Archiv für die Kategorie ‘Islam

„Visitenkarten“ der Terroristen   Leave a comment

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Manche glauben ja, dass man einen Unschuldigen als Attentäter festnimmt weil man Identifikationspapiere bei ihm findet und ja niemand so dämlich sein könnte. Die Attentäter wollen sich aber damit einen „Heldenmythos“ schaffen, sie wollen einen tiefen Eindruck hinterlassen und als Märtyrer gefeiert werden und machen das mit voller Absicht.

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Zurückgelassene Personaldokumente

„Visitenkarten“ der Terroristen

Ob bei den Anschlägen in Paris oder nun in Berlin: Jeweils wurden am Tatort Personaldokumente der Täter bzw. Verdächtigen gefunden. Zufall? Nein, sagt ein Experte dem ARD-Politikmagazin report München – das sei Teil einer psychologischen Kriegsführung der Terrornetzwerke.

Von: Stefan Meining – Stand: 21.12.2016 |Bildnachweis

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Ein Ausweis der Bundesrepublik Deutschland eines Asylbewerbers mit dem Vermerk «Aussetzung der Abschiebung (Duldung) - Kein Aufenthaltstitel! Der Inhaber ist ausreisepflichtig!», fotografiert am 09.10.2015 in Neuenhagen (Brandenburg).  | Bild: picture-alliance/dpa, Patrick Pleul

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Am 7. Januar 2015 stürmen mit Kalaschnikows bewaffnete Männer die Pariser Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“. Sie ermorden zwölf Menschen, mehrere werden schwer verletzt. In einem Fluchtwagen finden die Sicherheitskräfte den Personalausweis eines der beiden Täter. Medien und Sicherheitsexperten vermuten zunächst einen schweren Fehler der Terroristen, da der Ausweis die Sicherheitskräfte schnell auf die richtige Spur bringt. Auch nach den Pariser Anschlägen im November 2015 entdecken die Fahnder unversehrte Ausweispapiere der Attentäter.

Und nun Berlin: Auch im Lastwagen, mit dem am Montagabend zwölf Menschen in den Tod gerissen worden waren, fand die Polizei ein amtliches deutsches Dokument eines Tunesiers. Zu allen drei Anschlägen hat sich der sogenannte „Islamische Staat“ bekannt. Warum sollten Terroristen persönliche Dokumente sozusagen als „Visitenkarte“ an ihren Tatorten zurücklassen? Diese Vorgehensweise kann laut Recherchen des ARD-Politmagazins report München sehr wohl als Teil einer wohlüberlegten, psychologischen Kriegsführung verstanden werden.

Schaffung eines „Heldenmythos“

Zum einen schaffen die Täter auf diese Weise in der islamistischen Szene für sich einen „Heldenmythos“, zum anderen stellen sie die Behörden bloß und verstärken Tendenzen, Flüchtlinge oder Zuwanderer aus muslimischen Ländern unter Generalverdacht zu stellen. Für den Psychologieprofessor Jan Kizilhan von der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen macht es aus Sicht der Dschihadisten durchaus Sinn, sich zu der Tat zu bekennen bzw. Wert darauf zu legen, wer diese Tat verübt hat.

„Sie wollen damit ihrer Gemeinschaft eine Botschaft als Märtyrer hinterlassen.“

Jan Kizilhan, Psychologieprofessor von der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen

Der Tod eines Täters könne – so Kizilhan, der vor kurzem das Buch „Die Psychologie des IS“ veröffentlichte – gegenüber dem ARD-Politmagazin report München auch bei der Familie, den Bekannten und Kameraden einen „tiefen Eindruck hinterlassen, sie vielleicht sogar dadurch an die Terrororganisation über den Bund des Blutes verbinden“. Aus der Sicht des Täters wäre es eine Art Mahnung des „Märtyrers“, wonach „die nachfolgenden Generationen motiviert am gleichen Kampf teilnehmen“ sollten, so Kizilhan.

„Die Terrororganisation legt großen Wert darauf, dass die Kämpfer in der globalen Welt der Medien sich durch Videoausschnitte, Selbstberichte und Enthauptungen präsentieren. Diese Präsentationen werden nach dem Tod der Täter wie ein ‚Juwel‘ behandelt und in den Medien publiziert. Sie dienen der Mobilisierung neuer Kräfte, vor allem aus der Jugend. Es geht darum, die Jugend und insgesamt die bestimmte Bevölkerungsschichten für den Krieg und Kampf zu begeistern, zur Bestätigung und Rechtfertigung der Handlungen der IS.“

Jan Kizilhan, Psychologieprofessor von der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen

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„Visitenkarten“ der Terroristen

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Siehe auch:

„Greift sie an“ IS-Sympathisanten werben für Anschläge

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http://www.br.de/nachrichten/berlin-islamischer-staat-aufruf-report-100.html

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Gruß Hubert

 

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Das Kopftuch   Leave a comment

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Ich halte die Symbolik eines Kopftuches als Demonstration sich nicht in eine säkulare Gesellschaft einfügen und integrieren zu wollen. Richterinnen, Lehrerinnen und Polizistinnen mit Kopftuch geht gar nicht. Leute, die im Dienst des Staates stehen müssen die Neutralität wahren. Muslime müssen erst noch lernen, dass man eine Religion kritisieren darf.

Ich finde der folgende Beitrag ist ein gutes Statement gegen das Kopftuch von Ronai Chaker.

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Für mich ist es ein identitäres, politisches Symbol der Abgrenzung. Ich vergleiche es häufig mit einem Symbol des religiösen Nationalismus. Die Kopftuchträgerinnen wollen als Muslima wahrgenommen werden und nicht als säkulare Mitglieder unserer Gesellschaft. Diesen Anspruch stellen sie an ihr Gegenüber.

Man kann es auch nicht mit der Berufskleidung einer Nonne vergleichen, denn die Haare einer Nonne sind kein Geheimnis. Sie selbst betrachten ihre Robe als Arbeitskleidung. Und ich kenne keine Christin die dazu gezwungen wird eine Nonne zu werden, aber den Kopftuchzwang gibt es eben und dieser Tatsache muss man sich stellen.

Oft heißt es von Muslima, dass sie aufgrund des Kopftuches diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

Die Wahrheit ist, dass sie sich selbst bewusst ausgrenzen wollen und sich damit an erster Stelle selbst diskriminieren. Sie machen keinen Halt davor diese Symbolik in eine säkulare Gesellschaft, ohne Rücksicht auf die Freiheiten anderer, integrieren zu wollen. Und das halte ich für dreist und egoistisch.

Ich kann mir keine Richterinnen und Polizistinnen mit Kopftuch vorstellen, die ein solch unter Kritik stehendes Symbol tragen und damit den Staat repräsentieren. Sollte der Staat das zulassen, wäre unsere Gesellschaft gezwungen ein Kopftuch mitzutragen und damit auch die Geschlechterapartheid der islamischen Welt. Das fasse ich unter Diskriminierung.

Auch finde ich es nicht in Ordnung, wenn die Juristerei so weit in die Freiheit der Unternehmer eingreift, dass sie ihnen und ihrem Unternehmen durch ihre Angestellten ein Kopftuch aufzwingen. Derzeit gibt es tatsächlich einen Rechtsstreit über diese Thematik und ich würde ein solches Urteil für fatal halten, denn es würde nicht nur Unternehmer ihrer Freiheit berauben, sondern junge moderne Migrantinnen diskriminieren, die nichts mit dem islamischen Glauben zutun haben, aber durch ihren Hintergrund damit in Verbindung gebracht werden könnten.

De Facto würden Unternehmer darauf verzichten, Migrantinnen einzustellen, weil sie befürchten würden, dass diese sich später ein Kopftuch aufziehen. Dadurch hätten sie ebenfalls Barrieren auf dem Arbeitsmarkt.

Damit würde man die Diskriminierung von jungen Migrantinnen fördern, die nichts mit den islamischen Glauben zutun haben. Das würde eindeutig zu weit gehen. Man kann nicht für eine Gesellschaftsgruppe etwas einfordern und dadurch nichts weiter erreichen, als es für andere Frauen auf dem Arbeitsmarkt nur noch schwieriger zu machen .

Ein Unternehmer sollte selbst darüber entscheiden dürfen, ob er diese Symbolik in seinem Unternehmen zulässt.

Zahlreiche Männer fühlen sich vom Kopftuch diskriminiert, weil in diesem auch ein Vorwurf impliziert ist, seine männlichen Triebe nicht beherrschen zu können. Und das dürfen diese Männer auch zu Geltung bringen.

Die Frage ist, wer diskriminiert hier wen mit seinen andauernden Forderungen der Gesellschaft ein Symbol aufzuzwingen, was bei vielen Befremdung hervorruft und nicht ohne Grund weltweit unter Kritik steht?

Bei der Jurisprudenz bekomme ich oft das Gefühl, dass die religiöse Glaubensfreiheit über die Freiheiten aller anderen gehoben wird, auch wenn sie die Freiheiten anderer in erheblichem Ausmaß tangieren. Anzumerken wäre hier die negative Glaubensfreiheit, die den selben Stellenwert hat, wie die Religionsfreiheit.

Zum Beispiel steht für mich die Freiheit einer Kopftuchträgerin (Lehrerin), nicht über der Freiheit von Schülern. Schülern steht es zu (besonders an staatlichen Schulen) von Lehrpersonal Neutralität einzufordern, denn diese haben schließlich eine Schulpflicht und sind damit gezwungen am Unterricht des Personals teilzunehmen. Des Weiteren übt eine Kopftuchtragende Lehrerin auch Druck auf junge Migrantinnen muslimischen Glaubens aus. Die wahren Opfer haben es eben nicht so leicht, wie eine Betül Ulusoy, Gümusay und Co. für ihre freiheitlichen Rechte einzutreten. Aber wir sollten es ihnen leicht machen. Sie sind Schutzbefohlene. Schulen sind ein Raum der Freiheit und sollten das auch bleiben.

Ob man ein Kopftuch tragen möchte, kann jeder für sich selbst entscheiden, aber ein ausländisches Aussehen, einen ausländischen Nachnamen? Schüler zu sein? All das kann man sich nicht aussuchen. Kann man nicht einfach abnehmen. Man ist determiniert. Daher müssen Kopftuchträgerinnen auch damit zurecht kommen, wenn ein großer Teil der Bevölkerung dem Kopftuch kritisch gegenübersteht.

Es gibt gerechtfertigte Kritikpunkte, die man nicht einfach ausradieren kann und auch nicht darf!

Wir brauchen keine Propaganda die uns erzählt, dass das Kopftuch der „neue Feminismus“ sei und die neue „Emanzipation“ der Frau. Das Kopftuch impliziert in sich Apartheid und Moralvorstellungen, die einer freien Gesellschaft nicht gerecht werden. Das Kopftuch trägt in unserer Gesellschaft, mit seinen andauernden Forderungen, zu einem erheblichen Ausmaß an Diskriminierung bei, über das wir endlich mal anfangen sollten, offen zu sprechen.

Ein Kopftuch in staatlichen Berufen lehne ich strikt ab, weil ich diese frauenverachtende Symbolik der Apartheid nicht unterstütze und sie mit unseren Werten der Gleichberechtigung nicht in Einklang bringen kann. Zudem auch der Meinung bin, dass der Staat diese Symbolik der Bevölkerung nicht aufzwingen darf.

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Das Kopftuch

 

Veröffentlicht 10. Dezember 2016 von hubwen in Islam, Uncategorized

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Was hat das alles mit dem Islam zu tun?   1 comment

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Von manchen Leuten, Kreisen, Ideologien oder wie auch immer, wird nach einem Attentat immer gleich laut gerufen: das habe NICHTS mit dem Islam zu tun. Aber warum rufen die Attentäter, IS-Leute ecc. immer allhu akbar, wenn es nichts mit dem Islam zu tun hätte?

Im folgenden eine Debatte bzw. Streitgespräch in der „WELT“ zwischen der Islamwissenschaftlerin Eva Marie Kogel mit dem Autor und Polemiker Henryk M. Broder.

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Was hat das alles mit dem Islam zu tun?

Nizza, Würzburg, die Türkei: Welche Rolle spielt dabei die Religion? Die Redakteurin und Islamwissenschaftlerin Eva Marie Kogel debattiert mit dem Autor und Polemiker Henryk M. Broder.

Veröffentlicht 21. Juli 2016 von hubwen in Islam, Islamismus, Religionskritik, Uncategorized

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Nach IS-Attentaten: Ägyptischer Moderator rastet im TV aus und schimpft über den Islam   Leave a comment

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Es ist ein ägyptischer Moderator, der sich zu Recht über die hinterhältigen Morde aufregt. Der Aufruf zum Mord gegen Ungläubige ist im Islam enthalten. Diesen ägyptischen Moderator wird man bestimmt nicht als islamophob bezichtigen können. Er sagt der Islam ist voll von solchen menschenverachtenden Lehren. Diese schlimmen Ideen kommen aus unserer Religion sagt er auch.

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Zu Recht regt sich dieser ägyptische Moderator im TV massiv über die feigen, hinterhältigen Morde im Namen seiner Religion, im Namen des Islams an Kindern, Frauen und unschuldigen Menschen auf. Er sagt klipp und klar, das sind wir, das sind Muslime, das darf nicht sein. Wie krank ist denn das!

Nach IS-Attentaten: Ägyptischer Moderator rastet im TV aus und schimpft über den Islam

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Gruß Hubert

 

Flucht vor der Religion   Leave a comment

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Der Islam ist meines Wissens die einzige Religion bei der beim Abfallen vom Glauben (Apostasie) in einigen islamischen Ländern, wie zum Beispiel in Saudi-Arabien die Todesstrafe steht. Da fühlt man sich ins Mittelalter zurück versetzt. Um diesem Schicksal zu entgehen hilft nur die Flucht aus solchen Ländern. Es wird im Westen oft übersehen, dass es auch in islamischen Ländern Atheisten gibt. Sie müssen aber diese Überzeugung verstecken, oder eben flüchten wie Rana Ahmad Hamd.

 

© Charlotte Sophie Meyn – Nach ihrer Flucht aus Saudi-Arabien mit neuem Namen: Rana Ahmad Hamd in einer Gaststätte in Köln

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Rana Ahmad Hamd ist nach Deutschland geflohen – nicht vor Krieg oder aus Armut, sondern weil sie nicht mehr an Gott glaubt. Darauf steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe.

Der Tag, an dem sich Rana Ahmad Hamds Leben für immer verändern wird, beginnt wie Hunderte von Tagen zuvor. Früh am Morgen fährt ihr Vater sie durch die Straßen der saudischen Hauptstadt Riad, zu ihrem Arbeitsplatz. Sie steigt aus, aber als sie das Auto aus den Augen verloren hat, tritt sie keinen neuen Tag im Sekretariat der Schule an. Stattdessen ruft sie sich über eine App auf ihrem Smartphone ein Taxi und lässt sich zum Flughafen fahren.

Ein paar Stunden später, gegen zwei Uhr nachmittags, tritt Hamd aus dem Gebäude des Flughafens Istanbul-Atatürk. Sie hat nichts dabei außer ihrem Laptop, ihren Papieren und zweihundert amerikanischen Dollar. Und dann macht sie etwas, wovon sie schon lange geträumt hat: Sie nimmt ihr Kopftuch ab, und ihre Abaya, den bodenlangen schwarzen Mantel, den Frauen in Saudi-Arabien tragen müssen.

„Zehn, fünfzehn Minuten stand ich einfach nur da und sah mich um. Ich sah zur Sonne, ich beobachtete die Autos, die vorbeifuhren, die Menschen um mich herum. Ich fragte mich, ob es ein Traum sei, ob mich jemand aufwecken würde, oder ob ich es wirklich geschafft hatte“, erzählt Hamd. Sie sitzt im Hof eines Restaurants, unweit des Flüchtlingsheims in Köln-Porz, wo sie inzwischen wohnt. Ihre Geschichte sprudelt aus ihr heraus in einem Englisch, aus dem man den arabischen Einschlag deutlich heraus hört, mit einem gerollten R und einem P, das eher wie ein B klingt.

Im syrischen Pass von Rana Ahmad Hamd, dreißig Jahre alt, Lippenpiercing, starke Schminke, lautes Lachen, steht ein anderer Name. Ein Name, den sie zusammen mit der Abaya abgelegt hat. Aus Sicherheitsgründen. Aber auch, weil es ein Name ist, der aus dem Koran stammt. Hamd glaubt nicht mehr an das, was darin steht. Und deshalb musste sie Saudi-Arabien verlassen. Eine Geschichte wie ihre ist dort nicht vorgesehen. Auf Abfall vom Glauben steht die Todesstrafe.

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Flüchtlinge - Rana Ahmad Hamd (pseudonym) erzählt von ihrer Flucht aus Syrien. Sie ist in Saudi-Arbabien geboren und aufgewachsen und jetzt zum Atheismus konvertiert.

Hamd mit Niqab – auf einem Foto, das sie vor ihrer Flucht selbst aufgenommen hat – © privat

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Die ersten 25 Jahre ihres Lebens weiß Hamd nicht, dass so etwas wie Atheismus überhaupt existiert. Jeder auf der Welt hat, so denkt sie, irgendeine Religion. Hamds Vater ist bereits zehn Jahre vor ihrer Geburt aus Syrien nach Saudi-Arabien gekommen, um dort als Bauleiter zu arbeiten. Nach ungefähr vier Jahren heiratet er während eines Aufenthalts in Syrien Hamds Mutter, und nimmt sie mit nach Riad. Hamd hat einen älteren und einen jüngeren Bruder und eine ältere Schwester. Sie seien eine ganz normale Familie gewesen, erzählt sie, der Liebling ihres Vaters sei sie gewesen. Als sie klein gewesen war, habe er ihr immer Kinderbücher mitgebracht.

Verlobungsfeier in Syrien

Hamd besucht eine normale staatliche Schule in Saudi-Arabien, eine Mädchenschule natürlich, Koedukation gibt es im Königreich nur an einigen internationalen Schulen. Mehr als ein Viertel aller Unterrichtsstunden ist der Religion gewidmet. Die Lehrer erzählen ihr, dass alle Nichtmuslime in die Hölle kämen. Dass es eine Pflicht sei, Christen und Juden zu hassen. Mit zehn Jahren muss sie eine Abaya tragen, mit dreizehn die Vollverschleierung. Bis sie volljährig ist, hat sie kein einziges Mal Kontakt mit einem Jungen oder Mann, mit dem sie nicht verwandt ist.

Mit 19 soll Hamd verheiratet werden, in Syrien findet sogar eine Verlobungsfeier statt, doch die Pläne zerschlagen sich,  weil der Bräutigam nicht nach Saudi-Arabien ziehen will und sie nicht nach Syrien.

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Evolutionstheorie als Erweckungserlebnis

Hamds Familie ist tiefreligiös. Hamd darf das Haus ohne Begleitung kaum verlassen. Da Frauen in Saudi-Arabien nicht Auto fahren dürfen, heuern viele von ihnen einen Chauffeur an, aber Hamds Familie besteht darauf, sie regelmäßig zur Arbeit und zurück zu fahren. Sie wollen nicht, dass sie alleine unterwegs ist.

An einem Tag im Jahr 2011 stöbert Hamd wieder einmal auf Twitter. Einer ihrer Kontakte, sieht sie, hat einen Tweet geteilt von jemandem, der sich „Arab Atheist“ nennt. Das Wort „Atheist“ hat Hamd noch nie gehört. Sie gibt es bei Google Translator ein. Als Definition steht dort: „Eine Person, die nicht an Gott oder Götter glaubt.“ Hamd ist schockiert. Aber sie will mehr erfahren.

Sie beginnt, Arab Atheist auf Twitter zu folgen, später mit ihm zu chatten. Er erklärt ihr seine Sicht der Welt, empfiehlt ihr Dokumentationen, zum Beispiel über die Evolutionstheorie, danach Bücher, arabische Übersetzungen von Richard Dawkins, Nietzsche, Voltaire, Darwin. Noch möchte sie sich bestätigen, dass sie das Richtige glaubt, dass die Wahrheit im Islam liegt. Aber je mehr sie liest, desto mehr  kommen ihr Zweifel.

Hamd erfährt von der Evolutionstheorie, vom Urknall, von Dingen, die nicht auf dem Lehrplan ihrer Schule standen. „Ich habe geweint, als ich herausgefunden habe, was ich alles nicht gelernt habe, was man mir vorenthalten hat“ sagt sie. Nach etwa einem Jahr stellt sie fest, dass sie nicht mehr glauben kann, weil sie zu viele Widersprüche im Koran sieht.

Das sei für sie wie ein Schock gewesen, sagt Hamd. Sie habe das Gefühl gehabt, zu viel Zeit ihres Lebens verschwendet zu haben, belogen worden zu sein. Sie fühlt sich allein und verlassen ohne das Gefühl, dass Gott ein Auge auf sie hat. „Der Islam ist nicht nur deine Religion. Es ist, als sei er auch deine Nationalität, als seist du Teil einer großen Familie“sagt sie. 

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Ihre Familie ahnt nichts

Ihre Familie ahnt von all dem nichts. Vor ihnen tut Hamd weiterhin so, als bete sie fünfmal am Tag, als habe sich nichts verändert. Nur im Internet kann sie schreiben, was sie wirklich denkt. Immer stärker vernetzt sie sich mit atheistischen Gruppen aus aller Welt, die zum Beispiel  Faith2Faithless, Ex-Muslims of North America, Atheist Republic heißen.

Aber sie erlaubt sich kleine Fluchten im Alltag. Sie entscheidet sich, an ihrem Arbeitsplatz den verhassten Gesichtsschleier abzulegen und sich zu schminken. Ihre Eltern akzeptieren das, aber als ihr älterer Bruder es herausfindet, wird er wütend. Er vermutet, dass sie sich heimlich mit Männern trifft. In einer Tasche in ihrem Zimmer versteckt er ein Abhörgerät. Als Hamd mit einem Freund telefoniert, dabei lacht und herumalbert, fühlt er sich in seinem Verdacht bestätigt, stürmt in ihr Zimmer und drischt auf sie ein, bis sie zu Boden geht. Er wolle sie umbringen, ruft er dabei. Hamds Vater hört ihre Hilfeschreie und geht dazwischen. Nach diesem Vorfall aber wird sie noch unglücklicher, will nicht mehr leben und schneidet sich kurz darauf die Pulsadern auf. Ihr Vater findet sie rechtzeitig und bringt sie ins Krankenhaus, wo ihr das Leben gerettet wird.

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Hamd bleibt nur die Flucht in die Türkei, in ein Land, für das sie kein Visum braucht. Eigentlich dürfen Frauen das Land ohne Erlaubnis ihres Vormunds nicht verlassen. Aber Hamd hat Glück. Da sie Ausländerin und berufstätig ist, ist ihr Arbeitgeber, nicht ihr Vater, verantwortlich. Ihr Vorgesetzter in der Förderschule glaubt ihr die Geschichte vom Familienurlaub, die sie erzählt, und unterschreibt das Formular, mit dem sie ein Ausreisevisum bekommt.

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Mit anderen Atheisten vernetzt

Nun zahlt es sich aus, dass Hamd online gut mit Atheisten aus aller Welt vernetzt ist: Armin Navabi, der Gründer der Online-Community „Atheist Republic“, stellt eine Crowdfundingseite für sie ins Netz. Damit sammelt der Exiliraner, der in Kanada lebt, Spenden, die Hamds weiteren Weg finanzieren sollen, und schickt ihr das Geld per Western Union. Insgesamt fünf Monate verbringt sie in Izmir, versucht mehrmals, ein Schengenvisum zu bekommen, doch vergebens. Schließlich entscheidet sie sich, illegal in die EU zu reisen. Der erste Versuch schlägt fehl, weil die Polizei auftaucht, bevor das Boot ablegen kann; Hamd muss fliehen. Ihre neunhundert Dollar bekommt Hamd aber nicht zurück. Das zweite Mal erscheint der Schlepper gar nicht erst. Das dritte Mal klappt es endlich. Als Hamd schließlich griechischen Boden betritt, bricht sie zusammen. Die herbeigerufene Ärzte hätten einen Schock diagnostiziert, erzählt sie.

Von Griechenland reist Hamd weiter über Mazedonien, Serbien, Ungarn, die Slowakei, Österreich, bleibt immer eine Zeitlang in Flüchtlingscamps entlang der Strecke, bis sie im November 2015 Deutschland erreicht. Auf dem Weg trifft sie das erste Mal in ihrem Leben einen israelischen Juden, also einen Angehörigen derjenigen Gruppe, von der sie in der Schule gelernt hat, sie seien für alles Böse auf der Welt verantwortlich. Der Arzt, der für die UN arbeitet, ist ihr sofort sympathisch. Zusammen machen sie ein Erinnerungsfoto. Eigentlich will Hamd nach Schweden, aber dafür reicht das Geld nicht mehr, und sie ist reisemüde geworden. Und sie hat gehört, dass Deutschland ein gutes Bildungssystem hat.

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Kampf gegen Stereotype

„Ich hasse Muslime nicht“, sagt Hamd. „Ich habe auch sehr gute muslimische Freunde, die mich so akzeptieren, wie ich bin.“ Sie möchte nicht, dass ihre Geschichte instrumentalisiert werde, um Hass auf Migranten zu schüren. „Was ich hasse, das ist, dass uns die Rechte im Namen der Religion genommen werden, vor allem den Frauen. Religion sollte uns Frieden bringen und nicht Regeln auferlegen.“ Und: Es scheint ihr, dass viele Deutsche Araber automatisch mit Muslimen gleichsetzen. Das frustriert sie. „Ich möchte das Stereotyp aufbrechen, dass arabische Frauen alle Muslimas sind und sich verschleiern. Es gibt arabische Atheistinnen.“

In einem Video auf YouTube schlägt Hamd allerdings deutlich markigere Töne an, prophezeit eine „gesellschaftliche Katastrophe“ in Deutschland, da die meisten Neuankömmlinge „geistig im Mittelalter leben“ würden und das Land „vernahöstlichen“ wollten, spricht davon,  dass das „Asylrecht im Dienste einer Völkerwanderung missbraucht wird.“

Als Hamd dieses Video dreht, ist sie kaum vier Monate in Deutschland. Dass sie mit ihren Aussagen Applaus von der falschen Seite bekommen könnte, von denen, die auf Frauen und Kinder schießen wollen, von denen, die lieber Flüchtlingsheime anzünden, als humanistische Religionskritik zu betreiben, von denen, die ein Weltbild pflegen, das sich von dem fundamentalistischer Muslime nur unwesentlich unterscheidet, das versteht sie erst allmählich. Als sie die gleiche Rede später noch einmal vor einem anderen Publikum hält, lässt sie einige Passagen weg und schwächt andere deutlich ab.

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Deutschland als gelobtes Land?

Sie sagt, sie sei erstaunt, dass Nichtreligiöse in Deutschland sich nicht in großem Stil organisieren. Dass die meisten von ihnen es schlicht und einfach nicht für nötig halten in einem Land, in dem Gleichgültigkeit gegenüber der Religion in vielen Milieus zur Norm geworden ist, das versteht sie erst ansatzweise.

Man hat den Eindruck, dass Deutschland für Hamd das gelobte Land ist, in das sie all ihre Wünsche und Träume hineinprojiziert hat. Langsam verflüchtigt sich die Illusion. Sie habe kaum glauben können, sagt Hamd, dass es auch hier in staatlichen Schulen Religionsunterricht gebe. Kinder, so meint sie, sollten von allem Religiösen verschont bleiben, so dass sie als Erwachsene selbst entscheiden können, ob und was sie glauben.

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Bald wird Hamd die Unterkunft verlassen. Die religionskritische Giordano-Bruno-Stiftung hat ihr geholfen, eine Wohnung zu finden. Jetzt wartet Hamd nur noch darauf, dass das  Sozialamt zustimmt. Und dass sie endlich einen Termin für ihre Anhörung bekommt; noch weiß sie nicht, ob ihr Asyl gewährt wird.

Ihre Tage verbringt sie vor allem damit, zu lesen. Immer wieder fährt sie in die Zentralbibliothek am Neumarkt. „Dort ist es ruhig, ich fühle mich zuhause und bin glücklich.“ Wenn das Wetter schön ist, setzt sie sich manchmal auch in einen nahegelegenen Park. Momentan arbeitet sie sich durch ein Buch über Algebra. Denn Hamd träumt von einem Studium, Physik vielleicht oder Nukleartechnik.

„Ich suche immer noch nach Antworten. Darauf, was nach unserem Tod passiert, darauf, wie das Universum entstanden ist und wie es enden wird. Ich will Antworten auf die Fragen, warum wir hier sind, warum die Luft, die Sonne, so sind wie sie sind. Aber ich weiß jetzt, dass diese Antworten nicht aus heiligen Büchern kommen, sondern aus der Wissenschaft.“

Von Charlotte Sophie Meyn

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Flucht vor der Religion

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Gruß Hubert

 

Die Burka-Frau, die sich vor Gericht nicht entschleiern wollte   Leave a comment

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Dümmer, sturer und starrköpfiger geht es nimmer, wenn sich eine muslimische Frau nicht einmal vor Gericht entschleiern wollte. Wie könnte man da überhaupt wissen ob die richtige Frau vor Gericht erscheint. Diese Frau beweist mit vollkommener Sicherheit, dass sie nicht nach Deutschland passt. Da könnte man noch so viel Verständnis haben – das geht einfach nicht. Ich kann nicht nachvollziehen, dass solche Leute überhaupt nach Deutschland oder allgemein nach Europa kommen. Dann bleib doch zu Hause, würde ich zu so einer sagen – oder gehe in ein islamisches Land.

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Amira B. ist die Frau, die sich vor Gericht geweigert hatte, ihren Schleier zu lüften. Jetzt erklärt sie, warum sie in Begleitung eines Dolmetschers kam – und was sie in Deutschland erleiden musste.

 

Ein Leben unter dem Schleier, im besten Falle übersehen, im schlimmsten angefeindet: Amira B., die Frau, die sich geweigert hat, ihr Gesicht im Gerichtssaal zu zeigen © Astrid Schmidhuber Ein Leben unter dem Schleier, im besten Falle übersehen, im schlimmsten angefeindet: Amira B., die Frau, die sich geweigert hat, ihr Gesicht im Gerichtssaal zu zeigen

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Sie erscheint genauso, wie sie vor Gericht erschienen war. Derselbe graue Mantel, die große braune Umhängetasche, die schwarzen Handschuhe und der braune Schleier, der ihr Gesicht und ihre Augen verhüllt. „Hallo“, sagt Amira B. und lüftet kurz das Gaze-Tuch, das ihre Augen verschleiert. Dann fällt es wieder und ihr Blick ist nur noch zu erahnen. Frauen dürfen sie zwar unverschleiert sehen, aber ihr Anwalt steht neben ihr, seine Anwesenheit ist ihr wichtig. Ohne ihn hätte sie dem Treffen in seiner Münchner Kanzlei nicht zugestimmt.

Ihre Kleidung trägt sie wie eine Rüstung. Nichts daran wird sie während des Gesprächs verändern, selbst die Handtasche nicht ablegen. Sie umklammert sie, als wolle sie sich daran festhalten.

Amira B., 43, ist die Frau, über die sich das Land vor Kurzem empörte, weil sie sich vor Gericht weigerte, ihr Gesicht zu zeigen. „Gericht will Burka-Frau entschleiern“ schrieben die Boulevardzeitungen. Die Muslimin hatte einen Mann verklagt, der sie wegen ihrer Verschleierung beleidigt hatte. Schon in der ersten Verhandlung hatte sie sich geweigert, ohne Gesichtsschleier gegen ihn auszusagen. Der Richter hatte dies akzeptiert. Nicht aber die Richterin im Berufungsprozess. Sie bestand auf einer Aussage ohne Schleier.

Sie fühlt sich ungerecht behandelt

Von Weinkrämpfen geschüttelt hatte Amira B. damals den Saal betreten, immer wieder musste ihr Anwalt sie beruhigen. Doch erst nachdem die Richterin ihr mit rechtlichen Konsequenzen drohte, nahm sie den Schleier ab.

An diesem Vormittag ist Amira B. gekommen, um ihre Sicht zu erläutern. Warum sie den Prozess angestrengt hat und was es heißt, mit Vollverschleierung in Deutschland zu leben. Es gehe ihr nicht gut, sagt sie gleich zu Beginn. Der Prozess habe Spuren hinterlassen. Dass die Richterin sie anfangs zwingen wollte, ihr Gesicht auch vor dem Mann zu entschleiern, den sie wegen grober Beleidigung angezeigt hatte, versteht sie bis heute nicht. Sie fühlt sich ungerecht behandelt. Respektlos sei das ihr und allen Muslimen gegenüber gewesen, sagt sie.

Das Münchner Gericht hatte sogar das Gutachten eines saudischen Islamgelehrten eingeholt, das besagte, muslimische Frauen dürften ihren Schleier vor Gericht durchaus ablegen. Auch auf den Vorschlag des Verteidigers war es eingegangen und hatte den Beklagten angewiesen, sich während der unverschleierten Aussage von Amira B. wegzudrehen, damit er ihr Gesicht nicht sehen konnte. Doch all diese Bemühungen lässt sie bis heute nicht gelten. Es sei doch nur noch um ihren Schleier gegangen und nicht mehr um die Beleidigung, die sie ertragen musste. „Und da soll ich mich freuen, dass sich der Mann weggedreht hat?“

 

Die Burka-Frau, die sich vor Gericht nicht entschleidern wollte

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Gruß Hubert

 

Polizei bestätigt Übergriffe in Münchner Bahn durch Asylbewerber   Leave a comment

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So geht das jedenfalls nicht mit Flüchtlingen. Es kann nicht sein, dass Einheimische von „Flüchtlingen“ angerüpelt werden und Frauen bedrängt und belästigt werden, nur weil muslimische Männer keine Achtung vor Frauen haben. Eine Obergrenze ist dringend geboten und man muss schon bei der Einreise sehr restriktiv vorgehen. Auch muss man sich überlegen ob man nicht auch Afghanistan als sicheres Herkunftsland deklariert. Solche, in diesem Fall auch noch abgelehnte Asylbewerber, schaden allen anderen Flüchtlingen, die einen Schutz wirklich nötig haben.

Polizei bestätigt Übergriffe in Münchner Bahn durch Asylbewerber

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Eine Gruppe abgelehnter Asylbewerber ist randalierend durch die U-Bahn in München gezogen, hat Frauen belästigt und ältere Fahrgäste attackiert. Ein Zeuge filmte das Geschehen und veröffentlichte das Video im Netz.

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Szenen aus dem Video, das einen Übergiff auf einen älteren Fahrgast in einer Münchner U-Bahn zeigt © Screenshots Facebook

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In den sozialen Netzwerken sorgt ein Video für Aufsehen, das einen Übergriff von Flüchtlingen auf einen älteren Herrn in der Münchner U-Bahn zeigt. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie eine Gruppe junger Männer einen Fahrgast angreift. Einer von ihnen springt auf den Sitz und nimmt das Opfer in den Schwitzkasten. „Es reicht“, rufen die andere Passagiere immer wieder dazwischen. Die jungen Männer gestikulieren herrisch und johlen etwas in einer fremden Sprache. „Ihr habt euch zu benehmen. Wie alle anderen hier“, sagt schließlich der Mann, der das Geschehen mit seinem Handy festhält. Am Bildrand taucht kurz das Gesicht einer jungen Frau auf, die sich zu der Rauferei umdreht. Dann bricht die Aufnahme ab.

Der Vorfall hat sich am vergangenen Samstag ereignet. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte der Filmer, Tom Roth, die Aufnahmen. In wütenden Worten beschrieb er das Geschehen, das sich vor den Geschehnissen abgespielt hat, welche die 31 Sekunden lange Sequenz zeigt. Seiner Darstellung zufolge hat der ältere Herr versucht, eine Frau zu verteidigen, die von den Flüchtlingen belästigt worden sein soll.

„Wieso antwortest du mir nicht auf Deutsch?“

„Ich stieg am Sendlinger Tor in die U-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Ich setzte mich in einen Viersitzer, gegenüber von einer jungen Dame. Im Vierer hinter ihr saßen zwei Asylanten. Der eine davon, ein junger Mann, vermutlich arabischer Herkunft, belästigte sie anscheinend. Ich merkte es sofort, als ich ihren Gesichtsausdruck sah. Er sagte ‚Wieso antwortest du mir nicht auf Deutsch?‘ und sie erwiderte ‚Because you asked me in English‘. Ich denke er hatte seine Hand an ihrem Rücken“, schrieb Roth.

„Als die Bahn los fuhr, schlug der Asylant mit voller Wucht gegen die Scheibe. Er war wohl wütend, dass sich die Frau nicht auf ihn eingelassen hatte. Mehrere ältere Herren riefen, dass er aufhören soll“, heißt es in dem Post weiter.

Polizei identifiziert die Täter

Da Straftaten, unter anderem Körperverletzungsdelikte, im Raum stehen, hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen, wie ein Sprecher dem stern bestätigte. „Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um drei abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan, die sich schon längere Zeit in Deutschland aufhalten“, so der Sprecher. Die Männer sind 19, 20 und 23 Jahre alt.

Den Erkenntnissen der Polizei zufolge sollen die Männer schon bevor es zu dem auf Video festgehaltenen Zwischenfall gekommen ist, in einem anderen Waggon Fahrgäste aggressiv belästigt haben. „Eine Person der Gruppierung saß einer älteren Dame und ihrem anwesenden Ehemann in einem U-Bahnwaggon gegenüber. Ohne ersichtlichen Grund spuckte der Mann aus der Gruppe plötzlich der Münchnerin vor die Füße. Als sich die Frau mit Gehstock und mit ihrem Mann einen anderen Sitzplatz suchen wollte, fasste die Person an ihr Gesäß und versuchte ihr noch ein Bein zu stellen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Die Frau habe am nächsten Tag Anzeige erstattet.

Polizei bestätigt Darstellung des Filmers aus München

Nach dem Vorfall seien die Asylbewerber in einen anderen Waggon umgestiegen, wo sie erneut eine Frau belästigten. Einer der Männer habe ihr ins Haar gegriffen. „Nachdem die junge Frau ihm zu verstehen gab, dass sie keinen Kontakt wünscht, schlug er gegen eine Seitenscheibe des U-Bahnwaggons“, heißt es weiter. Die Polizei bestätigt im Weiteren weitestgehend den Bericht des Filmers Roth. Mehrere Gäste hätten versucht, die jungen Männer zur Mäßigung zu ermahnen. „Darüber war eine weitere Person aus der Gruppe erbost, sprang über eine Sitzbank und ging auf einen Fahrgast los. Er griff nach dem Mann und versuchte ihn zu schlagen bzw. zu würgen“, so die Polizei. Nur aufgrund couragierten Eingreifens von Fahrgästen habe die angespannte Situation entschärft werden können.

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Abgelehnte Asylanten belästigen junge Frau und attackieren alte Herren in Münchener U-Bahn

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Tom Roth (auf Facebook)

Mir reicht es jetzt endgültig mit gewalttätigen Asylanten/Asylbewerbern! Vor meinen Augen wurde zuerst eine junge Frau in der U-Bahn belästigt, dann wurde randaliert. Alte Männer, die eingreifen wollten, wurden angegriffen!

Nach Wochen und Monaten voller schlechter Erfahrungen kann ich mich einfach nicht mehr beherrschen. Ich muss nun endlich mal öffentlich meine Meinung sagen.

Gerade eben ist es wieder eskaliert, mitten in München, mitten am Tag. Ich stieg am Sendlinger Tor

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Nachdem die mutmaßlichen Täter ausgestiegen seien, hätten sich die jungen Männer weiterhin „äußerst aggressiv“ verhalten. „Durch lautes Schreien und Pöbeleien wurden weitere Fahrgäste aufgeschreckt und alarmierten eine Streife der U-Bahnwache, die sich zeitgleich in einem anderen Waggon befand“, heißt es weiter in der Mitteilung der Polizei. Die U-Bahnwache konnte demnach die Personen in dem besagten Waggon antreffen. „Die Aufforderungen an die Personen, das Schreien und Pöbeln einzustellen und ihre Fahrkarten überprüfen zu lassen, wurden ignoriert“. Darauf sei die Gruppe aufgefordert worden, die U-Bahn zu verlassen. Dies hätte mit Zwang durchgesetzt werden müssen, da sie sich dagegen vehement wehrten. Zur Unterstützung der U-Bahnwache mussten offenbar drei Polizeistreifen hinzugezogen werden.

Urheber des Videos meldete sich eigeninitiativ bei der Polizei

Der Urheber des Videos hat inzwischen auf Facebook eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Unter anderem entgegnet er den Vorwürfen, er habe keinen Kontakt mit der Polizei aufgenommen: „Einer der anderen Zeugen sagte, er werde die Polizei ebenfalls anrufen. Er stieg mit den Tätern am Hauptbahnhof aus. Da ich weiter fuhr und im U-Bahn-Tunnel keinen Empfang hatte, rief ich nicht an. Hauptgrund war allerdings, dass ich nicht beschreiben konnte, wohin sie gingen, und weil ich mich darauf verlassen habe, dass der andere Zeuge die Polizei kontaktieren wird, der äußerte dies zu tun. Er stieg mit den Tätern aus und konnte somit genau deren Lage beschreiben“, schrieb er.

 

Weiter wirft er der Polizei vor, falsche Informationen verbreitet zu haben. Entgegen der polizeilichen Darstellung, er habe auf Anfragen nicht reagiert, habe er bereits am Sonntag versucht die Polizei über den Vorfall zu informieren. Die Polizei Neuhausen habe ihm aber bloß empfohlen, die Polizei am Hauptbahnhof München aufzusuchen. „Am Montagabend übergab ich das Videomaterial an den Beamten und schilderte die Tat ausführlich. Außerdem erklärte ich die gesamten Hintergründe. Deshalb kann ich nicht verstehen, weshalb diese Fehlinformation verbreitet wurde, dass ich die Polizei nicht kontaktiert habe. Ich habe die Polizei München kontaktiert, bevor ich kontaktiert wurde“, so Roth.

Die Polizei hat inzwischen diese Darstellung bestätigt. Der Zeuge habe sich eigeninitiativ bei der Münchner Polizei gemeldet.

 

Polizei bestätigt Übergriffe in Münchner Bahn durch Asylbewerber

 

Gruß Hubert