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Er ließ sich nie von Autoritäten täuschen   Leave a comment

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Karlheinz Deschner war nicht nur einer der bedeutendsten Kirchenkritiker des 20. Jahrhunderts, er war auch ein hervorragender Literaturkritiker.

 

Eine Laudatio auf Karlheinz Deschner von Karl Corino.

Auszug.

Karl Corino hielt diese Laudatio anlässlich der Verleihung des Wolfram-
von-Eschenbach-Preises des Bezirks Mittelfranken an Karlheinz Desch-
ner 2004. Der Text wurde für dieses Heft leicht gekürzt.
«… man müßte schreiben, ohne eine Sekunde nachzudenken,
man müßte drauflosschreiben wie eine Maschine, so schnell
und ohne alle Hemmungen, man müßte alles herausschleu-
dern wie ein Vulkan oder wie man sich erbricht oder was
weiß ich, sobald man denkt, ist es schon vorbei, das ist meine
Erfahrung». So steht es in Karlheinz Deschners erstem Ro-
man «Die Nacht steht um mein Haus», mit dem er 1956, mit
32 Jahren, die literarische Szene betrat.
Es war ein Debüt, das im wahren Wortsinn Furore machte und
die Öffentlichkeit, wie später so oft, in zwei Lager spaltete.
«Deschners Prosa vom Leben und Leiden
des einzelnen an der allgemeinen Unmenschlichkeit der Epo-
che hat an ihren besten Stellen die Durchschlagskraft eines
Geschosses.

Als Erstlingsbuch: eine großartige Begabungs-
leistung!», schrieb Karl Krolow damals, und Leslie Meier
alias Peter Rühmkorf: «Ein Buch mit wunderbaren Natur-
schilderungen und wunderbaren Herausforderungen, lyrisch
und provokant, anstößig und stimmungsgeladen, vor allem
aber: von der Form her interessant» – ein Lob, das dem von
Wolfgang Koeppen, Hermann Kesten, Hanns Henny Jahnn,
Hans Erich Nossack, Ernst Kreuder oder Albert Vigoleis
Thelen glich, während andere von einem
«einzigen Zeugnis von Kraftlosigkeit»
sprachen oder von einer «Roßkur».

Wenn man heute, aus einer Entfernung von fast 50 Jahren, auf dieses Buch zurückblickt, so muss man sagen, es gehört zu den wichtigen Leistungen je-
ner Generation, die im III. Reich aufwuchs und dann in den
II. Weltkrieg geworfen wurde. Der Generation der Überle-
benden und der Heimkehrer, wie sie auch Arno Schmidt in
seinen frühen Büchern porträtierte, nicht zuletzt in «Brand’s
Haide». (…)
Kein Zweifel, das knappe Dutzend von Essays Deschners
über «Franken, die Landschaft [s]eines Lebens», die unter
dem Titel «Dornröschenträume und Stallgeruch» in mehreren
Auflagen erschienen, sind Filiationen jener frühen Prosa, und
es ist nicht verwunderlich, dass das Verhältnis zur Natur und
die Fähigkeit, sie Wortmagie werden zu lassen, für Desch-
ner immer ein eminent wichtiges Kriterium war für poe-
tisches Genie.
Es ist kein Zweifel, dass meine Generation, die im II. Welt-
krieg, oder kurz davor, bald danach zur Welt kam, von Desch-
ner geprägt wurde. Das gilt nicht zuletzt für die literarische
Urteilsfähigkeit. 1957 erschien Deschners literarische Streit-
schrift «Kitsch, Konvention und Kunst», ein Büchlein von
ca. 170 Seiten, das bei vielen Schülern und Studenten Epoche
machte.

Es stürzte die Götter vieler unserer Deutschlehrer – Bergengruen,
Carossa, Hesse – und holte die Autoren Broch,
Jahnn, Musil, Trakl heim aus dem Exil und entriss sie der
Vergessenheit. Deschner ließ sich nie von Autoritäten und
Zelebritäten täuschen. Mochte Hermann Hesse auch seinen
Nobelpreis haben – Deschner zeigte, wie epigonal dessen
Prosa und seine Lyrik seien – und umgekehrt, wie originell
und modern die «Schlafwandler», der «Fluß ohne Ufer», die
Entwürfe zum «Mann ohne Eigenschaften». Ich persönlich
muss gestehen, dass ich in Deschners Streitschrift die ersten
Zeilen von Musil las, aus «Grigia» z. B., und dass diese Be-
gegnung mein weiteres Leben bestimmte. Ich habe mich vier-
zig Jahre lang mit Musil beschäftigt, und dass es nun eine
2000 Seiten umfassende Biographie dieses Autors gibt, geht
auf meine Initiation durch Deschner zurück.
Deschner ist als Literaturkritiker eine Potenz, und er hät-
te das Zeug gehabt, der führende Mann Deutschlands auf
diesem Gebiet zu werden, wenn sich seine Interessen später
– und mit weitreichenden Folgen – nicht verlagert hätten.
Man muss nur wieder einmal in seinem Band «Talente,
Dichter, Dilettanten» aus dem Jahre 1964 blättern, um mit Genuss
zu sehen, wie er die Schein-Blüten der Gruppe 47 entblätterte. (…)
Und nicht minder brillant ist Deschners Analyse von Wal-
ter Jens’ Buch «Deutsche Literatur der Gegenwart» aus dem
Jahr 1968. (…) Man kann nur bedauern, dass Deschner sich
nicht weitere Geistesheroen aus Jensens Umkreis zur Brust
genommen hat.

Einige Pressestimmen.

«Eine der eigenartigsten und
originellsten Persönlichkeiten
der deutschen literarischen
Welt.» La Stampa, Turin

«Einer der großen
deutschen autoren seit
1900, der paar, denen
Dank gebührt und die,
so bekannt sie auch
werden, viel zuwenig
gehör finden.» Kurt
Hiller, Hamburg

«… unerhört suggestiv und
mitreißend: panhafte sprachmusik
…» Günter Haas, Frankfurter Rundschau

«Nur mit den Deschners ist eine
große deutsche literaturtradition
zu regenerieren, die Kunst des
homerischen streits: das beste
Wort für die notwendige attacke.»
Ludwig Marcuse, Die Zeit, Hamburg

 

 

Und nicht minder brillant ist Deschners Analyse von Wal-
ter Jens’ Buch «Deutsche Literatur der Gegenwart» aus dem
Jahr 1968. (…) Man kann nur bedauern, dass Deschner sich
nicht weitere Geistesheroen aus Jensens Umkreis zur Brust
genommen hat.
Es lag, wie schon angedeutet, daran, dass sich Desch-
ners Interessen verlagerten. Von der Literatur weg zur Reli-
gionsphilosophie und zur Kirchengeschichte.
Zwar schrieb er nach seinem Roman-Erstling noch ein
zweites erzählendes Buch, «Florenz ohne Sonne», das ich
ebenfalls gerne lese, und ein drittes, das er aber nicht mehr
veröffentlichte, die Jahre zwischen 1958 und 1962 widmete
er indes einem 700-Seiten-Wälzer unter dem Titel «Abermals
krähte der Hahn», einer Historie des Christentums von den
Anfängen bis zu Pius XII.

Es gab manche Vorausdeutungen in Deschners erstem Ro-
man, die den Schwenk seines Denkens ahnen ließen: «Na-
türlich gibt es den Glauben, ruft nur, ruft nur, daß es den
Glauben gibt, aber der Glaube ist
auch nur eine Vermutung, eine Vermutung, die man sich suggerieren
kann, aus Schwäche, aus Verzweiflung, aus Dummheit, aus ‹ Demut ›,
aus ‹ Ehrfurcht ›, aus ‹ Kraft ›, aber
auch der Glaube ist nur eine Vermutung unter den anderen
Vermutungen, und selbst wenn ihr von eurem Glauben über-
zeugt seid, blindlings davon überzeugt seid, er bleibt eine
Vermutung, und niemand weiß, ob dieser Vermutung etwas
entspricht», so lesen wir. Es scheint, als habe Deschner gegen
Ende der 50er-, Anfang der 60er-Jahre diesen Vermutungen
auf den Grund gehen wollen. Er mutete sich eine unglaublich
anmutende wissenschaftliche Lektüre zu, die, wenn ich richtig
gezählt habe, seinerzeit schon ca. 1000 Titel umfasste. Er
dürfte alles verarbeitet haben, was die Entstehung und die
Geschichte des Christentums angeht. Die Bilanz war, was
die Nachfolge Christi angeht, niederschmetternd, und ich
kenne Kommilitonen, die nach der Lektüre von Deschners
frühem Opus magnum das Studium der Theologie auf-
gaben.

Mit leidenschaftlicher Exaktheit demonstrierte
Deschner, wie die Lehren der Bergpredigt, ihr zum
Teil revolutionärer, mit dem Alten Testament brechender
Ansatz mit der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion
durch Kaiser Konstantin in ihr Gegenteil verkehrt wurden. Wie die
Gebote der Nächsten- und der Feindesliebe, die den Christen ein
paar Jahrhunderte lang den Militärdienst verboten, umgebo-
gen und staatsdienlich, kriegstauglich gemacht wurden. Aus
Wehrdienstverweigerern und Märtyrern unter den früheren
römischen Kaisern wurden nun Waffenträger und Feldpre-
diger, die die Schwerter und Lanzen segneten. Er zeigte, wie
die urchristliche Gütergemeinschaft einem urwüchsig-dauer-
haften Besitzdenken wich, wie sich die kirchliche Hierarchie
unter dem römischen Episkopat verfestigte, wie konkurrie-
rende christliche Glaubensrichtungen bekämpft, verleumdet,
notfalls auf Konzilien mit Stöcken niedergeschlagen wurden
und wie das Papsttum mit allen Mitteln machiavellistischer
Politik, lang vor Machiavelli, zu Großgrundbesitz, Größt-
grundbesitz und zur weltlichen Großmacht aufstieg, gegebe-
nenfalls anhand massiver Fälschungen: man denke nur an
die sogenannte Konstantinische Schenkung, der wir den Kir-
chenstaat verdanken.
Immer wieder stieß Deschner auf die peinigenden Wider-
sprüche zwischen den Geboten Christi, soweit wir sie rekon-
struieren können, und der Praxis der Kirche und ihrer Die-
ner, und die Zahl der himmelschreienden Untaten, auf die
man beim Gang durch die Jahrhunderte stößt,
ist wahrhaft Legion.
Man denke nur an die Kreuzzüge, an die Vernichtung der Katharer,
Albigenser und Waldenser (von denen ich vermutlich abstamme),
an die Bauernkriege, an die Hexenverfolgungen, von denen man
auch in der Markgrafschaft Ansbach und in den fränkischen Bistümern
von Bamberg über Würzburg bis Eichstätt ein langes, blutiges und im wahren
Wortsinne feuriges Lied singen müsste, und man stellt mit
Deschner fest, dass sich Katholizismus und Protestantismus
bei aller Feindschaft, der wir ja den Dreißigjährigen Krieg
verdanken, mitunter in ihrer Menschenfeindlichkeit und
Grausamkeit, auch in ihrem Antisemitismus verdammt we-
nig unterschieden.
Es gab die fatalsten Brückenschläge – was etwa Luther
hetzend über die Juden schrieb, das konnte 400 Jahre später
gut der «Stürmer» brauchen –, und es gab die verrücktesten
Allianzen und Spaltungen.
Man braucht nur an die anfeuernde Rolle der Kirchen
in den zwei Weltkriegen des 20. Jahrhunderts zu denken,
als Christen gegen Christen kämpften und die Kirchen al-
len Kriegsparteien versicherten «Gott mit uns», «Gott mit
euch», anstatt jeden zu exkommunizieren, der die diploma-
tischen Feindseligkeiten eröffnete und die Waffe hob. Wenn
heute einzelne Kirchenvertreter behaupten, die Auszeich-
nung Deschners sei ein Schlag gegen die Kirche, so muss man
leider entgegnen, die schrecklichsten Schläge hat die Kirche
in den vergangenen 2000 Jahren, nehmt nur alles in allem,
immer gegen sich selbst geführt, gegen ihre eigenen Gläubi-
gen, gegen die Anhänger konkurrierender christlicher Glau-
bensrichtungen oder die anderen monotheistischen Religio-
nen aus dem Morgenland.
Wer geglaubt hatte, das Thema Kirche sei mit «Abermals
krähte der Hahn» erschöpft gewesen, der irrte sich. Es ließ
Deschner bis zu seinem 80. Geburtstag und darüber hinaus nicht
los. In wöchentlich 100-stündiger Arbeit legte er seit 1986 acht Bän-
de seiner «Kriminalgeschichte des Christentums» vor, rund 4600 Seiten
denen noch zwei weitere Bände folgen sollen. (…)

Immer eingeräumt, dass es auch vorbildliche, ebenso de-
mütige wie mutige Christen gab, die ihr Leben für ihre Prin-
zipien opferten – man denke nur an den christlichen Wider-
stand im III. Reich, an die Bekennende evangelische Kirche
und die katholischen Pfarrer in den KZs –, dies immer einge-
räumt, wird es wohl keine nennenswerte Schandtat im Na-
men des Christentums geben, die Deschner entgangen wäre,
handle es sich, weil wir in Wolframs-Eschenbach sind, nun
um das Wüten des Deutschen Ordens in Polen und im Bal-
tikum, oder um die unbarmherzige Niedermetzelung der In-
dios in Lateinamerika durch die spanischen Conquistadoren,
von der wir beispielsweise durch Las Casas wissen.
Es gibt wohl keinen Zweifel: hätte ein Zufall oder eine
«Fügung» einen Mann vom Schlage Deschners in ein frühe-
res Jahrhundert hineingeboren, er wäre mit höchster Wahr-
scheinlichkeit wie Giordano Bruno auf dem Scheiterhaufen
gelandet und man hätte ihn, mit besonderer Grausamkeit,
vielleicht auf kleinem Feuer geröstet.
Es ist gewiss nicht übertrieben, wenn der Münchner
Philosophieprofessor Wolfgang Stegmüller Karlheinz Deschner
den «bedeutendsten Kirchenkritiker» des 20. Jahrhunderts ge-
nannt hat, und es ist nicht nur die «herrliche Mischung von leiden-
schaftlichem Engagement, klarster Logik, beißendem Sar-
kasmus und überwältigendem Wissen», die ihn zum «mo-
dernen Voltaire» stempelt (Nelly Moya), es ist auch die
Einheit von Denken und Tun.
Aufgewachsen wie alle Franken – Bratwurstland – in be-
denkenlosem Fleischkonsum, vom Vater her gewöhnt an Ja-
gen, Fischen und Töten, hatte er sein Saulus-Paulus-Erleb-
nis. Schon in seinem Erstling lesen wir: «… ich glaube, daß
wir kein Recht haben, die Tiere zu töten, es sei denn das
Recht der Gewalt. Nein, ich mache keinen wesentlichen Un-
terschied zwischen Mensch und Tier … wie das die Christen
tun, die demütigen Christen, die so demütig sind, daß sie sich
für das Ebenbild Gottes halten, für das Ebenbild eines all-
gütigen, allweisen und allmächtigen Gottes, für das Eben-
bild des Schöpfers Himmels und der Erde. Du lieber Him-
mel. Was für ein Gott das sein muß, wenn man ihn beurteilt
nach seinen Ebenbildern! Nein, ich habe die Jagd aufgege-
ben, und da ich dachte, daß jeder Fleischesser schlimmer
als ein Jäger ist, und schlimmer als ein Metzger ist, da
ich dachte, und ich denke es heute noch, daß es nur
Gedankenlosigkeit ist und Inkonsequenz und eine gemütsmuf-
fige Verlogenheit, wenn sie sagen: nein, ich könnte kein Tier
töten, ich könnte keinem Tier was zuleide tun, wobei sie sich
schütteln und entsetzte Augen machen und sich den Bauch
vollschlagen mit Fleisch …, habe ich auch das Fleischessen
aufgegeben».
Deschner fühlt sich in dieser, sagen wir, vegetarischen Ent-
haltsamkeit, die Religionen und Weltanschauungen mitein-
ander vergleichend, den Pythagoräern und den Buddhisten
wesentlich näher als dem Alten Testament mit seinem Gebot
«Machet euch die Erde untertan», das ein Todesurteil für
Milliarden von Tieren impliziert. (…)

So energisch Deschner mit sprachlicher und gedanklicher
Schlamperei, mit Heuchelei, Intoleranz und Grausamkeit
verfährt, so entschieden vertritt er sein Plädoyer
der Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft. (…) «Denn jeder
Mensch braucht Hilf von allen», wie Brecht es formulierte.

Es ist ein Paradox, dass Deschner, auch in viele Sprachen
übersetzt, eine nach Millionen zählende Leserschaft hat, dass
er aber auf weite Strecken nicht überlebt hätte, nicht hätte
weiterarbeiten können ohne die Unterstützung einiger Mäze-
ne. Insofern ist der Wolfram-von-Eschenbach-Preis, der die-
sem Autor heute verliehen wird, nicht nur eine Anerkennung für
das Geleistete, sondern hoffentlich auch eine Hilfe zur Vollen-
dung seines Lebenswerks. (…)

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Gruß Hubert

 

Meint denn, wer vom «Kadaver» eines Tieres spricht, er hinterlasse mehr?   Leave a comment

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Aphorismen von Karlheinz Deschner.

Meint denn, wer vom «Kadaver» eines Tieres spricht,
er hinterlasse mehr?

Hat nicht alles seine Biographie? Jeder Vogel, jedes Insekt,
vielleicht jedes Sandkorn? Und doch wurde ich alt, bis ich
bei jedem Schritt an die zu denken begann, die ich zertrat.

«Der Mensch ist ein wildes Tier, das sich selbst gezähmt
hat», sagt Pierre Reverdy, der französische Dichter – nach
zwei Weltkriegen und dem Abwurf der Atombombe.

Auch Tiere sind grausam? Doch Menschen, so las ich, fres-
sen 600 000 mal häufiger Haie als Haie Menschen.

Alle Tiere kann man nicht retten, aber ein Tier zu retten, ist
für dieses Tier alles.

◆◆◆

Warum fürchtet Aufklärung nie die Religion, Religion aber
stets die Aufklärung?

Auch Religion ist nur eine Frage der Geographie. Und des
Datums.

All die Millionen, die auf ihren Glauben schwören! Doch
schwört auch nur einer, eins und eins ist zwei?

Auf Lügen wächst nichts, meint Gabriele Marcel – und
gedeihen doch ganze Weltreiche darauf. Und ganze Welt-
religionen.

Päpstlicher Segen: die edle Kunst, mit leerer Hand zu spen-
den.

Hirtenmoral. Im August 1978 nannte der Augsburger
Bischof Stimpfle die Zeugung eines Retortenbabys «schlim-
mer als die Atombombe».

Als die Aidswelle nicht ganz so schlimm kam, wie zu-
nächst befürchtet, schwappte die Sexwelle zurück. Rom
warnte ernstlich und sprach von einer ungesunden Entwick-
lung.

Das Christentum, glaubt Karl Kraus, war zu schwach, um
den Weltkrieg zu verhindern. In Wirklichkeit hat es ihn mit
heraufgeführt. Und auf allen Seiten unterstützt. Und den
Zweiten Weltkrieg wieder.

◆◆◆

Wie viele Menschen der Staat wohl schon getötet hat, ohne
ihnen auch nur ein Haar zu krümmen?

Nichts erschüttert weniger die Welt als ein lebenslang
gebückter Rücken – und nichts erhält sie mehr.

Warum dringt aus den Büchern über die Geschichte so
selten der Schrei derer, die darin zugrunde gehn?

Was Schopenhauer von der Philosophie sagt – «Eine Phi-
losophie, in der man zwischen den Seiten nicht die Tränen,
das Heulen und Zähneklappern und das furchtbare Getöse
des gegenseitigen allgemeinen Mordens hört, ist keine Philo-
sophie» –, gilt es nicht hundertmal mehr von der
Geschichtsschreibung?

Es ist die Geschichtsschreibung, die die großen Verbrechen
salonfähig macht. Und die großen Verbrecher berühmt.

Die sogenannte Ehre: Das meiste, was dafür geschah und
geschieht, gehört zum Unehrenhaftesten auf Erden.

Wer wirklich lebt, lebt stets zur rechten Zeit. Doch gibt es
Zeiten, die es fast unmöglich machen, wirklich zu leben.

Alle Revolutionen kosten Blut, am meisten aber die ver-
säumten.

◆◆◆

Meine Skepsis bewahrt mich davor, Fanatiker zu werden –
wovor noch kein Glaube geschützt hat.

Ich kann die ‹ großen Wahrheiten › nicht sehen, schon wegen
des Blutes daran.

Kein Bibelwort hat mich so überzeugt, keines durch zwei
Jahrtausende noch so an Gewicht gewonnen wie Lukas
13,3: Wenn ihr euren Sinn nicht ändert, werdet ihr alle
ebenso umkommen.

Der Tag, an dem ein Mensch einsieht, nie und nimmer alles
zu wissen, ist ein Trauertag, notiert Julian Green. Ich dage-
gen finde selbst das wenige, das ich weiß, eigentlich schon
zu viel, um damit leben zu können.

Ich bin ungebildet – das Ergebnis lebenslanger Studien.
Wenig lernte ich im Lauf des Lebens so begreifen wie die
Unbegreiflichkeit des Ganzen.

«Die Realität ist eine Illusion», sagt Einstein. Und die Illu-
sion? Eine Realität.

Jede Ungewißheit, auf die ich stoße, flößt mir mehr Vertrau –
en ein als alle Gewißheit ringsum.
Die Geheimnisse der Welt ertrage ich gut; nicht die
Erklärungen dafür.

◆◆◆

Schreiben um zu sein.

Mein Beruf hat mir nichts erübrigt, doch einiges erspart.

 

Das Alter nimmt dir nichts, behauptet Rückert, was es dir
nicht erstattet. Tatsächlich nimmt es fast alles und erstattet
nichts.

(Anmerkung: wahre Worte – gerichtet an die, die das Alter immer schönreden wollen, und dabei nichts anderes tun als sich selbst in den Sack zu lügen).

 

Das Leben wird immer schöner, sagte Stifter, je länger man
lebt – und brachte sich um.

(Anmerkung: die Pietät gebiert mir, nicht  in ein ha ha ha zu verfallen).

 

Alles tiefe Denken entspringt dem Zweifel und endet darin.*

Lieber möchte ich in tausend Zweifeln sterben als um den
Preis der Lüge in der Euphorie.**

 

* Siehe den so betitelten Essay von Gabriele Röwer über die geistigen
Hintergründe von Deschners Lebenswerk in «Aufklärung und Kritik»
3/2012, dem ein Essay über seine Ethik vorausging (A&K 3/2011); Ver-
öffentlichung auch auf deschner.info.

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. September 2019 von hubert wenzl in Kultur, Uncategorized

Als man ihr sagte …   Leave a comment

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Als sie lachte, sagte man ihr, sie sei kindisch. Also machte sie fortan ein ernstes Gesicht. Das Kind in ihr blieb, aber es durfte nicht mehr lachen.

Als sie liebte, sagte man ihr, sie sei zu romantisch. Also lernte sie, sich realistischer zu zeigen und verdrängte so manche Liebe.

Als sie reden wollte, sagte man ihr, darüber spreche man nicht. Also lernte sie zu schweigen. Die Fragen, die in ihr brannten, blieben ohne Antwort.

Als sie weinte, sagte man ihr, sie sei einfach zu weich. Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken. Sie weinte zwar nicht mehr, aber hart wurde sie nicht.

Als sie zu trinken begann, sagte man ihr, das löse ihre Probleme nicht. Sie solle eine Entzugskur machen. Es war ihr egal, weil ihr schon so viel entzogen worden war.

Als sie wieder draußen war, sagte man ihr, sie könne jetzt von vorne anfangen. Also tat sie, als begänne sie ein neues Leben. Aber wirklich leben konnte sie nicht mehr. Sie hatte es verlernt.

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Aus blog.de „Mengersmeinung“ – blog.de hat den Laden im Jahr 2012 dicht gemacht.

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Wer, ja wer wäre da?

 

Manchmal frage ich mich
Wie es ist
Jemand anders zu sein
Wie es ist
Ohne diesen ganzen Schein
Ich zeige nicht wie ich wirklich bin
Es sieht ganz anders aus
In mir drin

Manchmal frage ich mich
Warum ich so traurig bin
Sind es die Menschen die mich verletzen
bilde ich es mir ein
oder soll es so sein
Warum ich nicht einfach glücklich sein kann
Was ist so schwer daran
Ich weiß es nicht

Manchmal frage ich mich
Wo diese Verzweiflung herkommt
Es tut gut mit Freunden zusammen zu sein
Aber in mir drin, fühle ich mich allein
Mit ihnen zusammen versuche ich zu lachen
Doch gegen das weinen in mir kann ich nichts machen
Ich versteh es nicht

Manchmal frage ich mich
wann es aufhört
wird es immer so weiter gehen?
werde ich mich nie wieder wirklich glücklich sehen?
ich habe die Hoffnung aufgegeben
obwohl es sehr schwer ist, so weiter zu leben
Anders geht es nicht

Manchmal frage ich mich
Wie es ist
Tot zu sein
Befreit von den Gedanken, die mich quälen
Ich würde am liebsten wissen
Würde mich jemand vermissen?

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Von soullesangel – ebenfalls aus dem nicht mehr existenten blog.de

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Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 5. Oktober 2018 von hubert wenzl in Kultur, Lyrik, Uncategorized

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Olaf Schubert – Null Bock auf Friedhof   Leave a comment

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Olaf Schubert – Null Bock auf Friedhof

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 15. September 2018 von hubert wenzl in Kabarett, Kultur, Uncategorized

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Der ehemalige Modell-Athlet Tim Lobinger und der Krebs   Leave a comment

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Tim Lobinger hat mich tief beeindruckt. Ich hörte ihn in einem Interview als ich in Mallorca war. Er ist schon ein besonderer Mensch. Wer so viel Kraft hat gegen eine heimtückische Krankheit zu kämpfen… Ich kann mich auch erinnern, dass er sagte: „Die Liebe heilt“. Da hätte ich zur Zeit schlechte Karten – aber ich bin ja nicht krank.
Tim Lobinger war mal der beste Stabhochspringer Deutschlands und auch einer der Besten der Welt. Er spühte nur so vor Selbsbewusstsein, er gab auch zu fast schon arrogant gewesen zu sein. Er leidet an einer besonders bösartigen Leukämie, der Plasma-Leukämie.

„Plasmozytom / Multiples Myelom (PMM)

Beim Multiplen Myelom handelt es sich um eine bösartige Bluterkrankung. Sie tritt an verschiedenen Stellen diffus oder herdförmig im Knochenmark auf. Oft wird das Multiple Myelom auch als Knochenmarkkrebs bezeichnet. Das Multiple Myelom geht von den so genannten Plasmazellen aus, die im Immunsystem für die Antikörperbildung zuständig sind. Durch eine bösartige Entartung der Plasmazellen gerät die Vermehrung der Zellen im Knochenmark beim Multiplen Myelom außer Kontrolle. Die Plasmazellen vermehren sich und bilden Klone (genetisch identische Zellen).“

http://www.leukaemiehilfe-rhein-main.de/plasmozytom-multiples-myelom-PMM

INTERVIEW: Lobinger über Zukunft mit Blutkrebs
„Wer Schrank und Schlüpfer bekommt, ist mir wirklich egal“

Wenn man ihm gegenübersteht, kommt man nicht auf die Idee, dass Lobinger eine gefährliche Krankheit hat: Leukämie. Was er einmal hinterlassen will, verrät Lobinger im Interview.

Lobinger-Buch über seine Leukämie : „Ich flüsterte: Ich möchte nicht sterben“

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Die Nachricht schockierte gestern viele Sport-Fans: Tim Lobinger, der einst als erster deutscher Stabhochspringer die sechs Meter übersprang, leidet erneut unter Blutkrebs. Am Montag kommt sein Buch „Verlieren ist keine Option“ auf den Markt. Lobinger hatte es eigentlich schon fertig gestellt im vergangenen Jahr. Im Januar dann die schlimme Nachricht: In einer Knochenmarkprobe wurden wieder Krebszellen gefunden. Lobinger musste den Kampf gegen Leukämie erneut aufnehmen. Und er musste noch ein Kapitel an das Buch dranhängen. Exklusiv bei t-online.de lesen Sie es vorab.

Von Tim Lobinger

„Mir war schon klar, dass ich es mir in meinem neuen Leben nie wieder so richtig bequem machen konnte. Dafür ist meine spezielle Form der Leukämie einfach zu heimtückisch, zu unberechenbar. Aber ich habe mir fest vorgenommen, mir von dieser tickenden Zeitbombe nicht alles versauen zu lassen. Auch ein Dauer-Damoklesschwert muss man gelegentlich ausblenden und so tun, als ob es nicht existiert.

Husten, Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit – und eine Diagnose

Guter Plan. Aber dem Krebs gefiel er nicht. Leider hielt sich die stille Bedrohung nicht lange im Verborgenen. Am 18. Januar 2018 stand erneut ein Termin zur Knochenmarkpunktion an. Wie schon mehrmals erwähnt, ein Prozedere, das nicht in den Top Ten meiner schönsten Erlebnisse vertreten ist …

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Hier weiterlesen:

Der ehemalige Modell-Athlet Tim Lobinger und der Krebs

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Siehe auch:

TIM LOBINGER, Mein Kampf gegen den Krebs. Auszug

VERLIEREN IST KEINE OPTION

Joshua Kimmich (Bayern München) über Tim Lobinger:

Schon recht früh habe ich gemerkt, dass Tim über ein ganz besonderes
Gespür im Umgang mit Menschen verfügt. Seine Zuverlässigkeit, aber
auch die Tatsache, dass er Konflikten nicht aus dem Weg geht, sondern
die Dinge offen und ehrlich anspricht, machen ihn zum perfekten Trainer,
Kollegen und Trainingspartner.
Egal, in welchem Verhältnis man zu Tim steht, der Spaß kommt niemals zu kurz.
Mit seinem total verrückten Humor gelingt es ihm nahezu immer
die Menschen in seinem Umfeld zum Lachen zu bringen, auch
wenn ihnen eigentlich nicht zum Lachen zumute ist. Diese positive Art ist
absolut ansteckend! Tim hat immer ein Lächeln im Gesicht, man spürt in
jedem Moment, wie sehr ihm seine Arbeit Spaß macht. Es ist ein Leichtes
für ihn, andere Menschen zu motivieren und anzutreiben.
Nach meinem Wechsel zu Bayern München blieb unser Kontakt weiter
bestehen, und als er dann 2016 selbst nach München kam, entwickelte
sich eine noch engere Freundschaft und Zusammenarbeit.

https://www.m-vg.de/mediafiles/Leseprobe/9783742305664.pdf

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. April 2018 von hubert wenzl in Kultur, Uncategorized

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Schweizer Grundschullehrer dürfen aufklären   Leave a comment

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Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat entschieden, dass Grundschullehrer aufklären dürfen. Eine Mutter aus Basel hatte dagegen geklagt. Ich verstehe nicht, wie sehr sich manche super-religiöse Eltern gegen Sexualkunde wehren, indem sowieso nur mögliche Fragen ihrer Schüler beantwortet werden dürfen, es aber keinen „systematischen“ Sexualkundeunterricht geben kann.
Solche Eltern würden am liebsten Privatunterricht geben. So wie vor ein paar Tagen diese zwei Eheleute mit ihren 13 unterernährten Kindern in den USA, die für minderjährig gehalten wurden, obwohl die älteste Tochter schon 29 ist. Da wurde auch später berichtet, dass die Eheleute sehr religiös sind. Diese Assoziation hatte ich auch schon bei der ersten Meldung, denn sooo spinnen kann man nur wenn man religiös ist. Die Religionsfreiheit wird allzu oft missbräuchlich ins Feld geführt.

Aus Tagesschau.de

Sexuelle Aufklärung in der Grundschule? Eine Schweizer Mutter hielt das für viel zu früh und klagte. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hält die Sexualkunde für gerechtfertigt.

Sexuelle Aufklärung ist in der Schweiz bereits Thema in Grundschulen. Doch sind die Kinder dafür nicht noch zu jung? Nein, entschied nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) – zumindest nicht für die Form der Sexualkunde, wie sie in den Schweizer Grundschulklassen angeboten wird.

Privatsphäre oder Religionsfreiheit verletzt?

Grundlage für den Fall war eine Klage einer Schweizerin aus Basel, deren damals sieben Jahre alte Tochter 2011 in die zweite Klasse gekommen war. Von dem in dieser Stufe vorgesehenen Sexualkundeunterricht wollte die Mutter ihr Kind befreien lassen. Sie sah das Recht ihrer Tochter auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzt. Zudem führte die Mutter auch an, in einigen Fällen könne die Religionsfreiheit der Kinder eingeschränkt werden.

Beide Punkte wiesen die Straßburger Richter zurück. Ein Grund liegt in der Art und Weise der Aufklärung für die Grundschulkinder. Deren Lehrer sind angewiesen, mögliche Fragen ihrer Schüler zu beantworten, aber keinen „systematischen“ Sexualkundeunterricht zu erteilen, hieß es in der Urteilsbegründung. Dadurch bleibe den Eltern nach wie vor das Recht, ihre Kinder selbst aufzuklären. Und die Kinder könnten vor möglichem sexuellen Missbrauch geschützt werden.

Auch die Religionsfreiheit der Schulkinder sah der EGMR nicht verletzt. Denn die Religionsfreiheit schütze die Kinder nicht davor, in der Schule mit anderen Ideen oder Anschauungen in Kontakt zu kommen, sondern nur vor einer vehementen Indoktrination mit anderen Auffassungen.

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Schweizer Grundschullehrer dürfen aufklären

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 18. Januar 2018 von hubert wenzl in Kultur, Politik, Religionskritik, Uncategorized

ABGRUND   3 comments

Rubens Beserra

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Es gibt ein Abgrund in meiner Seele,

Wo Licht nicht eintreten kann,

Wo alles Dunkelheit und Stille ist,

Wo alles tot ist und langsam verrottet.

Es gibt einen Abgrund, der mich einsperrt,

Es ist unmöglich zu fliehen, es gibt keinen Ort zu gehen,

Alle Straßen führen zum Tod.

Alle Menschen, die ich geliebt habe, sind bereits gestorben.

Es gibt kein Leben in meiner Welt,

Es gibt nur Leere in meiner Seele.

Ich weine nicht, weil ich keine Tränen mehr habe,

Ich bin apathisch, kalt und treulos.

Ich möchte meine Kindheitsprobleme vergessen ,

Aber die Erinnerungen halten mich zurück in die Vergangenheit,

Erinnerungen sind Wunden, die immer noch schmerzen.

Ich bin nicht glücklich, weil ich nicht mehr träumen kann.

Es gibt keine Sonne in meiner Welt,

Es gibt kein Licht in meiner Welt,

Es gibt nur Dunkelheit, Traurigkeit,

Angst, Einsamkeit, Kälte und Tod

Im Abgrund meiner Seele.

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Veröffentlicht 8. Januar 2018 von hubert wenzl in Kultur, Literatur, Lyrik

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