Apocalyptica feat. Nina Hagen – Seemann   Leave a comment

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Apocalyptica feat. Nina Hagen – Seemann (live)

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Apocalyptica – Lyrics

„Seemann“

(originally by Rammstein)
(feat. Nina Hagen)

Komm in mein Boot
ein Sturm kommt auf
und es wird Nacht

Wo willst du hin
so ganz allein
treibst du davon

Wer hält deine Hand
wenn es dich
nach unten zieht

Jetzt stehst du da an der Laterne
mit Tränen im Gesicht
das Tageslicht fällt auf die Seite
der Herbstwind fegt die Straße leer

Jetzt stehst du da an der Laterne
mit Tränen im Gesicht
das Abendlicht verjagt die Schatten
die Zeit steht still und es wird Herbst

Komm in mein Boot
die Sehnsucht wird
der Steuermann

Komm in mein Boot
der beste Seemann
war doch ich

Jetzt stehst du da an der Laterne
mit Tränen im Gesicht
das Feuer nimmst du von der Kerze
die Zeit steht still und es wird Herbst

Sie sprachen nur von deiner Mutter
so gnadenlos ist nur die Nacht
am Ende bleib ich doch alleine
die Zeit steht still
und mir ist kalt

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https://www.azlyrics.com/lyrics/apocalyptica/seemann.html

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Chris Rea – Looking For The Summer 

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Gruß Hubert

 

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Veröffentlicht 7. Juli 2018 von hubwen in Musik, Uncategorized

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Unvorstellbar was Tiere erleiden müssen   Leave a comment

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Es sind unbeschreibliche Leiden, die Tiere auf ihrer Reise in den Tod erleiden müssen. Und das nach einem „Leben“, das alles andere als artgerecht oder erträglich für sie war. Die meisten Menschen verschwenden hier aber keine Gedanken. Für sie gibt es Wichtigeres als das Los von Tieren. Es ist schon ein gewaltiger Verdränungsprozess der da stattfindet. Wie wäre es sonst möglich, dass fast kollektiv über den grausamen Umgang mit Tiere hinweg gesehen wird bzw. es überhaupt nicht wahrgenommen wird. Es müsste für einen Landwirt ein Horror sein, wenn er weiß, dass sein Rind in die Türkei geliefert wird und weiß was seine Kuh da erwartet – sofern er jemals ein Gefühl für seine Kuh hatte.

Aus der Frankfurter Rundschau.

Reise in den Tod

Amtstierärzte schlagen Alarm: Unter grausamen Bedingungen und oft gegen Tierschutzvorschriften werden Abertausende Rinder in Staaten außerhalb Europas transportiert. Die Grünen wollen die Transporte in Drittstaaten vorläufig stoppen.

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Ein Rind schaut verängstigt aus einem von der Polizei gestoppten Tiertransporter. Foto: dpa

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Die verendeten Kühe werden mit Kleinbaggern aus den LKW gezogen. Sie sind verdurstet oder von Artgenossen in den engen Transportern zu Tode getrampelt worden. Andere sind der tagelangen Hitze zum Opfer gefallen, die auf den Transporten über Tausende Kilometer hinweg geherrscht hat. Die Überlebenden kommen früher oder später unters Messer, und das ist wörtlich zu verstehen. Männer durchtrennen mit primitiven Dolchen die Schlagadern der Tiere, die ohne Narkose bei schwindendem Bewusstsein verbluten. Die Bilder, die ZDF und ARD in zwei Dokumentationen im November 2017 und im Mai 2018 ausstrahlten, sind entsetzlich. 

Es handelt sich um Kühe aus der Europäischen Union, die über die EU-Grenzen in Drittstaaten gelangen. Allein 2017 wurden 700.000 lebende Rinder aus der EU exportiert, 81.000 davon kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts aus deutschen Ställen. Dabei komme es „massenhaft zu Verstößen gegen den Tierschutz“, stellt Holger Vogel, Präsident des Bundesverbands beamteter Tierärzte, fest. Der österreichische Veterinär Alexander Rabitsch, der selbst 14 Jahre lang Viehtransporte auf Österreichs Transitrouten kontrollierte, nennt eine Beanstandungsquote von 75 Prozent. Demnach entsprächen drei von vier Viehtransporten nicht den gesetzlichen Anforderungen.

Nach EU-Tierschutzrecht darf „niemand eine Tierbeförderung durchführen oder veranlassen, wenn den Tieren dabei Verletzungen und unnötige Leiden zugefügt werden könnten“. Die EU-Tiertransportverordnung regelt überdies, welche Tiere wie lange über Europas Straßen rollen dürfen. Danach können Rinder, Schafe und Ziegen bis zu 29 Stunden transportiert werden, bevor sie entladen und für 24 Stunden an einer zugelassenen Kontrollstelle eine Fress- und Ruhepause einlegen dürfen. Für Schweine liegt die Fahrtzeit bei höchstens 24 Stunden, für noch säugende Jungtiere gelten 19 Stunden als Maximum. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied 2015, dass diese Bestimmungen auch für Transporte in Drittländer gelten und ihre Einhaltung bis zum Zielort sicherzustellen sei.

Soweit die Theorie. „Was sich der EuGH dabei gedacht hat, ist mir schleierhaft. Das ist völlig wirklichkeitsfremd“, sagt Amtstierarzt Vogel. In der Praxis nämlich erteilten landesweit 400 beamtete Veterinäre die Genehmigungen für Viehtransporte über Europas Grenzen hinweg. Sie prüften Fahrer, LKW und deren Ausstattung, begutachteten die Tiere und genehmigten die beantragten Transportrouten – oder eben nicht. Angewiesen sind die Tierärzte dabei auf eine EU-Liste aus dem Jahr 2009, die besagte Kontrollstellen enthält. Allerdings sind darin nur die Ortschaften, nicht aber die genaue Adresse der Viehrastplätze aufgeführt. Manche Veterinäre behelfen sich mit Google Earth, um wenigstens einen ungefähren Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort zu erhalten. Überdies fehlen laut Vogel bundesweit rund 2000 Amtstierärzte, um das wachsende Antragsaufkommen zu bewältigen.

Eine seriöse Einschätzung der „zugelassenen Kontrollstellen“ mit Ruheplätzen, Tränk- und Futtervorrichtungen in den Transit- und Zielländern außerhalb Europas ist also kaum möglich. Frigga Wirths von der Akademie für Tierschutz spricht von einem „Niemandsland jenseits der EU-Grenzen“, Tierarzt Vogel von einer „Blackbox“. „Auf den Routen nach Zentralasien gibt es so gut wie keine Kontrollstellen, die Exporte erfolgen vollständig rechtswidrig“, sagt Rabitsch.

Wie es um die Rinder-Ausfuhren in die Türkei bestellt ist, erfuhren fünf Bundestagsabgeordnete, die im vergangenen Mai an einer Delegationsreise an die bulgarisch-türkische Grenze teilnahmen. „Es war nicht zum Aushalten“, fasst der grüne Abgeordnete Friedrich Ostendorff die Eindrücke zusammen. Die Transporter standen in unerträglicher Hitze stunden-, mitunter tagelang an der Grenze, Fahrer und Tierärzte waren mit der Versorgung der Tiere sichtlich überfordert. „Es ist nicht möglich, den Schutz der Tiere zu gewährleisten. Wer diese Transporte abfertigt und durchführt, verstößt gegen geltendes Recht“, so Ostendorff.

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Unvorstellbar was Tiere erleiden müssen

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Gruß Hubert

Leiden für die Tiere   3 comments

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Dass Tierärzte sooo wenig verdienen wusste ich nicht. Das müsste umgehend geändert werden.

Aus der ZEIT

Leiden für die Tiere

Tierarzt galt lange als Traumberuf. Eine neue Studie zeigt, dass die Gehälter aber oft unterhalb des Mindestlohns liegen. Viele würden den Job heute nicht wieder wählen.

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Immer mehr Tierärzte beklagen Überstunden und Gehälter unterhalb des Mindestlohns. © John Moore/Getty Images
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Beinahe ein Jahrzehnt lag Verena Schlüters* Tiermedizin-Examen im Jahr 2015 zurück. Es wurde das erste Jahr im Berufsleben der promovierten Tierärztin, in dem sie genau den Mindestlohn verdiente. In den Jahren zuvor hatte Schlüters Gehalt immer deutlich darunter gelegen. Doch nachdem das Mindestlohngesetz in Kraft getreten war, schrieb sie ihrem Arbeitgeber, dem Inhaber einer renommierten Tierklinik, eine E-Mail, in der sie sachlich darauf hinwies, dass ihr seit dem 1. Januar 8,50 Euro gesetzlich zustanden. Ihr Stundenlohn wurde daraufhin auf genau 8,50 Euro erhöht.

 „Getraut habe ich mich nur, meinen Chef auf das neue Gesetz hinzuweisen, weil ich zu dem Zeitpunkt schon schwanger war und ohnehin nicht vorhatte, nach der Elternzeit zurückzukehren“, erzählt Schlüter, die inzwischen Ende 30 ist. „Außer mir hat soweit ich weiß niemand diese Möglichkeit wahrgenommen. In der Klinik arbeiten wahrscheinlich heute noch Kollegen unterhalb des Mindestlohns.“

Was Verena Schlüter erzählt, gilt nicht nur für die Tierklinik, in der sie tätig gewesen ist. 14 Prozent der in Praxen und Kliniken angestellten Tierärzte in Deutschland werden unterhalb des Mindestlohns bezahlt. Bei Berufsanfängern – in den ersten drei Jahren – sind es sogar 27 Prozent. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie im Fachmagazin Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift, die auf der Befragung von 1.200 angestellten Tierärzten in Deutschland beruht.

Für die Befragung ließ die Veterinärmedizinerin Johanna Kersebohm von der FU Berlin die Teilnehmer online detailliert über ihre Arbeitsbedingungen Auskunft geben. 88 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Das entspricht in etwa auch dem Anteil der Frauen an Tierärzten, die in Praxen angestellt sind. Von insgesamt 7.600 deutschen Tierärzten, die angestellt in Praxen arbeiten, sind 82 Prozent Frauen.

Veröffentlicht 5. Juli 2018 von hubwen in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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Mann verprügelt Kühe: Derart WENIG muss er dafür zahlen!   Leave a comment

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Es ist skandalös wie wenig Bußgeld bezahlt werden muss, wenn Tiere gequält werden. Wenn überhaupt dafür eine Strafe ausgesprochen wird.

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Verprügeln der Kühe hatte Methode

Vor einem Jahr haben wir von PETA Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt gegen den Landwirt Markus O. aus Pfaffenhofen gestellt.

In einem Zeugenvideo war zu sehen, wie Markus O. immer wieder brutal auf eine Kuh eingeschlagen hatte. Mit einem Gegenstand hatte er mehrere Male auf den Körper und den Kopf des Tieres gezielt. Selbst nach dem Zusammenbruch der Kuh waren die Misshandlungen weitergegangen.

Laut des Zeugen sind Schläge an diesem Hof nicht die Ausnahme, sondern brutaler Alltag. Auch die Frau von Markus O., die an den Schlägen beteiligt war, gab die Tierquälerei in einer Zeugenaussage offen zu:

„Je nach Verhalten der Kuh muss bei der Klauenpflege die Kuh mit Schlägen quasi darauf hingewiesen werden, sich nicht fallen zu lassen. Das Schlagen der Kühe kann bei der Klauenpflege bedingt notwendig sein.”

Das Unfassbare: Der gewalttätige Bauer ist und war Vorstandsmitglied im lokalen Kreisverband des Bayerischen Bauernverbands.

Staatsanwaltschaft auf Seite des Tierquälers

Jetzt ist das Strafverfahren abgeschlossen: Die Kuhschlägerei kostete das Paar gerade einmal 500 Euro Strafe. Und das, nachdem wir ein Tierhalteverbot für den Bauern gefordert hatten.

Die Stimme der Tiere wurde in diesem Fall überhaupt nicht erhört. Uns von PETA verweigerte die Staatsanwaltschaft sogar die Akteneinsicht, mit der Begründung, wir würden Missstände wie diese öffentlich machen.  – Äh, wie bitte? Oder um es mit den Worten von Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA, auszudrücken:

„Eine völlig verquere Rechtsauffassung einer Staatsanwaltschaft, die die Interessen von Tätern stützt und gemeinnützige und als besonders förderungswürdige Organisationen wie PETA, die gegen die Behörden solche Straftaten ermitteln, desavouiert.”

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Hier weiterlesen:

Mann verprügelt Kühe: Derart WENIG muss er dafür zahlen!

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Gruß Hubert

Gedicht zum Tierschutz   Leave a comment

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Es ist bekannt, dass Tierschutz von vielen belächelt und als Spinnerei abgetan wird. Auch dass man doch zuerst für Menschen etwas tun müsse, hört man oft, besonders von einer bestimmten Ecke. Wenn man solche Leute dann fragt, was sie denn für Menschen täten, dann hört man nicht viel. Ein Tierschützer sollte schon eine etwas dickere Haut haben, damit er sich von blöden Sprüchen nicht aus dem Konzept bringen lässt.

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Hier ein Gedicht dazu.

Gedicht zum Tierschutz

Tierschutz, als unbequem bekannt,
wird lächelnd *Spinnerei* genannt.
Wen kümmert denn ein Hund, der friert,
an kurzer Kette vegetiert?
Wen Katzen, die kaum produziert,
Verkehr und Jäger dezimiert?

Was regt man sich unnötig auf,
weil angeboten zum Verkauf,
und Lockmittel für manch ein Kind
Tiermassen auf dem Markte sind,
die, wenn der Neuheit Reiz vorbei,
man weiter gibt, von Skrupel frei.

Wen stört’s, wenn dann auf Inserate
ein Händler wieder Zugriff hatte,
sich tarnt, er hätt’ den besten Platz
für diesen süßen *Katzenschatz*,
das Tier nach qualvollem Transport,
ausliefert dem Versuchstiermord?

Was tut’s, wenn für das *Wohl des Menschen*
Millionen Tiere schmerzvoll enden?
Warum nicht erst an Tiere testen,’
was wir nicht selbst erdulden möchten?

Wenn Menschenmord als Schwerverbrechen,
geahndet wird, warum nicht rächen
an Wesen, die nur wehrlos zucken,
noch besser: Frei von Schuld, begucken.
Wie man im Film ersticht, zertritt,
Vom Tier zum Mensche – ein winz’ger Schritt!

Was macht es schon, wenn alles Vieh
jetzt produziert in Batterie,
auf engstem Raum, wo’s hingestellt,
nur für Profit und Nutzen zählt,
sich einmal frei bewegen kann
auf seinem letzten Schlachthofgang?

Man weiß, zudem, das *Glück der Erde*
liegt auf dem Rücken unsrer Pferde.
Da Gnadenbrot sich nicht rentiert,
zum Schlachten man sie exportiert.
Ihr Jammer ist bestimmt vergessen,
wenn wir Importsalami essen.

Auch weiß ein jeder ganz genau,
bei uns zählt nur mit Pelz die Frau.
Was fragt man nach der Tiere Zahl
an einem Nerz der ersten Wahl?

Was int’ressiert man sich so sehr’
für Robbenmord im fernen Meer,
für Hunde auf den Philippinen,
die totgequält zum Mahle dienen,
für Stierkampf, dieses Volksvergnügen,
wo chancenlos die Tiere unterliegen?

Wer selbstlos für ein Tier tritt ein,
muss irgendwie suspekt doch sein.
*Sorgt erst für Menschen* hört man sagen.
Man ist versucht zurück zu fragen,
was denn der Vorwurfsvolle tat,
wieviel er schon geholfen hat.

Man ist erfreut, dann zu erfahren,
er spendet schon seit ein paar Jahren,
zum guten Zweck ein Jahreslos.
Die Preise, die es gibt, sind groß!
Darauf wird kläglich er verstummen,
denn aktiv helfen nur die *Dummen*.

Was da als *Spinnerei* verlacht,
der Menschheit alle Ehre macht,
denn Tierschutz macht im kleinen gut,
was menschliche Zerstörungswut
an der Natur im großen schändet,
weil Menschheit, vom Verstand verblendet,
meint alles liegt nur ihr zur Füßen,
vergisst, das sie es selbst wird büßen.

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Von Sigrid Mayr Gruber

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Quelle

Gedicht zum Tierschutz

Mobbing gegen Tierärzte die Missstände aufdecken   Leave a comment

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Es ist unsagbar traurig, dass Tierärzte, die darauf achten wollen, dass Tierschutzgesetze respektiert werden und auf das Wohl der Tiere auch nur minimal geachtet wird, hinaus geekelt und bedroht werden. Auf ihrem Rücken tragen das im wahrsten Sinne des Wortes die ARMEN SCHWEINE aus. Man sieht wie korrupt das ganze System mit der Fleischindustrie und den Amtstierärzten ist. Umsonst macht ja niemand einen Gefallen.

Arme Schweine

Amtstierärzte sollen kontrollieren, dass Tierbetriebe ordentlich arbeiten. Decken sie jedoch Missstände auf, werden die Veterinäre angefeindet und bedroht.

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Schweineställe werden seltener kontrolliert, als das Gesetz es verlangt. © Countrypixel/fotolia

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Am Ende wusste Petra Weber keinen anderen Ausweg mehr, als sich krankschreiben zu lassen – das Spiel wollte sie nicht mehr mitspielen. Jetzt sitzt die promovierte Tierärztin zu Hause, statt zu kontrollieren, ob Schweine, Rinder oder Hühner verletzt in ihren Ställen liegen. „Unwahrscheinlich frustrierend ist das“, sagt sie.

„Heute bin ich gerade noch eine bessere Sekretärin. Ich darf nichts mehr entscheiden.“

Petra Weber, Tierärztin

Vor wenigen Monaten hat Webers Karriere ein jähes Ende genommen: Bis dahin hatte sie eine Führungsposition in einem Veterinäramt in einem deutschen Landkreis. „Heute bin ich gerade noch eine bessere Sekretärin“, sagt sie. „Ich darf nichts mehr entscheiden.“ Wo genau sie arbeitet und wie Petra Weber wirklich heißt, das darf nicht in der Zeitung stehen. Weil die Tierärztin Angst hat. Angst, gegen die sogenannte Loyalitätspflicht zu verstoßen, die sie als Beamtin gegenüber dem Staat hat. Angst, darüber ihren Pensionsanspruch zu verlieren. Wer als Whistleblower auf Missstände bei seinem Arbeitgeber hinweist, hat in Deutschland viele Nachteile. Deshalb spricht sie nur anonym.

Die Geschichte der Tierärztin Petra Weber ist beispielhaft für die Missstände im deutschen Tierschutzvollzug. Als Amtstierärztin war es ihr Job, auf Schlachthöfen, bei Landwirten oder etwa bei privaten Hundehaltern zu kontrollieren, ob diese die Tierschutzgesetze einhalten. „Eine der Besten“ sei sie gewesen, sagen Tierschützer. Doch das ist vorbei, seit ihr neuer Chef sie versetzt hat. Sie darf das Büro nur noch selten verlassen. Landwirtschaftliche Betriebe darf sie gar nicht mehr besuchen, soll nicht einmal mehr mit ihren Kollegen darüber sprechen. „Ich wurde kaltgestellt“, so nennt Weber das.

Damit ist sie nicht allein. Der ZEIT liegen acht Aussagen von Amtsveterinären vor, weitere Fälle hat die ZEIT anhand von Gerichtsunterlagen ausgewertet. Gegen die Zusicherung von Anonymität erzählen die Veterinäre, wie schwer ihnen ihre Arbeit gemacht wird. Sie berichten von Morddrohungen, von Mobbing, von willkürlich anmutenden Versetzungen und politischer Einflussnahme. Die Berichte deuten darauf hin, dass es in Deutschland ein Vollzugsdefizit gibt, das von den Behörden nicht nur in Kauf genommen, sondern gefördert wird.

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden oft nicht geahndet

Wie so ein Behördenversagen aussieht, kann man in einem Gerichtsurteil des Oberlandesgerichtes Naumburg nachlesen. Tierschützer hatten illegal in einer Schweinezucht desaströse Zustände gefilmt. Sie wurden freigesprochen, weil es sich um einen kaum zu überbietenden Notstand handele, so das Gericht – und weil die Behörden versagten. So heißt es in der Urteilsbegründung, dass die Gesetzesverstöße dem zuständigen Amt bekannt waren, „jedoch nicht beanstandet worden“ seien. Der Landkreis gab sogar im Laufe des Prozesses zu, „dass die (…) in den letzten Jahren durchgeführten Kontrollen nicht unerhebliche tierschutzwidrige Zustände gedeckt haben“. Weitere Gerichte stellten in den vergangenen Jahren andere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest, die nicht geahndet werden. „Wer eine Tierquälerei begeht, wird bestraft, wer sie tausendfach begeht, bleibt straflos und kann sogar mit staatlicher Subventionierung rechnen“, fasst Jens Bülte, Professor für Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Mannheim, zusammen.

Wie ist zu erklären, dass die Behörden in Deutschland ihrem Job nicht nachkommen?

Um das zu beantworten, muss man Tierärzte wie Petra Weber finden. Leute, die nicht schweigen, sondern reden. „Für meinen Chef bin ich eine Querulantin“, sagt sie. Unbequem könne sie sicher sein, das räumt sie offen ein, aber das müsse man eben auch, wenn man sich für den Vollzug der Tierschutzgesetze einsetze. Die Arbeit ist hart und undankbar, oft werde man bedroht oder gemobbt. Den Freitod der Amtsveterinärin Anya Rackow im Jahr 2014, ein Fall, der bundesweit für Aufsehen sorgte, kommentierte ihr Chef damals so: „Obwohl sich Dr. Rackow bis zu ihrem Tod nie etwas hat zuschulden kommen lassen, wurde sie – nicht zuletzt wegen ihrer korrekten, unbestechlichen Art – die letzten Jahre von außen zunehmend und ganz gezielt angefeindet, bedroht und verleumdet.“

Die Nähe zwischen Fleischproduzenten und Politik ist ein Problem

Besonders schlimm ist das häufig für diejenigen Veterinäre, die auf Schlachthöfen eingesetzt sind. „In einem Rinderbetrieb wurde mir gesagt, dass man schon mal in ein Messer laufen kann, wenn man zu oft überall rumschnüffelt“, so beschreibt es eine Amtstierärztin aus Norddeutschland. Unabhängig voneinander berichten mehrere Tierärzte sogar von Morddrohungen. „Halt’s Maul, du blöde Kuh! Ich kann dir auch gleich eine überbraten“, habe ihr einmal der Abteilungsleiter eines Schlachtbetriebes nach kritischen Einwänden gedroht, berichtet eine Veterinärin. Als sie ihrem Vorgesetzten später davon berichtete, habe dieser nur erwidert, ein Schlachthof sei eben „kein Mädchenpensionat“.

Was diese Tiermediziner gemein haben: Sie alle haben sich getraut, den Schlachtbetrieb aufzuhalten, wenn Schweine oder Rinder nicht richtig betäubt wurden, bevor ihnen der Bauch aufgeschlitzt wurde. Genau das ist ihr Job. Doch statt Lob gab es oft Probleme. „Urlaube wurden unter fadenscheinigen Gründen nicht genehmigt, Bildungsurlaube gestrichen, Akten verschwanden“, berichtet eine Amtsveterinärin aus Niedersachsen. Die vielen Aussagen verdichten sich zu einem Bild: Wer Ärger macht, bekommt Ärger.

Doch wieso werden Leute, die Missstände ahnden wollen, zurückgepfiffen? Wie ist das Verhalten der Behörden zu erklären? Diese Frage hat sich auch der Bayerische Oberste Rechnungshof gestellt, nachdem in Bayern im Jahr 2015 massenhaft salmonellenverseuchte Eier in den Handel gekommen waren – und das staatliche Kontrollversagen offenbar wurde. Das Gutachten aus dem Jahr 2016 zeigt zum einen, dass die Mindestzahl der Kontrollen häufig nicht eingehalten wird. Bei Schweinebetrieben beispielsweise wird nicht einmal die Hälfte der gesetzlich vorgeschriebenen Anzahl erreicht – und die liegt ohnehin gerade einmal bei zehn Prozent der Betriebe pro Jahr. Das sei „seit Jahren“ so, steht dort, und das sei den vorgesetzten Dienstbehörden auch bekannt. Beachtenswert ist aber vielmehr, dass sie nicht nur anzweifeln, dass oft genug kontrolliert wird, sondern auch sorgfältig genug. Denn die Gutachter schreiben, dass häufig die Grundsätze zur Bekämpfung von Korruption nicht beachtet würden, wie etwa das Vier-Augen-Prinzip oder die regelmäßige Rotation der Aufgabenbereiche, sodass keine allzu große Nähe zwischen Kontrolleur und Kontrolliertem entstehen kann.

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Mobbing gegen Tierärzte die Missstände aufdecken

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Siehe auch:

Auf dem Land macht man sich als kritischer Tierarzt unbeliebt

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Gruß Hubert

 

 

Pink Floyd – Another Brick In The Wall (HQ)   Leave a comment

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Pink Floyd – Another Brick In The Wall (HQ)

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Another Brick in the Wall, Part 2 – Songtext – Übersetzung

 

Wir brauchen keine Bildung.
Wir brauchen keine Gedankenkontrolle.
Keinen finsteren Sarkasmus im Klassenzimmer.
Lehrer, lass‘ die Kinder in Ruhe.
Hey, Lehrer! Lass die Kinder in Ruhe!
Alles im allem ist es nur ein weiterer Stein in der Mauer.
Alles im allem bist du nur ein weiterer Stein in der Mauer.

Wir brauchen keine Bildung.
Wir brauchen keine Gedankenkontrolle.
Keinen finsteren Sarkasmus im Klassenzimmer.
Lehrer, lass die Kinder in Ruhe.
Hey, Lehrer! Lass uns Kinder in Ruhe!
Alles im allem ist es nur ein weiterer Stein in der Mauer.
Alles im allem bist du nur ein weiterer Stein in der Mauer.

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http://www.songtexte.com/uebersetzung/pink-floyd/another-brick-in-the-wall-part-2-deutsch-73d6b695.html

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 30. Juni 2018 von hubwen in Musik, Songtext, Uncategorized

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