Archiv für die Kategorie ‘Tierversuche

Tierquälerei als religiöses Kulturerbe   Leave a comment

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Auszug aus „Du sollst nicht töten!“ – auch gegenüber Tieren?

»Da die Kirche in ihrer tierfeindlichen Haltung seit ihrem Bestehen die Tiere zu einer gefühlslosen Sache erklärt hat, müssen jedes Jahr Millionen Tiere in katholisch-orthodoxen Ländern ihr Leben auf besonders grausame Art lassen.« Mit diesen Worten lenkt Peter Sasse das Augenmerk auf das Leid der Tiere in Süd- und Osteuropa, also den überwiegend katholisch oder christlich-orthodox geprägten Ländern: Stierkämpfe und andere grausame blutige Rituale, wo Stieren Lanzen quer durch den Körper gerammt, sie durch Straßen gehetzt und auf sie eingestochen wird. In Pamplona findet die Stierfolter sogar zu Ehren eines Heiligen, des Schutzpatrons St. Firmin, statt. Und in Tordesillas stechen Dutzende von Lanzenträgern bei einem religiösen Fest zu Ehren der »Virgen de la Peña«, der jungfräulichen Schutzpatronin der Stadt, auf einen Stier ein. In Alicante werden bei einem Schießturnier zu Ehren des Gnadenbildes der Jungfrau Maria lebende Wachteln mit speziellen Abschussvorrichtungen durch Rohre katapultartig hochgeschossen und von Sportschützen abgeschossen. »In Spanien kann fast alles auf katholische Tradition zurückgeführt werden«, so Peter Sasse.

Auch in Italien gibt es religiöse Tierquälereien übelster Art. In San Martino wird in Gedenken an den Heiligen Leo ein Ochsen­gespann von wilden Reitern hetzt und dabei mit Holzstangen auf die Tiere eingestochen. Ähnliches passiert in Portocanone zu Ehren einer Madonnenfigur und in Ururi im Namen des Heiligen Kreuzes.

In vielen Süd- und Osteuropäischen Ländern wird mit brutaler Gewalt gegen Straßenhunde vorgegangen. Die Tiere werden erschlagen, erschossen oder kommen in Tötungsstationen. Besonders grausam ist das Vorgehen gegen freilaufende Hunde in Rumänien: Hier sollen innerhalb von sieben Jahren etwa 10 Millionen Straßenhunde auf brutale Weise getötet worden sein. Und die Kirchen schweigen dazu.

Warum gehen wir so grausam mit unseren Mitgeschöpfen um?

In »Tiere sind die besseren Menschen« beschreibt der Autor auch die Seelenverwandtschaft zwischen Mensch und Tier am Beispiel seiner Hunde. Er stellt Berichte über Sensibilität und Einfühlungsvermögen, Intelligenz und Sprachverständnis sowie soziale Kompetenz von Tieren vor.

Doch wie gehen wir Menschen mit unseren Seelenverwandten um? In der industriellen Massentierhaltung hat man die Tiere längst zu Produktionsmaschinen degradiert – ganz im Sinne von Descartes. »Jedes Jahr werden 60.000.000.000 (in Worten: Sechzigmilliarden) Landtiere zu unserem ‘Nutzen’ umgebracht. Die meisten davon haben nie Tageslicht oder eine Wiese gesehen« Die massenhafte Fleischproduktion ist außerdem mitverantwortlich für den Hunger in der Welt, die Schädigung der menschlichen Gesundheit, die Zerstörung von Lebens­räumen, die Vergiftung der Böden und Gewässer sowie der Atmosphäre mit allen Folgen für das Klima. Peter Sasse geht außerdem ausführlich auf die grausamen Tierversuche ein, die ebenso wie die Fleischproduktion vom Katechismus der katholischen Kirche als »sittlich zulässig« gerechtfertigt werden. Und so könne man die Ursache all der Grausamkeiten gegenüber unseren Mitgeschöpfen nur darin sehen, dass die Kirchen den Menschen so hoch über die Schöpfung stellen und die Tiere seit 1500 Jahren zu einer seelenlosen Sache degradieren.«

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Tierquälerei als religiöses Kulturerbe

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Gruß Hubert

Skandal-Urteil des Oberverwaltungsgerichts Hamburg – LPT-Labor darf wieder öffnen   Leave a comment

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Die skandalösen Zustände im LPT-Labor im niedersächsischen Mienenbüttel sind scheinbar schon wieder vergessen. Unfassbar, dass dieses Skandal-Labor wieder öffnen darf.

Von Ärzte gegen Tierversuche.

Straftatbestand der Tierquälerei

14. Oktober 2020

Nach dem Skandal-Urteil des Oberverwaltungsgerichts Hamburg, demzufolge das Hamburger Tierversuchslabor LPT wieder öffnen darf, stellt Ärzte gegen Tierversuche Strafanzeige gegen das LPT wegen des Verdachts der Tierquälerei. Der bundesweite Verein will damit die Dringlichkeit unterstreichen, dass die für das filmisch dokumentierte Tierleid verantwortlichen Personen zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

Im Oktober letzten Jahres hatten verdeckt gemachte Aufnahmen der SOKO Tierschutz aus dem LPT-Labor im niedersächsischen Mienenbüttel skandalöse Zustände in die Öffentlichkeit gebracht: im eigenen Blut liegende Hunde und sich in Primatenstühlen windende Affen. Die Behörden entzogen dem Betreiber die Erlaubnis zum Halten von Tieren, weil seine Zuverlässigkeit nicht gegeben sei – im Januar 2020 erst am Standort Mienenbüttel und im Februar am Hauptsitz in Hamburg-Neugraben. Nur das 3. Labor in Löhndorf, Schleswig-Holstein, blieb unbehelligt. Im August dieses Jahres hatte das Oberverwaltungsgericht Hamburg die Behördenentscheidung gekippt und die Tierhaltung am Hauptsitz in Hamburg-Neugraben wieder erlaubt.

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hält die Entscheidung für nicht nachvollziehbar. „Selbst, wenn Personalveränderungen vorgenommen wurden, ändert das nichts an dem verantwortungslosen Handeln des Betreibers“, so Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche.

Nach Ansicht des Vereins müssen die Verantwortlichen, insbesondere der Geschäftsführer Jost Leuschner, zumindest bestraft werden. „Bei so eindeutigen filmischen Belegen für den Straftatbestand der Tierquälerei muss die Härte des Gesetzes greifen, sonst verkommt das Tierschutzgesetz immer mehr zu einer Lachnummer“, erklärt Gericke.

Allein soziale Tiere wie Affen (Makaken) und Hunde (Beagles) einzeln in völlig reizarmer Umgebung zu halten, stellt nach Auffassung des Ärztevereins einen Straftatbestand nach §17 Nr. 2b Tierschutzgesetz dar, denn den Tieren werden so – über die eigentlichen Experimenten hinaus – länger anhaltende Leiden zugefügt. „In dem Video sieht man deutlich die Verhaltensstörungen, die aus der tierschutzwidrigen Haltung resultieren. Affen und Hunde drehen sich unablässig im Kreis“, so die Tierärztin weiter. Diese sogenannten Stereotypien bei in Gefangenschaft gehaltenen Tieren sind ein Symptom für schlechtes Wohlergehen und weisen darauf hin, dass die Tiere psychisch leiden.

Nach Veröffentlichung der Undercover-Aufnahmen hatten mehrere Tierschutzvereine und Einzelpersonen Strafanzeige gestellt. Der Ärzteverein will mit seiner ausführlichen und fundierten jetzt an die zuständige Staatsanwaltschaft Stade eingereichten Strafanzeige gegen den LPT-Geschäftsführer und namentlich nicht bekannte Mitarbeiter die Dringlichkeit seines Anliegens hervorheben und dazu beitragen, dass die für das Tierleid Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Medienberichten zufolge will das LPT den Standort Mienenbüttel als Tierversuchslabor aufgeben. Stattdessen soll der Betriebsteil einer Einrichtung überlassen werden, die sich für Tierschutz und „alternative Testmethoden“ einsetzt. „Einerseits ist es natürlich erfreulich, dass in Mienenbüttel keine Tiere mehr gequält werden, andererseits ist es offensichtlich, dass das Todes-Labor von seinem weiterhin verwerflichen Tun ablenken will“, kommentiert die Tierärztin abschließend.

Die Strafanzeige wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht erstellt.

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Skandal-Urteil des Oberverwaltungsgerichts Hamburg – LPT-Labor darf wieder öffnen

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Gruß Hubert

Was sagt die Kirche heute zu den Tieren?   Leave a comment

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Total inakzeptabel die Haltung der Kirche(n) gegenüber Tieren. Indem sie Tieren eine Seele abspricht lädt sie eine Riesenschuld auf sich. Streng Gläubige glauben dann ja man könne mit Tieren machen was man will. Vor allem auch weil die Kirche(n) weder ein Wort über Massentierhaltung und grausame Tierversuche noch über qualvolle Tiertransporte, Schlachtmethoden u.v.m. verlieren. Konsequente Tierschützer und Tierrechtler können sich nur von den Kirche(n) abwenden und ihnen den Rücken zukehren.

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Auszug aus „Du sollst nicht töten!“ – auch gegenüber Tieren?

Was sagt die Kirche heute zum Thema Tierseele und Achtung vor den Geschöpfen Gottes? Sasse zitiert dazu aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:

»(2417) Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.

(2418) Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.«

Im 2010 erschienenen Evangelischen Erwachsenenkatechismus spielen die Tiere keine Rolle: »Wir finden weder ein Wort über Massentierhaltung und grausame Tierversuche noch über qualvolle Tiertransporte, Schlachtmethoden oder Eingriff in die Schöpfung durch Genveränderung«, schreibt Peter Sasse. Dann zitiert er aus einem Artikel, der in Freiheit für Tiere 4/2010 erschien: »Doch die wenigen Worte, die sich über die Tiere finden lassen, sind erschreckend: Die lutherische Kirche spricht von Tieren als »nicht-personale Kreaturen« – und zieht daraus die Rechtfertigung, ihr Lebensrecht zu missachten.«

»Das große Leiden der Tiere ist zum Teil der Tatsache geschuldet, dass die Kirche ihnen eine Seele abspricht und damit eine große Mitschuld für das Quälen von Wehrlosen trägt«, schlussfolgert Peter Sasse. Der Katechismus stelle sogar in Abs. 2417 für alle am Töten und an Tierversuchen Beteiligten einen Freibrief zum willkürlichen Umgang mit der lebenden Kreatur aus.

»Da ich auf Grund persönlicher Erfahrungen mit ‘Würdenträgern’ aus ethischen und moralischen Gründen dieser Kirche nicht mehr angehöre, muss ich mich an solche Regeln nicht halten und kann aus Liebe zu den Tieren dagegen verstoßen«, bekennt der Autor.

Descartes: Tiere als „Automaten ohne Verstand

und Vernunft, ohne Geist und Seele“

Auch der Philosoph und Jesuitenschüler René Descartes (1596-1650) prägte die Einstellung des Menschen gegenüber den Tieren jahrhundertelang – mit Folgen bis heute. Descartes sah Tiere lediglich als »Maschinen aus Fleisch und Blut«, als »Automaten ohne Verstand und Vernunft, ohne Geist und Seele«. Descartes Unterscheidung zwischen Mensch und Tier war konform mit der kirchlichen Lehre, wonach der Mensch als Krone der Schöpfung zu betrachten ist.

Wenn schon Kirchenlehrer die Tiere zur Sache degradieren und der Jesuitenschüler Descartes von gefühllosen Maschinen spreche, falle es nicht schwer, das eigene Gewissen mit christlicher Gewissheit gegen das Leid der Tiere zu immunisieren, folgert Peter Sasse.

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Was sagt die Kirche heute zu den Tieren?

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Gruß Hubert

„Nutztiere“ – warum Tiere nicht dazu da sind, dass wir sie nutzen   Leave a comment

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Von Peta.de

Was sind „Nutztiere“?

Unter dem Begriff „Nutztier“ werden Tierarten zusammengefasst, die für einen bestimmten Zweck domestiziert und gezüchtet wurden – nämlich, um dem Halter einen wirtschaftlichen Nutzen zu bringen. Dazu werden Tiere willkürlich in verschiedene Kategorien eingeordnet, beispielsweise Tiere in der Nahrungsmittelindustrie, Tiere in der Bekleidungsindustrie und Tiere in der Unterhaltungsindustrie. Außerdem werden Tiere in Tierversuchen missbraucht, unter anderem für die Entwicklung von Arzneimitteln, Kosmetika und Lebensmitteln. Warum diese Einteilung nicht nur willkürlich, sondern auch sinnlos ist, erfahren Sie hier.

Tiere in der Nahrungsmittelindustrie: ausgebeutet für Fleisch, Eier und Milch

Jedes Jahr werden in deutschen Schlachthöfen etwa 800 Millionen Hühner, Schweine, Puten, Rinder und andere Tiere getötet. Die Tiere stammen sowohl aus der Fleischindustrie als auch von Milch- und Eierbetrieben. Fast alle Tiere, die für die Nahrungsmittelproduktion gezüchtet werden, leben aus Kostengründen in der konventionellen Tierhaltung. Hierbei werden sie zumeist auf engstem Raum, inmitten ihrer eigenen Fäkalien oder auf Spaltenböden gehalten, die ihnen Schmerzen bereiten. In kargen, überfüllten, verschmutzten Ställen und Käfigen steigt zwar das Risiko für Krankheiten, trotzdem ist es kosteneffizienter, Fleisch, Milch und Eier auf diese Weise zu „produzieren“.

In der industriellen Tierhaltung leiden Tiere unsäglich unter miserablen Lebens- und Haltungsbedingungen. Während ihres kurzen, erbärmlichen Lebens sind sie tagtäglichen Qualen ausgesetzt. Für die Tötung im Schlachthof werden sie auf LKW eng zusammengepfercht und teilweise über hunderte Kilometer transportiert. Beim Schlachtvorgang schlägt die Betäubung oft fehl, sodass viele Tiere den tödlichen Schnitt durch die Kehle bei vollem Bewusstsein erleben.

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Bild von Peta.de

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In der Eierindustrie werden jährlich etwa 50 Millionen männliche Küken noch am Tag ihrer Geburt vergast, weil sie als wertlos gelten. [2] Die sogenannten Legehennen leiden in der industriellen Tierhaltung unter Überzüchtung und Krankheiten.

In der Milchindustrie leben Kühe, Schafe, Ziegen und Büffel meist auf beengtem Raum und können grundlegenden Bedürfnissen, wie der Versorgung ihrer Kälber, nicht nachgehen. Weil Kühe nur Milch geben, wenn sie ein Kalb geboren haben, werden die weiblichen Tiere schon sehr früh künstlich besamt. Die Kälber werden ihnen kurz nach der Geburt entrissen – oft rufen Mutter und Kalb noch tagelang verzweifelt nacheinander.

Fische, Krebse, Kraken und andere Meerestiere empfinden wie alle anderen Tiere Schmerzen und Angst. Da Fische an Land nicht atmen können, ersticken sie nach dem Fang meist langsam und qualvoll. Krebse und Kraken werden oft bei lebendigem Leib gekocht oder sogar lebend in Stücke geschnitten.

Tiere in der Bekleidungsindustrie: getötet für Leder und Pelz

Für Produkte wie Leder, Wolle, Pelz, Seide und Daunen leiden und sterben jährlich Millionen Tiere. Ein Großteil des weltweit gehandelten Leders stammt aus Indien, Brasilien oder China, wo es keine greifenden Tierschutzgesetze gibt. Tiere wie Schlangen oder Alligatoren werden auf Farmen gezüchtet, damit ihre Haut als sogenanntes Exotenleder zu vermeintlichen Luxusprodukten verarbeitet werden kann.

In Deutschland erhältlicher Pelz stammt überwiegend von Pelzfarmen in Europa und China, wo freiheitsliebende Tiere wie Füchse, Marderhunde oder Nerze in winzige Käfige gesperrt und auf grausame Weise getötet werden. Teilweise stammt der Pelz aber auch von Hunden und Katzen aus China.

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Bild von Peta.de

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Schafe, Kaninchen, Alpakas oder Ziegen müssen regelmäßig eine qualvolle Schur über sich ergehen lassen, denn der Mensch will ihre Wolle zu Kleidung verarbeiten. Die weit verbreitete Annahme, dass Tiere in der Wollindustrie in bestimmten Abständen geschoren werden müssen, stimmt zwar – jedoch nur, weil der Mensch ihnen den natürlichen Fellwechsel weggezüchtet hat. Ganz gleich, ob Schafwolle, Angora, Kaschmir oder Mohair – für die Produktion von Wolle leiden die Tiere immer.

Ähnlich sieht es bei Daunen aus: Aufgrund der wärmenden Eigenschaften von Daunen werden jedes Jahr allein in Deutschland 19 Millionen Enten und Gänse getötet, um ihre Federn zu verarbeiten. In vielen Ländern wird bis heute der grausame Lebendrupf praktiziert, bei dem den Vögeln die Federn bei lebendigem Leib ausgerissen werden.

Auch Seide bedeutet großes Tierleid: Bei der Produktion von Seide werden die Raupen des Seidenspinners in ihrem Kokon bei lebendigem Leib in kochendes Wasser geworfen oder heißem Dampf ausgesetzt und getötet.

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Hier gesamten Artikel lesen:

„Nutztiere“ – warum Tiere nicht dazu da sind, dass wir sie nutzen

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Gruß Hubert

Universitätsklinikum des Saarlandes erhält „Herz aus Stein“ 2020   Leave a comment

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Es wäre höchst an der Zeit mit diesen grausamen und unsinnigen Tierversuchen aufzuhören. Es gibt heute modernere Möglichkeiten.

Von aerzte-gegen-tierversuche.de

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Bild: aerzte-gegen-tierversuche.de

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07. Oktober 2020

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hat heute dem Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar das „Herz aus Stein 2020“ verliehen, wo seit Jahren Mäusen eine Art Bullauge in die Rückenhaut implantiert wird. Mit dem Negativpreis will der Verein auf besonders grausame und absurde Tierversuche aufmerksam machen und eine herzlose Forschung anprangern, bei der fühlende Tiere zu bloßen Messinstrumenten degradiert werden. Die Uniklinik hat den Preis nicht angenommen.

Am Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg/Saar werden Mäuse mit sogenannten Rückenhautkammern ausgestattet: zwei Metallrahmen, zwischen die die Rückenhaut der Maus extrem stark aufgespannt und wie bei einem Sandwich eingeklemmt wird. In die gespannte Haut wird ein Loch in eine Seite der Haut geschnitten. In dieses „Bullauge“ werden kleine Stücke Lungenwebe anderer Mäuse eingepflanzt. Mit dieser Methode soll die Entstehung von kleinen Blutgefäßen in Lungengewebe im lebenden Tier beobachtet werden können.

Die Mäuse müssen 14 Tage mit dem riesigen Metallrahmen auf dem Rücken leben. Das Konstrukt wiegt 2-3 g, also ein Zehntel des normalen Mäusegewichts. Vergleichbar würde ein 70 kg schwerer Mensch ein ca. 7-9 kg schweres und 70×35 cm großes Metallgerüst wochenlang ununterbrochen auf dem Rücken tragen.

„Solche Tierversuche sind nicht nur extrem grausam, sondern auch vollkommen sinnlos, zumal es längst moderne Möglichkeiten gibt, humane Blutgefäße auf einem Chip zu züchten“, weiß Dipl. Biol. Julia Radzwill, die zusammen mit Notarzt Dr. med. Rolf Simon, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. rer. nat. Dilyana Filipova und weiteren Aktivisten des Vereins heute auf dem Campus des Universitätsklinikums des Saarlandes den Negativpreis überreichen wollte. Die Forscher der Uniklinik verteidigten ihre altertümlichen Methoden, indem sie die Delegation des Ärztevereins mit etwa 30 Personen umringten und eine Stunde lang in eine Diskussion verwickelten. Es wurde deutlich, dass der Dekan und die Forscher kein Interesse an tierversuchsfreien Methoden haben und nicht von Tierversuchen abrücken wollen.

Ärzte gegen Tierversuche hatte zu einer Online-Abstimmung aufgerufen, bei der Bürger aus 5 Kandidaten den schlimmsten Tierversuch auswählen konnten. Von 7.301 Stimmen entfielen 2.230 (30%) auf Homburg, knapp gefolgt von der Uni Tübingen, wo Mäuse 8 Wochen lang ohne Pause 7 verschiedenen Arten von Stress ausgesetzt wurden.

Die Versuchsbeschreibungen sind der öffentlichen Datenbank des Vereins entnommen, in der mehr als 5.000 Beschreibungen von in Fachzeitschriften veröffentlichten Tierversuchen aus Deutschland inklusive Originalquellen dokumentiert sind.

„Die Uni Homburg steht symbolisch für eine unethische Forschung und wissenschaftliche Sackgasse“, erklärt Dr. Filipova. Tierversuche seien als ein Auslaufmodell zu sehen, das nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch angesichts der inzwischen verfügbaren immensen Vielfalt humanbasierter Forschungsmethoden, etwa mit aus menschlichen Zellen gezüchteten Miniorganen, endlich abgeschafft werden muss. „Mit der Vergabe des ‚Herz aus Stein‘ wollen wir Menschen aufrütteln und zeigen, dass wir einen Ausstieg aus dem System Tierversuch brauchen zugunsten einer humanbasierten Forschung“, so die Biologin abschließend.

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Universitätsklinikum des Saarlandes erhält „Herz aus Stein“ 2020

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Rückenhautkammer – Eine schwere Last zu tragen

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Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte – ebenso verhält es sich beim Anblick von Mäusen, denen zu Versuchszwecken eine sogenannte Rückenhautkammer implantiert wurde. Auch wenn wir bei unserer Kritik an Tierversuchen vorwiegend die wissenschaftliche Bedeutung betonen, fällt es hierbei schwer, ethische Bedenken außenvorzulassen. In Zeiten, in denen man menschliche Blutgefäße auf einem Chip züchten kann, ist es nicht nachvollziehbar, dass solche Versuche noch durchgeführt werden dürfen.

Rückenhautkammer – Eine schwere Last zu tragen

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Gruß Hubert

Dieses Affenjunge wurde aus einem Tierversuchslabor gerettet   Leave a comment

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Von Peta.de

In den ersten fünf Wochen seines Lebens kannte Britches nichts als Isolation und Dunkelheit. Das Affenbaby war in einem Tierversuchslabor zur Welt gekommen, sogenannte Forscher entrissen Britches seiner Mutter direkt nach der Geburt. Was folgte, könnte aus einem Horrorfilm stammen: Experimentatoren nähten die Augen des kleinen Affenjungen zu und schnallten ein schweres Sonargerät auf seinen Kopf, das ein permanent kreischendes Geräusch aussandte. Dann sperrten sie Britches in einen kahlen Drahtkäfig.

Mutterseelenallein in diesem Käfig gefangen konnte sich das Affenbaby lediglich an einem traurigen „Mutterersatz“ festhalten – einem mit Stoff umwickelten Drahtgestell. Nahrung bekam Britches aus der Flasche. Kaum vorstellbar, was ein solcher Missbrauch mit einem neugeborenen Tierkind machen muss.

Das Leben von Britches begann im März 1985 in einem Labor der US-amerikanischen University of California, Riverside. Wäre es nach den Experimentatoren des Labors gegangen, hätte das Martyrium des kleinen Affen drei Jahre gedauert. Doch Britches hatte Glück.

Nach fünf grauenhaften Wochen voller Einsamkeit und Verzweiflung wurde er im April 1985 befreit – in einer illegalen Aktion von Mitgliedern der Animal Liberation Front. Gemeinsam mit Britches wurden hunderte weitere Tiere gerettet, darunter Katzen, denen ein Auge zugenäht worden war, Opossums mit verstümmelten Augen und halb verhungerte Kaninchen. [1-5]

Zum Zeitpunkt seiner Rettung war Britches in einem katastrophalen Zustand: Auf seinem Kopf befanden sich offene Wunden; seine Augenlider waren durch die dicken Fäden eingerissen und dauerhaft deformiert. Seine Muskeln waren unterentwickelt, er litt unter Krämpfen und unregelmäßigen Kreischanfällen. Ein Tierarzt, der Britches nach seiner Rettung untersuchte, sagte: „Es gibt schlichtweg keine Rechtfertigung für dieses schamlose, schmerzhafte Experiment.“

Britches wurde fürsorglich aufgepäppelt. Als er fünf Monate alt war, konnte er in eine Auffangstation gebracht werden, wo er in einem großen Außengehege mit anderen Affen spielen konnte. Eine Affendame adoptierte Britches und kümmerte sich um ihn, als sei er ihr leibliches Kind. Die Verbindung der beiden festigte sich und schnell zeigte sich, dass Britches genau das liebte, was die Experimentatoren ihm für immer verwehren wollten: Umarmungen und eine innige Mutter-Kind-Beziehung. Die Geschichte von Britches hat ein Happy End, denn trotz der Qualen in den ersten Lebenswochen konnte er noch 20 Jahre lang ein ziemlich normales Affenleben führen.

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Konsequenzen der Tierbefreiung

Als PETA die von den Tierbefreiern zur Verfügung gestellten Fotos, Videoaufnahmen und Dokumente veröffentlichte, folgte ein enormer öffentlicher Aufschrei. Acht von 17 weiteren geplanten Tierversuchen wurden eingestellt; zudem verbot die Einrichtung die Praxis, Affenbabys die Augen zuzunähen. Ein Ausbilder gab seine Arbeit auf und misshandelt seither keine Tiere mehr in Versuchen.

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (National Institutes of Health, NIH) führte eine achtmonatige Untersuchung des Tierpflegeprogramms in den Laboren der Universität durch und kam zu dem Schluss, dass es sich um „angemessene“ Tierpflege handele und keine Korrekturmaßnahmen erforderlich seien. Konsequenzen für die Verantwortlichen blieben aus.

Britches war kein Einzelfall – noch heute leiden und sterben Affen weltweit in Tierversuchen

Obwohl sich die Geschichte von Britches vor mehr als 30 Jahren ereignete, werden auch heute noch Tiere überall auf der Welt auf grausamste Art in Tierversuchen missbraucht. PETA hat es sich weltweit zur Aufgabe gemacht, solche Fälle publik zu machen, die Bevölkerung aufzuklären und den Druck auf verantwortliche Einrichtungen und Behörden zu erhöhen. Britches hatte mehr Glück als die meisten Tiere, die in Versuchslaboren gefangen sind, denn in der Regel sterben die Tiere dort einen qualvollen Tod. Die Tierquälerei, die Britches vor Jahrzehnten ertragen musste, erleiden viele Affen auch heute noch.

  • So werden an der US-amerikanischen University of California, Davis beispielsweise Experimente durchgeführt, bei denen Affenjunge ihren Müttern weggenommen und stressvollen Situationen ausgesetzt werden. Dank der jahrelangen intensiven Arbeit von PETA USA und ihren Partnerorganisationen wurde 2015 ein Labor der National Institutes of Health (NIH) geschlossen, in dem ähnliche Experimente durchgeführt wurden. Auch deutsche Wissenschaftler waren an diesen Versuchen beteiligt.

  • In einem Tierversuchslabor der US-Regierung werden hirngeschädigte Affen mit lebensecht wirkenden Schlangen und Spinnen aus Gummi verängstigt und in Panik versetzt. Die Manipulationen am Gehirn der Tiere sind äußerst brutal: Die „Wissenschaftlerin“ Elisabeth Murray sägt ihnen dazu die Köpfe auf, injiziert Gift und saugt einen Teil des Gehirns ab. Nachdem ihre Köpfe zugenäht wurden, werden die Affen in kleine schwarze Boxen gesetzt und mit den echt wirkenden Imitationen terrorisiert.

  • Ein weiteres trauriges Beispiel, das 2018 für Aufregung sorgte, waren die Versuche an Affen von VW, bei denen Affen giftige Abgase inhalieren mussten.

  • Neuere Veröffentlichungen  von PETA USA zeigen, wie etwa 2.000 Affen am Wisconsin National Primate Research Center (WNPRC) durch Steuergelder finanziert leiden: Die Affen sind in kleinen, trostlosen Stahlkäfigen in fensterlosen Räumen eingesperrt und wurden durch permanente Gefangenschaft über zwei Jahrzehnte hinweg in den Wahnsinn getrieben. Einige der Tiere konnten nicht mehr zusammen mit Artgenossen untergebracht werden, weil sie andere Tiere attackierten und ihnen tiefe, schmerzhafte Wunden zufügten. Andere Affen entwickelten durch das seelische Leid Verhaltensstereotypien: Sie verstümmelten sich selbst oder liefen auf und ab und zogen endlose Kreise. Manche Affen rissen sich selbst die Haare aus, bis sie fast kahl waren.

All diese Experimente finden im Rahmen der Grundlagenforschung statt. Dabei geht es in erster Linie um Erkenntnisgewinn: beispielsweise über Vorgänge im Gehirn oder die Zusammenhänge zwischen Umwelteinflüssen, Verhalten und der Entwicklung des Gehirns. Gerechtfertigt werden diese Experimente mit dem potentiellen Nutzen für den Menschen. Allerdings führen mehr als 90 Prozent der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung, von denen viele aus Tierversuchen stammen, nicht zur Anwendung beim Menschen.

Tierversuchslabore sind heutzutage abgeriegelt. Die grausamen Experimente, die weltweit hinter Labormauern an Tieren verübt werden, sind jedoch nicht weniger entsetzlich als vor einigen Jahrzehnten – auch in Deutschland.

PETAs Challenge gegen Tierversuche

Aktuell haben Sie eine besondere Chance – denn bis zum 31. Oktober wird Ihre Spende im Rahmen der Challenge „Tierversuche stoppen!“ für PETAs Projekte gegen Tierversuche bis zu einem Gesamtbetrag von 750.000 Euro VERDOPPELT.

Möchten Sie noch heute helfen?

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Dieses Affenjunge wurde aus einem Tierversuchslabor gerettet

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 2. Oktober 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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5.500 Ratten, Kaninchen und Fische sollen für Sonnencreme getötet werden   Leave a comment

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Es ist höchst unethisch und ekelhaft für was Tierversuche gemacht und Tiere getötet werden.

Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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Die Beschwerdekammer der Europäischen Chemikalienagentur ECHA veröffentlichte kürzlich zwei Entscheidungen zu Tierversuchen für Kosmetik. Darin wird bestimmt, dass Inhaltsstoffe, die ausschließlich für Kosmetika genutzt werden, unter der REACH-Verordnung dennoch an Tieren getestet werden dürfen. Eigentlich sind Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe seit Inkrafttreten der EU-Kosmetikverordnung im Jahr 2013 verboten – und somit stellen die aktuellen Entscheidungen eine absolute Fehlinterpretation des Gesetzes dar, denn sie ermöglichen es Herstellern und Regulierungsbehörden, das Verbot effektiv zu ignorieren. Was bedeutet all das für die Tiere und was können wir dagegen tun?

Was geschieht mit den Tieren?

Als direktes Resultat der Entscheidungen werden über 5.500 Ratten, Kaninchen und Fische in neuen Versuchen verwendet. Manchen von ihnen wird während der Schwangerschaft ein kosmetischer Inhaltsstoff wiederholt verabreicht. Die Tiere selbst und ihr Nachwuchs werden im Anschluss getötet und seziert.

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Bild: Peta.de

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Außerdem öffnen die Entscheidungen weiteren Tierversuchen Tür und Tor, denn jedes Jahr kommen hunderte neue Kosmetikprodukte auf den Markt, deren Inhaltsstoffe dann gegebenenfalls im Rahmen von REACH auch im Tierversuch getestet werden müssten – auf Kosten zigtausender Tiere.

Um welche Inhaltsstoffe handelt es sich?

Zwei kosmetische Inhaltsstoffe stehen im Zentrum der Beschwerde: Salicylsäure-2-ethylhexylester und Homosalat. Sie kommen in Sonnencremes und anderen Kosmetika zum Einsatz, um die Ultraviolettstrahlung UVB der Sonne zu absorbieren.

Von den aktuellen Entscheidungen der Beschwerdekammer der ECHA könnten zahlreiche Hersteller und Marken betroffen sein. Konsumenten sollten deshalb unbedingt auf Unternehmen und Marken von PETAs Liste tierversuchsfreier Kosmetik zurückgreifen. Dort sind über 500 in Deutschland erhältliche Unternehmen und Marken gelistet, die weltweit weder Tierversuche durchführen, noch in Auftrag geben oder in Kauf nehmen.

Aber müssen diese Inhaltsstoffe wirklich an Tieren getestet werden?

Die ECHA argumentiert, dass die Tests notwendig seien, um die Sicherheit von Arbeitern, die mit den Substanzen Kontakt haben könnten, zu gewährleisten. Doch die kosmetischen Inhaltsstoffe an tausenden Tieren zu testen, trägt nicht zum Schutz von Arbeitern bei – denn die Ergebnisse aus Tierversuchen können aufgrund von biologischen Unterschieden zwischen den Spezies nicht zuverlässig vorhersagen, wie Menschen auf eine Substanz reagieren.

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Bild: Peta.de

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Sind Kosmetikversuche in Europa nicht verboten?

Seit 2013 sind Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe in der EU entsprechend der Kosmetikverordnung verboten. Der Europäische Gerichtshof stellte im Jahr 2016 zudem klar, dass auch der Verkauf kosmetischer Produkte, die sich zur Sicherheitsbewertung auf die Ergebnisse aus neu durchgeführten Tierversuchen stützen, in der EU verboten sind. Trotzdem fehlinterpretieren die ECHA, die EU-Kommission und nun auch die Beschwerdekammer der ECHA das Gesetz und untergraben die Verbote. Für die Tiere bedeutet das weiteres sinnloses Leid in Tierversuchen für Kosmetik.

Die Kosmetikverordnung ist von enormer politischer Bedeutung. Sie reflektiert außerdem den Willen der europäischen Öffentlichkeit und des EU-Parlaments. Den Menschen ist das Leben eines Tieres wichtiger als eine Tube Zahnpasta oder eine Flasche Sonnencreme. Das zeigt sich an den bahnbrechenden EU-Verboten von Tierversuchen für Kosmetik und vom Verkauf von Kosmetika, die auf Ergebnissen aus Tierversuchen basieren.

Tierversuche für in Kosmetika genutzte Inhaltsstoffe unter REACH zuzulassen, ignoriert die Kosmetikverordnung und untergräbt den Sinn und Zweck der Verbote völlig.

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Bild: Peta.de

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Dabei wäre es so einfach: Um ein kosmetisches Produkt auf den Markt zu bringen, sollten ausschließlich tierfreie Methoden zum Einsatz kommen. Ist das in einem Fall nicht möglich, sollte der Inhaltsstoff nicht verwendet werden dürfen.

Was unternimmt PETA?

Seit wir 2014 enthüllen konnten, dass die ECHA und die EU-Kommission Tierversuche für Kosmetik weiterhin zulassen, arbeiten wir unermüdlich daran, diese schrecklichen Experimente zu stoppen. Wir üben Druck auf die EU-Kommission und die ECHA aus und fordern von ihnen, die Kosmetikverordnung und das darin enthaltene Verbot von Tierversuchen zu respektieren.

Das PETA International Science Consortium (Wissenschaftskonsortium) greift häufig in Fälle der Beschwerdekammer der ECHA ein und hilft Unternehmen damit, Tierversuche tatsächlich minimieren zu können. Die Beschwerdekammer hat die vom Wissenschaftskonsortium und von dem betroffenen Unternehmen vorgebrachten Argumente vorerst zurückgewiesen. Doch PETA UK und das Wissenschaftskonsortium prüfen nun alle Optionen, um eine Lösung zu finden.

PETA Deutschland und ihre internationalen Partnerorganisationen appellieren an alle Unternehmen, ihrer Verantwortung Rechenschaft zu tragen und auf humane, tierfreie Testmethoden zu setzen. Zudem können sie die Weiterentwicklung solcher Methoden finanziell unterstützen. Wir halten Firmen außerdem dazu an, Inhaltsstoffe zu nutzen, deren Sicherheit bereits nachgewiesen ist, oder die Rezeptur von Produkten so zu verändern, dass Inhaltsstoffe ausgeschlossen sind, die unter REACH an Tieren getestet werden müssen. Keine Tierversuche durchführen zu lassen, ist für jeden Hersteller eine realistische Option!

Die aktuellen Entscheidungen sind ein enormer Rückschritt. Dennoch sind wir entschlossener denn je, allen Tierversuchen für Kosmetika ein Ende zu setzen.

Was sie tun können

Bitte greifen Sie ausschließlich auf tierversuchsfreie Kosmetik und Haushaltsmittel zurück.

Helfen Sie uns dabei, der EU-Kommission und der ECHA zu zeigen, dass die Öffentlichkeit gegen Tierversuche ist: Fordern Sie sie auf, die Kosmetikverordnung zu respektieren und Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe unter allen Umständen zu untersagen!

Petition jetzt unterschreiben

Aktuell haben Sie eine besondere Chance – denn bis zum 31. Oktober wird Ihre Spende im Rahmen der Challenge „Tierversuche stoppen!“ für PETAs Projekte gegen Tierversuche bis zu einem Gesamtbetrag von 750.000 Euro VERDOPPELT.

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5.500 Ratten, Kaninchen und Fische sollen für Sonnencreme getötet werden

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Gruß Hubert

Alzheimer-Forschung: Bringt uns das Töten von Tieren wirklich weiter?   Leave a comment

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Von Peta.de

 

Bild: Peta.de

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Was genau hat es der Forschung bisher gebracht, unzählige Tiere in Alzheimer-Versuchen zu töten? Ehrlich gesagt, nicht viel.

Seit Jahrzehnten werden Zeit und Gelder verschwendet. Über 100 Medikamente wurden entwickelt und erwiesen sich als erfolglos. Und zahllose Tiere wurden ermordet. Doch noch immer gibt es weder ein Heilmittel gegen Alzheimer noch eine Methode zur Verlangsamung der Krankheit. Deshalb schlägt PETA nun eine bessere Strategie vor: Unzuverlässige Tierversuche müssen abgeschafft und durch tierfreie Methoden, die tatsächlich für den Menschen relevant sind, ersetzt werden.

Folgende fünf Dinge haben uns die unzähligen Fehlschläge der tierbasierten Alzheimerforschung gelehrt:

1. Mäuse, Ratten, Affen, Hunde und andere Tiere bekommen auf natürliche Weise kein Alzheimer.

Mäuse lernen schnell und sind treusorgende Eltern. Sie singen ihren Lieben sogar etwas vor, haben eine komplexe Persönlichkeit und sind insgesamt faszinierende Lebewesen. Aber nur, weil sie genau wie wir über Gedanken und Emotionen verfügen, heißt das nicht, dass sie auch die gleiche Physiologie wie wir haben.

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Bild: Peta.de

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Experimentatoren manipulieren das Erbgut von Mäusen und anderen Tieren dahingehend, dass sich amyloide Plaques in ihren Gehirnen bilden. Denn genau das geschieht bei Menschen, die unter Alzheimer leiden. Die manipulierten Tiere mögen dann Symptome aufweisen, die denen von Alzheimerpatienten ähneln, doch sie haben die Krankheit als solche nicht.

Studien haben gezeigt, dass Testmedikamente, die das giftige Beta-Amyloid-Protein aus dem Hirn der Tiere entfernen, diesen helfen können. Doch bei menschlichen Patienten mit Gedächtnisverlust oder kognitiven Störungen helfen die gleichen Medikamente nicht.

2. Einige Behandlungsmethoden, die bei Tieren funktionieren, schaden menschlichen Alzheimer-Patienten sogar.

Als BACE-Hemmer bezeichnete Medikamente haben sich bei Mäusen, die genetisch dahingehend manipuliert wurden, ein Pseudo-Alzheimer zu entwickeln, als erfolgreich erwiesen. Doch bei menschlichen Patienten schienen diese Medikamente die kognitiven Fähigkeiten sogar zu verschlechtern und die Hirnschrumpfung potenziell zu verschärfen. [1] Ganze sechs Pharmaunternehmen konnten dieses Versagen auf ganzer Linie bestätigen.

3. Über eine Million Patienten in Deutschland brauchen eine Behandlung.

In Deutschland sind 1,2 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt – und jedes Jahr kommen 200.000 neue Erkrankte hinzu. Bezogen auf die Gesellschaft liegen die Krankheitskosten für alle Demenzerkrankungen, darunter Alzheimer, bei 54 Milliarden Euro pro Jahr und in den kommenden Jahrzehnten werden sich die Kosten vervielfachen. Trotz des verheerenden Ausmaßes existiert bisher keine Therapie, mit der man das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen könnte. Neue Alzheimermedikamente versagen beim Menschen in unglaublichen 99,6 Prozent der Fälle.

4. Archaische Tierversuche haben versagt. Wer Alzheimer heilen will, braucht einen Ansatz, der dem 21. Jahrhundert gerecht wird.

Ed Lein ist Senior Investigator am Allen Institute for Brain Science. Er erklärt das Ganze so:

„Wir versuchen, eine Krankheit mit einem komplexen System, das wir im Grunde nicht verstehen, zu heilen.“

Bradley Hyman, Professor für Neurologie und Alzheimer-Forschung an der Harvard Medical School und am Massachusetts General Hospital, ergänzt hierzu, die Komplexität von Alzheimer mache es „sehr schwierig, sie mit experimentellen Systemen nachzubilden“. Er vertritt deshalb die Ansicht:

„Eine direkte Untersuchung des menschlichen Gehirns ist zum Verständnis der Krankheit zweifellos unerlässlich.“

5. Wir müssen aufhören, Tiere zu töten, und uns stattdessen auf die Erforschung des menschlichen Gehirns konzentrieren.

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© by PETA USA

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Es ist heutzutage drängender denn je, dass die Forschung sich tierfreien Methoden zuwendet, die tatsächlich relevant für die menschliche Physiologie sind.

Beispielsweise gibt es in Großbritannien eine Initiative namens „Brains for Dementia Research“. In deren Rahmen können Menschen ihr Gehirn nach ihrem Tod spenden und ermöglichen es der Forschung somit, die Krankheit direkt an menschlichem Hirngewebe zu untersuchen. Auch Organoide wie „Mini-Gehirne“ aus menschlichen Zellen ermöglichen zuverlässigere und für den Menschen aussagekräftige Forschungsergebnisse.

Das menschliche Gehirn lässt sich mit neuester Bildgebung immer besser darstellen und auch mathematische Modelle schreiten immer weiter fort. Das hat es einem Forschungsteam der Universität Cambridge ermöglicht, Proteine, die mit Alzheimer in Zusammenhang stehen, besser zurückzuverfolgen.

Was Sie tun können

Erfahren Sie mehr über den von PETA erarbeiteten Strategieplan zur Modernisierung der Forschung und zum Ausstieg aus Tierversuchen: den Research Modernisation Deal. Unsere Strategie setzt auf aussagekräftige, tierfreie Methoden – unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimme!

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Alzheimer-Forschung: Bringt uns das Töten von Tieren wirklich weiter?

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Gruß Hubert

Luzie – diese Katze entkam einem Leben im Tierversuchslabor   Leave a comment

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Diese Katze hatte ein Riesenglück. Denn ein Leben in einem Tierversuchslabor ist die Hölle und endet immer tödlich!

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Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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Etwa 120.000 Katzen warten allein in deutschen Tierheimen Jahr für Jahr auf ein liebevolles Zuhause. Wer ein Tier bei sich aufnehmen will, sollte daher auf keinen Fall zum Züchter gehen, sondern Tierheime oder lokale Tierschutzvereine besuchen und einen Vierbeiner adoptieren. Doch Katzen können nicht nur vom Tierschutz aufgenommen werden – in Ausnahmefällen entkommen sie auch einem grausamen, kurzen Leben im Tierversuchslabor. Luzie ist so ein Fall: Hier kommt ihre Geschichte.

Erika, was ist mit Luzie passiert? Warum wurde nach einem neuen Zuhause für die Katze gesucht?

Luzie wurde in einem Tierversuchslabor geboren. Sie hatte allerdings noch das „Glück“, dass sie nicht für Versuche missbraucht wurde (so wie über 700 Katzen jedes Jahr in Deutschland), sondern „nur“ in der Zucht eingesetzt wurde. Durch einen privaten Kontakt haben wir erfahren, dass das Labor Katzen abgeben will, weil der „Bestand“ reduziert werden sollte.

Wie kamst du dazu, Luzie zu adoptieren?

Unsere zwei Katzen sind in den beiden Jahren davor verstorben und so waren mein Mann und ich katzenlos. Da wir immer viele Tiere im Haus hatten, wollten wir wieder einer Katze ein neues Zuhause bieten. Mir war vorher auch gar nicht bewusst, welches Tierleid sich in unserer Nähe abspielt. Leider ist für Privatpersonen die Möglichkeit, sogenannten „Versuchstieren“ direkt zu helfen, sehr begrenzt, aber uns war klar, dass wir diese Chance ergreifen und wenigstens einem Tier ein besseres Leben in liebevoller Umgebung bieten wollen.

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Bild: Peta.de

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Warum war es dir wichtig, ein Tier aus dem Tierschutz aufzunehmen?

Weil sonst gar nichts anderes für uns in Frage kommt! Züchter finde ich schrecklich, weil es dabei aus meiner Sicht nur um Profit geht und dadurch den vielen anderen notleidenden Tieren die Chance auf ein neues Zuhause genommen wird.

Wie hat Luzie dich verändert?

Als wir Luzie damals abholten, haben wir einen kurzen, aber erschreckenden Einblick in die Haltungsbedingungen des Tierversuchslabors bekommen. Die Einrichtung war absolut trist und karg – Betonwände, Gitter, Futternäpfe, Holzspäne auf dem Boden – alles war aufs Nötigste reduziert. Auch Tiere mit in den Kopf implantierten Elektroden waren in der großen Katzengruppe. Als die Tierpfleger Luzie aus der Gruppe herausfingen, sah man den Tieren die Panik an, was nun auf sie zukommt. Diese Bilder haben sich bei mir eingebrannt. Ich werde nie vergessen, wo meine Luzie herkommt, und bin traurig, dass noch heute unzählige Tiere unter ähnlichen Bedingungen in Versuchslaboren leiden müssen.

Trotz ihrer schlimmen Erfahrungen ist Luzie in ihrer Art sehr, sehr sanftmütig und eine ruhige, gelassene Katze. Wenn sie bei mir ist, überträgt sich das auch auf mich. Wenn sie allerdings mal wieder stundenlang unterwegs ist, mache ich mir natürlich große Sorgen und werde unruhig.

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Luzie mit ihrer besten Freundin, Hündin Tiffy – Bild: Peta.de

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Wie geht es Luzie heute?

Anfangs war Luzie extrem scheu und ängstlich. In den drei Jahren ihres Lebens hatte sie ja bisher nur die Betonmauern des Labors kennengelernt und wurde in einer großen Gruppe mit weiteren Kätzinnen gehalten. Auffällig war vor allem, dass sie gar nicht das Verhalten einer normalen Katze zeigte – sie ist außergewöhnlich sanftmütig, lässt auch beim Tierarzt alles klaglos über sich ergehen und würde niemals fauchen oder beißen. Die ersten Monate verbrachte sie vor allem unter der Couch versteckt oder auch im Keller und ließ sich kaum blicken. Nach und nach fasste sie Vertrauen zu mir und wurde neugieriger. Unsere damalige Hündin Tiffy, die wir aus Bulgarien adoptiert hatten und die in ihrer Pflegefamilie schon gezeigt hatte, dass sie Katzen liebt, wurde zu Luzies bester Freundin. Luzie trauerte sehr, als Tiffy starb und suchte sie noch lange. Nach wie vor ist unsere „Labor-Luzie“ eher zurückhaltend vom Wesen her und eine genügsame Einzelgängerin, die sich von unseren anderen beiden später noch adoptierten Katzen lieber distanziert.

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Bild: Peta.de

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Was ist eure gemeinsame Lieblingsbeschäftigung?

Luzie genießt nun ihre Freiheit, ist zu jeder Jahreszeit viel draußen und kommt und geht, wie es ihr gefällt. Sie hat viele kuschelige Plätzchen im Garten und auf der Terrasse und wir sitzen auch gerne gemeinsam draußen. Nachts kommt sie zu mir ans Bett, haut mir die Pfote ins Gesicht und fordert ihre Lieblings-Leckerli-Sticks und ein paar Streicheleinheiten und dann verschwindet sie wieder. Mittlerweile ist sie eine Katzen-Seniorin und genießt ihre Ruhe.

Was Sie tun können

Bitte kaufen Sie niemals ein Tier beim Züchter, im Internet oder in Zoohandlungen, sondern adoptieren Sie Ihren tierischen Mitbewohner immer im Tierheim. Dort warten viele wundervolle Vierbeiner auf ein liebevolles neues Zuhause.
Auch gegen Tierversuche können Sie sich einsetzen: Achten Sie beim Kauf von Duschgel, Mascara, Putzmitteln und Co. auf tierversuchsfreie Marken.

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Luzie – diese Katze entkam einem Leben im Tierversuchslabor

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Gruß Hubert

Iggy Pop nimmt es mit grausamen Affen-Experimenten auf   Leave a comment

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Das sind verdammte Tierquäler. Es ist eine Schande dass solche Abscheulichkeiten und diese Tierfolter legal sind.

Von Peta.de

Man kann den Terror in ihren Augen sehen. Man kann ihre Verzweiflung spüren, wenn sie versuchen, sich aus ihren Fesseln zu befreien. Diese Affen wollen einfach „frei“ sein, wie alle anderen auch. „Godfather of Punk“ Iggy Pop hilft, diese Folter zu beenden, indem er PETA seinen Hit „Free“ für ein Video zur Verfügung stellt, das das Leiden von Affen zeigt, die gefangen gehalten und in grausamen Laborexperimenten verwendet werden.

Sehen Sie sich dieses herzzerreißende Video zu Iggys eindringlichem Lied an:

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„Jeder kann den Schmerz und den Schrecken in den Augen dieser Affen sehen“, sagt Iggy. „Niemand sollte so leiden müssen. Sie verdienen es, frei zu sein.“

Das Video zeigt Filmmaterial von PETA USAs Untersuchungen der schmerzhaften, invasiven und tödlichen Phobie-Versuche der Experimentatorin Elisabeth Murray von den National Institutes of Health (NIH). In den Versuchen zum Angstverhalten fügt sie den Affen dauerhafte und traumatische Hirnschäden zu und terrorisiert sie dann mit künstlichen Schlangen und Spinnen. Das Video enthält auch Filmmaterial von den Einzelhaft-Experimenten von Melinda Novak von der University of Massachusetts-Amherst, Sequenzen von Tests des Multimilliarden-Dollar-Auftragslabors Covance und Experimente in einem jetzt geschlossenen NIH-Labor in Maryland. In den Experimenten werden Affen in kleinen, kargen Käfigen in den Wahnsinn getrieben oder auch Affenbabys ihren Müttern entrissen.

 

Erfahren Sie mehr über die Siege von PETA im Kampf gegen Tierversuche

Diese Experimente zwingen empfindsame Affen mit komplexem Sozialverhalten dazu, fast unvorstellbare psychische und physische Belastungen zu ertragen. Es wurde beobachtet, dass einige Primatenarten als Reaktion auf den Tod ihrer Lieben Wache halten, sich gegenseitig trösten oder sogar ihren Lebenswillen verlieren. Diese Experimente sind nicht nur unethisch, sie sind auch extrem verschwenderisch und sinnlos. Zum Beispiel haben Murrays NIH-Experimente allein in den vergangenen 13 Jahren mehr als 36 Millionen Dollar an Steuergeldern verschlungen. Dennoch wurde in den 30 Jahren, in denen sie Tiere gequält hat, daraus keine einzige Behandlungsmethode für Menschen entwickelt.

Iggy ist ein langjähriger Unterstützer von PETA, der bereits in einem Videoset zu Nick Caves Song „Breathless“ mitwirkte und sich im Namen von PETA gegen das jährliche kanadische Robbenschlachten aussprach. Er verfasste auch einen Brief an den Präsidenten der Universität Yale, indem er ihn bat, die grausamen Experimente von Christine Lattin an Haussperlingen und anderen Vögeln zu beenden.

Iggy reiht sich auch in eine lange Liste von Musikern ein – darunter Paul McCartney, The Black Keys und Sia -, die Lieder an PETA gespendet haben.

PETAs Challenge gegen Tierversuche

Aktuell haben Sie eine besondere Chance – denn bis zum 31. Oktober wird Ihre Spende im Rahmen der Challenge „Tierversuche stoppen!“ für PETAs Projekte gegen Tierversuche bis zu einem Gesamtbetrag von 750.000 Euro VERDOPPELT.

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Iggy Pop nimmt es mit grausamen Affen-Experimenten auf

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Gruß Hubert