Schweine lernen von ihren Müttern   Leave a comment

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Was will man immer über Politik schreiben. Die Leute bleiben doch immer bei ihren Meinungen. Mehr als wählen kann man nicht. Dann muss man mittragen was bei bei Wahlen heraus kommt.

Also schreibe ich lieber über Tiere, die liebe ich auch mehr als Menschen. In diesem Fall über Schweine.

Ich habe heute ein Video gesehen, das unsagbar grausam war. Ich sage jetzt das Land nicht wo es passiert ist und immer wieder passiert, weil es anscheinend zur „Kultur“ dieses Landes gehört.
Unfassbar so eine Brutalität und unsagbar traurig. Die gehörten sofort an die Wand gestellt und abgeknallt!!! So eine scheiß-„Kultur“. Und von denen gibt es auch noch so viele…. Verdammte Scheiße! Dann auch noch das Gelächter. Die Hölle für Tiere ist hier auf Erden bei den menschlichen Bestien.
Meine Frage ist: Wo ist Gott? Ein Gott könnte da unmöglich zuschauen. Ich kann mich nur wundern, wenn da Leute eine Erklärung dafür finden.

„Es gibt keinen objektiven Grund für die Annahme, dass menschliche Interessen wichtiger seien als tierische.“
(Bertrand Russell) ( britischer Philosoph, Mathematiker und Logiker)

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Aus hpd.de

Neuseeländische Kunekune-Ferkel – quicklebendig und schweinchenschlau.

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Kunekune-Ferkel – Foto: © Universitat Wien
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Kunekune-Schwein mit Ferkel

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Smart Pigs vs Kids – Extraordinary Animals – Series 2 – Earth

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Auch Ferkel lernen von ihren Müttern und Tanten. Das bewies eine Versuchsreihe von Verhaltensbiologen des Veterinärmedizinischen Instituts der Universität Wien. Die Jungtiere schauten sich von den alten Schweinedamen ab, wie man an einer Schaltanlage einen Hebel löst, um eine Schiebetür an einer Futterkiste nach rechts oder links zu bewegen.

Erst hinschauen, zusehen und später selber machen und zwar auch nach einem zeitlichen Abstand, darum ging es. Nicht in einer Peer-Group die Schnauze auch dahin zu stecken, wo es ein anderes Tier es gerade tut, sondern über die Generationengrenze hinweg sich von den Älteren die möglichen Lösungswege anzueignen, um schneller zum Ziel zu kommen.

Die gescheckten kurzbeinigen und gedrungenen Kunekune-Schweine der Maori auf Neuseeland sind eine noch sehr urtümliche Rasse und wurden genau deshalb von Ariane Veit, Marianne Wondrak und Ludwig Huber für die Wiener Versuche ausgewählt. Man nahm an, dass ihr Sozialverhalten dank einer Jahrhunderte alten halbwilden Haltungsweise noch relativ intakt war.

Drei Versuchsgruppen mit jeweils sechs Tieren wurden gebildet. Allesamt wurden sie mit einer Schiebevorrichtung an einer Futterkiste konfrontiert, die an drei Stellen so manipulieren konnten, dass sie sich nach links oder rechts schob und den Zugang zum Futter freigab. Zwei Gruppen sahen der Mutter beziehungsweise der Tante zu, eine dritte Gruppe musste allein herausfinden, wie es geht, wozu letztere bedeutend länger brauchten.

Die Jungtiere ahmten gewöhnlich die Entscheidung für eine vorher beobachtete Bewegungsrichtung – rechts oder links – nach, so wie sie sie gesehen hatten, manchmal auch in Kombination mit der Auswahl der Ansatzstelle, welche die Älteren benutzten, aber nicht immer. Der Lernerfolg zeigte sich ad hoc, aber am besten waren die Ergebnisse am Tag danach. Die Erkenntnis musste sich offenbar erst einmal setzen.

Die Liste der erstaunlichen Fähigkeiten von Schweinen wird immer länger. Eine Forschergruppe unter Mitwirkung von Volker Sommer beobachtete 2016, dass Schweine wie die japanischen Makaken ihnen vorgelegte Apfelstücke säuberten. Die Vierbeiner im Baseler Zoo prüften und entschieden dabei offenbar immer genau, ob das nötig war oder nicht. Eine andere Versuchsreihe in England mit sechs Wochen alten Schweinen hatte schon 2014 ergeben, dass die rosigen Kleinen anhand eines Spiegels feststellen konnten, wo sich auf der anderen Seite einer eingezogenen Stellwand Futter verband, und diese Bretter dann gezielt umgingen. Eine begabte britische Schweinedame lernte von ihrer Halterin und Trainerin, Buchstaben nach Material und Gestalt zu unterscheiden und in gewünschter Reihenfolge hintereinander zu apportieren.

Schweine lernen von ihren Müttern

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 16. Oktober 2017 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Barbarisch: Wölfe getötet und an Ortstafel aufgehängt   Leave a comment

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In einem mittelitalienischen Berggebiet kam es zu einem barbarischen Überfall auf zwei Wölfe. Grausam hingen da Mitglieder der Krone der Schöpfung zwei Wölfe an der Ortstafel auf. Viele Bauern widersetzen sich dem Rat sich Hirtenhunde zuzulegen. In Südtirol zum Beispiel wurde noch kein Euro abgerufen, der vom Land Südtirol zur Verfügung gestellt wird. 70 Prozent der Unkosten würde das Land zahlen. Aber wenn man einen Betonschädel hat…

Hier diese üble Geschichte von suedtirolnews.it

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Facebook/Life Medwolf

Radicofani – In den mittelitalienischen Berggebieten kommt es immer häufiger zu Fällen von Wilderei von Wölfen. Da die immer häufigeren Angriffe der großen Räuber auf Schafherden bei den von der Weidewirtschaft lebenden Bauern für Einkommensverluste sorgen, scheinen diese ab und zu zur illegalen Selbsthilfe zu greifen.

Ein ganz besonders krasser und barbarischer Fall von Wilderei ereignete sich in der Umgebung von Radicofani, einem hauptsächlich von der Schafwirtschaft lebenden Dorf in der Provinz Siena in der Toskana. Am Freitagmorgen wurden in Dorfnähe zwei getötete Wölfe aufgefunden. Die zwei Tiere waren von einem oder mehreren Unbekannten zuerst getötet und dann mit Schnüren an der Ortstafel an der Ortseinfahrt von Radicofani aufgehängt worden. Die grausame Tat wurde von den Verantwortlichen von „Life Medwolf“ – ein Projekt, das zum Ziel hat, den Konflikt zwischen den Wölfen und den von der Weidewirtschaft lebenden Hirten und Bauern zu entschärfen – zur Anzeige gebracht. In einer Aussendung verurteilte „Life Medwolf“ die Tötung und Zurschaustellung der Wölfe als schwerwiegende und grausame Gewalttat, und wiederholte, dass der einzig gangbare Weg der der Zusammenarbeit zwischen Tierschützern und Bauern sei, um gemeinsam zu von allen Seiten geteilten Lösungen zu gelangen. Auch der Bürgermeister von Radicofani, Francesco Fabbrizzi, sprach von einem gravierenden und geschmacklosen Gewaltakt und fügte hinzu, dass solche barbarischen Vorfälle keinesfalls eine Antwort auf die zuletzt gehäuft auftretenden Attacken von Wölfen auf Schafe sein könnten.

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Facebook/Life Medwolf

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Nur einen Tag später kam es in der Nachbarregion der Toskana, in den Marken, zu einem ähnlich grausamen Vorfall. Auf einer Verkehrsinsel an der Ortseinfahrt von Pergola, einem Dorf in der Provinz Pesaro-Urbino, fand ein Autofahrer einen enthaupteten Wolf. Wie die Carabinieri feststellten, war das männliche Tier erst wenige Stunden vorher getötet und dann auf der Verkehrsinsel abgelegt worden. Die Carabinieri, welche von einem „besonders abscheulichen Fall von Wilderei“ sprachen, nahmen die Ermittlungen auf. Es wurde auch ein Speziallabor des italienischen Umweltministeriums damit beauftragt, herauszufinden, ob es sich beim getöteten Wolf wirklich um ein Exemplar der Spezies Canis lupus italicus handelt. Die geschützte Tierart, die sich in Berggebieten des Apennin in Mittelitalien stark vermehrt hat, sucht immer öfter stärker von Menschen bewohnte Gebiete auf, was für enorme Probleme sorgt.

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Facebook/Life Medwolf

 

Tierschützer und Weidewirtschaft versuchen derzeit gemeinsam, der Lage Herr zu werden. Um die Schafe zu schützen und die Wölfe wieder in unbewohnte Wald- und Berggebiete abzudrängen, werden mehrere Maßnahmen – unter anderem Herdenschutz durch Hirtenhunde und Zäune – diskutiert.

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Facebook/Life Medwolf

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Barbarisch: Wölfe getötet und an Ortstafel aufgehängt

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Gruß Hubert

 

 

Van der Bellen zeigt Balluch den Stinkefinger   Leave a comment

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Martin Balluch ist zu recht bitter enttäuscht vom österreichischen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen. Seit vielen Monaten hatte Balluch versucht einen Termin bei van der Bellen zu bekommen. Er wollte nicht mit Balluch über Tierschutz reden. Er ist somit ein richtiges A…. lo (geworden, oder war er es schon immer?).

Hier aus martinballuch.com

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DER „GRÜNE“ BUNDESPRÄSIDENT ALEXANDER VAN DER BELLEN ZEIGT DEM TIERSCHUTZ UND MIR DEN STINKEFINGER

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Man hat sich doch so viel erwarten dürfen! Der erste Grüne Bundespräsident der Welt, noch dazu einer, der mich im Gefängnis besucht hat, als ich als Chef einer kriminellen Organisation im Tierschutz in U-Haft saß. Ein Bundessprecher der Grünen, der mich aus Solidarität in dieser Zeit maximaler Verfolgung auf symbolischer Position zwar, aber immerhin, auf die Bundesliste der Grünen für die Nationalratswahl gesetzt hat. Wir haben uns geduzt, er hat mich in den Medien verteidigt. Bei welchen anderen KandidatInnen, als ihm, hätte man sich mehr für den Tierschutz erhoffen können?


Zugegeben, von ihm selbst ist in seiner Zeit als Bundessprecher der Grünen zu Tierschutz nicht viel gekommen. Aber diese wirklich sehr mutigen Schritte in der Tierschutzcausa sprachen eine andere Sprache. Doch jetzt ist die Katze aus dem Sack: Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat mir in eindeutigen Worten mitteilen lassen, dass er von mir nicht kontaktiert zu werden wünscht.

Seit vielen Monaten versuche ich, und versuchen andere vom VGT-Büro, einen Termin bei ihm zu bekommen. Unser Anliegen war einerseits, über Tierschutz zu sprechen. Vielleicht wäre es ihm in seiner Position möglich, Kontakte zu knüpfen und neue Gesprächsebenen zu eröffnen? Vielleicht hätten wir statt eine konfrontative Kampagne führen zu müssen, z.B. eine Plattform bekommen, um mit der Schweineindustrie über ein Vollspaltenbodenverbot in der Mastschweinehaltung zu verhandeln? Oder vielleicht hätte er uns ein Gespräch mit der Führungsetage von Kleider Bauer ermöglicht, um in Sachen Pelzverkauf endlich einen Schritt weiterkommen zu können! Ein Bundespräsident, als moralische Instanz der höchste Vertreter der österreichischen Republik, müsste doch in der Lage sein, viele Türen zu öffnen. Doch nein, über Tierschutz zu sprechen wünscht er nicht. Stattdessen veröffentlicht er anlässlich des Welttierschutztages ein Hundestreichel-Foto!

Ich hätte auch sehr gerne mit ihm über die Tierschutzcausa geredet. Er stimmt doch sicher zu, dass das gesamte Vorgehen des Staates, seines Staates muss man ja nun sagen, ein einziges Verbrechen war. Könnte nicht er als höchster Repräsentant dieses Staates dafür eine Entschuldigung an alle unschuldig Verfolgten aussprechen? Wäre das nicht ein bedeutsamer Schritt zur Rehabilitierung gewesen? Und der Schaden, der bei mir durch diesen unfairen Prozess aufgrund des illegalen Vorgehens der Polizei entstanden ist, immerhin € 600.000, hätte er da nicht beim Justizministerium auf eine Kulanzlösung drängen können? Warum soll ich gezwungen werden, das mit den aggressiven AnwältInnen der Republik auszufechten, die mir bisher auch noch zusätzliche € 57.000 Kosten verursacht haben, obwohl so ganz offensichtlich ist, dass ich da unfair behandelt werde, dass mir die Republik praktisch mit Gewalt so viel Geld geraubt hat? Wie komme ich dazu, nach einem Freispruch wegen erwiesener Unschuld, auf meinen horrenden Verteidigungskosten sitzen zu bleiben? Das kann der Bundespräsident doch nicht richtig finden, oder?

Wenn es nach jener Rechtsexpertin geht, die mich aus seinem Büro dazu zurückgerufen hat, dann schon. Das Urteil sei legitim, die Sachlage rein rechtlich klar. Ich hätte nicht auf Wiedergutmachung klagen sollen, mein Anwalt hätte mir abraten müssen. Alles also meine Schuld, und jetzt, bitteschön, möge ich den armen Bundespräsidenten endlich damit in Frieden lassen. Er habe doch so viel zu tun. Zu viel, offenbar, um sich um die Opfer der politisch motivierten Raubzüge seiner eigenen Republik, der er vorsteht, zu kümmern!

Ach ja, so die Dame am Telefon weiter, und über Tierschutz sprechen wolle er auch nicht. Das wurde mir dann noch einmal aus seiner unmittelbaren privaten Umgebung bestätigt. Weitere Anrufe oder Kontaktaufnahmen seitens des VGT oder von mir sind unerwünscht. Punkt und aus.

 

Erstaunlich, was sich so ändert, wenn man von einer in den Anfängen idealistisch motivierten Partei bis zum höchsten Futtertrog des Staates aufsteigt. Plötzlich verliert man seine Freunde aus den Augen, genauso seine Ideale und Verantwortlichkeiten. Jetzt geht es nur mehr um die Erfüllung einer fragwürdigen Form von Pflicht, nämlich den Erwartungen der Mächtigen zu entsprechen. Jetzt hört man nur noch auf die Wirtschaftsspitzen.

 

Eine sehr traurige Entwicklung, muss ich sagen. Eine große Enttäuschung.

Wenn jene, die in Machtpositionen gewählt werden, im Augenblick ihres Erfolges einen rückgratlosen Wandel ihrer Einstellung vollziehen, hat dann wählen überhaupt noch einen Sinn? Gilt wirklich so gnadenlos konsequent der alte Spruch, dass Macht korrumpiert? Oder bedeutet das tatsächlich, dass man sich auf niemanden in diesem politischen System verlassen kann, und wenn man im parlamentarischen Tierschutz etwas weiterbringen will, dann nur dadurch, dass man selbst in die Politik geht und eine eigene Partei gründet, die sich ausschließlich dem Tierschutz verpflichtet fühlt?

Ich werde trotzdem wählen gehen und empfehle das allen anderen auch. Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch wenn Politikverdrossenheit unter diesen Bedingungen mehr als nachvollziehbar ist.

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Van der Bellen zeigt Balluch den Stinkefinger

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Gruß Hubert

 

Und danke für gar nichts   Leave a comment

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Nein, nicht gedankt. Für was und an wen? Es ist wohl selbstverständlich wenn man in die Welt gesetzt wird, dass es dann auch Nahrungsmittel geben muss. Oder sollte man in eine unfruchtbare Erde in die Welt gesetzt werden und zum Verhungern verurteilt sein? Außerdem wird man ungefragt in die Welt gesetzt. Mich kotzt dieses unterwürfige Getue und ewige Gedanke an. Soll einem vorgehalten werden, dass man etwas zum Essen bekommt? Und wenn ich faul auf der Haut liege, bekomme ich GAR NICHTS. Also danke für gar nichts! Das Bild war an der Anschlagtafel der Pfarre von der Nachbargemeinde angebracht.
Und man bekommt ja nichts geschenkt, man muss sich alles erarbeiten und kaufen. Die „Gaben“ stehen ja schließlich nicht vor der Tür.
Noch was. Und was ist wenn es kurz vor der Ernte alles zusammen haut? Wem danke ich dann? Eine mehr als seltsame Logik und nur einem krankhaften Unterwürfigkeitsdenken zuzuschreiben.

Und deshalb sage ich: und danke für gar nichts.

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Gruß Hubert

 

Und verantwortlich ist niemand?   Leave a comment

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Vorausschicken möchte ich, dass ich nicht zu den Willkommensklatschern gehöre und weiß, dass man in Europa nicht „halb Afrika“ aufnehmen kann. Zu unterstreichen gilt es aber, dass es in Südtirol nur 1400 Flüchtlinge gibt und man damit sicher nicht überfordert ist. Was würden da andere Länder sagen…
Was aber vor wenigen Tagen in Südtirol passierte, ist unwürdig eines wohlhabenden Landes wie Südtirol. Was war dem vorausgegangen? Ein 13-jähriger Junge im Rollstuhl, hier in Südtirol gelandet mit seinen kurdischen Eltern, wird ins Krankenhaus eingeliefert und dort wieder verschickt, da man ja sparen muss, obwohl der behandelnde Arzt sagte, dass der Junge unbedingt eine warme Unterkunft bräuchte. Die Familie samt Jungen übernachtete aber im Freien und der Bub starb. Jetzt will natürlich niemand dafür verantwortlich sein, am wenigsten wohl die Sozial-Landesrätin Martha Stocker. Egal wie die rechtlichen Fakten liegen, darf es nie dazu kommen, dass man eiskalt einen behandlungsbedürftigen Jungen aus dem Krankenhaus vor die Tür setzt und ihm seinen Schicksal ohne Unterbringung überlässt. Möglich machte das ein Rundschreiben, dass der leitende Beamte, sicher auf Verlangen von Marhta Stocker, so verfasste. Es nimmt weder auf Gesetze noch Menschenrechte Rücksicht und unterscheidet sich wesentlich zur italienischen Gesetzgebung. Hauptsache Abschreckung. Eine Autopsie soll nun die genaue Todesursache klären. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Auszug:
„Der entscheidende Punkt ist, dass in Ländern wie Schweden oder Deutschland niemand – vor allem nicht ein Kind mit einer akuten Behinderung – auf der Straße landet. Ob asylberechtigt oder nicht: Bis zum Zeitpunkt der Abschiebung bleiben die fundamentalen Menschenrechte jeder Person dort bewahrt. Warum also in Italien, besonders in Südtirol, nicht? Das ist die zentrale Frage. Und damit verbunden auch die Frage, wer dafür verantwortlich ist.“

Aus barfuss.it

Nach Adans Tod blickt die Welt irritiert nach Südtirol: eine Wohlstandsprovinz, die Kinder der Straße ausliefert.

Lizenz: CC0 – Bild: photo-graphe
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Es gibt bestimmte Debatten, die nie enden. Selbst dann, wenn ein großer Teil der Bevölkerung – auch jener, der politisch interessiert ist – sie eigentlich schon lange satt hat. Wie sich gezeigt hat, konnte nicht einmal der Tod eines Kindes dazu beitragen, ein paar Augenblicke des Schweigens oder wenigstens etwas Anstand ins Kreuzfeuer der Meinungen zu bringen. Im Gegenteil. Nach dem Tod des 13-jährigen Kurdenjungen Adan, dessen Familie nach der Ablehnung ihres Asylantrags in Schweden nach Südtirol gekommen war, flammten viele müßige und völlig überflüssige Diskussionen wieder auf. Flüchtlinge aufnehmen, ja oder nein? Sind wir Südtiroler kaltherzige, nur aufs Geld bedachte Unmenschen? Und was ist mit den selbstgefälligen Heuchlern, die „Refugees welcome!“ rufen, während ihre eigene Schlafcouch im Wohnzimmer immer noch unberührt ist?

Alle diese Fragen haben nichts mit dem zu tun, was eigentlich geschehen ist. Ob man für oder gegen Einwanderung ist, ob Südtirol mehr Menschen aufnehmen soll oder nicht, ist zumindest in diesem Fall völlig irrelevant. Das wurde oft genug diskutiert und fast jeder hat dazu eine Meinung. Ich auch. Aber die Tragödie, die sich abgespielt hat, liegt weit entfernt von der Frage, ob Adans Familie nun asylberechtigt ist oder nicht. Ohne weiteres kann man Schwedens Entscheidung, die Familie abzuschieben, auch unterstützen. Der entscheidende Punkt ist, dass in Ländern wie Schweden oder Deutschland niemand – vor allem nicht ein Kind mit einer akuten Behinderung – auf der Straße landet. Ob asylberechtigt oder nicht: Bis zum Zeitpunkt der Abschiebung bleiben die fundamentalen Menschenrechte jeder Person dort bewahrt. Warum also in Italien, besonders in Südtirol, nicht? Das ist die zentrale Frage. Und damit verbunden auch die Frage, wer dafür verantwortlich ist.

Das Rundschreiben

Der Grund, warum es hier anders läuft, ist genauso banal wie ernüchternd. Abschiebungen kosten. Jemanden auf die Straße zu setzen und zu hoffen, dass ihn die menschenverachtende Behandlung irgendwann in ein anderes Land oder wenigstens in eine andere Stadt treibt, kommt eben billiger. Anschließend sorgen sich die politischen Amtsträger um den „decoro“, um die Ansehnlichkeit der Stadt, die sie zuvor eigenhändig mit Obdachlosen vollgepackt haben. Wenn diese Menschen dann in der Kälte der Oktobernächte nach einem geschützten Unterschlupf suchen und ihre Sachen herumliegen lassen, ist das selbstverständlich nicht die beste Werbung für unsere Törggelen-Touristen. Also macht man es den Obdachlosen mit dem Vorwand des „decoro“ noch eine Stufe schwerer. In der Stadt Bozen werden zum Beispiel regelmäßig die Biwaks der obdachlosen Menschen geräumt, ihre Decken und Kleider entsorgt.

Die gleiche Behandlung wäre nun auch für Adan und seine Familie vorgesehen gewesen. Möglich macht es ein Rundschreiben des Amtsdirektors für Soziales Luca Critelli. Es ist ein sehr asoziales Rundschreiben, das keinerlei rechtliche Grundlage hat und gegen eine ganze Reihe von Gesetzen und menschlichen Grundrechten verstößt. Es sieht unter anderem vor, dass diejenigen Asylbewerber, deren Antrag in einem anderen EU-Staat abgelehnt wurde, in Südtirol keinen Anspruch auf Unterkunft und sozialen Beistand haben. Ob sie minderjährig, krank oder schutzbedürftig sind, spielt keine Rolle.

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Landesrätin Stocker mit Amtsdirektor Critelli – Bild: LPA/Daniel Rabanser

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Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat niemand das Rundschreiben revidiert oder zurückgenommen. Niemand ist zurückgetreten. Der Fall Adan zieht immer weitere Kreise der Empörung. Die britische Tageszeitung The Guardian hat über die Südtiroler Schande berichtet und fragt sich, wie in der wohlhabenden Provinz so etwas geschehen kann. Auch die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisierte die Zustände in Bozen scharf. Und das Hohe Kommissariat für Flüchtlinge der UN hat sich direkt an die Landesregierung gewandt und fordert, dass das illegale Rundschreiben unverzüglich entsorgt wird.

Passiert ist trotz des internationalen Drucks nichts. Die zuständige Landesrätin Martha Stocker reagierte lieber so, wie jeder reagieren würde, der von Verantwortung nichts wissen will: Sie führte alles auf ein Missverständnis zurück. Auf „Kommunikationsprobleme“ zwischen den verschiedenen zuständigen Sozialdiensten und den Freiwilligen Helfern. Dass sogar das Bozner Krankenhaus die Sozialdienste und das Land über Adans kritischen Gesundheitszustand informiert und um eine angemessene Unterbringung gebeten hatte, verschweigt Stocker.

Die zynische Strategie der Landes- und Stadtpolitik ist übrigens aufgegangen. Die kurdische Familie, die ihren Sohn verloren hat, wurde inzwischen in Trient aufgenommen. Auf Südtirols und Bozens Kassen lastet also wieder eine Handvoll Asylbewerber weniger. Der Preis dafür war ein junges Menschenleben.

Menschen von der Straße zu holen ist nicht eine Aufgabe von Privatpersonen, sondern der öffentlichen Institutionen.

Doch die Unfähigkeit zur Selbstkritik beschränkt sich keineswegs auf Landesrätin Stocker. Viele schweigen, so manche verteidigen sogar den aktuellen Umgang mit Flüchtlingen. In den Kommentarspalten der Nachrichtenportale und in den sozialen Medien war viel Geschmackloses zu lesen. Es gab Leute, die den Zynismus aufbrachten, die Schuld für Adans Tod seinem eigenen Vater in die Schuhe zu schieben. Unverantwortlich sei er, weil er nach der Ablehnung in Schweden noch die Unverschämtheit hatte, in einem anderen EU-Land um Asyl anzufragen (anstatt nach Nordirak zurückzukehren, wo der Islamische Staat Adans Familie vertrieben und eine Autobombe Adans fünfjährige Schwester in den Tod gerissen hatte).

Wird Südtirols Umgang mit Migranten kritisiert, fühlen sich andere wiederum gleich persönlich angegriffen. Die Überempfindlichen reagieren mit der üblichen Anklage: Und wann hast du jemanden aufgenommen? Ich bin es inzwischen zwar leid geworden, jedes Mal mein Engagement breitzutreten, doch den Vorwurf der Heuchelei hört man eben nicht gern. Wer diese Vorwürfe vorbringt und in seinem Denken nicht völlig beschränkt ist, der weiß allerdings genau, dass es nicht Aufgabe von Privatpersonen ist, Menschen von der Straße zu holen, sondern Aufgabe der öffentlichen Institutionen. Genauso wie man nicht selbst Löcher im Asphalt stopft, um überhaupt fordern zu dürfen, dass der Staat die Straßen sanieren soll.

Hier in Südtirol sind die Straßen meist einwandfrei. Es gibt Institutionen und Organisationen für alles Mögliche. Sogar der HGV hat seine eigene Jugendorganisation, wie ich erst kürzlich mit Staunen festgestellt habe. Aber dass Minderjährige, die nicht das Glück hatten, hier geboren zu sein, nicht unter der Brücke schlafen müssen, das kriegt das Land nicht auf die Reihe. Das will man nicht auf die Reihe kriegen.

Die Frage nach der Verantwortung, die oben gestellt wurde, ist inzwischen wohl beantwortet.

Liebe Frau Stocker, Herr Landeshauptmann Kompatscher, Herr Bürgermeister Caramaschi und Co., ihr habt in diesen Tagen noch die Möglichkeit zu zeigen, ob das alles so gewollt ist oder ob eure Worte des Beileids für Adans Familie aufrichtig waren. Ihr habt es in der Hand, wenigstens jetzt etwas zu ändern und zu verhindern, dass es weitere Adans geben muss.

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Und verantwortlich ist niemand?

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Gruß Hubert

 

Freispruch nach Einbruch in Mastanlage   Leave a comment

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Ein sehr erfreuliches Urteil zu einem Hausfriedensbruch, den der Richter aber gut motiviert sah. Die Haltungsbedingungen in einer Mastanlage in Magdeburg waren völlig inakzeptabel. Kaum zu glauben welch gieriges …… der Mensch ist.

Hier aus mdr.de

Das Landgericht Magdeburg hat am Mittwoch drei Tierschützer freigesprochen. Die beiden Männer und eine Frau waren in eine Schweinezuchtanlage in Sandbeiendorf in der Börde eingedrungen. Dort hatten sie die Haltungsbedingungen der Tiere gefilmt. Die Motivation der Angeklagten sei die richtige gewesen, urteilte der Vorsitzende Richter.

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Tierschützer sind in eine Schweinezuchtanlage eingedrungen, um Missstände aufzudecken. (Symbolbild)Bildrechte: Colourbox.de

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Freispruch für drei Tierschutz-Aktivisten: Das Landgericht Magdeburg hat es als gerechtfertigt angesehen, dass zwei Männer und eine Frau in eine Schweinezuchtanlage in Sandbeiendorf in der Börde eingedrungen sind. Die Tierschützer von der Organisation „Animal Rights Watch“ hatten vor etwa vier Jahren die Haltungsbedingungen in dem Stall der „van Gennip Tierzuchtanlagen GmbH & Co. KG“ gefilmt. So wollten sie Missstände dokumentieren. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen Hausfriedensbruch vor.

Der Vorsitzende Richter, Ulf Majstrak, sagte am Mittwoch, dass solche Taten gerechtfertigt seien, wenn staatliche Kontrollen versagten. Die Angeklagten hätten zwar Hausfriedensbruch begangen, ihre Motivation sei aber die richtige gewesen. Ein Landgerichtssprecher kommentierte: „Der Richter hat klargestellt, dass keinerlei Schäden angerichtet wurden und die Aktivisten das mildeste Mittel der Nothilfe gewählt haben; nämlich die Zustände zu dokumentieren.“

Erleichterung bei den Aktivisten

Der Richterspruch löste bei den Tierschützern Erleichterung aus. Sie nannten die Entscheidung des Richters ein „sehr mutiges Urteil“. Der freigesprochene Tierschutz-Aktivist Jürgen Foß von der Organisation „Animal Rights Watch“ sagte MDR SACHSEN-ANHALT: „Ich bin total bewegt und überglücklich. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Es tut sehr gut, dass der Richter uns in dem, was wir tun, bestärkt hat. Ich bin gespannt, ob die Staatsanwaltschaft in die nächste Instanz geht.“ Etwa 30 weitere Aktivisten hatten den Prozess im Gerichtssaal verfolgt.

Die ebenfalls freigesprochene Tierschützerin Sandra Franz erklärte, bei dem Verfahren sei es auch darum gegangen, die rechtliche Lage grundsätzlich zu klären.

Für uns ist es ganz klar, dass der Hausfriedensbruch ein rechtfertigender Notstand ist und das einzige Mittel, um den Tieren zu helfen.

Tierschützerin Sandra Franz

Die Veröffentlichung von Filmmaterial sei eines der wirkungsvollsten Mittel, um eine Tierhaltung wie in Sandbeiendorf in der Gesellschaft zum Diskussionsthema zu machen.

Stärkere Kontrolle der Anlage

Der Landkreis Börde erklärte auf Anfrage des MDR, dass das Veterinäramt die Einhaltung der Tierschutzverordnung in Sandbeiendorf besser kontrolliert, seit die Zustände dort bekannt geworden seien. Unangemeldete Kontrollen seien aber nicht geplant.

Freispruch schon in erster Instanz

Das Amtsgericht Haldensleben hatte die Tierschützer bereits in einem ersten Verfahren freigesprochen. Die Begründung lautete ebenfalls, dass ihr Handeln gerechtfertigt gewesen sei. Die Tierschützer hätten die Haltung der rund 63.000 Tiere filmen dürfen, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Deshalb hat das Landgericht Magdeburg den Fall noch einmal verhandelt.

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Freispruch nach Einbruch in Mastanlage

 

Ich bin sprachlos über einige Kommentare dazu und über das Rechtsverständnis, viel mehr noch das Gerechtigkeitsempfinden von solchen unsympathischen Vollidioten.

Ein Beispiel:

Carsten Klatt

„Sachbeschädigung, Einbruch, Nötigung und Verleumdung sind nach BGB schwere Straftaten. Was hier unter dem Deckmantel des Gutmenschetums abläuft grenzt schon fast an Rechtsbeugung. Die Leute gehören empfindlich bestraft. Man kann nur hoffen, das die Staatsanwaltschaft gegen dieses Skandalurteil Widerspruch einlegt. Wo kommen wir hin, wenn solche Typen machen können was sie wollen. Frage mich immer warum sowas noch in Deutschland lebt, wo doch alles hier so schlecht ist?“

„Solche Typen können machen was sie wollen“. Was können machen was sie wollen? Was sie wollen machen wohl Tierhalter, wo Behörden oft massiven Vorwürfen und Sachverhalten, also massiven Tierquälereien, nicht nachgehen und untätig bleiben. Das wären für mich zum Beispiel Unterlassene Amtshandlungen. Diese Tierschützer handeln NUR im Interesse der Tiere in NOTWEHR.

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Ein anderer Grenzdebiler bemüht frisch die  Privatsphäre der Schweine und dass sie ungefragt gefilmt wurden. Lächerlicher geht es nimmer.

Ich weiß nicht wie viele solcher Leute es gibt, aber wenn es doch viele wären, dann wundern mich die Zustände in Deuschland nicht mehr.

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Aber doch, es gibt doch auch noch vernünftige Leute:

K. Weber

Hallo, ich wundere mich über den geistigen Zustand einiger Fleischesser. Vielleicht ist es euch entgangen, dass Tiere Gefühle haben und genauso leiden Wie Menschen. Stellt euch einfach vor, ihr würdet so behandelt. Mit welchem Recht geht der Mensch so mit Tieren um? Erst denken, dann handeln oder sich schriftlich hier als geist- und seelenlos blamieren.

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Sr.Raul

Falsch verstanden, @46 (ExBauer), Tiere stehen letztlich auch als lebendes höheres Schutzgut vor allen anderen Bedenken. Nichts Anderes ist das Fazit des Urteils, Welches nicht den Hausfriedensbruch legitimiert, sondern eben eine Abwägung der Sachverhalte zu Gunsten des höheren Schutzguts und der Angemessenheit der Mittel zur Aufdeckung dieser, im wahrsten Wortsinn, Schweinerei getroffen hat. Ups, warum gebe ich hier eigentlich AW, wo es doch „Sr.Paul“ gar nicht gibt. Egal und ab die Post.

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Gruß Hubert

 

Wildschweingatter im Kanton Zürich geplant   Leave a comment

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Unglaublich wie brutal es bei der Gatterjagd mit Wildschweinen zugeht. Im Video des Beitrages ist zu sehen wie eine Rotte Hunde das Wildschwein einkreisen, hineinbeißen und dann kommt ein Mann (wohl ein Jäger) liegt sich auf das Wildschwein drauf und sticht mit einem Messer mehrmals in das Wildschwein hinein. Entsetzlich wie man im Video hört, wie das arme Wildschwein einen Schrei ausstößt. Was sind denn das für Ungeheuer, die sowas tun können? Zu den Menschen  rechne ich solche Monster nicht, wenn dann zu den menschlichen Bestien. Ganz allgemein muss ich auch sagen, dass ich von er großen Mehrheit der Menschen enttäuscht bin, die egoistisch und rücksichtslos sind und denen das oft höchst grausame Schicksal von Millionen Tieren am A….. vorbeigeht. Solche Menschen dürften auch von mir, wenn sie in eine Notsituation kommen würden, keinerlei Hilfe erwarten und ihr Schicksal wäre mir total egal. Der Mensch ist nicht das Allerwichtigste auf der Welt! (das mögen von mir aus noch so viele Religionen behaupten, es ist für mich irrelevant – blödes Gequatsche bzw. Behauptung von nur der Mensch hätte eine Seele…und wissen tun sie nicht mehr als jeder x-beliebige Mensch).

Auch noch eine Bemerkung: wenn die Tiere diese Grausamkeiten selbst erleiden müssen, ist es auch zumutbar, dass sich ein Mensch anschaut, was menschliche Ungeheuer und Psychopathen einem Tier antun (bzw. auch Millionen von Tieren antun). Wie soll man es sonst wissen? Alles andere ist ein sich flüchten in eine heile Welt… – mach meine heile Welt nicht kaputt. Der Verdacht besteht, dass die meisten dieser Menschen zur Gruppe gehört: das geht mir am A…. vorbei und alles andere nur eine Ausrede ist.

 

Hier ein Auszug aus wildbeimwild.com

Wildschweingatter im Wald in Elgg Heurüti

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Das Wildschwein-Guantanamo

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Das Projekt sieht ein rund 6,4 Hektare grosses Gehege mit Wildschweinen im Wald vor, das in vier Bereiche unterteilt ist. Zuständig für die Tiere sind speziell ausgebildete Gattermeister. «Sie müssen die Wildschweine sehr gut kennen, die Tiere sollten ihnen praktisch aus der Hand fressen», sagt Philipp. Nur so könne man gewährleisten, dass sie sich im Krankheitsfall einfangen liessen und es nicht zu Fluchtreaktionen komme. Der Kontakt zum Mensch werde täglich über Fütterung, Zaunkontrolle und Training stattfinden.

Tierquälerei im Wildschweingatter

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Tierschutz versus Hobby-Jäger

Aus Tierschutzgründen ist die Arbeit im Schwarzwildgatter und Schliefenanlagen klar abzulehnen. Es handelt sich um eine Ausbildungsmethode an lebenden handzahmen Tieren, die der Wildbahn oder Zoos entnommen, ihr Leben in einem Gatter fristen und nach Gebrauch oder Untauglichkeit getötet werden.

Tiere in derartigen Anlagen erleben bei jedem Training auf’s neue Todesangst und Stress. Was man unter „artgerechter Betreuung und Tierschutz“ in diesem Zusammenhang versteht, mag man sich gar nicht erst vorstellen.  Nebst dem Risiko, durch ein sich stellendes Schwein verletzt zu werden, besteht bei Wildschweinjagden und Trainings im Schwarzwildgatter auch eine nicht unbeträchtliche Gefahr, dass sich Hunde dabei mit dem tödlichen Virus der Aujetzky-Krankheit (Pseudo-Wut) infizieren! 2016 gab es in Deutschland neue Fälle dieser Epidemie. Wildschweingatter ziehen eigentlich nur Ärger und Probleme an.

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Die Praxis hat gezeigt, dass es immer wieder zu schwersten Verletzungen von Tieren bei der Arbeit im Gatter – analog zu den Schliefenanlagen mit den Füchsen – kommt oder spätestens auf der Jagd.

Die Verantwortlichen auf der Gemeinde Elgg wären gut beraten, wenn sie sich mal richtig bei Fachleuten wie Wildtierbiologen und nicht bei den Hobby-Jäger informieren lassen würden. Insbesondere auch über die Füchse. Überall wo Füchse stark bejagt werden, gibt es auch die meisten Probleme mit Überpopulationen, Krankheiten, Schäden usw. Nur weil Hobby-Jäger etwas behaupten, heisst dies noch lange nicht, dass es auch wahr oder auf wissenschaftlichen Fakten beruht. Nirgends wird so viel gelogen, gemauschelt, getrickst, vertuscht, manipuliert usw, wie bei den Hobby-Jäger.

Wir haben beobachtet, dass Fuchsmütter dort, wo man die Tiere jagt, mehr Junge zur Welt bringen. Man könne zwar mit einem Abschuss punktuell eine Entlastung schaffen, doch in Kürze werden die freien Reviere wieder eingenommen. Die Natur reguliert das selbst. – Wildhüter Fabian Kern Stadt Zürich

Bei einer genauen Analyse, will die Mehrheit der Hobby-Jäger nur einem perversen und blutigen Hobby auf Kosten des Tierwohls und der Allgemeinheit frönen. Da ändern auch Titel wie „Leiter einer kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung“, „Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz“ oder „Kompetenzgruppe“ nichts. Diese Hobby-Jäger versuchen nur das zu erhalten und fördern, was sie und ihresgleichen am besten können: Wildtiere terrorisieren.

Entgegen der Behauptung von Urs Philipp, Leiter der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung im Kanton Zürich, („Man habe sich mit lokalen Tierschutzorganisationen abgesprochen und bereits einen Bestandestierarzt gefunden“), unterstützt der Zürcher Tierschutz die Anlage auch nicht!

Der  Zürcher Tierschutz lehnt die Anlage ab, weil es 1. Stress und Verletzungsgefahr für Wildschweine und Hunde bedeutet, und 2. weil der Tierschutz grundsätzlich den Ansatz solcher Anlagen falsch findet: Der Tierschutz ist überzeugt, dass Bewegungs-/Treibjagden durch die vielen Fehlschüsse deutlich mehr Tierleid verursachen als gezielte Abschüsse durch Ansitzjagd, 3. solche Anlagen im nahen Ausland zur Verfügung stehen.

Viele dieser Hobby-Jäger haben ein Wissen über Wildtierbiologie, Tierschutz, Ökologie usw. wie ein Sonderschüler bei Schulabschluss.

Was z. B. früher im Kanton Genf ebenfalls Hunderte Hobby-Jäger schlecht gemacht haben, erledigen heute 3 Vollzeitstellen mit einem Dutzend WildhüterInnen weitaus besser.

Wildschweine regulieren ihren Bestand selbst – zumindest dann, wenn sie in intakten Familienverbänden unterwegs sind.

Für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine sind die Hobby-Jäger selbst verantwortlich. Die Hauptursache einer angeblichen Überpopulation und Schäden liegen immer auch an der falschen Bejagung wie z. B. der Leitbachenabschuss der Hobby-Jäger. Die Hobby-Jäger haben genug Probleme im Kanton Zürich verursacht und noch keines gelöst!

Der Schweizer Tierschutz (STS) hat unlängst ein Positionspapier veröffentlicht, was von der Ausbildung und Einsatz von Jagdhunden in der Schweiz zu halten ist. Nämlich rein gar nichts (ausser der Nachsuche).

Bei der Konfrontation mit Hunden im Gatter sind die Schweine gemäss einer Studie ähnlich stark gestresst, wie wenn sie zwangsweise von ihrer Rotte oder dem Muttertier getrennt würden. Dieser Belastung werden sie immer wieder neu ausgesetzt. Zudem können Unfälle nicht gänzlich vermieden werden – die Hunde laufen dann grosse Gefahr, nicht bloss mit einer Schramme davon zu kommen, sondern (tödlich) verletzt zu werden! Das Bundesamts für Umwelt BAFU sieht denn auch die Anwesenheit eines Tierarztes und von „Erste Hilfe-Material“ an jedem Trainingstag vor)!

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Da ist der Kanton Genf mit seinem modernen Wildtiermanagement mit Wildhütern Jahrzehnte voraus. Dort braucht es keine Treib- und Drückjagden mit bellenden Jagdhunden, obwohl immer sehr viele Wildtiere aus den umliegenden Gebieten in den Kanton Genf flüchten und bleiben, wenn in Frankreich oder Kanton Waadt Treibjagden analog zum Kanton Zürich praktiziert werden. Die Bevölkerung von Genf, würde ein Wildschweingatter im Kanton niemals gutheissen.

Die IG Wild beim Wild hat vor kurzem einen umfassenden Artikel „Wildschweingatter, Nein Dankezur tierquälerischen Thematik veröffentlicht und wird das Projekt in Elgg bekämpfen.

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Wildschweingatter fördern tierquälerische und barbarische Treib- und Drückjagden und somit miserabelste Fleischqualität, Tierquälerei, Hundemissbrauch usw.

Die Taten der Hobby-Jäger im Wildschweingatter und auf der Jagd widersprechen diametral den schweizerischen Tierschutzgesetzen z. B. Art 26 und Art. 4.

Ein Wildschwein-Guantanamo ist eine gute Möglichkeit, den Ruf einer Gemeinde zu ruinieren. Als gutes Lernbeispiel dient aktuell die Gemeinde Hefenhofen im Kanton Thurgau. Wenn man den Namen Hefenhofen heute hört, denkt man unweigerlich an Tierquäler, Tierquälerei, Versagen der Gemeinde, Kanton und Veterinäramt.

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Wildschweingatter im Kanton Zürich geplant

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Gruß Hubert