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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten   1 comment

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Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.

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„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.

(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)

„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.

(unbekannt)

„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.

(Hermann Detering, Theologe)

„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.

(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

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Diese drei Zitate sind von Dr. Gunter Bleibohm

Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)

Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.
(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament – auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 18. März 2013 von hubwen in Kirchenkritik, Religionskritik

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Die Auferweckung Jesu von den Toten – Gerd Lüdemann   1 comment

Am Beispiel von Gerd Lüdemann sieht man wie die Kirche(n) mit „Dissidente“ und Theologen umgeht, die andere Meinunge vertreten als die offizielle und auch den Mut haben dazu zu stehen. Da wird dann von seiten der Kirche(n) mit allen schmutzigen Mitteln vorgegangen. Man versucht die Existenz eines „Abgesprungenen“ zu ruinieren. Aber die Kirche(n) haben ja großen Ehrgeiz zu beweisen, dass sie eine wahre Liebesreligion sind.

Leseprobe aus Gerd Lüdemann: Die Auferweckung Jesu von den Toten

Ursprung und Geschichte einer Selbsttäuschung,
Lüneburg: zu Klampen, 2002, S. 218-228 (aus Beigabe 4)
Die Auferstehung Jesu – in Auseinandersetzung mit zwei neueren dogmatischen Entwürfen (Dalferth und Ringleben)

Nicht die historische, sondern die systematische Theologie macht die Krisis offenbar, in der sich die protestantische Theologie befindet. (Gerhard Ebeling)
Einführung

Eigentlich verspüre ich keine Neigung mehr, mich zur Frage der Auferstehung Jesu zu äußern. Denn den meisten, die an dieser Frage Interesse haben, sind meine einschlägigen Thesen bekannt. Außerdem ist die Diskussionsatmosphäre unerfreulich, und dort, wo in neueren Beiträgen meine Thesen Gegenstand der Darlegungen sind, wird mir immer gleich bescheinigt, sachlich nichts Neues beizutragen.

Außerdem habe ich vor allem wegen meiner Auferstehungsthesen und der damit verbundenen Negierung der Wiederkunft Christi berufliche Nachteile in Kauf nehmen müssen: mir sind Forschungsmittel gekürzt, meine einzige Assistentenstelle ist entzogen und überhaupt sind mir jegliche Prüfungsrechte aberkannt worden. All das geschah, weil die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen beim Wissenschaftsministerium in Hannover vorstellig wurde, meine Entlassung aus dem Staatsdienst verlangte und, als dieser Wunsch abgelehnt wurde, schließlich erfolgreich meine Ausgliederung aus den theologischen Studiengängen durchsetzte. Meine Kollegen haben dieses Ansinnen mitgetragen und theologisch weiter begründet. In meinem Buch „Im Würgegriff der Kirche“ (1998) sind die entsprechenden Dokumente abgedruckt und kommentiert. Der vorläufige Ertrag des theologischen und juristischen Tauziehens ist die Einsicht, dass auch ein evangelischer Theologieprofessor für Neues Testament ein konfessionsgebundenes Staatsamt innehat. Die von ihm betriebene Theologie muss glaubensgebunden sein, d.h., wenn er in seinen Forschungen zu Ergebnissen kommt, die in den meisten Punkten dem Bekenntnis der Kirche widersprechen, hat er kein Recht mehr, im bekenntnisgebundenen Fach „Neues Testament“ tätig zu sein. Anders gesagt: Da die Auferstehung Jesu ein zentrales Bekenntnis der Kirche ist, war in meinem Fall die Aussage, Jesus ist nicht auferstanden, ein entscheidender Grund, die genannten Sanktionen gegen mich zu verhängen.

Angesichts dieses Hintergrundes fällt es mir immer schwerer, mich mit Argumenten von Kollegen auseinanderzusetzen, die zumindest indirekt an den juristischen Maßnahmen gegen mich beteiligt waren. Denn damit hatten sie von vornherein sichergestellt, dass ihre Auffassung obsiegte.

Die Auferweckung Jesu von den Toten
http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/ger/005012001.htm

Homepage von Gerd Lüdemann

http://www.gerdluedemann.de/

Im Würgegriff der Kirche

http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/ger/iwdk.htm

Hier noch ein Beitrag von mir bzw. von Gerd Lüdemann: Warum die Kirche lügen muss

Warum die Kirche lügen muss
http://hubwenzl.blog.de/2011/04/20/kirche-luegen-11034480/

Hier ein kleiner Auszug:

Jesus wurde nicht von einer Jungfrau geboren.

Jesus wollte nicht für die Sünden der Welt sterben.

Jesus war nicht sündlos, sondern hat auch nach eigenem Verständnis Sünde getan. Sonst hätte er sich nicht von Johannes dem Täufer zur Vergebung der Sünden taufen lassen.

Jesus hat das in Kürze anbrechende Reich Gottes erwartet, gekommen ist die, Kirche.

Die meisten Jesusworte sind Jesus erst nachträglich in den Mund gelegt worden, um Gegner in den eigenen Reihen und ungläubige Juden zu bekämpfen.

Der Antisemitismus hat Wurzeln im Neuen Testament.

Die Auferstehung Jesu beruht auf einer subjektiven Vision und nicht auf der Auferweckung bzw. der Verwandlung eines Leichnams zu einer neuen Körperlichkeit.

Paulus hat Jesus persönlich gar nicht gekannt.

All diese Thesen stehen in direktem Gegensatz zu der Schrift und den Bekenntnissen der Kirche. Da angehende Pfarrer und Pfarrerinnen mit ihnen während des Studiums vertraut gemacht werden, fällt es ihnen schwer, sich wider besseres Wissen auf Schrift und Bekenntnis ordinieren zu lassen. Aber was bleibt ihnen übrig, wenn sie Anstellung und Brot nach so langer Vorbereitungszeit erlangen wollen?

Spiegel-Online: Papst Benedikts Jesus Buch: „Eine peinliche Entgleisung“ – Gerd Lüdemann

Papst Benedikts Jesus Buch: „Eine peinliche Entgleisung“
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/papst-benedikts-jesus-buch-eine-peinliche-entgleisung-a-479636.html

Hier noch ein interessanter Artikel zum Thema Auferstehung von dern Neuen Zürcher Zeitung.

Zweifeln an der Auferstehung
Der Osterglaube wurde verkündet, bevor vom leeren Grab die Rede war

http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/zweifeln-an-der-auferstehung-1.16334490
Gruß Hubert

Veröffentlicht 12. November 2012 von hubwen in Kirchenkritik, Religionskritik

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