Archiv für die Kategorie ‘Tierversuche

Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle   Leave a comment

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Von Peta.de

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

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Wie ein aktueller PETA-Bericht aufzeigt, belegen mehr als 2.500 Studien, dass Tiere Gefühle wie Schmerzen, Angst, Freude und Liebe empfinden. Ratten lachen, wenn man sie kitzelt. Schafe können Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Ziegen können optimistisch sein. Und Kraken wissen ganz genau, wen sie mögen und wen nicht. Tierversuche müssen daher umgehend beendet werden.

Wer sein Zuhause schon einmal mit einem Hund, einer Katze oder anderen Tieren geteilt hat, braucht keine 2.500 Studien, um zu wissen, dass Tiere Gefühle haben – genau wie der Mensch. Die Beweise sind überdeutlich: Tiere empfinden unterschiedliche Emotionen – von Freude und Glück über Traurigkeit und Trauer bis hin zu Mitgefühl, Neid oder Missgunst. Sie können sogar unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden.

Trotzdem werden jedes Jahr weltweit Millionen von Tieren in schmerzhaften, invasiven Experimenten gequält, bevor man sie schließlich kaltblütig tötet – und all das, obwohl wir über das Gefühlsleben von Tieren heute so gut Bescheid wissen.

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

PETAs Bericht über die Emotionen von Tieren

Wissenschaftler von PETA haben in einem Bericht Ergebnisse aus dutzenden von Studien zusammengetragen, die teils sogar von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (NIH) finanziert wurden und das Empfindungsvermögen von unterschiedlichsten Tieren, einschließlich Säugetieren, Vögeln, Fischen, Kopffüßern (z. B. Kraken) und Decapoden (wie Krebsen und Hummern) untersuchten. Der Bericht zeigt die Widersprüchlichkeit auf, wie sie unter Forschenden herrscht, die selbst Tierversuche durchführen. Denn natürlich geht man in den meisten Verhaltensstudien und psychologischen Versuchen an Tieren davon aus, dass diese Tiere über Emotionen verfügen – und spricht den Tieren gleichzeitig ihr Trauma und Leid ab.

Da nicht-menschliche Tiere, genau wie der Mensch, über Emotionen verfügen, schlussfolgert der Bericht, dass es ethisch nicht vertretbar ist, sie dem Trauma und seelischen Leid auszusetzen, das Tierversuche ihnen zufügen.

PETA fordert Politik und Wissenschaft zum Umdenken auf: Es ist dringend erforderlich, dass endlich entsprechend der wissenschaftlichen Erkenntnisse gehandelt, ein Paradigmenwechsel herbeigeführt und Tierversuche umgehend beendet werden.

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Die einzig humane Entscheidung für die Zukunft muss lauten: Stoppt Tierversuche!

Weltweit setzt sich immer mehr das Wissen durch, dass unsere tierischen Mitlebewesen fühlen können. Es zeichnet sich ein Wandel ab. Länder wie Frankreich, die Niederlande, Neuseeland, Schweden und Tansania erkennen die Empfindungsfähigkeit von Tieren in ihren Gesetzen an. Die belgische Hauptstadt Brüssel sieht Tiere als Lebewesen „ausgestattet mit Empfindungsvermögen, eigenen Interessen und Würde, die von einem besonderen Schutz [profitieren]“. Wer von sich behauptet, wissenschaftlich zu arbeiten, muss sich auch an die Grundsätze der Wissenschaft halten.

Doch Tierexperimentatoren und Finanzierungsbehörden weigern sich, die eindeutigen Fakten über das Empfindungsvermögen von Tieren anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Damit hinken sie der Zeit hinterher. Archaische Versuchsmethoden an Tieren – die auch weite Teile der Öffentlichkeit als unmoralisch ablehnen – müssen ein Ende finden. Stattdessen muss die Wissenschaft vollständig auf humanrelevante Methoden wie Organ-on-a-Chip, Organoide, 3-D-Biodruck und Bioinformatik umsteigen. Denn diese Methoden liefern Ergebnisse, die die Wissenschaft tatsächlich voranbringen.

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Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle

Veröffentlicht 20. September 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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Zugenähte Augen: Affenbaby aus Tierversuchslabor gerettet   Leave a comment

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Grausamkeit ohne Grenzen. Diese Experimentatoren oder Teufelsgestalten wie man sie besser nennen sollte, machen vieles aus Neugier ohne das geringste Mitgefühl.

Von Peta.de

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Bildquelle: Peta.de

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Für Tierversuche nähten Experimentatoren die Augen des kleinen Affenjungen Britches zu und schnallten ein schweres Sonargerät auf seinen Kopf, das ein permanent kreischendes Geräusch aussandte. Dann sperrten sie das Affenkind in einen kahlen Drahtkäfig. Britches Fall zeigt, weshalb Tierversuche nicht nur grausam, sondern schlechte Wissenschaft sind. Es ist an der Zeit, moderne, tierfreie Forschungsmethoden voranzutreiben.

Im Versuchslabor geboren, um missbraucht zu werden

Das Leben von Britches begann im März 1985 in einem Labor der US-amerikanischen University of California, Riverside. Das Affenbaby war in einem Tierversuchslabor zur Welt gekommen, sogenannte Forscher:innen entrissen Britches seiner Mutter direkt nach der Geburt.

In den ersten fünf Wochen seines Lebens kannte Britches nichts als Isolation und Dunkelheit. Mutterseelenallein in einem Käfig gefangen konnte sich das Affenbaby lediglich an einem traurigen „Mutterersatz“ festhalten – einem mit Stoff umwickelten Drahtgestell. Nahrung bekam Britches aus der Flasche. Wäre es nach den Experimentatoren des Labors gegangen, hätte das Martyrium des kleinen Affen drei Jahre gedauert.

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„Forscher“ haben Britches die Augen zugenäht, um an ihm zu experimentieren. – Bild von Peta.de

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Rettung für Britches und Hunderte weitere Tiere

Nach fünf grauenhaften Wochen voller Einsamkeit und Verzweiflung wurde er im April 1985 befreit – in einer illegalen Aktion von Mitgliedern der Animal Liberation Front. Gemeinsam mit Britches wurden Hunderte weitere Tiere gerettet, darunter Katzen, denen ein Auge zugenäht worden war, Opossums mit verstümmelten Augen und halb verhungerte Kaninchen.

Zum Zeitpunkt seiner Rettung war Britches in einem katastrophalen Zustand: Auf seinem Kopf befanden sich offene Wunden; seine Augenlider waren durch die dicken Fäden eingerissen und dauerhaft deformiert. Seine Muskeln waren unterentwickelt, er litt unter Krämpfen und unregelmäßigen Kreischanfällen. Ein Tierarzt, der Britches nach seiner Rettung untersuchte, sagte: „Es gibt schlichtweg keine Rechtfertigung für dieses schamlose, schmerzhafte Experiment.“

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Trotz Qualen ein Happy End

Britches wurde fürsorglich aufgepäppelt. Als er fünf Monate alt war, konnte er in eine Auffangstation gebracht werden, wo er in einem großen Außengehege mit anderen Affen spielen konnte.

Eine Affendame adoptierte Britches und kümmerte sich um ihn, als sei er ihr leibliches Kind. Die Verbindung der beiden festigte sich und schnell zeigte sich, dass Britches genau das liebte, was die Experimentatoren ihm für immer verwehren wollten: Umarmungen und eine innige Mutter-Kind-Beziehung. Die Geschichte von Britches hat ein Happy End, denn trotz der Qualen in den ersten Lebenswochen konnte er noch 20 Jahre lang ein weitestgehend normales Affenleben führen.

Tausende Affen, Hunde, Kaninchen, Fische und Pferde leiden jedoch weiterhin täglich in grausamen Versuchen für schlechte Wissenschaft.

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Hier weiterlesen:

Zugenähte Augen: Affenbaby aus Tierversuchslabor gerettet

 

 

 

Warum sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf uns übertragen lassen   Leave a comment

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Es ist eigentlich ziemlich logisch und einleuchtend, dass sich beispielsweise das Ergebnis eines Tierversuchs an einer Maus nicht auf Menschen übertragen lassen. Die Voraussetzungen sind zu verschieden.

Von Peta.de

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95 % der neuen Medikamente, die im Tierversuch für wirksam und sicher befunden wurden, scheitern in klinischen Studien am Menschen. Tierversuche sind schon aus ethischen Gründen abzulehnen, doch aufgrund dieser mangelnden Übertragbarkeit bergen sie zudem Risiken: Ein Ergebnis bei Tieren sagt absolut nichts darüber aus, was beim Menschen passieren wird! Trotzdem sind bei der Medikamentenentwicklung Tierversuche unsinnigerweise gesetzlich vorgeschrieben. Dadurch wird die Pharmaindustrie rechtlich formell abgesichert und Patienten ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt. Es wird Zeit, dass zur Entwicklung von Medikamenten neue tierfreundliche Methoden entwickelt und gefördert werden, die wirklich verlässlich sind und Rückschlüsse auf den Menschen erlauben – ein Anknüpfpunkt wären zum Beispiel Systeme wie der „human-on-a-chip“.

Wie funktioniert die Zulassung eines neuen Medikaments?

Insgesamt dauert es im Schnitt mehr als 10 Jahre, bis ein Medikament auf den Markt kommt. Ein Schritt auf dem Weg zur Zulassung eines neuen Medikaments ist die präklinische Prüfung neuer Wirkstoffe, die in Tierversuchen erfolgt. Hier wird vor allem die Toxizität getestet, also inwiefern der Wirkstoff ein Sicherheitsrisiko für den Menschen darstellen könnte. Und das ist schon das erste Problem – anhand von Ergebnissen aus Tierversuchen lassen sich keine verlässlichen Aussagen für den Menschen treffen. Mindestens 30 % der toxischen Effekte, die beim Menschen auftreten, werden durch die Tierversuche nicht vorhergesagt!

Darauf folgen die klinischen Studien, unterteilt in Phase I (bzw. 0) bis Phase IV. In Phase I werden allerdings nur sehr wenige Personen getestet – einfach, weil es durch den vorhergehenden Tierversuch keine Garantie dafür gibt, dass ein Wirkstoff verträglich und sicher ist! Somit wird gewissermaßen jeder neue Wirkstoff „am Menschen getestet“. Viele Wirkstoffe werden auch in späteren klinischen Phasen aussortiert, beispielsweise, weil erst in der breiten Anwendung seltene Nebenwirkungen entdeckt werden.

Warum passieren nicht viel häufiger Pharmakatastrophen?

Pharmaskandale (siehe Contergan, TGN1412 oder Viagra) sind „nur“ alle paar Jahre in den Nachrichten. Ein Grund dafür ist, dass es nach dem Tierversuch genügend Auffangnetze gibt, um Katastrophen zu verhindern – denn der Tierversuch selbst bietet keinerlei Sicherheit. So werden neuartige Testsubstanzen üblicherweise nicht mehreren Personen gleichzeitig verabreicht, sondern mit der niedrigsten Dosis zunächst die Reaktion eines ersten Probanden abgewartet: eine Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde. Außerdem wurde die Anfangsdosis, die Testpersonen verabreicht wird, reduziert: Sie soll sich an der Konzentration orientieren, bei der gerade noch ein messbarer Effekt zu erwarten ist, anstatt sich, wie vorher, an der Konzentration zu orientieren, die in Tierversuchen keine Nebenwirkungen hervorgebracht hat. Das verdeutlicht, dass eine schädliche Wirkung beim Menschen nicht anhand von Tierversuchen ausgeschlossen werden kann.

Der geringe Prozentsatz an Medikamenten, der es bis zur Markteinführung schafft, spiegelt das Grundproblem des Tierversuchs auch ohne tägliche Katastrophen wider: Die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist schlichtweg nicht gegeben.

Der Mensch ist keine 70-kg-Ratte

Als Säugetiere teilen wir natürlich viele Eigenschaften bezüglich Körperbau oder physiologischen Vorgängen mit unseren kleinen Verwandten. Viele – aber einfach nicht alle. Ein kleines Detail im Stoffwechsel reicht aus, um eine komplett unterschiedliche Reaktion auf eine bestimmte Substanz zu bewirken. Selbst zwischen Tieren der gleichen Art gibt es oft gravierende Unterschiede! Ergebnisse aus Tierversuchen sind kaum replizierbar. Inzwischen weiß man sogar, dass selbst Frau und Mann ganz unterschiedlich auf medizinische Wirkstoffe reagieren – wie sollen da Tierversuche verlässliche Ergebnisse für den Menschen liefern können?

Das Fazit: Tierversuche finden ganz einfach im falschen Organismus statt. Die Wissenschaft ist gefragt, um endlich Alternativen zu finden, die für den Menschen relevante Ergebnisse liefern und Tierversuche als einen der ersten Schritte beim Testen neuer Medikamente in der breiten Anwendung ersetzen können!

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Warum sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf uns übertragen lassen

 

Fetales Kälberserum: Ungeborene Kälber für Forschung getötet   Leave a comment

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Die Grausamkeit, die Niedertracht und die Skrupellosigkeit dieser Menschen, die Tierversuche machen, kennt keine Grenzen. Das sind gewissenlose Verbrecher. Es wäre wünschenswert, wenn diese Verbrecher einmal das bekommen was sie verdienen.

Von Peta.de

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Eine Alternative zu Tierversuchen, die oft keine ist: Für Zellkulturen, die das Potenzial haben, grausame Tierversuche tierfreundlich zu ersetzen, werden die ungeborenen Föten von Kühen getötet. Erfahren Sie hier, wofür fetales Kälberserum verwendet wird und wieso es keine Alternative ist, wenn ein Tierleid durch ein anderes ersetzt wird.

Wofür wird fetales Kälberserum verwendet?

Das fetale oder auch fötale Kälberserum (FKS) wird seit den 1950er-Jahren standardmäßig als Nährmedium für Zellkulturen verwendet – also die Züchtung von Zellen und Gewebe in einer Petrischale. Das Serum enthält neben Proteinen, Hormonen, Lipiden, Mineralien und viele anderen Stoffen Wachstumsfaktoren, welche den Stoffwechsel und das Wachstum einer Zelle unterstützen.

Die gezüchteten Zellen werden unter anderem bei der Giftigkeitsprüfung von Chemikalien und bei der Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffen benutzt. Auch die Herstellung von Laborfleisch beruht noch auf Zellkulturen. Eigentlich soll diese Methode grausame Versuche an lebenden Tieren oder Fleisch aus Tieren ersetzen – erzeugt jedoch weiterhin Tierleid.

Bis zu 2 Millionen Kälber jährlich getötet

Die Gewinnung von fetalem Kälberserum ist überaus grausam und verursacht großes Tierleid. Hierfür werden schwangere Kühe im Schlachthaus getötet und der Fötus wird aus der Gebärmutter herausgeschnitten. Dem noch lebenden Kalb wird ohne Betäubung eine dicke Nadel in das Herz gestoßen, über die sein gesamtes Blut abgesaugt wird. Der Fötus wird blutleer und stirbt. Kälberföten sind zu diesem Zeitpunkt bereits leidensfähig und spüren mit hoher Wahrscheinlichkeit den gesamten Prozess.

Weltweit werden jährlich 800.000 Liter FKS verwendet. Pro Kalb wird in etwa ein halber Liter Blut „gewonnen“. Das bedeutet, dass jedes Jahr ein bis zwei Millionen Kälber auf diese grausame Weise getötet werden.

Kälberserum ist nicht zuverlässig einsetzbar

Fetales Kälberserum ist nicht nur aus ethischen Gründen problematisch, es birgt auch Risiken im Einsatz in der Forschung. So ist die genaue Zusammensetzung des Serums bis heute nicht bekannt. Auch kommt es zu geografischen und saisonalen Schwankungen von Charge zu Charge, was zu unterschiedlichen Ergebnissen bei In-vitro-Studien führt.  Zudem ist FKS wie alle tierischen Substanzen mit einem hohen Kontaminationsrisiko verbunden. Die tierischen Proteine oder Schadstoffe sind gerade bei der Herstellung von Medikamenten gefährlich.

Da FKS bei der Impfstoffentwicklung, in Forschungslaboren und der Arzneimittelherstellung in großen Mengen eingesetzt wird, kommt es immer wieder zu Engpässen. So erschwerte die Verfügbarkeit des Kälberserums bereits die Entwicklung des Corona-Impfstoffes.

Es gibt bereits tierfreie Alternativen

Wie bei so vielen traditionellen Methoden in der Forschung gibt es auch für das fetale Kälberserum bereits tierfreie Alternativen, die jedoch bisher kaum verwendet werden – obwohl diese sogar Vorteile bieten. Diese neueren Methoden beruhen auf rein pflanzlichen Nährlösungen, menschlichem Blut oder werden synthetisch hergestellt. Sie können das Kälberserum bei der Zellkultivierung komplett ersetzen. Dazu gehört beispielsweise das humane Blutplättchen-Lysat (hPL), welches aus abgelaufenen Blutspenden gewonnen werden kann, die normalerweise weggeworfen werden. hPL enthält sogar bessere Wachstumsfaktoren, mit denen auch menschliche Stammzellen kultiviert werden können. Auch schwankt die Zusammensetzung nicht so stark wie beim Kälberserum und Krankheitserreger sind durch die vorherige Prüfung der Spender ausgeschlossen.

Für einige Zellkulturen sind tierfreie Nährmittel bereits im Handel erhältlich und es existieren Anleitungen für die Anpassung der Zellen an die neuen Mittel. [7, 8] Die Anpassung dauert maximal nur einige Wochen und ist daher kein Hindernis für den Einsatz tierleidfreier Methoden.

So helfen Sie den Tieren, die für die Forschung leiden

Neben den Millionen Kälbern, die für fetales Kälberserum getötet werden, leiden jährlich etwa sieben Millionen weitere Tiere in deutschen Versuchslaboren. Die zahllosen tierfreien Alternativen, die es bereits gibt, werden noch viel zu selten eingesetzt. Unterstützen Sie unsere Strategie für den Ausstieg aus Tierversuchen, um das Leid der Tiere endlich zu beenden!

Ausstieg aus Tierversuchen unterstützen

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Fetales Kälberserum: Ungeborene Kälber für Forschung getötet

Nervengift und Traumatraining: Tierversuche bei der Bundeswehr   Leave a comment

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Absolut abstoßend der Missbrauch an Tieren durch die Bundeswehr!

Von Peta.de

Bei Tierversuchen denken die meisten Menschen an Chemikalientests, Inhaltsstoffe für Kosmetik oder Medikamente. Doch auch im militärischen Kontext werden zahllose Tiere in Versuchen missbraucht und getötet: Im Fall der Bundeswehr waren dies seit dem Jahr 2000 über 7.500 Tiere!

Schweine in OP-Kursen der Bundeswehr verstümmelt

PETA fordert die Bundeswehr seit vielen Jahren dazu auf, ihre OP-Kurse an lebenden Schweinen zu beenden und stattdessen tierfreie Trainingsmethoden einzusetzen, die nicht nur effektiver und ökonomischer sind, sondern auch ethisch vertretbar. In den Kursen der Bundeswehr, auch Traumatraining genannt, werden Operationen von Kriegsverletzungen geübt, beispielsweise Verletzungen mit schweren Blutungen.

Diese Versuche müssen nicht zwingend an lebenden Tieren durchgeführt werden, denn es gibt längst realitätsnahe tierfreie Methoden, darunter etwa lebensechte Patientensimulatoren. Mit diesen Verfahren lassen sich Blutungen, Atembeschwerden, Medikamentenreaktionen und sogar der Tod eines Menschen realistisch nachstellen.

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Symbolbild – Bild von Peta.de

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Weitere Opfer: Affen, Hunde, Meerschweinchen, Schafe und Pferde

Eine Kleine Anfrage der Partei DIE LINKE hat nun ans Licht gebracht, dass die Bundeswehr nicht nur Schweine, sondern zahlreiche weitere Tiere in grausamen Experimenten ausbeutet. Wie die Ergebnisse der Anfrage aufzeigen, wurden Meerschweinchen und Ratten Nervenkampfstoffen ausgesetzt, genauer gesagt Nervengiften. Auch neun Krallenäffchen wurden in einem Versuch mit Nervenkampfstoffen gequält. Um Nervenschädigungen oder Blutarmut zu simulieren, wurden Schweine schwer verletzt. Daneben wurden auch Mäuse, Ratten und Meerschweinchen zur „Übung chirurgischer Maßnahmen“ missbraucht. Bei Kaninchen wurde ein Knorpeltrauma verursacht, bei Mäusen wurden dem Gesichtsnerv traumatische Verletzungen zugefügt oder die Tiere wurden verstrahlt – die Liste der grausamen Versuche ist lang. Die traurige Bilanz der Opfer: 6.306 Mäuse und Ratten, 590 Meerschweinchen, 108 Kaninchen, 27 Affen, 144 Hunde, etwa 168 Schweine und 307 Schafe, Ziegen und Pferde.

Widerspruch zum Tierschutzgesetz?

Das Absurde daran: Tierversuche zur Entwicklung und Erprobung von Waffen und Munition sind laut Tierschutzgesetz verboten. Anscheinend zählen jedoch weder die Auswirkungen von Kampfstoffen noch die Folgen kriegstypischer Verletzungen dazu. Der Missbrauch von Schweinen, Mäusen, Ratten und Meerschweinchen in der chirurgischen Weiterbildung ist völlig unverständlich – denn tierfreie Methoden sind realitätsnäher und erzielen bessere Ergebnisse, so etwa Simulatoren menschlicher Patienten. Eine Studie von PETA USA und Experten der militärmedizinischen Ausbildung ergab, dass in der militärischen und zugehörigen medizinischen Ausbildung in mehr als 70 Prozent der NATO-Mitgliedsstaaten keine Tiere missbraucht werden. Was in den meisten NATO-Staaten Standard ist, sollte auch in Deutschland umsetzbar sein!

Was Sie tun können

Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren. Fordern Sie mit uns, dass die Bundeswehr endlich auf moderne tierfreie Trainingsmethoden für ihre Chirurgen zurückgreift!

Petition: Tierversuche bei der Bundeswehr stoppen!

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Nervengift und Traumatraining: Tierversuche bei der Bundeswehr

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Schweine in OP-Kursen der Bundeswehr verstümmelt   1 comment

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Das ist eine absolute Sauerei was die Bundeswehr macht. Wie kann man denn so grausame Tierversuche mit lebenden Schweinen machen??? Das ist auf das Schärfste zu verurteilen.

„Was in den meisten NATO-Staaten Standard ist, sollte auch in Deutschland umsetzbar sein“, so Biologin Anne Meinert…

 

Symbolbild – Bild von Peta.de

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Update: 14. Dezember 2020

PETA Deutschland und PETA USA haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gewandt und erneut ein Ende der Verstümmelung lebender Schweine durch die Bundeswehr gefordert. Diese setzt die Tiere in grausamen Trauma-Übungen – auch „Live Tissue Training“ (LTT) genannt – ein, mit denen Chirurgen geschult werden sollen. Die Tierrechtsorganisationen wandten sich außerdem an die für das LTT zuständige Genehmigungsbehörde und forderten einen Entzug der Genehmigung. Die Schreiben verweisen auf zahlreiche Studien, die belegen, dass humanrelevante Methoden bereits heute von über 70 Prozent der NATO-Länder genutzt werden und den tierbasierten Ansätzen überlegen sind.

Schweine fühlen Angst und Schmerz wie wir – es steht uns nicht zu, sie als lebendige Übungsobjekte zu missbrauchen. Zudem sind tierfreie Methoden wie Simulatoren menschlicher Patienten realitätsnäher und erzielen bessere Ergebnisse. „Was in den meisten NATO-Staaten Standard ist, sollte auch in Deutschland umsetzbar sein“, so Biologin Anne Meinert, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA Deutschland. „Gemeinsam mit PETA USA fordern wir das deutsche Verteidigungsministerium auf, diese Praxis einzustellen und auf eine moderne Simulationstechnologie umzustellen. Wir verurteilen es aufs Schärfste, dass die Bundeswehr in ihren Fortbildungen weiter Tiere missbraucht.“

Bitte schließen Sie sich unserer Forderung an – werden Sie aktiv!

Originaltext:

Die Bundeswehr führt jährlich sogenannte „Live Tissue Trainings“ durch – richtig gelesen, hier handelt es sich um Trainings an lebenden Tieren, im Falle der Bundeswehr an Schweinen. In diesen OP-Kursen, auch Trauma-Trainings genannt, werden Operationen von Kriegsverletzungen geübt – also beispielsweise von Verletzungen mit schweren Blutungen.

Wie eine Studie von PETA USA in Zusammenarbeit mit Experten der militärmedizinischen Ausbildung ergab, werden in fast drei Viertel der NATO-Mitgliedsstaaten keine Tiere in der militärischen und zugehörigen medizinischen Ausbildung eingesetzt. 2013 ersetzte auch das polnische Militär die Trauma-Trainings an Tieren durch moderne und überlegene Simulationsmodelle. Die US-Küstenwache stellte 2017 nach einer Ermittlung von PETA USA und zahlreichen Gesprächen Trauma-Übungen an Tieren ein. Der damalige Behördenleiter nannte die Übungen „abscheulich“. Stattdessen setzt die Küstenwache nun auf moderne Simulationstechnologie.

Bereits 2010 trat PETA USA im Rahmen der oben erwähnten Studie [1] mit der deutschen Bundeswehr in Kontakt. Die Antwort damals:

„Bei Übungsvorhaben werden die Soldaten an sehr guten Modellen ausgebildet und die Mediziner benötigen keine Tierexperimente.“

Durch eine Veröffentlichung der Bundeswehr kam 2016 ans Licht, dass diese Aussagen nicht der Wahrheit entsprachen – tatsächlich wurden und werden noch immer lebende Schweine als lebendige Übungsobjekte für Chirurgen missbraucht.

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Schweine in OP-Kursen der Bundeswehr verstümmelt

Tierversuche sind notwendig… wirklich?   Leave a comment

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Von vchangemakers.de

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Bild von vchangemakers.de

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Viele Menschen denken, dass Tierversuche notwendig sind, um die Produkte, die wir benutzen, für uns sicherer zu machen und vor allem, um Behandlungsmethoden für kranke Menschen zu finden. In Wirklichkeit sind Tierversuche aber nicht geeignet, um die Wirkung oder die Gefährlichkeit von bestimmten Stoffen für den Menschen zu beurteilen. Das Gegenteil ist der Fall. Warum sie wirklich Tierversuche betreiben ist nämlich nur ein einziger Grund: Eigennutz. Es geht hier nicht um das Wohl des Verbrauchers, sondern um die Sicherheit der Produzenten. Tiere werden in Labors vergiftet, sie werden verstrahlt, tödlichen Viren ausgesetzt und mit Bakterien udn Parasiten künstlich infiziert. Die Gehirne werden geschädigt. Sie werden verbrannt, vergast und verstümmelt. Sie erkranken an Infektionen, Enzündungen, Anfällen und Krebs. Sie bekommen Elektroden in das Gehirn gesteckt, die Knochen gebrochen, die Augen vernäht, Organe entfernt und durch krankheisterregte Organe ersetzt. Täglich sterben alleine in Deutschland 4500 Tiere in den Versuchslaboratorien von Universitäten, Max-Planck-Instituten, Krankenhäusern und der Industrie einen qualvollen Tod. Weltweit bedeutet das eine Millionen Tiere pro Experimentiertag, die zum angeblichen Wohle der Menschen geopfert werden

Quelle: vchangemakers.de

Veröffentlicht 6. März 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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Tierversuche   Leave a comment

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Unglaublich wie viele Tiere bei Tierversuchen gequält werden! 3 Millionen sind es jährlich in Deutschland.

Von Peta.de

Wie wir Menschen empfinden auch Tiere Schmerzen und Angst. Wie wir haben sie das Bedürfnis nach Freiheit; den Instinkt, ihr Leben und das ihrer Nachkommen zu schützen und nicht in einem kleinen Käfig in einem Versuchslabor eingesperrt zu sein.

Alle 11 Sekunden stirbt ein Tier in einem deutschen Versuchslabor

Auf die gesamte EU bezogen, stirbt alle drei Sekunden ein Tier in einem Versuchslabor. In legalen Experimenten werden Tiere vergiftet und Futter-, Wasser- oder Schlafentzug ausgesetzt. Auf ihre Haut und in ihre Augen werden reizende Substanzen geträufelt, sie werden massivem psychischen Stress ausgesetzt und absichtlich mit Krankheiten infiziert. Ihr Gehirn wird vorsätzlich geschädigt, sie werden gelähmt, verstümmelt, verstrahlt, verbrannt, vergast, zwangsgefüttert, mit Stromschlägen gequält und getötet.

All dies erleiden jährlich 3 Millionen Tiere alleine in Deutschland.

Tierversuche sind grausam und wissenschaftlich ungenau

Tierversuche verschwenden immense Summen öffentlicher Gelder, verzögern medizinischen Fortschritt und behindern unser Verständnis von menschlichen Krankheiten. Im Tierversuch werden künstlich hervorgerufene Symptome bei verschiedenen Tierarten behandelt, was jedoch über die komplexen menschlichen Krankheiten meist nichts aussagt.

Zahlreiche Studien zeigen, dass Tierversuche nicht dazu geeignet sind, menschliche Reaktionen auf Krankheiten oder Medikamente präzise vorauszusagen. 95 Prozent aller neuen Medikamente fallen in klinischen Studien am Menschen durch, nachdem sie in Tierversuchen als wirksam und sicher eingestuft wurden. [1]

In der Vergangenheit kamen immer wieder Medikamente auf den Markt, die im Tierversuch als gut und wirkungsvoll befunden wurden, beim Menschen aber eine andere Wirkung gezeigt haben.

Eines der bekanntesten Beispiele ist die Contergan-Skandal in den 1960er-Jahren. Damals kamen zwischen 5.000 und 10.000 Kinder mit fehlgebildeten Armen und Beinen zur Welt, nachdem ihre Mütter während der Schwangerschaft das Beruhigungs- und Schlafmittel Contergan eingenommen hatten. Da kurz nach Bekanntwerden des Skandals alle Dokumente vernichtet wurden, ist nicht mehr nachweisbar, welche Tierversuche genau durchgeführt wurden. Die spezifischen Missbildungen, die Thalidomid beim Menschen auslöst, können jedoch nur bei einzelnen Tierarten hervorgerufen werden. Es ist daher unwahrscheinlich, dass Tests mit schwangeren Tieren die schädliche Wirkung vorausgesagt hätten. Contergan ist leider kein Einzelfall, denn bis heute kommt es immer wieder zu solchen Arzneimittelskandalen.

Tierfreie Methoden

Es ist längst überfällig, dass wir uns von Tierversuchen abwenden und tierfreien Methoden zuwenden, die für den Menschen aussagekräftige Ergebnisse hervorbringen. In vielen Bereichen sind diese tierfreien Testverfahren bereits erfolgreich im Einsatz. Doch leider erhalten vielversprechende weitere Methoden keine oder keine ausreichenden Fördergelder, um weiterentwickelt und etabliert zu werden. Während jedes Jahr Milliarden von Euro, die großteils aus Steuergeldern stammen, in Tierversuche fließen, werden tierfreie Methoden nur mit einem Bruchteil davon unterstützt. Trotzdem wird weiter an Tierversuchen festgehalten, weil sie in vielen Bereichen schlichtweg zur „Gewohnheit“ geworden sind. Außerdem steckt eine millionenschwere Industrie hinter der Zucht von Tieren für Labore.

Es ist an der Zeit, den Umstieg auf ethisch vertretbare, effiziente und innovative tierfreie Test- und Forschungsmethoden zu vollziehen. Nur so lassen sich zuverlässige und für den Menschen relevante Ergebnisse erzielen, ohne Tiere für unsere Zwecke zu missbrauchen.

Was Sie tun können

  • Helfen Sie den Tieren, indem Sie nur tierversuchsfreie Produkte kaufen. Einen Überblick erhalten Sie in unserer Liste tierversuchsfreier Kosmetik.

  • Wissenschaftler von PETA und ihren internationalen Partnerorganisationen haben eine Strategie entwickelt, um den medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritt voranzubringen und aus Tierversuchen auszusteigen: den Research Modernisation Deal. Unterstützen Sie unsere Strategie mit Ihrer Unterschrift!

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Tierversuche

 

Erschreckend: 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich für Tierversuche in USA   Leave a comment

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Es ist skandalös dass man sich erlaubt einige Tiere nicht den Tieren zuzurechnen. Damit scheinen auch Zahlen in den Statistiken auf.

Von Ärzte gegen Tierversuche

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Bild von Ärzte gegen Tierversuche

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Nagetiere, Fische und Vögel gelten dort nicht als Tiere

Mäuse und Ratten, die am häufigsten verwendeten Tiere im Labor, fallen nicht unter das amerikanische Tierschutzgesetz und erscheinen daher nicht in den offiziellen Statistiken der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere. Eine neue Analyse schätzt, dass rund 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich Tierversuchen in der USA ausgesetzt werden. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche fordert eine bessere Transparenz der Tierversuchszahlen in USA und hierzulande.

Die meisten Mäuse, Ratten, Fische und Vögel sind in dem amerikanischen Tierschutzgesetz seit 1970 nicht als „Tiere“ definiert. Deswegen tauchen die Zahlen dieser Tiere nicht in den offiziellen Tierversuchsstatistiken des Landes auf, obwohl Mäuse und Ratten am häufigsten in Tierversuchen verwendet werden. „Die Vereinigten Staaten planen, alle Tierversuche für regulatorische Zwecke wie Giftigkeitsprüfungen bis 2035 abzuschaffen, was wir eindeutig begrüßen. Um überhaupt abschätzen zu können, ob sich das Land diesem Ziel nähert, muss man aber zumindest wissen, wie viele Tiere jedes Jahr für Experimente verwendet werden“, sagt Dr. Dilyana Filipova, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ärzte gegen Tierversuche.

Eine aktuelle Studie an der University of California San Francisco befasste sich mit dieser Problematik und fand heraus, dass über 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich in amerikanischen Laboren leiden müssen, zusätzlich zu den 780.070 Tieren aus der offiziellen Statistik. Darunter fallen etwa Hunde, Katzen, Affen, Kaninchen, Schweine und Schafe. Der Studienautor hat Informationen über die in Experimenten benutzten Mäuse und Ratten an 16 der 30 am besten finanzierten Forschungseinrichtungen mittels des Informationsfreiheitsgesetzes erfragt. Im Vergleich zu den im Tierschutzgesetz definierten ca. 39.000 „Tieren“ wurden rund 5,6 Millionen Mäuse und Ratten alleine an diesen 16 Instituten verwendet, was 99,3% aller Tiere entspricht. Eine Hochrechnung dieser Daten anhand der Tierzahlen, die in den jährlichen Statistiken veröffentlicht werden, ergab die erschreckende Zahl von 111 Millionen Mäusen und Ratten. Über 44 Millionen davon wurden laut der Studie schmerzhaften Versuche ausgesetzt, die in Deutschland als „mittel“ und „schwer“ belastend eingestuft werden würden.

[…]

„Es verwundert nicht, wenn mit dem Leben und Sterben von Tieren, die nicht dem Tierschutzgesetz und somit keiner behördlichen Kontrolle unterliegen, sehr viel laxer umgegangen wird und es einen größeren ‚Verschleiß‘ gibt“, folgert die Biologin.

„Dass in den USA mit mindestens 900 Forschungseinrichtungen über 99% aller für Versuche verwendeten Tiere durch das Raster fallen, ist absolut nicht hinnehmbar. Die Fähigkeit von Nagetieren, Schmerzen und Leiden zu empfinden wird in der wissenschaftlichen Gemeinschaft schon lange nicht mehr bestritten“, so Filipova weiter.

In Deutschland wurden 2019 den offiziellen Statistiken des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge 2,9 Millionen Tiere erfasst. 2,3 Millionen davon fielen Tierversuchen zum Opfer und etwa 700.000 Tiere wurden zur Gewebe- und Organentnahme getötet. Doch auch hier gibt es eine große Dunkelziffer an Tieren, die unsichtbar in deutschen Laboren leiden und sterben: fast alle wirbellosen Tiere, alle auf Vorrat gezüchteten Tiere sowie Tiere, die aufgrund ihres Alters, Geschlechts und genetischer Merkmale nicht in Experimenten verwendet werden. Eine Schätzung von Ärzte gegen Tierversuche kommt auf ca. 4,35 Millionen Wirbeltiere, die jährlich unbenutzt in deutschen Laboren getötet werden ohne in den offiziellen Statistiken aufzutauchen.

Ärzte gegen Tierversuche fordern die Aufnahme aller für Forschungszwecke verwendeten Tierarten in das amerikanische Tierschutzgesetz und in die Statistiken als minimalen ersten Schritt. In Deutschland muss die Zahl der „Ausschusstiere“ erfasst werden. Der Verein fordert von der Bundesregierung zudem einen fundierten Ausstiegsplan aus dem System „Tierversuch“ mit konkreten Meilensteinen und Fristen sowie eine massive Förderung der innovativen, menschenbasierten, tierversuchsfreien Forschungsmethoden.

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Erschreckend: 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich für Tierversuche in USA

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Gruß Hubert

 

Die Kirche hat die Tiere verraten   Leave a comment

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Wie sagte doch Papst Bonifatius VIII.:

Wer schweigt, scheint zuzustimmen. – Qui tacet, consentire videtur.

Und das tut die katholische Kirche wenn es um Tierleid geht. Sie verhält sich völlig indifferent, ohne Mitleid, ohne Mitgefühl gegenüber den Qualen, die Tiere erleiden müssen.

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Von Daniela Böhm

Sie hat ihnen bereits lange vor René Descartes die unsterbliche Seele abgesprochen und diesen Irrglauben bis heute nicht vollständig rehabilitiert. Nach dem Kirchenlehrer Thomas von Aquin, besitzen Tiere eine sterbliche Seele, sie stirbt mit dem Tod ihres Körpers und so bleibt das Himmelreich nur den Menschen vorbehalten. Tiere sind somit aus dem fünften Gebot, dem „Du sollst nicht töten“ ausgeschlossen, weil dieses Gebot eigentlich „Du sollst nicht morden“ heißt, und einen Mord kann man nur an einem Menschen begehen.
Ich frage Sie: Wie kann die Seele eines beseelten Wesens sterben, wenn es doch eine Seele besitzt und diese etwas Immaterielles ist

Die Kirche verschließt ihre Augen immer noch vor dem Leiden der Tiere: Zwar schreibt Papst Franziskus in seiner außergewöhnlichen Laudatio Si 2015 viel darüber, dass der Mensch sich auf ein Miteinander mit der Erde und allen Wesen besinnen muss und unter anderem heißt es dort: „Das Herz ist nur eines, und die gleiche Erbärmlichkeit, die dazu führt, ein Tier zu misshandeln, zeigt sich unverzüglich auch in der Beziehung zu anderen Menschen. Jegliche Grausamkeit gegenüber irgendeinem Geschöpf widerspricht der Würde des Menschen“. Jegliche Grausamkeit! Jeder, der noch Fleisch und andere tierische Produkte konsumiert, muss sich dieser Grausamkeit bewusst werden, denn er ist mitverantwortlich für das Grauen, welches tagtäglich, in jeder Sekunde in den Schlachthäusern geschieht.

Des Weiteren schreibt Papst Franziskus: „Wir können uns nicht als große Liebende betrachten, wenn wir irgendeinen Teil der Wirklichkeit aus unseren Interessen ausschließen. Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind drei absolut miteinander verbundene Themen, die nicht getrennt und einzeln behandelt werden können.“
Das sind wunderbare Worte, denen aber die tatsächliche Umsetzung fehlt: Keinem Geschöpf auf dieser Erde jegliche Art von Gewalt anzutun. Es gibt leider immer noch kein ausdrückliches Bekenntnis der katholischen Kirche auf Tierleid in der Ernährung zu verzichten – ein Verzicht, der eigentlich keiner ist. Aber es gibt bereits viele Katholiken und Protestanten, die sich ihrer Verantwortung als Mensch und als Christ bewusst werden und vegan oder zumindest vegetarisch leben.

Doch dieses Umdenken muss auch die Katholische Obrigkeit erreichen, denn im Kapitel 2417 des Katechismus heißt es immer noch: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat (Vgl. Gen. 2, 19-20; 9,1-14]. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu retten und zu heilen.“
Diese immer noch herrschende Auffassung widerspricht den Worten des hl. Franziskus, dem Vorbild des derzeitigen Papstes: „Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir – also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers: unsere Brüder.“

Die Kirche aber ignoriert das Leiden der Tiere und schweigt. Sie schweigt zu den Qualen unserer Brüder und Schwestern, sie ignoriert das immense Leid der Tiere in den Massentierhaltungen, den Schlachthäusern, Tierversuchslaboren und Pelzfarmen, sie schweigt zu den Tötungen der Straßenhunde, den Stierkämpfen und vielem mehr.

In jeder Minute, die auf dieser Erde vergeht, findet ein unendliches Blutvergießen und Leid statt: 60 Milliarden getötete Tiere Weltweit – pro Jahr: Diese Schätzung berücksichtigt keine Fische und andere Meerestiere, Straßenhunde, Tiere aus Versuchslaboren oder solche, die für die Pelz- oder Lederindustrie sterben.
Indem die Kirche ihre Augen vor diesem Leid verschließt und sich nicht ausdrücklich dagegen ausspricht, ignoriert sie auch die Folgen des massiven Fleischkonsums: den Hunger in den Entwicklungsländern, die Klimaerwärmung und Zerstörung unseres Planeten. Massentierhaltung trägt einen erheblichen Anteil daran, dass immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern hungern und unterernährt sind, laut der FAO fast 900 Millionen. Während täglich 20 Milliarden sogenannte „Nutztiere“ für den Fleischkonsum mit Getreide und Soja gefüttert werden, sterben jeden Tag Zehntausende von Menschen an Hunger.
„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …“ Diesen Satz kennen nicht nur Katholiken oder Protestanten. Würden Sie ihr Kind in ein Schlachthaus mitnehmen? Die Antwort lautet sicherlich Nein. Aber Sie lassen es das essen, was von diesem Ort kommt: Zerstückelte Tiere. Sie gehen mit Ihrem Kind zu McDonald’s, aber nicht in den Schlachthof. Sie zeigen ihm Apfelbäume oder Weizenfelder, aber mit Sicherheit kein Schlachthaus.

Viele Erwachsenen haben verlernt, wie die Kinder zu sehen und zu fühlen: mit dem Herzen. Erst wenn wir das tun, leben wir echte Nächstenliebe. Eine christliche Nächstenliebe, die nicht nur dem Menschen gilt, sondern auch jenen Mitgeschöpfen, die schon lange vor uns da waren.
Die Kirche aber schweigt nach wie vor zu den Leiden eines Teiles der Schöpfung, die von ihrem Gott erschaffen wurde. Es ist leicht, einfach zu schweigen und die Augen vor diesem Leid zu verschließen. Es ist bequem, sich auf Uralten Dogmen, und Lehrmeinungen auszuruhen und ein anthropozentrisches Weltbild in der letzten Konsequenz nicht infrage zu stellen.

Aber es ist nicht richtig?
Und es kann nicht richtig sein, von Liebe und Auferstehung zu predigen, und danach ein Stück unschuldigen Lebens zu verspeisen?
Tiere halten das Natürliche Gleichgewicht der Erde, und folgen nur ihrer Natur. Die Seelen der Tiere haben gewiss Flügel, mit denen sie nach ihrem Tod in den Himmel fliegen – schneller als so mancher Mensch. Es ist an der Zeit, auch für die Kirche, die Tiere als das zu respektieren, zu schätzen und zu lieben, was sie sind: Mitbewohner dieses Planeten – unsere Brüder und Schwestern.

Text : Daniela Böhm
Daniela Böhm (Tochter von Karlheinz Böhm) setzt sich seit vielen Jahren aktiv für Tierrechte sowie eine grundlegende Veränderung des Verhältnisses Mensch / Tier und Natur ein und lebt aus ethischen Gründen vegan. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und schreibt unter anderem regelmäßig Artikel für „Fellbeißer“ und „Hinter den Schlagzeilen“.

Aus Facebook – Massentierhaltung abschaffen!

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Bild aus brennglas.com

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Gruß Hubert