Archiv für die Kategorie ‘Tierversuche

Gefährdung durch veraltete Forschungsmethoden   Leave a comment

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Eine Maus oder eine Ratte ist kein Mensch. Also führen die Forschungsergebnisse sehr oft in die Irre. Dazu kommt noch der psychosoziale Aspekt. Aus meiner Sicht ist der ethische Standpunkt sowieso nicht verantwortbar.

Aus Tierschutznews.ch – leider ist der Artikel dort nicht mehr auffindbar.

Jede schwangere Frau sollte sich bewusst sein, dass sie bei Einnahme eines neuen Medikamentes genauso gut eine Münze werfen kann, um das Risiko für eine Fehlbildung abzuschätzen.
Hier ein Bericht von tierschutznews.ch

Bis 2003 wurden mehr als 150 Babys mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter das Aknemedikament Roaccutan (Isotretinoin) der Schweizer Firma Roche einnahmen.

Noch wesentlich mehr Schwangerschaften endeten mit Fehlgeburten(1). 2006 und damit erst als bereits zahlreiche Kinder Schaden erlitten, erliess die amerikanische Zulassungsbehörde für Medikamente (FDA) das «iPLEDGE-Programm», das verlangte, dass jede Frau im gebärfähigen Alter über das Fehlbildungs-Risiko des Medikamentes Roaccutan aufgeklärt wird und ihr die Anwendung von zwei Verhütungsmethoden gleichzeitig angeraten wird.

Wie konnte es zu diesen Fehlbildungen kommen?

Für die Zulassung eines Medikamentes werden von den Zulassungsbehörden auch sogenannte Terratogenitätsprüfungen verlangt, also Tierversuche, welche die Gefahr für Fehlbildungen des Fetus bzw. Embryos erkennen sollen. Besonders gerne werden hierfür schwangere Menschenaffen verwendet. Der als Oberarzt tätige Alexander Walz weisst darauf hin, dass sich nur in 50% solcher Tierversuche eine Übereinstimmung mit dem Menschen zeigt: «Dies führt zu einem völlig inakzeptablen Risiko für Schwangere bzw. deren ungeborenen Kindern. Dies ist ein Skandal, denn jede schwangere Frau sollte sich bewusst sein, dass sie bei Einnahme eines neuen Medikamentes genauso gut eine Münze werfen kann, um das Risiko für eine Fehlbildung abzuschätzen. Damit wird sie keine schlechtere Vorhersage machen können als wenn sie auf die Tierversuchsergebnisse vertraut. Der eigentliche Skandal aber ist, dass schwangere Frauen heute noch dem gleichen Risiko für Fehlbildungen und Fehlgeburten bei Einnahme neuer Medikamente ausgesetzt sind wie noch vor 100 Jahren, weil unsere Forscher und Zulassungsbehörden immer noch an den mittelalterlichen, unzuverlässigen Tierversuchen festhalten». Weiter sagt Dr. med. Walz: «Auch beim Medikament Roaccutan täuschten die Tierversuche an Mäusen und Ratten eine falsche Sicherheit vor, wie der Forscher Nau bereits 2001 aufdeckte.(2)»

Weltrenommierte Wissenschaftler der Vereinigung Antidote Europe weisen seit Langem darauf hin, dass der Mensch nicht eine 70kg schwere Ratte ist und wir deshalb nicht mehr länger auf Tierversuche vertrauen sollten.(3) 2002 kam die toxikologische Arbeitsgruppe des englischen Regierungshauses «House of Lords» zu dem Ergebnis, dass die Verwendung zweier verschiedener Tierarten bei Sicherheitstests von Arzneien kein wissenschaftlich seriöses Unterfangen sind, sondern vielmehr als Eingeständnis zu werten sind, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf Menschen übertragen werden können.(4)

Für die radikale Tierschützerin Paris Hiltl lässt dies nur einen Schluss zu: «Forscher, die Tierversuche durchführen, wollen nicht Menschen helfen, sondern ihre sadistischen Neigungen ausleben und ihre Karrieregier befriedigen.»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden statt der Verschwendung von Geldern für gefährliche, völlig veraltete Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.
Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Forschungsmethoden.

Viele weitere Beispiele gravierender Risiken für Menschen durch Tierversuche sowie Beispiele, wie der medizinische Fortschritt durch Tierversuche blockiert bis verhindert wurde und wird, finden Sie unter: http://www.agstg.ch

 

Quellen:
1) Accutane Birth Defects http://www.onlinelawyersource.com/accutane/birth-defects/ Zugriff 11.04.2012
2) Nau H.: Teratogenicity of isotretinoin revisited: species variation and the role of all-trans-retinoic acid. J Am Acad Dermatol. 2001 Nov; 45(5): S183-7 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11606951
3) People are not 70kg rats http://antidote-europe.org/campaigns/people-are-not-70kg-rats Zugriff 11.04.2012
4) House of Lords Select Committee on Animals in Scientific Procedures, 2002

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 28. Mai 2018 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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E I N E U N E N D L I C H ( E ) T R A U R I G E G E S C H I C H T E   Leave a comment

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Kirche und Tierschutz

 

Einleitend sei Arthur Schopenhauer zitiert: »Himmelschreiende Ruchlosigkeit, mit
welcher der christliche Pöbel gegen Tiere
verfährt, sie lachend tötet, verstümmelt oder martert«.

Zu ergänzen wäre dazu lediglich : Und die Kronjuwelen der »Krone der Schöpfung«, die Pfaffen im schwarzen Gewand, segnen all das unchristliche Wüten der Dornenkrone Mensch per hoheitsvoll zelebrierten anthropozentrischen Kanzelreden ab. Gibt es für den Menschen noch eine größere Lust und Freude, als die öffentliche, hochpriesterliche Würdigung des eigenen Tuns und die Bestätigung des einzigartigen Wertes des Homo sapiens?

Lebensverachtende Formulierungen, wie im katholischen Katechismus gebraucht, fordern förmlich, gar wörtlich dazu auf, Leid und Schmerz empfindende tierische Mitgeschöpfe als bloße »Ressourcen« anzusehen.

Tiermord segnende Geistliche bei den – die Hubertuslegende verfälschenden – so genannnten »Hubertusmessen« kehren die so pharisäerhaft propagierte »christliche Nächstenliebe« mit weihevoll verbrämten Worten förmlich in den Dreck.

Bild: Hounshell-Putzgruber

Hubertusmesse (hier in Oberösterreich):
Der Priester segnet die Jäger, der umgebrachte Hirsch liegt vor dem Altar

Ein Priester segnet die getöteten Hasen –
mit Jesus und seiner Lehre hat das nichts zu tun!

»Hubertus, warum jagst du mich?«
Der Legende nach erblickte Hubertus im Geweih des Hirsches ein Kreuz und entsagte fortan der Jagd.

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Wer, wenn nicht die Amtskirchen, die auf ihren angehäuften weltlichen Schätzen brütenden selbsternannten Vertreter des Christentums, wäre mehr prädestiniert, sich unmissverständlich und engagiert für die von Gott geschaffene Welt mit all ihren Geschöpfen – Menschen wie Tieren und Pflanzen – einzusetzen? Jesus wäre gewiss an ihrer Seite!
Oder kann man sich einen jagenden Jesus mit einem Gewehr vorstellen, der mit vor Schießgier zittriger Hand Hasen, Rehe (oder auch böse Jagdkonkurrenz – »Raubzeug«, wie Nachbars Katze oder Hund) und anderes Getier »anschweißt«, d.h. verletzt, verkrüppelt? Denn viele Tiere bleiben nicht sofort tot »im Feuer« liegen, sondern krepieren erst elend nach Tagen oder Wochen unter furchtbaren Qualen. Oder einen Jesus mit einem Metzgermesser in der Hand, oder eilfertig ein Skalpell führend, tiefgebeugt über einem aufgeschnittenen, stöhnenden Versucnhtier, abgeschottet hinter Stahltüren der hauptsächlich an ihren Dividenden interessierten Pharmaindustrie ?
Oder können Sie sich einen Jesus vorstellen, von Amoniakdünsten umwabert, in den KZ-Hühnerhaltungen zuerst die Eier einsammelnd, danach durch Tierleichen watend die noch lebenden ausgelaugten Tierkörper knochenbrechend in Plastikkörbe verpackend, dann schließlich mit einem Metzgermesser in der Hand in einem Schlachthaus?
War es nicht Jesus, der Krämerseelen und Kleingläubige mit heißem Herzen aus dem Tempel jagte? Geheime alte Schriften zeugen von einer umfassenden Tierliebe Jesu. Weshalb werden diese unterschlagen und von der Amtskirche nicht anerkannt ?
Weil man es sich seit Jahrhunderten zusammen mit weltlichen Machthabern – Wasser predigend, Wein saufend – bequem eingerichtet hat und ungern Pfründe freiwillig aufkündigt. Statt sich mit Macht und heiligem Zorn für die Gesamtschöpflichkeit Gottes einzusetzen, ist die Amtskirche für die Schreie der geschändeten Kreatur taub. Seit jeher sind von ihr bestenfalls laue Lippenbekenntnisse zu vernehmen – von einigen wenigen mutigen kirchlichen Stimmen einmal abgesehen, die in letzter Konsequenz gar enttäuscht den Kirchendienst verlassen, wie die Theologin und engagierte Tierschützerin Christa Blanke. Große Hochachtung vor dieser Pfarrerin!
Anbiedernd und servil redet man vielfach in kirchlichen Kreisen beispielsweise auch extremistischen islamischen und mosaischen Riten des grauenvollen betäubungslosen Abmetzeln von Tieren (Schächten) nach dem Munde, unterstützt moralisch in verschiedensten Bereichen übelste Tierschinderei – oder praktiziert solche gar selbst, zum Beispiel als Träger der schwarzen Priesterkutte und des grünen Jägerkittels in Personalunion.-
Vielleicht als schöngeistigen Ausgleich präsentiert man im Gegenzug dafür den Gläubigen Jahr für Jahr ein rührseliges, öffentlich aufgeführtes Bühnenstück im Altarraum: ein harmonisches Miteinander zwischen göttlichem Christkindlein in der Krippe und den Tieren. Ochs, Esel und Schafe sind die standartisierten auserwählten Mitgeschöpfe, die einmal jährlich anbetend zusammen mit Hirten und Königen geschützt und friedlich Jesus zu Füßen liegen dürfen.-
Die Realität des heutigen, verlogenen, brutalen Alltagsgeschehens, dem die Tiere ansonsten millionenfach ausgesetzt sind, findet hingegen kaum Erwähnung.
Die Amtskirche braucht bei Laune gehaltene Christen, gutmütige, unkritische Zahler der Kirchensteuer, zwangseingetrieben von Vater Staat – ein sich gegenseitig seit Jahrhunderten genial (unter-)stützendes Konglomerat. Doch die Fassade bröckelt. Immer mehr ernsthafte Christen erwachen aus tradierter Duldungsstarre und drängen befreit aus den Fesseln der Amtskirche.
So auch Hans Apel. Der einsitge Bundesminister für Verteidigung und für Finanzen, sowie ehemaliger evangelischer Kirchenvorstand, ist aus der Amtskirche aus- und in eine Freikirche eingetreten. In seinem Buch »Volkskirche ohne Volk« (Brunnen-Verlag. 14,95 Euro) stellt er fest: »Wenn Menschen nach Gott suchen, suchen sie immer weniger bei der Evangelischen Kirche.(…) Neue Religiosität manifestiert sich vor allem außerhalb der beiden Großkirchen.«
Und er liest der Amtkirche die Leviten: »Für ihr weitgespanntes Netz ihrer Sozialeinrichtungen – Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser – zahlen der Staat und ihre Benutzer bis zu 95 Prozent der anfallenden Kosten. Insofern werden die Kirchensteuerzahler systematisch belogen, wenn ihnen vorgegaukelt wird, nur durch ihre Zahlungen würde die sozialkaritative Arbeit der beiden Großkirchen ermöglicht«. Und weiter: »… kirchliche Außenseiter (Anmerkung: Siehe beispielsweise die Urchristliche Vereinigung »Universelles Leben«, die u.a. vorbildlich aktiven Tierschutz praktiziert) und Sinnvermittler, die neu auf den Markt drängen, sollen durch Verleumdungen und Verdächtigungen kleingehalten werden.« Die »Drecksarbeit« der »Sektenbeauftragten« – so Apel wörtlich – werde die Volkskirche aber nicht retten.
Die einstige und heutige Amtskirche, armselig fixiert auf die »Krone der Schöpfung« und unfähig, über den Tellerrand anthropozentrischen Denkens zu blicken, ist leider ein unglaubwürdiger Torso. Menschen- und Tierschutz gehören in göttlichem Sinne untrennbar zusammen. – Und Christsein definiert sich keinesfalls zwingend über die Zugehörigkeit zu einer Großkirche!
Dieser schmerzhafte Lernprozess wird der Kirche nicht erspart bleiben. Verwiesen wird auf weiterführende Literatur von Eugen Drewermann, Karlheinz Deschner und Hubertus Mynarek.

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus der Zeitschrift »Schutz für Mensch, Tier und Umwelt«, Dez. 2004

Jesus liebte die Tiere und trieb die Tierhändler mit der Peitsche aus dem Tempel. Die Tiere ließ er frei.

Jesus befreit die Opfertiere im Tempel: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!«
(Markus 11,17)

»Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt, aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft….
Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.«

Hieronymus (331 – 420), Übersetzer der Bibel

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abendblatt.de http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/04/682516.html

Welche Tierfamilie könnte man „Krone der Schöpfung“ nennen?
Den Ameisen könnte man diesen Titel verleihen. Denn in den 100 Millionen Jahren ihrer Evolution haben sich die 20000 Arten dieser Familie an die verschiedensten Lebensräume rund um den Globus angepasst und dabei eine Vielzahl von verblüffenden und einzigartigen Überlebensstrategien entwickelt. Manche Arten sind Allesfresser, andere leben räuberisch oder nehmen nur spezielle Pflanzenkost zu sich. Viele sind sesshaft, andere wandern, manche bauen Pilze an oder hegen Blattlausherden, wobei sie sich noch bestimmter Bakterienarten als „Hilfspersonal“ bedienen, wieder andere halten kleinere Ameisen als Sklaven. Am beeindruckendsten aber ist sicherlich, dass sie sich alle zu riesigen Staaten organisieren.

Genauso vielgestaltig wie die Lebensweisen sind die Nester. Die aus Nadeln und Reisig errichteten Haufen hiesiger Waldameisen sind jedem Spaziergänger vertraut. Sie ragen bis zu zwei Meter in die Höhe und reichen ebenso tief in den Boden. Von anderen Ameisenarten kennt man unauffällige Gangsysteme unter Steinen oder hinter der Rinde von Bäumen, aus zerkautem Pflanzenmaterial hergestellte kunstvolle Kartonnester in Baumkronen. Ameisen stellen etwa zehn Prozent der gesamten globalen Biomasse. Die größte bekannte Ameise ist die Königin einer Wanderameise der Gattung Dorylus mit acht Zentimetern Länge. Die Nester von Waldameisen beherbergen 200000 bis zwei Millionen Tiere, Wanderameisenvölker können sogar aus mehr als 20 Millionen Tieren bestehen.

Aus Bild-Wissensbibliothek: „Tiere und Lebensräume“

Von Ulrich Dittmann, Arbeitskreis für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V.

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 23. Mai 2018 von hubwen in Kirchenkritik, Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Herz aus Stein-Verleihung   Leave a comment

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Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. hat am 12.4.2018 das „Herz aus Stein“ für den schlimmsten Tierversuch des Jahres 2017 an das Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin „verliehen“.
Manche Experimentatoren machen nur Tierversuche aus Neugier. Solche Leute sind für mich Verbrecher.

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Herz aus Stein-Verleihung der Ärzte gegen Tierversuche e.V.

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Siehe auch:

Ärzteverein fordert Ausstieg aus dem Tierversuch

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/2642-aerzteverein-fordert-ausstieg-aus-dem-tierversuch

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 27. April 2018 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Das Herz aus Stein für den schlimmsten Tierversuch des Jahres   Leave a comment

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Aus Ärzte gegen Tierversuche. Man sieht wie unsinnig diese Tierversuche sind – und natürlich auch grausam und tierquälerisch. Es wird der grausamste Tierversuches durch die Vergabe des Herzens aus Stein „ausgezeichnet“.

Mit der erstmaligen Vergabe des „Herz aus Stein“ will der Ärzteverein auf besonders grausame und absurde Tierversuche aufmerksam machen, die in Deutschland durchgeführt wurden und in seiner Internet-Datenbank dokumentiert sind.

Das Herz aus Stein für den schlimmsten Tierversuch des Jahres vergeben

„Preis“ geht an Nacktmullforscher des Max-Delbrück-Zentrums

13.04.2018

„Wie lange können Nacktmulle ohne Sauerstoff auskommen?“ – für Tierversuche zu dieser Fragestellung hat der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche gestern einen Preis für den schlimmsten Tierversuch des Jahres 2017 – das „Herz aus Stein“ – verliehen. Die Negativauszeichnung erhielten Tierexperimentatoren des Max-Delbrück-Zentrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch.

„Unlängst war ein Versuchsvorhaben in die Schlagzeilen geraten, bei dem eine Berliner Forscherin wild gefangenen Nachtigallen Elektroden ins Gehirn zementieren wollte, vorgeblich, um autistischen Kindern zu helfen. Dabei hat Berlin noch andere absurde Tierversuche zu bieten“, so Dr. med. vet. Corina Gericke, Vorstandsmitglied der Ärzte gegen Tierversuche.

MDC-Experimentatoren untersuchten die Überlebensrate von Mäusen und Nacktmullen bei verschiedenen Sauerstoff- und Kohlendioxidkonzentrationen in der Luft. Bei 0% Sauerstoff erstickten die Mäuse nach 45 Sekunden, Nacktmulle hielten 18 Minuten aus, wenn ihre Körpertemperatur normale 30°C betrug. Bei erhöhter Temperatur von 37°C erstickten sie nach 6 Minuten. Damit wolle man Strategien zur Behandlung von Schlaganfall und Herzinfarkt entwickeln.

„Regelmäßig werden solche angeblichen Behandlungsaussichten zur Rechtfertigung von Tierversuchen vorgeschoben“, erklärt Dr. Gericke. „Tatsächlich handelt es sich um reine Neugierforschung ohne jeglichen Bezug zum kranken Menschen. Niemand braucht solche abstruse Forschung.“

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche hatte fünf im Jahr 2017 in Fachzeitschriften veröffentlichte Tierexperimente auf seiner Webseite zur Abstimmung für das „Herz aus Stein“ vorgestellt. Fast die Hälfte (48%) der rund 3.500 Stimmen entfielen auf die Nacktmullversuche am MDC. Mit 29% kam ein Versuch aus Martinsried bei München auf den zweiten Platz. Dabei wurde bei Mäusen durch Stiche in den Blinddarm eine äußerst schmerzhafte Bauchfellentzündung ausgelöst, um die Todesrate zu beobachten.

Mit der erstmaligen Vergabe des „Herz aus Stein“ will der Ärzteverein auf besonders grausame und absurde Tierversuche aufmerksam machen, die in Deutschland durchgeführt wurden und in seiner Internet-Datenbank dokumentiert sind. Beim Übergabe-Termin am Donnerstag lehnte das MDC die Annahme des „Herz aus Stein“ ab. Eine vom MDC spontan vor Ort vorgeschlagene öffentliche Diskussionsrunde kam nicht zustande, weil sich das MDC nicht auf den Wunsch des Ärztevereins nach gleich verteiltem Kräfteverhältnis einlassen wollte.

Weitere Informationen
www.herz-aus-stein.info
www.datenbank-tierversuche.de

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Das Herz aus Stein für den schlimmsten Tierversuch des Jahres

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Hier noch ein Video

„Schwimmen bis zur Verzweiflung“ – Kampagne gegen besonders grausame Tierversuche

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 15. April 2018 von hubwen in Tierrechte, Tierversuche, Uncategorized

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VolkswagenStiftung finanzierte unfassbare Tierversuche   Leave a comment

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Eines ist sicher – einen VW würde ich mir bestimmt nicht kaufen, nachdem ich von diesen grausamen Tierversuchen lese, für die die VolkswagenStiftung die Verantwortung trägt. Jetzt spielen Leute wie der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg die Unschuldsengel, als hätten sie „ganz oben“ nichts gewusst von den Tierversuchen. Absolut unglaubwürdig!

Aus Ärzte gegen Tierversuche.

VolkswagenStiftung finanzierte unfassbare Tierversuche an Singvögeln und anderen Tieren

ÄgT fordert Einwirken von VW auf die Stiftung, die den Namen des Autobauers trägt

30.01.2018

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche enthüllt: die VolkswagenStiftung ist für qualvolle und absurde Tierversuche in Deutschland verantwortlich. Vom Autobauer VW fordert der Verein, auf die Stiftung, die seinen Namen trägt, einzuwirken, das Tierversuchs-Sponsoring einzustellen.

Der Skandal um die von VW beauftragten Abgasversuche an Affen schlägt hohe Wellen. Autohersteller entschuldigen oder distanzieren sich, Politiker bis hin zur Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilen die Tierversuche. „Wir wollen Tierversuche für die Zukunft absolut ausschließen. Damit so etwas nicht noch einmal passiert“, wird der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg in der Bild-Zeitung zitiert.

„Doch grausame und absurde Tierversuche wie die Dieseltests sind in Deutschland an der Tagesordnung“, sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Ärzte gegen Tierversuche. Der Ärzteverein nennt Tierversuche, die von der VolkswagenStiftung mitfinanziert wurden.

Rotkehlchen und anderen wild gefangenen Singvögeln wurden die Augen zugeklebt, um ihren Orientierungssinn in verschiedenen magnetischen Feldern zu erforschen, anschließend wurden sie geköpft. Mäusen wurden Bestandteile von Chilischoten in die Füße injiziert, um die Schmerzreaktionen zu beobachten. An Ratten wurde ergründet, welche Nerven im Gehirn aktiv sind, während ihre Schnurrhaare durch einen Luftstrom bewegt werden. Bei Mäusen wurde ein künstlicher Schlaganfall durch Verstopfen einer Hirnarterie ausgelöst, anschließend mussten die Tiere schwimmen, bis sie aufgaben, um so festzustellen, ob Schlaganfall Depressionen auslöst. Selbst die seit Jahren umstrittenen Hirnversuche an Affen, bei denen die Tiere durch Durst gefügig gemacht werden, wurden von der VolkswagenStiftung gesponsert.

Als „reine Neugierforschung“ bezeichnet der Ärzteverein solche Experimente. „Ohne finanzielle Unterstützung durch Drittmittel wie über die VolkswagenStiftung müsste so mancher Forscher seine nutzlose Arbeit einstellen“, erklärt Gericke.

Medien hatten berichtet, wie Volkswagen an Affen belegen wollte, dass seine Dieselabgase nicht schädlich seien. Der Konzern hatte sich für die in den USA durchgeführte Studie, bei der zehn Javaneraffen in einem engen Glaskäfig Dieselabgabe einatmen mussten, entschuldigt und Tierversuche in Zukunft ausgeschlossen. Für Tierärztin Gericke ist das nicht genug. „Der Autohersteller muss sich auch von den durch die VolkswagenStiftung mitfinanzierten Tierversuchen distanzieren und dahingehend Einfluss nehmen, dass keine weiteren mehr gefördert werden!“

Bei der VolkswagenStiftung handelt es sich nicht um eine Unternehmensstiftung. Das Kapital entstammt dem Privatisierungsprozess der heutigen Volkswagen AG und die Fördermittel werden aus dem Kapital sowie aus den vom Land Niedersachsen gehaltenen VW-Aktien erwirtschaftet. Nach Ansicht von Ärzte gegen Tierversuche trägt der Autobauer jedoch als Namensgeber eine Mitverantwortung. Außerdem ist ein Vertreter des Autoherstellers Mitglied des Kuratoriums.

Wie kommt eine Stiftung, die Geistes-, Kultur- und Gesellschaftsprojekte fördert, dazu, Tierversuche zu finanzieren? „Im Kuratorium sitzt ein Affenhirnforscher und ausgemachter Tierversuchspropagandist“, weiß Dr. Gericke.

In einer Stellungnahme auf der Internetseite der Stiftung wird lapidar auf die „Wahrung aller rechtlichen Bestimmungen“ hingewiesen. Die Genehmigungspraxis in Deutschland sei aber laut Ärzte gegen Tierversuche lediglich eine bürokratische Hürde, die Ablehnungsquote liege bei unter 1 %. „Jeder noch so absurde Versuch wird genehmigt. Und wenn eine Behörde mal den Mut hat, einen Antrag abzulehnen, geht der Experimentator vor Gericht, wie gerade in Berlin geschehen“, erklärt die Tierärztin. Die Berliner Senatsverwaltung hatte ein Vorhaben abgelehnt, bei dem Nachtigallen ein Speicherchip in das Gehirn eingepflanzt werden sollte. Die Experimentatoren klagen jetzt dagegen.

Quellen der beschriebenen Tierversuche

In deutscher Zusammenfassung nachzulesen unter www.datenbank-tierversuche.de

Singvogelversuch: Henrik Mouritsen et al.: Night-vision brain area in migratory songbirds. PNAS 2005: 102(23), 8339-8344 Datenbank-ID: 4200

Schmerzversuch: Joao B, Pesquero et al.: Hypoalgesia and altered inflammatory responses in mice lacking kinin B1 receptors. PNAS 2000: 97 (14), 8140-8145 Datenbank-ID: 4280

Rattenschnurrhaare: Emilie C.J. Syed et al.: Effect of sensory stimulation in rat barrel cortex, dorsolateral striatum and on corticostriatal functional connectivity. European Journal of Neuroscience 2011: 33, 461-470 Datenbank-ID: 4416

Depression: Golo Kronenberg et al.: Exofocal dopaminergic degeneration as antidepressant target in mouse model of poststroke depression. Biological Psychiatry 2012, 72(4), 273-281 Datenbank-ID: 4336

Affenhirnversuche: Daniela Vallentin et al: Numerical rule coding in the prefrontal, premotor, and posterior parietal cortices of macaques: The Journal of Neuroscience 2012: 32 (19); 6621-6630 Datenbank-ID: 4511

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VolkswagenStiftung finanzierte unfassbare Tierversuche

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Gruß Hubert

Dr. med. Wolf-Dieter Hirsch: Tierversuche in der Chirurgie   4 comments

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Dr. med. Wolf-Dieter Hirsch, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie erklärt wie unsinnig Tierversuche auch auf chirurgischen Fachgebiet sind und dass sie sogar gefährlich sein können, weil sie zu falschen Schlüssen führen können. Man fragt sich klarerweise warum werden dann solche Tierversuche gemacht? Man muss nicht drei mal raten. Wie immer wenn etwas nicht logisch erscheint stehen Geschäfte dahinter. Es verdienen verschiedene Leute an den Tierversuchen.

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Dr. med. Wolf-Dieter Hirsch: Tierversuche in der Chirurgie

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Dr. med. Wolf-Dieter Hirsch, Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie erklärt, warum Tierversuche in der Chirurgie unsinnig sind und welche Möglichkeiten es gibt, chirurgische Eingriffe ohne Tierversuche zu lernen.

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Gruß Hubert

Gegenargumente zu den Tierversuchen   Leave a comment

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Mich wundert, enttäuscht und es entsetzt mich auch, wie es gelingen kann das finstere Kapitel der Tierversuche von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Pharmalobby mit ihren reichlich vorhandenen Mitteln da interveniert. Tierversuche nützen nur denen, die daran verdienen. Menschen wird eine falsche Sicherheit vorgegaukelt und nicht zuletzt dient es der Pharmalobby sich rechtlich abzusichern. Was Tierversuche wert sind, zeigen die 13.000 bis 16.000 Toten in der BRD in der Folge von Arzneimitteleinnahme. Den Unsinn, die Grausamkeit und die Perversität von Tierversuchen sieht man an vielen Beispielen.

Ich möchte hier ein paar Argumente gegen die Unsinnigkeit von Tierversuchen von „Ärzte gegen Tierversuche“ entnehmen.

„Ein Beispiel ist die Schlaganfall-Forschung. Dieser Zustand wird bei Tieren durch Unterbrechung von Blutgefäßen im Gehirn hervorgerufen. Obwohl es hier eine oberflächliche Ähnlichkeit zur menschlichen Erkrankung gibt, führten Tierexperimente in die Irre. Von 25 Medikamenten, welche bei der Behandlung von Tieren mit künstlich hervorgerufenem Schlaganfall für aussichtsreich gehalten wurden, war keines in der klinischen Praxis erfolgreich.“

 

„Eine weitere Krankheit, bei der die am Tier künstlich hervorgerufenen Symptome oberflächliche Ähnlichkeit mit der menschlichen Krankheit haben, ist Krebs. Aber es ist schon lange bekannt, dass sich der tierexperimentell induzierte Krebs wesentlich vom Krebs des Menschen unterscheidet. Der Herausgeber der Krebsforschungs-Zeitschrift Clinical Oncology stellte fest, dass es schwierig sei, »einen einzigen üblichen Krebs des Menschen zu finden, bei dem Behandlung und Heilungsaussichten durch tierexperimentelle Forschung ernsthaft beeinflusst wurden. Letztendlich sind es Studien am menschlichen Patienten und nicht Tierversuche, die relevante Ergebnisse bringen.«

Unterschiedliche Auswirkungen bei Mensch und Tier:
Hier nur zwei Beispiele (es gibt viele):
• „bei Hunden führt das muskelentspannende Mittel Tubocurarin zu einem ernsten Abfall des Blutdrucks, ist aber für den Menschen vergleichsweise sicher.
• Penicillin ist hoch giftig für Meerschweinchen und Hamster

Experimentatoren behaupten manchmal, dass Speziesunterschiede selten wären. Aber in Wirklichkeit sind sie die Regel. Vergleiche haben gezeigt, dass die meisten medikamentösen Nebenwirkungen, welche beim Menschen auftreten, nicht korrekt mit Tierversuchen vorhergesagt werden können.“

Hier gibt es weitere Argumente gegen Tierversuche:
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/infos/humanmedizin/102-wissenschaftliche-argumente-gegen-tierversuche

Es bleibt zu hoffen, dass man doch zu alternativen Methoden immer mehr übergeht. Leider wird das alles sehr langsam gehen, da das Wissen in der Bevölkerung über die wahren Beweggründe für Tierversuche fast nicht vorhanden ist. Da ist die Meinung vorherrschend, die Tierversuche dienten der Erforschung und Verbesserung der menschlichen Gesundheit.
Deshalb kommt da kein Druck an diesen unwürdigen, grausamen und verbrecherischen Zuständen etwas zu ändern. Die (gekauften) Medien tun das übrige dazu, dass die Menschen nicht aufgeklärt werden.

[…]

Ein Toter kommt vor einen Engel:
„Aber die Wissenschaft“, fragte der Tote angstvoll, „habe ich ihr nicht gedient? Gehöre ich nicht zu den großen Geistern, auch wenn ich diese Taten beging?“ „Die großen Geister waren den Tieren Brüder und nicht Henker“, sagte der Engel.

[…]
Das Wissen, dass Tierversuche nicht nur eine Grausamkeit an wehrlosen und unschuldigen Geschöpfen bedeuten, sondern irreführend sind, weil sie nicht auf den Menschen übertragbar sind, steht vor allem jenen zur Verfügung, die immer noch an ihrer Berechtigung festhalten wollen: den „Koryphäen“ der Wissenschaft, den „großen Geistern“ oder solche, die es noch werden wollen und all jenen Forschern, die ihren Namen in den kalten Hallen des Ruhmes verewigen möchten. Es ist eine bittere und traurige Wahrheit, dass Tierversuche in wissenschaftlichen Kreisen immer noch anerkannt sind und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften unter Bezugnahme dieser einen wichtigen Meilenstein auf der Karriereleiter eines Wissenschaftlers bedeuten. Doch wenn der breiten Masse, den „einfachen“ Menschen aus dem Volk bereits das Wissen zur Verfügung steht, dass Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar sind, wie weitreichend haben dann erst recht Wissenschaftler und Forscher durch die heutige Technologie mit immensen Datenbanken darauf Zugriff?

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Traurige Grüße – Hubert

 

Veröffentlicht 19. Dezember 2017 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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