Archiv für die Kategorie ‘Kultur

Schweizer Grundschullehrer dürfen aufklären   Leave a comment

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Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat entschieden, dass Grundschullehrer aufklären dürfen. Eine Mutter aus Basel hatte dagegen geklagt. Ich verstehe nicht, wie sehr sich manche super-religiöse Eltern gegen Sexualkunde wehren, indem sowieso nur mögliche Fragen ihrer Schüler beantwortet werden dürfen, es aber keinen „systematischen“ Sexualkundeunterricht geben kann.
Solche Eltern würden am liebsten Privatunterricht geben. So wie vor ein paar Tagen diese zwei Eheleute mit ihren 13 unterernährten Kindern in den USA, die für minderjährig gehalten wurden, obwohl die älteste Tochter schon 29 ist. Da wurde auch später berichtet, dass die Eheleute sehr religiös sind. Diese Assoziation hatte ich auch schon bei der ersten Meldung, denn sooo spinnen kann man nur wenn man religiös ist. Die Religionsfreiheit wird allzu oft missbräuchlich ins Feld geführt.

Aus Tagesschau.de

Sexuelle Aufklärung in der Grundschule? Eine Schweizer Mutter hielt das für viel zu früh und klagte. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hält die Sexualkunde für gerechtfertigt.

Sexuelle Aufklärung ist in der Schweiz bereits Thema in Grundschulen. Doch sind die Kinder dafür nicht noch zu jung? Nein, entschied nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) – zumindest nicht für die Form der Sexualkunde, wie sie in den Schweizer Grundschulklassen angeboten wird.

Privatsphäre oder Religionsfreiheit verletzt?

Grundlage für den Fall war eine Klage einer Schweizerin aus Basel, deren damals sieben Jahre alte Tochter 2011 in die zweite Klasse gekommen war. Von dem in dieser Stufe vorgesehenen Sexualkundeunterricht wollte die Mutter ihr Kind befreien lassen. Sie sah das Recht ihrer Tochter auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzt. Zudem führte die Mutter auch an, in einigen Fällen könne die Religionsfreiheit der Kinder eingeschränkt werden.

Beide Punkte wiesen die Straßburger Richter zurück. Ein Grund liegt in der Art und Weise der Aufklärung für die Grundschulkinder. Deren Lehrer sind angewiesen, mögliche Fragen ihrer Schüler zu beantworten, aber keinen „systematischen“ Sexualkundeunterricht zu erteilen, hieß es in der Urteilsbegründung. Dadurch bleibe den Eltern nach wie vor das Recht, ihre Kinder selbst aufzuklären. Und die Kinder könnten vor möglichem sexuellen Missbrauch geschützt werden.

Auch die Religionsfreiheit der Schulkinder sah der EGMR nicht verletzt. Denn die Religionsfreiheit schütze die Kinder nicht davor, in der Schule mit anderen Ideen oder Anschauungen in Kontakt zu kommen, sondern nur vor einer vehementen Indoktrination mit anderen Auffassungen.

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Schweizer Grundschullehrer dürfen aufklären

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Gruß Hubert

 

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Veröffentlicht 18. Januar 2018 von hubwen in Kultur, Politik, Religionskritik, Uncategorized

ABGRUND   3 comments

Rubens Beserra

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Es gibt ein Abgrund in meiner Seele,

Wo Licht nicht eintreten kann,

Wo alles Dunkelheit und Stille ist,

Wo alles tot ist und langsam verrottet.

Es gibt einen Abgrund, der mich einsperrt,

Es ist unmöglich zu fliehen, es gibt keinen Ort zu gehen,

Alle Straßen führen zum Tod.

Alle Menschen, die ich geliebt habe, sind bereits gestorben.

Es gibt kein Leben in meiner Welt,

Es gibt nur Leere in meiner Seele.

Ich weine nicht, weil ich keine Tränen mehr habe,

Ich bin apathisch, kalt und treulos.

Ich möchte meine Kindheitsprobleme vergessen ,

Aber die Erinnerungen halten mich zurück in die Vergangenheit,

Erinnerungen sind Wunden, die immer noch schmerzen.

Ich bin nicht glücklich, weil ich nicht mehr träumen kann.

Es gibt keine Sonne in meiner Welt,

Es gibt kein Licht in meiner Welt,

Es gibt nur Dunkelheit, Traurigkeit,

Angst, Einsamkeit, Kälte und Tod

Im Abgrund meiner Seele.

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Veröffentlicht 8. Januar 2018 von hubwen in Kultur, Literatur, Lyrik

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Kanada entschuldigt sich bei Ureinwohnern   3 comments

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Ich staunte nicht schlecht als ich diese Meldung neulich im Radio hörte. Da hat man einfach den Ureinwohnern, den Inuit, die Kinder genommen um sie zu westlich geprägten kanadischen Bürgern zu machen. Man steckte die Kinder in kirchliche Internate wo viele psychisch und körperlich misshandelt wurden, nicht selten auch sexuell missbraucht. Zumindest hatte der kanadische Premier Trudeau die Größe sich zu entschuldigen. Ob die katholische Kirche sich ebenfalls noch entschuldigt bleibt abzuwarten. Eine Einladung von Premier Trudeau an den Papst und der Möglichkeit sich dafür zu entschuldigen was unter katholischer Führung in den Internaten passiert ist, hat der Papst nicht angenommen. Nein, Heiliger ist der Papst sicher keiner, auch kein Heiliger Vater.

Aus tagesschau.de

„Es tut uns aufrichtig leid“

Sie wurden aus ihren Familien gerissen, gequält, missbraucht, Tausende starben: 150.000 Kinder von Ureinwohnern der Atlantikprovinzen steckte die kanadische Regierung bis 1996 in kirchliche Internate. Nun entschuldigte sich Premier Trudeau für den kulturellen Völkermord.

Da stand er, der kanadische Premierminister Justin Trudeau, in der jüngsten kanadischen Atlantikprovinz Neufundland und Labrador – in Goose Bay. Tränen liefen über sein Gesicht, als er in der Sprache der Inuit im Namen aller Kanadier eine nationale Entschuldigung für eine nationale Schande formulierte:

„Heute stehe ich demütig vor Ihnen, um eine längst fällige Entschuldigung anzubieten. Es tut uns aufrichtig leid.“

150.000 Kinder der Ureinwohner dieses Landes waren seit dem 19. Jahrhundert bis zuletzt 1996 zwangsweise aus ihren Familien gerissen und in staatlich geförderte kirchliche Schulen gesteckt worden. Mit dem einen Ziel, aus Ureinwohnern westlich geprägte kanadische Bürger zu machen. Über 3000 Kinder starben, psychisch und körperlich misshandelt. Viele sexuell missbraucht, wie auch der kanadische Premier erneut einräumte: „Bestraft dafür, ihre Sprache zu sprechen, abgehalten davon, ihre Kultur zu leben. Die Kinder von ihren Familien isoliert, Gemeinden zerstört, ihrer Identität beraubt.“

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Trudeau entschuldigt sich bei Ureinwohnern | Bildquelle: dpa

Trudeau entschuldigt sich bei Tony Obed, einem der Opfer von Kanadas Umgang mit den Ureinwohnern..

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2008 bereits hatte sich Kanada erstmals für diese Verbrechen entschuldigt, damals aber die jüngste Provinz Labrador und Neufundland ausgelassen. Premier Trudeau holte dieses Versäumnis jetzt nach. Eines der Opfer ist Tobey Obed. Auch er wurde gequält und misshandelt in einer solchen kirchlichen Schule. Im Namen aller Opfer nahm Obed die Entschuldigung unter Tränen an: „Weil ich aus einer geduldigen und vergebenden Kultur stamme, nehme ich diese Entschuldigung an.“

Überlebende erhalten Entschädigung

Neben der Entschuldigung durch die kanadische Regierung im Namen des gesamten kanadischen Volkes erhalten die 900 überlebenden Opfer der Provinz außerdem rund 33 Millionen Euro Entschädigung für das, was eine Untersuchungskommission schon vor längerem einen kulturellen Völkermord an den Ureinwohnern Kanadas genannt hatte.

Im Mai bereits hatte Trudeau bei einem Besuch des Vatikan zudem Papst Franziskus eingeladen, Kanada zu besuchen und sich dort im Namen der Katholischen Kirche ebenfalls zu entschuldigen. Die Katholische Kirche betrieb damals viele der staatlichen Schulen, in denen die Kinder der Ureinwohner missbraucht, gequält und getötet wurden. (Anmerkung: die katholische Kirche hat sich noch nicht entschuldigt).

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Kanada entschuldigt sich bei Ureinwohnern

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Gruß Hubert

Die Macht der weißen Männer   4 comments

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Es ist schon weit hergeholt, wenn man den weißen Mann als gefährdert in der Welt sieht, quasi wie eine Art, die vom Aussterben bedroht ist wie so viele Tierarten es sind. Ich halte das für Unsinn, sofern es nicht rassistisch motiviert ist. Vor allem kann man heute nicht mehr die Menschen so trennen, dass man immer nur auf Rassemerkmale schaut, wie es vielleicht Züchter bei einem Hund tun. Ich schaue mir immer zuerst den Menschen an wie er ist, welchen Charakter er hat. Von wo er ist oder welche Hautfarbe er hat ist für mich kein Qualitätsmerkmal. Es gibt ja auch unter den eigenen Leuten gegenügen Leute, von denen man nichts halten kann, oder auch richtige A… lö…
Schlimm finde ich jedenfalls, wenn andere Menschen abgewertet werden, weil sie irgendwie anders sind (Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung…).  Auf solche Äußerlichkeiten darf man den Mensch nicht reduzieren. Denn dann sagt man ja man selbst oder Menschen die gleich ticken, sind die Besseren, denen eine Vorherrschaft zusteht, wie manche meinen. Ich hoffe die Zeit kommt nie wieder als man Menschen noch in Herrenmenschen und Untermenschen einteilte, neben anderen Gruppen noch.

 

Hier ein Bericht aus dem Tagesspiegel

Der weiße Mann ist eine Fiktion

Bild von Grit Petschik

Grit Petschik Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Berlin

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Wer über Eliten redet, spricht oft vom weißen Mann. Diese Verallgemeinerung ist jedoch faktisch falsch und schädlich. Auch weiße Männer werden diskriminiert – von eben diesen.

Die Frage nach der Macht der weißen Männer, präziser noch nach deren Positionen in der Welt, verlangt nach einer Differenzierung: Nicht alle Männer sind gleich. Wer also davon redet, dass es weiße Männer sind, die die wichtigsten und mächtigsten Positionen etwa in der Politik, Wirtschaft, Justiz und Wissenschaft besetzen, sollte sich fragen, um welche Männer und welches weiß-Sein es sich handelt. Wie Raewyn Connell in ihrem Beitrag ausführt, handelt es sich hierbei um eine spezifische, weiße Elite, um Männer bestimmter sozialer und nationaler Herkunft: um Männer der Oberschicht aus westlichen Ländern.

Die herrschende Elite ist somit nicht nur weiß, sondern besonders auch einer bestimmten Klasse zuzuordnen. Es ist genau diese weiße, männliche Elite, die die Welt dominiert. Ausnahmen wie Barack Obama und Angela Merkel bestätigen die Regel, lassen jedoch gleichzeitig auf einen langsamen und zähen Wandel hoffen. Dennoch dominieren die westlichen Länder, in Persona meist weiße Männer „aus gutem Hause“, besonders aufgrund ihrer postkolonialen Wirtschaftsmacht heute nach wie vor das Weltgeschehen.

Es gibt nicht den einen weißen Mann, sondern verschiedene weiße Männer. 

Die allgemein konstatierte männliche Herrschaft ist zudem – entsprechend einer üblichen Aufteilung der Menschen in zwei Geschlechter – eng mit der Benachteiligung von Frauen verbunden. Aber auch bei dieser Aussage, wenngleich  ihr durchaus zugestimmt werden kann, ist eine weitere Differenzierung möglich und nötig: Die Vormachtstellung der westlichen Länder gegenüber dem „Rest“ der Welt impliziert nicht nur eine Besserstellung von bestimmten Männern, sondern auch eine Besserstellung von bestimmten Frauen gegenüben anderen Frauen – und auch gegenüber anderen Personengruppen: etwa die Vormacht von aus westlichen Ländern stammenden, „weißen“ Frauen aus gehobenen und hohen Schichten gegenüber Frauen und anderen Personengruppen. Welche Personengruppe(n) gegenüber anderen privilegiert oder benachteiligt ist, sollte dementsprechend immer kontextspezifisch betrachtet werden. Wie sich verschiedene Merkmale (Kategorien) dabei verstärken oder aufheben, ist eine Frage, der sich die Intersektionalitätsdebatte versucht anzunähern.

Die Grenze zwischen arm und reich hat nicht zwingend etwas mit dem Geschlecht zu tun. 

Zurück zur Ausgangsfrage: Wie steht es heute um die Macht der alten weißen Männer? Es lohnt eine Betrachtung der Machterhaltung. Der Machterhalt der herrschenden Eliten und anderer privilegierter Personengruppen wird nach wie vor institutionell gestützt. In Deutschland wird dies etwa an den aktuellen Debatten um den Armutsbericht und am Bildungssystem sichtbar, denn stärker als in anderen Ländern (auch im Vergleich zu anderen westlichen) hängt der Erfolg einer Person im deutschen Bildungssystem nach wie vor stark von dem Bildungsabschluss ihrer Eltern ab.

Gleichzeitig wird die Kluft zwischen Elite (reich) und dem „Rest“ (arm) immer größer – und dies ungeachtet von Merkmalen wie sozialer und nationaler Herkunft, religiöser Orientierung, Sexualität oder Geschlecht (d.h. auch allgemein privilegierte Personengruppen wie weiße, heterosexuelle Männer aus westlichen sind hiervon betroffen, wenn auch nicht immer im gleichen Maße wie andere Personengruppen). Während aufgrund von Normalarbeitsverhältnissen und sozialstaatlicher Absicherungen trotz des kapitalistischen Systems viele Personengruppen im letzten Jahrhundert vom Wohlfahrtsstaates profitierten, erobert heute das – ursprünglich weibliche – Prekariat im Zuge der Landnahme des Kapitalismus zunehmend den Weltmarkt. Schon lange sind nicht mehr nur Frauen von diesen einst typisch weiblichen Beschäftigungsformen betroffen: flexible Arbeitszeiten, Teilzeit, unbefristete Verträge, schlecht Bezahlung betreffen heute – und mit zunehmender Tendenz – einen Großteil der Beschäftigungsverhältnisse und damit weite Bereiche der Bevölkerung.

Diese Entwicklungen, die von vielen als ökonomische Krise wahrgenommen wird, da der Kapitalismus Wenige auf Kosten von Vielen bereichert, hat gravierende Folgen: Die eigene Angst und Unsicherheit führt zu einer Zunahme von rassistischen Ansichten, Meinungen und Handlungen. Die Pegida-Bewegung, der Brexit, sowie der Wahlerfolg von Trump sind Beispiele populärer politischer Ergebnisse dieser Entwicklung, die sich insbesondere gegen Menschen anderer nationaler Herkunft, Religion und Hautfarbe richten. Dabei geht es nicht um rationale Argumente, sondern um das Befeuern populistischer Ressentiments; wir leben, wie es neuerdings heißt, im postfaktische Zeitalter.

Die Macht einer bestimmten Gruppe von weißen Männern beruht auf der Ausbeutung und der Anerkennung der anderen. 

Die Macht der Elite, einer bestimmten Gruppe von weißen Männern, sowie ihr Machterhalt und der Ausbau ihrer Ressourcen wie bspw. ihres ökonomischen Kapitals beruht somit auf der Ausbeutung diverser, anderer Personengruppen, gleichzeitig jedoch auch auf der Legitimation und Anerkennung durch diese. Die zunehmende Prekarisierung verursacht Ängste, die einen Nährboden für Rassismus und Ausgrenzung darstellen.

Verliererin dieser Entwicklung ist die große Mehrheit der Bevölkerung, darunter – aber eben nur unter anderen – auch weiße Männer, die im Allgemeinen nicht der herrschenden Elite zugehörig sind.

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Die Macht der weißen Männer

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Gruß Hubert

Von Thronstahl – Fahnenträger (English Translation)   Leave a comment

Vorgetragen von Oskar Werner

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Mich fesselt wie Oskar Werner vorträgt. Ich kenne keinen mehr, der das so meisterhaft macht. Kann aber sein, dass das eine subjetive gefärbte Meinung ist.

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. April 2017 von hubwen in Kultur, Lyrik, Musik, Uncategorized

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Kinderreiche deutsche Familien in der Klemme   Leave a comment

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Satire

AfD-Horror Kinderreiche Höcke-Fans halten sich für Afrikaner

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Familie Schorf sieht nach der Höcke-Rede schwarz
Familie Schorf sieht nach der Höcke-Rede schwarz

Quelle: picture alliance / dpa

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Björn Höckes Rassentheorie sorgt für Unruhe bei seinen Anhängern: Immer mehr kinderreiche Rechte fürchten nun, zum „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“ zu gehören.

Riesenschock für Familie Schorf aus dem Örtchen Keinparisa: Seitdem Thüringens Landes-AfD-Chef Björn Höcke bei einem Vortrag zwischen einem „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“ und einem „selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp“ unterschieden hat, befindet sich die 21-köpfige Großfamilie in einer schweren Identitätskrise.

„Ich musste meinen Kindern schweren Herzens etwas Schreckliches gestehen“, erzählt der Vater und glühende Höcke-Fan Werner A. Schorf unter Tränen, „ich bin anscheinend ein Neger. Und mit dem hat auch noch meine Frau geschlafen! Schlimm!“

Familie Schorf: Reproduktionsverhalten wie Afrikaner

Diesen Schluss musste Schorf aus den Ausführungen Höckes ziehen, der dem „afrikanischen Ausbreitungstypus“ ein „Reproduktionsverhalten“ zuschreibt, das zu einem eklatanten „Bevölkerungsüberschuss“ führe, den der „europäische Platzhaltertyp“ auszubaden habe.

„Auf gut Deutsch: Der Schwarze schnackselt gerne und setzt unendlich viele Blagen in die Welt. Genauso wie ich, verdammt“, fasst Schorf die bittere Erkenntnis zusammen, die für ihn eine Welt zusammenbrechen ließ.

Vater traut sich nicht mehr zum AfD-Stammtisch

Die Konsequenzen aus Höckes Rede im Rahmen eines Kongresses des Instituts für Staatspolitik sind für den Thüringer nämlich höchst dramatisch. Nicht nur, dass er als Dunkelhäutiger bei AfD-Versammlungen schief angeschaut wird und sich aus Angst vor rassistisch motivierten Übergriffen nicht mehr unter seine rechtsnationalen Freunde traut – Schorf will sich jetzt auch noch kurz vor dem Weihnachtsfest von seiner Familie trennen.

„Ich lasse mich schleunigst abschieben“, erklärt der verzweifelte Vater, „dann gibt es wenigstens einen Afrikaner weniger in Deutschland!“

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Kinderreiche deutsche Familien in der Klemme

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Und jetzt auch noch das:

Bilder von angezogener Micaela Schäfer aufgetaucht

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Micaela Schäfers Fans sind entsetzt – von der heimlichen Neigung des Models, manchmal Kleidung zu tragen, ahnten sie nichts
Micaela Schäfers Fans sind entsetzt – von der heimlichen Neigung des Models, manchmal Kleidung zu tragen, ahnten sie nichts

Quelle: Getty/picture-alliance/BREUEL-BILD/Glasauge

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Nach Stars wie Emma Watson, deren private Nacktfotos an die Öffentlichkeit gerieten, wurde jetzt auch die deutsche Unterhaltungskünstlerin Micaela Schäfer Opfer eines üblen Hacker-Angriffs.

angsam reicht’s aber wirklich! Ein neuer perfider Hacker-Angriff macht die Runde – hatte es in der Vergangenheit unter anderem internationale Prominente wie Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence oder Schauspielerkollegin Emma Watson erwischt, deren private Nacktbilder an die Öffentlichkeit geraten waren, so ist nun das deutsche Model Micaela Schäfer betroffen.

Unbekannte haben sich Zugang zum Handy der 33-Jährigen verschafft und die darauf befindlichen Fotos mit der vollständig bekleideten Schäfer im Internet veröffentlicht. Ein Sprecher von Schäfer bestätigte die Echtheit der Bilder, auf denen das Model u.a. in dickem Pullover und Jeans zu sehen ist, und verurteilte die Hacker-Aktion aufs Schärfste: „Das ist ein abscheulicher Eingriff in die Privatsphäre.“

Schäfer am Boden zerstört

Vertraute der Leipzigerin, die auch als Moderatorin und DJane arbeitet, berichten darüber, dass Schäfer völlig am Boden zerstört sei: Sie habe diese Aufnahmen schon vor vielen Jahren für ihre Großmutter gemacht und sich nichts dabei gedacht, heißt es aus dem Freundeskreis. Micaela habe die große Befürchtung, dass ihr Ruf nun aufgrund der Bilder ein für allemal zerstört worden sein könnte.

„Wer tut so etwas Schlimmes?“, fragen sich Schäfers Vertraute verzweifelt, „ihre Karriere dürfte wegen dieser geschmackvollen Fotos beendet sein.“

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Bilder von angezogener Micaela Schäfer aufgetaucht

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. April 2017 von hubwen in Satire, Uncategorized

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Postfaktisch   7 comments

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Da bin ich ja nicht einverstanden, wenn „gefühlte Wahrheiten“ an die Stelle von objektiven Wahrheiten und Fakten gesetzt werden. Es kann nicht sein, dass man um Stimmungen zu erzeugen es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.

Aus giga.de

Postfaktisch: Wort des Jahres 2016 – Was heißt das?
Postfaktisch ist ein Kunstwort, das sich an dem englischen Begriff Post Truth orientiert. Auf Deutsch übersetzt heißt das ungefähr “Jenseits der Wahrheit”. Gemeint ist damit, dass die Fakten und Tatsachen in der öffentlichen Diskussion zunehmend unwichtiger würden. An die Stelle der objektiven Wahrheit träten Emotionen und das Aussprechen “gefühlter Wahrheiten”. Laut Pressemitteilung der Gesellschaft für deutsche Sprache seien “immer größere Bevölkerungsschichten in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren.”
Aus http://www.giga.de/extra/social-media/news/postfaktisch-was-heisst-das-eigentlich-leicht-erklaert/

Aus handelsblatt.com

„Postfaktisch“ ist das Wort des Jahres 2016. Es bedeutet so viel wie „nach den Fakten“. Wie jetzt? Mona hat sich auf Spurensuche begeben. Dabei hat sie echte und falsche Fakten, Gefühle, Wahrheit, Lüge und einen Zweifler gefunden.

Wer benutzt das Wort postfaktisch?

Angela Merkel (CDU) benutzte das Wort „postfaktisch“ in einer Rede im September: „Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sondern folgen allein den Gefühlen“, sagte sie.

Georg Pazderski (AfD) sagte im Sommer im Wahlkampf: „Es geht nicht nur um die reine Statistik, sondern es geht darum, wie das der Bürger empfindet. Perception is reality. Das heißt: Das, was man fühlt, ist auch Realität.“ Damit begeistert er natürlich viele Bürger, die sich nicht mehr ernst genommen fühlen und die glauben, dass Politiker und die Presse Lügen verbreiteten.

Warum ist postfaktisch Wort des Jahres 2016?

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat „postfaktisch“ zum Wort des Jahres gekürt. Die Jury wählte zehn Wörter aus, „die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben“, wie es in der offiziellen Pressemitteilung heißt.

Postfaktisch oder einfach: Falsch?

Doch es gibt auch Zweifler, zum Beispiel Walter Krämer. Der Statistik-Professor an der TU Dortmund ist auch Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache. (Achtung, das sind nicht die, die das Wort des Jahres aussuchen.) Krämer meint, das Wort sei schlecht gewählt. Es verspreche etwas, was nicht kommt, sagt er: „Was heißt ‚post‘? Das heißt ‚danach‘. Man denkt: Da kommt noch etwas hinterher, da kommt noch etwas Besseres.“ Dabei seien damit Lügen gemeint. Es gebe 20 bessere Worte dafür, eins zum Beispiel sei „Falschmeldungen“.

International ist „post truth“ das Wort des Jahres

Das bekannte Englische Wörterbuch „Oxford Dictionary“ hat jüngst „post truth“ als internationales Wort des Jahres 2016 gekürt. Es bedeutet etwa dasselbe wie „postfaktisch“. Wenn Medien über dieses Wort berichten, zeigen sie häufig Fotos von Donald Trump. Er hat in seinem Wahlkampf vor allem die Gefühle der Wähler angesprochen. Fakten waren ihm oft wohl nicht so wichtig.

Aber es sei nicht nur Trump, der es nicht so genau mit der Wahrheit hält. Walter Krämer sagt, es gebe auch „seriöse Politiker“, zum Beispiel aus unserer aktuellen Bundesregierung, die auch nicht immer die Wahrheit sagen würden. „Das gab’s schon immer“, sagt Krämer. Auch die Bundeskanzlerin habe Lügen verbreitet, was Renten, Armutsmessung, die Eurokrise und die Umwelt betreffe. Auch in den seriösen Medien gebe es das Problem der Falschmeldungen. Ein Beispiel: „Die Tagesschau hat gemeldet, es hätte 20.000 Fukushima-Tote bei der Strahlenkatastrophe 2011 gegeben. Aber es gab gar keine Strahlentote. Alle Opfer sind ertrunken“, klärt Krämer auf.

Hier weiterlesen:

http://orange.handelsblatt.com/artikel/18169

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 27. Februar 2017 von hubwen in Kultur, Netzpolitik, Uncategorized

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