GESCHLAGEN, GETRETEN, FEHLBETÄUBT   Leave a comment

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Wer Fleisch isst, beteiligt sich an Tierquälereien.

Von tierschutzbuero.de

Tierqual im „Bio-Schlachthof”

„Also wenn ich Fleisch esse, dann nur bio!“, denn „Bio“,
so scheint es, ist für viele ein Garant für Qualität und
Verantwortungsbewusstsein und somit für ein gutes
Gewissen, wenn es um den Fleisch-Konsum geht. Vor
allem glauben viele, dass „Bio“ automatisch auch für
Tierwohl steht. Leider entspricht das nicht der Realität.
Die Realität zeigte sich für uns in brutalen Aufnahmen
aus einem Bio-Schlachthof in Neuruppin nahe Berlin. Die
versteckt gefilmten Aufnahmen widerlegen schonungslos
und auf grausamste Art und Weise diesen Irrglauben. Die
dokumentierten Zustände bewiesen einmal mehr: Weder
Bio- noch „Tierwohl“-Siegel schützen vor Tierquälerei!

Dem Deutschen Tierschutzbüro lag Bildmaterial vor,
das in einem Neuruppiner Färber-Schlachthof mit Bio-
Zertifikat entstanden war. Entgegen den Erwartungen
der Öffentlichkeit stand die hier dokumentierte Brutalität
der in konventionellen Schlachthöfen in nichts nach. Im
Betäubungsbereich drängten sich zahlreiche Tiere dicht
an dicht. Gleich daneben und für die hochintelligenten
Tiere somit in Sichtweite hingen ihre zuckenden
Artgenossen kopfüber, abgestochen oder noch darauf
wartend. Eine absolute Stresssituation für die Schweine.

Die ganze Blutmenge aus diesem Bereich konnte von
den alten, verstopften Abflussrohren gar nicht gefasst
werden und drückte, teilweise in einer Fontäne, durch die
Abflüsse wieder nach oben, in den Schlachthof. Um die
verängstigten Tiere auseinanderzutreiben, wurden diese
getreten, geworfen und mit Haken geschlagen.

Anhand der Aufnahmen und unserer detaillierten
Auswertung mussten wir von einer Fehlbetäubungsrate
von rund 40 % ausgehen. Das heißt, dass hier fast
jedes zweite dokumentierte Tier unvorstellbares Leid
erlebte, weil Vorgaben nicht eingehalten wurden, keine
Nachkontrolle erfolgte und der*die Veterinär*in ebenfalls
nicht anwesend war. So kümmerte es auch keinen, dass
der sehr gestresst wirkende Schlachter zwischen mehreren
Stationen pendelte, immer dasselbe ungereinigte Messer
verwendete und auch kranke Tiere mit Handball-großen
Nabelbrüchen tötete.

All das geschah in einem Schlachthof, der bislang als
Vorzeigebetrieb galt, an der Initiative Tierwohl teilnahm,
eine QS-Zertifizierung hatte und primär Bio-Schweine
schlachtete. Von hier wurden kleine und regionale
Metzgereien beliefert, aber unter anderem auch die Bio-
Company mit ihren 60 Filialen in Berlin, Brandenburg,
Dresden, Hamburg und Potsdam war Abnehmerin
dieses Qual-Fleisches. Nachdem uns das Bildmaterial
zugespielt wurde, informierten wir sofort das zuständige
Veterinäramt in Neuruppin. Nach umgehender Sichtung
und detaillierter Auswertung des Videomaterials wurde
dem Veterinäramt und der zuständigen Staatsanwalt-
schaft die Ausarbeitung sowie das gesamte Bildmaterial
übergeben und Strafanzeige gestellt. Basierend auf
dieser Strafanzeige, ermittelt die Staatsanwaltschaft
in Neuruppin gegen den Schlachthof wegen Verstößen
gegen das Tierschutzgesetz.

GESCHLAGEN, GETRETEN, FEHLBETÄUBT

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