Archiv für die Kategorie ‘Politik

So schädlich ist übermässiger Fleischkonsum für unsere Erde   Leave a comment

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Unglaublich wie hoch der Ressourcenverbrauch für die Fleisch-„Produktion“ sind.

Rebloggt von Tierfreund Wolfgang

Von Gina Gadis

Zum Frühstück ein Schinkenbrötchen mit Milchkaffee, am Mittag ein Schnitzel und abends ein paar Wiener mit Käsebrot: Wir Deutschen lieben Fleisch und Milchprodukte. Weltweit zählen wir mit zu den größten Fleisch-Essern. Doch das ist ein Problem.

Und nein, ich möchte jetzt nicht über die Auswirkungen von Fleisch-Konsum auf die Gesundheit oder die Behandlung der Tiere sprechen, denn wir wissen alle, dass Massen-Tierhaltung einem Horrorfilm gleicht. Ich möchte heute über eine einfache ökologische Bilanz sprechen.

Die Zahl der Menschen auf diesem Planeten hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt – dank besserer Gesundheits-Versorgung und weniger Kriegen. Aber unser Planet und damit der verfügbare Platz wird nicht größer. Neben dem Raum, den wir zum Leben benötigen, brauchen wir auch Fläche, um unsere Nahrung anzubauen.

Werden es immer mehr Menschen, brauchen wir immer mehr Nahrung und damit immer mehr Anbaufläche. Nun dient aber ein großer Teil der angebauten Nahrung nicht nur dem Menschen zum Verzehr, sondern auch dazu, Tiere zu ernähren, damit Menschen sie später essen können.

Auch diese Tiere brauchen wieder Fläche. Long story short: Zur Herstellung von Tierprodukten werden viel Platz und vor allem jede Menge wertvolle Ressourcen benötigt.

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Bild: Die Ressourcen, die zur Herstellung von einem Kilo Rindfleisch benötigt werden.

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Laut welt.de ist die Fläche, die wir derzeit für die Nutztier-Haltung verwenden, so groß wie der Kontinent Afrika (die Anbaufläche für das Futter noch nicht mit eingerechnet). Für kein anderes Konsumgut der Welt wird so viel Land benötigt, wie für die Herstellung von Fleisch und Milch.

Wir sprechen hier von ganzen 77 Prozent des globalen Agrarlands – obwohl gerade mal 17 Prozent des menschlichen Kalorienbedarfs durch Tierprodukte gestillt werden. Um die Tiere zu ernähren, wird etwa 50 Prozent der weltweiten Soja- und Weizenernte an sie verfüttert.

Doch die Krone setzt dem Ganzen der Wasser-Verbrauch auf: Zur Herstellung von einem Kilo Rindfleisch werden 15.000 Liter Wasser benötigt. Würde sich jeder Mensch auf diesem Planeten so ernähren, wie wir hier in Deutschland, dann bräuchten wir eine zweite Erde. Schluck.

Die Ökobilanz von Tierprodukten ist ein Abgrund ohne Boden. Gerade jetzt, wo Treibhausgas-Emissionen Dauerthema der Medien sind, sei erwähnt: Stolze 14,5 Prozent der weltweit von Menschen verschuldeten Treibhausgase kommen aus der Tierhaltung. Das ist genauso viel, wie der gesamte Transport-Sektor produziert.

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Quelle: tag24.de

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Australien: Kamele und Pferde sollen abgeschossen werden

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Seit Monaten wüten die Brände in Australien. Nach neusten Schätzungen sollen inzwischen mehr als eine Milliarde Tiere umgekommen sein. Das ist eine so unermessliche Menge, die man sich eigentlich gar nicht vorstellen kann.

Wasser ist knapp. Die größten Wasser-Verschwender sind allerdings Milchbauern und Viehzüchter. Damit diese auch weiterhin Tiere züchten, einsperren, mästen und töten können, sollen jetzt andere Tiere erschossen werden: Kamele und Wildpferde. Die haben nämlich keinen Nutzen für den Menschen, sondern trinken angeblich nur das wertvolle Wasser.

Lass bitte auch Du die australische Regierung wissen, dass wir, obwohl wir weit weg sind, für die unschuldigen Tiere mit unserer Unterschrift betreffs nachfolgend verlinkter Petition unsere Stimmen erheben.

https://jedertag.lpages.co/petition-kamele/

Veröffentlicht 19. Januar 2020 von hubert wenzl in Politik, Tiere, Tierschutz, Uncategorized, Wirtschaft

Hasswelle gegen Zadić – neue Justizministerin in Österreich   Leave a comment

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Das geht gar nicht wie in Österreich gegen die neue Justizministerin Alma Zadić gehetzt wird. Die Angriffe kommen vor allem von der FPÖ und den Identitären. Die Hasspostings sind rassistisch und sexistisch. Zadić kam als 10-jähriges Flüchtlingskind aus Bosnien nach Österreich. Das passt diesen Rechtsextremen gar nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn Leute mit Migrationshintergrund Minister werden? Zadić ist bekenntnislos und keine Muslimin, dies nur zur Information.

Wegen Morddrohungen steht sie unter dem Schutz der Spezialeinheit Cobra.

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Alma Zadić – Foto: Reuters

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Aus kleinezeitung.at

Hasswelle gegen Zadić: Wie man mit Hatespeech im Netz umgehen sollte

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Die neue Justizministerin Alma Zadić ist in den Sozialen Medien massiven Anfeindungen ausgesetzt. Was — auch du — tun kannst, wenn du Opfer von Hatespeech wirst, haben wir mit Ingrid Brodnig besprochen.

Alma Zadić ist seit Dienstag die neue Justizministerin Österreichs. Die 35-Jährige hat Rechtwissenschaften studiert: In Wien, als Fulbright-Stipendiatin in New York und Mailand hat sie sich den Doktortitel erarbeitet. Sie war bei der International Organisation of Migration tätig und Praktikantin beim Haager Kriegsverbrecher-Tribunal. Bevor sie 2017 in die Politik zu „Jetzt – Liste Pilz“ gewechselt war, war Alma Zadić in einer internationale Anwaltskanzlei tätig.

Hasswelle gegen Alma Zadić

Doch seit bekannt wurde, dass Zadić für die Grünen das Justizressort führen wird, spielt ihre gesamte Expertise keine Rolle mehr. Zumindest wenn es nach der FPÖ geht, die während der letzten Tage Zadić in den sozialen Medien massiv angegriffen hat. Über mehrere Accounts wurde eine Hasswelle gegen Zadić losgelassen. Die FPÖ Steiermark postete auf Twitter. „‚Erste muslimische Ministerin‘ Trennung von Staat und Religion egal?“ Wobei die religöse Zuschreibung nicht stimmt, Zadić ist ohne Bekenntnis. Und Dominik Nepp, Obmann der FPÖ Wien, stellte auf Facebook die Frage: „Hat die zukünftige Justizministerin Alma Zadic Kontakt zu Islamisten?“

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Markus Abwerzger verbreitete auf Facebook die Falschmeldung, dass Zadić „strafrechtlich in erster Instanz verurteilt“ worden sei. Das Posting wurde mittlerweile gelöscht. Richtig ist, dass Zadić in einem medienrechtlichen Verfahren zu einer Entschädigungszahlung von 700 Euro für erlittene Kränkung verpflichtet worden war. Aber: Zadić‘ Anwältin Maria Windhager hat Berufung eingelegt, damit ist der Richterspruch auch nicht rechtskräftig.

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Detail am Rande: Auch Kanzler Sebastian Kurz hat im Ö1-Morgenjournal am Dienstag  fälschlicherweise von einer strafrechtlichen Verurteilung in erster Instanz gesprochen und musste sich für seinen Fehler entschuldigen. Mehr dazu kannst du hier nachlesen.

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Was all die Postings der FPÖ-Politiker_innen gemein hatten: In den Kommentaren — vor allem auf Facebook — gab es keine Zurückhaltung. Rassistische sowie sexistische Postings wurden gepostet. Zurück wo sie herkomme, solle Zadić gehen, schon Ausländerinnen würden in Österreich Ministerinnen werden, so lautet der grundsätzliche Tenor.

FPÖ will ablenken

Doch was bringt der Frontalangriff gegen Zadić der FPÖ? „Aufmerksamkeit.“ So kurz und klar fällt die Antwort auf diese Frage von Journalistin und Autorin Ingrid Brodnig aus. „Die FPÖ redet wohl lieber über Zadić als über Heinz-Christian Strache. Das ist für sie ein willkommener Themenwechsel.“ Für Brodnig keine Überraschung: „Es ist fast schon ein klassisches Muster der FPÖ, dass sie eine Frau, noch dazu eine Migrantin in der Spitzenpolitik äußerst hart angreift. Es wird ein Feindbild generiert.“ Auch im Fall der ehemaligen Staatssekretärin Muna Duzdar habe die FPÖ beispielsweise ähnlich agiert.

Was auch auffallend sei: Die FPÖ müsse gar nicht selbst rassistische oder sexistische Inhalte teilen. Es reiche aus, Postings zu teilen, die einfach den Namen „Alma Zadić“ beinhalten würden. In den Kommentaren würden sich die User dann gegenseitig aufstacheln. „Die FPÖ bietet die Schanze, über die zahlreiche User dann mit rassistischen und sexistischen Kommentaren springen“, so Brodnig.

Was tun gegen Hatespeech

Gibt es aber ein Mittel gegen rassistische und sexistische Angriffe im Netz? Wie reagiert man auf eine derartige Kampagne? „Klagen was klagbar ist“, sagt Brodnig im Fall von Zadić. Gerade im aktuellen Fall wären so einige Wortmeldungen dabei, die womöglich Tatbestände wie Beleidigung oder üble Nachrede erfüllen. Auch die Angriffe öffentlich anzusprechen bzw. eine sachliche Reaktion darauf, sei ein wichtiger Schritt. „Beides ist ein Signal, dass man sich nicht mundtot machen lässt, dass man sich nicht einschüchtern lässt“, so Brodnig. Was auch helfen könne: Ein paar Tage oder Wochen, in der Hochphase der Angriffe die Social-Media-Accounts nicht selbst zu betreuen.

Aber was tun Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, eine Medienanwältin zu engagieren?

  • Alles dokumentieren: Screenshots machen, die nicht nur den einzelnen Post, sondern auch den Kontext klar darstellen. Im Fall des Falles hat man so die wichtigsten Inhalte dokumentiert.

  • Jede_r kann sich an die Zara-Meldestelle gegen Hass im Netz wenden. Dort prüfen Expert_innen kostenlos, ob etwas klagbar ist.

#solidaritystorm: Solidarität zeigen

Was auch hilft: Solidarität mit Opfern von Hass im Netz bekunden. Im Fall von Zadić macht der Hashtag #solidaritystorm in Sozialen Netzwerken die Runde. Politiker_innen, Prominente und weniger Prominente stellen sich öffentlich hinter die Justizministerin.

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Von Martina Marx

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Hasswelle gegen Zadić – neue Justizministerin in Österreich

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Aus einem Video von Kurier.at

Die Hetzkampagne gegen Alma Zadić und das Problem mit Fake News

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https://kurier.at/politik/inland/hasspostings-zadic-wird-rund-um-die-uhr-von-cobra-geschuetzt/400720596

Nicht mal richtig deutsch können diese Rechtsextremen, schreiben krimminell mit zwei m (ganz oben, Position im Video: 42 Sek.). Da ist es nicht weit her mit der Bildung.

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Aus derstandard.at

Alma Zadić wird nicht als Politikerin für ihre Politik kritisiert. Sie wird angegriffen, weil sie von Rechtsextremisten und namhaften FPÖ-Politikern als Feindbild markiert wurde. Der Kanzler und die ÖVP verpassen gerade die einmalige Chance, mit einer klaren Ansage die antimuslimischen, xenophoben, rassistischen und sexistischen Tiraden gegen Alma Zadić zu verurteilen. Sie relativieren sie und schwächen damit schon am Anfang den Zusammenhalt in der neuen Regierung und im gesamten Land. Nach anderthalb Jahren türkis-blauer Regierung, die Grenzen des Sagbaren bedrohlich weit nach rechts verschoben hat, braucht Österreich dringend eine klare Ansage gegen Hetze und Hass von rechts. (Olivera Stajić, 10.1.2020)

https://www.derstandard.at/story/2000113135810/die-oevp-muss-den-antimuslimischen-hass-gegenueberzadic-klar-benennen

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Gruß Hubert

 

Aus dem Wahlprogramm der AfD   Leave a comment

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Zum Abschluss des Jahres etwas Lustiges – oder eigentlich gar nicht so lustig. Aber mit Humor geht ja alles leichter, heißt es.

Was die AfD in ihrem Wahlprogramm so alles fordert – Originalzitate!

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. Dezember 2019 von hubert wenzl in Humor, Politik, Uncategorized

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White Supremacy – Weiße Vorherrschaft   Leave a comment

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Aus einer vermeintlichen Überlegenheit der Weißen leiten Rassisten die Legitimation einer Vorherrschaft ab und dass sie eine privilegierte Stellung in der Gesellschaft haben müssten. Ich betrachte Rassismus als eine hässliche und gefährliche Ideologie, die Menschenrechten und der Würde des Menschen massiv und zutiefst entgegen stehen.

Trump befeuert den Rassismus in den USA.
Im Jänner d.h. nannte Trump afrikanische Länder als „Dreckslöcher“, aus denen möglichst keine Menschen mehr in die USA kommen sollen. Nur einen Tag später lobt er Martin Luther King – als wäre nichts gewesen. Dass King als Nachfahre von Sklaven aus einem der „Dreckslöcher“ in Afrika stammt, scheint nicht zu irritieren. Trump lobte King vor dem Martin-Luther-King-Tag für seinen Kampf für Bürgerrechte „unabhängig von der Hautfarbe“.
Quelle: Tagesschau

Rassismus in den Vereinigten Staaten

Rassismus in den Vereinigten Staaten hat eine jahrhundertelange und vielfältige Geschichte. Vom 17. Jahrhundert, in der Epoche der 13 Kolonien, bis in die 1960er Jahre genossen US-Amerikaner europäischer Herkunft, insbesondere WASPs, exklusive Vorrechte in den Bereichen Erziehung, Einwanderung, Stimmberechtigung, Staatsbürgerschaft, Landerwerb und strafrechtliche Verfahren. Afroamerikaner wurden bis 1865 vor allem in den Südstaaten als Sklaven gehalten und waren auch nach der Abschaffung der Sklaverei den Vorschriften der Rassentrennung unterworfen. Nicht-protestantische Einwanderer aus Europa, insbesondere Iren, Polen und Italiener wurden in der amerikanischen Gesellschaft vielfach ausgeschlossen und galten nicht als „vollständig weiß“. Auch asiatische Amerikaner und „Hispanics“ bzw. „Latinos“, d. h. Immigranten und deren Nachkommen aus spanisch- und portugiesischsprachigen Ländern Amerikas, sehen sich Erscheinungen des Rassismus ausgesetzt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_in_den_Vereinigten_Staaten

 

White Supremacy – Weiße Vorherrschaft

Als White Supremacy [waɪt səˈprɛməsi] (englisch für „weiße Vorherrschaft“, „Überlegenheit der Weißen“, dt. auch Suprematismus, die Anhänger Suprematisten) werden im englischsprachigen Raum rassistische Ideologien bezeichnet, welche auf der Annahme beruhen, dass „Europide“ anderen menschlichen „Rassen“ prinzipiell überlegen seien und ihre privilegierte Stellung daher gewährleistet werden müsse. Der Ausdruck dient als Sammelbezeichnung für eine Vielzahl rassistischer ideologischer Systeme, darunter auch die Nationalsozialistische Rassenlehre und die Rassenideologie im südafrikanischen Apartheids-Regime.

Darüber hinaus schließt der Begriff „White Supremacy“ auch solche Ideologien ein, die in englischsprachigen Ländern wie den Vereinigten Staaten noch heute verbreitet sind, z. B. die Alt-Right. Viele amerikanische Historiker und Politologen bevorzugen den Ausdruck „White Supremacy“ gegenüber dem weniger präzisen Ausdruck „Rassismus“, weil er erstens explizit benennt, von welcher Personengruppe diese Ideologien ausgehen, und weil er zweitens klar herausstellt, dass es dabei um Macht und Herrschaft geht und nicht nur um etwas so Vages wie etwa Einstellungen oder Vorurteile.[1] Das Pendant hierzu ist die Black Supremacy.

Postkoloniale Theorie

Die in dem Rahmen der postkolonialen Theorien entstandenen Critical Whiteness Studies (kritische Weißseinsforschung) bezeichnen nicht nur explizite Normsetzungen von Weiß-Sein … im Kontext von Kolonialismus, Rechtsextremismus und Apartheid als Form der Machtausübung und Herrschaft, sondern richten die Aufmerksamkeit mit dem Begriff White Supremacy (bell hooks[2]) auch auf das Phänomen, dass die in von Weißen dominierten Gesellschaften gebildete Normen nicht nur als überlegen angesehen werden, sondern auch als „neutral“ und „normal“ verallgemeinert und objektiviert werden.[3] Gleichzeitig entziehen sie sich damit der kritischen Reflexion. White Supremacy maskiere[4] demnach auch die „eigenen“ weißen Privilegien und machten diese für weiße Positionen unsichtbar.[5] Während einerseits „White Supremacy“ einen mythischen Charakter bekomme und die Machtverhältnisse verschleiert würden, bleiben die Auswirkungen der Normierung Weißsein in den Erfahrungen und Vorstellungen derjenigen, die nicht in der Kategorie weiß wahrgenommen werden, eine Gewaltstruktur, die bis hin zum „Terror“ reiche.[6] So zeige sich die White Supremacy auch an den Universitäten, an denen die weiße Norm bestimmt, wer etwas zu sagen hat, also „Wissen“ definiert und im Zentrum des Diskurses steht, und wessen „Wissen“ nicht als „objektiv“ wahrgenommen wird, sondern als „Erfahrung“.[7]

White Supremacy in den Vereinigten Staaten
Während der Sklaverei

Die Ursprünge der White-Supremacy-Ideologie in den Vereinigten Staaten liegen in der Sklaverei der Kolonialzeit. Während die Pflanzer eine auf der Arbeitskraft afroamerikanischer Sklaven basierende Plantagenökonomie errichteten, durch die sie wohlhabend und politisch mächtig wurden, förderten sie ein rassistisches Gedankensystem, das ihre Macht auch ideologisch rechtfertigte. Wie der amerikanische Historiker Ira Berlin beschrieben hat, definierte dieses ideologische System in seiner Hochblüte nicht nur das Verhältnis zwischen Schwarzen und Weißen, sondern führte die menschlichen Beziehungen generell auf ein Herrschafts-Unterwerfungs-Verhältnis zurück, etwa auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern, Männern und Frauen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

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White Supremacy – Weiße Vorherrschaft

Veröffentlicht 23. November 2019 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Koloniale Gewalt und Kolonialkrieg   Leave a comment

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Es gibt ja von manchen Rechten Theorien, dass die weiße Rasse bedroht sei. Für mich ist das eine abstruse Behauptung, die durchwegs auf rassistische Anschauungen und Einstellungen zurückzuführen ist. Dazu möchte ich einen Rückblick in den Kolonialismus machen. Weiße gingen da äußerst brutal gegen die indigene Bevölkerung vor. So wurde von verschiedenen Ländern (Engländer, Italiener) auch nicht davor zurückgescheut Giftgas einzusetzen.

Koloniale Gewalt und Kolonialkrieg

Vom Eroberungsfeldzug mit überlegenen Waffen über den Handel mit Menschen als Ware bis zur planmäßigen Auslöschung ganzer Bevölkerungsgruppen: Entgrenzte Gewalt war nicht nur Mittel imperialer Expansion, sondern diente auch dazu Herrschaft im kolonialen Alltag zu festigen.

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Koloniale Gewalt im Zuge der britischen Expansion in Ostindien: Beim Sepoy-Aufstand werden am 10. Mai 1857 Rebellen am Galgen erhängt.Koloniale Gewalt im Zuge der britischen Expansion in Ostindien: Beim Sepoy-Aufstand werden am 10. Mai 1857 Rebellen am Galgen erhängt. (© picture-alliance)
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Gewalt war ein prägender, ja geradezu elementarer Bestandteil des europäischen Kolonialismus. Vertreter der kolonialen Idee verschleierten diese Tatsache immer wieder gezielt mit der Betonung der westlichen Zivilisierungsmission zum vermeintlichen Wohl der Bevölkerung auf anderen Kontinenten und versuchten damit, die paternalistische Fremdherrschaft zu legitimieren. Im Gegensatz dazu waren es vor allem führende Intellektuelle der antikolonialen Bewegung, die diesen Mythos von der vermeintlichen „Bürde des weißen Mannes“ schonungslos demaskierten und auf die zentrale Funktion von Gewalt im gesamten kolonialen System hinwiesen. Sowohl Aimé Césaire, einer der bedeutendsten afrokaribischen Lyriker und Mitbegründer der Négritude-Bewegung, als auch der aus Martinique stammende Arzt Frantz Fanon beschrieben in ihren einflussreichen Schriften den Kolonialismus als eine fundamentale Dichotomie zwischen Kolonisator und Kolonisierten, als eine zweigeteilte Welt, die auf dem massiven Gewalteinsatz der europäischen Kolonialherren beruhte. Das Verhältnis zwischen Kolonisator und Kolonisierten war nach Césaire gekennzeichnet von einer brutalen Beziehung der Herrschaft und Unterwerfung:

„I look around and wherever there are colonizers and colonized face to face, I see force, brutality, cruelty, sadism, conflict […] No human contact, but relations of domination and submission which turn the colonizing man into a class-room monitor, an army sergeant, a prison guard, a slave driver.“[1]

(Google Übersetzung: „Ich schaue mich um und überall, wo es Kolonisatoren und Kolonisierte von Angesicht zu Angesicht gibt, sehe ich Gewalt, Brutalität, Grausamkeit, Sadismus, Konflikt […]. Kein menschlicher Kontakt, sondern Herrschafts- und Unterwerfungsverhältnisse, die den kolonisierenden Menschen zu einem Klassenmonitor machen , ein Feldwebel, ein Gefängniswärter, ein Sklavenfahrer. “)

Nach Ansicht von Fanon beruhte das koloniale Zusammenleben auf der Macht von Bajonetten und Kanonen, wobei er die „Herrschaft der Gewalt“ in Kolonien mit einem hohen Anteil europäischer Siedler als besonders dramatisch charakterisierte.[2] Demnach war der Einsatz von Gewalt nicht nur auf die Phase der militärischen Eroberung und Expansion beschränkt, sondern bildete vielmehr ein konstitutives Element des alltäglichen Zusammenlebens in der kolonialen Situation. Diese koloniale Herrschaftspraxis kann daher zurecht als eine „Schreckensherrschaft gegenüber der beherrschten Bevölkerung”[3] beschrieben werden. Insgesamt betrachtet war Gewalt somit dem Kolonialismus in seinen verschiedenen Phasen – Eroberung, Etablierung und Aufrechterhaltung sowie Rückzug – inhärent.

Koloniale Expansion und indigener Widerstand

Die Errichtung und Aufrechterhaltung europäischer Kolonialherrschaft war direkt mit der Anwendung militärischer Gewalt verbunden. Das belegen die zahlreichen und nahezu zu allen Zeiten der Existenz europäischer Imperien geführten Kolonialkriege. Ausgehend von einzelnen Stützpunkten an der Küste expandierten die europäischen Kolonialmächte im Verlauf des 19. Jahrhunderts immer tiefer ins afrikanische und asiatische Hinterland, wobei in der Anfangsphase häufig bewaffnete Siedler und paramilitärische Milizen eine Vorreiterrolle bei der Ausdehnung kolonialer Grenzen übernahmen. Bei ihrem Vordringen stießen die Europäer auf den Widerstand der indigenen Bevölkerung, die sich wie zum Beispiel unter Emir Abd el-Kader von 1835 bis 1847 gegen die französische Besatzung Algeriens oder die Maori von 1843 bis 1872 gegen die britische Expansion in Neuseeland erbittert zur Wehr setzte. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, wie etwa die erfolgreiche Abwehr der italienischen Invasion Abessiniens durch den Sieg der Truppen von Negus Menelik II. am 1. März 1896 in der Schlacht von Adua, scheiterten die Indigenen bei ihren Versuchen, den Vormarsch der europäischen Kolonialmächte dauerhaft aufzuhalten. Ausschlaggebend für den globalen Siegeszug des Kolonialismus war die große technologische Überlegenheit der europäischen Staaten in Bereichen der Tropenmedizin, des Transport- und Kommunikationswesens sowie vor allem der modernen Waffensysteme. Darüber hinaus bedienten sich die Kolonialmächte Teilen der indigenen Bevölkerung als unerlässliches Rekrutierungsreservoir, um überhaupt das notwendige Heer an Soldaten ausheben zu können. Unter dem Befehl europäischer Offiziere wurden diese Kolonialtruppen dann in allen Teilen des Imperiums eingesetzt und bildeten eine wesentliche Stütze der Kolonialherrschaft.

Die dominierende Form der militärischen Auseinandersetzung in den Kolonien war der „kleine Krieg“. Dabei handelte es sich im Gegensatz zum „großen Krieg“ regulärer Armeen in Europa um ein asymmetrisches Konfliktszenarium, in dem die indigenen Widerstandsbewegungen ihre völlige technische Unterlegenheit gegenüber den europäischen Kolonialmächten durch eine zermürbende Guerillakriegsführung zu kompensieren versuchten. Im Zuge ihrer kolonialen Expansion wurden die europäischen Kolonialmächte im zunehmenden Maß mit der aus ihrer Perspektive völlig unkonventionellen Kriegsführung konfrontiert und gelangten schließlich zu dem Schluss, dass sich Kolonialkonflikte grundsätzlich von den Kriegen zwischen „zivilisierten” Staaten unterscheiden würden. Der führende britische Militärtheoretiker Charles Callwell vertrat in seinem 1896 erstmals publizierten Standardwerk „Small Wars. Their Principle and Practice“ die Auffassung, dass die „kleinen Kriege“ in den Überseegebieten „Expeditionen disziplinierter Soldaten gegen Wilde und halbzivilisierte Rassen”[4] seien. Aus europäischer Perspektive hatten daher die völkerrechtlichen Vereinbarungen zur Kriegsführung in derartigen Konflikten grundsätzlich keine Gültigkeit, weshalb das rücksichtslose Vorgehen gegen die indigene Zivilbevölkerung, um zum Beispiel die Unterstützung und den Nachschub für die Aufständischen zu unterbinden, als völlig legitim erachtet wurde.

Zudem gelang es den Kolonialmächten, die neuen Schutzbestimmungen des entstehenden humanitären Völkerrechts von ihren Überseegebieten fernzuhalten.

Während zum Beispiel auf der Haager Friedenskonferenz von 1899 besonders heimtückische Kampfmittel wie Giftgas und die verheerenden Dumdum-Geschosse[5] in Kriegen zwischen „zivilisierten” Staaten geächtet wurden, blieben Kolonialkonflikte von derartigen Verboten unberührt. Vielmehr bedienten sich die verschiedenen Kolonialmächte bei den militärischen Auseinandersetzungen in ihren Überseegebieten immer wieder dieser Waffen, wie der Gaseinsatz Großbritanniens bei der Bekämpfung afghanischer Aufständischer 1920 an der indischen Nordwestgrenze und Spaniens bei der Niederschlagung des Rif-Aufstandes in Marokko von 1921 bis 1927 klar belegt. Vor allem das faschistische Italien setzte bei seiner Invasion Abessiniens von 1935 bis 1936 systematisch Giftgas ein, mit katastrophalen Folgen für die abessinische Bevölkerung, die den Gasangriffen völlig schutzlos ausgeliefert war.

Die Radikalisierung und Entgrenzung von Gewalt in den Kolonialkriegen lag vor allem auch in der Totalität der Kriegsziele begründet. Unter dem Einfluss sozialdarwinistischen Gedankenguts duldeten die europäischen Kolonialmächte nicht die geringste Form des indigenen Aufbegehrens, sondern verfolgten die vollständige und permanente Unterwerfung eines Gegners, den man aufgrund rassistischer Anschauungen zudem als minderwertig wahrnahm. Nur auf diese Weise erachteten die Europäer die Etablierung eines „kolonialen Friedens“ nach ihren Vorstellungen und der damit verbundenen Umsetzung ihrer Zivilisierungsmission als möglich.

Die euphemistisch als „Pazifizierung“ und „Strafexpeditionen“ verharmlosten Militäroperationen endeten dabei nicht immer allein mit dem militärischen Sieg der Kolonialmacht, sondern führten in extremen Fällen bis hin zur vollständigen Vernichtung indigener Bevölkerungsteile. Ein besonders prägnantes Beispiel hierfür bildete die Kriegsführung kaiserlicher Schutztruppen gegen die Herero und Nama von 1904 bis 1908 in Deutsch-Südwestafrika, bei dem der Großteil beider Ethnien der gezielten deutschen Vernichtungspolitik zum Opfer fiel. Einige Historiker sprechen in diesem Zusammenhang vom ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Die vom britischen Schriftsteller Rudyard Kipling in seinem berühmten Gedicht über die vermeintliche zivilisatorische „Bürde des weißen Mannes“ zu „Savage Wars of Peace“[6] verklärten Kolonialkonflikte waren in der Realität Kriege ohne Regeln und Normen, in denen alle militärischen Maßnahmen erlaubt schienen und es regelmäßig zu einer Entgrenzung von Gewalt kam.

Die „Normalität der Gewalt“ in der kolonialen Situation

Der Kolonialkrieg und die Bekämpfung von offenem indigenen Widerstand förderten sicherlich die radikalsten Formen der kolonialen Gewaltanwendung zu Tage. Allerdings zeichneten sich die Kolonialregime auch nach Abschluss derartiger Militäroperationen durch ein großes Gewaltpotenzial und eine hohe Gewaltbereitschaft aus. Das alltägliche Zusammenleben von europäischen Kolonialherren und indigener Bevölkerung war geradezu gekennzeichnet von einer erschreckenden „Normalität der Gewalt“. Der Hauptgrund dafür lag in einer Belagerungsmentalität der Europäer, die sich selbst als eine „island of white in a sea of black“[7] charakterisierten. Aufgrund ihrer eigenen Minderheitsposition in den Überseegebieten betrachteten sie die indigene Bevölkerungsmehrheit als Bedrohung ihrer privilegierten Machtstellung. Die tief sitzende Furcht vor einem drohenden Aufstand – als warnende Beispiele galten im französischen Kontext die Haitianische Revolution (1789–1804) und im Britischen Empire der große indische Aufstand von 1857 – mündeten in ein militantes Verhaltensmuster der europäischen Kolonialherren gegenüber ihren kolonialen Untertanen. Demnach befand sich der Kolonialstaat in einem latenten Belagerungs- und Verteidigungszustand, in dem man nur mit drakonischen Maßnahmen seine eigene Herrschaftsposition zu sichern glaubte.

Die exzessive Anwendung der Prügelstrafe und anderer Formen körperlicher Züchtigung sahen die Kolonialherren daher als völlig „normale“ Methode zur Aufrechterhaltung der kolonialen Ordnung an. Sie gehörten in den Kolonien zur alltäglichen Realität. Gemäß der rassistischen Ansicht vieler europäischer Kolonialherren, verstand die indigene Bevölkerung ausschließlich die Sprache roher körperlicher Gewalt, wie das nachfolgende Beispiel eines weißen Siedlers in Ostafrika zeigt: „Sein primitiver Verstand betrachtet Diskussion als Zeichen der Schwäche […] Überlegene Gewalt ist das einzige Gesetz, das er anerkennt. Ich wandte das Gesetz an, mit der Faust und dem Stiefel.“[8] Eine derartige „Normalität der Gewalt“ wurde dann häufig mit dem rassistischen Hinweis legitimiert, dass Afrikaner weniger schmerzempfindlich als Europäer und somit entsprechend resistenter gegenüber körperlicher Züchtigung seien. Die Position der Stärke und das damit verbundene Prestige der Weißen mussten aus Perspektive der Kolonialherren immer gewahrt bleiben, wobei man auf jegliche Form der vermeintlichen Provokation oder des Widerstands mit physischer Gewalt reagierte.

Rechtlich manifestierte sich diese diskriminierende Gesellschaftsordnung in einer kolonialen Rassenjustiz. Für die indigene Bevölkerung galten dabei nicht die Rechtsstandards der jeweiligen kolonialen Metropole, sondern sie unterlag den Bestimmungen eines willkürlichen Eingeborenenrechts wie zum Beispiel dem berüchtigten „code de l’indigénat“ im französischen Kolonialreich. Derartige Gesetze legitimierten körperliche Züchtigung, Zwangsarbeit, Kollektivstrafen und die willkürliche Konfiszierung von Besitz. Sie waren daher ein zentrales Instrument der kolonialen Kontrolle und wurden entsprechend aus indigener Perspektive als Symbol für die ungerechte Fremdherrschaft wahrgenommen. Ohne ausreichenden rechtsstaatlichen Schutz bedeutete dies zudem, dass die indigene Bevölkerung jederzeit den willkürlichen Entscheidungen des Kolonialstaates ausgesetzt war. Vor allem in Siedlungskolonien wie zum Beispiel Australien, Algerien und Kenia führte dies dazu, dass die Indigenen zu Gunsten der ankommenden europäischen Siedler gewaltsam aus fruchtbaren Landesteilen in unwirtliche Gebiete vertrieben wurden. Ihrer traditionellen Lebensgrundlage beraubt zwang man sie dann häufig als abhängige Arbeitskräfte ohne eigene Landrechte auf den nun „weißen Ländereien“ für die Kolonialherren zu arbeiten.

Obwohl die europäischen Kolonialmächte ihr Vordringen in Afrika unter anderem mit dem vermeintlich humanitären Ziel der Bekämpfung der Sklaverei zu rechtfertigen versuchten, zwangen sie dann häufig selbst die afrikanische Bevölkerung zur Zwangsarbeit für koloniale Projekte wie zum Beispiel im Eisenbahn- und Straßenbau oder in der Landwirtschaft.

Eines der schlimmsten Ausbeutungssysteme etablierte sich dabei im sogenannten „Kongo-Freistaat“. In diesem riesigen Territorium, das sich im Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II. befand, wurden Afrikaner mit extremsten Repressionsmaßnahmen zum Sammeln des wertvollen Naturkautschuks gezwungen. Jede Form des Widerstands und das Nichterfüllen der geforderten Sammelquoten beantworteten die Kolonialherren mit brutalster Gewalt, beispielsweise dem Niederbrennen ganzer Dörfer und dem Abhacken von Gliedmaßen der als Geiseln festgehaltenen afrikanischen Frauen und Kinder. Diese Terrorherrschaft Leopold II. nahm ein derartiges Ausmaß an, dass der Kongo „zu einer der großen Vernichtungsstätten der Moderne”[9] und insgesamt zum Symbol exzessiver kolonialer Gewaltanwendung wurde. Öffentliche Kampagnen unter maßgeblicher Führung von Aktivisten wie E. D. Morel und Roger Casement gegen diese „Kongogreuel“ führten schließlich 1908 dazu, dass auf internationalen Druck das Kongo-Gebiet dem Besitz Leopolds entzogen und der offiziellen Aufsicht des belgischen Staats unterstellt wurde.

 

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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz „CC BY-NC-ND 3.0 DE – Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland“ veröffentlicht. Autor/-in: Dr. Fabian Klose für bpb.de

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Hier weiterlesen:

Koloniale Gewalt und Kolonialkrieg

 

Das Elektroauto ist ein Regenwaldkiller   Leave a comment

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Das Elektroauto ist viel problematischer als es dargestellt wird und die Umweltbilanz sieht nicht gut aus, wenn man sich das genau anschaut.

Aus Rettet den Regenwald „regenwald.org“ – Petition

Das Elektroauto ist ein Regenwaldkiller

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  Minenarbeiter im Kongo (© CCBY-NC-ND20)

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Bundesregierung und EU behaupten, Elektromobilität sei umweltfreundlich und klimaneutral. Mit vielen Milliarden Euro fördern sie die Technologie. Doch Elektroautos verbrauchen nicht nur Unmengen an elektrischem Strom. Die Rohstoffe für deren Produktion stammen aus den Regenwäldern des Kongo, Indonesiens und Südamerikas.

An: Bundesregierung und EU

„Elektroautos sind eine Scheinlösung. Erarbeiten Sie Verkehrskonzepte, die den Menschen und der Natur zugutekommen.“

Elektroautos benötigten enorme Mengen an elektrischem Strom, dessen umweltfreundliche Erzeugung keineswegs gesichert ist. Schon vor dem ersten gefahrenen Kilometer entstehen gewaltige Schäden an Mensch und Natur durch den Abbau und die Verarbeitung der für die Autoproduktion benötigten Rohstoffe.

Etwa 1.600 Kilogramm Metalle und andere Materialien stecken in einem E-Auto der Mittelklasse wie dem VW e-Golf – vor allem Stahl, Aluminium, Kupfer und Kunststoffe. Die deutsche Automobilindustrie importiert sie zu fast 100 % – und ein großer Teil davon stammt aus Minen in tropischen Ländern und Regenwaldgebieten.

Die Lithium-Ionen-Batterien, das Herzstück der Elektrofahrzeuge, bilden dabei keine Ausnahme. Sie enthalten neben Lithium, Mangan und Graphit etwa 10 Kilogramm Kobalt sowie 30 Kilogramm Nickel.

Zwei Drittel der weltweiten Kobaltproduktion stammen aus der Demokratischen Republik Kongo. Kobalt, Kupfer und Nickel werden in einem 800 Kilometer langen Gürtel im Regenwald im Süden des Landes abgebaut – unter katastrophalen Arbeitsbedingungen, zu Hungerlöhnen und durch Zehntausende Kinder.

Bei Nickel stehen Indonesien und die Philippinen an erster Stelle. Die größten Kupfervorkommen liegen in den südamerikanischen Anden, und das Eisen zur Stahlerzeugung wird vor allem in Brasilien abgebaut.

Für unsere angeblich saubere Elektromobilität fressen sich die Minen internationaler Konzerne in die Regenwälder. Sie vernichten die Artenvielfalt, verseuchen die Umwelt und verursachen Elend sowie schwerste Menschenrechtsverletzungen.

Bitte fordern Sie Bundesregierung und EU auf, ihre Verkehrs- und Rohstoffpolitik dringend zu ändern. Wir brauchen eine umweltfreundliche Verkehrspolitik – und nicht Millionen zusätzliche E-Autos auf den Straßen.

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Das Elektroauto ist ein Regenwaldkiller

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Gruß Hubert

 

Eine Woche Lustlosigkeit: Bundesregierung will EU-Steueroasen nicht aussprechen   Leave a comment

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Unglaublich diese Frechheiten und diese Arroganz dieser staatlichen Vertreter!!! Ich kann das nur eine Schande nennen. Diese staatlichen Vertreter des Finanzministeriums weigern sich zu sagen, wo es aus deutscher Sicht Steueroasen gibt. Ein solcher Sesselwärmer gibt süffisant zu, warum er eine Frage nicht beantwortet: weil ich keine Lust dazu habe… Toll so ein Demokratieverständnis!

Eine Woche Lustlosigkeit: Bundesregierung will EU-Steueroasen nicht aussprechen

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Steueroasen-Wo-d-Lustlos-keit

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Der lustlose Jäger

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Steueroasen-weltweit

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Schattenfinanz-Index siehe auch Wikipedia (2018 ist Deutschland an 7. Stelle!):

https://de.wikipedia.org/wiki/Schattenfinanzindex

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Gruß Hubert