika tritt in ein Zeitalter der Inquisition ein. 26.000 Angestellte der amerikanischen Bundebehörden werden durchleuchtet, 7000 quittieren den Dienst und 739 werden entlassen.

Am 25. Juni 1950 marschiert Nordkorea in Südkorea ein. Während der Koreakrieg, in den die USA eingriffen, um gegen den Kommunismus anzukämpfen, auch im eigenen Land den Vorwand für die Intensivierung der Kommunistenverfolgung lieferte, trat der republikanische Senator Joseph McCarthy aus Wisconsin mit antikommunistischen Reden verstärkt medienwirksam in die Öffentlichkeit. Dabei wurde er unter anderem vom kalifornischen Abgeordneten und späteren US-Präsidenten Richard Nixon unterstützt.

Sein Einfluss und seine Macht waren groß, auch wenn er nicht der einzige Kommunistenjäger war und Organisationen wie die HUAC (House on Un-American Activities Committee – Komitee für unamerikanische Aktivitäten), die heute mit seinem Namen verbunden sind, bereits Jahre vorher gegen Unterwanderung durch die deutschen Nazis gegründet worden waren und nicht gegen die Kommunisten.

Als McCarthy sich – von Hass und Verfolgungswahn getrieben – 1953 daran machte, die Armee auf kommunistische Aktivitäten hin zu durchleuchten, stieß er auf starken Widerstand.

Vom 22. April bis 24. Mai 1954 untersuchte ein Ausschuss 36 Tage lang die Vorwürfe von Senator McCarthy gegen die Armee. Dieses so genannte Army/McCarthy-Hearing wurde vom amerikanischen Fernsehen live übertragen, mit einer heute unvorstellbar hohen Quote von 20 Millionen Zuschauern.

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McCarthy mit seinem Mitarbeiter Cohn im Army-Hearing (Bild: Arte France)
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Das Hearing entlarvte McCarthy als Hexenjäger. US-Präsident Dwight D. Eisenhower verbietet, dass Militärangehörige weiter in den Hearings aussagen. FBI-Chef J. Edgar Hoover distanziert sich ebenfalls von McCarthy. Im Dezember 1954 sprach ihm der Senat sein Misstrauen aus. Am 2. Mai 1957 starb McCarthy an den Folgen des Alkoholismus.

Die Archivaufnahmen zeigen außerdem immer wieder einen gut aussehenden jungen Beamten im Hintergrund, der Stabsmitglied der Demokraten im Ausschuss ist. Dieser junge Mann ist der spätere Senator Robert Kennedy.

Grimme-Preisträger William Karel drehte für Arte bereits CIA, Wer regiert im Weißen Haus? und den sehenswerten Kubrick, Nixon und der Mann im Mond, der zeigt, wie leicht sich mit Originaldokumenten auch die obskurste Verschwörungstheorie beweisen lässt. In seiner neuen Dokumentation stützt er sich vor allem auf den berühmten Film Point of Order des unabhängigen US-Filmemachers Emile de Antonio, der 1964 die 188 Stunden Fernsehaufzeichnung von Anhörungen Verdächtiger zu einem 97-Minuten-Kinofilm verarbeitete. Der zeitliche Abstand macht es heute jedoch möglich, das damalige Geschehen aus der Distanz in einen größeren historischen Zusammenhang zu stellen und sein Fortwirken zu beleuchten.

Von Wolf-Dieter Roth

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USA – die McCarthy-Ära

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Gruß Hubert

Angela Merkel, eine Neokonservative zu Amerikas Diensten   2 comments

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Der Werdegang von Angela Merkel (bis zum Jahr 2007), die anpassungsfähig und wandlungsfähig ist wie ein Chamäleon.

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Angela Merkel, eine Neokonservative als Präsidentin der Europäischen Union

Jetzt, da Angela Merkel für das erste Halbjahr 2007 die Präsidentschaft der Europäischen Union übernommen hat, kommt Thierry Meyssan auf den erstaunlichen Werdegang dieser Verantwortlichen für kommunistische Propaganda in der DDR zurück, die heute christdemokratische Kanzlerin des wiedervereinigten Deutschlands ist. Er hebt ihre Verbindungen mit den Neokonservativen und ihre Vorstellungen einer US-amerikanischen Führerschaft in Europa hervor.
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Angela Merkel wurde 1954 in Hamburg geboren. Kurz nach ihrer Geburt traf ihre Familie die ungewöhnliche Entscheidung, nach Ostdeutschland überzusiedeln. Ihr Vater, Pfarrer der lutheranischen Kirche, gründete wenig später ein Seminar in der DDR und übernahm die Leitung eines Behindertenheims. Er verzichtete auf jegliche öffentliche Kritik am Regime und genoss einen privilegierten sozialen Status: Er verfügte über zwei Autos und reiste oft in den Westen.

Angela Merkel ist eine brillante Studentin und schliesst ihr Physikstudium mit dem Doktorat ab. Sie heiratet den Physiker Ulrich Merkel, von dem sie sich bald darauf wieder scheiden lässt. Später lebt sie mit Professor Joachim Sauer zusammen, selbst auch geschieden und Vater von zwei Kindern. Frau Merkel wird Forscherin in Quantenphysik an der Akademie der Wissenschaften.

Gleichzeitig engagiert sie sich politisch bei der Freien Deutschen Jugend (FDJ), einer staatlichen Jugendorganisation. Sie steigt dort bis zur Sekretärin der Abteilung für Agitation und Propaganda auf und wird eine der wichtigsten Experten für politische Kommunikation in der sozialistischen Diktatur. Aus beruflichen und politischen Gründen reist sie oft in die UdSSR, vor allem nach Moskau, was durch ihre guten Russischkenntnisse erleichtert wird. Obwohl der Fall der Berliner Mauer schon lange erwünscht und vorbereitet wird, überrascht er im November 1989 alle Regierungen.

Die CIA versucht die neuen Regierungsmitglieder selbst zu bestimmen, indem sie Verantwortliche des alten Regimes rekrutiert, die bereit sind, den USA zu dienen, wie sie früher der UdSSR dienten.

Einen Monat später wechselt Angela Merkel die Seite und schliesst sich von einem Tag auf den anderen dem Demokratischen Aufbruch an, einer von den westdeutschen Christdemokraten inspirierten neuen Bewegung. Sie nimmt dort von Anfang an die gleiche Stellung ein wie vorher, ausser dass ihr Posten nun den westdeutschen Begriffen angepasst wird: Sie ist nun «Pressesprecherin». Bald einmal wird bekannt, dass der Vorsitzende des Demokratischen Aufbruchs, Wolfgang Schnur, ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter ist. Angela Merkel teilt diese schmerzliche Nachricht der Presse mit. Herr Schnur muss zurücktreten, was ihr ermöglicht, an seiner Stelle Vorsitzende der Bewegung zu werden.

Nach den letzten Parlamentswahlen der DDR tritt sie in die Regierung von Lothar de Maizière ein und wird deren Sprecherin, obwohl der Demokratische Aufbruch nur 0,9 Prozent der Stimmen erhalten hat. In dieser Übergangsperiode beteiligt sie sich aktiv sowohl an den «2+4»-Gesprächen, die der Aufteilung Berlins in 4 Sektoren und der alliierten Besetzung ein Ende setzen, als auch an den Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung. Um, wie sie sagt, einen massiven Exodus von Ost nach West zu verhindern, setzt sie sich für den sofortigen Eintritt der DDR in die Marktwirtschaft und die D-Mark-Zone ein. Ihr Lebenspartner Joachim Sauer ist bei der US-amerikanischen Firma Biosym Technology angestellt. Er verbringt ein Jahr in San Diego (Kalifornien) im Labor dieser Firma, die für das Pentagon arbeitet. Er bleibt in der Folge Experte bei Accelrys, einer anderen für das Pentagon arbeitenden Gesellschaft in San Diego. Angela Merkel ihrerseits verbessert ihr Englisch, das sie von nun an bestens beherrscht.

Als die DDR in die Bundesrepublik und der Demokratische Aufbruch in die CDU übergeführt sind, wird Angela Merkel in den Bundestag gewählt und tritt in Helmut Kohls Regierung ein. Obwohl dieser sehr sittenstreng ist, wählt er diese junge Dame aus dem Osten, geschieden, ohne Kinder und im Konkubinat lebend, zu seiner Jugend- und Frauenministerin. Innert 14 Monaten hat sich die Verantwortliche für kommunistische Propaganda bei der DDR-Jugend zur christdemokratischen Ministerin für Jugend in der Bundesrepublik gewandelt. In dieser ersten Amtszeit hinterlässt sie jedoch eine sehr magere Bilanz. Ihre Karriere bei der CDU weiter verfolgend, versucht Angela Merkel erfolglos, sich als Regionalpräsidentin der Partei in Brandenburg wählen zu lassen. Lothar de Maizière, der Vizepräsident der nationalen Partei geworden ist, werden entfernte Kontakte zur Stasi vorgeworfen; er muss demissionieren, worauf Frau Merkel ihn ersetzt.

1994 wird Klaus Töpfer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, zum Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen ernannt, dies nach langen scharfen Angriffen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Diese wirft Töpfer vor, die wirtschaftlichen Realitäten zu unterschätzen. Helmut Kohl beruft darauf seinen Schützling Angela Merkel an dessen Stelle, was zur Beendigung der Krise führt. Sofort nach ihrem Amtsantritt entlässt sie alle höheren Beamten, die ihrem Vorgänger treu geblieben sind. In dieser Zeit verbindet sie sich freundschaftlich mit ihrer damaligen französischen Amtskollegin Dominique Voynet. 1998 lässt Bundeskanzler Kohl die USA wissen, dass er der internationalen Intervention in Kosovo nicht zustimmt. Dies zur gleichen Zeit, zu der Gerhard Schröders Sozialdemokraten und Joschka Fischers Grüne Slobodan Milosevic mit Adolf Hitler vergleichen und zum humanitären Krieg aufrufen.

Die US-freundliche Presse wettert daraufhin gegen den Bundeskanzler los, indem sie ihm die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes nach der Wiedervereinigung anlastet. Die Christdemokraten werden in den Wahlen von 1998 von einer rot-grünen Welle weggespült. Schröder wird Bundeskanzler und ernennt Fischer zum Aussenminister. Bald darauf wird Helmut Kohl und seinem Umfeld vorgeworfen, geheime Gelder der CDU angenommen zu haben, aber er weigert sich, auf Grund eines Versprechens, die Namen der Spender bekanntzugeben. Angela Merkel veröffentlicht daraufhin eine Stellungnahme in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», [1] um sich von ihrem Mentor zu distanzieren. Dadurch zwingt sie Helmut Kohl, sich aus der Partei zurückzuziehen, und kurz danach auch den neuen Vorsitzenden der CDU, Wolfgang Schäuble, zurückzutreten. Im Namen der öffentlichen Moral übernimmt sie so den Vorsitz der Partei. In der Folge passt sie sich der christdemokratischen Moral an und heiratet ihren Lebenspartner.

Von nun an wird Angela Merkel von zwei wichtigen Pressegruppen offen unterstützt. Sie kann auf Friede Springer zählen, der Erbin der Axel-Springer-Gruppe (180 Zeitungen und Zeitschriften, darunter «Bild», «Die Welt»). Die Journalisten der Gruppe müssen eine Verlagsklausel unterschreiben, die festlegt, dass sie sich für die Entwicklung der Transatlantischen Verbindungen und für die Verteidigung des Staates Israel einsetzen. Angela Merkel kann auch auf ihre Freundin Liz Mohn zählen, Direktorin der Bertelsmann-Gruppe, Nummer 1 der europäischen Medien (RTL, Prisma, Random House usw.). Frau Mohn ist auch Vizepräsidentin der Bertelsmann-Stiftung, die den intellektuellen Stützpfeiler der euro-amerikanischen Verbindungen bildet.

Angela Merkel stützt sich auf die Ratschläge von Jeffrey Gedmin, der vom Bush-Clan speziell für sie nach Berlin geschickt wurde. Dieser Lobbyist hat zuerst für das American Enterprise Institute (AEI) [2] unter der Direktion von Richard Perle und der Frau von Dick Cheney gearbeitet. Er ermutigt sie sehr, den Euro dem Dollar anzupassen. In der AEI hat er zuvor die New Atlantic Initiative (NAI) geleitet, die alle wichtigen amerikafreundlichen Generäle und Politiker Europas vereinte. Er hat auch am Project for a New American Century (PNAC) mitgewirkt und das Kapitel über Europa in diesem Programm der Neokonservativen verfasst. Dort schreibt er, dass die EU unter der Kontrolle der Nato bleiben muss und dass dies nur möglich sein werde, wenn «die europäischen Forderungen nach Emanzipation» geschwächt werden können. [3] Gleichzeitig ist er auch Verwalter des CCD (Council for a Community of Democracies), [4] der eine Uno der zwei Geschwindigkeiten fordert, und er übernimmt die Leitung des Aspen-Instituts in Berlin. [5] Das Angebot seines Freundes John Bolton, [6] Stellvertretender Botschafter der USA bei der Uno zu werden, lehnt er ab, damit er sich ganz der Betreuung von Angela Merkel widmen kann.

2003 vertraut das State Departement Jeffrey Gedmin und Craig Kennedy ein ausgedehntes Programm für «öffentliche Diplomatie» an, das heisst für Propaganda, welches unter anderem die geheime Subvention von Journalisten und Meinungsbildungsstellen in Westeuropa beinhaltet. [7] 2003 widersetzt sich Gerhard Schröder der anglo-amerikanischen Operation im Irak. Angela Merkel veröffentlicht daraufhin eine Stellungnahme in der Washington Post, [8] in der sie die Chirac-Schröder-Doktrin der Unabhängigkeit Europas zurückweist, ihre Dankbarkeit und Freundschaft gegenüber «Amerika» betont und den Krieg unterstützt.

Im Mai 2004 verwirrt sie die Situation, indem sie die Wahl des Bankiers Horst Köhler zum Bundespräsidenten durchsetzt, dem Hauptredaktor des Maastrichter Vertrags, dem Vertrag zur Einführung des Euro, und ehemaligen Präsidenten der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und Direktor des IWF. Daraufhin lanciert sie eine «patriotische» Kampagne gegen den radikalen Islamismus.
Während der ganzen Kampagne für die Bundestagswahlen von 2005 prangert sie die steigenden Arbeitslosenzahlen an und die Unfähigkeit der Sozialdemokraten, diese einzudämmen. Die CDU erhält daraufhin in den Umfragen einen Vorsprung von 21 Prozentpunkten. In dieser Situation veröffentlicht ihr geheimer Berater Jeffrey Gedmin in «Der Welt» einen offenen Brief an sie. Nachdem er das deutsche Wirtschaftsmodell kritisiert hat, schreibt er weiter: «Bevor Sie das Land voranbringen können, müssen Sie diese Nostalgiker intellektuell überwältigen. Sollte Herr Sarkozy Herrn Chirac nachfolgen, wird Frankreich vielleicht einen Aufschwung erleben. Es wäre schade, wenn Deutschland weiter zurückfiele.»

Dieser Einladung folgend, gibt Angela Merkel endlich ihre Lösungsvorschläge bekannt. Sie schiebt einen ihrer Berater, den ehemaligen Richter am Verfassungsgerichtshof, Paul Kirchhof, vor und betraut ihn mit der Initiative «Neue Soziale Marktwirtschaft». [9] Sie kündigt den Stop der Progression der Einkommenssteuer an: der Prozentsatz soll der gleiche sein für Bedürftige wie für Superreiche. Gerhard Schröder, der scheidende Bundeskanzler, kritisiert dieses Projekt in einer Fernsehdiskussion scharf. Der Vorsprung der CDU wird pulverisiert. Schliesslich erhält die CDU 35% der Stimmen und die SPD 34%, der Rest verteilt sich unter den kleineren Parteien. Die Deutschen wollen Schröder nicht mehr, aber sie wollen auch Merkel nicht. Nach langwierigen und mühsamen Verhandlungen wird eine grosse Koalition gebildet: Angela Merkel wird Bundeskanzlerin, aber sie muss die Hälfte der Ministerposten an die Opposition abgeben.

Anlässlich der israelischen Intervention in Libanon setzt sie den Einsatz der deutschen Flotte im Rahmen der FINUL durch, indem sie erklärt: «Wenn die Daseinsberechtigung Deutschlands darin besteht, das Existenzrecht von Israel zu garantieren, können wir jetzt, wo dessen Existenz in Gefahr ist, nicht untätig bleiben.» Seit dem 1. Januar 2007 steht Angela Merkel der Europäischen Union vor. Sie macht aus ihrem Ansinnen keinen Hehl, Frankreich und die Niederlande zu zwingen, eine zweite Version des Entwurfs für eine europäische Verfassung anzunehmen, obwohl diese Länder eine erste Version in einem Referendum abgelehnt haben.

Auch verbirgt sie ihre Absicht nicht, das Projekt des Zusammenschlusses der nordamerikanischen Freihandelszone mit der europäischen zur Bildung eines «grossen transatlantischen Marktes» – den Vorstellungen von Sir Leon Brittan entsprechend – wiederzubeleben.

von Thierry Meyssan

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Angela Merkel, eine Neokonservative zu Amerikas Diensten

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Gruß Hubert