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Klimawandel – ja oder nein?   6 comments

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Vorausschicken möchte ich, dass ich keine Aktien beim Klimawandel habe. Ich nehme nur Informationen auf die von Befürwortern und von den Gegnern des Klimawandels vorgebracht werden. Allemal halte ich es für verantwortungsvoll nicht alles ungefiltert in die Umwelt hinaus zu lassen. Weniger Schmutz ist besser als zu viel Schmutz.
Wenn gesagt wird, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, drückt man damit auch aus, dass wir weiterhin so weitermachen können, wie wir es tun. Klimawandel-Leugner bzw. -Gegner sagen oft auch, dass Sonnenaktivitäten die Schuld an den Veränderungen hätten. Ich kann dieser These wenig abgewinnen.

Jedenfalls kann ich aus eigener Lebenserfahrung sagen, dass sich einiges grundsätzlich geändert hat. Ende der 1960-er bis ca. Ende der 1970-er Jahre gab es im Winter noch Temperaturen hier in Südtirol von bis zu -28 Grad. Und es gab auch noch bedeutend mehr Schnee, und das schon anfangs Dezember. Es gab keine solchen milden Winter wie etwa seit ca. 15 Jahren. Ich bin kein Wissenschaftler oder Experte auf diesem Gebiet, habe aber doch genügend Hausverstand, der mir sagt, dass man mit der Umwelt sorgfältig umgehen sollte. Natürlich sollte man das Ganze nicht zur Ideologie machen, so wie es die Grünen tun oder auch wie auf der anderen Seite die Klimawandel-Leugner. Ich sehe nur, dass da mächtige Interessen auf beiden Seiten vorhanden sind. Meine Skepsis gegenüber allzu plakativ vorgebrachten Argumente lege ich jedenfalls nicht ab.

Zur These, dass CO2 nur gut sein kann, quasi je mehr desto besser möchte ich einen Artikel aus dem Spiegel entgegenhalten, der besagt, dass

zu viel CO2 Ackerpflanzen verkümmern lässt.

 

Gibt es Gewinner des Treibhauseffekts? Pflanzen müssten von steigenden CO2-Werten in der Atmosphäre profitieren – weil Photosynthese und Wachstum auf Trab kommen, heißt es oft. Doch jetzt stellt sich heraus: Den meisten Pflanzen können höhere Kohlendioxidkonzentrationen sogar schaden.

[…]

Während es für viele Menschen und Tiere künftig ungemütlich zu werden droht, sollte das Treibhausgas für Pflanzen eigentlich eine segensreiche Wirkung haben. Denn sie können das CO2 bei der Photosynthese für sich nutzen – und so zum Beispiel in der Landwirtschaft bessere Erträge bringen. Gerade Klimaskeptiker verweisen gern auf diesen Effekt: Wie, so argumentieren sie, kann ein Gas schlecht sein, das der Menschheit mehr Nahrung bescheren könnte? Außerdem würden die mit Kohlendioxid „gedüngten“ Pflanzen auch größere Mengen Kohlenstoff binden, also aus der Atmosphäre entfernen.

Doch neue Forschungsergebnisse machen eindrücklich klar, dass diese Rechnung wohl in den meisten Fällen nicht aufgehen wird.

Denn steigende CO2-Konzentrationen in der Luft helfen längst nicht allen Pflanzen beim Wachsen. Viele Arten können in einer von Kohlendioxid geschwängerten Atmosphäre weniger Stickstoff aus dem Boden aufnehmen. Fehlt aber dieser wichtigste Wachstumsförderer, bekommt das Gewächs Schwierigkeiten, etwa beim Aufbau von Kohlenhydraten. Von steigenden Kohlendioxidwerten können diese Pflanzen also gar nicht profitieren, berichten Forscher um Arnold Bloom von der University of California in Davis *) im Fachmagazin „Science“.

*) (Zum Artikel in „Science“ weiter unten ein Auszug mit Google-Übersetzung)

Leider machen diese sogenannten C3-Pflanzen den größten Teil der pflanzlichen Biomasse auf der Erde aus. Bei ihnen kommt der Grundtypus der Photosynthese zum Einsatz: Energiearme Stoffe werden unter dem Einfluss von Licht in energiereichere Verbindungen umgewandelt. Allerdings funktioniert das in diesem Fall nur dann, wenn es nicht zu heiß oder zu trocken ist. Ansonsten schließen die C3-Pflanzen die Spaltöffnungen ihrer Blätter. Das verringert zwar die Verdunstung, stoppt aber auch die CO2-Zufuhr – und damit die Photosynthese.

 

„Stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“

 

Um ihre Photosyntheseprodukte aufbauen zu können, brauchen Pflanzen unbedingt Stickstoff. Normalerweise kommt der in Form von Nitrat- und Ammonium-Ionen aus dem Boden. Über die Wurzeln werden die kleinen, in Wasser gelösten Stärkungspakete aufgenommen – und wo die segensreichen Substanzen fehlen, können Landwirte und Gärtner mit Dünger nachhelfen. Bloom und seine Kollegen konnten nun aber zeigen, dass zumindest für Weizen (eine einkeimblättrige Pflanze) und Schaumkresse (eine zweikeimblättrige Pflanze) die Weiterverarbeitung von Nitrat-Ionen durch steigende CO2-Werte behindert wird.

Das Problem ist gravierend. „Pflanzen in gemäßigten Klimazonen sind normalerweise stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“, sagt Bloom im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Doch genau diese Pflanzen litten unter steigenden CO2-Werten. In manchen Fällen würden sie bei höheren Kohlendioxidkonzentrationen gar schrumpfen. „Außerdem gehen die Proteinmengen in Nahrungsmitteln zurück“, sagt Bloom.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-zu-viel-co2-laesst-ackerpflanzen-verkuemmern-a-694592.html

 

*) Zu „Science“

Carbon Dioxide Enrichment Inhibits Nitrate Assimilation in Wheat and Arabidopsis
Übersetzung durch Google

Kohlendioxidanreicherung hemmt die Nitratassimilation (in Weizen und *) Arabidopsis)

Zu *) Arabidopsis: Die Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) wird auch Schotenkresse oder Gänserauke genannt und ist eine Pflanzenart in der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).
https://de.wikipedia.org/wiki/Acker-Schmalwand

Aus Science (Link im Beitrag)
Nitrat für mich, Ammonium für Sie

Die Interdependenz der pflanzlichen Stickstoffaufnahme und der Pflanzenreaktionen auf Kohlendioxid ist gut etabliert, aber der Einfluss der anorganischen Stickstoffform, d.h. ob Nitrat oder Ammonium, wurde weitgehend ignoriert. Bloom et al. (S. 899) zeigen aus fünf unabhängigen Methoden sowohl bei einer Monokot- als auch bei einer Dikot-Spezies, dass die Kohlendioxid-Inhibition der Nitrat-Assimilation eine wesentliche Determinante der Pflanzenreaktionen auf steigende atmosphärische Konzentrationen von Kohlendioxid ist. Dieser Befund erklärt mehrere Phänomene, einschließlich Kohlendioxid-Akklimatisierung und Abnahme der Lebensmittelqualität. Die große Variation dieser Phänomene zwischen Arten, Orten oder Jahren ergibt sich aus der großen Variation der relativen Abhängigkeit von Pflanzen auf Nitrat und Ammonium als Stickstoffquellen unter Arten, Orten oder Jahren. Die relative Bedeutung von Ammonium und Nitrat für die Pflanze N Ernährung in zukünftigen Anbausystemen wird für die Menge und Qualität der Lebensmittel entscheidend sein.

Abstrakt

Die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre kann sich bis zum Ende des 21. Jahrhunderts verdoppeln. Die Reaktion höherer Pflanzen auf eine Kohlendioxidverdopplung schließt häufig einen Rückgang ihres Stickstoffstatus ein, aber die Gründe für diesen Rückgang waren unsicher. Wir verwendeten fünf unabhängige Methoden mit Weizen und Arabidopsis, um zu zeigen, dass die atmosphärische Kohlendioxidanreicherung die Assimilation von Nitrat in organische Stickstoffverbindungen hemmte. Diese Hemmung kann weitgehend für die Kohlendioxid-Akklimatisierung, die Abnahme der Photosynthese und das Wachstum von Pflanzen verantwortlich sein, die die C3-Kohlenstoff-Fixierung nach längeren Expositionen (Tage bis Jahre) zur Kohlendioxidanreicherung durchführen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die relative Verfügbarkeit von Boden Ammonium und Nitrat für die meisten Pflanzen wird zunehmend wichtiger bei der Bestimmung ihrer Produktivität sowie ihre Qualität als Nahrung.

http://science.sciencemag.org/content/328/5980/899

Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda

von Günther Ederer

Auszug.

Als Beleg für die endgültige Treibhausgastheorie wird immer wieder vorgebracht: 97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig. Nachzulesen im Spiegel, wiederholt im ZDF in „Frontal 21“ und von Guido Knopps History. „97 Prozent!“ – da müssten doch alle journalistischen Warnsignale aufleuchten.

Zum Beispiel: 97 Prozent von wie vielen Wissenschaftlern? Und welche Wissenschaftler zählen dazu? Wer hat sie ausgewählt? Zweimal in den letzten beiden Jahren haben sich in Berlin die kritischen Wissenschaftler aus aller Welt getroffen, um ihre neuen Forschungen vorzustellen, die zu anderen Ergebnissen kommen als die IPCC- Macher und ihre Gläubigen. Doch dann glänzt das Potsdamer Institut durch Abwesenheit, kaum ein Bundestagsabgeordneter und kaum ein Journalist machen sich die Mühe, sich zu informieren.

Ein weiterer Trick, der die Debatte ersticken soll, ist die Behauptung, dass der Einfluss des CO2 auf das Klima schon seit 150 Jahren bekannt sei. Damit wird auf den schwedischen Chemiker und Allroundwissenschaftler Svente Arrhenius verwiesen, der rein hypothetisch, ohne Beweise, davon ausging, dass CO2 das Klima erwärmen würde, was er allerdings für einen großen Segen für die Menschheit hielt. Außer Hochrechnungen haben die CO2-Klimaerwärmer bis heute nichts Handfestes zu bieten.

Die Basiszahlen für die Berechnungen des IPCC sind im federführenden britischen Institut der Universität Norwich vernichtet worden. Für seine die Welt aufrüttelnden Beispiele in seinem Film: „Eine unbequeme Wahrheit“ hat sich das Büro Al Gore entschuldigt.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

 

Auszug aus Wikipedia dazu.

Bekannt wurde Ederer auch durch klimaskeptische Positionen. In einem Essay in der Welt bestritt Ederer unter Verweis auf den kontroversen amerikanischen Wissenschaftler und Lobbyisten Fred Singer, dass CO2 das Klima beeinflusst. Einen Vortrag mit ähnlichem Inhalt hielt Ederer auch auf einer Konferenz des ebenfalls klimaskeptischen Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE). Eine öffentlich diskutierte Broschüre des Umweltbundesamtes listete Ederer aufgrund dieser Positionen als einen von mehreren Klimaskeptikern in Deutschland, der die Ergebnisse der weltweiten Klimaforschung anzweifele.
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Ederer

Hier noch ein paar Links, die kritisch zum Klimawandel stehen

http://www.fr.de/wissen/klimawandel/debatte-um-klimawandel-umweltamt-brandmarkt-klimaskeptiker-a-706872

http://www.ageu-die-realisten.com/archives/2046

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhauseffekt-messungen-zeigen-klimawandel-durch-co2-a-1020528.html

https://www.eike-klima-energie.eu/

 

Diese letzte Seite „EIKE“ kommt mir wirklich nicht seriös vor.

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Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 21. Juni 2017 von hubwen in Politik, Umwelt, Uncategorized

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Grausamen Foltermethoden in Erdogans Gefängnissen   3 comments

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Es ist kaum zu glauben, dass die EU-Länder nicht klare Kante gegen Erdogan zeigt. Die EU-Beitrittsverhandlungen müsste man sofort beenden. Mit Erdogan ist eine Mitgliedschaft in der EU ausgeschlossen. Unfassbar wie brutal Erdogan ist und in den Gefängnissen foltern lässt.

Aus Huffington Post, Auszug

„Ich wünschte, sie hätten mich umgebracht“ – ein Augenzeuge enthüllt die grausamen Foltermethoden in Erdogans Gefängnissen

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ERDOGAN
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Die 90er Jahre gehören zu den dunkelsten Zeitabschnitten in der Geschichte der Türkischen Republik. Instabile Regierungen, Insolvenz von Großbanken und wirtschaftliche Unsicherheit, Attentate auf Journalisten und Intellektuelle des Landes sind Ereignisse, die die Erinnerungen an dieses Jahrzehnt bis heute prägen.

Besonders schwerwiegend waren die Folgen der politischen Zerrissenheit für die kurdische Bevölkerung. Jahrelang waren die Bewohner der südostanatolischen Dörfer hin- und hergerissen zwischen skrupellosen, ultranationalistischen Beamten auf der einen Seite, die ihnen jedes Recht auf die Auslebung ihrer Kultur absprachen und der Terrororganisation PKK auf der anderen.

Zeitungen berichteten sowohl von Angriffen der Terroristen auf Sicherheitskräfte und die Zivilbevölkerung als auch von Folter im berüchtigten Gefängnis von Diyarbakir durch türkische Vollzugsbeamte sowie von Attentaten auf prominente Kurden durch Auftragskiller des sogenannten „tiefen Staates“.

 

Reformen im türkischen Sicherheitsapparat

 

Anfang der 2000er Jahre kam es mit der Regierungsübernahme der AKP, die sich in ihren ersten Legislaturperioden noch um ein pro-westliches, demokratisches Image bemühte, im Rahmen einer Vielzahl von Reformen auch zu einem Generationenwechsel im Sicherheitsapparat.

[…]

Mit der zunehmenden Abkehr von EU-Normen und demokratischen Werten auf Regierungsebene kam es zu einem erneuten Gesinnungswechsel in den Sicherheitskräften. Doch im Vergleich zu den 90er Jahren wurden die Kader nun nicht nur mit nationalistischen Beamten aufgebaut, sondern vermehrt mit dschihadistisch-motivierten, loyalen Erdogan-Fanatikern aus regierungsnahen Jugendgruppierungen.

Kennzeichnend für diese neue Generation ist neben ihrer strikten Loyalität gegenüber der Parteiführung, auch eine pseudo-islamische Sensibilität, die Erdogan durch religiös angehauchte, populistische Reden in seinem Interesse zu nutzen weiß.

Parteimiliz nach Vorbild der iranischen Revolutionsgarde

 

Der gescheiterte Putschversuch am 15. Juli 2016 war ein idealer Vorwand, um die Umstrukturierung der Sicherheitsbehörden in eine Parteimiliz nach Vorbild der iranischen Revolutionsgarde weiter voranzutreiben.

 

Gleichzeitig sprachen Erdogan und weitere AKP-Politiker sowie regierungsnahe Theologen Fatwas (islamische Rechtsurteile) aus, die die vermeintlichen Drahtzieher des Putschversuchs laut Regierungsnarrativ, Fethullah Gülen und die Hizmet-Bewegung, als Irrgläubige, ja sogar als Islam-Feinde bezeichneten.

Dass Erdogan bisher weder für den angeblichen Putsch-Befehl Gülens, noch für dessen Beteiligung an einer internationalen islamfeindlichen Verschwörung handfeste Beweise liefern konnte, spielt für einen maßgeblichen Teil der türkischen Bevölkerung so gut wie keine Rolle. Die Worte des Reis (dt.: der Führer) gelten für viele als Gesetz.

„Dschihadistisch-motivierte, loyale Erdogan-Fanatiker aus regierungsnahen Jugendgruppierungen.“

Davon überzeugt, ließ Erdogan die staatliche Religionsbehörde Diyanet, welche auch die DITIB in Deutschland kontrolliert, eine Stellungnahme veröffentlichen, in der Menschen aus der Gülen-Bewegung die islamische Glaubenszugehörigkeit abgesprochen wird.

Metin Balkanlioglu, ein radikaler Prediger aus der islamistischen Szene, bezeichnete in einer Ansprache vor Erdogan-Fanatikern das von der Regierung beschlagnahmte Eigentum von Gülen-Sympathisanten als „Kriegsbeute“ und versicherte, dass diese für die „wahren Muslime“ halal seien.

Legitimierung der Verbrechen von Erdogans Dschihadisten

Nihat Zeybekci, der damalige Wirtschaftsminister ging sogar einen Schritt weiter und machte mit seiner Rede vor einer aufgewühlten Menge kurz nach dem gescheiterten Putschversuch den Weg frei für die Schandtaten der türkischen Polizei. Seine Worte sind als deutliche Beweismittel für die systematische Folter in türkischen Gefängnissen festzuhalten:

„Wir werden diese Verräter so hart bestrafen, dass sie um ihren Tod betteln werden. Wir werden sie dazu bringen, uns anzuflehen. Wir werden sie in solche Löcher stecken, dass sie nicht mehr in der Lage sein werden, die Sonne Gottes zu erblicken. Sie werden wie die Ratten in diesen finsteren Löchern verrecken.“

Ein weiterer Minister unterstützte diese Hetzrede und versprach, dass er als Mitglied der Putsch-Untersuchungskommission alle Anzeigen wegen Folter und Menschenrechtsverletzungen ignorieren werde.

Für Erdogans Dschihadisten im türkischen Sicherheitsapparat bedeuteten diese Stellungnahmen die zweifache Legitimierung ihrer Verbrechen. Auf der einen Seite wurde von „höchsten Instanzen“ das Urteil ausgesprochen, dass es sich bei den Regierungskritikern um die „Feinde Allahs und des Korans“ handle und eine dementsprechende Sanktionierung notwendig sei.

Auf der anderen Seite bekamen sie die Zusicherung der politischen Führung, dass selbst die brutalste Vorgehensweise gegenüber Oppositionelle unbestraft bleiben wird.

Ein Beispiel für die grausame Folter

 

Und damit kommen wir zum entscheidenden Teil dieses Artikels. Zu einem Punkt, an dem jeder Kommentar aus der Außenperspektive als überflüssig und jede politische oder ideologische Stellungnahme als sinnlos erscheint. Es fällt einem nicht leicht, die folgenden Zeilen zu schreiben, ohne sich über die Ignoranz-Politik des Westens bezüglich der Menschenrechtsverletzungen in der Türkei den Kopf zu zerbrechen.

„Sie werden wie die Ratten in diesen finsteren Löchern verrecken.“

Und genau aus diesem Grund sehe ich es als eine menschliche Pflicht, meinen Lesern eines von unzähligen Beispielen dafür vor Augen zu führen, wie das Resultat der Hetzkampagne gegenüber Erdogan-Kritikern, insbesondere der Gülen-Bewegung und Kurden, momentan ausfällt.

Ich möchte an dieser Stelle die Aussagen des Schulleiters H. K. vor Gericht zitieren, der im Rahmen der Hexenjagd auf Gülen-Sympathisanten verhaftet und auf grausame Art gefoltert wurde. Augenzeugen berichten, dass er seine Worte damit begann, indem er die Beamten bat, seine Mutter, die sich unter den Zuschauern befand, aus dem Gerichtssaal hinauszuführen.

Ob sich dennoch auch nur die Wenigsten vorstellen konnten, dass sie eine derartige Unmenschlichkeit zu hören bekommen würden, wage ich zu bezweifeln:

 

„Vom ersten Moment meiner Festnahme an wurde ich ununterbrochen beleidigt und beschimpft. Die Polizisten haben mir die Kleider ausgezogen, mir die Hände und Füße gefesselt und die Augen zugebunden. In diesem Zustand haben sie mich durch die Korridore gezerrt und mich in ein Bad gebracht. Dort lag ich etwa eine Stunde unter eiskaltem Wasser und wurde auf brutalste Art verprügelt.

Als sie mich wieder in meine Zelle brachten, war mir so kalt, dass ich im ganzen Körper zitterte, obwohl ich alle meine Kleidungsstücke und meine Decke über mich gezogen hatte.

Nachdem sich mein gesundheitlicher Zustand enorm verschlechterte, wurde ich zu einem Arzt gebracht. Doch ehe ich den Arzt überhaupt wahrnehmen konnte, gab er mir irgendeine Spritze, über deren Inhalt ich keine Auskunft erhielt, und ging wieder.

Am nächsten Tag wurde ich erneut komplett ausgezogen. Die Polizisten zerdrückten mit ihren Händen mein Geschlechtsorgan. Auf diese Weise folterten sie mich über mehrere Tage hinweg. Obwohl bereits Monate vergangen sind, spüre ich noch immer die Schmerzen. Immer wieder wurde ich im Genitalbereich gefoltert und mit einem Schlagstock vergewaltigt.

Ich schäme mich zutiefst und wünschte, sie hätten mich stattdessen umgebracht.
Sie drohten mir außerdem, sie würden meine Frau ebenfalls festnehmen und ihr das Gleiche antun. Unsere Kinder würden sie uns wegnehmen und einer Kinderpflegeanstalt übergeben.

Ich konnte es nicht mehr länger aushalten und sah mich gezwungen, das von den Beamten vorgefertigte Geständnis zu unterzeichnen.

 

50.000 Menschen in Haft, darunter etwa 17.000 Frauen mit etwa 600 Babys

 

H. K. war Schulleiter einer Gülen-nahen Grundschule. Keine Vorstrafen, kein konkreter Tatbestand. Ihm wurde lediglich vorgeworfen, eine verschlüsselte Messaging-App namens „ByLock“ auf sein Smartphone heruntergeladen zu haben, die angeblich auch einige Putschisten für ihre interne Kommunikation während der Putschvorbereitung verwendet hatten.

Die App war allerdings für jeden frei zugänglich und konnte wie jede andere Messaging-App kostenlos heruntergeladen werden. Unter diesem absurden Vorwand befinden sich momentan etwa 50.000 Menschen in Haft, darunter etwa 17.000 Frauen mit etwa 600 Babys.

H. K. ist nur einer von Tausenden Folter-Opfern, die den unmenschlichen Repressionen der türkischen Regierung ausgeliefert sind und darauf warten, dass ihren Hilferufen, die im eigenen Land nicht mehr erhört werden, in der internationalen Gemeinschaft endlich Beachtung geschenkt wird.

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Grausamen Foltermethoden in Erdogans Gefängnissen

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Gruß Hubert

Zurück in die Vergangenheit und voraus in die Zukunft – die Neoreaktionäre Bewegung (NRx)   Leave a comment

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Es ist erschreckend was manche Leute planen und denken.
Das Genmaterial des Menschen soll nach Plänen der Neoreaktionären Bewegung (NRx) optimiert werden und aus den „Besten“ eine Elite gegründet werden. Es gibt unter den NRx zwei Strömungen, die eine will Vergangenes hochhalten und die andere Strömung will auf schnellstem Weg in die Zukunft und sie will alles beschleunigen.

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Aus Yahoo, Auszug.

Diese Rechtspopulisten wollen die perfekten Menschen züchten

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Medizinische und technische Fortschritte sollen bei der Züchtung von Übermenschen helfen. (Bild: ddp)

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Eine rechte Bewegung möchte das Genmaterial der Menschen optimieren und aus den intelligentesten und stärksten Individuen eine Elite gründen. So erschreckend ist der Science-Fiction-Rassismus!

Es stimmt nicht, dass rechte Denker nur von der heilen Vergangenheit träumen: Eine reaktionäre Bewegung kämpft für Menschenzucht und eine Elitenherrschaft.

Früher war alles besser: Wie immer man es wendet, dies bleibt doch dergrundlegende Glaubenssatz hinter dem aktuellen Rechtspopulismus.Früher war alles besser: Da konnte man noch christliche Weihnachtsmärkte besuchen, ohne dort lauter Muslime zu treffen. Früher waren Männer noch Männer, und Frauen waren noch Frauen; früher lernte der Mann einen Beruf, und dann konnte er ihn bis zum Lebensende ausüben. Heute hingegen ist nichts mehr so, wie es früher war. Und vor allem ist nichts mehr von Dauer: Die digitale Umwälzung der Lebensverhältnisse beschleunigt die Veränderung der Welt; die Globalisierung zersetzt alle überkommenen Traditionen und Institutionen – vom Nationalstaat bis zur Familie, von den vertrauten Geschlechtermodellen bis zur ethnischen Homogenität des Volkskörpers. Dagegen wünscht sich das neurechte Denken in einen Zustand zurück, der Sicherheit bietet und Orientierung. Es möchte die Menschheit in kleine Gemeinschaften zerteilen und die Welt in überschaubare Gegenden, in denen die Uhren wieder langsamer gehen. Im Kern findet sich darin also ein doppelter Einspruch gegen die Zeitverhältnisse der Gegenwart. Der Wunsch nach dem Zurückdrehen der historischen Zeit ist unentwirrbar mit dem Wunsch nach Entschleunigung verschränkt.

Zur Zukunft hingegen scheinen die neuen Rechten wenig zu sagen zu haben; eigentlich fällt ihnen    nicht einmal zur Gegenwart etwas ein – jedenfalls entsteht dieser Eindruck, wenn man die Texte ihrer deutschsprachigen Vertreter liest. Wer etwa Götz Kubitscheks Zeitschrift Sezession nach Überlegungen zur Digitalkultur und zur Zukunft des Kapitalismus durchsucht, wird dort nicht fündig werdeerkunft.n. Die Themen von Kubitschek und seinen Autoren erschöpfen sich weitgehend in intellektuellen Gedankenspielen zur Bewahrung und Neubewertung von Traditionen und zur Abwehr der globalisierten Moderne. So scheint auch das Dasein der Menschen nicht von ihren Entwicklungsmöglichkeiten bestimmt zu sein, sondern ausschließlich von ihrer Herkunft. „Jeder Mensch ist Jahrtausende alt“, schreibt etwa Martin Sellner, österreichische Galionsfigur der Identitären Bewegung, programmatisch in der Sezession, das heißt: Hier werden die Menschen ganz aus ihrer Vergangenheit her gedacht.

Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Selbst innerhalb der Rechten stellt die ausschließlich nostalgische Orientierung einen deutschen Sonderweg dar. Ganz anders argumentieren etwa die Denker, die sich in den USA und Großbritannien in den letzten Jahren unter dem Etikett der Neoreaktionären Bewegung – abgekürzt: NRx – und des rechten Akzelerationismus versammelt haben. Zwar teilen sie mit den nostalgischen Identitären nach AfD- und Götz-Kubitschek-Art grundlegende Glaubenssätze, zum Beispiel, dass nicht die Kultur das Wesen des Menschen bestimmt, sondern die Biologie; und dass deswegen zwischen verschiedenen Gruppen von Menschen – egal, ob man sie „Rassen“ oder „Ethnien“ nennt – unüberwindbare Unterschiede herrschen. Doch während die Identitären diese Überzeugung aus der Vergangenheit heraus begründen – die „Ethnien“ sind so, wie sie sind, weil sie schon immer so waren, und deswegen werden sie auch immer so bleiben –, pflegen die Neoreaktionären und Akzelerationisten „einen Rassismus, der aus der Zukunft kommt“, wie es ihr britischer Vordenker Nick Land in seinem einschlägigen Text Hyper-racism aus dem Jahr 2014 formuliert. Ihnen geht es nicht um die Bewahrung einer historisch gegebenen rassischen Diversität, sondern vielmehr um die Optimierung der Menschheit und ihres Genmaterials, also: um Eugenik.

Anders als die Identitären lehnen Akzelerationisten wie Land den globalisierten neoliberalen Kapitalismus darum nicht ab, sondern begrüßen ihn und wollen ihn in seiner Geschwindigkeit sogar noch steigern, also „akzelerieren“. Den entwickelten Digitalkapitalismus schätzen sie vor allem wegen seiner Selektionskraft: In der ultimativ spezialisierten Gesellschaft der Hypertechnologien können nur noch die intelligentesten und durchsetzungsstärksten Individuen in die Eliten aufsteigen. Und weil sich in der Welt dieser Eliten Arbeit und Privatleben inzwischen komplett durchdringen, paaren sich die Angehörigen dieser Digital-Intelligenz auch nur noch untereinander. Durch dieses „assortative matching“, so Nick Land, erhöht sich die genetische Qualität der sozialen Eliten auf evolutionäre Weise „von selbst“ – ein Vorgang, der durch die Fortschritte in der Gentechnik und -medizin wie auch in der Pränataldiagnostik wissenschaftlich unterstützt werden kann. Oder anders gesagt: Die Erschaffung eines „neuen Menschen“, von dem die Eugeniker schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts träumten, ist für die rechten Akzelerationisten nun endlich zur Realität geworden. Sein Phänotyp findet sich im paarungswilligen Power-Couple aus dem Silicon Valley, das seinen Nachwuchs, sobald er in der Gebärmutter nistet, erst mal auf die biologische Qualität überprüft und nur bei optimalem Befund dann auch tatsächlich austrägt.

Den Gipfel der evolutionären Selbstoptimierung wird die Menschheit dann in der kommenden Generation erklimmen, wenn sie endlich ins Weltall aufbricht: Das jedenfalls behauptet der Evolutionsbiologe Gregory Cochran, auf den sich Nick Land gern bezieht. Denn vor der Auswahl in die elitäre Gilde der Astronauten steht ja eine ultimative Selektion: Weil nur weit überdurchschnittlich intelligente und gesunde Menschen den widrigen Verhältnissen in Raumschiffen und auf anderen Planeten zu trotzen vermögen, werden die Astronauten der Zukunft nichts anderes als die Krone der Schöpfung darstellen. Und weil sie, wenn sie fremde Welten besiedeln wollen, auch kompromisslos fortpflanzungsfähig und -willig sein müssen, scheiden Schwule und Lesben bei der Auswahl zum Astronautenberuf notwendig aus; womit sich dann auch dieser, so Cochran, „Irrweg der Evolution“ auf dem Weg zu den Sternen selber beseitigt.

Von Jens Balzer

Veröffentlicht 17. Juni 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Mike Pence, radikaler Katholik und Homosexuellen-Gegner   Leave a comment

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Mike Pence (57), der Vizepräsident der USA ist ein radikaler Katholik und Homosexuellen-Gegner, mit einigen seltsamen Verhaltensweisen.
Er will zum Beispiel nie mit fremden Frauen in einem Raum sein. Ich finde solche Strenggläubige nicht sympathisch, weil sie nicht zu Kompromissen bereit sind. Die weichen keinen Millimeter von ihren Einstellungen und Überzeugungen ab.

Auszug aus Web.de

Pence gilt als stramm konservativ, er bezeichnet sich als „evangelikalen Katholiken“. Die Evangelikalen, eigentlich eine radikal-protestantische Strömung, legen die Bibel wortwörtlich aus.

Die Evolutionstheorie ist nach ihrer Auslegung eine beliebige Theorie unter vielen, Homosexualität und Abtreibung gelten als Sünde, der Klimawandel sei nicht menschengemacht.

[…]
„Mike Pence hat mit seinem Boss schon einige unangenehme Momente erleben müssen. Als im Wahlkampf ein Video Donald Trumps auftauchte, in dem dieser sagte, er könne Frauen einfach so im Intimbereich berühren, reagierte der tief gläubige Pence verärgert.
In einem Statement distanzierte er sich von Trumps Aussagen und ließ eine gemeinsame Veranstaltung ausfallen. Als Trump die Eltern eines gefallenen US-Soldaten muslimischen Glaubens angriff, sagte Pence, die Familie solle jedem Amerikaner als Vorbild dienen.

Seit Januar steht Pence als Vizepräsident der Vereinigten Staaten dennoch an der Seite Trumps. Unklar ist, ob er dessen Politik tatsächlich aus vollem Herzen unterstützt oder das Amt nur als Karrieresprung benutzt hat.“

[…]
Pence hat versucht, seine Überzeugungen auch in der politischen Arena umzusetzen. 2015 wollte er als Gouverneur ein Gesetz einführen, dass Unternehmern erlaubt hätte, homosexuelle Kunden abzulehnen. Nach Protesten unterschrieb er eine abgeschwächte Variante des Entwurfs.
Seine tief religiöse Haltung zeigt sich auch in seinem persönlichen Verhalten: Der Vater dreier Kinder lehnt es strikt ab, sich allein mit fremden Frauen – außer seiner Ehefrau – in einem Raum aufzuhalten.

Außerdem muss seine Gattin Karen stets anwesend sein, wenn bei öffentlichen Veranstaltungen Alkohol getrunken wird – andernfalls bleibt er zuhause. Mit den selbst auferlegten Restriktionen will Pence Ehe und Familie schützen.

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Mike Pence, radikaler Katholik und Homosexuellen-Gegner

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Gruß Hubert

Wie kam die katholischen Kirche zu ihrem Reichtum?   2 comments

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Ich habe mir oft schon gedacht – von was wurde denn die katholische Kirche so reich? Das werden sich wohl auch andere kirchenkritische Menschen denken. Denn sie sind ja nicht produktiv, zumindest nicht im Sinn, dass sie etwas herstellen und von dem reich werden könnten. Und mit predigen und beten verdient man ja auch nichts (eine Kleinigkeit bei den Messen, wenn sie Tote erwähnen, wofür gezahlt werden muss). Natürlich gibt sich die Kirche immer für arm aus, sonst könnte sie ja nicht betteln und man würde ihr nicht spenden und vererben würde man ihr wohl auch nichts, wenn alle wüssten wie reich die katholische Kirche ist.

Aber wenn man sieht welche unehrenhaften Methoden betrachtet, von Konfiszierungen, Urkundenfälschungen, Erbschleichereien und andere betrügerische Praktiken von der katholischen Kirche zum Teil bis heute angewendet werden, dann versteht man schon wie sich der Reichtum anhäufte. Das folgende ist nur ein Teilaspekt, das würde sonst ein Buch ausfüllen.

Aus theologe.de

„Das große Konzil von Tours, das Alexander III. 1163 abhielt, befahl allen weltlichen Fürsten, die Ketzer einzukerkern und ihr Eigentum zu konfiszieren“ (Lea, Geschichte der Inquisition im Mittelalter, Bd. 1, S. 562).

Die Kirche zwang den Staat

Dies galt auch dann, wenn die Ketzer ihrem Glauben abschworen. Die weltlichen Herrscher mussten zunächst buchstäblich gezwungen werden, solche Konfiskationen durchzuführen – zu sehr widersprach es offensichtlich ihrem Rechtsempfinden. „Gerade in der Unterlassung dieser Pflicht lag, wie Papst Innozenz 1210 erklärte, eines der hauptsächlichen Vergehen, wofür Raimon VI. von Toulouse so bitter hatte büßen müssen“ (ebda., S. 563). schon bald hatte sich diese Vorschrift zu einer reibungslos laufenden bürokratischen Maschine entwickelt: „Sobald ein der Ketzerei Verdächtigter vorgeladen und verhaftet worden war, belegten die weltlichen Beamten sein Vermögen mit Beschlag und benachrichtigten seine Schuldner von dieser Maßregel“ (S. 565).
Der Anteil der Kirche am konfiszierten Gut war unterschiedlich, so z. B. 1369 in Deutschland ein Drittel, in anderen Fällen wurde zu gleichen Teilen geteilt; oder es wurde gedrittelt zwischen Inquisitionsbehörde, Bischof und Stadt bzw. Gemeinde. Im Kirchenstaat fiel natürlich der gesamte „Erlös“ an die Kurie. Dies galt ab dem 14. Jahrhundert in der Regel auch für die übrigen Regionen Italiens. Doch oft genug prozessierten Kirche und Staat auch um die Anteile, bisweilen sogar jahrzehntelang.

Die Inquisition lebte von der Konfiskation

Unbestritten ist jedoch, dass ohne die Konfiskation die Inquisition ihre grausame Eigendynamik fast völlig eingebüßt hätte. „Wir dürfen daher mit Recht behaupten, dass durch die Aussicht auf den Gewinn aus den Geldstrafen und Konfiskationen die Arbeit der Inquisitoren viel weniger gründlich gewesen und zu einer verhältnismäßigen Bedeutungslosigkeit herabgesunken sein würde, sobald der erste fanatische Verfolgungswahn erloschen war; sie hätte vielleicht eine Generation hindurch gedauert, dann eine Zeitlang geruht, um bei einem neuen Wiederauftauchen der Ketzerei von neuem wieder aufzuleben … Erst als man durch die Konfiskationen die Ketzer zwang, selbst die Mittel zu ihrer Vernichtung zu liefern, als die Habgier dem Fanatismus die Hand reichte und beide zusammen die treibenden Kräfte für die Inquisition wurden, erst da konnte jene hundertjährige, nicht nachlassende, erbarmungslose Verfolgung einsetzen, die unbedingt zum Ziele führen musste“ (Lea, S. 597).
Auch Bernd Rill (Die Inquisition und ihre Ketzer, S. 85) bemerkt: „Die Spekulation ist erlaubt, ob das Heilige Offizium ohne seine mannigfaltigen finanziellen Anreize wirklich jahrhundertelang hätte aktiv bleiben können, oder ob es ohne diese nicht schon weit vor der Aufklärungszeit sanft entschlafen wäre.“ Wie sehr das Geld der „Treibstoff“ für die Inquisition war, erkennt man auch daran, dass in der spanischen Inquisition bevorzugt reiche „Ketzer“ zu Opfern wurden – vor allem reiche „conversos“, d. h. bekehrte Juden: „Die Mitte des 17. Jahrhunderts gehört zu den für wohlhabende Conversos grausamsten Zeiten in Spanien“ (Henry Kamen, Die spanische Inquisition, S. 158).
Bisweilen konnten sie sich auch durch Zahlung astronomischer Geldsummen für einige Zeit freikaufen (vgl. Rill, S. 32).
Im 18. Jahrhundert, als es praktisch keine wohlhabenden conversos mehr gab, war der Niedergang der Inquisition nicht mehr aufzuhalten.

Das Unglück der Menschen ist das Glück der Kirche 

Fest steht in jedem Fall: „Wohl nirgends in der Geschichte hat sich der Eifer, aus dem Unglück der Mitmenschen Gewinn zu ziehen, in so abstoßender Weise gezeigt als bei den Geiern, die den Spuren der Inquisition folgten, um sich an dem von ihr angerichteten Elende zu mästen“ (Lea, S. 575).

 

9. Teil – Unermessliche Grausamkeiten – „Kirche der Geldgier“

„Nichts ist uns genug!“ Nirgends wurde die kirchliche Geldgier so deutlich wie bei der Verfolgung Andersgläubiger. „Kirchenfürsten haben immer wieder Blutgelder eingestrichen – so exzessiv, dass ein geflügeltes Wort sagte, das schnellste und leichteste Mittel, reich zu werden, sei das Hexenbrennen“  (Herrmann, Kirchenfürsten, S. 7).

Die Grausamkeit der Kirche war unermesslich. Fiel jemand in die Hände der Inquisition, dann kamen sofort die Beamten ins Haus: „Jeder Teil seines Hausrates und der Lebensmittel wurde inventarisiert, ebenso seine liegenden Güter. So wurde seine Familie, mochte sie noch so unschuldig oder schuldig sein, vor die Tür gesetzt, um Hungers zu sterben oder sich auf die unsichere Nächstenliebe anderer zu verlassen, eine Nächstenliebe, die nur allzu sehr beeinträchtigt wurde durch die Tatsache, dass jede Sympathiekundgebung für einen Ketzer gefährlich war“ (Lea, Geschichte der Inquisition im Mittelalter, Bd. 1, S. 583).
Besonders pervers war die Vorschrift, das Vermögen einer Familie auch dann zu beschlagnahmen, wenn ein Verstorbener nachträglich (!) der Ketzerei bezichtigt wurde. „Eine Verjährung für die Ansprüche der Kirche trat erst nach 40 Jahren ein, bei der römischen Kirche erst nach 100 Jahren, und zwar datierte diese Verjährung nicht etwa vom Tage der Begehung des Verbrechens an, sondern erst von dem Tage seiner Entdeckung“ (Lea, S. 585). Dies brachte eine große Rechtsunsicherheit mit sich, denn „kein Gläubiger oder Käufer konnte der Rechtgläubigkeit dessen sicher sein, mit dem er zu tun hatte“ (ebda). Eine ganze Familie konnte Jahrzehnte nach dem Tod eines Familienmitglieds plötzlich ins Elend gestürzt werden. Bei Lebenden gab es eine Verjährung erst recht nicht: „Die Inquisition rächte erbarmungslos an dem Greis, was der Jüngling an Unwillkommenem geäußert hatte. Ein Blick in die Akten, und Jahrzehnte alte Verfehlungen konnten immer noch zum Scheiterhaufen führen“ (Bernd Rill, Die Inquisition und ihre Ketzer, S. 63). Deshalb wurde in der Inquisition alles genauestens protokolliert: „Um so wichtiger war ein schriftliches Gedächtnis, da Ketzer auch nach dem Tod noch abgeurteilt werden konnten, was nicht nur moralisch gemeint war, sondern auch die praktische Konsequenz nach sich zog, dass ihre Nachfahren unfähig zur Bekleidung öffentlicher Ämter und nach einem Ketzer nicht erbberechtigt waren. So hatte es die Inquisition in der Hand, einen missliebigen Zeitgenossen, dem seinerseits mit dem Verdacht der Häresie nicht beizukommen war, auf dem Umweg über seine Eltern finanziell zu erwürgen und ihn auch noch seines Amtes zu berauben. Dass Wissen Macht ist, hat sie damit einleuchtend vorexerziert“ (Rill, S. 64).

 

Gut bezahlte Hexenjäger

Für die Hexenverfolgung galt das gleiche wie für die Inquisition. Auch hier fand der gesamte Prozess mit bereits vorab Verurteilten statt. Die Folterknechte wurden für jeden Handgriff, ja sogar für Speis und Trank auf Kosten des Opfers bezahlt. „An einem Hexenprozess verdiente jeder, der daran beteiligt war.

Als Beispiel sollen die Taxen aus Franken genannt werden, denn für das Hochstift Würzburg ist eine Zehntgerichts-Kostenordnung erhalten …, die Bischof Julius Echter erlassen hatte, um Ordnung in die Verhältnisse zu bringen … Dem Botengänger, der das Ergebnis des Verhörs zur fürstlichen Kanzlei bringen musste, stand ebenso ein Lohn zu wie dem Geistlichen, der der zu Tode verurteilten Malefikantin mit allen üblichen Tröstungen der Religion zur Seite stand“ (Döbler, Hexenwahn, S. 135). Auch die Gelder der Hexenprozesse kamen direkt oder auf Umwegen der Kirche zugute: „Mittel aus solchen konfiszierten Vermögen wurden, wie aus den Akten nachweisbar ist, beim neuen Schlossbau der Mainzer Erzbischöfe verwendet, auch die Kirchen in Goßmannsdorf (Main) und Gerbrunn wurden mit Geldern aus den Hexenprozessen gefördert“ (ebda., S. 136). Bisweilen bekamen die Inquisitoren pro „überführter“ Hexe sogar ein Kopfgeld (Rill, S. 315).

Der goldene Altar in der katholischen Kathedrale von Sevilla wurde aus dem Gold gegossen, dass man den Indios in Lateinamerika geraubt hatte und die man ermordet hatte.

Blutgeld haftet nicht nur an Inquisition und Hexenverbrennung, es klebt auch an der Eroberung des amerikanischen Kontinents. „Der Missionseifer eines Columbus war gepaart mit der Sucht nach Gewinn, wie sein Brief an die Könige verrät. ‘Eure Hoheiten besitzen hier eine andere Welt, wodurch unser heiliger Glaube so große Verbreitung finden kann und woraus man so viel Gewinn wird ziehen können.’ Eine solche Vermischung von Religion und Habsucht berührt uns heute peinlich … Für welchen Zweck will er nun den Gewinn einsetzen? Für den Sieg des Christentums. Man braucht nur Amerika zu entdecken und dort die nötigen Geldmittel zu beschaffen, um das heilige Grab und Jerusalem wieder zurückzuerobern. Das Gold ist Mittel zu einem heiligen Zweck“ (Enrique Rosner, Missionar und Musketen, S. 56).Folgerichtig landete vieles von dem Gold, das amerikanischen Ureinwohnern auf grausame Weise geraubt wurde, in spanischen Kirchen: „Wen überfällt nicht ein Schaudern, wenn er den mit 20 Tonnen Blattgold vergoldeten Altar der Kathedrale von Sevilla (siehe Foto links) bestaunt und dabei an das in den Minen vergossene Blut der Indios denkt. Treffend spricht diese prophetische Klage Erzbischof Melchior de Linnán aus: ´Er halte es für gewiss, dass jene Edelmetalle im Blut der Indios gebadet waren und dass, wenn man das aus ihnen herausgeholte Geld ausdrücken würde, mehr Blut als Silber aus ihnen heraustropfen müsste … `“ (ebda., S. 60).

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Wie kam die katholischen Kirche zu ihrem Reichtum?

 

Siehe auch:

Auch das ist Deutschland – Armes Volk, reiche Kirche

Darin ist auch ein Video enthalten mit einer Dauer von 38 Minuten.

Auszug

Es ist nun die Zeit, dass auch die letzten Lügen der Kirche entlarvt werden.
Aufgrund einer Neuordnung des Lehenswesens in der Zeit Napoleons erlitten die beiden deutschen Großkirchen im Jahr 1803 finanzielle Nachteile. Dafür werden sie jetzt [2017] seit 214 Jahren Jahr für Jahr mit Abermillionen “entschädigt”: ca. 500 Millionen Euro direkt aufgrund dieses Anlasses und weitere ca. 17 Milliarden Euro darüber hinaus durch zusätzliche Subventionen und Steuerbefreiungen, durch weltweit einzigartige Privilegien, insgesamt Milliardengeschenke: Der deutsche Staat zahlt die Bischofsgehälter, die Priesterausbildung… und und und.

http://www.der-freie-geist.de/video/armes-volk-reiche-kirche

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Ein Experte in Sachen „Kirchenfinanzen“ ist Carsten Frerk.

https://hpd.de/artikel/10721

http://www.carstenfrerk.de/wb/buecher/violettbuch-kirchenfinanzen.php

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Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld – komplette Dokumentation

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Gruß Hubert

 

„Trump vergleicht Äpfel mit Birnen“   8 comments

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Sogar China macht jetzt große Anstrengungen um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Trump steht jetzt mit Syrien und Nicaragua alleine da, da nur diese Länder das Pariser Abkommen nicht unterzeichnet haben. Wobei bei Nicaragua ein wichtiger Punkt verschwiegen wird. Nicaraguas Staatspräsident Daniel Ortega zweifelt nicht an der Existenz des Klimawandels, im Gegenteil, ihm geht das Abkommen nicht weit genug. Ich habe mir auch die Argumente der Klimawandel-Gegner angeschaut. Aber diese Argumente konnten mich in keiner Weise überzeugen. Es ist auch festzustellen, dass die Gegner des Klimawandels durchgehend aus der rechtskonservativen Ecke kommen. Es geht nicht zuletzt darum der Wirtschaft Lasten zu ersparen. Man sieht ja das bei den Argumenten von Trump, dass er glaubt, die Wirtschaft der USA würde damit benachteiligt. Es geht bei Trump um nationalistische Interessen, die aus dem Egoismus genährt werden. America first, ist ja sein Wahlspruch. Aber es wird auch ohne die USA weitergehen und er steht isoliert da und schadet damit sich selbst. Nicht zuletzt geht es auch um Solidarität. Aber der Millionär Trump weiß nicht was das ist und es interesssiert ihn auch nicht. Dass er keine Ahnung zeigt ja auch seine Äußerung, dass er den Klimawandel für eine Erfindung Chinas hält.

 

Auszug aus tagesschau.de

Auch wenn in Zukunft deutlich mehr neue Arbeitsplätze bei erneuerbaren Energien entstehen, kann Trump mit Kohle und Fracking-Jobs bei seinen Kernwählern punkten. Zumal er im Wahlkampf finanziell von der fossilen Industrie, von der Kohle- und Fracking-Lobby unterstützt wurde. Diesen großen Geldgebern gegenüber kann Trump nun Vollzug vermelden.

Schließlich folgt Trump seinem langjährigen Bauchgefühl, dass der von Menschen verursachte Klimawandel ein „Schwindel“ ist und eine „Erfindung Chinas“, um Amerika wirtschaftlich zu schaden. Bezeichnend in Trumps Rede: Er begründete die Notwendigkeit des Ausstiegs wie ein Kleinkrämer: Das Abkommen koste zu viel, stehle den USA ihren Wohlstand, benachteilige sie gegenüber China, Indien und Europa. Und nicht zuletzt genießt es Trump, seinem Vorgänger Barack Obama „schlechte Deals“ vorzuwerfen und dessen Errungenschaften Stück für Stück abzuräumen. Trump geht dabei vor wie ein neues Löwen-Männchen, das den Nachwuchs des Vorgängers weg beißt.

Was bedeutet Trumps Entscheidung für das Machtgefüge im Weißen Haus?

Wer geglaubt hatte, Trumps Chefstratege Steve Bannon sei von Mainstream-Republikanern wie dem Nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster oder Verteidigungsminister James Mattis kaltgestellt worden, sieht sich getäuscht. Während diese die Europäer beruhigen, Trumps „America First“-Credo sei nicht so egoistisch gemeint, erinnerte Trumps gestrige Ausstiegsrede an seine Inauguration: Es war die Wiederauferstehung des protektionistischen Nationalismus.

Bannon hat sich damit gegen Außenminister Tillerson und auch Trumps Tochter Ivanka sowie deren Mann Jared Kushner durchgesetzt. Beide waren übrigens bei der Rede im Rosengarten des Weißen Hauses nicht anwesend.

Außenpolitisch ist Trumps Entscheidung ein verheerendes Signal: Die Supermacht USA verabschiedet sich von ihrer globalen Führungsrolle bei einem der wichtigsten Zukunftsthemen. Wie erwartet lehnen die anderen Nationen Trumps Ankündigung einer Neuverhandlung des Klimaabkommens ab. Damit steht Amerika isoliert da und befindet sich nun in Gesellschaft mit Syrien und Nicaragua.

Fazit: Mit seinem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen schadet Trump nicht nur dem weltweiten Klimaschutz, sondern auch den USA und ihrer Wirtschaft – und letztlich schadet er politisch auch sich selbst.

 

http://www.tagesschau.de/ausland/trump-klima-analyse-101.html

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Ein weiterer Auszug aus tagesschau.de

Trump hat das Pariser Klimaabkommen als „unfair“ bezeichnet. Doch die Amerikaner stoßen pro Kopf mehr als doppelt so viel CO2 aus wie Chinesen. Trump vergleicht deshalb Äpfel mit Birnen, sagt der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar.

tagesschau.de: Was bedeutet der Ausstieg der USA als zweitgrößter CO2-Verursacher für das Pariser Klimaabkommen?

Ranga Yogeshwar: Zunächst einmal sollen die Industrieländer ab 2020 genau 100 Milliarden Dollar pro Jahr in einen Klimafonds einzahlen. Donald Trump möchte sich da herausstehlen – doch zeitlich gesehen tritt dies erst in Kraft, wenn seine Amtsperiode zu Ende ist.
Weil dieser Klimafonds die ärmeren Länder unterstützen soll, bedeutet das, dass viele Schwellenländer mit nicht so viel Hilfe rechnen können. Das ist nicht einfach eine Spende, sondern es geht darum, dass viel Technik von den Industrieländern dorthin geliefert wird. Dieser Beitrag wird sich nun reduzieren.

Trumps Vergleiche hinken

tagesschau.de: Trump spricht von einem „unfairen“ Abkommen, das ausschließlich anderen Staaten nütze und dem amerikanischen Volk schade. Stimmt dieser Vorwurf?

Yogeshwar: Er sagt, es sei eine massive Umverteilung an andere Länder. Er nannte dabei zum Beispiel auch China. Dies ist eine Politik, die man auf zwei Arten nicht verstehen kann: Der erste Punkt ist, dass die USA oben stehen, wenn man sich den Pro-Kopf-CO2-Ausstoß anschaut. Da liegen sie derzeit bei knapp 28 Tonnen CO2 pro US-Bürger. Ein Deutscher bringt es auf etwa 18 Tonnen, ein Inder auf etwas über drei Tonnen. Hier vergleicht er also Äpfel mit Birnen.
Ganz entscheidend hierbei ist: Es ist ein Akt der echten Unsolidarität. Diese Entwicklungsländer haben zu Recht in Paris sinngemäß gesagt: „Liebe Industrieländer, ihr habt inzwischen euren Luxus, ihr stoßt unglaublich viel CO2 aus, ihr seid die ursprünglichen Verursacher dieses Klimawandels. Wenn wir jetzt Schluss machen, dann gebt ihr uns nicht die Chance uns zumindest auch industriell zu verbessern oder in dem Maße zu verbessern wie ihr.“

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http://www.tagesschau.de/ausland/ranga-yogeshwar-interview-trump-101.html

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Auszug aus der Tiroler Tageszeitung

Syrien, Nicaragua und die USA? Trump vor Schritt in die Isolation

China: „Unbedingt auf grünes Wachstum setzen“

Chinas Ministerpräsident Li betonte in Berlin, sein Land habe als eines der ersten Länder die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens auch in nationale Gesetze übertragen. „Wir wissen, dass eine Volkswirtschaft in einem bestimmten Entwicklungsstadium unbedingt auf nachhaltiges und grünes Wachstum setzen muss.“ Eine ähnliche Zusage hatte Merkel Anfang der Woche von Indiens Ministerpräsident Narendra Modi bekommen. Indien ist drittgrößter Kohlendioxid-Produzent vor Russland. Li Keqiang reist weiter nach Brüssel zum EU-China-Gipfel, wo weitere Vereinbarungen zum Klimaschutz unterzeichnet werden sollen.

[…]

Zahlreiche Appelle auch innerhalb der USA

Die USA haben sich so nicht nur weltweit isoliert. Auch innerhalb des Landes stößt Trump auf Widerstand. Zahlreiche Unternehmen haben an den Präsidenten appelliert, den Vertrag nicht aufzukündigen. Darunter sind Konzerne wie Apple, aber auch Industrieriesen wie Dow Chemical und Exxon. Tesla-Chef Elon Musk kündigte an, sollten die USA den Klimavertrag verlassen, werde er seine Funktion als Berater Trumps aufgeben. Zahlreiche Bundesstaaten wie Kalifornien bekennen sich zudem zum Kampf gegen den Klimawandel und machen eigene Vorgaben.

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http://www.tt.com/politik/weltpolitik/13051715-91/syrien-nicaragua-und-die-usa-trump-vor-schritt-in-die-isolation.csp

 

Auszug aus n-tv.de

Widerstand gegen KlimaabkommenDarum ist Nicaragua nicht dabei

Mit dem Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen manövriert Donald Trump die USA ins klimapolitische Abseits. Nur Nicaragua und Syrien seien mit im Boot, wird gespottet. Zu Recht?

Nun ist es offiziell: Die USA werden aus dem internationalen Klimaabkommen von Paris aussteigen. Damit bringt US-Präsident Donald Trump, der den Klimawandel für eine Erfindung hält, einen umweltpolitischen Meilenstein seines Vorgängers Barack Obama zum Erodieren. Dafür erntet Trump massive Kritik – und Spott. Die USA seien nun klimapolitisch isoliert, gemeinsam mit Nicaragua. Damit tut man dem zentralamerikanischen Land unrecht. Denn dessen Motivation zum Widerstand gegen Paris ist anders als die von Trump.

Neben Syrien und nun den USA ist Nicaragua das einzige Mitglied der Vereinten Nationen, das sich dem Pariser Klimaschutzabkommen verweigert.

Doch im Gegensatz zu Trump liegt dies nicht daran, dass Staatspräsident Daniel Ortega an der Existenz des Klimawandels zweifelt. Im Gegenteil: Dem ehemaligen Guerillakämpfer geht die Vereinbarung nicht weit genug.

[…]

Nicaragua werde nicht einwilligen, weil die freiwillige Verantwortung „ein Weg zum Scheitern“ sei, sagte Oquist dem Klimaschutz-Portal Climate Home. In der Tat sind die in Paris formulierten Klimaschutzzusagen, INDC genannt, rein freiwillige Bekenntnisse. „Wir wollen nicht Komplize dabei sein, die Welt auf 3 bis 4 Grad zu bringen“, sagte Oquist weiter. Das führe zu Zerstörung und Tod.

Zudem kritisierte Oquist die Auflagen für Industrienationen als zu lasch. Reiche Staaten müssten demnach für den Klimaschutz mehr bezahlen, da diese größeren Anteil an Umweltschäden hätten. Oquist verwies darauf, dass Länder wie Nicaragua an der globalen Erwärmung zu leiden hätten. „Es geht nicht darum, Querulant zu sein, sondern um das Überleben der Entwicklungsländer“, sagte Oquist. Nicaragua verweigerte die Unterzeichnung des Klimaabkommens.

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http://www.n-tv.de/politik/Darum-ist-Nicaragua-nicht-dabei-article19872122.html

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Gruß Hubert

Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: »Sie machen die Autobahn zur Melk-Kuh für private Profite«   2 comments

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Wieder eine ausgezeichnete Rede und Analyse von Sahra Wagenknecht. Sie kennt sich ja auch in wirtschatlichen Bereichen hervorragend aus. Sie deckt auf wie die Leute von der Bundesregierung getäuscht und hinters Licht geführt werden sollen. Der Steuerzahler soll wieder einmal ausgeplündert werden.

Sie sagt unter anderem diese wahren Sätze:
„Es geht Ihnen gar nicht um eine bessere Infrastruktur und mehr Investitionen. Es geht bei der Autobahnprivatisierung darum, Banken, Versicherungen und anderen Großanlegern lukrative und zugleich risikofreie Anlagemöglichkeiten zu verschaffen. Das lässt nur einen Schluss zu: Die Renditewünsche der Allianz und anderer Finanzkonzerne sind Ihnen wichtiger als die Interessen der Bürgerinnen und Bürger.“

Auszug aus Nachdenkseiten.de

„Sie machen die Autobahn zur Melk-Kuh für private Profite“. Eine aufklärende Rede von Sahra Wagenknecht.

„Hören Sie auf, die Leute zu belügen.“ Diese Aufforderung in ihrer heutigen Bundestagsrede ist berechtigt. Wir werden gerade massiv getäuscht. Weil Wagenknecht darüber offen redet, kommt Unruhe im Deutschen Bundestag auf. Siehe dazu auch das Protokoll des Deutschen Bundestags mit unterirdischen Zwischenrufen, vor allem von der SPD. – Diese Rede ist ein Lehrstück. Albrecht Müller.

Wir lernen viel über den Zustand unserer Demokratie und über die Gefahren, die unserem Land drohen – durch die Öffnung des Grundgesetzes für die Privatisierung der Autobahnen wie übrigens auch der Schulen. Wir lernen, wie unsere Länder und Gemeinden vom Bund gekauft werden. Sahra Wagenknecht klärt darüber auf, um was es bei dem aktuellen Coup geht:

„Es geht Ihnen gar nicht um eine bessere Infrastruktur und mehr Investitionen. Es geht bei der Autobahnprivatisierung darum, Banken, Versicherungen und anderen Großanlegern lukrative und zugleich risikofreie Anlagemöglichkeiten zu verschaffen. Das lässt nur einen Schluss zu: Die Renditewünsche der Allianz und anderer Finanzkonzerne sind Ihnen wichtiger als die Interessen der Bürgerinnen und Bürger.“

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Die Rede von Sahra Wagenknecht ist gerade mal 16 Minuten lang und enthält viel mehr an Analyse und Gedanken, als das Thema Autobahn alleine hergibt. Deshalb die Empfehlung, dieses Stück anzuschauen, es weiterzuleiten und vielleicht sogar ihre Freunde und Nachbarn einzuladen, um über diesen Vorgang zu sprechen. Er betrifft wirklich unsere Zukunft.

[…]

Für Sozialdemokraten unter unseren Leserinnen und Lesern füge ich als Anlage 1 den Einstieg in Rede und Zwischenrufe an. Es ist zum fremdschämen. Und typisch. Die Herren Oppermann, Kahrs von den Seeheimern und Carsten Schneider, ebenfalls Seeheimer, geben die Tonlage vor.

Anlage 1:

Einstieg in Rede und Zwischenrufe:

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Dr. Sahra Wagenknecht (DIE LINKE):
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Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Das heutige Deutschland hat immer weniger gemein mit jener Bundesrepublik, die den Vätern des Grundgesetzes einst vorschwebte.

(Thomas Oppermann (SPD): Jetzt kommen wieder Adenauer und Erhard!)

Der Auftrag, einen sozialen Bundesstaat zu gestalten, wurde bereits durch die Agenda 2010, den Abbau des Sozialstaats und die Schaffung eines riesigen Niedriglohnsektors weitgehend aufgegeben.

(Carsten Schneider (Erfurt) (SPD): Ach ja?)

Jetzt wird mit einem Paket von sage und schreibe 13 Grundgesetzänderungen auch noch der Föderalismus untergraben und einer erneuten großflächigen Privatisierung öffentlicher Aufgaben der Weg bereitet.

(Johannes Kahrs (SPD): Keine Ahnung, wie immer! Lesen bildet, denken hilft, Frau Kollegin!)

Ich muss sagen, dieses Abschiedsgeschenk der Großen Koalition ist so vergiftet, dass man wirklich nur hoffen kann, dass möglichst viele Wähler Ihr falsches Spiel durchschauen.

(Johannes Kahrs (SPD): Unglaublich!)

Dass Sie jetzt so laut werden, zeigt doch, wie angefasst Sie sind. Sie wissen es doch ganz genau. Sie täuschen die Öffentlichkeit, Sie erzählen den Leuten Dinge, die nicht stimmen. Deswegen reagieren Sie doch jetzt auch so.

(Beifall bei der LINKEN – Johannes Kahrs (SPD): Aber Arroganz und Dummheit sind schlimmer! Keine Ahnung, aber Redezeit!)

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Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: »Sie machen die Autobahn zur Melk-Kuh für private Profite«

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Gruß Hubert