Archiv für die Kategorie ‘Tierversuche

Schweineherz in Patienten transplantiert   Leave a comment

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Die Ausbeutung der Tiere erreicht neue Stufe. Schweine als Ersatzteillager?

Von aerzte-gegen-tierversuche.de

Xenotransplantation erweckt falsche Hoffnung bei Patienten

An der Universität von Maryland in den USA wurde Medienberichten zufolge einem schwer herzkranken Patienten zum ersten Mal ein Schweineherz transplantiert. Das hört sich nach einem medizinischen Wunder an. Aber nur, wenn man nicht auf die medizinischen Fakten schaut, wie der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche zu bedenken gibt.

Bei der Xenotransplantation wird ein Organ eines Tieres in eine andere Spezies transplantiert. Schon bei einer Transplantation innerhalb einer Art kommt es zu massiven akuten wie chronischen Abstoßungsreaktionen des Körpers, die nur durch lebenslange Gabe von die Immunabwehr unterdrückenden Medikamenten in Schach zu halten sind. Bei Übertragungen von einer Tierart auf eine andere ist diese Abwehrreaktion weitaus heftiger.

Diese Abstoßung versucht man durch „Vermenschlichung“ des Spendertiers zu beherrschen. Schweinen wird menschliches Erbgut eingeschleust und für Abstoßungsreaktionen verantwortliche Gene werden ausgeschaltet. So auch geschehen im aktuellen Fall, bei dem einem Mann in den USA das Herz eines genmanipulierten Schweins eingepflanzt wurde. Die Organe dieser genmanipulierten Tiere sollen damit von der Immunabwehr des Empfängers nicht erkannt werden. „Eine gefürchtete hyperakute Reaktion hat sich im aktuellen Fall damit anscheinend verhindern lassen“, so Dr. Gaby Neumann, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzte gegen Tierversuche. „Doch muss man davon ausgehen, dass es auch verzögerte Abstoßungsreaktionen geben wird. Deshalb wird der Organempfänger auf jeden Fall immunsenkende Mittel einnehmen müssen, die weit über das Maß hinausgehen, das man von der Transplantation eines menschlichen Herzens kennt.“

Diesem Menschenversuch voraus gehen seit Jahren Tierversuche, bei denen Schweineherzen in Affen – meist Paviane – eingepflanzt werden. Die Primaten werden einem wahren Medikamenten-Cocktail ausgesetzt, der für eine Anwendung im Menschen kaum realisierbar wäre. Die Tiere erhalten unter anderem Schmerzmittel, Cortison und eine Vielzahl weiterer Medikamente und Antikörper zur Blutdrucksenkung oder Stützung des Kreislaufs, zur Unterdrückung einer Abstoßungsreaktion, zur Verhinderung von Thrombosen, zur Unterdrückung von Entzündungen, bakteriellen und viralen Infektionen und zur Bildung von roten Blutkörperchen. Alle Medikamente weisen ein breites Spektrum von schweren Nebenwirkungen auf. Trotzdem sterben die meisten Affen bereits nach Stunden oder wenigen Tagen qualvoll an Organversagen. Auch in Deutschland werden solche Xenotransplantationsversuche seit Jahrzehnten an der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt.

Eine weitere Problematik besteht in der potenziellen Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung von bislang unbekannten Krankheiten. Denn im Erbgut der Schweine können sich Viren verbergen, die für diese harmlos sind, aber potenziell gefährlich für den menschlichen Empfänger des Organs. Und nicht nur für ihn. Denn spätestens durch Corona weiß man, dass tierische Krankheitserreger sich verändern und auf den Menschen überspringen können. Ende der 1990er Jahre kam die Fremdorganforschung fast zum Erliegen, als entdeckt wurde, dass Schweine-Retroviren (PERV) menschliche Zellen im Reagenzglas infizieren können.

Selbst wenn die enormen Hürden bei der Abstoßung überwunden werden sollten, bleibt unbekannt, wie ein Schweineorgan auf den menschlichen Lebenswandel reagiert. Die gegenüber dem Schwein sehr viel höheren Cholesterinwerte des Menschen können zur Verstopfung der Blutgefäße führen. Bis heute weiß niemand, ob tierische Organe überhaupt von menschlichen Hormonen reguliert werden können. Zudem ist unbekannt, inwieweit sich die sehr viel kürzere Lebensspanne des Schweins auf das transplantierte Organ auswirkt.

„Gerade zum Wohle von Patienten kann die Lösung für den akuten Organmangel nicht in der völlig unkalkulierbaren Xenotransplantation liegen“, so Neumann. „Viel wichtiger sind der verstärkte Fokus auf Verbesserungen von Präventionsmaßnahmen und die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten mit Hilfe von sinnvollen, humanrelevanten tierversuchsfreien Hightechmethoden.“

Weitere Information
Ärzte gegen Tierversuche, Stellungnahme zu Xenotransplantation 06.12.2018
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/news/aktuelle-news/2810-paviane-sterben-nach-wenigen-monaten-mit-schweineherz

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Schweineherz in Patienten transplantiert

Schweine als Ersatzteillager?   Leave a comment

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Die Ausbeutung von Tieren erreicht eine neue Stufe.

Aus animal-spirit.at

Schweine als Ersatzteillager für Menschen – BVT kritisiert neue Dimension tierischer Ausbeutung

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Bundesverband Tierschutz e.V., Berlin, 12.01.2022:

Medienberichten zufolge ist es in den USA erstmalig gelungen, ein genetisch modifiziertes Schweineherz einem Menschen zu implantieren. Das Herz habe, so die Klinik in Baltimore, seit drei Tagen die Arbeit aufgenommen und sei bisher vom Immunsystem nicht abgestoßen worden. Dem Patienten gehe es gut. „Durch die Bereitstellung genetisch manipulierter Spenderorgane von Tieren ist die Tür zur gezielten Ausbeutung von Tieren noch weiter aufgestoßen worden“, sorgt sich Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT).

Bisher scheiterten Experimente zur Übertragung von tierischen Organen auf den Menschen vor allem daran, daß sie vom humanen Organismus abgestoßen wurden. Der Körper wehrt sich heftig gegen derartige Implantate und verweigert die Annahme des fremden Gewebes. Mit der gentechnischen Veränderung des Schweineherzens scheint es nunmehr erstmalig gelungen zu sein, diese natürlich vorgegebene Schranke zu durchbrechen. Ob tatsächlich eine Heilung des Patienten möglich ist, wird die Zeit zeigen.

Der BVT kritisiert grundsätzlich die genetische Manipulation des Erbgutes von Tieren. „Jetzt besteht zudem die Gefahr, daß Tiere zukünftig in großem Stil zu lebenden Organbanken mißbraucht werden“, befürchtet der BVT-Geschäftsführer.

„Wir sollten akzeptieren, daß es naturgegebene, physiologische Unterschiede zwischen den Spezies gibt. Und wir sollten nicht Schöpfer spielen, indem wir diese Grenzen einzig zu unseren augenscheinlichen Vorteilen verschieben. Die bisherige Ausbeutung von Tieren ist bereits unverantwortlich. Nun auch noch Tiere als Organbanken für den Mensch zu mißbrauchen, ist ethisch verwerflich“, sagt Dr. Jörg Styrie.

Bereits in den 80er Jahren war die Xenotransplantation der Hoffnungsträger der Humanmedizin. Mehrfach wurden Herzen, Lungen und Nieren von Tieren auf den Menschen übertragen. Die Ergebnisse waren niederschmetternd; die Patienten überlebten nur wenige Tage.

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https://www.animal-spirit.at/news/schweine-als-ersatzteillager

Tierversuche an muskelkranken Hunden beenden   Leave a comment

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Schauderhaft was sie mit diesen Hunden in Frankreich machen.

Von Peta.de

In der Nationalen Tiermedizinischen Hochschule Alfort in Frankreich werden Hunden gezielt lähmende Muskelerkrankungen angezüchtet, um an den Tieren zu experimentieren. Die Hunde können nur unter großer Anstrengung gehen, schlucken und atmen. Dies zeigten schockierende Aufnahmen der französischen Tierschutzorganisation Animal Testing aus dem Jahr 2016.

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Die Tierversuche an den Hunden werden von der französischen Hilfsorganisation AFM-Téléthon finanziert. Laut einem Mitarbeiter könne das Labor diese Finanzierung verlieren, würde die Öffentlichkeit Kenntnis über die wahren Zustände erlangen, unter denen die Tiere leiden. Helfen Sie den Hunden, indem Sie AFM-Téléthon auffordern, die grausamen Versuche nicht länger zu unterstützen!
Protestieren Sie gegen die Versuche an muskelkranken Hunden!

Bitte helfen Sie den Hunden und fordern Sie AFM-Téléthon mit Ihrer Unterschrift dazu auf, ab sofort nur noch tierversuchsfreie Projekte zu unterstützen.

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Tierversuche an muskelkranken Hunden beenden

Veröffentlicht 2. Dezember 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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8 Folterinstrumente, die in Tierversuchslaboren verwendet werden   4 comments

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Grauenhaft diese Tierversuche. Ein Armutszeugnis für die Moral der Menschheit.

Von Peta.de

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Genau in diesem Moment sitzen weltweit Millionen Mäuse, Ratten, Kaninchen, Affen, Katzen, Hunde und andere Tiere in engen, sterilen Käfigen in Versuchslaboren. Sie leiden oft unter schrecklichen Schmerzen, sind von ihren Artgenossen isoliert und sehnen sich nach Freiheit. Sie sterben hinter verschlossenen Türen, ohne dass der Großteil der Bevölkerung auch nur ansatzweise ahnt, was dort geschieht. All dieses Leid ist völlig unnötig, denn aufgrund der anatomischen und physiologischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier lassen sich die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht sicher auf den Menschen übertragen.

Die folgenden Folterinstrumente sind keineswegs Requisiten aus einem Horrorfilm, sondern Bestandteil des ganz „normalen Laboralltags“.

1. Die Nagerguillotine

Jedes Jahr werden Millionen Mäuse und Ratten in Laboren in Tierversuchen gequält und getötet. Aus mittelalterlichen Filmen kennen wir die frühere Praxis, Menschen mit der Guillotine zu köpfen – bei Ratten und Mäusen in Tierversuchslaboren wird diese Tötungsmethode auch heute noch angewandt [1]. Vor der Tötung wird den Tieren in Versuchen Gift eingeflößt, ihnen werden Stromschläge verpasst oder Verbrennungen zugefügt. Sind die grausamen Experimente beendet, werden die Tiere getötet und landen im Müll.

2. Der Primatenstuhl

Im Primatenstuhl werden Affen zwangsfixiert und in dieser starren Position teilweise stundenlang gefangen gehalten. Dadurch entstehen häufig Schnitte oder Druckwunden. Um die verängstigten Tiere zu „trainieren“, werden sie beispielsweise durstig gehalten: Hierzu wird den Affen über längere Zeit das Trinken verweigert, damit sie in den Experimenten „kooperieren“, denn als Belohnung warten ein paar Tropfen Wasser oder Saft auf sie.

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3. Die Metzenbaumschere

In Deutschland werden zahlreiche „Laborhunde“ in Versuchen gequält. Wenn den Experimentatoren das Bellen und Wimmern der Hunde auf die Nerven geht, kann es vorkommen, dass die Stimmbänder der Tiere kurzerhand durchtrennt werden. So beenden die Experimentatoren den vermeintlichen Lärm, und die Hunde sind nicht länger in der Lage, ihrem Leiden Gehör zu verschaffen.

4. Kohlendioxidkammern

In diesen Gaskammern werden jedes Jahr Millionen Ratten und Mäuse mit Kohlenstoffdioxid getötet. Wie qualvoll der Erstickungstod durch das schleimhautreizende Gas ist, ist aufgrund der kontinuierlichen Anwendung bei Schweinen mehr als bekannt: In Nase, Hals und Rachen setzt ein unangenehmes Brennen ein, bis die Tiere letztendlich auf grausame Weise ersticken.

5. Schüttelbox und Elektroschockplatte

Tiere wie Mäuse oder Ratten werden in grausamen psychologischen Experimenten in kleine Boxen gesperrt, in denen ihnen immer wieder Stromschläge verpasst werden. Andere Tiere werden in ihrem Käfig stundenlang geschüttelt. Diese grauenhaften Versuche dauern manchmal über Tage oder sogar Wochen an – Ziel der Experimente ist, den Tieren Angst anzutrainieren.

6. Hartplastikröhren

Mäuse, Ratten und sogar Affen werden in enge Röhren aus Hartplastik gezwängt, in denen sie sich nicht bewegen können und den Experimentatoren hilflos ausgeliefert sind. Zur Blutabnahme oder Injektion von Chemikalien werden ihnen Nadeln in Schwanz oder Beine gestochen. In Giftigkeitsexperimenten werden die Tiere in diesen Röhren festgehalten und gezwungen, giftige Chemikalien einzuatmen.

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7. Elektroejakulatoren

Tiere in Versuchslaboren werden anal mit Stromstößen penetriert, damit sie ejakulieren. Auch Tiere in der Agrarwirtschaft, wie Schweine oder Rinder, müssen diese demütigende Prozedur über sich ergehen lassen – Alltag in der Zucht.

8. Halsbänder und Metallstäbe

Affen wird oft ein enges Metallband um den Hals geschnallt, damit Experimentatoren die Tiere besser „handhaben“ können. Dafür wird das Halsband mit einem langen Metallstab verbunden. Die panischen Tiere sind den Experimentatoren damit vollkommen ausgeliefert und werden in Primatenstühle oder andere Foltergeräte gezwungen.

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Bild von Peta.de

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Teils werden die Tiere am Hals aus ihren Käfigen gehoben, gezerrt und geschüttelt! [8]

Trotz der großen Verletzungsgefahr werden diese Metallstäbe noch immer häufig in Laboren eingesetzt. Hergestellt und verkauft werden sie von großen Primatenhändlern wie Primate Products, Inc.

Was Sie tun können

  • Bitte helfen Sie den Tieren, indem Sie Petitionen unterschreiben und teilen.

  • Ihre Freunde und Bekannten glauben, dass Tierversuche wissenschaftlich notwendig und gar nicht so schlimm sind? Klären Sie sie auf und informieren Sie sich mithilfe unserer Artikel zum Thema Tierversuche.

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8 Folterinstrumente, die in Tierversuchslaboren verwendet werden

Sterben Millionen Jahre alte Krebse wegen Medizintests aus?   Leave a comment

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Wieder einmal unsinnige und grausame Tierversuche des Profits wegen für ein paar Leute gemacht. Wir Menschen haben auch kein Recht dass Tiere wegen uns für irgend etwas herhalten müssen.

Von Peta.de

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Pfeilschwanzkrebse lebten bereits vor 150 Millionen auf dem Meeresgrund und haben damit sogar die Dinosaurier überlebt – doch heute gelten die Tiere als gefährdet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass jährlich über eine Million Pfeilschwanzkrebse eingefangen werden, denn für pharmazeutische Tests werden ihnen große Mengen Blut entnommen. Obwohl es inzwischen tierfreie Alternativen gibt, hält die Pharmaindustrie weiter an der antiquierten Methode fest.

Unnötiges Tierleid: 15.000 Euro für einen Liter Blut von gefährdeten Krebsen

Während ihrer Paarungszeit werden jedes Jahr über eine Million Pfeilschwanzkrebse eingefangen und zu Laboren gebracht. Dort wird den Tieren eine Kanüle ins Herz gestochen, über die bis zu einem Drittel ihres hellblauen Blutes entnommen wird. Danach werden die Krebse wieder ins Meer entlassen. Das abgezapfte Blut der Tiere wird für sogenannte LAL-Tests verwendet, mit denen pharmazeutische Produkte standardmäßig auf Endotoxine untersucht werden. Endotoxine sind bakterielle Stoffe wie Kolibakterien oder Salmonellen, die für den Menschen gesundheitsgefährdend sind. Die Blutzellen der Pfeilschwanzkrebse enthalten ein Protein, das auf solche Endotoxine reagiert, indem es zur Gerinnung führt und Bakterien an Ort und Stelle bindet.

Die Blutentnahme gefährdet die Spezies der Millionen Jahre alten Pfeilschwanzkrebse, denn es ist unklar, ob die Tiere diesen Eingriff überleben. Außer Frage steht allerdings, dass diese Methode völlig unnötig ist!

Um Medikamente für den menschlichen Gebrauch zu zertifizieren, gibt es heute biotechnologisch hergestellte tierfreie Alternativen zum Blut der Krebse. Hinter der grausamen Praktik steckt jedoch eine riesige Industrie, die Chancen auf hohe Profite wittert – ein Liter des Krebsblutes bringt nämlich bis zu 15.000 Euro ein.

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Über eine Million Pfeilschwanzkrebse werden eingefangen, um ihnen Blut zu entnehmen. Bild von Peta.de

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Blutentnahme trotz tierfreier Alternativen

Die Blutentnahme bei Pfeilschwanzkrebsen für pharmazeutische Tests wird bereits seit den 1970er-Jahren durchgeführt. Inzwischen wurden allerdings Testalternativen entwickelt, bei denen neben der Zuverlässigkeit der Tests auch Tierschutz und Nachhaltigkeit im Fokus stehen.  Wirksame synthetische Alternativen wie der rekombinante Faktor C (rFC) machen den Einsatz tierischer Produkte beim Endotoxin-Nachweis heute überflüssig.

Förderung tierfreier Methoden durch PETA Science Consortium International

Das PETA Science Consortium International fördert die Entwicklung tierfreier Methoden und setzt sich für deren behördliche Akzeptanz ein. Dabei arbeitet PETAs Konsortium mit zukunftsorientierten Wissenschaftler:innen, Behörden und politischen Organen zusammen – denn die Zukunft der Wissenschaft liegt in humanrelevanten Methoden, die für den Menschen aussagekräftige Ergebnisse hervorbringen und gleichzeitig Tierleben retten.

Aus diesem Grund zeichnet PETAs Wissenschaftskonsortium auch Nachwuchswissenschaftler:innen  für vielversprechende Leistungen aus und stellt damit sicher, dass die nächste Generation von Toxikolog:innen moderne tierversuchsfreie Tests vorantreibt. Für die Entwicklung und Verbesserung von tierversuchsfreien Testmethoden wurden bereits Millionen von Euro gespendet. Daneben organisiert das Wissenschaftskonsortium kostenlose Workshops, Webinare und Schulungsmöglichkeiten für Wissenschaftler:innen.

Helfen Sie, das Leid von Millionen Tieren in Experimenten zu beenden

Um die Forschung mit tierfreien Methoden voranzutreiben, haben wir von PETA Deutschland gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen den Research Modernisation Deal entwickelt.

wissenschaft statt tierversuche

Dieses lösungsorientierte Strategiepapier zeigt Entscheidungsträgern aus Politik und Wissenschaft detailliert auf, wie sich grausame und unnötige Tierversuche in der Forschung durch moderne, tierfreie Methoden ersetzen lassen. Davon würden nicht nur wir Menschen profitieren – vor allem hätte auch das unvorstellbare Leid von Millionen Tieren wie Mäusen, Hunden, Katzen und Affen ein Ende.

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition, mit der wir die Verantwortlichen auffordern, eine verbindliche Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen auszuarbeiten und die Forschung zu modernisieren.

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Sterben Millionen Jahre alte Krebse wegen Medizintests aus?

EU will mehr sinnlose Tierversuche zur Wirkung von Chemikalien   Leave a comment

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Von Peta.de

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Die neueste Strategie zur Regulierung von Chemikalien in der EU fordert noch mehr Tierleben als bisher – ohne einen Nutzen für den Menschen zu bringen. Laut der Strategie sollen ab Oktober 2021 zusätzliche Tierversuche durchgeführt werden, um zu untersuchen, ob bestimmte Chemikalien endokrin wirksam sind, also den menschlichen Hormonhaushalt beeinflussen. Gemäß dieser Strategie müssten noch mehr Tiere in grausamen Versuchen leiden und sterben – obgleich die Wirksamkeit einer Substanz beim Menschen mit Tierversuchen nicht sicher ermittelt werden kann. Tierversuche bieten keinen Schutz für die menschliche Gesundheit.

Was sind endokrin wirksame Chemikalien?

Der menschliche Körper hält ein empfindliches Gleichgewicht von Hormonen, wie beispielsweise Östrogenen, aufrecht. Sie regeln unsere wichtigsten Funktionen, darunter etwa Entwicklung, Stoffwechsel und Fortpflanzungsfähigkeit. Chemikalien mit endokriner Wirksamkeit, auch endokrine Disruptoren genannt, interagieren mit den Hormonen des Körpers.

Um sicherzustellen, dass bestimmte Chemikalien unser hormonelles Gleichgewicht nicht stören, beauftragen Aufsichtsbehörden also Tests. Doch statt Methoden anzuwenden, die für den Menschen relevante Ergebnisse bieten, bestehen die Behörden weiterhin auf Tierversuchen, die Reaktionen beim Menschen nicht verlässlich vorhersagen können.

Tierversuche lassen sich nicht zuverlässig auf den Menschen übertragen

Tierversuche liefern nicht die Ergebnisse, die nötig sind, um die Sicherheit von Stoffen beim Menschen zu gewährleisten.

Es dürfte keine überraschende Erkenntnis sein, dass sich der Hormonhaushalt von Ratten oder Mäusen von dem des Menschen unterscheidet. Dennoch verglich eine Forschungsgruppe die Wirkung von sechs möglichen endokrinen Disruptoren auf die Funktion der Hoden von Ratten, Mäusen und Menschen. Nur bei zwei der sechs Substanzen fanden sie ähnliche Reaktionen bei Menschen und den Nagetieren. Bei zwei weiteren Chemikalien waren die Effekte zwar ähnlich, doch den Mäusen und Ratten musste eine viel höhere Dosis verabreicht werden als den Menschen. Noch beunruhigender ist es, dass die bei den Nagetieren beobachteten Wirkungen auf die letzten beiden Substanzen bei Menschen überhaupt nicht auftraten.

Daneben muss berücksichtigt werden, dass die in den Versuchen missbrauchten Tiere oft verängstigt und gestresst sind und unter Schmerzen leiden. All diese Faktoren beeinträchtigen ihren Hormonhaushalt, was die Aussagekraft der Experimente weiter schwächt. Solch mangelhafte Verfahren verursachen nicht nur sinnloses Tierleid, sondern setzen zudem Menschen einem gesundheitlichen Risiko aus. Die für unsere Sicherheit zuständigen Behörden müssen endlich von Tierversuchen abrücken.

Was ist die Lösung?

Die Lösung ist einfach: Deutschland und Europa müssen die Entwicklung von tierfreien Methoden voranbringen, die für den Menschen relevant sind. Ergebnisse aus Tierversuchen können zu falschen Schlussfolgerungen führen und zur Folge haben, dass Aufsichtsbehörden ihre Versprechen gegenüber der Öffentlichkeit – die Sicherheit von Chemikalien zu gewährleisten – nicht einhalten können. Heute gibt es eine Vielzahl an modernen und tierfreien Forschungsmethoden, die Tierversuche ersetzen können und verlässliche Ergebnisse liefern.

Helfen Sie den Tieren in Versuchslaboren

Tierversuche sind unzuverlässig und grausam. Rufen Sie die EU-Verantwortlichen dazu auf, alle Tierversuche zu beenden und moderne, tierfreie Methoden voranzubringen: Unterstützen Sie unsere Europäische Bürgerinitiative für ein Europa ohne Tierversuche.

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EU will mehr sinnlose Tierversuche zur Wirkung von Chemikalien

 

Aufgedeckt: Beagle-Welpen in „Hundefabrik“ für Tierversuche gezüchtet   Leave a comment

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Unglaublich was man mit Tieren alles tun darf und unvorstellbar wie Tiere darunter leiden.

Von Peta.de – Auszug

Hunde sind ständigem, ohrenbetäubendem Lärm ausgesetzt

Die Hunde werden in langen, ohrenbetäubend lauten Ställen gehalten. Wenn Hunderte von ihnen gleichzeitig bellen, erreicht der Geräuschpegel mehr als 117 Dezibel – lauter als ein Rockkonzert. Die Hunde haben keine Möglichkeit, dem praktisch ständigen Lärm zu entkommen. Das Gehör von Hunden ist dabei viel empfindlicher als das von Menschen – sie hören Geräusche, die wir nicht wahrnehmen können, und das aus viel größerer Entfernung.

Die beengten und stressigen Bedingungen führen dazu, dass die Tiere miteinander kämpfen, was oft Verletzungen zur Folge hat, insbesondere an den Ohren.

Weibliche Hunde werden über Jahre hinweg immer wieder geschwängert. Viele bringen ihre Welpen auf dem harten Boden zur Welt. Während der Recherche bemerkten Aufseher:innen eine trächtige Hündin, die an Fieber litt. Am nächsten Tag fand ein Arbeiter dieselbe Hündin „tot – steif wie ein Brett“, mit „zwei Welpen in ihr und … sie hatten ihre Gebärmutter zerrissen [und] trieben einfach in ihrem Bauch herum. Also war die ganze Nachgeburt … in ihrem Bauch. Und ich glaube, das hat zu einer massiven Infektion geführt.“

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Tote und sterbende Welpen: ein fast tägliches Vorkommnis

Im Laufe der Ermittlungen fand die bezeugende Person mehr als 350 tote Welpen inmitten ihrer lebenden Geschwister und Mütter. Einige Welpen waren von ihren Müttern in den engen Käfigen versehentlich erdrückt worden, andere litten an einem Wasserkopf (dabei sammelt sich Flüssigkeit im Schädel und übt Druck auf das Gehirn aus), ihnen waren die Eingeweide entfernt worden oder sie konnten die harten Bedingungen einfach nicht überleben.

An einem Montag fand die ermittelnde Person einen Welpen, dessen Körper aufgeschlitzt und verrottet war und nach Verwesung roch. Der tote Körper des Hundekindes lag in einem Käfig mit der Mutter und den Geschwistern. Ein:e Mitarbeiter:in sagte: „Der Welpe ist wahrscheinlich seit Freitag da drin.“

Einige Welpen fielen durch Löcher in den Käfigen und landeten in der Kanalisation, klatschnass und bedeckt mit Fäkalien, Einstreu und Abfall. In der Regel überlebten sie nicht.

Welpen durch Injektion ins Herz qualvoll getötet

Die Mitarbeiter:innen töteten einige Welpen, indem sie versuchten, ihnen eine Lösung zum Einschläfern ins Herz zu injizieren, während die Tierkinder bei Bewusstsein waren und spüren konnten, wie die Nadel in ihren Brustkorb eindrang – ein Verstoß gegen die tierärztlichen Richtlinien für die Einschläferung.

Nachdem ein:e Mitarbeiter:in geleugnet hatte, dass man die Welpen betäuben müsste, bevor man sie einschläfern durfte, hob ein Welpe seinen Kopf. Als die ermittelnde Person darauf hinwies, dass „sie noch … wach ist“, reagierte das Personal nicht – stattdessen steckte die Person die Nadel einfach in die Brust des Tieres und injizierte die Lösung.

Eine:r Vorgesetzten war diese Praxis bekannt und wusste, dass mindestens eine mitarbeitende Person sie anwandte. Zudem unternahmen einige Mitarbeiter:innen wenig oder gar nichts, um sich zu vergewissern, dass die Tiere tot waren, bevor sie sie in Plastiksäcke steckten.

Aufgedeckt: Beagle-Welpen in „Hundefabrik“ für Tierversuche gezüchtet

Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle   Leave a comment

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Von Peta.de

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

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Bild von Peta.de

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Wie ein aktueller PETA-Bericht aufzeigt, belegen mehr als 2.500 Studien, dass Tiere Gefühle wie Schmerzen, Angst, Freude und Liebe empfinden. Ratten lachen, wenn man sie kitzelt. Schafe können Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Ziegen können optimistisch sein. Und Kraken wissen ganz genau, wen sie mögen und wen nicht. Tierversuche müssen daher umgehend beendet werden.

Wer sein Zuhause schon einmal mit einem Hund, einer Katze oder anderen Tieren geteilt hat, braucht keine 2.500 Studien, um zu wissen, dass Tiere Gefühle haben – genau wie der Mensch. Die Beweise sind überdeutlich: Tiere empfinden unterschiedliche Emotionen – von Freude und Glück über Traurigkeit und Trauer bis hin zu Mitgefühl, Neid oder Missgunst. Sie können sogar unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden.

Trotzdem werden jedes Jahr weltweit Millionen von Tieren in schmerzhaften, invasiven Experimenten gequält, bevor man sie schließlich kaltblütig tötet – und all das, obwohl wir über das Gefühlsleben von Tieren heute so gut Bescheid wissen.

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

PETAs Bericht über die Emotionen von Tieren

Wissenschaftler von PETA haben in einem Bericht Ergebnisse aus dutzenden von Studien zusammengetragen, die teils sogar von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (NIH) finanziert wurden und das Empfindungsvermögen von unterschiedlichsten Tieren, einschließlich Säugetieren, Vögeln, Fischen, Kopffüßern (z. B. Kraken) und Decapoden (wie Krebsen und Hummern) untersuchten. Der Bericht zeigt die Widersprüchlichkeit auf, wie sie unter Forschenden herrscht, die selbst Tierversuche durchführen. Denn natürlich geht man in den meisten Verhaltensstudien und psychologischen Versuchen an Tieren davon aus, dass diese Tiere über Emotionen verfügen – und spricht den Tieren gleichzeitig ihr Trauma und Leid ab.

Da nicht-menschliche Tiere, genau wie der Mensch, über Emotionen verfügen, schlussfolgert der Bericht, dass es ethisch nicht vertretbar ist, sie dem Trauma und seelischen Leid auszusetzen, das Tierversuche ihnen zufügen.

PETA fordert Politik und Wissenschaft zum Umdenken auf: Es ist dringend erforderlich, dass endlich entsprechend der wissenschaftlichen Erkenntnisse gehandelt, ein Paradigmenwechsel herbeigeführt und Tierversuche umgehend beendet werden.

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Die einzig humane Entscheidung für die Zukunft muss lauten: Stoppt Tierversuche!

Weltweit setzt sich immer mehr das Wissen durch, dass unsere tierischen Mitlebewesen fühlen können. Es zeichnet sich ein Wandel ab. Länder wie Frankreich, die Niederlande, Neuseeland, Schweden und Tansania erkennen die Empfindungsfähigkeit von Tieren in ihren Gesetzen an. Die belgische Hauptstadt Brüssel sieht Tiere als Lebewesen „ausgestattet mit Empfindungsvermögen, eigenen Interessen und Würde, die von einem besonderen Schutz [profitieren]“. Wer von sich behauptet, wissenschaftlich zu arbeiten, muss sich auch an die Grundsätze der Wissenschaft halten.

Doch Tierexperimentatoren und Finanzierungsbehörden weigern sich, die eindeutigen Fakten über das Empfindungsvermögen von Tieren anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Damit hinken sie der Zeit hinterher. Archaische Versuchsmethoden an Tieren – die auch weite Teile der Öffentlichkeit als unmoralisch ablehnen – müssen ein Ende finden. Stattdessen muss die Wissenschaft vollständig auf humanrelevante Methoden wie Organ-on-a-Chip, Organoide, 3-D-Biodruck und Bioinformatik umsteigen. Denn diese Methoden liefern Ergebnisse, die die Wissenschaft tatsächlich voranbringen.

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Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle

Veröffentlicht 20. September 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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Zugenähte Augen: Affenbaby aus Tierversuchslabor gerettet   Leave a comment

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Grausamkeit ohne Grenzen. Diese Experimentatoren oder Teufelsgestalten wie man sie besser nennen sollte, machen vieles aus Neugier ohne das geringste Mitgefühl.

Von Peta.de

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Bildquelle: Peta.de

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Für Tierversuche nähten Experimentatoren die Augen des kleinen Affenjungen Britches zu und schnallten ein schweres Sonargerät auf seinen Kopf, das ein permanent kreischendes Geräusch aussandte. Dann sperrten sie das Affenkind in einen kahlen Drahtkäfig. Britches Fall zeigt, weshalb Tierversuche nicht nur grausam, sondern schlechte Wissenschaft sind. Es ist an der Zeit, moderne, tierfreie Forschungsmethoden voranzutreiben.

Im Versuchslabor geboren, um missbraucht zu werden

Das Leben von Britches begann im März 1985 in einem Labor der US-amerikanischen University of California, Riverside. Das Affenbaby war in einem Tierversuchslabor zur Welt gekommen, sogenannte Forscher:innen entrissen Britches seiner Mutter direkt nach der Geburt.

In den ersten fünf Wochen seines Lebens kannte Britches nichts als Isolation und Dunkelheit. Mutterseelenallein in einem Käfig gefangen konnte sich das Affenbaby lediglich an einem traurigen „Mutterersatz“ festhalten – einem mit Stoff umwickelten Drahtgestell. Nahrung bekam Britches aus der Flasche. Wäre es nach den Experimentatoren des Labors gegangen, hätte das Martyrium des kleinen Affen drei Jahre gedauert.

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„Forscher“ haben Britches die Augen zugenäht, um an ihm zu experimentieren. – Bild von Peta.de

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Rettung für Britches und Hunderte weitere Tiere

Nach fünf grauenhaften Wochen voller Einsamkeit und Verzweiflung wurde er im April 1985 befreit – in einer illegalen Aktion von Mitgliedern der Animal Liberation Front. Gemeinsam mit Britches wurden Hunderte weitere Tiere gerettet, darunter Katzen, denen ein Auge zugenäht worden war, Opossums mit verstümmelten Augen und halb verhungerte Kaninchen.

Zum Zeitpunkt seiner Rettung war Britches in einem katastrophalen Zustand: Auf seinem Kopf befanden sich offene Wunden; seine Augenlider waren durch die dicken Fäden eingerissen und dauerhaft deformiert. Seine Muskeln waren unterentwickelt, er litt unter Krämpfen und unregelmäßigen Kreischanfällen. Ein Tierarzt, der Britches nach seiner Rettung untersuchte, sagte: „Es gibt schlichtweg keine Rechtfertigung für dieses schamlose, schmerzhafte Experiment.“

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Trotz Qualen ein Happy End

Britches wurde fürsorglich aufgepäppelt. Als er fünf Monate alt war, konnte er in eine Auffangstation gebracht werden, wo er in einem großen Außengehege mit anderen Affen spielen konnte.

Eine Affendame adoptierte Britches und kümmerte sich um ihn, als sei er ihr leibliches Kind. Die Verbindung der beiden festigte sich und schnell zeigte sich, dass Britches genau das liebte, was die Experimentatoren ihm für immer verwehren wollten: Umarmungen und eine innige Mutter-Kind-Beziehung. Die Geschichte von Britches hat ein Happy End, denn trotz der Qualen in den ersten Lebenswochen konnte er noch 20 Jahre lang ein weitestgehend normales Affenleben führen.

Tausende Affen, Hunde, Kaninchen, Fische und Pferde leiden jedoch weiterhin täglich in grausamen Versuchen für schlechte Wissenschaft.

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Hier weiterlesen:

Zugenähte Augen: Affenbaby aus Tierversuchslabor gerettet

 

 

 

Warum sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf uns übertragen lassen   Leave a comment

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Es ist eigentlich ziemlich logisch und einleuchtend, dass sich beispielsweise das Ergebnis eines Tierversuchs an einer Maus nicht auf Menschen übertragen lassen. Die Voraussetzungen sind zu verschieden.

Von Peta.de

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Bildquelle: Peta.de

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95 % der neuen Medikamente, die im Tierversuch für wirksam und sicher befunden wurden, scheitern in klinischen Studien am Menschen. Tierversuche sind schon aus ethischen Gründen abzulehnen, doch aufgrund dieser mangelnden Übertragbarkeit bergen sie zudem Risiken: Ein Ergebnis bei Tieren sagt absolut nichts darüber aus, was beim Menschen passieren wird! Trotzdem sind bei der Medikamentenentwicklung Tierversuche unsinnigerweise gesetzlich vorgeschrieben. Dadurch wird die Pharmaindustrie rechtlich formell abgesichert und Patienten ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt. Es wird Zeit, dass zur Entwicklung von Medikamenten neue tierfreundliche Methoden entwickelt und gefördert werden, die wirklich verlässlich sind und Rückschlüsse auf den Menschen erlauben – ein Anknüpfpunkt wären zum Beispiel Systeme wie der „human-on-a-chip“.

Wie funktioniert die Zulassung eines neuen Medikaments?

Insgesamt dauert es im Schnitt mehr als 10 Jahre, bis ein Medikament auf den Markt kommt. Ein Schritt auf dem Weg zur Zulassung eines neuen Medikaments ist die präklinische Prüfung neuer Wirkstoffe, die in Tierversuchen erfolgt. Hier wird vor allem die Toxizität getestet, also inwiefern der Wirkstoff ein Sicherheitsrisiko für den Menschen darstellen könnte. Und das ist schon das erste Problem – anhand von Ergebnissen aus Tierversuchen lassen sich keine verlässlichen Aussagen für den Menschen treffen. Mindestens 30 % der toxischen Effekte, die beim Menschen auftreten, werden durch die Tierversuche nicht vorhergesagt!

Darauf folgen die klinischen Studien, unterteilt in Phase I (bzw. 0) bis Phase IV. In Phase I werden allerdings nur sehr wenige Personen getestet – einfach, weil es durch den vorhergehenden Tierversuch keine Garantie dafür gibt, dass ein Wirkstoff verträglich und sicher ist! Somit wird gewissermaßen jeder neue Wirkstoff „am Menschen getestet“. Viele Wirkstoffe werden auch in späteren klinischen Phasen aussortiert, beispielsweise, weil erst in der breiten Anwendung seltene Nebenwirkungen entdeckt werden.

Warum passieren nicht viel häufiger Pharmakatastrophen?

Pharmaskandale (siehe Contergan, TGN1412 oder Viagra) sind „nur“ alle paar Jahre in den Nachrichten. Ein Grund dafür ist, dass es nach dem Tierversuch genügend Auffangnetze gibt, um Katastrophen zu verhindern – denn der Tierversuch selbst bietet keinerlei Sicherheit. So werden neuartige Testsubstanzen üblicherweise nicht mehreren Personen gleichzeitig verabreicht, sondern mit der niedrigsten Dosis zunächst die Reaktion eines ersten Probanden abgewartet: eine Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde. Außerdem wurde die Anfangsdosis, die Testpersonen verabreicht wird, reduziert: Sie soll sich an der Konzentration orientieren, bei der gerade noch ein messbarer Effekt zu erwarten ist, anstatt sich, wie vorher, an der Konzentration zu orientieren, die in Tierversuchen keine Nebenwirkungen hervorgebracht hat. Das verdeutlicht, dass eine schädliche Wirkung beim Menschen nicht anhand von Tierversuchen ausgeschlossen werden kann.

Der geringe Prozentsatz an Medikamenten, der es bis zur Markteinführung schafft, spiegelt das Grundproblem des Tierversuchs auch ohne tägliche Katastrophen wider: Die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist schlichtweg nicht gegeben.

Der Mensch ist keine 70-kg-Ratte

Als Säugetiere teilen wir natürlich viele Eigenschaften bezüglich Körperbau oder physiologischen Vorgängen mit unseren kleinen Verwandten. Viele – aber einfach nicht alle. Ein kleines Detail im Stoffwechsel reicht aus, um eine komplett unterschiedliche Reaktion auf eine bestimmte Substanz zu bewirken. Selbst zwischen Tieren der gleichen Art gibt es oft gravierende Unterschiede! Ergebnisse aus Tierversuchen sind kaum replizierbar. Inzwischen weiß man sogar, dass selbst Frau und Mann ganz unterschiedlich auf medizinische Wirkstoffe reagieren – wie sollen da Tierversuche verlässliche Ergebnisse für den Menschen liefern können?

Das Fazit: Tierversuche finden ganz einfach im falschen Organismus statt. Die Wissenschaft ist gefragt, um endlich Alternativen zu finden, die für den Menschen relevante Ergebnisse liefern und Tierversuche als einen der ersten Schritte beim Testen neuer Medikamente in der breiten Anwendung ersetzen können!

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Warum sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf uns übertragen lassen