Archiv für Januar 2019

Warum Tierversuche?   1 comment

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Das bedarf keinen Kommentierung. Wer es verstehen will, der versteht es, wer es nicht verstehen kann, dem ist sowieso nicht zu helfen.

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Aus aerzte-gegen-tierversuche.de

Warum wir gegen Tierversuche sind

Katharina Feuerlein

Ärztin aus Wedel

Ich habe 22 Jahre als niedergelassene Ärztin auf dem Land und 13 Jahre als Dozentin gearbeitet. Jetzt befinde ich mich im Ruhestand.

Meine einzige Begegnung mit Tierversuchen fand im Studium während des Physiologie-Praktikums statt. Dabei mussten wir an Froschbeinen die Muskelkontraktionen bei verschiedenen Stromstärken messen.

Ich habe damals weder die Sinnhaftigkeit dieses Versuches noch Tierversuche allgemein in Frage gestellt, ich hielt sie für ein ethisch hoch fragwürdiges, aber notwendiges Übel in Medizin und Forschung ohne auch nur im Ansatz zu ahnen, welches Ausmaß diese Versuche haben und wie sinnlos sie sind.

Irgendwann kamen Zweifel auf. In meiner Praxistätigkeit habe ich den Aufstieg neuer Medikamente wie Lipobay oder Vioxx erlebt, die Pharmareferenten überschlugen sich mit Lobpreisungen. Mein Erstaunen war ebenso groß wie die Erklärungsnöte den Patienten gegenüber, als diese Medikamente wieder vom Markt genommen wurden. Die Nebenwirkungen dieser im Tierversuch als sicher eingestuften Medikamente waren schwer bis tödlich!
Was läuft da schief? Antworten auf diese Frage fand ich bei „Ärzte gegen Tierversuche“. Hier ein paar Beispiele:

  •   mehr als 3 Millionen Tiere sterben jedes Jahr bei Tierversuchen!

  •   95 % der im Tierversuch als wirksam und ungefährlich geltenden Medikamente fallen durch die klinischen Studien!

  •   20 – 50 % der zugelassenen Medikamente werden später wieder vom Markt genommen!

  •   58 000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Nebenwirkungen tierversuchserprobter Arzneimittel!

  •   Tierversuche sind niemals validiert!

  •   Tierversuche sind ein lukratives Geschäft (1,9 Milliarden € in Deutschland nur für Mäuse)!

  •   Tierversuche sind Geldverschwendung (2,7 Milliarden € aus Steuergeldern)!

  •   Tierversuche sind wegen mangelnder Übertragbarkeit gefährlich!

  •   Tierversuche sind schlechte Wissenschaft!

Gute Wissenschaft sollte auf 3 Prinzipien basieren: sie muss artspezifisch sein, sie darf niemandem Leid zufügen, sie muss auf Beweisen beruhen. Tierversuche scheitern in allen 3 Punkten. Es wird Zeit für einen Paradigmenwechsel!

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Warum Tierversuche?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 31. Januar 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor   Leave a comment

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Unglaublich welche Verbrechen gegen Tiere, abgeschirmt vor der Öffentlichkeit, stattfinden und in welcher unvorstellbarer Anzahl. Und dann möchte Julia Klöckner die Tierrechts-Aktivisten, die das aufdecken auch noch kriminalisieren. Wenn die das nicht aufdecken würden, wäre niemand da, der das tun würde. Die Behörden ganz sicher nicht. Die greifen ja erst ein, wenn sie sich dazu gezwungen sehen. Wo bleiben die Veterinärämter? Die sehen anscheinend keine Unregelmäßigkeiten… Friedrich Mülln von Soko Tierschutz zeigte den Schlachthof direkt beim Ministerium an.

Aus fleischwirtschaft.de

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kuh-29529-detailpEine schwer verletzte „downer“ Kuh leidet über Nacht im Schlachthof Blohm bei Stendal. Das Tier wurde nach Angaben der Soko Tierschutz vor der versteckten Kamera mit Elektroschocks gequält und mit einem Gabelstapler umher geschleift.

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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor. Der Landkreis Osnabrück schließt nach Video-Sichtung einen Schlachthof. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die beschriebenen Zustände sind grausam: Tiere, die per Seilwinde in den Tod gezogen, per Gabelstapler umher geschleift, verprügelt oder mit Elektroschockern traktiert werden. Der Verein Soko Tierschutz hat diesen Umgang mit Schlachtkühen mit versteckter Kamera dokumentiert. Ein Betrieb liegt im niedersächsischen Bad Iburg. Der Betrieb ist nach Auffassung der Tierschützer nicht die Ausnahme, sondern stehe beispielhaft „für ein Netzwerk, das sich auf ‚downer‘-Tiere aus der Milchindustrie spezialisiert“ habe. Beteiligt seien nationale Tiertransportfirmen, Tierärzte und Landwirte.

Der Begriff „downer“ steht für festliegende Kühe. Ursache kann ein Kalzium- oder Phosphormangel sein. Um Notschlachtungen zu vermeiden, habe sich ein System entwickelt, das die Tiere quer durch Deutschland transportiere und nur zu Insidern bekannten Schlachthöfen bringe. Von dort gelange das Fleisch an einen polnischen Fleischkonzern, eine bayerische Fleischfirma und an Metzgereien der Umgebung, so die detaillierten Angaben des Vereins. Zwei Schlachthöfe und zahlreiche Viehhändler seien „enttarnt“. Es sollen mehrere Terrabyte an Beweismaterial vorliegen.

Der Verein hat Anzeige erstattet und die zuständigen Behörden in Niedersachen haben schnell reagiert. Den Mitarbeitern des Landkreises Osnabrück wurden die Bilder aus dem Schlachthof vorgespielt. „Die Aufnahmen hatten eine sehr hohe Glaubwürdigkeit. Deswegen haben wir den Betrieb umgehend geschlossen“, sagt Burkhard Riepenhoff, Pressesprecher des Landkreises. Die Staataanwaltschaft Oldenburg hat den Schlachtbetrieb, der per Verfügung erst einmal bis zum 23. Oktober geschlossen bleibt inzwischen durchsucht.

Auch ein zweiter Betrieb in sachsen-anhaltinischen Schönhausen (Landkreis Stendal) wurde von den Überwachungsbehörden geschlossen. Über diesen Fall berichtete das ARD-Nachrichtenmagazin „Fakt“ (Anmerkung: hier ist ein Video zu sehen). Nach Informationen der „Soko Tierschutz“ wurden die Ämter erst tätig, nachdem der Verein direkt Anzeige beim zuständigen Ministerium in Magdeburg erstattet hatte.

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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor

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Gruß Hubert

Wie „Soko Tierschutz“ mit Videoaufnahmen auf Missstände aufmerksam macht   Leave a comment

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Friedrich Mülln von Soko Tierschutz ist für mich ein wahrer Held.

Rebloggt von Tierfreund wolodja

Furchtbare Zustände in Schlachthöfen, gequälte Tiere in Laboren: Friedrich Mülln von der „Soko Tierschutz“ aus Hannover engagiert sich für den Tierschutz – und dokumentiert mit Videoaufnahmen Missstände.

Er könnte auch ein später Student sein, wie er da in dem vegetarischen Restaurant in Hannover sitzt. Kapuzen-Sweatshirt, gestutzter Bart, hohe Stirn und ein paar widerspenstige rötliche Haarbüschel. Ein offenes Gesicht. Er hat das Menü gegessen, vegan, jetzt trinkt er Rhabarberschorle. So also sieht jemand aus, den die Agrarindustrie als Feind betrachtet. Als Kriminellen gar. Friedrich Mülln ist Tierrechtsaktivist. Er ist der Kopf eines bayerischen Vereins, der sich den Namen „Soko Tierschutz“ gegeben hat. Soko wie Sonderkommission – als seien die Tierschützer offizielle Ermittler. Das sind sie nicht. Und doch sorgen ihre Recherchen regelmäßig für Wirbel. Unlängst haben sie den Skandal um den Schlachthof in Bad Iburg (Kreis Osnabrück) aufgedeckt. …

Das war im Oktober. In früheren Jahren bereits hatten sich Friedrich Mülln und sein Team in Niedersachsen mit dem Geflügelkonzern Wiesenhof angelegt, hatten Videos von der Ausstallung von Puten in einer Mastfarm bei Garrel gefilmt. Nun also Bad Iburg. Der Schlachthof dort war Mülln aufgefallen, weil aus einem Milchviehbetrieb in Sachsen-Anhalt kranke und tote Tiere Richtung Iburg abtransportiert wurden. Mülln bekam Hilfe von jemandem aus dem Umfeld des Schlachthofs. Sein Team installierte verdeckte Kameras; die Aufnahmen zeigen, wie Rinder Elektroschocks bekommen, wie sie mit einer Art Seilwinde vom Hänger gezerrt werden. Die Geschichte schlug hohe Wellen. Heute ist der Betrieb geschlossen.

Wie man Tierrechtler wird

Wie wird man Tierrechtler? Friedrich Mülln, 39, war sechs, als seine Eltern mit ihm von Lörrach in Baden-Württemberg nach Laufen in Oberbayern umgezogen sind. Er sprach keinen Dialekt, er hatte rote Haare, „Pumuckel“ haben sie ihn in der Schule genannt und jahrelang gehänselt. Damals entwickelte er ein feines Gespür für das Thema Gerechtigkeit. Was seine Integration in der Schule aber nicht beförderte: Später, als die anderen am Wochenende nach München in die Disco fuhren, fuhr er in die Slowakei, um eine Fuchsfarm und ihre tierquälerischen Praktiken auszuspionieren.

Müllns Vater arbeitete für den internationalen Fleischgroßhandel. Der Sohn ist seit 26 Jahren Veganer. Er mochte die Natur, war viel mit dem Opa draußen, tauchte gern in den Ferien, hatte ein Meerwasseraquarium. Dann lernte er, dass Seetiere nicht hinter Glas gehörten. Vor einem Geschäft in Kroatien, das Muscheln an Touristen verscherbelte, verteilte er sein erstes, handgetipptes Flugblatt: „Bitte, kaufen Sie keine Tierpräparate!

Bald darauf sah er eine Fernsehreportage über Ferkelkastration. Massentierhaltung, Massentierbehandlung – er war erschüttert. Mülln wollte das mit eigenen Augen sehen, setzte sich aufs Fahrrad und fuhr nach Schönau, wo es eine Truthahnfarm gab. Er spähte hinein. In einer Ecke kranke Tiere, blutende Tiere. Neben dem Stall eine Tonne, in der es raschelte. Er öffnete den Deckel: tote Truthähne und lauter Maden. An dem Abend bat Friedrich Mülln seinen Vater um seine erste Videokamera. Und er bekam sie. Und später bezahlte ihm der Vater auch ein Nachtsichtgerät. „Er fand das cool, was ich gemacht habe“, sagt Mülln und gießt Rhabarberschorle nach. „Er wusste ja, was die Fleischindustrie für eine Branche ist.“ Die Mutter hatte eher Sorge: Vegan, war das nicht ungesund? Sie kochte für den Sohn seine frühere Leibspeise, Kalbsbries. Mülln hat es gegessen. Dann nicht mehr.

Auch ein Tierrechtler isst Fleisch

Manchmal muss er aber leider auch heute dennoch Fleisch essen. Zum Beispiel, wenn er undercover als angeblicher Pelzhändler in China unterwegs ist, wo sie die Marderhunde für die Kapuzenfelle der Westler mit dem Knüppel erschlagen. „Wenn ich da nur Gemüse essen würde, würden die misstrauisch werden.“

Mülln erzählt, er sei gar kein „Tierfreak“. Wenn er in einem Stall mit zusammengepferchtem Geflügel steht, dann kocht bei ihm nicht die Wut über, dann macht er professionell seine Arbeit: dokumentieren, was passiert. Es geht ihm um so etwas wie Rechtschaffenheit. Dass die Spezies Mensch Tieren so etwas nicht antun darf. Er will sich für Lebewesen engagieren, die sich nicht selbst verteidigen können. 2012 hat er dafür seine eigene Organisation gegründet, die „Soko Tierschutz“. 20 Leute, die systematisch Tierleid aufdecken wollen.

Mülln erzählt Beispiele: Brüllende Rinder, die vor ihrer Zerlegung betäubt worden waren, aber dann doch wieder wach wurden. Schweine, bei denen bei der Schlachtung etwas schiefging und die lebendig ins Brühbad geworfen wurden. Und

was ist mit Bioschlachthöfen? Sind die nicht besser? Mülln lacht fast, er hat da keine Illusionen mehr. Ein Schlachthof, erzählt er, wirke oft unwirklich. Als könne das Gehirn so eine Tötungsmaschinerie nicht recht verarbeiten.

Schwangere Affen und Babyaffen

Mülln berichtet von einem Labor in Münster, das mit schwangeren Affen und mit Babyaffen gearbeitet hat, Reprotoxikologie nennt sich das, Versuche zur Sicherheit von Produkten, die ungeborene Kinder schädigen könnten. Mülln hatte dort als Helfer angeheuert und heimlich gefilmt. Er berichtet nicht von den Dingen, die mit den Affen angestellt wurden. Er berichtet von einer Affenmutter, die mit aller Gewalt verhindern wollte, dass ihr das Junge weggenommen wurde, mit vier Mann haben sie es versucht, schließlich hat sie es selbst blutig gebissen, so verzweifelt war sie. Und natürlich hat sie am Ende verloren. Das Labor hat nach Müllns Veröffentlichungen lange gegen ihn prozessiert. Ohne Erfolg. Darauf ist Mülln stolz. Dass er nie verurteilt wurde.

Doch manchmal, wie nach einer Veröffentlichung über Tierversuche an Affen an einem Tübinger Max-Planck-Institut 2014, ist der „Soko“ auch schon reißerische Berichterstattung vorgeworfen worden. Die Mitarbeiter des Instituts wurden bedroht und beleidigt, am Ende machte es zu. Friedrich Mülln entschuldigt sich nicht dafür, aber er sagt mehrfach, dass es ihm im Prinzip darum geht, Leute nicht zu manipulieren, sondern zu überzeugen. Er will der Gesellschaft nicht, wie manche seiner Tierrechtler-Kollegen, in stalinistischer Manier den Verzicht auf die Nutzung von Tieren aufzwingen. Und er ist realistisch: „Eine vegane Welt wird es nicht geben.“

„Kein Verstoß, eine Notrettung“

Heimliche Videoaufnahmen, die findet er okay, aber regelrechte Rechtsbrüche und Gewalt lehnt Mülln strikt ab. Er hat nur einmal das Schloss eines Müllcontainers geknackt, in dem lebendige Küken piepten. „Das war kein Verstoß, das war eine Notrettung“, sagt er.

Und den Glauben an das Gute hat er noch nicht verloren. Das liegt auch daran, dass er immer wieder Hinweise auf Missstände direkt von Beschäftigten etwa aus Tierversuchslaboren oder Schlachthöfen bekommt. „Das sind alles Menschen. Sie können noch so abgestumpft sein durch ihre Arbeit, sie haben ein Herz. Irgendwann reicht es. Dann rufen sie uns an.“

Von RND/Bert Strebe

Quelle: ostseezeitung.de

 

Julia Klöckners Prinzip der Freiwilligkeit – extra 3 – NDR   3 comments

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Klöckner hält erstaunlicherweise viel vom Prinzip der Freiwilligkeit, wenn es darum geht, dass die Lebensmittelindustrie im Sinne der Gesundheit produziert. Sie betätigt sich als Ministerin hauptsächlich als Lobbyistin.

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Julia Klöckners Prinzip der Freiwilligkeit

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 28. Januar 2019 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Invalider Jäger kann nur noch mit dem Mund schießen   Leave a comment

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Die Hobby-Jagd ist für abnormale Menschen.
Soll ihm doch auch noch der Mund wegfaulen.

Aus Facebook

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Ich verstehe diesen Irrsinn der Menschen echt nicht ………
Gerät des Todes.
Schiessen kann er nur noch mit dem Mund und Kinn.
Der Hobby-Jäger weiss, was Schmerz ist und versucht dennoch, anderen den Atem zu rauben.
Die Hobby-Jagd ist für abnormale Menschen.

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Dieses kleine Kalb wurde in einem LKW geboren: Die Mutter war auf dem Weg zum Schlachthof. Man hat es dann einfach der Mutter weggenommen, die immer noch aus dem LKW weinte und am Strassenrand seinem Schicksal überlassen!
Das ist nur eine der unzähligen Geschichten hinter der tragischen Realität vom „billigem Fleisch“!??

 

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Quelle Facebook, Netzfrauen.org

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Gruß Hubert

Update zu Boomer – und was ‚Mensch‘ dem Mitgeschöpf antut…   Leave a comment

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Unsagbar was „Menschen“ Mitgeschöpfen antun. Die einen weil sie bösartig sind, die anderen weil sie dumm sind… und noch vielen anderen Gründen.

Rebloggt von Tierfreund Wolodja

Von RespekTiere e.V.

Das Jahr ist noch jung, aber schon wieder so reich an bezeugten Quälereien gegen die Tiere, auch abseits des sowieso immer präsenten ‚Massentierhaltungs-Wahnsinns‘! Wir alle haben am Beispiel ‚Boomer‘ wieder einmal gesehen, zu was unsere Gattung fähig ist; wenn jemand seinen ‚besten Freund‘ – und damit bezeichnen wir ja nunmal die Hunde – bei tiefsten Temperaturen, ungeachtet dessen ohnehin stark angeschlagener Gesundheit, von Räude gezeichnet und fast haarlos, an einer schweren Eisenkette einfach verhungern lässt, dann bekommt man eine Ahnung davon, welcher Dämon in unseren Seelen sitzt…

Schaut Euch nur die Fotos an, welche Alina von Animals First inzwischen von dem Armen geschickt hat: wie lange hätte ein solch strapazierter Körper wohl noch durchgehalten? Einen Monat, eine Woche, einen Tag?

 

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Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei Animals First und dem ‚Network for Animal Protection‘, kurz NetAP aus der Schweiz, dafür, dass sie Boomer aufgenommen haben und für uns auf ihn aufpassen, so lange, bis er ausreisen wird dürfen (vielleicht schon in rund 2,5 Wochen) – einfach großartig!!!

Unfassbares hat uns 2019 auch schon aus Mauretanien erreicht; dort nimmt der Handel mit Eselfleisch immer ärgere Ausmaße an. Die Leichenteile landen immer öfters am Markt, wo sie, falsch deklariert, den Menschen zum Verkauf angeboten werden. In Gang gesetzt hat diese Entwicklung nicht zuletzt das unstillbare Verlangen nach Eselfleisch aus China, welches, wie es den Anschein macht, dreiste Tiermörder überhaupt erst auf die Idee brachte, derart illegalen Aktivitäten nachzukommen. Vorher, so weit wir wissen, hat es dieses Problem nie gegeben, niemand wäre je auf die Idee gekommen, Esel deren Fleisches wegen zu töten.

Wir erhielten auch ein Video von einer Festnahme; darauf ersichtlich, mehrere Männer sind mitten in der Nacht auf frischer Tat ertappt worden. Sie sitzen mit gefesselten Händen am Boden, vor Angst zitternd, rundherum liegen tote Esel, gut ein Dutzend. Allesamt geschächtet, manche bereits gehäutet, andere noch am Ausbluten…

Aber nicht nur Esel sind die Leidtragenden; ein furchtbares Foto aus Marokko wurde uns ebenfalls gesendet, entstanden bei einer Beschlagnahmung durch die Polizei. Die Täuschung hat übergegriffen, auch Hunde werden immer öfters gefangen, gehäutet und falsch deklariert verkauft und gegessen.

Es tut in der Seele weh, solche Bilder sehen zu müssen, sie zu posten; aber andererseits muss es uns auch Pflicht sein, denn vielleicht folgen so manche unserem Beispiel und schöpfen gerade daraus die Kraft gegen diesen Wahnsinn anzukämpfen, schöpfen Kraft aus der Empörung!!!

Nie sollte man einen Bericht mit nur negativen Dingen abschließen; deshalb wissen wir auch heute eine gute Geschichte zum Abschluss, die zeigt, wie wichtig es ist, ständig die Augen offenzuhalten. Betreffen tut das Folgende einmal mehr das Waldviertel, eine Region in Niederösterreich, wo wir schon oft auf Tierquälereien aufmerksam geworden sind. Dort gibt es einen Naturpark, wo ebenfalls immer wieder Beanstandenswertes auftaucht. Eine aufmerksame Tierschützerin und RespekTiere-Aktivistin hatte uns deshalb mehrmals geschrieben; oft zeigten sich die Futterkrippen gähnend leer, die Hufe der Tiere waren nicht geschnitten, manchmal mussten sogar blutige Wunden fotografiert werden.

So haben wir die Bilder an die zuständige Behörde weitergesendet, und siehe da, zumindest für den Augenblick scheint sich die Situation zu entspannen! Also, wenn Ihr von einer Tierquälerei wisst, von einer schlechten Behandlung an unseren Mitgeschöpfen, denkt nicht: da kann ich eh nix ändern! Das Gegenteil ist der Fall, deshalb scheut Euch nicht die Behörde einzuschalten – oder den Tierschutz- bzw. Tierrechtsverein Eures Vertrauens!

Übrigens: Boomer auch in der österreichischen Presse!

So hat beispielsweise die Tageszeitung ‚Heute‘ über den Armen berichtet: https://www.heute.at/oesterreich/niederoesterreich/story/Tierschuetzer-retten-abgemagerten-Kettenhund-43333599

Und auch der Kronen-Zeitung war die Befreiung von Boomer einen Artikel wert – nachzulesen unter folgendem Link: https://www.krone.at/1844790

 

 

Sind Veganer friedlicher?   Leave a comment

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Rußlands Ex-Premier Wiktor Tschernomyrdin erschoss einen jungen Bären aus zwei Meter Entfernung mit einer Kugel in den Kopf. Bei solchen Politikern braucht es einen nicht zu wundern, wenn auch Menschenleben nicht viel wert sind.

Gleichgültigkeit und Grausamkeit gegenüber Tieren bleiben nicht ohne Folgen für den Umgang mit Menschen.

Aus tierrechte-kaplan.de

Helmut F. Kaplan

Der amerikanische Präsident Bush liebte es, Vögel vom Himmel zu schießen, seinem Nachfolger Clinton machte das, soviel ich weiß, auch großen Spaß und vom russischen Premierminister Tschernomyrdin war zu lesen (Der Spiegel, 22, 1999):

“Zu den Jägern, die sich mit Wagenkolonne und schwerbewaffneter Begleitung bei einer Winterhöhle vorfahren ließen, gehörte auch Rußlands Ex-Premier Wiktor Tschernomyrdin: Um die Bärenfamilie aufzuwecken, stachen Helfer mit Stangen in die Höhle, bis zunächst die Jungtiere, dann die Mutter ins Freie taumelten. Weidwerker Tschernomyrdin schoß einem der Jungen aus zwei Meter Entfernung eine Kugel in den Schädel.”

Wundert es eigentlich wirklich jemanden, wenn solchen Politikern auch Menschenleben nicht viel wert sind? Wären alle Politiker Veganer, wäre die Welt gewiß viel friedlicher. Oder, um es mit Leo Tolstoi zu sagen: Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.

Keine vorzeitige Freude über voreilige Schlüsse! Ich weiß schon: Ganz so einfach liegen die Dinge nicht.

Es gibt auch fleischessende Politiker, deren Wirken segensreich ist. Und Veganer, zumal “fanatische”, an den Hebeln der Macht wären keineswegs Garanten für eine friedliche Welt. Schließlich soll auch Hitler Vegetarier gewesen sein.

Fanatiker hin, Hitler her: Wären alle Politiker ethisch motivierte Veganer (also Veganer um der Tiere willen, nicht um der eigenen Gesundheit willen), wäre die Welt wirklich besser, als sie es heute ist, wo die allermeisten Politiker Fleischesser und sehr viele obendrein auch noch “passionierte” Jäger sind. Gleichgültigkeit und Grausamkeit gegenüber Tieren bleiben nicht ohne Folgen für den Umgang mit Menschen.

Beweisen läßt sich das freilich nicht. Jedenfalls nicht hier und jetzt. Aber es sprechen gute Gründe für diese Position. Gründe, die auch Fleischesser für richtig halten: Angenommen, jemand müßte sich entscheiden, sein Leben entweder einem  Jäger oder einem ethisch motivierten Veganer anzuvertrauen. Für wen würde er sich wohl entscheiden?

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Sind Veganer friedlicher?

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Gruß Hubert