Amigos in Südtirol – Kronplatz AG   Leave a comment

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Heute mal etwas Lokales, es gibt ja auch da Schweinereien. Man schanzt dem privaten Bergfotografie-Museum der Kronplatz AG, die sonst schon im Geld schwimmt durch den Winter-Tourismus 3 Millionen an Steuergeldern zu und hat dazu eine Anlassgesetzgebung gemacht. Der Kronplatz ist Südtirols Skiberg Nummer eins und schwimmt geradezu im Geld.

Da die Kronplatz AG ein Privatunternehmen mit Gewinnabsicht ist, hätte sie keinen Anspruch auf Beiträge des Landes gehabt. Um ihr dennoch öffentliches Geld zuschanzen zu können, änderte die Landesregierung am 7. Februar 2017 kurzerhand die Förderrichtlinien für Museen und Sammlungen ab. Nun können Gemeinden, die als Antragsteller berechtigt sind, Förderbeiträge zu erhalten, diese an Dritte weitergeben.

Den Brunecker Oppositionspolitikern hat man bei der Zustimmung wesentliche Fakten verschwiegen, sonst hätten sie niemals dafür gestimmt.
„Schwerwiegend ist für uns auch, dass die Kronplatz Seilbahn AG einen Beitrag von ganzen 3 Millionen Euro erhält, während alle anderen privaten Museen des Landes insgesamt 1,3 Millionen Euro bekommen.“ Der Vorgang ist ein höchst intransparent. Das ist eine ausgesprochene „Machlerei“. Und Arno Kompatscher, der Landeshauptmann von Südtirol ist mittendrin (oder mittenmang, wie man in Berlin sagen würde).

Sind die 3 Millionen Euro, die der Landeshauptmann der Kronplatz AG zugesichert hat, also tatsächlich “absolut gerechtfertigt”, wie Christian Tschurtschenthaler sagt? (Landes-Abgeordneter der SVP aus Bruneck). Wird der Rechnungshof aktiv? Müsste er ja bei so einem rechtlich höchst fragwürdigem Vorgang, wo im gesetzlichen Graubereich getrickst wurde.

Hier aus salto.bz.de

“Wir hätten sicherlich dagegen gestimmt.” Cornelia Brugger und Hanspeter Niederkofler sind verärgert. Am 22. Februar stimmen die beiden Brunecker Gemeinderäte für das Museum für Bergfotografie PMOA, das am Kronplatz entstehen soll. Wie alle der 22 an jenem Abend anwesenden Gemeinderäte. Nun fühlen sich die beiden Oppositionellen – Cornelia Brugger sitzt seit ihrem Austritt aus dem PD als freie Rätin im Gemeinderat, Hanspeter Niederkofler ist Sprecher der Grünen Fraktion – gelinde gesagt an der Nase herum geführt. “Der Brunecker Stadtrat hat zum Bergfotografie-Museum nicht ausreichend informiert”, klagen sie – und sprechen von “schwerwiegender Unterlassung”.

Am Donnerstag hatte salto.bz die Hintergründe aufgedeckt, die es dem Bauherrn, der Kronplatz Seilbahn AG, ermöglichen, an öffentliche Förderbeiträge für die Errichtung des Museums zu gelangen. Ganze 3 Millionen Euro erwarten sich die Privaten vom Land – und Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die Summe bereits im Dezember 2016 zugesichert. Da die Kronplatz AG ein Privatunternehmen mit Gewinnabsicht ist, hätte sie allerdings keinen Anspruch auf Beiträge des Landes gehabt. Um ihr dennoch öffentliches Geld zuschanzen zu können, änderte die Landesregierung am 7. Februar kurzerhand die Förderrichtlinien für Museen und Sammlungen ab. Nun können Gemeinden, die als Antragsteller berechtigt sind, Förderbeiträge zu erhalten, diese an Dritte weitergeben.

Opposition im Dunkeln

Das alles bleibt den Brunecker Gemeinderäten, die das Projekt zwei Wochen später absegnen und damit grünes Licht für das Ansuchen um Beiträge für die Stadtverwaltung geben, verschwiegen. Cornelia Brugger und Hanspeter Niederkofler werfen nun dem Brunecker Bürgermeister, Roland Griessmair, und seinem Stadtrat fehlende Transparenz vor: “Wenn sie in der Gemeinderatssitzung im Februar darüber informiert hätten, dass es bereits ab Dezember 2016 Kontakte zwischen dem Land und der Kronplatz Seilbahn AG zur Gewährung eines öffentlichen Beitrags gab, wofür die Förderkriterien eigens abgeändert wurden, hätten wir sicherlich gegen den Antrag gestimmt.”
Ein Wort, das Brugger und Niederkofler in ihrer gemeinsamen Erklärung immer wieder verwenden: schwerwiegend. Die Oberflächlichkeit der Brunecker Stadtregierung sei “eine schwerwiegende Unterlassung, und schwerwiegend ist auch, dass die Landesregierung ad hoc und für einen privaten Interessenten die Förderkriterien abgeändert hat, um so erst eine öffentliche Finanzierung in beachtlichem Ausmaß zu ermöglichen”.

Bereits die Grünen Landtagsabgeordneten hatten das Vorgehen der Landesregierung als “absolut fragwürdig” bezeichnet und darauf hingewiesen, dass zahlreiche Museumsprojekte im Land auf stand-by gesetzt wurden, “während die Finanzierung potenter Privater wie auf Schienen läuft”. Gegen ein Museum für Bergfotografie an sich haben weder die Grünen in Bozen noch Cornelia Brugger und Hanspeter Niederkofler in Bruneck etwas. Vielmehr geht es ihnen um eine gerechte und ausgeglichene Förderung, so die Brunecker Oppositionspolitiker: “Schwerwiegend ist für uns auch, dass die Kronplatz Seilbahn AG einen Beitrag von ganzen 3 Millionen Euro erhält, während alle anderen privaten Museen des Landes insgesamt 1,3 Millionen Euro bekommen. Es ist sicher einfacher, unternehmerisch tätig zu sein, wenn 50 Prozent der Kosten von der öffentlichen Hand übernommen werden, aber es ist in diesem Fall nicht korrekt. Es ist richtig, die Kultur zu finanzieren und die Museen zu fördern, aber die Regeln sind einzuhalten und es braucht Fairness gegenüber allen Interessenten.

 

Hier weiterlesen:

Amigos in Südtirol – Kronplatz AG

Siehe auch hier:

Der Kronplatz-Paragraph

Die Landesregierung hat das Museumsgesetz abgeändert, um der Kronplatz AG für das geplante Museum für Bergfotografie drei Millionen Euro zukommen zu lassen.

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Die alte Bergstation am Kronplatz

Neuer Glanz für altes Gebäude: In der alten Bergstation am Kronplatz soll ein Museum für Bergfotografie entstehen. Foto: Stadtgemeinde Bruneck

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Auszug.

Bauen und verwalten will das Museum die Kronplatz AG. Die Gemeinde Bruneck beteiligt sich finanziell nicht an der Errichtung. An öffentliches Geld wird die Aktiengesellschaft trotzdem kommen.

Das Problem – und seine Lösung

Ende des Vorjahres wendet sich die Kronplatz Seilbahn AG direkt an die Landesregierung. Und fragt nach, ob die rechtliche Möglichkeit besteht, Gelder aus dem Fördertopf der Abteilung Museen zu beziehen. Man erhofft sich bei einer Investitionssumme von 6 Millionen Euro einen maximalen Beitrag von 50 Prozent, sprich 3 Millionen Euro. Die will die Landesregierung auch bereitstellen, wie aus dem Schreiben des Landeshauptmannes an die Kronplatz AG später offensichtlich hervorgehen wird.
Zunächst aber wendet sich der zuständige Landesrat Florian Mussner an die Rechtsabteilung des Landes und gibt bei Renate von Guggenberg ein Gutachten in Auftrag.
Deren Antwort lautet Nein. Weder erlauben die geltenden Richtlinien zur Förderung von Museen und Sammlungen, Antragstellern mit Gewinnabsicht – etwa einer AG –, Beiträge zu erhalten. Noch dürfen Gemeinden als Gesuchstellende zugestandene Förderbeiträge an Dritte weitergeben. Das bestätigt die Anwältin des Landes in einem Schreiben vom 30. November 2016.

“Es ist daher notwendig, die gegenständlichen Kriterien in diesem Sinne zu ändern”, empfiehlt von Guggenberg und liefert einen entsprechenden Änderungsvorschlag mit: Art. 3, der sich auf die Anspruchsberechtigten von Fördergeldern bezieht, müsste am Ende von Absatz 4 um den Satz “Die Gemeinden können den Beitrag jenen Subjekten abtreten, denen sie die Umsetzung des Bauvorhabens auf der Grundlage einer eigens dafür abgeschlossenen Vereinbarung übertragen haben” ergänzt werden.

Vom Rat zur Tat

Landeshauptmann Arno Kompatscher höchstpersönlich informiert den Präsidenten der Kronplatz Seilbahn AG, Werner Schönhuber, am 1. Dezember 2016 über die rechtliche Hürde und wie sie aus dem Weg zu schaffen ist – und schreitet zur Tat. Bereits zwei Monate später genehmigt die Landesregierung mit dem Beschluss Nr. 147 vom 7. Februar 2017 die Änderung der Förderrichtlinien wie von Renate von Guggenberg vorgeschlagen. Der Verdacht, dass dies zum Vorteil der Kronplatz AG passieren könnte, kommt niemandem. Zumindest wird er nicht öffentlich laut.

Arno Kompatscher schreibt an Werner Schönhuber

Drei Millionen und Weihnachtsgrüße: Am 1. Dezember 2016 schreibt Arno Kompatscher an Werner Schönhuber

 

In Bruneck scheint man nur darauf gewartet zu haben, denn jetzt geht es Schlag auf Schlag. Damit die Gemeinde Bruneck in Bozen um die Beiträge ansuchen kann, muss der Gemeinderat grünes Licht für das Bergfotografie-Museum geben. Am 22. Februar wird das Projekt den Gemeinderäten präsentiert. Zwei Tage vorher hat der technische Landesbeirat das Vorhaben positiv begutachtet.
Während der Debatte im Gemeinderat betont man, dass der Gemeinde selbst keine Kosten entstehen, sie wohl aber beim Land um einen Beitrag ansuchen wird. Der Landeshauptmann habe der Kronplatz Seilbahn AG einen Investitionsbeitrag “in Aussicht gestellt”, heißt es in dem Beschluss, den der Gemeinderat einstimmig absegnet. Die eilig herbeigeführte Ad-hoc-Abänderung der Förderungsrichtlinien bleibt unerwähnt.

Auszug aus dem Brunecker Gemeinderatsbeschluss vom 22. Februar 2017

Seit 7. Februar möglich: Auszug aus dem Brunecker Gemeinderatsbeschluss vom 22. Februar 2017

 

Am 20. März stimmt der Brunecker Stadtrat schließlich der Unterzeichnung der Vereinbarung, die die neuen Förderrichtlinien als Voraussetzung für den Zugang zu den Landesbeiträgen vorsieht, mit der Kronplatz AG zu.

[…]

Derweil fragt man sich anderswo: “Überall soll gespart werden – wie wird man die Zahlung rechtfertigen, wenn der Rechnungshof anklopft?”

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https://www.salto.bz/de/article/09082017/der-kronplatz-paragraph

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Gruß Hubert

Zuckerbrot und Peitsche: Franziskus‘ Versöhnungs-Trip   2 comments

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Was soll das scheinheilige Vorgaukeln von Verständnis für Homosexuelle vom Papst? Für die katholische Kirche ist Homosexualität Sünde und damit basta.

Aus dem nachfolgendem Kommentar von Norbert Schönecker:

„Für die Katholische Tradition, die eine gleich große Rolle spielt wie die Bibel, gilt zudem klipp und klar: Die Kirche hat homosexuelle Betätigung in ihrer Lehre immer und überall ausgeschlossen. Diese Tradition ist verbindlich.“

Der Papst (und die katholische Kirche) hält Homosexuelle ja für ganz armselige Typen. Sein gespieltes Mitleid kann er sich unter sein weißes Käppchen schmieren.

Was sollen diese nicht glaubwürdigen Entschuldigungen? Diese Masche kennt man ja schon vom verstorbenen Papst Johannes Paul II.

Hier ein Artikel der atheistischen Richard Dawkins Foundation vom 01.06.2016 – von Dennis Riehle

Papst Franziskus ist auf mich zugegangen. Nein, nicht nur auf mich. Auf alle Homosexuellen, aber auch auf die Armen, die Benachteiligten und Schwachen. Auf alle, die die katholische Kirche in ihrer Vergangenheit verletzt haben könnte.

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Da scheint es vielleicht ganz praktisch, dass man nicht ins Detail geht. Es könnte länger dauern, bis diese Liste abgearbeitet ist.

Doch was soll ich nun mit dieser Geste, mit der Handreichung? „Danke und auf Wiedersehen, Herr Pontifex!“? Irgendwie wäre mir danach, denn ich weiß nicht wirklich, wie ich mit solch einer öffentlichkeitswirksamen Schau umgehen will. Die katholische Welt steht fast Kopf, aber auch ein bisschen die Protestanten, die Orthodoxen und andere Gläubige.

Sie sind begeistert von diesem Schritt, den Franziskus gegangen ist. So emotional, so leidenschaftlich, so selbstlos. Und dann auch noch solch eine Barmherzigkeit, solch eine Gnade!

Ja, genau das ist das Problem. Wieder werde ich den Gedanken nicht los, dass dort ein älterer Mann vor mir steht und dem kleinen, hilflosen und in seiner persönlichen Entwicklung so entglittenen, schwulen Ungläubigen nochmals deutlich macht, wie arm dran er doch ist und dass man über all seine Sünde hinwegsehen könne – denn dieser, der Schöpfungsgeschichte entflohene und verlorene Sohn kann ja eigentlich nichts für seine Situation, er will eigentlich nur spielen, seinen Schnuller zurück und möglichst bald wieder Sex.

Eine Bitte um Verzeihung sieht für mich anders aus. Denn sie ist mit Glaubwürdigkeit verbunden. Mit dem Zugeständnis, dass das, was passiert ist, eben nicht noch einmal vorkommen wird. Bei Franziskus dagegen, da will ich es nicht wahrhaben. Mir scheinen seine ständigen Vorstöße des Samariters wie ein Locken und Reizen mit Zuckerbrot und Peitsche. Eine Entschuldigung, damit die Menschheit jubelt – und dann die Einschränkung, dass man an den Normen eigentlich nichts ändern wolle. Der Schwule, die Lesbe, sie bleiben also irgendwie die Schmuddelkinder, nicht nur der katholischen Kirche.

Es ist eine geschickte PR, die Franziskus da fährt. Er erweckt den Anschein, dass auch Rom die Menschenwürde schätzt und die Homosexuellen entsprechend als Geschöpfe des Herrn respektiert. Ob damit aber ebenso gleiche Rechte verbunden sind, Toleranz und Akzeptanz, damit tut sich nicht nur der Papst schwer. Denn über die konservative Exegese der Heiligen Schrift kann auch er nicht hinwegsehen – und betrachte ich den ehemaligen Erzbischof auf alten Videos, dann wollte er schon damals nicht an der Überzeugung rütteln, wonach Schwule und Lesben per se in der Abkehr von Gottes Wort leben.

Wer um Vergebung bittet, der sollte auch etwas dafür anbieten. Und es ist sicher nicht der herunterschauende Blick des Mitleids, der überzeugt. Es wäre die bedingungslose Annahme, die Jesus eigentlich auch formuliert. Doch Franziskus, aber ebenso viele deutsche Würdenträger, schaffen es nicht, ohne sich noch eine kleine Hintertür offen zu lassen. Erst, wenn sie mit der Gutheißung eines jeden Menschen auch die Freiheit verbinden, die Verantwortung für das – meinetwegen auch gläubig geführte – Privatleben des Einzelnen ohne dogmatische Vorgabe in die Hand des Gegenübers zu legen und gerade dann noch zu ermutigen: „Du sollst ein Segen sein!“ (1. Mose 12,2), könnte das was mit Versöhnung werden. Bis es aber so weit kommt, brauche ich wohl wirklich noch ein Leben nach dem Tod…

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Zuckerbrot und Peitsche: Franziskus‘ Versöhnungs-Trip

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Hier noch ein gutes Video von Harald Lesch, den ich sehr schätze.

GOTT – gibt es ihn? Harald Lesch – Übrigens…zur „Gottesformel“

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Gruß Hubert

Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen   Leave a comment

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Die Forderungen der Muslime sind schon mehr als präpotent. Ihre Distanzierungen zu muslimischen Terroranschlägen sind nahe bei Null! Und wegen welcher Kleinigkeiten die schon beleidigt sind… Die werden noch lange brauchen bis sie auf westliches Niveau und auf eine dort übliche Toleranz kommen. Im Westen darf man ungestraft eine Religion oder auch einen imaginären Gott kritisieren. Im Islam wäre die das Todesurteil, eine Fatwa würde ausgesprochen, so wie man es beispielsweise bei dem Ägypter Hamed Abdel-Samad getan hat, der jetzt schon seit einigen Jahren in Deutschland mit Polizeischutz lebt. Die Freiheit der Kunst ist im Islam sowieso noch ein Fremdwort.

Hier ein Artikel von dem Religionskritiker Sam Harris auf der Seite der „Richard Dawkins Foundation“. Ich schätze diese beiden Herren sehr. Der Artikel ist schon von 2015, deshalb sind einige politische Begebenheiten ad acta zu legen.
Ich ziehe diese Passage mal an den Anfang.

Man bedenke was tatsächlich passiert: Einige Prozent der Moslems auf der ganzen Welt – fünf Prozent? Fünfzehn? Fünfzig? Das ist noch nicht klar – verlangen dass alle Nicht-Muslime sich den Einschränkungen Islamischen Rechts unterwerfen sollen. Und wo sie bei ihren Protesten nicht direkt auf Gewalt zurückgreifen, drohen sie damit. Ein Schild mit der Aufschrift: „Köpft die, die den Propheten beleidigen“, mag noch als Beispiel friedlichen Protests zählen, aber es ist ebenso eine Versicherung, dass das Blut der Ungläubigen vergossen würde, wenn der Dummkopf, der das Plakat hochhält mehr Macht hätte.

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Die jüngste Welle muslimischer Hysterie und Gewalt hat sich nun auf über zwanzig Nationen ausgebreitet. Die Mauern unserer Botschaften und Konsulate wurden durchbrochen, die Grundstücke wurden dem triumphierenden Mob überlassen und viele Menschen wurden getötet – alles als Reaktion auf ein nicht sehenswertes Internet Video mit dem Titel: „Unschuld der Muslime“. Ob nun wegen eines Films, eines Cartoons, einer Geschichte, eines Schönheitswettbewerbs, oder eines unglücklich benannten Teddybärs, die darauf folgenden Ausbrüche frommen Zorns sind so vorhersehbar wie die Dämmerung. Das ist bereits eine alte und langweilige Geschichte, über alte, langweilige und tödliche Ideen. Und ich befürchte sie wird uns für den Rest unseres Lebens begleiten.

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Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen

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Unsere Panik und moralische Verwirrung nahmen zuerst in Angriffen auf den unglücklichen Gouverneur Romney Gestalt an. Ich bin kein Fan Romneys und ich fände die Aussicht auf seine Präsidentschaft lächerlich, wenn sie nicht so deprimierend wäre, aber er hat die ersten Aufschreie der Angst in den Reaktionen der Obama Administration auf diese Krise sehr genau erkannt. Romney hat die Abfolge der Geschehnisse falsch gedeutet – in dem er, wie viele andere auch, ein Statement der U.S. Botschaft in Kairo mit einer offiziellen Antwort der Regierung auf die Ermordung von Amerikanern in Libyen verwechselte. Aber die Wahrheit ist, dass das Weiße Haus das gleiche Entschuldigungsschreiben veröffentlichte, in der sie die beleidigende Rede verleugnete, während sie behauptete die Freie Rede an sich zu verteidigen. Es mag ein kleines Detail sein, der Hitze der Situation geschuldet, aber das ist eine zitternde Lippe auch.

Unsere Regierung folgte dem Weg des Appeasement weiter, in dem sie versuchte den unbezähmbaren Vollidioten Pastor Terry Jones zum schweigen zu bringen, der das Verbrennen von Ausgaben des Koran gerade so lange unterbrach, wie er brauchte um den Film zu veröffentlichen. Die Administration verlangte außerdem von Google „Unschuld der Muslime“ von den Servern zu entfernen. Diese Manöver zeugten von einer von zwei psychologischen und diplomatischen Realitäten: Entweder ist unsere Regierung nicht willens das Problem beim Namen zu nennen, oder das Problem ist so groß und bedrohlich, dass wir uns entschieden haben, die Barbaren vor den Toren zu besänftigen.

Die Seuche der moralischen Feigheit nahm ihren gewohnten Gang, indem liberale Journalisten und Experten damit begannen, unsere grundlegendste Freiheit im Lichte der sadomasochistischen Wut, die unter Moslems auch als „religiöse Empfindlichkeit“ bekannt ist, neu zu überdenken. Mitwirkende der New York Times und NPR (A.d. Ü.: National Public Radio) sprachen von der Notwendigkeit, eine Balance zwischen der Freiheit der Rede und der Freiheit der Religion zu finden – als ob letztere möglicherweise durch ein YouTube Video verletzt werden könnte. So vorhersehbar wie das mobben von Moslems wurde, scheint die moralische Verwirrung von Liberalen ein Teil des Räderwerks zu sein.

Man bedenke was tatsächlich passiert: Einige Prozent der Moslems auf der ganzen Welt – fünf Prozent? Fünfzehn? Fünfzig? Das ist noch nicht klar – verlangen dass alle Nicht-Muslime sich den Einschränkungen Islamischen Rechts unterwerfen sollen. Und wo sie bei ihren Protesten nicht direkt auf Gewalt zurückgreifen, drohen sie damit. Ein Schild mit der Aufschrift: „Köpft die, die den Propheten beleidigen“, mag noch als Beispiel friedlichen Protests zählen, aber es ist ebenso eine Versicherung, dass das Blut der Ungläubigen vergossen würde, wenn der Dummkopf, der das Plakat hochhält mehr Macht hätte. Dieses groteske Versprechen wird natürlich in fast jeder islamischen Gesellschaft gegeben. Einen Film wie die „Unschuld der Muslime“ irgendwo im Mittleren Osten zu machen wäre mit gleicher Sicherheit eine Methode des Selbstmords wie die Gesetze der Physik.

Was zeigte der Film genau? Wer hat ihn gemacht? Was waren ihre Motive? Wurde Mohammed wirklich dargestellt? Brannte da ein Koran, oder ein anderes Buch? Fragen wie diese sind obszön. An dieser Stelle muss ein Strich gezogen und ohne Entschuldigung verteidigt werden. Wir haben die Freiheit den Koran oder jedes andere Buch zu verbrennen und Mohammed oder jeden anderen Menschen zu kritisieren. Das sollte niemand vergessen.

In solchen Momenten hören wir unweigerlich – von Leuten, die nicht wissen wie es ist, an das Paradies zu glauben – das Religion nur ein Weg ist öffentliches Unbehagen zu kanalisieren. Die wahre Quelle des Problems kann in der Geschichte der westlichen Aggression in der Region gefunden werden. Es ist viel mehr unsere Politik als unsere Freiheit, die sie hassen.

Ich glaube, dass die Zukunft des Liberalismus – und vieles andere auch – von der Überwindung dieser ruinösen Selbsttäuschung abhängt. Religion wirkt nur als Vorwand für politische Gewalt, weil Millionen Menschen glauben was sie sagen, dass sie glauben, dass imaginäre Verbrechen wie Blasphemie oder Apostasie Straftaten sind, die den Tod rechtfertigen.

Die meisten säkularen Liberalen denken, dass alle Religionen gleich sind und sie betrachten jeden gegenteiligen Vorschlag als ein Zeichen der Bigotterie. Irgendwie überlebt dieser Glaubenssatz den täglichen Gegenbeweis. Unsere Sprache kann zu weiten Teilen dafür verantwortlich gemacht werden. Wie ich bei vielen Gelegenheiten dargestellt habe: „Religion“ ist nur ein Begriff, wie „Sport“: Einige Sportarten sind friedlich, aber wahnsinnig gefährlich (wie das Freiklettern ohne Seil, oder Straßenrodeln) einige sind sicherer, aber gleichbedeutend mit Gewalt (Boxen, Mixed Martial Arts) und einige beinhalten nicht mehr Risiko sich schwer zu verletzen, als unter der Dusche zu stehen (Bowling, Badminton). Von Sport als allgemeiner Aktivität zu sprechen macht es unmöglich, zu diskutieren, was Sportler tatsächlich tun, oder welche physischen Attribute notwendig sind ihn auszuüben. Was haben alle Sportarten außer atmen gemeinsam? Nicht viel. Der Begriff „Religion“ ist kaum brauchbarer.

Betrachten wir das Mormonentum: Viele meiner liberalen Freunde würden es als moralisch unfair bezeichnen Romney’s Glauben als Argument gegen ihn einzusetzen. In ihren Augen ist das Mormonentum nur eine Religion wie alle anderen auch. In Wahrheit jedoch hat die Kirche von Jesus Christus den heiligen der letzten Tage mehr als genug seltsame Eigenarten. Zum Beispiel war sie explizit rassistisch bis 1978, als Gott plötzlich seine Meinung zu Farbigen änderte (einige Jahre nachdem Archie Bunker dies tat) und empfahl, dass ihnen die volle Bandbreite der Sakramente und religiöser Verantwortlichkeiten gegeben werden soll. Zu diesem Zeitpunkt war Romney ein Erwachsener und seit mehr als einem Jahrzehnt ein außergewöhnlich energiegeladenes Mitglied seiner Kirche.

Anders als über die meisten Gründer anderer Religionen, von denen nur wenig bekannt ist, ist das Mormonentum das Produkt der Plagiate und Konfabulationen eines offensichtlichen Hochstaplers, Joseph Smith, dessen Abenteuer von den Leichtgläubigen als – in jedem Sinne – die reine geschichtliche Wahrheit angesehen wird. Bedenkt man was wir von Smith wissen, ist es schwieriger ein Mormone als ein Christ zu sein. Eine tiefere Anbetung des Absurden ist notwendig – und die Tatsache, dass Romney das bewerkstelligt bekommt, sagt etwas über ihn aus.

Gerade so als wäre er ein Mitglied von Scientology, der vorschlägt, sein E-Meter im Oval Office zu platzieren. Der Bereich zwischen rationalem Glauben und eigennützigem Wahn ist eine offensichtliche Steigerung. Es ist eine Sache daran zu glauben, dass Jesus existiert hat und vielleicht ein bemerkenswerter Mensch war. Es ist etwas völlig anderes zu akzeptieren – wie dies die meisten Christen tun – dass er körperlich wieder auferstanden ist und auf die Erde zurückkehren wird um die Lebenden und die Toten zu richten. Es ist noch mal ein anderer Sprung des Glaubens, viel zu groß um ihn sich vorzustellen, wie es alle guten Mormonen müssen, dass er seine kosmische Magie vom geheiligten Grund von Jackson County Missouri aus vollzieht.

Dieses letzte provinzielle Detail spielt eine Rolle. Es macht das Mormonentum objektiv weniger glaubhaft als das Durchschnittschristentum – wie es auch die Behauptung macht, Jesus hätte seine „Nachfolger“ in Amerika zu irgendeinem Zeitpunkt nach seiner Wiederauferstehung besucht. In dem Moment, an dem man Kristallkugeln, heilige Unterhosen oder den Planeten Kolob und einen heiligen Handschlag benötigt, um Zugang zum Himmel zu bekommen, entlarven sich die mormonischen Standards als das was sie sind: das religiöse Äquivalent zu rhythmischer Gymnastik.

Der Punkt ist jedoch, dass ich all diese Dinge zum Mormonentum sagen kann und Joseph Smith aus tiefstem Herzen verunglimpfen kann, ohne dass ich befürchten muss, dass ich dafür ermordet werde. Säkulare Liberale ignorieren diesen Unterschied bei jeder Gelegenheit und auf jedes Risiko hin. Denken sie einen Moment über die Existenz des Musicals „Das Buch der Mormonen“ nach. Nun überlegen Sie sich die Sicherheitsvorkehrungen, die getroffen werden müssten um das gleiche Stück über den Islam aufzuführen. Das Projekt ist undenkbar – nicht nur in Beirut, Bagdad oder Jerusalem, sondern auch in New York City.

Die Freiheit über bestimmte Themen laut nachzudenken, ohne Angst haben zu müssen gejagt, oder getötet zu werden ist bereits verloren gegangen. Und die einzigen Kräfte auf Erden, die sie wiederherstellen kann, sind starke säkulare Regierungen, die Anklagen der Blasphemie mit Verachtung gegenüber treten. Keine Entschuldigung nötig. Moslems müssen lernen, dass sie, wenn sie kriegerische und fanatische Behauptungen zur Toleranz freier Gesellschaften machen, die Grenzen dieser Toleranz erreicht haben. Und Gouverneur Romney, obwohl er wohl mit allem unter der Sonne – einschließlich der Sonne selbst – falsch liegt, hat sicherlich Recht damit zu glauben, dass es Zeit ist, dass unsere Regierung diese Botschaft ohne mit der Wimper zu zucken überbringt.

Übersetzer: Joseph Wolsing, Jörg Elbe

Hier geht’s zum Originalartikel…

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Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen

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Gruß Hubert

 

OLG Wien erlässt Verfügung gegen Menschenversuchssager   Leave a comment

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Mich wundert es nicht, dass es so bösartige Tierexperimentatoren gibt, die unsagbares Leid über unschuldige Tiere bringen, wenn ich mir ansehe wie es auf der Welt ausschaut. Oder auch was in der Menschheitsgeschichte schon alles geschehen ist. Es macht sich ja alles der Mensch selbst, außer bei Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Überschwemmungen (und da spielt der Mensch durch den von ihm verursachten Klimawandel eine große Rolle), weiters Vulkanausbrüche, Krankheiten (auch da ist der Mensch oft nicht unschuldig durch seinen Lebensstil). Was ich damit sagen will – es gibt nicht nur bösartige Tierexperimentatoren, sondern überhaupt viele böse Menschen. Wenn die große Mehrheit der Menschen gute Menschen wären, würde es ja anders ausehen auf der Welt. Bestimmt sind die nicht das Ebenbild eines imaginären Gottes oder höchsten Instanz.

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Hier ein Artikel von Dr. Martin Balluch

Als brave BürgerInnen sollen wir uns an das Gesetz halten und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht (außer PolizeibeamtInnen, die, wie wir gesehen haben, wenn sie sich als Dorfdeppen ausgeben, nicht wegen Amtsmissbrauch belangt werden können). Wer glaubt, Gesetze sind so eindeutig verfasst, dass man sich leicht daran halten kann, wird durch zahlreiche Prozessverläufe eines Besseren belehrt. Wie oft wird denn ein Urteil erlassen und in der Berufung aufgehoben, und vielleicht in der nächsten Instanz wieder korrigiert? Wenn sich schon gelernte JuristInnen derart uneinig sind, wie sollen wir BürgerInnen dann das Gesetz richtig verstehen und anwenden? Faktum bleibt, dass viele Gesetze einen großen Handlungsspielraum in ihrer Anwendung lassen, insbesondere wenn es um Meinungsfreiheit geht, wie im vorliegenden Fall.

Wenn RichterInnen z.B. ideologisch gegen Tierschutz eingestellt sind, werden sie die Meinungsäußerung von TierschützerInnen wesentlich kritischer bewerten, als wenn sie für Tierschutz Verständnis haben. Die Ideologie der Gerichte ist also für die Rechtssprechung leider sehr bestimmend. SLAPPs, also Zivilklagen mit dem politischen Ziel kritische Stimmen zu erdrücken, leben davon. Sie hoffen auf ideologische Urteile. Das bedeutet übrigens auch, dass selbst die heutigen Gesetze von einer autoritären Staatsregierung mit entsprechend besetzter Richterschaft (siehe Polens Versuche die Gerichte mit genehmen Personen zu besetzen) sehr restriktiv ausgelegt werden  und zu totaler Meinungseinschränkung führen könnten.

Tierexperimentator Michael Hess führt Tierversuche an Puten durch, bei denen diese Tiere schwer leiden. Ich habe diese Tierversuche kritisiert und wurde dafür von Hess geklagt. Die ursprüngliche Kritik von mir wurde in erster Instanz als unrechtmäßig verboten und in zweiter Instanz wiederum erlaubt. Hess versucht nun beim Obersten Gerichtshof einen eigentlich nicht zulässigen Rekurs einzubringen. Meine Berufung des ersten Urteils habe ich veröffentlicht. Diesen Text hat Hess ebenfalls eingeklagt. In diesem zweiten Verfahren wurde mir, umgekehrt, in erster Instanz Recht gegeben. Und jetzt hat das Wiener Oberlandesgericht dieses Urteil aufgehoben und umgedreht. Was ich dort geschrieben habe, darf ich bis auf Weiteres also nicht mehr sagen. Allerdings ist ein Rekurs an den Obersten Gerichtshof zugelassen, den ich auch einbringen werde.

In diesem jetzigen Urteil geht es um einen Vergleich, den ich gezogen habe, zwischen der ethischen Rechtfertigung von medizinischen Versuchen an Menschen, die nicht freiwillig Opfer dieser Versuche werden, und an Tierversuchen heute. Das Erstgericht war noch der Ansicht, das ist zulässig. Das Zweitgericht meint dagegen, normale LeserInnen würden übersehen, dass es um einen Vergleich der Rechtfertigungen der beiden Versuche geht, sondern meinen, es geht um einen Vergleich der Versuche selbst. Und den zu ziehen sei zwar nicht faktisch falsch, aber ein Wertungsexzess, der verboten ist. Hier das Urteil in den entscheidenen Passagen:

Den Richterspruch können Leser im folgenden Link nachlesen (es sind Bilddateien – .jpg)

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OLG Wien erlässt Verfügung gegen Menschenversuchssager

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Gruß Hubert

 

Indila – Dernière Danse (Amadeus – violin cover instrumental)   Leave a comment

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Manchmal ist es besser nichts zu sagen… nur zuzuhören.

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Indila – Dernière Danse (Amadeus – violin cover instrumental)

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Tom Dooley (Deutsch)

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 12. August 2017 von hubwen in Musik, Uncategorized

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Hilfestellung für Identitäre Bewegung   Leave a comment

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Für mich ist es erkenntnisreich zu sehen wie Rechte oder auch die Neue Rechte, wie bestimmte Gruppen genannt werden, transatlantisch zusammenarbeiten. So unterstützt nun die amerikanische Alt-Right-Bewegung die Identitäre Bewegung (IB) bei ihrer Aktion „Defend Europe“. Die Vertreter der Alt-Right-Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, die „Identität der Weißen Bevölkerung“ vor den Einflüssen eine multikulturellen Gesellschaft zu schützen. Unter anderem sagt die Alt Right-Bewegung auch, dass die weiße Bevölkerung vor dem Streben nach sozialer Gerechtigkeit zu schützen sei. Das ist schon eine für mich schockierende und entlarvende Aussage. Diesen Satz musste ich wirklich zwei mal lesen, ich dachte ich sehe nicht richtig. Soziale Gerechtigkeit ist also für die Alt-Right-Bewegung negativ und unerwünscht. Super, toll, kann ich da nur sagen 😉

Die Alt-Right-Bewegung war eine große Stütze im US-Wahlkampf für Trump.

Mit ihrer Aktion „Defend Europe“ möchte die IB die NGO’s daran hindern Flüchtlinge im Mittelmeer zu retten.

Wobei man aber schon sagen muss, dass es auch so nicht geht, wie es die deutschen Organisation „Jugend rettet“ mit ihrem Schiff Juventa macht und laut Staatsanwaltschaft Kontakte zu Schleppern hat. Dies ist aber noch in der Phase der Untersuchung.

Weil ich von jemand gefragt wurde welche Stellung ich zu IB, zur Alt-Right-Bewegung und zu breitbar beziehe, gebe ich dazu meine Einstellung dazu kund.
Ich beziehe eine klare Anti-Stellung zu Organisationen, wie Alt-Right, die sich mit Ku-Klux-Klan verbündet, zu IB und zur Plattform breitbart.com (ex-Chef Steven Bannon, jetzt im Team von Trump). Ich war zwar der Meinung, das würde aus meinem Beitrag klar hervorgehen, aber ich kann es auch noch bestätigen und unterstreichen. Die Alt-Right-Bewegung steht für mich auf der Stufe von SS und Gestapo. Aber manche haben ja sogar da noch nichts dagegen einzuwenden. Dann darf man dazu wohl Nazi sagen, oder?

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Hier auch noch die Stellung Italiens zum Flüchtlingsproblem.

Mittelmeer-Krise: Italien konfisziert NGO-Schiff

Helfer der deutschen Organisation „Jugend rettet“ sprechen von „Routinekontrolle“ durch Küstenwache. Die Staatsanwaltschaft spricht von Kontakten zu Schleppern.

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Die „Juventa“ wurde von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. – APA/AFP/ITALIAN POLICE/HANDOUT

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Premier Paolo Gentiloni bezeichnete den geplanten Einsatz als möglichen Wendepunkt in der Flüchtlingskrise. Die Stabilisierung Libyens stehe ganz oben auf der Prioritätenliste Italiens. Von Libyen aus starten die meisten Migranten die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer in Richtung Europa. Allerdings hatte sich im vergangenen Monat die Zahl der Ankömmlinge drastisch verringert. Mit den Ankünften von Montag erhöhte sich die Zahl für den Juli auf 11.193, im Juli 2016 waren 23.552 Menschen über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Insgesamt kamen in diesem Jahr 95.214 Migranten in italienischen Häfen an. Das sind nur noch 0,78 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2016. Vor wenigen Wochen überstieg ihre Zahl noch bis zu 40 Prozent der Ankünfte im Vergleich zum selben Zeitraum 2016. Eine stichhaltige Erklärung für diesen Rückgang kann bisher niemand geben.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 03.08.2017)

http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5262741/MittelmeerKrise_Italien-konfisziert-NGOSchiff

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Zurück zu Alt Right und IB.

Aus tagesschau.de

Wie Alt-Right „Defend Europe“ unterstützt

„Defend Europe“ („Europa verteidigen“) – so lautet das Motto einer Kampagne der „Identitären Bewegung“ (IB). US-amerikanische Rechte helfen mit – vor allem bei der Finanzierung.

Das Geld für die Aktion, an der Identitäre aus mehreren europäischen Ländern beteiligt sind, wird über die US-Plattform „WeSearchr.com“ akquiriert. Die präsentiert sich als Community, die nach dem Crowdfunding-Prinzip finanzielle Mittel für unabhängige Recherchen einsammelt. Der „Marktplatz für Informationen“ gibt sich dabei einen seriös-rebellischen Anstrich.

Alle Inhalte – so behauptet die Plattform in ihren FAQ – würden von Redakteuren geprüft. Themen ohne journalistische Relevanz würden nicht veröffentlicht. Ausgangspunkt einer Recherche ist dabei immer eine eingereichte „Frage“ eines Users, der dann ebenso wie die Recherchierenden einen Teil der Spenden erhält.

Schwarmfinanzierter Journalismus oder virtuelle Sammelbüchse?

Doch viele der Themen auf WeSearchr haben mit dem selbsterklärten Zweck der Plattform nur wenig zu tun. Ihr Gründer ist der der Alt-Right-Bewegung zugerechnete Aktivist Charles C. Johnson, der so augenscheinlich Gleichgesinnten die Möglichkeit bietet, Gelder für ihre Projekte und Interessen zu beschaffen – wie zum Beispiel die Kosten für juristische Auseinandersetzungen.

Oft werden auch Themen platziert, die politische Gegner diskreditieren sollen – darunter die Frage, ob der französische Präsident Emmanuel Macron schwul sei, oder die Suche nach schmutzigen Details zur Scheidung von David Mikkelson, dem Gründer der Faktenchecker-Website „Snopes.com„. Diese Seite kooperiert in den USA mit Facebook bei der Suche nach Falschmeldungen und dürfte der Alt-Right-Bewegung ein Dorn im Auge sein.

Einzelspenden bis zu 2500 Dollar

Auf der Plattform WeSearchr findet sich auch „Defend Europe“. Die IB informiert über ihre Kampagne mit einem Videotrailer und einem Blog. Bislang haben (Stand 08.08.2017) mehr als 2.700 Beitragende rund 202.000 US-Dollar (ca. 171.000 €) für „Defend Europe“ gespendet, damit ist das Projekt derzeit das erfolgreichste auf der Plattform.

Die Spenden erfolgen größtenteils anonym. Kann man der Auflistung der Eingänge Glauben schenken, sind keine Großspenden darunter: Die höchsten Einzelbeträge belaufen sich auf 2500 US-Dollar. Anders als bei Crowdfunding normalerweise üblich ist der Finanzierungs-Zeitraum in diesem Fall nicht begrenzt.

Es ist fraglich, ob diese Summe ohne die Unterstützung des US-amerikanischen Alt-Right-Netzwerkes zustande gekommen wäre. Die Liste derjenigen, die Werbung für die Aktion machen, liest sich wie ein Who-is-who der neuen US-amerikanischen Rechten.

So rief David Duke, einer der bekanntesten Neo-Nazis in den USA und ehemaliger Anführer des Ku Klux Klan, im Juni auf Twitter zu Spenden für „Defend Europe“ auf. Zwar ist Dukes Reichweite dort mit rund 41.000 Followern nicht allzu groß und mit 38 Retweets hielt sich die Resonanz in engen Grenzen. Für Aufmerksamkeit bei potentiellen Geldgebern in der Szene dürfte der Tweet dennoch gesorgt haben.

Dies gilt auch für die Berichterstattung auf breitbart.com, dem publizistischen Sprachrohr der Alt-Right-Bewegung, das im Juni dem österreichischen IB-Funktionär Martin Sellner ausführlich Gelegenheit gab, die Aktion vorzustellen. Breitbart.com wird monatlich 80 bis 90 Millionen mal angeklickt.

Die „Schlacht ums Mittelmeer“

 

Richard S. Spencer, Begründer der Alt-Right-Bewegung in den USA | Bildquelle: REUTERS

Richard S. Spencer, Begründer der Alt-Right-Bewegung in den USA

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Die von US-Neonazi Richard S. Spencer gegründete Website „Altright.com“ pries in martialischen Worten die IB im Juli für ihren Beitrag zur „Schlacht um das Mittelmeer“ und behauptete, „junge Weiße überall in der Weißen Welt“ würden nun „angesichts ihrer Entrechtung erwachen“. Das seien „ermutigende Nachrichten“.

Von Matthias Vorndran, mdr

Was ist die Alt-Right-Bewegung?

Unter dem Sammelbegriff „Alt-Right“ werden verschiedene Ideologien am rechten Rand des politischen Spektrums der USA zusammengefasst. Deren Vertreter haben sich zum Ziel gesetzt, die „Identität der Weißen Bevölkerung“ vor den ihrer Meinung nach schädlichen Einflüssen einer multikulturellen Gesellschaft, politischer Korrektheit und dem Streben nach sozialer Gerechtigkeit zu schützen. Der Name ist eine Abkürzung des Begriffs „Alternative Right“ und geht auf den rechtsextremen Publizisten Richard S. Spencer zurück, der 2010 ein Onlinemagin mit diesem Titel gründete. Kritiker sehen in dem Begriff eine Beschönigung, die dazu diene, rechtsradikales Gedankengut einer breiteren Masse näher zu bringen.

Hier weiterlesen:

Hilfestellung für Identitäre Bewegung

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 9. August 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Wenn ein Papst sich „Franziskus“ nennt   Leave a comment

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Der hl. Franziskus wird ja von der katholischen Kirche gerne als Feigenblatt hergenommen, wenn es am Welttierschutztag am 4. Oktober um Tiere geht.

„An diesem Tag gedenkt man des Heiligen Franz von Assisi (Namenstag), der am Abend des 3. Oktober 1226 gestorben ist (nach damaligem römisch-antikem Verständnis zählte die Zeit nach Sonnenuntergang bereits zum darauf folgenden Tag; daher zum 4. Oktober) und der als Gründer des Franziskanerordens unter anderem wegen seiner Tierpredigten berühmt und volkstümlich wurde.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Welttierschutztag

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Franziskus predigt zu den Vögeln (Darstellung einer Legende aus den Fioretti von Giotto di Bondone, um 1295) (Bild von Wikipedia)

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Der derzeitige Papst hat noch nichts getan für Tiere und ich sage auch voraus, dass er im Zukunft nichts für die Tiere tun wird. Denn „In der Kirche haben Tiere keinen Platz“, hieß es aus dem Vatikan. Der Name Franziskus im Namen des Papstes ist eine Täuschung.

Heute sprechen viele ja von Lügenpresse, aber ich kenne keine andere Organisation die so viel lügt (und heuchelt) wie die katholische Kirche. Welchen Stellenwert der heilige Franziskus hat zeigt der folgende Ausschnitt bei theologe.de

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Wie Franz von Assisi für die Inquisition missbraucht wurde

Da die Katharer oder Albigenser in der Bevölkerung sehr beliebt waren und viele Menschen erkannten, dass man dort im Gegensatz zur Kirche vielfach nach urchristlichen Idealen lebte, versuchten Papst und Kardinäle, eine ähnliche Bewegung auch innerhalb der Kirche anzusiedeln. Und genau dafür hatte man nun Franz von Assisi gebraucht, der Papst Innozenz III. gebeten hatte, schlicht und unbehelligt nach dem Evangelium leben zu dürfen.

Eigentlich wäre auch Franziskus aufgrund seiner Überzeugungen und Taten ein Fall für die Inquisition gewesen. Innozenz III. hatte ihn jedoch verschont und gewähren lassen, weil es seine Strategie war, mithilfe der Ideale von Franziskus eine kirchliche Alternative zu den bescheidenen und friedliebenden Bewegungen der Katharer, Waldenser und Mystiker des freien Geistes aufzubauen. Den Anstoß dafür erhielt der mörderischen Papst offenbar in einem Traum, in dem er sah, wie Franziskus angeblich die Kirche vor dem Einsturz und Untergang retten könne, indem er sie stützt und hält (siehe Gemälde von Giotto di Bondone) 

So machte die Kirche aus der Gemeinschaft des Franziskus kurz vor dessen Tod gegen seinen Willen einen streng kirchlich geregelten Mönchsorden. Franz von Assisi wollte jedoch überhaupt keinen Orden gründen, sondern er wünschte eine freie Bewegung von Gleichberechtigten und Gleichgesinnten. Auch wehrte er sich, solange er noch dazu in der Lage war, gegen alle Versuche, seine ursprünglichen Ideale zu verändern. Doch wurden ihm immer mehr Kompromisse aufgenötigt. Noch in seinem Testament verpflichtete Franz von Assisi den Orden aber ausdrücklich auf das von ihm in Worte verfasste Ideal der Armut und er erklärte dieses Testament für verbindlich.

Heiligsprechung von Franz und Verfolgung seiner Anhänger

Für die Vatikankirche war sein Testament aber nicht viel mehr als ein frommer Wunsch. Zwar trieb Papst Gregor IX. die Vereinnahmung durch die „Heiligsprechung“ von Franziskus im Jahr 1228 noch weiter voran, nur zwei Jahre nach seinem Tod. Doch bereits zwei weitere Jahre später annullierte derselbe Papst die von Franz von Assisi geforderte Verbindlichkeit seines Testaments für den neuen Orden. „Nach Kopien des Testaments wurde geforscht und wo sie gefunden wurden, wurden sie vernichtet.“ (Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 16./17.11.2013)
Sehr viele der jungen Nachfolger des Franz von Assisi, die so genannten „Franziskaner-Spiritualen“, waren damit aber nicht einverstanden. Die Folge: Nachfolger Jesu, die wirklich so leben wollten wie es Franz von Assisi ihnen vorlebte, wurden immer mehr innerkirchlich angefeindet.

Im Jahr 1302 erließ Papst Bonifatius VIII. (+1303) die Bulle Unam sanctam, um den totalitären Herrschaftsanspruch des katholischen Pontifex maximus über die ganze Erde zu zementieren. Die Bulle gipfelt in dem Satz „Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir.“ Dieser Lehrsatz ist in der Dogmen- und Lehrsatzsammlung von Josef Neuner und Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche (Regensburg 1992) unter der Randnummer 430 bis heute als „unfehlbare“ Glaubensvorschrift der römisch-katholischen Kirche markiert.

Mit dieser Unterwerfungsforderung ging die römisch-katholische Kirche kurz nach der Ermordung der letzten Katharer im Jahr 1310 nun auch gegen diejenigen Franziskaner in den eigenen Reihen vor, die sich nicht bedingungslos dem Papst in Rom unterwerfen wollten. Im Jahr 1317 wiederholte Papst Johannes XXII. (+1334) diese Forderung noch einmal ausdrücklich. Wer jetzt nicht bedingungslos gehorchte, wurde nun exkommuniziert, in schlimme Kerkerhaft genommen und gefoltert. „Hunderte“ Franziskaner wurden auf den Scheiterhaufen der Inquisition verbrannt (J. R. Grigulevic, Ketzer-Hexen-Inquistioren, Freiburg 1995, S. 166), weitere wurden vertrieben. Auch das Testament von Franziskus von Assisi wurde teilweise sogar öffentlich verbrannt. Im Jahr 1323 legte Papst Johannes XXII. dann in einer päpstlichen Konstitution fest, dass die Lehre des Franz von Assisi, dass Christus und die Apostel kein Eigentum besessen hätten, eine „Entstellung“ der Evangelien sei und damit „Ketzerei“.

Wenn ein Papst sich „Franziskus“ nennt

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Gruß Hubert